„Autoritär-populistischer Ernstfall“: Die GEW bereitet Lehrkräfte darauf vor, dass die AfD ab Herbst die Schulen regiert

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ERFURT. Die AfD ist in Ostdeutschland derzeit die stärkste politische Kraft, wie die Europawahlen am vergangenen Wochenende gezeigt haben. Die Möglichkeit, dass nach einer der drei anstehenden Landtagswahlen dort die vom Bundesverfassungsschutz als „rechtsextremer Verdachtsfall“ (und in drei Bundesländern als „gesichert rechtsextremistisch“ eingestufte) Partei ans Regieren kommt, rückt damit ins Blickfeld. Die GEW Thüringen bereitet in Workshops Lehrkräfte schon mal darauf vor, dass das Bildungsministerium von der AfD übernommen wird. Die Gewerkschaft spricht vom „autoritär-populistischen Ernstfall“ im Bildungswesen. Sie fordert Lehrkräfte auf: „Bereite Dich darauf vor, was ab Herbst im System Schule eintreten könnte!“

Die Thüringer AfD unter ihrem Chef Höcke wird vom Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft. Foto: knipsdesign / Shutterstock

„Das Superwahljahr 2024 bringt viele Unsicherheiten mit sich – auch für Thüringen: Neue politische Parteien stellen sich zur Wahl, Prognosen weisen einen Zuwachs an Stimmen entlang der politischen Ränder aus und Lehrkräfte sind damit konfrontiert, sich damit auseinanderzusetzen, was eine autoritär-populistische Bildungspolitik für ihren beruflichen Alltag bedeuten könnte“, so heißt es zur Einleitung auf der Seite der GEW des Freistaats. Gemeint ist: was es bedeuten würde, wenn die AfD das Bildungsministerium übernehmen würde.

Das will die GEW nun Lehrkräften vermitteln – und bietet dafür Lehrkräften eigens eine Workshop-Reihe mit dem Titel „Resiliente Schulen zur Landtagswahl“ an. Darin geht es um Ergebnisse des „Thüringen Projekts“. In dem hatte der Verfassungsblog, ein Fachforum von Verfassungsrechtlern, am Beispiel des Freistaats juristisch und politisch plausible Szenarien für die Machtübernahme einer Landesregierung durch die AfD durchgespielt und, so die GEW, „den legalistischen Spielraum für politische Instrumentalisierungsmöglichkeiten von Schulen geprüft“.

Konkret wird in der Workshop-Reihe gefragt: „Wie etwa können Konzepte wie der ‚Schulfriede‘ oder das ‚Neutralitätsgebot‘ genutzt werden, um die Rechtsunsicherheit in der Lehrerschaft für eigene Zwecke auszunutzen? Welche Lektionen können wir von den bildungspolitischen Entwicklungen aus der europäischen Nachbarschaft lernen?“ Das soll in den Veranstaltungen mit jeweils 25 Teilnehmenden beantwortet werden – um AfD-kritische Lehrkräfte für den Fall zu wappnen, dass sie von einem Bildungsministerium, das von Rechtsextremen geführt wird, gegängelt werden. Hintergrund: Die AfD und ihr Thüringer Landesvorsitzender Björn Höcke werden vom Verfassungsschutz als „gesichert rechtsextremistisch“ eingestuft.

„Politikunterricht, Geschichtsunterricht, Ethik – das sind alles Bereiche, in denen rechtsextreme Kreise Einfallstore sehen, um Kinder zu indoktrinieren“

Referentinnen des Workshops sind Ilka Maria Hameister, GEW-Mitglied und Wissenschaftlerin am Lehrstuhl Didaktik der Politik der Uni Jena, sowie Marie Müller-Elmau, Juristin und wissenschaftliche Mitarbeiterin des Verfassungsblogs mit Fokus auf Bildung. „Das Neutralitätsgebot wird von der AfD gezielt fehlinterpretiert“, sagt Hameister gegenüber dem „Spiegel“. Viele Lehrkräfte seien verunsichert. „Wir möchten aufklären und Lehrkräfte ermutigen: Nutzen Sie die Aufgabe, die Schule in einer wehrhaften Demokratie hat. Das ist Ihre Dienstpflicht.“

Der Bildungsbereich, betont Müller-Elmau, sei in Deutschland besonders gefährdet. Erstens, weil die Länder die Kultushoheit hätten. Zweitens, weil sehr viel exekutiv gesteuert werde. Das heißt: „Die Verwaltung hat großen Einfluss auf die Lehrpläne.“

Viele der Vorschriften, die den Schulbetrieb regeln, würden – anders als Gesetze – nicht öffentlich im Parlament ausgehandelt, erklärt Mueller-Elmau. „Das macht es relativ gefährlich.“ So könne ein von der AfD geführtes Kultusministerium theoretisch „weitgehend unterm Radar“ umfangreiche Änderungen durchsetzen, Lehrpläne umschreiben – und so zum Beispiel die schon jetzt nicht sonderlich umfangreiche politische Bildung noch weiter zurückdrängen.

Die Kultusministerien beeinflussen auch, welche Schulbücher in Schulen eingesetzt werden dürfen. „Schülerinnen und Schüler haben im Hinblick auf die Unterrichtsgestaltung relativ wenig Rechte“, sagt Mueller-Elmau. „Sie können vor Gericht etwa nicht erstreiten, dass ihnen bestimmte Inhalte vermittelt werden.“ Stattdessen könnte die AfD im Unterricht auf AfD-nahe Werte drängen, die traditionelle Rollenverteilung von Mann und Frau etwa. Eine Pädagogik, die Kinder und Jugendliche für Geschlechterstereotype sensibilisiert, wird von der Partei in ihren Programmen als „Gender-Ideologie“ verteufelt.

Wohin die AfD inhaltlich zielen könnte, hatte der sächsische Landesverband unlängst mit einer von ihr auf Instagram verbreiteten Grafik deutlich gemacht (News4teachers berichtete). Eine darin positiv dargestellte „tradiotenelle Frau“ (Schreibfehler im Original) habe eine „schlanke Figur durch Sport und gesunde Ernährung“, sie liebe ihre Heimat, sei stolz für ihre Kinder zu leben und unterstütze ihren Mann. Die Erziehung und Bildung der Kinder verstehe sie als ihre „erste Pflicht“. „Moderne ‚befreite‘ Feministinnen“ hingegen (dargestellt wird eine übergewichtige Frau im kurzen Top und in Hotpants, mit Tattoo und bunten Haaren) trügen „Tonnen von Make-Up wegen ihres geringen Selbstbewusstseins“. Sie seien ungepflegt, hätten „einen schlechten Lebenswandel“, „kaputte Haare von zu viel Färbung“, wechselten häufig ihre Partnerin oder ihren Partner und seien im Alter von 22 Jahren stolz auf ihre dritte Abtreibung.

Felix Hanschmann, Jurist und Professor für Kritik des Rechts an der Bucerius Law School in Hamburg, machte unlängst im Deutschlandfunk Nova deutlich, was es bedeuten würde, wenn das Bildungsministerium in Erfurt der AfD in die Hände fiele. „Politikunterricht, Geschichtsunterricht, Ethik – das sind alles Bereiche, in denen rechtsextreme Kreise Einfallstore sehen, um Kinder zu indoktrinieren.“ Hanschmann sagt, es würde ihn nicht überraschen, wenn die AfD in Thüringen das Kultusministerium übernehmen würde – selbst wenn sie dort nur als Koalitionspartner in Regierungsverantwortung kommen sollte. Höcke selbst lässt immer wieder sein Interesse an der Bildungspolitik erkennen.

Bereits 2017 hatte der für sein Abgeordnetenmandat freigestellte Geschichtslehrer mit Blick auf das Holocaust-Mahnmal in Berlin erklärt: „Wir Deutschen, also unser Volk, sind das einzige Volk der Welt, das sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat.“ Höcke befand, bis jetzt sei der deutsche Gemütszustand der „eines brutal besiegten Volkes“. Im Wortlaut: „Anstatt die nachwachsende Generation mit den großen Wohltätern, den bekannten, weltbewegenden Philosophen, den Musikern, den genialen Entdeckern und Erfindern in Berührung zu bringen, von denen wir ja so viele haben, …vielleicht mehr als jedes andere Volk auf dieser Welt…, und anstatt unsere Schüler in den Schulen mit dieser Geschichte in Berührung zu bringen, wird die Geschichte, die deutsche Geschichte, mies und lächerlich gemacht.“

„Wenn eine rechtsextreme Partei das Kultusministerium hat, dann wird sie versuchen, die Schule im Sinne ihres rechtsextremen Denkens zu verändern“

Im vergangenen Jahr kündigte Höcke an, das „Ideologieprojekt Inklusion“ beenden zu wollen – dass er also behinderte Kinder wieder wie früher in Sonderschulen schicken lassen will (ungeachtet der in Deutschland gültigen UN-Behindertenrechtskonvention). Er sprach in diesem Zusammenhang von „Belastungsfaktoren“, die man „vom Bildungssystem wegnehmen müsse“. Auch Migrantenkinder, so eine Idee aus mehreren AfD-Landesverbänden, sollten vom Regelunterricht ferngehalten werden.  „Weil immer wenn Sie zwei Flüssigkeiten zusammenschütten, dann erhalten Sie irgendwo eine Mischung“, so begründete das der bayerische AfD-Spitzenkandidat Martin Böhm (News4teachers berichtete auch darüber).

„Welche Bücher die Schüler*innen dann in Thüringen in Deutsch lesen – ob das Bertolt Brecht ist oder Ernst Jünger – und welche Ausflüge es geben wird – fährt man zum Hermannsdenkmal oder in ein ehemaliges Konzentrationslager – all das sind Entscheidungen, die im Kultusministerium und in den Schulen getroffen werden und nicht im Parlament“, so warnt der Jurist Hanschmann. „Die Schule ist der Bereich, in dem Regieren auf Mentalität, auf Denken trifft. Und wenn eine rechtsextreme Partei das Kultusministerium hat, dann wird sie versuchen, die Schule im Sinne ihres rechtsextremen Denkens zu verändern.“ News4teachers / mit Material der dpa

Vier Veranstaltungen der Workshop-Reihe sind bereits gelaufen; sie waren allesamt ausgebucht. Eine fünfte steht noch aus. Informationen dazu gibt es hier.

Neuer Anlauf: AfD startet wieder ein „Infoportal“, um damit parteikritische Lehrkräfte unter Druck zu setzen

 

 

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PaPo
1 Monat zuvor

Nach allen Überlegungen das BVerfG gg. etsprechende Einflussnahme abzusichern, fellen einem die ja eigtl. offensichtlichen Schulen (mal wieder) reichlich spät ein. Spontaner Gedanke: Vielleicht sollte man die Verantwortlichkeit für das Schulwesen generell von der direkten Einflussnahme durch die jeweiligen Kultusministerien entkoppeln und … puh… k.A. (habe das nicht durchdacht, sondern ist ein spontaner Gedanke), vielleicht die Verantwortung überparteilichen Gremien o.ä. überantworten, die sich nicht auch tendenziell eher ggü. einer Parteipolitik, der Akquise von Wählerstimmen u.ä. verantworten müsen, sondern sich der fdGO und dem Metaziel von Schule* verantwortet sehen. Würde dann auch die regelmäßígen ‚Experimente‘ und vermeintl. prestigeträchtigen Reformversuche mancher Minister erledigen (als positiver Nebeneffekt).

  • D.h. die Schüler durch Bildung letztlich zu eigenverantwortlichen, gemeinschaftsfähigen, demokratischen Staatsbürgern zu erziehen, die zu sozio-politischer,, -kultureller und öknomischer Partizipation, zur Mündigkeit, zur freien Entfaltung ihrer Persönlichkeit (im Rahmen der fdGO) befähigt werden.
Schulmeister
1 Monat zuvor
Antwortet  PaPo

Interessanter Gedanke, der Ihnen spontan gekommen ist. Die Frage wäre dann allerdings: Was wäre das dann für ein Gremium? Wer sitzt drin? Von wem wird es beschickt? Mir ist spontan eine Konstruktion wie beim öffentlichen Rundfunk eingefallen, dessen Rundfunkrat ja von gesellschaftlich relevanten Gruppen beschickt wird. Aber wie holprig diese Konstruktion ist und wie sie gerade wieder – insbesondre auch von dieser blau angestrichenen Partei – unter Beschuss ist, merken wir ja auch. Das von Ihnen am Ende formulierte Bildungsziel kann ich nur hundertprozentig unterschreiben und solange vor Ort in der Schul Menschen arbeiten, die Derartiges im Hinterkopf haben, ist noch lange nichts verloren.

PaPo
1 Monat zuvor
Antwortet  Schulmeister

Ja, ich hatte auch an ähnliche Gremien gedacht, die paritätisch besetzt sind und überparteilich, -institutionell und -individuell agieren und gegenseitig auch kontrollieren, in der Balance halten. Man müsste ’nur‘ irgendwie gucken, dass entsprechende Partikularinteressen, die mit dem Metaziel von Schule nichts zu tun haben, keine Chance haben und dass aich eine gewisse Kontinuität, ggf. aber auch Flexibilität wenöglicht wird. Dazu gehört vielleicht ergänzend auch ein deutlches Mehr an Souveränität der Schulen selbst und eine Ausstattung mit flankierendem Personal (z.B. Juristen), die auch hier die Übereinstimmung mit den Metazielen garantieren. Aber sind ja ohnehin nur Hirngespinste… :-/

Realist
1 Monat zuvor
Antwortet  PaPo

BIldungspolitik als jahrzehntelange „Spielwiese“ von Parteien und Ideologen… seltsam, dass sich gerade die GEW jetzt daran stört…

RainerZufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Seltsam. Kaum kommen Menschen an die Macht, die Demokratie, Menschenwürde und Gerechtigkeit abschaffen wollen, machen sich die Bildungsmenschen Sorgen…

Vielleicht gehörte diese „Spielwiese“ irgendwie dazu und manche (demokratische) Ideologien widersprechen sich, sind aber nicht völlig inakzeptabel wie andere (faschistische) 😉

Realist
1 Monat zuvor
Antwortet  RainerZufall

Man hatte jahrzehntelang Zeit gehabt, das Bildungssystem „robust“ gegen übermäßige Einflussnahme durch die jeweils aktuell regierende Partei zu machen,, ggf. über eine Änderung des Grundgesetzes, und den Akteuren vor Ort mehr Autonomie zu geben. Das war offensichtlich nicht gewünscht, jetzt ist das Geschrei naturgemäß groß.

Statt hier vorausschauend zu handeln, ging es ihren „Bildungsmenschen“ wohl auch nur um Macht, Einfluss, Posten und Ideollogie,

RainerZufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Wir sind uns einig, was den unverkennbaren Schaden betrifft, den eine regierende AfD auf die Moral und Bildung haben wird als auch die Hoffnung jener Parteien – welche u.a. AfD-Themen hofieren – dass die Wähler:innen Vernunft und Menschlichkeit vor (denokratiefeindliche) Unzufriedenheit stellen würden. Tja… 😛

RainerZufall
1 Monat zuvor
Antwortet  PaPo

Große Worte von jemanden, der nichtmal das Konzept von Rassismus begriffen hat.

Ich kann mir gut vorstellen, was Sie sich unter „demokratischen Staatsbürgern“ vorstellen 😉

PaPo
1 Monat zuvor
Antwortet  RainerZufall

Irgendetwas widerstrebt der Redaktion an meiner Replik, k.A. was, aber vielleicht ist dann doch so viel hier ‚zulässig‘ (*seufz*):

Zur Erläuterung, auch wenn es selbsterklärend ist:

Demokratischer Staatsbürger heißt hier, ein Bürger, der sich als Souverän seiner Verantwortung für die freiheitlich-demokratische Grundordnung i.S.d. Grundgesetzes und insb. der dortigen Art. 1 bis 20 bewusst ist und sie affirmiert, diese Grundordnung schützt und perpetuiert, im Bestreben, eine Gesellschaft zu erhalten, die (im Einklang mit den Rechten und Pflichten eines jeden) die größtmögliche Entfaltung der eigenen Persönlichkeit, des individuellen Potenzials und der Erlangung persönlichen Glücks eines jeden Menschen hierzulande in Frieden und Sicherheit ermöglicht, und dort, wo es (noch) entsprechende Hemmnisse für diese Entfaltungen gibt, die Gesellschaft gemeinschaftlich zum Besseren (hier: die möglichst große Entfaltung möglichst vieler Menschen) fortentwickelt.
Was auch immer Sie also (wie immer) insinuieren wollten, das nimmt Ihrem Unsinn den (ohnehin nicht vorhandenen) Wind aus den (löchrigen) Segeln.

Haben Sie wirklich nichts zu der Ausgangsidee, die ja auch zum Schutz vor einer Einflussnahme auf das Bildungssystem durch die AfD formuliert wurde, zu sagen?

RSDWeng
20 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Vielen Dank für diese treffende Antwort.

PaPo
17 Tage zuvor
Antwortet  RSDWeng

Die viel treffendere Replik wurde dann aber leider nicht mehr veröffentlicht… naja………

Dejott
1 Monat zuvor

So bitter es ist: Es gibt Lehrerinnen- und Lehrermangel in anderen Bundesländern. Ansonsten: Lebe so,dass die AFD etwas dagegen hätte.

Enjoy your chicken Ted
1 Monat zuvor
Antwortet  Dejott

Ja, das wird zu einem Abwandern der KuK führen. Traurig und fatal, weil dann die Rechten noch mehr aufblühen können.

Dejott
1 Monat zuvor

Die andere Möglichkeit ist,dass sich möglichst viele Lehrer als ungemütlich, unhandlich und unbelehrbar erweisen. Gefährlich wird’s,wenn sich Verfahren auf einige wenige runterbrechen lassen und die große Masse brav ihren Dienst tut.

Lisa
1 Monat zuvor
Antwortet  Dejott

Das wird so sein. Der von Schule in die Schule gewechselte, von der Schule sozialisierte Beamte ist jetzt nicht gerade so der Rebell – wenn die AfD politisch klug agiert und nicht die ganz krassen Änderungen einführt, natürlich.

Dejott
1 Monat zuvor
Antwortet  Lisa

Genau. Diese Gefahr sehe ich auch. Und dann wird’s für die wenigen Rebellen schwierig.

Philine
1 Monat zuvor
Antwortet  Lisa

Danke, dass sie Lehrkäften wenigstens überhaupt eine Sozialisation zugestehen – heutzutage keine Selbstverständlichkeit mehr!

RainerZufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Lisa

Also aushalten, bis die Schwachköpfe ihr eigenes Verbotsverfahren mit fliegenden Fahren vergeigen 😉
Ihre Verteidigung bezüglich des Verdachtsfalls war schon dermaßen kraftlos, die haben keine Chance, ihre unverhohlene Demokratie- und Menschenfeindlichkeit zu verbergen – siehe Höcke

Ilka
1 Monat zuvor
Antwortet  RainerZufall

Bitte sachlich argumentieren statt immer nur beschimpfen! Das überzeugt nicht, besonders nicht junge Menschen, wie die Europawahl gezeigt hat.

Hysterican
1 Monat zuvor
Antwortet  Ilka

Keine Bange….die lesen hier garantiert nicht mit.

RainerZufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Ilka

Die AfD bot bei ihrer Verhandlung an, keine Einsprüche zu erheben, wenn der Verfassungsschutz sie nicht mehr als Verdachtsfall behandeln würde. Deren Verteidiger meinte: „Nicht ALLES, was Herr Höcke sagt, ist verfassungsfeindlich“ und bezeichnete Verfasser rechtsradikaler Internetkommentare als die von „bildungsfernen Mitgliedern“ der AfD. Nicht zu vergessen seine VERTEIDIGUNG, es würde „inhaltlich keine wesentlichen Differenzen“ zwischen dem völkischen Flügel unter Höcke und der restlichen Partei geben.

Also ja, meine Wertung ist hier sprachlich unangemessen, aber in diesem Fall stehe ich voll dahinter XD

Besseranonym
1 Monat zuvor
Antwortet  Dejott

Die AfD hat viele einflussreiche Finger in vielen Gremien – warum also nicht in staatlichen….

David
1 Monat zuvor
Antwortet  Dejott

Nee, lieber so, dass Grüne/SPD in Tränen ausbrechen. Was bei deren Empfindlichkeit echt nicht schwierig ist.

unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  David

Schade, dass Ihnen die vielen Vorteile von Empfindlichkeit nicht bekannt zu sein scheinen.

„Hart wie kruppstahl“ wäre heute eher als emotionale Behinderung zu bewerten.

Spirale
1 Monat zuvor

„Der Bildungsbereich, betont Müller-Elmau, sei in Deutschland besonders gefährdet. Erstens, weil die Länder die Kultushoheit hätten.“

Ich verstehe das nicht. War die Lehre aus der Machtübernahme Hitlers nicht, dass de Gleichschaltung durch Föderalismus verhindert wird. Und nun soll das ein Problem sein?

Was wäre, wenn das doch Bundesaufgabe wäre und dann hätte die AfD im Bund die Mehrheit. Hieße es dann, es sei ein Problem, dass es nicht Förderanlagen wäre.

Also für bleibt das ein Nullargument. Vor allem weil wir hier über ein Bundesland sprechen.

Wie dem auch sei, Beamte (gut, da sieht es jetzt in den neuen Bundesländern nicht so gut aus) müssen bei verfassungsrechtlich bedenklichen Vorgaben remonstrieren. Und Beamte können auch Vorgaben seeeeeehr genau Prüfen und Nachfragen stellen. Das steht Lehrern dann auch zu.

Wie dem auch sei: „Heute bin ich Krank, morgen Dienst-nach-Vorschrift-Antifa.“ (Frei nach Linus Neuman, Logbuch Netzpolitik)

Schulmeister
1 Monat zuvor
Antwortet  Spirale

Das mit dem Remonstrationsrecht bei verfassungsrechtlichen Bedenken klingt zunächst einmal gut. Ich habe allerdings die Erfahrung gemacht, dass die Kultusbürokratie ihre subalternen Mitarbeiter schon sehr gut erzogen, um nicht zu sagen konditioniert hat. Aus einem Bundesland kommend (BaWü), in dem in den letzten Jahren sehr viele Veränderungen im Bereich Schule teilweise auch ziemlich hektisch durchgeführt wurden, habe ich viele Kollegien hier als resignativ duldsam erlebt, nach dem Motto: wir können eh nichts machen. Gut, dabei ging es um Prüfungsmodalitäten, wie es wäre, wenn es verfassungsrechtlich ans Eingemachte ginge, kann ich nur mutmaßen.
Wünschenswert wäre Widerspruch im Fall des Falles allemal, dann aber auf möglichst breiter Front.

Andre Hoger
1 Monat zuvor

Die aktuelle Frage für mich ist: Will ich unter einem braunen Kultusministerium arbeiten? Deren Politiker Nazi-Parolen rufen, wo das 3. Reich als Vogelschiss gilt und die Deportationen durchführen wollen.

Hans Maiaer
1 Monat zuvor
Antwortet  Andre Hoger

Die „wohltemperierte Grausamkeit“.

Rüdiger Vehrenkamp
1 Monat zuvor

Was hinter verschlossenen Türen im Klassenzimmer passiert, ist doch erst einmal Sache des Lehrkraft. Sie kann vorgegebene Bildungsinhalte auch immer entsprechend kritisch auslegen.

Vielleicht ist es auch mal gut, wenn die AfD an die Macht kommt. Sie könnte sich so selbst entzaubern… oder zeigen, dass sie nicht so rechtsextrem ist, wie sie vielleicht manchmal scheint. Und es tut mir leid, aber lieber „opfern“ wir dafür ein paar Bundesländer, als dass wir bundesweit böse erwachen.

Dejott
1 Monat zuvor

Naive Vorstellung.

Rüdiger Vehrenkamp
1 Monat zuvor
Antwortet  Dejott

Ich finde es weitaus naiver zu glauben, dass man die AfD mit derzeitigen Methoden noch kleinkriegt. Mehr Demos gegen Rechts werden nicht helfen.

Hans Maiaer
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Jetzt bräuchte man nur politische Mehrheiten, die sich auf den Weg des Verbots begeben…

RainerZufall
1 Monat zuvor

Es ist ja nicht die Aufgabe der Demos, die AfD zu verbieten, sondern den Entscheidungsträger:innen den Rückhalt für ein Verbotsverfahren zu geben und der AfD-Anhängerschaft ihre Unterzahl einzubleuen.

Besseranonym
1 Monat zuvor

„Vielleicht ist es auch mal gut, wenn die AfD an die Macht kommt. Sie könnte sich so selbst entzaubern…“

Hatten Sie Geschichtsunterricht ?
Dann müssten Sie wissen, dass Ihre Gedanken gefährlich sind.
Wenn Sie der Alternative für Naive auch nur ein Quäntchen Luft lassen, erleben Sie Nero, Blaubart, die Kreuzritter, Päpste, Honecker, Himmler&Co, …..in einem.
Gewöhnen Sie sich schon mal daran zu kuschen und zu kriechen 🙂

Hans Maiaer
1 Monat zuvor

Ahja, die AfD macht schon länger Werbung dafür, dass man doch „linke Lehrer“ melden solle. Nix mit Tür zu und Ruhe.

Und es war schon in der Vergangenheit ein großer Fehler, die Faschisten politisch in Verantwortung zu holen!

Karl Heinz
1 Monat zuvor

Ist eigentlich bekannt, wie viele Lehrkräfte in Thüringen für die AfD gestimmt haben?
Ich frage für einen Freund…

Was ist eigentlich, wenn diese Partei gewinnt, aber keinen Koalitionspartner findet?
Oder – schlimmer – was, wenn sie einen findet?
Also den Einzug ins Ministerium sehe ich noch nicht.
Noch nicht.

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Karl Heinz

Ich bin gespannt, wie BSW und AfD reagieren, wenn es für diese beiden zusammen zur Mehrheit reichen würde. In diesem Fall gehe ich davon aus, dass die AfD das Kultusministerium haben möchte.

RainerZufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Ich denke, Putin würde dies erlauben

AvL
1 Monat zuvor

Diese Leute können weder das Amt des
Kultusministeriums einiger Maßen repräsentativ
noch rhetorisch zufriedenstellend stellen,
geschweige davon zu reden, dass sie auch
nur annähernd in der Lage wären,
deutsche Dichter annähernd rezitieren zu können,
oder dass davon zu reden wäre,
dass diese über eine Wahrnehmungsfähigkeit
verfügen, die die neuere deutschen Geschichte
des 20.Jahrhunderts widergeben zu können-
also wäre es ein echter Zugewinn für die
Kultusministerkonferenz ?

Danke schon mal im Voraus Bernd H. und Timo Chrup.
Sie sind so banal und hemdsärmelig einfach…..deutsch-national.

Lisa
1 Monat zuvor
Antwortet  AvL

Es ist nicht Bedingung für einen deutschen Minister, etwas von seiner Materie zu verstehen. Er ist Politiker. Verstehen müssen es seine Staatssekretäre.

RainerZufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Lisa

Staats- und Verfassungstreue sind allerdings Voraussetzungen.
Die AfD erfüllte und erfüllt diese nicht. Die Mühlen der Justiz mahlen langsam, aber sie werden die AfD gründlich zermahlen 😀

RSDWeng
1 Monat zuvor
Antwortet  RainerZufall

Hoffentlich!!

RainerZufall
1 Monat zuvor
Antwortet  RSDWeng
AvL
1 Monat zuvor
Antwortet  Lisa

Der Kommentar bezog sich eher auf die
Herren Höcke und Chrupalla, von denen
über Letzteren zu berichten ist , dass er
in einem Fernsehinterview hervorhob
deutschsprachige Gedichte zu lieben,
er konnte aber keines benennen.
Und von Bernd Höckes euphemistische
Wahrnehmung der Geschichte des 20. Jahrhunderts
ist nur Unheilvolles zu erwarten.

Lisa
1 Monat zuvor
Antwortet  AvL

Ich dachte auch an die beiden. Sie haben sich lächerlich gemacht. Aber Kompetenz ist leider keine Bedingung für einen Ministerposten.

AvL
1 Monat zuvor
Antwortet  Lisa

Die Demokraten sollten einfach mal diesen
deutsch-nationalen Pöbel mehr unter die Lupe
nehmen und diese Leute mehr öffentlich spiegeln,
deren Ziele weiter thematisieren, vertiefen und
aufdecken sowie auf deren Fehlverhalten sehr
viel intensiver reagieren.
Im Moment haben diese Profiteure der Angst auf
Grund der allgemeinen Verunsicherung durch
die vergangenen und bestehenden Krisen
starke Unterstützung erfahren und hinzu kommt
noch die falsche Kommunikation der Koalition
beim Vermitteln kritisch beäugter Klimamaßnahmen,
die zusätzlich am Geldbeutel und am arg strapazierten
Unterbewusstsein der meisten Bürger nagen.

AvL
1 Monat zuvor
Antwortet  Lisa

Die Demokraten sollten breittreten und
öffentlich thematisieren, was die AfD-Anführer
und deren Vorstandikonen an Absonderlichkeiten
von sich gaben sowie deren selbst formulierte
Ziele weiter öffentlich darstellen.
Wer diese Leute direkt nach einer Wahl in den
Medien noch öffentlich als Nazis bezeichnet,
der erreicht genau das Gegenteil bei deren
Anhängern, denn diese werden sich noch
mehr mit ihren neuen Leitfiguren solidarisieren.

Dejott
1 Monat zuvor
Antwortet  AvL

Ich würde nicht auf die Inkompetenz der AFDler setzen. Hat man bei Hitler und Konsorten übrigens auch gemacht.

AvL
1 Monat zuvor
Antwortet  Dejott

Tu ich auch nicht, allerdings.
Die haben die Fähigkeit perfektioniert die
unterbewussten Ängste der verunsicherten
Wähler für ihre Wahlerfolge zu nutzen und
diese Ängste auch noch gezielt zu verstärken.

AvL
1 Monat zuvor
Antwortet  Dejott

Inkompetent sind diese Leute trotzdem.
Sie beherrschen aber die Angstmache.

Thomass
1 Monat zuvor

Ich soll in workshops darauf vorbereitet werden, was ich tun könnte, wenn die afd das Ministerium übernimmt. Danke, liebe gew, jetzt geht’s mir besser. Ich hatte schon Angst vor dem Tag x, aber nun wird ja alles gut.

Ok, im Ernst, das ist doch Verar….. hoch 10 und an Lächerlichkeit kaum zu überbieten. Fällt in die Kategorie „an heißen Tagen viel trinken und mittags nicht in der Sonne sitzen“. Armes Deutschland.

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  Thomass

OK, wenn Sie ein Workshop Angebot für so überflüssig halten, haben Sie ja vielleicht eine bessere Idee oder bleibts beim bloßen motzen?

AvL
1 Monat zuvor
Antwortet  Thomass

Thomas mit ss im Auslaut, und das war bestimmt nur ein Zufall !

Spi.Pirat
1 Monat zuvor
Antwortet  Thomass

Ok. Nach deinem Kommentar zu urteilen, hast du sicher eine bessere Lösung. Warum teilst du sie nicht mit?

AvL
1 Monat zuvor
Antwortet  Spi.Pirat

Unverzagte
Thomas müsste seine unterbewussten Impulse erkennen
und diese unterdrücken, damit das bewusste Denken
sich entfalten könnte.
Das ist aber unbequem, also verharrt er im übertragenen
Sinne auf seiner Wellnesscouch, schmollt dort und schimpft
über die Vorschläge der anderen.

RainerZufall
1 Monat zuvor

Die AfD redet viel davon, die Inklusion zu beenden, aber wenn sie Gesetze bricht, kann dies nichts mehr mit populistischem Unsinn aufgefangen werden.
Dann haftet diese Regierung – und deren Bevölkerung

David
1 Monat zuvor

Eine darin positiv dargestellte „tradiotenelle Frau“ (Schreibfehler im Original) habe eine „schlanke Figur durch Sport und gesunde Ernährung“, sie liebe ihre Heimat, sei stolz für ihre Kinder zu leben und unterstütze ihren Mann. Die Erziehung und Bildung der Kinder verstehe sie als ihre „erste Pflicht.“

Was genau ist daran jetzt verkehrt?

mama51
1 Monat zuvor
Antwortet  David

Denk einfach nicht mehr drüber nach….
Vergiss es!!!!

Unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  David

Solange eine Frau und ihr Mann das freiwillig so wollen, ist nichts daran verkehrt.

unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  David

Leider alles!

1) Frauen sollten sich prinzipiell nur so ernähren, wie sie es für richtig und gesund halten. Wie sie dabei aussehen, ist ebenfalls ganz allein ihre Sache, unabhängig davon, ob Männer besser gucken können als denken. Ob sie Sport machen oder sich einfach nur im Schneckentempo bewegen, obliegt allein ihnen.

2) Ob Frauen die ganze Welt lieben oder ein ganz bestimmtest Land ist vollkommen gleich. Entscheidend ist, dass sie überhaupt lieben können. Wen oder was ist allein ihre Privatsache. Leider hat der Begriff „Heimat“ seit der NS Diktatur ein Geschmäckle.

3) Stolze Frauen leben erstmal für niemanden außer für sich selbst. Welchen Beruf sie für sich sinnvoll erachten, geht primär sie selbst etwas an. Falls sie sich entscheiden sollten, Kinder in die Welt zu setzen, dann gibt es bestenfalls einen Vater, der seinen Pflichten gleichberechtigt nachkommt. Unterstützung innerhalb Beziehungen/Familien ist keine Einbahnstrasse!

4) Erziehung und Bildung von Kindern ist die erste Pflicht von Eltern, dazu gehören immer mindestens zwei.

AvL
1 Monat zuvor
Antwortet  David

Jede Frau hat hoffentlich eigene Vorstellungen davon,
wie sie im Rahmen ihrer Möglichkeiten ihr Leben gestaltet.