Wegen Notbremse für Schulen: Kinderarzt-Verbandschef ätzt gegen die Bundesregierung

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BERLIN. Kinderärzte – allen voran: Verbandschef Dr. med. Thomas Fischbach – trommeln seit Beginn der Pandemie für weit offene Kitas und Schulen. Fischbach hat nun auch eine Kampagne gegen die Notbremse des Bundes gestartet, mit der ab einer Inzidenz von 165 weitgehend Distanzunterricht vorgeschrieben sein soll. Sein bevorzugtes Medium dafür: „Bild“. Aus Reihen der Ärzteschaft regt sich allerdings Unmut über das Auftreten des Funktionärs. Auch Intensivmediziner halten dessen Thesen für falsch.

Die Kinderärzte-Verbände reklamieren für sich, die Interessen der Kinder zu vertreten – sie vertreten aber durchaus auch eigene Interessen. Foto: Shutterstock

„Die Kinderärzte haben immer wieder vor Schulschließungen gewarnt und wurden nicht gehört! Jetzt rechnet der Chef des Kinder- und Jugendärzteverbandes mit der Regierung ab“, so berichtet „Bild“ aktuell und zitiert den damit gemeinten Vorsitzenden des Berufsverbands der Kinder und Jugendärzte (bvkj) Dr. med. Thomas Fischbach: „Kinder baden die Fehler der Politik aus. Die Bundesregierung muss endlich mehr Verständnis für Kinder und Jugendliche aufbringen!“


Fischbach sowie die eng mit dem bvkj verbundene Deutsche Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin (DGKJ) trommeln seit Beginn der Pandemie für weit offene Kitas und Schulen – und sie werden gerne insbesondere von den Kultusministern gehört, liefern sie ihnen doch ein Alibi fürs Nichtstun. Wie das läuft? Im Juni vergangenen Jahres veranstaltete Hamburgs Bildungssenator Ties Rabe (SPD) eine dreistündige Videokonferenz für die Bildungsminister von SPD und Linken. Ergebnis, verkündet laut Pressemitteilung: „Führende Wissenschaftler“ hätten dabei versichert, dass das Infektionsgeschehen bei Kindern und Jugendlichen „deutlich geringer und ungefährlicher“ sei als bei Erwachsenen.

Einer dieser „führenden Wissenschaftler“ (tatsächlich handelte es sich fast ausschließlich um Vertreter von Ärzteverbänden, also Mediziner): der praktizierende Kinderarzt Dr. med. Thomas Fischbach.

Die ohne eigene Forschung gewonnenen Erkenntnisse der Ärzte-Lobbyisten lauteten einer Zusammenfassung der Hamburger Schulbehörde zufolge: „Im Vergleich zu Erwachsenen infizieren sich jüngere Menschen seltener. Entscheidend aber ist, dass sie die Krankheit kaum auf andere übertragen würden. Dieser Aspekt ist besonders wichtig, weil die Schließung der Schulen vor allem damit begründet wurde, dass Kinder sich über ihre Schulkontakte infizieren und dann die Krankheit an ihre Eltern und Verwandten zu Hause übertragen könnten. Das Gegenteil scheint der Fall: Die Wissenschaftler verwiesen darauf, dass sich viele Kinder eher bei Erwachsenen in der Familie anstecken als umgekehrt. Auch eine Ansteckung bei anderen Kindern sei eher unwahrscheinlich.“

„Wir Kinder- und Jugendärzte werden kaum gefragt. Die Politik lässt sich zu einseitig beraten!‘“

Kurz nach der denkwürdigen Videokonferenz erklärte die damalige KMK-Präsidentin Stefanie Hubig (SPD), dass nach den Sommerferien die Schulen ohne Abstandsregel oder andere Schutzmaßnahmen öffnen könne – was die KMK dann auch prompt beschloss.

Bis Dezember blieben die Schulen trotz massiv steigender Infektionszahlen weit offen. Immer wenn über die Notwendigkeit von Schulschließungen diskutiert wurde, ging Fischbach an die Medien, drängte auf weit offene Schulen – und lieferte den Kultusministern argumentative Munition. Mit Erfolg: Kein Land außer Dänemark weist in einer aktuellen OECD-Statistik für 2020 weniger Tage mit Corona-bedingten Schulschließungen auf als Deutschland, bei den weiterführenden Schulen jedenfalls. Selbst Schweden, das als locker im Umgang mit dem Corona-Virus gilt, verzeichnet bei den älteren Schülern deutlich höhere Ausfallzeiten.

Zahlen wir mit der dritten Corona-Welle den Preis dafür? Der Bund jedenfalls will jetzt endlich gegensteuern – und eine Notbremse für den Kita- und Schulbetrieb erlassen. Ab einem Inzidenzwert von 165 soll der Präsenzbetrieb in den Bildungseinrichtungen weitgehend eingestellt werden.

Dagegen fährt Fischbach jetzt große Geschütze auf. Der Wert sei Willkür. Die Inzidenz bei Schülern steige auch deswegen, weil viel getestet wird (was falsch ist, wie News4teachers unlängst berichtete). „Wir Kinder- und Jugendärzte werden kaum gefragt. Die Politik lässt sich zu einseitig beraten!‘“, so zitiert ihn „Bild“. Kinder bräuchten ihre Freunde und Schulkameraden. Fielen Kontakte über einen langen Zeitraum aus, könne das nicht einfach so aufgeholt werden. Die Politik verstehe das einfach nicht.

Dass Fischbach bei seiner Lobby-Arbeit nicht nur das Kindeswohl im Auge hat, machte er unlängst in einem Schreiben an Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) deutlich: Er zog eine Verbindung zwischen den wirtschaftlichen Schwierigkeiten vieler Kinderarzt-Praxen und angeblichen gesundheitlichen Problemen der Kinder in der Corona-Krise. „Wir werden unsere ohnehin knapp aufgestellten Ressourcen nach der Pandemie wieder dringend benötigen und können uns keine weiteren Praxisaufgaben leisten“, so zitiert der „Spiegel“ aus dem Schreiben. Gerade die Jüngsten seien von der Pandemie stark betroffen. Zu beobachten seien schon jetzt „Entwicklungsdefizite wie Sprachentwicklungsverzögerungen, Übergewicht und eine Zunahme häuslicher Gewalt bei einem Teil der Kinder und Jugendlichen“. Der bvkj vertritt auch die wirtschaftlichen Interessen seiner Mitglieder.

„Wir müssen uns gemeinsam gegen die Ignoranz und fehlende Empathie der Politik wehren“

Auf Twitter legt Fischbach aktuell nach – mit zum Teil unhaltbaren Behauptungen: „Die Inzidenzzahl sagt bei Kindern nicht viel aus. Die Zahl der COVID-19-erkrankten Kinder ist nach wie vor niedrig. Sie sind zudem um den Faktor 3 – 4 weniger infektiös als Erwachsene.“ Letzteres gilt wissenschaftlich längst als widerlegt, wie News4teachers unlängst ausführlich berichtete.

Fischbach: „Wir müssen uns gemeinsam gegen die Ignoranz und fehlende Empathie der Politik wehren.“ Die DGKJ sekundiert. „Wir Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte sehen durch die Entscheidung der Koalition, die Ausgangssperren zu lockern, die Grenzwerte für Schulöffnungen aber zu verschärfen, eine Diskriminierung dieser Altersgruppe mit hohem Gefährdungspotenzial für das Kindeswohl!“, so heißt es in einer aktuellen Stellungnahme der Gesellschaft.

Jetzt aber hagelt es Widerspruch für den Verbandschef und die DGKJ – von Medizinern. Auf Twitter melden sich zahlreiche Ärzte zu Wort. „Was ich nicht verstehe: Setze mich als Arzt jeden Tag mit allem dafür ein, dass sich möglichst wenige mit #Corona infizieren – und @DGKJ_eV und einige ‚führende‘ Kinderärzte wiederum setzen sich dafür ein, dass möglichst wenig dagegen getan wird, dass sich Kinder infizieren?“, so fragt „Doc Hollywood auf Corona-Intensiv“.

„Ich verstehe es auch als Kinderärztin nicht, was der DGKJ da treibt“, schreibt „Wayward Kitten“. „Ich auch nicht, ebenfalls Kinderärztin. Ich bin einfach nur sprachlos, von Monat zu Monat mehr… Dabei ist Infektprävention und Gesundheitsvorsorge ‚unsere‘ Kernkompetenz. Meine ist es jedenfalls – jetzt mehr denn je! #NoCovid #SchulenKitasBürosZu“, antwortet „Kinderdoc Nina“.

Sie prophezeit: „Viele Kinder in Deutschland werden ein Elternteil verlieren, wenn wir so weitermachen…“ Und: „Man kann es nicht häufig genug zeigen: Bei 50% Klassenstärke mit Maske steckt 1 infizierte Person 2,9 andere Personen an! (Bei B117 noch mehr!) Schulen SIND DERZEIT NICHT SICHER!“ „Dr. Robert“ postet mit bitterer Ironie: „Schützenswerte, gut gebildete Halbwaisenkinder, pandemiestressbefreit ohne Eltern. Das wünscht Deutschland seinen Kindern.“

Auch Intensivmediziner – auf deren Stationen die schweren Corona-Fälle landen – widersprechen den Thesen Fischbachs vehement. Der Kölner Intensivmediziner Prof. Dr. med. Michael Hallek trat am Sonntag in der Sendung „Anne Will“ auf, um von der dramatischen Lage im Universitätsklinikum der Domstadt zu berichten, das immer mehr jüngere Corona-Patienten zu versorgen hat. Die Ostertage mit der Schließung von Schulen und Betrieben hätten „zum Glück“ dafür gesorgt, dass die Inzidenzzahlen noch nicht exponentiell angestiegen seien. Der seitdem wieder aufgenommene Schulbetrieb werde aber für eine neue Dynamik sorgen – immer wenn Schulen geöffnet würden, stiegen die Inzidenzen, wenn sie geschlossen seien, sänken sie. Hallek nannte die Schulen deshalb „Pandemietreiber“.

„Schulen und Kitas tragen in großem Maße zur Verbreitung des Virus bei, was durch die Mutationen noch verschärft wird”, so sagt auch Prof. Dr. med. Gernot Marx, Präsident der Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin. Er betont: „Die Kinder tragen das Virus in die Familien. Als Intensivmediziner sage ich: Das ist nicht zu verantworten.“ News4teachers

Steigt der Anteil infizierter Kinder nur deshalb, weil unter ihnen mehr getestet wird? Kinderärzte behaupten das – liegen aber falsch

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180 KOMMENTARE

  1. Kinderärzte sind in der Regel keine Wissenschaftler – ebenso wenig wie die Kumis. Sie verfolgen politische oder medizinische Partialinteressen, und die Familien in Deutschland werden mit Toten dafür bezahlen.

  2. In einem hat der Mann Recht – die Politik ist ignorant . Der Rest ist allerdings Unsinn . Wer sich der “ Bild “ bedient , disqualifiziert sich selbst . Und was ist Übergewicht gegen Long Covid ?

  3. Passt ins Bild:
    Musste mir gestern vom Kinderarzt anhören, Schulen seien sicher, ich wäre die Ursache für die Angst meines Kindes und würde – als Dipl.Biol. und Lehrkraft (Risikogruppe, alleinerziehend) – die Fakten falsch bewerten.
    Mein Kind hat nur noch 3 nahe Verwandte, davon zwei in der Risikogruppe und einen Corona-Leugner.
    Danke, kann ich nur sagen, danke für so viel Verständnis. Mit so viel Unterstützung hatte ich gar nicht gerechnet. 🙁

    • Hmmm… Wenn der Kinderarzt das sagt, sollte die Mama mal über die Worte nachdenken. Als Dipl. Biologin sollte man sich eigentlich ein wenig auskennen und abgesehen davon, sind vermutlich 60 % der Deutschen Risikopatienten (Krebs, Atemwegserkrankungen, Herzerkrankungen, Diabetes, etc.) … Wenn man als Lehrer Angst vor Kindern hat, sollte man den Beruf wechseln und vor allem nicht noch eigene in die Welt setzen.

      • @ Eva S. – Ihre Antwort auf „Hellus“ halte ich für schlichtweg dumm und bösartig. „Hellus“ hat mit Sicherheit keine „Angst vor Kindern“, sondern Angst vor Covid-19. Daraus abzuleiten, dass man nicht Lehrerin sein sollte und keine eigenen Kinder haben sollte, ist an Ignoranz nicht zu überbieten.

      • @Eva S.
        Oh je, Sie disqualifizieren sich aber bereitwillig selbst.
        Außer Unterstellungen und persönlichen Angriffen nichts von Substanz. Armselig.

      • @eva s.
        Völlig korrekt, als DiplombiolologIn kennt Hellus sich vermutlich in der Materie ein wenig aus und weiß daher, dass es durchaus Grund zur Besorgnis gibt. Wie Sie aus dem Post von Hellus jedoch die Aussage schlussfolgern, er/sie/d hätte Angst vor Kindern, wird wohl auf ewig Ihr Geheimnis bleiben….

      • Eva S., Ihr Kommentar „Wenn man als Lehrer Angst vor Kindern hat, sollte man den Beruf wechseln und vor allem nicht noch eigene in die Welt setzen.“ ist an Dreistigkeit kaum zu übertreffen. Das ist einfach nur unverschämt!
        Wahrscheinlich gehören Sie eher zu den Eltern, die keine Lust mehr haben, sich um ihre Kinder zu kümmern und darum, dass sie ihre Aufgaben bearbeiten und drehen es sich deshalb so hin, dass Lehrer sich deshalb bitteschön entgegen den geltenden Regeln zum Infektionsschutz in die Schule begeben sollen.

      • Eva S. Bestand als einzige den Hirn Test…. Die restlichen sind Bio Roboter auf NoBrain Software… Sapere Aude…. Bitte verreckt alle dummen übrigen Panikmache par excellence

      • @ Eva S. et alii:

        „Don’t feed the troll!“

        Der Argumente sind nun wirklich inzwischen genug gewechselt, die wissenschaftlich belegbaren Fakten liegen alle inzwischen lange und unübersehbar auf dem Tisch.

        Mit verblendeteten, ideologisierten, fanatisierten Ignoranten zu diskutieren, ist doch verlorene Liebesmüh, verpuffter Energieeinsatz.

        Sie sind nicht zugänglich – in ihrer engen Weltsicht, die es nicht zulässt, den Tatsachen, der Wirklichkeit, ins Auge zu schauen.

        Man kann letztlich nur Mitleid haben – und ihnen lediglich wünschen, dass sie nicht mit der Realität brutal konfrontiert werden à la „Wer nicht hören will, muss fühlen.“

        • @viele Kommenbtare oben zu Eva S.

          Ich bin ziemlich entsetzt über so manchen Kommentar.

          Ich habe den Text von Eva S. auch gelesen – aber ganz anders.

          Mir sieht es eher danach aus, dass ihr ein Lesefehler unterlaufen ist.
          Denn natürlich schreibt Hellus ganz klar – „ich wäre die Ursache für die Angst meines Kindes“ – und wenn man das überfliegt, kann der inhaltliche Sinn schon mal verloren gehen und missverstanden werden.

          Ich finde auch, dass Eva S. mit ihren Worten…. „über die Worte des Arztes nachdenken“ (sinngemäß „zitiert“) richtig liegt.

          Leider ist die Schlussfolgerung m.E. verkehrt. Die sollte lauten:

          „Hellus – bitte Kinderarzt wechseln. Das ist ein Id… oder KuMi-Verwandter (oder beides)!“

          So manch einer mag sich auch nur etwas kurz von der Seele geschrieben haben – doch (in meiner jetzigen Stimmung) kommen einige der Kommentare leider nicht witzig oder lustig rüber. (Sollen sie vielleicht auch gar nicht, ist mir klar, aber mit Abstand – und Hygieneregeln gelesen – geht da bestimmt einiges:-))

    • Ich fühle mit Ihnen! Kann ähnliches berichten: Kinderarzt sagt: „…der Kinderärzte-Verband ist sich einig, Kinder infizieren sich kaum und es wären so gut wie keine Kinder, die ernsthaft erkranken….“ –
      Mal ganz abgesehen davon, dass diese Thesen spätestens mit der britischen Mutante komplett hinfällig, können Kinder zudem das Virus weiterverbreiten… es ist wirklich schlimm, was Kinderärzte erzählen… natürlich sind soziale Kontakte wichtig für Kinder, die Krankheit hat sich sicher keiner von uns gewünscht, aber in dieser Situation ist der Gesundheitsschutz wichtiger! Ich wünsche mir nur, dass sich JEDER selber entscheiden kann, welchem Risiko man sich und seine Kinder aussetzt. Das kann nur mit der Aufhebung der Präsenzpflicht erreicht werden, worauf man in NRW leider vergeblich wartet

      • „Ich wünsche mir nur, dass sich JEDER selber entscheiden kann, welchem Risiko man sich und seine Kinder aussetzt.“

        Das ist das einzig Richtige!

        • Sehr gut beschrieben und ja dem freien Willen nach, quasi dem Grundgesetz entsprechend, das tragische vor allem hierbei sei zu beachten das allein nachzudenken/prüfen der Logik folgend EINEM* jedem „Menschen“ bereits unter wenig Aufwand die dahinter steckende Agenda zu erkennen zeigt….. Bitte Verstand denn Sie könnten es nicht Verstehen….

          • Dieses Mal immerhin ohne Beleidigung/Tourette-Ausbruch, gleichwohl wenig verständlich.

            Falls wie zu vermuten als Plädoyer für universell freies Handeln gedacht, bleiben darin eben die Folgen des eigenen Handelns für alle anderen unberücksichtigt. Bitte Empathie einschalten, ohne könnten Sie könnten es ohne nicht verstehen und müssen hinnehmen, dass der Staat Ihnen die Grenzen setzt.

          • Huh, komischer Editor. Nochmal:
            „Bitte Empathie einschalten, ohne könnten Sie es nicht verstehen und müssen hinnehmen, dass der Staat Ihnen die Grenzen setzt.“

          • Sorry, aber um Sie auch nur ansatzweise verstehen zu können (und damit beziehe ich mich auf die Verständlichkeit Ihres Textes), müssten Sie wenigstens die deutsche Sprache (Satzbau, Kommasetzung …)korrekt verwenden.

          • @ Leseratte 22. April 2021 um 13:56

            „müssten Sie wenigstens die deutsche Sprache (Satzbau, Kommasetzung …)korrekt verwenden.“

            Genau so … „korrekt nachahmen“ ist nicht genug.

            Das ist der Algorithmus, wo das „das Gesicht Gottes“ (= Phanuel) immer mit muss …

            Und wenn man dann noch „Weltordnung“ (= Mundus) als Nachnamen hat, dann muss (!) man wohl erwählt sein …

            Außerdem klingt es (egal ob Klarname oder Künstlername) nicht nur hip & fresh … sondern einfach besser als „Torben Rindfleisch“ (wäre nicht vegan!) oder „Tulpenheini Paradies“.

            Passt schon!

    • @Hellus

      Nach Ihrem Kommentar war ich neugierig geworden und habe mir mal die Google-Bewertungen von der Kinderarzt-Praxis von Herrn Dr. Fischbach angesehen:
      Gaaaanz tolle Google Rezensionen – er muss der Gott unter den Kinderärzten sein, die Kollegen in der Praxis und auch die Arzthelferinnen … gaaaaanz toll.
      Und auch gaaaaaanz toll ist die neue Praxis, die jetzt in einer alten Villa untergebracht ist. 😉

      Bemerkenswert ist dann noch, seit wann sich diese 5-Sterne-Bewertungen häufen, nämlich seit etwa 1 Jahr.
      Davor waren die Bewertungen unterschiedlich, recht viele nur mit einem bis zwei Sternen.

      Ja, ich weiß, dass man Google-Bewertungen aller Kategorien kaufen kann.
      Das geht dann eben auch mit den fünf Sternen.
      Und wenn man dann den Zeitraum berücksichtigt, ist es bestimmt Zufall ???, dass dort seit etwa 1 Jahr gilt „Im Himmel ist Jahrmarkt“!

      • @W.

        … da war ich jetzt aber auch neugierig auf die Google-Rezensionen.
        Und konnte mir das Lachen nicht verkneifen, ob folgender Bewertung:
        „Seit 20 Jahren sind meine beiden Kinder (mittlerweile 20 und 17 Jahre alt) Patienten in der Praxis Dr. Fischbach/ Dr. Kugel.“

        Wusste gar nicht, dass man als Erwachsener – mit 20 Jahren – noch zum Kinderarzt geht?!? 😉
        Oder hatte da der ausländische Bot mit dem Verständnis und dem Schreiben des Kommentars Probleme?

        • @Wunder SAM

          Genau an dieser Stelle kam ich auch aus dem Staunen nicht mehr raus …
          😉

          Und die 5-Sterne-Rezensionen stimmen darin überein, dass
          – die Begeisterung schier durch die Decke geht
          – ähnliche Begriffe sich häufen
          – das Ganze irgendwie „bottisch“ klingt.

    • Arzt wechseln – schnell!!!! So einen Quatsch zu erzählen ist von diesem Arzt schon schlimm genug, aber einen solchen Vorwurf rauszuhauen, man sei verantwortlich für die Angst des Kindes – underearthy!!!

  4. 1. Der soll mal sein eigenes Übergewicht anschauen. Da hätte er ordentlich etwas zu tun.

    2. Kinder und Jugendliche können auch außerhalb der Schule soziale Kontakte pflegen. Das machen sie auch. Ich kenne kein Kind aus meiner Schule, das sich nicht mittags mit Freunden trifft.

    3. Bildung erfolgt über Videokonferenzen

    4. Schulen sind Treiber der Pandemie! Wer die Zusammenhänge nicht sieht, muss blind sein!

    5. Die Tests an den Schulen bringen nur eine Scheinsicherheit und werden als Argument genutzt, um die Schulen sperrangelweit offen zu halten. Ich behaupte sogar, dass sie als Legitimierung zu weiteren Öffnungen dienen werden.
    In einem Nachbarort (Inzidenz 150) wurde an einer Schule (Pilotprojekt) 3 Wochen getestet: Ergebnis: Kein einziges Kind war positiv. Maske=trockene Nase=kein Testmaterial=negatives Ergebnis=Scheinbar sichere Schulen=Verarschung der Gesellschaft

    6. Eine Inzidenz von 165 ist viel zu hoch. Kinder und Jugendliche sind die am stärksten betroffene Gruppe. Da wird sich das Virus bis zum Inzidenzwert fröhlich verteilen.

    • Wir hatten beunruhigender Weise auch schon Fälle von Schülern die morgens bei und negativ waren und nach Symptomen am gleichen Abend vom Arzt positiv getestet wurden.
      Außerdem stimmt die rein rechnerische Seite nachdenklich. Laut Inzidenz sollten bei unserer Anzahl von Schülern mindestens 1-2 positive Ergebnisse pro Testungstag dabei sein. Sogar wenn man die erhöhte Inzidenz bei Kindern und Jugendlichen nicht berücksichtigt.
      Was kann raus? Nichts, alles negativ.
      Ein mal mag das ja angehen, aber dass unsere Schüler auf Dauer aus der Wahrscheinlichkeit herausfallen ist schwer zu glauben.
      Inzwischen wären manche für ein positives Testergebnis dankbar. Das würde wenigstens zeigen, dass diese obskuren Schnelltests im vorderen Nasenbereich auch ein anderes Testergebnis als negativ zeigen können.

      • Ja, die Tests sind nur für Kranke. Und die sollen ja erst gar nicht in die Schule.
        Steht auch auf den Tests drauf, dass es ums Testen bei Symptomen geht.

      • Schattenläufer- Gerade Bekanntschaft mit so einer Situation gemacht…. Selbsttest- sogar in der Schule gemacht- negativ. Und jetzt hocken wir Alle in Quarantäne!!!

  5. Zum Thema ist gerade dieser Artikel erschienen. Ich hatte ihn an anderer Stelle schon einmal verlinkt.
    Diese Fakten zu ignorieren, ist einfach nur dumm. Aber wer profitiert langfristig von kranken Kindern….mal überlegen…
    Schlimm, dass man solche Gedanken hat und Menschen sowas unterstellt, aber eine andere logische Schlussfolgerung finde ich nicht.

    https://www.focus.de/politik/sogar-saeuglinge-sind-betroffen-uni-arzt-warnt-immer-mehr-kinder-und-jugendliche-opfer-von-corona-spaetfolgen_id_13210858.html

    „Daniel Vilser (44) vom Uniklinikum Jena leitet eine Spezial-Ambulanz für Kinder mit Corona-Langzeitfolgen. Im Gespräch mit FOCUS Online warnt der Leitende Oberarzt vor einer massiv steigenden Zahl sehr junger Covid-19-Patienten. Die zum Teil dramatischen Spätfolgen gerade bei Kindern würden oft „stark unterschätzt“.
    In der dritten Corona-Welle wird die Zahl der erkrankten Kinder und Jugendlichen in Deutschland stark steigen. Außerdem werden immer mehr junge Patienten unter den zum Teil schweren Langzeitfolgen der Virusinfektion leiden.
    „Diese Entwicklungen werden derzeit noch stark unterschätzt“, warnte Dr. Daniel Vilser vom Universitätsklinikum Jena im Gespräch mit FOCUS Online. Vilser leitet eine erst vor wenigen Wochen gegründete, deutschlandweit einzigartige Spezial-Ambulanz, in der Kinder mit Corona-Langzeitfolgen behandelt werden.

    Corona-Spätfolgen: Ambulanz für Kinder an Uni Jena
    Bislang betreuten Ärzte dort rund 20 Patienten im Alter zwischen acht Monaten und 18 Jahren, die mit Corona infiziert waren und jetzt unter dem so genanntem Long-Covid-Syndrom leiden. Zu den häufigsten Beschwerden zählen verminderte Belastbarkeit (Fatigue), Konzentrationsstörungen, Glieder- und Muskelschmerzen, Schlafstörungen, Luftnot und Herzklopfen.
    Laut Vilser ist das Interesse an der Einrichtung in Thüringen riesig. So kämen auch Eltern aus Bayern, Sachsen und Niedersachsen in die Long-Covid-Ambulanz, um ihre Kinder behandeln zu lassen. „Daran zeigt sich, dass es schon jetzt einen großen Bedarf gibt“, so der Leiter der Kinderkardiologie und pädiatrischen Notaufnahme am Uniklinikum Jena. „Dieser Bedarf wird in den kommenden Monaten drastisch steigen.“
    Bei der Mutter angesteckt: Jüngster Patient war acht Monate
    In der Ambulanz arbeiten Spezialisten unterschiedlicher Fachgebiete eng zusammen. Je nach Beschwerden der jungen Patienten stellen sie Diagnose- und Therapiemöglichkeiten zusammen. Neben Blut, Urin und Stuhl untersuchen die Ärzte wichtige Organe der Kinder, darunter Niere, Lunge und Herz, aber auch Gefäße. Außerdem werden die kognitiven und mentalen Fähigkeiten der jungen Patienten analysiert.
    Das bislang jüngste in der Jenaer Ambulanz behandelte Kind war ein acht Monate alter Säugling, der sich bei seiner Mutter mit Covid-19 angesteckt hatte. Nach der Infektion litt der Junge an ausgeprägten Schafstörungen mit Schnarchen.
    Langzeit-Beschwerden auch nach milden Erkrankungen
    Der zweitjüngste Patient war drei Jahre alt. Nach einer Corona-Infektion stellten die Eltern eine deutliche Wesensveränderung fest. Der Junge war plötzlich extrem still und nicht mehr in der Lage, ausdauernd zu spielen. Nachdem die Ärzte keine Auffälligkeiten an den Organen feststellen konnten, arbeiten nun Psychologen mit dem Kleinen.
    Bei anderen Kindern stellten die Thüringer Mediziner zum Teil „deutliche Auffälligkeiten“ etwa bei der Lungenfunktion oder im Herz-Kreislauf-System fest, so Daniel Vilser zu FOCUS Online. Der Leitende Oberarzt weiter: „Kinder können in erheblichem Maß von Langzeitfolgen nach einer Covid-19-Infektion betroffen sein. Und das nicht nur nach schweren Verläufen, sondern auch nach milden oder sogar symptomlosen Erkrankungen, wie es gerade bei Kindern oft der Fall ist.“

    Häufige Symptome: Kopfschmerzen, Bauchweh, Erschöpfung
    Vilser: „Deswegen werden die Langzeitfolgen bei Kindern viel schwieriger als solche wahrgenommen und oft nicht diagnostiziert.“
    Welche Langzeitbeschwerden bei Kindern nach einer Corona-Erkrankung am häufigsten auftreten, haben italienische Wissenschaftler herausgefunden. Sie befragten die Eltern von 510 Kindern, die Covid-19 überstanden und immer noch Beschwerden hatten. Dabei klagten
    87 Prozent über Müdigkeit und Schwäche,
    79 Prozent über Kopfschmerzen,
    76 Prozent über Bauchschmerzen,
    61 Prozent über Muskel-, Glieder- oder Gelenkschmerzen,
    54 Prozent über Belastungsintolerenz (Erschöpfung).
    Weitere Symptome waren Ausschlag und Frostbeulen, Konzentrationsstörungen sowie Thoraxschmerzen und Herzstolpern.
    Uni-Arzt Vilser: immer mehr infizierte Kinder und Jugendliche
    Im Gespräch mit FOCUS Online sagte Vilser voraus, dass die Infektionszahlen unter sehr jungen Menschen schon bald in die Höhe schnellen werden. „In der ersten und zweiten Welle waren weniger Kinder betroffen, die Krankheitsverläufe nicht so schwer.“ Das habe sich geändert. „In der dritten Welle stecken sich Kinder und Jugendliche genauso oft an wie Erwachsene.“
    Beobachtungen des Robert Koch-Instituts (RKI) bestätigen, dass die Fallzahlen bei Kindern und Jugendlichen in jüngster Zeit stark ansteigen. In Sachsen etwa hat sich die Zahl der infizierten Kinder und Jugendlichen innerhalb von nur sechs Wochen verzehnfacht. Nach kurzer Beruhigung in den Osterferien sind in dem Bundesland aktuell so viele Kinder von neuen Infektionen betroffen wie noch nie.

    Gründe für den Anstieg: Lockerungen, Schulöffnungen, Mutanten
    Gründe für die steigenden Infektionszahlen sieht Vilser in den zuletzt gelockerten Corona-Maßnahmen mit den schrittweisen Öffnungen von Schulen und Kindergärten sowie in der zunehmenden Verbreitung gefährlicherer Virusvarianten wie der britischen Mutante B.1.1.7.
    Zugleich dürfen Kinder und Jugendliche in der EU derzeit noch nicht gegen Covid-19 geimpft werden. Zwar testen einige Unternehmen ihren Corona-Impfstoff bereits an Minderjährigen. Doch wann es dafür eine Zulassung gibt und wann die jüngeren Altersgruppen tatsächlich an der Reihe sind, ist derzeit völlig unklar.
    Schulbesuch nur mit „Testpflicht, Maske, Abstandsregeln“
    Als Vater von zwei schulpflichtigen Söhnen (elf und 14 Jahre alt) weiß Vilser, wie schwer es für Familien ist, die Folgen der Pandemie zu bewältigen und wie sehr Kinder schon seit vielen Monaten leiden. „Aber aus ärztlicher Sicht gibt es wahrscheinlich keine andere Chance, als das öffentliche Leben soweit es geht zurückzufahren.“ Und wenn Kinder in die Schule gehen, dann nur mit „Testpflicht, Maske und Abstandsregeln“, empfiehlt der Leitende Oberarzt.
    Brauchen mehr Long-Covid-Ambulanzen für Kinder
    Wie auch immer die politischen Vorgaben zur Pandemiebekämpfung in Zukunft ausfallen und umgesetzt werden – für Daniel Vilser steht fest, „dass immer mehr Minderjährige Opfer von Covid-19 und den Spätfolgen werden“. Auf diese Entwicklung müsse sich die Pädiatrie „dringend vorbereiten“.
    Vilser zu FOCUS Online: „Ich würde mir wünschen, dass Long-Covid-Ambulanzen wie in Jena auch in anderen Städten entstehen. Eltern und ihre Kinder haben einen Anspruch darauf, in einer solch schwierigen Lage vernünftig versorgt zu werden.“

    • Solche Berichte sind schon täglich überall auf der ganzen Welt zu finden.

      Und sie häufen sich leider von Tag zu Tag.

      Für sehr viele wird zu spät, wenn wir so weiter machen.

      Der zweite Corona Jahr wird noch schlimmer. Auf diese Art und Weise ist 4es einfach unvermeidbar.

  6. Fischbach überzeugt.

    Mit Coronaviren, die schon immer 7 bis 15 % der viralen Erreger jeder saisonalen sogenannten Grippewelle bildeten, ist 2020 oder 2021 nicht anders umzugehen als fünf, zehn oder 15 Jahre eher.

    Alle Kindergärten und Schulen auf, selbstverständlich ohne Masken oder massenhafte Tests auf ein SARS- bzw. Coronavirus.

    Rund um Intensivstationen pflegen sinnvollerweise Multiplex-Tests auf beispielsweise acht oder 20 Erreger eingesetzt zu werden, unter den damit gesuchten Erregern darf auch das Coronavirus sein.

    Eine gesundheitspolitische und schulpolitische Fokussierung auf Coronaviren ist unnötig.

    Coronaviren waren immer schon da und das ist auch gut so – unser Hygiene-Verhalten der letzten Jahrzehnte, etwa in den Wochen der jährlichen Grippewelle, reicht völlig aus.

      • @ WiMoKa – Auch das ist völlig in Ornung, jeder kann zu dieser Frage eine Meinung entwickeln.

        Vielleicht ist das in diesen Stunden besonders wichtig in Bezug auf das Narrativ Corona, die Meinungsvielfalt.

    • Edward von Roy

      Ich bin im Normalfall sehr tolerant, aber Sie sprengen meine Toleranzgrenze.
      … sorry ich werde hier mal rabiat..
      …Dumpfbacke …

      Wer penetrant solchen Müll verbreitet, ist nicht mehr zu schützen vor verbalen Angriffen.
      Das ist rein ignorant, selbstverliebt und aufhetzerisch.

      Sie sollten sich in die Selbsthilfegruppe trollen.

    • Eddy, du bist und bleibst eine Flachzange!! Ich habe noch nichts von dir hier gelesen, was mich auch nur im Ansatz positiv berührt hat – stattdessen produzierst du mit deinen Beiträgen immer wieder das erstaunte Gefühl „So doof kann man doch dar nicht sein?“ – und da hilft es auch nichts, wenn du fleißig betonst, dass du Sozialpädagoge mit FH-Abschluss bist. Intelligenz in D60-Potenz könnte dir natürlich das Erfassen von logischen Zusammenhängen schwer machen. „Schüttel dich doch einfach noch ein paar Mal.“

    • Wie viele Babys, Kinder ubnd Jugenliche auf der Welt sterben jährlich an Grippe , und zwar ohne Lockdowns?

      Wie viele Babys, Kinder ubnd Jugenliche auf der Welt leiden jährlich an Grippa-Spätfolgen, und zwar auch ohne Lockdowns?

      • Ich leide seit ca 2 Jahren an mehreren Grippe Spätfolgen und war damals mit einem blauen Auge davongekommen. Daher nehme ich Corona Spätfolgen sehr ernst und bin der Meinung, dass man diese Krankheit nicht unterschätzen sollte. Ich vermute doch stark, dass Grippe Spätfolgen seltener vorkommen. Meine Geschichte war mir im Bekanntenkreis dann doch nie zuvor untergekommen. Dagegen scheint es häufiger zu passieren, dass Corona massive Spätfolgen auslösen kann. Von daher hinkt der Vergleich. Ich muss ja auch die Infektionszahlen berücksichtigen. Gibt es jährlich so viele Grippeinfektionen, wie es Corona Infektionen gibt? Ist B1.1.7 nicht ansteckender als ein Influenca Virus?

        Und das wichtigste Argument: Gegen Grippe kann ich mich jederzeit impfen lassen, bei Corona bin ich leider noch nicht an der Reihe. So lange nicht alle Menschen Anspruch auf eine Impfung haben, muss man auch vorsichtig sein. Denn ich selber habe Momentan nur Maske, Hände waschen, Lüften, Abstand halten als Schutz. Schönen Dank auch dafür!

      • @ Lanayah

        Man unterscheide

        Dipl.-Soz.
        Diplom-Soziologe

        und andererseits

        Dipl.-Soz.päd.
        Diplom-Sozialpädagoge

        https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_akademischer_Grade_(Deutschland)

        Diplom-Sozialpädagoge/in (kurz: Dipl.-Soz.päd. oder Dipl.-Sozialpäd.) ist in Deutschland ein akademischer Grad, der von deutschen Hochschulen, Fachhochschulen und vereinzelt auch Universitäten verliehen wurde. Nach dem Bologna-Prozess vergeben die Hochschulen die international gebräuchlichen Titel Bachelor of Arts und Master of Arts in Social Work.

        In der Schweiz wird der Titel Dipl. Sozialpädagoge/-pädagogin HF von höheren Fachschulen vergeben. Der Titel Sozialpädagoge/in FH bzw. Bachelor of Arts, Bachelor of Science bzw. Master of Science wird in der Schweiz von Fachhochschulen vergeben.

        https://de.wikipedia.org/wiki/Diplom-Sozialp%C3%A4dagoge

          • Ja. Wobei manch ein Virologe zwar Fachmann für alles Geschehen „in vitro“ sein mag – Reagenzglas, Nährböden in der Petrischale, Virusanzucht in der Zellkultur -, hingegen vom Geschehen „in vivo“ – in den Menschen – gegebenenfalls keine Ahnung hat. Ein Epidemiologe hätte da vermutlich mehr Wissen für uns.

            Epidemiologische Teilgebiete

            Infektionsepidemiologie, Epidemiologie allergischer und dermatologischer Erkrankungen, Epidemiologie der Arbeitswelt, Epidemiologische Methoden, Ernährungsepidemiologie, Genetische Epidemiologie, Herz-Kreislauf-Epidemiologie, Krebsepidemiologie, Statistische Methoden in der Epidemiologie, Umweltmedizin.

            https://de.wikipedia.org/wiki/Epidemiologie

            Wer uns etwas besonders Wichtiges zu „Corona“ sagt, könnte beispielsweise so ausgebildet sein:

            Internist – Pneumologie | Facharzt für öffentliches Gesundheitswesen | Facharzt für Hygiene und Umweltmedizin – Sozialmedizin

            oder:

            Facharzt für Mikrobiologie und Infektionsepidemiologie

          • @carpe noctem 21. April 2021 um 17:13

            Ach, da kann ich einen guten Humanmediziner mit Zusatzstudium der Gesundheitsökonomie und den Schwerpunkten Health Policy and Management und Epidemiologie empfehlen,
            … der sich auch mit aktuellen Forschungsberichten zum Thema ‚Corona-Pandemie‘ beschäftigt und wesentliche – zum Verständnis wichtige Dinge – kostenlos mit der Allgemeinheit teilt.

            Soll ich Ihnen den Namen verraten, oder lieber nciht?
            Ggf. wäre nach Ihrer vertretenen Ansicht zuviel konkreter, international gängiger Wissenschaftskonsens damit verbunden, …
            Ich tue es aber trotzdem:
            Sein Name ist: „Karl Lauterbach“

            https://twitter.com/Karl_Lauterbach/status/1384646586765127681?s=20

            Vorsicht, der Link beinhaltet eine Grafik zu den aktuell hohen Inzidenzen in der Altersklasse der Schüler – passt ja leider nicht so ganz in Ihr gäniges Weltbild -!

      • @Lanayah
        😉
        ‚medozinisch‘ erinnerte mich an Pippi Langstrumpf, die mal gesagt hat:
        * „Ich lüge so, dass meine Zunge schwarz wird, hörst du das nicht? Du musst doch merken, dass das gelogen ist. Du darfst dir doch nicht alles Mögliche von den Leuten einreden lassen!“
        Pippi Langstrumpf

        … ist mit der Sichtweise so mancher Zeitgenossen vergleichbar.

    • @ Diplom-Sozialpädagoge (FH) Edward von Roy

      Dr. med. Thomas Fischbach als der Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) sagte vor achteinhalb Monaten zum Schul-Thema Maske Lesenswertes.

      .

      Thomas Fischbach: Maske im Unterricht „nicht sinnvoll“, längeres Tragen beeinträchtigt Leistungsfähigkeit, Kommunikation gestört

      Dr. med. Thomas Fischbach ist Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Der BVKJ versteht sich als die Interessenvertretung der Kinder- und Jugendärzte in Deutschland. Ihm gehören etwa 12.000 Kinder- und Jugendärzte an, die unter anderem in Kliniken, im öffentlichen Gesundheitsdienst oder selbständig praktizieren. Die deutschen Kinder- und Jugendärzte haben sich gegen eine Maskenpflicht im Unterricht ausgesprochen.

      „Das Tragen einer Mund-Nase-Maske im Unterricht ist nicht sinnvoll. Ein längeres Maskentragen beeinträchtigt bei Schülern die Leistungsfähigkeit“, sagte der Arzt.

      „Zwischen Schülern und Lehrern gibt es keinen richtigen Blickkontakt und die Kommunikation ist gestört“, warnte Fischbach.

      OOZ Oldenburger Online-Zeitung • 04.08.2020

      https://www.oldenburger-onlinezeitung.de/nachrichten/kinderaerzte-kritisieren-maskenpflicht-im-unterricht-46700.html

      https://www.new-facts.eu/kinderaerzte-kritisieren-maskenpflicht-im-unterricht-388932.html

      Die Maskenpflicht auch während des Unterrichts hält der Solinger Kinderarzt Thomas Fischbach, der auch Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte ist, für nicht sinnvoll.

      Fischbach meint, es sei aus epidemiologischer Sicht möglich, die Mund-Nasen-Bedeckung am Sitzplatz abzulegen. Es gäbe keine Gewissheit, dass das Tragen der Masken während des Unterrichts nötig sei. Auch angesichts der Anzahl der derzeitigen Erkrankten in der Region könnte man aus Sicht des BVKJ darauf verzichten. Fischbach sagt, er selbst trage den ganzen Tag eine Maske und merke im Tagesverlauf, dass dadurch seine Konzentration nachlasse. Schlimmstenfalls könnten Müdigkeit und Kopfschmerzen die Folge sein.

      Vgl. auch: Kinderarzt zur Maskenpflicht an Schulen • Radio RSG • 05.08.2020

      https://www.radiorsg.de/artikel/kinderarzt-zur-maskenpflicht-an-schulen-673829.html

      .

      • @carpe noctem
        … die ‚aktuellsten Erkenntnisse‘ vom 05. August 2020!

        Aller neueste Erkenntnisse aus der Schublade der KuMis:
        „Selbsttestes schützen vor einer Corona-Infektion.“

        … sowie ein Schwangerschaftstest vor einer Schwangerschaft.

      • @carpe noctem

        „Fischbach sagt, er selbst trage den ganzen Tag eine Maske und merke im Tagesverlauf, dass dadurch seine Konzentration nachlasse.“

        Äääähhh?

        Warum trägt DER denn den ganzen Tag eine Maske?

        Da können die Kinder sein Gesicht doch gar nicht sehen und MÜSSEN doch Angst vor dem Onkel Doktor bekommen?

        Oder hat der Onkel Doktor Angst vor den Kindern?
        😉

        • 18.04.2021

          Stellungnahme der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI) und der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (DGKH)
          Hospitalisierung und Sterblichkeit von COVID-19 bei Kindern in Deutschland

          Reinhard Berner, Peter Walger, Arne Simon, Thomas Fischbach, Jörg Dötsch, Hans-Iko Huppertz, Johannes Hübner

          […] Die nun seit Beginn der Pandemie gemachte Beobachtung, dass von den schätzungsweise 14 Millionen Kindern und Jugendlichen in Deutschland nur etwa 1200 mit einer SARS-CoV-2-Infektion im Krankenhaus (< 0,01%) behandelt werden mussten und 4 an ihrer Infektion verstarben (< 0.00002%), sollte Anlass sein, Eltern übergroße Sorgen vor einem schweren Krankheitsverlauf bei ihren Kindern zu nehmen. In der Saison 2018/19 wurde Influenza bei insgesamt 116 Kindern als Todesursache gemeldet. Nach Angaben des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur lag im Jahr 2019 die Zahl der durch einen Verkehrsunfall getöteten Kinder bei 55, nach Angaben der DLRG die Zahl der ertrunkenen Kinder bei 25. […]

          Die weiterhin bestehende extreme Seltenheit eines schweren oder gar tödlichen Verlaufes von SARS-CoV-2 bei Kindern und Jugendlichen ist nicht geeignet, als Argument für Schul- und Kita-Schließungen benutzt zu werden. […]

          https://dgpi.de/stellungnahme-dgpi-dgkh-hospitalisierung-und-sterblichkeit-von-covid-19-bei-kindern-in-deutschland-18-04-2021/

          • @Edward von Roy

            Herr von Roy,
            bitte verzeihen Sie die Nachfrage – aber kann es sein, dass Sie sich selbst schreiben?
            (Warum auch nicht?)

            Wenn Sie einmal schauen mögen:

            „carpe noctem 21. April 2021 um 16:03
            @ Diplom-Sozialpädagoge (FH) Edward von Roy …“

            In dem folgenden Post fiel mir auf, dass da Besonderheiten enthalten sind, die ich nur von Ihnen – Edward von Roy – kenne … extrem ins Auge fällt hier die Eigenart, am Zeilenanfang einen Punkt zu setzen … der Punkt steht da allein, fast einsam … sehr berührend, ja traurig!

            Und es ist kein Zufall – nein, nein.
            Sie, Herr von Roy, haben das schon oft gemacht, auch oft am Ende eines Posts.

            Traurig, dass das jetzt nicht mehr Ihre stilistische Eigenart ist, oder?
            Oder doch?

            Ist „carpe noctem“ die DUNKLE SEITE des Edward von Roy?

            😉 🙂 🙂

      • Hr. Fischbach hatte sich auch schon im Frühjahr 2020 mehrfach verantwortungslos ( zu diesem Zeitpunkt hatten sich, wegen der langen Lockdownzeit, noch kaum Kinder infiziert) über das Infektionsgeschehen bei Kindern geäußert. Als Eltern wunderte uns das sehr. Spätestens aber nach seinen Statements gegen das Masketragen im Unterricht, wurde dann klar, welche skrupellosen Interessen vermutlich verfolgt werden. Wären die Kinderärzte, zumindest die für die Fischbach spricht, wirklich an einen kontinuierlichen Präsenzunterricht interessiert gewesen, hätten sie doch wohl nicht empfohlen auf wirkungsvollen Infektionsschutz, der nun mal Voraussetzung für eine möglichts lange Präsensbeschulung gewesen wäre, zu verzichten. Auch dass viele Kinderärzte symtomatische Kinder nicht testen wollten, lässt vermuten, dass ihnen der Präsenzunterricht, der Pandemieverlauf und auch die Gesundheit der Kinder und der Erwachsenen in ihrer Umgebung gleichgültig war……Fischbachs aktuelles Gerede empfinde ich daher nur unverschämt scheinheilig. Ich hoffe sehr, dass die Rolle der Kinderärzte während dieser Pandemie einmal juristisch untersucht wird.

    • Haben Sie eine ITS mit Corona Patienten mal besucht? Oder wenigstens mit dort Beschäftigten gesprochen?
      Oder mit Jugendlichen, für die Sie so eintreten, die lebenseinschränkende Spätfolgen haben?

      Ich bitte Sie demütigst, dies ins Auge zu fassen und es auch zu tun. Bitte.

  7. Zwei Pädiater am Ort sind der Grund dafür, dass einige der Kontaktkinder in meiner Kita trotz mehreren festgestellten Ausbrüchen in der Einrichtung trotz Aufforderung des GA keine PCR-Tests gemacht haben. Die blieben dann ein paar Tage daheim und wurden schließlich ohne Test vom Kinderarzt wieder gesund geschrieben. Wenigstens zwei Folgefälle in der Kita waren mE auf dieses Verhalten zurückzuführen, beweisen kann ich das aber natürlich nicht.

    Diese Spinner gehören zu den wahren Pandemietreibern, wahrscheinlich damit ihre Wartezimmer voll bleiben. An meinem fehlenden Respekt lasse ich keinerlei Zweifel mehr, weder gegenüber den Eltern noch den Ärzten selbst gegenüber. Einer hatte sich sogar einmal entblödet und wollte mich ohne jedes Argument am Telefon zur Sau machen, weil ich bei Kontaktkindern entsprechend der Weisung des Trägers ohne Gesundschreibung den Zutritt verweigert habe. Dieser Streit wird inzwischen so geführt, dass nächstes Mal mein Mann (RA) ran muss, um die Anwürfe und Beleidigungen dieses Mannes juristisch zu klären.

  8. Ich halte Fischbach für einen völlig verantwortungslosen und skrupellosen Lobbyisten, der seit Monaten darauf setzt, dass die Politik dafür sorgt, dass es den Kinderarztpraxen wirtschaftlich gut geht. Seine Klientel scheint ihm völlig wurscht zu sein…und ja – Defence hat es bereits angedeutet – das Thema Übergewicht ist offensicht ein Fischbach-persönliches Thema – warum er allen Ernstes die Chuzpe besitzt, Übergewicht bei Kindern als größeres Problem darzustellen und als Argument anzuführen entgegen den anderen massiveren gesundheitlichen Risiken und v.a. dem Verlust von Familienmitgliedern.
    Einfach nur traurig sowas….da finde ich den Gegenwind, den er aus den eigenen berufsständischen Kreisen bekommt noch gar nicht stark genug.

    • Es kommt halt keiner mehr in die Praxen- Mundschutz, Abstand und Handhygiene sei dank… Keine Sportverletzungen, Nix Freizeitunfälle, kein Ich-will-nicht-zur-Schule-Bauchweh. Keine Läuse. Nix Madenwürmer. Keine gammligen Wurstbrote getauscht. Nix Rotz- Husten und tralala. So gesund waren die Kids wohl noch nie…. Aber so ne Menge Long-Covid-Kids betreuen…. Da klingelt die Kasse. Schon mal an die Zukunft denken.

  9. Dieser armselige Mediziner sieht seine Felle davon schwimmen, denn es kommen viel weniger Kinder mit Infektionen und anderen Krankheiten in die Praxis, da wenig Kontakte und AHA Regeln angewandt werden.
    Dem „feinen“ Herrn geht’s nur um Kohle. Da ist jede Lüge und Halbwahrheit recht.
    Ekelhaft dieses adipöse Männchen!
    Dem würde ich meine Kinder nicht anvertrauen.

  10. Eine sehr gute Zusammenfassung des Pandemieschehens unter Kindern und Jugendlichen und der Lage in Schulen und Kitas hat Christine Steinhoff vom wissenschaftlichen Dienst des deutschen Bundestags zusammengestellt. Die Damen und Herren Politiker*innen wissen also Bescheid, so sie denn die Schriften des wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags rezipieren:
    https://www.bundestag.de/resource/blob/832376/2017b51ba38b391f4f82c4e88be20546/Kindern-im-Corona-Pandemiegeschehen-data.pdf

      • Zur Rolle von Kindern im Corona-Pandemiegeschehen
        Verfasserin: Dr. rer.nat. Christine Steinhoff
        Aktenzeichen:WD 8-3010 -035/21
        Abschluss der Arbeit: 25. März 2021
        Fachbereich: WD 8: Umwelt, Naturschutz, Reaktorsicherheit,Bildung und Forschung

      • @ Monika, BY – Aber ja doch (und in fünf Jahren könnte der Ton noch einmal ganz anders sein …), ihre Arbeit (Zur Rolle von Kindern im Corona-Pandemiegeschehen) hat Verfasserin Dr. rer.nat. Christine Steinhoff vor knapp vier Wochen beendet, der Text ist datiert auf den

        25.03.2021

        Aktenzeichen: WD 8 – 3010 – 035/21
        Abschluss der Arbeit: 25. März 2021

        https://www.bundestag.de/resource/blob/832376/2017b51ba38b391f4f82c4e88be20546/Kindern-im-Corona-Pandemiegeschehen-data.pdf

        Der Titel „Zur Rolle von Kindern im Corona-Pandemiegeschehen“ und Aussagen wie: „Die Debatte, inwiefern Kinder zum Pandemiegeschehen beitragen“, „die Frage zur Rolle von Kindern für die Pandemiedynamik“, „die Rolle von Kindern für das Pandemiegeschehen“ setzen freilich voraus, dass es 2020 und 2021 eine durch Coronaviren verursachte Pandemie gibt. Diese Ansicht teile ich nicht.

          • @Wunder SAM

            Vor dem Refrain „Debededehakape“ singt Didi in dem Lied die wahren Worte:
            „Doof bleibt doof, da helfen keine Pillen!“

          • @Pit 2020
            Nimmt man nur die Anfangsbuchstaben der Worte des Refrains, so sind diese identisch mit den verwendeten Konsonanten im Hallervorden-Zitat, umrahmt von ein paar Vokalen. 😉
            War zu meiner Schulzeit ein geflügeltes Wort – vielleicht aktuell nicht mehr so gängig -.

          • @ Wunder SAM 21. April 2021 um 18:21

            Welt der Wunder! 😉
            Stimmt!
            Das hatten wir als Kiddies an „meiner“ Grundschule noch nicht geblickt.

            So viel zum Thema „lebenslanges Lernen“.
            Herzlichen Dank für die Erleuchtung, so geht kollegiale Zusammenarbeit!
            🙂

    • Joa, die Dame kennt sich aus, u.a. mit der Industrie 4.0, als Expertin für Forschung und Innovation, dazu Mathematik, Genetik und Krebsforschung (Studium).
      Eine Tausendsassa.

      Dazu noch alles aus Daten des diffusen Infektionsgeschehen aus dem RKI zusammengestoppelt, wo ja auch nur das festgehalten wurde, was getestet wurde (also Kinder und Jugendliche schon mal kaum bis gar nicht) und jede Menge Datenlecks dort existieren.
      Mathematisch sicherlich ein korrektes Ergebnis.
      Die Griechen bedienten sich auch gerne mal des Logos (Wort -> aber auch Sinn und Vernunft). Und da haben viele der Wissenschaftler versagt, entweder aus Kalkül, oder weil es ihnen egal war, oder weil sie beauftragt wurden, bestimmte Ergebnisse zu präsentieren.

      Schulen zu -> Infektionen runter
      Schulen auf -> Infektionen rauf

      Ist ganz simpel an Grafiken abzulesen. In Österreich ist das auch ganz leicht ersichtlich. Augenmerk auf den Übergang November/ Dezember (Schulen zu) und ab Januar ( Schulen auf) und (ich meine) Anfang März (Schulen zu).

      Ohne Statistik, ohne Mathekenntnisse, einfach durch gucken und Datumskenntnisse der Schulöffnungen und -schliessungen leicht zu erkennen.

  11. Der Verbandschef der Kinderärzte mag Lobbyist für seine Klientel sein. Dieses Forum hier betreibt Lobbyismus für Lehrer. Und wer vertritt nun die Interessen der Kinder? Meines Erachtens niemand.

    • Haben „die“ Kinder in einer Pandemie überhaupt besondere Interessen, die sich vom Rest der Bevölkerung unterscheiden? Geht es für sie nicht auch – wie für alle anderen Menschen – vor allem darum, dass sie und ihre Famillien gesund durch die Krise kommen?

      • @Bernd: Die Annahme, alle hätten die gleichen Interessen ist doch sehr naiv. Nehmen Sie doch die Eltern als Beispiel. Es gibt Eltern, die Angst davor haben ihre Kinder in die Schule zu schicken und solche, die das unabhängig von den Inzidenzwerten ohne Maske tun würden.
        Anderes Beispiel: Ausgangssperre. Menschen, die auch früher Abends zu Hause geblieben sind, haben damit keine Problem. Jugendliche, denen dadurch Lebenszeit genommen wird, aber schon.
        JEDER Mensch hat andere Interessen. Aber dennoch lassen sich für einzelne Gruppen spezielle Interessen identifizieren. Recht auf Bildung und das Eingehen neuer Sozialkontakte, sich Ausleben, Grenzen überschreiten, usw. sind Bedürfnisse, die bei Jugendlichen sicher anders ausgeprägt sind als bei betagten Erwachsenen. Ist Ihre Frage damit beantwortet?

        • Ich glaube, in einer Sache sind sich alle Altersklassen einig: Pandemie ist doof. Jetzt bleibt die Frage: Wie leben in einer Pandemie und ab wann und wo gibt es Möglichkeiten für Freiräume? Parallel stellt sich noch die Frage,
          in wieweit die offenen Schulen zum Pandemiegeschehen beitragen? Sind sie in der aktuellen Situation wirklich ein sozialer Ort? Oder resultieren aus geöffneten Schulen womöglich noch stärkere Einschränkung von Freiräumen? Das wollen wahrscheinlich alle Altersgruppen eher nicht.
          Und dann sollten auch die Kinderversteher langsam mal einsehen, dass Schule nicht der einzigste Aufenthaltsort von Kindern ist. Da gibt es noch die Familie, die Freizeit und die Zukunft. Und das alles wird gerade dem Präsenzunterricht zum Fraß vorgeworfen. Jaa!! Auch die Zukunft. Schule auf und alles zu bedeutet nämlich für unsere Kindere 40 Jahre lang Schulden abbezahlen. Also ihr ganzes restliches Leben. Von der Gesundheit von Kindern und deren Familien will ich hier mal gar nicht erst anfangen, denn das scheint für Kinderverstehern nicht als Argument zu gelten.

          • @mm: Wenn man es so macht, wie von Ihnen angedeutet, wäre ich persönlich sogar dabei. Schule zu, aber stattdessen andere soziale Räume offen lassen, dies wären z.B. Vereinssport inkl. der üblichen Wettkämpfe, Kinder- und Jugendreisen und evtl. noch neue Angebote, um die soziale Entfaltung von Kindern zu ermöglichen. Die gefährdeten und ängstlichen Bevölkerungsgruppen könnten sich dem fernthalten und auf nicht absehbare Zeit im Lockdown bleiben.
            Im Moment ist aber auch neben der Schule so gut wie nichts möglich. In NRW ist meines Wissens immerhin noch Vereinssport als Training, also ohne Wettkämpfe, bis 14 Jahre zugelassen. Alles andere findet nicht statt.

      • @Bernd: ihre Frage suggeriert ja, dass Kinder keine anderen Interessen und somit Bedürfnisse als Erwachsene haben. Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob Sie dies ernst meinen oder lediglich damit provozieren wollten, weil meine erste Anmerkung zu unangenehm war. Bitte daher hier um Klarstellung.

        • Glauben Sie ernsthaft, irgendein Kind will – vor die Wahl gestellt – lieber Präsenzunterricht als Gesundheit für sich und seine Familie?

          Allerdings geht diese Debatte völlig am Problem vorbei. Kinder wollen sicher auch gerne in Autos herumturnen, trotzdem gibt es eine Anschnallpflicht.

          Interessant ist, wer sich hier als Sprecher der Kinder aufspielt: der Kinderärzte-Verband, die Kultusminister, die „Bild“-Zeitung … alles natürlich aus reiner Kinderliebe, klaro.

        • Ansonsten könnte ich Ihnen Lehrerbashing unterstellen.
          Wenn Sie dem Verbandschef Lobbyismus für sein Klientel erlauben, dann dürfte es sie ja auch nicht stören, wenn hier „Lehrerlobbyismus“ betrieben wird.
          Die Eltern sollten und müssen die Interessen ihrer Kinder vertreten und m.E. sollte die höchste Priorität der Schutz des Kindes vor gesundheitlichen Folgeschäden sein. Gesundheit (egal in welcher Weise) kann man nicht mit Geld kaufen. Vieles andere schon.

          Die Grundbedürfnisse und Kulturbedürfnisse eines Kindes sollten annähernd identisch mit denen der Erwachsenen sein, da sie identisch sien bzw. von den Erwachsenen geprägt werden. Wenn ich meinem Kind von Anfang beibringen, dass man nur glücklich sein kann, wenn man High-Life-In-Tüten macht, dann brauche ich mich jetzt nicht zu wundern, wenn es zu Hause (mit den diversen Einschränkungen) nicht klappt.
          Und mal ganz ehrlich: auf ein Luxusbedürfnis kann man auch „mal“ verzichten. Obwohl mittlerweile ja für Lehrer schon der Gesundheitsschutz zum Luxus geworden ist. Also lieber doch nicht verzichten.

          • @Realität: Verstanden – Schulbesuch, Bildung, soziales Leben und Grundrechte sind also Luxus.

    • Besorgte Lehrkräfte, Erzieher*innen und Eltern vertreten Interessen von Kindern. Menschen wie Sie, „DerDip“, würden sich wohl gerne als Sprachrohr „der“ Kinder verstehen.

    • Hmmm, ich verwende mal ein gern angeführtes Argument und sage da mal so:
      Als verbeamteter Lehrer sit mein Salers – völlig ungerührt der epidemiologischen Lage in gleicher Höhe sicher. Dass ich mich auch – vielleicht sogar vorrangig – aus Interesse am Kind und an der gemeinsamen Arbeit im Bereich der Bildung und Erziehung für diesen Beruf entschieden habe stellt sicher, dass ich keine Angst vor Kindern habe (vgl. Eva S. weiter oben), Kinder und Jugendliche an sich als „spannenden Partner beim gemeinsamen Tun in einem über Jahre hinweg mit ihnen geteilten Lebens“ begreife und v.a. empfinde (niemand wird Tierarzt, wenn ihm Tiere am Arsch vorbei gehen oder er sie nicht leiden kann oder er Angst davor hat ( bitte gendern Sie eigenständig 😉 ) und an deren Schicksal weit über deren schulische Karriere hinaus Anteil an deren Leben nehme (ich z.B. habe noch viele stabile Kontakte zu SuS, die ich bereits vor über 15 Jahren nach langjähriger Klassenlehrerschaft aus der Schule verabschiedet habe – bin stolz darauf, an dem Werdegang vieler SuS teilhaben zu dürfen – auch wenn diese bereits vor 8 oder 10 Jahren ihr Abitur erlangt haben – und z.T. sogar zu ihren Hochzeiten eingeladen werde) ….ergo ich diesen „Job“ nicht mache, um pensionsberechtigt zu sein und finanziell höher gepampert zu werden (dann wäre ich in die freie Wirtschaft gegangen).
      Bei den Kinderärzten gibt es jedoch den „Erwerbsdruck“ . Dieser Berufzweig steht in umittelbarer Konkurrenz zu anderen Mitbewerbern, müssen Praxen finanzieren und „Kohle“ generieren, um das eigene berufliche Tun finanziell zu optimieren.
      Bei vielen Ärzten, die ich im Laufe meines Lebens kennengelernt habe geht es bei der Entscheidung um den beruflichen Schwerpunkt v.a. auch darum, wo man absehbar ein sicheres Einkommen generieren kann. Je spezialisierter sie sind, desto höher die Gewinne – und desto höher die Wartezeiten im Vorfeld einer Behandlung.
      Einige Kinderärzte haben wahrscheinlich in der letztendlichen Ausrichtung ihres Fachgebietes auch über „Frauenheilkunde“ oder „“Proktologie“ nachgedacht – sich dann aber für die „Kinderheilkunde“ entschieden. Junge Eltern sind leicht zu beeindrucken, Kinder gibt es immer, Ansagen werden i.d.R. ungefragt umgesetzt.
      Genau so einer scheint mr Herr Fischbach zu sein:
      „Isch sach´ an – und alle müssen springen!“

      Und wenn ihm einer quer kommt, dann holt er die „Verbandskeule“ (kein Medizinprodukt!!! – eher eine „Argumentationshilfe“) heraus.

      Wenn mir jemand einen Hinweis auf das körperliche und seelische Wohl einen Kindes gibt, dann glaube ich Lehrer*n eher als Kinderärzt*en. Sorry!!! Die sind einfach näher dran!!!

      • @ Andre Hog: Diese schwarzen Schafe unter den Ärzten, die Sie da beschreiben, gibt es in jedem anderen Berufszweig ebenfalls. Auch unter den Lehrern gibt es diejenigen, die sehr engagiert sind und insbesondere in Pandemie Zeiten Unglaubliches leisten. Es gibt aber auch jene, die sagen, dass sie für ihr Amt und nicht nach Leistung bezahlt werde (und dies auch so leben).

    • DerDip….. Ich bin ganz bei ihnen
      Hier interessiert sich niemand wirklich für Kinder.
      Hier sorgen sich die meisten lediglich um sich selbst und tarnen das mit Schutz für Kinder.
      Und ich bin kein Coronaleugner, sondern jemand der Kinder sieht und der sieht, daß es am einfachsten ist, bei den Schwachen zu beginnen.
      Man kann Erwachsene auch anders schützen. Man muss deshalb Kinder nicht von einander trennen, den ganzen Tag mit Maske in die Schule setzen. Sport verbieten.

      • Und mit einer Infektion mit schwerem Verlauf oder Langzeitfolgen verliert man keine Lebenszeit?Zur Zeit ist nunmal nicht die Zeit für Party,Grenzen überschreiten,etc..

      • Ähm,falsch.Ich bin Mama,kein Lehrer,und es geht mir sehr wohl um die Kinder.Mein eigenes selbstverständlich zunächst,auch aber um andere,und der Witz ist,alle,die ich kenne,kommen super zurecht.Glauben Sie ernsthaft,Kinder sind traurig,weil die Penne ausfällt,sie zuhause länger schlafen und gemütlich am PC lernen dürfen?Sorry wie weltfremd.Soziale Kontakte spielen sich auch nachmittags ab,kann man begrenzt ermöglichen.Das was an den Schulen gerade abläuft ist weit entfernt vom unbeschwerten Schulbesuch!Und,ich lehn mich jetzt mal ganz weit ausdem Fenster,geht es IHNEN dennwirklich um die Kinder,odef haben Sie einfach nur die Schnauze voll,dass Schule zur Zeit als Abstellmöglichkeit für den andtrengenden Nachwuchs nicht rund um die Uhr verfügbar ist?Denn wie kann es einem ums Kind gehen,wenn einem der gesundheitliche Aspekt offenbar piepegal ist?

      • Minna-Mal offen gesprochen: Im Moment geht es mir gerade echt um meinen eigenen Hintern. Und den meiner Tochter. Schulkind. 6.Klasse. Und um den meines Lebensgefährten. Risikopatient. Meiner Mutter, Vater und Stiefmutter….Und wo wir schon mal gaaaanz ehrlich sind: Andrer Leut’s Kinder sind Ihnen bestimmt auch wichtiger, als Ihre eigene Family….Also nicht immer mit der ein „Herz-für-Kinder“ – Nummer im die Ecke kommen…. Und nur wenn ich mich safe in meinem Job fühle kann ich mich auch gut um meine „Kids“ in der Schule kümmern.

      • @Minna

        „Man kann Erwachsene auch anders schützen. Man muss deshalb Kinder nicht von einander trennen, den ganzen Tag mit Maske in die Schule setzen. Sport verbieten.“

        Bin ganz Ohr!

    • @DerDip
      …mag Lobbyist für seine Klientel sein…usw…
      Natürlich stellt das Forum hier eine Lobby für Lehrer*innen dar. Der Hinweis auf die Seite „News4TEACHERS“ hätte evtl. schon ein Hinweis sein können, dass es sich um ein Lehrer*innenportal handeln könnte. Aber mal davon abgesehen – wo haben wir denn sonst eine Lobby???

      • @gilmore girl: Ich habe lediglich deutlich gemacht, dass es verschiedene Lobby Gruppen gibt – und auch Lehrer sollen ihre Lobby ruhig haben – da habe ich ja nichts gegen gesagt. Aber es gibt eben nichts Ähnliches für Kinder. In den ganzen Diskussionen werden die Vorteile/Nachteile einzelner Maßnahmen aus Kindersicht nur am Rande diskutiert.

        • Weil man sie nicht hören will. Ich habe mit allen meinenSchüler*innen selbstverfasste Briefe von ihnen an Ministerien geschickt, in denen sie (unabhängig von meiner eigenen Meinung) ihren Unmut über die Schulöffnungen und unverantwortlichen Schritte der Regierenden geäußert haben. WIR müssen Kindern und Jugendlichen eine Lobby geben, ihre Eltern sollten dabei unterstützen. Und da sehen wir es wieder – ohne Solidarität und absoluten Zusammenhalt kriegen wir die Biege nicht. Vielleicht haben Sie ja eine gute Idee – und das meine ich nicht ironisch. Ich bin wirklich für jeden brauchbaren Input dankbar. Manchmal kann man einfach nicht mehr alleine…

          • @gilmore girl: Ja – ich stimme Ihnen diesbezüglich vollkommen zu. Ich glaube der Grund dafür, dass Kinder keine oder nur sehr wenig Lobby haben liegt an der Struktur der Gesellschaft:

            Erstens: Wir (als Gesellschaft) haben vergleichsweise wenige Kinder. Viele haben gar keine Kinder.
            Zweitens: Ein großer Anteil der Kinder hat einen Migrationshintergrund -> Viele Eltern sind nicht wahlberechtigt

            Beides zusammen führt dazu, dass die Anzahl der stimmberechtigten Eltern, die die Interessen der Kinder vertreten könnten, bei Bundes/Landes/Kommunalwahlen sehr klein ist. (Verglichen mit z.B. der Gruppe der Rentner/Pensionäre, die fast ein Viertel unserer Gesellschaft ausmachen und von denen fast alle stimmberechtigt sind).

            Und ich weiß leider in der Tat nicht, wie man die Politik in einem solchen Fall dazu bewegen kann, mehr in die relevanten (Zukunfs-)Bereiche wie Schule und Bildung zu investieren, wenn dies keine Wählerstimmen bringt.

  12. Aktuell aus dem MDR-Ticker, 13:46
    („Magdeburg“ kann getrost durch andre Orte mit ähnlichen Zahlen ersetzt werden…):

    “ Magdeburg: Viele Infektionen in Schulen

    In Sachsen-Anhalts Hauptstadt sind laut Amtsarzt Eike Hennig derzeit die Schulen ein Treiber des Infektionsgeschehens. An 43 Schulen in Magdeburg würden momentan 779 positiv getestete Schüler vom Gesundheitsamt überwacht. Dazu kämen 69 Lehrer, sagte der Mediziner am Mittwoch vor Journalisten. Demnach sollen die Schüler, die als Kontaktpersonen gelten, trotzdem weiter am Unterricht und anstehenden Prüfungen teilnehmen. Sie stünden unter einer „Arbeitsquarantäne“, dürften in ihre Schulen gehen, müssten dort aber nach Möglichkeit eine FFP2-Maske tragen.“

    Krass, übrigens, diese „Arbeitsquarantäne“. Noch schluckt die breite Öffentlichkeit so etwas wohl. In meinem Umfeld merke ich zum Glück, dass die Sensibilität für das Thema Schule langsam zunimmt. Wenn es nur keine (vorhersehbaren) Opfer kosten würde!

  13. Noch eine Anmerkung. Es gibt auch eine Menge Psychotherapeuten und Psychiater, die vor der aktuellen Situation warnen. Diese haben dabei viel mehr Zulauf als sonst und warnen dennoch. Gibt es von Seiten dieses Forums auch hierfür eine Verschwörungstheorie?

    • Gewarnt wird durch die Psychiater und Psychologen vor sozialer Vereinsamung. Die Pandemieregeln sehen viele Ausnahmen vor, dass sich Kinder und Jugendliche in kleinerem Rahmen auch weiterhin treffen können. Das zu ermöglichen, ist ohne Schulen und Kitas dann je nach Alter der Kinder/Jugendlichen eben wieder originäre Aufgabe der Eltern.

      Der Unterschied bei der Glaubwürdigkeit zu den Kinderärzten könnte i.Ü. darin liegen, dass die Kinderärzte ausdrücklich coronabedingte Einnahmeausfälle beklagt haben, während die Psychologen und Psychiater schon vor Corona Wartezeiten von 8 Monaten hatten, Tendenz weiter steigend…

      • @Mona: Ich stimme Ihnen zu, dass die Eltern dafür Sorge tragen sollten, dass den Kindern ein einigermaßen soziales Leben weiterhin möglich wird. Aber es gibt nun mal oft die Fälle, wo die Eltern dies nicht tun oder nicht schaffen. Soll man bei diesen Kindern sagen: Pech gehabt und mit dem Finger auf die Eltern zeigen? Oder ist es nicht die Pflicht der Gesellschaft dies zu erkennen und zu helfen?
        Zudem halte ich es für problematisch, wenn man durch Einkommensausfälle in einer Berufsgruppe darauf schließt, dass jedwede Argumentation dieser Berufsgruppe gegen bestimmte Corona Masnahmen damit nicht ernstgenommen werden darf.

        • Ist die psychische Gesundheit weniger demnach wichtiger als die physische Gesundheit vieler?

          Mit Wertung des familiären Hintergrunds: Soll die psychische Gesundheit der Kinder aus Familien, die ohnehin nichts auf die Reihe bekommen, Vorrang vor der physischen Gesundheit der Familien aller anderen bekommen? Sind diese Familien nicht eher ein Fall fürs Jugendamt?

          Was Sie für „problematisch“ halten, ist mir egal. Ein Argument haben Sie damit nicht vorgetragen.

          • Sind nicht die Eltern auch für die psychische Gesundheit der Kinder im eigenen Kreis der Familie zuständig?
            Oder ist die Schule, die für Bildung stehen sollte, seit neuestem eine psycho-soziale Einrichtung?
            Und die Psyche wird kaum deswegen angeknackst, weil es keinen Präsenzunterricht gibt, sondern weil das soziale Umfeld sich geändert hat. Warum sollen Schulen und nicht Eltern das auffangen?

          • @Mona: Für mich sind in erster Linie alle Menschen gleich Wert – egal ob aus intakten Familien oder aus welchen Verhältnissen auch immer. Das ist schon mal ein großer Unterschied zu Ihrer Sichtweise.
            Dennoch würde ich die Gesundheit der Jüngeren vor die der Älteren stellen, denn die Älteren hatten ja schon die Gelegenheit gehabt, etwas aus ihrem Leben zu machen, während dies bei den jüngeren noch ansteht.
            Das ist m.E. auch keine ungwöhnliche Haltung und würde im Rahmen eines Gedanktenexperiments bei den meisten Menschen, die sowohl noch Eltern als auch eigene Kinder haben zu einem Ähnlichen Ergebnis führen.

          • @ DerDip 22. April 2021 um 15:04

            „Für mich sind in erster Linie alle Menschen gleich Wert – egal ob aus intakten Familien oder aus welchen Verhältnissen auch immer. Das ist schon mal ein großer Unterschied zu Ihrer Sichtweise.“

            „Für mich sind in erster Linie alle Menschen gleich Wert“:
            @Mona hat nichts Gegenteiliges ausgesagt.

            @DerDip,
            Sie unterstellen etwas.
            Möglicherweise haben Sie auch einfach falsch interpretiert, was Ihnen sonst sicher selten passiert.

        • Manche Kinder haben schon vor Corona die Arschkarte gezogen. Das Elternhaus kann sich leider keiner aussuchen und wenn es einen Ort geben soll, an dem das kompensiert werden soll, dann kann das nicht ausschließlich Schule sein. Dieses Problem gab es schon immer, ist aber erst jetzt mit Corona so richtig populär geworden. Wird diese Krise mal bewältigt sein, wird auch kein Hahn mehr nach den sozial schwachen Kindern krähen. Natürlich spielt das soziale Miteinander überall dort, wo Menschen täglich zusammentreffen, eine große Rolle. Aber genau dieses Aufeinandertreffen ist derzeitig das Problem und gleichzeitig auch das Haupt- Argument für Schulöffnungen. Mit dem Kopf durch die Wand wird ein Kompromiss ausgearbeitet, der dieses Aufeinandertreffen ermöglichen aber mittels Hygienemaßnahmen auch wieder verhindern soll: Abstand, Maske, Auslese durch Tests einerseits und andererseits die Förderung sozialer Kontakte bleibt ein Widerspruch. Meine Kinder vermissen ihr altes Leben und der aktuelle Schulbesuch kann das nicht mal annähernd kompensieren. Das Einzigste, was er noch anzubieten hat ist die erhöhte Wahrscheinlichkeit, den Virus mit nach Hause zu schleppen.

        • Abgesehen von Corona selbst: Zu den psychischen Problemen jener Kinder und SuS, die in die Einrichtungen gezwungen werden und dann möglicherweise Infektionen nach Hause bringen (oder davor einfach nur Angst haben) haben Sie auch noch nichts gesagt. Sind diese psychischen Probleme weniger wert als die psychischen Probleme bei hausgemachter Vereinsamung? Eine Abwägung hat da offenbar bei Ihnen nicht wirklich stattgefunden.

          Wenn Sie – warum auch immer – für offene Einrichtungen plädieren, müssen Sie eben auch für hinreichende Schutzmaßnahmen plädieren. Und natürlich sagen, wer dafür zuständig ist und wer es bezahlen soll.

          Wenn Sie solche Lösungen für Kitas und Schulen haben, sollten Sie nicht hier in diesem unbedeutenden Forum schreiben, sondern sie sich rechtlich schützen lassen und einem breiten Publikum auch mit politischen Entscheidungsträgern vorstellen. Das hätte das Zeug zum Bundesverdienstkreuz und einem finanziell gesicherten Lebensabend 😉

          • @Mona: Ich beschreibe mal das, was ich hier in NRW beobachte:
            An den Grundschulen gilt aktuell die Notbetreuung. In den jüngeren Jahrgängen wird diese von den Eltern ausgiebig in Anspruch genommen, so dass insbesondere in der ersten Klassenstufen oft 60/70% der Kinder jeden Tag in der Notbetreuung sind (das mag evtl. in anderen Kommungen weniger sein, das weiß ich nicht). D.h. es lässt sich festhalten, dass die meisten Eltern ihre Kinder auch ohne Zwang freiwillig in die Notbetreuung schicken.
            Ich weiß nicht, was Sie mit offenen Einrichtungen meinen. Zuletzt gab es folgende Maßnahmen an den Grundschulen:
            – Halbe Klassen
            – Maskenpflicht auch im Unterricht
            – Lüften (halte ich bei aktuellem Wetter für zumutbar)
            – zwei verpflichtende Test pro Woche
            Jede dieser Maßnahmen trägt zumindest etwas dazu bei, die Ausbreitung des Virus zu verhindern. Warum in diesem Setting das Risiko für die Kinder immer noch als zu hoch angesehen wird und komplett geschlossen wird, kann ich nicht nachvollziehen.

          • Sind Kinder nicht mehr schutzwürdig, wenn ihre Eltern sie einer unverantwortlichen Gefahr aussetzen? Nicht über alles dürfen Eltern frei entscheiden.

            Gerade wenn alle Kinder gleich zu behandeln sind, wie Sie sagen und mir gleichzeitig unterstellen, das Gegenteil zu vertreten, endet die Freiheit für alle eben beim Beginn der unverantwortlichen Gefahr.

            Setting bitte mal umbauen auf Kitas. Da ist nix mit „halben Klassen“, Masken und Tests.

    • Den Bedarf an Psychiatern bemerkt man besonders deutlich an solchen Beiträgen.
      Bevor sie die Leute aber überlasten, hier ein Tipp.
      Bevor man den Psychiater aufsucht, weil man lebensgefährlichen Unsinn verbreitet, sollte man zunächst mal für 1-2 Stunden den Alu-Hut absetzen um das Gehirn ausreichen zu Belüften.

      Falls Kinder tatsächlich verstärkt zum Psychiater müssen, haben sie da eine Auflistung der Gründe?
      Vermute 25% müssen hin, weil ihre genervten Eltern ihnen einreden, dass sie ohne Schule erhebliche soziale Probleme haben. In Wirklichkeit sind dies wohl meist die Eltern die im Lock-Down erst die, seit langem bestehenden, Probleme ihrer Sprösslinge erkennen. Bisher waren die Kinder tagsüber weg und Beschwerden der Schule wurden mit Hochbegabung abgeschmettert.
      75% der Probleme bestehen aus meiner Erfahrung momentan eher aus dauernder Angst. Eine Pandemie in der Leute sterben macht Angst. Wenn man in die Schule gezwungen wird und befürchten musss seine Eltern zu infizieren schürt das Verlustängse bei Kindern natürlich doppelt und dreifach.

      • @Schattenläufer: Bitte bewahren Sie die Contenance. Ihr Beitrag ist in erster Linie übergriffig. Und Sie scheinen ja die Antwort auf alles zu wissen (Zitat: „In Wirklichkeit…“ . Bzgl. Ihrer Argumentation basierend auf Ihrer Erfahrung kann ich nur sagen, dass ich bisher ganz andere Erfahrungen gemacht habe. Insofern ist dies für mich nicht überzeugend. Bisher hat niemend, den ich persönlich kenne, wegen Corona einen nahen Verwandten verloren. Warum sollten dann Kinder aus diesem Umfeld (wenn man die Medien mal rausnimmt) Angst vor Corona haben. Die Angst kommt in dieser Konstellation eher durch die Erzählungen und Maßnahmen (genauso war es auch bei den Nebenwirkungen zu Astrazeneca). ZUSAMMENFASSEND: Falls Kinder mehr Angststörungen aufweisen, dann wohl nur in den seltensten Fällen, weil sie im direkten Umfeld nahe Angehörige wegen Corona verloren haben. Und dass Großeltern ab und zu sterben, ist nichts Neues. Das kann also die Zunahme an psychischen Problemen nicht erklären.

        • Die Medien gibt es aber und sie berichten von Sterbefällen durch Corona, sie zeigen Bilder von Intensivstationen usw.
          Das ist ihre Aufgabe.
          Sie postulieren hier also, dass Kinder eigentlich so simpel strukturiert sind, dass sie ohne die bösen Erwachsenen keine Zusammenhang zwischen diesen Bildern und eventuellen Gefahren für ihr Umfeld ableiten könnten?
          Nein! Kindern ist schon klar, dass es auch ihre Eltern treffen könnte. Ihnen ist klar, dass ihre Eltern auch schwer erkranken oder gar sterben könnten. Ihnen ist auch klar, dass sie sich in der Schule anstecken könnten und die Infektion dann in ihrer Familie verbreitet wird.
          Einen der größten Ängste von Kinder ist es eben, dass ihre Eltern sterben könnten. Der Gedanke selbst mit dazu bei zu tragen macht es momentan noch schlimmer.

          Die Weisheit dass Großeltern eben mal sterben ist da auch nicht hilfreich.
          Mit dem Argument könnten wir den Infektionsschutz ganz weg lassen. Wir könnten sogar viel Geld sparen indem wir generell alle Krankenhäuser schließen. Was soll’s. Menschen sterben eben. Warum darüber aufregen.

          • @Schattenläufer

            Gut gekontert, mit der gewünschten Contenance und den treffenden Sachargumenten aus der auf Erfahrung basierenden Perspektive eines Praktikers.

            Da darf man wohl gespannt sein auf die adäquate Antwort von @DerDip.
            😉

          • @Schattenläufer: Haben Sie denn für die Zunahme der Ängste von Kindern vor dem Corona Tod der eigenen Eltern irgendwelche Belege? Oder ist dies Ihr subjektives Empfinden? Vielleicht hängt diese Angst auch davon ab, wie groß die Angst im Elternhaus ist und wie darüber gesprochen wird.
            Ja, die Medien gibt es und durch diese werden Ängste sicherlich verstärkt, da sind wir uns ja einig. Es gehört dann zur Aufgabe von Elternhaus und Schulen die Corona Risiken richtig einzuordnen, z. B. nach Altersgruppen (Wahrscheinlichleitsbetrachtung) und für entsprechende Sensibilität zu sorgen, es aber eben auch nicht zu überdramatisieren. Und es gibt immerhin schon zahlreiche Maßnahmen, die das Risiko an Schulen reduzieren: Halbe Klassen, Masken, Lüften (das Wetter lässt macht dies inzwischen auch zumutbar).
            Ich habe auch prinzipiell nichts gegen rigide Maßnahmen. Was mich aber stört ist die Forderung solcher auf unbestimmte Zeit. Dieses Schuljahr werden viele Kinder die Schule nicht mehr von innen sehen. Und ob nächstes Schuljahr besser wird, sehe ich als sehr fraglich. Ich sehe jedoch keinen Grund, weshalb sich die Ansteckungsgefahr innerhalb der Schulen durch einen Jahreswechsel verringern sollte. Also wie lange wollen wir so weitermachen. Wären Sie bereit im Zweifel für immer in diesem Zustand zu bleiben?

          • @DerDip 22. April 2021 um 14:28

            „@Schattenläufer: Haben Sie denn für die Zunahme der Ängste von Kindern vor dem Corona Tod der eigenen Eltern irgendwelche Belege? Oder ist dies Ihr subjektives Empfinden?“

            Also jetzt mag ich nicht mehr an eine unabsichtliche „Fehlinterpretation“ glauben, von der ich bei Ihrem Austausch mit @Mona noch ausgegangen bin.
            Ich bin enttäuscht.

            Nun unterstellen Sie @Schattenläufer „subjektives Empfinden“?!

            Es mag für Sie schier unvorstellbar klingen, dennoch müssen Sie jetzt ganz stark sein:
            Lehrkräfte kommunizieren mit SuS – SuS kommunizieren mit Lehrkräften. (Ich könnte mir sogar vorstellen, dass das auch in Kitas ganz ähnlich, also wechselseitig, abläuft!)
            Bitte bleiben Sie noch einen Moment ganz stark!
            Diese Kommunikation ist gewollt!
            Das ist ein Teil des ganz normalen Schulalltags.

            Ihre Aussage „Ich habe auch prinzipiell nichts gegen rigide Maßnahmen.“ muss jedoch nachdenklich stimmen …
            Wir reden über Kinder, Schutz der Kinder und Kindeswohl … und Sie, lieber @DerDip, sagen „Ich habe auch prinzipiell nichts gegen rigide Maßnahmen.“

            Was darf man sich denn darunter vorstellen?
            😉

          • @ Pit 2020: Zu Ihren Fragen/Anmerkungen:
            – Unter rigiden Maßnahmen verstehe ich das Aussetzen des Präsenzunterrichts in jeglicher Form.
            – Und nein, ich unterstelle niemandem etwas. Deshalb habe ich an @Schattenläufer auch die Frage gestellt, ob es für seine Aussage auch objekte Belege gibt. Hintergrund ist, dass ich in meinem Umfeld die von ihm beschriebenen Ängste nicht erkenne. Wenn jetzt mein subjektives Empfinden von seinem abweicht, können nur objektive Studien/Untersuchungen zur Aufklärung beitragen.

        • In Grundschulen hibt es keine Maskenpflicht in allen BL.Und wenn,dann daef diese am Platz abgenommen werden.Reicht für B.1.1.7.

      • @Schattenläufer insbesondere,wenn für den Rest der Menschheit eine niedrigere Inzidenz gilt.Kinder sind nicht blöd.Die merken auch,dass sie bei immer höheren Inzidenzen in die Schulen gezwungen werden.

    • Was tut diese Menge Psychotherapeuten und Psychiater mit den Kindern, die zunehmend von Tag zu Tag ihre Eltern durch Covid verlieren, oder die so erkranken und sie nicht mehr um ihre Kinder sorgen können ? Sie trosten sie? SIe laden ihre Freunde zum Spielen ein?

      Was tut diese Menge Psychotherapeuten und Psychiater mit den zunehmend erkrankten Kindern, die an Covid-Spätfolgen leiden? Sie psychoanalysiert sie? SIe rufen ihre Freunde zum Besuch?

      Und letzt­end­lich, was tut diese Menge mit dem toten Kind?

      Schlüsselwort: ZUNEHMEND!

  14. Sie wissen schon längst Bescheid. Kein Land ist eine einsame Insel.
    Das ist der morbidste Teil der ganzen bis jetzt getroffenen Entscheidungen.

  15. Herr F. scheint mit aller Macht daran zu arbeiten, auf viele Jahre eine Vollauslastung der entsprechenden Praxen sicherzustellen und vor allem die Tätigkeitsbereiche deutlich auszuweiten. Bei der aktuellen Durchseuchungsrate unter SuS dürften recht viele LongCovid-Fälle dabei sein… die meisten werden vermutlich erst nach und nach festgestellt.

    Ansonsten ignoriert seine „Argumentation“ alles, was seit den ersten Meinungsäußerungen von Coronagegnern entdeckt wurde, also vor allem alles, was in den letzten etwa 11 Monaten erkannt wurde. Passt aber zum Bild… die meisten Coronaleugner benutzen immer noch die gleichen Argumente und interessieren sich nicht dafür, dass diese schon lange widerlegt wurden.

  16. Ein schwieriger Artikel. Mir fehlen als Grundschullehrer an einer Schule im sozialen Brennpunkt das Verständnis für eine solch polarisierende und teilweise auch faktenferne Darstellung.
    Die verheerenden Folgen hinsichtlich der Bildungsungerechtigkeit und der gesundheitlichen Folgen durch den massiven Verlust an Bildung und Teilhabe sind hinlänglich beschrieben und studiert. Wie man diese in einem solchen Artikel vollkommen ignorieren kann, macht mich ratlos, da dies ja einer der Punkte des so kritisierten Verbands ist.

    Kinderärzte auf Twitter, deren pointierte Äußerungen sich nicht in den tatsächlichen Zahlen finden lassen, werden ernsthaft als Quelle genannt. Nein, es sterben bisher zum Glück nicht mehr Kinder und Eltern in der Altersgruppe 30-55 als in den Vorjahren. Die Hospitalisierungrate durch respiratorische Erreger ist bei Kindern so niedrig wie nie in den letzten Jahren.
    Wo waren deren Warnungen 2018, als in wenigen Monaten 29 mal mehr Kinder mit der Todesursache Influenza starben als seit Beginn dieser Pandemie an Covid 19. Hören Sie bitte auf den Kindern Angst zu machen. Berichten Sie redlich.

    Herr Hallek weist z.B. sicher völlig zurecht auf die schwierige Lage in den Kölner Intensivstationen hin (da ist er Experte). Hier muss nicht zuletzt die Politik sich fragen, warum aus 2013 und 2018 keine entsprechenden Lehren gezogen wurden.
    Er wird sicher mit Verweis auf die Osterferien nachgesehen haben, dass die 7-Tage-Inzidenz in Hamburg am 29.03. zu Beginn der Ferien bei 152 lag.
    In Köln lag sie bei 132.
    Gegen Ende der Ferien am 12.4. war sie Hamburg nach kurzer Aufwärtswelle auf 143 gesunken (aktuell: 130).
    In Köln war sie dagegen zum 12.4. auf 150 gestiegen (aktuell: 188).
    Warum ist das wichtig für die Plausibilität von Herrn Halleks These? In Hamburg waren die Osterferien Anfang März. Um Ostern herum waren die Schulen anders als in Köln geöffnet.

    Schule zu = Sicherheit ist zwar scheinbar eine populäre These (wenn man die Kommentare so liest), das macht sie jedoch leider nicht differenziert. Und differenzieren sollte mit Blick auf die riesigen Schäden in der Bildungsgerechtigkeit und nicht zuletzt auch dem drohenden Verlust an Lebensjahren für Kinder, die nicht auf der Sonnenseite aufwachsen, das oberste Gebot sein.

    • Sehr geehrter Sebastian,

      natürlich berichten wir als Bildungsmedium auch immer wieder über die möglichen sozialen Folgen der Corona-Krise (nur nicht in jedem Artikel) – wie auch über den Preis, den besonders Kinder aus sozialen Brennpunkten bezahlen müssen. Wir würden gerne auch darüber berichten, was die Kultusminister, die ja stets die Belange dieser förderbedürftigen Kinder als Begründung weite Schulöffnungen ohne Schutzmaßnahmen (Luftfilter!?) herholen, für genau diese Klientel unternehmen. Können wir aber nicht, weil da nichts passiert.

      Weil auch in der Vergangenheit nichts unternommen wurde, um diese Kinder aus ihrer Bildungsbenachteiligung herauszuholen (der PISA-Befund, dass der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg in Deutschland so eng ist wie kaum in einem anderen Industrieland, ist 20 Jahre alt und wird mit jeder Neuauflage der Studie bestätigt), halten wir das Argument der Kultusminister für, ehrlich gesagt, scheinheilig.

      Schlimmer noch: Es gibt mittlerweile Studien, die einen engen Zusammenhang zwischen der Häufigkeit und der Heftigkeit von Corona-Infektionen auf der einen Seite und dem sozialen Status auf der anderen Seite belegen. Klar, in engen Wohnungen, in vollen Klassenzimmern, mit Eltern in Jobs, die sich nicht im Homeoffice erledigen lassen und der Notwendigkeit, den ÖPNV zu nutzen, fängt man sich das Virus schneller. Und mit einem schlechteren allgemeinen Gesundheitszustand sind die Folgen einer Infektion gravierender. Heißt also: Der fehlende Schutz in Schulen bedroht Ihre Klientel besonders.

      Interessiert das irgendjemanden von den selbsternannten Streitern für Kinderrechte?

      Gerne mal nachlesen: https://www.news4teachers.de/2021/01/monatelang-haben-die-kultusminister-arme-schueler-zur-begruendung-fuer-den-praesenzunterricht-benutzt-jetzt-sind-sie-vergessen-sogar-karliczek-faellt-das-auf/

      https://www.evangelisch.de/inhalte/185015/16-04-2021/wissenschaftler-arme-menschen-besser-vor-corona-schuetzen

      Herzliche Grüße
      Die Redaktion

      • Sehr geehrte Redaktion,

        natürlich ist mir mit Blick auf die Bemühungen in der Vergangenheit bewusst, dass den KultusministerInnen an Bildungsgerechtigkeit wenig gelegen ist, aber warum die das ins Feld führen ist meiner Ansicht nach sekundär, denn sie haben Recht. Ähnlich verhält es sich mit den Ärzteverbänden.
        Ihr Artikel dreht sich um eine grundsätzliche Kritik an der Bundesnotbremse, deswegen ist es durchaus von Bedeutung, welche Folgen solch pauschale Schulschließungen haben und gehört damit auch in den Artikel. Die möglichen Folgen der Öffnungen haben Sie ja – wie dargelegt trotz vieler Worte etwas oberflächlich – dargelegt.
        In dem verlinkten Artikel ihrer Seite wird der häufige Fehler insbesondere der Lehrerverbände gemacht, dass die Benachrichtigung durch Schulschließungen auf der schulisch inhaltlichen Ebene liege, die man durch ein wenig Ferienförderung oder ein zusätzliches Jahr einfach beheben könne. Ein trauriges Bild, dass diese „Bildungs“Verbände von Schule haben. Für meine SchulerInnen liegt der hohe Wert eines regelmäßigen Schulbesuchs ganz woanders. Es ist wie gesagt leider nicht so einfach und wenig differenziert, wie eine Bundesnotbremse es gerne hätte.

        • Schulen sind aber schon auch noch irgendwo ganz am Rande sowas ähnliches wie „Bildungseinrichtungen“, oder?

          Ich frage nur, weil die Aufgabenbeschreibungen, die ich hier lese, eher nach Gruppentherapie klingen.

          • Schulen sind seit neuestem psycho-soziale Beratungsstellen und Ausrichter gesellschaftlicher Versammlungen zwecks Vergnügens aller Beteiligter.

      • „Zusammenhang zwischen Corona-Erkrankungen und dem sozialen Status“
        Das ist sicher wahr, aber gibt es diesen Zusammenhang bei anderen Dingen nicht ganz ähnlich? Werden nicht Kinder aus unteren Schichten häufiger krank, häufiger unterernährt bzw. falsch ernährt, häufiger einem unkontrollierten Medienkonsum ausgesetzt, häufiger verprügelt, häufiger sexuell missbraucht, häufiger kriminell, häufiger an einem Bildungsaufstieg gehindert (selbst von 100 Arbeiterkindern MIT einer Gymnasialempfehlung werden nur 50 davon auf ein Gymnasium geschickt, habe ich irgendwo gelesen), Mädchen werden zwangsverheiratet statt weiterer Bildung, usw. ? All das hat mit dem Covid-Virus direkt nichts zu tun. Ebenso gab es schon lange 20 % „Risikoschüler“, die am Ende ihrer Schulzeit kaum lesen und schreiben konnten, alles ohne Corona.
        Aber die Schuld daran pauschal und mit primitiver PISA-Rhetorik bei den Kultusministern (oder dem Schulsystem) abzuladen, geht am Kern der Sache vorbei. Es sind die „ELTERN“, denen man hier auf die Füße treten sollte, damit sie umdenken. Die Reproduktion der genannten Dinge findet in den Familien statt, nicht in der Schule oder Kita. Relatve Armut allein produziert keine Analphabeten und keine kranken Menschen, keine Bildungsferne, keine gewaltaffine Erziehung mit Verprügeln, keine mittelalterlich-reaktionären Sitten, kein Zwangsverheiraten und auch keine Unvorsichtigkeit beim Umgang mit dem Virus.

    • Die Ferien sind leider nicht überall einheitlich, ein Blick auf eine Ferienkalender macht das durch aus deutlich.
      Überall die Ferien zur gleichen Zeit, wäre ein Traum für viele zum Planen herrlich, da ist der Stoffverteilungsplan mit Leistungsnachweisen schon zu Beginn der großen Ferien fertig. Leider ist das ein Traum die 16 Kumis lassen sich dazu bestimmt bei einer Tasse Tee und einem guten Stück Kuchen zu überreden genauso wie die Gesundheitsminister einer einheitlichen Begrenzung zum Schulbesuch (wie von den Lehrkräften gewünscht ab 35 Inzidenz) überreden. Ich könnte mir vorstellen, diese Kaffeerunde ist sehr friedlich, alle kommen nach wenigen Minuten zum Konsenz und können anschließend über den neusten Ministerklatsch tratschen.

      (ACHTUNG: Enthält Ironie und Sarkasmus!)

    • @Sebastian,
      warum ist es eigentlich so wahnsinnig schwer zu verstehen, dass wir auch in Deutschland Bilder von sich stapelnden Särgen und Leichensäcken wie in Bergamo, NY, Brasilien oder in wenigen Tagen auch aus Indien hätten wenn wir nicht gegensteuern würden und alles einfach hätten laufen lassen?

      Und ganz besonders in der Klientel, denen das konsequente Tragen von Masken auch im Wohnblock-Hausflur und das Nicht-gegenseitig-Besuchen offenbar besonders schwer fällt.

      Jedes Mal, wenn die Schulen und Läden dicht sind, werden die Zahlen eingedämmt, wenn wieder geöffnet wird, schießt alles nach oben sobald erstmal eine gewisse Zahl an Infektionen im Land kursiert.

      • Sehr geehrte Tina,

        offene Schulen nach dem Prinzip First in, First Out wie von Herrn Fischbach und seinem Verband gefordert wird, hat doch nichts damit zu tun, alles laufen zu lassen. Den Unterschied verstehen Sie sicherlich. Dann werden Ihnen auch zahlreiche Beispiele mit geöffneten Schulen ohne dramatische Bilder auffallen.

          • Was rechtfertigt es denn, Kinder und ihre Familien weniger als andere Menschen vor Corona-Infektionen zu schützen?

          • Dramatische Situation an Schulen?Blick nach Frankreich kann helfen.An einer Schule zb haben 20 (!)Kinder ein Elternteil verloren.

        • „Dann werden Ihnen auch zahlreiche Beispiele mit geöffneten Schulen ohne dramatische Bilder auffallen.“

          Nope, fallen mir nicht auf. Nirgends. Nicht auf einem Flecken der Welt, außer denen ohne Schulgebäude.

    • Korrektur: Die Zahl der Kinder, die an Influenza verstorben sind, ich nicht korrekt, auch wenn sie auf vielen Ärzteseiten so ausgewiesen wird. Der korrekter Faktor ist nicht 29, sondern wohl etwa 3, allerdings wie beschrieben in einer Saison.
      Es sollte den Kindern, wie gesagt, keine Angst gemacht werden.

  17. Kinderärztefunktionäre haben wohl eher das Finanzielle im Blick. Sind die Schulen und Kitas zu, gibt es auch für die Kinderärzte weniger Patienten und Einnahmen. Das Kindeswohl ist nur vorgeschoben. Würde man wirklich das Wohl der Kinder im Auge haben, würden – gerade Ärzte (!) zuerst an die Gesundheit denken!

  18. In unserer Gesellschaft häufen sich doch schon in den letzten Jahre die Fälle von psychischen und psychosomatischen Erkrankungen. Und das in allen Teilen der Gesellschaft, bei Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen, aller Schichten.
    In Schulen wurden vermehrt Schulsozialarbeiter eingesetzt, die Sorgen um Kinder mit Verhaltensauffälligkeiten besprochen und mit Eltern, Jugendamt und entsprechenden Stellen zum Thema gemacht.
    Wieviele Fälle von Burnout etc bei Erwachsenen gab es in den letzten Jahren.
    Jetzt Corona und Coronamassnahmen dafür verantwortlich zu machen, ist zu billig und einfach.
    Sicherlich sind sie für manchen jetzt noch „das Tüpfelchen auf dem i“, aber diese Probleme haben wir schon länger.
    Leider hat sich vorher kaum jemand dafür interessiert, ausser er war selbst betroffen.
    Nun auf den Zug aufzuspringen und „die Coronadiktatur“ zu beschuldigen, diese Probleme dazu zu benutzen Coronamassnahmen etc zu torpedieren, ist schändlich.
    Im Gegenteil, wir brauchen endlich reelle, konsequente Massnahmen um das Pandemiegeschehen in den Griff zu bekommen. Sonst sitzen wir in diesem Hin und Her noch nächstes Jahr. Und DAS wäre schädlich für uns alle, bezogen auf Psyche und Physis.

    • @Dardaswahrsein: (Fast) Alles, was eine Wirkung hat, hat auch eine Nebenwirkung. Das ist nun mal auch bei den Coronamassnahmen so. In vielen Fällen Ähneln diese in Summe einer Art offenem Vollzug. Welche Konsequenzen diese haben, wird sicherlich noch im Detail analysiert werden müssen. Aber das Vorhandensein von negativen Nebenwirkungen sollte nicht per se in Zweifel gezogen werden.
      Bzgl. „Sonst sitzen wir in diesem Hin und Her noch nächstes Jahr.“ Ich wetter gerne, dass wir so oder so nächstes Jahr immer noch in diesem Hin und Her sitzen werden. Die Idee, dass man nur noch paar Wochen durchalten müsse ist naiv. Dazu können Sie ja mal die Artikel und Kommentare in diesem Forum von vor einem Jahr durchlesen. Damals hieß es noch sinngemäß „paar Wochen keine Schule und alle stellen sich an“. Jetzt haben wir das schon über eine Jahr „und es stellen sich immer noch welche an“. Ich Wette, dass sich die Situation im Herbst wieder verschlechtern wird.

  19. Die einseitige Stellungnahme mancher hier, was denn die „wahre Wissenschaft“ ergeben hat im Gegensatz zu der „falschen Wissenschaft“, hilft nicht weiter. So einfach ist das nicht. Wenn mit statistischen Methoden beim Politbarometer erhoben wird, wieviele Bundesbürger CDU wählen würden, wenn jetzt Wahl wäre, dann basiert das auf einer statistischen Methode: Man sucht eine repräsentativ Stichprobe, bei der man den Fehler abschätzen kann. Genau das ist aber bei den Corona-Testungen nicht der Fall, denn da gibt es keinen solchen Plan, eine repräsentative Stichprobe auch nur zu suchen. Es wird nicht geordnet getestet im Sinne des statistischen Verfahrens, weil das vielleicht auch gar nicht ginge.
    Wenn jetzt ALLE Schulkinder regelmäßig getestet werden sollen (aber die anderen nicht in gleichem Umfang), dann führt das dazu, dass diese Testungen der Kinder in der Statistik überwiegen und somit ein schiefes Bild entsteht. Man müsste zumindest die Testungen an Kindern von denen an Erwachsenen trennen. Aber man teilt uns immer nur EINE Inzidenzzahl mit, die die Basis für alle Maßnahmen ist.
    Dass die Wissenschaft letztlich auch was mit Interessen von Lobbyisten zu tun hat, ist leider wahr. Aber es gilt vielleicht auch für die Geschäftsinteressen der digitalen Bildungsindustrie, für die längere Schulschließungen ein Geschenk des Himmels sind. Nicht vergessen: Die Digitalisierung der Schulen wurde schon lange vor der Corona-Krise postuliert. Aber wurde eine positive Wirkung nachgewiesen?

    • @DerDip
      Wir ziehen hier doch in keiner Weise die negativen Nebenwirkungen von Coronamassnahmen per se in Zweifel.
      Es geht um das Abwägen. Was müssen wir tun um die ganze Gesellschaft vor den Folgen und Auswirkungen der Pandemie zu schützen, Schaden abzuwenden.
      Sicherlich haben auch die Massnahmen negative Folgen. Aber was führt zu größerem Schaden? Unkontrollierte Ausbreitung, Erkrankungen, Todesfälle, longcovidschäden, oder negative Nebenwirkungen der Massnahmen.
      Ich glaube sehr wohl, dass mit konsequentem, gemeinsamen Handeln ein Eindämmen der Pandemie möglich ist.
      Im letzten Jahr waren die Impfungen in weiter Ferne, man wusste noch nicht so viel, bzw gar nichts über Behandlungsmöglichkeiten etc. Da ist die Forschung doch schon sehr viel weiter.
      Ich glaube auch, dass wir mit diesem Virus leben lernen müssen. Aber mit Impfungen etc.
      Es geht aber eben darum, den Zeitraum, bis wir das Geschehen soweit „im Griff“ haben, dass ein relativ normales Leben mit offenen Schulen/Kitas, Gastronomie und Kultur etc ., möglich ist, eingrenzen und so kurz wie möglich halten.
      Da sollte unser aller Streben liegen. Damit die Schäden, die die Massnahmen unbestritten mitsich bringen so gut es geht in Maßen halten und wieder korrigieren können.
      Je länger , umso größer die Schäden, egal ob durch Krankheit und Tod, oder Bildungslücken, Kindeswohl, Konkurs in Kultur oder Gastronomie.
      Es geht doch darum sich nicht im Streit zu verzetteln, sondern zu handeln.

      • Minna
        Ich hatte schon zweimal nachgefragt, wie Sie Kinder zu schützen gedenken.
        Aber da kommt keine Antwort.
        Sie sind anscheinend nur grundsätzlich gegen Maske und Schulschliessungen.
        Fakt ist doch aber: unbestritten ist die Aerosolübertragung in geschlossenen Räumen mit mehreren Personen über einen längeren Zeitraum. Dies ist in Schule und Kita gegeben. Was können wir also tun, wenn wir diese Gefahr minimieren oder ausschließen wollen.
        Auch unbestritten ist, dass Kinder genauso der Infektionsgefahr unterliegen wie Erwachsene. Tatsache ist, dass Kinder im Gegensatz zu Erwachsenen seltener erkennbare Symptome haben. Nichtsdestotrotz sind sie dennoch Virenträger/ Überträger. Die Gefahr ist, dass man dies oft nicht gleich oder gar nicht erkennt, da symptomlos. Wie wollen Sie aus dieser Misere heraus kommen? Vorschläge?
        Bisher konnte niemand , auch Ärzte und Politiker andere Lösungen finden.

  20. Vielen Dank mal wieder für diesen Artikel an N4T.
    Mich macht das Irrationale in den Behauptungen und Beschlüssen des Hamburger „Bild“ungssenators schon seit August wahnsinnig, ebenso wie seine gestern nachzulesende „Empörung“ über den 165-er Grenzwert der Bundesregierung, durch den Kinder aus der Schule „ausgesperrt“ würden (uaagh, ups, Tischkante is‘ ab).
    Jetzt wird noch einmal sehr deutlich, woher er seine immer wieder stumpf-überzeugt vorgetragenen Ansichten hat. Für das Aufklären dieser Zusammenhänge aufrichtigen Dank! Zuversichtlich stimmt das allerdings auch nicht.

  21. Muss der Kranke-Kinder-Fan Fischbach sich eigentlich auch in das Lobby-Register eintragen?

    Und vielleicht mag ihm mal jemand die Seite http://www.longcovidkids.org zeigen!

    Ich habe nur noch Verachtung und Ekel für jemanden übrig, der Kinder, Eltern, Lehrer und Erzieher eiskalt und aus Gier ganz bewusst in Lebensgefahr bringt und dafür auch nicht vor Lügen zurückschreckt. Widerwärtig. Bah!

  22. Man kann den lieben Herrn Doktor ja auch bei Google bewerten:
    Herr Dr Fischbach vertritt in der Öffentlichkeit seltsame, nicht wissenschaftsbasierte und unbelegte/unbewiesene teileweise sogar wissenschaftlich bewiesen wahrheitswidrige Thesen ( z.b. Kinder seien vis zu 4 mal weniger infektiös bei Covid19 als Erwachsene).
    Dies lässt darauf schliessen, dass er das auch ansonsten bei seiner Arbeit so hält. Darauf deuten auch ältere Erfahrungsberichte hin!

    Leider propagiert er in der Öffentlichkeit massiv ein Coronaleugnern ähnliches Weltbild und gefährdet mit dieser Haltung die Gesundheit und das Leben seiner Patienten und deren Eltern und Großeltern.
    Er verstößt damit auch gegen den Hippokratische Eid einem Patienten niemals wissentlich, willentlich oder fahrlässig Schaden zu zu fügen.
    Ich kann somit nur jedem der die Pandemie ernst nimmt dringend ans Herz legen, was man nach den Berichten aus Brasilien und Indien spätestens tun sollte, diese Praxis weiträumig zu meiden.

    Auch da Herr Fischbach als Bartträger selbst mit Maske ein grosses Risiko darstellt. Ein Bart beeinträchtigt FFp2 und 3 Masken erheblich bis zur Wirkunslosigkeit bei Aerosolen.

    Für rücksichtslose Coronaleugner dürfte es hingegen genau der richtige Kinderarzt sein.

    Was denkt ihr denn so von ihm? Wie würdet ihr ihn auf Google bewerten?

    • Hr. Fischbach hat durch seine verantwortungslosen und wahrheitswidrigen Behauptungen unzählige Infektionen zu verantworten. Natürlich weiß er, als Mediziner, dass jede Infektion ein unkalkulierbares Risiko für das Kind und seine wichtigen Bezugspersonen darstellt. Daher gehört ihm, zumindest nach meinem und dem Rechtsverständnis vieler Menschen in meinem Umfeld, eigentlich die Approbation entzogen.

  23. Es ist doch einfach nur amüsant immer wieder das geistige Erbrechen der Covidioten in den Reihen der ganzen Jugend-, Kinder- oder auch Sozial- whatsoever zu lesen.

    Dabei scheitern sie auch immer wieder in ihrer „Ideologie“ an der gleichen Stelle: dem sog. Kindeswohl.

    Masken runter, Schulen auf und das Kindeswohl sei wieder hergestellt? Ernsthaft?

    Einfache, aber medial-lautstarke Lösungen zu einem komplexen Problem – das ist (Rechts-)Populismus in Reinform.

  24. Wenn ich lese, was in Thüringen an Ausnahmen im Schulbetrieb weiter erlaubt sein soll, braucht man sich nicht zu wundern, wenn die Zahlen nicht runtergehen.

    „Thüringen will an den vielen bisher eingeräumten Ausnahmen im Fall von Schulschließungen festhalten. Laut Knothe sollen unter anderem auch Kinder und Jugendliche mit besonderem Unterstützungsbedarf am Präsenzunterricht teilnehmen dürfen. Auch Förderschulen bleiben geöffnet und Förderschüler im gemeinsamen Unterricht können ebenfalls weiter in die Schulen gehen. Die Bundes-Schulnotbremse sieht auch vor, dass Abschlussklassen weiterhin am Präsenzunterricht teilnehmen dürfen. In Thüringen sei im Gespräch, dass dies etwa auch für Viertklässler gelten soll. Auch zehnte Klassen an Gymnasien dürfen in die Schulen, um sich auf die Besondere Leistungsfeststellungsprüfung vorzubereiten. Elfte Klassen, die sich bereits im Kurssystem der Sekundarstufe II befinden, sollen ebenfalls kommen dürfen.“

    https://www.insuedthueringen.de/inhalt.thueringen-was-die-bundesnotbremse-fuer-schulen-und-kitas-bedeutet.910eb7e1-a4be-45f5-b26b-85a9c3aae273.html

    Und dann Ramelow mit seinen Ideen:

    „[…]Auch Künstler, die im Freien zum Beispiel ein Konzert geben wollen, sollen ebenfalls in den Überlegungen mit einbezogen werden. „Dass, was wir wollen ist doch, wenn das Wetter besser ist, dass die Menschen rauskommen.“

    Aber doch nicht, um sich in Menschenansammlungen zusammenzufinden! Konzert im Freien schön und gut, aber da soll doch sicher Publikum kommen???

    „ Bodo Ramelow ist sich sicher: „Dieses Gesetz, das heute abgestimmt werden könnte oder müsste, reicht überhaupt nicht, um die Vielschichtigkeit der Pandemie-Abwehr besser in den Vordergrund zu bekommen.“
    Der Ministerpräsident setzt lieber auf das Modell „Tina“ – Testen, impfen, Kontakt nachverfolgen und die AHA-Regeln.“

    Das klappt ja bisher super! Ironie off. Bei Inzidenzen jenseits der 100 können die Gesundheitsämter doch gar nicht hinterherkommen. Testen war bisher in den Schulen und am Arbeitsplatz keine Pflicht. Tests für die Schulen hatten gerade für die erste Woche nach Ostern gereicht.

    „In der ersten Woche mit flächendeckenden Corona-Tests an Thüringer Schulen sind 375 Schüler positiv auf eine Corona-Infektion getestet worden. Das geht aus einer Statistik des Bildungsministeriums vom Montag hervor. Demnach erfolgten in der vergangenen Woche insgesamt 157.472 Tests bei Schülern und 26.401 Tests beim Personal an den Schulen. Nur 27 Tests beim Personal fielen positiv aus. Das Gute: Die Positivrate bei den Schülern lag nach Ministeriumsangaben bei 0,24 Prozent, beim Personal bei 0,1 Prozent.“

    https://www.thueringen24.de/thueringen/article231582293/Corona-in-Thueringen-Erfurt-Jena-Weimar-Schulen-Bundesnotbremse-Auswirkungen-Massnahmen-Regeln-Bodo-Ramelow-Bundes-Notbremse.html

    Wieder die Prozentzahlen. Was ist das für eine Inzidenz? Und die Tests waren freiwillig. Viele machen da nicht mit (zumindest ist es in unseren Abschlussklassen so), weil sie nicht in Quarantäne wollen.

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