
Thüringen ordnet die Bildung für Lehrer neu. Das Kabinett brachte dazu die Gründung eines Landesinstituts für Lehrkräftebildung und Schulqualität auf den Weg, wie Bildungsminister Christian Tischner (CDU) informierte. Dafür sollen das Thüringer Institut für Lehrerfortbildung, Lehrplanentwicklung und Medien und die staatlichen Studienseminare zusammengeführt werden. Ziel sei es, die Ausbildung angehender Lehrkräfte, den Berufseinstieg sowie die spätere Fort- und Weiterbildung enger miteinander zu verzahnen.
«Gute Schule beginnt bei gut ausgebildeten und gut unterstützten Lehrkräften», sagte Tischner. Die Lehrerbildung sei von der Ausbildung über den Berufseinstieg bis zur Fort- und Weiterbildung ein kontinuierlicher Prozess. Mit dem neuen Institut solle dem organisatorisch besser Rechnung getragen werden.
Derzeit seien die Übergänge zwischen Aus- und Fortbildung sowie zwischen Lehrplanentwicklung und Unterstützung der Schulen nicht eng genug. «Unser Ziel ist deshalb größer als eine Behördenreform.» Schul- und Unterrichtsentwicklung sowie wissenschaftlich fundierte Qualitätsentwicklung sollten stärker miteinander verbunden werden, damit am Ende vor allem eines besser werde: der Unterricht für die Schüler.
Neue Stabsstelle soll Daten für Bildungspolitik liefern
Zugleich kündigte Tischner mit dem Thüringer Institut für Bildungsmonitoring eine schlanke Stabsstelle im Ministerium für die wissenschaftliche Grundlage bildungspolitischer Entscheidungen an. Das Landesinstitut für Lehrkräftebildung und Schulqualität solle Schulen unterstützen, qualifizieren und Unterrichtsentwicklung begleiten. Das Institut für Bildungsmonitoring werde dagegen Daten auswerten, Entwicklungen analysieren und wissenschaftlich belastbare Entscheidungsgrundlagen für Bildungspolitik schaffen, erläuterte Tischner.
Bildungsstaatssekretär Bernd Uwe Althaus sagte, Thüringen sei das einzige ostdeutsche Bundesland mit einer Doppelstruktur bei Ausbildung sowie Fort- und Weiterbildung. Ziel sei es, mit der Umstrukturierung zum Schuljahresbeginn 2027/28 zu beginnen.
Die bisherige Studienseminarstruktur mit Erfurt und Regionalstellen in Gera, Nordhausen, Eisenach und Meiningen solle erhalten bleiben. Für die bisherigen Aufgaben des Instituts für Lehrerfortbildung bleibe zudem der Standort Bad Berka bestehen. Althaus sprach von einer im Wesentlichen kostenneutralen Reform.
Die Linke-Landtagsfraktion erklärte, sich den Vorschlag genau anschauen zu wollen, damit am Ende «nicht nur ein Etikettenschwindel stehen bleibe». Eine zusätzliche Belastung für Fach- und Lehrpersonal werde nicht akzeptiert, so die bildungspolitische Sprecherin Ulrike Grosse-Röthig. «Gute Bildung sollten wir nicht nur durch die parteipolitische Brille von Legislatur zu Legislatur denken, sondern auf lange Sicht.» News4teachers / mit Material der dpa










„Zugleich kündigte Tischner mit dem Thüringer Institut für Bildungsmonitoring eine schlanke Stabsstelle im Ministerium für die wissenschaftliche Grundlage bildungspolitischer Entscheidungen an.“
Daumendrück! Wenn wissenschaftliche Grundlagen, das parteiideologische Gezanke ersetzen, wäre das vielleicht auch etwas für BaWü 😛
Ja natürlich, inzwischen braucht jedes Bundesland zusätzlich zum Kultusministerium noch zwei (demnächst vielleicht drei) Landesinstitute für die Schulen und das, was damit zusammenhängt..
Bildung auf Bundesebene ziehen würde und unfassbar viel Geld sparen
Würde es in der Tat. Nur auf welche Ebene sollen sich die Kultusminister einigen? Bremen 2026, Bayern 2026, Bayern 1980, Sachsen-Anhalt 2027? Bedenken Sie auch, dass durch die Umsetzung Ihres Vorschlags sehr viele Posten in den Ländern frei werden, insbesondere 16 Kultusministerien.
einsparen der landeseigenen Kultusministerien, Institute etc wäre ja genau das Ziel.
Genau das spart uns enorm viel Geld.
Der zukünftige Bildungsstandard müsste derjenige sein, der uns volkswirtschaftlich gegen die aktuell vorne liegenden Nationen am besten positioniert.
Den werden die Bildubgsexperten ganz im Sinne Deutschlabds schon eigenständig identifizieren
Wenn es da Probleme gibt, kann man sich ja an mich wenden, ich helfe dann gerne..
…hatten/haben wir in Hessen auch – oder so ähnlich! Nicht wirklich zielführend…:-(
Woran scheitert/e es?
…u. a. am dortigen Personal! Fast alle, sorry, KuK, die dorthin abgeordnet waren/sind (manche durchaus freiwillig!) hatten/haben oft keine Lust mehr auf „normale Schule“. Entsprechend waren/sind die Herrschaften zur Arbeit motiviert. (Die Sache mit dem schlanken Fuß, man kennt das!)
Zudem parkte die Schulaufsicht dort gerne die „Wanderpokale“, die im üblichen Schulbetrieb wenig Verwendung finden konnten.
Außerdem erwies sich dieses Institut als Bürokratiemonster mit unsäglichen Antragsformularen, Wartezeiten,…
Aber an mangelnder Lust einzelnder Mitarbeiter lässt sich ja der Wert und Sinn der Einrichtung selbst nicht bewerten, das finde ich etwas überzogen.
Daumendrück, dass sich – vielleicht sogar in Ihren Augen 😉 – dort einfinden
in Bayern gibt es das ISB.
Leider sorgt das auch nicht dafür, dass zum Beispiel im Übertrittsverfahren 4. Klasse auf weiterführende Schulen bayernweit einheitliche Standards herrschen.
ISB sieht zum Beispiel die Probearbeiten mit Zielwert 18 +/-10%.
Da zählen rein alle schriftlichen Leistungsnachweise egal wie lange, egal ob ganz oder halb gewertet, egal ob…
Grundschule hier in München Schwabing schrieb schulordnungswidrige 29.
Wenn man Vorgaben macht die nicht eingehalten werden kann mans auch sein lassen so ein Institut zu betreiben
Jetzt fände ich es tatsächlich mal spannend, wie ed840 die Arbeit dort beschreiben würde ^^