Hamburger CDU: Schulen unbedingt Corona-sicher machen – mit Luftfiltern

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Rund vier Wochen vor dem Ende der Sommerferien hat die CDU-Opposition in der Hamburgischen Bürgerschaft den Senat aufgefordert, die Schulen möglichst corona-sicher zu machen. «Es muss unter allen Umständen verhindert werden, dass der Präsenzunterricht an Hamburgs Schulen im kommenden Herbst erneut ausgesetzt wird», sagte die CDU-Schulexpertin Birgit Stöver am Dienstag. Da dürfe es keine Tabus geben. «Jede Maßnahme, die dazu beitragen kann, das Infektionsrisiko in der Schule zu senken, muss ernsthaft geprüft werden.»

Luftfilter sorgen nachweislich dafür, die Atemluft von möglicherweise Corona-belasteten Aerosolen zu befreien – werden aber derzeit bevorzugt von Oppositionspolitikern gefordert. Foto: Shutterstock

Dazu gehöre zunächst die von Schulsenator Ties Rabe (SPD) bereits angekündigte Fortsetzung der Testpflicht. Statt der Schnelltests könnten vermehrt sogenannten Lolli- oder Gurgeltests genutzt werden, die per PCR ausgewertet werden könnten. «Zudem sollte die Testpflicht unbedingt auch auf Vorschulkinder ausgeweitet werden», sagte Stöver.

Stöver forderte die Schulbehörde zudem auf, ihre Blockadehaltung aufzugeben und mobile Raumluftfilter in den Klassenzimmern einzusetzen. Eine intensive Auseinandersetzung mit dem Thema und das Vorlegen einer Kosten-Nutzen-Analyse sei das Mindeste, was man erwarten könne. «Stattdessen erlebe ich immer wieder, dass durchdachte Vorschläge von gut informierten Eltern brüsk von der Schulbehörde abgewiesen werden unter Bezugnahme auf veraltete Empfehlungen», klagte Stöver.

Auch wenn es noch keine Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) zur Impfung von Kindern ab zwölf Jahren mit dem Impfstoff Biontech/Pfizer gebe, sollten Impfungen dennoch angeboten werden. «Jede Familie muss für sich selbst entscheiden können, ob sie eine Impfung für ihre Kinder möchte.» Dafür müsse der Senat noch in den Sommerferien im Impfzentrum ein Angebot machen, forderte Stöver. dpa

SPD fordert von Gebauer Luftfilter (vergisst dabei aber, etwas zu erwähnen…)

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4 KOMMENTARE

  1. „Hamburg hat 411 allgemeinbildende Schulen, davon 74 Privatschulen. Es gibt 223 Grundschulen, 84 Stadtteilschulen, 73 Gymnasien und 31 Sonderschulen.“

    411 Schulen. Sagen wir mal im Schnitt 40 Räume pro Schule, sind vereinfacht 16.000 Geräte. Pro Woche 4000 Geräte. Sportlich. Andere würde sagen: Untealistisch. So bekloppt ich die Hamburger SPD auch finde, die CDU macht hier nur Stimmung.

  2. Hmmm… fällt noch jemanden auf, dass hier mal wieder die fordern, die nichts zu sagen haben? Woanders haben sie was zu sagen und tun nichts, während die, die in Hamburg was zu sagen haben und nichts tun, woanders, wo sie nichts zu sagen haben, genau das gleiche fordern. (was für ein Satzbau!)

    • Lieber Jan, du alter Sprachgigant 😉 …
      …deiner Ausführung ist nichts hinzuzufügen…ähhhmm…vielleicht noch, dass ich – misanthroph – wie ich mittlerweile bin – den gewählten politischen Vertretern – ob in Regierungsverantwortung oder Opposition – unterstelle, dass sie dieses PingPong-Spiel gemeinsam in einer Hinterzimmerrunde verabredet haben. Zum einen, um ein wenig Wahlkampf machen zu können – zum anderen, um nichts de facto in der Realität machen zu müssen.

      Der bereits vielzitierte „Schwarze Peter“ wird in einem Tempo getauscht, dass dem armen Kerl bereits schwindelig sein muss.

  3. Watt regt ihr euch so künstlich auf. Aufgabe von Vertretern ist es den Kunden etwas zu verkaufen. Bei Volksvertretern gibt es keine Kunden sondern Wahlberechtigte. Und denen muss verkauft werden, dass Schulen sichere Orte sind und Lüften besser ist als Luftreinigung – eben weil das den Haushalt um die Beträge entlastet, die während des Wahlk(r)ampfes in Form von Benefits für ältere Wahlberechtigte aka Rentner ausgeschüttet werden müssen. Diese Form der Wahlk(r)ampfhilfe muss erfolgen, weil der Volksvertreter ja sonst seine Zielvereinbarung nicht erreichen kann, also die Wiederwahl zur Erlangung von Diäten und Aufwandsentschädigungen. Da der Volksvertreter ja im eigenen Wahlkreis beheimatet sein muss, muss er natürlich auch seine eigenen Interessen vertreten. Dazu gehört eben auch die Wahlberechtigten im eigenen Wahlkreis nicht mit Veränderungen zu überfordern. Deshalb bleibt ja nichts Anderes übrig als Forderungen für Kreise zu erheben, die von anderen vertreten werden. So funktioniert eine repräsentative Demokratie nun einmal.

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