Kultusministerin Eisenmann reicht es jetzt (endgültig?) mit den Schulschließungen

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STUTTGART. Nach rund acht Wochen soll Schluss sein mit Schulschließungen: Baden-Württembergs Kultusministerin Eisenmann (CDU) will auch weiterführende Schulen schrittweise öffnen. Die Grünen von Ministerpräsident Winfried Kretschmann reagieren reserviert – sie wollen erst einmal wissen, wie sich die jüngsten Schulöffnungen auswirken.

Will Ministerpräsidentin werden: Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU). Foto: CDU Baden-Württemberg / KD Busch

Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann will den wochenlangen Corona-Lockdown an weiterführenden Schulen im Land bald beenden – trotz der steigenden Infektionszahlen. «Für die Schulen sollten wir uns zutrauen, ab 8. März die nächsten Schritte zu gehen. Und zwar in den Grundschulen, aber auch in den weiterführenden Schulen», sagte die CDU-Politikerin dem «Mannheimer Morgen» am Wochenende. Eine umfassende Teststrategie mache auch hier schrittweise Öffnungen mit reduzierten Schülerzahlen im Schulgebäude möglich.

Eisenmann setzt auf Lockerungen in Bund-Länder-Konferenz

Eisenmann verwies auf die nächste Bund-Länder-Runde zur Corona-Politik am kommenden Mittwoch: «Wenn da Kontaktbeschränkungen gelockert werden, ergeben sich daraus neue Handlungsoptionen.» Der grüne Koalitionspartner warnte wegen der wieder steigenden Infektionszahlen vor einer zu weitgehenden Öffnung.

Eisenmann, die auch CDU-Spitzenkandidatin für die Landtagswahl ist, sagte dem «Mannheimer Morgen», in den Grundschulen müsse es mit Hilfe von Schnelltests «baldmöglichst» wieder nur Präsenzunterricht geben. Seit vergangenem Montag ist in den Grundschulen wieder abwechselnd Präsenz- und Fernunterricht möglich. Die Ministerin sagte zudem: «Wir wollen auch an den weiterführenden Schulen mit Wechselunterricht einsteigen.» Auch da wollten die Schülerinnen und Schüler und die Eltern eine Perspektive. «Nichts ist so gut wie Präsenzunterricht.»

Rückkehrkonzept orientiert sich am Frühsommer

Ihr Sprecher sagte, bei der Rückkehr wolle man sich an dem Wechsel-Konzept orientieren, dass nach dem ersten Lockdown im vergangenen Frühsommer angewandt wurde. Demnach dürfte höchstens die Hälfte der Schülerinnen und Schüler gleichzeitig ins Schulgebäude. Es sei wahrscheinlich, dass zunächst die Klassen 5 und 6 zurückkehren könnten. Im Gymnasium etwa müssten Unterstufe und Mittelstufe gedrittelt werden und im Drei-Wochen-Rhythmus wechseln, weil auch die Abschlussklassen bereits wieder Präsenzunterricht haben. An anderen weiterführenden Schulen ohne Oberstufe sei das eher im Zwei-Wochen-Rhythmus möglich.

Grüne fragen: Wie lief Öffnung der Grundschulen?

Grünen-Fraktionschef Andreas Schwarz reagierte reserviert auf Eisenmanns Vorstoß. «Wir müssen es von den Infektionszahlen abhängig machen», sagte er. Er erwarte von Eisenmann, dass sie in der kommenden Woche einen Bericht vorlege, wie die Öffnung in den Grundschulen seit vergangenem Montag gelaufen ist und wie sich die Infektionslage entwickelt hat. Zudem verlangte er ein genaues Konzept, wie die Schulen stufenweise wieder öffnen könnten.

Eisenmann (die wochenlang für Schulöffnungen unabhängig vom Infektionsgeschehen eingetreten war, dabei aber von Kretschmann ausgebremst wurde, wie News4teachers berichtete) sagte jetzt, der Lockdown sei notwendig gewesen. «Dazu stehe ich. Aber klar ist, dass wir jetzt bei den stabilen Werten und den neuen Testmöglichkeiten schrittweise öffnen können. Natürlich mit Auflagen.» Die Politikerin ergänzte: «Man muss aber abgewogen und vorsichtig vorgehen. Es wäre eine blanke Katastrophe, wenn wir jetzt öffnen und in ein paar Wochen wieder schließen müssten. Auch wer auf Sicht fährt, fährt ja.»

Wie sollen die Lernlücken geschlossen werden?

Indes nimmt die Diskussion an Fahrt auf, wie Schülerinnen und Schüler ihre Lernlücken durch den Fernunterricht wieder aufholen können. Grünen-Fraktionschef Schwarz forderte Eisenmann auf, rasch Angebote zu machen. SPD-Spitzenkandidat Andreas Stoch schlug einen «Schutzschirm» für Schülerinnen und Schüler vor. In dem Maßnahmenpaket sind 1000 neue Lehrerinnen und Lehrer sowie 10.000 Unterstützer wie pädagogische Assistenten und Schulsozialarbeiter, aber auch Ehrenamtliche vorgesehen.

Eisenmann sagte der Zeitung: «Wir bieten Schülern eine freiwillige Wiederholung an, ohne das als Sitzenbleiben zu werten. Die Lehrpläne wurden deutlich entrümpelt und die Prüfungen nach hinten verschoben und verändert.» Sie ergänzte: «Wir prüfen, in den Pfingstferien wieder die freiwilligen Lernbrückenkurse für Schüler, die entstandenen Wissenslücken schließen wollen, anzubieten. 61.500 Schüler haben dieses Angebot im vergangenen Sommer genutzt und waren sehr zufrieden. Das wollen wir in diesen Sommerferien noch ausweiten.»

SPD fordert höhere Investitionen in Nachhilfe

Ex-Kultusminister Stoch sagte: «Ich habe das Gefühl, dass unsere Kinder bei dieser Krise wieder und wieder vergessen werden.» Der SPD-Partei- und Fraktionschef erklärte, Eltern machten sich Sorgen, ob ihre Kinder zu wenig Unterricht hatten und vielleicht den Anschluss verloren haben. Zunächst gelte es mit Lernstandserhebungen zu ermitteln, wo die Schüler jeweils stehen, und sie danach individuell zu fördern. Eisenmanns Sprecher sagte dazu, es werde auf jeden Fall wieder Lernstandserhebungen geben.

Stoch plädiert dafür, dass es in jeder Schule Lehrkräfte geben sollte, die als Coach arbeiten und bestimmte Schüler betreuen. Sogenannte Stunden sollten für individuelle oder gruppenbezogene Fördermaßnahmen wie etwa Lernwerkstätten genutzt werden. Er plädierte zudem dafür, 10.000 Unterstützer in die Schulen zu holen, um die Lücken der Kinder und Jugendlichen aufzuholen. Der Ex-Minister will neben 1000 zusätzlichen Lehrerstellen auch deutlich mehr Pädagogische Assistentinnen und Assistenten – ein bis zwei Stellen je nach Schulgröße. Auch die Schulsozialarbeit soll ausgebaut werden. Zudem soll es mehr Lernpartnerschaften mit Ehrenamtlichen geben. News4teachers / mit Material der dpa

Bund-Länder-Gipfel am Mittwoch: Treiben Ministerpräsidenten mit Präsenzunterricht um jeden Preis Deutschland in die dritte Welle?

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80 KOMMENTARE

  1. Das mit dem Drei-Wochen-Takt stelle ich mir bestenfalls nutzlos, in der Umsetzung schwierig vor. Die Lehrer sind dann wieder voll vor Ort und können sich dann um 2/3 der Schüler nicht kümmern.

  2. 1.) Welche Erwartungen haben die Grünen an einen Bericht nach nur 1 Woche? Es ist ja bisher nur die Hälfte der Schüler anwesend gewesen und das i.d.R. nur 2 Stunden am Tag und dazu bei herrlichem warmem sonnigen Wetter bei dem man Dauerlüften konnte. Dazu hatten die Schüler davor keine Kontakte. Dass es in der ersten Woche dann kaum Infektionen gibt ist m.A. sonnenklar. Hier ist deutlich mehr Zeit, schlechteres Wetter und ggfs. Erst Mal eine Ausweitung der Stundenzahl von z.B. 2 auf 4 Stunden täglich im Wechsel notwendig, um hier belastbare Aussagen zu bekommen. Ferner eine Maskenpflicht im Unterricht um alle zu schützen und nicht nur die Lehrer.

    2.) Eine Öffnung nur der Unterstufe und Wechselunterricht ist m.A. für die Schulen in Kombination mit Fernunterricht kaum darstellbar. Der Lehrer kann ja nicht an mehreren Orten gleichzeitig sein und Fernunterricht aus Schule ist an vielen Schulen unrealistisch. Damit wird weniger Stoff gemacht als bei Fernunterricht.

    Für wesentlich sinnvoller würde ich es halten nach den Grundschulen z.B. die Gemeinschaftsschulen für alle Jahrgänge im Wechselunterricht zu schicken da hier der Anteil der lernschwachen Schüler i.d.R. am höchsten ist. Restliche Schularten bleiben im Fernunterricht. Damit ist die Anzahl der Schüler schon massiv ausgeweitet. Dazu muss m.A. eine zwingende wöchentliche Testung aller Schüler in Präsenz erfolgen.

    3.) Es gibt außer aus England noch keine Studie die die aktuelle Mutationen berücksichtigt. Die Daten aus GB zeigen leider dass Schüler jeden Alters bei b1.1.7 um Faktor 2-3 stärker betroffen sind als Erwachsene und es auch bei Kindern zu vielen Krankenhaus Einlieferungen nach Corona Infektionen kam.

    Interessiert Frau Eisenmann alles nicht…. hoffentlich wird jemand der so ein Risiko eingehen will nicht bei den Wahlen dafür belohnt. Eisenmann hätte schon am 11.1 alles geöffnet mit verheerenden Folgende….

    • Lernschwache Schüler nur an Gemeinschaftsschulen. In BaWü haben wir immer noch die Hauptschule die die Gemeinschaftsschule auffängt.

        • Nach meinen Erfahrungen sind das keine Entscheidungen die den Kindern dienen, sondern lediglich der Prestige Pflege der Verfechter von Gemeinschaftsschulen. Schlechte Nachrichten darüber, darf es auf Geheiß des Kumis nicht geben! Auch diese Schulart ist letztendlich ein kranker Auswuchs unseres Schulsystems, denn wie immer darf das Ganze nichts kosten , neue Lehrer einzustellen funktioniert nicht und meistens bestehen nicht einmal die Räumlichkeiten um entsprechend differenzieren zu können . Noch nie hatte ich so viele Polizei Einsätze (meist wegen Gewalt unter Schülern) an einer Schule, wo fast täglich die Polizei angerückt ist erlebt, wie an der Gemeinschaftsschule, an der ich ein Jahr lang Vertretungsunterricht gemacht habe.

  3. Sehr geehrte Frau Eisenmann,

    leider ist Ihnen ein kleiner Fehler unterlaufen. Es handelt sich nicht um „stabile Werte“, sondern „stabil steigende Werte“. Vielleicht dann noch den Live-Blog vom SWR verfolgen, dann bekommen auch Sie mit, in wie vielen Kitas/Kigas und Schulen bereits wieder Fälle vorkamen. Ihr Ministerium scheint ja keinen Überblick zu haben.
    Lehrpläne wurden Ihrer Ansicht nach entrümpelt? Leider kam das bei uns Lehrern und Eltern nicht an. Oder sollte jede Grundschule ihr eigenes Schulcurriculum ausmisten?

    Auch Ihrem Vorgänger, Herrn Stoch, können Sie gerne ausrichten, dass seine Ideen mit mehr Lehrern und Assistenten reines Wunschdenken sind. Gab es doch bereits vor Corona Lehrermangel. Erinnern Sie sich noch?

    Und seien wir mal ganz ehrlich: Welcher Freiwillige kommt in der aktuellen Lage gerne in die Schulen? Führt doch das Lüftungskonzept zu oftmals recht kühler Unterrichtsatmosphäre und bekommen alte Lehrer teils gar keine Impfung.
    Welcher Pensionär möchte da reaktiviert werden, wenn er stattdessen gemütlich wandernd mit Abstand die Schulen betrachten kann. Eine Menge Formulare spart er sich ebenfalls, wenn es wie in der Vergangenheit gehandhabt wird.

    Wie wäre es mit Luftfilteranlagen? Vielleicht auch unbürokratische Wahlfreiheit beim Impfstoff? Als i-Tüpfelchen sogar zertifizierte Masken?

    Was mich immer noch erstaunt, liebe Frau Eisenmann, ist die Tatsache, dass Sie in der Corona-Krise fast alles falsch gemacht haben, was man falsch machen konnte. Gleichzeitig fühlen Sie sich befähigt, sich als Kandidatin für das Ministerpräsidentenamt aufzustellen. Wie wollen Sie dies bewältigen, wenn Sie bereits mit dem Kultusministerium überfordert sind?

    Was mich zumindest freuen würde, sollten Sie als Wahlsiegerin hervorgehen, ist der Fakt, dass Sie dann wohl nicht mehr Kultusministerin sind. Bleibt Ihr Buddy, Ministerialdirektor Föll, der wegen Beihilfe zur Misshandlung Schutzbefohlener verurteilt wurde, dann weiterhin im Kultusministerium? Für ihn hätten Sie doch dann sicherlich ein anderes Pöstchen?!

  4. Macht die Schulen auf! Auch weiterführende und Berufsschulen. Ich bin in der Ausbildung zur Altenpflegefachkraft, soll nächstes Jahr als Fachkraft arbeiten…. Es fehlt viel Lernstoff, immer alles allein erarbeiten ist eine Lösung, Aber keine Gute.
    Thema, freiwillig das Jahr wiederholen, kommt bei meiner 14 Jährigen Tochter nicht gut an, sie will nicht. Wir müssen lernen mit dem Virus zu leben, mit Tests ect. Meine Meinung

    • Oh Gott, wenn Leute wie sie in der Altenpflege arbeiten, muss sich keiner wundern warum der Schutz der Alten nicht oder insgesamt gesehen nur schlecht funktioniert hat.
      Sie sind eine echte Lebensgefahr für die Betroffenen.
      Die Schüler, die wir als erstes in den DU geschickt haben, waren die Pflegeschüler und zwar schon im Herbst. Die sind auch die letzten, die wieder in voller Präsenz erscheinen sollten. Alles andere ist unverantwortlich. Auch wenn die Impfungen jetzt Wirkung zeigen, muss man noch abwarten.

    • Tolle Idee: erst mit dem Virus leben, um dann am Virus zu sterben. Dann nützt Ihnen auch das ganze Aufholen von Lernstoff nichts.

  5. Liebe Frau Eisenmann!
    Beantworten Sie (alleine in Ihrem Büro sitzend oder noch besser im Homeoffice) nur eine Frage und die ehrlich :
    Würden Sie unter den von Ihnen kreierten Bedingungen den Dienst eines Grundschullehrers tun wollen? (nicht nur einen Tag medienwirksam an einer Schule, die aufgrund Ihres Besuches die Wirklichkeit auf den Kopf stellt…. Nein, so richtig!)???
    Wenn Sie diese Frage mit JA beantworten, dann tun Sie es! Wenn Sie ein klares Nein formulieren, dann überdenken Sie Ihre absurden Ideen und Forderungen, stets dabei im Hinterkopf die Frage stellend: Nanni, würdest du so arbeiten wollen?

  6. Alles wieder nur Wahlkampf in eigener Sache!!!!

    Die Gesundheit wird ausser Acht gelassen!!!

    Scheint egal zu sein, das es wieder mehr Kranke und Tote geben wird, nur dieses Mal sind junge Menschen /Kinder darunter,denn dort gibt es noch keine Impfungen oder gar Moeglichkeiten einer Impfung.

    UNGESCHUETZT ins offene Feuer schicken, tolle Strategie(Ironie off)

  7. Irgendwann muss gut sein… in Kaufbeuren ist gestern eine Inzidenz von 4,5 gewesen… würde man nicht unmengen Tests vornehmen bei gesunden Menschen, würde die Pandemie sich wahrscheinlich in Luft auflösen. Langsam reicht es… Getestet sollten nur noch wirklich Kranke. Dieser Virus wird für immer da sein wie bereits die Jahre davor und er wird auch durch Impfung nicht verschwinden! Es muss wieder normalität rein… Das kann doch nicht so weiter gehen…. Vielleicht sollten doch mal einige sich andere Wissenschaftler anhören, die nicht den Mainstream unterworfen sind. Bei sehr vielen Menschen hat mittlerweile das Gehirn ausgesetzt… wirklich wahr.

    • Sorry … Mein Vergleich hierzu immer: Weniger Schwangerschaftstests, weniger Schwangere?

      Warum weniger Tests?

      Die Teststrategie ist richtig, weil es, m. E., das ganze Ausmaß zeigt.

    • „würde man nicht unmengen Tests vornehmen bei gesunden Menschen, würde die Pandemie sich wahrscheinlich in Luft auflösen.“

      Wenn es nicht so tragisch wäre, könnte ich herzlich über diesen Satz lachen! Das glauben Sie doch wohl nicht im Ernst? Sowas hat Donald Trump auch mal gesagt…

      Ihnen ist bewusst, dass ein großes Problem dieses Virus ist, dass auch symptomlose ansteckend sind bzw. solche, deren Symptome sich erst noch entwickeln… ???

      Vielen Menschen reicht es. Das ist aber dem Virus leider egal…

    • „Vielleicht sollten doch mal einige sich andere Wissenschaftler anhören, die nicht den Mainstream unterworfen sind.“

      Insbesondere solche, die Bücher verkaufen?

      „Dieser Virus wird für immer da sein wie bereits die Jahre davor und er wird auch durch Impfung nicht verschwinden!“

      Die Influenza wird für immer da sein und wird durch Impfung nicht verschwinden.

      „Es muss wieder normalität rein…“

      Die kommt wieder rein, sobald die Körper der Leute das Virus erst einmal kennen.

      @Mutti, es gibt durchaus ein Monitoring, das Immunsystem von Erwachsenen kennen die Influenza, außerdem kann die Influenza per Impfung verhindert werden. Des weiteren gibt es durchaus auch bei der Influenza Schutzmaßnahmen, die in Regionen mit großer Aktivität greifen.

    • Wenn Sie gerne LongCovid haben wollen, dann nur zu!

      Es ist aber absolut inakzeptabel, Millionen Menschen per Präsenzpflicht einem vollkommen unbekannten Risiko auszusetzen.

      Was soll z.B. ein Selbständiger machen, wenn er dank LongCovid auch dann noch nicht wieder arbeiten kann, wenn die Pandemie mit zunehmenden Impffortschritt wirklich zu Ende geht? Oder wenn er es nie wieder kann?

  8. „…macht die Schulen auf….wir müssen mit dem Virus leben“…das können wohl nur Personen sagen, die NICHT jeden Tag vor mehreren Klassen voll Schülern stehen müssen. In Klassen in denen es keine Filteranlagen gibt, in Schulen ohne Schnelltests und wo Lehrer nicht geimpft sind.
    Ich kann diese egoistische Kurzsichtigkeit nicht mehr hören!
    Schlimm genug das Jugendliche nicht in der Lage sind eigenständig zu lernen! HAAAALLLLOOO die 3. Welle ist im Anrollen! Für alle die, die denken man könnte Normalität erzwingen!!!!!

  9. Eisenmann schon wieder. Die Schulen öffnen überall trotz steigender Zahlen. Der ganze Lockdown war umsonst. Das wird sich ganz schnell rausstellen. 1.Lockdown war schnell und gut. 2. Lockdown zu spät begonnen und im 3. Lockdown jetzt wo die Zahlen steigen, werden alle Schulen weit geöffnet. Und alle Klassenstufen auf einmal. Im Saarland auch. Man weiß was passiert. Man weiß es. Das was hier gemacht wird ist vorsätzliche Körperverletzung. Ich gehe mal davon aus dass alle Minister, die eigenen Kinder nicht vorsätzliche in den Hexenkessel schicken. Die werden das anders lösen.

  10. https://www.spiegel.de/panorama/bildung/hilfe-fuer-kinder-in-der-pandemie-lehrerverbaende-koennen-sich-nicht-jedes-mal-verweigern-a-8e566894-8f42-4560-903e-745883304987

    Ihr habt es geschafft mit euren Gejammere. Ihr bekommt übervolle Klassen und Samstagsunterricht und Ferienunterricht. Richtig so. Das habt ihr jetzt davon. Nichts mehr mit Urlaub. 6 Wochen. Das wars. Und eine 48 Stunde Woche ist auch erlaubt. Es kommt langsam an bei den Politikern. Ihr habt euch lange genug verweigert und Hysterie betrieben. Auf euch wird man diese Kinder abladen. Dann seht mal zu wie ihr den Stoff nachgeholt bekommt. Und ab Herbst ist wieder Lockdown. Nächstes Jahr noch mehr abgehängte Kinder. Denen fehlen schon 3 Schuljahre. Das zieht sich mindestens 7 Jahre mit eurer Mehrarbeit. Ich hoffe ihr befreit endlich, dass man eben nicht mit vollem Gehalt fürs Nichtstun zu Hause bleiben kann ohne Konsequenzen. Und die werden hart für euch die nächsten Jahre. Wir werden den Politikern solange auf die Nerven gehen bis diese Ferienunterricht, Brückentage abschaffen und Samstagsunterricht einführen.

    • Vielleicht würde sich Ihr Kommentar erübrigen, Petra, wenn Sie mir auch nur eine Woche bei meiner Arbeit, dem angeblichen Nichtstun, zusehen würden.
      Ich empfinde es als Frechheit, das zu behaupten.

    • Mit Verlaub, aber Sie können mich!
      Wenn das alles tatsächlich kommt, hänge ich den Beruf an den Nagel. Und ich bin damit sicher nicht die einzige!

      Ich habe es hier schon oft erzählt, aber für Sie ganz persönlich tue ich es gerne nochmal:
      48h/Woche habe ich unter normalen Umständen! Ehrlich gesagt, das empfinde ich inzwischen als Entspannung! Das was jetzt gerade los ist, kann kein Mensch auf Dauer durchhalten! Meine Beziehung leidet zusehens, weil ich selbst am Wochenende dauernd am Arbeiten bin. Und dafür muss ich mir von Menschen wie Ihnen, die KEINERLEI AHNUNG von meinem Beruf haben, noch Vorwürfe machen lassen! Einfach mal FRESSE HALTEN!!!

      „Kinder abladen“ ist übrigens ein gutes Stichwort, denn darum geht es doch: Sie haben keinen Bock auf Ihre Kinder und haben selbst nicht genug Bildung genossen, um ihnen in diesen Zeiten helfen zu können. Aber jetzt schimpfen Sie auf die Berufsgruppe, die dafür bezahlt wird, in all diesen Dingen besser zu sein als Sie! Schämen Sie sich denn gar nicht?!

      Und wieso sind Lehrer Schuld, wenn es im Herbst wieder zu einem Lockdown kommt? Sollten Sie hier nicht besser gegen die Kultusminister wettern? Da wäre ich sogar dabei, aber so landet Ihre schlechte Laune eindeutig an der falschen Adresse! Sie können den Politikern so lange „auf die Nerven gehen“ wie Sie wollen, aber diese Forderungen sind einfach nicht machbar!! Ich verstehe ja zu einem gewissen Teil, dass Sie glauben, das wäre nötig, aber mal ehrlich: glauben Sie wirklich, dass Sie als Pöbel hier mehr Gewicht haben als die Berufsverbände der Schulen? Glauben Sie, dass es auch nur einen Lehrer an den Schulen geben würde, wenn solche Maßnahmen verpflichtend angekündigt würden? Nein, die wissen nämlich, dass sie gut ausgebildete Experten sind, die in allen Bundesländern gerade händeringend gesucht werden. So gut kann mir mein derzeitiges Umfeld gar nicht gefallen, dass ich das mit mir machen lasse! Bayern, ich komme!

      Auch wenn ich den Job wirklich gern mache: Es ist ein Job! Und derzeit ein sehr anstrengender! Ich unterrichte im Distanzunterricht nach Stundenplan, habe aber sehr viel mehr Aufwand bei der Vor- und Nachbereitung. Gar nicht zu sprechen von der ständigen Verfügbarkeit, die alle Beteiligten – auch die Kultusminister! – von einem erwarten… „Nichtstun“ sieht für mich definitiv anders aus. Und ganz nebenbei: Ich habe in meinen Klassen 100% Online-Anwesenheit und wir sind absolut im Zeitplan! Die Noten der Kinder zeigen, dass sich alle in etwa in dem Notenbereich befinden wie vor dem Lockdown. Also sagen Sie mir nicht, dass ich nichts tue! Ja, es ist anstrengend für die Kinder und ja, es ist blöd, dass sie ihre Freunde nicht sehen. Aber es ist machbar! Und darum geht es gerade!

      Aber seien Sie ruhig weiter neidisch auf diese ganzen „Vorteile“. Ich vermute ja, Sie verzichten ebenso freiwillig auf Ihren Urlaubsanspruch? Schließlich braucht die Wirtschaft Sie jetzt dringend, also nichts wie ab ins Geschäft! Natürlich auch samstags und sonntags und ohne Urlaub, wer braucht schon Erholung, schlafen kann man, wenn man tot ist! *Sarkasmus off*

      • Ich verstehe Ihre Reaktion auf den vorwurfsvollen Kommentar von „Petra“.

        Ich stoße mich an dieser Aussage :
        „.. selbst nicht genug Bildung genossen, um ihnen in diesen Zeiten helfen zu können.“

        Es ist völlig legitim, eine andere oder weniger Bildung genossen zu haben, als ein Lehrer. Ich finde schon, es ist die Aufgabe der Lehrer, den Schülern Bildung und Wissen zu vermitteln.

        Es gibt einfach Eltern, die weder den Wissensstand noch die didaktischen Fähigkeiten eines Lehrers haben, und das ist doch ok.

        Und viele von denen machen sich trotz niedrigerem Bildungsstand eben Sorgen um die Bildung ihrer Kinder, normal oder?

        Bis jetzt war Homeschooling in Deutschland verboten. Jetzt hat man das Gefühl, alle, die etwas als Unterricht zu Hause forden, sind asoziale Spinner.

        • Ich habe nie gesagt, dass alle Menschen studiert haben sollten! Im Gegenteil, ich bin sehr froh, dass es Handwerker gibt, die mir mit meinen beiden linken Händen helfen! Aber genau da liegt doch der Unterschied: ich erkenne meine Grenzen und bin froh um jeden, der mir hilft. Und was macht Petra? Kann ihren Kindern offensichtlich im Bildungsbereich nicht helfen. Soweit kein Beinbruch, dafür gibt es, wie Sie ja auch feststellen, Lehrer. Dass diese Eltern sich auch Sorgen um den Bildungsstand ihrer Kinder machen? Natürlich! Aber dann ist Petras Reaktion, diese Menschen, von denen sie Hilfe erwartet, aufs übelste zu beschimpfen und schlecht zu reden. Und dabei offensichtlich keine Ahnung zu haben, was derzeit an Schulen tatsächlich abgeht. Daran störe ich mich! Diese offensichtliche Erwartungshaltung, gepaart mit einer gehörigen Dosis Unwissenheit und Missgunst. Ich stelle mir vor, ich würde so einem Handwerker begegnen, den ich wegen eines Rohrbruchs gerufen habe. Müsste ich mich wundern, wenn dieser auf der Schwelle umdreht und wieder geht? Nein? Wieso werden dann bei Lehrern andere Maßstäbe angesetzt, wenn es um einfache Formen von Zusammenarbeit geht?

          Und ja, bisher war Homeschooling verboten. Ist es übrigens immer noch! Was wir zur Zeit haben, ist Distanzunterricht! Das heißt, der Lehrer unterrichtet! Und zwar nach Bildungsplan, nicht danach, was die Eltern gerne hätten. Ja, die Eltern müssen mehr mithelfen. Aber den allergrößten Teil der Arbeit machen immer noch die Lehrer! Das ist der Unterschied zum Homeschooling. Und es ist nun einmal eine neue und ungewöhnliche, noch nie dagewesene Situation. Da muss man eben neue Wege gehen.

    • @Petra, vielen lieben Dank für ihr Äußerung.

      Bei so viel assoziiertem Neid, der da aus jeder Zeile förmlich tröpfelt, bekomme ich doch direkt gleich gute Laune.

      „Und eine 48 Stunde Woche ist auch erlaubt.“
      Na dann ändert sich ja nix.
      (Da sie dem Spiegel zugeneigt zu seien scheinen, hier für Sie mit einer „Quelle“: https://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/deutschland-lehrer-arbeiten-laut-gew-studie-zu-viel-a-1190380.html)

      „Ihr habt euch lange genug verweigert und Hysterie betrieben.“
      Sie meinen: … sind den Anweisungen unseres Dienstherren nachkommen.

      „Und ab Herbst ist wieder Lockdown.“
      Kaufe ich! Leider wohl schon viel früher.

      „Das zieht sich mindestens 7 Jahre mit eurer Mehrarbeit.“
      Vorher schon Mehrarbeit. Nachher Mehrarbeit.
      Wissen Sie was passiert, wenn man auf einen übervollen Stapel noch mehr drauf legt?
      Option a) Nix. Option b) Er fällt um.

      „Ich hoffe ihr be[greift] endlich, dass man eben nicht mit vollem Gehalt fürs Nichtstun zu Hause bleiben kann ohne Konsequenzen.“
      Kann man sich für diese Posten noch bewerben?

      Im Übrigen habe ich das „zarte“ Gefühl, dass Sie den verlinkten Artikel selbst nicht bis zu Ende durchgehalten haben. In dem Artikel geht es angesprochenerweise um Kinder die in Einrichtungen der Jugendhilfe sind. Hilgers sagt: „Das System ist nicht darauf ausgerichtet, dass die Kinder nicht in der Schule sind. Das Personal reicht nicht.“

      „Wir werden den Politikern solange auf die Nerven gehen bis diese Ferienunterricht, Brückentage abschaffen und Samstagsunterricht einführen.“
      Bitte gerne. Gehen Sie den Politikern mal richtig auf die Nerven.
      Vielleicht erreichen Sie ja was [Ironie], damit die Kinder, die eh schon von ihren Elternhäusern vernachlässigt wurden und die ihre gesellschaftliche Aufgabe nicht erfüllen wollten/konnten [Generalisierung und Überspitzung], vom Staat angemessen aufgefangen werden.

      P.S.
      Hilgers [Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes]: „In sozialen Brennpunkten müssen wir die Schulen besser ausstatten: kleinere Klassen, mehr Lehrer pro Schüler, zusätzliche Sozialpädagogen.“
      Eigentlich doch eine ganz vertretbare Quelle, die Sie sich da als Autoritäts-Argument herausgesucht haben.

    • Ihre Phantasien, gespeist von Neid und Missgunst sind einfach immer wieder herrlich zu lesen. Ich amüsiere mich köstlich. Weiter so!

    • Ach Petra, zuviele Filme mit okkultem Inhalt gesehen…dein Post klingt wie eine Verdammung – ausgesprochen von einer i.d.R. extrem hässlich zurechtgemachten Hexe – gegen die Helden des Epos. „Und sehet – euch wird großes Leid widerfahren, da ihr dumm, faul und geldgierig seid….aber der Drache der Unterwelt wird euch für eure Verwerflichkeiten rösten, bis euch das Fleisch von den Knochen fällt und die Höllenhunde mit den 7 Köpfen es fressen werden. Eure Knochen werden in den Mühlen des Teufels zermahlen werden und auf die Felder des Todes geschüttet – all das wird euch zurecht widerfahren, weil ihr böse seid!“ Ähhmmm, sorry – obiger Text kann natürlich auch durch Petras Post ersetzt werden – hat die gleiche Wirkung und den selben Realitätsbezug.

      • Ein wenig Fleisch von den Knochen fallen lassen … wär nach dem vielen faulen Rumhängen gar nicht schlecht, hab ich doch glatt ein wenig Lockdown angesetzt. Kann der Höllen-Wuff gern ham.

      • @Andre Hog

        Der nächste Kracher für heute!
        Vielen Dank!
        Also, wenn ICH den Nobel-Preis für gelungene Unterhaltungsliteratur vergeben dürfte … @Petra hätte ihn – trotz wiederholten Anlaufs – knapp verfehlt.
        😉
        And the winner is Andre Hog. 🙂

    • Ein bissl tun mir aber die Kinder leid, wenn die mitkriegen, was Sie denen wollen.

      Naja, vielleicht können die Lehrer die Kinder vor solchem Horror noch bewahren, obwohl es schwer wird, denn Sie und Ihre Crew „werden den Politikern solange auf die Nerven gehen bis diese Ferienunterricht, Brückentage abschaffen und Samstagsunterricht einführen“ und „übervolle Klassen“.

    • @Petra

      Heeeyyyyy @Petra,

      auch mal wieder hier und wie stets bester Laune?

      Diesmal haben Sie vor lauter Eifer aber eine Kleinigkeit vergessen (leider nur sinngemäß aus Ihren bisherigen Denkschriften hängengeblieben): Die psychisch kaputten Kinder, die uns dann das Leben zur Hölle machen und keiner hilft uns.
      „Auf euch wird man diese Kinder abladen.“ ist echt kein Ersatz, da bin ich schon ein bisserl enttäuscht und fühle mich um die konkrete Vorfreude betrogen!

      Das war bisher immer mein Highlight in Ihren Beiträgen, also beim nächsten Mal unbedingt wieder reinschreiben.

  11. Alles ein Jammer. Was ist so schwer für unsere Kinder/Jugendliche in den Schulen nun endlich einmal Vorkehrkehrungen zu treffen. Tests, Lüftungsanlagen, zertefizierte Masken ,geimpft Lehrer, den Weg zur Schule und nach Hause gut organisieren. Es ist nun bereits so viel Zeit ins Leere gelaufen ,ohne eine sichtbare Veränderung zum Schutz in Schulen und Kitas. Auch die Eltern, egal wie genervt, wollen Ihre Kinder nicht in solche Situationen schicken. Wieso gibt es nur auf oder zu. Lebt Ihr in der Politik wirklich so weit weg von allem?

  12. Als Mutter eines Drittklässlers in BW für den diese Woche wieder der Unterricht beginnt, ohne Maskenpflicht ( das bleibt den Eltern überlassen ) bin ich beunruhigt. Was hilft es denn wenn nur die Hälfte Maske trägt und im Klassenzimmer die Abstandsregel nicht gilt? Nicht mal im Schulgebäude gilt eine Pflicht…
    Frau Eisenmann argumentiert mit einer erweiterten Testung, ja aber leider nicht für die Kinder! Wenn sie nun die Grundschulen weiter öffnen will, dann läuft das ja wohl wieder auf volle Klassen hinaus…
    und die Kids tragen das Virus dann auch nach Hause…häufig asymtomatisch…
    Natürlich ist es richtig und wichtig, dass Lehrer geimpft werden, aber wer denkt dabei an uns Eltern die noch nicht an der Reihe sind?
    Was spricht denn gegen eine Masken Pflicht auch an den Grundschulen.. andere Bundesländer machen das doch auch…
    Und Tests für Schüler?
    Da wird am falschen Ende gespart!
    Das ist unverantwortlich!

  13. Es macht mich so traurig, das ich meine Tochter als Versuchskaninchen in die Schule schicken „muss“.
    Ja, es ist richtig, dass die Schulen wieder aufmachen müssen, das sehe ich am psychischen Zustand meiner Kinder und psychische Gesundheit ist auch immens wichtig.

    Doch warum werden die Kinder vor Unterrichtsbeginn nicht regelmäßig getestet?
    Warum müssen nicht auch Grundschüler eine Maske tragen?
    Warum wird nicht in Luftfilteranlagen investiert, wo so viel Geld für die Wirtschaft in die Hand genommen wird?
    Warum schafft man es nicht einen vernünftigen, täglichen Wechselunterricht zu organisieren?
    (Die derzeit 2 1/2 Tage an der Grundschule innerhalb von 2 Wochen helfen wirklich nicht viel, weder durch Corona depressiv erkrankten Kindern, noch Eltern).

    Warum investiert man nicht in die Zukunft von uns allen, warum investiert man nicht in zukünftige Steuer-/Renten- Zahler?
    Warum werden Kinder so dermaßen schlecht behandelt in dieser Krise?
    Ja, die Alten (schwachen) müssen geschützt werden, bin ich dabei.
    Aber unsere Kinder – sind sie weniger Corona Tests wert als Leute im Altersheim?

  14. Ich habe 3 Kinder. Eins Grundschule, eins Mittelschule, eins im Gymnasium.
    Von 11 Lehrern, die meine Kinder mit Aufgaben versorgt haben, muss ich leider traurig zugeben, dass sich 3 davon wirklich bemüht haben.
    Das war die Klassenlehrerin meines Grundschülers, die Deutsch-Lehrerin meiner Mittelschülerin und die Englisch-Lehrerin meiner Mittelschülerin.
    Die restlichen 7 haben Aufgaben eingestellt und damit wars erledigt. Schleppende Beantwortung der Fragen und Unklarheiten, keinerlei Telefonate etc.
    Kann die berühmte Ausnahme sein. Natürlich.
    Allerdings habe ich in der direkten Verwandtschaft einen Lehrer. 2 von 5 Tagen die Woche macht der nichts. Und auch kann Otto-Normalbürger nicht in den Sommerferien 4 Wochen in den Urlaub. Und dann nochmal in der Osterferien und dann in den Herbstferien und in den Winterferien. Kein Lehrer arbeitet viel während der Ferien.
    Ich verstehe Angst. Ich habe auch Sorge. Aber viele viele andere Menschen müssen jeden Tag in die Arbeit und werden nicht gefragt, ob sie Angst haben.
    Viele Menschen müssen in Kurzarbeit und bekommen kein volles Gehalt mehr.
    Meine Kinder wollen unbedingt in die Schule. Die sind keine Wunderkinder, die Zuhause selbstständig lernen und Aufgaben erfüllen.
    Auch wenn sie sich bemühen.
    Bitte liebe Lehrer, ihr seid wirklich nicht die einzigen, die arbeiten müssen und sich in eine gewisse Gefahr begeben.
    Im Gegensatz zu vielen anderen, könnt ihr euch jetzt aber impfen lassen.
    Aber das ist auch wieder falsch, weil es ja Astra z. ist. Ich würde auch gerne diesen Impfstoff nehmen. Aber ich bin noch lange nicht dran. Ich begegne ebenfalls vielen Menschen in der Arbeit.

    • Weil Sie 11 von ca. 800.000 Lehrer in Deutschland „kennen“ (und nichtmal das), können Sie behaupten:

      – „dass sich 3 davon wirklich bemüht haben“ (woran machen Sie das fest?)
      – „Und auch kann Otto-Normalbürger nicht in den Sommerferien 4 Wochen in den Urlaub.“ (doch, ich kenne sogar welche, die nehmen 6 Wochen im Sommer / keine Lehrer, jeder wie er mag)
      – „Und dann nochmal in der Osterferien und dann in den Herbstferien und in den Winterferien.“ (Ich mach da nie Urlaub! Ich brauche die Zeit zum Korrigieren. Meinen Urlaub nehme ich meist knapp 2 Wochen zu Pfingsten und ca. 4 Wochen im Sommer. Ansonsten nur die üblichen Feiertage. An allen anderen arbeite ich – daheim. Sieht man nicht, daher existiert diese Arbeit für viele nicht und sie behaupten (wie Sie), dass kein Lehrer arbeitet. Vogel Strauß lässt grüßen…)
      – „Kein Lehrer arbeitet viel während der Ferien.“ (wo ist Ihre Quelle dazu? Haben Sie eine Studie gemacht? Wie groß ist die Stichprobe? Wie kann man sowas behaupten, wenn man k-e-i-n-e Ahnung hat???)
      – „Viele Menschen müssen in Kurzarbeit und bekommen kein volles Gehalt mehr.“ (Was können jetzt genau die Lehrer dafür? Genauso kann man sagen: Viele Menschen machen Home Office, um ihren Teil zur Bekämpfung der Pandemie beizutragen, Lehrer auch, nennt sich nur anders: Distanzunterricht, und zwar in vollem Umfang.)
      – „Bitte liebe Lehrer, ihr seid wirklich nicht die einzigen, die arbeiten müssen und sich in eine gewisse Gefahr begeben.“ (Hat keiner anders behauptet. Aber die Lehrer wollen – zu Recht – gern Arbeits-/Infektionsschutz. Den gibt es nur sehr mangelhaft und der ist v.a. bei hohen Inzidenzen gerade in den Schulen nicht annähernd gegeben.)

      Selbst, wenn einige der Lehrer Ihrer Kinder Ihrer Meinung nach nicht genug getan haben im Distanzunterricht, rechtfertigt das nicht, dass der Präsenzunterricht wie früher weiter geht, da die Infektionszahlen in wenigen Wochen explodieren würden.

    • @ Katinka: Von 11 Lehrern haben sich 3 wirklich bemüht. Die restlichen 7…
      11 – 3 = 8, oder habe ich da etwas übersehen?

      • Ich bezog mich auf die generalisierten pauschalisierenden Aussagen in dem Post oben. Sie kennt 11 Lehrer, von denen sich nur 3 engagiert haben und alle anderen Aussagen beziehen sich dann auf alle Lehrer.

      • @MINT-Lehrer,

        „11 – 3 = 8, oder habe ich da etwas übersehen?“

        In Coronazeiten gilt: ein wenig Schwund gibts immer.

  15. Zu Petra
    Was sind Sie für ein Mensch?
    Was geht in Ihnen vor?
    In der Realität leben Sie definitiv nicht.
    Was Sie schreiben ist absurd, frech, dumm…könnte man noch ganz anders ausdrücken.
    Oder sind Sie ein fake, der nur aufstacheln will und sich daran erfreut?

  16. Petra wer oder was sind Sie????
    Ernst kann diese Meinung nicht sein!
    Ein normal, vernünftig und realistisch denkender Mensch äußert sich so nicht. Man kann eine andere Meinung vertreten, ja, aber so abstrus und weit ab jeder Realität…..
    …. sollte man vielleicht einfach überlesen….hat eh keinen Einfluss…

  17. Was mich gruselt, ist, dass so schnell Unwissenschaftlichkeit akzeptiert, Widerstand gegen moralisch verwerfliche Positionen und Entscheidungen aufgegeben und dem ‘Schicksal’ seinen Lauf gelassen wird.
    Heute ist der Auslöser eine Pandemie.
    Was ist es morgen?

  18. War es nicht Frau Eisenmann, die den Unterricht vor der Pandemie so schlecht und ineffektiv fand, dass sie das komplette Aus- und Fortbildungssystem zerschlug? Und jetzt ist dieser Unterricht plötzlich das Beste? Weiß sie, wie digital unterrichtet wird? Fast könnte man meinen, es könnte hinter dem Wunsch, Schulen zu öffnen, etwas anderes stecken als die Sorge um die SuS… Vom sicheren Arbeitsplatz am Schreibtisch aus kann man gefahrlos Wahlkampf betreiben. Die grünen chinesischen Fake-Masken, die sie an die Schulen verteilen ließ, wurden übrigens auch nicht ausgetauscht.

  19. Sorry lieber Lehrer, aber wir haben 3 Lehrer im engsten Freundeskreis und einige im Bekanntenkreis. Der einzige der über Mehrarbeit klagt ist der beste Freund meines Mannes, der noch nie was von Unterrichtsvorbereitung gehalten hat und sich gern ohne Aufwand durchs Berufsleben gehangelt hat. Der Rest lächelt und sagt, so viel Freizeit hatten wir noch nie (schon das 7 Buch gelesen:) bei vollem Gehaltseingang. Ich gönne es Ihnen von Herzen 😉

    • Was genau wollen Sie den „lieben Lehrern“ jetzt damit sagen? Dass Sie faule Freunde haben? Na, herzlichen Glückwunsch.

  20. Also ich habe schon seit langer Zeit bei mir den digitalen Unterricht eingeführt. Es war eine Woche hatte Arbeit, bis alle Overheadfolien und Arbeitsblätter eingescannt waren. Aber jetzt bin ich voll digitalisiert unterwegs. Nur kann ich die gescannten Folien nicht mehr am Beamer ausfüllen und zusammen mit meinen Schülern bearbeiten und später kopieren und austeilen. Da hat der Overheadprojektor grosse Vorteile. Alles hat eben seine Licht- und Schattenseiten.

    • „Nur kann ich die gescannten Folien nicht mehr am Beamer ausfüllen und zusammen mit meinen Schülern bearbeiten und später kopieren und austeilen.“

      Das geht alles, die richtige Ausstattung vorausgesetzt. Halbwegs moderne Schulen haben ja Smartboards oder Dokumentenkameras für diesen Zweck…

      Nun bin ich kein Lehrer, nutze aber trotzdem z. B. Xournal bzw. Xournal++ (https://github.com/xournalpp/xournalpp, Downloads unter https://github.com/xournalpp/xournalpp/releases), um PDFs zu annotieren. Das Programm ist quelloffen und unter der GPL lizenzierbar.

      Ich meine, das Tool kann auch das, was man „auf die Folie schreibt“ separat speichern, in jedem Fall kann man es in ein PDF einbetten und dann natürlich verteilen und drucken.

      Vielleicht kann das ja jemand gebrauchen, vermutlich haben die Lehrer aber sowieso schon entsprechende Werkzeuge.

      • “ vermutlich haben die Lehrer aber sowieso schon entsprechende Werkzeuge“ Klar! Schön wär’s! Meine GS hat kein WLAN und wird auch so bald keines bekommen.

        • @inib es ging darum, dass Lydia digitales Unterrichtsmaterial hat, das sie am Beamer zeigen aber nicht ausfüllen kann. Hierfür habe ich ein Tool genannt, das übrigens völlig unabhängig vom Netzwerk arbeitet, weil ich mir dachte, vielleicht hat sie oder sonst jemand Verwendung dafür.

          Mein letzter Satz aus dem vorherigen Kommentar war evtl. auch etwas unglücklich formuliert. Mit diesem wollte ich zum Ausdruck bringen, dass es für Lehrer vermutlich auf den Beruf abgestimmte Lösungen für diesen Zweck gibt, die mir aber nicht bekannt sind.

  21. Noch größer als die Panik vor Corona ist bei Politikern die Angst vor fallenden Umfrage- und Zustimmungswerten.

    Wir werden jetzt sehen, dass man sehr wohl aufmachen und lockern kann, egal wie viele „Mutanten“ noch kommen. Die Stimmung ist gekippt, die Wendehälse in Berlin drehen sich schon.

    • Noch größer als die Panik vor Corona ist bei Politikern die Angst vor fallenden Umfrage- und Zustimmungswerten.

      Wir werden jetzt womöglich sehen, dass man sehr wohl aufmachen und lockern kann, egal wie viele „Mutanten“ noch kommen. Die Stimmung ist gekippt, aber bald sehen wir dann, was wirklich dabei rauskommt.

  22. @Petra,
    welcher „Fraktion“ gehören Sie denn an?…
    Unverschämt, grottendumm, realitätsfern…
    Schon mal ‚ ne Schule von innen gesehen oder prägen die eigenen „schulischen Erfahrungen“ ihr krankes Bild über den Berufsstand des Lehrers?
    Das ist kein Forum zum „dreckige Wäsche“ waschen. Ein „bisschen“ Substanz, vor allem Sachkompetenz, braucht‘ s schon…
    Ich weiß nicht, wie oft hier schon „gebetsmühlenartig“ kommuniziert wurde, Schule ist wichtig, Präsenz ist wichtig, aber nicht ohne Schutz!!! Und zwar präventiv und nicht im „Nachwaschgang“.
    Viele Kommentatoren, die Lehrer sind, wissen, wovon sie schreiben und sind es leid, sich ständig über ihre Arbeit rechtfertigen zu müssen. Es braucht also nicht Ihre „Expertise“…
    Kümmern Sie sich um Ihren Job!
    Das hier ist ein Forum von Lehrern für Lehrer.

    • Danke. Leider ist es offen für jedermann. Wenn man sich erst anmelden müsste, würden einige diese Plattform vielleicht nicht in der Art nutzen, um so zu bashen und zu hetzen.
      Grundsätzlich bin ich immer an einem Austausch interessiert, natürlich auch mit Nicht-Lehrern. Aber nicht auf diesem Niveau.

  23. Danke, liebe Katinka, ist angekommen. Dann müsste man aber das Forum anders benennen…“4teachers“ heißt für mich „für Lehrer“ oder? O.k., man kann natürlich als „jedermann“ eine “ Botschaft „für“ Lehrer haben,
    aber, und da stimme ich Ihnen natürlich zu, mit Niveau und vor allem mit gegenseitigem Respekt. Und genau diesen lässt „Petra“ vermissen und muss nun das „Echo“ ertragen…

  24. Ja, ich verstehe das alles anstrengend ist, aber eben nicht nur in diesem Beruf. Sehe es so wie Lydia L 83. Und im Übrigen habe ich noch nie einen Altenpfleger sagen hören „ich setz doch nicht mein Leben für eure Eltern aufs Spiel“ oder eine Verkäuferin “ ich setze für eure Versorgung doch nicht mein Leben aufs Spiel‘, allerdings schon zig mal von Lehrern „ich setze doch für eure Kinder mein Leben nicht aufs Spiel“. Finde ich nicht ganz fair, dass einige Lehrer mit ihrer Haltung mittlerweile sehr viel Enttäuschung und Wut bei vielen Eltern provozieren und dem Ansehen der Lehrer schaden.

    • Vielen Dank Bumerang, ich sehe das auch so. Manchmal schäme ich mich richtig für die Bequemlichkeit einiger Kollegen. Sicher gibt es auch in anderen Berufen Leute, die sich auf der Arbeit von anderen ausruhen.

    • Ich hoffe, die Berufsgruppen, die Sie nennen, fordern vehement Schutz für ihr Klientel und für sich selbst ein, wenn ihnen sonst übliche und verpflichtende Arbeitsschutzmaßnahmen und Hygiene-/Schutzaustattung konsequent und auf Dauer verwehrt werden sollten. Denn nur dadurch schützen sie sich selbst, ihre Arbeitskraft, ihre Kontakte und ganz besonders ihre Kunden.
      Mich wundert, dass dies bei Lehrern nicht genauso gesehen wird; vlt. weil noch immer die Vorstellung herrscht (bei vielen), dass für die Schüler plus Eltern alles ok wäre, nur die Lehrer tun halt dumm. Warum wird nicht anerkannt, dass Lehrer auch Schüler, Eltern, Kollegen neben sich selbst und Nahestehenden realistisch geschützt wissen wollen?

    • Haben sie hier schon Kommentare gelesen, welche die Arbeit anderer Berufsgruppen herabwürdigen? (Siehe Petra)
      Grundthema seit Monaten, wie machen wir die Schule sicher. Warum, weil die Schule wesentlich zur Verbreitung der Pandemie beiträgt. Weil deshalb Menschen sterben. Weil die Langzeitfolgen noch nicht absehbar sind. Weil es einfach und kostengünstig (1Milliarde€) wäre, die Schulen sicher, bzw sicher zu machen, denn jedes Schuhgeschäft hat ein besseres Konzept als die Schulen.
      Der Gesundheitsschutz für die Kinder und der Arbeitsschutz für die Lehrer wird nicht eingehalten.
      Ich kenne kein einziges Kultusministerium in der BRD das ein tragbares Konzept entwickelt hat um dieses vorhersehbaren Ereignisse im Schuljahr 2020/2021 zu bewältigen.
      Von den ca.150 Mitarbeitern welche mir an verschiedenen Schulen bekannt sind, wären sicherlich die große Mehrheit dazu bereit und auch fähig die Probleme abzufangen. Wie gewohnt auch durch Stunden die niemals offiziell gezählt würden.
      Die Schulleitungen bekommen Donnerstag oder Freitag aus Stuttgart ne Mail und am Montag ist alles umgesetzt!?!
      In den letzten sieben Jahren ( meine persönliche Erfahrung), war immer zu wenig Personal verfügbar, streichen wir dieses Jahr die AG’s? Das nächste Jahr die Zweitlehrer in den Hauptfächern( damit in den Gemeinschaftsschulen differenziert werden kann). Machen wir aus drei Grundschulklassen doch zwei, weil die Kollegin schwanger ist. Die Inklusionskinder verteilen wir halt notgedrungen auf die zwei Klassen. Und die Kolleginnen stemmen das so gut sie können, ohne zu klagen auch über dem Klassenteiler.
      Stellen wir ein Theater für das Schuljubiläum auf die Beine ( schätzen sie Mal vieviel Prozent der Stunden abgerechnet wurden),…
      Ich kann nicht beurteilen wie es an den Gymnasien läuft, aber an der „zweiten Säule“ des Bildungswesens in BW sollte dringend an der „Bildungsgerechtigkeit“ gearbeitet werden.
      Und das kann wohl unmöglich mit diesen „faulen Säcken“ geleistet werden.
      Bei mir ganz persönlichen stellt sich inzwischen die Frage ob Dienst nach Vorschrift nicht eine Lösung wäre.
      Zugegeben eine sehr schlechte, aber eben eine Lösung.
      Ich wurde nie auf guten Fernunterricht vorbereitet, ich habe als Quereinsteiger auch nicht das Einkommen um mir das nötige Equipment zu leisten. Ich habe kein Büro in der Schule in dem ich dieses Arbeitsmaterial zur Verfügung gestellt bekomme. Ich würde gerne dort meine 42 Stundenwoche ableisten und nicht Zuhause arbeiten.
      Und in einem stimme ich der lieben, einfühlsamen Petra zu, wir werden uns um diese Kinder kümmern müssen, da einige nicht das Umfeld haben, das dies anfangen kann.
      Schule muss die Mittel dafür bekommen, sonst wird es noch schwerer als es war.
      Und was hat Frau Adolphie immer gesagt:
      “ Alle werden sie nie bekommen“!
      Eltern und Lehrer sollten ein gemeinsames Interesse daran haben, dass die Schule funktioniert.
      Die von Frau Dr. Eisenmann oft geforderte „Bildungsgerechtigkeit“ ist wichtiger denn je!
      Die Entscheidungen, bzw. die nicht vorhandenen Planung befeuern diese Pandemie.

    • Wie schon x Mal geschrieben: wir unterrichten OHNE SCHUTZ. In der GS tragen die Kinder keine Masken. Ich habe eine 4. Klasse und Flüchtlingskinder darin, die z.T. schon 12 Jahre alt sind. Keine Masken, kein Abstand. Und ich hatte schon 5 positive Fälle in der Klasse.

  25. @Bummerang, da haben Sie sicherlich in einigen Dingen recht, aber ich bin gegen ein Pauschalisieren und vor allem gegen niveauloses s.g. „Kommentieren“, das eindeutig „unter die Gürtellinie zielt.“ (siehe Petra)
    Mit welchem Recht, spricht „Petra“ von „ihr habt euch“ …usw., um dann eine Liste von Anklagen vorzubringen? (aus ihrer Sicht). Sie kann die Arbeit vieler gar nicht beurteilen.
    Sie ist nicht nur unhöflich, sondern löst in keinster Weise irgendwelche Probleme. Es ist nur ein Ablassen von Frust. Wir sind nicht der „Abtreter der Nation!“ Dagegen verwahre ich mich und sicher viele andere auch.
    Wie heißt es so schön? „Wie es in den Wald hineinschallt, so schallt es auch zurück.“ Anstand, Respekt, sachliche, konstruktive Kritik sind leider für viele Fremdwörter geworden. „Meckern um jeden Preis“, aber wenn es um Verantwortung geht…“nicht mit mir…die anderen…“

  26. Gestern beim Impfen fragte mich der Arzt beim Aufklärungsgespräch, ob ich ihm sagen könne, warum die Kinder in GS keine Masken tragen müssten. Ich konnte es ihm leider nicht erklären. Er war entsetzt , als ich ihm sagte, dass daüber hinaus die Abstandsregelung in der GS aufgehoben sei. Der Arzt nannte das kontraproduktiv. Tja, wir sind von unserer tollen KM viel Kontraproduktives gewohnt. Und er sagte, das erkläre, wieso so viele LehrerInnen voller Freude zum Impftermin kämen. Lauter frohe Gesichter!

  27. Hallo,
    mich würde interessieren, wie Frau Eisemann zu folgenden Sachen steht:
    – Kreis Ravensburg südafrika Mutation in GS eventuell KiGa, 150 Personen in Quarantäne
    – Stuttgart mehrere Kindergärten mit Mutanten geschlossen
    – Freiburg/Ortenau auch einzelne Mutatenfälle in KiTas

    Wenn die Schule wieder voll beginnt, dann kann ich mich auf die nächsten Quarantäne Maßnahmen einstellen, trotz Impfung. Im Moment funktioniert Fernunterricht mE gut (Achtung: ich bin jede Stunde online dabei).

  28. Fr. Eisenmann: “ „Wir brauchen Präsenz in den Schulen.“ Man habe eine Verantwortung – abwarten sei ihr zu wenig. Sie halte es für schwierig, über Baumarkt-Öffnungen zu sprechen und bei Schulen müsse man noch warten, so die CDU-Spitzenkandidatin. „Bei aller Wertschätzung für Baumärkte, da stimmt die Verhältnismäßigkeit nicht“, sagte Eisenmann. “ https://www.swr.de/swraktuell/wahl/bw/landtagswahl-2021/duell-kretschmann-eisenmann-live-blog-am-1-maerz-100.html#Schuloeffnungen

    Völlig richtig, da stimmt die Verhältnismäßigkeit nicht. Denn anders als Schulen haben Baumärkte ein wesentlich geringeres Risiko der Infektionsweitergabe aufgrund von großem Luftvolumen in hohen Räumen/Hallen, etlichen qm pro Person, was Abstände und schnelle Aerosolverdünnung überhaupt ermöglicht; insofern gibt es dort eine deutlich bessere Ausgangslage für ein solides Hygienekonzept inklusive vorhandener Belüftung, in den meisten Fällen sicher durch technische Belüftungssanlagen. Es stehen dort auch Paletten voller FFP2-Masken und die Kunden kommen kaum im vollen ÖPNV und bleiben selten länger als 60min. – Und nun die Durchschnittsschule mit Klassenzimmmer im Vergleich … naja, das kennt ja jeder, der schon mal in der Schule war.

    Angemessener wäre wohl ein Vergleich von Schule/Klassenzimmer mit z.B. engen Kneipen oder Bars.

    • Da stimme ich Voll zu. Und solange angeblich die Infektionsgefahr in riesigen 10m hohen Tennishallen in denen 2 Leute mit 10-20 m Abstand spielen zu groß ist und diese komplett geschlossen sind so lange dürfte es an Schulen nicht Mal Wechselunterricht mit 4 Kindern pro Gruppe geben….

  29. Also ich bin ja mittlerweile dazu übergegangen, eher die Kommis als die Artikel zu lesen. Das zaubert mir doch immer wieder ein schmunzelndes Kopfschütteln auf Gesicht und Hals. Halten wir doch einfach mal fest: es gibt in jeder Berufsgruppe fleißige und weniger fleißige Menschen. Und doch bekommen oft auch die weniger Fleißigen meist pünktlich ihr Geld. Der Unterschied ist, dass in keinem anderen Beruf die Menschen im Umfeld eine Bewertung dessen vornehmen. Meistens deswegen, weil man einfach keine Ahnung von dem Job hat. Vielleicht auch, weil es einen nichts angeht oder schlicht und ergreifend nicht interessiert.
    Nun scheint aber jeder, der mal als Schüler eine Schule von innen gesehen hat, diesen Beruf automatisch verinnerlicht zu haben und sich damit ein „fundiertes“ Urteil erlauben zu dürfen. Ich bin da immer maximal irritiert. Denn ich habe auch Zähne im Mund, würde aber meinem Zahnarzt nie sagen, wie er seinen Job zu machen hat!
    Wie kommt man aber nun aus dieser Misere der ständigen Vorwürfe, Rechtfertigungen und teils respektlosen Verhaltens? Hm… Vielleicht indem jeder einfach mal bei sich bleibt. Wen interessiert es denn, was Freund A verdient und was er dafür tun muss? Am Ende vom Tag bin doch ICH diejenige, die sich für sich selber und vor sich selber rechtfertigen muss.
    In diesem Sinne: meinetwegen kann jeder auf Lehrer schimpfen, so wie viele Lehrer auf Eltern. Solange man aber nicht in den Schuhen des anderen steckt, ist das doch ziemlich viel verschwendete Energie und ändert auch nichts an der Frust auslösenden Gesamtsituation. Gleiches gilt für mich auch für Politiker. Ich will deren Job auch nicht für das Geld, welches da verteilt wird, machen wollen. Besser könnte es nämlich sicher keiner von uns. Also nicht über die (wenn auch gerne mal unsymapthisch oder inkompetent wirkenden) Politiker schimpfen, sondern wählen und hoffen und den Rest des Tages vor der eigenen Tür kehren. Was wäre die Welt doch dann für ein entspannter Ort.

    • @FrauKausB

      „Der Unterschied ist, dass in keinem anderen Beruf die Menschen im Umfeld eine Bewertung dessen vornehmen. Meistens deswegen, weil man einfach keine Ahnung von dem Job hat.“

      Das gilt für jeden anderen Beruf auch, es wird immer und alles bewertet und bis zu einem gewissen Grad muss man dafür auch keine Ahnung haben.

      „Denn ich habe auch Zähne im Mund, würde aber meinem Zahnarzt nie sagen, wie er seinen Job zu machen hat!“

      Naja, dass Sie dem ZA nicht im Detail die Arbeit erklären können, versteht sich von selbst. Andererseits weiß ich jetzt nicht, ob Sie nicht widersprechen würden, wenn Ihnen der ZA einen gesunden Zahn rechts oben ziehen will, wenn der kaputte Zahn links unten sitzt.

      Bezüglich der Politik wäre es doch geradezu fatal, wenn alles unkommentiert bliebe. Hier spielen die Medien als vierte Gewalt die große Rolle.

    • Stimme in vielen Punkten zu. Aber wer Schule nach Weihnachten „unabhängig von den insidenzen“ geöffnet hätte und vor Weihnachten bis 22.12 Unterricht machen wollte wie Frau Eisenmann ist für mich ein schlechter Politiker. Über manches kann man streiten, aber über solche unverantwortlichen Vorschläge nicht.

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