400 Mal Abitur mit 1,0 – Kultusminister: „Dahinter steckt harte Arbeit“

5

In Sachsen haben 402 Jugendliche in diesem Jahr ihr Abitur oder ihre Fachhochschulreife mit der Traumnote 1,0 gemacht. Kultusminister Christian Piwarz (CDU) gratulierte am Mittwoch laut Mitteilung «ganz herzlich zum hervorragenden Abschluss» der Schulzeit.

Gratulation. Foto: Shutterstock

«Sie können stolz auf ihre Leistung sein; dahinter steckt harte Arbeit», sagte er. «Niemand bekommt ein 1,0-Abitur oder eine 1,0-Fachhochschulreife geschenkt.» Auch Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) gratulierte demnach mit persönlichen Glückwunschschreiben zum Erfolg.

Minister Piwarz dankte zugleich den Lehrkräften, die «großen Anteil an diesem Erfolg» hätten. Sie gäben nicht nur ihr Wissen weiter, «sondern motivieren und unterstützen die Jugendlichen dabei, ihr volles Potenzial auszuschöpfen».

16.372 Menschen haben nach Ministeriumsangaben in diesem Jahr an den Abiturprüfungen an allgemeinbildenden, Beruflichen und Abendgymnasien sowie Kollegs, Fachschulen und Fachoberschulen im Freistaat teilgenommen. Das waren knapp 500 weniger als im Schuljahr zuvor. Die Note 1,0 erreichten 250 junge Frauen, 150 junge Männer sowie zwei Menschen ohne Angaben. 2023 waren 16 junge Menschen mehr für diese Leistung gewürdigt worden. News4teachers / mit Material der dpa

Philologen beklagen Einser-Inflation: „Wert des Abiturs befindet sich im Sinkflug“

Anzeige


Info bei neuen Kommentaren
Benachrichtige mich bei

5 Kommentare
Älteste
Neuste Oft bewertet
Inline Feedbacks
View all comments
Der Zauberlehrling
1 Monat zuvor

In Sachsen haben 402 Jugendliche in diesem Jahr ihr Abitur oder ihre Fachhochschulreife mit der Traumnote 1,0 gemacht. 

Haben – machen – tun. Schwache Verben.

„erworben“ wäre auch eine Option.

Philine
1 Monat zuvor

Ich finde, wir sollten nicht rasten und ruhen, bis jede und jeder die 1,0 hat. Dann kann man sich vielleicht auch die Prüfungsrituale sparen und die Zeugnisse einfach so ausgeben.

Katinka
1 Monat zuvor
Antwortet  Philine

Genau, dann kann man den Unterricht auch gleich sein lassen. Nur noch Projekte machen. Und dann Abi-Zeugnisse verteilen.

Katze
1 Monat zuvor
Antwortet  Philine

Ich bin dabei. Die Uni sollte dann aber auch auf traumatisierende Prüfungsrituale verzichten und einfach mit Bestbewertung durchwinken. Es kann doch nicht so schwer sein, noch mehr auf die Kompetenz „Geschwätzigkeit“ zu setzen. Man könnte auch den Kurs „Low-Performing auf Höchstniveau“ etablieren.

„Kultur des Durchwinkens““Doch nicht nur der starke Zulauf zu den Gymnasien habe die Standards absinken lassen. Problematisch sei auch, dass nicht mehr der Fachunterricht die Lehrpläne dominiere, sondern das neue Leitbild des „kompetenzorientierten Unterrichts“. Komme die fachliche Bildung jedoch zu kurz, flüchteten sich die Schüler in die Geschwätzigkeit, monieren die Experten. Im gesamten Bildungssystem habe sich eine „Kultur des Durchwinkens“ von der Grundschule über das Gymnasium bis zur Universität etabliert.“

https://www.n-tv.de/panorama/Abi-aber-zu-dumm-fuer-die-Uni-article18764066.html

GriasDi
1 Monat zuvor

Traumhaften aber für PISA zu doof. Finde den Fehler.