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Lärm von Militärfliegern versetzt Grundschüler in Angst und Schrecken

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WEMDING. Seit einiger Zeit darf die Luftwaffe in einem Teil Bayerns für Übungen besonders tief fliegen – was entsprechend Lärm verursacht. Das bekam jetzt ein Ort in Schwaben zu spüren.

Krawumm. (Symbolfoto.) Foto: Shutterstock / perfect-picture-hunter

Drei Flugzeuge der Luftwaffe haben Grundschüler in einem Ort in Schwaben derart in Aufregung versetzt, dass ihre Eltern sie früher vom Unterricht abholen durften. Lehrkräfte hätten die verunsicherten Kinder an der Schule in Wemding (Landkreis Donau-Ries) nach dem Vorfall am Freitagvormittag gegen 10.30 Uhr betreut, sagte eine Polizeisprecherin.

Bei der örtlichen Polizeiinspektion hätten sich Anrufer erkundigt, was der Grund für den lauten Flug war. Ob manche Eltern ihre Schüler tatsächlich früher aus dem Unterricht holten, konnte eine Polizeisprecherin zunächst nicht sagen.

Laut Polizei handelte es sich um einen angemeldeten Trainingsflug der Luftwaffe. Gefahr habe zu keiner Zeit bestanden. Auch auf der Plattform X machte die Polizei darauf aufmerksam. Wemding liegt innerhalb einer speziellen «Low Flight Area», in der Bundeswehr-Piloten für Übungen für kurze Zeit besonders tief, bis auf knapp 80 Meter über dem Erdboden, fliegen dürfen.

Seit einer Erlaubnis des Bundesverteidigungsministeriums im vergangenen Jahr sind solche Flüge wieder erlaubt. Als Grund nannte die Bundeswehr damals die veränderte sicherheitspolitische Lage in Europa, in der das Üben der Bündnisverteidigung wieder wichtiger geworden sei. Die Flüge würden deutlich stärker wahrnehmbar sein, teilte die Bundeswehr in dem Zusammenhang mit. Im Kalten Krieg waren solche tiefen Flüge bundesweit erlaubt. News4teachers / mit Material der dpa

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Rainer Zufall
1 Monat zuvor

Mit fällt mindestens eine Sache ein, die Schulkinder schlimmer fänden…
https://www.tagesschau.de/faktenfinder/iran-angriff-maedchenschule-100.html

Aber Moment, sind in Bayern jetzt nicht Schuloffiziere oder whatever im Einsatz an Schulen? Können die nicht VORHER an Schulen aufklären? War das nicht der Sinn der ganzen Debatte, die Bundeswehr Kindern und Jugendlichen nahbarer zu machen und zu erklären?

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Die sind in der Regel nicht willkommen, lehrerseitig.
Insofern: Verschwendete Personalstunden.

Bei uns haben auch mal Flugzeuge gedonnert – interessant war eher, wer mit lauten Jubelrufen in großer Zahl in der Mittelstufe und aufwärts große “Kriegstüchtigkeit” bekundete…da decken wir lieber vornehm den Mantel der Stille drüber. 🙂

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  447

“Die sind in der Regel nicht willkommen, lehrerseitig.”
In Bayern?

“interessant war eher, wer mit lauten Jubelrufen in großer Zahl in der Mittelstufe und aufwärts große “Kriegstüchtigkeit” bekundete…”
Ihre Wahnvorstellungen? Oder wer auf dem Schulhof bekundete die “Kriegstüchtigkeit”? Schwachmat! 😀

Meiomei
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Nun ja, bei uns kommen sie mit dem Auto, vermutlich ist der Landeplatz auf dem Pausenhof zu klein.
Und nachdem bei uns ein bekannter Abbiege-Wendepunkt für die Flieger sind, donnern sie regelmäßig vorbei. Wenn sie sehr tief geflogen kommen, wird es mitunter sehr laut.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Meiomei

“Nun ja, bei uns kommen sie mit dem Auto”
Und? Beraten/ erklären die Jungoffizier*innen die Schüler*innen bei Ihnen bezüglich der Flugzeuge?

meiomei
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Nein, sie erläutern die aktuelle Krisensituationen, die Aufgabe der Nato, die aktuellen Zusammenhänge der weltpolitischen Lage …

Aber es hängt letztendlich vom Alter der Schüler ab und des Unterrichts. Sind halt nicht alle Schüler noch in der Grundschule und Mittelschule.

Und warum sollten Sie bezüglich der Flugzeuge etwas erklären.
Die Fliegen, sichern der Luftraum und machen aufgrund physikalischer Eigenschaften halt Lärm. Dafür braucht es doch niemanden von der Bundeswehr.

vhh
1 Monat zuvor

Siehe letzter Satz…ja, das war nicht schön, aber Panik und sofort nach Hause? Das war eher ‘oh, wie nah…’ und zehn Minuten Unruhe. Die Lehrkräfte schaffen es nicht mehr, die Kinder in einer kurzen Pause zu beruhigen? Wird bald wegen einer Wespe im Klassenraum der Unterricht beendet?
Dass die Polizei die ‘Plattform X’ inzwischen, wie viele offizielle Stellen, für einen regulären Informationsweg hält ist allerdings auch unpassend. So etwas wurde früher mal mit einer kurzen Meldung in der Lokalzeitung angekündigt (‘…in der nächsten Woche…’). Ja, ich weiß, die Alten erzählen…

447
1 Monat zuvor
Antwortet  vhh

Sie meinen das mit der Wespe wohl ironisch – doch doch, kommt ab und zu vor. Unironisch.

Na ja, da ja gleichzeitig pro Klasse auch ein/zwei angehende Ökospinner dabei sind, die natürlich gleich besserwisserisch einwerfen, dass man Wespen nicht töten darf (auch wenn mindestens immer eine Person mit entsprechender Allergie im Raum ist) – bleibe ich ganz freundlich bugsieren die Wespe ökokorrekt unverletzt hinaus.

Wieder 2-10 Minuten gespart, ich trage dann auch ganz richtig ein dass der Unterricht X Minuten unterbrochen wurde, um ein geschütztes Insekt zu retten.

Alle gewinnen – gut, ausser eventuell der Person draussen, die von dem Drecksvieh dann belästigt oder gestochen wird.Aber hey, ich habe die Regeln nicht gemacht.

TaMu
1 Monat zuvor

Ich erinnere mich gut an die regelmäßige, mehrmals pro Woche stattfindende Flugschau in den 70igern und 80igern. Im Klassenzimmer hat man kein Wort mehr verstanden, die Gläser haben in den Küchenschränken geklimpert und der Hund hat sich jedesmal heiser gebellt. Man kann das Kindern gut erklären, ohne sie zusätzlich durch düstere Beschreibungen von Kriegsgefahren zu erschrecken. Piloten müssen eben genauso fliegen üben, wie Kinder das Fahrradfahren. Außerdem kann es spannend sein, dabei zuzuschauen. Jedenfalls begeistern sich viele Familien mit Kindern für Flugzeuge, Technikmuseen und Besuche auf Flugplatzfesten.
Richtig fände ich es, wenn die Manöver vorher in der Tageszeitung angekündigt werden würden, so dass man mit den Kindern oder beeinträchtigten Personen vorher darüber sprechen könnte und dass sich auch Menschen, die vor Krieg geflohen sind, darauf einstellen könnten.

nurmalso
1 Monat zuvor
Antwortet  TaMu

Danke, dass Sie die letztgenannte Personengruppe nennen. Bei mir haben sich schon 16/17jährige Syrer unter dem Tisch gesessen.

nurmalso
1 Monat zuvor
Antwortet  nurmalso

ähem, gesetzt natürlich

TaMu
1 Monat zuvor
Antwortet  nurmalso

Das würde mich ebenfalls zutiefst betroffen machen.

mama51
1 Monat zuvor

“Mi- mi- miiii- hiiii…lfe!
Ich kann es nicht glauben ☹️
Es muss den LK doch möglich sein kurz und knapp zu erklären, dass kein Grund zur Aufregung besteht! Oder hatten die am Ende alle selbst Panik?
In dem Fall gingen mir allerdings einige weniger freundliche Gedanken durch den Kopf! Sorry!

unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  mama51

Apropos “mimimi”: Der Überschallknall eines mit Überschall fliegenden Flugzeuges in einhundert Metern Höhe kann einen Schalldruckpegel von bis zu 130 dB(A) erzeugen und ist damit in etwa so laut wie aus der Nähe abgefeuerte Pistolenschüsse.

mama51
1 Monat zuvor
Antwortet  unverzagte

Ich weiß das, von “früher”! Manchmal alle 20 Minuten…
Trotzdem, ich bezog mich auch mehr auf das mentale “Gedöns” der SuS und die Reaktion der Schule.

Helmut Heinz
1 Monat zuvor

Sie sind nicht wie ich, fast tagtäglich diesem Tieffluglärm ausgesetzt? Ich wohne seit mehr als 64 Jahren in der Westpfalz, einem ungeheuer viel beflogenen Raum (TRA Lauter) durch Bundeswehr, US-Airforce und weiteren aus Belgien, Italien…Das interessiert keinen, weder Landesregierung, noch die jeweilige Bundesregierung.