Lindner für Grundgesetzänderung zur Schul-Digitalisierunug

3
Anzeige

BERLIN. FDP-Chef Lindner hat den Vorstoß von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) begrüßt, das Grundgesetz zu ändern, damit Bund und Länder bei der Digitalisierung der Schulen besser zusammenarbeiten können. «Das Umdenken der Bildungsministerin ist eine erfreuliche Überraschung», sagte Lindner dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Entsprechende Reformen seien in der Vergangenheit nicht an der FDP gescheitert und auch nicht an den Grünen. «Es ist allerdings zu befürchten, dass Frau Karliczek in ihrer eigenen Partei nicht für die Mehrheit spricht. Wenn die Union es aber erst meint, dann bieten wir sofort Gespräche über eine Verfassungsänderung an.»

Wäre bei einer Grundgesetzänderung dabei: FDP-Chef Christian Lindner. Foto: Heinrich-Böll-Stiftung / flickr (CC BY-SA 2.0)

Karliczek hatte angekündigt, für eine Grundgesetzänderung zu kämpfen, die dem Bund in Sachen Schul-Digitalisierung eine echte Zusammenarbeit mit den Ländern ermöglicht. «Wir merken, dass in der digitalen Welt eine andere Form der Zusammenarbeit gefragt ist», hatte sie gesagt. «Wenn wir so eine Art Zusammenarbeit organisieren wollen, wie wir sie für die Hochschulen haben, dann brauchen wir am Ende irgendwann eine Grundgesetzänderung.» Dafür wäre eine Zwei-Drittel-Mehrheit jeweils in Bundestag und Bundesrat nötig – insbesondere die Länder müssten dann bereit sein, dem Bund mehr Rechte einzuräumen. (dpa)

Schulpolitik: Mitsprache des Bundes? Kretschmann bürstet Karliczek ab

Anzeige


3 KOMMENTARE

  1. Ein längst überfälliger Vorschlag. Wenn man die Digitalisierung weiter den klammen Kommunen überlasst, muss man sich nicht wundern, wenn sie nicht vorankommt. Unsere Schulleiter kämpfen da gegen Windmühlen und am Ende kriegen wir wieder nur alte, abgelegte PCs aus der Verwaltung. So kann es qualitativ nichts werden.

  2. Klar braucht es mal einen Computer aber wieso muss ich ein Grundschulkind digitalisieren? Big blue button, You tube, Anton App.
    Wer seine Schwachsinsideen an den Mann bringen will muss das doch nicht mit Schülern veranstalten.
    Ein ordentlicher Personalschluessel,
    Mut zur Wahrheit und ein gesundes Miteinander tut es auch.
    Wer Homeschooling nicht legal macht aber seit einem Jahr quasi nichts anderes praktiziert führt sich selbst vor.
    Die aber Milliarden, die Banken, Großkonzerne und Co schlucken wären doch echt eine finanzielle Stütze für manch eine Kommune um damit einen rueckengerechten Computerraum mit Leseecke und Indoorklettern für Schüler im Turnus anzubieten.
    Fünf kompetente Lehrer für 24 Schüler inbegriffen.
    Für Psychiatrieplätze von spielsuechtigen Jugendlichen hat man längst vorgesorgt oder?

  3. Eigenverantwortliches Lernen muß in Deutschland gefördert werden. Ebenso der Weg der Zukunft für freies Lernen und Homeschooling. Die Präsenzpflicht ist veraltet und nicht mehr Zeitgemäß. Sie sollte von der Bildungspflicht abgelöst werden. Wenn ich sehe was die Kinder derzeit lernen müssen mit massiven Zeitaufwand wo nichts wirklich hängen bleibt. Da war der erste Lockdown besser weil man nicht ständig Codes für Zoom eingeben musste. Sondern in Ruhe sich die Zeit einteilen und frei lernen. Es erscheint wie eine große Kontrolle, das bloß jedes Kind um 8 Uhr anwesend ist. Wenn ich dann sehe das jeder Tag eine neue Nachricht kommt das der Präsenzunterricht am 1.2 beginnen soll. Aber derzeit eine Zeugnisübergabe geplant wird mit Null Kontakt der Kinder im Schulgebäude. Diese Logik bleibt mir verschlossen.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here