Bildungschancen von Kindern aus Akademiker-Familien sind um ein Vielfaches größer als die von gering qualifizierten Eltern

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WIESBADEN. Wer aus einem akademischen Elternhaus kommt, hat um ein Vielfaches häufiger einen Hochschulabschluss als diejenigen, deren Eltern keinen akademischen Abschluss haben. Das berichtet das Statistische Bundesamt (Destatis) auf Basis einer Sondererhebung des Mikrozensus.

Die Eltern bestimmen vorwiegend die Bildungschancen – nicht das Bildungssystem. Foto: Shutterstock

Danach verfügten mehr als die Hälfte (56 %) der Erwachsenen im Alter von 25 bis unter 65 Jahren, von denen mindestens ein Elternteil einen Hochschulabschluss hatte, 2021 selbst über einen Hochschulabschluss. In dieser Bevölkerungsgruppe war die Hochschulabschlussquote damit dreimal so hoch wie bei jenen, deren Eltern maximal einen beruflichen Abschluss oder die Hochschulreife hatten (19 %), und fast fünfmal so hoch wie bei Menschen mit formal gering qualifizierten Eltern (12 %). Zum Vergleich: Unabhängig vom Bildungsstand der Eltern hatten 24 % der Erwachsenen im Alter von 25 bis unter 65 Jahren einen Hochschulabschluss.

Als formal gering qualifiziert gilt, wer weder über einen beruflichen Abschluss noch die Hochschulreife, sondern maximal über einen Haupt- oder Realschulabschluss verfügt. 2022 traf das auf 2,8 Millionen Menschen (17 %) im Alter von 25 bis unter 65 Jahren in Deutschland zu. Kinder von formal gering qualifizierten Eltern waren im Erwachsenenalter zu 40 % selbst formal gering qualifiziert. Dieser Anteil nimmt mit höherem Bildungsabschluss der Eltern stark ab. Bei Eltern mit beruflichem Abschluss oder Hochschulreife standen nur noch 7 % selbst ohne einen solchen Abschluss da. Nur 3 % der Kinder aus akademischen Elternhäusern, in denen mindestens ein Elternteil einen Hochschulabschluss hat, waren im Erwachsenenalter formal gering qualifiziert.

Niedrigerer Bildungsstand zugewanderter Eltern prägt Bildungsweg der Kinder

Unterschiede im Bildungsstand der Bevölkerung von 25 bis unter 65 Jahren zeigen sich auch mit Blick auf deren Einwanderungsgeschichte. In Deutschland geborene Nachkommen von zwei zugewanderten Eltern hatten im Jahr 2022 zwar seltener einen Hochschulabschluss (19 %) als Menschen ohne Einwanderungsgeschichte (25 %) und waren häufiger formal gering qualifiziert (23 % gegenüber 10 %). Diese Unterschiede lassen sich jedoch vollständig durch den im Durchschnitt niedrigeren Bildungsstand der zugewanderten Eltern erklären.

Deutliche Zusammenhänge zwischen Zuwanderungsalter und Bildungsstand

Deutlichere einwanderungsbezogene Unterschiede zeigen sich bei selbst Zugewanderten je nach Alter zum Zeitpunkt der Zuwanderung nach Deutschland. Der Bildungsstand von Erwachsenen, die als Minderjährige nach Deutschland zugewandert sind, ist umso höher, desto jünger sie zum Zeitpunkt der Zuwanderung waren. Unter ihnen verfügen diejenigen, die im Alter von unter 3 Jahren nach Deutschland kamen, am häufigsten über einen Hochschulabschluss (24 %) und sind am seltensten formal gering qualifiziert (20 %). Erwachsene, die im Alter von 14 bis unter 18 Jahren zugewandert waren, haben dagegen die niedrigste Hochschulabschlussquote (9 %) und sind am häufigsten formal gering qualifiziert (49 %).

Erwachsene, die mit 18 Jahren oder älter nach Deutschland gekommen sind, verfügen mit 25 % genauso häufig über einen Hochschulabschluss wie Menschen ohne Einwanderungsgeschichte. Dieser wurde zu 79 % bereits im Ausland erworben. Gleichzeitig ist der Anteil der formal Geringqualifizierten bei den im Erwachsenenalter Zugewanderten jedoch fast vier Mal so hoch (38 %) wie bei Menschen ohne Einwanderungsgeschichte (10 %). News4teachers

Nationaler Bildungsbericht: „Das Bildungssystem arbeitet am Anschlag und steht unter großem Anpassungsdruck“

 

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Nick
25 Tage zuvor

Was aber ist nun die Konsequenz der Statistik? Ich vermute, dass es auch in den anderen Ländern genauso sein wird.

AvL
25 Tage zuvor
Antwortet  Nick

Der Bildungsstatus der Eltern bedingt höhere Bildungsabschlüsse
der Kinder und damit ein höheres durchschnittliches Einkommen
bei diesen, wenn sie ihre besseren Bildungschancen wahrnehmen.
Dieses Prinzip gilt für alle menschlichen Kulturen.

Da wird sich das Unterbewusstsein der AfD-Rassisten aber
wieder einmal deutlich ärgern, denn es passt nicht in deren Weltbild,
dass Menschen mit einem anderen kulturellen Hintergrund gute
Bildungsabschlüsse erbringen.

Unfassbar
24 Tage zuvor
Antwortet  AvL

Diese Schlussweise verstehe ich nicht.

AvL
24 Tage zuvor
Antwortet  Unfassbar

Denken Sie einmal an die unschönen Hasstiraden
dieser Menschenhasser im Bundestag , wie Frau
Alice Weidel in ihrer Hasstirade im Bundestag über
„Messermänner und Kopftuchmädchen“
und Alexander Gauland : „Die Türken gehören nicht zu uns“ ,
und diese Bemerkung sei kein Rassismus
sowie bei öffentlichen Auftritten anderer Parteimitglieder
mit den Bemerkungen zu türkischstämmigen und arabischen
Mitbürgern, die durchweg herablassend und erniedrigend
formuliert wurden , siehe Lehmhütten etc.
In deren Unterbewusstsein dürfen Menschen mit einem
Migrationshintergrund keine höheren Bildungsabschlüsse
erreichen.
Das haben diese aber zum Glück viele erreicht,
siehe Ugur Sahin und Özlem Türeci und viele andere..

Teacher Andi
24 Tage zuvor
Antwortet  AvL

Sie interpretieren schon mächtig viel nach Ihrem Gusto hinein, und Schüler mit Migrationshintergrund sind doch wohl nciht automatisch aus nichtakademischem Elternhaus. Da sehe ich wirklich auch keine schlüssige Argumentation.

AvL
23 Tage zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Wo habe ich geschrieben, dass Menschen mit
einem Migrationshintergrund automatisch aus
nichtakademischen Elternhäusern stammen ?
Ich habe darauf verwiesen, dass der Bildungsstaus der Eltern bei
allen Kulturkreisen der entscheidende Einflussfaktor für den Bildungserfolg der Kinder ist, allerdings ist der Einfluss in den nordeuropäischen Ländern und Spanien geringer.

AvL
25 Tage zuvor
Antwortet  Nick

„Ich vermute, dass es auch in den anderen Ländern genauso sein wird.“
Nein wird es nicht, denn in anderen europäischen Ländern, wie etwa in
den skandinavischen Ländern Finnland, Schweden, Dänemark und Norwegen,
ist der Einfluss des Bildungserfolges der Eltern und deren sozioökonomischer
Erfolg geringer ausgeprägt.

Teacher Andi
24 Tage zuvor
Antwortet  AvL

Dort wird die Bildung auch nicht kaputt gespart, wie bei uns. Außerdem ist evtl. der Leistungsgedanke noch vorhanden.

AvL
24 Tage zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Ihre Aussage bezogen auf den Leistungsgedanken
sind sehr verallgemeinernd ausgesprohen.
Als aller erstes ist es erforderlich, dass die Eltern bei
ihren Kinder Leistungsbereitschaft behutsam fördern
und diese positiv verstärken, in dem sie ihre Kinder
darin positiv unterstützend fördern, ihren Interessen
nachzugehen, die eigenem Fähigkeiten zu entdecken,
um ihre Kinder begleitend an Musik, Malen, Lesen,
Schreiben und Rechnen heranzuführen.
Unterstützende Instruktion die Kinder sukzessive
in ein weiteres eigenständiges Lernen unterstützt.

Anika von Bose
24 Tage zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Das ist richtig, aber richtig ist auch, dass Länder wie Finnland mit ihrem „Neuvola“-System, was übersetzt schlicht „Beratungsstelle“ heißt, ein gesundheitliches Beratungs- und Dienstleistungsangebot vorhalten, dass flächendeckend vorhanden ist und in ganz Finnland allen Familie offen steht und obendrein kostenfrei ist. Ich persönlich vertrete die Auffassung, dass wir etwas Vergleichbares hier in Deutschland etablieren sollten, dass wäre zum einen eine Entlastung für die Familien und zum anderen in Folge auch für die Bildungseinrichtungen.

Und zur Wahrheit gehört aber auch, dass es an deutschen Schulen noch nicht ausreichend gelungen ist, die Unterrichtskonzepte an die Realität der SuS anzupassen. Die hat sich doch sehr stark verändert und wenn die SuS auch „erreicht werden sollen“, muss Schule sich verändern.

Sepp
24 Tage zuvor
Antwortet  Anika von Bose

„Und zur Wahrheit gehört aber auch, dass es an deutschen Schulen noch nicht ausreichend gelungen ist, die Unterrichtskonzepte an die Realität der SuS anzupassen. Die hat sich doch sehr stark verändert und wenn die SuS auch „erreicht werden sollen“, muss Schule sich verändern.“

Wenn bei einem meiner Schüler durchschnittlich 11 Stunden pro Tag bei TikTok die Realität sind, dann müssen wir da intervenieren und es nicht als Lebenswirklichkeit abtun.

Wenn ein Kind in der 8. Klasse nicht sinnentnehmend lesen kann, dann müssen wir lesen trainieren – und es nicht als traurige Lebenswirklichkeit anerkennen.

Und wenn sich Kinder rassistisch oder sexistisch verhaltrn, nur weil das die Lebensrealität im Elternhaus ist, müssen wir dennoch dagegen arbeiten.

Natürlich müssen wir uns auf die Ausgangsbedingungen der SuS rindtellen. Aber unsere Aufgabe ist es doch auch, Kinder auf die Erwachsenenwelt vorzubereiten.

Anika von Bose
24 Tage zuvor
Antwortet  Sepp

Ich kann Ihre Reaktion auf meinen Beitrag nicht nachvollziehen.

Ich habe in meinem Beitrag nicht dazu aufgerufen die zum Teil traurigen Lebenswirklichkeit mancher Kinder lediglich zu registrieren und nicht zu reagieren – im Gegenteil.

Sepp
22 Tage zuvor
Antwortet  Anika von Bose

Dann habe ich offenbar Ihren Satz

„…dass es an deutschen Schulen noch nicht ausreichend gelungen ist, die Unterrichtskonzepte an die Realität der SuS anzupassen.“
falsch interpretiert.

Denn wir haben leider KuKs, die sich so sehr an die SuS anpassen, dass diese gar nicht mehr voran gebracht werden. Davon hat dann niemand etwas.

Hans Malz
23 Tage zuvor
Antwortet  Anika von Bose

So ein System würde zu viel Geld kosten. Das wird es also nicht geben.

Klar muss die Schule sich verändern, aber nicht so, wie es aus den Elfenbeintürmen gefordert wird. Ein bisschen mehr Leistungsgedanke darf es schon sein.

Und nicht nur die Schulen müssen sich verändern, sondern auch viele Elternhäuser. Bildung muss wieder einen höheren Stellenwert haben und die Kinder müssen das auch wissen. Dann (und nur dann) kann man auch die Kinder wirksam fördern, die schlechte Startbedingungen haben … ach halt, das kostet auch Geld.

Und zuletzt und vor allem müssen sich die verantwortlichen Politiker und Aufsichtsbehörden ändern. Eine langfristige Planung über die nächste Wahl hinaus wäre nicht so verkehrt.

Unfassbar
25 Tage zuvor

Definiere bildungschancen.

Ein Hauptschulabschluss mit Handwerkerausbildung kann heutzutage finanziell erfolgreicher sein als ein Bachelorabschluss in einem Orchideenfach.

potschemutschka
25 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Also ist nur das Einkommen das Maß aller Dinge? Man muss also Akademiker sein, um glücklich und zufrieden zu sein, auch wenn die persönlichen Stärken und Interessen eher im handwerklichen als im akademischen Bereich liegen?

AvL
24 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Nein, das Einkommen ist nicht das Maß aller Dinge,
um glücklich und zufrieden zu sein.
Aber die Voraussetzungen müssen geschaffen werden,
dass Chancengleichheit im möglichen Bildungserfolg besteht.

potschemutschka
21 Tage zuvor
Antwortet  AvL

Die Voraussetzungen werden aber nicht erst in der Schule geschaffen, sondern eigentlich vom ersten Lebenstag an, im Elternhaus und/oder in der Kita!

Unfassbar
25 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

In der Regel und außerhalb des Mint-Bereiches deutlich weniger.

Mathelehrer86
25 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Die erste Grafik der verlinkten URL zeigt, dass ein (Handwerks-)Meister durchschnittlich mehr verdient, als ein Bacherlorabsolvent und stützt damit die Aussage von „Unfassbar“ – zumal er das Wort „kann“ in seinem Kommentar verwendet hat.

Mika
24 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

„Studieren“ ist jedoch ebensowenig ein belastbarer Tipp für die Zukunftsplanung junger Menschen. Ich erinnere an die Riesenwelle arbeitsloser Akademiker in den 90gern.

NochEinLehrer
24 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Insgesamt stimmt das ja, aber ist auch nur die Halbe Wahrheit.

https://www.sozialpolitik-aktuell.de/files/sozialpolitik-aktuell/_Politikfelder/Arbeitsmarkt/Datensammlung/PDF-Dateien/abbIV40b.pdf

Die Quoten liegen bei Menschen mit abgeschlossener Berufsausbildung 2023 bei 3,2% bei Akademikern bei 2,5%. Da ist ein Unterschied, der ist aber viel kleiner, als Ihre Zahlen im Vergleich zum bundesdeutschen Durchschnitt suggerieren. Das liegt an den 20,8% Arbeitslosen unter denen ohne Ausbildung.

Mika
22 Tage zuvor
Antwortet  NochEinLehrer

Danke für die Quelle, ich hatte nur die Statistik für die Arbeitsagentur Lübeck gefunden. Aber die Zahlen bestätigen sich ja. Aus 0,7% Differenz herzuleiten, dass jemand mit einem Ausbildungsberuf eklatant schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt hat als jemand mit einem Studienabschluss ist schon … ambitioniert 😉

potschemutschka
21 Tage zuvor
Antwortet  Mika

Zumal der mit der Ausbildung in der Regel einige Jahre früher Geld verdient!

Mika
23 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Nö, ich gebe überhaupt keine Zukunftsratschläge. Ich setze mich im Bedarfsfall mit ihren Wünschen auseinander, und ich unterstütze sie, ihre eigenen Stärken zu erkennen. Ob jemand studieren will oder eine Ausbildung macht, hängt a) von seinem aktuellen Wissensstand und b) seinen Zukunftsplänen ab. Das kann man in einem Gespräch ausloten. Kommt aber eher selten vor, dass Schüler ein solches Gespräch einfordern.

Mika
23 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ist jetzt bei Menschen mit einer abgeschlossenen beruflichen Ausbildung nicht so viel anders:
„ Im Jahr 2022 betrug im Agenturbezirk Lübeck die Arbeitslosenquote von Personen ohne Berufsabschluss 22,5 Prozent. Bei Personen mit einer betrieblichen oder schulischen Ausbildung lag die Quote bei 3,4 Prozent. 59,3 Prozent der arbeitslos Gemeldeten und 13,6 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten haben keine abgeschlossene Berufsausbildung.“ Ich denke, das kann man generell übertragen. In den meisten Statistiken der Arbeitsagentur, die ich gefunden habe, wird nicht zwischen „Arbeitslos mit Berufsabschluss“ und „Arbeitslos ohne Berufsabschluss“ unterschieden.
Das Problem ist das generelle Fehlen eines Berufsabschlusses. Die Berufschancen und die Gehälter von Personen mit und die ohne Berufsabschluss zu vergleichen und aus der höheren Arbeitslosenquote bzw. geringerer Gehälter letzterer herzuleiten, dass man mit Abitur bzw. Studienabschluss im Vorteil bzgl. einer Anstellung gegenüber von Menschen mit Ausbildungsberufen ist, ist in meinen Augen jedoch schlichtweg unseriös.
Quelle:
https://www.arbeitsagentur.de/vor-ort/luebeck/presse/2023-84-wer-gut-qualifiziert-ist-wird-seltener-arbeitslos#

Mika
22 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Beschweren Sie sich bei der Agentur für Arbeit. Ich bezweifle, dass die ihre Statistiken fälschen.

Mo3
23 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Vielleicht sollte man die Akademikerlaufbahn trotzdem nicht für das Maß aller Dinge erklären und auch jungen Menschen mit Ausbildungsabschluss einbeziehen. Die größte Arbeitslosenquote wird es wahrscheinlich bei den ungelernten Kräften ohne Ausbildung und/oder Schulabschluss geben. Von daher ist eine fundierte Ausbildung auf jeden Fall schon einmal ein guter Einstieg, auf den man ggf. ja auch weiter aufbauen kann (z.B. durch ein anschließendes Studium).

potschemutschka
21 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

@Redaktion
Also sollen/müssen doch alle Abitur machen und studieren, auch die kognitiv weniger begabten? Alles andere wäre ungerecht? Ausbildungsberufe werden in Zukunft von KI übernommen?

TschinavonMauzen
21 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Ich bin auch immer wieder fassungslos darüber wie einerseits Abitur und Studium in den Himmel gelobt und als andere abgewertet wird. Dann wird aber über Fachkräftemangel gejammert. Die Herren und Damen möchten bestimmt auch gerne dringlichst einen Handwerker wenn es im Hause durchs Dach regnet aber anständig bezahlen will man ihn dann nicht, denn der hat ja bloß ne Ausbildung. Ich könnte kotzen bin aber auch nur eine dumme Päd. Fachkraft ohne Abitur und Studium. Und natürlich aufgrund dessen zutiefst deprimiert und unglücklich, ach ja und arm auch. Ob ich nun selbst dran schuld bin oder meine nicht-Akademiker Eltern, darf mir die Redaktion gerne erklären. Ich bin zu dumm dafür auch wenn ich mein Examen mit 1,2 gemacht habe. NewsforAkademikersindiebesten, ich bin durch mit euch. Eure dumme und unglückliche TschinavonMauzen

potschemutschka
20 Tage zuvor
Antwortet  TschinavonMauzen

Liebe Tschina, bitte geben Sie hier bei n4t nicht auf! Ich habe Ihre Beiträge immer gern gelesen, da Sie auch mal einen anderen Blickwinkel von außerhalb der Akademiker-Blase bringen. Ich habe eh schon das Gefühl, dass diese Blase immer kleiner und einseitiger wird. Ich fände es echt schade, wnn auch Sie noch kapitulieren.
Mit freundlichen Grüßen
potschemutschka

TschinavonMauzen
20 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Danke, ja hier geht es manchmal an der Lebenswirklichkeit vieler anderer vorbei. Gerade weil Abitur und Studium immer als Garant für absolutes Lebensglück und Erfolg verkauft wird, läuft so vieles falsch. Fachkräftemangel hier, überforderte Kinder dort. Statt zu fordern, dass jedes Kind Abitur machen und studieren muss , wäre es doch viel schöner man würde die Kinder ihren Fähigkeiten entsprechend fördern und ihnen dabei zu helfen, das Beste aus sich herauszuholen. Inklusion bedeutet jeden Lebensweg und jede Lebensart anzuerkennen und zu respektieren. Für ein Kind mit Entwicklungsstörung kann es schon ein großes Erfolg sein, zu lernen sich alleine die Schuhe anzuziehen. Denn dann ist es nicht mehr auf die Eltern oder Erzieher angewiesen und muss nicht mehr warten, bis das Personal Zeit hat sondern kann jetzt gleich mit seinen Freunden in den Garten flitzen. Eine kleine Sache , die für das Kind aber mehr Lebensqualität bedeutet. Ich freue mich über jeden Lernschritt , den die mir anvertrauen Kinder machen. Aber wenn ich sie schon im Kindergarten mit einem Bildungsangebot nach dem anderen zu ballern soll, damit aus ihnen auch bloß „was anständiges“ wird, dann bin ich raus. Die Kinder sind nämlich schon etwas . Sie sind Persönlichkeiten mit eigenen Charakter, Vorlieben und Abneigungen, Stärken und Schwächen. Sie brauchen kein Abitur und kein Studium um jemand oder besonders wertvoll zu sein. Diese Art Menschen nach Bildungsabschluss zu bewerten fand ich schon immer ganz widerlich.

potschemutschka
20 Tage zuvor
Antwortet  TschinavonMauzen

Ich stimme Ihnen 100%ig zu!

Mo3
20 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich persönlich würde allen meinen Kindern vor dem Studium erst zu einer Ausbildung raten, auch wenn sie mit dem Abitur natürlich auch direkt studieren könnten. Das gibt etwas Bodenhaftung und wahrscheinlich ist es in einigen Studiengängen sogar ein Vorteil, wenn man weiß, wovon man redet.

Bla
25 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ganz so einfach ist das aber auch nicht … Berufseintrittalter, „Abzahlungen“, Förderungen, Zinsen/Zinsenzins, Sparen, Lebenqualität im Altersbereich (und dementsprechend zeitliche Versetzung), Ausbildungsintensität (Art, Dauer), Studienlage und Quelle (auch der Auswertung und Analyse), usw. usf. …

Ein Meister oder auch ein Master oder Bachelor usw. sind eben auch in der Regel aufwändiger als gar keine Ausbildung bspw.
-> Erwartungshaltung

https://www.spiegel.de/panorama/bildung/ihk-studie-zu-ausbildung-und-studium-was-zahlt-sich-am-ende-mehr-aus-a-1c5a3880-f4cd-4b0d-bebd-768c1ea70688

https://m.focus.de/finanzen/karriere/wer-verdient-mehr-akademiker-oder-fachkraefte_id_115591267.html

Auch hier sieht man bspw. sehr schnell mögliche Fehlstellen und Abweichungen (nur wenige Beispiele):
– Ich nehme mal den Bezug auf Immobilien:
Wer im frühen Alter sich eine Immobilie/Zimmer leisten kann, spart fortan an Miete (-> Sanierung usw. müsste man dann wiederum entgegen kalkulieren). Das findet hier keine Anwendung, da man v. A. nur vom Gehalt ausgeht.
Interne
– Zinseszins: Wer sehr früh spart, der kann ein gutes passives Einkommen generieren. Das ist in der Regel für Ausbildungsberufe (deutlich) früher gegeben, als für Akademikerberufe. [Rein auf die Berufslaufbahn usw. Hier ist der Einbezug von elterlicher Ersparnis/Konten/Geldanlage usw. natürlich nicht berücksichtigt. Das ist in ded Realität oft ein deutlicher Unterschied]
– Lebensqualität während der frühen Arbeitsphase vs Studium („was leisten können“)
– Faktor Familiengründung und Finanzierung
Das wird fairerweise auch bei einer Quelle genannt, dass diese Faktoren nicht berücksichtigt werden.
Aber ansprechen und bewusst sollte man sich dessen sein.
Dazu gibt es auch Hochrechnungen von bspw. Sparen und Zinseszins oder Immobilienvermietung und Ammortisation.
Das nicht zu berücksichtigen ist eben nur ein Teil der Realität (also der reine Bezug auf die Lohnhöhe und Lohnveränderungen über die Jahre). Das kann man machen, das ist dann ein Detail des Gesamten. Es stellt eben auch nur den Teil dar. Das Gesamte sieht anders aus.
Betrachtet man nur dieses Detail (Lohn) und ignoriert das Gesamte, dann stellt sich eine Verzerrung der Realität dar.

[Möglicher Ansatz: Vom Ganzen ins Detail. Vom Detail wieder zum Ganzen.]

447
24 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Wie viele, speziell Deutsche -Lehrkräfte-, haben auch nur die kleinste, ALLERKLEINSTE wirtschaftliche Bildung? Eben.

Ja, ein Studium ist für vieles gut und nicht nur für Geld – aus ***rein*** finanzieller Sicht ist „Lehrer“ allerdings ein Loserjob.

Lisa
24 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich – wenn meine Kinder denn gewollt hätten. Meine Schwester hat eine Ausbildung, einen Meisterbetrieb und eigenes großes Haus. 🙂

Bla
24 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

<- Hat vor dem Studium – sogar vor dem Abitur – eine Ausbildung gemacht.
Schadet auf jeden Fall nicht. Bereue ich auch definitiv nicht.

Lisa
23 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Die studierte Archäologin wird prekär bezahlt, weil es de Facto bis September dauert, bis die Gelder für den Haushalt freigegeben werden. Die mit der Ausbildung nach dem Abitur verdient klar mehr.
Ich habe nicht rein geredet. Meine Erfahrung ist nämlich, dass man viele Dinge nicht voraus sagen kann. Es gibt keine “ bombensicheren Job für die nächsten fünfzig Jahre“ Und jemanden zu BWL, Jura und MINT zu zwingen, der eindeutige Interessen hat, macht oft unglücklich.

Mika
24 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

???
Wenn die Kinder eine Ausbildung machen wollen, machen sie eine Ausbildung. Wenn sie studieren wollen, machen sie eben das. Oder sie machen erst eine Ausbildung und studieren später, wenn ihnen das sinnvoll erscheint.
Meine Kinder hätten sich von mir da nichts vorschreiben lassen. Und wenn ich mir unsere Abiturienten ansehe: von denen machen zwei Drittel eine Ausbildung.

Bla
24 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Tatsäche kenne ich schon einige … Wieviele habe ich nicht gezählt. Wäre auch nicht aussagekräftig.

Beim Akademikerberuf Lehrkraft sieht es hingegen momentan sehr eindeutig aus. Da kenne ich inzwischen seeeeehr viele Akademiker, welche definitiv abraten. Spielt das eine Relevanz?

Feirefiz
18 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Hallo zusammen,
aber selbstverständlich habe ich Junior zu einer Ausbildung geraten, die er gerade absolviert. Er ist einfach handwerklich begabt und glücklich, wenn er werkeln kann. Gerade als Pädagoge war es mir wichtig, dass die Kinder individuell den Beruf finden, in dem sie reüssieren können.

Der Kleine studiert übrigens, er ist ein Bücherwurm, schreibt gern und hat zwei linke Hände.

Feirefiz

Hysterican
24 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Wenn man denn eine angemessene Anstellung findet.

Teacher Andi
24 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Nicht, wenn man selbst einen Handwerksbetrieb aufmacht. Und logischerweise zahlt sichi eine umfassendere Ausbildung mit Studium beim Gehalt aus, sonst würde kaum jemand studieren.

Teacher Andi
24 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Und Bill Gates hatte kein Universitätsdiplom …… Es gibt Ausanhmetalente, die aber nicht die Regel darstellen. Und Talente werden immer irgendwann erkannt.
Herr Sahin ging vor mehr als 50 Jahren zur Schule, da waren die Verhältnisse und Vorgaben noch ganz anders. Sie wollen doch nicht behaupten, dass dies heute auch noch so ist?

Teacher Andi
24 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Sie wollen also tatsächlich behaupten, dass man Kinder aus nichtakademischen Haushalten nicht für das Gymnasium empfiehlt, obwohl sie das Talent und die Noten dazu hätten? Denn nur darauf habe ich mich bezogen. Dass Kinder von der Motivation der Eltern abhängig sind, ist eine ganz andere Baustelle.

potschemutschka
23 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Wenn der sozio-ökonomische Status der Klassengemeinschaft die Gymnasialempfehlung beeinflusst – müsste man dann nicht Brennpunktschulen abschaffen? Allerdings dann auch Privatschulen.

Hans Malz
23 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Den Popstar mit dem selbstständigen Handwerksmeister zu vergleichen zeigt aber auch einen gewissen Abstand zur Realität.

Sokrates
25 Tage zuvor
Antwortet  Unfassbar

Es gibt Menschen, die werden sogar ohne Schulabschluss reich – z.B. als Influencer oder DSDS-Teilnehmer. Gemäß Ihrer Argumentation müssten wir uns daher auch nicht mehr um Schulabbrecher kümmern, schließlich kann man damit reicher werden als z.B. ein Lehrer.

Teacher Andi
24 Tage zuvor
Antwortet  Sokrates

Das sind ja auch sehr wertschöpfende „Berufe“ die unverzichtbar sind. Gamer und Blogger nicht vergessen. Das ist unsere Zukunft.

AvL
24 Tage zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Nein, das ist nicht unsere Zukunft.
Ihr Sarkassmus geht für meinen Geschmack schon ein
wenig zu weit.

Teacher Andi
24 Tage zuvor
Antwortet  AvL

Na dann fragen Sie mal die Schüler, was sie gerne werden wollen. Und bei dieser Entwicklung zu immer mehr Quatsch Berufen, die unglaublich viel Geld bringen, kann man nicht anders als sarkastisch zu werden.

AvL
23 Tage zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Welche Altersgruppe beziehen Sie in ihre Erhebungen mit ein ?

Teacher Andi
22 Tage zuvor
Antwortet  AvL

Eben diejenigen, die vor einer Berufsentscheidung stehen.

Unfassbar
24 Tage zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Auch diverse Bachelors führen nicht zu wertschöpfenden Berufen außerhalb des öffentlichen Dienstes, NGOs, Stiftungen u.ä..

Man kann sich immer fragen, ob die Welt es negativ bemerken würde, wenn die eine oder andere Berufsgruppe von jetzt auf gleich für einen Monat streiken würde.

Ich_bin_neu_hier
20 Tage zuvor
Antwortet  Unfassbar

*Man kann sich immer fragen, ob die Welt es negativ bemerken würde, wenn die eine oder andere Berufsgruppe von jetzt auf gleich für einen Monat streiken würde.“

Bei mir käme das sehr stark darauf an, ob ich passgenau in den Sommerferien oder außerhalb der Sommerferien streike.

Cuibono
24 Tage zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Es gibt sehr viele angesehene Berufe, die nichts anderes als Bull-Shit-jobs sind, googeln oder besser noch: mal im Bekanntekreis fragen.

Aber über kurz oder lang wird KI das richten: die braucht’s dann einfach nicht mehr.

Unfassbar
24 Tage zuvor
Antwortet  Cuibono

Unternehmensberater zum Beispiel.

Teacher Andi
24 Tage zuvor
Antwortet  Unfassbar

Da bin ich ausnahmsweise mal bei Ihnen.

AvL
23 Tage zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Wir benötigen gut ausgebildete und qualifizierte
Mitarbeiter, die den Leitlinien entsprechend
gewissenhaft arbeiten und auch dazu noch
bereit sind, beständig ihr wissenschaftsbasiertes
Wissen durch Weiterbildungen in Form von
angelesenem Fachwissen wie auch durch externe
Weiterbildungskurse zu erweitern.
Was wir nicht brauchen ist Mobbing unter Kollegen,
um die unkritischen, unreflektierte und allseits beliebte
Kollegen, die niemanden weh tun, nach oben zu bringen !

Teacher Andi
18 Tage zuvor
Antwortet  AvL

Und wieso zielen Sie dabei auf mich? Fühlen Sie sich von mir gemobbt?

Bla
24 Tage zuvor
Antwortet  Sokrates

Wenn das eine Garantie des „Erfolgs“ wäre. Natürlich.

Spirale
24 Tage zuvor
Antwortet  Unfassbar

Was dabei gerne vergessen wird ist, dass dann wenn Kartoffeln mit Orchideen verglichen werden.

Vergleicht man aber das gleiche Arbeitsumfeld und entweder passende Abschlüsse (Elektroniker vs. Bachelor Elektrotechnik, Fachinformatiker vs. Bachelor Informatik) miteinander oder „Quereinstieg“ von fachfremden Studiengängen (insbesondere im Personalmanagement), dann ist die Erkenntnis, dass die Einstiegsgehälter der Studierten häufig leicht höher sind und die Aufstiegschancen ungleich höher.

Und das gilt nur bei „gleicher“ Zeit, um den Abschluss zu erwerben (ohne die Zugangsvoraussetzung zu berücksichtigen, die zunächst erworben werden muss).

Anders sah es in naturwissenschaftlichen Berufen aus. Im Labor ist ein BA und häufig auch ein MA dem Fachangestellten unterlegen, der arbeitet schließlich 8 Stunden täglich dort und hat rund 5 Jahre Erfahrungsvorsprung. Allerdings gilt das so auch nicht mehr. Größere Firmen werben bewusst um BA/MA, um sie dann Firmenintern über (z.T. mehrere) Jahre zu qualifizieren.

Unfassbar
24 Tage zuvor
Antwortet  Spirale

Aus dem Grund war ich auch gegen die Umstellung auf Bachelor / Master. Ein Bacholor of Science hat nicht viel mehr als ein besseres Vordiplom mit Abschlussarbeit. Der kann nicht viel können, weil das Studium dafür viel zu kurz war und somit die Inhalte weder gelernt noch gereift sein konnten.

Unfassbar
24 Tage zuvor
Antwortet  Spirale

Große Firmen tun das wohl auch, weil die potentiellen Azubis oftmals nicht mehr geeignet sind. Geselle und Bachelor ist vom Wort her gleich.

pfk
23 Tage zuvor
Antwortet  Unfassbar

Das stimmt schon. Aber nicht generell.
Was sind denn bei bald 9 Mrd. Menschen auf der Welt bitte Orchideenfächer? V/BWL? Eine gerechte Wirtschaft ist möglich? Mathe? Auf dem Weg zur Gotteszahl?Raketentechnik? Mehr Lebensraum im Universum? EDV? Für eine KI, die den Menschen das Soziale und das Denken abnimmt? Stichwort Speisekartenangst.
Jurisprudenz? Zur Beratung von BWLern und Bankern zur besseren Abzocke des gemeinen Pöbels oder Steuerzahlers?
Oh, verwechselt, das waren ja die carnivoren Fächer, die an jeder Straßenecke zu finden sind.

Ich fände es auch besser, wenn der Umgang mit der allgemeinen Materie (unsere Erde, unser Lebensraum) besser gehegt und gepflegt würde und nicht nur darauf geschielt würde, wie man Geld schneidet, ob als Hand- oder Kopfarbeitender. Ziel ist doch, das zu verbinden, damit das Herz und wir Menschen eine Heimat finden und nicht nur einen Raum zum Sahne abschöpfen, der innen aussieht wie der Maschinenraum bei den großen Fleischzerlegeeinrichtungen wie z.B. in NRW oder in MV.
Es ist halt 2024. und Future is now. Handwerk mit Swipe Daumen taugt nix, selbst denken ohne Fragen/ Aufgaben an die/der Welt taugt nix. Mal sehen was übrig bleibt…

Johann Friedrich H.
25 Tage zuvor

Bitte diese Fakten auch dann Bedenken, wenn das nächste Mal für Privatschulen geworben wird. Der Zusammenhang zwischen dem Privatschulboom und der steigenden Bildungsgerechtigkeit lässt sich nur schwer widerlegen.

Ich habe Verständnis, wenn jede Mutter und jeder Vater das Wohl der eigenen Kinder bei der Schulwahl berücksichtigt, problematisch wird es, wenn dabei die Vorteile von finanziellem und sozialem Kapital geleugnet werden.

Nick
25 Tage zuvor

Die Vorteile leugnet keiner. Es wird aber nicht zur Umverteilung von Kapital kommen. Kollektivierung gab’s im Sozialismus, ist gescheitert. Auch ICH investiere viel Geld in die Bildung meiner Kinder.

Anika von Bose
24 Tage zuvor
Antwortet  Nick

Dann können Ihre Kinder sich glücklich schätzen, dass Sie dazu in der Lage sind. Aber es gibt eine Menge Familien, die genau das nicht können. Und genau die Ungleichheit sollte es nicht geben.

potschemutschka
22 Tage zuvor
Antwortet  Anika von Bose

Es muss nicht nur Geld sein, was man in die Kinder investiert. Manche Dinge sind kostenlos und doch unbezahlbar für die „Förderung“ der Kinder: mit ihnen reden, ihnen zuhören, vorlesen, malen, basteln, die Natur erkunden, spielen, gemeinsam kochen, Selbständigkeit und Selbstvertrauen stärken … das „kostet“ nur Zeit und Zuwendung – erleichtert aber den Schulstart ungemein.

Alex
25 Tage zuvor

„Glück wohnt in der kleinsten Hütte“, besagt eine Volksweisheit. Oder ein einstmals sehr bekannter Buchtitel lautete: „Liebe, Brot der Armen“. Beidem möchte ich ausdrücklich zustimmen.
Finanzielles und soziales Kapital karrierebewusster Eltern sind gerade für Kinder häufig auch ein Nachteil.

AvL
24 Tage zuvor
Antwortet  Alex

Noch weniger wertschätzend ist der Volksmund im Spruch:
„Jeder ist seines Glückes Schmied.“
Bezogen auf den Inhalt des obigen Artikels grenzt
dieser Satz an Sarkassmus.

Ulrika
24 Tage zuvor
Antwortet  AvL

Ein Wort, das man exzessiv benutzt, sollte man korrekt schreiben können.

AvL
24 Tage zuvor
Antwortet  Ulrika

Sarkasmus ? Den Begriff habe ich aber hier zum ersten mal benutzt.

Riesenlob nach Dresden!
22 Tage zuvor
Antwortet  AvL

Stimmt nicht und würde es auch nicht besser machen.

Anika von Bose
24 Tage zuvor
Antwortet  AvL

Solange diese Kinder noch im Bildungssystem sind, wird ihnen ihr „Versagen“ noch nicht angekreidet – wenn diese dann erwachsen sind, sind sie an ihrer Misere selber schuld…

AvL
22 Tage zuvor
Antwortet  Anika von Bose

Bemerken Sie nicht den Widerspruch in ihrer Aussage.

AvL
22 Tage zuvor
Antwortet  AvL
Anika von Bose
24 Tage zuvor
Antwortet  AvL

Und wenn diese dann selber eine Familie gründen, überträgt sich das eigene Scheitern auf die Nachkommen.

AvL
22 Tage zuvor
Antwortet  Anika von Bose

Dann sind die also selbst schuld ?

Martina
24 Tage zuvor
Antwortet  AvL

Ich beziehe mich am liebsten auf Ludwig Erhard, der als Vater unserer Sozialen Marktwirtschaft gilt.
Er sagte: „Nichts ist in der Regel unsozialer als der sogenannte Wohlfahrtsstaat, der die menschliche Verantwortung erschlaffen und die individuelle Leistung absinken lässt.“
Ich könnte mir vorstellen, dass er dem Spruch des Volksmundes „Jeder ist seines Glückes Schmied“ zugestimmt hätte.

AvL
22 Tage zuvor
Antwortet  Martina

Appius Claudius Caecus, der Urheber dieses Spruches,
lag mit dieser Aussage bereits als erster falsch.
Bei jedem Menschen besteht eine andere Ausgangslage.
Es kommt immer auf die Umgebungsbedingungen an,
die einem unterschiedlich geartete Möglichkeiten bieten
sich zu entwickeln, siehe Flavius Josephus.

DerechteNorden
22 Tage zuvor
Antwortet  Martina

Ich finde ja auch, dass sich benachteiligte einfach mal mehr anstrengen könnten! Niemand hindert sie doch daran, etwas aus sich zu machen. Das war früher ja auch schon so.//
Sie ignorieren die Realitäten in unserem Land komplett.
Es gibt Leute, die sich sehr anstrengen, aber trotzdem nicht auf einen grünen Zweig kommen können.
Wir können froh sein, dass wir ein Wohlfahrtstaat sind! Wären wir das nämlich nicht, dann wären wir wieder dort, wo wir ca. 1850 waren. Und das wollen Sie?

447
24 Tage zuvor
Antwortet  Alex

Das ganz, ganz komische Ding daran:
Wenn man Leute, die solches self-soothing zeigen ganz, ganz freundlich fragt, ob sie denn dann nicht einem selbst mal fix 10K überweisen wollen (oder einem gerade geben, was sie so im Geldbeutel haben) – immerhin macht Geld ja nicht glücklich- kriegen sie immer wütende NPC-Gesichter und stammeln was rum.

„Glück in der kleinsten Hütte“ – ROFL.

potschemutschka
21 Tage zuvor
Antwortet  447

Armenpflege
Zu lindern der Bedrängten Weh,
Vereint sie menschliches Erbarmen:
sie geben jährlich ein Diner
und trinken auf das Wohl der Armen.“
(Karl Kalbeck 1850-1921?

potschemutschka
20 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Man könnte den Text natürlich modernisieren – 3. Zeile:
„sie schreiben jährlich ein Dossier …“

Bla
25 Tage zuvor

Gleiches gilt natürlich für (private) Nachhilfe und häuslicher Förderung (Lesen mit dem Kind, Ausflüge, Vorlesen, Erzählungen, Gespräche, Mathematik „begreifen“, Bildungsbesuche, Museen, Badebesuchs, Schwimmunterricht [privat und „gekauft“], Sportvereine, Zeichnen/Malen mit dem Kind, Spielsachen und Förder-/Lernmaterialien zuhause, Bücher, Instrumente [vom Kauf, „Familientradition“, Lehrer, bis hin zur Elternerfahrung und gemeinsames Musizieren] usw. usf.)

Bin mal gespannt, was da dann die Forderungen und Konsequenzen sind, um eine „Gerechtigkeit“ herzustellen.
Z. B. Verbot von Sportvereinen?

Auch das muss man sich halt im Kopf behalten und dann mal etwas reflektieren.

Johann Friedrich H.
24 Tage zuvor

Bemerkenswert, welche reflexartigen und dünnhäutigen Antworten als Reaktion auf meinem Wunsch nach reflektierer Ehrlichkeit geschrieben werden: „Sozialismus“, „Glück wohnt in der kleinsten Hütte“, „Verbote“

Das sind ihre Kommentare zu den oben beschriebenen Fakten des Statistischen Bundesamtes? Dieses große Kaliber auf eine reine Feststellung hin? Schauen Sie doch einfach mal in unser Grundgesetz, Art. 20, Stichwort „Sozialstaatsprinzip“.

Bla
21 Tage zuvor

Wo haben Sie damit ein Problem?
Ich bestreite Ihren Einwand doch gar nicht. Privatschulen haben privilegien und je nach Privatschule wird eine „Bildungsgerechtigkeit“ nicht gerade gefördert. Das ist schonmal rein nach den unterschiedlichen Profilen nicht möglich. Ist halt wie in einer Ausbildung auch … Manche lernen mehr, manche weniger. Kommt zum Großteil auch auf den Betrieb an.
Ändert allerdings nichts an meiner Erweiterung durch obige Punkte. Auch diese treffen zu.

Fazit: Es kann keine vollkommene „Bildungsgleichheit“ (für einige dadurch auch Bildungsgerechtigkeit) geben, außer eine gleich aufgebaute KI/Androiden würden flächendeckend eingesetzt werden. Die Gebäude wären identisch und die SuS dürften keine Kontakte außerhalb haben. Instrumente gar keine oder alle die gleichen. Usw.
Wenn wir über „den Rahmen“ sprechen, dann sind wir bei einem anderen Punkt … Dort wären Privatschulen eben wie häusliche Förderung und Nachhilfe mal zu diskutieren. Manche können (oft wollen) sich dies „leisten“, manche nicht.

Daher: Wovon sprechen wir denn? Von dem einen Ausschnitt „Privatschulen sind priviligiert?“ Ja, sind sie. Wie vieles andere auch.
Ist das gerecht? Vielleicht, zumindest so gerecht wie andere Sachen … Die reine „in welcher Familie werde ich hineingeboren und sozialisiert“ ist schon per se maximal „ungerecht“/“ungleich“. So lange nicht alle Menschen eben auch nahezu identisch gleich sind und den gleichen Rahmen haben … Ist das nunmal so.

Petra
25 Tage zuvor

Dass die Bildungschancen von Kindern aus Akademiker-Familien größer als die von gering qualifizierten Eltern, ist eine Binsenweisheit. Wollen wir deswegen wieder eine Gerechtigkeitsdebatte führen oder Vorschläge sammeln, wie der Staat für ausgleichende Gerechtigkeit sorgen könnte und müsste?
Wenn ja, habe ich folgende konsequenten Vorschläge:
Da vieles an Ungerechtigkeit auch von den Genen abhängt, bin ich erst einmal dafür, dass nur eine Art der Paarung und Fortpflanzung erlaubt ist, nämlich die von Akademikern mit Nicht-Akademikern. Intelligenztests mit Nachweis des IQs im Ausweis könnten eine Alternative sein.

Was die ungerechte Chancenverteilung durch Umwelteinflüsse, vor allem die des Elternhauses angeht, fällt mir diese konsequente Lösung ein: Alle Kinder müssen nach gleichem Standard in staatlichen Einrichtungen großgezogen werden. Nur so sind gleiche Bildungschancen rund um die Uhr gewährleistet. Besuche aller Eltern zu gleicher Zeit am arbeitsfreien Wochenende sollten aus humanitären Gründen nicht nur erlaubt, sondern auch verpflichtend sein. Kein Kind darf benachteiligt und traurig gemacht werden durch nachlässige Eltern. Jedes muss sich gleichermaßen geliebt fühlen. 🙂

Bla
24 Tage zuvor
Antwortet  Petra

Da das mit den Besuchen aber nicht gleichberechtigt und umsetzbar sein kann, würde ich dazu tendieren, jedwege Elternkontakte zu vermeiden.
-> Was wenn es nur ein Elternteil bei Kind A gibt?
-> Zwei bei Kind B?
-> Männliches/weibliches/alternativgeschlechtliches Elternteil bei A und B oder C?
-> Wie lange besuchen?
-> Was wenn jemand krank ist?
-> Was wenn ein gar kein Elternteil da ist (beide gestorben bspw.) sondern „nur“ Großeltern/Verwandte?
-> Was, wenn bspw. alleinerziehendes Elternteil im Gefängnis ist? Ausgang? Oder „Pech“ … Geht ja nicht…
Also: Steikt keine Kontakte, das wäre ungerecht.

Boris
24 Tage zuvor
Antwortet  Bla

Sie haben absolut recht mit Ihren Einwänden zu den Elternkontakten. Diese bergen zu viele Möglichkeiten für Chancenungleichheit durch Ungleichbehandlung. Deshalb ein unbedingtes Ja zu Ihrer Vorstellung, „jedwede Elternkontakte zu vermeiden“.
Das würde die Gerechtigkeitsoffensive außerdem vereinfachen

Hans Malz
23 Tage zuvor
Antwortet  Bla

Eine Zeiterfassung, wie in userem Beruf wäre gut. Alternativ ein Deputatsmodell mit beliebiger Aufstockung der Zeiten.

A.J. Wiedenhammer
22 Tage zuvor
Antwortet  Petra

Warum werde ich in den Debatten um Bildungsgerechtigkeit nur immer an spartanische Zustände (ich meine die Erziehung der Jungen im tatsächlichen, historischen Sparta) erinnert?

Okay, Sparta war da jetzt extrem, aber man muss sich doch klarmachen, dass Elternrechte- und pflichten mitsamt der (hoffentlichen) Familienbindung und -beziehung immer kollidiert mit den Wunsch nach dieser ominösen „Gerechtigkeit“.

Also, Angebote und eventuell auch Zwang für die benachteiligten Kinder, bzw deren Elternhäuser, aber keinesfalls alle in einen Topf schmeißen und kraftig umrühren, damit eine, zwar ach so gewollt heterogene, aber bildungstechnisch homogene Einheitspampe herauskommt.

Bla
21 Tage zuvor

Hoffe ja mal nicht … „Kindererziehung“ in Sparta war zu vielen Zeiten durch Päderastie geprägt.
Ja, Sparta ist hier schon ein ziemlich extremes Beispiel (demnach)…

Alx
25 Tage zuvor

Ich sehe die Ungerechtigkeit nicht so richtig.

Kinder zu erziehen ist anstrengend.
Ich lese jeden Tag mit meinen Kindern, schaue nach den Hausaufgaben und zeige Ihnen, dass es wichtig und Charakterbildend ist, täglich zu üben und auch mal unangenehme Aufgaben zu übernehmen. Das lebe ich meinen Kindern auch vor.

Andere setzen ihre Kinder den ganzen Tag vor den Fernseher oder das Tablet, dass sie nicht nerven.

Es wäre aus meinen Augen schon eher ungerecht, wenn das Engagement keinen Unterschied machen würde.

Wenn deren Kinder in die Schule kommen haben meine schon einen uneinholbaren Vorsprung an Lesestunden, können sich an Regeln halten und haben einen hervorragenden Wortschatz durch die täglichen Gespräche. Sie haben bis zum Alter von 3 Jahren bereits 30 Millionen mehr Wörter gehört als die armen Würmchen die mit TV und Tablet groß wurden.
Und das ist nur der Bereich Sprache.

Wie könnte man den anderen Kindern helfen?
So lange wie möglich von Zuhause fernhalten?
Elternführerschein?
Internat?

Bla
24 Tage zuvor
Antwortet  Alx

[Vorab: Enthält „etwas Ironie]

„Ich sehe die Ungerechtigkeit nicht so richtig. “
Weil Sie teil dessen sind. Sie sind das Problem.

„Kinder zu erziehen ist anstrengend.“
Würde mal sagen … Kommt drauf an, ob man es hauptsächlich anderen überlässt oder nicht. Alles eine Sache der Perspektive. Kann man also zumindest mal verschieben die Anstrengung.

„Ich lese jeden Tag mit meinen Kindern, schaue nach den Hausaufgaben und zeige Ihnen, dass es wichtig und Charakterbildend ist, täglich zu üben und auch mal unangenehme Aufgaben zu übernehmen. Das lebe ich meinen Kindern auch vor.“
Haaaa, erwischt. Egoismus also. Warum lesen Sie denn nicht anderen fremden Kindern etwas vor? Könnten der Bildungsgerechtigkeit doch bisschen entgegen kommen, statt sie zu weiten. Bitte mal an andere Menschen denken.

„Andere setzen ihre Kinder den ganzen Tag vor den Fernseher oder das Tablet, dass sie nicht nerven. “
Aber auch nur, weil Sie deren Kindern nichts vorlesen. Das wäre schon eine sinnvolle und wünschenswerte Forderung, wenn/dass Sie das bitte übernehmen.

„Es wäre aus meinen Augen schon eher ungerecht, wenn das Engagement keinen Unterschied machen würde. “
Sie sitzen ja auch auf der privilegierten Seite. Da ist es leicht „von oben herab“ zu urteilen. Dass Sie sich nicht einfach schämen?

„Wenn deren Kinder in die Schule kommen haben meine schon einen uneinholbaren Vorsprung an Lesestunden, können sich an Regeln halten und haben einen hervorragenden Wortschatz durch die täglichen Gespräche. Sie haben bis zum Alter von 3 Jahren bereits 30 Millionen mehr Wörter gehört als die armen Würmchen die mit TV und Tablet groß wurden.
Und das ist nur der Bereich Sprache.“
Eingeständnis. Dazu vergleichen Sie die Kinder mit armen Würmchen. Das ist herabwürdigend und Sie wären eigentlich ja mit verantwortlich, der Gesellschaft zu helfen. Aber Sie wollen eben ihre eigenen Kinder besser erziehen als „arme Würmchen“. Merken Sie das gar nicht, wie Leute wie Sie das Problem sind? So wird es immer ungerechter.

„Wie könnte man den anderen Kindern helfen?“
Siehe oben … Lesen sie den anderen Kindern was vor, Kochen gemeinsam, schauen mal über die Hausaufgaben, gehen zum Schwimmen, bisschen spazieren und behandeln diese Kinder eben, wie Ihre eigenen. Kann doch jetzt erwartbar sein. Machen Sie bei Ihren eigenen Kindern schließlich auch.

„So lange wie möglich von Zuhause fernhalten?“
Das wäre natürlich eine gute Alternative. Einmal die Woche sollten die Kinder auch nichts zu essen bekommen. Und vielleicht zweimal die Woche bis Abends draußen (auch – achwas vor allem im Regen) bleiben und dürfen nicht rein.

„Elternführerschein?“
Ne, bitte nicht. Wäre für alle ein Aufwand. Außer Sie meinen jetzt nur für engagierte Eltern? Dann ja. Natürlich.

„Internat?“
Aber bitte nur mit Robotern/Androiden, welche dann auch genau gleich eingestellt werden. Dazu identische Gebäude. Raus darf keine(r). Ganz wichtig.
Ansonsten gibt es auch dort wieder Ungerechtigkeit im Betreuungsschlüssel, der Örtlichkeit, Räumlichkeit, der menschlichen Zuwendung … Das gilt bitte zu vermeiden.

.

A.J. Wiedenhammer
22 Tage zuvor
Antwortet  Bla

„Aber auch nur, weil Sie deren Kindern nichts vorlesen.“
🙂 An der Stelle musste ich echt laut lachen.
Dankeschön!

Alx
22 Tage zuvor

Wir leben auf dem Land und organisieren tatsächlich ehrenamtlich über Vereine viele Angebote für Kinder. Basteln, spielen und umrahmen die Themen auch immer mit Geschichten aus passenden Bilderbüchern.

Nur kommen da auch immer nur die Akademiker mit ihren Kindern hin.

potschemutschka
22 Tage zuvor
Antwortet  Alx

In Berlin ähnlich!

potschemutschka
21 Tage zuvor
Antwortet  Alx

@Alx
Kreativ sein! Machen Sie es wie der „Rattenfänger zu Hameln“ – sammeln Sie vor derartigen Veranstaltungen alle Kinder des Ortes, die bedürftig sind, ein. Soviel Zeit und Engagement werden Sie doch wohl noch übrig haben 🙂

A.J. Wiedenhammer
22 Tage zuvor
Antwortet  Alx

„Es wäre aus meinen Augen schon eher ungerecht, wenn das Engagement keinen Unterschied machen würde.“
Na, na, so etwas so klar und deutlich auszusprechen, tse, tse, tse…

Ich stimme Ihnen da übrigens voll und ganz zu. Man kann nicht alles einigen wenigen Idealisten überlassen oder hoffen, dass alle eben Idealisten sind Leistung (auch bei der Kindererziehung) muss sich lohnen, sonst… lohnt es sich eben nicht.
Was das auf wirtschaftlicher Ebene bedeutet, sollten uns unsere Experimente mit real existierendem Sozialismus Anschauung genug sein.

Karl Heinz
25 Tage zuvor

Wie oft in den letzten 20 und mehr Jahren haben Untersuchungen den Zusammenhang zwischen sozialem Milieu und Bildung mit dem stets gleichen Ergebnis für Deutschland analysiert?
(z.B. hier, hier oder hier…)

Konsequenzen?
Lehrermangel und neue Studien, die Geld kosten und uns sagen, was wir ohnehin schon wissen…

Man sollte aber auch bedenken, dass höhere Abschlüsse nicht per se zu höheren Chancen und Einkommen auf dem Arbeitsmarkt führen.
Man schaue nur mal nach China

Johann Friedrich H.
24 Tage zuvor
Antwortet  Karl Heinz

Sie vergleichen unseren freiheitlich-demokratischen Rechtsstaat tatsächlich mit einer Einparteiendiktatur?

Lisa
24 Tage zuvor

Wir vergleichen uns doch auch mit Singapur. Das ist jetzt nicht so wirklich eine Diktatur, doch nur mit einer Partei, die schon ewig an der Macht ist….

Karl Heinz
24 Tage zuvor

beide folgen den Gesetzen des Marktes
nicht anders zählt

Horch
25 Tage zuvor

Dieses aufsehenerregende Ergebnis zeigt zum wiederholten Mal das, was sich jeder auch ohne jede Statistik denken kann:
Eltern, die nichts können und nichts erreicht haben (denn das bedeutet eigentlich „gering qualifiziert“), werden vermutlich in vielen Fällen ihren Kindern weder genetisch noch durch Erziehung die Voraussetzungen mitgeben können, um in Leben und Schule sehr erfolgreich zu sein.
Auf der linken Seite der Politik kommt an dieser Stelle oft der Ruf danach, Kinder möglichst früh und möglichst lange von den Eltern fernzuhalten und in staatliche Einrichtungen zu bringen, damit man sie gleichartig erziehen und damit gleich erfolgreich machen könne. Wer in der DDR groß wurde, kennt dieses System gut.

Wissenspflaster
25 Tage zuvor

Mich wundert, dass die wohlfeile Forderung nach kleineren Klassen, mehr Geld, Ganztagsunterricht für alle noch nicht geschrieben wurde. Dabei sind die Klassen heute ca. 1/3 kleiner als zu meiner Schulzeit (1972-85) – wir waren im Gymnasium 40 SuS in jeder Klasse.
Ich erlebe die in der Studie beschriebene Situation täglich live durch meine Kinder und mein persönlicher Eindruck ist, das die Benachteiligung von Kindern aus Nicht-Akademiker-Familien heute sogar größer und greifbarer ist als zu meiner Schulzeit.
Ich behaupte nun, es hilft nicht mehr Geld in ein kaputtes System zu stecken. Es ist nicht die Klassengröße, der Personalmangel, die fehlende IT – es sind unsinnige Lehrpläne und unwirksame didaktische Methoden. Auch wenn mehr Menschen noch intensiver das falsche probieren, wird es nicht funktionieren.

Unsinnige Lehrpläne – unwirksame Methoden – starke These, hier die Begründung:

Latein:
Schule heute traut sich nicht mehr zum Auswendiglernen („Pauken“) aufzufordern. Die lateinische Grammatik ist ein relativ kompaktes, endliches Regelwerk, wer Deklinations- und Konjugationstabellen auswendig und in beide Richtungen im Schlaf kann, wird sich bei Übersetzungen viel leichter tun, weil er/sie die zusammengehörigen Worte, die Kasus der Substantive den Modus der Verben sofort erkennt – wer raten oder nachschlagen muss, verliert die Übersicht und die Zeit. Das große Latinum haben in der Klasse meines Sohnes von 9 Schüler:innen nur die bekommen, deren Eltern Latein konnten – die haben wie ich ihren Kindern gezeigt, wie sie Latein lernen können.

Mathematik/Physik:
Ich habe mich vergangenes Jahr eingehend mit den Lehrplänen für Physik und Mathematik für das Gymnasium in NRW beschäftigt. Zusammengefasst: So kann Physik (und Mathematik) nicht erfolgreich unterrichtet werden.
Wenn SuS am Ende der 10. Klasse – und das ist für viele der letzte Physik-Unterricht in der Schule – überhaupt ein umfassendes Grundverständnis der Physik haben, haben sie das aus außerschulischen Quellen (z. B. dem akademischen Elternhaus) oder aus einem nicht lehrplan-konformen Unterricht. (Belege gerne in einer Diskussion außerhalb).
Mathematikunterricht hat sich m. E. ebenfalls aufgegeben und mathematisches Denken wird am Gymnasium nicht gelehrt.
Geschichte meint auf Daten, Zahlen, Fakten verzichten zu können und scheitert Zusammenhänge zwischen nicht bekannten Dingen den Kindern nahe zubringen.

Was meine Kinder befähigen wird, ein Studium aufzunehmen und erfolgreich zu beenden, haben sie im Elternhaus bei ihren Akademiker-Eltern gelernt – nicht in der Schule.

mama51
24 Tage zuvor
Antwortet  Wissenspflaster

Genausooooo ist es! Meine Erfahrung!

TheTeacher
24 Tage zuvor
Antwortet  Wissenspflaster

Ihre Erfahrungen in allen Ehren, aber die Welt hat sich auch in der Schule seit ihrer Schulzeit fast ein halbes Jahrhundert weitergedreht. Ich werde mich auf die Entgegnung „zu kleineren Klassen“ und den „unwirksamen Methoden“ beschränken.
Zu mir:
Mein Deputat besteht aus vier Englischklassen und sechs Geschichtsklassen und bin somit Lehrer von etwas unter 300 Schülern. Außerdem bin ich Klassenlehrer einer 29-köpfigen siebten Klasse. In einer „normalen“ Schulwoche ohne Konferenzen, Elterngespräche, etc. bin ich zirka 35 Zeitstunden in der Schule, an drei Tagen habe ich Unterricht von 8 Uhr bis 16 Uhr. Ich mag meine Schüler und gehe grundsätzlich sehr gerne in die Schule. Des Weiteren bin ich, wie viele andere Kollegen auch, bereit mehr als den „Standard“ an Vorbereitung und Betreuung zu übernehmen. Leider hat mein Tag jedoch auch nur 24 Stunden und meine Kraftreserven sind nicht unerschöpflich. Deshalb kann ich nicht immer 100% geben, sondern brauche die ein oder andere Verschnaufpause in Sachen Schule, auch wenn ich weiß, das damit etwas auf der Strecke bleibt.

Trotz ihrer Ausführungen fordere ich also kleinere Klassen, hier die Begründung:
Ich bin beispielsweise der Englischlehrer eines 24-köpfigen Kurses von Sechstklässlern auf G-Niveau. Davon sind drei zieldifferente und vier zielgleiche Inklusionskinder, zwei ukrainische Kinder und ein Zuwanderkind aus der Türkei, einige Schüler mit Migrationshintergrund und Eltern, die nicht oder nur wenig deutsch sprechen, drei Kinder mit starker LRS, vier Kinder mit ADS bzw. ADHS und zwei Kinder leben im Heim. Ich weiß zudem, dass drei Kinder in psychologischer Therapie sind. In zwei Stunden werde ich von zwei Schulbegleiterinnen unterstützt, die nur für die Inklusionskinder zuständig sind.
Es gibt sicherlich noch anspruchsvollere Zusammensetzungen, aber sie können sich sicher sein, dass das ein anderes Kaliber ist als 40 SuS im Gymnasium in den Achtzigern. Wollte ich ein leichteres Leben, würde ich, ohne eine Sekunde zu zögern, die 40 SuS von damals nehmen. In meiner Schulzeit als Gymnasialschüler habe ich in einem ganzen Schuljahr nicht das erlebt, was ich hier in 1-2 Wochen erlebe.
Es wäre eine absolute Utopie zu denken, ich könnte in dieser Zahl und Zusammensetzung auch nur ansatzweise jedem SuS gerecht werden und sie optimal auf dem Lernweg und der persönlichen Entwicklung zu begleiten. Würde ich mich ständig um alle eigentlich notwendigen Dinge allein in dieser Klasse kümmern, bliebe gar keine Zeit mehr für anderes übrig und ich würde trotzdem alle Probleme nicht lösen können. Es ist zwar bitter und war zu Beginn meiner Zeit als Lehrer schwer einzusehen, aber es gibt zu viele Aufgaben, als dass ich sie alle lösen könnte. Das geht mittlerweile allen Lehrern so.
In diesem Fall würden zwei SuS mehr oder weniger tatsächlich auch nichts verändern. Ich bräuchte hier also nicht nur eine kleinere Klasse, sondern eine viel kleinere Klasse, um wirklich Einfluss nehmen zu können. Diese Sichtweise wird im Kollegium von wirklich allen Lehrern geteilt.
Kommen Sie mir also bitte nicht mit Geschichten von damals und sagen sie mir nicht, wie einfach meine Realität im Vergleich zu früher aussieht!

Zu: „Schule heute traut sich nicht mehr zum Auswendiglernen („Pauken“) aufzufordern.“
Ich beschreibe einmal das Vokabellernen in der obigen Englischklasse. Ich führe jede Vokabel, die zu lernen ist mit Bildern, Beschreibungen, dem Schriftbild und in deutscher, ukrainischer und türkischer Übersetzung ein. Die Kinder wiederholen dann mündlich die neuen Wörter in der Einführung insgesamt dreimal. Im folgenden Unterricht tauchen diese Worte dann natürlich wieder auf.
Als Hausaufgabe müssen die Kinder die Vokabeln ins Vokabelheft schreiben und bekommen pro Woche noch ein Arbeitsblatt mit diesen Vokabeln dazu, denn wir schreiben jede Woche einen Vokabeltest, bis wir die Wörter der entsprechenden Einheit alle durchhaben. Wenn es die Zeit erlaubt, machen wir hin und wieder ein Vokabelspiel. Die Vokabeltest umfassen in der Regel 20-30 Vokabeln, von denen ich meist die Hälfte in Englisch -> Deutsch, Deutsch-> Englisch und als Gegenteilswörter abfrage. Manchmal gibt es auch Bilder Wörtern zuzuordnen. Allen Kindern sind die Termine und die zu lernenden Wörter zu Wochenbeginn bekannt und müssen dies ins Aufgabenheft schreiben, damit die Kinder das nicht vergessen und die Eltern einen Überblick erhalten. Alle Vokabeltests zählen am Ende des Schuljahres wie eine Klassenarbeit.
Zu Beginn des Jahres haben wir uns mit dem „richtigen Lernen“ beschäftigt, da die Kinder ja offensichtlich Probleme haben, sonst wären sie ja nicht auf G-Niveau. Aufpassen bei der Einführung, Aktivität im Unterricht, die Wichtigkeit des lesbaren und korrekten Aufschreibens ins Vokabelheft, Lernen mit dem Buch, Karteikarten oder auch per App (ich stelle jede Woche alle Vokabeln hinein), Vokabelbodies, das richtige Lernsetting, und Lerntagbücher wurde alles besprochen, geübt und den Eltern mitgeteilt.
Ich weiß wirklich nicht, was ich noch mehr machen soll. Aber jetzt raten Sie einmal, wie groß der Erfolg dieser Arbeit in der Klasse ist. Wir haben regelmäßig Durchschnitte von 4-5 und schlechter. 10 Schüler haben bei bislang 18 geschriebenen Test einen Durchschnitt von 5- oder schlechter, 7 davon 5,7 oder schlechter. Die Eltern wissen davon und wir haben Problemfelder besprochen, aber es ändert sich nichts. Ich sollte eigentlich auch hier meine Bemühungen zurückfahren, denn der Zeitaufwand ist es eigentlich nicht wert. Sie glauben nicht, wie viel alleine diese Klasse an Energie und Motivation zieht.
Und jetzt lese ich ihren Kommentar, dass die Schule und damit die Lehrer nicht zum Pauken auffordern und damit ja eigentlich selbst daran schuld sind. Solche Kommentare berühren mich zwar emotional schon längst nicht mehr, sie hinterlassen mich aber immer noch sprachlos.

Die Frage lautet:
Wann werden Lehrer als Profis in Sachen Schule von den Kultusministerien, Lernforschern, Eltern und dem Rest wahrgenommen? Wir haben teils jahrzehntelange Erfahrungen mit dutzenden von Klassen und tausenden von Schülern. Warum denken Menschen wie sie, mit ihrem nur kleinen Einblick in die Sachlage, sie wüssten es besser? Weshalb werden unsere Erlebnisse, Erkenntnisse und Vorschläge nicht wirklich wahrgenommen oder umgesetzt? Warum gibt es keinen Plan, wie Schule in 10,20,30 Jahren aussehen soll/muss? Wer sich wundert, dass immer weniger Menschen Lehrer werden wollen und diejenigen, die es noch wollen, nicht wirklich wissen, worauf sie sich einlassen, hat den Schuss noch nicht gehört, obwohl der doch so langsam recht laut wird.

Fertig ausgekotzt

Katinka
24 Tage zuvor
Antwortet  TheTeacher

Hier: gleiche Erfahrung! Es lässt mich manchmal verzweifeln.

potschemutschka
24 Tage zuvor
Antwortet  TheTeacher

@Wissenspflaster@The Teacher
Sie haben beide Recht! Ich sehe da keinen Widerspruch, Sie sehen die Misere nur aus verschiedenen Blickwinkeln. Das sollten vielleicht auch mal die „Bildungsexperten“ tun!

Mika
24 Tage zuvor
Antwortet  TheTeacher

Und DAS sollte mal als Leitartikel an sämtliche Medien, die Kultusministerien und die Eltern gehen!
Danke!

Hans Malz
23 Tage zuvor
Antwortet  TheTeacher

Gut ausgekotzt. Kommt mir so einiges bekannt vor.

447
23 Tage zuvor
Antwortet  Wissenspflaster

Zutreffend, absolut zutreffend.

Das wurde nur gebau so bestellt – und geliefert.

AvL
25 Tage zuvor

Und an Herrn Grab…schr… gerichtet ist der Spruch“ Jeder ist seines Glückes Schmied“
ein sarkastischer Spruch, der niemals ein Leispruch des bigotten „Wohlstandspräkariat“ hätte werden dürfen.

DerechteNorden
25 Tage zuvor

Man müsste Geld in die Hand nehmen. Sehr viel Geld, um Kinder aus Familien mit niedrigem Bildungsgrad/ohne Deutschkenntnisse/Kinder angemessen fördern zu können. Tatsächlich wird das Geld aber gerade woanders eingesetzt.
Ich finde, man muss die Ukraine auch weiterhin unterstützen.
Allerdings sollte woanders bremsen, damit oben genannte Kids mehr und besser unterstützt werden können. Das würde vielleicht auch gegen den sog. Fachkräftemangel helfen.

AvL
24 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Musikalische Früherziehung und Sprachförderung
im Vorschulalter fördern ist das Mindeste , was von
den Kultusministern zu fordern ist.

Kevin
24 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Ja, von diesem „Geld in die Hand nehmen“ träumen und reden alle in der Bildungspolitik, je weiter links, desto lauter. Aber da wo Rote, Grüne oder Linke in den Landesregierungen sind, sprudeln die Geldquellen dann doch nicht zur Bewässerung der Bildungslandschaft. Warum nicht?

DerechteNorden
23 Tage zuvor
Antwortet  Kevin

Verstehe ich nicht. Wird denn in SH, wo eine CDU-Ministerin meine Chefin ist, Geld in die Hand genommen? Nein!

Defence
25 Tage zuvor

Bildung hat in Akademikerfamilien schon fast den höchsten Stellenwert. Da wird auch ordentlich investiert. Zeit, Geld, Interesse…
Gering-qualifizierte Eltern legen oft keinen Wert auf die Bildung und investieren wenig und erwarten viel von anderen. Just saying!

Indra Rupp
24 Tage zuvor
Antwortet  Defence

Ja? Was erwarten die denn von anderen? Also, zB die Krankenschwester, die Ihnen im Alter den Po abwischt?

Annemaus
24 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Eine Krankenschwester oder Krankenpfleger ist nicht “ gering qualifiziert“. In den meisten Fällen haben sie Abitur oder Fachhochschulreife und eine anspruchsvolle Ausbildung.

Indra Rupp
24 Tage zuvor
Antwortet  Annemaus

Die Krankenschwestern, die ich kenne (viele!) idR Realschule, laut Artikel „gering qualifiziert“.

Mika
23 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Im Artikel steht was anderes: „ Als formal gering qualifiziert gilt, wer weder über einen beruflichen Abschluss noch die Hochschulreife, sondern maximal über einen Haupt- oder Realschulabschluss verfügt.“

Krankenschwestern haben eine abgeschlossene berufliche Ausbildung und gelten damit NICHT als (formal) gering qualifiziert.

Hans Malz
23 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Wer eine dreijähirge Fachausbildung (plus eventuell noch weiterer Fortbildungen und Spezialisierungen) durchlaufen hat, der ist für mich nicht „geringqualifiziert“. Da können die Studienautoren schreiben, was sie wollen. Das ist viel mehr Wert, als ein großer Teil der 1200 Studiengänge in Deutschland. Und es kommt auch noch die Zeit, wo uns das wieder ins Bewusstsein gerufen wird.

Gohni
23 Tage zuvor
Antwortet  Annemaus

Die „älteren Semester“ haben tatsächlich oftmals Abitur oder Fachabitur und sind gut ausgebildet! Der „Nachwuchs“ von heute hingegen, ach lassen wir das! Gibt da natürlich aus Ausnahmen, aber mit der Jugend von heute in der Pflege, dat wird übel enden! Kenne ich aus eigener Erfahrung…

A.J. Wiedenhammer
22 Tage zuvor
Antwortet  Indra Rupp

Wieso sollte eine Krankenschwester ihren Kindern nicht einen hohen Stellenwert von Bildung vermitteln? Sowohl vermitteln können als auch tun?

Anika von Bose
24 Tage zuvor
Antwortet  Defence

Diese Eltern wünschen sich mit Sicherheit auch das Beste für ihre Kinder – etwas anderes würde ich niemandem unterstellen! Leider sind sie oftmals überfordert ihre Kinder bei ihrer schulischen Ausbildung wirksam zu begleiten und zu unterstützen, für Nachhilfe oder besondere Lernmittel fehlt ihnen das Geld und einige Eltern sind leider nicht mal in der Lage ihren Kindern eine vernünftige Tagesstruktur zu bieten…Und diese Kinder haben dann Pech gehabt???

447
23 Tage zuvor
Antwortet  Anika von Bose

Neuestes oder zweitneuestes Iphone: Locker grob 1000 Eur (OHNE Kredit- und Vertragskosten, es muss ja JETZT und auf Pump sein)

Saisonal neue Markensneaker: Gerne grob 100 Eur

Pullover, Hoodies von minderer Qualität, die dumme Unwerte verherrlichen: Locker 50-150 Eur

Smartwatch, deren Funktionen nicht genutzt werden: Ungefähr 100 Eur

Smart-TV, großflächig: Easy 500 Eur

WIEVIELE…
– Bücher
– Nachhilfestunden
– Sprachreisen
– Museumsbesuche
– Schwimmkurs
– Sportvereinsstunden
HÄTTEN diese ‚armen, benachteiligten‘ Eltern davon kaufen können?

Wie gesagt, „hätten“.

„Pesos“ und „Palm Angels“, „Nike“ und „Apple“ sind einer substantiellen Menge Personen schlicht WICHTIGER.

A.J. Wiedenhammer
22 Tage zuvor
Antwortet  447

Eben „das Beste für die Kinder“. Ist eben alles relativ.

Ich_bin_neu_hier
20 Tage zuvor
Antwortet  Anika von Bose

@Annika von Bose: „Diese Eltern wünschen sich mit Sicherheit auch das Beste für ihre Kinder (…). Leider sind sie oftmals überfordert… (…) Und diese Kinder haben dann Pech gehabt???“

Korrekt – das ist im aktuellen System so. Daran können auch (egal wie engagierte) Lehrkräfte nichts grundlegend ändern, da es sich um ein systemisches Problem handelt, d.h. die benötigten Ressourcen sind dort schlicht nicht vorhanden.

Und jetzt? Noch mehr Lehrer-Bashing? Noch mehr sinnlose Forderungskataloge und leere Versprechungen?

Na dann: Viel Erfolg!

TschinavonMauzen
20 Tage zuvor
Antwortet  Anika von Bose

Alles richtig. Aber diese Probleme können weder Schule noch Kita auffangen. Hier braucht es eine umfassende Begleitung durch das Jugendamt und andere unterstützende Systeme, der die Familie dahin gehend unterstützt ihren Aufgaben und Pflichten nachzukommen. Ein Kind welches Zuhause wenig Fürsorge erfährt und bei dem Probleme welcher Art auch immer vorliegen, kann durch diese derart gehemmt und blockiert sein, das es Förderangebote gar nicht wahrnehmen kann. Es gibt Familien da braucht es einen ganz Trupp an Sozialarbeitern und Therapeuten, damit gerade mal die nötigsten Anforderungen erfüllt werden können. Das ist tragisch und besonders ungerecht für das Kind , das ja nichts für seine Eltern kann. Habe gerade aktuell einen Fall, da braucht das Kind von Ergo – und Logopädie bis hin zur heilpädagogischen Frühförderung alles. Die Mutter kann natürlich kein Deutsch, bis hier also alles in die Wege geleitet ist werden Monate ins Land ziehen. Und das auch nur wenn die Mutter kooperativ ist und alle nötigen Unterlagen zusammen trägt. Vielen Eltern fällt es aber schwer den Förderbedarf ( den sie mitunter selbst mit verursacht haben einzusehen) da kann so ein Kampf um spezielle Förderung Jahre dauern und sehr frustrierend sein. Zu denken Schule und Kita würden die Augen verschließen und die Kinder ins offene Messer rennen lassen und sich einfach nur aus unterschwellig rassistischen Gründer der Förderung von Migranten Kindern verschließen ist ein Faustschlag ins Gesicht für die ganzen engagierten Lehrer und pädagogischen Fachkräften im Land. Unser Hilfesystem ist lückenhaft, unterbesetzt, zu bürokratisch und kompliziert. Und trotzdem kann ich weder mit einem Kind zum Arzt noch entsprechende Unterlagen zusammen tragen, die ich eben nur als Eltern beantragen kann und ausgehändigt bekomme. Und so sind mir in gewisser Weise die Hände gebunden. Natürlich versuche ich trotzdem mich diesen Kindern besonders zu widmen. Doch leider lassen Personalmangel und Zeit, dies oft nicht zu. Und dann gibt es eben noch weitere Kinder, die alle ihre kleinen oder großen Sorgen haben und meine Unterstützung brauchen und die es genauso verdient haben, dass ich mich um sie kümmere.

Lisa
24 Tage zuvor

Mich fasziniert in der Tat, wie sehr beispielsweise der Ärzteberuf hierzulande quasi erblich ist. Das ist in anderen Ländern nicht so, da studieren auch Leute aus der unteren Mittelschicht Medizin.
An was es genau liegt, kann ich nicht sagen. Ich vermutete, dass gerade in Ländern der sogenannten dritten Welt in Ostasien und Südamerika ein großer Aufstiegswillen da ist, denn die Familien müssen sich unter anderem verschulden. Also es ist nicht immer eine Bringschuld….

Alx
24 Tage zuvor
Antwortet  Lisa

Ich war in der Schule mit einer Arzttochter befreundet. Die musste manchmal ein Treffen am Wochenende absagen, weil sie für die Woche noch nicht genug im Brockhaus(!) gelesen hatte.

Canishine
24 Tage zuvor
Antwortet  Lisa

Wenn man den Berichten und Kommentaren im Fernsehen so zuhört, waren die Eltern von Leistungssportlern auch häufiger Leistungssportler. Das könnte eine Debatte um die Gesundheitsgerechtigkeit anstoßen.
Ich halte die Debatte über Bildungsgerechtigkeit in Deutschland für richtig und wichtig. Die sehr schnell angenommene Äquivalenz von Korrelationen beim Bildungsstand -> Bildungschancen -> Bildungsungerechtigkeit -> ggf. Versagen der Schulstrukturen finde ich jedoch ziemlich problematisch. Die Studie gibt schließlich zunächst nur einen Aufschluss über den Bildungsstand von Kindern und Eltern.

Uwe
24 Tage zuvor
Antwortet  Lisa

Ich kann das aber sagen: Mein Zahnarzt ist jetzt in der 3. Generation, die bekommen immer einen Sohn der dann die Praxis übernimmt. Jetzt ist der Junior dran, der hat Zahmedizin in Tallin studiert, sicher wegen dem guten Essen da…………..

Annemaus
24 Tage zuvor
Antwortet  Uwe

Kann es nicht auch einfach sein, dass durch mehrere Mediziner in der Familie das Interesse an Medizin früh geweckt wird? Wenn die Eltern ein Restaurant haben, treiben sich die Kinder doch auch in der Küche rum oder wenn die Eltern eine Autowerkstatt haben, interessieren sich die Kinder auch dafür, was die Eltern da machen.

Uwe
24 Tage zuvor
Antwortet  Annemaus

Es kann aber auch sein: Sein Abi war nicht so der Burner und anstatt 20 Jahre auf eine NC Zahnmedizinstudium zu warten (wie es ein Arbeiter*innenkind dann wohl machen muss) hat Daddy ihm halt an eine Uni in Estland eingekauft (der Weg dem ein Arbeiter*innenkind halt nicht so offensteht)

Hans Malz
23 Tage zuvor
Antwortet  Uwe

Oh doch. Einige meiner ehemaligen Schüler studieren Medizin in der Türkei. Und die sagen auch klar, dass es an dem NC und den Anforderungen hier liegt. Die haben sogar schon Bekannte hier, die ihnen nachher den Weg ins deutsche Gesundheitsystem ebnen. Absolut clever. Nein, deren Eltern waren keine Akademiker!

uwe
23 Tage zuvor
Antwortet  Hans Malz

Klar, ein paar türkische Schüler*innen die in ihrem Heimatland studieren beweisen schlüssig: Die Chancen eines Arbeiter*innenkindes Zahnmedizin zu studieren und die Chancen eines Sohnes des Zahnarztes sind gleich groß.

potschemutschka
23 Tage zuvor
Antwortet  uwe

In der DDR waren die Chancen für Nicht-Akameiker-Kinder Medizin oder sonstiges zu studieren auch recht gut!

Mika
23 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Sogar deutlich besser als für Akademiker-Kinder. Da die DDR ein Arbeiter-und Bauernstaat war, wurden Arbeiter- und Bauernkinder bevorzugt bei der Vergabe von EOS- und Studienplätzen.

pfk
23 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Auweia! „“recht gut“ also, aber immer nur für 1 oder 2 in der Klasse. Erinnern Sie sich an die politische Auslese auch? Und daran, was mit denen war, die wirklich gern studiert hätten, aber nicht durften, weil die Akte nicht sauber war?

potschemutschka
22 Tage zuvor
Antwortet  pfk

Hier ging es um die Chancen von Nicht-Akademiker-Kindern. Alles andere ist ein anderes Thema.

A.J. Wiedenhammer
22 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Dafür mussten dann andere Faktoren stimmen. War auch nicht wirklich „gerechter“.

potschemutschka
22 Tage zuvor

Das habe ich auch nicht behauptet. absolute Gerechtigkeit wird es wohl nie geben, dazu sind die Menschen zu unterschiedlich.
Allerdings war die Chancengleichheit in der Bildung in der DDR, vom Krippenalter an, besser gewährleistet durch ein einheitliches Bildungssystem in den Einrichtungen, basierend auf entwicklungspsychologischen Erkenntnissen, gute Ausbildung des Personals, ausreichend Personal und Enflussmöglichkeiten auf die Familien durch die „Jugendhilfe“. Ich weiß, die Jugendhilfe hat auch eine unrühmliche Rolle gespielt, wenn es um politisch Andersdenkende ging, aber sie hat auch viele Kinder vor Vernachlässigung und/oder familiärer Gewalt bewahrt. Und bevor jetzt wieder das „Töpfchen-Trauma“ herausgekramt wird, bitte erst den link lesen.
.https://www.uni-leipzig.de/newsdetail/artikel/vernachlaessigung-oder-gewalt-im-kindesalter-unterschiede-in-ost-und-west-deutschland-2021-12-02
Und ja, die DDR war eine Diktatur und es gab viele Opfer der Diktatur und das will ich auch nicht beschönigen, aber die Chancengleichheit in der Bildung war insgesamt besser (außer für Dissidenten). Es konnten so viele Arbeiter- und Bauernkinder studieren, dass es in den letzten Jahren schon schwierig wurde, genügend Nicht-Akademiker-Kinder fürs Gym zu finden, da ja die Eltern schon den „Aufstieg“ geschafft hatten (2. und z. T. 3. Generation).

potschemutschka
21 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Falls einige Foristen der Meinung sind, dass der verlinkte Artikel nur Geschichtsklitterung „ala Ostalgie“ betreibt und sie ihn deswegen gar nicht erst gelesen haben, möchte ich noch ergänzen, der Prof, der diese Studie geleitet hat, ist west-sozialisiert, wie die meisten Professoren an ostdeutschen Unis. (siehe dazu auch das Buch von Dirk Oschmann „Der Osten – eine westdeutsche Erfindung“ 🙂

Hans Malz
23 Tage zuvor
Antwortet  uwe

Nein, es beweist aber, dass es auch Kindern möglich ist, die diese Voraussetzungen nicht haben. Dafür haben sie andere, hier z.B. Migrationshintergrund. Es kommt auf die Kreativität an.

Und wenn die wiederkommen, dann zählen die zu den Akademikern, die ihren Kindern dann die Vorteile von Akademikerkindern zukommen lassen. Oh, moment…

potschemutschka
22 Tage zuvor
Antwortet  Hans Malz

Genauso ging es der DDR am Ende, wie in Ihrem letzten Abschnitt.

Uwe
21 Tage zuvor
Antwortet  Hans Malz

Was Moment? Ich bin sozialer Aufsteiger, was ändert das jetzt daran das mein Sohn bessere Chancen hat Abitur zu machen und zu studieren? Macht das die Ungerechtigkeit jetzt irgendwie besser?

A.J. Wiedenhammer
22 Tage zuvor
Antwortet  Uwe

Ich kenne aus meiner ländlichen Jugend auch viele, die wie die Eltern in die Landwirtschaft gingen. Da gab es ja auch oft einen Betrieb zu übernehmen.
Das ist in Handwerksbetrieben, Großunternehmen oder Praxen nicht anders.

Kevin
24 Tage zuvor
Antwortet  Lisa

Wie ist das bei Musikern? und bei Schauspielern?

Mimü
24 Tage zuvor

Ok, so weit altbekannter Zusammenhang. Wie viel dieser Korrelation geht zurück auf

a) Lehrer trauen Akademikerkindern mehr zu und geben ihnen trotz gleicher Leistung bessere Noten. Akademikerkinder werden an Kleidung, Hobbys, Gehabe etc. erkannt. Das ist ungerecht

b) Akademikerkinder werden von ihren Eltern intelektuell mehr stimuliert und gefördert. Sie wohnen in Gebieten mit anderen Akademikerfamilien. Die Kinder lernen von den Eltern und Freunden und setzen sich beruflich hohe Ziele. Das ist in gewissem Masse unvermeidlich, kann aber über ein gutes Schul- und Sozialsystem teilweise kompensiert werden

c) Ein gewisser Teil der Begabung ist vererblich und erklärt einen Teil der Korrelation. Das ist weder ungerecht noch vermeidbar. Nur sollte man diese Tatsache nicht nutzen, um nichts gegen a) und b) zu unternehmen.

Um den Anteil von a, b und c an der Korrelation zu ermitteln, hilft keine Spekulation und keine anekdotische Erfahrung aus diesem Forum. Auch keine billigen und schnell gemachten Korrelationsstudien, wie man sie häufig sieht. A kann man noch ganz gut anhand von schriftlichen Arbeiten und mit Anymisierung untersuchen. B und C zu unterscheiden ist aber methodisch sehr schwierig.

Teacher Andi
24 Tage zuvor
Antwortet  Mimü

a) kann ich so nicht unterschreiben, und das Vergeben von besseren Noten bei gleicher Leistung ist eine unbelegte Unterstellung.
Zu b) muss man dazusagen, dass es ein ganz natürlicher Vorgang ist, dass sich Gruppen mit denselben Interessen zusammentun, es gibt aber durchaus hochmotivierte Schüler aus Nichtakademikerfamilien, die Karriere machen, und genau diese Motivation ist die Krux.
zu c), die genetischen Anlagen müssen aktiviert werden, und da spielt das Umfeld der Kinder eine deutliche Rolle.
Diese ganzen Studien wälzen die Problematik nur immer wieder um, man kann daraus Schlüsse ziehen, aber letztendlich ist der Mensch ein Indiviuum und hat seine persönliche Entscheidungsfindung, natürlich beeinflusst von Eltern, Schule, Freunden u.a. Kontaktmöglichkeiten. Ich empfinde es als schier unmöglich, fundierte allgemeingültige Kenntnisse aus solchen Studien zu ermitteln und entsprechend umzusetzen.
Und letztendlich sollte man nicht außer Acht lassen, dass angebotene Förderung auch angenommen werden muss. Ansonsten wirft es das ganze didaktische/methodische/pädagogische Gefüge über den Haufen.

PaPo
24 Tage zuvor
Antwortet  Mimü

Danke, Sie ersparen mir Arbeit. 🙂

Sepp
24 Tage zuvor
Antwortet  Mimü

„Das ist weder ungerecht noch vermeidbar. Nur sollte man diese Tatsache nicht nutzen, um nichts gegen a) und b) zu unternehmen.“

Wieso sollten wir etwas dagegen unternehmen, dass Akademiker ihre Kinder mehr intelektuell stimulieren bzw. fördern?

Und wenn mir meine Kinder und deren Bildung wichtig sind, kann ich durchaus deren Gehabe oder Kleidung beeinflussen.

Was sollen Lehrkräfte auch für ein Bild von Kindern bekommen, die z.B. in Jogginghose in die Schule kommen und/oder ständig „Vallah“ oder „Digger“ rufen.

Wir haben z.B. türkisch- und arabischstämmige Eltern, die keine Akademiker sind und die so ein Verhalten der eigenen Kinder überhaupt nicht witzig finden.

unfassbar
23 Tage zuvor
Antwortet  Sepp

Gegen Eltern wie aus Ihrem letzten Absatz hat auch praktisch niemand etwas einzuwenden. Verhaltensweisen wie die aus dem vorletzten Absatz dürfen und müssen kritisiert werden.

potschemutschka
20 Tage zuvor
Antwortet  Sepp

Aldous Huxley: „Was du bist hängt von drei Faktoren ab: Was du geerbt hast, was deine Umgebung aus dir machte – und was du in freier Wahl aus deiner Umgebung und aus deinem Erbe gemacht hast.“

Gelbe Tulpe
24 Tage zuvor

Akademikerkinder sind im Schnitt auch intelligenter. Und deren Eltern können ein Studium eher finanzieren, da Nichtakademiker sinkende Reallöhne haben.

Egal
24 Tage zuvor
Antwortet  Gelbe Tulpe

„Akademikerkinder sind im Schnitt auch intelligenter.“

Wow! Ich hoffe sehr, dass Sie an keiner Schule arbeiten! Akademikerkinder werden aus meiner Sicht anders und früher gefördert und gefordert, weil die Ressourcen da sind. Nichtakademierkinder haben es da schwer, sie sind viel auf sich allein gestellt.

Gelbe Tulpe
24 Tage zuvor
Antwortet  Egal

Intelligenz hat eine große erbliche Komponente.

PaPo
24 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

„große erbliche Komponente“ ≠ „feste Größe“

Dass sich die Intelligenz bei Kindern und Jugendlichen, die ja im (auch physiologischen) Reifeprozess befindlich sind, ist eine Binsenweisheit.
Es geht wohl eher um ein… hmmm… level cap, das zum (großen) Teil genetisch determiniert ist.

potschemutschka
24 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ja klar kann man Intelligenz beeinflussen, aber immer nur in einem gewissen Rahmen, sowohl nach oben (durch frühe Förderung) als auch nach unten (wenn das Kind keine intellektuellen Anregungen erhält). Aber aus einem Kind mit intellektuellen Einschränkungen (genetisch bedingt, hirnorganische Schädigungen verschiedenster Ursache), kann man auch bei bester individueller Förderung keinen Nobelpreisträger entwickeln. Auch das „normale“, „gesunde“ Gehirn eines jeden Menschen ist anders, mit verschiedenen Stärken und auch Schwächen – Bildung und Erziehung können viel erreichen bzw. kompensieren, aber nur im vom Gehirn vorgegebenen Rahmen.

potschemutschka
24 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

@Redaktion
Sagte ich doch – in einem gewissen Rahmen! Das bedeutet aber auch, dass eben nicht jeder Mensch ein Akademiker werden kann. Auch wenn Sie das gern möchten und andere nicht-akademische Berufe für Sie anscheinend minderwertig Berufe sind. Obwohl diese Berufe für unsere Gesellschaft mindestens ebenso wichtig sind!

potschemutschka
24 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Dass es einen Entwicklungsrahmen für den IQ-Wert gibt, ist mir klar und habe ich auch geschrieben. Mir ist allerdings nicht klar, wie man dies genau messen kann (20 Punkte)? Dazu müsste man ja zwei vollkommen identische Menschen in unterschiedlichen förderbedingungen vergleichen (eineiige Zwillinge z. B. aber keiner der beiden dürfte einen leichten Sauerstoffmangel o. ä. z. B. während der Geburt erlitten haben oder eine Kopfverletzung im frühen kindesalter oder, oder). Dann könnte man ja so was ähnliches wie das Kaspar-Hauser-Experiment machen? Oder wie hat man das so genau feststellen können?

potschemutschka
23 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Tut mir leid, verstehe ich trotzdem nicht. Wie kann man dadurch alle anderen „Umweltfaktoren“ und individuelle Entwicklungsunterschiede von der schulischen Förderung differenzieren? Man vergleicht das Kind mit sich selbst über einen längeren Zeitraum? – Mir ist schon klar, dass Förderung einen positiven Effekt hat, je früher desto besser. Aber die Zahlen (20 Punkte) sind mir nicht klar.

potschemutschka
23 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Ergänzung: an anderer Stelle schrieb ich schon, dass ich kein Fan von Intelligenztests bin. Mir ist gerade noch ein Grund mehr eingefallen, der das mit IQ-Punkten verdeutlicht:
Vor ca. 20 Jahren absolvierte ein Freundin eine Weiterbildung zur Erstellung von Fördergutachten, dafür musste sie sich auch mit verschiedenen IQ-Tests beschäftigen und wollte sie ausprobieren. Ich stellte mich als Versuchskaninchen zur Verfügung (Tests für Erwachsene). Zwei verschiedene Tests im Abstand von ein paar Stunden, gleicher Tester, gleiche Umgebung – ergaben einen Unterschied von 9 Punkten! wenn ich mich recht erinnere war allerdings der erste der bessere. Hatte mich meine Freundin in den wenigen Stunden dazwischen nicht genügend gefördert, war ich schon etwas müde oder war der Test nicht nach meinen individuellen Fähigkeiten …?
Wenn also die Kinder in zeitlichem Abstand getestet werden, müssen ja immer andere Tests zur Anwendung kommen (zumindest ist das hier in Berlin für Fördergutachten der Fall). Kein Test darf zweimal durchgeführt werden. Also liegt darin auch schon eine Quelle für Ungenauigkeiten. Förderung wirkt auf jeden Fall, aber das mit Zahlen festzumachen ist mMn. Quatsch!

A.M.
20 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Sehe ich auch so. Und danke für den freimütig formulierten Schluss.

potschemutschka
23 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Ergänzung: Selbst Zwillinge haben nicht unbedingt die gleichen „Gehirne“. Ich hatte in 40 Dienstjahren mehrfach Zwillinge in den Klassen und ein Beispiel in der Familie. Bei zweieigen Zwillingen kann der Unterschied in den kognitiven und sonstigen Fähigkeiten schon recht groß sein, trotz gleicher Förderbedingungen. Das krasseste war ein Unterschied in der Entwicklung von einem Jahr. Aber auch eineiige Zwillinge haben z. T. unterschiedliche Gehirne. Ich hatte vor Jahren zwei Jungen, die optisch nur dadurch zu unterscheiden waren (für uns Lehrer), weil einer Links- der andere Rechtshänder war = unterschiedliche Hirnstrukturen. Aber sie unterschieden sich auch in ihren Stärken und Schwächen, zwar nicht dramatisch aber doch bemerkbar, wenn man länger mit ihnen zu tun hatte.

unfassbar
23 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Einen Sprung von 110 auf 130, also eine Bewegung in den oberen 15%, halte ich für deutlich seltener als von 90 auf 110, eine Bewegung innerhalb von 2/3 der Bevölkerung.

A.J. Wiedenhammer
22 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Wer redet denn vom IQ?

Mika
22 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Sie haben aber schon mitbekommen, dass die im verlinkten Artikel benannte Studie an lediglich 33 Probanden erfolgte? Das ist eine sehr, sehr geringe Zahl, um Allgemeingültigkeit abzuleiten. Solche Probandenzahlen können Hinweise geben, die man dann verifizieren muss.

Unfassbar
24 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Dann nehmen Sie halt den R-Wert.

Mika
24 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Intelligenz ist zu ungefähr gleichen Teilen genetisch bedingt (also vererbt) und von den Umwelteinflüssen abhängig. Das erklärt auch, warum Intelligenz nicht statisch ist.
Der IQ selbst (s. Ihre Quelle) misst nur einen kleinen Bereich von Intelligenz: emotionale, motorische, musische, soziale Kompetenzen der Intelligenz werden vom IQ nicht erfasst. Und bevor man über Intelligenz streitet, sollte man sich erst mal auf eine Definition derselben einigen – da gibts so einige. Das hatten wir doch schon mal @redaktion.
LG, Mika

Maja
23 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Was hat das mit der erblichen Komponente zu tun?

Egal
24 Tage zuvor
Antwortet  Gelbe Tulpe

Ist das jetzt Ihre Behauptung oder haben Sie dazu eine wissenschaftliche Studie? Ich beziehe mich jetzt noch auf Ihren Satz, dass Akademikerkinder im Schnitt intelligenter sind. Würde mich ja schon interessieren, ob das schon mal erforscht wurde!

Mika
23 Tage zuvor
Antwortet  Egal

Wenn man davon ausgeht, dass Akademiker im Schnitt intelligenter sind als Nichtakademiker und dann berücksichtigt, dass Intelligenz Stand der aktuellen Forschung zu mindestens 50% genetisch bedingt ist, hat die gelbe Tulpe recht.

PaPo
23 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Wenn das Wörtchen „Wenn“ nicht wär’…
Aber im Grunde ist das ja meine level cap aussagen, mit etwas Rasenmähermann dazu. ^^

Mika
23 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Hochbegabt ist man ab einem IQ von 130. Und Sie werden nie erreichen, dass jemand, der kein genetisch bedingtes Talent für Musik hat, ein herausragender Musiker wird, selbst wenn Sie denjenigen bei den größten Meistern in die Lehre schicken. Niemand hier bezweifelt, dass Förderung sinnvoll ist. Talenten hilft es, ihr Talent zum Blühen zu bringen, und Untalentierte erweitern zumindest ihren Horizont.
Ich frag mich echt langsam, welches Problem Sie damit haben, dass Intelligenz zum Teil genetisch bedingt ist. Finden Sie, dass die Natur fairer mit uns umgehen müsste und uns alle gleich ausstatten sollte? Das wäre doch Mist! Es lebe die Vielfalt!

Ich_bin_neu_hier
20 Tage zuvor
Antwortet  Mika

@Mika: „Niemand hier bezweifelt, dass Förderung sinnvoll ist. Talenten hilft es, ihr Talent zum Blühen zu bringen, und Untalentierte erweitern zumindest ihren Horizont.“

Die Förderung von Talenten erfolgt allerdings im deutschen Bildungssystem nur sehr unzureichend (und ungleichmäßig) – und das ist ein Problem.

Egal
21 Tage zuvor
Antwortet  Mika

Beziehen Sie das jetzt auf die Kinder? Ich nehme mal an ja. Und wo steht denn dann, dass Akademikerkinder intelligenter sind als Nichtakademikerkinder? Wurde das schon mal getestet? Wenn Sie mir hier eine Studie vorlegen, glaube ich Ihnen. Aber so ist mir das zu wischiwaschi.

Mika
21 Tage zuvor
Antwortet  Egal

Ich habe an anderer Stelle hier im Forum einen ZEIT-Artikel verlinkt, dort finden Sie eine Studie von 2018, nach welcher Intelligenz zu mindestens 50% genetisch bedingt ist. Wenn Sie jetzt also davon ausgehen, dass Akademiker intelligenter sind als Nichtakademiker und den erblichen Anteil von Intelligenz einbeziehen, sollten von der Logik her (gemittelt über eine hinreichend große Zahl von Probanden) Kinder von Akademikern intelligenter sein als Kinder von Nichtakademikern. Der Faktor der Förderung, der den nichtstatischen Teil der Intelligenz bedingt, ist hierbei nicht betrachtet.

Unfassbar
21 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Dann nehmen Sie nicht den Juristen, sondern den Naturwissenschaftler, oder Altsprachler. Das geht nicht mit einem (aus kognitiven Gründen) nur knapp bestandenem Haupt- oder Realschulabschluss.

Mika
20 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Diesen Umkehrschluss hat niemand gezogen.

Mika
20 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Nee, Sie liegen mit Ihrem Schluss total falsch. Hat man während der Ausbildung zum Journalisten keine Aussagenlogik? „Aus A folgt B“ ist nicht dasselbe wie „Aus Nicht A folgt Nicht B“.
Auf unseren Fall etwas vereinfacht angewandt: Die Aussage: „WENN Akademikerkind, DANN intelligenter“ ist nicht gleichzusetzen mit: „WENN Kind von Nichtakademikern, DANN weniger intelligent“.
Des weitern ging es nie um darum, dass Kinder von Nichtakademikern nicht intelligent seien oder intelligent sein können. Das ist wäre schon deshalb bullshit, weil Intelligenz nur teilweise genetisch bedingt ist.
Mit lieben Grüßen, Mika

Mika
20 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

„ Das Fehlen eines formalen Bildungsabschlusses sagt nunmal nichts über die Intelligenz eines Menschen aus“

Ich stimme Ihnen vollkommen zu. Und es ist auch nicht so, dass, egal wen ich aus der Menge der Akademiker betrachte, derjenige intelligenter ist als der intelligenteste Nichtakademiker. Der lebende Beweis für hochintelligente Nichtakademiker ist mein Partner ;-).

Vielleicht reden wir aneinander vorbei, weil Sie Intelligenz offenbar als etwas ansehen, das in hohem Maße zu besitzen außerordentlich erstrebenswert ist. Ich sehe das aufgrund einer zeitweisen Erfahrung der Arbeit mit Schwerstbehinderten Menschen nicht mehr so eng.
Intelligenz ist eine Eigenschaft unter vielen, die einen Menschen ausmachen. Und Intelligenz ist kein Garant für Erfolg: das weiß ich aus meiner Arbeit mit hoch- und höchstbegabten Schülern (deren Lebenswege ich auch nach Beendigung der Schule verfolgt habe).

Ich versuche es noch mal exakt aufzudröseln. Wenn ich davon ausgehe, dass man zum Absolvieren eines Abiturs einschließlich Studiums mehr abstrakte Intelligenz brauche als zum Absolvieren einer dreijährigen Ausbildung nach der zehnten Klasse (sind wir uns in den Anforderungen wenigstens einig?), und das Gros der Menschen versucht, den ihm höchstmöglichen Ausbildungsabschluss zu erreichen (das ist jedenfalls meine Erfahrung), dann kann man davon ausgehen, dass Akademiker, was die abstrakte Intelligenz betrifft, im Schnitt intelligenter sind als der Schnitt der Nichtakademiker. Vermutlich sind sie dafür in Bereichen der praktischen Intelligenz absolut minderbegabt – alles kann man nicht können. Aber das ist jetzt keine Rangordnung: je intelligenter, desto erfolgreicher im Leben.
Das haben Sie selbst gut nachgewiesen mit Ihren Beispielen als Influencer oder Fußballer. Erfolg im Leben wäre zu definieren. Für mich ist das Zufriedenheit mit dem, was ich tue und mit meinem Leben.

Und ich schreibe es gern zum zwölften Mal: Förderung tut immer gut! Im schlimmsten Fall schadet sie nicht, und im besten Fall hilft sie, dass Menschen Seiten an sich entwickeln können, die sonst nie zum Vorschein gekommen wären.

Mika
20 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Okay. Ich korrigiere mich: Im Schnitt bekommen intelligentere Eltern intelligentere Kinder.

potschemutschka
21 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

„Was du ererbt von deinen Vätern, erwirb es, um es zu besitzen.“ (aus Goethes „Faust“) – gilt auch für „ererbte“ Intelligenz 🙂

potschemutschka
20 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

@Redaktion
„… intelligenter als andere…“ – da sind wir wieder bei der Definition von Intelligenz, Intelligenz-Tests und IQ-Werten. wonach genau „bemisst“ man dieses „intelligenter“, nach dem Einkommen?

Jochen
20 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Dass sie auch mal einen Anflug von Humor haben würden, hätte ich nie gedacht. 🙂

Mika
20 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

„ Das setzt voraus, dass akademisch ausgebildete Eltern intelligenter wären als andere.“
Korrekt, das wäre eine Voraussetzung.

Egal
21 Tage zuvor
Antwortet  Mika

Ich streite nicht ab, dass Intelligenz nicht zu einem gewissen Grad genetisch bedingt ist, aber beantwortet dies immer noch nicht zufriedenstellend die Behauptung, dass Akademikerkinder intelligenter seien als Nichtakademikerkinder. Wie gesagt. Das ist sehr ungenau (Sie schreiben: „Wenn sie davon ausgehen…“) und alles andere als logisch. Ich suche die Webseite zu ihrem Artikel nicht durch… wo auch immer diese hier sein soll? Wie wurde das denn getestet? In welchem Alter wurden die Akademiker/Nichtakademikerkinder getestet? Was wurde getestet?

Mika
20 Tage zuvor
Antwortet  Egal

Na wenn Sie zu bequem sind, meinen erwähnten Post zu suchen, lassen Sie es halt. Ich gehe dann davon aus, dass Sie nicht ernsthaft an Fakten interessiert sind, sondern einfach ein bisschen trollen wollen. Viel Spaß dabei!

Egal
20 Tage zuvor
Antwortet  Mika

Trollen? Ah ja… Und ich gehe jetzt davon aus, dass Sie dazu keinen passenden wissenschaftlichen Artikel für Ihre Behauptung haben. So verbreiten sich leider Lügen im Web…

Egal
20 Tage zuvor
Antwortet  Mika

Wieso können Sie den Artikel, wenn er passt, hier nicht verlinken? Ich weiß nicht, wo Sie diesen verlinkt haben, Sie aber schon!

unfassbar
23 Tage zuvor
Antwortet  Egal

Bezogen auf das, was ein klassischer IQ-Test misst, ist ein akademischer Abschluss in MINT nur mit einem höheren IQ als im Durchschnitt möglich, bei einer Habilitation in Theoretischer Physik wird das auch mit unter echter Hochbegabung schwierig bis unmöglich.

Egal
21 Tage zuvor
Antwortet  unfassbar

Ich überlege gerade, was Sie mir sagen möchten. Muss man Akademikerkind sein, damit man einen höheren IQ hat, um dann einen akademischen Abschluss im MINT-Bereich schaffen zu können?

Es geht ja letztendlich darum, sind Akademikerkinder im Schnitt intelligenter als Nichtakademikerkind? Solange mir hier niemand eine gute (!) Studie vorlegt, glaube ich das nicht!

DerechteNorden
24 Tage zuvor
Antwortet  Gelbe Tulpe

Letzteres trifft wohl eher zu.

Der Punkt ist doch wohl, dass bei Kindern aus gewissen sozialen Schichten nur die Schule ausgleichen könnte, was sie von zuhause nicht mitbekommen. Und wir wissen doch alle, wie wenige Möglichkeiten wir in Schulen tatsächlich haben, das zu tun.

Cuibono
24 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Aber viele Studien belegen doch, dass die entscheidende Förderung vor der Schule passiert. Die Kinder kommen ja schon mit riesigen Disparitäten in die 1. Klasse. Und dann greift das Matthäus-Prinzip.

MMn kann Schule das überhaupt nicht mehr ausgleichen.

In der Schweiz beispielsweise gibt es zwei verpflichtende Kitajahre. Dort werden die vorläufer-Qualifikationen gelegt – für alle Kinder. Das wäre eine gute Sache.

Auch die neuen Maßnahmen in Hamburg scheinen mir sinnvoll: alle Kinder in der 1. Klasse auf Förderbedarf testen und dann direkt gezielte Maßnahmen in der Schule anbieten.
Es werden dazu auch Studenten, Oberstufenschüler, Nachhilfelehrer, Sozialpädagogen herangezogen.

Nick
24 Tage zuvor
Antwortet  Cuibono

Die Oberstufenschüler sollten sich eigentlich auf das eigene Abitur vorbereiten.

anka
24 Tage zuvor
Antwortet  Gelbe Tulpe

Das ist kompletter Unfug.

Mika
24 Tage zuvor
Antwortet  anka

Diesmal liegen Sie leider falsch. Intelligenz ist laut einer Studie von 2018 zu mindestens 50% genetisch bedingt, den Rest machen Umwelteinflüsse aus.
https://www.zeit.de/wissen/gesundheit/2018-07/vererbung-gene-erbgut-bildung-schulabschluss

Mika
23 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Dem Einfluss von Förderung auf den IQ widerspricht doch niemand. Als hochbegabt gilt man übrigens erst, wenn der gemessene IQ rechts von der doppelten Standardabweichung (bei 100 Normalwert ist die einfache Standardabweichung 15) liegt: also ab 130.

Mika
23 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

PS: vielleicht sollten Sie dazuschreiben, dass der von Ihnen verlinkte Artikel von 2011 ist. Die Studie, welche den genetisch bedingten Teil der Inelligenz belegt hat, ist von 2018 (im von mir verlinkten Zeit-Artikel benannt).

Mika
23 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Blöd nur, wenn neuere Studien die genetischen Faktoren von Intelligenz bestätigen. So läuft Wissenschaft nun mal.
Übrigens hat niemand hier bestritten, dass Förderung sich lohnt. Warum wiederholen Sie das trotzdem immer wieder? Strohmann-Argumentation?

Mika
22 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

„Wieso betonen Sie denn den genetischen Faktor dauernd bei der Intelligenz?“
Weil er von Foristen negiert wurde, und dies nicht dem Stand der Wissenschaft entspricht.

„Damit rechtfertigen Sie pädagogische und bildungspolitische Untätigkeit: Bringt ja ohnehin nichts; scheiternde Bildungskarrieren sind gottgegeben (weil: doof bleibt doof).“
Sind Sie jetzt im Team „wissenschaftliche Erkenntnisse interessieren mich nur dann, wenn sie mir in den Kram resp. zu meiner Argumentation passen“? Ich stelle Fakten dar. Die Sinnhaftigkeit von Förderung habe ich nie bestritten.

Mika
22 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Das diese Fakten keine Relevanz haben ist Ihre ureigene Interpretation eines Artikels von 2011, keine wissenschaftlich belegte Tatsache. Vielleicht sollten Sie das dazu schreiben.

potschemutschka
22 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Nichts anderes sagen hier fast alle! Aber Ihre Kommentare, liebe Redaktion, lese ich oft so, als ob Sie der Meinung sind, jeder kann und sollte Abitur machen. Sie vergessen mMn. dabei, dass man auch Kinder mit anderen Stärken (z. b. handwerklichen) in dieser Richtung fördern soll und muss. Das kommt in diesen Diskussionen und im Schulalltag zu kurz. Früher gab es noch Werk-, Handarbeit und Schulgartenunterricht. So manches Kind konnte da seine Stärken erkennen, das in anderen Bereichen vielleicht nicht so begabt war. Heute können viele Kinder kaum noch etwas mit ihren Händen anfangen (außer tippen) und können sich deshalb oft keinen handwerklichen Beruf vorstellen. Vieles im heutigen Leben der Kinder ist zu kopflastig/theoretisch. Ihnen fehlen zunehmend praktische/reale Erfahrungen. Übrigens würde Förderung in diese praktische Riichtung auch manchem Akademikerkind gut tun.

potschemutschka
22 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Nö, direkt haben sie das nicht geschrieben. Aber es dreht sich alles immer darum, dass jeder Abi machen und studieren soll und dass Akademiker die besseren, weil mehr Einkommen, Jobs bekommen. Dann aber jammern, dass es zu wenig Handwerker usw. gibt.

potschemutschka
22 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Der Nachwuchsmangel bei Handwerkern liegt zum Teil an den schlechten Konditionen, aber zum großen Teil auch daran, dass der „Nachwuchs“ nicht geeignet ist, womit wir wieder bei Elternhaus und Schule wären (zu viel theoretische, kaum praktische „Kompetenzen, von manchen soziale Kompetenzen ganz zu schweigen).

Mika
20 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Die schlechten Konditionen zweifle ich an. Bietet einer zuwenig, gibt es inzwischen die Auswahl zwischen den Ausbildungsfirmen.

potschemutschka
20 Tage zuvor
Antwortet  Mika

@Mika
Das mit den schlechten Konditionen kam von der Redaktion. Ich glaube auch, dass diese Zeiten in den meisten Firmen schon längst vorbei sind. Bleibt also, dass der „Nachwuchs“ oft nicht geeignet ist, aus den verschiedensten Gründen.

Mika
20 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Das ist ja mal ne harte Unterstellung: Lehrer oder sonstwelche Personen „locken“ Schüler in Ausbildungsberufe, damit sie später Handwerker bekommen… Haben Sie da Belege für? Also sowohl für das Locken als auch dafür, dass die Gelockten durchaus einen höheren Abschluss hätten erreichen können?
Und ich weiß echt nicht so recht, wie vertraut Sie mit Handwerksbetrieben sind. Hier haben viele aus Nachwuchsmangel längst den Schuss gehört und umwerben die potentiellen Azubis mit übertariflichen Ausbildungsgehältern und netten Gadgets wie Tablet und Co. Im Abi kriegt man dagegen nix, und Bafög (wenn man es überhaupt bekommt) berechtigt i.d.R. nicht zum Bezug von Wohngeld etc..

Mo3
21 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Eigentlich sollten viel weniger Abitur machen können. Was ist dieser Abschluss wert, der zur akademischen Arbeit heranführen soll, wenn fast schon über die Hälfte der Schüler aufs Gymnasium gehen und ein weiterer Teil das Abitur auf anderen Schulformen erwerben kann. Brauchen wir so viele Akademiker? Selbst wenn die Verdienstchancen höher sind, ist es volkswirtschaftlich nicht unbedingt wünschenswert. Man kann das Thema also auch so diskutieren, dass der Anteil der „benachteiligten“ Kinder genau richtig, der Anteil an ungeeigneten Akademikerkindern zu hoch ist. Und wenn das der Fall ist, müssten natürlich, um das auszugleichen, mehr „benachteiligte“ Kinder auf das Gymnasium gehen, die aber eigentlich ebenso ungeeignet sind.

Mika
20 Tage zuvor
Antwortet  Mo3

Sehe ich genauso. Im Moment geht der Trend dahin, dass möglichst viele ein wie auch immer geartetes Abitur ablegen und ein Großteil von ihnen das Studium abbricht oder gleich eine Ausbildung macht. Ist für die Ausbildungsbetriebe besser: bei Volljährigen muss kein Jugendschutz beachtet werden und eine Fahrerlaubnis haben die meisten auch. Es bleiben die auf der Strecke, die das Abi beim besten Willen nicht schaffen.
Volkswirtschaftlich ist das Wahnsinn: das Geld sollte besser in die Förderung bis Klasse 10 gesteckt werden. Und ja, dann gibt es eben weniger Gymnasien. Wäre aus meiner Sicht kein Problem.

potschemutschka
23 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Beispiel: Kind A und B beginnen ihr Leben mit einem „angeborenen IQ von 100. Kind A wird nicht intellektuell gefördert und besucht keine Kita. Der IQ bei der Einschulung 80. Kind B wird altersgemäß zu Hause und/oder Kita gefördert, bei Einschulung 100 IQ-Punkte. In der Schule werden beide maximal individuell gefördert (ich weiß, Utopie). Kind A verlässt die Schule mit 100 IQ-Punkten, Kind B mit 120.
Mein persönliches Fazit als Mutter, Oma und Sonderschullehrerin mit 40 Jahren Berufserfahrung: Bildung und Förderung beginnen vom 1. Lebenstag an. Was in der frühkindlichen Bildung vernachlässigt wird, lässt sich in den seltensten Fällen in der Schule nachholen/ausgleichen.

potschemutschka
20 Tage zuvor
Antwortet  potschemutschka

Ergänzung: bei meinem Beispiel ist es egal, ob Kind A oder B aus einer Akademiker- oder Nicht-Akademiker-Familie stammt. Entscheidend sind die genetischen Voraussetzungen + gute Förderung/Forderung von Anfang an. Es gibt auch Nicht-Akademiker-Eltern, die ihr Kind fördern und Akademiker-Eltern, die dafür “ keine Zeit“ haben.

Konrad
24 Tage zuvor

Ich glaube nicht, dass unser Bildungsbereich besser oder gerechter wird, wenn auch er noch von Neiddebatten erobert wird. Das einzige, was zulegt, Ist die weitere Spaltung unserer Gesellschaft durch klassenkämpferische Töne.

Johann Friedrich H.
24 Tage zuvor
Antwortet  Konrad

Der einzige Aspekt, der hier auf „klassenkämpferische Töne“ hinweist, ist ihr Begriff „Neiddebatte“.

Sie verweigern sich damit durch diese Totschlag-Vokabel einem inhaltlichen Diskurs, der durch die oben beschriebenen Fakten des Statistischen Bundesamtes ausgelöst wurde. Ein Anhänger der liberalen Demokratie sind sie offensichtlich nicht, da Sie zur Debatte sachlich nichts beitragen, höchstens: Klassenkampf von oben.

DerechteNorden
24 Tage zuvor
Antwortet  Konrad

Na ja, wenn gewisse Menschen kein Interesse daran haben, dass Kinder aus den unteren sozialen Schichten tatsächlich so gefördert werden können, dass sie mithalten können, dann MÜSSEN wir sogar klassenkämpferische Töne anschlagen, finden Sie nicht?

Wir haben sehr viele Abgehängte mit und ohne Migrationshintergrund und gleichzeitig einen Fachkräftemangel.
Ich sehe hier einen Zusammenhang, Sie nicht?
Warum sollten wir denn aus dem Ausland auch noch teuer Leute holen, wenn wir im eigenen Land einfach mal mehr in Bildung investieren können, um das Problem anzugehen?

Lisa
24 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Traurig ist, dass im neuen Haushaltsplan bis auf das Militär in allen Bereichen gestrichen wird. Gleichzeitig erfahre ich, dass die gesamte Infrastruktur von Bildung bis Daseinsfürsorge „kaputt gespart“ wurde. Bei so viel Sparen müssten doch die Kassen wohl gefüllt sein, sind sie aber nicht
Meine Frage ist ganz ernsthaft gemeint: Wo bitte ist das Geld hingekommen?

DerechteNorden
24 Tage zuvor
Antwortet  Lisa

Ich kann mir Ihre Frage selbst beantworten, werde es hier aber nicht öffentlich tun.

Lisa
23 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Schade!

Individualist
23 Tage zuvor
Antwortet  Lisa

Der Sozialhaushalt ist immer der mit den höchsten Beträgen.

MB aus NRW
24 Tage zuvor

Na, das überrascht wohl kaum…Kinder von Sportlern werden auch mit einer größeren Wahrscheinlichkeit sportlicher als andere, Kinder von sehr adipösen Eltern sind oft auch adipös (natürlich nicht alle) – viel wichtiger wäre die Frage, wer die Unterschiede wie auffangen soll und vor allem kann…

Annemaus
24 Tage zuvor

Die Familie lebt natürlich auch eine gewisse Bildungsbiographie vor.
Wenn ein Kind aus einem Akademikerhaushalt kommt und in die Schule kommt, geht es selbstverständlich davon aus, später selbst die Uni zu besuchen, da die Eltern und eventuelle ältere Geschwister es so vorleben.
Wenn die Eltern und ältere Geschwister des Kindes einen Realschulabschluss und eine Ausbildung gemacht haben, ist das das Lebensmodell, das das Kind kennt.
Schwierig wird es, wenn dem Kind der Wert von Arbeit und Bildung im Elternhaus nicht lernen.

Xen
23 Tage zuvor

Nicht nur Statistik ist wichtig, sondern auch die Schlüsse die man daraus zieht. „Die Kinder der Akademiker bekommen in der Regel besseren Anschluss daher lass uns die alle vernachlässigen“ ist ein falscher Ansatz. Das Rennen alle Kinder auf einen gleichen Stand zu ziehen hat oft zur Folge, dass die Kinder, die großen Potenzial hätten, kaum eine Chance bekommen ihren Potenzial ausnutzen. Kinder aus bildungsfremden Familien zu fördern reicht also nicht aus, die hochbegabten Kinder müssen auch gefördert werden. Nur so wird ein Land eine Zukunft haben. Und solange man dieses nicht Erkennt, wird man weiterhin mit einer stumpfen Säge Bäume fallen müssen. Da es aber bei jeglicher Bildungsdebatte nur um die bildungsfremde Familien die Rede ist, gehe ich nicht davon aus dass sich etwas bald ändern wird. Schade!

Gohni
23 Tage zuvor

Schon lustig, wenn hier immer über „Geld“ gesprochen wird!

Ausgaben der öffentlichen Haushalte in Deutschland für Bildung pro Jahr in Euro2008: 92 Milliarden
2023: 176 Milliarden

Quelle: Statista https://de.statista.com/statistik/daten/studie/2526/umfrage/entwicklung-der-oeffentlichen-bildungsausgaben/

Es wird immer mehr Geld ins das System gepumpt! Trotzdem gibt es von A bis Z Personalmangel und die Leistungen werden immer schlechter….
Aber klar, wir brauchen noch MEHR Geld im System! 2026 einfach mal 200 Milliarden ins System kippen und alles wird gut werden…
Allein durch 30.000 neue Stellen in den Schulen könnte man viel bewegen! Aber selbst wenn es dafür ein „Sondervermögen“ von 20 Milliarden geben würde, man würde nichtmal annähernd gut qualifizierte Personen in dieser Größenordnung finden!
Es ist vorbei…

Mika
23 Tage zuvor
Antwortet  Gohni

Vergleichen Sie mal die Schülerzahlen und die Gehaltsentwicklung (letztere ganz allgemein in Deutschland). Und wenn man über Jahrzehnte die Schulgebäude verrotten lässt, ist es halt irgendwann ganz dolle viel teurer, sie zu sanieren

DerechteNorden
22 Tage zuvor
Antwortet  Gohni

Das sehe ich anders. Lehrkräfte könnten z.B. massiv entlastet werden, wenn man Leute einstellt, die Verwaltungskram (Geld einsammeln, Fehlzeiten kontrollieren, Unterschriften überprüfen … usw.) erledigen könnten.
Warum müssen wir S*S begöschern und ggf. krank entlassen (selbstredend nach Telefonaten mit den Eltern), Klassenkonferenzen (die immer mehr werden) wegen Fehlverhaltens der S*S am Nachmittag, weil die Eltern nur dann können, abhalten, bei mutmaßlichen Regelverstößen ermitteln, uns in akuten Fällen im Unterricht (X übergibt sich, Y und Z interessiert das ganz laut nicht, A und B haben eine ganz wichtige Frage, …) wegen der Aufsichtspflicht zerreißen, zig Aufsichten bespielen …

In anderen Ländern geht das. Warum in Deutschland nicht. Warum muss ich lauter Dinge erledigen, die eigentlich nichts mit meinem Job zu tun haben?

Nicht der Wahrheit letzter Schluss
19 Tage zuvor

Die Bildungsungerechtigkeit ist eine Tatsache, seit vielen Jahren immer wieder offengelegt.
Wie soll ich aber Kindern, die von zu Hause nicht unterstützt werden oder unterstützt werden können, bessere Bildungschanchen bieten?
Schule alleine kann das nicht schaffen!
Mehr Geld alleine reicht nicht, noch mehr Kindergelderhöhung wird das nicht ändern.
Schon zu Beginn meiner Lehrertätigkeit, und das ist 35 Jahre her, habe ich beobachtet, dass es Kinder gab, die nicht “gefördert” werden. Es gab Kinder am Gymnasium, die zu Hause nicht ein einziges weiteres Buch außer den Schulbüchern besaßen, denen nie vorgelesen wurde, keine Gute-Nacht-Geschichten gehört haben.
Sich mit den eigenen Kindern beschäftigen, ihnen zuzuhören, gemeinsame Unternehmungen, Spieleabende, gemeinsame Mahlzeiten einnehmen, all das können alle Eltern, egal welchen Bildungshintergrundes.
Das ist immens wichtig und Voraussetzung für eine gute schulische Entwicklung. Es reicht nicht, Kinder in die Welt zu setzen und dann alles den Kitas und Schulen zu überlassen, aber genau das wird seit vielen Jahren gemacht und weiter forciert, in der Hoffnung, dass das der Schlüssel zur Problembewältigung ist.
Meine Eltern, beide Nichtakademiker, Abgang Klasse 7 bzw. 8, haben mir vorgelesen, mich vorlesen lassen, haben meine Schultasche kontrolliert, ob alles vollständig eingepackt wurde, meine Hausaufgaben auf Vollständigigkeit überprüft (den Inhalt hätten sie nicht überprüfen können, aber das müssen Eltern auch gar nicht). Mein Vater hat jeden Tag mein Hausaufgabenheft kontrolliert, ob ich für die Woche den Stundenplan vorgetragen habe.
Heute empfinden es einige Eltern als übergriffig, wenn ich das erwarte oder wenn ich ihre Aufgabe übernehme.
Mir fehlt das bei den “heutigen” Eltern. Viele, nicht alle, melden sich immer erst am Schuljahresende, wenn es “Spitz auf Knopf” steht, suchen die Schuld bei den Lehrern, möchten “beraten” werden, aber eigentlich auch nicht.
Wir “doktoren” an unserem System, die Dreigliedrigkeit, eigentlich de facto nur noch Zweigliedrigkeit, rum; ein neues Curriculum jagt das nächste, sodass für die eigentliche Arbeit keine Zeit bleibt. Wir möchten, dass jedes Kind seinen ganz individuellen Plan erhält und danach unterrichtet wird, nur kein Druck, kein Vergleich…
So funktioniert das nicht.
Bevor ich am Gymnasium unterrichtet habe, war ich Haupt-und Realschullehrerin. Es hat nichts mit der Schulart zu tun!
2018 bis 2020 hatte ich eine Abordnung an eine Oberschule, meine Erfahrungen sind also nicht gestrig. Die meisten Eltern waren “bildungsfern” (wie man leider heute sagt). Es funktionierte mit an ihren Kindern interessierten Kindern sehr gut.
Die Statistik ist eindeutig, das bezweifle ich nicht. Kein Grund, stolz auf die Situation zu sein, aber die Ursachenforschung ist mir zu einseitig. Nicht alles hängt vom Einkommen oder Bildungsgrad, Migrationshintergrund…ab.
Mich treibt das um, ich bin ein Teil der Institution, sehe selbstverständlich die Problematik, mache mir Sorgen…
Was mich stört: Es wird immer nur festgestellt, dass…

potschemutschka
15 Tage zuvor

@Nicht der Wahrheit letzter Schluss
Genau so habe ich das in 40 Jahre als Lehrer auch erlebt!