Laschet droht Testpflicht für Schüler an – und stellt Präsenzunterricht infrage

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DÜSSELDORF. Der Ministerpräsident macht in der Talkshow von Markus Lanz zwei weitreichende Bemerkungen für die Schulen in NRW: Armin Laschet droht mit einer Corona-Testpflicht – und stellt die Öffnung der Schulen nach den Osterferien infrage.

Macht Druck: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU). Foto: photocosmos1 / Shutterstock

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat eine Corona-Testpflicht für Schüler in Nordrhein-Westfalen angedroht. In der ZDF-Sendung «Markus Lanz» verwies Laschet am Dienstagabend darauf, dass ein Teil der Eltern einen Test für ihre Kinder in der Schule verweigere. Gleichzeitig stellte er die Öffnung der Schulen nach den Osterferien in Frage.

«Denn es kann natürlich nicht jedes Kind für sich dann sagen, ich lasse mich einfach nicht testen»

«Ich kann Stand heute – wir werden uns nächste Woche intensiv mit den Schulen beschäftigen müssen – nicht definitiv sagen, dass die nach den Ferien aufmachen», sagte Laschet in der Talkshow. «Da werden wir uns sehr sorgsam mit beschäftigen müssen», so Laschet, da «es anders im letzten Jahr» nicht mehr darum gehe, ob die Kinder gute Bildung bekämen, weil «man zu Hause nicht so gut lernen kann». «Jetzt geht’s echt um Gesundheitsschutz», betonte Laschet.

Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) hält eine Testpflicht für Schüler «moralisch für sehr vertretbar». In einer Gemeinschaft sei es «eigentlich eine ganz normale Verantwortungsentscheidung und Solidarität», sich testen zu lassen, um seinen Beitrag zur Sicherheit zu leisten, sagte Laumann am Mittwoch in Düsseldorf.

Nach Angaben Laumanns wurden allein am Montag in NRW fast 157 000 Menschen in den Testzentren auf das Coronavirus getestet. Davon seien 1245 Tests positiv gewesen (0,8 Prozent). Das unterstreiche die Wichtigkeit der Corona-Tests, sagte Laumann. «Hohe Testzahlen helfen uns auch, die Pandemie einzugrenzen.» Insofern seien auch die Öffnungen für Menschen mit negativem Testergebnis in Kommunen, wo die sogenannte Wocheninzidenz über 100 liege, aus Gründen der Bekämpfung des Virus eine «vertretbare Entscheidung».

Mit seinem Vorstoß für eine Testpflicht, falls die Schulen öffnen sollten, rannte Laschet offene Türen ein: SPD, Grüne und Lehrerverband sind ebenfalls dafür. Die SPD will, dass ein negatives Testergebnis nach den Osterferien Voraussetzung für die Teilnahme am Präsenzunterricht ist.

Diesen Test sollten die Schüler aber zu Hause machen können, so SPD-Bildungsexperte Jochen Ott. In der Schule könnten sie das Test-Set dann gegen ein frisches und vom Land bezahltes eintauschen. «Schülerinnen und Schüler, die keinen Test durchführen wollen, bleibt die Teilnahme am Distanzunterricht», so Ott.

Laschet hatte in der Talkshow von Markus Lanz gesagt: «Jetzt werden wir überlegen müssen: Müssen wir eine Testpflicht einführen. Denn es kann natürlich nicht jedes Kind für sich dann sagen, ich lasse mich einfach nicht testen.» Er ergänzte: «Wenn es so weiter geht, wird es eine Testpflicht geben.» Man merke jetzt – anders als im vergangenen Jahr – dass Kinder viel stärker von Mutationen des Virus betroffen seien. «Deshalb brauchen wir da klare Regeln.»

Die «Rheinische Post» hatte zuvor von Schätzungen des nordrhein-westfälischen Lehrerverbands berichtet, wonach etwa jeder fünfte Schüler einen Test in der Schule verweigere. Der Präsident des NRW-Lehrerverbands, Andreas Bartsch, sagte am Mittwoch der dpa: «Es ist nicht nachzuvollziehen, warum es in den Klassen eine Durchmischung von nicht-getesteten und getesteten Schülern geben soll, wenn das Ziel ein hoher Infektionsschutz ist.»

«Noch ein Desaster wie in den letzten beiden Wochen darf es nach den Osterferien nicht mehr geben»

Bartsch sprach sich ebenfalls dafür aus, dass die Schüler sich selbst bereits zu Hause testen – und bei einem positiven Ergebnis auch dort bleiben. «Wir leben in einer Zeit von hoher Eigenverantwortung – da müssen auch die Schüler mal selbst ran», sagte Bartsch. Grundschülern könnten die Eltern helfen.

Für den Verbandschef sind Corona-Tests und Impfen der Schlüssel, um den Unterricht am Laufen zu halten: «Dafür müssen endlich auch Lehrer weiterführender Schulen in der Impfreihenfolge vorgezogen werden.» Sollten die Schulen nach den Osterferien dicht bleiben, mache er sich ernste Sorgen um das Schuljahr, so Bartsch.

Die Chefin der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in NRW, Maike Finnern, sagte der «Rheinischen Post», dass eine Testpflicht für die Teilnahme am Präsenzunterricht «durchaus sinnvoll» sei. «Allerdings gelte es zu klären, welche Konsequenzen das für den dann anzubietenden Distanzunterricht habe.

Die bildungspolitische Sprecherin der Grünen-Landtagsfraktion, Sigrid Beer, hatte bereits am Dienstag – ebenso wie der Städte- und Gemeindebund NRW – für eine «verbindliche Regelung» für die Testungen plädiert: Viele Schüler hätten wohl einen Test verweigern, «weil sie und ihre Familien eine Quarantäne befürchtet haben.» Beer betonte, dass aber auch genug Tests da sein müssten. «Noch ein Desaster bezüglich der Verfügbarkeit von Tests wie in den letzten beiden Wochen darf es nach den Osterferien nicht mehr geben», so Beer.

Was Laschet offenbar nicht wusste: Seine Landesregierung hat bislang lediglich den  weiterführenden Schulen Selbsttests geliefert

«Die Tests sind da, sie sind jetzt schon in den meisten Schulen», sagte Ministerpräsident Laschet am Dienstagabend bei Markus Lanz. Auf die Reaktion der ebenfalls von Lanz geladenen Essener Ärztin Carola «Doc Caro» Holzner, ihre Kinder seien in der Grundschule noch nicht getestet worden, antwortete Laschet: «Dann müssen Sie mir die Schule sagen.»

Was Laschet offenbar nicht wusste: Seine Landesregierung hat bislang lediglich den  weiterführenden Schulen Corona-Selbsttests zur Verfügung gestellt, um Schüler damit einmal pro Woche testen zu können. Dass die Grundschulen bislang außen vor blieben – und auch die weiterführenden Schulen nicht, wie ursprünglich angekündigt, mit zwei Tests pro Schüler und Woche versorgt wurden, hatte zu deutlicher Kritik seitens der Eltern- und Lehrerverbände geführt. Die GEW warf der Landesregierung vor, ihre Hausaufgaben nicht gemacht zu haben. News4teachers / mit Material der dpa

Viele Eltern verweigern die Selbsttests ihrer Kinder in der Schule – Politiker bringen eine Testpflicht ins Gespräch

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75 KOMMENTARE

  1. Jeder Fünfte ist wahrscheinlich eine deutliche Untertreibung. Bei uns (Berufskolleg) haben sich teilweise ganze Klassen verweigert, schätze die Teilnahme insgesamt auf 40-50%.

    • Die 20% bezogen sich auf eine Realschule irgendwo in NRW. Wie repräsentativ diese Zahl ist, weiß ich nicht. An meinem Gymnasium haben sich fast alle (über 90%) getestet. Zusammen mit Ihrem Beispiel sind die 20% nicht mehr unwahrscheinlich, 40-50% halte ich aber für zu viel. Die Streuung wird insgesamt hoch sein.

    • Bei uns (ähnliche Schulform) ist es genau so.
      „Äh Alder, brauch ich nicht. Hab ich auch so voll im Griff.“

  2. Das wird ein Freibrief für die Schüler, die ohnehin schon lernrückstände haben. Einfach nicht testen und schon hat man frei.

    Gilt das eigentlich auch für die Lehrer? Einfach nicht testen und schon gibt es reinen Distanzunterricht und damit die logistisch viel bessere Alternative zum Wechselmodell?

    • Bei allem Respekt.Hier klingen gewaltige Vorurteile durch.Sie können es vllt nicht verstehen,aber es gibt durchaus Schüler,denen es um die eigene und die Sicherheit ihrer Familie geht und nicht ums bummeln.Für viele funktioniert Distanzunterricht besser als dieses Hin und Her,einen Tag Schule,einen Tag zuhause.I

      • Richtig- meine Tochter möchte das in der Schule nicht, wir machen das dann zu Hause. Der Distanzunterricht klappt super. Warum stellt man es den Eltern nicht frei zu sagen wir testen zu Hause? Vor allem wenn dann der Test positiv ist, ist das Kind direkt zu Hause und muss erst nicht abgeholt werden.
        Am Gymnasium meiner Tochter waren eher auch die Bedenken wo und wie der Test durchgeführt wird und nicht weil die Kinder dazu keine Lust haben

        • Leider ist es so, dass einige Eltern leider nicht testen, auch nicht zu Hause. Die würden einfach behaupten es sei getestet worden. So wie Eltern die ganze Zeit schon erkrankte Kinder (Grippe/Magen-Darm….) morgens mit Medikamenten in die Schule/Kita schicken.

        • Niedersachsen führt jetzt auch Testpflicht ein. Alle Schüler müssen sich zu Hause vor der Schule selber testen.
          Wo ist da wohl der Fehler?

          Verrückter geht es nicht mehr, diese Augenwischerei!

      • Die Wahl zwischen echtem Distanz- und Präsenzunterricbt hat man nicht, wenn man das Testen verweigert, denn wenn die Lehrer Präsenzunterricht machen, können sie höchstens noch danach die Hausaufgabenblätter auf die Plattform stelle, aber keinen Distanzunterricht geben! Alles andere ist zeitlich nicht möglich.

  3. Tests sind nicht ausreichend sicher, die Testumstände sind es nicht, die Konsequenzen werden eh nicht gezogen, denn dann müsste man ja die ansteigenden Zahlen sehen und daraus Schlüsse ziehen, also die Schulen zumachen und nicht wieder aufmachen, solange sie nicht sicher ausgestattet sind und Infektionen (auch durch falsch-negativ getestete Personen) faktisch minimiert werden können. Testen ist dann sicher nützlich, um die Wirkung der Maßnahmen zu überprüfen. Umgekehrt ist es ein schlechter, ein gefährlicher Witz.
    Testpflicht ist ein weiteres Mal heiße Luft, um von wirklichen Problemen abzulenken.

    Oder haben „die da oben“ das wirklich noch immer nicht verstanden???

    Die Politiker haben die Pflicht, Verantwortung zu übernehmen.
    Sie haben m.E. auch die Pflicht, alles zu tun, das die Infektionen eindämmen kann.
    In erster Linie wären das in den Schulen wohl Luftfilter.
    Dieser Verantwortung kommen sie sie seit einem Jahr nicht nach!
    Es ist nichts passiert – in einem Jahr.
    Gelüftet haben wir auch vor einem Jahr schon.

    Wenn Politiker nur noch mit Wegducken, Schönreden und Drohen re-agieren, stellt sich mir die Frage nach ihrer Daseinsberechtigung…

    Leider wird auch die oberste Verantwortung an der Spitze des Staates nicht wahrgenommen, die ich darin sehe, wichtige und überlebensentscheidende Positionen endlich konsequent mit Fachleuten zu besetzen, die verstehen, erklären können und wissen, was sie tun!!

    Das alles sehe ich nicht gewährleistet!

    Obendrein werden Menschen in Situationen gezwungen, die sie selbst als hochstgradig gefährlich erkennen. Damit nimmt man ihnen obendrein die Möglichkeit, über sich selbst zu bestimmen und für die eigene Gesundheit und die Gesundheit ihrer Mitmenschen Sorge zu tragen.
    Derweil sind Tür und Tor geöffnet für Virenpartys in der Schule, für neue Mutationen – bis wir wieder ganz von vorne anfangen, weil Impfungen nicht mehr wirken.

    Eine Testpflicht in Schulen wälzt die Probleme statt dessen auf einen Nebenschauplatz und auf die Kinder ab, die Präsenzpflicht nimmt ihnen aber gleichzeitig Freiheit, das einzig Richtige zu tun: Zu Hause bleiben!
    Das verstehen und wissen die Schüler, auch die Jüngeren, sehr gut!

    Niemand kann sich wünschen, dass uns die Zahlen und die Tatsachen um die Ohren fliegen – aber man fragt sich schon, was noch passieren muss, bis gewissen Leute endlich wach werden und ihrer Verantwortung nachkommen.

  4. Wäre schön, wenn Herr Laschet sich das dann auch einmal trauen würde!
    Ist halt doof für alle, wenn jemand in so einer Pandemie davon träumt Kanzler zu werden und sich selbst einredet, man würde von Karl dem Grossen abstammen.

    In jedem Interview in dem die Kanzlerfrage an ihn gestellt wird, kann man sehen, wie seine Augen anfangen zu leuchten, und er seine 0815 Floskeln runterspult, so wird das aber nichts mit der Pandemie und auch nicht mit Deutschland.

    • Karl der Große, auch bekannt als Sachsenschlächter.
      Wenn das die Leute in Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Sachsen hören, überlegen sie sich vielleicht noch mal genau, wen sie wählen 🙂

      Unabhängig von dieser spaßigen Sache: Der darf nicht Kanzler werden. Sonst ist das „nicht mehr mein Land“.

      • 😉 ….. stimme vollumfänglich zu.
        Vor vielen Jahres hieß es „Stoppt Strauss!“
        Heute würde ich sagen „Lähmt Laschet!“

        Stellt euch den Aushilfshobbit dich mal auf einer G7 Sitzung vor, wie der versucht mit Putin oder XinPing „nen harten Kurs zu verhandeln“
        Ich komme aus dem Lachen bzw Fremdschämen nicht mehr raus….ganz zu schweigen von der innenpolitischen Katastophe, die uns erwarten würde.

        • Im Hintergrund wartet doch schon „Shrek“ auf seinen großen Auftritt. Der dumme Hobbit kaspert sich noch ein bischen ab. Wirft dann aber den Ring ins Feuer. Oder Shrek tritt ihn in den „Allerwertesten“…..

        • @Andre Hog:
          Haha, dieses Szenario (letzter Absatz deines Posts) hatten mein Sohn und ich vorhin als Hauptgesprächsthema.
          Unsere Bewertung dieses (hoffentlich hypothetischen!!!) Zustandes fiel beinahe wort- und inhaltsidentisch mit deiner „Schreckensvision“ aus.

          Daher gebe ich auch erstmal nichts auf seine „Überlegungen“ zum Thema Schule nach Ostern…..es wurde schon zu viel versprochen…bla,bla, blubber, blubb….

  5. Naja dann her mit der Pflicht. Aber VOR dem Weg zur Schule, und nicht im Klassenraum (der schlicht kein Testzentrum ist). Und Aussetzen der Präsenzpflicht. So wie in Sachsen. Andererseits wäre das für die Lehrkäfte mehr Arbeit. Aber wenn jemand positiv getestet wurde, und das Kind dann in Quarantäne ist, dann muss ja auch der Lernstoff her. Also alles irgendwie gehüpft wie gesprungen.

  6. Irgendwie passt mir das Ganze nicht in das Bild vom mündigen Bürger Herr Laschet. Ich bin ja immer für möglichst viel Infektionsschutz. Aaaaber liebes Land NRW: Ich kann doch nicht erst eine freiwillige Testpflicht einführen, bei der Eltern und Schüler entscheiden dürfen, um ihnen anschließend vorzuhalten, sie hätten sich für das Falsche entschieden. Ich frage ja auch nicht meine Schüler „Wollt ihr lieber Sport oder Mathe machen?“, um ihnen anschließend vorzuwerfen, dass sie sich für Sport entschieden haben. Das ist absurd! Das ist pseudofreiwillig!! Und am Ende…Zack…dann doch halt einfach mal die Testpflicht. Dann bitte aber mit einem vernünftigen Testkonzept. Das Testkonzept vor den Ferien hatte mir dann doch zu viele Knackpunkte. Weswegen ich meine eigenen Kinder lieber Zuhause selber teste. Das praktizieren wir bereits, wenn wir die Großeltern besuchen. Mache ich gerne auch morgens kurz vor der Schule. Man kann Eltern durchaus auch was zutrauen!

    • Ein paar freiwillige Tests hier und da in Pflichttests für alle zu verwandeln, ist ein Zaubertrick, der nicht alle begeistern dürfte.

      Aber selbstdurchzuführendes Pflicht-Testen? Die Ideal-Idee ist ja, dass das alle jeden Morgen – wie Zähneputzen – routinemäßig, sorgfältig und korrekt machen. Wie gut klappt das beim normalen Zähneputzen durchschnittlich bei allen Kindern und Jugendlichen (und Erwachsenen) über Monate hinweg tagtäglich?

      • Schrubb, Schrubb… Fertig! Aber die Nasebohrtests unter Aufsicht der Lehrer sind auch nicht effizienter. Der natürliche Reflex sorgt dafür, dass das Wattestäbchen gaaaanz schnell aus der Nase verschwindet. Vielleicht sollte man dann mit den Selbsttests Zahnputzuhren… Tschuldigung Selbsttests Uhren liefern. So ein paar Schnapsideen würden mir da sicherlich noch zusätzlich einfallen…

      • Das war auch mein Gedanke. Wer teilweise auch trotz Symptomen in die Schule geht, der wird den Test auch nicht ehrlich machen. Manches Kind hofft vielleicht auf schulfrei und behauptet einfach, der Test wäre positiv gewesen, wenn die Eltern nicht kontrollieren können. Und selbst bei denen, die ehrlich sein wollen, gibt es keine Garantie dafür, dass die den Test auch wirklich ordentlich machen.
        Was wäre aber die Alternative? Testzentrum vorm Schulhof? Da wären auch die infizierten ja dann schon mindestens im Bus unterwegs gewesen. Und die Kosten möchte das Land natürlich nicht tragen, ganz abgesehen vom fehlenden Personal für über 100.000 Schulstandorte in NRW.
        Ich glaube, die ganze Aktion ist von vornherein eine Luftnummer. Viel Geld für wenig Effekt. Testen soll uns eine sichere Schule vorgaukeln, letztlich wird damit aber nur die dritte Welle verlängert.

  7. Vielleicht sollte mal jemand den geschätzten Herrn Ott darüber aufklären, dass während des Wechselunterrichts kein „regulärer“ Distanzunterricht stattfindet, er also mal eben im Nebensatz massive Zusatzarbeit erwartet, um sozial fragwürdiges Verhalten (Testverweigerung) zu erleichtern. Ist diesen sogenannten Bildungsexperten eigentlich klar, dass im Gegensatz zu Gymnasien und Grundschulen etliche andere Schulen in differenzierten Kurssystemen unterrichten? Gesamtschule im Wechselunterricht mit Mischkursen aus 3 Klassen, ein organisatorischer Alptraum, und dann noch mal eben zusätzlich Distanzunterricht für die Testverweigerer? Ohne Test kein Unterricht, aber mehr als „siehe Buch +Aufgabe“ ist dann nicht drin und das sollte klar kommuniziert werden! Vielleicht meinte der „Experte“ das auch, wahrscheinlicher ist leider, dass die kleine Mehrbelastung für ihn keine Rolle spielt.

  8. Sehe ich auch so wie vhh! Habe auch Kurssystem an der Gesamtschule. Aber mal eine andere Frage:
    Was denkt ihr, wieviele Familien ehrlich die Tests zu Hause durchführen und sich dann je nach Ergebnis entsprechend verhalten? Ich habe da so meine Zweifel… Antwort eines Vaters neulich auf die Frage, warum er nicht möchte, dass sein Kind getestet wird: „ich will das Ergebnis gar nicht wissen, ich habe keine Luft auf den Sch… mit Quarantäne und so.“ und irgendwo müssen die Ansteckungszahlen ja herkommen? Schule, Arbeit, Lebensmittel einkaufen – mehr ist doch nicht seit einem Jahr

    • „Was denkt ihr, wieviele Familien ehrlich die Tests zu Hause durchführen und sich dann je nach Ergebnis entsprechend verhalten?“

      Also ich sag es so:
      Die Ideal-Idee ist ja, dass das jeden Morgen – wie Zähneputzen – routinemäßig, sorgfältig und korrekt gemacht wird. Und wie gut klappt das beim Zähneputzen duchschnittlich?

      Nur gibt es ja nach dem normalen Zähneputzen keine Rückmeldung der Zahnbürste.
      Diese „Zahnbürste“ meldet aber womöglich, dass man nun ganz viele Sorgen und Aufwand und Freiheitseinschränkungen hat. Man muss zum echten Test, bei dem das Stäbchen bis zum Magen runtergeschoben wird, das tut brutaaaal weh, sagte Lisa neulich schon und Max hatte drei Tage lang Nasenbluten. Karla ist deswegen in Quarantäne, obwohl sie gar nichts spürt und sie kann sich gar nicht mehr mit irgendwem treffen. Bei Mustermanns hat auch niemand Zeit für Kinderbetreuung, die können sich eine Isolation des Kindes nicht leisten. Lucy Sorglos findet das eh alles bescheuert und Anton Querkant hat sich im Internet aufklären lassen, dass man zwangsgeimpft wird, wenn man sich das Ding in die Nase schiebt oder womöglich holt man sich Morgellonen, die im Gehirn parasitieren. Wir haben hier also eine „Zahnbürste“ direkt aus der Hölle, die uns den vollen Schrecken einjagen kann oder gar unser Leben über Wochen und Monate lenken wird.

      Fazit: Wie viele braucht es, die sich selbst nicht (richtig) testen, um das ganze Testen zu torpedieren?

      • @Dil Uhlenspiegel:

        Anschaulicher kann man es nicht beschreiben!
        Ich hatte eine Menge lustiger Bilder im Kopf! 🙂

        (Schade, dass es so ernst ist).

    • Also ich glaube schon, dass einige Eltern den Test lieber selbst machen. Obwohl wir das Testen prima organisiert hatten, machten schon ein paar nicht mit. Einer meiner Erstklässler hat mir aber erzählt, wie Mama ihn getestet hätte. Jetzt hoffe ich einfach darauf, dass es mehr sind, als ich gedacht hätte.

    • Jep, hab neulich eine Droh-Mail einer Familie gelesen, dass ihr Kind unter gar keinen Umständen zum Test kommt. Ihr Kind werde nicht getestet und nicht zwangsgeimpft und nicht maskiert, basta!

      Im restlichen Verlauf der Mail wurden sodann der hierzu relevante Aufbau der Weltraummachtstrukturen und die Antwort auf die menschliche Existenz dargelegt.

      • @Dil Uhlenspiegel:
        Solange mir in so einem Zusammenhang jemand nicht glaubhaft nachvollziehbar die ReptiloidenTheorie im Kontext mit dem HohlerdeKonstrukt auseinanderklamüsern kann nehme ich den oder die eh nicht ernst.
        So ein bisschen wissenschaftliche Basisexpertise ist schon nötig, um auf einem Level mit mir zu disputieren…das habe ich von meiner KM Gebauer übernommen.

        • So isses! Ich stand nämlich auch schon am Rand der gaaanz „flachen“ Erde und hab gesehen, wie tief da manches Mal der Abgrund ist.

  9. „Jetzt geht’s echt um Gesundheitsschutz“. Das fällt ihm JETZT, nach einem Jahr Pandemie ein? Mal sehen, was unsere Yvonne daraus macht. Wahrscheinlich müssen demnächst permanent die Fenster aufbleiben.

    • Das müssen sie doch sowieso schon seit vielen Jahren im Sommer. Bei uns steigt das Thermometer an sonnigen Sommertagen auch gerne mal morgens um 9 Uhr schon auf 29°C im Raum an.

    • Hoffentlich werden die anderen Kultusminister*innen davon nicht „inspiriert“. Aber gut, es wird ja wärmer, dann geht es ja.

  10. Ich finde das Ganze echt schwierig. Wir haben bei unseren Kids den Test verweigert, weil viele Fragen, die wir der Schule gestellt haben, nicht beantwortet bekommen haben. Angefangen dabei, ob Desinfektionsmittel zur Verfügung stehen bis dahin, ob wirklich alle Kinder gleichzeitig die Masken beim Testen abnehmen. Da war uns das Infektionsrisiko bei 16 Kindern zu hoch. Außerdem gibt es an unserer Schule ohnehin schon einen riesigen Stundenausfall. Mein Sohn war in der A Woche für 9 Stunden an der Schule, davon wurden dann noch 4 Stunden vertreten. Wenn ich dann noch 2 Stunden für die Test abziehe, lohnt sich der Schulbesuch gar nicht. Da kann man dann besser einen guten Distanzunterricht machen , aber das ist ein anderes Thema.
    Wir würden auf jeden Fall jederzeit zu Hause testen und haben auch einen Termin im Schnelltestzentrum gemacht.
    Ich finde es gerade schlimm, dass alle über einen Kamm geschert werden und nicht mal nachgefragt wird, warum Test verweigert wurden. Die Verweigerer, die wir kennen, haben sich viele Gedanken gemacht, möchten auch einen sicheren Schulbetrieb, können aber über das Testkonzept nur den Kopf schütteln.
    Außerdem finde ich es wirklich traurig,, dass uns Eltern inzwischen gar nicht mehr vertraut wird. Wir können uns angeblich nicht adäquat um unsere Kinder kümmern, wir sind angeblich alle gewalttätig und nun wird auch noch bezweifelt, dass wir einen Test richtig durchführen können und verantwortungsvoll mit dem Ergebnis umgehen würden.
    Es ist echt traurig, wie wenig man uns zutraut. Und dabei gibt es wirklich engagierte Eltern, die sich um mehr als nur ihr eigenes Kind im Distanzlernen gekümmert haben, damit Kinder nicht auf der Streck bleiben…
    Es wäre wirklich wichtig alles etwas differenzierter zu betrachten und vielleicht auch mal über individuelle Lösungen nachzudenken.

    • Richtig. Wenn man gegen die derzeitigen Selbsttests in der Schule ist, wird man sofort mit Querdenkern in einen Topf geworfen. Dabei geht es vielen Eltern um die Art und Weise wie die Tests organisiert sind.

    • @Mama hoch 3: „Außerdem finde ich es wirklich traurig,, dass uns Eltern inzwischen gar nicht mehr vertraut wird. Wir können uns angeblich nicht adäquat um unsere Kinder kümmern, wir sind angeblich alle gewalttätig und nun wird auch noch bezweifelt, dass wir einen Test richtig durchführen können und verantwortungsvoll mit dem Ergebnis umgehen würden.“ – Das möchte ich so nicht stehen lassen. Selbstverständlich traue ich Eltern zu, sich angemessen um ihre Kinder zu kümmern. Allerdings nimmt die Belastung der Eltern teils unerträgliche Ausmaße an, weil die Schulen geschlossen bzw. nur teilweise geöffnet sind und die Erwerbsarbeit aus finanziellen Gründen nicht eingestellt bzw. eingeschränkt werden kann. Das gilt für die Betreuung gerade kleiner Kinder, aber auch für die Unterstützung der Kinder im Distanzunterricht.

      Die Zunahme häuslicher Gewalt insbesondere im Lockdown ist statistisch nachweisbar, zwar ein Problem für gottseidank wenige Kinder – aber für diese ist es ein existenzielles Problem, unabhängig davon, dass die Politik dies als Argument für das Offenhalten der Schulen um (fast?) jeden Preis nutzt.

      Verantwortungsvoller Umgang mit einem positiven Corona-Schnelltest ist übrigens schwierig, wenn sie prekär beschäftigt sind und Ihr Arbeitgeber Ihnen gedroht hat, Sie im Falle einer Quarantäne zu kündigen bzw. einfach nicht weiter zu beschäftigen.

      • @ Ich_bin_neu _hier: Deswegen macht es ja Sinn endlich mal individuelle Lösungen zu finden und nicht alle über einen Kamm zu scheren. Was spricht denn dagegen, Kinder, deren Eltern das Distanzlernen gut begleiten können, zu Hause lernen zu lassen und die deren Wohl gefährdet ist oder deren Eltern gerade keine Möglichkeit haben, die Kinder zu betreuen in der Schule zu unterrichten? Was spricht dagegen, dass 2 bis 3 Kinder sich bei einer Familie treffen und dort zusammen lernen? Das ist immer noch deutlich weniger Kontakt als im Wechselunterricht, entlastet auch die Eltern und kann schwächere Kinder so unterstützen. Ganz davon abgesehen ist tageweise Wechselunterricht auch nicht wirklich eine Entlastung. Ich habe jeden Tag wenigstens ein Kind zu Hause, weil nicht alle am gleichen Tag im Präsenzunterricht sind und die ständige sorge, dass einer in Quarantäne muss oder schlimmer noch sich infiziert hat, ist auch eine riesige Belastung.

      • Aber es kann nicht Aufgabe der Schulen sein,Kinder von gewalttätigen Eltern fernzuhalten!Schulen sind Bildungseinrichtungen!

    • @Mama hoch 3: „Wir haben bei unseren Kids den Test verweigert, weil viele Fragen, die wir der Schule gestellt haben, nicht beantwortet bekommen haben. Angefangen dabei, ob Desinfektionsmittel zur Verfügung stehen bis dahin, ob wirklich alle Kinder gleichzeitig die Masken beim Testen abnehmen. “ – Das könnte schlicht daran liegen, dass die Schule sich die gleichen sinnvollen Fragen gestellt hatte wie Sie, dass die Schule diese Fragen ans Ministerium geschickt hat und dass die Schule nun noch immer auf Antwort wartet… Soll vorkommen.

      • @ Ich_bin_neu _hier: Deswegen macht es ja Sinn endlich mal individuelle Lösungen zu finden und nicht alle über einen Kamm zu scheren. Was spricht denn dagegen, Kinder, deren Eltern das Distanzlernen gut begleiten können, zu Hause lernen zu lassen und die deren Wohl gefährdet ist oder deren Eltern gerade keine Möglichkeit haben, die Kinder zu betreuen in der Schule zu unterrichten? Was spricht dagegen, dass 2 bis 3 Kinder sich bei einer Familie treffen und dort zusammen lernen? Das ist immer noch deutlich weniger Kontakt als im Wechselunterricht, entlastet auch die Eltern und kann schwächere Kinder so unterstützen. Ganz davon abgesehen ist tageweise Wechselunterricht auch nicht wirklich eine Entlastung. Ich habe jeden Tag wenigstens ein Kind zu Hause, weil nicht alle am gleichen Tag im Präsenzunterricht sind und die ständige sorge, dass einer in Quarantäne muss oder schlimmer noch sich infiziert hat, ist auch eine riesige Belastung.

        Zu Fragen nicht beantwortet bekommen: Mir ist durchaus klar, dass es für die Schulen gerade auch echt schwierig ist. Dadurch dass ich bei jedem Kind in der Klassenpflegschaft bin, bekomme ich sehr viel mit. Aber da so vieles unklar ist, finde ich es wirklich schlimm, wie hier zum Teil über Eltern, die den Test verweigert haben, geschrieben wird, ohne, dass nach dem Warum gefragt wird.

        Ich würde mir gerade viel mehr Miteinander wünschen. Ein Miteinander von Lehrern/innen und Eltern, denn schließlich möchten doch alle das gleiche: Gesundheitsschutz!

    • „Es ist echt traurig, wie wenig man uns zutraut.“
      Also aus fast 20 Jahren Schulerfahrung heraus, traue ich Eltern (wie Menschen grundsätzlich) ziemlich alles zu – positiv wie negativ. Das ist nicht persönlich zu nehmen, soll aber die Aussicht von hier beschreiben.

      • Umgekehrt genauso: alles schon erlebt. Sehr engagierte LuL – aber auch sehr uninterssierte oder auch unempathische LuL.
        Gibt’s übrigens überall. Gute und schlechte Eltern, gute und schlechte LehrerInnen, gute und schlechte Handwerker. Gute und schlechte Ärztinnen und Ärzte usw. …
        Alles schon erlebt
        Kinder müssen besser in den Schulen geschützt werden. Tests, die ungeschützt im Klassenevent gemacht werden sind nicht sinnvoll zur Bekämpfung einer Pandemie! Und nützen weder Kindern noch Eltern und schon gar nicht den Lehrerinnen und Lehrern.

        • Ich bezog nicht Position für oder gegen eine Gruppierung. Wie ich schrieb, „traue ich Eltern (wie Menschen grundsätzlich) ziemlich alles zu – positiv wie negativ.“

    • Aus diesem Grund wurde in unserer Gemeinde das Testen nicht in der Schule durchgeführt, sondern wird täglich am Nachmittag angeboten, durch med. Personal.
      Wie viele Kinder in meiner Klasse haben das die letzten 14 Tage genutzt?

      Genau 2
      So sieht es mit der Freiwilligkeit aus. Und zwar in allen Klassen. Dann können wir es sein lassen. Gleichzeitig beklagen die Eltern die Maskenpflicht der (nichtgetesteten) Grundschüler.
      Manch einer hat wohl den Glockenschlag nicht gehört. Erst wenn das eigene Kind mit PIMS auf der Intensivstation landet wir das Hirn eingeschaltet.
      Ich begreife nicht, wie man eine kostenlose Testmöglichkeit nicht nutzen kann….

  11. Genau so geschehen in NRW, Rudeltest indoor!

    Lehrer als Aufsichtsperson an Klasse (15 Schüler): Jetzt mal alle den MNS runter und Nase bohren.

    Gut 1/3 müssen während der Prozedur niesen – so funktioniert das ‚Viruswichteln‘ in Reinform!

    Bravo! Hervorragendes Schnelltest-Konzept und „Danke für Nichts“ an den verantwortlichen Lehrer und auch Schulleiter!

    Wenn Eltern ihren Kindern eine solche Situation der Gesundheitsgefährdung ersparen wollen, ist es ihr gutes Recht, einer Selbsttestung vor Ort zu widersprechen!

    • Zitat:
      „Bravo! Hervorragendes Schnelltest-Konzept und „Danke für Nichts“ an den verantwortlichen Lehrer und auch Schulleiter!“

      Schön, dass Sie sich so gut auskennen im Schulsystem, ach sie haben ja Kinder, stimmt daher.

    • „Hervorragendes Schnelltest-Konzept und „Danke für Nichts“ an den verantwortlichen Lehrer und auch Schulleiter!“ Sorry, aber Lehrer und SL sind hier nicht verantwortlich, dondern haben eine Dienstanweisung aus dem Ministerium umgesetzt. Es wurde ja schon mit Disziplinarmaßnahmen gedroht, wenn man sich als Lehrkraft weigert, den Test zu „beaufsichtigen“.

      • Wer droht denn da womit? Nen Disziplinarverfahren? Würde mir jemand damit drohen, würde ich auf dem Absatz kehrt machen. Da habe ich dann leider ganz doll Halsschmerzen und Erkältungssymptome……“Weisungsgebunden ist der Beamte nur, wenn die dienstliche Handlung, auf die die Weisung beruht, zu seinem dienstlichen Aufgabenbereich gehört. Der dienstliche Aufgabenbereich wird durch das Amt im konkret-funktionellen Sinn bestimmt. Bezieht sich die Weisung auf eine neue oder zusätzliche Tätigkeit, so ist der Beamte nur gebunden, wenn ihm der anweisende Vorgesetzte solche Aufgaben übertragen kann.“

  12. Entweder ist Corona so gefährlich wie man uns medial glauben machen will. Dann muss man bis zu den Sommerferien Distanzunterricht machen.

    Oder es ist nur Show, dann aber bitte alles öffnen und Grundrechte zurückgeben.

  13. Hier an unserer Grundschule wurde noch nicht getestet und wir haben auch noch keine Tests. Die Schulmail des Bildungsministeriums in NRW bezog sich bei den Tests schon in der Überschrift auf die weiterführenden Schulen. Für die Grundschüler solle „schnellstmöglich“ was kommen, man arbeite an altersgerechten Testkonzepten. Aha. Herr Laschet war entweder uninformiert bei Lanz oder hat Unzulänglichkeit mit Angriff überspielt.

  14. Wenn es ein ordentlicher (Bürger-) Schnellest mit anschließendem Testat (also einen Nachweis über das negative Ergebnis) wäre. Aber es ist und bleibt ein einfacher Selbstest und somit wieder etwas Selbstgestricktes für Schulen und ohne Außenwirkung z. B. um ein Einzelhandelsgeschäft am gleichen Tag betreten zu können.
    Vernünftige Abwicklung unter Wahrung der Persönlichkeitsrechte mit Fachpersonal und es wird wenig Verweigerer geben.

  15. Weiß der Armin nicht, das Yvonne die Grundschulen ausdrücklich von Testungen ausgeschlossen hat?
    Vermutlich nicht, sonst hätte Armin nicht nach dem Namen der Grundschule gefragt

  16. „… ihre Kinder seien in der Grundschule noch nicht getestet worden, antwortete Laschet: «Dann müssen Sie mir die Schule sagen.»

    Will Laschet uns ver…???

    In NRW sind doch noch nicht einmal nach den Ferien Selbsttests für die Grundschüler vorgeshehen, hat die Husarin verkündet. Man will jetzt erstmal Lollitests evaluieren – bis man damit durch ist, sind dann vermutlich Sommerferien. Vielleicht gibt es bis dahin auch Impfungen für Kinder.

    Lachet zeigt mit dieser Äußerung einmal mehr, dass er keine Ahnung hat, was in seinem Bundesland eigentlich abgeht und dass es ihm auch …egal ist, was er Kindern, Eltern und Lehrern antut!

    Schade, dass ich eben schon ein Eis hatte, ich könnte grade noch eins gebrauchen. Groß genug, um darin einzutauchen.

  17. Da fühlen sich aber ein paar altgediente Staatsdiener mächtig auf den Schlips getreten!

    Dann erkläre man mir doch mal, warum direkt im Raum nebenan, der Lehrer Kind für Kind den Selbsttest hat durchführen lassen oder warum eine andere Schule der Stadt, Kind für Kind draußen auf dem Schulhof hat sich testen lassen?

  18. Strategien, die funktionieren, müssen sich danach ausrichten was GEHT. Nicht nach den Wahnvorstellungen einzelner Akteure, die offenbar einen Teufel interessiert, wieviel Lebenszeit sie uns stehlen, während sie vorgeben, sie uns zu schenken.
    Ein Lockdown hätte ganz oder gar nicht gemacht werden müssen, einmal vier Wochen 100% von mir aus, und dann Ende und weiter geht’s, aber dieses über Monate und bald Jahre Gewürge und Gehänge und Gebreche ist weder ein Zeichen von Intelligenz noch von Menschenkenntnis noch von irgendwas was man gut finden könnte, nicht mal „beste Absichten“ glaube ich noch.

  19. Das Kind ist doch schon lange im Brunnen! Jeder Schritt unserer Politiker(innen) nach vorn ist immer noch 1000 Schritte zu langsam. Hier in meinem Umfeld ist das Infektionsgeschehen (mehrere Familien komplett erkrankt und zum Teil böse) bereits so hoch, dass ich innerlich den Begriff der Quarantäne bereits umdrehe. Wer zuhause bleibt, sich freiwillig in „Quarantäne“ begibt, steckt sich (!) nicht an.

    Das Virus lacht uns einen!

  20. Also, ehrlich: ICH werde Tests weder begleiten, noch anleiten, noch beaufsichtigen! DAS steht nun wirklich nicht in meiner Arbeitsplatzbeschreibung! Irgendwann ist es genug!

  21. Am 24.03.2021 las ich folgende Meldung in der Tageszeitung „Westfälische Rundschau“:
    „Der Bundestag hat angesichts der steigenden Infektionszahlen für Abgeordnete und Beschäftigte eigene Corona-Teststrecken eingerichtet. … insgesamt 3 Testzwecken… Das Angebot richtet sich an die 709 Abgeordneten und die mehreren Tausend Beschäftigten der Bundesverwaltung, Abgeordneten und Fraktionen.“
    Aha, im sowieso auch mit Trennscheiben und Luftfiltern bereits sehr gut ausgestatteten Bundestag müssen sich die Abgeordneten und andere Beschäftigten also nicht vor und mit allen anderen Anwesenden gemeinsam testen lassen – soviel mal zum „jetzt geht es wirklich um Gesundheitsschutz“ !!!
    Die Schulen und Kigas können auch weiterhin nur träumen vom Gesundheitsschutz, hier wird niemals investiert!!!
    Da nutzt auch eine Testpflicht wenig, wenn andere Schutzmaßnahmen überhaupt nicht zum tragen kommen.

    • Ich habe so die Phantasie, dass alle Abgeordneten* in den Plenarsaal einbestellt werden und dann unter Aufsicht des Sitzungspräsidiums den Schnell-Selbsttest durchführen. PHÖNIX überträgt derweil diesen Vorgang umfänglich und im Anschluss daran werden die positiv Getesteten per Einblendung im Dauerlaufband bekannt gegeben. Diese werden dann von den Saaldienern* im Vollschutz hinausbegleitet und direkt zur Quarantäne in ihre Büros abgeführt, wo sie über einen Zeitraum von 14 Tagen die Aufgaben zu erledigen haben, die sie in den letzten Wochen „versäumt haben“ …. Lernrückstände aufarbeiten!!!
      Da würde nicht nur die Fraktion der „Arschlö…. für Deppen“ in massiven Protest ausbrechen….auch die Liberalen (sic!!) wären in Vollbegeisterung begriffen….wobei: weder den Lindner noch den Kubicki mal für 2 Wochen nicht zu sehen – das hätte was
      Ach, ich habe grad mal in mich hineingehorcht:
      Ich könnte auf das ganze Geklüngel dort gut und gerne mal verzichten….und die Lobbyisten hocken in der „Ständigen Vertretung“ nähe Brandenburger Tor und saufen dort ihren Deckel rund.
      Hey Pit, hey Mary-Ellen !!! Kopfkirmes 😉 DöpDöpDöp!!

      • @Andre Hog:

        Bin gerade gleichzeitig in Kettenkarussell und Geisterbahn….
        Mann, das geht vielleicht ab….yeah 😉

  22. Die Bildung der Schüler scheint keinen mehr zu interessieren. Kinder sind plötzlich lebensbedrohlich. Ich schäme mich für meinen Berufsstand. Selbst während des letzten Krieges bekamen die Kinder noch Bildung geboten.

    • Ach, JürgenD, schämen Sie sich ruhig!
      Im letzten Krieg wurde Kindern Bildung angeboten?
      Vielleicht wenn die Eltern gute Parteimitglieder waren.
      Ansonsten? Junge Mädchen eingesetzt zum Kartoffelkäfer sammeln und unentgeltlich als Stall- und Erntehelferinnen.
      Jungen mit 16 Jahren als Flakhelfer und schon in jüngerem Alter als Melder!
      Kindern mit jüdischem oder sozialdemokratischem Hintergrund wurde der Unterricht verweigert!
      Lehrer an der Front, Klassen mit über 80 SuS.
      Später zerbombte Schulen, Flucht, Hunger…..
      Aber es war alles ganz toll, nicht?
      Kommt wohl auf die Perspektive an!

    • @JürgenD
      Was ist denn Ihr Berufsstand? Kinderarzt, dem die Patienten und damit die Einnahmen fehlen? Bestatter? FDP-Politiker? Streeck-Mitarbeiter?

  23. „Droht Testpflicht an“. Droht wer? Etwa DER Armin, dem aktuell nur 8% der eigenen Anhängerschaft die Kanzlerschaft zutrauen (Söder 89%)?
    Das sollte, zusammen mit der armseligen Unions-Zukunftsprognose, doch Denkanstöße bewirken, so glaubt man.
    Man fragt sich wirklich, wer dort als Berater eingestellt wurde? Eltern?!
    Wie kann man eigentlich so derart arrogant (Ja, Frau Gebauer, auch Sie sind explizit gemeint) an den Bedürfnissen der Menschen vorbei regieren? Falsche Behauptungen aufstellen, Zusammenhänge konstruieren, wo es keine gibt, Gutachten in der Schublade verschwinden lassen und Menschen als testunwillig und unsolidarisch brandmarken, wo Angst, aufgrund völlig unklarer Abläufe, wieder mal der einzig richtige Instinkt ist und aus der völligen Defensive nun irgendwelche irrwitzigen und erneut nicht funktionale Vorgaben und Regeln verabschieden?! Ich sage es jetzt mal wo sie in den Augen vieler verängstigter, in Sorge um das Wohl der wichtigsten Menschen befindlichen Eltern aus meiner Sicht stehen, Herr Laschet: Ganz, ganz hinten, ganz, ganz unten. Und vielfach höre ich es mittlerweile: „Nie wieder CDU!“. Verstehen Sie das eigentlich?

    Für mich hat es der Spiegel, so wie news4teachers an andere Stelle zitiert hat, auf den Punkt gebracht:

    „Wenn dereinst die Geschichte der Coronapandemie geschrieben wird, geht als eines der schlimmsten Versäumnisse in die Annalen ein, was die Regierenden den Kindern – und ihren Eltern – angetan haben: als sie es versäumten, Schulen und Kitas zu sicheren Orten zu machen.“

  24. @Tiefpunkt:

    Ganz meine Meinung!
    Das einzig „Tröstliche“ daran:
    dass zumindest schon mal einige der Entscheider sich Stück für Stück den Ast selbst absägen, auf dem sie es sich bislang so bequem gemacht hatten.

  25. PS: Zum besseren Verständnis: ich bin nicht grundsätzlich gegen das Testen an sich…ich bin allerdings der Ansicht, dass (egal, ob in Schulen oder zu Hause), es bei 1 bis 2 Mal pro Woche und einer gewissen Unzuverlässigkeit
    der Tests nicht die Sicherheit bietet, die alle Beteiligten sich wünschen.
    Sollte ich den Post von
    @Tiefpunkt da zu schnell gelesen und anders verstanden haben, als er gemeint war?

  26. Und wem die Erfolgsstory „Armin kann Kanzler!“ auch so unheimlich vorkommt, dem sei mit diesem Link der Aufklärung geholfen:

    https://www.news4teachers.de/?s=laschet

    Eine Ansammlung der Highlights mit Bezug zum Thema „Schulorganisation in NRW in der Zeit einer tödlichen Seuche“. Und nein, es ist nicht die Zeit des finsteren Mittelalters.
    Es ist die Zeit der explodierenden Digitalisierung, des mobilen Datentransfers und kabelloser Kommunikationsmittel (Ton&Bild!) und des unterbundenen Fortschritts unter der Ägide A. Laschet. Ein Trauerspiel im letztem Akt.

  27. Na, ja .. man muss sich das bei Lanz anschauen. Da sieht man den kleinen Mann zu einem Diktator mutieren, was er alles nicht haben will. Mitunter ist ihm entgangen, dass man in den zwei Wochen vor Ostern, zwei Mal die Woche ALLE Schüler testen wollte. Die Tests kamen zwei Tage vor den Osterferien. Und ja, Frau Gebauer hat wirklich ein Problem mit Mathe. Es sollten 1,8 Millionen Tests für 2,5 Millionen Schüler reichen. Tja, wohl, was denkt das Trio LaLaGeb … dann werden wohl eben die Tests Kits zweimal benutzt? Ein Test für 3-4 Kinder?

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