Kein Stufenplan für Kitas und Schulen! GEW-Chefin Tepe: „Bund hat kapituliert“

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BERLIN. Die Kanzlerin wollte die Schulen erst ab 1. März wieder öffnen. Durchsetzen konnte sie sich damit nicht. Etliche Länder peilen frühere Termine an. Ein einheitliche Regelung gibt es nicht. Sehr zum Unmut von Lehrern, Schülern und Bildungsverbänden.

Die Bundeskanzlerin hat eingeräumt, dass sie sich nicht mit ihrer vorsichtigen Linie bei Kitas und Schulen durchsetzen konnte. (Archivbild) Foto: 360b / Shutterstock

Der Verzicht auf einen einheitlichen Fahrplan zur Öffnung der Schulen stößt auf scharfe Kritik. Bildungsverbände, Gewerkschaften und Schülervertreter verurteilten den Beschluss, dass die Länder selbst über die weiteren Schritte entscheiden. «Den Ländern freie Hand zu geben, ist ein Eigentor», sagte die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Marlis Tepe, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die Akzeptanz der Corona-Maßnahmen werde dadurch weiter sinken.

Die Ministerpräsidenten hatten bei ihren Beratungen mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch keine einheitliche Regelung für die Öffnung der Schulen festgelegt. Viele Grundschulen und Kitas in Deutschland sollen vom 22. Februar an wieder schrittweise ihren Betrieb aufnehmen. Eine Mehrzahl der Bundesländer mit der Rückkehr von Kindern und Grundschülern ab diesem Datum. Dazu zählen etwa Nordrhein-Westfalen, Bayern, Schleswig-Holstein, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg, Brandenburg, Berlin, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern. Geknüpft wird die Rückkehr teilweise auch an bestimmte Inzidenzzahlen.

Sachsen hat angekündigt, seine Einrichtungen schon am Montag wieder zu öffnen. Sachsen-Anhalt will bisher an seinem Plan festhalten, die Schulen vom 1. März an schrittweise wieder zu öffnen. In Niedersachsen sind Grundschüler bereits seit Januar wieder im sogenannten Wechselbetrieb. Darum geht es nun überwiegend auch in den anderen Ländern. Das heißt, Klassen werden geteilt und besuchen abwechselnd die Schule.

Die meisten älteren Schüler werden voraussichtlich erst im März ihre Einrichtung wieder von innen sehen, mit Ausnahme von Abschlussklassen, für die auch bisher schon Präsenzunterricht möglich war. Bund und Länder hatten bei ihren Beratungen am Mittwoch festgehalten, dass die Länder eigenständig über das weitere Vorgehen an Schulen und Kitas entscheiden sollen. Merkel sagte, sie hätte mit der Öffnung gerne erst ab dem 1. März begonnen. Die Länder, die für Bildung zuständig sind, hätten dies aber anders beurteilt.

Wo ist ein Stufenplan? Bis heute nicht vorgelegt

«Der Bund hat beim Thema Schulen und Kitas vor den Ländern kapituliert», sagte Tepe. Weder die Kultusministerkonferenz noch Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hätten bis heute eine klare Strategie und einen bundesweit einheitlichen, verlässlichen Stufenplan vorgelegt. Ein solcher Plan müsste deutlich machen, bei welchen Inzidenzwerten welche Maßnahmen greifen sollten. «Auf dieser Grundlage hätten die Länder dann mit Blick auf das Infektionsgeschehen vor Ort die Möglichkeit, flexibel zu agieren.» Tatsächlich hatten Bundesländer wie Schleswig-Holstein Vorschläge für Stufenpläne erarbeitet, die Grenzwerte für Schul- und Kitaöffnungen vorsahen. Diese fanden beim Bund-Länder-Gipfel offensichtlich keine Mehrheit.

Auch der Präsident des Deutschen Lehrerverbands, Heinz-Peter Meidinger, bemängelte, dass keine einheitliche, an die Inzidenz gekoppelte Regelung vereinbart wurde. Öffnungen mit Präsenzunterricht im Wechselbetrieb dürften erst erfolgen, wenn in der jeweiligen Region die Sieben-Tage-Inzidenz unter 50 Fällen liege, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Im schlimmsten Fall müssten die Schulen nach einer zu frühen Öffnung im April oder Mai nochmals geschlossen werden. Dies könne dazu führen, dass dieses Schuljahr komplett abgeschrieben werden müsse.

Der Vorsitzende des VBE, Udo Beckmann, verlangte mehr Tests, medizinische Masken für Lehrkräfte und Kita-Personal – und die Einhaltung der Leitlinie für den Schulbetrieb, den Karliczek Anfang der Woche vorgestellt hatte, News4teachers berichtete. «Wir halten es weiterhin für unabdingbar, dass bundesweit bei einem vergleichbaren Infektionsgeschehen vor Ort auch die gleichen Maßnahmen ergriffen werden», betonte er. Ähnlich äußerte sich die Bundesschülerkonferenz: «Ein einheitliches Vorgehen wäre nicht nur wünschenswert, sondern essenziell gewesen», sagte Generalsekretär Dario Schramm dem RND.

Der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg, sagte der «Rheinischen Post»: «Wir brauchen kein Orchester von unterschiedlichen Stufenplänen, sondern bundeseinheitliche Leitplanken, wie es weitergehen wird. Dies gilt auch für die möglichen Öffnungen von Schulen.»

«Die Länder werden jetzt verantwortungsvoll bei den Grundschulen mit schrittweisen Öffnungen beginnen»

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Britta Ernst (SPD), begrüßte die Öffnungsperspektiven für Schulen dagegen ausdrücklich. «Die ersten, die von Lockerungen profitieren, sind Kinder und Jugendliche. Das ist ein gutes Ergebnis», sagte sie der «Rheinischen Post». «Die Länder werden jetzt verantwortungsvoll bei den Grundschulen mit schrittweisen Öffnungen beginnen.» Werden sie das? Sachsen hatte bereits vor dem Gipfel angekündigt, am Montag die Kitas und Grundschulen weit zu öffnen – und zwar ohne Abstandsregel, wie News4teachers berichtet.

Auch Bundesfamilienministerin Franziska Giffey sprach von einem ausgewogenen Beschluss, «der unserer Empfehlung aus dem Dreiklang von schrittweiser Öffnung von Kitas und Schulen, mehr Testen und schnellerem Impfen entspricht». Auf allgemeine Zustimmung stieß hingegen die Überlegung, Grundschullehrkräften sowie Erzieherinnen und Erziehern früher eine Impfmöglichkeit zu bieten. Nach dem Beschluss von Bund und Ländern soll geprüft werden, ob sie durch eine Änderung der Impfverordnung in der Reihenfolge nach vorne rücken können. Laut Merkel könnten sie so schon vor dem Sommer drankommen.

Giffey wertete dies als «wichtiges Signal der Anerkennung und des Schutzes der Arbeit mit den Kleinsten». Der VBE erklärte: «Dies ist zwingend erforderlich und muss schnellstmöglich umgesetzt werden.» News4teachers / mit Material der dpa

Die Kanzlerin scheitert an den Ministerpräsidenten – jedes Bundesland öffnet seine Kitas und Schulen jetzt, wie es will

 

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188 KOMMENTARE

  1. Das ist ja wieder nichts Neues. Alles wie immer, kaum die Tür zu bzw. Konferenz beendet, schon macht jeder, was er will. Armes Deutschland!!! Gut, was reg ich mich auf…die Förderschulen “ Geistige Entwicklung “ in Brandenburg waren in den Lockdown ja nie eingeschlossen, obwohl es grade hier nicht möglich ist, die Schüler ,deren Eltern und sich selbst aks Lehrer zu schützen. Ach, ich vergaß…Masken und lüften bei ordentlich Minusgraden und vielleicht ist eine FörderSCHULE ja keine SCHULE. Ein paar Schüler waren immer da. Aber einige eben auch Zuhause im Distanzunterricht. Weiter so und warten auf die 3. Welle. Jaaaa…und Frau Ernst macht einen tollen Job…völlig überflüssig, die Gute.

  2. Grundschulen ohne Abstand und Wechselunterricht zu öffnen ist unverantwortlich.
    Sind in Sachsen nicht bereits genug Menschen gestorben?
    Wie viele sollen noch dazu kommen?

    Auch in Kitas sollte soweit wie möglich auf Abstand geachtet werden.

    Wenn Schnelltests die einzige Maßnahme sein sollten, dann bitte täglich.

    • Davon ist Piwarz direkt abgerückt, die Antigen-Tests würden bei Kindern nicht sensitiv genug reagieren. Erzieher sollen wohl vor dem Start am Montag einmalig eine kostenfreie Testmöglichkeit bekommen. Ein Witz, wenn es nicht so ernst wäre. Hier hat man aus der Situation im Dezember überhaupt nix gelernt.

  3. Man kann es auch anders sehen : Die Bundeskanzlerin hat die Ministerpräsidenten in eine Falle gelockt : Sie dürfen entscheiden , wann die Schulen öffnen , haben aber auch die Verantwortung , wenn es schief geht . Andere Länder zeigen , wie verheerend sich diese Ungeduld auswirkt . Und Angela Merkel kann sich zurücklehnen und dem Ganzen zuschauen …

    • Ich würd mich auch gern zurücklehnen und dem Ganzen zuschauen. Leider muss ich ab nächste Woche den Feldversuch in der ersten Reihe anführen.

    • Man muss aber leider auch zugeben, was soll die Kanzlerin noch tun? Die MPs wollen es vielfach einfach nicht einsehen und lieber die 3. Welle mit Ansage.

      An Merkels Stelle wäre ich auch unendlich müde und hätte auch gesagt: „Kommt Kinder, macht euren Sch… allein und guckt was dabei raus kommt – Wer nicht hören will, muss fühlen.“ Leid tun mir einzig die Opfer, die, die dann nicht von der Pandemie verschont bleiben, obwohl es möglich wäre.

      Dummerweise kann die Situation einem WIEDER komplett um die Ohren fliegen und die MPs werden wieder sagen, wie klug und umsichtig sie vorgegangen sind. Auch wenn das Schlimmste eintritt, werden sie wieder mit Scheindiskussionen, wer oder was denn der eigentliche Treiber der Pandemie sei, ablenken und nicht kapieren, dass man mit biologischen Grundlagen/Prinzipien nicht verhandeln oder „wägen“ kann.

    • @Klaus Lehmkuhl: Lieber Klaus, derselbe Gedanke kam mir gestern Abend beim Nachsinnieren über die Beschlüsse auch schon. Jerzt bin ich mit mir am Kämpfen: soll ich mir wünschen, dass unsere Vermutung wahr wird, oder nicht?

    • @Klaus Lehmkuhl

      Wenn sich Frau Merkel zurücklehnt, dann bestimmt nur mit Wut und Enttäuschung im Bauch.

      Sie – die KuMis – dürfen entscheiden, wann sie öffnen und tragen die Verantwortung…. ja und?!

      Verantwortung hat auch was mit Konsequenzen zu tun. Die haben wir bei den falschen Entscheidungen zu tragen, nicht die Verantwortungsträger.

      Fazit: Ob miese oder fiese Entscheidungen – kann den KuMis egal sein. Sie sind durch ihr Amt abgesichert.

    • Faszinierend wie viele, wie auch der Artikel selbst falsch suggeriert und offenbar auch die Verbände, der Meinung sind, Merkel hätte überhaupt die Macht da was zu sagen. Gerade die Bildung obliegt vollständig der Verantwortung der Länder. Die Kanzlerin kann sicher Wünsche äußern, ob die Länder diese berücksichtigen liegt aber in deren eigenen ermessen. Bis auf die Hochschulen hat der Bund keinerlei Einfluss auf das Bildungswesen. Ob das gut oder schlecht ist, ist dabei erstmal irrelevant, ich finde es nur mehr als abwegig da der Kanzlerin etwas vorzuwerfen wo sie außer gutes zureden nichts machen könnte. Gleiches gilt für die Kultusministerkonferenz, die können dort vereinbarungen treffen, aber jedes Land kann am Ende selbst entscheiden ob es an dieser Vereinbarung teilnehmen möchte oder nicht. Wenn man sich beschweren möchte, dann bei seiner jeweiligen Landesregierung, denn die allein entscheidet über die Schulen und Kitas im Land und trägt damit auch ganz allein die Verantwortung. Wir leben halt nicht in einer Diktatur, wo Merkel bestimmt und alle folgen müssen, auch wenn einige sich das in der momentanen Zeit scheinbar wünschen. Auf Bundesebene hat sie einen großen Einfluss natürlich, aber alles wo der Bund kein Mitspracherecht hat hat sie genauso großen Einfluss wie jeder andere Bürger auch, sicher sie findet vll eher gehör, aber wenn einer Landesregierung ihre Meinung egal ist kann sie da nichts dran ändern.

  4. In ein paar Wochen wird es wieder heißen: „Wir haben uns viel, noch viel mehr zu verzeihen.“

    In wenigen Wochen werden die Erfolge von mehreren Monaten Lockdown verspielt.

    Unglaublich auch, wie hier mit Menschenleben gespielt wird.

    Die Kumis bereiten den Mutationen den Weg. Wenn wir dann endlich irgendwann genug Impfstoff haben, müssen wir hoffen, dass er dann trotzdem noch wirkt.

  5. Was haben denn auch – wenn wir ehrlich zu uns sind – anderes erwartet. Es ist zum „aus der Haut fahren“ , mit welcher Sturheit diese Vielfalt an Regelungen gedrechselt werden ohne auf die Ängste, begründeten Bedenken oder auch sinnvollen Vorschläge einzugehen. Es gibt auf der Welt so viele schönen Wüsten, in die man die KMs schicken könnte….warum geschieht das nicht???

    • @Andre Hog:

      Lieber Andre Hog:
      ich persönlich erwarte nichts anderes mehr.
      Halt!
      Doch!
      Schon seit Monaten denke ich zu nahezu jedem Beschluss der KM: Das können sie an Sinnlosigkeit nicht mehr toppen!
      Weit gefehlt!
      Ich sitze nur noch da, wenn die neueste „Maßnahme“ verkündet wird und denke:
      Das gibt es nicht, das kann nicht sein!
      Bitte. lieber Andre, nennen Sie mir die Steigerung von „am sinnlosesten“…

  6. Vielen Dank an die vielen unvernünftigen Eltern die mit ihren Kindern überfordert sind und daher wollten,das Schulen und Kindertagesstätten schnell wieder aufmachen. Und danke an die schwachen Ministerpräsidenten,die diesem Druck nicht stand halten konnten(wollten)..Danke dafür das nun der Lockdown nie ein Ende nehmen wird und es noch ganz viele Coronaopfer geben wird.

    • Genau sonst es!
      Es ist erschreckend, wie viele Eltern überfordert und genervt sind.
      Und die Kultusminister ziehen brav den Scheanz ein.
      Die ach so armen Eltern- warum haben sie überhaupt Kinder, wenn Ihnen alles zu viel ist!?
      Ich kann Frau Merkel absolut verstehen:
      Warum soll sie stundenlang über Schulen und Kitas diskutieren, wenn jedes Bundesland am selben Abend verkündet- „wir machen was wir wollen!“
      Das Furchtbare ist, dass Kinder, Erzieherinnen und Lehrer die Leidtragenden sind.
      Weil die MP’s und KM’s sich profilieren müssen.
      Vor allem Susanne Eisentrump in Ba WÜ.
      Und dass ausgerechnet die Ossis vorpreschen,obwohl deren Zahlen so hoch sind, das verstehe wer will …

    • 1.: Eltern sind in 99% der Fälle nicht mit ihren Kindern überfordert, sondern damit, gleichzeitig ihrem Beruf nachzugeben UND die Kinder zu unterrichten sowie ihnen gerecht zu werden. Wer nicht zu Hause arbeiten kann, muss sie häufig genug alleine lassen. Neunjährige passen auf Dreijährige auf. Wer zu Hause arbeiten kann, muss Beruf und Unterricht sowie Beschäftigung nacheinander erledigen. Das schafft der Körper ein paar Monate, länger nicht. Es gibt einen Punkt, an dem es kippt. Wollen Sie Corona-Waisen der anderen Art?
      2. Es geht bei den Schulöffnungen trotzdem nicht um die Eltern, sondern darum, ob noch mehr Kinder irreparable Schäden davon tragen sollen, weil die Erwachsenen zu blöd sind, die Alten anders zu schützen als durch das Aussperren der Kinder von so vielem was sie für ihre Entwicklung brauchen. Es geht nicht um Normalbetrieb mit Schwimmunterricht, ins Theater fahren, Musik und Sportwettbewerben, es geht um Wechselunterricht.

      • Sehr gut geschrieben Danke!!!

        Die in Gefahr sind sollen geschützt werden.

        Die Kinder werden am Leben bleiben und müssen später in der Lage sein Geld zu verdienen und in die Rentenkasse einzahlen.

        Die due Kids weiter einsperren lassen wollen, werfen bestimmt zu Hause Geldscheine drücken.

        Sollte ich demnächst an Corone sterben, mein letzter Wunsch, Bildung und Kindheit für die Kinder.

        Und bitte weniger egoistisch sein…..

        • Sorry, Leute – „irreparable Schäden“ gibt es nicht – außer den Tod. Alles andere ist aufhol-/nachholbar… man muss das Problem nur lösen.

          Zum Thema „die die in Gefahr sind“. Das wissen Sie/wir doch alle gar nicht!!! Was, wenn sich bei den Kindern nach Jahren verminderte neuronale Leistungen oder Einschränkungen in Lunge/Herz-Kreislauf-System zeigen trotz keiner Symptome zu Corona-Zeit??? Was dann ??? Was dann mit Geld verdienen/Rentenkasse? Das Gehäule will ich dann mal hören.

          Wir wissen noch kaum etwas über Langzeit- oder ggf. momentan noch verborgene Schäden.

          • Ob sich Herr Schultz wohl impfen lassen möchte?? Wer weiß denn ob man dann nicht „nach Jahren verminderte neuronale Leistungen oder Einschränkungen in Lunge/Herz-Kreislauf-System zeigen“.
            Aber das wird ja schön von unserer Regierung propagiert. Dann kann das ja nur tiptop sein.

          • @Soso – Klar, lass ich mich impfen. Aber nicht weil die Regierung das sagt, sondern weil mich das Impfstoffkonzept (v.a. bei den RNA-Impfstoffen) überzeugt. Wir haben jahrzehntelange Erfahrungen mit Vektorimpfstoffen und inaktivierten Viren. Die bisherigen Ergebnisse mit der mRNA lassen ungefähr gleiche Nebenwirkungsquoten und -arten erkennen.
            Gibt es ein Quäntchen Restzweifel? Klar, aber die Frage ist an dieser Stelle auch: Wie kommen wir sonst aus der Pandemie heraus ohne das Konzept „survival of the fittest“? (wobei der Fitteste zunächst mit ziemlicher Sicherheit das Virus sein wird)

            Ich habe andererseits noch nirgendwo gehört, dass wir mit Präsenzunterricht oder auch Durchseuchung von Kindern mit einem neuen Erreger die Krise überwinden…

        • In welchem Land leben Sie? Hier war niemand EINGESPERRT. Im Übrigen wird offensichtlich nur in Deutschland gejammert über die Schäden bei den Kindern, von denen manch einer schon VOR der Pandemie Stunden an der Playsi gezockt hat. Die Schäden wollte keiner sehen. Fragen Sie mal Kinder in Moldawa, deren Eltern in Italien oder Russland arbeiten. Da sind Kinder ständig allein , und auch dort herrscht die Pandemie .

      • Natalie, du hast es auf den Punkt gebracht.
        Es ist auch ein Generationenkonflikt.
        Kinder werden eingesperrt, um die Alten zu schuetzen.
        Einige provokante Fragen :
        1. Muessen die Alten unbedingt zu Stosszeiten einkaufen gehen, um am sozialen Leben teilzunehmen?
        2. Muessen die Alten unbedingt Kinder umarmen, wenn Sie doch angeblich solche Angst haben?
        3. Muessen Kinder jeden Tag zu hoeren kriegen, dass sie an Corona Toten Schuld sind?
        4. Muessen die Alten unbedingt Sonderrechte haben und keinen Schritt zurueckweichen?

        Ich bin selber 54.
        Ich habe schon mehrmals erlebt, dass alte Leute zu Juengeren sagen : Du junges Ding, aus dem Weg, ich bin eine Risikogruppe.
        Sieht so Angst vor Corona aus?
        Nein, Hass auf junge Leute!
        Wie gesagt, ich bin 54.
        Die Kinder sind unsere Zukunft und werden im Moment systematisch kaputt gemacht.
        Aber wenn die heutigen Kinder bald 80 Prozent Steuern und Sozialabgaben zahlen muessen, werden Sie auchlieber mit dem dann hoeheren Hartz 4 zu Hause bleiben und das ganze System bricht zusammen.

        • @oes

          Gestern sagten Sie hier im Forum, Sie seien selber Lehrer.

          Hoffentlich sind Sie hier korrigierend eingeschritten:
          „Du junges Ding, aus dem Weg, ich bin eine Risikogruppe.“
          Ihr Einschreiten war natürlich nötig, denn
          – alleine kann man ja keine Gruppe sein
          – Sie gehören zu den Guten (logische Folge Ihrer Selbstdarstellung), da haben Sie sich natürlich für die/den Jüngere(n) eingesetzt!

          Wie ging diese Situation aus?
          Wie fühlten Sie sich
          – währenddessen
          – danach?
          Konnten Sie den Konflikt entschärfen oder sogar ganz beenden?
          Wie ging es den beteiligten Jüngeren und Älteren?
          Wie haben Sie das in Ihren digitalen Unterricht eingebunden?

        • @oes

          Frage:
          Ab wann gehört man Ihrer Ansicht nach zu den „Alten“?
          Bitte genaue Altersangabe! Möglicherweise genau einen Tag älter als Sie?
          Müssten Sie sich (rein statistisch gesehen) nicht auch schon zu der Risikogruppe zählen und sich „wegsperren“, damit die zukünftigen Steuer-und Rentenzahler
          1. ihre Jugend uneingeschränkt in Pandemiezeiten ausleben können?
          und
          2. für ein so „sozial“ denkendes Individuum wie Sie später aufkommen?

          Ich habe meinen Sohn (25) befragt, ob er gern für Sie aufkommen würde (Ihr Renten-/Pensionszahler!), und ihm Ihr „Kommentar-Profil“ präsentiert.
          Sein Kommentar: „Wenn ich es mir aussuchen könnte…nein danke, das ist ja widerlich!“

      • @Natalie : bitte mal die Studien lesen zu long covid bei Kindern in GB! Dann diskutieren wir weiter! Und ja, auch ich bin im home office mit Kindern und ja es geht täglich an meine Grenzen. Trotzdem möchte ich diese eventuellen lebenslang andauernden Symptome bei meinem Kind

    • @ Mutter Wie wäre es wenn wir Eltern streiken? Ich werde meine Kinder definitiv nicht in die Schule schicken bei Minusgraden mit Querlüften und Kniebeugen zum Aufwärmen. Die Gesundheit meiner Kinder und meiner Familie mit zwei Risikopatienten ist mir wichtiger als ein wiederholtes Schuljahr.

      • Ich sehe das genauso! Die Eltern sollten streiken. Besser auch die Schüler und Lehrer. Ich wäre dabei. Man sieht immer nur die Eltern, die für eine Öffnung der Schulen sind. Wo sind die Anderen?
        Des weiteren geht es bei den Schulöffnungen den Ministerpräsidenten doch mehrheitlich nur um ihre Beliebtheit (sehr narzisstisch).

        • @Teresa

          „Wo sind die Anderen?“
          Das ist der entscheidende Punkt: „FidK“ und ähnliche sind einfach nur medienwirksamer aufgetreten.

          Was jetzt passiert, ist das Ergebnis von „Der Klügere gibt nach.“

          „Des weiteren geht es bei den Schulöffnungen den Ministerpräsidenten doch mehrheitlich nur um ihre Beliebtheit“
          Und natürlich um Stimmen bei der nächsten Wahl!

          Wenn jetzt auch mal „die Anderen“ unter den Eltern (gerne auch mit ihren Kindern) vor die Rathäuser ziehen und vorher mal den Medien Tipps geben und auch sämtliche Ereignisse zur Sicherheit selber bei Facebook, Twitter & Co. SICHTBAR machen, könnte sich was drehen!

          BITTE MACHEN.

          • @ Riesenzwerg 11. Februar 2021 um 22:59

            Ja, genau das passiert …
            Sprichworte stammen meist aus „anderen Zeiten“ – leider haben meine Eltern die Entwicklung nicht vorausahnen können. Und ich bin als Kind auch nicht darauf gekommen, das zu hinterfragen.
            🙁

    • LehrerInnen können nicht streiken. Im Gegensatz zu Angestellten haben Beamte nämlich kein Streikrecht. Daher können die Lehrkräfte nicht streiken, SchülerInnen und Eltern bei Bedarf aber wohl.

      • Zumindest in Berlin wird nicht mehr verbeamtet auch sind Erzieher keine Beamten und könnten daher streiken. Ich möchte meine Kinder nicht in die Schule schicken. Das ganze System ist so am kranken, dass es eh Zeit wird umzudenken. Ich wäre beim Streik dabei. Am besten gemeinsam Pädagogen, Eltern und Schüler.

      • Und bekommen von Lehrern und Schulleitung dann reingedrückt: Das muss ich aber jetzt melden/ weiterleiten. Also Bussgeld, Schulamt, Schulpsychologe, usw.
        Lehrer: Es reicht, auch für euch. Versteckt euch nicht hinter dem Beamtentum. Auch bei euch gibt es Möglichkeiten aktiv zu werden und gemeinsam mit Eltern auf Misstände aufmerksam zu machen. Und dann ist es auch mal Zeit zu überdenken, bei was man alles den Mund halten und wann man ihn aufmachen muss.

    • Wir dürfen nicht streiken, wir sind Beamte. Mit uns kann der Staat alles machen. Privat dürfen wir nur eine Person sehen, in der Schule bei der sogenannten Notbetreuung sehe ich jede Woche ca. 100 Schüler und 10-15 Lehrer, und es werden täglich mehr…

  7. KMK-Präsidentin Britta Ernst sagte ganz ernst (kann ich mir in diesem Zusammenhang nicht verkneifen) im ZDF-Morgenmagazin- Interview sinngemäß, dass der gestrige Beschluss eine gute Lösung sei für Kinder und Jugendliche und deren Familien, um die man sich Sorgen gemacht habe.

    Ach so.
    Na dann …
    (Das Interview erscheint im Laufe des Vormittages in der ZDF-Mediathek.)

    • Die Kinder, um die man sich Sorgen gemacht hat, hat man eh in die Notbetreuung „gezwungen“, mit wechselndem Erfolg! Nicht alle Eltern wollten das.

      Um Unterricht stattfinden zu lassen, braucht man gesunde Lehrer, egal ob für Präsenzunterricht, Wechsel- oder Distanzunterricht !
      Ein erkrankter Lehrer kann NICHTS davon leisten.
      Und an jedem Lehrer hängen mehrere Klassen, die weitergebildet werden sollen.

      Warum ist das so schwer zu verstehen?

      • Mein Kind ist sieben und hinterfragt die Beschlüsse , erhält wortwörtlich die Nase voll und möchte so noch nicht in die Schule gehen . Er vermisst die Schule und finde Homeschooling nicht immer spannend aber hat auch Angst davor sich mit dem Virus zu infizieren und mit nach Hause zu bringen . Er möchte am 22.2 nicht in die Schule gehen egal was kommt. Soviel zum Thema Schule und Kinder .
        Danke an alle Kultusminister und eine weitere kleine Anmerkung es ging um eine einzige beschissen Woche länger Homeschooling und ein vernünftiges Konzept für die Schulen und Kitas .

  8. NRW: Wieder Präsenz für alle ab Inzidenz 50. Dann im Wechselunterricht oder wieder die ganze flotte Truppe von 30 Kindern gemeinsam? Weiß da wer mehr? Ich fand bisher alles sehr schwammig formuliert in den Nachrichten.

  9. Die Laute Mehrheit der dummen Egoisten in der Bevölkerung hat im Lockdown eben einen enormen Erkenntnisgewinn erfahren.
    Welche Erkenntnisse?
    Es gibt schlimmeres als den Tod.
    Wenn die Kinder nicht von 7 bis 17 Uhr verwahrt werden und man sich selbst um sie kümmern muss.
    Wenn der Haarschnitt nicht korrekt ist.
    Wenn man für den Sommer kein lustiges Komasaufen in Malle buchen kann.
    Wenn man am Wochenende nicht in die Kneipe kann.##Wenn der Baumarkt dicht ist.
    Bei viele war die Verzweiflung schon so groß, dass man schon angefangen hat mit dem Ehepartner zu reden. Dafür ist das Leben zu kurz!
    An Corona sterben ja nur die Alten (hofft man und die Hoffnung stirbt zuletzt). Das ist traurig aber Opa riecht eh komisch und erzählt nur Stuss von Früher wenn wir mal ehrlich sind.
    Als das manchen, was wir wenn es gegen Nazis und Co geht nicht hinkriegen, Hintern von der Couch hoch, Mund auf und laut schreien.
    Wähler die vor der Wahl laut schreien erregen natürlich in einem Wahljahr (BW, RP, Bund usw.) massive Aufmerksamkeit.
    Die FDP, der das Wasser dank fehlendem Wählerstamm, bis zum Hals steht springt sofort auf den Zug auf und profiliert sich.
    Herr Kretschmann und Frau Eisenmann in BW hören auf sich gegenseitig an die Kehle zu gehen, Frau Dreyer in RP horcht auf, Herr Kretschmann erwacht aus den Kanzlertäumen und alle haben gemeinsam den Alptraum, dass die FDP sie Stimmen kosten könnte.
    Was wenn ein alle Mallefans, genervten Eltern, die Leute mit schlechtem Haarschnitt und Alu-Hut Träger jetzt ihren Öffnungsretter von der FDP wählen? Undenkbar.
    Bei solchem Stress formatiert das Politikerhin augenblicklich neu und löscht alle Erkenntnisse die man seit Dezember gesammelt hat.
    Die extrem hohen Inzidenzen, die übervollen Intensivstationen, die Sterbezahlen alle weg.
    Man fokussiert sich auf das was wirklich wichtig ist, die eigene politische Karriere.
    Wie es aussieht ist die momentan nur mit Lockerungen zu sichern.
    Die von Lockdown überforderten Wähler müssen beruhigt sein.
    Also Schulen auf damit die Kinder weg sind und Friseure auch auf. Schon sieht die Welt wieder schöner aus. Man kann ohne die Blagen zum schneiden und färben.
    Das Leben ist wieder lebenswert und Herr Laschet kann sich wieder als Erbe von Karl dem Großen darstellen.
    Karl hat Europa erobert und Laschet hat den Lockdown gelockert. Das sind wahre Helden.
    Die Ansprüche sinken eben mit der zeit.

    • Das haben Sie alles genau auf den Punkt gebracht!
      Die Wahlen stehen an und sie müssen sich profilieren- jeder ist sich selbst der Nächste.
      Wie viele Menschen sterben und Kinder zu Waisen werden, ist denen egal. Warum kann man sich nicht strickt an die Wissenschaft halten? Das Virus kann man aufhalten und wir wissen auch WIE es geht! Wir leben doch alle in einer aufgeklärten Welt! Nur mit dem Sozial/Gemeinwohl hapert es offensichtlich. Da sind die Profilierungsbemühungen mancher MP und Kumis einfach stärker. Klug sind sie ja… haben es jedenfalls geschafft, ihren Willen durchzusetzen.

    • Ich habe in der Pandemie zB gelernt, mir meinen Pony selbst zu schneiden und auch den Ansatz färbe ich mir jetzt selbst daheim nach. So habe ich meine Haare auch schön. Nur das Spitzenschneiden ging gewaltig in die Hose, ich war bis zum Herbst langhaarig… Nunja… Den Rest musste mir meine Friseurin dann doch retten… Wächst ja wieder…

      Wieso können die Leute nicht einfach mal für ne Weile die Füße still halten? Ich fand es im Sommer auch unerträglich, die Bilder aus Malle zu sehen. Oder von den vollgestopften Stränden… Zu viele Leute denken heutzutage echt nur noch an sich und an ihr privates Vergnügen. Als es hieß, die Politik vertraue auf die Eigenverantwortung der Bevölkerung, wusste ich gleich, wie das laufen würde. Dafür muss man weder Hellseher noch Prophet sein. Man musste sich einfach nur das allgemeine Verhalten der Leute angucken. Zu viele haben sich im Spätsommer und im Herbst nicht an die Regeln gehalten und wie oft musste ich mir den Spruch an den Kopf werfen lassen, ich schiebe doch nur Panik und solle doch besser ganz zu Hause bleiben, wenn ich soviel Angst habe usw – wenn ich zB Leute gebeten habe, ausreichend Abstand zu mir einzuhalten im Supermarkt oder in der Bahn… Da war soviel Ignoranz, Egoismus und Rücksichtslosigkeit im Spiel und jeden Tag musste ich mich damit rumschlagen auf dem Weg zur Arbeit und auf dem Rückweg. Ich kam eine ganze Zeit lang jeden Abend heim und habe nur noch abgekotzt. Während ich versucht habe, mich an Regeln zu halten (und das auch immernoch tue), haben viele andere um mich herum einfach drauf gepfiffen. Und lange war es für viele offenbar ein Mysterium, wie man einen Mund-Nasen-Schutz richtig trägt – Stichwort Nasenbären. Und bei OP-Masken sah ich schon sehr oft, dass diese den Leuten irgendwo auf Mundhöhe oder gar am Kinn irgendwo herumbaumelte – oft mit dem Draht nach unten. Aber Corona? Das war letzten Sommer ja sowas von vorbei – und eine 2. Welle? Achwas, niiiieeeemals… Bzw: Corona – das gibt’s doch gar nicht – das haben sich die da oben ja nur ausgedacht, um eine Diktatur einzurichten, die uns jeglicher Freiheit und Grundrechte beraubt usw… Ja, sicher… *augenroll*…

      Die Politik hat meiner Meinung im letzten Frühjahr alles auch viel zu früh wieder gelockert, sie vermittelte damit vielen Menschen fatalerweise ein völlig falsches Signal.

      Und jetzt wieder: Lockerungen. Vor allem die Seuchenherde Schulen und Kitas sollten, so sehe ich das, erst ganz zum Schluss wieder aufgemacht werden. Ein verlorenes Schuljahr lässt sich wiederholen. Das ist immernoch besser, als wenn Kinder, Eltern und Großeltern an Covid-19 sterben – und genau das wird durch das ignorante und sture Verhalten der Kultusminister in Kauf genommen. Entgegen allen wissenschaftlichen Empfehlungen und gegen jederlei gesunden Menschenverstand. Ich finde das schlicht unverantwortlich, denn das gefährdet uns alle und zieht diese verdammte Pandemie dazu noch unnötig in die Länge. So wird das nie enden – bis wir mal irgendwann in ferner Zukunft gnädigerweise geimpft werden (wenn es denn ausreichend verfügbaren Impfstoff für alle geben sollte irgendwann). Bis dahin werden jeden Tag viele weitere Leute sterben. Und ich denke, die Inzidenzzahlen werden wieder an die Decke schießen, sobald Schulen und Kitas wieder offen haben. Das ist so vorhersehbar. Aber es kann ja nicht sein, was nicht sein darf… Das ist so absurd…

      Ich selbst bin übrigens kinderlos. Ich habe mich aus vielerlei Gründen bewusst dagegen entschieden, Kinder zu kriegen. Ich wäre auch schon in normalen Zeiten mit Kindern überfordert, daher lasse ich es sein. 🙂

      • Frau MCS:

        Ihre Erfahrungen und Ihre Schlussfolgerungen sind deckungsgleich mit meinen!
        Mit Menschen wie Ihnen wären wir schon eher wieder auf der Sonnenseite!
        Ich habe das „Glück“ der frühen Geburt – mein Sohn auch- wir sind aus der Schulzeit raus….
        Bin aber in den letzten Monaten in mich gegangen und habe eingehend überlegt, was ich getan hätte, wäre er jetzt noch im Schulalter.
        Ganz ehrlich…ich hätte in enger Konversation mit ihm versucht, einen Schulbesuch für ihn möglichst zu vermeiden.
        Bisher haben wir für alle Problemstellungen (es gab viele) Lösungen gefunden.
        Geht natürlich nicht ohne Verzicht. Aber wie schön kann später das Ergebnis sein!

  10. «Den Ländern freie Hand zu geben, ist ein Eigentor», sagte die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Marlis Tepe, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

    Guten Morgen, liebe Frau Tepe!
    Wissen Sie denn gar nicht, dass wir hier im Föderalismus leben und Bildung Ländersache IST? … Jaaa, genau: Die Länder HABEN freie Hand!

    Und liebe Frau Tepe, womit GENAU haben Sie !!! und die GEW sich eigentlich in den letzten Monaten seit Beginn der Pandemie KONSTRUKTIV im Sinne der LuL verdient gemacht?

    Sorry, wenn ich jetzt mal ganz direkt nachfrage: Was GENAU ist jetzt das Eigentor?

    • Das habe ich mich auch gefragt. Immerhin gab es bei Frau Merkel Forderungen, die sie nicht durchsetzen konnte. Das kann man von der GEW nicht sagen.

  11. Der KM Sachsens schrieb seinen Lehrern: „Ich bin mir gewiss, dass Sie für die Wiederaufnahme des Unterrichts im eingeschränkten Regelbetrieb bereits gut vorbereitet sind.“ (Warum auch immer er das denkt, wahrscheinlich will er damit sagen: Macht ihr mal, von uns Unterstützung erwarten ist eh sinnlos.) „Sie freuen sich sicher auf die direkten Begegnungen mit den Schülerinnen und Schülern und auf den kollegialen Austausch vor Ort. Dafür wünsche ich Ihnen einen guten Start und einen möglichst störungsfreien Ablauf.“ Kollegialer Virenaustausch und direkte Begegnung mit Krankheitserregern, oder was? Sensibel wie ne Drahtbürste, der Mann!

  12. Hier wird geschimpft ohne Ende. Habt ihr Kinder zu Hause?! Wir hatten ein fröhliches, kontaktfreudiges Kind in der dritten Klasse. Im ersten Lockdown bekamen wir es super hin, unser Kind war motiviert und hat die Aufgaben von selbst gelöst und alle Zusatzaufgaben im Homeschooling verschlungen. Die Zeit hat er prima weggesteckt.

    Mittlerweile leidet er an Schlafstörungen, Lustlosigkeit und ist alles andere als ausgeglichen.

    Wir sind in Sachsen, hier haben sie das Rad nicht neu erfunden, sondern machen endlich das was die anderen Bundesländer schon die ganze Zeit machen…Aussetzung der Pflicht in der Schule anwesend zu sein. Man entscheidet selbst, ob man sein Kind hin schickt oder nicht. Notbetreuung bekommt man nicht, wenn man in Not ist, sondern wirklich nur, wenn beide systhemrelevant arbeiten.
    Und ja, wir werden unser Kind hinschicken, weil es ihm dann wesentlich besser geht, als 24/7 nur mit seinen Eltern zusammen zu hocken. Das kann für die Entwicklung nicht richtig und nicht gut sein. Ich denke man schadet den Kindern, unserer nächsten Generation viel mehr, nur um die Älteren zu schützen, die ihr Leben gelebt haben. Es geht nicht um schützenswert oder nicht! Bin gern dabei, wenn es darum geht Altenheime zu schützen oder Regelungen für die älteren zu treffen.

    Verkäufer stehen jeden Tag Vielen hundert Menschen gegenüber und kennen diese nicht.
    In der Schule ist jedes Kind bekannt mit Namen und Adresse und eine Kontaktverfolgung somit lückenlos möglich.
    Lehrer scheinen besonders anfällig für Krankheiten zu sein… Oder sie schreien besonders laut. Das regt mich mittlerweile echt auf.
    Und ja ich verbringe sehr gerne, sehr viel Zeit mit meinem Kind. Irgendwann reicht jeden Tag 2 Stunden spazieren mit Mutti, Backen, Basteln und Spielen eben einfach für die geistige Entwicklung nicht mehr aus.

    • Leider werden die Kontakte aber nicht nachverfolgt. Vor Weihnachten war es bei uns so,: Fenster auf? Maske an? Alles klar, keine Gefahr.
      Klappe zu, Affe tot

    • „In der Schule ist jedes Kind bekannt mit Namen und Adresse und eine Kontaktverfolgung somit lückenlos möglich.“ Manche kapieren es nie: wenn eine Kontaktnachverfolgung notwendig ist, ist das Kind schon in den Brunnen gefallen und Corona in der Schulgemeinschaft unterwegs. Und ehrlicherweise ist es mir, wenn ich dann im Koma auf der Intensiv liege, vollkommen egal, von wem das Mistvirus kam!

    • Na dann beten Sie Mal, dass ihr Kind ihnen keinen Mutanten mit nach Hause bringt und sie sich dann nicht anstecken. Long Covid ist kein Vergnügen. Und Intensivstation auch nicht.

      • @Manmanman

        Vielleicht wäre das für @Besorgte Muttet aber nicht so schlimm … weil das Kind dann mit Mutanten neue Kontakte und Spielkameraden hätte?

        Die kleinen Mutanten-Racker vermehren sich ja wie irre, sagen Wissenschaftler, nicht die laut schreienden Lehrer-Spaßbremsen („Lehrer scheinen besonders anfällig für Krankheiten zu sein… Oder sie schreien besonders laut. Das regt mich mittlerweile echt auf.“).

          • @Katinka

            Vielleicht haben noch nicht alle gemerkt, dass das eine Website für Lehrer ist.
            Und wenn man immer laut schreit, leidet man selbst vielleicht auch darunter? (Leider kann ich da keine Erfahrungswerte beisteuern, sorry.)

        • @Pit:

          Viele, so wie @Besorgte Muttet, können sich den Unterschied zwischen „HEUTE“ und „MORGEN“ einfach nicht vorstellen.
          Oder zwischen „KURZFRISTIG“ und „LANGFRISTIG“.
          Entspricht der Denke unserer KM und auch vieler Politiker in anderen Ressorts.
          Hauptsache, HEUTE isses schick! 😉

    • „Verkäufer stehen jeden Tag Vielen hundert Menschen gegenüber und kennen diese nicht.
      In der Schule ist jedes Kind bekannt mit Namen und Adresse und eine Kontaktverfolgung somit lückenlos möglich.“

      (sind mit indirekten Kontakten sicherlich nur 200-300 Schüler…)
      Verkäufer stehen sicherlich nicht Menschen gegenüber, die keine Maske tragen können, die sich nicht ständig die Hände waschen und desinfizieren, werden nicht von den Leuten angesabbert, nicht dauernd angefasst, sogar wenn sich diese Leute mit denselben Patschehändchen grade den Rotz durch das Gesicht gewischt haben.
      All das darf ich als Schulbegleiter in der Notbetreuung über mich ergehen lassen.
      Im Supermarkt würde ich mich sicherer fühlen, halte aber möglichst Abstand von den Leuten, damit ICH nicht zur Gefahr für sie werde.
      Obwohl doch kein Anlass dazu besteht, denn wir wissen ja alle, das die Schulen sooooo sicher sind, Kinder keine Träger des Virus, die Aha-Regeln ja problemlooooooos eingehalten werden können.
      (warum muss man da eigentlich noch Maske tragen?? Und wieso dürfen sich Kinder nachmittags nicht mit genausovielen Schülern treffen? Wenn das Virus nur von außen eingetragen werden können soll, wieso dann nicht von Schüler zu Schüler und somit von innen nach außen??? Durch welchen Zaubertrick funktioniert das den?)

      • Außerdem stehen Verkäufer einem möglichen Infizierten für sehr kurze Zeit gegenüber. Es hieß zu Beginn der Pandemie, dass der Kontakt schon 15 min andauern muss, um sich anzustecken. Schulstunden dauern aber bekanntlich länger und man hat mehrere davon hintereinander und als Lehrer keine Plexiglasscheibe zum Schutz dazwischen. Dass man überhaupt erklären muss, dass dieser Vergleich Unsinn ist…

    • Also ich weiß ja nicht, aber ich hatte als Kind meine Eltern gern (auch heute noch ;D). Zu meiner Zeit gab es auch keine Kitas… und jetzt äußere ich wirklich mal etwas, dass es in der Realität gar nicht geben dürfte: Als Kind hab ich seinerzeit auch mal 18 Stunden an einem Tag an der Playstation gehockt (damals noch PlayStation 1 als die raus kam)… eigentlich hätte ich also als drogenabhängiger, psychomotorisch gestörter, unterentwickelter Vollidiot enden müssen nach dem was man immer so aktuell auch in der Presse hört…

      Bilanz: erfolgreiches Abitur / Hochschulstudium / 2 Staatsexamen / Oberstudienrat (PS: meine Eltern beide keine Akademiker) … find ich jetzt gar nicht sooo losermäßig 😉

      Also mir erschließt sich nicht diese Geschichte von den Entwicklungsstörungen und dem unweigerlichen Eintreten von X bei ALLEN Kindern, wenn Kind mal temporär nicht Y hat. Das kann sicherlich mal sein, ich bezweifle, dass es bei den Vielen so ist. Und mit Verlaub Kinderarzt“Studien“ wo dann mal gefragt wird „wie fühlst du dich“ und ein Kind mal sagt „nicht so super, is gerade alles blöd“ – DAS ist die Grundlage zu behaupten alle Kinder gingen gerade unwiederbringlich den Bach runter??? Ernsthaft?

      • @Thomas Schultz: Sie stützen sich bei vielerlei Aussagen ebenfalls auf Studien. Haben Sie die Qualität dieser Studien eingehend geprüft und deren Entstehung eingehend hinterfragt?
        Wahrscheinlich gehören Sie auch zu den FFP2-Masken-Trägern auf Befehl. Auch hierzu gibt es Veröffentlichungen und Studien (siehe z. B. RKI). Vielleicht sollten Sie die Nutzung als Laie nochmals überdenken… Sie haben eine arbeitsmedizinische Untersuchung bereits durchlaufen oder sind in ärztlicher Betreuung? Dann will ich nichts gesagt haben…

        • @ SchweigenIstGold Ja, richtig, ich stütze mich auch oft auf Studien. Habe ich die Qualität derer geprüft? – Ja, denn ich lese als Naturwissenschaftler die Originalstudien und nicht die BILD-Artikel darüber. Man muss sich schon anschauen was in einer Studie wie gemacht wird. Die Methodik entscheidet über das Maß an Aussagekraft.
          Das, was da in den letzten Tagen in den Zeitungen auf Seite 1 rumgeisterte „Jedes 3. Kind jetzt schon geschädigt!“ – Nette Schlagzeile, aber schaut man sich an auf welcher Basis man zu der Aussage kam, Entschuldigung, das sind keine Studien – sowas nennt man eine Umfrage.

          Bzgl. Masken – selbstverständlich FFP2. Recherchieren Sie mal in den wissenschaftlichen Journals – die Verringerung der Abscheidung und Aufnahme sind signifikant. Natürlich nur solange sie richtig getragen werden (-Dichtsitz ist der Schlüssel). Wenn man im Fernsehen sieht, wie viele die „Schnabelmasken“ tragen mit im Nasenbereich riesigen Öffnungen nach oben – so bringt’s natürlich gar nix.

      • Das sehe ich genauso!
        Die Bildungsungerechtigkeit im normalen Schulalltag ist viel größer als die, die das Virus verursacht!
        Noch immer ist es nicht slbstverständlich, dass Kinder von Nicht-Akademikern die Uni abschließen, noch immer ist es nicht selbstverständich, dass Kinder aus zugewanderten Familien (auch nach Generationen) die gleichen Chancen haben wie andere, noch immer haben Kinder mit Einschränkungen irgendwelcher Art nicht die Förderung, die sie individuell brauchen.
        Und Kinder ohne Kita oder Jugendliche, die mal eine zeitlang nicht hauptsächlich für die Schule lernen oder die Millionen Schüler, die für Prüfungen lernen und keine nachhaltige Lernstrategie lernen (können? sollen)… das sind auch nicht alles Loser und Versager und Niedrigverdiener geworden.
        Obwohl man eigentlich fragen müsste: Was könnten Kinder später (für die Gesellschaft, die Wirtschaft) erst leisten, wenn wirklich alle gute, individuell passende Entwicklungschance bekämen???
        JETZT ausgerechnet entdeckt man „Bildungsgerechtigkeit“ und legitimiert damit das Ansteckungsrisiko für alle UND weitere Schäden durch weitere Schließungen etc.???

        Logisch ist das alles nicht.
        Die Eltern und „die Wirtschaft“ müssten m.E. die ersten und lautesten sein, die Schutz für alle verlangen – bis die Zahlen so niedrig sind, dass man auch guten Gewissens wieder starten kann…

    • Das sind sie, die Eltern, die ihre Kinder bekommen, damit es Kindergeld gibt. Habt ihr eure Kinder nur bekommen, um sie in die Kita oder Schule abzuschieben? Wie wäre mal mit kümmern und auf Wünsche eingehen?
      Das Wichtigste Glied sollte doch die Familie sein. Es ist eine schwierige Situation für alle, also leister euren Beitragen.

    • „In der Schule beträgt der R-Wert bei halbierten Klassen 2,9. Darf ohne Maske gebüffelt werden, steigt das Risiko sogar auf 5,8. Und kommt ein Bundesland auf die Idee, in Oberschulen den Unterricht in voller Besetzung ohne Masken zu gestatten, könnten sich die Schüler bei einem Wert von 11,5 auch gleich zur Begrüßung ins Gesicht husten.“
      Und genau so lief es bis kurz vor Weihnachten bei uns. Inklusive Coronafälle. Infektionsschutz Fehlanzeige. Finden Sie das akzeptabel?

  13. Darf ich mal fragen, wie ihr es schafft mit Kindern und Beruf, ohne die Betreuung durch die Schule?
    Wo lasst ihr eure Kinder während ihr arbeiten geht? Kitas und Schulen sind mehr als nur Bildungseinrichtungen.
    Sie sind Teil eines funktionieren Arbeitssystems.
    Wie stellt ihr euch das weiter vor?
    Viele Bekannte sind in Kurzarbeit und dürfen nicht arbeiten.
    Ihr Lehrer tut so, als würdet ihr wer weiß wieviel leisten – das mag für manche auch stimmen, für viele leider nicht.
    Kaum erreichbar, kein Engagement und trotzdem volles Gehalt. Das ist ein Schlag ins Gesicht für alle die nur Kurzarbeitergeld erhalten.
    Also: aus vielen Gründen müssen Schulen und Kitas wieder öffnen.

    • „Viele Bekannte sind in Kurzarbeit und dürfen nicht arbeiten.“ Na, zumindest bei denen ist die Kinderbetreuung ja gesichert. In Fällen, in denen beide Eltern Vollzeit arbeiten müssen, greift die Notbetreuung. Kommentare zu ihrem üblichen Lehrerbashing spare ich mir, das kennen wir zur Genüge. Hoch leben die Vorurteile!

      • Glatte Lüge. Mein Mann und ich sind beide systemrelevant und arbeiten voll…und trotzdem dürfen wir keine Notbetreuung in Anspruch nehmen, da zumindest mein Mann Homeoffice machen kann. Die Belastungsgrenze für alle ist mehr als erreicht, meine Kinder leiden so sehr unter den Beschränkungen, sagen jeden Tag sie möchten endlich wieder zur Schule. Wir Eltern können nunmal nicht ihre gleichaltrigen Freunde ersetzen.

        • Nein, keine Lüge. Realität in NRW. Da sitzen selbst Kinder in der Notbetreuung, bei denen die Eltern zu Hause sind. Nennt sich dann betreuter DU in der Schule.

          • Das ist dann schon krass, anders kann ich das nicht bezeichnen. In Brandenburg ist das definitiv strenger ausgelegt. Sorry, dass mit der Lüge nehme ich dann zurück. Aber dann muss man sich nicht wundern. In Brandenburg sind ja auch grundsätzlich die Förderschulen „geistige Entwicklung “ auf. (Ich arbeite in so einer). Da ist Abstand praktisch gar nicht möglich. Da geht es den Grundschullehrern definitiv besser…und denen in der Sek.1 und Sek.2 doch erst Recht. Da ist mehr Schutz möglich als wie wir ihn haben. Und keinen interessiert es, ob wir unsere Gesundheit aufs Spiel setzen oder nicht. Haben so viele Schreiben aufgesetzt, gebracht hat es nichts. Nicht einer interessiert sich für uns, von daher hab ich ehrlich gesagt jetzt auch nicht so ein Mitgefühl, wenn die Schulen bald wieder schrittweise öffnen. Und für meine Kinder freut es mich am meisten, die vermissen nämlich die Schule und ihre Freunde.

          • Wie „sicher“ das in der Notbetreuung abläuft, habe ich oben geschrieben. Einige Eltern haben ihre Kinder wieder abgeholt und betreuen sie doch lieber zuhause, weil sie gehört haben, dass das doch kein Unterricht ist, sondern nur Freizeitgestaltung. Da hatten einige Eltern tatsächlich erwartet, es fände Beschulung statt.

          • Nein, machen wir leider nicht, war eine Hintertürerfindung von Frau Gebauer. Kinder von Klasse 1 bis 13, de zu Hause keine „geeignete Lernumgebung“ haben, dürfen zum Lernen die Räume der Schule nutzen und müssen natürlich dementsprechend von LK beaufsichtigt werden.

    • Gibt es bei Ihnen an der Arbeit keinerlei Infektionsschutz? Reißen Sie bei zweistelligen Minusgraden permanent die Fenster zum Lüften auf?
      Erstens sind Schulen nicht zu. Die Abschlussklassen sind schon seit 11. Januar wieder voll im Präsenzunterricht. Zu dem Zeitpunkt hatte unser Kreis eine Inzidenz von 478. Die Notbetreuung wurde /wird auch recht umfangreich genutzt.
      Zweitens geht es ja nicht um „Schule auf oder zu“, sondern darum, das Ganze im Interesse aller Beteiligten , also auch der SchülerInnen und ihrer Familien, mit angemessenem Infektionsschutz zu tun, der die Bezeichnung auch verdient hat. Leider haben es ja die KuMis mit ihrem monatelangen Mantra der sicheren Schulen versäumt, da auch nur ein Minimum zu tun, und das Einzige, was schützen sollte, ist Lüften. Was nicht mal überall wirkungsvoll und mit echtem Luftaustausch geht. Von den aktuellen Minusgraden ganz abgesehen.
      Ich mache seit 11.Januar Präsenzunterricht in den Abschlussklassen an drei Tagen, außerdem an allen Tagen Videokonferenzen mit den anderen Klassen, was ich zwischendurch auch unterbrechen muss, wenn ich auch noch in der Notbetreuung eingesetzt bin. Wenn der „normale“ Unterrichtstag vorbei ist, stelle ich neue Aufgaben zusammen und lade sie in die Schulcloud, korrigiere von den Schülern hochgeladene Aufgaben und sende sie zurück, beantworte Mails von Schülern und Eltern, die über den Dienstmailaccount, teilweise aber auch noch über die private Mail (alte Gewohnheit einiger aus der Zeit, bevor es Dienstmailadressen gab) und über die Kontaktmöglichkeiten der Cloud ankommen.
      Dann telefoniert man noch mit den Elternhäusern, deren Kids sich in der Videokonferenz nicht blicken lassen und auch keine Aufgaben erledigt hochladen. Der Aufwand, den viele LuL betreiben, um die aktuelle Unterrichtssituation so gut wie möglich hinzubekommen, ist sehr groß. Zum Glück funktioniert jetzt wenigstens die Schulcloud, ohne dauernd abzustürzen.
      Eine ziemliche Pauschalverurteilung von „ihr Lehrer“ ist wirklich fehl am Platze.

    • Na klar, wir arbeiten nicht! Wir machen gerade einen Spagat zwischen Videokonferenzen, Notbetreuung, Korrigieren von allen Sachen, die uns die Kinder schicken und unterrichten in Abschlussklassen, natürlich im Präsensunterricht. Nein, ich bin nicht ängstlich, aber Arbeit habe ich so viel wie noch nie, 14 Stunden am Tag reichen da manchmal nicht aus und das Wochenende ist sowieso gelaufen. Außerdem berate ich als Psychologe und Paartherapeut Kinder, Jugendliche und Eltern, bringe Laptops und Tabletts persönlich zu meinen Kinder und habe endlose Elterngespräche, da alle verunsichert sind und kaum Ansprechpartner haben. Wenn man nicht Bescheid weiß, sollte man sich nicht äußern. Und glaube Sie mir, ich bin keine Ausnahme! Siehe auch bei „Leseratte“. Vielleicht mal Meinung ändern?

      • Ich glaube man kann hier schlecht pauschalieren – das sehe ich ein.
        Aber das gilt für alle Seiten!!!
        Eltern können zuhause keine Spielkameraden ersetzen – und auch keine Lehrkräfte.
        Wenn Eltern, die zuhause sind, ihr Kind in die Betreuung schicken, dann haben diese auch das Recht dazu. Systemrelevanz ist für mich ein absolutes Unwort – wer kann schon beurteilen welche Notwendigkeit vorliegt sein Kind zuhause nicht betreuen zu können oder auch zu wollen!!!

    • „Viele Bekannte sind in Kurzarbeit und dürfen nicht arbeiten.“

      Wenn die Schulen ihre Tor wieder öffnen, wird es wohl der Wirtschaft weiterhin mies gehen und die Kurzarbeit länger dauern und noch mehr Leute erfassen.
      Die gegenseitige Infektion unter den Schülern wird wieder in die Familien geschleust und damit die Inzidenz wieder hochtreiben. Und das aber bitte nur bei den Erwachsenen, die getestet werden aufgrund von Symptomen, und nicht bei den symptomlosen Kindern. Damit sind Kinder raus aus der dt. Statistik und trotzdem steigen die Werte wieder an (siehe Österreich: ca 6 mal höhere Infektionen bei SuS als angenommen)
      Willkommen im diffusen Infektionsgeschehen.

      Dazu die Anektdoten aus dem Ministerium:
      Kinder sind nicht ansteckend.
      Die Temperatur im Klassenzimmer fällt nur bis zu 3° beim 3 minütigen Lüften – egal wie kalt es draußen ist.
      Die Aerosole mit dem Virus stehen in der Luft und werden maximal von den Sitznachbarn mit der einen Monat alten Maske aktiv eingeatmet – deswegen sind auch nur diese zu testen, vielleicht.. bei Symptomen.
      Luftreinigungsgeräte sind nicht effektiv, dafür aber medizinische Masken (Abgenutztheitsgrad dabei egal).
      Klatschen und Kniebeugen halten warm und fördern das Lernen.
      Bei einem unter 15 Minuten Gespräch mit einem Infektiösem wird man nicht krank. Wird man es doch, hat man sich nicht an die Regeln gehalten.
      Wenn ein Schüler erkrankt ist, wurde dieser von einer Lehrkraft/Erzieher/… angesteckt.
      Wird ein Lehrer/ Erzieher/.. krank, hat dieser sich im privaten Umfeld angesteckt, aber NICHT beim eigenen (KiTa/Schul-)Kind. (Heimliche Karnevalsfeten sind nämlich total verbreitet unter dem freizeitgeilem Beamtenpack)

      Aber es ist wie es ist:
      Man liest gerne, was man lesen möchte.
      Kontakte generieren Infekte, ob mit oder ohne Maske.
      Medizinische Masken sind einem Monat getragen per Definition immer noch medizinische Masken.
      Unter der Nase hängende Masken sind nicht effektiv – auch wenn die SuS schwören, dass dies die korrekte Art des Maskentragens ist.

      • Und wo haben sich die Erwachsenen angesteckt? Na, im häuslichen Bereich… Damit haben die Schulen und Kitas ja gaaaar nichts zu tun… Lalala… Ich halte mir die Augen zu und schon sieht man mich nicht mehr, ist ja dann alles dunkel… 😉

    • Woher wissen sie denn so genau, was Lehrer in der Krise leisten? Man sollte immer fair bleiben. Und wenn man sich für Kinder entscheidet, dann sollte man auch immer wissen, was das Wichtigste für ihn ist.

    • Sehr schön gesagt!!!

      Offenbar ist der Beruf des Lehrers nicht so wichtig. Sie sind ja einfach mal so von allen Eltern ( unabhängig von Beruf oder Bildungsstand) zu ersetzen. Was für eine Wertschätzung für diesen Beruf.

    • „Kaum erreichbar, kein Engagement und trotzdem volles Gehalt.“

      Ich weiß nicht, woher sie das haben, aber wir müssen während unserer üblichen Arbeitszeit (nach Stundenplan) erreichbar sein.
      Kein Engagement? Sie meinen also, der Distanzunterricht macht sich von allein?
      Ich gebe meine Stunden nach Plan wie sonst auch, natürlich bekomme ich dann volles Gehalt, so wie andere im Home Office auch. Es soll sogar Leute geben, die dafür noch ein Dienstgerät vom AG bekommen oder Ausstattung fürs Heimbüro (bei meinem Partner ist das zB so) und da gehören Lehrer ja bekanntlich nicht dazu…

    • @Tobias:

      Ich bin in den Sechzigerjahren großgeworden und fand Kita damals doof.
      Meine Mutter gab nach und meldete mich ab.
      Ja, meine Mutter war „Hausfrau“, dies bedeutete aber nicht, dass sie am Vormittag Zeit für mich hatte.
      In dieser Zeit war es üblich, am Vormittag alles zu erledigen wie Einkaufen, Betten machen, Putzen, Kochen, Essen musste pünktlich auf dem Tisch stehen, wenn der Vater mittags erschien, etc.
      Klar, sie war anwesend, aber sie hatte keine Zeit für mich, d.h., ich musste mich selber beschäftigen.
      Meine ältere Schwester war in der Kita, meine Altersgenossen auch.
      Natürlich war das auch mal langweilig, aber gelitten habe ich nicht.
      Nach dem Mittagessen hielten meine Eltern Mittagsschlaf (knappe Stunde), da musste ich mich leise beschäftigen.
      Gespielt haben meine Eltern mit mir am Wochenende, da fanden auch mal Unternehmungen/Ausflüge statt.
      Und wenn ich draußen spielte, stand auch nicht dauernd jemand neben mir.
      Ich fand meine Kindheit sehr sehr schön!
      Es tut mir leid, das sagen zu müssen, aber bei vielen Eltern ist das „Leid“ hausgemacht.
      Die Kinder können ohne Anregung von außen oft gar nichts mehr selbstständig erfinden bzw. sich beschäftigen.
      Das erlebe ich als PM auch zunehmend in der Schule (GS). Immer wieder müssen die Kinder sich bei Erwachsenen rückversichern und können sich gar nicht mehr vorstellen, auch nur länger als 5 Minuten ohne Aufsicht zu sein.
      Ich finde es bedenklich und es bekümmert mich.
      Sie können sich kaum noch ihrer eigenen Stärken bewusst werden, ALLES läuft durch ein Beobachtungs- und Beurteilungssystem.
      DAS ist meiner Ansicht nach fast schädlicher und einschränkender für die gesunde Entwicklung eines Kindes als Einschränkungen durch die Pandemie.
      Verstehen Sie mich nicht falsch, natürlich ist es für viele Eltern zzt. nicht lustig.
      Und natürlich können Sie Ihre Kinder nicht in nullkommanix „umpolen“.
      Aber man könnte darüber nachdenken, ob Kinder wirklich so schnell „umfallen“, wenn es, so wie jetzt, mal nicht so ist wie gewohnt.

  14. Ich bin immer wieder erstaunt, dass Politiker und insbesondere Kultusminister besser über Schule und das, was dort vor sich geht, Bescheid wissen als Lehrer. Bewundernswert! So schlau wäre ich auch gerne mal.

  15. Diese Seite lässt also nur Kommentare zu, die im Sinne von Schulschließungen sind.

    Echt interessant…

    Wohl der Kinder vollkommen egal!

    • Falsch, diese Seite lässt Kommentare nicht zu, die 1. unbelegte Tatsachenbehauptungen enthalten, oder 2. den Anstandsregeln menschlicher Kommunikation nicht entsprechen (wie beispielsweise die ehrenrührige Behauptung, dass Menschen, die sich in der aktuellen Pandemie-Lage für Schulschließungen einsetzen – oder sind wir damit gemeint? -, das „Wohl der Kinder vollkommen egal“ sei).

      Da Ihnen offenbar nicht klar ist, wie eine konstruktive Kommunikation aussieht, können Sie unsere Regeln für Leserposts gerne hier nachlesen: https://www.news4teachers.de/uber-uns/

      Herzliche Grüße
      Die Redaktion

    • Naja, wie besorgt können sie als Mutter schon sein, wenn sie ihre Kinder lieber in der Schule sehen wo keinerlei Abstände eingehalten werden können, als zuhause, wo sie tatsächlich sicher vor dem Virus wären?
      Aber dann kann man sich ja nicht mehr ausleben und „frei“ entfalten, dann muss sich ja selber um seine Kinder kümmern.
      Das geht ja nicht, oder?

      Ihnen ist das Wohl der Kinder ja vollkommen egal!

      • Meine Kinder vermissen die Schule und ihre Freunde sehr. Aufgrund des schlechten Wetters war es die letzten Wochen auch selten möglich, diese länger als 1 Stunde draußen zu treffen. Wir Eltern sind auch an der Belastungsgrenze, Homeoffice, die Betreuung der kleinen Geschwister und das Unterrichten von drei Schulkindern (davon einmal Abschlussjahrgang und einmal 1. Klasse, sowie einmal vor dem Übergang aufs Gymnasium, also sehr herausfordernd) kostet viel Kraft und Zeit. Und trotzdem haben wir uns gewünscht, dass die Schulen noch so lange zu bleiben, bis die Inzidenz sehr weit unten, also am besten bei unter 20, ist. Und dass bei steigenden Inzidenzen frühzeitig massnahmen eingeführt werden. Maske, Klassen halbieren, zur Not auch wieder Fernunterricht. In allen Schulen. Weil wir nämlich überhaupt keine Lust auf einen Dauerlockdown haben. Und genau den werden wir mit diesen halbgaren Massnahmen bekommen. In wenigen Wochen ist die dritte Welle da, weil jetzt vorzeitig gelockert wird. Wer ans Wohl der Kinder denkt, der sollte jetzt alles dafür tun, dass dieser Zustand bald ein Ende hat. Lokal wird es immer wieder zu Infektionsgeschehen kommen. Der Blick in andere Länder zeigt aber, daß mit strengen, frühen massnahmen wesentlich mehr Normalität möglich ist.

      • Ich wollte grad sagen, diese Sorglosigkeit mancher gegenüber möglichen Ansteckungen ist entsetzlich. In meiner Klasse waren mehrere infiziert, von symptomlos bis schwerer Verlauf alles dabei, das war nicht lustig, einer hat die gesamte Familie angesteckt.
        Ich hatte Glück, da ich mit FFP2-Maske im Dezember am offenen Fenster stand und der Kelch an mir vorübergegangen ist… Aber Zustände sind das! Möchte mal andere Arbeitnehmer sehen, die im Winter am offenen Fenster arbeiten, um sich zu schützen…

    • Es ist mir schleierhaft, dass es immer noch Leute gibt, für die es nur „Schule zu“ oder „Schule auf“ gibt.
      Alle an Schule Beteiligten möchten Infektionsschutz, sodass sich das gesundheitliche Risiko in der Massenveranstaltung Schule in kalkulierbaren Grenzen hält. Etwa 20% der Lehrkräfte sind über 60, haben selbst teilweise Vorerkrankungen oder haben zu pflegende Angehörige zu Hause. Es gibt vorerkrankte Kinder und Eltern.
      Bei uns gab es selbst bei einer Inzidenz von knapp 500 Mitte Januar nicht mal Maskenpflicht im Unterricht der Oberstufe! Also volles Risiko. Glückssache, ob man sich infiziert oder nicht. Glückssache, ob man einen Hochrisikopatienten im eigenen Haushalt infiziert oder nicht. So kann es doch nicht laufen.

    • Verbringen sie doch mal einen Tag in der Notbetreuung und schauen zu, wie „toll“ die Maßnahmen doch eingehalten werden. Dürfen sich Lehrer, Begleiter und Betreuer keine Sorgen um ihr Wohl (= Gesundheit) machen? Das trifft dann auch die Kinder.

  16. Mir ist die konstruktive Kommunikation bekannt, dieser Seite offenbar nicht. Denn es gehen konsequent alle Kommentare in die gleiche Richtung.
    Das ist schon sehr auffällig.

    Alles andere wird gelöscht.
    (Anmerkung d. Redaktion: Das stimmt nicht!!!)

    • Nun, das könnte daran liegen, dass Sie sich auf der Seite „news4TEACHER“ bewegen. Naturgemäß sind hier vermutlich vor allem LehrerInnen unterwegs. Diese haben berufsbedingt einen größeren Einblick in den Schulalltag als FidK. Von daher sind sie durchaus kompetent, die Folgen von Schulöffnungen, Distanz- oder Präsenzunterricht in den verschiedensten Modellen einzuschätzen.
      Wenn Ihnen das nicht passt, gehen Sie doch einfach nicht mehr auf diese Website…

    • “ Denn es gehen konsequent alle Kommentare in die gleiche Richtung.
      Das ist schon sehr auffällig.“

      Ja. Es ist schon sehr auffällig wie Politiker Statements und „Studien“ raushauen, die an der Realität und an der Praxis vorbeigehen und die Beobachtungen in der Praxis völlig bewusst ignorieren. Und dann noch den Schutz verweigern, Stichwort „Impfreihenfolge“.

    • Ihre Kommentare, sofern Sie immer unter dem gleichen Namen posten, sind in der Regel leider auch geistiger Stuss! Daraus schließe ich, dass Sie nicht besonders helle sind (was nicht heißen soll, dass das alle Lehrer wären).

    • Es gibt übrigens auch Elternforen. Vielleicht finden Sie da Leute, deren Meinung Ihnen eher passt.

      Ich verstehe die Not vieler Eltern (es gibt auch Lehrer, die Eltern sind und sich in der gleichen Lage befinden), aber hier Ihren Unmut über Lehrer zu äußern führt einfach zu nichts.

  17. „Auf allgemeine Zustimmung stieß hingegen die Überlegung, Grundschullehrkräften sowie Erzieherinnen und Erziehern früher eine Impfmöglichkeit zu bieten. Nach dem Beschluss von Bund und Ländern soll geprüft werden, ob sie durch eine Änderung der Impfverordnung in der Reihenfolge nach vorne rücken können. Laut Merkel könnten sie so schon vor dem Sommer drankommen. Giffey wertete dies als «wichtiges Signal der Anerkennung und des Schutzes der Arbeit mit den Kleinsten».

    Und was ist mit den anderen LuL? Ich sehe ein, dass die Erzieher und Grundschullehrer am dichtesten dran sind an den Kindern. Aber ein Signal der Anerkennung????
    Alle anderen dürfen weiter auf „Anerkennung“ verzichten?
    Was hat denn Infektionsschutz (auf den jeder normale Arbeitnehmer laut Arbeitsschutzgesetz einen Anspruch hat) mit Anerkennung zu tun? Klingt ja, als müssten wir uns den Infektionsschutz „verdienen“ !!! Solche Äußerungen sind ein Schlag ins Gesicht aller LuL, die seit Monaten unter fragwürdigen Bedingungen ihre und die Gesundheit ihrer Familien aufs Spiel setzen, weil die KuMis ihrer Verantwortung für die Bediensteten in keiner Weise nachkommen.
    Abgesehen davon, dass „vor dem Sommer“ noch lange hin ist. Bis dahin geht das Viruswichteln fröhlich weiter. Tests sind kein echter Infektionsschutz, Schnelltests sind freiwillig, nur eine Momentaufnahme und oft falsch negativ. Wahnsinn.

  18. Dafür dass die Länder ihren eigenen Kram bei Schulöffnungen machen dürfen, müssten sie anscheinend das Zugeständnis machen, Lehrer und Erzieher in Impfgruppe 2 einzustufen.

    Immerhin werden Lehrkräfte nun eher geschützt.
    Da sie nur eine kleine Personengruppe sind, hoffentlich am Anfang von Gruppe 2.

    Zusammen mit Wechselunterricht und Abstandsregeln, Med. Masken, möglichst auch mit Luftfiltergeräten, sollte ein Eindämmen der Pandemie möglich sein.

    Hilfreich wären zudem umfangreiche Grenzkontrollen wegen der Mutanten.

    • @Koogle

      „Hilfreich wären zudem umfangreiche Grenzkontrollen wegen der Mutanten.“

      Nur dann, wenn alle Mutanten ehrliche Lebewesen sind und „echte“ Mutanten-Ausweise dabei haben, damit man sie sofort an der Grenze zurückweisen kann.
      Natürlich gehen sie dann brav zurück nach Mutantenhausen, wo sie bleiben bis ans Ende ihrer Tage.
      ZACK!
      Problem gelöst, das Leben kann endlich wieder einfach sein.

      @Lehrer hier:
      Fällt mir grad noch ein (24/7 im Dienst, ich olles Faultier kann gar nicht mehr anders):

      Man könnte im Präsenzunterricht auch mal sofort und konsequent die „Bindungsbildung“ (War, glaube ich, von Frau Dr. 😉 Giffey?) stärken, denn die Kinder haben Nachholbedarf:
      Quasi als Remake von „M – eine Stadt sucht einen Mörder“…
      – Alle wuseln lustig durcheinander und versuchen die Mutanten zu finden.
      – So haben die Kinder auch gleich wieder Bewegung – dass dient dem Abbau von während des im Schein-Lockdownchen erworbenen Stresses und Übergewichts.
      – Binnendifferenzierung für leistungsstarke SuS:
      Wer einwendet, dass man Viren – also auch Mutanten – doch gar nicht sehen könne, erhält den freundlichen Hinweis „Klappe halten, du penetranter Besserwisser! Du bist nur faul und willst nicht arbeiten! Wenn du noch mal was sagst, dann musst du Lehrer werden!“
      (Die Schule soll doch aufs Leben vorbereiten?)

    • Lehrkräfte werden eher geschützt – voraussichtlich kurz vor den jeweiligen Sommerferien (hat Frau Merkel gestern in der PK gesagt), aber nur, wenn die auch hochgestuft werden. Bis zu den Ferien sind es noch etwa 4 Monate, in denen sich der Schutz auf Lüften beschränkt. Immerhin darf man sich in NRW bis zu den Osterferien 2x wöchentlich testen lassen. Den Hinweis auf den berühmten Schwangerschaftstest wollte ich mir eigentlich verkneifen… Und warum, zur Hölle, dürfen wieder wir Grundschullehrer den Feldversuch Präsenzunterricht ausbaden? Wenn das Virus nicht gefährlich ist, dann bitte doch auch Klasse 5 bis 9. Ach, es ist gefährlich? Dann alle DU!!!

      • @Marie
        Ab April sollen mehr Impfdosen bereitstehen.
        Die Impfgruppe 1 soll Ende März fertig sein.
        Die Impfgruppe 2 ist eine sehr große Impfgruppe.
        Allein 8 Millionen 70-80-jährige deren Erstimpfung schon über 2 Monate dauern wird.

        Grundschullehrer müssen an den Anfang gestellt werden.
        Wenn andere Schulklassen in Präsenz gehen, deren Lehrer natürlich auch. Vor allem auch Abschlussklassen.

        Dafür muss jetzt gekämpft werden.
        Erst impfen, dann Präsenzunterricht.
        Auch wenn es bei den Grundschullehrern nicht gelungen ist.
        Ursächlich für die Impfreihenfolge sind der Ethikrat und die Stiko am RKI.
        Beide sind der Propaganda der Kultusminister und der Ministerpräsidenten erlegen.

        • @Koogle:

          Sie tun mir inzwischen richtig leid mit Ihren Impfaufruf-Bemühungen.
          (Bin keine grundsätzliche Impfgegnerin).
          Aber um das Ganze mal zu optimieren:
          Mein Vorschlag: Wie wäre es mit einem Werbevertrag mit der von Ihnen bevorzugten „Marke“ bei N4T?
          Trendiges Werbefoto mit eingängigem Slogan….immer wieder einblenden, wenn es Sie überkommt!?
          „Take a shoot – dann gehts dir guuut!“
          Hätte doch was…

  19. Querdenker, Reichsbürger, Piwarz und Kretschmer, auch das ist Sachsen. Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.
    Sachsens Grundschulen starten am Montag ohne Wechselunterricht und ohne Masken im Unterricht. Das ist kein Witz. Denn Sachsens Grundschullehrer wollen das Lächeln sächsischer Grundschüler im Unterricht sehen.
    Schade, dass Eltern, Lehrer und Erzieher gerade jetzt so versagen. Schade auch, dass Merkel und Söder versagt haben. Das wäre noch egal, wenn es bloß schlechte Wahlergebnisse bringen würde. Wenn Brinkmanns Analysen stimmen, wird es Menschenleben kosten.

  20. Dem Bund steht hinsichtlich der Kitas – im Gegensatz zum Schulbereich – eine (konkurrierende) Gestzgebungskompetenz nach Artikel 74 Absatz 1 Nr. 7 GG zu, denn das Bundesverfassungsgericht ordnet Kitas nach wie vor nicht dem Bildungsbereich, sondern der öffentlichen Fürsorge zu. Offensichtlich möchte der Bund nichts regeln. Die Bundesregierung hat ja auch keine Standards für Kitas geregelt, obwohl dies aus fachlicher Sicht durchaus erforderlich erforderlich ist, um einheitliche Lebensbedingungen herzustellen und die Kinderrechtskonvention umzusetzen. Nach Artikel 3 Absatz 3 KRK sind die wesentlichsten Kriterien für Einrichtungen Gesundheit, Sicherheit, hinreichende Aufsicht, Zahl und fachliche Eignung des Personals. Mit Artikel 6 Absatz 2 KRK hat sich Deutschland verplichtet, die Entwicklung des Kindes „in größtmöglichem Umfang“ zu gewährleisten. Gäbes es für die Kitas wesentlich mehr Personal und kleinere feste Gruppenverbände, würden die Kitas auch zu Pandemiezeiten besser funktionieren. Aber Personal kostet halt.
    Schade, schade…

  21. „jeahhh, die Zahlen gehen runter, macht schnell Kitas und Schulen wieder auf, das wir die Grundrechte nicht wiederbekommen! Lasset die Zahlen wieder steigen und noch mehr sterben“

    Unglaublich… Man kann zu dieser Regierung nix mehr sagen und es wird sehr schwer wenn die Wahlen kommen… Wen will man denn wählen, wenn alle so handeln‍♀️

  22. An unserer Berufsschule in BW werden ab 22.2. mehr als 40 % aller Schüler* innen täglich in der Schule sich einfinden. Dazu mindestens 50% der Lehrer*innen.
    Laut Wetter.de ist dann mit Temperatur über 0 evtl. zu rechnen, aber regnerisch und windig!
    Gutes Lüften wünsche ich, Masken gibt es ja nicht mehr, da durchgefallen bei der Dekra!
    Ich hoffe wir kommen gesund durch die nächsten Wochen!

  23. Ich stimme besorgter Mutter voll zu, habe die gleiche Problemen mit 2 Schulkinder zu Hause: Schlafprobleme, kein Motivation, keine Lust.
    ES REICHT EINFACH! DIE KINDER WOLLEN, MÜSSEN UND SOLLEN IN DIE SCHULE!
    Und eine Frage an diejenigen, die schrecklichen Angst von dem Virus haben: wie habt ihr früher mit anderen Viren gelebt, gearbeitet, unterrichtet?! Und wo sind jetzt eigentlich andere Viren, Grippe z.B. ?

    • @Mama aus H.
      Laufen Sie mehr oder weniger geschützt über mehrer Stunden mit vielen Menschen im selben, schwer zu lüftenden Raum mit wenig Abstand rum?
      Wenn ja dürfen Sie hier diese Meinung weiter vertreten, dann sind Sie sehr risikofreudig und lieben anscheinend die Gefahr??
      Wenn nein, können Sie hier einfach nicht mitreden!
      Mir tun nur Ihre Kinder sehr, sehr leid!
      Warum? Dies ist hier mehr als ausführlich seit Monaten erklärt worden!

      • @Karin ich bin risikofreudig

        Leider findet man nicht so schnell psychologische Betreuung für Kinder aber Corona überstehen sie wohl.

        • @ Maria
          Das hoffe ich für Ihre Kinder und für mich ( 64 Jahre und Risiko!)! Wie leichtfertig Sie über die Gesundheitsrisiken Ihrer Kinder hinweggehen. Ich hoffe Sie haben sich und ihren Kindern gegenüber nach Corona nicht allzuviel zu verzeihen!

        • Dann seien Sie doch mal so risikofreudig und beaufsichtigen Ihre eigenen Kinder beim Lernen mit den von der Schule gestellten Materialien.
          Anschließend können Sie ganz risikofreudig mit ihnen kochen, im Zelt im Garten oder auf dem Balkon übernachten oder die nächste Wanderung planen oder kaufen sie Instrumente und musizieren Sie gemeinsam.

          So helfen Sie sich und Ihren Kindern während der Durststrecke und eröffnen ihnen neue Welten.

    • Liebe Grüße aus Wedel

      Ich stimme zu!

      Die Angst haben sollen sich schützen und zu Hause bleiben.

      Über unsere Kinder möchten wir bestimmen.

      • @Maria
        „Die Angst haben sollen sich schützen und zu Hause bleiben“

        Gibt es dieses dümmliche Argument immer noch? Kein Mensch kann dich so isolieren, dass er ganz sicher ist. Man ist nicht vollkommen unabhängig von anderen Personen und deren Verhalten. Jeder ist darauf angewiesen, dass andere die Regeln einhalten und sich an die Einschränkungen halten.

        Ein guter Freund von uns stürzte, musste ins Krankenhaus, und schon ist es passiert. Er infizierte sich dort und starb nach 3 Wochen. Heute wurde er beerdigt.

        Soviel zu “ sich schützen und zu Hause bleiben“.

    • Richtig geschrieben Mama aus Hamburg.
      Sie sollen zu Hause bleiben aber unsere Kinder gehen in die Schule.

      Darüber bestimmen wir

      • Darf ich als Lehrer dann bitte zuhause bleiben? Und meine KollegInnen, die ebenfalls keine Lust auf Mutantenroulette habe, ebenfalls? Wir unterrichten Ihre sich in der Schule gruppenkuschelnd (weil ist kalt bei Fenster auf, ne?) befindlichen Kinder dann gerne per Videokonfernz oder Cloudsystem von daheim aus. Sie als risikofreudige Mama übernehmen sicher gern die Aufsicht über die Kinder…

      • Also meine Kinder schlafen gut und sind nach wie vor motiviert. Wir sind richtig gut drin in der Routine des Distanzunterrichts und es könnte noch bis Ostern so weiter gehen.
        Das jüngste Kind (2. Klasse) ließ großen Unmut darüber verlauten, dass es jetzt als erstes und einziges in die Schule muss.

    • @Mama aus HH & Maria: Sie bestimmen mal gar nicht über die Menschen, die sich nach Ihren Wünschen bitteschön um Ihre Verantwortung kümmern sollen!!! Ihre (Entscheidungs)Freiheit hört dort auf, wo Sie in die anderer eingreift, sie egoistisches Pa…

      Schlafprobleme, keine Motivation, keine Lust ???!!!

      Dann motivieren Sie Ihre Kinder mal bitte!!! Was für ein Argument ist denn keine Lust? Ich glaub es hackt! Genau das ist echt vorbildliche Erziehung! Nämlich gar keine – wie wir Lehrer es in vielen Fällen immer mehr wahrnehmen… es gibt jede Menge tolle Eltern, mit denen man die Kinder gemeinsam erzieht und bildet – solche wie Sie gehören in die andere Gruppe… Schulen sind keine Dienstleistungsunternehmen!

      • Ja, hier kommt die Einstellung einiger Eltern so richtig zum Vorschein.
        Ich sehe es als Mutter ebenfalls als meine Pflicht an, meine Kinder zu bilden (Stichwort: Erziehungspartnerschaft), ergänzend zur Schule, ihnen grundlegende Werte beizubringen und ihre Motivation zu fördern. Heute soll bitteschön alles die Schule richten, da frag ich mich schon manchmal, wie es sein kann, dass einerseits so viel Hass auf Schule und Lehrer/innen existiert und andererseits davon ausgegangen wird, dass die Schule sämtliche Erziehungsarbeit übernimmt…

    • Das ist Egoismus pur!

      Das, was Sie da voprschlagen, ist das unkontrollierte Laufenlassen des Virus. Das haben andere schon probiert und sind damit kläglich gescheitert (einfach mal UK in der ersten Welle anschauen oder das, was in Brasilien passiert ist). Dann werden nämlich die ITS auch mit Menschen zwischen 20 und 60 vollaufen, denn dann werden die Infektionszahlen exponentiell nach oben schiessen.

      Sobald die ITS voll sind, wird auch die Sterberate jüngerer Menschen nach oben schießen. Ob es für die Kinder wohl so toll ist, als Waisen oder Halbwaisen aufzuwachsen?

      Außerdem bitte bedenken, dass das Problem zu 100% von der KMK verursacht ist: Wenn diese im Sommer auf die richtigen Wissenschaftler gehört hätten, dann wäre jetzt jeder Klassenraum so ausgestattet, dass man da Präsenzunterricht machen könnte, OHNE dass es ein erhöhtes Risiko für Infektionen gibt.

      Es ist nämlich keineswegs so schwarz/weiss, wie viele es sehen: Es gibt zwischen „Schule komplett zu“ und „Schule auf ohne jeden Infektionsschutz“ auch noch die Variante, die Schulen so zu öffnen, dass eben nichts (oder fast nichts) passieren kann. Wenn einem Schule UND Gesundheit wichtig sind, dann sollte man genau diesen Weg wählen. Hat die KMK aber nicht gemacht und es ist unglaublich, dass jetzt versucht wird, mit Bedürfnissen der Kinder die Variante des weitgehend schutzlosen Unterrichts durchzudrücken. Anders wird ein Schuh daraus: ERST für Schutz sorgen, dann aufmachen. Die Schulen wurden vor ZWEI Monaten geschlossen. Selbst diese Zeit wurde NICHT genutzt. Dass das Problem besteht, ist spätestens seit Mai klar.

      • Lieber Jan…wieder mal ein wohlformulierter Volltreffer….aber die letztendliche Verantwortung für die Misere, nämlich dass im letzten Sommer die Chance auf mehr Sicherheit im Klassenzimmer durch flächendeckend installierte Luftfiltergeräte verspielt wurde und wir uns heute von Gebauer die gestelzte Lüge anhören müssen, ihr Angebot zur Finanzierung von Luftfiltergeräten in Klassenräumen sei nicht ausreichend abgerufen worden (bei einer so offensichtlichen Lüge und einer so unfassbaren Dreistigkeit könnte ich rasend werden) …ist eindeutigen KMs anzulasten.

    • Was passiert eigentlich, wenn mal ein Krieg ausbricht? Oder eine noch viel tödlichere Pandemie als Covid-19? Schickt man die Kinder dann auch noch raus auf Gedeih und Verderb? Was würden Sie denn tun, wenn Sie zB in Syrien leben würden? Gegen solche Lebensbedingungen dort ist das, was uns durch den Lockdown hier an Einschränkungen usw zugemutet wird, doch pillepalle. In Kriegsgebieten erleiden (nicht nur) Kinder RICHTIGE seelische Schäden, sie werden traumatisiert, leiden oft bis an ihr Lebensende. Dagegen ist das, was den Kindern hierzulande seelisch durch die temporäre Isolation widerfährt, doch ein Witz (ich will nicht sagen, dass das gar keine Folgen hat. Es ist aber monentan nunmal so wie es ist)!

      Wir befinden uns nunmal derzeit in einer Krisensituation. Wie wäre es mal, sich das bewusst zu machen? Da kann eben nicht alles so weiter laufen wie man es gewohnt war und gerne hätte – auch nicht für die Kinder. Niemand findet diese Pandemie schön und von den strikten Ausgangssperren nachts (hier in BaWü in den letzten Wochen von 20-5Uhr!) bekam ich zwischenzeitlich den totalen Koller, weil man ja nicht einmal abends noch einen Spaziergang machen durfte (es sei denn, man hatte einen Hund). Das kann einem schon ganz schön aufs Gemüt schlagen. Ja, dann ist das halt mal so. Aus, fertig.

      Solch rücksichtsloses und egoistisches Verhalten, wie Sie hier an den Tag legen, ist auf jeden Fall in solch einer Pandemielage mit einem so ansteckenden und gefährlichen Virus völlig fehl am Platz. Influenza ist sicher auch kein Spaß, auch daran sterben jedes Jahr etliche Leute – aber vergleichbar mit Covid-19 ist das nicht (solange man nicht sowas hat wie die Spanische Grippe). Gravierend sind bei Covid-19 bei vielen ja auch die Langzeitfolgen, selbst bei milden Verläufen. Und symptomlose Infizierte können den Erreger auch noch unbemerkt munter weiterreichen (zB die lieben Kleinen). Wie verantwortungslos kann man bitte sein, um zu sagen, dass man darüber frei bestimmt, die Gesundheit anderer Menschen gnadenlos in Gefahr zu bringen und aufs Spiel zu setzen, nur damit dem eigenen Nachwuchs nicht zu langweilig wird? Und wie unverschämt ist es, von anderen zu verlangen, zu Hause zu bleiben, nur damit man sich selbst nicht zu sehr einschränken muss??? Und wie verhätschelt sind Kinder eigentlich heutzutage, dass sie nicht einmal schadlos durch so eine Krise wie diese kommen (so lange kein Familienmitglied ernsthaft an dem Mist erkrankt oder stirbt – was durchaus passieren kann wenn das Kind den Dreck aus der Schule mitbringt)? Stichwort Resilienz? Sind das die selben Kinder, deren Eltern sie nicht mal an gewissen Dingen im Leben scheitern lassen und ihnen stets schön den Weg ebnen und ihnen alle Hindernisse und Widrigkeiten aus dem Weg räumen?

      • @Frau MCS Ganz richtig, das ist ja auch das, was wir in Schule mehr mehr erleben. Die Kinder haben immer weniger Frustrationstoleranz. „ICH bin fertig, bespaßt MICH!“

        Habe aber auch viele tolle Schüler, einer sagte zuletzt in der Videokonferenz auch „das, worüber wir uns hier aufregen ist doch lächerlich gegenüber der Generation, die wirklich schlimme Dinge erlebt hat. Da schäm ich mich richtig fremd.“

  24. Ich habe eine Verständnisfrage. In verschiedenen PK war zu hören, dass man LehrerInnen gegenüber eine besondere Schutzpflicht hätte. Und dann ist von ErzieherInnen und GrundschullehrerInnen die Rede. Werden LehrerInnen der weiterführenden Schulen und Berufsschulen nicht in die Überlegungen der vorgezogenen Impfung einbezogen?

    • Nö. Die können ja besser Abstand halten. Aerosole gibt es ja bei älteren SchülerInnen nicht…

      Im Ernst: Mich wundert es auch etwas, da es ja immer hieß, die Kleinen seinen kaum ansteckend und die über 14-Jährigen genauso ansteckend wie Erwachsene…

      Das es ca. 800.000 LehrerInnen in Deutschland gibt, ist die Gruppe (im Verhältnis zu den Älteren und Vorerkrankten) auch nicht so groß, wenn man davon ausgeht, dass 50-70% sich impfen lassen würden, sogar noch kleiner. Da könnte man auch alle hochstufen…

  25. Alle diese Stufenpläne zur schrittweisen Öffnung, die da angemahnt oder auch kritisiert werden, hängen immer von diesen Inzidenzzahlen ab. Aber sind diese Zahlen überhaupt so präzise und so aussagekräftig? Hängen die nicht ihrerseits davon ab, wie viel überhaupt getestet wird? Und diese Tests sind ja auch nicht perfekt.

  26. Alle jammernden Lehrer sollte kündigen und vielleicht lieber im Krankenhaus, Pflegeheim, Arztpraxis oder so wie ich in einer Zahnarztpraxis arbeiten.
    Unsere Patienten haben während der Behandlung keinen MNS auf. Und ich behandelte täglich.
    AUCH KINDER!!!!
    AUCH ÄLTERE MENSCHEN!!!
    UND NEIN, ICH BRINGE MEINEN PATIENTEN NICHT DIE INTEGRALRECHNUNG BEI, DENN DAS IST EUER JOB. DEN IHR ABER NICHT WAHRNEHMT.
    ES IST SOOOOO KRASS, KEINE BERUFSGRUPPE STÖHNT, JAMMERT UND BESCHWERT SICH SO WIE LEHRER.
    ICH MUSS ES JETZT MAL SAGEN: ES KOTZT MICH AN!!!
    Ich han nirgends gelesen, dass irgendeiner von euch mal was positives sagt. Euren Schülern Mut macht, oder einfach das Beste aus der beschissenen Situation für uns alle macht.
    Wie kann man nur so schwach sein????

    • Bitte richten Sie Ihre Empörung gegen diejenigen, die dafür verantwortlich sind, dass es seit mehr als einem Jahr seit Pandemiebeginn immer noch keine coronasichere Ausstattung der Schulen gibt. Fragen Sie die zuständigen Schulträger (im Regelfall die Kommunen) und Ihr Kultusministerium, warum die Schulen immer noch nicht mit Luftfiltern, Abtrennungen, UV-Lampen, …, ausgestattet sind, die es erlauben würden, normalen Präsenzunterricht zu machen. Gern mit derselben Empörung, die Sie hier äußern.

    • @Sally

      „… DENN DAS IST EUER JOB. DEN IHR ABER NICHT WAHRNEHMT.“
      und
      „ICH MUSS ES JETZT MAL SAGEN: ES KOTZT MICH AN!!!
      Ich han nirgends gelesen, dass irgendeiner von euch mal was positives sagt. Euren Schülern Mut macht, oder einfach das Beste aus der beschissenen Situation für uns alle macht.“
      und
      „Wie kann man nur so schwach sein????“

      Wollen Sie mal schauen, wo ICH überalle meinen Job mache????
      DANN AUGEN AUF!!!!
      DAS HIER SUCHEN (selber machen, kann ich nicht für Sie erledigen)
      „Pit 2020 11. Februar 2021 um 15:33
      @As. … “
      https://www.news4teachers.de/2021/02/oeffnungen-von-kitas-und-grundschulen-wissenschaftler-sagen-dritte-welle-voraus-wir-sind-bereits-wieder-im-exponentiellen-wachstum/
      Sie verallgemeinern hier, das schließt mich ein.
      Weil Sie also persönlich werden, verbitte ich mir das hier aufs allerstrengste!!!!
      Oder haben Sie von mir BISHER gelesen, dass ALLE Elternteile, die im Pflege- oder Gesundheitsbereich arbeiten, genau so GERNE AUS DER ROLLE FALLEN WIE SIE ES HIER GETAN HABEN ????
      Könnte ich ja machen, aber auch ohne Mundschutz habe ich einen anderen Schutz, sogar 24/7:
      Mein Gehirn.
      Und meinen Anstand.
      Letzteres ist nicht immer leicht bei solchen Kommentaren wie dem Ihrigen.

      Sie fragen:
      „Wie kann man nur so schwach sein????“
      Ja, ich und mein Gehirn und mein Anstand sind so schwach, Ihnen nicht das zu antworten, was Sie an dieser Stelle eigentlich verdienen würden.
      NICHT, weil es dann ganz sicher nicht veröffentlicht würde, sondern weil das nicht der Stil eines Schwächlings ist.
      Und darum verzichten SIE bestimmt gerne auf eine ENTSCHULDIGUNG, denn HELDINNEN WIE SIE haben so etwas nicht nötig. Nein, nein, GANZ SICHER NICHT.

      Danke, dass Sie mir meine 5-Minuten-Pause mit Unterhaltung gefüllt haben.
      In über 20 Jahren in meinem Beruf ist mir nicht 1 Kind oder Jugendlicher untergekommen mit einem Verhalten wie dem Ihren.

      • Eben – ich bin ein Elternteil und bin nicht in der Lage, die Gefahren eines Schulbesuchs ohne ausreichende Infektionsschutzmaßnahmen und mit gefährlicheren Mutationen auszublenden!
        Genau dieses Ausblenden führt zu erneuten massiven Infektionen und macht Arbeitsplätze wie jene von Zahnarzthelferinnen sehr unsicher!

    • Bitte schreien Sie nicht so!
      Ich mache meinen SuS jeden Tag Mut, ich lobe und zeige, dass ich mich freue, dass sie im Distanzunterricht so gut mitmachen, wenn sie es tun.
      Hier aber muss ich mich ja wohl nicht positiv äußern, wenn es um die Entscheidungen verschiedener Minister*innen geht, die ich schlecht/falsch finde.
      Sie schreiben ja auch nichts Positives an uns Lehrkräfte, weil Sie uns zu schwach finden. Wo bleibt denn Ihr Lob an uns, dass wir uns Tag für Tag bemühen, die Kids trotz der Lage bei der Stange zu halten?

    • @Sally – Warum lesen Sie in unserem Forum, wenn es Sie so ankotzt? Sie sind am Falschen Ort unterwegs! Gehen Sie auf ein Blog für Zahnarztpersonal und lassen Sie Ihren Hass und Ihre Vorurteile dort ab!

      • Genau das frage ich mich auch immer.

        „Alle jammernden Lehrer sollte kündigen.“

        Da ja grundsätzlich alle Lehrer immer nur jammern und nichts anderes tun, gäbe es dann keine LehrerInnen mehr. Und nun? Dann müssen Sie doch die Integralrechnung übernehmen…

        Über den Distanzunterricht und die LehrerInnen wird immer nur gemeckert. Aber von denen wird was Positives erwartet?

        Wie man in den Wald hineinruft… gell?

    • @Sally:

      Diesen empathischen Text haben Sie schon vor Wochen gepostet.
      Offenbar haben Sie fleißig und viel in diesem Forum herumgelesen, um ihr Urteil über die Lehrerschaft hier so vehement rauszuhauen!
      Sie scheinen das meiste davon aber leider gar nicht verstanden zu haben….das ist schade!
      Gleichzeitig, (das wiederum finde ich wirklich lustig!!!) 🙂 , beklagen Sie sich darüber, dass andere sich beklagen….
      Einfach herrlich, …muss man erstmal bringen….:)

  27. Schule ist viel mehr als nur reine Wissensvermittlung. Kinder brauchen Kinder und soziales Miteinander. Die Kinder werden langsam völlig gaga und all diejenigen, die nicht erkennen dass das ein Problem ist, müssen uns Eltern nichts von Egoismus erzählen.
    Jeder muss auf sich selbst aufpassen und wenn jemand alt und/oder zu einer anderen Risikogruppe gehören sollte er sich isolieren, völlig richtig. Aber das ganze öffentliche Leben lahmzulegen ( insbesondere die Schule) ist mit nichts zu rechtfertigen. Mein Mann und ich arbeiten beide im Schichtbetrieb, ich unterrichte morgens mein Kind, mache danach meine Hausarbeit und gehe dann in die Spätschicht. Wir sind beide in systemrelevanten Berufen, in denen Homeoffice nicht möglich ist. Uns als Familie gibt es quasi nicht mehr. Und mich als Mensch erst recht nicht. Ich falle abends völlig erschöpft ins Bett und dass weil ich morgends alles für meine Tochter gebe und danach für den Rest der Bevölkerung. Vlt. sollten sich die Leute mal durch den Kopf gehen lassen die über uns „überforderte Eltern“ rumhetzen.
    Ach, und ich denke ich kann mir eine Meinung bilden. Ich bin Mutter, Risikopatientin und hatte schon eine Coronaimfektion.

    • Ja, solche Menschen wie Sie gibt es natürlich auch. Es gibt sogar Corona-Leugner, die an Corona gestorben sind.
      Ich möchte Sie daran erinnern, dass wir eine Pandemie durchleben, in der alle Abstriche machen müssen. Es wäre schön, wenn Sie mal Ihre Genervtheit, die ich zwar verstehen kann, beseite schieben und einfach den Ernst der Lage sehen würden.
      Niemand hat Lust auf diese Maßnahmen, die unser aller Leben so einschränken. Pobacken zusammenkneifen und nicht so anstellen. Wir reden hier nicht von Jahren, nicht mal wirklich von Monaten, wenn es um Schule geht.
      Wie kommt es eigentlich, dass unsere Gesellschaft so verweichlicht ist, dass viele sich nicht mehr zusammenreißen wollen?

      • @derechteNorden: Richtig, und das Bekloppte ist, das diese Stimmen nun alle so viel Raum bekommen, gerade jetzt, wo wir den Schlüssel Impfung in der Hand haben und nach Aussagen der Regierung nur noch vielleicht ein Quartal durchhalten müssten bis massiv Impfstoff zur Verfügung steht.

        Es ist ein Jahrhundertereignis und noch nie zuvor hatte die Menschheit die Möglichkeit diesem zu begegnen.

        Ein Quartal gegen tausende unnötige Verluste…

  28. Kein Stufenplan für einheitliches Vorgehen im gesamten Land- das zeigt doch, dass niemand wirklich die Verantwortung übernehmen möchte.
    Ich frag mich, wozu die Kanzlerin und Ministerpräsidenten dann zusammengesessen haben( natürlich online und nicht in Präsenz, was sie aber von ihren Untertanen selbstverständlich verlangen.)
    Ab welcher Inzidenz passiert was unter welchen Bedingungen….Kein Plan mit irgendwelchen Zieldaten, sondern wissenschaftsbasiertes Vorgehen ist gefragt.Meinungen….akzeptiert das Virus nicht, es schafft Fakten.Und Politiker führen uns wider besseren Wissens in die Katastrophe(3. Welle)
    Ich wünschte, ich hätte nicht Recht….

  29. Vielleicht lassen Sie einfach mal die Kinder sprechen, anstatt über diese zu sprechen. Sie haben ja gar keine Ahnung, was es heißt wenn Kinder über 2 Monate zu Hause sitzen, Eltern Lehrer spielen dürfen. Und Sie müssen auch differenzieren zwischen Schülern der unteren Jahrgänge und der oberen Jahrgänge. Hier sind die persönlichen Entwicklungen zu beachten. Ich habe 3 Kinder(5, 9 und 11 ) Jahre. Meine Frau steht jeden Tag 8 Stunden auf Arbeit und ich im Schichtdienst. Wir verdienen unser Geld mit täglicher Arbeit und sehen jeden Tag , wie sehr die Schule und die damit verbunden soziale Kontakte fehlen. Lehrer müßten eigentlich genau die Thematik ihrer Schützlinge sehen. Sie reden immer nur über die Gefahr, die ihnen droht. Die Armen. Die Verkäuferin an der Kasse fragt doch auch keiner. Hier wird es als normal angesehen, dass sie da ist. Oder das die Leute im Supermarkt sich treffen. Da kann auch keiner etwas nachverfolgen. Ich würde vorschlagen dass die selbst ernannten Moralapostel vielleicht etwas mehr nachdenken, als hier diese unqualifizierten Kommentare loszulassen. Lasst die Kinder sprechen. Diejenigen, welche es betrifft. Und redet vielleicht mal mit denen , als über diese.

    • Ja, das ist bestimmt hart mit drei Kindern, aber geht es eigentlich auch etwas differenzierter?
      Und mal im Ernst, Kinder sprechen zu lassen, wäre Kindern gegenüber unfair, weil sie ja gar nicht wissen, was sie da tatsächlich entscheiden müssen. Sie werden Ihren Kindern bestimmt nicht gesagt haben, dass das alles wegen des gefährlichen Virus ist, das jetzt auch noch mutiert ist, oder? Sie werden Ihren Kindern wohl eher die ganze Zeit erzählt haben, wie schlimm es doch für sie ist und dabei auch noch total unnötig. Und es kann nicht danach gehen, was Kinder jetzt lieber möchten. Dazu müsste man Kinder ausführlich aufklären, damit sie tatsächlich frei entscheiden können. Ihre Kinder würden sich so entscheiden, wie Sie es erwarten, sind nämlich noch keine Teenager, die vielleicht aufbegehren.

    • @Michael

      „Lasst die Kinder sprechen. Diejenigen, welche es betrifft. Und redet vielleicht mal mit denen , als über diese.“

      Beides gehört zum Berufsbild Lehrer.
      Na,auch mal einen gute Idee gefällig? – Also gut:
      Bäcker sprechen über Brot.
      Sprechen Bäcker auch MIT dem Brot?

      Daraus folgt für Sie:
      „Ich würde vorschlagen dass die selbst ernannten Moralapostel vielleicht etwas mehr nachdenken, als hier diese unqualifizierten Kommentare loszulassen.“

      „Wir verdienen unser Geld mit täglicher Arbeit“
      Ach fein, wir sind schon 3!
      Oh STOPP! – Natürlich (?!) knechten Sie und Ihre Frau auch schon seit Monaten ohne Wochenende?

      Ansonsten empfehle ich Ihnen meine Antwort auf @Shelly (etwas weiter oben), die ich vor einigen Minuten hier gepostet habe.

  30. Ohne Frage sind Lehrer einem erhöhten Risiko ausgesetzt, aber nicht mehr und nicht weniger als andere Berufsgruppen die hier bereits auch genannt wurden. Ich bin schockiert über die Beiträge die ich hier zu lesen bekomme. Für keinen ist die Pandemie leicht, aus unterschiedlichen Gründen. Sollten wir nicht Verständnis füreinander aufbringen als uns gegenseitig zu beschimpfen? Wir managen hier auch den Spagat zwischen Beruf, Haushalt, Schule und Kindererziehung- und da sind wir in der glücklichen Lage arbeiten zu dürfen ohne finanzielle Einbußen…wenn ich da an die Friseure, Gastronomen usw denke. Die Lehrer meiner Tochter sind top, da höre ich so Gejammer nicht, die wollen wieder in den präsenzunterricht und zurück zu ihren Kids (zumindest sagen die das). Der online-Unterricht bei uns klappt soweit super und könnte selbstverständlich noch ein paar Wochen so weiter gehen, ersetzt aber tatsächlich nicht den Face to Face Unterricht. Desweiteren kenne ich auch Schulen und Klassen wo das mit dem online Unterricht nicht so top läuft wie bei uns. Nun gehören wir auch nicht zu dem Klientel welches die Erziehung und Verantwortung gerne an die Schule oder andere abgibt ( unbestritten gibts das auch) aber trotzdem brauchen wir im Familienleben wieder Normalität! Aber wir halten durch, weil wir es trotz den Einschränkungen doch sehr gut haben, ein warmes zu Hause, genug zu essen und zu trinken und dank online-Versand fehlt es uns doch auch sonst an nichts von allen diesen schönen Dingen! Die sozialkontakte die leider fehlen kann ich als Erwachsener noch gut kompensieren, aber unsere Kinder??? Und wichtig ist auch, dass mal ein Fremder ein Machtwort spricht, weil irgendwann daheim die Luft raus ist

    • Was Sie hier von Lehrkräften zu lesen kriegen, ist der Frust, der sich über Jahrzehnte aufgebaut hat. Jetzt bricht er sich so richtig Bahn, weil wir während Corona wütet, noch mehr als sonst abkriegen.
      Ich verstehe zwar, weshalb Eltern ihre eigenen Kinder im Blick haben, aber ich würde mir wünschen, dass Eltern auch mal einen Blick darauf hätten, wie mit Lehrkräften in unserem Land umgegangen wird, wie sich viele über uns äußern. Das hier ist eine Seite für Lehrkräfte. Wo sollten wir uns denn sonst ausko… können, wenn nicht hier? Ich melde mich auch nicht in einem Elternforum an, wo es vornehmlich darum geht, sich über Schule und Lehrkräfte zu schimpfen.
      Lassen Sie uns doch bitte jedenfalls hier unsere Unzufriedenheit loswerden!

      • Ich persönlich habe den Artikel von Discovery vorgeschlagen bekommen. Ich würde normalerweise nicht in Lehrerforen rumschnüffel. Ich habe ihn interessiert gelesen und bin dann wegen der Kommentare erschrocken. Ich hoffe wirklich dass das hier nicht die vorherrschende Meinung von „Pädagogen“ ist. Ich finde einige geringschätzige Kommentare gegen Eltern, die TEILWEISE schon seit einem Jahr unter erschwerten Arbeitsbedingungen (wegen Corona) arbeiten und nebenbei noch ihre Kinder unterrichten und, und, und…
        Kommentare in denen es heißt wir sollen die Arschbacken zusammenkneifen und uns nicht so anstellen. Ich finde hier heftige Überheblichkeit gegenüber uns Eltern.
        Wenn sie sich darüber ärgern, wie mit ihnen umgegangen wird, kein Problem. Wenn sie sich über Eltern von Arschlochkindern ärgern, über Ellebogenelter und Helikopter, über ‚mein-kind-macht-sowas-nicht-Eltern‘ usw. kein Problem. Die kann ich ebensowenig leiden, wie Menschen die behaupten wir würden nur Kinder bekommen um Kindergeld zu bekommen und hätten unsere Kinder nicht gerne um uns. Nur weil wir uns den Präsenzunterricht zurückwünschen. Ich kotze über diese Arroganz und hoffe meine Tochter wird niemals von solchen A******* unterrichtet.

        • Sie sehen aber auch die „geringschätzigen“ Kommentare, die wir hier seit Anfang der Pandemie von (durchaus auch vielen) Eltern um die Ohren gehauen bekommen???
          – Faule priveligierte Säcke
          – Angsthasen
          – Typisch Lehrer – haben noch nie was geleistet
          – Nur wir Eltern sind belastet, alle anderen Schnauze halten
          – Stellt euch mal nicht so an
          – Wir machen jetzt auch noch euren Job
          – usw. usw.

          Ist doch klar, dass das auch zu Dünnhäutigkeit mit der Zeit führt…

          Ich glaube aber, wenn die Menschen, die das so vehement äußern, mal in sich hineinhorchen würden:
          KEINER (auch von den Politikern übrigens) – K E I N E R würde sich unter den an Schulen herrschenden Bedingungen („Hygienekonzepten“) in Schulen vor eine Klasse stellen, mit der neuen Situation vor dem Hintergrund von B117 und co… Einzige zusätzliche Maßnahme? Nicht alle 20, sondern alle 10 Minuten lüften – im Winter… Wie kann man das dann von Mitmenschen (ja auch wir sind Menschen mit Familien) verlangen? Keine Supermarktkassiererin, Büromitarbeiter, o.a. findet solche Arbeitsbedingungen vor.

          DESHALB ist die Aufregung groß, wenn immer großspurig verlangt wird, man möge doch mal bitte vom hohen Ross runter kommen und arbeiten gehen…

          • Ich sehe vor allem sie auf ihrem hohen Ross sitzend und von oben die Arbeitsbedingungen anderer beurteilend.
            Ich möchte sie, Herr Lehrer, ja gerne mal sehen wie sie der Supermarktangestellten vormachen, wie man mit einem Mundschutz vorm Gesicht eine Obst und Gemüsepalette am effektivsten auspackt. Ins Schwitzen kommen sie bei ihrer Tätigkeit ja eher nicht. Oder wie sie völlig behämmerten Kunden umgehen die die ganze Zeit rummaulen oder zu viert einen Ausflug zum Aldi machen um für 2,50€ einzukaufen, ohne dabei unhöflich zu werden.

          • @ Soso 12. Februar 2021 um 14:14

            „Oder wie sie völlig behämmerten Kunden umgehen die die ganze Zeit rummaulen oder zu viert einen Ausflug zum Aldi machen um für 2,50€ einzukaufen, ohne dabei unhöflich zu werden.“

            Die haben natürlich alle keine Kinder.
            Garantiert nicht.
            Deswegen ist uns Lehrern diese „Community“ 100%ig unbekannt.
            Garantiert.
            (Nur zur Sicherheit: Im letzten Absatz findet sich ein bisschen Ironie.)

            Jetzt wieder „in echt“:
            Vielleicht gibt es ja doch Gemeinsamkeiten?

            Und sei es auch nur die, dass man ständig von anderen erzählt bekommt, wie toll man es doch hat.

            Lehrerwerden ständig und von jedem be- und verurteilt. Jeder – na sicher – kennt sich mit Schule aus, weil man ja selber mal als Schüler oder Schülerin dort war.
            Echt?
            Dann kann man ja demnächst auch den Zahnarztbesuch sparen, man war ja schon mal da! Da weiß man auch, wie’s geht!

          • @Soso
            Ähm, Entschuldigung?! Ich habe lediglich mal ein paar Gegenbeispiele in den Raum gestellt. SIE sind doch der/diejenige, der/die hier ständig den Leuten erzählt, wie’s läuft und was angemessen ist.
            Vonwegen hohem Ross und so…
            Und ja, vollkommen richtig, ich sehe auch die Trottel von Leuten im Supermarkt, die auch die einfachsten Regeln nach einem Jahr nicht auf die Reihe bekommen. Macht das die Sache besser? Oder die Situation angemessener?
            Und glauben Sie mir, Sie haben keine Ahnung, als was ich schon alles gearbeitet habe in meinem Leben! Auch wenn’s wieder nicht in Ihr Lehrerbild passt, ich kann in vielen Bereichen tatsächlich aus EIGENER Erfahrung mitreden – und nicht nur arrogant von der Seitenlinie…

    • @Stefanie Klar, wir WÜNSCHEN uns alle wieder normalen Unterricht und auch die Kontakte zu den Kollegen/-innen und Kindern.

      Aber wie doch auch richtig schreiben: „Aber wir halten durch“

      Sollten wir nicht alle einfach noch ein wenig gemeinsam mit den Kindern durchhalten. Das Verrückteste ist doch jetzt nach all den Belastungen und Entbehrungen (auch bei Frisören und Gastronomie usw.) wegen ein paar Befindlichkeiten alle Erfolge zu verspielen wo die Lösung so nah ist.

      Ich würde dies nicht sagen, wenn wir jetzt im 4./5. Pandemiejahr wären, aber es ist noch nicht ganz 1 Jahr rum und die Lösung steht vor der Tür…

      Nach dem langen Kampf, auch von Ihnen in Ihrer Familie, jetzt kapitulieren wegen ein paar sozialer Kontakte, die sicher nett wären ???

      • @W. Zitat:
        „Lehrerwerden ständig und von jedem be- und verurteilt. Jeder – na sicher – kennt sich mit Schule aus, weil man ja selber mal als Schüler oder Schülerin dort war.
        Echt?
        Dann kann man ja demnächst auch den Zahnarztbesuch sparen, man war ja schon mal da! Da weiß man auch, wie’s geht!“

        sorry, aber genau das ist doch der springende Punkt. Wir sollen die Lehrer auf unbestimmte Zeit spielen. Und das soll ja auch so gehen, weil wir ja schließlich auch mal in der Schule saßen.

        @ Thomas Schultz: Ich habe niemanden gesagt wie es läuft! Ich habe lediglich für Eltern und Kinder gesprochen, die sich eben zu Recht freuen wenn der Unterricht wieder losgeht und hier vom feinsten angefeindet wurden. Nur deshalb habe ich mich überhaupt dazu hinreißen lassen zu kommentieren.

        • @Soso

          „Wir sollen die Lehrer auf unbestimmte Zeit spielen.“
          Ich kann nur für mich sprechen und ich erwarte von den Eltern meiner SuS nicht, dass sie Lehrer „spielen“.
          Ich kann aber erwarten, dass Eltern ihre Kinder während ihrer gesamten Schulzeit (das sind in der Regel also mindestens 9 Jahre) unterstützen und begleiten, und zwar mit Interesse. Das motiviert Kinder und Jugendliche mehr als alles andere, mehr als Druck. Allerdings braucht es phasenweise wirklich etwas mehr Kontrolle, ob (!) überhaupt Aufgaben erledigt wurden, auch ob man es ernsthaft (!) versucht hat – wenn nötig auch mehrfach.
          Also nicht: „Verstehe ich nicht!“ wenn man vor dem geschlossenen (!) Buch sitzt und am besten daran vorbei aus dem Fenster schaut.
          So etwas ist ganz klar Unsinn.
          Wenn Kinder ganz offen Bocklosigkeit zeigen und z.B. unleserlich geschrieben oder am besten mutwillig rumgeschmiert wird, dann wird der Murks noch mal gemacht. Ich kenne Eltern, die sprechen kaum Deutsch, aber sie sind dazu in der Lage – weil sie sich für ihre Kinder interessieren und eben nicht alles durchgehen lassen.
          Vor denen habe ich Respekt.
          Permante Nachgiebigkeit einerseits und Zuwendung bzw. Liebe zum eigenen Kind andererseits sind ganz unterschiedliche Dinge. Sie haben auch ganz unterschiedliche Wirkungen.

          • Ich persönlich nutze die homeschooling-Phase tatsächlich um mein Kind zu unterstützen und zu leiten. In Mathe hat sie gravierende Probleme und kommt oft im Unterricht gar nicht mit, da kann ich jetzt ein bisschen eingreifen (was ich der Lehrerin auch gesagt habe). Aber auch bei anderen Sachen und Fächern stehe ich helfend zur Seite. Das mache ich aber schon immer nachmittags auch ohne Homeschooling. Jetzt arbeite ich aber auch nur an 2 Tagen in der Woche. Motivieren tue ich im übrigen auch, ohne Unterlass! Allerdings wird’s mit zunehmender Zeit schwieriger und das liegt bei uns nicht daran, dass ich als Mutter ( oder auch mein Mann) das nicht leisten wollen, sondern einfach daran, dass man nun langsam eben merkt, dass die Eltern am Ende ihrer Kräfte sind. Kinder, Homeschooling, Betreuung für die Arbeitszeiten suchen, Haushalt und vielleicht die eigenen Ängste, schon alles ein bisschen viel. Bei einigen kommen dann noch finanzielle Probleme hinzu. Dann die Kinder, für die die Situation auch nicht leicht und nicht alltäglich ist, auch wenn man als Eltern alles dafür tut, es so aussehen zu lassen. Die schlafprobleme kennen wir auch. Gut, es liegt daran, dass der normale Alltag fehlt, der Anspruch in der Schule vor Ort, das dortige Miteinander mit den Klassenkameraden, der nachmittägliche Sport fehlen einfach. Somit sind die Kinder nicht ausgelastet und wie sollen sie dann nachts schlafen? Sicher beschäftige ich mein Kind, mit basteln, lesen, wir schminken und färben Haare, machen Fingernägel ( es ist ein Mädchen!). Wir gehen spazieren, machen just Dance an der Nintendo und vieles andere. Die ersten Wochen macht das Spaß und bringt Entschleunigung, aber irgendwann ist das auch ausgelutscht. Und bitte, ich kann das zeitlich alles leisten, weil ich nur 2 Tage arbeite und das alles nur für ein Kind tue. Ich glaube nicht, dass der Großteil der Eltern, die sich die Schulöffnung wünschen solch einen background haben. 2 oder 3 Kinder, beide berufstätig, vielleicht noch pflegebedürftige Eltern und vor allem keine Betreuung für die Kids. Das zehrt an den Nerven! Also bitte die Eltern nicht über einen Kamm scheren ohne die Einzelschicksale zu kennen. Das andere Klientel gibt es ohne Frage auch, aber ist es wirklich ihr Eindruck dass das die Mehrheit ihrer schülerfamilien betrifft?

          • @ Stefanie 13. Februar 2021 um 07:32

            Danke erst einmal für Ihren ausführlichen und vor allem sachlichen Beitrag, denn so wird es ein sinnvoller Gedankenaustausch.

            Zu Ihrer Frage:
            „Das andere Klientel gibt es ohne Frage auch, aber ist es wirklich ihr Eindruck dass das die Mehrheit ihrer schülerfamilien betrifft?“

            Die letztlich „schlaue“ Antwort wird Ihnen niemand geben können, falls diese Antwort auch ehrlich sein soll.

            Meine persönlichen Erfahrungen nach vielen Jahren (durchgängig dieselbe Schule):
            – Die SuS sowie deren Eltern sind in jeder einzelnen Klasse eine ganz eigene und tatsächlich einmalige Mischung.
            – Diese Mischung unterliegt einem ständigen Wande.l
            – Langfristig hängt das natürlich auch damit zusammen, wie sich der Einzugsbereich der Schule verändert (z.B. Stadtteil, aus dem die meisten SuS kommen), hier spielen ganz verschiedene Aspekte eine Rolle, auf die man vielleicht nicht ohne weiteres sofort kommt, immer bezogen auf den Stadtteil/Wohnbereich, der sich ja auch dauernd verändert (z.B. Altersstruktur, Freizeitangebot, welche Wohnbebauung – ja natürlich ist mittlerweile wissenschaftlich untermauert, was wir alle schon lange „geahnt“ haben: Wohnen in einer Betonwüste wirkt sich anders aus als dieselbe Betonwüste, aber mit Grünflächen dazwischen statt nur Asphalt, usw. Studien finden Sie bei Bedarf selber im Netz.)
            – die schlechte Nachricht: Insgesamt sind die SuS bzw. Klassengemeinschaft letztlich eine Miniaturausgabe der Gesamtgesellschaft und da ist der Trend zu immer mehr Unausgeglichenheit und Neigung zu Aggression und Egozentrik ein offenes Geheimnis – zugleich aber auch der berühmte „rosafarbene Elefant im Raum“: Jeder sieht ihn, niemand will darüber reden. Ist halt unbequem, obwohl es uns alle – in verschiedenen und stetig wechselnden Anteilen und Rollen – betrifft. Außerdem ist das schwierig zu erforschen, denn da spielen ja irrsinnig viele Aspekte hinein.
            Für mich persönlich steht fest: Dieses ständige „effektiver, mehr von allem, Spaßgesellschaft vor! … zeigt eben Wirkung. Nur nicht die Wirkung, die uns als Menschen (!) gut tun würde.

    • Ich hätte überhaupt kein Problem mit Präsenzunterricht – wenn ENDLICH die entsprechenden Vorkehrungen zum Schutz von LehrerInnen und SchülerInnen geschaffen würden! In dem Fall würde ich Präsenzunterricht 1000x bevorzugen. Ich möchte auch endlich meinen normalen Job wieder machen. Aber ich möchte auch gesund bleiben, sowie meine SchülerInnen und deren Familien. Dass in fast 1 Jahr der Pandemie da fast nichts passiert ist, ist ein Armutszeugnis für so ein reiches Land wie Deutschland, aber dafür können die LehrerInnen nichts!!

      • @Katinka:

        ich gebe Ihnen Recht und genau das ist der Punkt:
        Wenn ich nicht völlig verblödet bin, wünschen sich doch LuL und Eltern exakt das Gleiche, sprich: möglichst Präsenzunterricht!
        Da dies jedoch ohne großes Risiko ungeschützt für SuS und LuL nicht möglich ist, fordern LuL nicht nur Schutz für sich, sondern auch für ihre SchülerInnen, da diese wiederum dadurch, dass Schule immer eine Großveranstaltung ist, das Virus untereinander austauschen und in die Familien, sprich: also auch in die Gesamtgesellschaft, tragen können.
        Größtmöglicher Schutz in den Schulen bedeutet also auch mehr Schutz für ALLE, auch für gestresste Angestellte in Zahnarztpraxen wie unsere liebe@Sally.
        Daher gehört die berechtigte Klage von Eltern und LuL an die Verantwortlichen in der Politik.
        Da es sich hier aber um ein Lehrerforum handelt, mögen Nicht-pädagogisch-Arbeitende doch bitte Verständnis dafür haben, dass auch LuL in einer Pandemie gestresst sein können und sich (als Ventilfunktion) untereinander austauschen.
        Anderen belasteten Berufsgruppen steht es doch jederzeit frei, ein eigenes Berufsgruppen-Forum zu eröffnen und sich dort entsprechend auszutauschen.
        Dass an dieser Stelle soeben ein verständnisvollerer Austausch stattfindet,
        z.B. Thomas Schultz/Stefanie, gefällt mir sehr gut! Mehr davon!

  31. Ja, da haben Sie recht! Ich bin in einem Lehrerforum, da sprechen Lehrer über ihre Bedürfnisse und „Kotzen“ sich natürlich auch aus. Das ist nur menschlich und ich kotze mich auch manchmal über meinen Beruf und die Rahmenbedingungen aus. Ich finde außerdem auch die Posts von Müttern/Vätern hier teilweise nicht zielführend.
    Allerdings erweitere ich gerne meinen Horizont indem ich mir auch andere Sichtweisen anhöre, anschaue. So versuche ich, eine Andersdenkende Partei besser zu verstehen. Was mich halt etwas schockiert, ist die Tatsache, dass man als Lehrer ja auch Verantwortung gegen über seinen Schülern hat – und das wusste man bei der Berufswahl. Ich kann auch nicht als Altenpfleger hinter her sagen, aber Windeln Wechsel ich keine….
    Jetzt befinden wir uns in einer Ausnahmesituation, die wie ich schon sagte für niemanden einfach ist und unterschiedliche Befindlichkeiten zum Ausdruck bringt.
    Wir Eltern sorgen uns nunmal um unsere Kinder, ich hoffe das stößt auch auf Anerkennung. Sicherlich ziehen wir uns wegen 3 Monate. Homeschooling und Isolation keine psycho-Kinder groß, zumindest nicht flächendeckend. Allerdings gibt es mit Sicherheit Familien in denen das schwierig wird. Nun kann man sagen, dass es sich da vielleicht um Familien handelt, die die Kinder nur bekommen wegen des Kindergeldes…..aber was können diese Kinder da dazu, dass ihre Eltern diesen Antritt hatten um Kinder in die Welt zu setzten?
    Lange Rede kurzer Sinn: die Frage des Lehrers sollte nicht sein, ob er wieder Präsenzunterricht möchte, sondern unter welchen Voraussetzungen. Und da bin ich mit Ihnen: diese Voraussetzungen müssen geschaffen werden, wobei wir ein gewisses Restrisiko nie ausschließen können. Risiken im Leben tragen wir tagtäglich, schon alleine dann, wenn mein Kind alleine mit dem Fahrrad zur Schule fährt gehe ich ein Risiko ein. Wir wohnen ländlich und meine Tochter geht in die 5. Klasse einer ländlichen Schule, das Hygienekonzept nach dem ersten Lockdown war durchdacht und gab mir keinerlei Anlass zur Sorge. Wir hatten bisher an der Schule ( Grund , Haupt und Realschule) keinen Coronafall. Sicherlich sind wir da eine Ausnahme. In Großstädten sieht das sicherlich anders aus. vielleicht würde ich da auch über die Schulöffnung anders denken, für uns persönlich sehe ich das Risiko überschaubar. Aber auch das unterstreicht, dass man halt nicht verallgemeinern kann.
    Mein Mann und ich können auch nicht einfach sagen, dass wir zu Hause bleiben wollen, das wäre Arbeitsverweigerung und würde ja langfristig zur Kündigung führen. Und mein Mann kommt mit sehr vielen Menschen täglich in Kontakt, er ist also einem höheren Risiko ausgesetzt wie meine Tochter wenn sie zur Schule ginge.

    • Liebe Stefanie, ich glaube, soooo weit weg, wie Sie vielleicht glauben, sind wir alle gar nicht wirklich.
      Sie schreiben ja „Allerdings erweitere ich gerne meinen Horizont indem ich mir auch andere Sichtweisen anhöre, anschaue. So versuche ich, eine Andersdenkende Partei besser zu verstehen.“
      Also ich würde sagen, das tun wir Lehrer auch, auch hier. Es gibt viel Verständnis für die Belastungen und Situationen die in Familien nun herrschen und die Anstrengungen, die von vielen geleistet werden.
      Wir sehen diese Argumente und Sichtweisen. Aber sich Argumente, andere Meinungen und Sichtweisen anzuhören und auch nachvollziehen zu können, bedeutet ja nicht, dass man diese auch automatisch übernehmen muss. Wir haben Verständnis, werben aber auch für Verständnis auf anderer Seite.
      Natürlich müssen viele andere Menschen auch noch arbeiten, Wir tun dies aber auch (Sie schreiben ja auch von positiven Erfahrungen) und glauben Sie mir, 14h-Tage und 7-Tage-Woche ist im Moment zumindest mein Programm.
      Das große Problem an „Öffnung“ ist nur die Bedingung unter der wir arbeiten. Viele, die immernoch die Kassierer und dergleichen bemühen verstehen einfach nicht, dass es nicht um randomisierte Kurzkontakte mit Masken und Hygiene und Abstand geht, sondern um das stundenlange Zusammensein mit vielen Menschen ohne Abstände in kleinen Räumen und mit Menschen, die man immer wieder auch an die Regeln erinnern muss.

      Das wären bei mir in der Woche locker 300 Kontakte aus mind. 280 Haushalten (Geschwisterkinder mal grob eingerechnet). Mit diesen sitzt man aber z.T. 90 Minuten in einem Raum mit nichts großartig außer lüften. Gleichzeitig sollen alle möglichst Homeoffice machen und nur eine Person aus einem weiteren Haushalt treffen???
      Ein Arzt behandelt in der Regel einen einzigen Patienten, mit dem er in einem Raum ist, und das keine 45 oder 90 Minuten am Stück…

      Auch ich war am Anfang skeptisch, aber wir machen z.B. auch Distanzunterricht über Video ganz regulär nach Stundenplan. Es klappt toll! Wir sind kaum im Stoff zurück, alles geht etwas langsamer, klar, aber es geht. Es gibt Lösungen, die auch dafür funktionieren.

      Warum setzen wir dann nicht stärker auf diese Methoden, um die letzte Strecke zu überbrücken, anstatt aufzugeben und zu sagen „hat keinen Zweck, wir WOLLEN aber, dass die Kinder in die Schulen gehen“, weil es bei einer Minderheit nicht funktioniert. Benachteiligte kommen bei uns in die Schule und bekommen dort die Technik und Aufsicht, damit auch sie in Ruhe am Distanzunterricht teilnehmen können. Die Kapazitäten in den Gebäuden kann man für diese Gruppe recht sicher nutzen. Die Kids fühlen sich da auch besser, als wenn 28 andere mit im Raum säßen…

      Alle sind sicher, Bildung geht voran, wenn auch langsamer und Kontakt halten wir auch… So geht es doch auch zumindest noch eine überschaubare Zeit bis zum Sommer z.B.. Und das sage ich OBWOHL es auch für mich enorme Mehrarbeit bedeutet…

      • Lieber Herr Schultz, auf dieser Basis diskutiere ich gerne-auch kontrovers. Ich denke mit Beschimpfungen wie „ ihr wollt eure Belger nur nicht um euch haben“ oder „ faul seid ihr Lehrer schon immer“ kommen wir nicht weiter. Und sicherlich will ich keinen für meine Meinung überzeugen, wenn ich diese hier anbringe. Die Nerven bei der kompletten Menschheit liegen blank und das holt uns eben jetzt ein. Ja, jetzt kann man hinterfragen was wir für eine verweichlichte Generation sind!? Klar, haben wir keinen Krieg, keine Hungersnot und dergleichen erlebt und trotz der jetzigen Einschränkungen müssen wir ja doch auf wenig verzichten. Mein Lieblingsspruch ist „Jammern auf hohem Niveau“ und „Luxusproblem“ Aber wie gesagt mit gegenseitigen Schuldzuweisungen kommen wir nicht weiter. Gegenseitiges Verständnis ist angesagt. Wir haben im Bekanntenkreis einen Lehrer, tja und zu welcher Kategorie gehört er? Das ist schwer zu sagen, ich kann und will seine Qualifikation nicht beurteilen,aber nur ein Beispiel: er meint, er arbeite nicht mit Teams und im Online-Unterricht, denn er kann das nicht und das hat ihm niemand gezeigt. Wissen sie, da kann einem schon die Hutschnur platzen, wer hat uns Eltern denn was gezeigt. Es hat geheißen Teams runter laden und los gehts. Auch die Kids wurden nicht wirklich eingearbeitet(zumindest bei uns).Wir mussten uns selbst alles aneignen, was unser Bekannter für sich nicht für nötig hält. Glauben sie mich hat in meiner Arbeit einer eingewiesen, als ich die erste Einladung zum Online-Meeting bekommen habe? Holschuld zur Erhaltung der Arbeit und nicht Bringschuld.
        Und um nochmal auf die verweichlichte Generation zurückzukommen, meine Erfahrungen der letzten Monate sind die, dass eher die ältere Generation (Ü70) uneinsichtig und ungeduldig ist. Aber um auch für die eine Lanze zu brechen: vielen von Ihnen sind allein/ verwitwet und jetzt noch mehr isoliert und vereinsamt. Somit können wir für alles und jeden eine Entschuldigung finden.

        • Ja, das, was Sie von dem Kollegen beschreiben, das geht wirklich nicht, das ist klar. Aber bestimmt gibt es ja auch bei Ihnen auf der Arbeit welche, die sich auch mit den Online-Meetings auch nicht wirklich fit gemacht haben?
          Ich habe auch direkt bei uns im Kollegium eine interne Fortbildung für Teams angeboten, als die neue Distanzphase anstand. Die war freiwillig und alle (v.a. auch viele der älteren) Kollegen/-innen waren dankbar und haben da gerne mitgemacht. Daher läuft es bei uns vermutlich nun auch so gut und selbst die Eltern sind bis auf wenige Ausnahmen begeistert…
          Dass Ihnen oder anderen Eltern aber bei dem von Ihnen beschriebenen Beispiel der Hut wegfliegt, ist nachvollziehbar. Auch viele Lehrer, wie ich, sehen das sicher genauso – sich ganz raustun, das geht nicht.
          LG

          • Ausnahmen gibts immer! Leider merkt man sich die negativen Erfahrungen immer eher wie die Positiven! Wie ich aber bereits und ja zuerst erwähnt habe, bevor ich das Negativbeispiel angebracht habe, läuft es bei uns bis auf Kleinigkeiten echt super, die Lehrer sind engagiert, motiviert und machen tollen Unterricht. Auf Emails oder Chats bekommt man rasch Antwort, auch Sonntags. Also von daher alles gut. Im Moment überlege ich tatsächlich, ob es nötig ist, dass die Kinder jetzt schon wieder zur Schule gehen….. somit hat diese Diskussionsrunde meine persönliche Ansicht doch tatsächlich etwas verrückt…..Warum jetzt verfrüht das Risiko eingehen? Aber wahrscheinlich hab ich leicht reden. Online-Unterricht findet bei uns täglich fast volle 6 Stunden statt und das wie ich meine in guter Qualität. Die Tochter ist in einem Alter wo doch schon vieles/wenn auch nicht alles selbstständig geht. Wir haben nur das eine Kind und Großeltern , die mittlerweile doch die Betreuung stundenweise übernehmen(was wir im März 20 noch ganz vermieden haben). Ich kann hier also nur für unsere persönliche Situation sprechen. Das die Öffnung der Schulen ein Risiko birgt, steht für mich auch eigentlich nicht zur Debatte, aber Schule ist nicht nur Bildungseinrichtung, wie in einem anderen Beitrag bereits erwähnt. Schule ist mittlerweile eine Betreuungseinrichtung, weil so viele Eltern berufstätig sind. Das ist eben auch eine Tatsache der jetzigen Generation. Meine Mutter war noch ausschließlich Hausfrau und Mutter und ganztags für die Kinder da, vor Betreuungsprobleme in einer solchen Situation wären meine Eltern gar nicht gestanden.

          • Stimme Ihnen zu. Ich denke man sollte dort nachsteuern, wo es noch nicht wie bei Ihnen oder bei mir ein funktionierendes Konzept gibt. So etwas hätten die Minister in der Zwischenzeit aber auch einmal organisieren können/sollen. Wir haben bspw. als Schule entschieden, dass wir es so machen wollen.
            Ich habe einfach Bedenken, dass wir uns vielleicht wirklich mit diesen jetzigen relativ frühen Öffnungen wieder einiges kaputt machen. Was sagen die Leute wohl, wenn man kurz vor Ostern wieder über 100er Inzidenzen liegt? Ist man dann wieder bereit Einschränkungen mitzugehen?
            Und die Erfahrungen, Ihre und auch meine zumindest, zeigen ja, dass etwas abseits des „normalen Schulbetriebs“ möglich ist (auch wenn das nicht optimal ist, aber der Präsenzunterricht in Corona-Zeit ist das auch nicht). Da finde ich es blöd, dass man (nicht Sie!) oft suggeriert, dass Schule einfach öffnen der einzige Weg ist. Mann kann auch andere Lösungen finden, die okay sind für den Moment.
            Die Abschlussklassen kommen bei uns auch ab dem 22. Februar wieder. Seh ich im Prinzip in der sonst leeren Schule wenig problematisch, andererseits bin ich unsicher ob es klug ist, das zu tun. Denn bei uns stehen beispielsweise Anfang März die Vorabiturprüfungen an. Was wenn sich die Kinder dann die 1-2 Wochen zuvor durch das Zusammenkommen infizieren und die Klausuren nicht schreiben können? Nach Ostern wird das nicht mehr gehen vom aktuellen Zeitplan her. Womöglich wäre es klüger, die Schüler kommen erst einmal nur zu ihren Vorprüfungen, damit die in trockenen Tüchern sind. Und nicht so kurz zuvor noch die Teilnahmen daran riskieren.
            Ach es gibt da soviele Dinge zu organisieren und perfekt wird alles nicht…

    • Ich finde es schlimm, dass LehrerInnen und Eltern als „zwei Parteien“ angesehen werden müssen. Tatsächlich gibt es auch sehr, sehr viele (wohl die meisten!) LehrerInnen, die auch Eltern sind! Ich persönlich habe ein Kind in dem gleichen Alter wie das der Klasse, in der ich Klassenleitung habe. Ich verstehe die Eltern vollkommen – aber ich weiß eben auch, wie es in der Schule läuft und dass dort bei weitem nicht alle sich an die Regeln halten und auch Eltern häufig nicht in der Lage sind, gut passende Masken anzuschaffen oder sich entsprechend auszurüsten für den Distanzunterricht oder die Kontaktregeln nicht so ernst nehmen und deren Kinder dann das Virus in die Schule schleppen (ist mehrfach passiert bei uns). Trotzdem wird gemeckert, am laufenden Band.
      Mein Hinweis, dass die Schule ja Geräte zum Verleih für alle SchülerInnen hat, die kein eigenes Endgerät haben, wird ignoriert. Sorry, aber solche Eltern kann ich nicht erst nehmen! Wäre ich in dieser Lage, hätte ich das Angebot längst in Anspruch genommen und mich gekümmert.

  32. Und um mal was positives zu sagen: ich bekomme hier an meinen arbeitsfreien Tagen den Online-Unterricht unserer Schule und Lehrer mit. Das ist sozusagen ein Ersatz für hospitieren, was ich mal ganz gut finde. Also unsere Lehrer machen das super und die Qualität des Unterrichtes ist auch Spitze, wenn ich mir vorstelle, dass es da noch eine Steigerung im Präsenzunterricht gibt, machen die Ihren Job echt super und engagiert. Großes Lob an Euch. So gibt es aber in jedem Berufsfeld weniger und mehr engagierte Angestellte und welche die Ihren Job gerne machen und diejenigen die ihn „halt“ machen. Aber das ist doch überall so. Und glauben sie mir, Anerkennung, in welcher Form auch immer ich mir die wünschen würde bekomme ich in meinem Job auch nicht.

      • Ich habe bereits nach der ersten Woche Online-Unterricht mein Lob ins die Anerkennung an das Lehrerkollegium weitergegeben!
        Wir sind wie gesagt eine ländliche Schule mit Klassenstärke 18-20 Kinder. Halbe Klasse mit 10 Kindern ist ok! Und wir sind durchweg eine Klasse mit vernünftigen und engagierten Eltern. Die Kids haben sich bereits im ersten lockdown an alle Regeln gehalten, es gab keinerlei Beanstandungen. Die Lehrer kommen glaube ich gerne wieder zurück in den Präsenzunterricht, weil es so aber auch machbar ist. Das ist sicherlich nicht überall so unkompliziert machbar. Gerade auch in älteren Klassen wird’s mit der Akzeptanz und Einhaltung der Regeln schwierig. Ich gebe mein Kind unter unseren Gegebenheiten ohne Angst wieder zum Unterricht würde sie aber natürlich auch noch weiter daheim behalten und unterstützen, wenn die Schulen noch zu bleiben würden

  33. @Mama aus Hamburg vom 11. Februar 2021 um 17:26
    „Und eine Frage an diejenigen, die schrecklichen Angst von dem Virus haben: wie habt ihr früher mit anderen Viren gelebt, gearbeitet, unterrichtet?! Und wo sind jetzt eigentlich andere Viren, Grippe z.B. ?“

    @Maria vom 11. Februar 2021 um 18:56
    „Die Angst haben sollen sich schützen und zu Hause bleiben“

    Ihnen beiden möchte ich auf Ihre obigen Beiträge antworten.
    Ihre Wünsche und Einstellung zu Corona bleiben Ihnen ungenommen.
    Bis Dezember gab es eine Schreiberin hier, die so wie sie in Beiträgen argumentierte.
    Genau „BIS“, denn dann berichtete sie hier später, dass es einen nahen Verwandten mit Corona erwischte der es nicht überlebte.

    Gehen Sie auf eine Akutstation und schauen sich dieses Elend der Erkrankten einmal an.

    Der beste SELBSTVERSUCH um eine Ahnung zu bekommen, wie sich ein Asthmatiker bei einem Anfall oder Lungenkranker (auch Coronakranker) fühlt:
    – Trinkhalm und Timer besorgen
    Nimm einen Timer und stelle ihn auf 1 Minunte,
    Nimm einen Trinkhalm zwischen die Lippen, halte dir dann die Nase zu und versuche, mit geschlossenen Lippen durch den Strohhalm zu atmen.

    Beklemmend? …… Ja, …. nur die eine Minute ist aber vieeeel länger und nicht rum.

    In dem Sinn bleibt gesund!

    • @Birkenstock:

      Danke!!!
      2x musste mein Sohn einen Notarzt für mich rufen (allerg. Asthma)…die Zeit, bis dieser eintraf, werde ich nicht vergessen. Ich wusste 20 Minuten lang nicht, ob ich es schaffe…
      (und DAS waren NUR 20 Minuten…).
      Ich wünsche es meinem ärgsten Feind NICHT!!!!

  34. Wer fragt einfach eigentlich mal die Kinder. Meine 9 Jährige Tochter hat Angst in die Schule zu gehen und selbst an Corona zu erkranken. Sie hat Angst ihre 80 Jährige Oma und ihre Mutter die Risikopatient ist zu infizieren. Unsere Kinder sind nicht dumm. Sie sollen und müssen genau wir die Erwachsenen Abstand halten und Masken tragen, Aktivitäten dürfen/ können nicht stattfinden, aber Hauptsache die Kinder sollen schnellstmöglich wieder in die Schule. Als ob Corona draussen am Eingang halt machen würde. In Kriegsjahren gab es auch kaum Unterricht und diese Menschen, die hier hin gestellt werden die man abschotten soll und am besten weg sperren, diese Menschen haben unser Land wieder mit aufgebaut. Um was geht es hier eigentlich diese Krankheit Corona an dem leider schon zuviel Menschen sterben mussten. Und es geht den Kultusministern und leider auch einigen Eltern nicht schnell genug, die Schulen wieder zu öffnen. Was nützt uns ein Recht auf Bildung und ach Gott das Kind könnte zu viel verpassen, das sind Kinder eure Kinder könnt ihr, denen es nicht schnell genug geht verantworten, wenn euer Kind an Corona erkrankt und stirbt? Glaubt ihr die Welt geht davon unter, wenn ein Schuljahr einfach nachgeholt würde. Woran liegt es, dass die Menschen so starr im Denken und Handeln geworden ist? Nichts im leben ist wichtiger als das LEBEN und erst recht nicht das eurer eigenen Kinder….

    • @Mutter:

      Auch hier: Danke!
      Ganz meine Meinung!

      Einige Eltern vertreten die Ansicht: Die Alten schützen und gut ist.
      Und die, die Angst haben, sollen sich sebst wegsperren.
      Welches Alter ist da denn überhaupt gemeint? Ab wann bin ich alt?
      Viele Erzieher und LuL sind über 60 (und haben Angst).
      Wenn all diese ab jetzt zu Hause bleiben, hm, wer unterrichtet dann die Kinder?
      Wieder mal (rhetorische) Fragen über Fragen….

  35. Um zum Stufenplan zurück zu kommen, den gibt es einfach nicht für Kitas !!!!
    Wir die Erzieher müssen selbst entscheiden, wie wir das nun machen.
    Eltern abfragen, wer es am nötigsten hat sein Kind zu schicken oder es noch eine Weile aushält im Homeoffice.
    Da bin ich mal gespannt !!!!!
    Zum Glück haben wir seit Beginn der „Notbetreuung“ eh schon 70 % Belegung der Kinder.

    Und jeden Tag begleitet uns die Angst vor Ansteckung, aber das interessiert die Eltern nicht, was sich in Gesprächen und Diskussionen herausstellte.
    Kinder zeigen Symptome, wie Husten, Schnupfen, sind bleich wie die Wand und fühlen sich nicht wohl. Da bekommen wir ErzieherInnen von den Eltern nur zu hören: es ist halt gerade Erkältungzeit .
    Ja wir haben Abgst vor Ansteckung, aber nicht vor Erkältungsviren.
    Sind wir zu empfindlich und malen gleich schwarz?
    Wir haben oft das Gefühl, dass genau das die Eltern mit ihren Äußerungen meinen, oder liegen wir da falsch?
    Fakt ist, dass wir ungeschützt mit Ihren Kindern im direkten Kontakt arbeiten und Jede/r der Kinder in seinem Umfeld hat, weiß was das bedeutet.
    Da hilft auch kein noch so ausgetüftelter Hyghieneplan.
    Und ja, wir haben Angst uns anzustecken und dennoch betreuen wir jeden Tag Ihre Kinder!
    So und nun bereiten wir uns auf die Telefonabfrage zur Vergabe der noch restlichen 30% Belegung in unserer Kita.

    Ich wünsche allen da draußen „bleibt gesund !“

  36. Warum schaffe ich mir Kinder an wen man überfordert ist? Das schlimmste die kleinen werden jetzt dazu genommen um zu experiementieren ob es funktioniert. Kein Verständnis dafür

  37. Soll sich der Piwarz doch in die Klasse stellen. Und nicht nur die Lehrer und Erzieher sind die Leidtragenden, auch auf dem Reinigungspersonal lastet enormer Druck… Vor ein paar Wochen noch war Sachsen auf der Infektionenliste an erster Stelle!! Das große Entsetzen bei MP und Co ist ziemlich schnell gewichen. Jetzt geht das Rennen „Wer macht zuerst was auf“ wieder los… Nix gelernt, nur gelabert…als wolle man die „3. Welle“ provozieren?!

  38. 15.02. Am Rande einer Veranstaltung des baden-württembergischen CDU-Wirtschaftsrats sagt Armin Laschet:
    „Man kann nicht immer neue Grenzwerte erfinden, um zu verhindern, dass Leben wieder stattfindet.“ und es prasselt auf ihn Kritik ein.
    Die Landesregierungschefs und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hatten zuletzt vereinbart, den Lockdown grundsätzlich bis zum 7. März zu verlängern.

    Wo war Armin da ?

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article226423927/Kritik-an-Laschet-wegen-Distanzierung-von-Corona-Messzahlen.html

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