Gipfel beschließt, Empfehlungen des RKI für Schulen zu missachten – Wechselunterricht (wenn überhaupt) erst ab Inzidenzwert 200

233

BERLIN. Die Corona-Zahlen sind durch den Teil-Lockdown nicht wie erhofft gesunken, sondern stagnieren auf hohem Niveau. Deswegen drehen Bund und Länder jetzt auch noch einmal an der Maßnahmen-Schraube bei den Schulen. Große Einschränkungen wird es aber nicht geben – keine einzige verpflichtende Schutzmaßnahme wurde vereinbart. Die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts für den Schulbetrieb spielen weiter keine Rolle.

Die Kanzlerin hatte darauf gedrängt, die RKI-Empfehlungen für Schulen einzuhalten – offenbar vergeblich. Foto: Shutterstock

Schulen und Kitas in Deutschland sollen in der Corona-Pandemie auch weiterhin grundsätzlich geöffnet bleiben. Darauf haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder am Mittwoch bei ihrer Videokonferenz verständigt. Gleichzeitig verabredeten sie Maßnahmen, um Ansteckungen an Schulen einzudämmen. In der Summe bleiben diese aber eher zurückhaltend.

Laschet: Es wird keine pauschalen Maßnahmen für Schulen „in ganzen Städten“ geben

So ist ein großflächiges Umschwenken auf sogenannten Wechselunterricht in Deutschland trotz anhaltend hoher Corona-Zahlen nicht geplant. Merkel und die Länderchefs vereinbarten, dass über solche Maßnahmen – bei denen etwa Klassen halbiert und abwechselnd zu Hause und in der Schule unterrichtet werden – weiterhin vor Ort und «schulspezifisch» entschieden werden soll. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sagte nach den Gesprächen, dies bedeute, dass es nicht um pauschale Maßnahmen für ganze Kreise oder ganze Städte gehe.

Zum Einsatz kommen soll Wechselunterricht zudem nur bei Schülern ab der 8. Klasse und wenn die Corona-Zahlen in einer Region extrem steigen. Als Grenze wird eine Zahl von 200 Neuansteckungen pro 100.000 Einwohnern pro Woche genannt. Diese Zahl wird in den meisten Landkreisen Deutschlands laut aktuellen Daten des Robert Koch-Instituts momentan nicht überschritten. Der sogenannte Hybridunterricht wird auch nicht verpflichtend, sondern nur als Beispiel für etwaige Zusatzmaßnahmen bei starkem Infektionsgeschehen genannt.

Das RKI sieht bereits ab einem Inzidenzwert von 50 für alle Schulen des betroffenen Gebiets eine generelle Maskenpflicht im Unterricht (also auch in Grundschulen) sowie Wechselunterricht vor, damit die Abstandsregel in den Klassenräumen eingehalten werden kann (News4teachers berichtet ausführlich über die Empfehlungen des RKI für den Schulbetrieb). Merkel hatte in der vergangenen Woche darauf gedrängt, dass die Länder die RKI-Empfehlungen einhalten.

Bund und Länder betonen in ihrem gemeinsamen Beschluss: «Das Offenhalten von Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen hat höchste Bedeutung.» Mit Blick auf die Schulen wird betont, das Recht auf Bildung könne am besten durch Lernen und Lehren in Präsenz gewährleistet werden.

Maskenpflicht ab 7. Klasse bei „deutlich mehr“ als einem Inzidenzwert von 50 – was immer das auch heißt

Zusätzlich vereinbart wurde außerdem eine Maskenpflicht im Unterricht ab der 7. Klasse, ebenfalls abhängig von den regionalen Corona-Zahlen. Als unscharfe Grenze werden hier im Papier «deutlich mehr» als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner genannt. Allerdings gilt in den meisten Bundesländern längst eine Maskenpflicht im Unterricht und zwar schon ab der 5. Klasse, in Bayern sogar an Grundschulen. Keine flächendeckende Maskenpflicht im Unterricht gab es zuletzt nur noch in Sachsen-Anhalt, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern.

Um die Zahl der Kontakte direkt vor den Feiertagen und damit die Ansteckungsgefahr im Familienkreis zu verringern sollen auch die Weihnachtsferien in fast ganz Deutschland gleichzeitig am 19. Dezember beginnen, dem Samstag vor Heiligabend. In mehreren Ländern, die das in den vergangenen Tagen bereits angekündigt hatten, werden die Ferien damit vorgezogen. Bremen und Thüringen behalten sich als einzige laut dem Beschluss vom Mittwoch vor, «eine länderindividuelle Regelung hinsichtlich des Ferienbeginns» zu treffen.

Bei Corona-Fällen an Schulen soll zudem künftig einheitlich vorgegangen werden. Schüler, die sich mit Corona angesteckt haben, sollen gemeinsam mit ihren Mitschülern – in der Regel die Schulklasse – sofort in eine fünftägige Quarantäne geschickt werden. Die Tage am Wochenende zählen mit. Nach fünf Tagen soll es einen Schnelltest geben. Ist der negativ, dürfen die Schüler wieder in die Schule. Wer positiv ist, soll alle drei Tage erneut getestet werden, bis der Test negativ ausfällt. Lehrer sollen dem Beschluss zufolge wegen «des zeitlich befristeten und anders strukturierten Kontakts» nicht in diese «Clusterisolation» einbezogen werden.

VBE-Chef Beckmann: Zweifelhaft, ob damit ein besserer Schutz für Lehrer und Schüler erreicht wird

Der Vorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung, Udo Beckmann, begrüßte die Möglichkeit, Wechselunterricht ab einer sogenannten Inzidenz von 200 Corona-Fällen einzuführen. Dies sei unbedingt angebracht, sagte er. Beckmann kritisierte aber die Einschränkung, dass dies erst ab der 8. Klasse möglich sein soll und nicht für Abschlussklassen. Das heiße, dass lediglich die 8., 11. und gegegebenenfalls 12. Klassen dies wahrnehmen könnten. «Ob das also die erhoffte Entlastung verspricht, bleibt fraglich.» Insgesamt zeigte sich der Verbandschef enttäuscht über die vereinbarten Infektionsschutzmaßnahmen für die Schulen. Wenn diese offengehalten werden sollten, brauche es einen besseren Schutz der Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler, sagte Beckmann. News4teachers / mit Material der dpa

Anstelle eines Kommentars zur Schulpolitik: Ein persönlicher Brief an die Ministerpräsidenten

Anzeige


233 KOMMENTARE

  1. Auch heute disqualifizieren sich ausgerechnet die Minister/-innen des (man muss schon sagen „sogenannten“) Bildungsbereichs komplett selber.

    Die Maßnahmen heute zu den Schulen: Eine einzige (weitere) Bankrotterklärung auf ganzer Linie.

    Diese Menschen tun so, als wüssten Sie ganz genau, was Kindern wie schadet. – Sie wissen es nicht! Sie sehen Kinder höchstens mal zu Hause, haben aber schlicht keine Ahnung vom Schulbetrieb, für den sie paradoxerweise verantwortlich sind.

    Die sollen gefälligst Probleme lösen und nicht immer nur sagen was nicht geht. Wer keine andere Platte als „Präsenzunterricht“ auflegen kann, ist inkompetent.

    Liebe Kolleginnen und Kollegen, merken wir uns gut, was hier mit uns veranstaltet wird.

    Auch wird mehr als deutlich, dass Philologenverband und Co NICHT unsere Interessen vertreten. Viele im Kollegium haben bereits angekündigt auszutreten.

  2. Ab 200.
    Ab Klasse 8.
    Und ohne Abschlussklassen.
    Mal abgesehen davon, dass das in Gesamtschulen bestimmt super umzusetzen ist. WtF? In Hauptschulen betrifft das einen Jahrgang, in Realschulen zwei Jahrgänge. Das wird sich ja bestimmt exorbitant auf die Inzidenzen auswirken.
    War nicht das Ziel, unter 50 zu kommen, damit die Nachverfolgung durch die Gesundheitsämter wieder gewährleistet ist? Wie sollen wir da denn wieder hin kommen mit diesen lächerlichen Maßnahmen? Wie lange muss der Kreis denn über 200 sein, damit das dann umgesetzt wird? Eine Woche? Zwei Wochen? Drei Tage? Und wie schnell wird bei 198 wieder umgestellt? Wo bleibt da die Planbarkeit für Familien? Die Stundenplaner in den Schulen freuen sich bestimmt schon ein Loch in den Bauch.
    Wir werden von absolut realitätsfernen Menschen regiert. Und der Mensch, der in einem Bundesland am weitesten weg ist von der Realität wird Kultusminister. Ein Armutszeugnis. Ich hoffe sehr, dass sich die Wähler das bis zur nächsten Wahl merken.
    Viele Köche verderben den Brei. Welcome to german Föderalismus.

    • Und es wird nicht einmal umgesetzt. Unser Landkreis ist schon seit einer Woche bei einem Inzidenzwert von 249. Klasse acht ist nach wie vor im Präsenzunterricht und es gibt noch keine anderslautende Nachricht.
      Meine Kinder sollen also alle im Bus und beim Einkaufen Masken tragen und dürfen sich nachmittags mit nur einem Freund treffen, weil sie dann und dort hochansteckend sind, aber sobald sie in der Schule sind, braucht nur noch die Achtklässlerin eine? Zum Glück handhaben die Schulen das einheitlich. Das ist doch für Familien mit mehr als einem Kind das totale Chaos. Gerade die Kleinen kriegen das mit den Masken hervorragend hin.

  3. Stampft Euer ‚Föderales Bildungssytem‘ endlich in die TONNE!

    – ein gemeinsames Handeln auf einer vernunftbasierten Faktenananlyse ist mit dieser Besetzung nicht möglich!!!!
    – ein föderales Bildungssystem mit 12 – teils – 13 Schuljahren bis zum Abitur …. seit Jahren schon kompletter Humbug
    – Bundesland übergreifender Arbeitsplatzwechsel für Familien mit Kindern seit mehr als 20 Jahren aufgrund unterschiedlicher Curricula UNMÖGLICH
    –> an dieser Stelle hat die Wirtschafts-Lobby mal grundlegend versagt
    –> dieses uneinheitliche Schulsystem hat Familienväter arbeitsbedingt in Familien-Wochenendbeziehungen getrieben
    (Wo bleibt hier das Kindswohl?)
    – spart Euch 15 x Kultusminister-Gehälter und die komplette Entourage dazu
    –> ist sicher ein Batzen Geld, der gescheiter in die Bildung investiert werden könnte

    1 Bundes-Kultusminister mit vereinheitlichten Curricula und bundeseinheitlichen Schulbüchern wäre eine vernünftigere Regelung!

    So bleibt alles Murks auf Kosten der Gesundheit / Menschenleben.
    Beim nächsten MP-Treffen kann ich das Ergebnis aus meiner Glaskugel lesen, dass Maßnahmen erst ab einem Inzidenzwert von 500 / 100.000 Einwohner (vielleicht) getroffen werden.

    • Warum immer dieses Jammern? Uns geht es doch noch vergleichsweise gut. Schauen Sie sich in anderen Ländern um.

      Man kann es nun mal nicht allen Recht machen und die Abwägung der Maßnahmen, die Entscheidungen sind nun mal nicht leicht.

      • Weil Schüler*innen und Lehrer*innen inzwischen mit Covid-19 ins Krankenhaus eingeliefert werden, weil ihre Eltern angesteckt werden. Weil wir jeden Tag jetzt hohe Todeszahlen zu verbuchen haben.

      • „Uns geht es doch vergleichsweise gut“ ich kann es mittlerweile nicht mehr hören. Ja es ist maximal in Ordnung ABER man darf nicht außen vor lassen dass die Politik WILLENTLICH mit Menschenleben als Einsatz pokert und das kann nicht angehen!!

      • Klar, man kann es nie allen recht machen.
        Aber Kinder wie Lehrer im Regen stehen lassen bzw als Versuchskaninchen einsetzen das kann man.
        Sämtliche wichtigen Empfehlungen des RKI und anderer Experten einfach ignorieren das geht ohne Frage.

    • Gute Frau, die SPD geführten Kultusministerien erhoffen sich von den Eltern eine überragende Zustimmung zu den Maßnahmen. Sie sind schließlich der Retter der Bildungsgerechtigkeit ihrer Kinder und führen absolut sichere Schulen. Also mal etwas Dankbarkeit zeigen und in Zukunft SPD wählen!

      • Erstenens hast du uns nicht zu sagen, wen wir wählen sollen und wieso sollen wir Dankbarkeit zeigen und zustimmen, wenn alles aus dem Ruder läuft. Wir sind in Moment 7 Schüler von 26 Schüler und dies ist unerlässlich viel, vor allem sind die Lehrer daran gebunden mit dem Stoff weiter zu machen und dann fragen die sich warum die Abschlüsse so schlecht ist. Da ist nicht nur die SPD, CDU etc Schuld, da ist die ganze (Schul) Politik schuld, die meinen die Schulen zu kennen, obwohl diese seit 30 Jahren nicht mehr zur schule gehen und da sich einiges geändert hat. Wo man vor allem anfangen sollte ist die richtige Maßnahmen zu präsentieren, vor allem bei einem Indiz von 200. So meine Meinung zum ganzen

        Tut mir leid wegen Grammatik etc

  4. Ab 200???
    Damit ist die Durchseuchung über die Schulen beschlossene Sache. Jeder Minister, der diesen Wahnsinn unterstützt, möge stante pede zurücktreten, wenn sich die Intensivstationen weiter füllen.
    Was ist los in Deutschland? Die Schulpolitik hat nur noch trumpeske Züge!
    20qm pro Person im Baumarkt, 1qm pro Schüler? Genial. Das Virus wird sicher unterscheiden können, wo es sich befindet.
    Bolsonaro wäre stolz auf die Kultusminister.

    • @xy

      1qm pro Schüler?
      Ja, das erinnert – auch ohne Corona – an die Hühnchen und Schweinchen in der Massentierhaltung. (Die sparen sich wenigstens den Ölsardinen-Transport im Schulbus 2x täglich, die sind nur ganz selten zusammengequetscht im LKW unterwegs. – Ja, das war jetzt ein böser Vergleich.)

      Ab 200???
      Ob das vielleicht fehlerhaft übermittelt wurde?
      In den letzten Monaten gab es (auch bei Kinderärzten soll das jüngst vorgekommen sein) so etwas wie … nun ja Rechenfehler oder falsche Bezugsgrößen oder einfach Unsicherheiten.

      Wahrscheinlich war eine andere Inzidenz geplant – 2000?
      Das kann man ja ab den Größenordnungen rasch aus dem Blick verlieren, bei so vielen Nullen allein schon in den Ministerien.
      🙁

      • Inzidenz schön hoch setzen und hoffen die angedrohten (und nicht geplanten) Maßnahmen nicht umsetzen zu müssen weil wegen kein Gelder für Bildung, da diese für die richtig hilflosen in der Autoindustrie, bei der Lufthansa etc, reserviert sind.

        Man könnte da so ein schema entdecken.

      • Auch 2000 sind ja noch kein Argument: Das wären doch gerade einmal 2% der Bevölkerung, die sich in einer Woche neu infiziert haben.

        Heißt für positiv denkende Menschen: 98 von 100 haben sich in der letzten Woche nicht infiziert!

        Und wenn es nur 200 sind, dann hat doch Ihre Schule mit 1000 Schülern jede Woche nur zwei neue Fälle, und 998 haben rein gar nichts.

        Ist das etwa viel? Gut, auf 10 Schulwochen gesehen wären es bei gleichbleibender Inzidenz dann 20 Infizierte, das macht jedoch im Schnitt nur 0,47 Tote/n*, in Deutschland sogar nur 0,3 und halt noch ein paar mit Langzeitschäden….

        Vorausgesetzt natürlich, es gibt keine Cluster an Ihrer Schule, aber das wollen wir ja mal nicht annehmen.

        *Infiziertenzahl weltweit aktuell: 60.499.103 Coronatote: 1.423.639

    • Sorry, aber 1945 hätte es das nicht gegeben, auch wenn die Politik da auch für ein arsch war. I h finde die momentane Politik so zum Lachen, vor allem man darf sich nur noch zu 5. draußen aufhalten, aber mit 20 anderen in der Schule. Wechsel unterricht wäre da angebracht

  5. Tan Ja
    ich bin Risiko und bin gezwungen mein einziges Kind in diese Vorsätzliche Gefahr zu schicken und Beten das er sich nicht ansteckt …wenn mir was passiert hat er niemanden mehr …muss man das so hinnehmen?

      • Das bringt ja leider nichts. Das Kind wird nicht mit dem Unterrichtsmaterial versorgt, wie die Schüler in der Schule. An der Schule unserer Kinder gab es neulich 2 Coronafälle. Darauf „durften“ wir die Kinder zu Hause lassen und die versprochene Versorgung mit Material war mehr als dürftig. Zb sollten sie Arbeitsblätter bearbeiten, diese wurden aber nur in der Schule ausgeteilt und nicht von den Lehrern hochgeladen. Die Kinder hatten das Nachsehen. Mein Mann gehört zur Risikogruppe. Wir hatten so auf Szenario B gehofft, aber nein…. Stur wird am Präsenzunterricht festgehalten. Egal wieviele Menschen sich aufregen dass die Schüler und Lehrer und die Eltern endlich mal besser geschützt werden… Es wird übergangen. Ein verwahren der Kinder ist das… Kann ja nicht sein, dass Mutti und Vati von der Arbeit fehlen um um ihr Kind zu denken. Der Inzidenzwert wird nun immer höher geschraubt ab wann dann eventuell Szenario B in Kraft tritt.
        Wir hoffen mittlerweile nur noch, dass wir unbeschadet bis zu den Weihnachtsferien durch die Schulzeit kommen…. An die Zeit nach den Ferien mögen wir gar nicht denken…. Wieder volle Klassen und halb Deutschland hat sich zu Feierlichkeiten getroffen. Hier holen immer mehr Eltern ihre Kinder mit den Auto ab, da im Bus ja Tetris mit Kindern gespielt wird. Ich muss ganz ehrlich sagen… Ich kann es null nachvollziehen was hier versäumt wird!

  6. Ich arbeite an einer Förderschule für geistige Entwicklung. Was das bedeutet bezüglich Abstände, Masken etc. brauche ich hier sicher nicht erklären. Ich bin geschockt über diesen Entschluss und regelrecht verzweifelt.

  7. Es war zu befürchten, dass für den Infektionsschutz an Schulen wieder nichts Wirksames beschlossen wird. So werden die Zahlen nicht sinken. Im Gegenteil. Spätestens im Januar wird uns das Ganze um die Ohren fliegen. Falls dann überhaupt noch Unterricht stattfinden kann und nicht massenhaft Lehrer fehlen, infektionsbedingt oder weil sie mit den Nerven am Ende sind.

    • In unserem Kreis muss man als Lehrer nicht mehr in Quarantäne, wenn man über die Doppelstunde FFP2-Maske trägt. Es ist also schon dafür gesorgt, dass keine Lehrer ausfallen, denn die Schulleitung unterstützt das natürlich.

      • FFP2-Masken DAUERHAFT über den ganzen Schultag zu tragen, ist aufgrund der DGUV Regel 112-190 „Benutzung von Atemschutzgeräten“ weder für LuLs noch für SuS zulässig!

        Zitat:
        „Für filtrierende FFP2-Halbmasken ohne Ausatemventil verkürzt sich die Tragedauer auf 75 Minuten. Die Einsätze können dann bis zu 5 pro Schicht betragen. Die Pausendauer bleibt bei 30 Minuten.“
        –> im Schulaltag weder praktikabel NOCH zulässig!

        http://www.haufe.de/arbeitsschutz/sicherheit/wie-lange-sollte-eine-schutzmaske-maximal-getragen-werden_96_516946.html

        • @Wunder Sam: Nicht nur bei FFP2-Maske. Jeder Lehrer auch ohne Maske muss nicht mehr in Quarantäne und auch nicht mehr zum Test. Es hat sich durchgesetzt, dass Lehrer gar nicht von Schülern angesteckt werden kann…

          • UPS, war an Esreichtlangsam gerichtet.

            Letztlich kann man sich im Kollegium nur absorechen, dass die betroffenen Kollegen sich selbst für eine Woche verantwortungsbewusst krank melden.

          • Das lief bei uns bisher noch anders… Zur Zeit brauchen Lehrer nur dann nicht in Quarantäne, wenn sie FFP2 Masken getragen haben – das mit der Tragedauer ist mir dabei absolut bewusst.

        • Wunder SAM- jetzt weiß ich auch, wo meine sch… Kopfschmerzen jeden Tag her kommen. Geht oft schon nach 90 Minuten Unterricht los. Und in 20 Minuten Pause im Lehrerzimmer dann mit normalem MNS….

  8. Für Wirtschaftshilfen, werden wieder Milliarden ausgegeben (was sicher auch Sinn macht, um Existenzen zu sichern), für Schulen sind mal wieder nicht wenige Millionen drin, um die Klassenräume mit Luftfiltern aufzurüsten.
    Wäre das Mindeste, wenn man die Ei-Empfehlungen ignoriert.

    • Ok lol Luftfilter sind schon bisschen übertrieben, jedoch kann ich es auch nicht nachvollziehen, warum für Schulen so wenig gemacht wird….

  9. Habe gerade die Pressekonferenz verfolgt. Alle 3 Redner (Bundeskanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten Müller und Söder) sprachen dabei von, dass sich hinter den Statistiken Menschen und Schicksale stehen. Dass es sie berührt.

    Nun muss man natürlich die finalen Papiere abwarten. Auch die entsprechenden finalen Umsetzungspapiere der Bundesländer.

    Was man bisher aber schon weiss und das was man erahnen kann – bezogen auf Kita und Schule bleibt es meiner Meinung weiter ein Drama.

  10. Maßnahmen ab Inzidenzwert 200?

    Wovon wird hier geträumt? Höchstens die 8. und 9. Klassen werden ins Homeschooling geschickt. Ansonsten wird gar nichts passieren!

    • Bei einer Sieben-Tage-Inzidenz je 100.000 Personen in welcher Verwaltungsteilgliederung?
      Der MP von NRW hat doch gerade erst erklärt, dass es keine stadtweiten bzw. kreisweiten Schulschließungen bzw. Anordnungen von Hybriduntericht geben wird. Diese Maßnahmen sollen schulscharf angeordnet werden.

      Woaruf soll sich denn der 200er-Inzidenzwert beziehen? Kann doch nur bedeuten, dass an einer Schule nur dann vom Regelbetrieb angewichen werden darf, wenn an der Schule ein Inzidenzwert von 200 infizierten Schulangehörigen (SuS und LuL) bezogen auf die Regelgröße 100.000 Personen im Schnitt der letzten 7 Tage gerissen wird.

      Ein dreizügiger Grundschulschulstandort hat 12 Klassen mit durchschnittlich 22 SuS und ca. 14 Lehrkräfte. Das sind dann rund 280 Personen. Gehen wir einmal davon aus, dass es an dieser GS 3 Infektionsfälle im 7-Tages-Schitt gibt, dann entspricht dies einer 7-Tage-Inzidenz von 1.071,4 je 100.000 Personen. Die schulscharfe 200er Inzidenz ist bereits bei 0,6 Infizierten im Durchschnitt von 7 Tagen erreicht, also 4 neu infizierten Personen in der Woche.

      Y.G. mag berechnend sein, ob sie rechnen kann, darf allerdings angezweifelt werden.

  11. Was mir immer aufstößt ist der Begriff der „Bildungsgerechtigkeit“ durch den im Moment stattfindenden Präsensunterricht in vollen Klassen….
    1. Bildungsgerecht ist das 16-teilige System schon lange nicht (mehr). Die viel zu großen Klassen, die zunehmenden Zahl von Kindern mit sozial-emotionalen und Lernschwierigkeiten lässt das Mittelmaß immer mehr im Niveau absinken und sowohl die schwachen als auch die begabten Kindern können nicht in ausreichender Weise gefördert werden.
    2. Kinder, die sehr intelligent und sozial stark aber im „falschen“ Elternhaus geboren sind, haben viel zu selten die Möglichkeit einen höheren Bildungsabschluss zu erlangen.
    Schule kann im jetzigen Zustand das „Abhängen“ einzelner Schülergruppen gar nicht verhindern.

    Was wäre die Lösung, auch und vor allem AUCH OHNE Corona?

    Hier nur meine bescheidene eigene Meinung:
    – Es müssen für immer kleine Klassen her, der Teiler bei ca. 15 Kindern.
    – Kinder müssen ab Klasse 1lernen selbständig zu werden und zu lernen, das setzt vor allem voraus, die Kinder wirklich dort abzuholen wo sie zu Beginn ihrer Schulzeit stehen, aber hier stimmt etwas nicht… es müsste schon früher ansetzen, die Kinder wirklich für die Schule „bereit“ machen, Lust auf Wissenserwerb wecken aber auch Grundtechniken beherrschen (mit der Schere schneiden, Stift richtig halten…) etc. Da müssten mind. ein bis zwei verpflichtende Vorschuljahre sein…
    Ich hätte noch viel mehr Ideen, aber der erste Schritt müsste sein: SCHAFFT DEN FÖDERALISMUS IN DER BILDUNG AB!

    • Absolut richtig! Bildung auf gleichem Niveau bekommen wir leider nicht durch Massenabfertigung. Individuell sollte es laufen. Leider sehen die hohen Herren so etwas kaum noch, da diese Personenkreise ihre Kinder ja bereits auf privaten Schulen haben und sie von Nanny’s erziehen lassen. Hierbei kann man den Unsinn unserer Bildungspolitik ja leider nicht sehen und schon gar nicht verstehen.

      • Wir leben in einer Zwei-Klassen-Gesellschaft. Politiker und Wirtschaftsbosse sind der herrschenden Klasse zuzurechnen. Die monetären Gewinne, welche ohne das Eltern-Arbeitsvieh der unterdrückten Klasse nicht realisierbar wären, haben auch weiterhin Vorrang vor Menschenrechten in Deutschland. Das System Schule macht dies erst möglich.

    • Kanzlerin Merkel völlig hilflos was die Schulen und Covid 19 angeht,hier wird klar sichtbar das die Laschets Prinzen bestimmen was gemacht wird.Deutschland ein einziges Trauerspiel auf Kosten der Kinder setzen die Länder Trump s auch Kultusminister genannt ihre Willen durch.Desaster Minister und dafür bekommen diese Personen auch noch satte Bezüge.

    • Vor allem muss es ein einheitliches und einfacheres, weniger komplexes Schulsystem für ganz Deutschland geben.

      Aber schau dir mal die Primus-Schulen in NRW an. Wenn man diese noch ein wenig verbessern würde und mit dem richtig guten Dingen die Teil des Schulsystems anderer Ländern wie Dänemark, Finnland, Japan,… sind, hätten wir ein hervorragendes Schulsystem.

      Man darf ja mal träumen.

    • Ich arbeite in einer Kita.. Hier HABEN die Kids noch Lust auf Wissenserwerb und sind in der Lage mit Schere, Stift, etc. umzugehen.. Das Problem ist, dass ab der ersten Klasse begonnen wird, der Rasen auf eine gleiche Länge getrimmt zu werden, individuelle Begabungen nicht erkannt werden und aufgrund der zu großen Klassen und zu wenig Personal (und auch aufgrund des mehr als überholungsbedürftigem Bildungssystems) nicht gefördert werden können. Durch stumpfes Einrichten verlieren die Kids den Spaß Wissen zu erlangen.. Eine wichtige Eigenschaft, die von Natur aus beim Menschen vorhanden ist und vom Bildungssystem systematisch kaputt gemacht wird. Das löst man auch nicht mit noch früher beginnende Vorschule… Oft werden Kinder vieeeeeel zu zeitig eingeschult.. Lasst die Kinder Kinder sein. Etwas besseres als sich spielerisch und mit Spaß seine Umwelt zu erschließen und nachhaltig davon zu lernen gibt es nicht! Mich besorgt eher, dass man gefühlt nur von Schulen liest… In Kitas sind Hygienekonzepte noch vieeeeeel schlechter Umsetzbar und Erzieher einem viel größeren Ansteckungsrisiko ausgesetzt… Was ist mit den Berufsschulen? Dort, wo Menschen erwachsen sind und digitaler Unterricht so einfach stattfinden könnte und man sich nicht persönlich einem Risiko aussetzen muss? Es wirkt so, als wären allesamt von der aktuellen Lage überrascht und überrumpelt worden.. Dabei war doch jetzt fast ein dreiviertel Jahr Zeit um sich auf alternativen Unterricht vorzubereiten? (oder generelle Digitalisierung in allen möglichen Firmen) Dieser Fakt macht die ganze Sache einfach umso frustrierender.

  12. Kann dem Kollegen nur zustimmen. Wenn wir in Hamburg eine Inzidenz von 200 erreicht haben, dann ist es zu spät. Dann sind wir bei Triage angelangt. Es wird Zeit, dass wir remonstrieren und zwar im größeren Stil. Auch die GEW kuschelt immer noch mit den Kultusministern. Auch hier hilft nur die klare Reaktion der Mitglieder: Austritt!

  13. Ich habe es leider befürchtet: viel Inkompetenz und es kommt nichts dabei raus. Dennoch erschreckend.
    Mein Sohn ist jetzt in der dritten Woche im Distanzunterricht, mit Attest, weil mein Mann ein sog. Risikopatient ist. Wir werden unser Kind b.a.W. NICHT in die Schule lassen. Alle Eltern, die das irgendwie organisiert bekommen, sollten ihre Kinder aus dem Präsenzunterricht nehmen. Alle Lehrer, denen es irgendwie möglich ist, sollten sich arbeitsunfähig schreiben lassen.

    • Hallo, darf ich fragen, in welchem Bundesland Sie leben? In NRW gilt leider auch kein Attest, wenn ein Elternteil zur Risikogruppe gehört… da soll man zuhause „Prävention betreiben“… Bin echt traurig, dass es nicht jeder Familie selber überlassen wird, ob man sich dem Risiko aussetzt oder nicht 🙁

    • Im näheren Umfeld gibt es Lehrkräfte mit gefährdeten Kindern und Partnern. Eine Freundin meiner Frau hat gestern Abend gesagt, dass es besser wäre, sie hätte einen Unfall bevor sie durch ihre Tätigkeit ihren Sohn tötet.
      Ist es das, was die Politik will?
      Politiker, spart euch das Gerede vom Schutz der Risikogruppen. Ihr liefert sie gerade ans Messer.
      Lehrern und Kita Mitarbeitern kann ich nur noch umfassenden Selbstschutz empfehlen. Wäre ich Lehrer mit Vorerkrankung, würde ich nur noch mit Dräger Maske in eine Berufsschulklasse.

    • Entschuldigung: in RLP gilt nicht mal eine Ausnahme für 100%Behinderung und Pflegegrad 4, sondern mein Kind soll trotzdem in den Präsenzunterricht…schreiben Sie aus BaWü? ich überlege, dort als „Binnenflüchtling“ hinzuziehen, man wird hier regelrecht ins Schildbürgertum gezwungen von dieser verächtlichen Politik der Bildungsministerien

      • Sie müssen da nicht hinziehen. Vielleicht kennen Sie jemand in BW, bei dem Sie sich offiziell einmieten können. Dann das Kind an der örtlichen Schule anmelden und beurlauben lassen. Müsste legal sein.

  14. Wie lange lasst ihr euch von den Leuten noch verarschen, verstehe das nicht, ich habe mich krank gemeldet, schluss mit der Verarschung. Wir leiden, damit die Eltern sich nicht um die schreienden Kinder kümmern müssen

    • viele w o l l e n sich um ihre Kinder kümmern, und dürfen nicht…Bravo, dass Sie aussteigen, mögen es Ihnen viele Lehrer gleichtun. Protest ist in diesen Zeiten nicht anders möglich

    • Beruf eindeutig verfehlt, ich schäme mich für solche Kollegen und mir tun die Kinder und Familien leid, die Ihnen ausgeliefert sind.

      • Pepe, ich schäme mich für Menschen, die ihren Schülern vorleben, dass es in Ordnung ist, wenn am Tag Hunderte Menschen sterben, weil niemand die Eier hat, die Schulen zu schließen! Ich schäme mich für die Lehrer, die unseren Kindern heile Welt vorgegaukelt haben!

        • Sie betreiben Populismus. Sie wissen gar nicht ob die Todeszahlen mit den Schuhen zusammenhängen. Die meisten Lehrer und Eltern sind unter 70. Die meisten Todesopfer darüber.

          • Pepe,
            warum sollte es in Deutschland nicht mit den Schulen zusammenhängen, wo sich in anderen Ländern Schulen ab der Mittelstufe als Infektionstreiber erwiesen. Sie glauben doch nicht wirklich, dass sich das Virus in Deutschland anders verhalten wird?
            Ihre Menschenverachtung zeigt sich sehr deutlich im Satz über die Altersgruppe Ü70. Mein Rat an Sie. Besuchen Sie eine Covid Station. Sehen Sie sich an, was es heißt, beatmet zu werden. Informieren Sie sich.

        • Sind die Schulen und Kitas zu, dann sterben mehr Menschen in der risikogruppe auf oder ohne Intensivstation, weil das Personal an kritischen Positionen mit kind Betreuung beschäftigt ist. Sie unterstellen Leuten, Menschen verachtend zu sein, sind aber wohl selbst der egoistische Part. Was ist daran Menschen verachtend zu sagen, dass die risikogruppe nicht an Schulen ist… Toll mit den totschlagargumenten…

      • Stimmt, Lehrer sind ja auch keine Menschen und Kinder keine Infektionsträger. Lässt sie einfach zusammen stundenlang in einem Raum mit vielen anderen verbringen. Was soll denn da schon schief gehen???

      • Nun können endlich die Streberkollegen, die in normalen Zeiten mal so gerade mittel als Lehrer sind und denen die Schüler völlig egal sind, auftrumpfen und sich bei der Schulleitung einschleimen, stimmt’s @Pepe?

  15. Bei uns im virtuellen Feierabendrundenraum wurde sich mit Glühwein oder Bier zugeprostet.

    Vielleicht sind wir 108 nicht representativ…. aber voll einverstanden mit dem heutigen Ergebnis.

    • Sie sind sicher repräsentativ. Es werden noch mehr Eltern die Tatsache gefeiert haben, dass sie ihre Kinder weiterhin den ganzen Tag in die Schule abschieben können. Ich wünschte nur, die Infektionen würden sich dann auch auf diese Familien beschränken. Konzentrationsschwächen und Spätfolgen stören diese Familien ja nicht, weil es denen nicht um Bildung geht, sondern nur darum, die Kinder vom Hals zu haben.
      Vielleicht schreien dieselben Eltern in ein paar Jahren nach Ausgleichszahlungen, weil ihre freiwillig infizierten Kinder gar nicht arbeiten können wegen der Spätfolgen.
      Hach, diese Vorstellung von ausgleichender Gerechtigkeit hat schon was.
      Aber Sie haben ja leider keine Kinder, Herr Kruse.

    • Am Rande: Vielleich überlegen Sie sich auch einmal, ob Ihre Häme hier angebracht ist. Sie verhöhnen hier die Leute, die Ihre Gesundheit für die Blagen anderer Leute riskieren. Feiern Sie doch weiter in den Foren für Eltern oder wo auch immer sich Kinderlose mit „Interesse“ an Kindern treffen und darüber freuen, dass Kinder nicht zu Hause bleiben. Gruselig!

    • Prosten Sie sich auch noch zu, wenn es den ersten von Ihnen „erwischt“ hat? Egal ob mit milden Symptomen und eventuellen Langzeitfolgen, im. Krankenhaus, auf der Intensivstation oder auf dem Friedhof. Das weiß man nämlich leider erst hinterher.

      Ihr Kommentar ist ein Schlag ins Gesicht der vielen KollegInnen, die z.T. seit Monaten in Städten/Schulen mit hohen Inzidenzen (über 200) z.B. in NRW unterrichten müssen.

  16. „Danach hat die Runde beschlossen, dass Bildungseinrichtungen an Corona-Hotspots mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 200 Fällen pro 100.000 Einwohnern von nun an verpflichtend Gegenmaßnahmen ergreifen müssen.“ Laschet hat schon mal direkt verkündet, dass das so in NRW nicht gilt. Es würde lediglich bei Schulen mit Infektionsgeschehen nachgesteuert, auf keinen Fall gäbe es ab 200 Inzidenz das „Solinger Modell“ für alle Schulen eines Kreises. Fazit: Vergesst Arbeits- und Gesundheitsschutz in Schulen (wobei der Grundschulen ja eh schon außen vor waren)!

  17. Dichtes Gedränge in Geschäften soll unbedingt vermieden werden, dasselbe aber in Schulen/Bussen gefördert? Wer da noch einen Sinn hinter sieht, der hat sie nicht mehr alle.
    Recht auf Bildung? Dass ich nicht lache.
    Allmählich verliere ich die Geduld.
    Inzidenzwert ab 200, Hybridmodell ab Klasse 8?? Wie realitätsfern kann man sein?

  18. Lehrer und Erzieher müssen jetzt sich und ihre Gesundheit und die ihrer Familie selbst schützen – notfalls durch Krankschreibungen oder Kündigungen, wenn die Belastungen zu groß werden. Von Politik, Behörden, Gesellschaft und Verbänden ist keine Hilfe und kein Schutz – nicht einmal der minimale Arbeitsschutz – zu erwarten. Das ist spätestens mit dem heutigen Tag klar geworden. Jetzt muss jeder für sich selbst entscheiden, ob er noch längere Zeit unter diesen Bedingungen arbeiten kann und will.

    • Sie haben Recht! Ich sehe das genauso. Wenn sich viele Lehrer krank schreiben lassen,
      wirld auch langfristig kein Unterricht stattfinden können. Was bleibt einem denn auch noch übrig, als sich krank zu schreiben?
      Der Inzidenzwert 200 wurde ja absichtlich so hoch gesetzt, damit die Schulen weiter wie bisher
      offen bleiben können. Da hätte der Bund sich mehr durchsetzen müssen.
      Zu den Eltern- verstehe nicht, warum es so unerträglich sein soll, die eigenen Kinder selbst zu betreuen?
      Ich habe selbst ein Kind und hätte liebend gern die Möglichkeit, ihn zu Hause zu beschulen, als ihn bei diesen hohen Zahlen in die Schule zu schicken.
      In Frankfurt hat sich eine Schülerschaft zusammen geschlossen, die gegen diese aktuellen Maßnahmen vorgehen wollen, damit Schüler geschützter sind. Warum passiert so etwas nicht auch in anderen Städten (bei Fridays for Future hat das doch auch funktioniert).
      Es ist Wahnsinn, bei den hohen Infektionszahlen, die Schulen auf diese Art und Weise offen zu halten.
      Es kann auch nicht sein, Studien, die zu ganz anderen Zeiten gemacht wurden, vorzuschieben und zu behaubten, dass die Schulen damit sicher wären. Da wird einfach etwas hingebogen und manipuliert.

  19. ABOLUT ENTTAEUSCHEND!!!!

    Menschenleben scheinen nichts wert zu sein, es wird immer weiter nach oben geschraubt mit dem Inzidenzwert.

    UNVERANTWORTLICH!!!! AUF DER GANZEN LINIE!!!!

    Diese Menschen entscheiden ueber Leben und Tod!!!
    Es waere schoen, sie auch persoenlich zur Rechenschaft ziehen zu koennen.

    Mit diesem Vorgehen wird die Wirtschaft nicht gestaerkt, wenn die Menschen auf deutsch gesagt, verrecken und zu Bauernopfern der Politik gemacht werden.

    Diesen Menschen sollen wir weiter vertrauen????
    Absolut nicht!!! Ich hoffe, das sich dies in den kommenden Wahlen zeigen wird und das dann diese Menschen nicht wieder gewaehlt werden(FALLS DANN NOCH AUSREICHEND WAEHLER AM LEBEN SIND)

  20. Ach, heute doch wieder die Renten- und Pensionskassen erfolgreich um 410 Empfänger entlastet.
    Und am 18. Dezember bringen die lieben Kleinen unbemerkt das Virus aus der Schule mit, verteilen es an den darauffolgenden kuscheligen Familientagen an andere Familienmitglieder, die dann alle am 24. Omi nacheinander herzen dürfen. Das führt dann zu einer weiteren effizienten Reduktion der Altersbezügeempfänger.
    Böse, ich weiß, aber mehr fällt mir bei dieser Ignoranz gerade nicht mehr ein. Doch: Fluchtstrategien entwickeln.

  21. Wie gesagt, man kann sich schon fragen, wie schlimm die Folgen der Pandemie wirklich sind, wenn Schulen auch bei Inzidenzwerten von 200+ geöffnet bleiben und Gastronomie, Fitnessstudios etc. schließen müssen und die Infektionszahlen nicht nennenswert sinken.

    Dann ist es normal, dass der Durchschnittsbürger sich sagt: Naja, so schlimm kann es dann ja doch nicht sein und es gibt wohl noch genug Intensivbetten. Das ist ein falsches Signal, liebe Politiker.

    Da hilft es auch nicht, die Entscheidung auf die lange Schulbank zu schieben, denn die Maskenpflicht in Schulen und das Lüften wird schon lange genug praktiziert.
    Spätestens nach Weihnachten und den Ferien wird es mehr denn je zu spüren sein, dass die Geduld weiter nachlässt. Dann kann man ja Schnellschulungen für Arbeitslose zum Thema „Wie beatme ich richtig und mit einfachen Mitteln“ anbieten.

    Aber während der Spanischen Grippe gab es ja auch „nur“ drei Wellen …

  22. Die GEW kuschelt nicht in allen Landesverbänden mit der Regierung: In Bayern bringen sie eine Klage gegen den Freistaat und die Stadt München auf den Weg.

    • Ja, und ich bin wirklich froh, dass das passiert.
      Der richtige Weg!! Wir brauchen die Unterstützung der Gewerkschaften so nötig. Jetzt wäre der richtige Zeitpunkt um endlich die Ellenbogen einzusetzen. Vielen Dank GEW Bayern!!!
      Hoffentlich entschließen sich die anderen Landesverbände ebenfalls dazu.

  23. Versagen auf ganzer Linie. Inkompetenz in politischen Ämtern auf ganzer Linie sichtbar. Es ist einfach nur traurig.

    Die Frage ist: Warum gibt es keine Konzepte?

    – Luftfilter sind nachhaltig (für generelle Hygiene, Grippe etc. alleine schon sinnvoll) und kosten flächendeckend ca. 1 Milliarde. Für Busse will man jetzt 2,5 Milliarden ausgeben. Sinnvoller Grundgedanke, aber ne verpuffende, teure Einmalinvestition.

    – regelmäßige Pooltests von Klassen wären sinnvoll, insbesondere da jetzt sowieso bei positiven Fällen die ganze Klasse in Quarantäne müsste – aber der Gesundheitsschutz liegt ja nicht im Interesse der Politik. Es geht schlicht um relativ betrachtet eine möglichst hohe Betreuung…

    – Apropo Gesundheit: Auch ein Thema, das medial nirgends berichtet wird (und gerne von News 4 Teachers auch erwähnt werden darf): Es gibt Arbeitsschutzbestimmungen. Nicht nur aufgrund des hohen Ansteckungsrisikos. Rechtlich darf der Arbeitsplatz von Lehrern 19 Grad nicht unterschreiten. Das war die letzten Wochen teilweise aber schon der Fall. Jetzt sinken die Temperaturen noch einmal erheblich. Das ist schlicht nicht hinnehmbar, unter den Bedingungen unterrichten zu müssen (für die Schüler natürlich noch viel schlimmer und unangenehmer, aber da gibt es meines Wissens nach keine rechtliche Grundlage).

    – Social Bubbles für das Betreuungsangebot: 2-3 Familien bilden eine Kohorte. So können auch bildungsferne Familien eher aufgefangen werden. Warum muss jeder Schüler ein eigenes Gerät haben? Warum muss ein Elternteil nur auf sein eigenes Kind aufpassen? Warum wäre es aus pädagogischer Sicht nicht sogar sinnvoll, ein oder zwei feste Lernpartner aus der Klasse zu haben, sowohl zum spielen – als auch zum lernen. Es gibt so viele unzählige Möglichkeiten im hybriden Modell zu arbeiten und es wird sich generell stets nur auf drei Szenarien versteift. Digitalisierung und Unterricht per Video darf ohnehin nicht das einzige Mittel der Wahl sein.

    – die Furcht vor Klagen der Abschlussjahrgänge ist meiner Ansicht nach unbegründet. Aus den Lehrplänen der jetzigen Jahrgänge wurde schon bereits einiges gestrichen. Letztlich bereitet Schule auf das spätere Leben vor, aber eben nicht primär nur inhaltlich, sondern strukturell – also sich selbst zu organisieren, zu strukturieren, an Probleme heranzugehen und diese zu lösen, das Lernen zu lernen, kreativ zu sein und Kreativität auszuleben, soziale Strukturen zu erleben, Konflikte zu bewältigen, mündig zu werden und Dinge kritisch zu hinterfragen, Entscheidungen treffen zu können. Jedes Fach leistet da eigene Beiträge. Natürlich sind einige fachliche Inhalte auch wichtig: Aber wie oft hört man zB in Mathe, warum dies oder jenes wichtig gewesen sei, wofür man das jemals bräuchte, oder dass Sport, Kunst, Musik unwichtig seien. Alle diese Fächer sind wichtig, aber gerade in dieser Ausnahmesituation reifen die SuS gerade auf natürliche Weise, werden mit all den oben genannten Dingen konfrontiert und gefordert wie gefördert. Einzig die Gesundheit aller Beteiligten und deren Angehörigen scheint sekundär zu sein. Es interessiert nur Wirtschaft und Geld. Man muss sich nicht wundern, dass viele politikverdrossen werden.

    Die Bildungspolitik beweist einmal mehr, was auch schon vor der Pandemie galt. Sie versagt auf ganzer Linie, weil die Entscheidungsträger viel zu weit weg von der Realität sind.

    Die Entscheidungen heute fühlen sich aus Lehrersicht wieder nach grober fahrlässiger Körperverletzung an. Ich bin massiv enttäuscht und fühle mich teilweise im Stich gelassen dahingehend, dass man wenig dagegen tun kann. Es ist schlicht bedauernswert, wie einfach solche Entscheidungen hingenommen werden, ohne dass es irgendeine Kontrolle über diese weitreichenden Entscheidungen gibt. Letztlich wird es immer mehr Ausbrüche in Schulen geben; die irgendwann auch nicht mehr zu leugnen sind.

  24. Also weiter mit der menschenverachtenden Politik der Herdenimmunität. Hoch lebe der Sozialdarwinismus! Politiker sämtlicher Parteien (und sämtliche Gewerkschaften) vertreten ausschliesslich Wirtschaftsinteressen und nehmen die Überlastung der Gesundheitssysteme durch das gefährliche Offenhalten der Schulen und Fabriken billigend in Kauf. Der Wirtschaftsbetrieb muss um JEDEN Preis aufrecht erhalten werden. Das Recht auf Gesundheit soll hinter allem zurückstehen – aber es formieren sich Massenproteste an den Schulen einiger Städte (z.B. Frankfurt) für das Recht auf sichere Bildung, überall in Europa und auch in Deutschland.

    • In den Firmen sind die Meinungen sehr gemischt. Keiner möchte Infektionen in den Betrieben und Azubis sind im Augenblick über die Berufsschulen die möglichen Einfallstore. Noch sind es Einzelfälle, aber mit der Entscheidung von gestern werden sich die Infektionen weiter verbreiten. Das Management ist im HO, es wird die Werker treffen. Es drängt sich immer mehr der Eindruck auf, dass es vor allem diejenigen im HO nicht schlimm finden, wenn Schulen offen und Öffis überfüllt sind.

      • Genauso ist es. Am aggressivsten auf auch nur eine Stunde weniger Unterricht reagieren in meinem Umkreis die Ingenieure und Juristinnen (nichts für ungut), die sich auch finanziell locker ein paar Wochen Auszeit gönnen könnten oder eine Betreuung. Aber die Karriere!!!! Und der Stress mit dem Partner!!! Und überhaupt meine Ich AG, die ich seit 40 Jahren pflege und hege.
        Und dann werden auch noch die Kinder aus weniger privilegierten Familien als Argument missbraucht. Angeblich werden die ja alle zu Hause misshandelt. Was aber die sogenannte gehobene Mittelschicht in Normalzeiten noch nie interessiert hat. Mit denen sie sowieso nie in Berührung kommt.
        Meine letzte Hoffnung ist tatsächlich, dass diejenigen in der sog. „Freien Wirtschaft“ erkennen, dass je früher und je stärker man Maßnahmen ergreift, desto schneller man wieder öffnen kann. Und dass dann die Wirtschaft aufblüht. Und dass die Öffnung durch die fehlenden Maßnahmen an Schulen zeitlich verzögert wird.

  25. Das ist unfassbar. Wirklich unfassbar. Inzidenz 200 und diffuses Geschehen. Aha. Das hatten wir im Sommer. Mit 50.
    Was passiert denn dann? Schlachthof? Hochzeit? Ich habe wirklich Angst!!! Ich will auch dass die Schulen offen bleiben. Aber ich will kein
    Opferlamm sein. Kinder ab 14 zählen also bei Familientreffen. Im Schulen nicht. Toll.
    Wie wäre es, wenn wir die Familientreffen dann in die Schulen verlegen? Die großhochzeiten? Die Weihnachtsfeiern? Geschäftsidee für alle Restaurants und die Veranstaltungsbranche: Schulen sind sicher. Also- Rent a Class!!!! Dann geht einfach alles. Ich weiß gerade gar nicht wohin mit mir. Kein Wort zu versetzten Anfangszeiten. Kein Wort zu den Schulbussen und – kein Wort zu den Mittagspausen bei denen sich die Schüler wild mischen und abstandslos knuddeln. Kein Wort zu Lehrern die sich mit 6 Klassen am Tag à 30 Schülern mischen. Kein Wort zu Inklusion, Frühförderung oder ähnlichem.
    Kein Wort aus der Praxis. Nur die Bitte an die
    Arbeitgeber, Homeoffice zuzulassen.
    Vorausgesetzt man ist kein Landesbeamter….

  26. Inzidenz hier fast bei 300.

    Maßnahmen an der Grundschule mit mehreren Klassen in Quarantäne… Keine außer Händewaschen und alle 20 Minuten lüften…Schulstufe noch immer gelb…

    Verbot individueller Absprachen mit SuS Masken kurz aufzusetzen, wenn sie ihren Platz verlassen, da keine Maskenpflicht im Klassenzimmer herrscht…

    Schutz für Lehrer: absolut keiner

    Dafür dann reichlich Vertretungsstunden und Aufsichten, um den Ausfall der in Quarantäne steckenden oder tatsächlich kranken Kollegen auszugleichen. Dadurch noch mehr Kontakte.
    Kinder in Quarantäne oder die auf ein Testergebnis warten zusätzlich mit Material für daheim versorgen, abtelefonieren und Ansprechpartner sein und bestenfalls Zeit erübrigen, um online den Stoff nachzubesprechen. Zeit für die eigene Familie auf ein Minimum geschrumpft.

    Empfehlung an uns Lehrer: selbst finanzierte FFP2 Masken während des ganzen Schultages zu tragen. Die Pausen, die damit vorgesehen sind, kann aber niemand im Schulalltag gewährleisten. Vorteil für die Ämter… Lehrer wären gar keine Kontaktpersonen mehr.

    Ca 16x pro Tag für jeweils 5 Minuten bei Außentemperaturen von morgens 3 bis später ca 8 Grad im Durchzug sitzen und immer wieder mit Nackenproblemen herumlaufen…
    Bei Regen nass werden und den Computer notdürftig abdecken…
    Die Kinder morgens abholen und in die Klasse bringen, wieder in die Pausen bringen und aus den Pausen wieder abholen, in denen sie sich alle munter mit den Parallelklassen gemischt haben.

    Echte Lernzeit? Wesentlich geringer als in halbierten Klasse, da die Kinder beim Lüften ständig ihre Decken rauskramen, vor der Stunde alle Hände waschen, was bei geringer Toilettenanzahl, aber voller Schüleranzahl ewig dauert.
    Mit den Kindern regelmäßig diskutieren, warum sie, so unsinnig wie es auch ist, ihren Sitzplatz nicht mehr wechseln dürfen, obwohl sie sowohl in den Pausen als auch am Nachmittag mit den anderen Kindern spielen, neben denen sie gern sitzen würden. Nach den Pausen oft Ersatz für verlorene Masken besorgen, die für den 2 Minuten Weg durch das Gebäude aufgesetzt werden muss, aber im Klassenraum nicht für zwei Minuten getragen werden darf.
    Ständig Eltern nachtelefonieren, damit sie die kranken Kinder wieder abholen…. Usw…

    • Um Gottes Willen. Was sind das denn für Schwachsinnsregeln?? Bei uns ist es zwar im Moment auch nicht lustig, aber nicht annähernd so schlimm, wie geschildert.

  27. So wird das nichts… die Zahlen werden bis Weihnachten nicht sinken. Falls das mit dem Testen nach 5 Tagen Quarantäne ernst gemeint ist und auch auf Kinder angewandt wird (was ich eher nicht glaube, dass man das tut), dann werden sie sogar eher steigen. Davon unabhängig werden aber die realen Infektionszahlen weiter steigen und damit mit einem gewissen Versatz auch die Zahl der ITS-Patienten und der Toten.

  28. Allmählich muss ich sagen, dass es den Lehrkräften zu gefallen scheint. Sonst müsste es doch längst eine Welle der Depression geben und die Schulen reihenweise zu haben.

    Ganz ehrlich: wer heute noch Lehrer wird, dem ist nicht zu helfen.

    • es gibt unter den Lehrern auch etliche, die k e i n e Angst vor dem Virus haben. Ich würde sagen, die Mehrheit hat keine Angst, deswegen läuft doch alles so schön weiter

    • @Michael

      Wäre ich heute noch im Studium, würde ich – je nach Studienfächern – garantiert umschwenken, damit ich jenseits von Schule mit meinen Studienfächern eine Chance auf dem Arbeitsmarkt hätte.

      Wäre ich heute noch im Referendariat – ach nee, da wäre ich schon längst nicht mehr.

      An anderer Stelle wurde in den Kommentaren aber schon mehrfach geschrieben, dass man auch ab einem bestimmten Alter faktisch nicht mehr wechseln kann, was „draußen“ in der „freien“ Wirtschaft auch nicht leicht oder ebenfalls gar nicht mehr möglich ist, Stichwort: Ü50, spätestens Ü55.
      Außerdem wissen Sie – egal wo Sie selbst beruflich stehen – wie beliebt Lehrer aller Orten sind, und sei es nur weil „Aber das machen und sagen doch alle?!“-Lehrerbashing hierzulande seit Jahrzehnten eine liebgewordene Tradition ist.

  29. 200? ! Und das bei der Teststrategie?! Hier wird keiner mehr getestet, der nicht mehrere Symptome hat und zur Risikogruppe gehört oder längeren Kontakt zu Positiven hatte. Da hier so gut wie niemand mehr getestet wird, außer wenn er ins Krankenhaus muss, ist hier die Inzidenz sehr sehr niedrig. Der Bürgermeister brüstet sich mit tollen Bürgern und noch Tolleren Maßnahmen bundesweit in der Presse. Derweil steigen die Zahlen im Krankenhaus und auf Intensiv. Die lassen sich nicht manipulieren. Am super Verhalten der Menschen kann es definitiv nicht liegen. 20 Prozent trägt Maske in der Innenstadt. Im Bus- insbesondere beim Einsteigen- gern mal gar nicht und dann wird erstmal in die Runde gehustet. Kizakinder mit grünem Schnodder, ständig kranke Kinder in der Schule, weil man muss ja arbeiten. Kein Einkaufswagen wird mehr desinfiziert, Abstand sowieso nicht gehalten. Es wird sich munter in der Freizeit weiter getroffen, ich weiss von Kursen, die inoffiziell weiter laufen, ohne Maske oder Hygienekonzept. Lehrer unterrichten ohne Maske ohne Abstand ohne Plexiglas Kohortenübergreifend, welche jetzt mal eben 100 Personen umfasst. Wenn man beim Arzt anruft bekommt man keinen Test, man soll zu Hause bleiben. Wird ggf. Krank geschrieben oder soll auf Homeoffice ausweichen. Während die Kinder munter weiter in Kita und Schule gehen. So kommt man auf eine sehr niedrige Inzidenz, aber eine sehr hohe Durchseuchung – mit allen Folgen.

  30. Hessen hat normal drei Wochen Weihnachtsferien! Danach werden die Zahlen gesunken sein. Dies werden die Kultusministerien als ausschließlichen Erfolg des Lockdowns verkaufen.
    Meine Gedanken: Solange die Schulen offen sind und der ÖPNV auch ungebrochen weiterläuft, wird sich nichts verbessern… Die Weihnachtsferien kommen also wie gerufen: Die Maßnahmen (ausgenommen irgendwelche ,die die Schule betreffen könnten – gibt ja auch keine) wirken und die Schulen sind sicher! HALLELUJA

    • Die 200 wurden bewusst gewählt, damit bis Weihnachten die Schulen weiter laufen können und niemand handeln muss. Die Weihnachtsferien sollen dann der längst überfällige komplette Schul-Lockdown werden. Problem ist nur: der wird dann wieder im privaten Umfeld torpediert durch die erlaubten privaten Feiern.

      • @Ich muss da mal was loswerden

        Exakt.
        Dann heißt es wieder „Infektionen durch private Feiern und IN die Schulen HINEINgetragen.“

        Danach weiter wie „bewährt“ = wie zwischen Herbstferien und Weihnachtsferien.
        Ist dann ja bald wieder Ostern (Osterferien).

        Bis dahin wird alles getan, um mit Präsenzunterricht die Bildungsgerechtigkeit 😉 🙁 aufrecht zu erhalten.
        Wie „bewährt“?

        Es ist zu erwarten, dass man einen immer höheren Preis (gestern über 400 Todesfälle) einkalkuliert.

  31. Was haben die nach 7,5 Stunden, außer einer Verlängerung der bisherigen laschen Regeln, überhaupt beschlossen? Dass nun Maskenpflicht bereits auf dem Parklplatz des Supermarktes besteht und nicht erst beim Eintreten. Toll, das wird uns retten. Ach, und das Böllerverbot light.

    Bei den Schulen zauberte man eine Inzidenzgrenze von 200 aus dem Hut, die nochmal womit wissenschaftlich belegt ist? Achso, RKI-Empfehlung 50 x 4 = 200 lautet die Formel. Muss ich noch auswendig lernen…
    Wenigstens mal irgendeine Zahl, auf die man sich verständigen konnte. Nur, was wird beim Überschreiten wohl passieren? Es wird auf Kreis- und Gesundheitsamtebene beraten werden, ob es vielleicht Sinn machen könnte, an einzelnen Schulen, aber nur ab der 8.Klasse, eventuell Wechsel- oder Hybridunterricht einzuführen. Ob, oder was, da nun wo, vielleicht eingeführt wird, hängt dann sehr von der Einstellung der örtl. Politik und den Verantwortlichen des jewiligen Gesundheitsamtes ab. Wie „hervorragend“ das funktionieren kann, sieht man sehr schön am Beispiel Frankfurt/M., wo der Gesundheitsamtschef sogar abstreitet es gäbe ein Infektionsrisiko durch Aerosole und die Schulen einfach offen bleiben.
    In den meisten Fällen wird man, so kurz vor den Ferien, eh zu keinem konkreten Ergebnis kommen (wollen) und erst mal wieder abwarten oder ewig debattieren bzw. hinauszögern.
    Am letzten Schultag (jetzt bundeweit der 18.12.) dürfen sich dann alle Schüler und Lehrer nach der 3. Stunde in den überfüllten ÖPNV quetschen und auch dem letzten Uninfizierten ein schönes Infektionsgeschenk für die Feiertage mit heim geben. Während der angedachten Selbstquarantäne werden dann Weihnachsgeschenke gekauft. Vielen Dank KMK und Frohes Fest!
    Und nein, ich bin keine Lehrkraft, sondern vorerkranktes Elternteil eines schulpflichtigen Siebtklässlers, der täglich mit dem überfüllten Bus zum hochwichtigen Präsenz-Vertetungsunterricht muss. Nun wird er wohl leider in den nächsten Wochen „krankfeiern“ müssen….

  32. Wo , um Himmels Willen, sind die sonst so gewieften und normalerweise so überengagierten Helikopter – Rechtsanwälte, die sich üblicherweise kleinkariert um JEDEN noch so winzigen Fehler von LKs bekümmern? HIER wäre mal ein sinnvolles Betätigungsfeld!
    Vorsätzliche Körperverletzung, Missachtung der Fürsorgepflicht für Untergebene, …und so allerlei würde sich bestimmt finden lassen, mit ein bisschen guten Willen. Ja, wo sind sie?

  33. Frau Kanzlerin können sie sich nicht durchsetzen müssen Kinder erst wirklich ernsthaft krank werden bevor was geschieht Bildung ist wichtig aber nicht zu Gunsten der Kinder nicht so schlimm die können sich ja beim lüften den Arsch abfrieren

  34. Die Kultusminister haben mal wieder die Bildung für sich entdeckt! Bravo! Hier wird ein verlogenes Bild dargestellt, wie wichtig doch Bildung ist!

    Wenn es den Ministern wirklich um Bildung geht, dann
    1. müsste sofort der Klassenteiler auf 20 SchülerInnen gesenkt werden. Leistungsschwache oder bildungsferne Schüler werden bei Klassengrößen um die 30 SchülerInnen definitiv abgehängt mit oder ohne Corona!!!
    2. hätten sich die Verantwortlichen nach dem 16. März (Beginn des Lockdowns) ernsthaft mit Luftreinigern, UV-Strahlung, etc. auseinandersetzen müssen!
    3. Ich lese immer nur, dass in den Kultusministerien mit Hochdruck an Lösungen gearbeitet wird. Wow! Wenn vermehrtes Händewaschen, Lüften das Ergebnis 8 monatiger Arbeit ist, dann herzlichen Glückwunsch!
    4. Wozu brauchen Lehrer Laptops, haben sie vorher die Arbeitsblätter mit der Schreibmaschine erstellt? Dadurch wird der digitale Unterricht definitiv nicht besser. Das ist Augenwischerei. Vielmehr hätte mit dem Geld in die Sicherheit der Schulgebäude investiert werden sollen…
    5. Tablets für Schüler. Tablets sind nette Daddelgeräte. Um aber sinnvoll zu arbeiten. Z.B. Excel-Tabelle auswerten, Serienbriefe in Word erstellen, etc. sind Einsteigerlaptops viel besser geeignet! und vor allem günstiger
    6. Sportunterricht in Coronazeiten, dann kann man auch mit 50 Leuten Weihnachten feiern!!

    Wenn ernsthaft an Lösungen gearbeitet wird, warum nicht mit den betroffenen LehrerInnen vor Ort zusammenarbeiten. LehrerInnen wissen, wo es eng wird und viele werden einfach nicht gehört!
    Vorerkrankte Eltern, die Angst haben, dass das Kind das Virus nach Hause trägt.
    LehrerInnen, die sich täglich einem erhöhten Risiko aussetzen, selber zu erkranken.
    Kinder, die, wenn man mit Ihnen einfühlsam über die Krankheit redet, sich auch nicht anstecken wollen.

    Und über die Vorschläge des RKI wird zumindest in Hessen in Persona Lorz arrogant darüber hinweg gelächelt. Wahrscheinlich sind die Kinder der KultusministerInnen auf super ausgestattete Privatschulen mit 12 Kindern / Jugendlichen pro Klasse. Super modernen ausgestatteten Schulgebäuden und perfekt installierte Endgeräte zwecks Digitalisierung.

    Wir haben ja gesehen, was der Teil-Löckchen-Down gebracht hat! Nichts, außer, dass viel Geld wieder verteilt wird, welches später unsere Kinder zurückbezahlen müssen.
    Weiterhin hohe Fallzahlen, Intensivstationen laufen zu, täglich weiter steigende Todeszahlen. Schicksale, so kurz vor Weihnachten! Danke, liebe KultusministerInnen!
    Nochmal: Der Lockdown funktioniert nur, wenn Schulpolitik mit Augenmaß betrieben wird! Und dass heißt nicht Schulschließung!
    Ja, Bildung ist wichtig, aber nicht, dass man diese als scheinheiligen Vorwand verwendet, sondern, dass unsere Kultusminister ernsthaft sich mit Vorschlägen beschäftigen, Schüler, Eltern und Lehrer schützt!

  35. Von mir aus können die Schulen geschlossen werden, aber dann bitte alle Lehrkräfte und sonstiges pädagogisches Möchtegern Personal in Kurzarbeit schicken. Vielleicht wird den Damen und Herren bei weniger Vergütung mal klar das es such ein reelles Leben gibt. Hört endlich auf zu jammern wie kleine Kinder und macht wieder euren Job.

    • @Nils

      Boah,
      schon wieder ein Schlaubi in der Schlaubi-Endlos-Schleife.

      Superlieber, superschlauer Nils,
      einfach mal in den „älteren“ Kommentaren noch schlauer machen.

      Das KÖNNTE auch für Sie der Einstieg in ein „reelles“ (?) Leben sein.

      • Hallo Nils, hab ich kein Problem mit, Kurzarbeitergeld von meinem Lehrergehalt aus berechnet reicht immer noch locker. Danke für die Anregung.

        • Kurzarbeitergeld würde ich auch sofort nehmen und dafür nicht unter diesen Bedingungen arbeiten müssen. Aber leider sind uns Lehrern die Schüler tatsächlich noch wichtig; man mag es kaum glauben. Aber hey, selbst die wollen unter diesen Bedingungen jeinen Präsenzunterricht. Dann vielleicht die Eltern? Also an meiner Schule zumindest ein Großteil nicht.

    • Oh Nils, immer noch nicht kapiert? Für Beamte gibt es keine Kurzarbeiterregelung. Zur Zeit sage ich allerdings: leider. Mal ein paar Monate so ganz ohne Arbeit bei 60% Lehrergehalt klingt echt verlockend. Blöd nur für alle, die dieses hier fordern, dass dann nicht mal mehr Distanzunterricht statt fände…

  36. Die Fällen einfach Beschlüsse und haben von Tutenund Blusen keineAhnung!!! Es ist Beschämend was in Deutschland so allesAbgeht!!! Es ist Schlimm das wir das Volk uns mittlerweile alles Gefallen lassen was die Herrschaften da Oben bestimmen!!!!!

  37. Mit kurzen Worten : Wir, die Minister, erstellen die Regeln. Wir haben das Sagen und der Rest hat zu gehorchen. Wir, die Minister, legen die Regeln fest. Wir entscheiden nach Gutdünken für was die Bevölkerung bestraft wird. Wir entscheiden die Höhe der Strafe. Wir haben entschieden, dass der Virus in jeden Bereich des Lebens eindringen kann, jeden gefährdet der sich nicht an die Verordnung hält. Wir haben aber auch entschieden, dass der Virus an sämtlichen Schulen Hausverbot hat.

    Junge, junge, junge. Wie blöd kann man sein?

  38. Ausnahmsweise mal eine lobenswerte Entscheidung!
    Sicherlich ist es richtig, dass Wissenschaftler aus Sicht des Virusgeschehen Empfehlungen an die Politik geben.
    Aber Politiker müssen einfach Entscheidungen aus anderen Blickwinkeln treffen.
    Stand heute müssen wir sehen dass es aktuell faktisch keine qualitative Alternative zum Präsenzunterricht gibt.
    Dass man in den letzten Monaten verpennt hat, z.b. bessere Raumlösungen zu schaffen, ist nicht von der Hand zu weisen.
    Aber mal ehrlich, nach den Erfahrungen der letzten Jahren mit dem Merkel-Universum wird doch niemand tatsächlich eine auf die Zukunft ausgerichtete Vision und Ideen erwartet haben.
    Da hat man schon immer verzweifelt und überrascht auf überrollende Entwicklungen reagiert.

  39. Erst mal stimmen die Aussagen weiter oben eigentlich gar nicht. Ab einem Wert von 50 sollten die Schulen geschlossen werden oder die Klassen in den Wechsel Unterricht gehen wie es bei uns vorgesehen war. Eine Masken Pflicht im Unterricht besteht bereits ab einem Wert von 35. Aber unabhängig davon was man davon hält dieser Ampel war eh nur eine tolle Geschichte, aber nicht mehr. Als rot erreicht war wurde einfach dunkelrot erfunden. Damit kann sowieso keiner mehr was anfangen und dann muss man sich auch nicht wundern wenn es irgendwann keiner mehr ernst nimmt.

  40. Kinder haben in diesem Land keine Lobby! Unter dem Deckmantel des Rechts auf Bildungsungleichheit wird das Versagen unserer Politik versucht zu verstecken. Seit dem Frühjahr würde alles verschlafen. Es gibt weder genügend Lehrer noch Räumlichkeiten. Und der digitale Ausbau wurde ebenfalls nicht vorangetrieben. Ich frage mich allerdings auch :“ Wo bleibt der Aufschrei der Eltern?“

      • @Hasskappe

        Da fehlt wahrscheinlich auch die passende Besetzung für die „Leitungsfunktion“ … 😉
        Wer Umwelt „kann“, kann noch lange nicht Gesundheit.

        Where have all the Gretas gone?
        The answer my friend,
        is blowing in the wind …

        Apropos:
        Pippi Langstrumpf ist heute 75 geworden.
        Naja, weil die Bücher (Was sind Bücher?) oder von mir aus Filme in der Generation „iPad“ wohl nicht mehr so bekannt sind, könnte vielleicht mal Bibi Blocksberg eingreifen und die Kinder-Demo anführen?

        Oder Bob, der Baumeister?

        Ach egal, holt Benjamin Blümchen. Der pustet den 16 KMs ein extra feuchtwarmes „Tröröööööö“ mitten ins Gesicht!
        Zum Wachwerden wäre das vielleicht ganz hilfreich.
        😉

  41. Ja die haben keine Ahnung wenn ich meine mein Kind geht es nicht gut damit bleibt es Zuhause auch mal an die Psyche gedacht von den Kindern es gibt Kinder die haben Ängste l.g Rosw

  42. Bei uns an der Schule löst sich der Knoten gerade von selbst: zweimal wöchentlich ein nachgewiesener!!! Coronafall in einer Klasse, heißt- die ganze Klasse ( ab sofort richtig offiziell und ohne tagelanges!!! Warten- wenn überhaupt!!!-auf Benachrichtigung vom Gesundh
    eitsamt) geht in Quarantäne. Die Klassen lichten sich zusehends wegen anderer diverser Erkältungssymptomatiken, der Abstand zwischen den Schüler*innen regelt sich dann auch von selbst. Zusätzlich von 25 Kolleg*innen acht krank, manche Klassen haben am Tag nur drei Stunden Unterricht. Klasse! Ich arbeite aktuell sehr entspannt und ich möchte mich herzlichst bei allen Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten und besonders hochachtungsvoll bei den Kultusministerinnen und Kultusministern bedanken….Ironie off…

    • Bei uns läuft es ähnlich. Der Vorteil für die Politik ist dann aber, dass der Ausfall nicht direkt auf sie zurückfällt und es wird wieder von Einzelfällen im Promillebereich geredet. So kann man auf dem Papier sagen, die Schulen bleiben uneingeschränkt geöffnet.

    • Abwarten, bei uns wurde dann einfach die Prüf- und Quarantänestrategie geändert.
      Nur noch der positive Schüler selbst geht in Quarantäne. Dann bleibt die Klasse voll.
      Ungeschützte Kontakte werden nur geprüft wenn sie Symptome aufweisen. So bleibt die Statistik besser.
      Schon sind die Schulen wieder sicher.

  43. Es ist unglaublich, ja sogar fahrlässig, dass unsere Ministerpräsidenten das Corona-Virus immer noch auf die leichte Schulter nehmen und der Meinung sind, dass unsere Kinder und Lehrer sich nicht in der Schule mit dem Virus infizieren können. Das kommt doch dem Dieselskandal gleich. Da werden die Zahlen angepasst und alle sollen glauben, dass die Welt in Ordnung ist. Es wird darüber diskutiert, wie wir Weihnachten verbringen. Völlig nebensächlich, wenn alle krank sind. Aber wie wir die Menschen schützen können geht den Ministern am A… vorbei.
    Laut Artikel 2 des Grundgesetzes hat jeder Mensch das Recht auf Gesundheit und körperliche Unversehrtheit. Dieses Grundrecht wird seit Monaten ignoriert. Diese Ignoranz ist nicht länger tolerierbar.
    Mit der Untermauerung des Artikel 2 GG haben die Eltern das Recht, ja sogar die Pflicht die Gesundheit ihre Kinder zu schützen. Somit auch das Recht, ihre Kinder nicht in die Schule zu schicken, so lange die Empfehlungen des RKI (geteilte Klassen) nicht eingehalten werden.
    Ich für meinen Teil werde meine Enkelkinder vom Präsenzunterricht befreien, da ich Risikopatient bin, und zwar so lane, bis die KM es endlich begriffen haben.

  44. Bislang galt für mich immer „eine Hand für’s Boot – eine Hand für mich“ ….das ist nun definitiv vorbei! Werde definitiv nur noch darauf achten, dass ich bei diesen unverantwortlichen Beschlüssen nur noch darauf achten werde, dass ich aus diese Nummer unbeschadet herauskommen. Habe nach 25 Jahren engagierten Lehrerdaseins nun für die „restlichen Jahren“ das Ziel gefasst, für das System Schule keine über die normalen Dienstverpflichtungen hinausgehenden Aktivitäten mehr zu entfalten. Kann mir vorstellen, dass ich mit dieser Verhaltensänderung nicht alleine bleiben wende.

    • Tolle Einstellung. Ich bin Lehrer geworden, weil ich bei Kindern etwas bewegen wollte. Sie haben das wohl vergessen. Es ist ja nicht so, dass Sie diese zwanzig Jahre im härtesten Beruf der Welt verbracht haben. Und es ist auch nicht so, dass die Rahmenbedingungen so schlecht sind, dass es unzumutbar ist, ein besonders stressiges Jahr auszuhalten. Und es ist auch nicht so, dass die Zahlen darauf hindeuten, dass Sie sich in eine Lebensgefahr begeben. Wenn ihr Gesundheitszustand es erfordert, dann lassen Sie sich jetzt eben krankschreiben. Warum die deswegen die nächsten 10 Jahre mit Minimalaufwand betreiben wollen, erschließt sich mir nicht. Die armen Kinder… Mein Berufsstand neigt wirklich zum Jammern und zum Selbstmitleid. Da muss man sich nicht über die öffentliche Wahrnehmung wundern…

  45. Hat Hr. Söder nicht gestern gesagt, sie halten sie an die Empfehlungen der Leopoldina? Oder täusche ich mich

    https://www.leopoldina.org/presse-1/nachrichten/leopoldina-weist-erneut-auf-einhaltung-von-schutzmassnahmen-in-schulen-hin/

    (Sorry kann auf Handy kein Hyperlink einfügen).
    Auf dieser Seite wir nochmal verlinkt und auf die Präventionsmaßnahmen hingewiesen. Und auf dieser Seite, an Punkt 5, ist der Abstand aufgeführt und auch am Ende, in einer Tabelle ist aufgeführt, ab wann Abstand im Unterricht gelten soll. Und das liest sich nach RKI-Empfehlungen.

  46. Der Lockdown für die komplette Gesellschaft muss verlängert werden, nur weil die Ministerpräsidenten ihr Ding durchziehen.
    Statt Schicht- oder Wechselunterricht einzuführen.

    Die Wirtschaft wird sich bedanken.

  47. Was bin ich froh, Herr Schultz, dass sie nicht an einer der Schulen meiner Kinder unterrichten. Besoldungsgruppe 12 oder gar 14 oder gar verbeamtet. Wenn ich augenscheinlich nicht weiß, wie der Schulbetrieb läuft, haben Sie keine Ahnung von Familienalltag mit 4 Kindern und einem Job E 5.

    • Der Punkt geht mir mächtig auf die Nerven, dass Geringverdiener*innen vorgeschoben werden. Gehöre ich auch dazu. Nie würde ich deshalb zulassen, dass mein Kind oder irgendwer sonst schwer krank wird. Und ich habe großes Mitleid mit denen, bei denen es nicht mehr klappt irgendwie das alles hinzubiegen, damit es noch reicht und die mit ihren Kindern leiden und nicht wissen was sie noch tun sollen. Aber unter den Geringverdiener*innen gibt es genauso auch solche,, die für ihren Wohlstand lieber die Gefahr und das Leid kleinreden. Was wird aus solchen Kindern, die mit der Gewissheit aufwachsen, dass sie noch nicht einmal von Eltern beschützt werden. Ein Teil wird sich hoffentlich emanzipieren – denen drücke ich echt die Daumen. Ein Teil wird kaputtgehen, denen drücke ich noch mehr die Daumen. Und ein großer Teil wird genauso narzisstisch später andere opfern- gute Voraussetzung für eine Ministeriumstätigkeit.
      Die Politikverdrossenheit ist kein under und politisch gewollt. Nur mit einer apathischen bevölkerung kann man wmachen, was man will und bleibt an der Macht.

      • @bittedieTrumpsraus…
        Sehr guter Beitrag. Es hat nichts mit dem Verdienst zu tun, ob man seine Familie schützen möchte. Es geht um die ethisch-moralische Werkseinstellung. Ist die defekt, wird man 400 Tote pro Tag und Infektionen an Schulen hinnehmen. Das Konstrukt der Verharmlosung gerät erst ins Wanken, wenn Covid einen selbst oder die eigene Familie betrifft. Noch läuft es sehr zynisch unter Rentensanierung („sind doch alle schon Ü80, hatten Vorerkrankungen“…), bei weiterer Belegung der ITS wird das nicht mehr so sein.

        • @ „Das Konstrukt der Verharmlosung gerät erst ins Wanken, wenn Covid einen selbst oder die eigene Familie betrifft. … bei weiterer Belegung der ITS wird das nicht mehr so sein.“

          … das wird noch nicht reichen, erst wenn die Triage kommt und Bilder wie im Frühjahr aus Bergamo bei uns über den Bildschirm flimmern, oder per Push-Nachricht auf dem Smartphone aufpoppen.
          Dann könnte es soweit sein, dass manch einer ins Grübeln kommt, aber dann sind die Felle weggeschwommen und der volle Lockdown steht vor der Tür.
          … denn so schnell werden nicht alle geimpft sein.

      • Wenn Sie die Bezüge von Wirtschaftsgrößen sehen, dann sind die Geringverdiener die MPs der Länder. Sie sollten nicht alles auf sich beziehen:)

  48. Politiker sitzen eben nicht in Aufsichtsräten von Schulen, sondern in denen der Wirtschaft. Und die Wirtschaft will weiter funktionieren.
    Dafür wird die Schule eben zur kostenlosen „Kinderverwahranstalt“ umfunktioniert.
    Dabei noch permanent zu betonen, dass es ihnen um das Wohl der Kinder ginge, ist mehr als verlogen.
    Wie sehr unseren Politikern das Wohl der Kinder am Herzen liegt, haben wir über Jahrzehnte gesehen, als Turnhallen fast zusammen brachen, weil kein Geld dafür ausgegeben werden wollte, Schulen weiter geöffnet blieben, obwohl man wusste, dass es dort Asbestbelastungen gab etc etc.
    Menschen, egal welchen Alters, in einer Stärke von 30 Personen in einem geschlossenen Raum zu stecken, verpflichtend! ( denn wir haben in Deutschland Schulpflicht und keine Beschulungspflicht, wo Eltern die Wahl hätten, ihre Kinder zu Hause zu beschulen ), und dann aber ausserhalb dessen festzulegen, dass man sich nur mit einer begrenzten minimalen Anzahl an Freunden treffen darf…. Wer soll das denn noch nachvollziehen können ???
    Muss ein wirklich wirklich intelligentes Virus sein, dass sofort erkennt …“ Oh, Schule, da steck ich Keinen an… Ich gehe lieber zum Supermarkt, da hab ich größere Herausforderungen, denn ich muss noch Masken und 1,50m Abstand überwinden, um die Leute dahin zu raffen “
    Wer aus der Politik wundert sich eigentlich wirklich noch, dass es den Menschen immer schwerer fällt, noch irgendwas zu glauben, wenn sie selbst doch offenkundig nicht an Erkenntnisse der Wissenschaftler glauben, und völlig unabhängig davon, Entscheidungen treffen, die hoch gefährlich sind.
    Aber wenn eine alte Omi auf der Straße, an der frischen Luft, allein unterwegs, keine Maske trägt, dann Straßen aufrufen, als wäre diese an der Pandemie schuld.
    Ihr Politiker solltet euch schämen, in Grund und Boden schämen für eure Bigotterie und eure unfassbare Ignoranz !

  49. Hey komme aus Sachsen-Anhalt Also ich finde es halt scheiße ich bin 11 jahr alt und 6 Klasse ich kann das wort corona nicht mehr hören es nervt halt ich völlig überfordert ich sogar jetzt versetzungsgefärded?

    • @Vanessa

      Liebe Vanessa,

      nö, bist du nicht.
      Unabhängig vom Bundesland: Niemand wird am Ende des 1. Halbjahres versetzt, das ist normal.
      Versetzungen finden im Sommer statt, bis dahin ist es noch eine lange Zeit.

      Willst du mal einen Tipp von Lehrerseite haben?
      Echt? – OK:
      Lass‘ dich nicht kirre machen – versuche die Dinge, die von allen Seiten auf dich einprasseln möglichst gering zu halten.

      Achtung, jetzt wird es blöd (Thema „Handy“):
      1)
      Mach zu festen Zeiten am Tag eine Handy-Pause.
      Geh bei Tageslicht mal an die frische Luft und beweg dich (Radfahren, Spazieren gehen … wenn möglich dort, wo du auch mal ein Stückchen Wiese siehst, im Park oder so.). Das baut Stress ab. (Auch bei Erwachsenen, also ist das Erfahrung. Probier’s halt aus.)
      Natürlich bleibt das Handy dann Zuhause.
      2)
      Schau dir auf deinem Handy nicht allen Katastrophen-Mist an.
      Da kannst du vielleicht an den Einstellungen etwas ändern.
      Vielleicht können deine Eltern dir dabei helfen.
      3)
      Sage das deinen Freunden.
      Wenn die Freunde in einer ähnlichen Situation sind wie du, dann machen sie womöglich mit. Ihr könnt dann zu festen Zeiten am Handy sein, so verpasst keiner was.
      4)
      Macht feste Zeiten aus, wo ihr euch beim Lernen unterstützen könnt.
      Z.B. kann man sich am Telefon auch Vokabeln abfragen.
      Macht das zuerst. (Jeden Tag für die Schule 10 Minuten tun nicht weh, bringen aber nach ein paar Wochen eine Menge! Und es pusht das „gute Gewissen“ und den Stolz, sich mal etwas Gutes angetan zu haben. DAS könnt ihr selber in den Griff kriegen.)
      Danach (!) ist dann Freizeit.
      Und zwar ohne schlechtes Gewissen oder Versetzungsstress.

      Alles andere kannst du als Kind mit 11 Jahren nicht beeinflussen.
      Aber in deinem nahen Umfeld mit deinen besten Freunden könnt ihr – auch gegenseitig – dafür sorgen, dass es euch selbst und den jeweiligen Freunden gut geht.

      Unterstützt euch gegenseitig, dafür sind Freunde da.

      Alles Gute für dich!

  50. Ganz ehrlich?! Ich bin „gerade mal“ 19 und ich bin einfach Maßlos enttäuscht von diesen „Politikern “ bis auf Merkel scheint dort keiner den Ernst der Lage zu sehen…

    Den meisten scheint es nur UM das Geld VON uns Menschen zu gehen. Nicht um die GESUNDHEIT der Menschen.

    Ich meine natürlich ist Bildung wichtig, gar keine Frage aber wir leben in einer Zeit wo es Dutzende anderer Wege gibt sich etwas anzueignen ohne das Leben derartig zu reskieren.

    Ihr wollt die Zahlen wirklich senken?
    Merkt man null von.
    Ihr wollt das die Zahlen schneller und vor allem Stärker sinken?!
    MACHT DIE SCHULEN DICHT!

    Den alles was den Menschen, dennen was an ihren Liebsten liegt, bleibt ist Angst um Sie zu haben.
    Dazu gehöre auch ich . (Es soll hier nicht um mich gehen aber das ganze macht mich kaputt und geht mir massiv auf die Psyche) ich habe Angst im meine Familie und meine Freunde.

    Früher wurde uns beigebracht , wenn du krank bist halt dich auf Distanz. Heute wo ein Virus kursiert und wir damit nicht nur unser eigenes Leben riskieren ist das vollkommen egal.

    DENKT DOCH MAL NICHT NUR AN EUER VERDAMMTES GELD.

    Das Geld rettet euch auch nicht das Leben.

    Und dann wird gesagt man soll Respekt vor älteren haben.
    NEIN DANKE NICHT WENN UM DAS LEBEN DUZENDER MENSCHEN SO HERZLOS ENTSCHEIDEN WIRD.

    Macht euch Mal Gedanken darüber. Denkt Mal an eure liebsten liebe Politiker.

    Mit freundlichen Grüßen
    L.

  51. Was ist so schwer daran zu beschließen, dass überall da, wo es kein festes Klassensystem (mehr) gibt, so also bei Kurssystemen Sekundarstufe II, unabhängig vom Infektionsgeschehen oder auch ab Inzidenz 50 im Ort die Abstandsregel wieder zu aktivieren?

    Genau da sind Schüler, Lehrer sowie deren Familien einem erhöhten Risiko ausgesetzt, haben ganz viele täglich wild durchgemischte Kontakte durch mehrere Kurse am Tag.

    Genau da würden die Schüler auch für ihren Werdegang durch diese Unterrichtsform nur profitieren. Sie werden bestens z.B. vorbereitet auf ihren eventuellen akademischen Weg.

    Es hätte niemandem weh getan und neben einer Minderung des Infektionsgeschehens sogar persönlichen Nutzen für zeitgemäßes Lernen, Selbstbewusstsein über Respekt und Augenhöhe, Organisationsvermögen, Selbständigkeit, Erwachsenwerden gebracht … im Grunde was Tolles für die Älteren!

    Im Kurssystem gibt es zwar feste Gruppen, aber eben ganz viele!

    Die reaktivierte Abstandsregel hier hätte niemandem weh, stattdessen ohne Nachteile, sehr gut getan!!!

    In der Sekundarstufe II lässt sich die (pädagogische) Bedeutung des Präsenzunterrichtes durchaus relativieren… da punktet der Hybridunterricht meiner Meinung nach ganz klar … nicht nur wegen des Infektionsschutzes!

    Außerdem: weniger sinnlose Freistunden vor dem Schultor auf Decken sitzend oder unter dem Regenschirm gekauert aufgrund geschlossener Pausenräume, mehr seelische Gesundheit durch weniger Ängste und mehr Gelassenheit durch weniger sinnlose Kräfteverzehrung für ausfallende, fröstelnde Freistunden und unnötige Wege!

    Stattdessen wird nun weiter rumgeeiert… und das so ohne jeglichen Nutzen!

    Ganz, ganz schwach!

  52. Ich bin Berufsschüler und Risikopatient im Ruhrgebiet, ich erlebe also aus erster Haut wie katastrophal die Situation ist.

    An meiner Schule sind momentan 8 Klassen und fast die Hälfte der Lehrerschaft in Quarantäne. Zudem sind sehr viele Schüler und Lehrer erkältet oder haben die Grippe. Dauer Lüften, Durchzug, Kälte, nicht einhaltbare Abstands- und Hygienemaßnahmen sei Dank. Einzig und allein die Maskenpflicht kann einigermaßen eingehalten werden.
    Die Schüler die im Digitalunterricht sind beklagen das ihre Noten darunter enorm leiden, wie ich bestätigen kann. Man bekommt weder alle Information, man weiß nur grundlegendend was im Unterricht besprochen wurde und die Technik streikt natürlich sehr oft (Moodle ist eine scheiß Plattform), bzw. der Schulserver frisst Emails und schmiert dauernd ab. Wenn man also sitzen bleiben will…
    Das einzige was uns gerade den Arsch rettet, ist massiver Unterrichtsausfall. Anstatt einer 38h Woche habe ich diese Woche nur 12h, andere Klassen (vor allem Flüchtlingsklassen) haben ganz frei oder noch weniger.

    Die große Mehrheit der Schüler an meiner und Schulen in der Umgebung muss den ÖPNV benutzen, denn es mangelt an solchen Kleinigkeiten wie sicheren Fahrradständern.
    Der ÖPNV ist entsprechend überfüllt, ganz besonders zu den Stoßzeiten. Da die Taktungen oftmals alles andere als sinnig oder in kurzen Abständen sind, wartet kaum jemand auf die nächste Bahn, den nächsten Bus. Es gibt kaum Busse/Bahnen ausschließlich für die Schüler.
    Ich glaube ich brauche keinem erklären wie toll dies für die Verbreitung von Krankheiten ist, oder?

    Ich finde es völlig unverhältnismäßig und kriege richtig die Wut darüber, dass die Länder und der Bund hunderte Milliarden Euro für die Wirtschaft und sonstiges haben, aber nicht mal 1,5 um die Schulen mit Raumluftfiltern, Hygienemittel, Masken usw. auszustatten und vielleicht eine weitere Milliarde um eine Plattform für den digitalen Unterricht zu entwickeln.
    Das Wohl auch kein Geld für Schulgebäude übrig ist, daran hab ich mich längst gewöhnt. Mein Schulgebäude ist wie über 80% aller in NRW baufällig und wird nur immer wieder geflickt und für benutzbar erklärt. Wenn man bedenkt wieviel Geld an Firmen geht, damit die ihre Gebäude sanieren können…

    Ich setzte mich tagtäglich als Risikopatient einem enormen Risiko aus und hoffe inständig, dass ich mich nicht mit Corona infizierte, denn falls das passiert ist wohl zappenduster. Die Sterberate an Menschen die dieselbe Vorerkrankung haben wie ich isr hoch. Nur bleibt mir keine andere Wahl, außer sitzen zu bleiben (Digitalunterricht) oder die Schule zu verlassen. Beides keine Optionen.

    Es ist ein Trauerspiel, es regt mich auf wie einfach mit der Gesundheit, gar dem Leben von Schülern, Lehrern und deren Angehörigen gespielt wird als wäre es nichts. Dieses ganze förderale Bildungssystem ist der größte Scheiß überhaupt und ich kann nicht verstehen warum die Bürger weiterhin Parteien wählen, die daran festhalten (CDU, FDP, AfD, teilweise SPD), nebst all dem anderen Scheiß den die abziehen und uns Bürgern damit das Leben erschweren.
    Wenn es nicht mehr so gefährlich ist, werde ich versuchen Demonstration zu organisieren um endlich eine Wende einzuführen, für ein einheitliches, modernes Bildungsystem.

    • @Mario

      Lieber Mario,

      ich drücke Ihnen ganz fest die Daumen, dass Sie – nebst Familie – gesund bleiben.

      Ihren Frust kann ich nachvollziehen, diesen ganzen Mist (Corona kommt jetzt „on top“) gibt es schon seit Jahrzehnten und den haben Lehrer schon seit Jahrzehnten immer wieder beklagt – aber auch Verbesserungen gefordert.
      Haben Sie nicht mitbekommen?
      War auch selten mal interessant für die Medien jenseits von news4teachers.

      Ich wünsche mir, dass von diesem ganzen Corona-Durcheinander wirklich etwas bleibt, nämlich Menschen wie Sie, die aus eigenen Erfahrungen lautstark berichten, wie es IN den Schulen aussieht.
      Wie gesagt, Lehrer haben das schon lange getan – aber sie wurden (gerne hämisch) belacht im Stile von „Was wollen die faulen Säcke eigentlich noch alles?“ und Lehrbashing macht halt erstens (recht vielen Leuten) Spaß und zweitens lenkt es vom eigentlichen Problem ab, indem die „veralberten Spaßbremsen und Heulsusen“ lächerlich gemacht werden.
      Wer lächerlich erscheint, muss ja nicht ernst genommen werden …

      Halten Sie durch und sorgen Sie für frischen politischen Wind.
      Aber seien Sie darauf gefasst, dass
      1) Sie sich wenig bis gar keine Freunde damit machen,
      2) Ihnen ein extrem kalter Gegenwind ins Gesicht pustet,
      3) Sie – wenn die Maskenpflicht vorbei ist – sich stets dem Gefühl klar sein werden, dass (so sinngemäß sagte es mal Dieter Nuhr) Sie „dieselbe Luft einatmen, die schon einmal in einem anderen … also … ääääh … eigentlich will man das ja gar nicht so …“
      (Damit möchte ich sagen, dieselben weltfremden Sesselpupser, die jetzt so toll – Ironie – für uns sorgen, werden ihre Sessel nicht freiwillig räumen.)

      Aber hoffentlich nehmen Sie das nur als weiteren Ansporn!

      Best wishes! 🙂

  53. 20 Quadratmeter pro Person in einem Laden. Und Sprotten-in-Winterjacke-plus-Kaputze-Style in der Klasse. Eine unschuldige Frage : sollten die Politiker nicht regelmäßig auf ihr gesundes Menschenverstand durchgecheckt werden? Eventuell noch ein IQ Test. Und Alufolien Verbrauch in der Pandemiezeit sollte auch überprüft werden. Sehr verdächtigt, muss ich schon sagen.

    • Warum wird immer vom Erwerb von Bildung gesprochen, wenn dann die jeweiligen „sales-points“ nicht gleich behandelt werden.
      Genauso wie beim Einzelhandel zwischen kleinen Geschäften und großen Verkaufsflächen unterschieden wird, kann man doch auch zwischen dörflichen Grundschulteilstandorten und großen Berufkollegs mit mehreren Schulzweigen differenzieren.

      Warum müssen Auszubildende in den Ausbildungswerkstätten und an den Arbeitsplätzen von Unternehmen Abstand halten, dürfen nicht gemeinsam in einem Fahrzeug zur Berufsschule fahren, um sich dann aber unter Beachtung des Prinzips „Freunde trinkt in vollen Zügen“ mit dem ÖPNV zum Gruppenkuscheln in den Viren-Lounges ihres BK zum Virus-Wichteln vor Weihnachten zu versammeln?

      Und hier noch ein leichtabgewandelter Evergreen aus dem Zuständigkeitsbereich des Landesbetriebes Wald und Holz in Nordrhein-Westfalen, frei nach W. Petry:

      Am Weihnachtsbaume
      Da hängt ’ne Pflaume
      Wie kommt die Pflaume
      In den Baum?
      Was soll Yvonne
      Am Weihnachtsbaume?
      Wer hat der Dame
      Das erlaubt?

  54. Hypothese: „wir schließen jetzt die Schulen ganz oder teilweise (Wechselunterricht) bis Ende Januar oder besser bis es wieder warm wird.“ Und dann?
    Die Masse der Eltern bleibt daheim, betreut ihre Kinder. Die Wirtschaft sinkt noch mehr, ergo noch mehr Staatsverschuldung. Wer erklärt bitte dem „normalen Volk“, dass der Lehrer weiterhin volle Bezüge erhält (für keine bzw. nur teilweise erbrachte Leistung), während alle „Daheimgezwungenen“ mit Einbußen zu leben haben.
    Zum Glück ist dies hier keine repräsentative Aufstellung aller Lehrer.

    Eins sei noch denen gesagt, die hier aufrufen zur kollektiven Arbeitsverweigerung durch Krankschreibung: lasst euch bitte auch gleich einen Termin beim Amtsarzt geben und eure Diensttauglichkeit überprüfen.

    • @Otto,
      Sie wollen, dass sich das Kanonenfutter nicht beschwert? Klappe halten, arbeiten, erkranken, im schlimmsten Fall sterben. Und das ohne Beschwerden. So kann man Ihren Beitrag zusammen fassen, nicht?

    • Danke. Über den Tellerrand schauen können ja viele nicht. Wenn ich so an meine Kollegen denke, ist das jetzt zum Glück nur ein kleiner Teil der Lehrer. Und es entspricht nicht der allgemeinen Meinung. Viele haben noch nicht verstanden, dass sie durch die Rahmenbedingung unseres Berufes an sich schon extrem privilegiert sind. Dementsprechend kann man auch Einsatz erwarten… wie kommt man eigentlich darauf dass Lehrer Kanonenfutter sind? Gibt es denn besonders viele Todesfälle unter den Lehrern? Mehr als in anderen Berufen? Meines Wissens nach ist das absolut nicht so…

          • Ach ja? Auch im Verhältnis zur Alterskohorte? Die Gesamtbevölkerung als Vergleichsgruppe macht hier wenig Sinn, denn es gibt keine Lehrer über 65 Jahre, und erst da geht die Sterblichkeit in der Gesamtbevölkerung erst in die Höhe, Sie Schlaumeier. Lassen Sie mich raten? Sport und Geographie, oder? (Mögen mir alle anständigen Sport- und Geographielehrer verzeihen!)

    • Hey, danke für den Tipp, @Otto. Ich bekomme immerhin 2200€/Monat, wenn ich dienstunfähig werde und gar nicht mehr arbeite. Das reicht für eine kleine Wohnung am Strand. Und Ihre Kinder dürfen Sie dann selbst erziehen und ausbilden. Viel Spaß!

    • Was hab ich im Frühjahr zu hause nur falsch gemacht? Irgendwie haben meine Arbeitsstunden, die ich normalerweise erteile, gar nicht ausgereicht, um eine eigene Lernplattform zur Kommunikation zu finden und online mit meinen Schüler*innen einzurichten und zu nutzen. Nachdem das dann endlich lief, wurden die Schüler*innen mit Material versorgt und Rücksprache zu den Aufgaben gehalten – leider hatten meine Schüler*innen aber nicht die gleiche Arbeitszeit wie ich sondern eher so 16 – 22 Uhr. Und nebenher wurde mein Kind im Homeschooling unterstützt.
      Ich bin auch nach wie vor der Meinung, dass Beschulung von zu hause aus in der Regel nicht mit „keiner oder teilweise erbrachten Leistung“ zu stemmen ist, wenn man seinen Job ernst nimmt.
      Viele Arbeiten gerade im Homeoffice und auch dort wird auf erbrachte Arbeitszeit wert gelegt.
      Nur weil wir damals von der Situation überfallen worden sind, ohne jemals eine Beschulung von zu Hause vorher angedacht zu haben, heißt das ja nicht, dass sich niemals was ändern wird und Lehrer*innen niemals Ideen entwickeln könnten, wie sowas besser funktionieren könnte.
      Die Diskussion dreht sich doch vor allem darum, dass man als Arbeitnehmer durchaus ein Recht auf Gesundheitsschutz hat. Dieser wird in vielen Bereichen gewährt – nur eben komplett nicht in Schule. Und das Verständnis dafür, warum die Gesundheit von Lehrer*innen (Erzieher*innen, OGS-Angestellte…) im Gegensatz zu anderen Berufsgruppen keinen Wert hat, schwindet langsam gewaltig.

  55. Habe 2 Mädchen in der 4.Klasse. Wenn ich sie von der Schule abholen sagen mir Beide O-Ton. Mama ich bekomme keine Luft – ich habe mich in der Pause hingesetzt, weil mir deshalb schwindelig war usw. Ich entschuldige mich dann bei meinen Kids und schäme mich das ich tatanlos zusehen was mit meinen Kindern gemacht wird. Ich fühle mich hilflos!

  56. Bei aller Liebe, Frau Sandra, wir Lehrkräfte sind nicht für Ihre Familienplanung oder Betreuungssituation verantwortlich. Und dafür setzen wir auch nicht unsere Leben aufs Spiel! Natürlich sehen wir Ihren Bedarf- wir habe auch Familien- doch sollte die Frage doch eine andere sein: Warum soll alles ohne Mehrkosten und Mehraufwand (außer vor Ort) geleistet werden? Ein paar Laptops oder Buskontingente sind lächerlich. Freistellung für Eltern, Personal für zusätzliche Betreuung von Kindern- das kostet und ist schwieriger als das Anordnen/ Ignorieren. Sie bellen also den falschen Baum an…..

  57. An alle Eltern die sich so schlimm über die neuen Beschlüsse aufgeregt haben :
    Wer hat in allererster Linie das Fuersorgerecht für die eigenen Kinder?
    Die Eltern
    Wenn ihr also nicht wollt, dass euere Kinder in einen überfüllten Bus oder Bahn steigen, dann fahrt sie selbst in die Kita und Schule und holt sie auch wieder ab.
    Wenn ihr nicht wollt, dass sie in einer überfüllten Mensa zu Mittag essen, dann packt genug essen für den Tag ein und kocht abends.
    Wenn ihr nicht wollt, dass sie in einer vollen Klasse mit und ohne Mundschutz sitzen, sich das Hinterteilchen abfrieren, wenn gelüftet wird, sie mit Freunden in den Pausen „kuscheln“ usw. Dann lasst EUERE Kinder doch zu Hause!
    Und findet Möglichkeiten, wie euer Kind an den Lernstoff kommt. Das ist euere Aufgabe! Euere Entscheidung! Ihr seid die Eltern! Es sind euere Kinder, um die ihr euch zu Recht Sorgen macht.
    Wenn Alle Eltern, die sich hier hier besorgt geäußert haben, ihre Kinder zu Hause lassen, dann sind die Insassen von Bussen und Bahnen halbiert
    Dann sind die Klassen halbiert
    Dann sind Lehrkräfte und Erzieher entlastet
    Dann ist ein Anfang gemacht!
    Also: ihr habt es in der Hand
    Und bevor ihr mich alle steinigt: ich bin 3fache Mutter und 4fache Oma und ich weiß, wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

    • …und dann steht das Ordnungsamt vor der Tür und/ oder Polizei und holt die Kinder ab.

      Ich fahre meine Tochter jeden Tag hin und zurück zur Schule, das macht 100 Kilometer am Tag, damit sie sich nicht fast eine Stunde lang in den überfüllten Bus quetschen muss, wie gerne würden wir sie zuhause lassen, doch leider geht das nicht mal eben so.

      Seit März sind wir im Homeoffice, haben unsere Kontakte gegen Null gefahren und sind fassungslos, dass die Politiker ein inkompetenter, völlig lebens- und realitätsferner Sch…..haufen sind, die so leichtsinnig mit der Gesundheit aller umgehen.
      Die Einzige, die mit gesundem Menschenverstand an die Sache herangeht, scheint Frau Merkel zu sein. Liegt mit Sicherheit daran, dass sie Physikerin ist und nicht ein Schwurbeljurist wie hier der Kultusminister in Niedersachsen.

      Föderalismus in Pandemiezeiten ist der letzte Strunz……

      Fachfremde Minister ebenso!

  58. Hey warum zieht ihr diese Leute nicht an ?
    Mit diesen Gesetzen währe d der Pandemie
    wird mit der Gesundheit der Linder gespielt.
    Habe selber 2. Oder soll man dem Staat erst den Rücken kehren. Lernt endlich mal wasvernünftiges zu erlassen. Und das man
    jetzt das RKI ignoriert ist nicht gut. Oder sitzen da oben nur Professoren?

  59. Diese tollen Kultusminister*innnen und Ministerpraesidenten informieren sich scheinbar nicht ausreichend ueber das taegliche Infektionsgeschehen.

    KONSTANT UEBER TAEGLICH 22000 NEUINFEKTIONEN!
    DIESE ZAHL SINKT SEIT WOCHEN NICHT!!! (jedenfalls nicht ausreichend)
    LOCKDOWN LIGHT REICHT NICHT!!!!

    LIEBE POLITIKER:sollen wir sehr bald noch 500 Tote oder mehr am Tag mit auf dieser Liste haben????
    Was ist mit den Folgeschaeden fuer Infizierte, falls sie es auf Dauer ueberleben, dies muss auch vom Gesundheitssystem/der Gesellschaft /Wirtschaft getragen werden. Waere zum Wohle aller der Gesundheitsschutz nicht vorrangig zu behandeln.

    Boa, ich hoffe, ihr koennt noch ruhig schlafen mit diesen Entscheidungen….

  60. Wenn bei 75% der Fälle nicht nachvollzogen werden kann, wie die Infektionskette verlaufen ist, gleichzeitig festgestellt wird, dass mit abnehmendem Alter der Jugendlichen die Anzahl der symptomfreien Infizierten steigt, wie lässt sich dann sicher sagen, dass Infektionen über die Schule auszuschließen sind.
    Wenn wir logisch vorgehen und darauf schließen, dass dieser leichte Lockdown keine Veränderung gebracht hat, müsste man schließen können, dass der Sport nicht schuld war, ggf. Auch dass die Gastronomie nicht schuld war. Wenn nun der Schluss wäre, es hält sich niemand an die Auflagen, deshalb müssen wir stärker sanktioniert… ok. Das nehme ich aber nicht wahr. Wenn ich vor einem Rätsel stehe und ein Lösungsansatz nicht funktioniert, versuche ich einen anderen Lösungsansatz… warum nicht auch die Politik…

    • Noch ein Nachtrag, wenn ich infwktionsketten nachvollziehen will, muss ich ALLE Kontaktperson 1.Kategorie testen und nicht nur in Quarantäne schicken…

      • Wenn die Kontaktpersonen überhaupt durch das Gesundheitsamt benachrichtigt werden. Mache nun persönlich die Erfahrung, dass dies nicht der Fall ist. Noch nicht einmal die APP zeigt rot.

  61. Ich bin froh, dass meine Schule die Aussagen der Regierung ignoriert und Wechseluntericht begonnen hat. Heißt: Klassen werden in 2 Gruppen aufgeteilt. Sie wechseln sich wöchentlich mit Homeschooling und Präsenzunterricht ab. Dudurch ist die Wahrscheinlichkeit alle anzustecken viel geringer und die Sorgen sind ebenfalls etwas gelöst. Ich bin froh das meine Schule so handelt, denn 10-11 Stunden die Maske ohne Unterbrechung zu tragen ist nicht gesund. Wie unser Schulleiter sagte: “ Da ist es wahrscheinlicher sich andere Krankheiten durch die permanente Maske zu bekommen. Davon werden wir nur krank.“

    • November 2020 um 11:41
      Toller Schulleiter. Er wirft nicht einfach das Handtuch, wie sehr viele Lehrer hier fordern, sondern sucht nach konstruktiven Lösungen und hat wirklich seine Schüler im Blick, und nicht nur sich selbst

  62. Wischt Euch doch bitte alle ‚mal wieder den Schaum vor dem Mund ab. Es gibt keine Schulschließungen, egal bei welcher Inzidenz. Es gibt in der Weihnachtswoche ab dem 20.12. zwei unterrichtsfreie Tage, in denen die Lehrkräfte Präsenzpflicht in der Schule haben, die ihrem aktuellen stundenplan entspricht. Am 22.12 sind das max. vier Unterrichtsstunden, da ab der fünften Stunde in der Regel eine verpflichtende DB angesetzt wird.

    Schulscharfe Schließungen wird es unabhängig von dem 200er Wert nur geben, wenn die Zahl der infizierten oder oder in Quarantäne befindlichen Lehrkräfte so groß wird, dass eine Unterrichtsversorgung nicht mehr gewährleistet werden kann, selbst wenn Klassen zusammen gelegt werden.

    200 infizierte SuS bezogen auf 100.000 SuS sind 0,2%. – Und dieser Wert ist laut MSB NRW bereits jetzt erreicht und wird als Erfolg gefeiert. Ist deshalb irgend etwas passiert, dass zu einer Verbesserung der situation beigetragen hat? Wurde die Zahl der Desinfektonsspender erhöht, wurde die Konzentration des Desinfektionsmittels angepasst oder sogar für ausreichenden Abstand innerhalb der Klassenräume gesorgt?

  63. Diese Idioten leben schlichtweg in einer Regenbogenwelt und wissen nicht im geringsten, wie es mitunter an den Schulen aussieht.
    Ich bin selbst Schüler und musste mit erschrecken feststellen, dass in unserer Schule nicht mal ansatzweise auf Hygiene geachtet wird (noch weniger, als in der ersten Welle). Weder gesäuberte Toiletten, noch Klopapier oder Desinfektionsmittel. Stattdessen müssen wir ohne Maske und mit über 20 Personen zusammengequetscht in einem vollkommen ausgekühlten Klassenzimmer hocken, obwohl im Landkreis die Zahlen bereits seit längerem durch die Decke gehen und viele Klassen unserer Schule bereits in Quarantäne stecken! Diese Schule ist ein einziger, riesiger Infektionsherd…
    Keiner von uns traut sich mehr in dieses Gebäude und es ist traurig zu hören, dass mal wieder von der Politik NICHTS dagegen gemacht wird. Stadessen wird so getan, als ob dieses Virus vor Schulen halt macht! Momentan hat sich meine komplette Klasse krank schreiben lassen, weil es zu viel Risiko darstellt, kurz vor den Prüfungen dort hin zu gehen und viele der Familienmitglieder zur Risikogruppe zählen.
    Gesundheitsämter, Lehrer und Ausbilder ignorieren unsere Sorgen komplett! Wann wacht dieses Land endlich mal auf und sieht ein, dass es so nicht mehr weiter gehen kann?!

    • „Diese Schule ist ein einziger, riesiger Infektionsherd…“

      Na, dann muss man sich doch keine Sorgen machen. Wenn es schule ist, dann ist der herd doch kaputt und es kann nichts anbrennen.

      Im übrigen haben selbst größere Schulen mit mehr als 1.000 SuS maximal eine Schulküche mit 4 Kojen, so dass lediglich jeder zweite Hauswirtschfaftskurs praktisch arbeiten kann. Das ist der gewollte Hybridunterricht. Ungewollt ist, dass die 50% der SuS, die nicht in der Küche unterrichtet werden können, dies zuhause am heimischen herd erledigen. So geht Schulpolitik!

  64. Ein weiteres Armutszeugnis unserer Politik, liber nichts machen und den Kopf in den Sand stecken.
    Man hat schon vor Monaten verschlafen Maßnahmen zu ergreifen, Fernunterricht zu ermöglichen, Lehrer darauf zu schulen etc. Und jetzt, nichts daraus gelernt und es wird so weiter gemacht. Bravo! Dem Politiker passiert ja nix, der sitz zu Hause, auf Kosten des Steuerzahlers top medial ausgestattet und erhält regelmäßig sein Gehalt; was ihm angesichts dieser Arbeitsweise in keinster Weise zusteht.

  65. Dass unsere Situation an den Schulen prekär und aktuell absolut nicht einfach ist, bestreitet keiner, dennoch verstehe ich meine Kollegen hier nicht, die Schulschließung fordern, sich krankschreiben lassen wollen oder die nächsten Arbeitsjahre aus Rache mit Minimalaufwand betreiben. Ich bin Lehrer geworden, weil ich etwas Gutes tun und an gelungenen Biografien mitwirken wollte.

    Beim Lesen hier entsteht der Eindruck, dass es für viele Kollegen inakzeptabel ist, für diese Zielsetzung eine belastende Phase auszuhalten. Wir dürfen nicht vergessen, dass die Rahmenbedingungen unser Arbeit vor Corona nicht die Schlechtesten waren. Dienstfreie Woche, Gehalt, kein so enges Zeitkorsett usw. stehen zumindest den zunehmenden Belastungen in den letzten Jahren gegenüber. Dennoch sind es Privilegien und nun heißt es zum Wohle der Kinder den Hinter zusammenkneifen und das Beste daraus machen. Bei der Einstellung mancher hier, würde in der freien Wirtschaft nicht lange gefackelt…

    Unter meinen Freunden und Bekannten sind neben vielen Lehrern, Managern und angestelleten in verschiedenen Bereichen auch drei Ärzte, eine Krankenschwester, alle auch im kritischen Bereich, sind ein Kitaerzieher, Sozialpädagogen, sowie Pädagogen und Leiter an privaten Berufsschulen sowie in der Erwachsenenbildung. Viele davon, vor allem die Lehrer im privaten Bildungsbereich, haben weitaus schlechtere Bedingungen am Arbeitsplatz, von den Ärzten und der Leitung (die wiederrum ganz andere Arbeits- und Urlaubszeiten haben wie wir) abgesehen, träumen die von meinem Gehalt, dennoch ist das Jammern in diesen Brachen nicht halb so ausgeprägt.

    Wieso wird hier von Kanonenfutter oder Opferlamm gesprochen? Keiner meiner Kollegen an der Schule ist bislang ernsthaft erkrankt. Wir hatten einen Positiven Test bei einem Lehrer (neben vielen Negativen), aber der hatte keine Krankheitssymptome. Jeder Todesfall ist schlimm und eine Katastrophe, vor allem wenn er vermeidbar war, aber hier wird gerade so getan, als würden wird wie die Fliegen erkranken und gar sterben. Dem ist aber absolut nicht so.

    Auch bei den vielen hier zitierten gefährdeten Eltern handelt es sich allenfalls um eine subjektive Wahrnehmung oder Ahnung.

    Todeszahlen im Zusammenhang mit Corona seit März:
    40 Menschen zwischen 30 und 39 Jahren
    130 Menschen zwischen 40 und 49
    1279 zwischen 60 und 69

    Andere Altersgruppen dürften weder Eltern noch Kollegen betreffen. Ohne Frage, jedes Opfer ist eines zu viel, aber bei einer Schulschließung sind die Opfer langfristig erheblicher. Das sollte klar sein…

    Wie kann man hier behaupten häusliche Gewalt hat nichts mit dem Lockdown zu tun? Ehrlich, Kollegen? Ich weiß durch viele Gespräche mit Kindern und Eltern, wie angespannt die Situation zu Hause war. 24 Stunden zusammen. Eltern mit finanziellen Ängste oder 8 Stunden straff im Homeoffice, dazu Schulaufgaben die gerade bildungsferne Familien überfordern, Kochen, Haushalt, Sozialstress…

    Insgesamt Arbeitslosigkeit, Suchterkrankungen, Suizide, Wohnraumprobleme, Gewalt, sinkende Gehälter. Das wird alles noch nicht einmal mit einbezogen und entspricht damit nicht den 3 Standbeinen einer Pandemiebekämpfung, die eben nicht nur auf Vermeidung abzielt, sondern auch Langzeiteffekte einbezieht…

    Ich als Lehrer möchte „meinen“ Kindern das ersparen. Es macht mich traurig, wie diese Aspekte hier ausgeblendet und kleingeredet werden. Vieles was hier steht ist durchaus richtig und es gibt Grund zum Unmut, dennoch sollte man in seine Gedanken und Meinungsbildung auch andere Perspektiven einbeziehen.

    Und noch etwas, Schulschließung ist für die Wirtschaft katastrophal, ja es sind banale Gründe, aber ohne Wirtschaft würde es weder unseren Staat, unser Gesundheitssystem (was vergleichsweise gut, aber für Covid 19 nicht gut genug ist) und auch nicht unsere Privilegien als Lehrer geben. Es geht hier nicht um optimale Lösungen, sondern nur um Schadensbegrenzung. Seien Sie alle froh, dass wir in Deutschland leben, und nicht Peru oder sonst wo…

    • Herr Pe, Sie stellen korrekt fest, dass unser Gesundheitssystem nicht gut genug sei für Covid 19. Die deaktivierte Abstandsregelung in den Schulen ist z.Zt. der größte Störfaktor in der Pandemieeindämmung.

      Jeder Schulleiter, jeder Lehrer macht sich zum Täter (weil er die Sicherheitslücken akzeptieren muss) und ist Opfer (da er mit erhöhtem Risiko an Covid 19 erkranken wird) zugleich. Und Sie meinen, man sollte sein Schicksal tapfer ertragen?

      Das nicht zu tun, hat mit Veranwortung zu tun…für sich selbst, für die anvertrauten Schüler, deren Familien, aber nicht zuletzt für ALLE, DIE ZURZEIT UND DEMNÄCHST EIN INTENSIVBETT BENÖTIGEN! Gerade um Letzteres geht es immer …nur soviel Infektionen, wie das Gesundheitssystem verkraften kann. Das geht SO, wie es jetzt ist, laut RKI mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht gut aus. Die Empfehlungen des RKI sind doch nicht aus der Luft gegriffen.

    • Lob und Anerkennung für jemand der bereit ist sein Leben für die Bildungsgerechtigkeit hin zu geben.
      Es ist durch gesickert, dass die Kultusministerien für solch vorbildliche Pädagogen schon eine Reihe von Auszeichnungen vorbereitet haben.
      – Für Personen die sich nicht infizieren: Den Gefriefleischorden mit offenem Fenster
      – Für Personen die es trifft: Das Beatmungsgerät am Bande
      – Für die die es ganz hart trifft schickt das Ministerium natürlich einen Kranz und eine Karte in der der tiefempfundenen Trauer Ausdruck gegeben wird. Persönlich Ansprachen durch Ministerialbeamte am Grab sind leider nicht möglich. Infektionsgefahr bei so vielen Lehrern.

      Zusätzlich kommen sie natürlich in den uneingeschränkten Genuss des dreistufigen Belohnungssystems für vorbildliche Lehrkräfte:
      1. Der Dank des Vaterlands.
      2. Der Kultusminister schließt sie in sein Nachtgebet ein.
      3. Nach dem Ableben erfolgt der sofortig Einzug in den Lehrerhimmel.

      Ich verzichte auf all diese Vergünstigungen und begnüge mich mit dem Gedanken, dass ich das hier hoffentlich halbwegs gesund überstehe und noch ein paar Jahre für meine echte Familie da sein kann.

    • Sie werden immer jemand finden, dem es noch schlechter geht. Deswegen sollen wir jetzt den Mund halten? Gab es nicht mal eine Zeit, da wünschte man sich, dass es allen immer besser ginge? Deswegen bin ich Lehrerin geworden, dass die Zukunft unserer Kinder und Schüler eine bessere sei.
      Da freut sich aber der Kapitalismus, wenn sogar die Lehrer nun Denk- und Sprechverbote aussprechen, was den Schutz von Risikogruppen und den gesetzlich verankerten Arbeitsschutz betrifft.

    • Herr Pe,
      relativieren Sie weiter. Ich kann Ihnen versichern, dass bei Zuständen wie an Schulen in der Wirtschaft tatsächlich nicht gefackelt würde. Der Laden würde aus Infektionsschutzgründen dichtgemacht!

    • Die Toten zwischen 50 und 60 haben Sie vergessen. Auf den Intensivstationen mehren sich die Fälle mit diesem Alter. Kürzlich gelesen, dass in Essen auf der ITS das Durchschnittsalter der Intensivpatienten bei Anfang 50 liegt.

      Mal was zur aktuellen Lage:
      „Auf der High-Care-Unit der Karl-Hansen-Klinik in Bad Lippspringe ist der Anteil der Covid-Patienten in den vergangenen zwei Wochen von 20 auf 60 Prozent gestiegen.
      Da jetzt alle ECMO-Geräte im Einsatz seien, gebe es aktuell keine weiteren Kapazitäten mehr für kritisch kranke Patienten, erklärt Stationsleiter Niclas Frie im Interview.[…] Patienten zwischen Mitte 40 und Mitte 70, alle mit kritischen Verläufen. Alle sind an die ECMO angeschlossen …“

      https://www.rnd.de/gesundheit/corona-auf-der-intensivstation-haben-keine-kapazitaten-fur-kritisch-kranke-patienten-TVGC6JWABRCUJOLIMRD24244RY.html

      In unserem Kollegium ist ein sehr hoher Anteil zwischen 50 und 63. Zu großem Teil mit pflegebedürftigen Familienangehörigen, die noch weit älter sind.

    • Viele Familien haben auch in Deutschland Risikopatienten als Familienmitglieder. Es geht darum, dass es jenen Familien einfach nicht zugestanden wird, über die Präsenzpflicht ihrer Schulkinder SELBST entscheiden zu können…

  66. Der Plan geht so:
    Ab Ende Dezember/Anfang Januar beginnt die Impfkampagne.
    Das Hin- und Herdiskutieren, Abwarten und Daumen drücken geht weiter, bis dann alle geimpft sind – neue Maßnahmen? Brauchen wir ja jetzt eigentlich nicht mehr – das Ende ist ja abzusehen.
    Danach das große Aufatmen, dass alles doch nicht so schlimm war, und wir gehen zur Tagesordnung über.

    • Danke, Rabe, du sagst: „bis dann alle geimpft sind“, „das große Aufatmen“ – aber sind die Corona-Massenimpfungen wirklich das sprichwörtliche Licht am Ende des Tunnels?

      Es werden sich nicht alle impfen lassen wollen bzw. können – und, Rabe, hast du die ggf. auftretenden Impfschäden bedacht, die sich vielleicht erst nach Jahren zeigen?

      Einige der geplanten oder bereits angelaufenen klinischen Impfstoffe modifizieren die genetischen Abläufe der zellinternen Kommunikation mit dem Ziel, die menschlichen Körperzellen jene Substanzen selbst fabrizieren zu lassen, die bisher, mit der konventionellen Impfung, von außen zugeführt wurden. Einige oder viele – welche, wie viele? – Zellen des geimpften Menschen werden neu programmiert und verwandeln sich in kleine Bioreaktoren. Im lebenden Menschen also arbeitet dann jede dieser Zellen als eine kleine Impfstofffabrik. Nicht das Hühnerei oder der technische Bioreaktor wird die Impfstoffe herstellen, wie die optimistischen Erfinder glauben, sondern unsere genetisch aufgepeppten, unsere geimpften Körper.

      Per Impfung, so wollen oder jedenfalls so betreiben es mehrheitlich auch Deutschlands Politiker, werden den Bürgern genetische Programmcodes eingeschleust, die in den Zellen etwas Körperfremdes und Neuartiges herstellen, gegen das sich unser Immunsystem wehren soll. Damit werde, so die kühne These einiger Wissenschaftler, das menschliche Immunsystem gegen die Merkmale des Erregers trainiert und sensibilisiert.

      Doch was geschieht dem Geimpften, wenn dessen modifizierte Zellen von seinen Abwehrzellen, wie bei einer Infektion, als etwas Fremdes bewertet, angegriffen und vernichtet werden? Kann eine schwere Autoimmunreaktion die Folge der Corona-Impfung sein?

      Corona-Impfstoffe … man sollte vielleicht nicht allzu optimistisch sein.

      • Ein paar andere gibt’s da ja zum Glück auch noch in der Entwicklung.
        Der Vektorvirus-Impfstoff, egal ob nun replikationsfähig oder nicht, überzeugt mich auch nicht, der mRNA ist unkritischer, aber wenn man besonders argwöhnische Immunzellen hat… Für mich dann wohl eher so eine Antigenproteinhülle aus der GMO Dose mit organischen oder konventionellen Adjunvantien. So ein schickes oldschool abgetoetetes Virus aus China wäre auch was- aber ob das die Regierung einkauft ist fraglich.
        Allen Impfstoffen wurde bisher ein guter Lungenschutz attestiert, Nasenrachenraum ist eher die Schwachstelle, d.h. auch nach Impfung kann das Virus dort replizieren und man kann dementsprechend weiterinfizieren- also nichts mit „indirekt Ungeimpfte schützen“. Vielleicht ändert da ein Impfstoff mit Sprayapplikation diese Schwachstelle. Regelmäßige Auffrischung/Anpassung wie bei der Grippeimpfung muss auch sein.
        Mehr Mutationen sind unter gesteigertem Selektionsdruck auch nicht unwahrscheinlich…deshalb: so schnell wird das nicht gehen Sars Cov2loszuwerden. Man muss sich also um Kindertagesstätten und Schulen nachhaltig kümmern. Und besser macht man das jetzt, wenn man doch noch ein Gewissen besitzt.

      • Mein liebet Wilwerscheid, hast Du die Ironie in meinem Ton nicht bemerkt? Ich bin Impfbefürworter, aber dieser ‚Plan‘ war den Politikern ironisch unterstellt … dennoch hast Du mit dem, was Du zu den Impfstoffen etc. sagst, sicher teilweise recht!

  67. Es ist im Grunde ganz einfach, wie man das Verhalten unserer Politiker bestrafen kann:
    Nächstes Jahr ist Bundestagswahl. Einfach merken und diese Idioten/Parteien nicht mehr wählen. Ganz einfach.

    • Und: die Wähler von morgen sind die Schüler von heute, denen man das Verhalten der entscheidenden Minister, die einfach den Rat des RKI – über Leichen gehend – ignorieren, nicht erklären kann! Sowas kann man nicht vergessen.

      • Welche Leichen meinen Sie denn? Immer dieser POPULISMUS… Die Nebenwirkungen der Corona massnahmen und letzten Schulschließung werden Sie nicht meinen… Kann Ihnen ja egal sein…

        • Lieber Peisel,
          das ist im Deutschen eine hier sehr passende Redensart und keineswegs populistisch ambitioniert. Sie bedeutet, dass jemand immer weiter zum Angriff schreitet in einer Schlacht, obwohl schon eigene Leute tot vor ihm auf dem Boden liegen, was dem Syononym von Skrupellosigkeit gleichkommt. Und Skrupel lassen sich bei der Missachtung der RKI-Empfehlungen trotz der gegenwärtigen Entwicklung von steigenden Todeszahlen und knapper werdenden Betten auf den Intensivstationen bis auf ganz wenige Minister und unserer Kanzlerin nicht erkennen. Gestern waren es laut RKI 389 arme Menschen, die in Zusammenhang mit Covid-19 allein in Deutschland verstorben sind, vorgestern waren es 410 arme Menschen. Morgen werden es wie viele sein? Und es wird mit hoher Wahrscheinlichkeit noch länger so weitergehen. Man könnte diese fürchterliche Entwicklung stoppen, so hat auch das Frühjahr gezeigt, wenn man mindestens auf die Empfehlungen der Virologen und Epidemiologen hören würde, was Sie scheinbar genau wie so manche Minister anders sehen. Stattdessen versucht man erstmal faule Kompromisse durch Zahlenmodifikation und landet dann vermutlich tatsächlich noch bei Komlettschließungen, um Neuinfektionen zu unterbinden. Und damit geht man nochmals über Leichen, aber einer anderen Art der existenziellen Bedrohung, die es auch jetzt schon gibt, die aber NOCH durch Finanzhilfen etc. abgefedert wird. Ich hoffe, ich bin Ihnen keine Antwort schuldig geblieben, WIE ICH WEN gemeint haben könnte, auch wenn Sie es vermutlich gar nicht wirklich so genau wissen wollten.

      • Juckt doch nicht; eine Legislatur dauert 4 bis 5 Jahre. Bis die SuS im Land oder im Bund wählen dürfen müssen sie erst einmal 18 werden, wobei sie bis zur 10. Klasse bzw. 10 Vollzeitschuljahren vollzeit-schulpflichtig sind sowie weitere 2 Schuljahre bis zum Ende des Schuljahres, in dem sie 18 Jhre alt geworden sind, schulpflichtig.

        Bis die heutigen SuS – zumindest der größte Teil der jetzigen Schülerschaft – wahlberechtigt ist, sind die Zeiten zur Anerkennung von Ansprüchen auf Ruhestandsbezüge der derzeitigen Politiker längst erreicht.

  68. Söder eben in der PK: „Corona ist eine potenziell tödliche Herausforderung“. Super, dass man die Massenveranstaltung Schule und alle daran Beteiligten so toll vor dieser Gefahr schützt. (Ironie off)
    Thüringen behält sich „eine länderindividuelle Regelung hinsichtlich des Ferienbeginns“ vor. Heißt wohl sicher für uns, dass wir bis 22.12. ohne Maskenpflicht, Abstand, also weiter ungeschützt in der Schule sind. Meine 82jährige allein lebende Mutter wird dann also Weihnachten auch allein verbringen.

    • In NRW sind auch die Lehrer bis 22. ungeschützt in der Schule, es wurde nämlich Dienstpflicht angeordnet. Geschützte Weihnachtsfeiern sind offensichtlich nur für Schülerfamilien notwendig.

      • Also zwei Tage Dienstbesprechung statt zweistündiger, weihnachtlicher Dienstbesprechung am 22.12.2020 in der 5. und 6. Stunde mit besinnlichem Jahresrückblick und Virenaustausch.
        Herz, was willst Du mehr.

        Die Frage, ob es den Weihnachtsmann gibt, hat schon vor mehreren Jahrzehnten ein Redakteur der (ich meine) Washinton Post in einem offenen Brief an eine jüngere Leserin geklärt.
        Wie es mit der Weisheit des MSB bestellt ist bzw. ob es eine Form von Intelligenz in der Völklinger Straße in D’dorf geben könnte, ist zum derzeitigen Zeitpunkt der Untersuchungen noch offen.

        Ob sich offene Schulen und geschlossene Abteilungen in Landeskliniken vergleichbar einstufen lassen, ist eine Frage der Betrachtung, letztendlich aber eine Folge von „Wahnsinn“.

        Individueller Wahnsinn führt in die Geschlossene,
        kollektiver Wahnsinn führt zum Regelbetrieb offener Schulen in Zeiten der Pandemie.

  69. Söder eben in der PK: Alle sollen ein Wohl im Blick haben, das Wohl der Schülerinnen und Schüler…. Wir folgen den Empfehlungen [der Leopoldina, des Helmholtz-Zentrums] überall, ab 200 in den Hotspots…..Neue Regel: Klassen nur für 5 Tage in Quarantäne, dann Schnelltest, was insgesamt zur Entspannung beiträgt….
    In Berchtesgaden gingen die Zahlen mit Schulschließung ganz schnell runter wegen der umfangreichen Kontaktreduktion…

    Hä??????? Und Konsequenzen???

  70. Da sieht man mal wieder das unsere Kinder in diesem Land nichts wert sind…

    Hauptsache unsere Herren und Damen Politiker können ihre Diäten einstreichen…

  71. Wir werden belogen und verarscht. Die Zahlen werden manipuliert. Hier in Nordhessen beträgt die vom Landkreis veröffentlichte Inzidenz 137, in der Hessenschau 121. Jeden Tag sind die veröffentlichten Zahlen geringer als sie wirklich sind. Viele Fälle werden nicht einmal aufgenommen. Zum Beispiel kehrte ein Mädchen in meiner Klasse nach 3 Wochen Quarentäne zurück. Beide Eltern wurden positiv getestet. Sie und ihre drei Geschwister hatten alle Symptome, aber das Gesundheitsamt weigerte sich, sie zu testen. (Kinder bekommen keine Korona!)
    Ich bin fassungslos über die Inkompetenz, Täuschung und Rücksichtslosigkeit der KMs.

  72. Ich amüsieren mich echt, dass unsere Minister sich per videokonferenz austauschen und wir sitzen acht Stunden …täglich..mit jeweils 30 Leuten auf engstem Raum…prima..oder

    • Was sollen denn Kassiererinnen, Postboten, Ärzte und Pfleger sagen? Sich auch krank schreiben lassen, wie hier von manchen vorgeschlagen wird? Was erwarten Sie? Dass die Schulen bis März dicht gemacht werden und die Kinder völlig verkommen?! Bildung ist systemrelevant, daher sollen alle Lehrer bis 60 Jahre auch arbeiten! Und die Krankheit ist für die meisten (über 80%) wie eine normale Grippe – kein Grund jungen Menschen die Zukunft kaputt zu machen.

      • @Molly Gerald

        Hallo Molly,

        den Stuss hatten Sie doch in ähnlicher Form schon vor gut einer Woche rausgelassen?
        Hausaufgaben immer noch nicht gemacht?

      • Die von Ihnen genannten Berufsgruppen müssen sich nicht mit ca. 200 Personen pro Woche in 45 Min.-Einheiten in wechselnden Gruppen zu 30 Personen in 60 qm-Räumen aufhalten, ohne Plexiglas, ohne Arbeitsschutzmittel vom Arbeitgeber usw. Das sind entscheidende Unterschiede in der Pandemie.
        Darauf könnte man kommen, wenn man darüber nachdenkt. Aber Lehrer abwerten ist ja viel schöner, gell?
        Lehrer sind nicht verantwortlich für die Erziehungsschwäche mancher Eltern und auch nicht für häusliche Gewalt. Es sind die Eltern selbst. Und bei denen muss man ansetzen, wenn man diese Missstände wirklich beheben will, statt Schule als Notnagel dafür herzunehmen.
        Und ebenso wenig sind Lehrer verantwortlich für schlechtere Zukunftsaussichten aufgrund der Corona-Pandemie, sondern das Virus (und die Unfähigkeit unserer Landesfürsten).
        Aber Verantwortlichkeiten zu erkennen und abzugrenzen, Verantwortung für sein eigenes Tun zu übernehmen usw. ist ohnehin schon lange aus der Mode gekommen.
        Und ihr Vergleich von Corona mit einer Grippe ist schlichtweg falsch. Aber auch das kann man wissen, wenn man es denn will.

      • Molly Gerald,
        lassen Sie doch bitte in Zukunft bei den üblichen Leerdenker Phrasen den unsäglichen Grippeverweis weg. So offen muss man doch wirklich nicht preisgeben, dass man nicht die hellste Kerze ist.
        Wenn Kinder übrigens bei einigen Wochen Fernunterricht „verkommen“, liegt das nicht an der Schule, sondern an der Familie. Diese Probleme lösen besser Psychologen, nicht Lehrer.
        Für alle anderen Familien ist es manchmal anstrengend und nervtötend, aber kein Weltuntergang. Mir ist es in einer Pandemie wichtiger, meine Kinder zu schützen und geschützt zu wissen. Das waren sie in den Schulen nicht. Schule lässt sich nachholen. Die Toten kann man aber nicht mehr zurück holen.

      • Was kann man erwarten? Den größtmöglichen Schutz für jeden , was sonst? AHAL … verpflichtend für jeden Bürger – nur für Schüler derzeit zu gewissen Uhrzeiten leider zwischenzeitlich nicht, nämlich dann, wenn sie in vollbesetzten Klassenzimmern Unterricht haben. Das muss man ändern.
        Erwarten kann man auch, dass man die Gefährdeten besonders schützt, auch wenn es, wie Sie sagen “ nur“ 20 % sind. Rechnen Sie mal … 20 % von 83 Millionen … und dann halten Sie mal diese ganzen Menschenleben gegen ZWEI nicht optimal gelaufene Schulhalbjahre, denn mehr ist es nicht. Optimal ist in einer Pandemie aber nichts! Die an Covid 19 Verstorbenen haben aber wirklich keine Zukunft mehr, gar keine…im Gegensatz zu den allermeisten Kindern.

      • Wenn wir jungen Menschen den Gesundheitsschutz vorenthalten, machen wir ihre Zukunft kaputt!
        Schulen kann und soll man offenhalten, jedoch mit Schutzmaßnahmen. Und diese Schutzmaßnahmen – kleinere Klassen, Luftfiltergeräte, Plexiglasscheiben, Digitalunterricht – werden uns versagt, weil Politiker*innen kein Geld in Familien investieren wollen. Wir sollen so lange an der Kasse sitzen, Briefe austragen, Kranke versorgen etc., wie wir können. Und wenn wir dabei sterben, kräht kein Hahn danach.

        Was glauben Sie, warum die Zahlen der Neuinfektionen nicht heruntergehen – und das, obgleich in den letzten Wochen durch die veränderte Teststratgie des RKIs nur noch Menschen mit deutlichen Symptomen getestet werden? Weil sich Kinder in Schulen anstecken und dann wieder ihre Eltern anstecken. Und die sitzen an der Kasse, tragen Briefe aus, versorgen Patienten etc.

        Lehrkräfte und Eltern fordern, dass präventiv, das heißt: vorsorglich, gehandelt wird. Dafür hat das RKI sich Maßnahmen überlegt. Diese Maßnahmen werden aber von den Landesregierungen nicht umgesetzt. Nur Frau Dr. Merkel wollte diese Regeln umsetzen, um die Menschen in Schulen zu schützen.
        Und diesen Irrsinn beklagen wir in diesem Forum.

      • Durchschnittsalter der Covid- Intensivpatienten liegt z.B. in der Uniklinik Essen bei Anfang 50. Den Link hatte ich mehrfach hier im Forum gepostet. In Thüringen sind schon fast 20% der LehrerInnen über 60! Und ein großer Teil dazu zwischen 50 und 60. Bitte mal logisch weiterdenken… und bisher keine Maskenpflicht im Unterricht, kein Abstand bei 30 Mann in der Klasse, randvolle Schulbusse, kein Plexiglas, keine Luftreiniger, keine ffp2 – Masken von Dienstherrn, in Phase Grün alle im Unterricht, auch Risikopersonen unter Schülern und Lehrern.

      • Ach Molly ist auch wieder dabei. Wie schön.
        Die gewohnte Ignoranz … Mir wird schon wieder übel. Ich wiederhole mich dann auch: Nimm doch bitte den Aluhut ab, dann kommt mehr Luft ans Hirn

  73. @Molly. Postboten haben praktisch keinen Kontakt zu anderen, lassen Pakete vor der Tür (das Signieren ist viel zu riskant). Kassierer sitzen hinter Plexiglas und alle Kunden tragen Masken. Ich habe größten Respekt vor Ärzten und Krankenschwestern, die auf den Intensivstationen gegen Corona kämpfen, aber alle anderen Arztpraxen sind äußerst sicher und äußerst hygienisch (man kann nur mit unserem Hausarzt sprechen, wenn man draußen steht und durch ein Fenster spricht!) Es gibt keinen weniger geschützten Beruf als ein Kindergarten-, Grundschul- oder Sekundarschullehrer!

  74. Ich empfehlen für einen Blick über den Tellerrand dieses Blogs hier einen interessanten Link bei Kinderärzte-im-Netz.de, der vielleicht so manches hier Diskutierte relativiert:
    https://www.kinderaerzte-im-netz.de/news-archiv/meldung/article/im-fokus-ist-die-ansteckungsgefahr-in-schulen-wirklich-hoch/
    Schauen Sie sich auch gerne mal den täglichen Lagebericht vom hier so oft zitierten RKI vom 17.11.2020 an: https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Nov_2020/2020-11-17-de.pdf?__blob=publicationFile. Da geht es im Abbild 8 um die Ausbrüche. Die kommen in Schulen (dort unter Ausbildungsstätten u.a. zusammen mit den Universitäten aufgeführt) tatsächlich recht wenig vor. Vermutlich dank aller Maßnahmen, von denen keine perfekt ist aber viele zusammen dann eben doch sehr oft zu helfen scheinen.

  75. Wieso macht ein paar Monate Digitalunterricht die Zukunft junger Menschen kaputt??????
    Ein an Corona verstorbenes Elternteil oder ein Langzeitschaden evtl. auch des Kindes aber schon!
    Ich habe diese Verharmlosungen satt!

    • Es reicht schon die permanente Sorge aus der Schule eine Infektion an risikobehafte Familienmitglieder weiterzugeben. Was permanente Sorge und Unsicherheit einer jungen Seele antun können, kann man nur erahnen.

  76. „Flatten the curve“ heisst immer auch „Widen the curve“. Wenn hier der Lockdown auch in relevanten gesellschaftlichen Bereichen wie Schulen gefordert wird, muss man ja immer dazusagen, für wie lange. Also bis April/Mai21? Und dann schlimmstenfalls wieder im Winter 21/22? Denn voraussichtlich dauert die Pandemie so lange….

    Oben wurde die Schule mit Arztpraxen verglichen. Nehmen wir mal Kinder- und Jugendarztpraxen. Auch diese Praxen sind nicht zu 100% sicher, sie können es gar nicht sein. Ich kenne Kinder- und Jugendärzte, die sich auch angesteckt haben, trotz aller Vorkehrungen. Sie müssen kranken und manchmal auch gesund erscheinenden aber ungewußt schon infizierten Kindern den Rachen inspizieren und werden ggf. direkt von ihnen dabei angehustet etc.. Abstand: Noch mehr Fehlanzeige wie in der Schule. Auch das Abstriche nehmen ist bei Kindern kein Vergnügen. Fordern Kinder- und Jugendärzte deswegen jetzt den kollektiven Praxislockdown? Habe ich irgendwie noch nicht gehört!

    Denn Ansteckungen sind eben trotz allem selten in Praxen (das war im März/April anders) wie in Schulen und können genauso auch im Leben ausserhalb einer Praxis wie einer Schule geschehen. Die Altersstruktur der Kinder- und Jugendärzte ist nicht anders als die der Lehrer, und auch nicht ihr Idealismus. Wenn die unter sich hier diskutierenden Lehrer mal mit den Kinder- und Jugendärzten sprechen würden, dann würden sie zumeist folgenden Eindruck hören: Infektionen werden im Gros von aussen in die Schulen hereingetragen (z.B. durch vorherige Infektionen in der Familie) und verbreiten sich dort nicht in dem selben Ausmaß wie in anderen Bereichen des Lebens.

    In Schottland wurde übrigens untersucht, ob es ein Risikofaktor für Gesundheitsarbeiter ist, Kinder und 10 Jahren im Haushalt zu haben. Und siehe da: Mit jedem Kind unter 10 Jahren im Haushalt sank ihr Risiko, an CoVid zu erkranken. (https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2020.09.21.20196428v1).

    Das alles hat wahrscheinlich weniger mit Verharmlosung zu tun sondern sind Erfahrungen, die mit der Zeit gewachsen sind und eben auch ihren Niederschlag in den Statistiken des RKI gefunden haben (die hier ja teilweise für gefälscht gehalten werden). Daher meine Hinweise und Links gestern. Kinder- und Jugendärzte würden sagen: Schulen sind keine Treiber der Pandemie. Das war ihnen im März wohl so noch nicht klar. News4teachers behauptet: Schulen sind Treiber der Pandemie. Diese Aussagen schließen sich gegenseitig aus. Was also tun?

    Meine Empfehlung: Man diskutiere hier mit mehr Geduld und weniger Spucke und mehr Sinn für einen Überblick über die Empirie (da ist es eben nur bedingt hilfreich, wenn man einzelne wenige Schulen, in denen große Ausbrüche vorkamen, als vermeintlich typische Fälle nimmt, hochjazzt und sich dann durch die kollektive Empörung hier in den Kommentarspalten bestätigen lässt, dass man anscheinend Recht hat). Dieser Sinn für einen ruhigen Überblick wäre eh eine Haltung von pädagogischem Wert und täte auch den Kindern ganz unabhängig von Corona gut.

    Noch ein weiterer Sachverhalt muss allen klar sein: Bestünde die Menschheit nur aus Kindern und Jugendlichen, hätten wir gar keine Pandemie! Nirgendwo hätte es einen Massenanfall einer neuartigen Erkrankung gegeben, niemand wäre auf die Idee gekommen, einen PCR-Test zu entwickeln und wir hätten businness as usual und wären als Menschheit unbemerkt mit diesem neuen Virus alt geworden und hätten uns mit ihm arrangiert wie mit vielen anderen Viren zuvor auch. Alles, was Kinder erdulden müssen jetzt und in Zukunft, erdulden sie wegen ihrer Altvorderen von denen sie abstammen. Das ist oK, aber dieser Gedanke sollte immer mitschwingen in Entscheidungen, die auch Kinder und Jugendliche betreffen. CoVid wird Kindern und Jugendlichen vor allem dann gefährlich, wenn Erwachsene beginnen, kollektiv vor ihnen als angebliche Virenschleudern Angst zu haben und sie dies spüren lassen.

    • Sehr geehrter Herr Reckert,

      News4teachers „behauptet“ gar nichts. Wir sind Journalisten und Lehrkräfte, keine Virologen. Wie könnten wir uns anmaßen, Aussagen zu Corona in eigener Hoheit ohne die entsprechende Kompetenz zu machen? Das überlassen wir den Kultusmininistern und Ministerpräsidenten. News4teachers bezieht sich auf seriöse Quellen – wie die Nationalakademie Leopoldina, immerhin die renommierteste wissenschaftliche Institution in Deutschland. Die stellt aktuell fest: „Schülerinnen und Schüler sind ein wesentlicher Teil des Infektionsgeschehens – das zeigen die Zahlen in anderen europäischen Ländern wie auch aktuelle Zahlen des Robert-Koch-Instituts für Deutschland.“

      Wie angesichts dieser Evidenz Politiker immer noch behaupten können, Schulen hätten mit dem Infektionsgeschehen nichts zu tun (mal ganz abgesehen von der Logik: Wie kann ein Virus nachmittags brandgefährlich sein, gegen das vormittags keinerlei Schutzvorkehrungen nötig sind), diese Frage stellen wir allerdings immer wieder. Das ist unser Job als Medium.

      Herzliche Grüße
      Die Redaktion

      Hier können Sie die Stellungnahme der Leopoldina nachlesen: https://www.news4teachers.de/2020/11/kmk-erhebung-3-000-lehrer-und-20-000-schueler-sind-mit-dem-coronavirus-infiziert/

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here