Tarifstreit: Gewerkschaften rufen zu Warnstreik in Berliner Kitas und Erziehungsdienst auf

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iele Berliner Familien können ihre Kinder am Donnerstag nicht in der Kita betreuen lassen. Die Gewerkschaften Verdi und GEW haben Beschäftigte der Berliner Kita-Eigenbetriebe zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen.

Die Gewerkschaften fordern 10,5 Prozent mehr Gehalt, mindestens 500 Euro pro Monat. Illustration: Shutterstock

Die Arbeit niederlegen wollen auch Sozialarbeiter und Erzieher in Jugend-, Gesundheits- und Sozialämtern der Berliner Bezirke. Hintergrund ist der Tarifstreit im öffentlichen Dienst der Länder. Mit den Aktionen wollen die Gewerkschaften auch auf die aus ihrer Sicht schlechten Arbeitsbedingungen infolge von Personalmangel aufmerksam machen.

In den Ende Oktober gestarteten Tarifverhandlungen für etwa 1,1 Millionen angestellte Beschäftigte des öffentlichen Dienstes der Länder fordern Verdi und andere Gewerkschaften 10,5 Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch 500 Euro pro Monat – bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. Für Auszubildende soll die Erhöhung 200 Euro betragen. Für Berlin, Hamburg und Bremen verlangen die Gewerkschaften zudem eine Stadtstaatenzulage von 300 Euro.

Die Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) hat bislang noch kein Angebot vorgelegt. Bis zur dritten Verhandlungsrunde im Dezember wollen die Gewerkschaften bundesweit verstärkt mit Warnstreiks Druck machen. News4teachers / mit Material der dpa

Stockende Tarifverhandlungen: GEW kündigt großflächige Warnstreiks in NRW an

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6 Kommentare
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Honduraner
7 Monate zuvor

Ich wünsche viel Erfolg und wenig Gemecker! Macht alle mit!

Inselbegabung
7 Monate zuvor

Ich drücke euch/uns auch die Daumen! Wenn viele an den Streiks teilnehmen, werden sie auch schnell vorbei sein. Wie bei der Bahn und der GDL.

Fragende
7 Monate zuvor

An meiner Schule, wo ich Erzieher nur jammern und sich krankmelden sehe, streikt EINE Erzieherin. Ich fasse das einfach nicht.

Hornveilchen
7 Monate zuvor
Antwortet  Fragende

Enttäuschtend! Wie die Lehrer! Ich finde, dann sollen sie alle damit leben, dass es keine Gehaltserhöhung gibt. Keine 10,5%, keine 9%, 8%, 7%… kein Garnichts.

Honduraner
7 Monate zuvor
Antwortet  Fragende

In dem anderen Artikel liest man von rund 3000 Teilnehmenden. Wenn zu den 3000 Erziehern und Erzieherinnen noch die 3000 Lehrer und Lehrerinnen kommen, die gewöhnlich mitmachen, wäre das schon was, nicht wahr?

Allerdings auch nur 6000 von dann gut 60.000, die teilnehmen könnten.

Sind alle soooo zufrieden???

Vierblättriges Kleeblatt
7 Monate zuvor

Lasst euch nicht unterkriegen! Viel Erfolg!