Zwölf Prozent Krankenstand bei Lehrkräften (ab 20 Prozent kein Regelunterricht mehr)

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POTSDAM. Der Unterricht in Brandenburgs Schulen ist nach Darstellung von Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) nach den Weihnachtsferien planmäßig angelaufen. Die Krankheitsquote bei den Lehrkräften habe sich mit 12 bis 13 Prozent gegenüber Dezember nicht erhöht, sagte sie am Donnerstag im Bildungsausschuss des Landtags. Bis zu einer Krankheitsquote von 20 Prozent könnten die Schulen den Unterricht mit eigenen Mitteln aufrechterhalten.

Wenn jede fünfte Lehrkraft sich krank meldet, ist Schluss mit Regelunterricht. Foto: Shutterstock

Ernst betonte, dass die Schulen seit den Sommerferien im Präsenzunterricht offen seien. Die Präsenzpflicht für die Schüler zahlreicher Jahrgangsstufen soll ihr zufolge bis mindestens zu den Winterferien ausgesetzt bleiben. Dies werde von 2,5 bis 5 Prozent der Familien dazu genutzt, die Kinder zuhause zu lassen. Einen vom Land organisierten Distanzunterricht gibt es für diese Schülerinnen und Schüler nicht.

Die Ministerin bekräftigte die Absicht der Landesregierung, dass auch Kinder ab einem Jahr in Krippen und Kitas künftig zwei Mal pro Woche auf das Coronavirus getestet werden sollen. Dies solle kommende Woche in der Eindämmungsverordnung verankert werden. Dazu müsse mit Kommunen und Trägern aber noch eine Einigung über die Beschaffung und Finanzierung der Tests erzielt werden. Daher sei noch nicht absehbar, wann die Tests für die Kleinsten starten können. Die Testkits sollen von Kommunen und Trägern dezentral beschafft und die Kosten vom Land erstattet werden.

Schüler und Schülerinnen müssen sich seit dem 15. November drei Mal pro Woche vor dem Schulbesuch selbst testen. Nach den Winterferien soll ab Mitte Februar die Frequenz der Tests auf fünf Mal pro Woche erhöht werden. News4teachers / mit Material der dpa

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39 KOMMENTARE

  1. 20%, lachhaft! Die Realität wird uns einholen. Grundschulen sind pauschal eh massiv unterbesetzt. Schulschließungen wegen Lehrermangel kommen spätestens in 2 Wochen. Und ich habe kein Mitleid mit denen, die uns seit Jahren übelst beschimpfen und moppern und jetzt jammern, dass sie ihre Kids selbst betreuen müssen. Und Nullrunden verordnen. Politiker und Eltern – beide Gruppen haben ihren Anteil am Lehrermangel.
    Und nein – ich werde weder die Quarantäne verkürzen noch krank in die Schule gehen. Die Zeiten sind vorbei.

    • 100% Zustimmung.
      Gehe auf die 60 zu. Die Zeiten in denen ich mit dem Kopf unter dem Arm zu Arbeit bin, sind vorbei.
      Krank ist krank.

      • Was soll da der selbständige Handwerker zu seinen Kunden sagen, deren Baustelle liegenbleibt? Wegen einem kleinen Schnupfen und etwas Kopfweh? O weh.

        • @Osman: habe ich gemacht. Er erhöht die Preise, nimmt weniger Aufträge an, arbeitet weniger und verdient mehr. Und wir zahlen, weil wir sonst keinen Handwerker kriegen. Und meckern nicht, wenn er ohne oder mit unter der Nase sitzender Maske kommt, weil er sonst gar nicht anfängt mit seiner Arbeit. Alles selbst erlebt. Also lass uns lieber das Thema wechseln.

        • @Osman

          Nun, das ist eine ganz andere Frage.

          Sie für sich – selbstständig. Sie dürfen entscheiden, welche Bauaufträge Sie ausführen, welche nicht.

          Wir für Sie – angestellt oder verbeamtet. Wir entscheiden uns in der Regel für Sie und Ihre Kinder. Dadurch haben wir keinen Verdienst mehr (aber auch nicht weniger, das muss ich fairerweise sagen.)

          Dennoch ist das genau das, was die Gesellschaft von uns erwartet, wie auch sämtliche Politker – um dann auf uns rumzuhacken.

          Was meinen Sie, wie lange man das ertragen kann?

          Eine Lösung wären definitiv mehr Lehrkräfte – im Normalfall als Doppelbesetzung (in zu vollen Klassen – die haben wir reihenweise) und im Bedarfsfall als Vertretung. KOSTET GELD – das werden Sie als Selbstständiger verstehen – mag man nicht ausgeben – kommt ja nichts bei rum – kein neuer Auftrag, kein (monetärer) Gewinn, nichts.

          Sie wissen das genau, lieber Osman. Deswegen ist der Post auch etwas sonderbar, m.E.

          Übrigens: Auf der Baustelle ist in der Regel alles möglich: Abstand, Maske, ja, es braucht teilweise gar nicht gelüftet zu werden. Deutlich leichter als bei uns, gelle?

    • @Emil: Mit der Unterbesetzung von Grundschulen haben Sie natürlich recht. Ich weiß nicht genau, wie die Situation in Brandenburg aussieht, aber zumindest in NRW liegt dies m. E. nicht an der Anzahl der Grundschullehrer, sondern zu einem großen Teil daran, dass vergleichsweise wenige Lehrer in Vollzeit arbeiten. Das wird zum Beispiel sehr schön deutlich an den Lehrerzimmern, die früher bei gleicher Schuleranzahl jedem Lehrer einen Platz boten und nun sehr oft viel zu klein sind. (Gleicher Raum, gleiche Schülerzahl, ungefähr gleiche Stundenzahl, aber eben viel mehr Lehrer mit teilweise sehr geringen Stundenzahlen)

      • @DerDip
        Das ist richtig und wichtig. Ein Vollzeit GS-Lehrer unterrichtet 28 Stunden.
        Eine erste und 2. Klasse haben 21 Stunden, 3/4 Klasse 26 Stunden.
        Da kann man sich leicht ausrechnen, dass es bei nur Vollzeitkräften weniger Lehrer als Klassen gibt. Das bedeutet, dass immer ca. 2 Klassen ohne Lehrer klarkommen müssten. Auch Förderstunden, (ein Lehrer betreut Schüler mit Schwieigkeiten) könnten nicht mehr als Doppelbesetzung in der normalen Unterrichtszeit, sondern nur noch in der 6. Stunde stattfinden, also zwischen 13Uhr und 13.45. Nicht sehr effektiv!
        Früher, als es noch keine festen Grundschulzeiten gab, konnten Klassen auch erst um 9 Uhr oder 10 Uhr anfangen. Da brauchte man weniger Teilzeitkräfte.
        Aber je mehr Teilzeitkräfte umso mehr „Köpfe“ haben wir vor Ort.
        Wir haben lieber 4 Halbzeitlehrer als 2 Vollzeitlehrer!
        Allerdings müssen Teilzeitlehrer alle außerunterrichtlichen Aufgaben ( Konferenzen, Elternsprechtage, Klassenleitung, Klassenfahrten usw) ohne Lohnausgleich mitmachen, weshalb gerade Lehrerinnen ohne Kinder lieber in Vollzeit arbeiten….

        • Aber ganz ohne Teilzeitlehrer konnte auch früher der Schulbetrieb in der GS nicht aufrecht erhalten werden. Selbst früher hätte dann nicht jede Klasse einen Klassenlehrer gehabt….

      • Die Schule bekommt keine Pro-Kopf-Zuweisung an Lehrkräften, sonderen eine Stundenzuweisung, die sich nach Anzahl der Klassen, der regulären Stundentafel (Unterrichtsstunden je Klasse) und ggf. Zusatzbedarfen (DaZ, Begabtenförderung u.a.) richtet – errechnet vom Ministerium.
        Können diese Stunden durch die Stammlehrkräfte nicht erteilt werden, kommt es zu Abordnungen von anderen Schulen mit Überhang.

        Es ist bekannt, dass ausgeschriebene unbefristete Stellen für Lehrkräfte nicht besetzt werden können, auch in Grundschulen, auch mit D/Ma beliebig. Es finden sich keine Bewerbenden.
        Es hat sich herumgesprochen, dass der Lehrkräftebedarf sehr hoch ist, aber keine Stellen entsprechend des Bedarfs ausgeschrieben werden. Auch kann nicht jede Schule, die Bedarf hat, einfach ausschreiben, die Stellen werden vom Ministerium freigegeben.
        Qualifizierungen für Quereinsteigende oder Seiteneinsteigende sollen weitere Lehrkräfte für den Unterricht gewinnen.
        ReferendarInnen können direkt nach ihrer Prüfung ihren Vertrag aufstocken, sodass sie Vertretungsunterricht erteilen können. Das machen auch sehr viele.
        Dennoch findet man nicht genügend Lehrkräfte.

        Weitere Maßnahmen sind seit Jahren Vertretungsregelungen, in denen
        a) pädagogische Mitarbeiterinn (im besseren Fall Erzieher, aber auch Menschen ohne pädagogische Ausbildung oder mit einem VHS-Kurs) die Aufsicht über Klassen übernehmen (kein Unterricht), wobei häufig die Lehrkräfte an der Schule für diese Stunden mitdenken und Materialien bereitstellen, zusätzlich zum eigenen Unterricht,
        und
        b) Bachelor-Absolvierende die Vertretung übernehmen, Unterricht – und zwar eigenständig, wobei auch da häufig die ausgebildeten Lehrkräfte Hilfestellungen und Materialien bereitstellen.

        Nur so ist es annährend möglich, in jeder Unterrichtsstunde je eine erwachsene Person zur Aufsicht pro Unterrichtsraum einteilen zu können.

        Wenn man unter diesen Voraussetzungen auf Lehrkräfte zeigt, die Teilzeit arbeiten, sollten man im gleichen Beitrag unterbringen, dass genau diese Lehrkräfte seit langer Zeit den Betrieb aufrecht erhalten, da sie unentgeltlich erheblich mehr arbeiten, als sie nach Teilzeitvertrag müssten (z.B. siehe Arbeitszeitstudie, Uni Göttingen 2015/16), das Land aber nicht gewillt ist, eine Erfassung der Arbeitszeit und entsprechende Entlastung zu gewähren.

        Diese Situation besteht seit Jahren an vielen Schulen.
        Wenn alle Schulen mit 20% Personalmangel den Unterricht begrenzt hätten, wären laufend Klassen zu Hause gewesen.

        ZUSÄTZLICH kommen jetzt die Ausfälle durch die Pandemie, Erkrankungen und Quarantänen, Langzeit-Erkrankungen nach Covid sind noch gar nicht bedacht.

      • @DerDip

        Bei uns arbeiten auch sehr viele GS-Lehrkräfte mit reduzierter Stundenzahl.

        Bei all den weiteren – nicht bezahlten! – Aufgaben, ist eine Vollzeitstelle einfach nicht für alle zu bewerkstelligen.

  2. Präsenzpflicht ausgesetzt bis zu den Winterferien? Ab 11.01.2022 sollen doch alle Schüler*innen, wieder in den Klassen sitzen.
    Zurück in die Zugluft. Wenn man den Querlüften kann.
    Wir werden sehen, wie lange das „gut“ gehen kann.
    Die Zukunft wird es ans Licht bringen, ob Coronainfektionen ohne gesundheitliche Folgen für die Kinder und Jugendliche bleiben.

  3. „Die Krankheitsquote bei den Lehrkräften habe sich mit 12 bis 13 Prozent gegenüber Dezember nicht erhöht, sagte sie am Donnerstag im Bildungsausschuss des Landtags. Bis zu einer Krankheitsquote von 20 Prozent könnten die Schulen den Unterricht mit eigenen Mitteln aufrechterhalten.“

    Ich gehe mal auf das Zahlengeschiebe ein 🙂
    Ich gehe damit völlig konform, wenn LKs im Schuljahr 1-2 Wochenmehrarbeitsstunden (sprich 40-80 Jahresunterrichtsstunden) durch Vertretungen leisten, das ist machbar. Allerdings müssen die Lehrkräfte diese „Überstunden“ auch wieder abbauen können!

    Nun zu den genannten Zahlen:
    Mal angenommen, eine Schule hätte 100 Lehrkräfte bei angenommenen 25 Unterrichtswochenstunden = 2500 Lehrerstunden.
    Wenn jetzt schon seit Dezember 12-13% der LK, also 300-325 Lehrerstunden kompensiert werden mussten/müssen, leisten die restlichen LK jeweils bereits 3,41-3,74 Wochenstunden mehr, das ist schon grenzwertig!
    Wenn nun 20% der LK fehlen, fehlen 500 Lehrerstunden, d.h. für die restlichen 80% je 6,25 Wochenstunden mehr, um das zu kompensieren… bedeutet 31,25 Wochenstunden je LK -> kurzzeitig (!) sicherlich leistbar, aber auf Kosten der Unterrichtsqualität.

    Eine dauerhafte Wochenstundenzahl >28 wird auf Dauer nicht nur die Qualität des Unterrichts und damit das Outcome stark sinken lassen, sondern auch eine Überbelastung der LK mit eventuell höherem Krankenstand provozieren, sprich: es wird ein Teufelskreis.

    So what to do: Unterrichtsausfall? Mehr Lehrkräfte schnitzen/anwerben? Lehrergesundheit fördern?
    Liegt es vielleicht daran, dass Bildung in Deutschland nichts kosten darf (Vergleich Bildungsausgaben in % des BIP BRD<OECD-Durchschnitt)?

    • Und dann sollte man bedenken, wir sinnvoll manchmal Vertretungsunterricht ist.
      Die 12% haben wir alleine durch unsere Schwangeren, die zu Hause sitzen erreicht, die Kranken, die teilweise auch spontan ausfallen, sind da nicht drin. Bei uns fehlen jeden Tag ca. 15 Leute bei einem Kollegium von 90 inklusive 15 Vertretungskräften und etlichen Referendaren, die ja beide keine Vertretung machen sollen

      • In SH findet Frau Prien es akzeptabel, wenn ein Drittel der Lehrer ausfallen.
        Das große Problem mit den „Zahlenschiebereien“ ist, dass es meist nix bringt, wenn Lehrer Mehrarbeit machen. In den ersten 4 Stunden einer Grundschule sind ALLE Klassen vor Ort, also auch ALLE Lehrer im Unterricht. Fällt einer aus, so nützt es uns gar nichts, wenn 4 Lehrer eine 5.Stunde dranhängen. In den 4 ersten Stunden ist trotzdem keine Person für die Klasse des kranken Lehrers da.
        Selbst die meisten Teilzeitkräfte sind ja in den ersten 4 Stunden im Unterricht. Der ein oder andere Teilzeitlehrer kann eine erste oder 4. Stunde zusätzlich machen, aber keine 4 Stunden, da er ja schon in einer anderen Klasse unterrichtet.
        Mit Überstunden erreicht man kaum etwas.
        Aber wie sollte Frau Prien das auch wissen! Im Büro klappt das doch auch!
        Nur ist es den Akten egal, wann sie bearbeitet werden. Sie liegen still auf dem Schreibtisch und warten ab. Bei Kindern klappt das nicht. Die sind morgens ab 8 in der Schule, da die Eltern zur Arbeit müssen.

        • Wenn ich mal kurz rechnen darf:
          Wenn ein Drittel der Lehrer ausfallen sind 4 von 12 Klassen unbetreut und die Kinder müssen auf die verbliebenen 8 Klassen aufgeteilt werden.
          Das heißt, dass zu den vorhandenen 24 Kindern noch jeweils 12 Kinder dazukommen, die irgendwie zusätzlich in den kleinen Raum gestopft werden müssen. Natürlich ohne Tische und Stühle.

        • Das Problem haben wir auch, seit Jahren und ganz unabhängig von Corona.
          Selbst die Vorgesetzten scheinen es nicht zu begreifen oder haben selbst keine Handhabe. Wenn sie irgendwohin eine Abordnung verfügen, reißen sie anderswo eine neue Lücke, weil die Anzahl der Lehrkräfte nicht ausreicht, um alle Klassen in der 1.-4. Stunde zu versorgen.

  4. Das ist halt das Bekloppte an der Verkürzung der Quarantänezeit: die Leute, die symptomatisch krank werden durch Corona, bringt auch eine verkürzte Quarantäne nicht schneller ins Berufsleben zurück.

    Aber wie schon an anderer Stelle gesagt: komplexe Probleme löst man nicht durch einfache Ansätze….

    Auch die Verkürzung der Quarantänezeit ist lediglich ein reaktives Werkzeug, das wieder beweist, dass die Politik nur reagiert nicht aber agiert. Und für ein solch reaktives Verhalten muss man keine Steuergelder ausgeben und Politiker bezahlen….das kann auch der Praktikant erledigen.

    • @Ich muss… : wer symptome hat soll natürlich nicht zur Schule, das is ja wohl klar. Es gibt aber viele asymptomatische Verläufe. Und auch bei den symptomatisch Fällen ist es doch so, dass diese meist nach wenigen Tagen vergehen. Es würde mich schon wundern, wenn 20 Prozent der Lehrer auf Dauer, also über Wochen oder Monate, symptomatisch erkranken. Das gibt es wohl sonst in keinem Berufszweig.

  5. ….das kann auch der Praktikant
    Der könnte das sicher besser. Er ist nicht so sehr auf politische Macht fixiert und denkt vielleicht Problem orientiert.
    Ich frage mich wider was ein Bildungsminister beruflich macht, ganz besonders in den letzten w Jahren…

    • PR events durchführen und ansonsten Netzwerken, um möglichst rasch den nächsten Karriereschritt heraus aus dem unliebsamen Kultusministerposten heraus zu machen. Kultusminister wird doch niemand freiwillig, ist aber halt immer noch bessere als gar keinen Ministerposten abzubekommen.

    • @ Manuela Barthel,
      Jeder der Corona oder auch nur eine Erkältung hat sollte krank zur Schule gehen und mich anstecken!
      Viele Kollegen kommen krank zur Arbeit und sind stolz auf ihre Arbeitsmoral.
      Weiter so!

      • Mir ging es eher um die allg.Aussagen gegen „mobbende, schimpfende“ Eltern, welche nun jammern, dass Sie die Kinder alleine betreuen sollen! Das finde ich schon recht unverschämt.

        Die meisten Eltern sind berufstätig. Die langen Monate mit Homeschooling und der eigenen Berufstätigkeit waren grenzwertig und kräftezerrend. Gerade unsere Grundschule hat sich in der Distanzbeschulung nicht mit Ruhm bekleckert. Kopierte AB waren da schon Luxus

        Und zum „krank sein“ und arbeiten, kann ich als Erzieherin in einer Kita ein Lied singen!

        • Und weil Sie frustriert sind, soll ich meine Schüler durchseuchen? Womit sich die frustrierten, moppern den Eltern wohl bewiesen hätten……

          • @Emil
            Schieb doch nicht die Kinder für deine fehlende Arbeitsmoral vor! Frust hab ich keinen, aber Du scheinbar sehr viel! Ich bin von der Einstellung mancher Lehrer extremst genervt.

            Wie stellst du dir denn funktionierenden Distanzunterricht in der AK U12 vor?
            Aber so, dass alle Kinder natürlich die gleichen Voraussetzungen haben!
            Einen Arbeitsraum, ein Endgerät, ein Elternteil , was mit Rat und Tat zur Seite steht.
            Oder den“Unterricht „in der Notbetreuung für Kinder systemrelevanter Eltern?

            Ja, auch ich bin systemrelevant.Hab die Notbetreuung nicht einen Tag genutzt, da nur eine „Aufbewahrung “ stattfand!

            Das hiess für mein Kind, viele Std allein sein, (da ich ja in die Kita musste, um die Kinder von „nörgelnde und mobbenden“ Eltern zu betreuen)..Schule fand da statt, wo du dich als Lehrer schon quer auf die Couch legen konntest. Oftmals weit nach 17 Uhr!

            Und übrigens, es gibt doch nicht nur die Schulen mit Durchseuchungsgefahr.
            In den Kitas findet das auch statt! Aber die ErzieherInnen meckern nicht so laut.

            @ich du solltest deinen Frust evtl.in der Politik los werden.

          • Ihr Frust ist so groß, da lohnt keine Diskussion. Schade ist aber, dass die Gesundheit ihrer Kinder Ihnen offensichtlich ziemlich egal ist. Eltern 2022….

      • @Bauer

        Stimmt! Sie brüsten sich damit noch und stecken ihr Umfeld an. Die Folge ist dann, dass noch mehr ausfallen. Machen bei uns auch recht viele. Leider.

        Ich habe das leider auch zu lange gemacht – nun bin ich klüger und erstaunlicherweise rücksichtsvoller den Eltern gegenüber – ich stecke keinen an, bin selber recht schnell wieder auf den Beinen und sie haben ihre Brut gut versorgt.

        Schade, dass wir als Lehrkräfte nicht mehr als Menschen gesehen werden – ein Zeichen der Zeit?!

    • @Manuela Barthel

      Vielleicht sollten Eltern auch mal Eltern sein und nicht immer erwarten, dass andere das erledigen.

      Vielleicht sollten Eltern auch mal sagen, wir verzichten auf Neuanschaffungen.

      Vielleicht sollten Eltern sich auf ihre eigentliche Aufgabe zurückbesinnen und einfach – Eltern sein.

      Jemand anderem zu sagen, er solle vielleicht seinen Beruf wechseln, weil Eltern um die Betreuung ihrer Kids bangen – das geht mir entschieden zu weit.

  6. Applaus für die ach so strebsame Manuela.
    Ich finde diese mobbenden und jammerden Eltern auch zum kotzen. Hauptsache nicht um die eigene Brut kümmern müssen und Mimimi machen wenn mal ein paar Arbeitsblätter bearbeitet werden müssen.
    Ja ich hab auch Kinder und ja ich bin auch in einem systemrelevanten Beruf. Warum dann nicht die Kontakte in der Schule reduzieren?
    Klar die“böse“ Gastro wird mal wieder als erstes bestraft aber 2500 Schüler auf dem Schulhof ist OK. Ganz zu schweigen von überfüllten Bussen und Bahnen und Lehrer die jetzt schon an der Grenze mit ihren Kräften sind.
    Aber Hauptsache Leon und Emma können zum Spielkreis und die Eltern haben ihre Ruhe von den Blagen.

    • Wo steht denn, das die „Böse“ Gastro bestraft wird. Sie werden m.E. nur misbraucht.
      Wie sagte Frau G. aus Berlin gestern auf der PK. Wir erhoffen uns davon, dass die Booster-Kampagne wieder in Schwung kommt, weil für die mit 3 Impfungen ändert sich ja nichts.

      Wäre doch intressant, dass für die Oberstufen an den Schulen einzuführen. Schüler dürfen nur mit 2G+ an die Schule kommen. Aber ich glaube, dass wird leider nicht so ziehen, weil Schule ja keine Freizeit ist.

  7. Bei uns gab es unter den Lehrkräften keine Quarantäne. Egal, wieviele Fälle unter den Schülern gab.
    Also ist die Verkürzung, die da verkauft wird, beim BK ein Papiertiger. Wie so vieles andere auch in Sachen Coronaverordnungen.
    Überall darf ich jetzt nur noch mit 2G+. Schule ist der wilde Westen dagegen.

  8. @Ich: Für dauerhaft nicht erbrachte Leistungen der Kinder und nicht kooperative Eltern, Kindergeld kürzen und für schulische Zwecke verwenden. Die Schulen würden glänzen!

  9. Da habt ihr es ja noch „gut“. Prien hält 33% für machbar. Unter 33% darf bei ihr kein Präsenzunterricht ausfallen.
    Letzte Hoffnung ist, dass die Eltern diesen Irrsinn nicht mitmachen und ihre Kinder (wenn’s geht – Ü12 problemlos) zu Hause lassen.

  10. In Berlin wollen auch die Schülervertreter, dass die Schulen so lange wie möglich offenbleiben. Sowas liest man bei n4t aber nicht.

    „Berlins Schülervertretung ist dafür, die Schulen so lange es geht offen zu halten. „Für uns sind Schulschließungen das aller-, allerletzte Mittel“, sagte der Sprecher des Landesschülerausschusses, Rufus Franzen, der Deutschen Presse-Agentur. „Der Präsenzunterricht ist der Unterricht, in dem Schülerinnen und Schüler am besten lernen können und die mentale Belastung am geringsten ist.“
    https://www.berliner-kurier.de/berlin/berliner-schueler-wollen-so-lange-wie-moeglich-unterricht-in-der-schule-li.204859

  11. Das ist ja auch einmal eine lesenswerte Gegenmeinung:

    „Denn es ist ja absolut richtig, dass Schulen offen bleiben und dass es Präsenzunterricht gibt. Grauenhaft war der vergangene Winter, als die Mittelstufe von Mitte Dezember bis in den Mai zu Hause eingesperrt wurde. Gerade in einem Alter, in dem sich Jugendliche normalerweise zum ersten Mal vom Elternhaus distanzieren und auch distanzieren sollten, Reibung mit anderen brauchen und Anregungen von anderer Seite als den eigenen Eltern. Stattdessen saßen sie zu Hause und wurden immer dicker und trauriger. Mittlerweile sind die verheerenden psychischen und sozialen Folgen, die Schulschließungen für Kinder und Jugendliche haben, recht gut dokumentiert. Der Bewegungsmangel, die Lernschwierigkeiten, die Entwicklungsverzögerungen, Depressionen und Adipositas, besonders bei Kindern, die ohnehin benachteiligt sind – niemand kann eine Wiederholung wollen.“
    https://www.berliner-zeitung.de/wochenende/der-beschluss-die-schulen-offen-halten-zu-wollen-ist-trotz-omikron-richtig-li.204722

  12. Bitte seid nicht so ängstlich. Das schreibe ich als Erzieherin. Ich lasse mich an 5 Tagen der Arbeitswoche von Kindern umarmen. Bekomme Speichel ab und Popel. Aber es bringt doch nichts sich verrückt zu machen.
    Ich bin zweifach geimpft, geboostert.
    Nach der Arbeit benutze ich Mundwasser, desinfiziere ab und an meine Hände. Mehr kann ich eh nicht tun, um zu vermeiden, dass ich mich infiziere.
    Aber ich lasse mir mein Leben nicht durch Angst vor Corona vergiften.
    Nur mal als Anmerkung.
    Wir im Kindergarten haben null Schutz.

    • Aber eine Inzidenz unter den 0_5jährigen, die einen Bruteil der der Schulkinder beträgt.
      Nur mal so zum Faktencheck….

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