DÜSSELDORF. Einer Lehrerin – und Leserin von News4teachers – ist der Kragen geplatzt. In einem langen, emotionalen Post erklärt die Pädagogin, wie sie seit Monaten ihren Schulalltag erlebt und warum sie so wütend auf ihre Dienstherrin ist (konkret: die baden-württembergische Kultusministerin Susanne Eisenmann, CDU). Der Beitrag, den die Autorin im Leserforum von News4teachers veröffentlich hat, erfuhr viele zustimmende Reaktionen von Leserinnen und Lesern. Wir meinen, dass der Text eine breitere Öffentlichkeit verdient hat – und veröffentlichen ihn deshalb als Gastbeitrag hier noch einmal.

Magistra Furiosa 15. Dezember 2020 um 23:08 Edit
Eisenmann will’s wissen? Magistra Furiosa antwortet gern!
SCHULE IST OFFEN
„Das Wochenende war angespannnt. Seit Monaten beobachten wir Lehreinnen und Lehrer die Corona-Infektions-Lage und hören ein ums andere Mal das Abschwächen dieser, deren Zuspitzung von namhaften Wissenschaftlern prognostiziert wurde, durch Frau Eisenmann und Frau Gebauer aus NRW.
Wir schauen zurück in den Sommer: Erst sollte ab einer Inzidenz von 50 gehandelt werden – darüber lachen wir noch immer. Die Zahlen stiegen an, vom „regionalen Lockdown“ nirgendwo eine Spur. Stattdessen die Gebetsmühle: die Schulen müssen offen bleiben (als wäre Präsenz das einzige Mittel für Bildungsgerechtigkeit! Das ist es dann, wenn die Ministerien keine Alternativen zulassen, sonst nicht!).
DEHNBARKEIT DER GRENZEN – WERTE? VERGISS ES!
Wir sind nun im Dezember 2020 bei der Ausdehnung der Grenzwerte auf 300 angelangt. Wir kriechen schon seit dem Sommer auf dem Zahnfleisch, als wir versucht haben, den Stoff doppelt vorzubereiten – für die Präsenz und den eventuellen Lockdown. Wir haben, im Gegensatz zum Kultusministerium, vorgearbeitet und etwaige Szenarien erprobt. Wir sind gut aufgestellt an unserer Schule, haben 100 Leihrechner (für Kinder aus bildungsfernen Schichten, von denen VIER abgerufen wurden!). Wir haben seit dem 6.3.2020, an dem wir das erste Wochenende als Kollegium quasi wach am Stück waren, unsere Schule digital abgebildet und liefern seit diesem Schuljahr parallel für zuhause bleibende Kinder in der Lernplattform Moodle nach jeder Stunde, was in Präsenz gearbeitet wurde – natürlich an das Medium angepasst.
Das flächendeckende Hybridunterrichten, das uns Angst, Sorge und nicht zuletzt auch gesellschaftlich Infektionsdruck genommen hätte, wurde in Baden-Württemberg vernachlässigt, Tablets, die Anfang Juli (!) an anderen Schulen bestellt wurden, kamen in der ersten Dezemberwoche und sind noch nicht eingerichtet. Wie auch? Die Kolleginnen und Kollegen bekommen nicht mal etwas dafür. Auch sie „krebsen“ am zeitlichen und nervlichen Limit.
Es ist die Anspannung mit Händen zu greifen. Ich selbst kann langsam nicht mehr. Der Spagat mit zwei Kindern, zwei Schulen, an denen ich unterrichte – also insgesamt vier Schulen mit den jeweiligen Regeln, Befindlichkeiten, etc. – und einer Mutter, um die ich mich sorge, sprengt mich langsam psychisch. Meine Tante hat den zweiten Stent bekommen, sie ist alleinstehend, genauso wie mein 80-jähriger Onkel.
Wir verlieren nicht nur numerische Werte.
WIR SIND IM KRIEG
Während die Bundesregierung seit Wochen erklärt, jede/r, der/die kann, solle ins Homeoffice, müssen wir Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher, an der vordersten Front stehen. Vor uns die feindliche Linie an potentiellen Aerosolspreadern, die auch nur deswegen da sind, weil es der Anstand gebietet oder die Pflicht einfordert – unsere Schülerinnen und Schüler, die genau so wie wir einfach nur seit Monaten leiden und dem Druck ebenfalls nicht mehr lange stand halten, der sich deswegen aufbaut, weil wir ja aus dem ersten Lockdown gelernt haben: es kann jeden Moment kollabieren, das System, deswegen müssen wir juristisch valide Noten generieren. Damit wir nicht vors Strafgericht gezogen werden. Das militärische Vokabular ist bewusst gewählt. Wir alle sind das Kanonenfutter auf dem Weg von Frau Eisenmann nach oben – der Name scheint Programm.
Wenn es um die Impfung geht, dann stehen wir Kontaktpersonen ohne jeden Schutz an dritter Stelle. Die Merkmale der Risikobewertung wurden zurückgestuft – Hypertonie, Übergewicht, Diabetes gelten der Einfachheit halber nicht mehr als Risikofaktor – seid ja selbst schuld, wenn es euch erwischt, sind Zivilisationskrankheiten. Was fresst Ihr auch vor dem Rechner?! JA, WIESO?! Wer den Job ernst nimmt, hat seit NEUN MONATEN keine Zeit mehr, so einfach ist das. Weil wir selbst in den Sommerferien Mailverkehr hatten, um uns vorzubereiten, Mut zuzusprechen, Angst zu nehmen. Weil wir nebenbei kranke Kinder beschulen, die nicht in die Schule sollten – und unsere eigenen: aus Vernunft! Weil wir als Mütter und Lehrerinnen auch noch die übliche „Sorgearbeit“ machen – die älteren Verwandten im Blick haben, ggf. einkaufen, damit sie nicht infiziert werden.
Mich verlassen langsam meine Kräfte, denn ich habe seit MONATEN das getan, was sinnvoll ist: alle anderen Kontakte reduziert. Dadurch wird vieles schwerer, nicht zuletzt das Leben meiner Kinder, die hier mitziehen. Seit Monaten nur ein oder zwei ausgewählte Freunde treffen. Schulisch begleiten kann ich sie nicht, weil ich selbst an die Schule muss. Homeoffice? Geht nicht, weil ja alle Kinder beschult werden müssen. Ausnahmslos. Durchgängig. IMMER. Egal, wie die Infektionsraten sind.
DIFFERENZIERUNG? ABER NUR FÜR EUCH ALS LEHRER!
Diese Gleichsetzung von fast erwachsenen „Schulkindern“ mit Kita-Kindern und Grundschulkindern ist nur einer der „Denk-“Fehler dieses Ministeriums – nähme es nämlich die vom gleichen Ministerium in Auftrag gegebenen Studien zur Infektiosität von Kindern und Jugendlichen ernst, höbe es die gesellschaftlich-moralische Schulpflicht im Sinne eines Präsenzunterrichts für die Über-Zehnjährigen auf. Stattdessen wiederholt Eisenmann das Mantra: „Die Schulen sind keine Infektionstreiber!“ – man möchte gerne wissen, woher sie ihre Expertise für dieses Narrativ nimmt. Zahllose Studien stehen dagegen, raten an, die Altersgruppen zu differenzieren, zwischen Infektiosität, Virenbelastung und Kindern als asymptomatische aktive Vektoren zu differenzieren. Das Long-Covid-Syndrom bei asmptomatischen Menschen wurde entdeckt, jede/r Biologe kann ihr erklären, dass die Strategie dieses Virus ist, über die Jüngsten unbemerkt in die Populationen vorzudringen, um die Alten und Schwachen im Sippenverbund zu eliminieren. Ein sehr hilfreiches und einfaches, ein effizientes , biologisches Prinzip. Man sollte dazu stehen, wenn man es erkennt – und nicht so tun, als sei jede/r selbst verantwortlich für das eigene Wohl und Wehe.
Der zweite „Denk-“Fehler: Beamte sind unkaputtbar! Ich bin mittlerweile ausgebrannt. Ich habe die letzten 15 Jahre lang diesen Beruf sehr gerne gemacht. Mich fortgebildet, bin Ethiklehrerin und Theaterlehrerin im Zusatzstudium berufsbegleitend geworden, habe jetzt vier Fächer und Grundlagen in der Gewaltprävention. Meine Kinder, meine Schülerinnen und Schüler, sind mir wichtig. Der Beruf an sich ist großartig, auch wenn er per se schon Nerven kostet, aber das wusste ich.
Nur… jetzt erwäge ich tatsächlich den Rückzug. Ich fühle mich verheizt, respektlos ausgebeutet („Wir machen hier keine Ferien für die Lehrer!“); nachdem ich monatelang Ängste gelindert und den Stoff sinnvoll portioniert habe. Wer mich genauer kennt, weiß, dass ich niemand bin, der bei einfacher Belastung jammert, ich korrigiere auch mal freiwilllig ein Abitur mehr oder schreibe unbezahlt pädagogische Konzepte oder Jahrbücher. Nebenher redigierte ich auch für einen Schulbuchverlag – einfach, weil ich gerne arbeite. Aber es reicht mittlerweile.
Ihr macht mich kaputt – und mit mir viele andere, über deren „mangelnde Empathie“, deren „Egoismus“, deren „Faulheit“ ihr dann schimpft, wenn Ihr selbst wieder die Kraft habt….
SCHLUSS – ES REICHT!
Es reicht einfach, dass wir nicht nur die Belastungen unter Pandemiebedingungen, sondern dazu noch den fehlenden Respekt und die Sorglosigkeit der Politik ertragen müssen. Selbst „die Gesellschaft“ hat mittlerweile verstanden, was da auf unserem Rücken veranstaltet wird. Und nicht nur auf unserem. Auch viele Kinder und Jugendliche, ihre Eltern und Großeltern, sind in Sorge. War im Mainstream der Bevölkerung vor sechs Monaten noch der Glaube gesetzt, „die Lehrer wollen halt nicht“, erkennen die Schimpfenden jetzt: sie wollen – KÖNNEN und DÜRFEN aber nicht. Es fehlt das juristische Gerüst, die technische Ausstattung und ja, bei manchen, meist älteren, Kolleginnen und Kollegen auch die didaktische Schulung. Aber wann in diesen letzten Monaten hätten sich die Kolleginnen und Kollegen denn schulen lassen sollen? Zwischen 22 Uhr und 3.00?
FRAGEN AN …..EISENMANN WILLS WISSEN?! ACH GEH, BAUER!
Fassungslos beobachten wir ausgeschüttete Alibimaßnahmen wie „Kindergeld-Sonderbonus“, stinkende FFP2-Masken, OP-Masken mit Verspätung – das Geld dafür hätte in Luftwäscher längst investiert sein können, wäre es um Hilfe gegangen. Aber man begnügt sich diesbezüglich mit gefällig erstellten Gutachten des Umweltbundesamtes und lässt Kinder und Lehrer frieren. Natürlich ist das Lüften die beste Lösung – aber Luftwäscher würden die Anwesenden entspannen! Haben Sie jemals versucht, durch eine FFP2-Maske eine dreiviertel Stunde lang zu sprechen, Frau Eisenmann? Haben Sie überhaupt jemals unterrichtet? Wohl kaum.
Sie sprechen von Schule also als… ja, als WAS? WOHER nehmen Sie das Recht, über diese Instiutionen zu sprechen, außer aus ihrer eigenen, offenbar eine Weile zurück liegenden, Schulzeit? Haben Sie versucht, INHALTE, durch das Rauschen einer 28-köpfigen Klasse, Blätterrascheln, Kuliklicken hinweg, zu vermitteln? Nach 30 Minuten haben Sie Halsschmerzen, gehen aber nicht heim, obwohl das ein Covid-Symptom wäre, weil Sie als Lehrkraft nämlich, wider alle Unkenrufe, mehr Anstand im Leib haben als alle Minister der Landes- und Bundesregierungen zusammen. SO ist es nämlich. Nach einer Doppelstunde ächzen Sie – und dürfen sich, falls Sie die Maske kurz abnehmen, im Falle einer Covid-Erkrankung anhören, dass Sie sich wohl nicht an die Abstands- und Hygieneregeln gehalten hätten, denn aus den Schulen könne die Erkrankung nicht kommen – die sind ja sicher, wie die Gutachten aus den Sommerferien bewiesen.
Wenn Sie es wissen wollen, probieren Sie es doch bitte einen Schultag lang mal aus, liebe Bildungsminister*innen der 16 Länder!
NICHT RELEVANT – HEUTE SO, MORGEN SO!
Damit nicht genug: Als arbeitsbedingte Erkrankung, nachdem Sie in die Schule oder Kita gedrängt wurden, obwohl Sie offensichtlich zu einer Risikogruppe zählen, die Sie im Frühjahr noch invalidisiert hat, gilt das Covid-Syndrom nämlich nicht. So ist das in Deutschland – Rücksichtslosigkeit um jeden Preis und auf Kosten der „Systemrelevanten“. Ach was – das sind Lehrer ja nichtmal. Nein, wir sind nicht relevant.
Dann noch die Häme. Stellt Euch doch nicht so an, was soll denn „der Arzt“/ „die Kassiererin“/ „xy“ sagen? Ja, vermutlich das Gleiche wie wir: Dieses System ist Mist, in dem alles aus Angst vor ein paar gegenredenden Leerdenkern bis zum Schluss gedehnt wird, um dann zu kollabieren. SO geht es nicht weiter. Wir können nicht mehr. Seit Monaten bewegen wir uns mit unseren Familien am Rande des Abgrundes, machen es garantiert niemandem recht und sind der Willkür und der fehlenden Planungsbereitschaft der Kultusministerien ausgesetzt.
Kein Arbeitgeber außer dem Staat dürfte sich so verhalten. Kein Arbeitnehmer würde dieses Pensum an unbezahlter Mehrarbeit machen. Ja, wir gehören zur privilegierten Gruppe der sicheren Arbeitsplatzinhaber. Und JA, dafür tun wir auch viel. Aus Idealismus, verdammt nochmal. Aus Liebe zu diesem Beruf. Und aus Achtung vor den uns anvertrauten Kindern und Jugendlichen. Wir tun sehr viel Ungesehenes. Und eben auch sehr viel Unbeachtetes. Von der „normalen“ Bevölkerung erwarte ich weder Klatschen noch Dankeslieder. Und von meinem Arbeitgeber keine Schweigegelder wie die lächerlichen 600 Euro „Bonus“ für die Schulleitungen. Jemand, der in „der Wirtschaft“ arbeitet, lacht sich darüber schier schlapp – weil es in keinem Verhältnis steht zum Geleisteten. Was ich aber erwarte, WENIGSTENS vom Arbeitgeber, ist RESPEKT.
Ihre zu den Ministerbriefen wiederholt dazu geschriebenen „Dankesworte“, Frau Eisenmann, drücken diesen Respekt nicht im Mindesten aus – sie wirken wie ein Schlag ins Gesicht! HANDELN SIE ENDLICH, statt weiter leere Worte zu produzieren, sonst MÜSSEN Sie sich tatsächlich irgendwann selbst vor die Klassen stellen – Menschen mit diesem Grad an Belastbarkeit, wie wir ihn derzeit demonstrieren, zusammen mit unserem abgelegten hochqualifizierten Studium in Fremdsprachen, Naturwissenschaften und Praxiserfahrung im methodisch-didaktischen Bereich oder sogar Coachingkompetenzen werden nach dem wirtschaftlichen Kollaps nämlich als Führungskräfte zum Wiederaufbau gesucht!“
Die Kultusminister haben gezockt – Schüler, Eltern und Lehrer haben verloren









Selbst ich als Schüler in SH kann mich dem nur anschließen.
Ich rege mich schon seit Monaten darüber auf, das NICHTS passiert….
Wenigstens jetzt in der letzten Schulwoche ist Distanzunterricht.
Und dann wollen die Kultusminister wieder die Schulen am 10. Januar öffnen?!?!
Ich sehe da absolut keinen Sinn….
Eisenmann ist die personifizierte Inkompetenz im Amt. Eine politische Schaumschlägerin.
Als Elternteil möchte ich alle Lehrer*innen für den immensen Einsatz danken, den Sie für meine und andere Kinder erbracht haben. Die Voraussetzungen, unter denen Sie arbeiten mussten und müssen, sind extrem schwierig, und Sie haben in den vergangenen Monaten alles gegeben und Ihre Gesundheit aufs Spiel gesetzt.
Sie benötigen jene Schutzmaßnahmen, die vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales, bespielsweise in der Version vom 10.8.2020, entwickelt wurden (https://www.baua.de/DE/Angebote/Rechtstexte-und-Technische-Regeln/Regelwerk/AR-CoV-2/pdf/AR-CoV-2.pdf?__blob=publicationFile&v=4). Es ist ein Skandal, dass diese Präventionsmaßnahmen keine Geltung in Schulen haben.
Die Gewerkschaften und Lehrer*innenverbände müssen diese aus meiner Sicht notfalls gerichtlich einfordern!
Bitte zeichnen Sie folgende Petition von bundesweiten Elternverbänden, Verbänden und Privatpersonen mit:
https://www.openpetition.de/petition/online/bildungsgerechtigkeit-und-gesundheitsschutz-in-der-pandemie
@Werner Engelhardt
Lieber @Werner Engelhardt,
da haben Sie “schon einen ordentlichen Strumpf mitgemacht” in über 40 Jahren …
Und für alle, deren eigene Schulzeit schon ein wenig länger zurückliegt – auch Eltern erfahren ja auf Nachfrage bei den Kids (“Wie war’s heute in der Schule?”) meist nur “Wie immer.” was irrtümlicher Weise mit “gut” gleichgesetzt wird …
Jeder Erwachsene kommt – bei glattem Durchlauf durch die Schule – eben auf maximal 13 Jahre Erfahrung und hat dann in der “anderen Mannschaft” gespielt, vieles auf Grund des jugendlichen Alters anders wahrgenommen (mir ging es als Kind/Jugendlichem doch ebenso) oder eben gar nicht wahrgenommen. (Über die Alltagsseite der Arbeit der Eltern weiß ja auch kein Kind in allen Details bescheid.)
Als Lehrer wundert man sich dann z.B., dass die früher gefühlt endlos lange “große Pause” eben so …. huch, wo isse hin, die große Pause? Ich muss noch schnell mal wenigstens aufs Toilettchen, aber ich muss auch noch mit Kollege Sowieso was abklären und da stehen schon wieder ein paar SuS mit ihren Fragen/Sorgen/ … und ich muss dringend mal wenigstens einen Schluck Wasser trinken …
Und jetzt noch der geballte Corona-Irrsinn, hier komprimiert und dennoch gut dargestellt:
https://www.daserste.de/information/politik-weltgeschehen/panorama/videosextern/schulschliessungen-wankelmut-und-wirrwarr-100.html
Lieber Herr Engelhardt, alles Gute für Sie!
Der Text spricht mir aus der Seele! Mir kamen beim lesen direkt die Tränen. Ich empfinde ebenso und komme aus Thüringen!
Sollten die Schulen Anfang Januar wieder öffnen, ist mein Verständnis für die Schulpolitik restlos aufgebracht.
Das wäre bei 30.000 Neuinfizierten nicht nur ein Skandal, das wäre zutiefst menschenverachtend, weil es auch in den Kultusministerien bekannt ist, dass Schüler Infektionen in ihre Familien tragen und Tote die Folge sind. Man muss das so deutlich formulieren, denn es wird in der Parallelwelt Schulpolitik immer noch so getan als wären Virologen, die diese Tatsache (ältere Schüler sind so infektiös wie Erwachsene) benennen, Parawissenschaftler. Diese Wissenschaftsleugnung gerade im Schulbereich ist abschreckend und erinnert an Trump.
So ein Gejammer und Geklage kann ich als Grundschullehrer überhaupt nicht nachvollziehen und vor auch nicht verstehen, es in aller Öffentlichkeit zu tun. Kein Wunder, dass das Image der Lehrer durch solche “Kollegen” leidet.
Wenn Sie die Nennung von Tatsachen als Gejammer bezeichnen, disqualizieren Sie sich als ernstzunehmender Gesprächspartner. Aktuell im Umfeld drei Corona Infizierte (2 davon im KH, ein milder Verlauf) mit Grundschulkindern. Nachtigall, ick hör dir…
@Magister…, danke.
Wissen Sie, was irgendwie beschämend ist und die Verfasser ihrer eigenen Zeilen sind sich dessen wahrscheinlich gar nicht bewusst: Wer NICHT ständig meckert, nörgelt und jammert, wie schlimm der Lehrerberuf (gegenwärtig, aber eigentlich immer) sei, KANN laut Meinung dieser kein Lehrer sein! Merken die selbst nichts mehr?!
@ Sarah, ebenfalls danke. Vor allem dass Sie sich nicht rausekeln lassen hier. Man kann wirklich nur staunen, wie sich (angebliche) Lehrer und Erzieher hier hinter der Maske der Anonymität aufführen. Es ist ja einfach nur beschämend, ich meine für sie selbst. Und dieser naive Glaube, dass man damit IRGENDETWAS erreichen würde?!?
@ Hase, Ela, Ylva, J.K., Robert, danke, so ist es, die jammern auf hohem Niveau. Wie immer.
Aber ich will uns auch in Schutz nehmen. Die hier versammelten Nörgler, mögen sie Lehrer/Erzieher sein oder nicht, ich weiß es ja nicht, sie bilden garantiert nicht die Mehrheit meiner Kollegen ab. Die Mehrheit macht nämlich ganz unaufgeregt ihren Job, ist vorbereitet, gibt sein Bestes, schätzt und weiß um die eigenen Vorteile gegenüber so vielen Eltern in Existenznöten. Hier schreibt eine laute Minderheit, aber eben doch eine Minderheit.
“Für Eltern von Schulkindern gilt demnach ein Anspruch auf 67 Prozent des Nettolohns, auch wenn die Präsenzpflicht an Schulen aufgehoben ist. Für Kitas, die nicht amtlich geschlossen sind, gilt das aber nicht.”
https://www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/kinder-im-lockdown-kitas-und-eltern-fuehlen-sich-allein-gelassen-li.126526?utm_medium=Social&utm_source=Facebook&fbclid=IwAR32k-rlPXNuhUvk65_PVPE9S3U2RRXLpph84mc4VPbyKkOe_agdwAin5LM#Echobox=1608225664
Sie sind bezaubernd naiv. Leute wie Sie schickt man auch in Firmen gerne vor. Meist um die 30, geübte Arschkriecher, die sich den größten Mist schönreden und vom Chef geliebt werden wollen. Sie sind kein Frontsoldat, sie sind der Fußabtreter. Und weil Sie das ahnen, verfolgen Sie die abgeklärten Kollegen mit ihrem Fifi Gekläff. In einer Firma wären Sie der, über den jeder heimlich lacht.
Wie süß er jetzt schon Selbstgespräche führt.
Don’t feed the Troll.
Arbeite selbst an einer Schule. Seit 11 Jahren habe ich nicht erlebt, dass die Lehkräfte ihre 42 Stunden, die sie bei einer Vollzeitstelle bezahlt bekommen, auch gearbeitet haben. Die wenigsten Lehrkräfte arbeiten in der Woche ca. 15 Vor- und Nachbereitungsstunden. Bei uns ist eine Vollzeitstelle 27 Unterrichtstunden und 15 Vor- und Nachbereitung. Nicht mal die 27 Stunden Präsenz an der Schule werden geleistet. Und ich weiss, das die meisten niemals auf ihre 15 Stunden zu Hause kommen. Also bei einigen Schulformen mag das möglich sein, aber lange nicht bei allen … 7.30 Uhr bis 12 Uhr + 2 x die Woche Konferenz. Nicht mal das schaffen alle. Vor- und Nachbereitung gerne während des Unterrichts. Es ist teilweise unglaublich. Ich habe noch 3 Kinder an unterschiedlichen Schulen. Und es läuft so furchtbar unterschiedlich. 1 Sohn in der 10.- dort hat sich 3 Monate der Mathelehrer gar nicht gemeldet. Kann mir das jemand erklären? Er gehört zwar zur Risikogruppe, aber warum kam da nichts? Es ist nach 8 Monaten immer noch kein einheitliches digitales Lernen möglich, weil jeder Lehrer eine andere Lernplattform benutzt. Ja und es gibt die guten Lehrer …wir haben auch welche, aber was ist mit den vielen anderen ? Es ist wirklich traurig…
Nicole, und Sie sind die Einzige, die richtig arbeitet und den Orden Heldin der Arbeit verdient? Oder was wollen Sie sagen?
Sie arbeitet an der selben Schule wie Oka. Da kann man schon mal den falschen Eindruck bekommen.
@Nicole, Sie müssen auch noch neu hier sein. Sie wagen es, Lehrer zu kritisieren? Wie können Sie nur?! Nehmen Sie sich vor dem “Gewitter” in Acht. Für die meisten hier versammelten Lehrer gilt nicht, was sie hinsichtlich Diskussionkultur vormittags ihren Schülern beibringen (sollen). Ach ja, derzeit haben sie ja keine. 😉
So ein unerträgliches Gewitter begann ja anscheinend schon, siehe Kommentar von “Unerträglich”. Lassen Sie es an sich abprallen.
Deine Selbstgespräche sind herzallerliebst lieber Oka. Wenns nicht so traurig wäre, könnte man herzhaft lachen.
“Seit 11 Jahren habe ich nicht erlebt, dass die Lehkräfte ihre 42 Stunden, die sie bei einer Vollzeitstelle bezahlt bekommen, auch gearbeitet haben.”
Ach so. Sie haben eine Studie durchgeführt und bei allen zu Hause mal ein Schuljahr lang die Arbeitszeit gemessen? Interessant. Diese Ergebnisse sollten Sie mal veröffentlichen.
“Nicht mal die 27 Stunden Präsenz an der Schule werden geleistet.”
Wie geht das? Da werden die SuS einfach allein in ihrem Klassenzimmer gelassen und der Lehrer bleibt daheim? Ist auch mal ne Maßnahme…
“Vor- und Nachbereitung gerne während des Unterrichts.”
Da sitzen Sie auch dabei und beobachten das?
@Nicole:
„ Sohn in der 10.- dort hat sich 3 Monate der Mathelehrer gar nicht gemeldet.“
Haben Sie mal die Schulleitung kontaktiert und nachgefragt? Falls Sie das gemacht haben, was haben Sie als Antwort erhalten?
Haben Sie mal den Lehrer kontaktiert? Was hat er dazu gemeint?
Verstehen Sie mich bitte nicht falsch. Ich möchte nur die Situation verstehen. Ich kann mir gerade nicht vorstellen, wie man sich 3 Monate entziehen kann. Vor allem in einer 10. Klasse ist das sehr schwierig. Die 10. Klassen waren nun wirklich nicht lange im 1. Lockdown. Man vergisst immer die Osterferien, welche dazwischen lagen.
Auch jetzt: Wir reden hier von max. 3 Tagen Abschaffung der Präsenzpflicht. Die sollte bei einem 10.Klässler gar kein Problem darstellen.
Es wird immer gesagt bis zum 11. Januar seien die Schulen geschlossen. Sind sie aber nicht. Die Präsenzpflicht wurde vom 16. bis zum 18. Dezember abgeschafft. Jetzt sind Weihnachtsferien (bis 11. Jan.)und die sind allemal wohlverdient!
Es soll bitte hinterher keiner behaupten die Schulen seien vier Wochen geschlossen gewesen!
@ Nicole Bede,
Quatsch, wer denkt sich diesen Mist nur aus?? Vollkommen unglaubwürdiges Geblubber!
Keine Ahnung von nix!
Gruß an den Auftraggeber!
@ Elfe, “Hier war doch immer so’n „trollige“ Warnung- irgendwas mit Nahrungsentzug und so…. Also ich fütter‘ jetzt zum letzten Mal den Troll…”
Ach, bitte, ja, ersparen Sie uns allen Ihr trolliges Geschwafel.
Sprach der Obertroll.
Dafür gibts mal wieder ein herzliches Schweigeeinhorn.
Sowohl Lehrer, wie auch Eltern sind am Limit. Ich spreche als alleinerziehende, selbständige Mutter, mit einem 8 Stunden Job. Homeschooling ist für uns der Horror. Trotz liebevoll vorbereite Aufgaben im Netz, muss ich parallel zu meiner Tätigkeit mein Kind beibringen, wie es Dateien digital verwaltet und bearbeitet. Alle Verständnisfragen muss ich beantworten, alle Probleme landen bei mir. Für die Motivation und Plannungsunterstützung bin ich alleine verantwortlich. Jetzt habe ich ein 16 Stunden Tag aber nicht 16 Stunden nacheinander, parallel. Ich bekomme hierfür keine Entschädigung. Wie schaffen es Eltern ohne IT Kenntnisse? Wir denken kontinuierlich an die Auswirkung auf Kinder und Lehrer und sind so dankbar für unsere Lehrer. Wer aber denkt an uns, die unentgeltlich und leise im Hintergrund alles zuhause tragen? Wir fühlen uns von Politiker übersehen und ausgebeutet.
Liebe Bridget, ich weiß nicht, ob Sie es gesehen haben, aber ich sprach tatsächlich von allen, auf deren Rücken hier agiert wird. Altern, Schülerinnen/Schülern und Kolleg*innen. Übrigens schrieb ich gerade auch als Mutter, die ihre eigenen Kinder im Homeschooling belässt – aus Vernunftgründen. Denn bei uns GEHT es – bei vielen anderen nicht. Da sehe ich mich als Lehrerin, die ihren Job ernst nimmt, natürlich in der Pflicht – diejnigen, die keine Chance haben, BRAUCHEN die Präsenz. Und diejenigen, die die Präsenz NICHT brauchen, brauchen funktionierende digitale Konzepte – um die umzusetzen, müssten die Kultusministerien Eltern und Lehrern vertrauen. Das scheinen sie in beiden Fällen leider eben nicht zu tun. Und genau das macht mich zornig. Weder werden wir als Mütter noch als Lehrerinnen oder Erzieherinnen ernst genommen – wir sollen uns schön hybridisieren… aber bitte immer nur so, dass niemand darunter ledeit. Was geschähe wohl, wenn Erzieherinnen und Lehrerinnen vom Recht Gebrauch machten, die eigenen Kinder nicht in den Präsenzunterricht bei 67% Lohnfortzahlung im häuslichen Betreuungsfall zu schicken?! Und was, wenn Pflegekräfte da tun? Wenn Ärztinnen sich dieses Recht nehmen? Ja,…. dann kollabiert das System, — statt vorher probate Alternativen zu initiieren, lässt man uns alle in diese unsäglichen Zustände steuern….. Eine traurige Katastrophe.
@Bridget schreibt:
“Ich spreche als alleinerziehende, selbständige Mutter, mit einem 8 Stunden Job. Homeschooling ist für uns der Horror. Trotz liebevoll vorbereite Aufgaben im Netz, muss ich parallel zu meiner Tätigkeit mein Kind beibringen, wie es Dateien digital verwaltet und bearbeitet. Alle Verständnisfragen muss ich beantworten, alle Probleme landen bei mir. Für die Motivation und Plannungsunterstützung bin ich alleine verantwortlich. Jetzt habe ich ein 16 Stunden Tag aber nicht 16 Stunden nacheinander, parallel. Ich bekomme hierfür keine Entschädigung. Wie schaffen es Eltern ohne IT Kenntnisse?”
NUR DAS INTERESSIERT hier keinen bzw. die Mehrheit, zu der ich nicht gehöre.
Anmaßend wie immer.
Überheblichkeit hat einen Namen mit drei Buchstaben.
Lonley Fighter on a Mission.
Wie immer ein herzliches Schweigeeinhorn von mir
Sprechen Sie gerade über sich selbst, unerträglich?
Bitte benutzen Sie einen Namen, der hier nicht seit Jahren von jemand anderem benutzt wird!!!
An M. “Wir befinden uns hier im Krieg.”
Schon mal was von sprachlichen Bildern, von Metaphern gehört? Ich stimme Ihnen zu 100 % zu, dass Krieg etwas Furchtbares war und ist, da gibt es von mir keine andere Sicht. Ich gehöre zum.Glück nicht zu der Generation, die das erlebem musste, auch wenn ich “60” + bin. Mein Mitgefühl, wenn Sie das so erleben mussten.
Die Schreiberin des Artikels, dem ich nur zustimmen kann, hat aber die Situation an ihrer Schule mithilfe dieses Metaphers wirkungsvoll verdeutlicht..
Das scheint ihr gelungen zu sein, denn sonst würden Sie so nicht reagieren.
Tut mir leid, sagen zu müssen, aber wenn man Lehrer und Schüler trotz sreigender Corona-Fallzahlen ohne jegliche Schutzvorkehrung in Zeiten von AHA-Regeln Präsenzunterricht machen lässt, dann werden sie “verheizt”, wieder so eine ,Metapher! Dann ist man schon irgendwie “Kamonenfutter” für die “Mächtigen”, …Meinen Sie nicht auch?
Also bitte, auch mal ” hinter den.Zeilen” lesen…LG
Ich denke auch, dass man sich manchmal nur mit überzeichneten Metaphern überhaupt Gehör verschafft. Wie man ja auch an den Reaktionen hier im Forum ablesen kann. Und ja, ich stimme immer noch der Autorin des Artikels vollumfänglich zu.
Man kann sich auch immer und immer wieder selbst bemitleiden.
Schande über all diese Weicheier und Selbstbeweihräucherer hier.
Ihr tut mir so leid .
Statt Vorbild zu sein, stellt ihr euch in die Ecke und weint und hofft, Texte lesen zu dürfen, die sich eurer gleich sind. Bitte nichts Negatives, dann ist man Querulant, Troll oder Nichtgebilder.
Und schei…auf Metapher.
Ihr seid hier ein Haufen von Möchtegernschlauberger, die in Wirklichkeit Angst vor dem eigenen Ich haben.
Nichtgebildeter
M., wie wahr, wie wahr !!!!!!!!!!!!! Da treffen Sie den Nagel auf den Kopf!
Liebe Die Elfe,
genau!
Der Gebrauch sprachlicher Stilmittel, z.B. die Wortbedeutung im übertragenen, also nicht wortwörtlichen, Sinn zu verwenden, ist nicht jedem aber so geläufig wie den LehrerInnen.
Metaphorik ist wirksam um etwas hervorzuheben, die Aufmerksamkeit auf
die Botschaft zu ziehen.
Das ist der Autorin, Magistra Furiosa, wirklich sehr gut gelungen!
Im Übrigen meine auch ich, die Botschaft von Magistra Furiosa trifft den Kern unseres Anliegens messerscharf und überaus anschaulich.
Hallo, arbeite in einer Kita in Ostfrisland, ähnlich ist es auch bei uns. Sie sprechen auch uns Erziehern aus dem Herzen. Hoffentlich dringt diese Kritik zu den Kultusministerien durch. LG S.K.
Ich hätte es nicht besser gekonnt! Sie spricht mir von der Seele!
Ich bin nach 15 Jahren auch an einem Punkt angelangt, meinen Job an den Nagel zu hängen. Und zwar nicht der Jobs wegen sondern weil ich das kranke System nicht mehr ertrage! Ich will nur noch weg. Hat mir jemand eine gute Alternative? Ich mach alles lieber als das, was ich die letzten Monate erleben musste!!
Das System wäre schon längst zusammengebrochen, würden die LehrerInnen nicht so wahnsinnig viel investieren und es damit am “laufen” halten.
Manchmal denke ich, das wäre besser.
PS: Ich bin selbst keine Lehrerin.
Vielleicht sollten alle versuchen Druck aus dem Kessel zu nehmen. Ich schließe mich dabei ein, weil auch ich zunehmend gereizter werde, was den Kontext Schule betrifft. Meine Frau kann es ausblenden. Ich nicht. Es geht schließlich auch um das Leben meiner Frau.
Am schlimmsten finde ich die Ignoranz und Gleichgültigkeit, sowohl Schülern und Lehrern, als auch Eltern gegenüber. Es gibt nach 9 Monaten immer noch keinen Langfristplan und keine Strategie. Jede Firma mit so einer Führungsebene könnte Konkurs anmelden und es ist engagierten Lehrern und geduldigen Eltern zu verdanken, dass das System noch nicht kollabiert ist. Schüler sind in der größten Zwickmühle, da sie einen Ort aufsuchen müssen, der eine potentielle Gefahr für die eigene Familie darstellen könnte. Ich glaube nicht, dass es für die Psyche eines Heranwachsenden fördernd ist, wenn seinetwegen die Oma erkrankt. Gleichzeitig wollen sie schulisch nicht abgehängt werden.
Eltern haben schon jetzt vielfach Angst davor, wie sie damit umgehen, wenn ihre Kinder bei Inzidenzen über 200 oder höher wieder in volle Klassenzimmer müssen oder sie müssen Arbeit und Distanzunterricht stemmen.
Allen wäre mit einem Langfristplan gedient, der den Arbeitsschutz von Lehrern beachtet (damit sind nicht billige Chinamasken gemeint) und Eltern nicht vor ein unlösbares Organisationschaos stellt.
Bis zur Impfung gilt verpflichtender Distanzunterricht für alle über 12. Darunter Wechselunterricht mit Abstand, Maske und größter Vorsicht.
Alles andere wäre Harakiri und völlig sinnlos, da die Zeit bis zur vollen Durchführung von Präsenz abzusehen ist.
Aber man kann darauf vertrauen, dass der schulpolitische Trotz weiter regieren und Präsenz für alle gelten wird.
Der Druck wird im Kessel bleiben.
Corona wirkt auch hier wie ein Brennglas … nach innen … und eine Lupe nach außen:
Viele schreiben hier, dass sie seit vielen Jahren, gar Jahrzehnten die Missstände in den Schulen und KiTas auffangen, dass sie vorher längst am Limit sind oder darüber waren.
Die Maßnahmen jetzt kommen noch oben drauf.
Mahnungen zur Hygiene und Bausubstanz und Digitalisierung, Arbeitszeitstudien, mangelnder Nachwuchs und extremer Lehrkräftemangel … wollte vorher keiner sehen und wird auch hinterher wieder abgestritten, verschleppt, negiert oder versprochen und auf ewig hinausgezögert.
Da sollte man sich die Forderungen der Hamburger GEW-KollegInnen noch mal genau durchlesen und überlegen, ob sie in möglichst vielen Schulen und KiTa übernommen werden können.
Dann wird es Dienst nach Vorschrift brauchen, damit diejenigen, die die Spätfolgen auffangen müssen, überhaupt bestehen können.
es ist unglaublich…
In RLP kam letzte Woche die Anweisung, dass man Homeschooling ab sofort über eine bestimmte Plattform(BBB) halten soll. Als unser Kollegium das am Mittwoch mal ausprobieren wollten, war überraschend die Seite überlastet und es ging gar nichts! Man bedenke, dass bisher die allermeisten Schüler noch gar nicht angemeldet sind und noch gar kein Unterricht über diese Plattform stattfindet.
und Niedersachsens Kultusministerpläne von Herrn Tonne auch besser gleich in die Tonne treten….
Vielen Dank. Sie sprechen allen aus der Seele. Ich bin nicht nur ausgebrannt. Mein Körper ist umprogrammiert. In der Woche funktioniert er und am Wochenende ist er krank. Das ist so seit Monaten. 60 Stunden Wochen waren keine Seltenheit. Es gab keine Unterstützung seitens der Landesschulbehörde oder des Schulträgers.
Heute wundern sich diese beiden Parteien warum ich die Bewerbung auf den Schulleiterposten zurückgegeben habe.
Sie heben den Virenkönig vergessen. Dieser stoppt ja seine Bande vor jeder Schule und sagt hier gelte das Kultusministeriums-Mantra “Schüler*innen sein nicht infektiös. Ausserdem geht unter den Kolleg*innen derzeit das Gerücht um, alle Risikogrupoenmenschen werden nun in den Schulen untergebracht, weil …sie Virenkönig.
… Für sie immer noch hervorragend…
Absolut hervorragender Artikel, sie sprechen mir dermaßen aus der Seele.
Arbeite an einer digital sehr gut ausgestatteten Gesamtschule in NRW – mache (leider) den EDV Support (für zwei Ermäßigungsstunden) – habe in dieser Woche an die 20 Überstunden – zu meinem “normalen” Pensum derzeit – geleistet. Wären heute nicht die Ferien gestartet, hätte ich den EDV Kram hingeworfen.
Man macht es für die Kinder… Aber wenn man selbst ausgebrannt nicht mehr arbeiten gehen kann, ist denen auch nicht mehr geholfen.
Erholen Sie sich gut – alles Digitale mal zwei Wochen komplett weglegen – neue Kräfte mit den Menschen um sie herum tanken.
Ich denke im Januar geht es dann in die nächste “Schlacht”, um bei ihren Metaphern zu bleiben…
Bin von einer GS in Barsinghausen und muss auch sagen, dass ich der Verfasserin dieses Artikels voll und ganz zustimme. Ich wünschte mir , dass WIR endlich mal gehört werden. Und zwar so, wie es wirklich ist.
Es ist wieder der Kampf arm gegen reich! Oder? Ich habe leider keinen Schulabschabschluss.Diese Diskussionen hier?! Habe eine Förderung im Tagespflegehaus gehabt befristet 2 Jahre. Mit Senioren ab ca. 60 – über 90 Jahren! Mit Demenz und anderen krankenhheiten zu tun gehabt? Im Grunde genommen sind wir alle egoistisch.Wir machen viele Dinge falsch die seit Jahrzehnten schon bekannt sind die aber einfach ignoriert werden! Es gibt so viele scheinheilige Menschen leider!In allen Branchen!!!Ich bin mal gespannt wenn nächstes Jahr wieder Wahlen sind!!! Ich gehe davon aus, daß die Menschen die sich hier beschweren wieder CDU, FDP,SPD wählen werden dann haben sie die selben Minister an der Backe!!!
Was sollen wir Erzieher denn sagen? Uns geht es nicht anders….
Hat da gerade die GEW eine Schreiboffensive gestartet, um den Anschein zu erwecken, “wir” sind viele? 🙂 🙂 🙂
Schöne Grüße ins Kultusministerium.
Habt ihr keine Ferien?
Schade für euch.
Was war noch mal GEW?
Bis auf die Hamburger Schulgruppe hört man so selten etwas, dass man langsam vergisst, was das noch war und für wen sie sprechen.
Sie benutzen einen Namen, den es hier schon seit Jahren gibt. Vielleicht setzen Sie eine 2 dahinter?! Danke!
An M., da können Sie mal sehen, wir kommen immer unserem Bildungsauftrag nach.
Bildung schafft Vorlauf!
Jetzt wissen Sie, was Metapher sind…
Im übrigen “Sie”, Höflichkeitsanrede…, nicht
“Stellt ihr euch…”
Meckern kann jede/r.
Wo bitte sind die konstruktiven Vorschläge?
Was ist die Lösung?
Virologen plädieren für Klassenteilung (möglichst mit dem Freundeskreis) und dann hat die eine Hälfte 2 Wochen Schule, während die anderen 2 Wochen Zuhause sind.
Ich bin Elternteil und ebenso belastet durch Homeschooling. Dass die Schulen bei derart hohen Infektionszahlen offen bleiben finde ich auch nicht ok. Ich stelle mir vor dass die Kinder ab Klasse 4 online nach Stundenplan unterrichtet werden. Das würde bedeuten dass es zu Beginn jeder Stunde eine kurze Videokonferenz gibt und die Kinder dann Aufgaben bekommen. Der Lehrer bleibt im Chat und kann Fragen beantworten. Auch Sport oder Kunst würden so unterrichtet werden. An privaten Schulen und öffentlichen Hochschulen läuft das und es funktioniert. Natürlich gibt es immer Gründe warum das an staatlichen Schulen nicht funktioniert. Mich stört dass es hier nicht mal probiert wird. Und dass es nicht heißt wo ein Wille da auch ein Weg. Ich bin sicher das es auch Eltern und Lehrer gibt, die schwächere Schüler unterstützen würden das ganze zum Laufen zu bringen. Und zu erklären. Denn wenn es läuft ist es für die Eltern im Home Office eine riesige Erleichterung und für die Lehrer auch weil sie sich bei hohen Infektionszahlen nicht vor die Klasse stellen müssen. Was ich vermisse ist eine Diskussions was denn für Eltern und Lehrer die zweitbeste Alternative zu Präsenz ist. So wie es jetzt ist, Zettel verteilen und Eltern erklären lassen und Kinder 1-2 h beschäftigen statt 6 h ist für Eltern und langfristig Kinder nicht tragbar.
Warum schafft es der Sportverein und die Musikschule Live Video Unterricht zu machen und nicht die Schule!
Ich bin nicht so sicher, wie Sie, und denke, Sie gehen von Ihrem Umfeld und Ihren Möglichkeiten aus.
Wie viele gut situierte Familien wären denn bereit, im Distanzlernen ein weiteres Kind aus einer benachteiligten Familie mit an den Küchentisch zu setzen?
Warum kann man sich die Betreuung in der Elternschaft nicht aufteilen?
Auch aus meiner Elternschaft kam genau EINE Frage nach Videounterricht.
Bei der ersten Schulschließung schafften es gerade 3 Familien, das Lernmanagementsystem zu nutzen oder Aufgaben per Mail zu schicken.
Wie soll man da eine Klasse in das Videotools bringen, wenn schon das Anmelden im Portal oder das Verschicken einer Mail nicht möglich ist?
Die meisten Eltern wünschen sich Aufgaben in Papierform, kleine Häppchen.
Angebote, die im Unterricht immer eine gute Differenzierung bieten, überfordern schnell.
Zur Verfügung gestellte digitale Angebote wurden kaum genutzt.
Beratung per Mail oder per Telefon wurde nicht nachgefragt.
So, wie im Unterricht auch, muss man sehen, dass man allen Schülern gerecht wird, dabei dann aber eben auch die Schülerschaft entsprechend der Voraussetzungen und Möglichkeiten ansprechen.
Bei der nächsten Schulschließung werde ich sehen, ob es sich auszahlt, mit den SchülerInnen selbst geübt zu haben. Zumindest wissen sie, dass es Hilfen auf vielfältige Weise gibt.
Nach den Sommerferien habe ich unzählige Male Hilfe beim Einrichten angeboten und auf mögliche Quarantäne verwiesen. Etliche Eltern haben angerufen oder waren da, wenn es Probleme gab. Leider verstehen einige Eltern es nicht und sehen die Notwendigkeit nicht ein, sich vorab kümmern zu müssen.
@SANNE
Sooooo stelle ich mir das im Prinzip auch vor. Der Fernunterricht geht los, erste Stunde Mathe, der ganze Kurs ist da. Wer fehlt, wird bemerkt. Da könnte man die Eltern anrufen, wenn es einer “dieser Kandidaten” ist. So sind die SuS gleich auch beaufsichtigt und kontrolliert.
Zweite Stunde Deutsch – ganz nach Plan. Die Eltern wissen, wo ihre Kinder sind und dass sie, nun, immerhin fernbetreut sind.
Ob das DIE Lösung ist, weiß ich nicht, denn das Netz, egal welches, wird morgens überfrequentiert – aber das ließe sich bestimmt lösen.
Schlimmer finde ich, dass alle Kids alles auf dem Handy/Tablet/Laptop können – außer Dateien hochladen, 10-Finger-System….. Das ist ein echtes Manko und sollte dringend unterrichtet werden.
Es kann sich so kein Schüler entziehen, wenn er/sie nach der Pause nicht erscheint – die lässt sich leider nicht beaufsichtigen – wird das immerhin auch bemerkt und evtl. wieder Anruf bei den Eltern (auf Arbeit). Das soll jetzt nicht Big Brother werden, doch vielen geht es schließlich um die Betreuung ihrer Kinder, was schier unmöglich ist. Möglich ist hier nur Anwesenheitskontrolle mit zeitnaher Rückmeldung.
Es wird generell nicht DEN richtigen Weg geben. Schulen, Länder, Schüler, Ausstattung etc. sind viel zu unterschiedlich. Deswegen finde ich es auch unverständlich, dass das immer wieder von so vielen hier gefordert wird. Etwas nicht bedacht – schwups – ist man doof.
Nein, hier sind Ideen im Umlauf, die gut sind. Die ins Denken bringen. Hier sollte man sich bedienen können – hej, so mach ich das auch – geht bei uns leider nicht….. und das für sich alleine, denn einen Konsens für alle? Ich bitte euch!
Wir werden NIE alle erreichen – das klappt im Präsenzunterricht nicht und digital schon gar nicht. Deswegen bin ich auch für ein Aussetzen des Aufsteigens – man darf als Schüler bitte gern ein Jahr wiederholen dürfen.
Einige SuS trifft es psychisch sehr – Corona. Ob mit oder ohne Maske, Präsenzunterricht oder digital – dieses Damoklessschwert schwebt doch die ganze Zeit (anders als das Virus der KuMis) über allem. Im Unterricht, auf dem Schulhof, auf dem Schulweg, im Schulbus. Auch zu Hause macht sich keiner wirklich los davon.
Im ersten LD hatten wir Abstände, geteilte Klassen und unterschiedliche Anfangszeiten. Nein, nicht alle haben mehr gelernt, ABER sie waren entspannter, viel entspannter und haben es genossen, in einer Kleingruppe gemeinsam voranzukommen, sie haben die Ruhe genossen. Erstaunlicherweise hatten alle ihr eigenes Arbeitsmaterial dabei. Das war vorher nie der Fall und führte ständig zu Unterrichtsstörungen.
Schule, so wie sie bereits vor Corona war, ist ein Auslaufmodell, das schon lange Jahre läuft und durch LuL künstlich am Leben gehalten wird.
Die SuS hauen es uns doch täglich um die Ohren – wie Massentierhaltung, eingefercht in den Fachräumen, die nun mal nicht mitwachsen.
Was wir brauchen ist längst bekannt – lange schon vor Corona. Und ich wiederhole es: Hätten wir kleine Klassen, hätten wir (vermutlich) Präsenzunterricht.
@Sanne:
„Warum schafft es der Sportverein und die Musikschule Live Video Unterricht zu machen und nicht die Schule!“
Wenn Sie sich nur 10 Minuten ernsthaft darüber Gedanken machen würden, wüssten Sie warum das den Schulen nicht gelingt.
„Auch Sport oder Kunst würden so unterrichtet werden.“
Was passiert, wenn sich ein Schüler beim Online-Sportunterricht ernsthaft verletzt? Wer trägt die Verantwortung? Ist immer jemand zu Hause, der im Notfall handeln kann?
Man stellt sich alles so einfach vor, aber so leicht ist es leider nicht.
By the way: Ich hab direkt am 1. Tag des Lockdowns täglich Videounterricht mit meinen Schülern gemacht. Sie sind auch alle mit Geräten versorgt gewesen und lückenlos in die nächste Jahrgangsstufe gegangen. Bin also kein Gegner von Videounterricht. Aber täglich 6 Stunden(!!)am Stück Videounterricht. Welcher Mensch steht das durch? Weder Schüler noch Lehrer werden das aushalten!
Ich entwerfe gerade einen Plan für meine Klasse.
Ich treffe mich morgens mit ihr, strukturiere den Tag, bespreche den Wochenplan, erkläre, was zu erledigen ist.
Um elf gibt es wieder eine Schalte: Fragen werden geklärt und es wird geschaut, was erledigt wurde und wo es geklemmt hat.
Um 13 Uhr wird sich eine Kollegin nochmal mit den Kindern verbinden und sie verabschieden.
Dazwischen gibt es immer wieder Pausen und jeder Kollege in der Klasse hat offene Sprechzeiten in der Woche, an denen sich die Kinder einzeln zur Videokonferenz anmelden können. Es ist ein erster Entwurf. 3 Schalten am Tag. Mehr schaffen meine Kleinen nicht.
Zuerst einmal möchte ich den Lehrern danken, die sich mit viel Herzblut daran versuchen unseren Kindern den Schulstoff zu vermitteln. Besonders im Präsenzunterricht.
Selbstverständlich sehe ich das Risiko der Ansteckung!
Jetzt aber mal ehrlich: ich schaffe in der Wirtschaft, habe kein Homeoffice und hatte auch keine Corona-Pause, auch nicht im ersten ShutDown. Ich habe brav über Monate gearbeitet und meine Steuern gezahlt, so dass alle Beamten mit sicheren Jobs jeden Monat ihr ungekürztes Gehalt bekommen. Bei Problemen mit der Kinderbetreuung? Kein Problem, ich darf gern Urlaub aus dem nächsten Jahr vorziehen oder unbezahlten Urlaub nehmen. Danke dafür!
Und neben einer 40h Woche plus Fahrzeit zum Arbeitsplatz suche ich dann Bespaßungsspiele für mein Kindergartenkind aus dem Internet und zwar solche, die mein Großer beaufsichtigen kann, während er versucht seine Aufgaben im Homeschooling zu erledigen. Ist Gott sei Dank machbar, da es ja kein Lehrer sieht. Dank Datenschutz ist das Thema Fernunterricht ja schier nicht umsetzbar, lediglich Aufgaben werden verteilt und sollen in 2- 3 Wochen per Mail zum Lehrer zurück geschickt werden. Zeiteinteilung also dem Kind überlassen. Klasse! Das steigert die Motivation eines Elfjährigen ins Unermessliche und er wird sich umgehend allen Aufgaben vollumfänglich widmen. NEIN, tut er nicht! Also gut, nach 8 Stunden Steuergelder verdienen und Internetbefragung zur Kleinkindbespaßung in Obhut eines Elfjährigen schau ich dann also über die mehr oder weniger erledigten Aufgaben. Korrigiere, versuche zu erklären, zu motivieren, zu zwingen die Aufgaben vernünftig zu erledigen – Erfolg hält sich in Grenzen. Was funktioniert ist, dass mit Sicherheit Tränen fließen. Das jüngste Kind fühlt sich allein gelassen, dass große gestresst vom Schulstoff, den Mama einfach scheiße erklärt. Nachdem alle getröstet sind, wird der Lernzeitplan für den nächsten Tag erstellt, YouTube-Erklärungsvideos gegoogelt in der Hoffnung das hochmotivierte Kind erledigt einen Teil davon. Schnell noch Essen für den nächsten Tag vorbereiten, die Kinder können ja schlecht hungern. Dann kurz versuchen die Augen zu zu machen, im 7 Uhr heißt es mit Präsenz in der Firma stehen und versuchen 8h durchzuhalten und nicht jede Pause zu nutzen daheim anzurufen und zu erklären, dass die Lieben daheim die Wohnung möglichst nicht in ein Schlachtfeld verwandeln.
Ja liebe Lehrer, ihr tut mir echt leid, dass ihr bald nicht mehr könnt. Ihr steht ja so allein da… Allen anderen geht es viel besser…
Ich wünsche euch allen von Herzen, dass die absolut entspannte Bevölkerung noch recht lange brav arbeiten geht um die Steuern zu verdienen, die eure Gehälter sichern und nicht auch schon mal vorbeugend mit BurnOut drohen.
@Biene:
Es tut mir leid, dass Sie private Betreuungsprobleme haben. Vielleicht hätten Sie den Vater der Kinder mal einbeziehen können. Mir stellt sich die Frage, warum sie ihre Kinder nicht einfach in die Schule geschickt haben? Es gab ja auch Notbetreuung für die letzten Tage vor den Ferien?! Oder sprechen sie von den 3 wöchigen Schulschließungen im März/April? Da gab es sogar eine Ferienbetreuung.
Ich habe gerade eben von einem Kollegen gelesen (ohne Vorerkrankungen), der sich offensichtlich in der Schule infizierte, der nun leider verstorben ist.
Wenn sich ihren Post in der aktuellen Entwicklung der Pandemie lese, macht mich das sehr traurig. Weil es immer noch Menschen gibt, die mit ihren kostbaren Steuergeldern argumentieren, um mich daran zu erinnern, dass ich genauso abhängig von ihnen bin. Dem ist aber leider nicht so!
Ausnahmesituationen verlangen Ausnahmeregelungen! Wir leben in einer weltweiten, individuell lebensbedrohlichen Pandemie (für alle, die es noch nicht mitbekommen haben).
Lernen findet vor allem sozial statt, das ist klar. Aber Pandemie und voll besetzte Klassen schließen sich nun mal aus. Ist es nicht egoistisch von Eltern, die meinen, wenn das eigene Kind in der Schule infiziert wird sei es nicht so schlimm, da Kinder kaum Symptome entwickeln und ein schwerer Verlauf der Erkrankung so gut wie ausgeschlossen werden kann?
Was ist mit den Lehrern, Sozialpädagogen, älteren Schülern, Studenten, Hausmeistern, Küchenpersonal…
Sind deren Gesundheit völlig egal?
In dieser Diskussion geht es doch vorwiegend um die Belange der Eltern, die offensichtlich nicht damit klarkommen ihre Kinder pandemiebedingt vorübergehend selbst erziehen und beaufsichtigen zu müssen.
Lehrer sollen, wie immer alles kompensieren, was Eltern zu Hause nicht hinbekommen. (Biene als perfektes Beispiel)
Das Recht der Kinder auf Bildung und Schule wird hier nur vorgeschoben.
Bildung kann durchaus digital stattfinden und soziale Kontakte können die Kinder gerne in ihrer Freizeit haben.
Ich möchte mal die Mutter sehen, die in ihrem Wohnzimmer 30 Kinder einlädt, nur damit das Kind die sozialen Kontakte pflegen kann! Tut ja schließlich der Psyche gut.
Bitte auch die Kinder trotz Husten und Schnupfen zu Besuch kommen lassen und bitte auch ohne Maske.
Die Situation ist so verzwickt. Ich erkenne bei den meisten Menschen auch die Notlage nicht wirklich (die Kleinen ausgenommen). Ab der fünften Klasse, spätestens ab der 6. Klasse können Kinder doch zu Hause bleiben.
Ich war selbst ab der dritten Klasse „Schlüsselkind“. Schule ging damals bis 12, max. 13 Uhr! Es war überhaupt kein Problem. Stellt euch mal vor: Damals gab es nicht mal Handys, dass meine Mutter sich hätte erkundigen können. Ich hab sogar die Wohnung aufgeräumt, damit ich meine Mutter glücklich machen kann, wenn sie von der Arbeit kommt.
Und jetzt haltet Euch fest: Ich hab sogar noch 2 weitere Geschwister. Eine davon mit körperlicher Behinderung. Wir sind alle vernünftige Menschen geworden.
Meine Eltern hatten keine Babysitter und bestimmt keine Nachmittagsbetreuung à la Ganztag!
Vielleicht braucht es einfach nur mehr solcher Menschen in diesen Zeiten!
Eine Elternsprecherin schreit bei uns so laut, völlig grundlos, obwohl sie nicht arbeiten geht. Sie hätte überhaupt keine Probleme ihre Kinder zu Hause zu lassen. Nur damit ihr ja kein Millimeter Nachtteil entsteht. Ihre Kinder haben ja ein Recht auf Bildung.
Furchtbar. Ich bin in den letzten Monaten über diese Gesellschaft einfach nur noch schockiert.
Bienes Nachricht in kurz, liest sich für mich jedenfalls so: Also die Lehrerinnen und Lehrer, zumindest die den Präsenzunterricht befürworten, sind ja sehr nett. Alle anderen sind faul und werden von meinem Steuergeld bezahlt. Das hätte ich aber viel mehr verdient, weil ich musste ja auch in den letzten Monaten meine Kinder mitbetreuen.
Diesen Beitrag unter Magistras so schön ausgearbeiteten Beitrag zu schreiben, zeigt mir, dass sie diese tolle Ausarbeitung einfach nicht gelesen hat und nur hier postet, um den faulen Lehrern hier mal das passende zu sagen. Schade eigentlich!
Sehr treffend formuliert von Biene.
Es ist doch hinlänglich bekannt, dass in keinem anderen Berufsstand so derartig viel und häufig gejammert wird, als bei Lehrern.
Dazu gibt es sogar inzwischen wissenschaftliche Studien.
Und das war übrigens schon weit vor Corona so.
Natürlich liegt in der Bildungslandschaft hier manches im Argen. Und: Gottseidank gibt es immer noch wirklich engagierte und leistungsfähige Lehrerinnen und Lehrer. Sonst könnten wir unser Bildungssystem wirklich in die Tonne treten.
Der sich beklagende Rest sollte lieber überlegen, ob diese ständige Jammerei auf höchstem Niveau eines gut bezahlten Berufstandes mit allen Beamtenprivilegien und 13 Wochen Jahresurlaub nun wirklich auf Verständnis beim Steuerzahler treffen, oder eher Kopfschütteln hervorrufen.
Lehrerbashing in einem Lehrerforum. Ganz groß.
Macht doch ne Gruppe bei Telegram auf. Da könnt ihr euch dann gegenseitig vollkotzen mit Eurem unerträglichen Schwachsinn.
Und lasst uns hier in Ruhe.
Sie übersehen, dass Lehrkräfte gar keine 13 Wochen Urlaub haben. Vielleicht kann dickebank seine Erläuterung noch einmal aufzählen.
Lehrkräfte können auch keinen Urlaub nehmen, werde den von diesem, noch den vom letzten Jahr. Nicht einmal Überstunden werden erfasst, sodass man diese nutzen könnte.
Die meisten Lehrkräfte wären für eine Erfassung der Arbeitszeit, die nicht allein aus Unterricht besteht und nicht nur im Schulhaus absolviert wird.
Das Schulsystem hat Bestand, weil sehr viel Lehrkräfte weit über das übliche Maß hinaus über Jahrzehnte für die Schule und die SchülerInnen arbeiten.
Dies wird ersichtlich darin, dass Menschen Die st nach Vorschrift als Drohung empfinden, weil sie wissen, dass 40 Woche Stunden und 30 Tage Urlaub alles zum Einsturz bringen würden.
Diejenigen, die das kritisieren, sollten sich selbst befragen, wie viele ihrer Wochenenden sie geben würden, wie viele Überstunden sie unentgeltlich über Jahre ihrem Arbeitgeber schenken möchten, wie viel Urlaub sie bereit sind, auszulassen um stattdessen unentgeltlich arbeiten zu gehen.
Auf Arbeitsschutz, Weihnachts- und Urlaubsgeld verzichten sie sicher auch liebend gern für leuchtende Kunden- und Arbeitgeberaugen.
Das machen sie doch sicher gerne und stillschweigend, nicht dass es als Jammerei ausgelegt werden könnte.
Wir jammern nicht, wir weisen auf den unzureichenden Arbeitsschutz hin!
Wer hier jammert wird in den letzten beiden Elternbeiträgen sehr deutlich.
Schade, dass Sie Magistras Beitrag nicht gelesen haben, sondern uns von ihren kostbaren Steuergeldern erzählen. Sie zahlen übrigens auch die Unterkunft von Massenmördern in Gefängnissen oder deren Mahlzeit, Sie Held!
Andreköln: wie hier schon öfter gesagt: Augen auf bei der Berufswahl!
Ein Schlaumeier wie Sie hatte sich doch die Chance auf diesen gut bezahlten Job mit übermäßig viel Urlaub nicht entgehen lassen sollen?!
Warum nicht einfach selbst machen, wenn’s so verlockend ist!?
Alle Neider, die hier immer wieder ihren Senf dazu geben, wissen einfach nicht wovon sie reden.
Biene hat leider den Unterschied zwischen Schule und Betreuungseinrichtung nicht verstanden. Schade!
Warum projizieren manche Eltern die Probleme, die sich aus ihrer eigenen Lebenskonstellation ergeben, auf die Lehrer und ihre Aufgaben???
Sehr schön ausgedrückt @Mimi!
@mimi:
Noch viel mehr. Die eigenen Aufgaben werden auf die gesamte Gesellschaft projiziert. Und das in einer absoluten Ausnahmesituation, in einer Zeit der Pandemie, die für jeden lebensbedrohlich verlaufen kann.
Völlig kompromisslos wird hier gefordert und geschrien, damit einem ja kein Nachteil entsteht.
Welche Gedanken die armen Kinder dieser Eltern haben müssen? Entweder fühlen sie sich von ihren Eltern abgeschoben oder hassen ab sofort ihre Lehrer. Beide Varianten schlecht!
PS: Eltern erfolgreicher Kinder haben übrigens auch vor der Pandemie ihre Kinder beim Lernen unterstützt. Ich hatte das nie anders erlebt.
@Defence:
Genau diesen Gedanken hatte ich auch: Wie würde ich mich als Kind solcher Eltern fühlen?
Eltern, die es nicht primär als ihr Ziel ansehen, gemeinsam mit Lehrern bestmöglich und der Situation entsprechend ihre Kinder zu fördern.
Eltern, die gerne Verantwortung abschieben und immer einen Schuldigen für ihre eigene Misere finden.
Eltern, denen die Gesundheit ihrer Lieben und auch die aller anderen Menschen nicht das Wichtigste ist?
Ich wünsche allen Schülern Eltern, die sich wirklich um die wichtigsten Dinge im Leben kümmern und dafür einsetzen.
Eltern, die nicht nur die Devise ICH ZUERST kennen, sondern sich auch in die Lage anderer versetzen können und ihren Kindern das vermitteln.
Privat und im Berufsleben habe ich festgestellt: Beide Kategorien von Eltern haben entsprechende Kinder.
Diese Einsicht ist sicher nicht neu, aber wahr und bestätigt sich leider immer wieder.
JEDE(R) kann quer einstigen. Geht! Tut es! Wir brauchen euch! Sicherere Arbeitsplätze sind nirgends zu finden – es sei denn, man geht in die Politik und wird KuMi oder …
Ich weiß leider nicht wo, aber die Bewerbungsunterlagen lassen sich sicher im Netz finden, runterladen, ausfüllen und los geht`s.
Bitte schön! Tut es. Prüft, ob wir nur jammern oder ob da vielleicht doch ein Körnchen Wahrheit dran ist – oder gar mehrere Tonnen Körner.
https://mklehrkraeftegewinn.nibis.de/index.php
Ich kann jedes Wort unterschreiben! Bitte an die Verfasserin diesen Brief an eine breitere Öffentlichkeit zu bringen, alle relevanten Tageszeitungen, einige Talksendungen, die Bundesregierung- und die unsägliche KMK. Warum nicht mit einer großen Unterschriftenaktion.
Liebe Pauline,
eigentlich hatte ich den Text für mich als Reaktion auf den Post zu Frau Eisenmann geschrieben. Naja, nciht nur für mich, auch für viele Kolleginnen, von denen ich mit bekomme, dass es ihnen sehr ähnlich geht. Aber eher für Freudinnen und Freunde. Auf meinem ganz privaten kleinen Blog, ausgelöst durch den Vorgängerartikel von News4Teachers. Der Kommentar löste wohl INteresse aus – und die Redaktion entschied, den Text als Vollbeitrag zu nutzen. Das war schon sehr interessant, zu beobacten, wie sich hier POsitionen kristallisieren, Unterstellungen aufgebaut werden aufgrund einer persönlichen Stellungnahme. Bei Facebook auch unter der Gürtellinie (hier geht es ja noch). Langer Rede kurzer Sinn: nimmt man alle Reaktionen zusammen, ergibt sich doch das deutliche Bild, dass ich die Gefühlslage vieler (und nicht, wie oben dargestellt “einiger”) getroffen habe. Es nützt nun nichts, MEINEN Text zu duplizieren. Es müsste ein jeder und eine jede, die ähnlich fühlen, selbst schreiben. Nur so würden wir leider gehört.
Fangen Sie an, es ist gar nicht schwer. Nur: ich selbst will den Text nicht aktiv noch weiter verbreiten. Vielleicht findet ja jemand ihn nochmal und weiß ihn zu nutzen.
@all Metaphernkritiker: ja, ich weiß, dass ich mit den verwendeten Bildern harte Geschütze auffahre. Mhm… genau – Sie sehen es: ich fühle mich nach den heutigen Pressemeldungen von Frau Eisenmann leider einmal mehr wie Kanonenfutter 😉 Schön, dass es Ihnen anders geht und schön auch, dass @Magister Felix sich gut bezahlt in schlechten Zeiten fühlt. Man kann den Kommentaren entnehmen, dass sie da zwar nicht alleine, ganz sicher aber auch nicht in der Mehrheit sind. Klingt also ein bißchen so als dürften Sie etwas mehr und qualitativ hochwertiges Feedback an die SuS geben – dann wird das schon noch mit der Abeitszeitbelastung :-*
In diesem Sinne:
Guten Rutsch allen Besserwissern – ich freue mich für Sie und mich, Sie nicht in meinem Kollegium zu sehen.
Ich verstehe die Lehrer/Lehrerinnen nicht. Warum werdet ihr nicht krank? Genau wie beim Pflegepersonal lässt die Politik alle im Stich. Wer überbelastet ist, der soll sich krank melden. Vor allem auch deshalb, weil gerade Kinder und Jugendliche so gut wie nicht gefährdet oder gefährdent sind!
Stimme voll zu!! Wie sich diese berechtigte Wut über die Haltung der Landesregierungen – nicht nur in BW – den Lehrerinnen und Lehrern gegenüber langfristig auf unsere Motiviation im Beruf auswirken wird, ist auch noch eine Frage. Kann man allerdings auch jetzt schon beantworten…
Und auf die Masken warten wir immer noch in Nds.!!
Wenn ich dem Land Gesundheit und und Leben zur Verfügung hätte stellen wollen, wäre ich zur Bundeswehr gegangen!
„Mein“ Bundestagsabgeordneter spricht seit Mai nicht mehr mit mir, weil ich all die Punkte, die hier angesprochen wurden, damals schon angesprochen hatte – als Berufsschullehrerin! Da hieß es: Lehrer klagen auf hohem Niveau…
„Mein“ Landtagsabgeordneter glaubt an den Fraktionszwang und traut sich nicht, den Kultusminister zu kritisieren, der wiederum sein Ministerium nicht beschäftigen mag, weil er an die Weisheit des Ministerpräsidenten glaubt. So sieht’s aus in Niedersachsen.
Richtig. Rücktritt der gesamten Bundes- und Landesregierungen mit allen Ministern die bei dem Massnahmenirrsinn mitmachen sei es wegen Einschüchterung, Bedrohung oder Bestechung!!!! Rücktritt dieser unsäglichen Ministerin! Wir müssen sofort wieder in den Zustand von vor der Pandemie zurückkehren und das Land wieder öffnen. Die Grenzen für EU Bürger öffnen, für Flüchtlinge schliessen. Läden, Schulen, Kitas, Krippen, Firmen wieder öffnen, Maskenpflicht abschaffen.
Die vulnerablen Gruppen schützen und den Rest ganz normal leben lassen bzw. mit gesunder Ernährung, Sport im Freien ohne Maske auf diese Grippenerkrankung vorbereiten.
Aber dafür ist die Bevölkerung leider viel zu sehr mit Propaganda und Fake News beschallt worden…….
Die “Impfung” (= experimentelle Gentherapie ohne Tierstudienergebnisse, Informed Consent und Langzeitnebenwirkungsbeobachtung) soll es richten??! Kann ich nur noch trocken lachen….
Deutschland = eine Irrenanstalt….
@Matthias Flade: Genauso ist es!