Scheitert Nordrhein-Westfalen erneut daran, den Schulen genügend Test-Sets zu liefern?

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DÜSSELDORF. In der letzten Osterferienwoche wachsen bei allen Betroffenen die Sorgen, wie es nun an Kitas und Schulen in Nordrhein-Westfalen weitergeht. Auch die Städte verlangen von der Landesregierung klare Kriterien für Öffnen oder Schließen und mehr Schutz für Kinder und Lehrer und Erzieher. Darüber hinaus wachsen die Zweifel, ob für die verpflichtenden Schüler-Selbsttests genügend Test-Sets an die Schulen gelangen.

„Muss liefern“: NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP). Foto: Land NRW

Der Städtetag Nordrhein-Westfalen zweifelt, dass genügend Corona-Tests zur Verfügung stehen, falls die Schulen nach den Osterferien wieder geöffnet werden. Zwar habe die Landesregierung eine Testpflicht an Schulen angekündigt, sagte der Landesvorsitzende des Städtetags, Bielefelds Oberbürgermeister Pit Clausen, in Düsseldorf. Um die versprochenen zwei Selbsttests pro Schüler zur Verfügung zu stellen, seien wöchentlich aber etwa fünf Millionen Test-Sets nötig. «Diese Menge ist bisher bei weitem nicht vorhanden», sagte Clausen. «Das Land muss jetzt liefern.»

Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hatte in der vergangenen Woche versichert, die Auslieferungen an die Schulen würden auch in den Ferien fortgesetzt. Damit sei «sichergestellt, dass bei einem Schulstart nach den Osterferien für alle Schülerinnen und Schüler zwei Selbsttests pro Woche bereitstehen».

«Nur mit mehr Impfungen der Lehrkräfte und regelmäßigen Tests wird es gelingen, den Präsenzunterricht aufrecht zu erhalten»

Dann müssten die Test-Kits jetzt aber schnell und in großen Mengen ankommen, unterstrich Clausen. «Die Städte wollen, dass Schulunterricht nicht nur digital, sondern auch wieder mit Präsenz weitergehen kann, sobald es die Infektionslage zulässt.» Das sei aber nur verantwortbar, wenn die Tests tatsächlich vorhanden seien.

Zu prüfen sei, ob künftig nicht besser zu Hause getestet werden sollte. «Dann würden positiv Getestete gar nicht erst in die Schule kommen.» Diese Forderung hatten zuvor auch Lehrergewerkschaften und die SPD-Opposition erhoben. «Nur mit mehr Impfungen der Lehrkräfte und regelmäßigen Tests wird es gelingen, den Präsenzunterricht in den Schulen unter schwierigen Pandemiebedingungen aufrecht zu erhalten», mahnte Clausen.

Jeden Schüler in Deutschland regelmäßig einem Schnelltest zu unterziehen, das war bereits am 3. März von der Ministerpräsidentenkonferenz beschlossen worden. Der Beschluss ist bislang allerdings nur stockend umgesetzt worden. In Nordrhein-Westfalen erreichten erste Lieferungen von Selbsttests erst kurz vor den Ferien die Schulen; Grundschulen blieben bislang komplett außen vor. Mittlerweile hat die Landesregierung die Selbsttests in der Schule für verpflichtend erklärt.

«Die Städte brauchen klare Kriterien für die lokale Notbremse ab dem Inzidenzwert 100»

Darüber hinaus müsse Düsseldorf rasch festlegen, ab welchem landesweiten Inzidenzwert Schulen in den Distanzunterricht und Kitas in die Notbetreuung wechseln sollten, forderte Clausen. Eltern, Lehrkräfte, Erzieher, aber auch die kommunalen Träger von Kitas und Schulen müssten wissen, welche Grundregeln nach den Osterferien gelten.

«Die Städte brauchen klare Kriterien für die lokale Notbremse ab dem Inzidenzwert 100», forderte Clausen. «Wir müssen in dieser Situation vor Ort über Schul- und Kitaschließungen entscheiden und auf Notbetreuung umstellen können.» Falls sich in einer Stadt Kinder und Jugendliche deutlich häufiger infizierten als Erwachsene, müsse möglicherweise schneller bei Schulen und Kitas gehandelt werden.

Hintergrund: Vor der Osterferien war der Streit zwischen der Landesregierung und Kommunen um Beschränkungen des Kita- und Schulbetriebs eskaliert. Die Städte Duisburg und Dortmund hatten aufgrund drastisch steigender Inzidenzwerte entsprechende Schritte angekündigt, die dann aber vom Gesundheitsministerium verboten worden waren. Angeblich waren dort nicht ausreichend andere Maßnahmen zur Pandemieeindämmung getroffen worden. Anderen Kommunen wurde dann allerdings doch erlaubt, ihre Schulen in den Distanzunterricht zu nehmen. Die Kriterien für die jeweiligen Entscheidungen blieben weitgehend unklar. Das Schulministerium beachtet die von Bund und Ländern vereinbarte „Notbremse“ ab einem Inzidenzwert von 100 nicht.

Gebauer hatte für diese Woche Gespräche mit Schulverbänden zur Wiederaufnahme des Unterrichts avisiert. Bereits in der vorletzten Woche hatte das Schulministerium angekündigt, dass es im bevölkerungsreichsten Bundesland nach den Osterferien zunächst keinen Regelbetrieb mit vollständigem Präsenzunterricht geben werde. Sofern es das Infektionsgeschehen zulasse, sollen die Schulen zunächst für die Dauer von zwei Wochen in den Wechselunterricht starten.

Auch für den Kitabereich werden Gespräche mit den beteiligten Verbänden erwartet. News4teachers / mit Material der dpa

Können Schulen nach Osterferien wieder öffnen? Laschet will das bundeseinheitlich klären – und das Schul-Chaos der Länder beenden

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31 KOMMENTARE

  1. Es ist zu befürchten , dass Yvonne Gebauer die Schulen ab Montag wieder öffnet . Die Abwahl von Susanne Eisenmann ist ihr keine Lehre . Und Impfungen und Tests werden ja nur in Aussicht gestellt .

    • Von flächendeckenden Impfungen (auch an Kindern) sind wir noch viele, viele Monate entfernt. Tests verhindern nur bedingt eine Infektion mit Corona. Wer sich Infiziert hat, könnte es schon weiter gegeben haben.

      Die Kinder, Jugendliche, Schüler, etc., stehen (standen, letzte Schulwoche) früh morgens, ohne Abstand und ohne Maske dicht bei dicht an den Haltestellen …
      Aus zuverlässiger Quelle weiß ich, dass sich an den heimischen Schulen bis zu 20% der Schüler nicht testen lassen …

      Unter den gegeben Umständen eine Schulunterricht staat finden zu lassen ist unverantwortlich., fahrlässig und tödlich.

      • @bernd: sollten die Schulen unter diesen Umständen nicht schließen oder ZUMINDEST den Präsenzunterricht aussetzen, befinden wir uns bezogen auf unsere Bildungsbereiche im Zeitalter des Despotismus….demokratisch ist dies jedenfalls nicht mehr zu nennen, (auch wenn ich jetzt von dem einen oder anderen gerügt werde…und um Mäßigung hinsichtlich meiner Äußerung angehalten werden sollte)

        • Liebe Elly, von meiner Seite bekommst du keine Rüge sondern Zustimmung….ich nehme das alles seit längerem schon als rechtswidrig und bedingt durch den Druck, der auf alle Beteiligten ausgeübt wird, eben als despotisch wahr. Qua definitionem lässt sich der Begriff – aus unserer Perspektive – also locker halten….da die ReNo-Gehilfin und ihr (Scharf)Richter das ganze Vorgehen aber unter ihre eigenen Vorzeichen setzen und ihre Begründungszusammenhänge zur Maxime erhoben haben, denken die natürlich, dass sie im Recht sind.
          „Auf hoher See und vor Gericht bist du in Gottes Hand“…..diese alte Juristenwahrheit machen sich diese „Täter“ zu nutzen.

  2. Wieder werden Zutändigkeiten hin und her geschoben.

    Der Städtetag hätte sich auch längst für die Installation von Luftfiltern etc. einsetzen können.
    Ob die Schulen mit oder ohne Tests geöffnet werden, ist da zweitrangig. Infektionen werden stattfinden. Es sei denn die Tests wären nahezu 100% sicher und täglich vor dem Weg in die Schule sichergestellt.

    Vor die Wand fahren wird eine Öffnung ansonsten allemal.

    Schade, dass im Grunde einfach NIEMAND bereit ist zu handeln!
    Es wurde so viel Zeit und Energie verschwendet.
    Vor allem auch unsere Energie, die wir immer wieder neue Szenarien denken, uns neu darauf vorbereiten müssen, die Kinder immer wieder von einer neuen Idee der Ministerin überzeugen müssen (die wir selbst alles andere als gutheißen!).

    Auch Impfungen werden nicht die Lösung des Problems bringen, solange die Kinder nicht wirklich geschützt sind- Zunehmende Impfungen bei Erwachsenen werden vielmehr den Druck auf die Kinder verschieben, die sich weiterhin weitgehend ungeschützt treffen (müssen).

    • Dann versucht doch bitte garnicht erst, die Kinder von neuen Ideen der Ministerin zu überzeugen. Seid ein Vorbild, leitet die Kinder zu eigenem logischem denken an, das fehlt eh schon bei zu vielen Menschen. Und wenn das Ergebnis dann ist, dass die Ideen nicht gut sind, müssen das Lehrer, Kinder und Eltern auch genau so sagen und auch nicht mitmachen.

      Selbst unsere beiden Grundschulkinder verstehen schon, dass vieles unlogisch und nicht zu Ende gedacht ist.

      Ich bin es leid, schönfärbende Elternbriefe aus dem Kultusministerium zu lesen, die dann durch ebensolche von Schulleitung und Lehrern ergänzt werden. Alle tun so, als wäre alles super und sicher. Sprecht doch mal aus was Sache ist!

      Ich hatte mal einen Sozialkundelehrer, der hat am Anfang des Schuljahres den Lehrplan hochgehalten und gesagt: „Das ist Mainz, wie es singt und lacht!“ (Titel einer Mainzer Karnevalsendung). Trotz oder gerade wegen dieser kritischen Grundhaltung haben wir von diesem Lehrer viel gelernt.

      Dem Rest Ihres Postings stimme ich uneingeschränkt zu, weswegen es um so wichtiger wäre, das auch so auszusprechen.

    • „Der Städtetag hätte sich auch längst für die Installation von Luftfiltern etc. einsetzen können.“
      Ja klar hätte sie das tun können – nach meiner Meinung sogar tun müssen.
      Aber allein die Tatsache, dass sowohl das Land als auch der Bund versucht haben, einen erheblichen Teil der Investitionskosten auf die Kommunen abzuwälzen (gut 50%) lässt das Engagement bei den Kommunen naturgemäß erlahmen. Denn da bedeuten diese Ausgaben zu den anderen corona-bedingten Ausgaben z.T. nur schwer zu wuppende Belastungen für das Stadtsäckel. Meine Heimat Bielefeld (sic!! Pit Claussen) ist jahrelang unter einem Haushaltssicherungskonzept gelaufen, was heißt, dass alle Ausgaben durch die Bezirksbehörde in Detmold gegengerechnet und genehmigt werden musste….das wollen die sich hier bestimmt nicht nochmal antun.
      Das Drama ist, dass der Bund im Zuge der großzügigen „Liebesgaben“ an die Industrie / Wirtschaft (Lufthansa, Tui, VW usw) so viel Kohle verschleudert hat, dass sie sich dann auf die Kernbereiche, wie gesellschaftliche Verantwortung z.B. für Schulen und Kitas (unmittelbar betroffen sind hier sage und schreibe 12 bis 15 Millionen Bundesbürger*) nicht mehr gestürzt haben…“….ey wartet mal… man kann jeden Euro nur einmal ausgeben??? Dann muss man Schulden machen….?? OK, machen wir Schulden – und zwar reichlich…wie?? Jetzt wollen die Schulen auch noch was haben…erbringen die wirtschaftliche Leistungen – sprich : generieren die zeitnah Geld??? NEIN!!! ….nööö, dann sollten wir das Geld an anderer Stelle ausgeben“

      • @Andre Hog

        Tja lieber Andre, du kannst dir bestimmt denken, welches „Argument“ in deinem Heimatort ALLES aussticht, was du vorbringen könntest:

        „Bielefeld? – Bielefeld gibts doch gar nicht!“ 😉
        Und dann komm denen mal mit „Nee, nee, die Bielefeld-Verschwörung war doch nur als Gag gemeint.“
        Dann kommt als Entgegnung: „Wie jetzt? Gibt es auf den Stehplätzen auch noch Leute, die Gags machen? Und sinnvolle Ideen habt ihr „da unten“ auch noch? Das geht ja gaaaar nicht!“

        Irgendwie geht es uns (dem Plebs) so wie dem kleinen Kerl rechts, der ist wenigstens bemüht – die anderen sind irgendwie nur … existent.
        https://www.youtube.com/watch?v=u7PNI1RU6zQ&list=PL1kY7LMNFcBEW3ZBuZT8wibQGIk_umkbY&index=2

  3. Herr Clausen stellt Forderungen? Es ist zum heulen…Herr Clausen, OB von Bielefeld, nimmt Videibotschaften auf und appelliert an die Bürger Maske zu tragen, Abstand zu halten und bittet alle eindringlich nicht zu feiern, daß Arminia aufgestiegen ist…fun fact: er war mittendrin…ohne Maske, ohne Abstand und trotz vieler Fotobeweise hat er es noch abgestritten. Fun fact 2: Bielefeld bewegte sich „sicher“ unter 50 – viele Tage um 35 – Herr Clausen verkündete daß „wir“ das Virus im Griff haben, alles tutti, beantragte eine Sondergenehmigung zur vollständigen Öffnung der Stadt…ohne Termin shoppen…es war in den 2 Wochen kaum möglich durch die verstopften Straßen zu kommen – WAF / LIP / OS / MS / GT – für jeden logisch und vorhersehbar, nur nicht für unseren super Oberbürgermeister, es werden „gute“ Inzidenzen durch die Politik verspielt und jetzt will er plötzlich Forderungen stellen? Fun fact 3: Unser Gesundheitsamt macht Urlaub über Weihnachten und Ostern, ich fühle mich als berufstätige Mutter mit schulpflichtigem Kind (Grundschule) von der Politik veräppelt und bin mittlerweile kurz vorm resignieren.

    Zu den Kids: ich bin unglaublich stolz und habe eine wahnsinnige Hochachtung vor deren Durchhaltevermögen und dem klaglosen hinnehmen sämtlicher Einschränkungen und Regeln. Unser Kurzer ist den ganzen Tag mit Maske in der Schule (kurze Pause zum Frühstück und Mittag) und auch die Selbsttests wird er wie selbstverständlich mitmachen. Wichtig finde ich, daß wir ihm erklärt haben, daß er jederzeit positiv sein kann, weil jeder mal erkältet ist oder Magen/Darm hat. Ist kein Beinbruch und auch nicht schlimm, dann holen wir ihn halt ab und machen uns 2 schöne Wochen zuhause…weder darf jemand ein schlechtes Gewissen haben, noch Stigmatisierung erfahren, weil man sich trotz größtmöglicher Vorsicht angesteckt hat.

    Wechselunterricht ist übrigens prima. In Kleingruppen lernen die Kids wesentlich besser und mehr…die Konzentration auf die Kernfächer D/M/SU zeigt auch, wie aufgebläht der Stundenplan ist…so ein Unsinn wie Religion, Kunst und Musik kann weiterhin entfallen. Die Kinder lernen alles und haben wesentlich mehr Freizeit.

    • Ich bin Bielefelder Lehrerin und gucke oft neidisch Richtung Nachbarkreise, was den Schulträger betrifft. Obwohl sie sich beim Infektionsschutz alle nichts nehmen. Nur kein Geld für die Schulen in die Hand nehmen… Keine Plexiglasscheiben, keine Luftfilter…
      Ich hoffe sehr, dass man ein realisierbares Testkonzept für Grundschulkinder „strickt“. Von der Verfügbarkeit von Lollitests, die Herr Stamp für die GS vorsieht, hört man noch gar nichts. Die Schnelltests (Abstrich im vorderen Nasenbereich), die in der weiterführenden Schule genutzt werden, finde ich in der Handhabung ganz schön knifflig. Für GrobmotorikerInnen sind die nichts. Ich habe privat meinen ersten Selbsttest gemacht und dabei an einige meiner Viertklässler gedacht, die dann mglw. nach den Sommerferien auch diese Testkits nutzen müssen. „Kontakt zwischen Behältnis der Extraktionslösung und Teströhrchen beim Einfüllen vermeiden, genau drei Tropfen ins Testfeld…“ – oje!
      M. E. müssen die Kinder getestet in die Schule kommen.
      Zum abgespeckten Stundenplan: Da bin ich nicht Ihrer Meinung. In welcher Klasse ist Ihr Kind? Vielleicht hat es noch gar nicht richtig erlebt, wie Schule sein könnte. So wie Unterricht momentan laufen muss, bleibt von Grundschulpädagogik nicht viel übrig. Mir tut das in der Seele weh – und meiner 4. Klasse, die Schule zwei Jahre anders erlebt hat, auch… Allerdings hätten Bielefelder SchülerInnen wahrscheinlich noch lange auf Tablets warten müssen. Dass uns die jetzt für den Unterricht zur Verfügung stehen, „verdanken“ wir der Pandemie und ist ein großer Gewinn. Bielefelder Schmankerl: Natürlich gibt es in den Nachbarkreisen Wagen oder Koffer zum Aufladen der Tablets. Uns hat man einen Karton mit Steckerleisten zukommen lassen…

      • Koffer mit Steckerleisten es ist so traurig…die Schulen befinden sich eh in einem desaströsen Zustand (alleine die Toiletten *brrr*), unsere Kids haben nichtmal einheitliche Tische und Stühle…von einem whiteboard kann nur geträumt werden…hier wird tatsächlich seit Jahren nur gespart.

        3. Klasse…also kennt echte Schule mit Ausflügen, Festen, etc. (zum Glück) – ich glaube aber nicht, daß wir dieses in diesem oder kommenden Schuljahr wieder erleben werden, also gerne weiter sinnvollen Wechselunterricht. Onlineunterricht gab es bei uns überhaupt nicht, nur sehr sehr sehr viele Zettel.

        Infektionsschutz mit Luftreinigern, Scheiben oä wird wohl ein Traum bleiben (unverständlich).

        Lollitests fände ich sehr gut, mit den Flüssigkeiten ist wohl sehr bedenklich, aber „echte“ Schnelltests gehen so tief in die Nase, daß ich bezweifle, die Kids mehr als einmal dazu bewegen zu können (meiner hatte schon einen im Krankenhaus und war nachhaltig nicht gut drauf zu sprechen) – selber, weiter vorne ist für ihn ok.

        Gebauer / Stamp / Laschet und Clausen…ich erwarte nichts, so traurig es ist.

      • Hallo Kathrin, gehöre auch in den erlauchten Kreis der Bielefelder KuK…der Karton mit den Steckerleisten wird euch beim nächsten Besuch des „Elektrocheckers“ stillgelegt 🙂 … bei uns am Ceci taucht der auch in schöner Regelmäßigkeit auf, um sogar private Laptops und Handys, die man auf seinem Arbeitsplatz liegen hat, weil man sie eben auch zu unterrichtlichen Zwecken benötigt mit einem entsprechenden „Zulassungssiegel“ verziert. Ja, auch wir haben schöne Tablets bekommen ( unmittelbar vor Weihnachten, sodass wir die Ferien nutzen konnten, uns mit den Geräten vertraut zu machen) … die ändern aber leider wenig an der Gesamtsituation in der Schule, da der Distanzunterricht, für den die Dinger prima zu gebrauchen sind, ja vom Schulministerium nicht als adäquate Lösung angesehen wird.
        Wenn ich vor der Klasse stehe spielt das Teil quasi keine Rolle.

  4. Es wird kommen, wie man es im schlimmsten Fall erwarten kann:
    Die ReNo-Gehilfin kann die von ihr und den anderen Luftpumpen angepriesenen Schutzmaßnahmen nicht sicherstellen (keine Tests, Impfen, Luftfilter, Abstände usw)…wird aber die Schulen dennoch wieder Öffnen, weil die I-Werte sich ja beruhigt haben …. also Entwarnung predigen … und darauf hinweisen, dass in Schulen ja prinzipiell diese Schutzmaßnahmen gelten und super funktionieren…ähem… und dann tappeln alle wieder in die Bildungsanstalten zum Viruswichteln.
    Vertrösten, verleugnen, androhen, leere Versprechungen machen….und auf das Fest des heiligen Geistes (Pfingsten) warten und hoffen.

  5. Die Landesregierung hat die Selbsttests in der Schule für verpflichtend erklärt!
    Eine erforderliche Umsetzung und die Sicherstellung der Laientests nach dem Motto „sollen die vor Ort doch sehen wie sie es hinkriegen“ entspricht wieder ganz der bekannten und beliebten Landesregierung.

    Wenn es mit den Laientests nicht klappt dann eben Lollys für Alle oder den Bürgertest mit medizinisch ausgebildetem Fachpersonal zweimal wöchentlich in der Test-Apotheke meiner Wahl. Sonst eben kein Präsenzunterricht. Punkt.

    Oder es ist mit der Testung an Schulen gar nicht sooo ernst gemeint und alles nur Teil der Show nach dem Bestseller „wie Erwatungen gesünder machen“ nach Dr. Yvonnsche Placebo.

  6. Die Sache mit dem Scheitern hat man in der KMK ja voll im Griff.
    Damit hat man Erfahrung.
    Leider auch damit das Scheitern mit Hilfe der kritiklosen Presse zu verschleiern oder sogar als Erfolg schön zu reden.

  7. „Die Städte wollen, dass Schulunterricht nicht nur digital, sondern auch wieder mit Präsenz weitergehen kann, sobald es die Infektionslage zulässt.“

    Der letzte Teilsatz wird gebetsmühlenartig seit etwa einem Jahr gesagt und ebenfalls seit einem Jahr hat niemand ihn definiert.

    Das zeigt deutlich, dass es den KM und vor allem Frau G gar nicht darum geht, das Infektionsgeschehen einzudämmen oder die Schulen sicher zu machen. So fürchten sie (nicht ganz zu unrecht), dass jede Zahl, die sie hier nennen, von der Wirklichkeit schnell eingeholt wird und sie wirklich zumachen müssen. Also sagen sie gar keine Zahl und halten alles vage.

    Das einzige, was nicht vage ist, ist die Präsenzpflicht. Gab es dazu inzwischen ein klares Statement in Zusammenhang mit der Testpflicht? Oder müssen alle, die den Test verweigern, dann Strafe zahlen, weil sie so nicht zum Unterricht dürfen? Oder sollte die Präsenzpflicht nun doch aufgehoben sein?

  8. Suasnne Eisenmannhat in BW-hat kein respektvolles Miteinander angestrebt und Ihre Handlungen waren und ist den Schulen gegenüber grob fahrlässig. Wenn die Schulen öfnnen riskiert man erneut Menschenleben und wird mit einem hohen Preis dafür bezahlen müssens. Die Warnungen werden erneut überhört und jeglicher Gesundheitsschutz wird nicht umgesetzt. Frau Gebauer sollte die Station in den dem Krankenhaus besuchen, dass Sie dieses Ausmaß der Pandemie versteht und nach vollziehen kann. Vielleicht besteht die Chance auf Verständnis wenn Sie es mit eigenen Augen sieht. Mit Blindheit weiterhin Schulen zu öffnen ist nicht zu verzeihen. Die Sicherheit steht vor Öffnung!

  9. Es ist nicht nur Gebauer die die Schulen wieder öffnen will. Im Wechselunterricht geht es direkt nach den Ferien weiter. Und das lief vor den Ferien auch so. War auch gut. In voller Präsenz soll es dann auch im Saarland ab dem 19.04.2021 geschehen. Mit Testpflicht. Und wer das nicht möchte, muss im Fernunterricht weiter machen. Also werden die Schüler gezwungen. Auch hier hat die Bildungsministerin nichts dazu gelernt. Was mit Frau Eisenmann passiert ist, müsste auch ihr eine Lehre sein. Der Wechselunterricht hat an den Schulen sehr gut funktioniert. Warum lässt man es nicht dabei? Schüler haben sich dabei gut gefühlt. Jetzt kommt trotz testen (was die ganze Zeit nur wenige Schüler in Anspruch genommen haben) die Angst dazu. 30 Schüler ohne Abstand in einer Klasse. Es heißt doch immer der Abstand musst trotzdem überall eingehalten werden. Dazu kommen jetzt die Abiprüfungen. Warum stopft man alle Schulklassen mit vollen Klassen und den Abiturienten jetzt noch kurz vorm Ziel zusammen in eine Schule? In das Bundesland, das am Dienstag nach Ostern, trotz steigender Inzidenz und sehr viel Angst der Bürger und Warnungen der Wissenschaft, alles als Modellprojekt öffnen will?

  10. Nach den gesammelten Erfahrungen aus den letzten 14 Monaten kann ich nur feststellen, dass NRW (namentlich Gebauer und Laumann) natürlich scheitern werden.
    Ach wäre das schön, wenn dat Yvonne wieder Immobilien verkaufen und Karl wieder auf seinem Trecker sitzen würde. Dafür haben sie wohl genug Kompetenz….hoffentlich.

    • Ganz ehrlich, dat Yvonne ist doch auch im Immobiliensektor komplett verbrannt. Wer über die noch ne Wohnung oder ein Haus kauft, dem ist einfach nicht mehr zu helfen. Die Frau ist doch so vertrauensvoll wie ein Versicherungsvertreter, Gebrauchtwagenhändler oder Immobilienmak…. momentan mal: Scheiße, ist das vielleicht unser Grundproblem???

      Und Karl Josef aufm Trecker kann ich mir super vorstellen …. bin gebürtig aus dem schönen „Westmonsterland…..Westmünsterland“ … da ist meine Affinität zum Treckerfahren recht hoch und Karl Josef is ja quasi ein „Alter Nachbar“
      Mit Medikamenten haben die modernen Landwirte und Viehzüchter es ja durchaus….da kennen die sich aus (wat man sonem Schwein oder Kalb an der passenden Stelle reindrücken tut, damit et schnell jroß wird und nich komische Infekte ausbildet) und dann natürlich noch mit Subventionen ( also Fremdzahlungen aus Steuermitteln) ….ohne kommse ja jarnich mehr zurecht….also macht der Sachen, die er im Erstberuf gelernt hat…
      Wir sind in den besten Händen!!!
      Let ’s go party!!!
      Alles wird gut!!

      • @Andre Hog

        Bei jedem „großen Vorbild“ mache ich mir seit einiger Zeit konsequent den Spaß und google mal Lebensläufe.
        Ey, dat bockt so voll!
        (Ich finde es ja gut, wenn Leute mit praktischer Lebenserfahrung in der Politik tätig sind, aber bitte in den Sparten, wo sie dann auch wirklich Fachwissen beisteuern könnten. In dem Zusammenhang wurde ja schon oft hier im Forum geäußert, dass doch z.B. Menschen mit Fachausbildung im Gesundheitsministerium sitzen sollten usw.)
        Aber bei Karl-Josef scheinen die Medizin-Kenntnisse wirklich den von dir geschilderten „Lebenswirklichkeiten“ zu entsprechen.
        Immerhin kann aber niemand mehr ernsthaft behaupten, dass der soziale Status der Eltern darüber entscheidet, was später mal aus den Kindern wird und Chancen beschränken würde (Nein, nicht die Chancen sind beschränkt.) … Leute, DAS ist klar widerlegt! 😉
        „Laumann war der erste Spitzenbeamte in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, der mit einem Hauptschulabschluss und ohne akademische Qualifikation zum verbeamteten Staatssekretär auf Bundesebene vereidigt wurde.“
        https://de.wikipedia.org/wiki/Karl-Josef_Laumann

        Früher war doch alles besser, da hat man wenigstens noch den Bock zum Gärtner gemacht.
        Irgendwann hat man den Bauern vom „Bock“ geholt und zum Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen gemacht …

        „Wir sind in den besten Händen!!!
        Let ’s go party!!!“
        Wohl wahr, das wird bestimmt pausenlos gefeiert im Epizentrum des Irrsinns NRW, Parole … oder Amtseid? (soll von Heinz Erhardt sein):
        „„Weil wir doch am Leben kleben, muss man abends einen heben.
        So ein Virus ist geschockt, wenn man ihn mit Whisky blockt.
        Auch gegorner Rebensaft einen gesunden Körper schafft.
        Auch das Bier in großen Mengen wird den Virus arg versengen.
        Wodka Rum und Aquavit halten Herz und Lungen fit.
        Calvados und auch der Grappa helfen Mutti und dem Papa.
        Ich will hier nicht für Trunksucht werben doch nüchtern will ich auch nicht sterben.““
        Zitiert nach:
        https://www.caritas-darmstadt.de/aktuelles/pressemitteilungen/die-corona-krise-erfordert-neue-vorgehensweisen-0de3077e-0a3a-4854-b00f-276e5f0b69f4
        Also nur drüber schmunzeln – nicht nachmachen, liebe Kinder!

  11. Der Aushilfshobbit ist immer noch stolz auf die Coronazahlen aus NRW. Hat er ja alles richtig gemacht.
    Machen wir die Schulen auf, egal, obs Test gibt, nach denen 70% der Testpersonen sowieso erst frisch und frei in den Klassenraum niesen.

    Mal sehen, wie es ausdieht, wenn nach Ostern der Testtakt wieder anhebt, obs dann in NRW immer noch gut für den Abenteurer Cubbi aus der Gummibären Bande aussieht.

    Plan: weniger private Kontakte (okay, ist alt)
    Notwendiges in KiTa und Schulen (da warten wa schon seit Monaten drauf)
    Homeoffice (auch ganz neu)
    Gastronomie (schon sehr lange geschlossen)
    Freizeitgestaltung (joa, schliesst die geschlossenen Sportvereine. Okay, Tennis für draussen wird grade geöffnet – sofort wieder schliessen, draussen Aktivitäten sind Treiber der Pandemie)

    Der Louis de Funes aus NRW ist wieder unglaublich kreativ gewesen während seiner Oster-Denkphase.

    Respekt.

    Bei soviel Weitsicht wird der Sommer todsicher Wendepunkt der Pandemie…

    • Ach ja, du hast so recht….man kann es wirklich nur noch mit einer gehörigen Portion Galgenhumor ertragen. Auf meinen Betitelung „Aushilfshobbit“ bin ich persönlich ein wenig stolz und freue mich immer, wenn andere ihn mit dem gleichen Verve verwenden, wie es angezeigt ist.
      Lasst uns diese Mischpoke beharrlich verlachen…wie subversiv und zerstörend wäre ein kollektives Gelächter, wenn ein Laschet oder eine Gebauer nicht auf konzentriert zuhörendes Publikum stoßen würden, während sie ihren Scheiß absondern…ich weiß, dass sowas Disziplin erfordert, aber ich glaube auch, dass wir alle gemeinsam diese Kraftanstrengung aufbringen könnten, um diesem PolitClowns die Hosen herunter zu lassen.

  12. Die geplante Test-Strategie dient wohl nur dazu, eine falsche Sicherheit zu suggerieren und ist deshalb umso gefährlicher.

    Sicherlich ist jeder Infizierte, der als solcher erkannt wird und in Quarantäne kommt, ein kleiner Baustein bei der Pandemie-Bekämpfung, aber man muss immer noch im Hinterkopf haben, dass diese Selbsttests nicht besonders zuverlässig sind. Vor allem bei symptomlos Infizierten sprechen sie sehr oft nicht an. Diese Tests schlagen erst dann halbwegs zuverlässig an, wenn die Betroffenen bereits eine sehr hohe Virenlast haben und infektiös sind, dann ist es aber zu spät. Dazu kommt, dass die Tests von Laien und sogar von den Kindern selbst und freiwillig durchgeführt werden sollen, was die Zuverlässigkeit sicherlich nicht verbessert.

    Umgekehrt ist zudem zu befürchten, dass ein negativer Selbstgetesteter, egal ob Schüler oder Erwachsener, sich in falscher Sicherheit wähnt und deshalb leichtsinniger wird, was die Einhaltung der allgemeinen Regeln betrifft. Das liegt in der Natur der Sache.

    Testen ja, aber dann bitteschön von ausgebildetem Personal und verpflichtend für alle, alles andere ist ausgemachter Quatsch und dient in diesem Fall den Verantwortlichen nur als Ausrede weiter verantwortungslos mit den Menschen zu experimentieren.

    Wenn es dann in die Hose geht, und das wird es, heißt es dann wieder, wir müssen uns eine neue Strategie einfallen lassen.

    Modellversuche in der Richtung testen, testen, testen um zu öffnen, sind bekanntlich in anderen Ländern oder bei Modellversuchen ja bereits kläglich gescheitert.

    Ich sehe nur die Möglichkeit, mit den Schulöffnungen wenigstens so lange zu warten, bis wir mit dem Impfen halbwegs durch sind. Alles andere ist verantwortungslos.

  13. Lieber Herr Clausen, wo sind denn die Luftfilter für die Schulen, z.B. und warum haben Sie die Schulen angewiesen, diese zu deinstallieren, wo schon welche da waren?

    Warum können sich verbeamtete Lehrer in Bielefeld nicht umsonst (schnell-)testen lassen (gilt nur mit Krankenkassenkarte für gesetzlich Versicherte) und warum lassen Sie den Handel offen, bis „von oben“ reingegrätscht wird und forcieren Sie weitere Öffnungsprojekte, die („nah am Geschehen vor Ort“) mehr Öffnungen erlauben sollen, als in den Modellprojektkommunen?

    Warum ist jede Bürokraft in Bethel geimpft, die niemals Patientenkontakt hat, die Sek II Lehrer aber nicht? Unfassbar.

  14. Bei der warte ich jeden Tag darauf, dass sie ihren Finger erhebt und irgendwas von „nach Hause telefonieren“ faselt.

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