Ärzte, Lehrer und Schüler gegen Ende der Maskenpflicht in NRW-Schulen

28

Kinderärzte, Lehrer und Schüler warnen vor einer vorschnellen Abschaffung der Maskenpflicht an den Schulen in NRW. Damit riskiere man mit Beginn der kalten Jahreszeit einen massiven Anstieg der Infektionen, sagte Professor Jörg Dötsch, Leiter der Kinderklinik an der Uniklinik Köln dem «Kölner Stadt-Anzeiger».

Streitfall Maske. Foto: Shutterstock

«Wenn dann im Winter doch wieder ganze Klassen in Quarantäne müssen oder gar Schulen schließen, haben wir etwas ganz Gravierendes falsch gemacht», so Dötsch, der auch Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendmedizin ist. Die Masken hätten maßgeblich dazu beigetragen, dass die Ansteckungswahrscheinlichkeit in den Schulen trotz der Delta-Variante im Rahmen geblieben sei. Sie bildeten «ein zentrales Element in den kommenden zwei Monaten».

Die Landesregierung will voraussichtlich in der kommenden Woche Klarheit schaffen, wie es mit dem Unterricht und der Maskenpflicht in Nordrhein-Westfalen nach den Herbstferien weitergeht.

Auch von Lehrer- und Schülerseite gab es warnende Worte: «Während in manchen Schülerschaften noch eine Inzidenz von 300 herrscht, über einen Maskenverzicht nachzudenken, ist unsinnig», sagte Johanna Börgermann von der Landesschülerinnenvertretung NRW. Sie verwies auf die Ungeimpften unter Zwölfjährigen.

Die Vorsitzende des nordrhein-westfälischen Philologen-Verbands, Sabine Mistler, plädierte für große Vorsicht bei Lockerungen in den Schulen. «Der verlässliche Präsenzunterricht in einem sicheren Umfeld für alle Schüler und Lehrer muss absolute Priorität haben», sagte Mistler der Zeitung. Momentan empfänden die Lehrer an NRW-Schulen eine gefestigte Sicherheit und hätten einen guten Umgang mit Masken gefunden. Die Tendenz, diese Sicherheit in einer Zeit unsicherer Perspektive aufzugeben, nehme sie «mit Erschrecken» wahr, so Mistler. News4teachers / mit Material der dpa

Ärzte-Funktionäre drängen (schon wieder!) darauf, Maskenpflicht an Schulen zu streichen – Virologin Brinkmann: „dumm“

Anzeige


28 KOMMENTARE

  1. Tja, Tatsache ist leider, dass in RLP die Maskenpflicht im Klassensaal schon lange gefallen ist.
    Wir haben nichts, rein gar nichts um SuS zu schützen.
    Frau Dr. Brinkmann hat mehr als recht, zu sagen es sei dumm diesen einzigen Schutz den SuS hatten aufzugeben.
    Schulträger und Gemeinden weigern sich anderes zu tun um SuS zu schützen.
    Es geht nicht darum Kinder hätten ja keinen schweren Verlauf und blablabla, es geht darum, dass Kinder gar nicht erst erkranken, an einem Multiorganvirus, von dem noch lange nicht klar ist welche Schäden er überhaupt verursachen kann.
    Dieses Risiko in Kauf zu nehmen ist schändlich, unverantwortlich.
    Und nein, Tests schützen nicht, sie helfen nur zu erkennen wer es dann schon hat. Und sind sehr unsicher.
    Und nein, auch ich möchte nicht ewig Maske tragen.
    Aber ich werde es tun, solange wie nötig.
    Und nein, ich möchte keine Kommentare von Maskengegnern, das ewig gleiche Herbeten von nicht richtigen Aussagen und von Meinungen, die keine wahren, bewiesenen Fakten aufgreifen.

  2. Das Ende der Herbstferien in NRW deckt sich zeitlich so ziemlich mit dem Abgang des MP.

    Das Ende der Maske und obendrauf Testpflicht in Schulen wird sein „Abschiedsgeschenk“ mit besten Grüßen von Laumann und Gebauer dazu.

  3. Wenn die Inzidenz sowieso schon bei 300 ist, bringen die Masken in Schulen offensichtlich auch nichts, außer, dass sie eine Mehrbelastung für Schüler und Lehrer sind. Kinder und Jugendliche erkranken nicht schwer an Corona und es bleibt schwer vermittelbar, wieso in Clubs wieder ohne Maske getanzt werden darf, in Klassenzimmern bei dreimaliger Testung aber noch immer der Lappen getragen werden muss.

    • Und wenn zu viele durch zu schnelles Fahren sterben, heben wir dann die Tempolimits auf?? Ihre Verwendung des Wortes „Lappen“ zeigt allerdings schon, auf welchen Kanälen Sie sonst so verkehren.

      • Na ja, die Kids tragen die ja schon oft wie so einen ollen Lappen, aber der Verweis auf Clubs ist ja deshalb nicht richtig, weil man sich nicht an schlechten Beispielen orientieren sollte, sondern an guten. Und Clubs einfach so laufen zu lassen ist sicher kein best practice.

        Schwer zu vermitteln ist eigentlich eher, warum in Schulen alles immer so anders sein soll mit dem Virus als in der restlichen Welt da draußen. Liegt halt daran, das die Kultusministerien monatelang immer wieder die gleiche Propaganda rausgeben.

    • Mit dem Unterschied, dass ich bisher nie gezwungen war, in einen Club zu gehen. Da darf man straffrei weg bleiben, wenn einem drin etwas nicht ganz geheuer vorkommt. Das ist bei Schulen wirklich anders.
      Und „Kinder erkranken nicht schwer an Corona“ kommt mir vor wie die zweite Strophe des KuMi-Songs vom letzten Jahr „Kinder sind keine Treiber der Pandemie“. Der Refrain lautet übrigens „Schulen sind sicher, siiicher, oh yeyeyeahh sihicher…“ Lästiger Ohrwurm…

  4. Was heißt denn „Lehrer gegen Ende der Maskenpflicht in NRW“? Ich bin auch Lehrer, meine Kollegen und ich sind für eine Abschaffung der Maskenpflicht! Wir haben schon zahlreiche Fälle von Panikattacken, Depressionen und Suizidversuchen, weil unsere SchülerInnen mit der aktuellen Situation nicht mehr klarkommen und sie beim Anblick der Masken schon Angst bekommen. Auch im Kollegium mehren sich die Fälle von Augenentzündungen, weil die ausgeatmete Luft durch die Masken zu den Augen aufsteigen. Inzwischen haben alle Menschen ein Impfangebot erhalten, wer möchte kann sich impfen lassen. Nur weil einige das nicht möchten, ist es dennoch an der Zeit, zurück zur Normalität zu gehen, schließlich bleibt Corona, so wie die Grippe – für immer!

    • Ja ist klar …
      Angst allein beim Anblick der Maske
      Suizidversuche, Panikattaken, Depressionen wegen Masken
      ( das ist dramatisch wenn SuS solche Probleme haben, hat aber andere Ursachen, wird nur jetzt ans Licht befördert. Ein Herunterspielen und Negieren einer imnernoch bestehenden Gefahrensituation wird nichts nutzen, Normalität können wir so nicht erzwingen)

      Ausgeatmete Luft die zu den Augen aufsteigt verursacht Augenentzündungen

      … ein Lacher am Morgen.
      Als halbwegs intelligenter Mensch, sollten Sie überdenken was Sie so von sich geben.

    • Bei demjenigen, bei dem die Luft nach oben aus der Maske geht, der trägt die Maske falsch. Die Luft muss DURCH die Maske, nicht außen vorbei, sonst wirkt sie nicht.

      Den Rest des Beitrags lese ich dann mit einem entsprechenden Schmunzeln und kann ihn insgesamt nicht ganz ernst nehmen…

    • Tatsächlich? In NRW gibt es schon Impfungen für die U12? Also bei uns nicht. Oder sind U12 keine Menschen? Jaja, ich weiß, es ist manchmal schwer zu erkennen, was da Kleines mit Maske an einem vorbei gehuscht ist, vor allem wenn man bereits traumatisiert ist und eine Augenentzündung hat. Trotzdem würde ich auf „Mensch“ tippen. Auf ungeimpften Mensch.

  5. Im Saarland ist die Pandemie vorbei. Hier alles normal, Abstände in Geschäften sind auch weg. Masken in Schulen sowieso. Dann warten wir mal ab, ob bei einem Corona-Fall die Klasse 5 Tage getestet wird, oder ob alle infektiös sind.
    Von meinem Abi-Jahrgang letztes Jahr waren ca. 30 mit Infektionen gesegnet. 2 davon schwer, eine hat kein Abi mehr gemacht und die mit leichteren Symptomen (Geschmacksverlust) brauchten auch keinen Leistungssport mehr machen.
    Aber Kinder sind nicht betroffen (Ironie off)
    Ich habe eine 11jährige Tochter. Nur noch 4 Monate. Aber Abwarten gibt es nicht. Alle wollen normal, ich eigentlich auch. Und ich trage trotz Impfung immer noch ffp2 im Unterricht. Ich bin in Deutschland wohl im falschen Film.

  6. Es ist richtig, die Betroffenen zu fragen und entscheiden zu lassen. Keine gutgemeinten Beschlüsse der Regierung mehr. Ihre Vertreter haben grundlegend falsche Entscheidungen getroffen..

  7. So ein Schwachsinn. Alle berichten von Masken tragen oder abschaffen. Einmal so einmal so….
    Einfach weiter tragen! Wir haben alle gesehen was geschieht wenn Masken tragen aufgehoben wird oder nur noch OP Masken tragen. Das Virus ist kleiner als die OP Masken aufhalten. Ja, besser als nichts. Klar. Aber maximaler Schutz wäre sinnvoller als halber. Zudem sollten alle, egal ob geimpft oder ungeimpfte auf keine großen Veranstaltungen gehen. Schon gar nicht wenn man Kinder hat die nicht geimpft werden oder geimpft werden können.
    Es heißt durchhalten, die Medizin braucht Zeit für Fortschritte und das Virus muss so wenig Wirte haben wie möglich, um Varianten Entwicklungen einzugrenzen.

  8. „Wenn dann im Winter doch wieder ganze Klassen in Quarantäne müssen oder gar Schulen schließen, haben wir etwas ganz Gravierendes falsch gemacht“

    Naja… das sind die eher harmlosen Folgen solch unverantwortlichen Tuns.

    Wirklich schlimm wäre, wenn deswegen Kinder im Krankenhaus landen oder sich LongCovid einfangen. Dagegen ist ausgefallener Unterricht vergleichsweise harmlos.

    Wenn man dann noch bedenkt, dass es jetzt schon nicht genug Personal in den Kinderkliniken gibt, dann kann man nicht ernsthaft erwägen, den jetzt schon riskanten Durchseuchungskurs noch mehr anzuheizen.

    Kinder erkranken SELTEN schwer… aber wenn man genug infiziert, dann werden es trotzdem viele sein. Zudem ist es ein Unding, dass die LongCovid-Problematik bei Kindern in Deutschland von offizieller Seite immer noch ignoriert wird.

  9. Genauso gut könnte man auch titeln: Ärzte, Lehrer, Schüler FÜR das Ende der Maskenpflicht, denn natürlich gibt es auch Ärzte, Lehrer und Schüler, die dafür sind und nicht zu knapp.

  10. Dann sollen die genannten besorgten Lehrer, Ärzte und Schüler die Masken tragen und am besten sollten sie sich selbst separieren.

    Die Schüler dürfen selbst entscheiden, ob sie weiterhin Masken tragen oder nicht.

  11. Sehr geehrte Frau Natalie, was meinen Sie mit „sich selbst separieren“? Bei mir weckt es Assoziationen an dunkle Zeiten der Geschichte.

  12. Die Leidtragenden dieser Pandemie , bzw. der Maßnahmen sind leider immer diejenigen, die in unserer Gesellschaft keine Wahlstimmen haben: Unsere Kinder. Sie sind Spielbälle für die Politiker, die die Zügel in ihren Händen halten und nach Belieben anziehen oder lockern, wenn es für sie von Nutzen ist.
    Der auferlegte Maskenzwang in den Schulen hätte schon , spätestens nach dem freiwilligen Impfen derjenigen, die vorerkrankt sind oder/und ein schwaches Immunsystem haben, aufgehoben werden müssen.
    Logisch ist doch, dass dort, wo regelmäßig getestet wird, auch Inszidenzwerte auftauchen.Doch was bedeutet dieser Wert?
    Warum wird nicht die Zahl derer bekanntgegeben, die gar nicht erkranken oder nur einen Schnupfen oder eine leichte Erkältung haben?
    Und was bedeutet denn “ Long Covid“?
    Sind die Symptome, wie z. B. Abgeschlagenheit oder Konzentrationsschwäche nicht eher Nebenwirkungen des Lockdowns und des Distanzlernens?
    Ich glaube, die Befürworter dieser fragwürdigen Maßnahmen sollten mal versuchen, über ihren Tellerrand zu blicken und unseren Kindern das Recht auf eine normale gesunde Entwicklung gewähren.
    Denn ein Kind kann sich nur gesund entwickeln, wenn sich das Immunsystem normal entwickeln kann und den nötigen Freiraum erhält und nicht permanent gemaßregelt und eingeengt wird.

    • „Sind die Symptome, wie z. B. Abgeschlagenheit oder Konzentrationsschwäche nicht eher Nebenwirkungen des Lockdowns und des Distanzlernens?“

      Und warum wurden dann bei LongCovid-Betroffenen organische Veränderungen mit bildgebenden Verfahren entdeckt?

      Covid 19 ist kein Schnupfen, sondern eine Gefäßkrankheit mit weitgehend unbekannten Folgen. Ich verstehe nicht, wie man auf die Idee kommen kann, Kinder einfach damit zu durchseuchen, ohne vorher zu klären, was dabei genau passieren kann.

      Die gleichen Leute, die ganz deutlich gegen eine Impfpflicht trommeln, haben kein Problem damit, die Kinder per Schulpräsenzpflicht zwangsweise zu infizieren. Auch das ist vollkommen unverständlich. Warum ist die Impfung böse und die Infektion gut?

  13. Mal ein Praxisbeispiel: Kitas hatten die ganze Pandemie geöffnet und sowohl die Kinder als auch die Erzieher haben (bis auf wenige Ausnahmen) keine Masken getragen. In Deutschland ist dennoch kein Kind und kein Jugendlicher unter 17 Jahren ausschließlich an Corona gestorben (laut Aussage von StiKo-Chef Mertens). Alle Toten hatten zum Teil schwere Vorerkrankungen.

    Kinder und Jugendliche können natürlich an COVID-19 erkranken. Viele bemerken die Krankheit gar nicht oder haben nur leichte Symptome, deshalb kommt es zu Todesfällen oder schweren Verläufen nur in Ausnahmefällen (https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1104173/umfrage/todesfaelle-aufgrund-des-coronavirus-in-deutschland-nach-geschlecht/).

    Kinder und Jugendliche können natürlich auch an Long-Covid erkranken, aber erstens ist das Krankheitsbild noch nicht genau erforscht, zweitens sind Kinder und Jugendliche deutlich seltener betroffen als Erwachsene und drittens ist Long-Covid lästig, aber i.d.R. keineswegs dauerhaft lebenseinschränkend.

    Kinder beklagen sich deutlich seltener als Erwachsene, wenn uns um Regeln geht, dennoch hat die Maskenpflicht einen sehr deutlich negativen Effekt auf alle Kinder. Die Zahl der psychischen Auffälligkeiten hat deutlich zugenommen, sodass vielen Kindern nicht mehr ausreichend pädagogisch und psychisch geholfen werden kann. Entsprechende Stellen sind aktuell deutlich überlastet.

    Folglich stelle nicht nur ich mir die Frage, warum Kinder und Jugendliche als faktisch nicht Gefährdete für die Dummheit älterer oder gefährdeter Menschen, die sich nicht impfen lassen wollen, büßen müssen.

    Wem das Virus in Deutschland immer noch zu gefährlich ist, kann ja weiterhin eine Maske tragen oder sich aus dem öffentlichen Leben möglichst zurückziehen. Aber den nicht gefährdeten Kindern und Jugendlichen ein Stück Freiheit und unbeschwertes Lernen/Leben zu nehmen, ist nicht der richtige Weg.

    • Zu viele zurecht gelegte Annahmen und Hypothesen, sorry.

      Doof ist insbesondere, dass Kids (auch wenn quietschvergnügt ohne Symptome) Viren übertragen haben an Risikopatienten und auch immer werden und jeder Infizierte zur Mutationswahrscheinlichkeit beiträgt.

      Apropos lästig: nicht mehr riechen und schmecken zu können geht ein wenig darüber hinaus, oder nicht? Brauchen Sie noch weitere Beispiele für Long-Covid?

  14. @HansWerner
    Nicht gefährdete Kinder und Jugendliche, besonders die U12?
    Long-Covid nur lästig?
    Maske Schuld an psychischen Auffälligkeiten?

    Ja, Sie haben recht, Kinder sind definitiv gefährdet durch die Dummheit älterer Menschen!

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here