MÜNCHEN. Viele angehende Lehrkräfte in Bayern erleben ihren Vorbereitungsdienst als erhebliche Belastung. In einer Umfrage der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Bayern gab mehr als die Hälfte der Teilnehmenden an, bereits über einen Abbruch der Ausbildung nachgedacht zu haben – obwohl sich viele zugleich überwiegend gut betreut fühlen. Den größten Veränderungsbedarf sehen die Befragten beim Umfang der schriftlichen Arbeiten. Die Gewerkschaft will daraus nun konkrete Reformvorschläge entwickeln.

Wer das Referendariat durchläuft, steht bereits im Klassenzimmer, plant Unterricht, wird beurteilt und muss gleichzeitig umfangreiche schriftliche Arbeiten anfertigen. Gerade dieser letzte Punkt sorgt nach einer Umfrage der GEW Bayern unter mehr als 400 angehenden Lehrkräften im Freistaat für besonders viel Frust.
Ein großer Teil der Befragten beschreibt die Ausbildung als stressig und belastend. In den vier Wochen vor der Befragung fühlten sich 47 Prozent nach eigenen Angaben „sehr oft“ gestresst und überfordert; weitere 27 Prozent wählten auf einer fünfstufigen Skala die zweithöchste Belastungsstufe. Zusammengenommen berichteten damit knapp drei Viertel der Teilnehmenden von häufigem oder sehr häufigem Stress. Lediglich zwei Prozent gaben an, sich in diesem Zeitraum überhaupt nicht gestresst oder überfordert gefühlt zu haben.
Der – nicht-repräsentative – Befund wiegt umso schwerer, weil es sich beim Referendariat nicht nur um eine Ausbildungsphase handelt. Die angehenden Lehrkräfte übernehmen bereits Unterricht, bereiten Stunden vor, werden beurteilt und müssen parallel Seminarveranstaltungen sowie Prüfungsanforderungen bewältigen. Nach Darstellung der GEW fühlen sich viele zwar grundsätzlich gut begleitet. Mehr als die Hälfte habe dennoch bereits darüber nachgedacht, die Ausbildung abzubrechen. Die Betreuung allein scheint die hohe Arbeitsbelastung demnach nicht ausgleichen zu können.
Wo die Betroffenen selbst den wichtigsten Ansatzpunkt für Veränderungen sehen, fällt das Ergebnis eindeutig aus: 60 Prozent sprechen sich für weniger Schriftwesen aus. Kein anderer in der veröffentlichten Auswertung genannter Reformwunsch erreicht einen ähnlich hohen Wert. Mehr Teilzeitmöglichkeiten nennen demgegenüber 13 Prozent.
Hinter dem Begriff Schriftwesen stehen jene schriftlichen Ausarbeitungen, die Referendarinnen und Referendare zusätzlich zu Unterricht, Unterrichtsvorbereitung und Seminararbeit anfertigen müssen. Die GEW kritisiert, dass diese Aufgaben einen erheblichen Teil der verfügbaren Zeit beanspruchten. Aus Sicht vieler Befragter stehe der Aufwand nicht in einem angemessenen Verhältnis zum Nutzen für ihre praktische Ausbildung.
„Die Ergebnisse zeigen, dass wir das Referendariat weiterentwickeln müssen“, erklärt Sebastian Jung, Gewerkschaftssekretär der GEW Bayern. „Wer gute Lehrkräfte ausbilden möchte, sollte den Fokus auf die pädagogische Praxis legen und unnötige Belastungen abbauen. Das Schriftwesen ist dabei aus Sicht der Betroffenen ein zentraler Ansatzpunkt.“ Gefordert sei eine Lehrkräfteausbildung, „die stärkt statt stresst“ – mit echten Entwicklungsmöglichkeiten und Rahmenbedingungen, unter denen angehende Lehrkräfte ihren eigenen professionellen Weg finden können. News4teachers
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Referendariat abgeschlossen? Zehn Tipps für junge Lehrkräfte zum Berufseinstieg










„Wer gute Lehrkräfte ausbilden möchte, sollte den Fokus auf die pädagogische Praxis legen und unnötige Belastungen abbauen.“
Sah Bayern zuvor „unnötige Belastungen“ vor? (augenroll)
Bei einer schrumpfenden Bevölkerungszahl kacken wir gegen Privatwirtschaftliche ab. Bloße Verbeamtung bringt nichts, wenn diese gesichert mangelhaft ausgestattete Rahmenbedingungen festschreibt.
Bin weiterhin gespannt wie ein Flitzebogen, wie die Länder dies schmackhaft machen wollen…
Das Problem der Schulen ist letztendlich dasselbe wie das der Deutschen Bahn:
„Palla sagte der Zeitung: „Wesentliche Entscheidungen auch zu operativen Verbesserungen wurden häufig zentral in der Konzernleitung getroffen.“ Diejenigen in der Zentrale, die diese Entscheidungen getroffen hatten, hätten jedoch keine Verantwortung für die Umsetzung in der Fläche getragen.
„Umsetzen mussten es die Kollegen draußen. Die wiederum haben gesagt: Das habe ich nicht entschieden, und das funktioniert bei mir auch nicht.“ In der Zentrale habe es dann geheißen, die in der Fläche hätten es nicht richtig umgesetzt. „Das war am Ende so etwas wie organisierte Verantwortungslosigkeit.““
https://www.focus.de/finanzen/news/bahn-chefin-palla-geht-auf-eigenes-management-los-organisierte-verantwortungslosigkeit_3086c424-c334-4df0-a510-095d3bf3ee97.html
Bei der Bahn hat man das Problem scheinbar erkannt, wann folgen die Schulen?
„Bei der Bahn hat man das Problem scheinbar erkannt, wann folgen die Schulen?“
Freut mich, dass zumindest die Bahn aufhört, Strukturen nicht erneuern, Schuld den Kund*innen geben und von einem ganz großen Wurf (irgendwann versteht sich) zu phantasieren.
Da faselt hoffentlich niemand mehr davon, es dürfe nichts verbessert werden, bis es „richtige“ Inklusi… ich meine natürlich Infrastruktur gibt 😉
Ich ahne es leider schon:
– weitere (fake-)“Reformen“
– reale Personalkürzung auf jedem legalen Weg (wie etwa Fortsetzung des Jahrzehnte bewährten „Planstellen statt real anwesende Personen messen“-Tricks)
– pure Presseerklärungsmaßnahmen
Wirklich ändern (also in der Realität sichtbar vor Ort) wird sich nur etwas, nachdem ein externer Schock als Auslöser das Bildungssystem so derart sichtbar vor die Wand fährt, dass es nicht mehr öffentlich geleugnet werden kann.
(„öffentlich“, „sichtbar“ und „nicht mehr zu leugnen“ sind dabei die operativen Begriffe)
„Wirklich ändern (also in der Realität sichtbar vor Ort) wird sich nur etwas, nachdem ein externer Schock als Auslöser das Bildungssystem so derart sichtbar vor die Wand fährt, dass es nicht mehr öffentlich geleugnet werden kann.“
Wie damals nach dem ersten (!) Pisa-Schock, danach kümmerte man sich endlich um die Bildung und alle waren zufrieden…
Naja, solange vermeindlich proffesionelle Lehrkräfte nicht völlig weltfremd und in Ermangelung echter Fakten anfangen, wissenschaftlich belegte, evidente Pädagogik als „Fühlifühli“ zu beschreiben 😉
Einen echten Schock würde ich nicht als PISA sehen, sondern etwas nicht verhandelbares.
Etwa sowas wie „Firmen akzeptieren offen Noten des Abschlusses X, Y, Z nicht mehr.“
Also Dinge/Zustände/Reaktionen, die nicht nur unter Lehrern/Eltern diskutiert werden – sondern reale (nicht verbal relativierbare) Probleme, sowas in der Art.
„Ikea sind sie egal. Die Deutsche Bahn pfeift drauf. Auch kleinere Firmen geben nicht mehr viel auf sie: Schulnoten. Die Erkenntnis greift um sich, dass einen guten Azubi nicht ausmacht, was nach der Schulzeit auf einem Blatt Papier steht, sondern welche Persönlichkeit er oder sie mitbringt.“ Gerne hier nachlesen: https://www.arbeitsagentur.de/faktor-a/mitarbeiter-finden/schulnoten-sind-vielen-ausbildungsbetrieben-egal
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Das ist halt die Folge der Bestnoten- und Abiturinflation. Es zählen halbwegs was im Kopf und das Sozialverhalten. Für letzteres haben Menschen im Allgemeinen und Personaler im Besonderen ein feines Gespür. Leider wird das oft von irgendwelchen Dritten als irgendein Ismus fehlinterpretiert.
„Das ist halt die Folge der Bestnoten- und Abiturinflation.“ Es ist die Folge von Notenhuberei – die über die für Unternehmen wichtigen Kompetenzen wenig aussagt.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Wenn das Notenspektrum quasi nur noch 1-4 umfasst (wegen systemischer Anreize, alles durchzuwinken), haben Noten natürlich weniger Aussagekraft. Eine 4 in Mathe heißt leider nicht mehr, dass der Schüler ausreichend gut rechnen kann. Eine 1 heißt leider nicht mehr, dass hier weit überdurchschnittliche Bestleistungen vorliegen.
Das Problem sind nicht die Noten an sich. Es liegt vielmehr darin, dass „schulorganisatorische“ Gründe bei der Notengebung (und damit auch der Vesetzung) mittlerweile viel zu oft dominieren, um das unterfinanzierte System überhaupt am Laufen zu halten.
Schonmal erste Ansätze, immerhin.
„Bin weiterhin gespannt wie ein Flitzebogen, wie die Länder dies schmackhaft machen wollen…“
Zum Beispiel mit Maßnahmen wie hier in BW?
„Unwürdig“: GEW-Demo gegen Sommerferien-Arbeitslosigkeit von Referendaren – News4teachers
Ja, darum benutzte ich den Plural für ein umfassendes Problem, anstatt kleingeistig die Mängel im eigenen Bundesland in einem race to the bottom schönsaufen zu versuchen (augenroll).
Aber gut, dass Sie den Artikel in Erinnerung rufen. Schien wohl nur wenige zu stören, wobei mir da wer einfällt (https://www.news4teachers.de/2026/07/unwuerdig-gew-demostriert-gegen-sommerferien-arbeitslosigkeit-von-referendaren/#comment-826666)
😀
Deshalb ist der Vorbereitungsdienst verkürzt worden, da die Referendare und Anwärter so langsam denken.
Bei den vormaligen 24 Monate war die Bedenkzeit so lang, dass selbst die Langsamsten rechtzeitig klug geworden sind.
„Deshalb ist der Vorbereitungsdienst verkürzt worden, da die Referendare und Anwärter so langsam denken.„
Der Vorbereitungsdienst dauert in Bayern nach wie vor 24 Monate .
Anders als in anderen BL werden auch die Sommerferien nach Ende des zweiten Schuljahres vergütet.
Wussten wir doch schon, dass BY nicht normal sind.
Aber bei der Entwicklung bei Audi, BMW, MAN und weiteren Industriebetrieben an bayrischen Standorten kommen die Bayern auch noch dahin, wo die anderen schon sind und BaWü den Bayern schon vorausgeht. Aber bis dahin muss der Maggus das Geld noch unter das eigene Volk bringen, es würde ja sonst in den LFA fließen
„Aber bei der Entwicklung bei Audi, BMW, MAN und weiteren Industriebetrieben an bayrischen Standorten kommen die Bayern auch noch dahin, wo die anderen schon sind und BaWü den Bayern schon vorausgeht.“
???
Arbeiten ehemalige Referendar*innen in den Autokonzernen oder wo glauben Sie am Ende dabei herauszukommen?
Ja, als „Autodidakten“.
Mit steigendem Sparzwang wird der Maggus auch die Praxis von Cem, Hendrik et al übernehmen.
Transferleistungen sind nicht so Ihres, vermute ich mal.
Kann schon sein.
Ich hätte bei der Entwicklung der Industriebetriebe eher die Verantwortung in den jeweiligen Chefetagen gesucht,
das Schulsystem nicht völlig schief mit der Wirtschaft verglichen Und/ oder händeringend gecherrypicked – aber den betroffenen Referendar*innen in Bayern hilfts bestimmt :/
Meiner Meinung nach uneingeschränkt vorbildlich, aber offensichtlich scheint es nicht zu reichen, DA es ja diese Umfrageergebnisse gab.
„Nach Darstellung der GEW fühlen sich viele zwar grundsätzlich gut begleitet. Mehr als die Hälfte habe dennoch bereits darüber nachgedacht, die Ausbildung abzubrechen. Die Betreuung allein scheint die hohe Arbeitsbelastung demnach nicht ausgleichen zu können.“
Soll heißen, sich positiv gegenüber anderen zu vergleichen, scheint manchen zu genügen, über die Hälfte der Referendar*innen wünscht sich da mehr
Die Sache ist doch relativ einfach:
Auch wenn man das Glück fairer und guter Seminarlehrer/Ausbilder hat, hängt der ganze Berufsweg mit jahrelangem Vollstudium (!) an der Willkür EINER Prüfung.
Da ist ein extrem hohes „Basisstresslevel“ quasi eingebaut – zwangsläufig.
Will man das Referendariat wirklich als *Ausbildungs*phase verstanden wissen – dann muss das weg, der „Examenstag“, an dem alles hängt.
Man könnte beispielsweise durchaus argumentieren, dass Studium mit allen Klausuren/Zwischenprüfungen, sauberes Vorstrafenregister, ärztliche Eignung, sowie Ref durchhalten durchaus schon eine ganze Menge Filter sind (plus Probezeit später, nicht zu vergessen, falls doch ein Psycho „durchrutscht“).
Ein relativ einfaches Stellventil wäre es etwa, den Examenstag so neu zu gewichten, dass er nicht ALLEIN zum „Durchfallen“ (und damit Sturz ins berufliche „Nichts“) führen kann – rechtssichere Ausgestaltung wäre dann Juristensache.
Damit wäre differenzierte Beurteilung imner noch möglich, aber man könnte ganz klar sagen: „Hey, der Prüfungstag ist Stress pur, aber egal was da passiert, Du wirst in dem Beruf arbeiten können, wenn Du Dich vorher engagiert hast.“
Klingt gut.
Ob andere (EU-)Länder dieselben Probleme beim Ref haben?
In den Medien ist häufig zu lesen, wie gut und effektiv die Lehrkräfteausbildung in Finnland ist.
Wenn Sie einen Link dazu haben, was die Attraktivität bzw. das Durchziehen des Refs in Finnland begünstigt, würde ich das gerne lesen 🙂
Na dann legen Sie mal los:
https://de.linkedin.com/posts/alexanderbrand1_mehr-praxis-keine-noten-warum-das-referendariat-activity-7325073781121499136-OsvP
Wer das Referendariat durchläuft, steht bereits im Klassenzimmer, plant Unterricht, wird beurteilt und muss gleichzeitig umfangreiche schriftliche Arbeiten anfertigen.
Sind mit „schriftliche Arbeiten“ die Unterrichtsentwürfe gemeint, oder schreibt man in Bayern im Ref tatsächlich Klausuren? Wenn letzteres gemeint ist, finde ich das schon krass…
Ein großer Teil der Befragten beschreibt die Ausbildung als stressig und belastend. In den vier Wochen vor der Befragung fühlten sich 47 Prozent nach eigenen Angaben „sehr oft“ gestresst und überfordert
Ich glaube, dass man sich gestresst und z.T. überfordert fühlt, ist normal im Job. Die Frage wäre hier für mich, wie man die universitäre Ausbildung so praxisnah gestalten kann, dass es eben nicht den Praxis-Schock gibt und man zumindest etwas entspannter beginnen kann…
Mehr als die Hälfte habe dennoch bereits darüber nachgedacht, die Ausbildung abzubrechen.
Wie sieht das denn bei anderen Berufsanfängern aus? „Mal darüber nachzudenken“, ob enie Ausbildung wirklich die richtige ist, finde ich jetzt so verwunderlich nicht…
weitere 27 Prozent wählten auf einer fünfstufigen Skala die zweithöchste Belastungsstufe. Zusammengenommen berichteten damit knapp drei Viertel der Teilnehmenden von häufigem oder sehr häufigem Stress. Lediglich zwei Prozent gaben an, sich in diesem Zeitraum überhaupt nicht gestresst oder überfordert gefühlt zu haben.
Ich weiß nicht, in welchem Job man sich so „überhaupt nicht gestresst“ fühlen kann. Insofern finde ich das ein schwaches Arrgument, ohne dass man auch das mit anderen Berufsanfängern vergleicht.
Bei einer fünfstufigen Likert-Skala würde man ja von „überhaupt nicht“ bis „sehr stark“ gehen. Dann wäre die „zweithöchste Belastungsstufe“ nur einen Punkt über der Mitte.
Ohne das Belastungsempfinden kleinreden zu wollen – um die Aussagen richtig einzuordnen, müsste man schon die Fragebögen sehen und die Antworten mit anderen Berufsanfängern vergleichen.
„ mit „schriftliche Arbeiten“ die Unterrichtsentwürfe gemeint, oder schreibt man in Bayern im Ref tatsächlich Klausuren? „
Laut website des KM Bayern muss eine schriftliche Hausarbeit angefertigt werden.
Ich habe in BY studiert und auch das Ref gemacht. Schon während des Studiums habe ich eine sehr erfahrene Lehrkraft kennen gelernt, die mich schon mal „warnte“: „Das Ref ist ein Stresstest, um zu sehen, wie belastbar man ist.“ Die Lehrkraft sollte recht behalten.
Übrigens hat die TUM in Zusammenarbeit mit der LMU bereits ab dem ersten Semester studienbegleitende Pflichtpraktika durchgeführt. Ich hatte also von Anfang an Kontakt mit den Schülern und Schülerinnen. Ich denke es kommt in BY auf die Unis an, an denen man studiert.
Das einzige, worauf man wirklich nicht vorberietet wird, sind: Gespräche mit den Erzeugenden und (V-)Erziehenden der SuS, einfache, komplizierte oder anstrengende Gespräche mit diesen Personen werden weder in der Uni noch im Ref gelehrt.
Ich hatte das Glück eine Dozentin zu haben, die sich dafür eine Sequenz in ihrem Seminar Zeit genommen hat.
Sagen wir mal so, ich habe vor dem Studium eine Berufsausbildung gemacht. Das war im Vergleich zum Ref ein Ponyhof. Auch das Studium und der Halbtagesjob neben her, waren natürlich anstrengend und während der Klausuren und Prüfungen stressig, aber weit aus nicht so belastend wie das Ref. Und die meisten kamen an den Punkt, wo sie am liebsten hingeworfen hätten. Einige haben es letztlich gemacht. Im Rückblick waren die einfach cleverer und haben das fragwürdige System schneller gecheckt.
Der Hauptstresspunkt ist, dass man drei Menschen komplett ausgeliefert ist und sich praktisch in die Leibeigenschaft begibt.
Man lebt als Erwachsener komplett fremdbestimmt.
„Ich glaube, dass man sich gestresst und z.T. überfordert fühlt, ist normal im Job.“
Dann sucht man sich etwas, was mehr dem Lohn-Leistungs-Verhältnis entspricht – warum erwarten Schulen, sowas wäre als „normal“ zu erdulden? :/
„Wie sieht das denn bei anderen Berufsanfängern aus? „Mal darüber nachzudenken“, ob enie Ausbildung wirklich die richtige ist, finde ich jetzt so verwunderlich nicht…“
Touché, wobei dies weder die Not an Schulen noch die Probleme löst. Kann aber ein Ansatz sein zu schauen, wie sich dies am Beispiel anderer besser gestalten lässt.
„Ich weiß nicht, in welchem Job man sich so „überhaupt nicht gestresst“ fühlen kann. Insofern finde ich das ein schwaches Arrgument, ohne dass man auch das mit anderen Berufsanfängern vergleicht.“
Hand aufs Herz: Fühlen Sie sich jetzt mehr gestresst als in Ihrem Ref?
Wenn nicht, liegt hier der Hund begraben.
Den gleichen Mist hatten wir davor aber auch mit Exen und anderem Mist, den wir jüngeren Menschen als uns als „wichtig für später“ predigen, im Erwachsenenleben dies aber niemals als angemessen erdulden würden.
Muss mich da allerdings auch als Ausnahme outen, hatte Herrn Später bereits in der Mittelstufe ^^
Die Dosis macht das Gift – ob unangekündigte Tests bei Schülern oder Prüfungstage bei Erwachsenen.
Stimmt wohl – Erwachsene sind erheblich belastbarer, die sollten deutlich öfter ungeangekündigt überprüft werden 😛
klar, weil es woanders schön 3 Tage Homeoffice, 4 Tage Woche und 35 Std Woche gibt bei viel höheren Gehältern. An die Extras wie 13. oder Bonus oder Zulage denkt da noch keiner. Außerdem geht man dort schon langsam ab 62,63 oder 64 in den Ruhestand. Tja, so sieht es aus in der AKA Welt 🙂
Und als Lehrkraft immer daran denken, die reguläre Außerdienststellung erfolgr erst am Ende des Schuljahres, in dem das MHD erreicht ist. Ganz doof für diejenigen, die im Februar geboren worden sind.
Nein, nach dem Halbjahr, in dem man das MHD erreicht hat…..doof für die, die nach dem 1. August geboren sind, bzw. Nach dem 1. Februar……Glücklich diejenigen, die im Juli bzw im Januar Geburtstag haben….
Meine ehemalige Konrektorin hatte am 31 Januar Geburtstag….so ein Glückspilz….
Sorry, ich wollte Schulhalbjahr schreiben, denn das gleiche gilt ja auch für die, die kurz nach Schulstart im Sommer Geburtstag feiern.
Was ihre ehemalige Konrektorin angeht, deren Eltern haben alles richtig gemacht.