Baden-Württemberg verwirft Sonderweg, will aber „Öffnungsperspektive“

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STUTTGART.  Am Ende war die Angst vor dem Virus zu groß: Wegen der anhaltenden Corona-Gefahr verzichtet Baden-Württemberg auf einen Sonderweg und lässt Grundschulen und Kitas nun doch zumindest bis Ende Januar geschlossen. «Wir sind nach wie vor auf einem hohen Niveau der Infektionen», sagte der baden-würtembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Donnerstag in Stuttgart. Er habe sich daher mit Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) darauf verständigt, auf die angedachte Lockerung zu verzichten und die Einrichtungen nicht zu öffnen. Es solle aber eine Öffnungsperspektive für Grundschulen und Kitas erarbeitet werden, sollte der Lockdown über Januar hinaus gelten.

Offenbar einig. Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Kultusministerin Susanne Eisenmann; hier bei einer Pressekonferenz im vergangenen Mai. Foto: Staatsministerium Baden-Württemberg
Wollen heute entscheiden: Ministerpräsident Winfried Kretschmann und Kultusministerin Susanne Eisenmann; hier bei einer gemeinsamen Pressekonferenz (Archivbild). Foto: Staatsministerium Baden-Württemberg

«Wir haben es uns nicht leicht gemacht», sagte Kretschmann in einer Video-Ankündigung. «Und wir wissen, wir verlangen Ihnen viel ab.» Baden-Württemberg werde darauf dringen, dass das Thema Öffnung von Grundschulen und Kitas auch in der nächsten Schaltkonferenz der Ministerpräsidenten und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) besprochen werde. Insbesondere der Bund hat sich wiederholt dagegen ausgesprochen, Schulen bald wieder zu öffnen. Die Konferenz soll auch wegen der Gefahr neuer Virus-Varianten möglicherweise vom ursprünglich geplanten 25. Januar auf nächste Woche vorgezogen werden.

Eisenmann äußerte sich allerdings offen kritisch. Die Entscheidung habe der Ministerpräsident getroffen, betonte sie und fügte hinzu: «Ich hätte mir eine differenzierte Vorgehensweise gewünscht.» Kinder benötigten ein soziales Gefüge und Betreuung. «Kinder brauchen andere Kinder», sagte Eisenmann. Sie habe vorgeschlagen, in der kommenden Woche zunächst Kitas und die ersten beiden Klassen der Grundschulen zu öffnen und mit Abstand zu unterrichten. In einem zweiten Schritt hätten dann die Klassen drei und vier beginnen können.

Per Videoschalte mit Virologen, Epidemiologen und Kinder- und Jugendmedizinern beraten

Die Kultusministerin, die auch CDU-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl im März ist, hatte in den vergangenen Wochen wiederholt und vehement auf eine Öffnung gedrungen. Sie wollte Grundschulen und Kitas eigentlich schon am vergangenen Montag öffnen – «unabhängig von den Inzidenzzahlen».

Kretschmann dagegen hatte zuletzt massiv vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus gewarnt und schärfere Ausgangsbeschränkungen ins Gespräch gebracht. «Wenn das richtig aus dem Ruder läuft, wie wir das in London oder so sehen, und wenn das Gesundheitswesen kollabiert, dann muss man drastische Ausgangssperren machen. Das ist dann das einzige Mittel, das noch wirksam ist», sagte er bei einem Online-Bürgerdialog am Dienstagabend. Zuvor hatte er erklärt, er sei skeptisch, was die Öffnung von Schulen und Kitas angeht.

Kretschmann und Eisenmann hatten sich am Mittwochabend per Videoschalte mit Virologen, Epidemiologen und Kinder- und Jugendmedizinern beraten. Zuletzt hatte es immer wieder geheißen, Schulen seien zwar keine Treiber der Pandemie, sie seien aber Teil des Infektionsgeschehens. Kanzlerin Merkel hatte am Dienstag gesagt, vor Anfang nächster Woche werde es keinen klaren Überblick über die Infektionszahlen nach dem Jahreswechsel geben.

Mit einer Lockerung hätte Baden-Württemberg, das in vielen Bereichen einen strengen Corona-Kurs fährt, einen Sonderweg beschritten. Bund und Länder hatten Anfang des Jahres den Lockdown auch an Schulen und Kitas bis Ende Januar verlängert. Allerdings sind die Länder für die Bildungspolitik zuständig, und der Beschluss der Ministerpräsidenten und der Kanzlerin lässt ihnen Spielraum. Demnach ist Präsenzunterricht möglich, wenn die Präsenzpflicht ausgesetzt ist. Das ist in Baden-Württemberg schon seit Sommer der Fall.

Auch in anderen Bundesländern sind teilweise Schulen und Kitas grundsätzlich offen, aber eher als erweiterte Notbetreuung. Die Präsenzpflicht ist ausgesetzt oder Eltern werden gebeten, ihre Kinder nicht zu bringen – so etwa in Hessen. So umging man es, Ausnahmeregeln für bestimmte Berufsgruppen zu schaffen für eine Notbetreuung.

GEW weist auf Gefahr durch neue Virusvarianten hin – Kitas und Schulen geschlossen halten!

Gewerkschaften in Baden-Württemberg hatten sich gestern kritisch gegenüber den erwogenen Schul- und Kitaöffnungen gezeigt. Monika Stein, Landeschefin der Bildungs-Gewerkschaft GEW, erklärte: «Alle wünschen sich, wieder in den Kitas und den Klassenzimmern sein zu dürfen. Wenn das aber aufgrund der Infektionszahlen oder aufgrund der Gefahr durch neue Virusvarianten nicht möglich ist, müssen leider Kitas und Schulen geschlossen bleiben.» Um überhaupt wieder in Kitas und Schulen zurückkehren zu können, müssten Gruppen und Klassen geteilt werden können, forderte Stein. Dafür brauche es mehr Personal.

Die Gewerkschaft Verdi forderte, die Notbetreuung in Kitas und Grundschulen wie in vielen anderen Bundesländern zu verlängern. Eine uneingeschränkte Öffnung von Montag an lehne man ab. Verdi-Landesbezirksleiter Martin Gross erklärte: «Was ab Montag auf die Kolleginnen und Kollegen bei einer Vollöffnung zukäme, wäre auch in der Abwägung mit der Not von Kindern und Eltern derzeit nicht zu verantworten.» News4teachers / mit Material der dpa

Wir haben den Beitrag, der in seiner ursprünglichen Fassung den Beschluss noch nicht enthielt, um 12.00 Uhr aktualisiert.

Die Kritik am Schul-Chaos der Bundesländer wächst – der Kinderschutzbund spricht von „Versagen“ der Kultusminister

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57 KOMMENTARE

  1. Ist denn niemand in der Lage die Kultusminister zu stoppen?
    Offensichtlich nicht.
    In der ganzen Pandemie zeigt sich doch wie gut der alte Heinrich von Kleist seine Deutschen kannte.
    Wie ist das Motto des Kohlhas? „Ich will mein Recht und wenn es mich das Leben kostet“.
    Auch mehr als 100 Jahre später ist das noch unser Leitmotto.
    – Die Corona-App funktioniert nur sehr eingeschränkt aufgrund des Datenschutz
    – Bildung als Ländersache ist ein Chaos mit Selbstprofilierung der Minister als Wahlkampf. Daran ist aufgrund der Föderalismusrechte der Länder wohl nichts zu ändern.
    – Massen von Wirrköpfen ziehen randalierend ohne Masken durch Land und grölen irgendwas unter dem Alu-Hut raus. Recht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit.
    – Jeder Länderchef biegt alle Vereinbarungen auf sein Gusto zurecht. Wieder der heiß geliebte Föderalismus eben.
    – Jeder Bürger sucht nach jedem möglichen Schlupfloch in den Regeln oder zieht gleich vor ein Gericht. Recht auf freie Entfaltung der Person, Grundrechte…
    – Eltern haben ein Recht auf Bildung und Betreuung durch den Staat.
    Alle kämpfen mit Klauen und Zähnen um ihr Recht. Ohne jegliche Rücksicht auf Verluste
    Eigentlich sollte man fassungslos sein, es geht ja immerhin um Menschenleben und ein Ende im Frühling ist absehbar. Aber bedenken sie wo wir leben.
    Willkommen in Deutschland, alle wollen ihr Recht und wenn es sie und andere das Leben kostet.
    Jetzt hat Frau Eisenmann eben ihren Handschul der Bildung als Ländersache in den Wahlkampfring geworfen. Ist halt laut Föderalismus ihr Recht.
    Zum Schluss noch ein Klassiker zum Nachdenken gefällig?
    Friedrich Logau (und später der Film von Kluge) sagten: In Gefahr und großer Not, bringt der Mittelweg den Tod.
    Also frohes suchen nach dem deutschen Mittelweg zwischen Pandemiemaßnahmen und den eigenen „Rechten“.

    • Da ist viel Wahres dran.

      Mit „wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht“ kommt man in einer Pandemie nicht weit.
      Auch „frech kommt weiter“ ist nicht hilfreich.

      Positiver wäre „Was du nicht willst dass man dir tu, das füg auch keinem andern zu“

    • Demonstration für sichere Schulen!
      Damit sich endlich langfristig etwas ändert müssen wir endlich wahrgenommen werden UND wir müssen geneinsam dafür aufstehen..

      Seid alle dabei. Kommt heute nach Kassel wir demonstrieren für sichere Schulen!
      Samstag, dem 16.01.2021 von 13:30 Uhr bis 16:00 Uhr auf dem Königsplatz in Kassel!
      Seid dabei! Wir stehen gemeinsam auf: Kinder, Schüler:innen, Eltern, Pädagog:innen, schulische Mitarbeiter:innen, Schulbegleiter:innen und alle Interessierten

      Alles auch auf sicherebildung.de
      Bitte steht mit uns auf!

    • Liebe Forumleser,
      ich möchte auch einmal eine Meinung zu diesem Thema posten und vorab – das ist keine Einzelmeinung, sondern vom Verwanden- und Bekanntenkreis vielfach geteilt.
      Ausgangssituation:
      Ich bin selbst Vater einer Grundschülerin in BaWü und von diesen Entscheidungen direkt betroffen.
      Faktenlage:
      1. Selbstverständlich brauchen Kinder Kinder und der Fernunterricht ist alles andere als toll.
      2. Präsenzunterricht ist wichtig und durch Fernunterricht nicht zu ersetzen, zumindest nicht mit den gegebenen Umständen in BaWü (keinerlei Vorbereitung auf online Unterricht, keinerlei Vorgaben/ Unterstützung der Lehrkräfte zu dem Thema – verpennt 12 Monate nach Bekanntwerden der Notwendigkeit!)
      Vorab muss ich erwähnen, dass die Klassenlehrerin meiner Tochter in Eigeninitiative eine sehr gute Lösung via MS Teams gefunden hat, um einen Unterricht online anbieten zu können. Leider auch hier schlechte Anbindung ans Internet, keine Unterstützung durch das Bildungsministerium.
      Wir haben in Eigeninitiative Hardware für Familien zur Verfügung gestellt, die dies nicht stemmen konnten, oder wollten. Macht für die Lehrer und Schüler keinen Unterschied.
      Und nun zur Realität:
      1. Die Fallzahlen steigen wieder extrem
      2. Familien werden gezwungen trotzdem ihre Kinder in den Präsenzunterricht zu schicken, unwissend, was diese Kinder mit nach Hause bringen
      3. Eltern, die (wie wir) die Großeltern mit versorgen sind permanent mit der Frage beschäftigt:
      Wann bringt unsere Tochter das Virus mit nach Hause (natürlich symptomfrei) und wann infizieren wir die Eltern (79 + 84 Jahre alt = sicherer Tod bei Infektion) ?
      4. Alle organisatorischen Lasten (z.B. Kümmern ums Schnelltests, …) werden auf die Schulen abgewälzt. Die haben doch nun wirklich andere Aufgaben.
      In dieser Situation stellt sich tatsächlich eine Frau Eisenmann hin und öffnet die Schulen!
      Was für eine undurchdachte, dämliche Entscheidung!
      Hierbei muss man aber mehrere Umstände beachten:
      1. Frau Eisenmann hat es die letzten 12 Monate komplett verpennt die online Schule vorzubereiten, wohlwissend, dass die 2. und nun 3. Welle kommt (das war absehbar).
      2. So wurden Schulen und Lehrer allein gelassen – schlimm.
      3. Bezugnehmend auf Pisa-Studien wäre es DIE Chance gewesen wenigstens dieses Thema erfolgreich zu leiten – Fehlanzeige, leider wieder Null Punkte!
      4. Wahlkampfgetrieben hat sie eine Entscheidung, wider jeder Vernunft, getroffen, die weitere, viel schwerere Folgen hat (oben beschrieben) – Öffnung der Schulen mit voller Klassenstärke (Hierbei muss man wissen, dass Direktoren um Wechselunterricht gebeten hatten, nachdem diese die Voraussetzungen dafür geschaffen haben – entgegen der Ministeriumsweisung – das wurde von dem Ministerium von Frau Eisenmann abgelehnt, denn dann infizieren sich ja nicht genug !!!))
      5. Und nun, wo die Mehrheit der Bürger in BaWü sie für diese Politik des kompletten Versagens in Ihrem Verantwortungsbereich, abgestraft hat (an dieser Stelle ein sorry an die CDU, aber selber Schuld, wenn man so eine zur Spitzenkandidatin macht – das musste schief gehen) , klebt sie tatsächlich weiter an Ihrem Ministeriumsposten, um weiteren Schaden anzurichten.
      Ich wünsche mir, dass Frau Eisenmann endlich die Konsequenzen aus Ihrem kompletten Versagen und der Ignoranz realistischer Probleme zieht und den Weg frei macht, um jemanden eine Chance zu geben, der die am Boden liegende Bildung in BaWü wieder aufzurichten.
      Mit Ihr wird es mit der Bildung in BaWü weiter bergab gehen und wir werden wieder von anderen nur ausgelacht. Ade BaWü von der Weltbühne, denn Bildung heute ist die Wirtschaftskraft von morgen.

      Wir jedenfalls werden, nach Absprache mit anderen Eltern, unsere Tochter aus dem System herausnehmen, um die Gesundheit unserer gesamten Familie zu schützen, nachdem es das Schulsystem nicht schafft.
      Ob sich Frau Eisenmann darüber im Klaren ist, dass die Schulöffnung ohne Maskenpflicht direkt eine Infektion der Risikogruppen provoziert, also vorsätzlich passiert? Und ob sie sich darüber im Klaren ist, dass es für Tötung mit Vorsatz nur einen Begriff im Rechtswesen gibt?
      Das erfüllt den Tatbestand von Mord!
      Ich hoffe, dass es dazu nicht kommt und ein guter Weg wäre die sofortige Schließung der Schulen durch den Ministerpräsidenten und nicht erst nach tagelangen Beratungen, in deren Zeit sich das Virus ungebremst weiterverbreiten kann.

      Vielen Dank fürs Lesen!

    • Schulschließungen sind nicht die Lösungen! Aus meiner Sicht sind sie „Irrsinn, unglaublich, unverantwortlich“. Bitte mal differenzierter denken durch Information auch über andere Sichtweisen als immer nur dieselbe!

      • Ich nehme lieber einen psychischen Schaden bei Kindern in Kauf (wovon ich in meinem Bekanntenkreis und der Nachbarschaft GAR NICHTS merke), als dass ich mich für diese Gesellschaft, die seit ewig nur auf Lehrer einbashen kann, freiwillig in die Gefahr begebe, dass ich körperliche und psychische Langzeitschäden durch Corona davontrage.

        Werde ich jetzt unverwantwortlich und asozial genannt? Ist mir nach den letzten Jahren und Monaten Medien- und Gesellschaftsrezeption zu uns Lehrern inzwischen vollkommen egal. Und Leuten wie Ihnen gegenüber lebe ich das voll aus: ich hab mein Geld am Monatsanfang und kümmere mich derzeit einfach um mich, damit ich nicht psychisch auf dem Zahnfleisch gehe und nicht langfristig ausfalle.

        Bitte mal differenzierter denken, Markus.

        • Warum soll mir die psychische Unversehrtheit von Minderjährigen, die von anderen personen erzeugt worden sind, wichtiger sein als meine und die Gesundheit meiner Familienangehörigen. Mein AG bietet mir ja nicht einmal die Wahl zwischen Freistellung und Risikozuschlag.

        • Lehrer_X,
          Sie haben Recht. Selbst meine Kinder, die schon mit Lehrern jeglicher Art zu tun hatten, fanden es nicht in Ordnung, dass Lehrer so beschimpft und pandemisch verheizt werden.
          Die Psyche ist bei den Kindern im Bekanntenkreis sehr ausgeglichen. Diese Kinder genießen die ungewohnte Nähe und Zeit der Eltern.

        • Lieber Lehrer_X,

          vielen Dank für diese knallharte Beschreibung der Realität. Endlich traut sich jemand das auszusprechen, was viele für assozial oder unverantwortlich halten könnten.
          Aber, ich stimme voll umfänglich zu!

          „ Ich nehme lieber einen psychischen Schaden bei Kindern in Kauf (wovon ich in meinem Bekanntenkreis und der Nachbarschaft GAR NICHTS merke), als dass ich mich für diese Gesellschaft, die seit ewig nur auf Lehrer einbashen kann, freiwillig in die Gefahr begebe, dass ich körperliche und psychische Langzeitschäden durch Corona davontrage.“

          Wir haben nun alles probiert. Remonetisieren, bitten, betteln, fordern….!
          Wir haben über unsere Anforderungen hinaus gearbeitet und unzählige Überstunden geleistet!

          Was wurde gemacht? Nur immer mehr auf uns eingebasht, obwohl wir hervorragende Arbeit abgeliefert haben.

          Ab sofort gilt: Die Erhaltung MEINER Gesundheit steht über allem Anderen!

          Egoismus muss man irgendwann ebenfalls mit Egoismus begegnen. Sonst rafft es bald niemand mehr.

          Der Entschluss steht: Sollten die Schulen wieder öffnen, bin ich raus!

      • @Lehrer-X.
        Ich stimme mit dem Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, KBV, Andreas Gassen, überein, der ganz aktuell gesagt hat:
        „Die Todeszahlen sind unverändert erschreckend hoch….Den Unterschied macht nicht die Härte der Maßnahmen, sondern machen die Menschen in ihrem privaten Verhalten…“
        Genauso ist es!!!

      • Lehrer sind kein Kanonenfutter. Lehrer sind kein Kanonenfutter. Und jetzt auch für Markus ganz hinten: LEHRER SIND KEIN KANONENFUTTER! Ich bin doch auch nur Mutter und kriege es hin, dass meine Kinder weder verdummen noch vereinsamen. Wir Eltern, kommt es hart auf hart (und das tut es gerade) sind ganz alleine für unsere Kinder verantwortlich. Wir haben sie ja auch ganz alleine gezeugt und geboren. Da hat uns niemand die Pistole an den Kopf gehalten. Nur wir sind für das Wohlergehen verantwortlich. Ein Lehrer, der über die Ferne unterrichtet, kommt seinem Bildungsauftrag nach. Und nur dazu ist er verpflichtet.

        Ich kann dieses Gejammer von Vereinsamung, Verfettung und Verdummung nicht mehr hören. Nochmals: Wir Eltern tragen die Verantwortung, dass es unseren Kindern gut geht. Niemand sonst. Niemand. Diese Kinder waren unsere Entscheidung. Und jetzt, liebe Jammerer, kneift doch endlich Mal die Arschbacken zusammen und seid euren Kindern ein Vorbild. Nicht immer nur jammern. Befasst euch mit euren Kindern. Lächelt mehr. Seid tapfer! Von wem sollen eure Kinder denn lernen, dass die Welt sich nicht nur um sie dreht, wenn nicht von euch? Wir hocken doch alle im selben Boot. Also, Bauch rein, Brust raus, Haltung. Dem Kinde ein Vorbild!

      • @ Markus
        Güterabwägung
        Auf der einen Seite mein Leben und das meiner Familie (nur geschützt durch ein offenes Fenster) auf der anderen Seite das Recht auf Bildung, das kurzfristig für ein paar Monate durch Online-Unterricht leicht ein geschränkt wird.
        Merken sie was?
        Falls nicht, Testaufbau:
        Sie haben kein Vogelfutter mehr in Keller!
        Entscheidung:
        a) Die Vögel werden trotz Schnee erst morgen wieder gefüttert
        oder
        b) Sie hacken sich die rechte Hand ab um die armen Vögel auch heute mit irgendwas füttern zu können.
        Wie würden sie sich entscheiden?
        Hoffe die Position der Lehrer ist ihnen jetzt klarer geworden.

      • Es gibt eine weitere Möglichkeit differenziert zu denken: Schulöffnungen mit den nötigen Sicherheitsmassnahmen. Das wäre zumindest eine Option gewesen, die leider aus Sparen an der falschen Stelle, gnadenlos verschlampt wurde. Bei den derzeitigen Inzidenzen ist es auch dafür zu spät. Präsenzunterricht mit 1,5m Abstand zum Kind und alle 20 Minuten lüften ist auch nicht mehr das, was es mal war. Eine Zeitlang wurden LuL noch mit der Option auf freie Plätze auf Intensivstation und Beatmungsgerät vertröstet (freu), abet auch das ist mittlerweile tatsächlich auch keine Perspektive mehr.

      • Markus 14. Januar 2021 um 11:46
        Schulschließungen sind nicht die Lösungen! Aus meiner Sicht sind sie „Irrsinn, unglaublich, unverantwortlich“
        ——————————————————

        Sie haben sicher die ultimative Lösung vor Augen, wäre schön sie uns zu verraten, da eine Pandemie sicherlich ihren Lösungen zugetan sein wird….auch wenn Forschungsergebnisse ihre Sicht als unverantwortlich erscheinen lassen:

        Neue Montreal-Studie behauptet, dass Schulen den größten Covid-19-Vektor haben Da Grundschüler zum ersten Mal seit den Ferien wieder in den Unterricht zurückkehren und die COVID-19-Infektionen zunehmen, wächst die Angst vor der Ausbreitung des Virus in Schulen. Wie Phil Carpenter von Global berichtet, spricht eine kürzlich durchgeführte Studie dafür, dass Kinder zu Hause bleiben.
        https://globalnews.ca/video/7569513/new-montreal-study-claims-schools-major-covid-19-vector

        Insgesamt sind Schulschließungen und Sperrungen die einzigen modellierten Interventionen, die einen zuverlässigen Einfluss auf Rt haben, und Sperrungen scheinen eine Schlüsselrolle bei der Reduzierung von Rt unter 1,0 gespielt zu haben.
        https://academic.oup.com/aje/advance-article/doi/10.1093/aje/kwaa293/6066665

      • @Markus,
        Da es sich um meine Meinung handelt, darf ich das als direkt Betroffene hier auch kundtun! Oder wollen Sie mir meine Meinung verbieten!

      • Öffnung wäre Irrsinn. Ich unterrichte wie während der zweifachen Quarantäne erfolgreich meine Viertklässler online von 8 bis 12 Uhr. Klappt wunderbar. Betreuung durch den Ganztag von 12 bis 15 Uhr durch Hausaufgabenbetreuung und Spieleangebote. Die Eltern gehen arbeiten und sind überaus zufrieden, die Kinder sind auf dem Lernstand, auf dem sie sein sollen. Geht alles, wenn man will. Und wir haben es warm und sicher.
        Warum versucht die Eisenmännin nicht, die Kolle*innen dafür zu gewinnen, zumindest in Klassenstufe 3 und 4? Wir haben so gute Erfahrungen damit gemacht und bekommen durchweg positive Feedbacks.

      • „Bitte mal differenzierter denken“

        Ganz genau! …aber in eine ganz andere Richtung.

        Schulschliessungen sind die EINZIGE Lösung, wenn man 10 Monate lang (!) NICHTS zum Gesundheitsschutz in den Schulen unternommen hat.

        Wenn man – berechtigterweise – der Meinung ist, dass die Schulen im Präsenzbetrieb offen sein sollen, dann MUSS man für den maximal möglichen Gesundheitsschutz sorgen. Der muss sogar höher sein als an anderen Orten, die man freiwillig aufsucht. Die Mittel und Wege sind da, sie kosten halt nur Geld. Im Vergleich zu den sonstigen Kosten der Pandemie ist das aber eher wenig, weniger jedenfalls als die Rettung einer Fluggesellschaft. Man wollte das Geld nicht ausgeben, also hält die KMK den SICHEREN Präsenzunterricht nicht für wichtig. Der UNSICHERE Präsenzunterricht hat viele Opfer gefordert und ist krachend gescheitert. Da nun niemand die Versäumnisse der letzten zehn Monate rasch nachholen kann (und anscheinend auch nicht will), sind die Schulen zu. Schuld ist die KMK, die sämtliche Warnungen ignoriert hat.

        • Jan aus H – so langsam kommt Struktur hier ins Forum, gratuliere allen, die Position beziehen – für sich selbst + Familie, für ihre Berufsgruppe – UND für die Kinder und Jugendlichen und ihre Eltern! Es ging ja bisher im Grundsatz, wenngleich unter Jahrzehnte langer Defiziterduldung bei den Rahmenbedingungen. Aber man ist aufeinander eingestellt, kennt die Erwartungen und verlässt sich auf die Arbeitsteilung.
          Und dann kommt so ein saudummes VIRUS, unsichtbar von überall her und über Jede und Jeden…Was passiert? Die gesamte Gesellschaft fängt einen der armseligsten Eiertänze der letzten Jahrhunderte an – um die Lastenteilung untereinander: wer rettet die eigene „Normalität“ mit dem geringstmöglichen Aufwand. Jetzt stehen wir gleichzeitg an ZWEI Fronten – die des Pandemieverursachers, und die der CHAOS-Verursacher, unseren „Mitmenschen“. Die erste Front ist berechenbar, die zweite scheint inzwischen klar zweigeteilt:
          (1) diejenigen, die das Virus denen überlassen wollen, die sich erwischen lassen – und sich um den Rest ihrer Normalität kümmern = die STARKEN ÜBERLEBENDEN ; und
          (2) diejenigen, die das VIRUS für sich selbst, für… (s.o). todernst nehmen und sich dagegen stellen – unter Wahrung ihres Status der arbeitsteiligen Gemeinsamkeit = die Interessengruppen entwickeln – wenigstens befristet – eine übergeordnete Abwehrfront.
          Die ganzen Wochen hier bekam ich zunehmend Haue dafür, mich auf der Seite (2) zu positionieren und ein klares Ziel zu formulieren: die „Pandemiefeste SCHULE bzw. KITA“= Standhalten in Auftrag und Funktionsgemeinschaft, Sicherstellung des Pandemiebedingten MEHRAUFWANDES durch die Politik (= Pandemiegesetz in Bund und Ländern mit neuen Kapiteln KITAs und SCHULEN). Aber weil dafür diesmal der Zug wohl abgefahren ist – deshalb SOFORTIGER Start der Entwurfsarbeit zur Vorbereitung auf die nächste Pandemie. Die Frist bis dahin ist unberechenbar – sie könnte verteufelt knapp sein…
          Also hier der übliche Abschluss :
          „Studiert SOLINGEN und bringt es zu Ende – HANDELT“.

      • Ich gehe sogar soweit und sage alles auf und Schulen nur noch Distanzunterricht, solange nicht endlich die erforderlichen Schutzmaßnahmen getroffen werden.

        Kinder in Kindergärten und Schulen sind die unentdeckten Superspreader, das wurde jetzt in einer aktuellen Studie belegt, bei der Kinder getestet wurden.
        In HH hat man das Superspreading Event ja sogar vertuschen wollen.
        Warum hat man hier so wenig Kinder getestet? Selbst wenn es in einer Schule einen infizierten Schüler gab, wurden die anderen nicht getestet.
        Auf welcher Datenlage will man da irgendetwas ableiten.
        Nun behauptet man die neue Mutation befällt besonders Kinder damit man sich nicht eingestehen muss, dass man das mit den Kindern von Anfang an falsch bewertet hat.

      • Welche Sichtweisen wären das bitte?
        In den Schulen wurde ja bisher der Gesundheitsschutz mit Füßen getreten und Schüler wie Lehrer bewusst ins Verderben geschickt. Ihre Sichtweise würde mich echt interessieren

  2. Eisenmann vertritt Positionen, die ansonsten die Gruppierung der Querdenker vertritt. Wahkampfmodus. Mehr ist dazu nicht zu sagen.

  3. Die Schulen sind ja schon halb offen, die Kitas auch. Wo war da der Aufschrei der Gewerkschaften? So vor 2 Wochen? Oder vor 12 Wochen, als man noch was hätte verhindern können?

    • Es ist und bleibt unverantwortlich, wie man mit pädagogischem Personal umgeht, in den Kitas noch schlimmer, als in den Schulen, da keinerlei Abstand möglich. Nicht einmal regelmässige Tests für uns Erzieher bekommt dieses Land hin und Rheinland Pfalz hält am Regelbetrieb für Kitas fest…, mal schauen, wie lange sich die Eltern noch „bitten“ lassen, zu Hause zu bleiben. Wir haben im Moment sehr wenig Kinder in der Einrichtung, allerdings auch von Eltern, die nicht arbeiten. Da man ausserdem nicht weiss, welche Kinder und vor allem wie vieletäglich kommen, ist auch sämtliches Personal täglich anwesend…

      • Das ist unverantwortlich, was Hubig treibt. Erzieher*innen sind das schwächste Glied in der Kette! Hier muss endlich Infektionsschutz her: FFP-2 und FFP-3-Masken, Schutzkleidung, Handschuhe und natürlich Desinfektionsmittel (das ist ja das einzige, was es bislang gibt). Alles andere ist Körperverletzung!!! Außerdem sollten nur diejenigen Eltern ihre Kinder in die Kita bringen können, die es wirklich müssen.

  4. Genau – RKI-Chef Wieler fordert noch schärferen Lockdown und Eisenmann will die Schulen öffnen!

    Wer kann diese Frau stoppen?! Das ist unverantwortlich – zumal sie ja selbst auch keine Verantwortung für die aus der Öfnung resultierenden Errkankungen und Toten tragen muss. Aus meiner Sicht sollte Immunität bei solchen Entscheidungen dringend aufgehoben werden.

    Entscheidungen zur Pandemie sollten auch nicht als Wahkampf genutzt werden!

  5. Warum redet keiner von Niedersachsen, wo ab Montag die Grundschulen inkl. Mensa wieder offen ist, wo Abschlussklassen ohne Mundschutz in Präsenzunterricht sind in teils normalen Kursgrößen??? Wo Förderschulen geöffnet haben????
    Ist Niedersachsen unter dem Radar???

    • Wenn das so ist in Niedersachsen, sollte Niedersachsen die Kosten für den notwendigen härteren Lockdown übernehmen. Wer es jetzt immer noch nicht verstanden hat, lernt nur durch Schmerz. Sachsen musste das bereits erfahren.

    • In RLP wurden diese Woche in der Schule meines einen Kindes die ABI-Klausuren ohne Mundschutz und Lüften geschrieben. Der Raum hat keine Fenster, die sich öffnen lassen. Nur den Mindestabstand gab es – weil der ja ohnehin zum Abi gehört. Querdenker-Meinungen finden sich in RLP nicht nur in der Regierung, leider ist auch die eine oder andere Schulleitung davon betroffen. Sie schenken Hubigs Briefen und Presserklärungen Glauben – es würde sich keiner in der Schule anstecken, angeblich ein (!!!) Indexfall unter Schüler*innen in der Zeit bis zu den Herbstferien. Und danach habe sich auch kaum jemand angesteckt.

      Dabei kann man sehr schön sehen, wie sich Schulschließungen auf das Infektionsgeschehen auswirken, an dieser Grafik aus RLP, auch wenn die verlogene “Secondary Attack Rate in Schools Surveillance” anderes behauptet, weil sie alle Infektionen in Schulen als „Zufallsfunde“ und „Ansteckung im privaten Umfeld“ kategorisiert hatte:

      https://add.rlp.de/de/corona-schulen/ueberblick-ueber-corona-infektionszahlen-an-schulen-in-rlp/

    • In Niedersachsen sind an den weiterführenden Schulen, insbesondere den BBSen, mehr als die Hälfte der Schüler in Präsenz. Und wenn nur 16 Personen im Klassenraum sind, braucht kein Mundschutz mehr getragen werden. Ist sogar vom Minister verboten, dass die Schulen dies einfordern.

    • @jana
      „… wo Abschlussklassen ohne Mundschutz in Präsenzunterricht sind in teils normalen Kursgrößen??? “

      Mit dem KNALLER aus Niedersachsen, dass die Tage in einer Mail der Schulleitung mitgeteilt wurde:
      “ … in der 1. Februarwoche (NACH DEM LOCKDOWN) werden die Halbjahreszeugnisse in den Klassen verteilt.“

      Manche Schulleitung(en) bekommen gerade GAR NICHTS mit, wissen allerdings, wie Präsenzunterricht in voller Kursstärke für die Abschlussklasse umzusetzen ist.
      Trotz des für Nds. vorgesehenen Wechselmodells in Szenario B ermöglicht Herrn Tonne als KM kompletten Präsenzunterricht des Abschlussjahrgangs in voller Kursstärke durch die ‚Hintertür‘!

    • NIEDERSACHSEN:
      Das Gespann Tonne – Weil und Ihre Vorstellungen fernab der Realitäten.
      … sind leider nicht bei ‚Wünsch Dir Was!‘

      15.01.2021
      NTV Coronavirus-Liveticker +++ 07:59 Weil will aktuell nicht über Lockdown bis Ostern debattieren +++

      „Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hat davon abgeraten, schon jetzt über einen Corona-Lockdown bis Ostern zu reden. „So weit möchte ich nicht gehen. Gelingt es uns, schnell und nachhaltig unter den Inzidenzwert von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner und Woche zu kommen, müssen wir nicht den Frühlingsanfang abwarten, um darüber zu reden, wie wir wieder mehr Normalität schaffen“, sagte der SPD-Politiker der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“. „Aber jetzt schon zu sagen, wir sehen uns Ostern wieder, das hielte ich für übertrieben.“ Er wolle nicht „der Resignation zu viel Raum geben“. Entscheidend sei nicht das Datum, sondern die Inzidenzwerte, sagte Weil – also die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche. „Dass wir in der kalten Jahreszeit ein höheres Risiko haben, ist unumstritten“, meinte er. Er glaube aber nicht, dass bei der nächsten Ministerpräsidentenkonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel Lockerungen besprochen werden.“

      … Und ich will auch nicht mehr den Quatsch von Weil und Tonne hören!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

  6. Gut , dass sich der Ministerpräsident durchgesetzt und Frau Eisenmann ihren Willen nicht bekommen hat . Das wäre eine Katastrophe geworden . Diese Frau möchte die Realität nicht zur Kenntnis nehmen . Völlig fehl am Platz in einem solchen Amt .

  7. Schulen SIND Treiber der Pandemie! Das haben genug Länder gezeigt, da muss es nicht jedes Bundesland einzeln nochmal ausprobieren.

  8. Vielleicht denkt Frau Eisenmann wenigstens daran, für die Grundschullehrer und Erzieher in den Kitas und Kigas nun FFP2-Masken zu bestellen?! Zeit hat sie ja noch genug…

  9. Bisher lese ich täglich hier im Blog, war anfangs begeistert von der Meinungsvielfalt und den vielen Gedanken.
    Aktuell finde ich, ist es immer wieder der gleiche Tenor.
    Immer wieder feststellen, wie unverständlich doch Entscheidungen sind, die seitens der KuMis getroffen werden, hilft uns doch nicht weiter.

    Kluge Ideen von Leuten vor Ort, von ErzieherInnen, LehrerInnen, Eltern zu Möglichkeiten und Konzepten, sollten hier einfließen und gebündelt werden.
    Auch fehlen mir Berichte aus den Hotspots, Sachsen, Thüringen.
    Liebes Redaktionsteam-oder bin ich da voller unrealistische Vorstellungen oder habe ich diese Diskussionen verpasst?

    • Liebe/r Da geht doch was,

      in der ersten Phase der Pandemie – während und nach dem Lockdown im März 2020 – gab es eine ganze Reihe von konstruktiven Vorschlägen, wie Unterricht organisiert werden könnte, um Schulschließungen künftig zu vermeiden: von Lehrern, von Lehrerverbänden, von Schulen, vom Bundeselternrat, von der SPD-Vorsitzenden, von Kommunen, vom Robert-Koch-Institut, von der Nationalakademie Leopoldina. Alle Vorschläge, über die wir ausführlich berichtet haben, wurden von den Kultusministern abgebürstet. Nichts davon wurde umgesetzt. Die Vorschläge existieren, sie liegen auf dem Tisch. Das Problem ist also nicht, dass es an Ideen mangeln würde – sondern: die Blockadehaltung der Kultusminister, die ein zunehmendes Chaos verursacht. Dieses Chaos zu beschreiben, damit haben wir aktuell verdammt viel zu tun. Aufklärung gehört zu unseren journalistischen Grundaufgaben. Und die erfüllen wir.

      Ehrlich: Wir würden auch lieber schöne Geschichten über gelingende pädagogische Initiativen schreiben. Die gibt es aber derzeit leider nicht. Vielleicht ergeben sich aus dem Distanzunterricht bald Anregungen, über die wir berichten können. Die greifen wir dann gerne auf.

      Herzliche Grüße Die Redaktion

      • Vielen Dank an die Redaktion, dann sollten all diese klugen Gedanken immer wieder, gebetsmühlenartig an die KuMis.

        Immer wieder. Denn:

        Steter Tropfen höhlt den Stein und:

        Die Hoffnung stirbt zuletzt.

      • Hallo, werte Redaktion – die Antwort von „Da geht noch was“ unterstreiche ich doppelt:
        (1) Ihre Chance aus dem Überblick, die bereits einmal als OFFENER BRIEF erkennbar – und im Forum SEHR begrüßt wurde, diese Chance ist ausbaufähig und stärkt den Wert Ihres Portals für die Nutzer.
        (2) Die Vielfältig gewichteten, meist irgendwo immer einseitigen Stellungnahmen, die Sie benennen, würden – ebenfalls aus dem Überblick heraus, und vielleicht unterstützt durch 2-3 externe Sachverständige – eine greifbare Basis ergeben, für einen
        z u s a m m e n h ä n g e n d e n Konzeptvorschlag. Und den stellen Sie hier zur Diskussion – damit die Klagen ein Ziel bekommen. Und passend zu den Landtagswahlen veröffentlichen Sie dann den nächsten OFFENEN BRIEF an die Landtagsfraktionen, deren Mitglieder wiedergewählt werden möchten….
        Einen guten Anteil der Zeit, die Sie zur „Chaosbeschreibung“ aufwenden, wäre ohne Verlust abzweigbar und gut investiert.
        Meine Beiträge zum Ziel einer „Pandemiefesten Schule“ kennen Sie.

  10. Eines finde ich irgendwie, ja, komisch. Alles um das Haus brennt, aber sie sagen, man koennte noch eine Nacht drinner verbringen. Und wenn das Feuer die Tür erreicht und die Fenster, dann verkünden die, ja, es fiel uns schwer, die Entscheidung zu treffen, aber es ist doch zu gefährlich. Vielleicht bisschen banal, mein Kommentar. Aber von den Ministern erwarte ich, dass sie wie ein Schachspieler, ein Schritt voraus denken.

  11. Peinlich, ist das Ihr Verständnis von Berufung? Egal ist Ihnen die psychische Verfassung der Ihnen anvertrauten. (von irgendwem gezeugten) Schutzbefohlenen?

    Echt jetzt? Wo sind eigentlich die motivierten, verantwortungsbewussten Lehrkräfte geblieben?

    • Verantwortungsbewusste Lehrkräfte vermeiden es ihre Schutzbefohlenen und deren Familien einer potentiell tödlichen Seuche auszusetzen. Werfen Sie Ihr Kind gerne in ein Haifischbecken?

    • @Kimi
      Auf der Strecke sind wir geblieben!
      Ausgelaugt, enttäuscht und frustriert!Liebe Kimi ,wenn sie über Monate vollkommen ungeschützt ,bei sehr schlechten Arbeitsbedingungen einer verleugneten Ansteckungsgefahr fahrlässig ausgesetzt würden, ohne si ch arbeitsrechtlich dadgegen wehren zu können, hätten Sie wahrscheinlichauch schon lange das Handtuch geworfen!
      So von aussen, mit sicherem , geschützen Abstand lässt sich ihre Einstellung zum jetzigen Leherverhalten,leichtfertig äußern!

  12. Ich kann überhaupt nicht nachvollziehen, dass diese Frau Eisenmann keiner so wirklich stoppen kann. Sie gehört definitiv nicht in die Schulpolitik. Ihren Kopf will sie durchsetzen. Ohne Rücksicht auf Verluste setzt sie das Leben von Lehrern, Schülern und deren Familien aufs Spiel. Und bei Ministerpräsident Kretschmann hat man das Gefühl dass er Angst hat vor der eiskalten Eisenmann. Egal wie es ausgeht, beide Personen sind nicht als Ministerpräsident:innen zu gebrauchen. Ansonsten hätte Kretschmann die Eisenmann schon rausgeschmissen nachdem was die alles vermasselt hat. Und auch weiter tun wird.

  13. Liebe Kimi,
    den motivierten, verantwortungsbewussten Lehrkräften ist die Hutschnur geplatzt!!! So einfach ist das! Und das wurde auch Zeit. Hat sich irgend jemand um unsere verantwortungsbewussten Forderungen nach wirklichem Schutz für SuS und LuL gekümmert? Eben! Und da sollen wir weiterhin völlig selbstlos unsern Kopf hinhalten? Masochistische Veranlagung gehört wirklich nicht zur Arbeitsplatzbeschreibung, auch wenn wir das oft genug auch schon vor der Pandemie so empfunden haben.

  14. Eisenmanns Ansichten gehen leider Mal gar nicht. Mich wundert dass nicht schon mehr über ihren wichtigsten Mitarbeiter Föll und dessen Vorgeschichte diskutiert wurde. Mit der Vergangenheit inkl. Verurteilung zu Geldstrafe in einer Sache die direkt mit Kindern zu tun hatte ist er m.A. nicht für Kultusministerium geeignet um es Mal vorsichtig und höflich zu formulieren.

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