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Aufbruch im Klassenzimmer: Wie Lehrkräfte an der Montessori Schule Kitzingen ihren Beruf neu erleben

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KITZINGEN. Gewohntes hinter sich zu lassen und sich beruflich zu verändern, ist ein großer Schritt – doch er kann sich lohnen. Diese Erfahrung teilen die Lehrkräfte Monika Franke, Thomas Binder und Nadine Dotzel. Sie alle haben das staatliche Schulsystem bewusst verlassen und sich für die Montessori-Pädagogik entschieden. Ihre berufliche Heimat fanden sie an der noch jungen Montessori Schule Kitzingen.

Unterricht im Team – Alltag an der Montessori Schule Kitzingen. Foto: Montessori Schule Kitzingen/Manja Taskin

Wie es ist, neu in einem Kollegium zu sein, daran erinnern sich an der Montessori Schule Kitzingen wohl alle Lehrkräfte noch sehr gut. Schließlich liegt die Gründung erst dreieinhalb Jahre zurück. Doch die Schule wächst – und mit ihr das Team. 2025 hat der Träger, die Montessori Kitzingen gGmbH, die Genehmigung für die Mittelstufe erhalten; nun folgt ein schrittweiser Aufbau. „Unser Anliegen ist es, eine Schule für die Jahrgangsstufen 1 bis 10 aufzubauen – das war von Anfang an das Ziel“, erklärt Geschäftsführerin Annika Steinmetz. Im Schuljahr 2025/2026 startete die jahrgangsgemischte Lerngruppe 5/6. In den Folgejahren wird jeweils die nächsthöhere Jahrgangsstufe hinzukommen.

Viel Gestaltungsspielraum

Für den Aufbau setzt der Träger gezielt auf „Lehrkräfte, die mit Herzblut bei der Sache sind“, so Steinmetz. Mit Monika Franke als stellvertretende Schulleiterin konnte sie im vergangenen Jahr bereits kompetente und erfahrene Unterstützung gewinnen. Franke kommt von einer etablierten Montessori Schule, sie verfügt über langjährige Erfahrung als Montessori-Lehrerin, Klassenleiterin in der Mittelstufe sowie Schulleiterin. Eigentlich hat Franke nur noch drei Jahre bis zur Rente, doch „als ich angesprochen wurde, ob ich in Kitzingen die Sekundarstufe einer neuen, jungen, kleinen Montessori Schule mit aufbauen und in der Schulleitung unterstützen wolle, war ich begeistert“.

Besonders schätzt Franke den Gestaltungsspielraum an ihrem neuen Arbeitsplatz – auch als Klassenleitung der ersten jahrgangsgemischten Klasse 5/6: „Ich konnte die vorbereitete Umgebung für diese Jahrgangsgruppe neu aufbauen.“ Und die Mühe hat sich gelohnt: „Die Schülerinnen und Schüler haben das Angebot sehr gut angenommen und sich schnell auf die Freiarbeit eingelassen“, so Franke – auch diejenigen, die zuvor eine staatliche Schule besucht hatten. „Es fühlt sich so an, als ob die Kinder schon seit Jahren so lernen würden. Für mich ist das eine Bestätigung, dass die Montessori-Pädagogik mit ihren Schwerpunkten ‚jeder in seinem Tempo‘, ‚freie Wahl der Tätigkeit‘ und einem wertschätzenden, vertrauensvollen Miteinander noch heute brandaktuell ist.“

Mehr Zeit für individuelle Förderung

Gerade die Möglichkeit, alle Kinder individuell zu fördern, war für die Lehrkräfte Nadine Dotzel und Thomas Binder ein entscheidender Grund, sich der Montessori-Pädagogik zuzuwenden. „Im staatlichen Schulsystem erschien es mir kaum möglich, allen Kindern gerecht zu werden“, sagt Binder. Die Leistungsschwächeren erführen nicht die Unterstützung, die sie benötigten, und die Leistungsstärkeren nicht die passende Förderung, beschreibt der Lehrer seine Erfahrung. Hinzu kamen die Arbeitsbedingungen: „An einer staatlichen Schule wird man als Lehrkraft mit zu vielen Aufgaben allein gelassen – Heterogenität, Integration, Inklusion, Verwaltung und Bürokratie.“

Nach rund fünf Jahren im Schuldienst entschied sich Binder daher für den Wechsel an die Montessori Schule Kitzingen. Dort erlebt er die Zusammenarbeit im Team als wesentlichen Unterschied: „Hier ist man immer zu zweit in einer Klasse und es gelingt mir deutlich besser, die Kinder individuell zu fördern.“ Darüber hinaus betont er den geringeren Leistungsdruck. „Die Kinder können auf ihrem Leistungsstand arbeiten; der Fokus liegt nicht mehr darauf, sie auf die kommende Probe vorzubereiten.“

„Eine wertschätzende Lernatmosphäre ohne Druck“

Zwar gibt es auch an der Montessori Schule klare Leistungsanforderungen, aber eben keine Noten. Stattdessen gibt es individuelle Feedbackgespräche, um die Schüler und Schülerinnen in ihrer Entwicklung zu begleiten und zu motivieren. Gerade im vierten Jahrgang nehme dies den Druck heraus, der an staatlichen Schulen in Bayern üblich sei, so Binder, wenn die Noten darüber entscheiden, welche weiterführende Schule ein Kind besuchen darf.

„Eine wertschätzende Lernatmosphäre ohne Druck“ liegt auch Lehrerin Nadine Dotzel „besonders am Herzen“: „Ich halte es für sehr wichtig, dass die Kinder selbstbestimmt und in ihrem eigenen Tempo lernen können.“ Nach vier Jahren an einer staatlichen Schule wechselte sie vor zwei Jahren an die Montessori Schule Kitzingen. „Das offene Raumkonzept ermöglicht den Kindern viel mehr Freiheit beim Lernen. In den jahrgangsgemischten Gruppen unterstützen sie sich gegenseitig, wachsen miteinander und übernehmen ganz selbstverständlich Verantwortung.“

Annika Steinmetz ist Geschäftsführerin des privaten Trägers der Montessori Schule Kitzingen. Foto: Montessori Schule Kitzingen/Manja Taskin

Rückhalt im Team

Montessori, so Dotzel, biete eine von Eigenverantwortung, Wertschätzung und Vertrauen geprägte Lernkultur, die den Kindern den Raum gebe, ihren ganz eigenen Weg zu gehen. Damit verbunden sei eine andere Rolle als Lehrkraft: „Wir verstehen uns als Lernbegleitungen, die den Kindern Raum geben, sie unterstützen und ihren Lernprozess aufmerksam begleiten.“ Dabei gilt es, die Kinder zu einer selbstständigen Arbeitshaltung zu führen, ihren Leistungsstand im Blick zu behalten und passende Lernangebote parat zu haben – eine ganz neue Herausforderung, erinnert sich Thomas Binder. „Die ersten Monate waren intensiv; dafür ist man als staatlicher Lehrer ja nicht ausgebildet.“

Rückhalt fand Binder im neuen Kollegium. „Bei Fragen konnte ich mich stets an das Team und die Schulleitung wenden.“ Für das kommende Schuljahr ist zudem ein Einarbeitungsjahr für neue Lehrkräfte geplant. „Das erachte ich als sehr sinnvoll.“ Ebenso wichtig ist ihm das Montessori-Diplom, das er derzeit freiwillig berufsbegleitend erwirbt. „Schon das erste Wochenende des Kurses hat mir gezeigt, dass der Wechsel an die Montessori Schule die richtige Entscheidung für mich war.“ Sein Arbeitsalltag sei zwar ähnlich herausfordernd wie an einer staatlichen Schule, „aber ich erlebe hier Momente der Erfüllung, die ich in den beiden Jahren vorher nicht mehr hatte“.

Ein Neuanfang, der sich lohnt

Ähnlich positiv blickt Nadine Dotzel auf ihren Wechsel: „Besonders schön finde ich, dass die Kinder sich hier Zeit nehmen können. Sie lernen in ihrem eigenen Tempo und können sich so lange mit Inhalten beschäftigen, bis sie sie wirklich verstanden haben.“ Darüber hinaus motiviere sie, den Aufbau der Schule aktiv mitgestalten zu können. „Dabei bietet sich die Chance, die Lernkultur weiterzuentwickeln und neue Ideen direkt umzusetzen.“

Gut aufgehoben an der Montessori Schule Kitzingen fühlt sich auch Monika Franke. „Ich bin in ein kleines Team gewechselt, das ich als offen, interessiert und ambitioniert erlebe.“ Ebenso positiv beschreibt sie die Zusammenarbeit mit dem Träger. „Die Wege sind kurz und transparent, Entscheidungen können schnell und unkompliziert getroffen werden.“

Der Neustart so kurz vor der Rente sei zwar nicht geplant gewesen, doch diese Chance noch einmal zu haben – „das ist einfach toll“, schwärmt Franke. „Ich freue mich, dass ich für meine letzten Berufsjahre noch einmal solch ein Glück habe! Ich kann mich und meine Erfahrungen einbringen, aber lerne auch viel Neues von den jungen Kolleginnen und Kollegen.“

Interessierte Lehrerinnen und Lehrer gesucht

Der nächste wichtige Schritt im Aufbau laut Franke: weitere Lehrkräfte für die Sekundarstufe zu begeistern. Willkommen sind alle Schularten; für eine Klassenleitung ist das 1. Staatsexamen Voraussetzung. „Wir wollen eine Bereicherung für die Schullandschaft sein“, betont Annika Steinmetz, „und dafür brauchen wir Lehrerinnen und Lehrer, die sich mit unserer Pädagogik identifizieren und Freude daran haben, neue pädagogische Wege mitzugestalten“ – wie Thomas Binder, Nadine Dotzel und Monika Franke.

Weitere Infos: www.montessori-kitzingen.de

Dies ist eine Pressemeldung / ein Advertorial der Montessori Kitzingen gGmbH.

Hier geht es zu allen Beiträgen des News4teachers-Themenmonats „Gesunde Schule”. 

Neuer erfüllender Arbeitsplatz gesucht? Montessori Mittelschule Kitzingen erhält grünes Licht!

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