Kultusminister wollen weiter willkürlich über Schulbetrieb entscheiden – VBE kritisiert das

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BERLIN. Ab wann gilt welcher Corona-Schutz in der Schule? Auch auf ihrem jüngsten Treffen wollten sich die Kultusminister nicht auf einen konkreten Plan festlegen. Der VBE-Bundesvorsitzende Udo Beckmann hat die KMK dafür nun kritisiert. Wenn die Länder jeglichen gemeinsamen Maßstab für den Schulbetrieb verweigern, wenn jeder Kultusminister für sich weiterhin selbst definiere, ob und wann er Maßnahmen ergreift, „dann ist diese Verständigung nicht so viel wert, wie man uns glauben machen will.“

Udo Beckmann ist Bundesvorsitzender des Verbands Bildung und Erziehung. Foto: Sibylle Ostermann
Zeigt sich irritiert: VBE-Vorsitzender Udo Beckmann. Foto: Sibylle Ostermann / VBE

Die Kultusminister der Länder beharren darauf, die Schulen grundsätzlich offenzuhalten. Sie räumen nach Informationen des Nachrichtenportals «ThePioneer» und der Deutschen Presse-Agentur lediglich Ausnahmen ein: Nach einem Beschluss vom Freitag, mit dem der Bund-Länder-Gipfel vorbereitet werden sollte, können in Hotspot-Gebieten mit sehr vielen Infektionen besonders betroffene Schulen ab der 11. Klasse auf einen „rollierenden Präsenzunterricht“ in verkleinerten Lerngruppen umstellen, also auf einen Wechsel von Lernen in der Schule und zuhause. In einem zweiten Schritt ist das auch für untere Klassenstufen weiterführender Schulen vorgesehen. Wann, das bleibt allerdings offen. (News4teachers berichtet ausführlich über das KMK-Treffen.)

Den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts entspricht das nicht – die sehen einen Inzidenzwert von 50 vor, ab dem der Unterrichtsbetrieb in allen Jahrgängen auf kleinere Lerngruppen im Wechselunterricht umzustellen ist sowie eine generelle Maskenpflicht im Unterricht gelten soll.

Was ist für die Kultusminister ein „Hotspot“?

„Der Beschluss der Kultusministerkonferenz (KMK) von Freitag ist ungenügend“, meint nun VBE-Chef Beckmann. „Gut ist zwar, dass nun endlich anerkannt wird, dass in Hotspots besondere Maßnahmen zum Schutz vor Infektionen ergriffen werden müssen. Doch wo ist die Definition von ‚Hotspot‘? Sind das tatsächlich alle Orte mit einer Inzidenz von über 50 Fällen auf 100.000 Einwohner in den letzten 7 Tagen? Es bleibt dabei: Wir fordern, dass die Maßnahmen klaren Indikatoren zugeordnet werden.“

Weiter betont er: „Dabei kann unterschieden werden in Maßnahmen, die ergriffen werden können, wenn die entsprechende Ausstattung vorhanden und die Erreichbarkeit sichergestellt ist – und in Maßnahmen, die ab bestimmten Indikatorwerten umgesetzt werden müssen. Es braucht einen Rahmen, innerhalb dessen die Möglichkeiten genutzt werden können – mit Flexibilität, Kreativität und dem Blick auf das Ermöglichen von Präsenzlernen, soweit es möglich ist.“

Gemeinsame Erhebung von Infektionszahlen unter Schülern und Lehrern soll kommen – aber auch veröffentlicht werden?

Positiv bewertet der Bundesvorsitzende die Verständigung auf die zentrale Zusammenführung der Zahlen aus den Bundesländern bei der KMK und der Auswertung der bisher vorliegenden Statistiken. Allerdings fügt Beckmann hinzu: „Die Erhebung ist das eine, die Veröffentlichung das andere. Das muss natürlich Hand in Hand gehen. Wir brauchen eine für die Öffentlichkeit transparent aufgearbeitete Statistik, aus der aktuelle Infektionszahlen unter Lehrkräften und Schülerinnen und Schüler sowie in Quarantäne gesetzte Personen hervorgehen. Eine Schwierigkeit dabei ist natürlich, dass die Regelungen so unterschiedlich sind, wer in Quarantäne gehen muss. Deshalb fordern wir bereits seit mehreren Wochen ein, dass das Vorgehen der Gesundheitsämter besser abgestimmt sein muss und sowieso nur ein Gesundheitsamt für eine Schule zuständig sein sollte.“

In letzter Zeit waren immer wieder Ideen für die Nutzung anderer Räumlichkeiten (Gaststätten, Museen) in die Debatte gekommen. Zuletzt schlugen dies Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) und Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) vor. „Man kann sich nur wundern: Beständig werden Ideen vorgetragen, Zeitungsspalten und Nachrichtenseiten damit gefüllt, aber passieren tut nichts“, meint Beckmann. „Was dabei von allen Beteiligten verkannt wird: In der Gesellschaft und bei Eltern kommt an, dass das Ausweichen auf andere Räume eine realistische Idee ist. Mit den damit einhergehenden Erwartungen werden dann wieder die Lehrkräfte und Schulleitungen konfrontiert – nicht aber die Kultusministerien.“

Die Meinung des VBE: „Der Raum ist der 3. Pädagoge, und wenn der noch nach Gastraum aussieht, ist das fokussierte Lernen zumindest am Anfang sicher nicht leicht herzustellen. Besser bieten sich daher die reizarmen und gut ausgestatteten Räumlichkeiten an, wie Messehallen, Konferenzräume in Hotels oder in Co-Working-Unternehmungen. Diese sind oft auch mit Lüftungsanlagen ausgestattet, verfügen über Internetzugänge und Beamer. So können die Schülerinnen und Schüler parallel auf die Herausforderung vorbereitet werden, bei einem Infektionsfall in der Klasse oder der Familie im Homelearning weiterzumachen.“ News4teachers

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16 KOMMENTARE

  1. Kann nicht mal jemand diese Herrschaften WACH RUETTELN????

    12Uhr ist schon vorbei!!! Mit irgendwelchen sinnlosen woechentlichen Besprechungen, die keinen Erfolg zeigen, ist es nicht getan.
    Die Augenwischerei mit komischen Aktionismus(FFP2 Masken, nur fuer Lehrer, Plexiglaswaende) der erst jetzt eintritt, haette schon vor Monaten passieren muessen, bekommt man jetzt kurzfristig nicht mehr hin, Zeit verpennt.

    @Kultusminister*Innen:taeglich kommen immer mehr Menschen auf die Intensivstationen, auch junge, gesunde Menschen, Kinder und viele davon versterben an Covid19. Uebertragungswege sind auch die Kuschelkontakte in der Schule bei vollem Praesenzunterricht.

  2. Wie kann es überhaupt eine Studie geben, die besagt, dass Präsenzunterricht am besten ist. Mein Kind ist zuhause sehr präsent, und lernt auch gut alleine. Hausaufgaben werden zum Teil mit Freunden über WhatsApp gemacht. In Deutschland ist doch Homeschooling nicht erlaubt. In welchem tollen Land haben sie denn die Studie gemacht. Das ist so ein Skandal. Nur ganz wenige Länder auf der Welt haben diese Präsenzpflicht. Das ist für ein Land wie Deutschland, alles andere als vorbildlich. Liebende, treusorge Eltern, die ihr Kind und Familie vor Krankheit schützen wollen, werden von Gesetzes wegen gezwungen, sie in eine virus-verseuchte Einrichtung zu schicken, weil man diesen Eltern folglich unterstellt, dass sie nicht das Beste für ihr Kind wollen oder tun können (denn das einzig wahre, mit Studien belegte, richtige für ihr Kind, ist nun mal die Präsenz in einer schulischen Einrichtung. Egal ob mit 10,20 oder 30 Klassenkameraden. Hauptsache Präsenz. Denn liebe Eltern, zu Hause kann sich ein Kind doch kein Wissen aneignen). Ich bin stinksauer. Über Corona-Leugner muss sich keiner wundern. Für viele Leute ist es schwer vorstellbar, dass der Staat Kinder in Einrichtungen ohne Abstand zwingt, aber im Rest der Wirtschaft und Freizeit es nicht erlaubt ist. Dann kann Corona nicht so schlimm sein. In einem Hotelzimmer bin ich höchstens mit einem Hausstand.
    Vielleicht sollen wir ja die Herdenimmunität voranbringen. Liebe Kinder haltet Euch eng in der Schule, aber ab mittag sich nicht mit anderen oder Großeltern treffen. Bei 11Mio SuS plus Familienangehörigen kommen wir dem ganzen schon schrittweise näher.

    • Bei diesem Virus gibt es keine Herdenimmunität, wie bei den anderen CoronaViren auch. Man kann sich immer wieder reinfizieren nach ein paar Monaten und man ist dann auch so genauso infektiös, hat aber dank Immungedächtnis in den meisten Fällen einen viel leichteren Verlauf- solange das Virus nicht entscheidend mutiert jedenfalls. Der Effekt, dass Geimpfte bzw. Infektion Überwundene andere uninfizierte und ungeimpfte schützen, weil sie nicht mehr infektiös sein können, wie bei Masern, den gibt es bei diesem virus nicht. Man kann sich nur durch Impfung selber vor schweren Verläufen schützen. Das scheint vielen Leuten nicht klar zu sein, wenn sie von Herdenimmunität reden. Der Begriff beschreibt die Tatsache, dass die Geschützten die Ungeschützten schützen, weil sie nicht mehr das virus weitergeben könnenEs gibt da keine, die 40% Ungeschützte bleiben ungeschützt, weil sie weiterhin infiziert werden können durch Geimpfte/ehemals Erkrankte, die sich wieder infizieren -lediglich das Gesundheitssystem kann nicht überlastet werden und die geimpften schützen sich selbst.
      Das ist in der Wissenschaftskommunikation scheinbar nie richtig deutlich gemacht worden.
      Wer ungehindert durchseucht, wie es die Länder gerade tun- denn alles was nicht nachverfolgt werden kann, ist ungehindert- der riskiert nicht nur Tote und Folgeschäden (auch bei Kindern) sondern auchm dass das Virus mutiert.

  3. Die werden kein Schutz für Kinder jugendliche machen denen ist egal was Kinder jugendliche geht denen interessiert nur Geld wie die Geld kasie und mit impfen brauchen kinder jugendliche Versuchskaninchen aber es reicht die denen muss mann klagen und still legen die sollen dich selber eigene Familie als Opfer geben die sterben krank werden geworden sind sind die verantwortlich keiner macht Mund auf

    • So ist es wohl! Und wir werden diese Herrschaften in den Ministerien auch nicht dazu bekommen, freiwillig eine Woche lang in einer beliebigen Klasse dem Unterricht beizuwohnen. Diese Menschen, die hinter ihren Schreibtischen, mit Plexiglas Schutz, wie man weiß mittlerweile auch mit Luft Reinigungsgeräten sitzen, haben jede Verbindung zur Realität verloren, so scheint es zumindest. Wäre ich einer dieser Kultusminister, könnte ich nicht einmal mehr morgens in den Spiegel schauen, ohne mich zu schämen.

  4. Macht endlich Hybridunterricht!!! Und zwar ab der 1. Klasse!
    Wir halten uns an alle Regeln und sind vorsichtig und dank dieser Schulpflicht, muss ich mein Kinde jeden Tag in die Schule(Virenschleuder)schicken! Ich bin Risikogruppe und alleinerziehend und lebe unter ständiger Angst!

  5. Welche Schule verfügt über warmes Wasser in den Toiletten – sowohl im Schüler-, als auch im Lehrer – WC?…. Hände waschen im Winter, unter kaltem Wasser, in kalten unbeheizten Toiletten (da Außenanlagen – bei Schüler WC)… 30 Sekunden lang?! Nachvollziehbar, dass viele von der alltäglichen Toilettenregel (und das ohne Covid!) abschrecken lassen. Und das in Deutschland – ungeheizte Toilettenräume ohne Warmwasserangebot: genau hier wird für mich alles andere zur Farce!!!!

  6. Jedes Bundesland kocht srine eigene Suppe. Homeschooling ist gut wenn die schulen besser vernetzt wären. Meine kinder konnten auch mit ihrem Klassenlehrer /in über Skype lernen beim letzten mal weil die Lehrer /innen zuhause besser vernetzt waren als in der schule. 4 Stunden unterricht am pc, Laptop und so wären nicht schlecht. Damit ist mir als hoch Risiko Patientin viel gedient.

  7. Unglaublich. Sollen sich die Damen und Herren dem bitte aussetzen. Es geht nicht nur um die eigene Klasse, wir vertreten Kollegen, haben Unterricht in verschiedenen Klassen. Es ist unverantwortlich!

  8. Habe nichts für diese Corona leugner übrig aber die gehen auf die Strasse wie so bekommen wir das nicht hin für unsere Kinder und angehörigen. Wir haben jetzt ein droh schreiben vom Schulleiter,bekommen da unser Sohn dieses Jahr viel krank war. Mit jugendamt, Bußgeld usw. Er ist dieses Jahr schon 3mal getestet worden,soll ja mit syntomen Zuhause bleiben. Tolles Rundschreiben von der Schule mit syntomen Zuhause bleiben. Jetzt diesen ärger die legen es aus wie sie es brauchen, die Kultusminister kein System drin. Inzwischen Zeit habe ich von unseren Politiker die Schnauze voll.

  9. ich finde die schulen gehohren zu gemacht kinder lehrnen zuhause auch so is es net im martz hatten sie auch net danach gefragt ob schulpflicht is oder nicht und ich hatte auch viel gehlernt mit mein sohn so is es net aber anscheins sollen die kinder alle krank werden sauerei so was dan sitzen sie in der schule im kalten weil sie ja luften sollen ja klar wer soll da noch lehrnen mein sohn wie der heut heim kam der hatte ganz kalte hande und arme is das normal das is schon kindeswohl gefardung in meine augen erlich die kinder konnen einem leid tun nur das sie ihre schulpflicht erfullen wen sie krank werden konnen sie auch net mehr zu schule eine zeitlang dan ich bin allein ertiehend wen man das hat sitzt man zwei wochen in der wohnung wer soll sich um alles weitere kummern gerade wen man alles allein macht was bei uns zu zeit in deutschkand abgeht ist ttraurig so was

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