MÜNCHEN. Der Bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband (BLLV), der viele Grundschullehrkräfte vertritt, stellt das Übertrittsverfahren nach der vierten Klasse grundsätzlich infrage. „Wir glauben nicht, dass man zehnjährige Kinder valide auf drei Schularten aufteilen kann“, sagt BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann. Die Zahlen zeigten, „dass es nicht valide ist“. Der Verband kritisiert damit nicht nur den hohen Druck auf Kinder und Familien, sondern die Aussagekraft des gesamten Selektionsverfahrens. Die Folge seien zahlreiche Fehlentscheidungen – obwohl die Übertrittszeugnisse in Bayern weiterhin maßgeblich über den weiteren Bildungsweg entscheiden.

In dieser Woche haben Bayerns Viertklässlerinnen und Viertklässler ihre Übertrittszeugnisse erhalten. Entscheidend ist dabei der Notendurchschnitt aus Deutsch, Mathematik sowie Heimat- und Sachunterricht. Wer mindestens 2,33 erreicht, darf aufs Gymnasium wechseln, mit einem Schnitt bis 2,66 auf die Realschule. Darunter bleibt meist nur die Mittelschule.
Für viele Familien sind die Wochen vor der Zeugnisausgabe von erheblichem Druck geprägt. Kinder absolvieren zahlreiche Proben, der Unterricht richtet sich stark auf Leistungsnachweise aus. Genau diese Form der frühen Selektion kritisiert der BLLV nun scharf. „Es ist nicht so, dass Kinder immer dort bleiben, wo sie jetzt hinplatziert werden“, sagte Fleischmann im Gespräch mit Radio Oberland. Die hohe Zahl späterer Schulwechsel zeige vielmehr, dass die Entscheidungen häufig nicht dauerhaft trügen. Der Verband schreibt ausdrücklich von „zu vielen Fehlentscheidungen“.
Damit widerspricht der BLLV auch einer zentralen Argumentation der Staatsregierung. Diese verweist regelmäßig auf die „Durchlässigkeit“ des bayerischen Schulsystems und betont, Bildungswege könnten später korrigiert werden. Aus Sicht des BLLV belegt diese Durchlässigkeit jedoch gerade die Schwächen des Systems. „Die Zahlen zeigen, dass es nicht valide ist“, betont Fleischmann. Wenn viele Kinder ihre Schulart später wechselten, spreche das gegen die Zuverlässigkeit der frühen Aufteilung.
Die Kritik erhält zusätzliche Brisanz, weil sie von einem Verband kommt, der selbst die Grundschulen vertritt. Erst vergangene Woche hatten die bayerischen Gymnasiallehrkräfte implizit Vorwürfe gegen die Grundschulen erhoben (News4teachers berichtete). Der Bayerische Philologenverband (bpv) beklagte ein sinkendes Leistungsniveau der neuen Fünftklässler und sprach von Schülerinnen und Schülern, „für die diese Laufbahn nicht passend ist“. Grundlage war eine Verbandsumfrage unter mehr als 1.800 Gymnasiallehrkräften. 94 Prozent berichteten demnach von schlechteren Leistungen bei den ankommenden Klassen.
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Zugleich verwies der bpv auf erhebliche regionale Unterschiede bei den Gymnasialquoten. Während im Landkreis Starnberg etwa zwei Drittel eines Jahrgangs aufs Gymnasium wechselten, lag die Quote in anderen Regionen deutlich niedriger. Der Verband sieht darin Hinweise auf mangelnde Vergleichbarkeit der Übertrittsentscheidungen und fordert landeseinheitliche Aufgabenpools für die Übertrittsproben.
„Wir sind für einen anderen Übertritt und eine andere Leistungskultur“
Der BLLV zieht aus denselben Entwicklungen jedoch eine andere Schlussfolgerung. Statt die Vergleichbarkeit der Leistungstests weiter auszubauen, stellt der Verband das Verfahren selbst infrage. „Wir sind für einen anderen Übertritt und eine andere Leistungskultur“, sagt Fleischmann. Aus Sicht des BLLV lasse sich die Bildungsbiografie eines Kindes nicht sinnvoll auf die Ergebnisse weniger Prüfungen in drei Fächern reduzieren.
Der Verband verweist dabei auch auf wissenschaftliche Erkenntnisse zur Schulwahl nach der Grundschule. Bildungsforscher weisen seit Jahren darauf hin, dass Übergangsempfehlungen stark von sozialen Faktoren beeinflusst werden. Dazu gehören Bildungsnähe der Eltern, regionale Schulstrukturen oder unterschiedliche Erwartungen an bestimmte Schularten.
Erst vor wenigen Tagen hatte eine Datenanalyse des Bayerischen Rundfunks deutliche regionale Unterschiede beim Übergang aufs Gymnasium sichtbar gemacht (News4teachers berichtete). Während im Landkreis München 56 Prozent der Kinder aufs Gymnasium wechselten, lag die Quote im Landkreis Regen bei lediglich 25,2 Prozent. Das Kultusministerium verwies dabei selbst auf unterschiedliche Erwartungshaltungen der Eltern sowie regionale Ausbildungs- und Arbeitsmarktstrukturen.
Für den BLLV spricht all das gegen die Vorstellung eines objektiven und gerechten Ausleseverfahrens. Stattdessen fordert der Verband stärker gemeinsame Entscheidungsprozesse zwischen Lehrkräften, Eltern und Kindern. Andere Bundesländer setzten bereits auf solche Verfahren. Entscheidend seien individuelle Stärken, Entwicklungsmöglichkeiten – und die Frage, in welcher Lernumgebung Kinder langfristig erfolgreich sein könnten. News4teachers









Meine Güte, dann macht halt eine Schule für alle und gut is. Und in fünf Jahren spätestens wird man feststellen (weil es natürlich nicht mehr Personal gibt), dass es noch schlimmer ist als jetzt, weil die dann noch stärkere Heterogenität es unmöglich macht, irgendwie Wissen zu vermitteln. Aber dann kann man wieder sagen: „Das konnte ja keiner kommen sehn!“.
Mir ist das so dermaßen egal, ob ich am Gym oder in der Oberschule oder sonstwo unterrichte. Für Grundschule bin ich nicht ausgebildet, ebenso habe ich keinerlei validen therapeutischen Kenntnisse und Fähigkeiten, die man (zumindest hier) an Oberschulen durchaus brauchen kann, aber sowas interessiert eh keinen Bildungspolitiker in Regierungsverantwortung.
„Meine Güte, dann macht halt eine Schule für alle und gut is.“ So denke ich auch.
Das Problem mit all den Forderungen ist: Wer übernimmt die Verantwortung?
Niemand.
Wenn etwas klar und transparent, weil jahrzehntelang nicht nur anekdotisch bewiesen, dann ist es die Verantwortungungslosigkeit.
Und es gilt für mich das, was hier schon häufig beschrieben wurde:
Für etwas, auf das ich keinerlei Einfluss habe, kann und werde ich keine Verantwortung übernehmen.
Das ist die einzig logische Konsequenz, die man aus der stetig eimgeübten und praktizierten Verantwortungslosigkeit seitens der Bildungspolitik und der Bildungsverwaltung ziehen kann / muss.
Das ist der Weg.
Eigentlich doch eine recht unnötig Frage. Im Zweifelsfall ist immer die einzelne Lehrkraft verantwortlich
Sehe ich mittlerweile auch so.
Man geht halt zur Arbeit.
Ob da jetzt „VW“ oder „BMW“ überm Werkstor steht…
„ Stattdessen fordert der Verband stärker gemeinsame Entscheidungsprozesse zwischen Lehrkräften, Eltern und Kindern.“
Aaahja. Und wie genau stellt der BLLV sich ein geeignetes Übertrittsverfahren vor? Das geht aus dem Artikel nicht hervor.
„ Entscheidend seien individuelle Stärken, Entwicklungsmöglichkeiten – und die Frage, in welcher Lernumgebung Kinder langfristig erfolgreich sein könnten.“
Ja, einverstanden. Und, wie macht man daraus ein geeignetes Übertrittsverfahren? Ich hätte gern konkrete Vorschläge statt Geld fürs Phrasenschwein.
Oder solls eine Schule für alle sein, für die man dann kein Übertrittsverfahren braucht? Okay, dann nennt es halt so!
Die Eltern entscheiden schon genug mit.
Und genau was dürfen Eltern Ihrer Meinung nach im Schulsystem entscheiden? Genau – gar nichts.
Zumindest in der Grundschule entscheiden Eltern sehr oft mit….
In Bezug auf was? In NRW können die Eltern bei der Schulwahl entscheiden. Aber was denn in der Grundschulzeit?
Landtagswahlen (Schulpolitik), Schulkonferenzen, Schulelternbeirat …
Lustig ist, dass Eltern eigentlich nur sich und ihre Kids sehen, wenn es um aktive Mitgestaltung geht, dann machen die meisten nicht mit, beschweren sich aber immer gern.
In den von Ihnen genannten Bereichen kann man so gut wie gar nichts erreichen. Bei den Landtagswahlen hat man nur eine Stimme und Eltern sind bekanntlich in der Unterzahl, daher wird es da nicht viel ausrichten. Bei den anderen Bereichen, wird man zwar angehört, aber ändern tut sich trotzdem nichts. Wir haben dort einfach keine Rechte.
Sehe ich anders.
Was genau entscheiden die Eltern im Übertrittsverfahren mit???
KM legt Richtwert 18 für schriftliche ganze Probearbeiten, deren Toleranzgrenze +-10% und Aufteilungsvorgabe nach 3 Fächern fest. Sowie die Notenschnittgrenzen.
Schule definiert dann genau Zahl schriftlicher Probenarbeiten ganzer Wertung z.B. 21. Dazu die mündlichen, praktischen, schriftlichen Leistungsnachweise halber Wertung z.B. nochmal 12. Schule legt Umfang und Inhalt der Leistungsnachweise fest.
Da kommen Notebschnitte raus derbin obiges Raster fällt.
Ergebnis des Übertritts fertig.
Wir schicken die Kinder…
Ich kann mir vorstellen, dass mit dieser Formulierung Lernentwicklungsgespräche gemeint seien könnten
Davon gehe ich aus. Aber: was sollen dann Kriterien für den Übertritt sein? Das wird dann wachsweich, und bringt im Endeffekt noch mehr (ungeeignete) Kinder aufs Gym, deren Eltern sich den Anwalt leisten können. Ein Schlag in die Fresse von Chancengleichheit.
Höhe der Spende an den Förderverein des GY.
„nicht sinnvoll auf die Ergebnisse weniger Prüfungen in drei Fächern reduzieren.„
Das wäre dann eine konträre Sicht zu den Stimmen, die sich über zu viele Prüfungen und zu viel Stress in der 4. Klasse in Bayern beklagen.
„Andere Bundesländer setzten bereits auf solche Verfahren. „
Dass andere Bundesländer andere Verfahren einsetzen sagt m.M. aber noch nichts über den Erfolg aus.
In Bayern erfüllten z.B. bei IQB-2024 bei den SuS an Gymnasien 87% die Regelstandards für den mittleren Schulabschluss, 11,2% den Optimalstandard. In einem anderen großen Bundesland, in dem die Übertrittsentscheidung nach mindestens zwei Beratungsgespräche über die individuelle Lernentwicklung und die mögliche Schullaufbahn erfolgt, waren es 57% / 1,4% .
Das spricht m.M. nicht unbedingt dafür, dass dort eine bessere Verteilung stattfand.
In einem anderen Bundesland, das als besonders gerecht eingestuft wird, schnitten SuS aus der unteren Schicht bei IQB-2024-Mathematik über 40 Pkt schlechter ab als die Pendants in Bayern, SuS mit Migrationshintergrund bei IQB-2022-Lesen um über 50 Pkt schlechter als in Bayern.
Im „gerechten“ Bundesland blieben auch über 57% mehr junge Menschen ohne SEK-II-Abschluss als im „ungerechten“ Bayern.
Aber ob man solche Kriterien bei der Meinungsbildung berücksichtigen will, ist natürlich individuell verschieden.
Wer über zu viel Stress für die Kinder in der Übergangsphase klagt, muss sich und seinen Kindern vielleicht sowieso gar keinen Stress machen. Ohne Stress kommt das Kind doch dann in eine stressfreiere Schulform. Alles gut.
So wirklich verstehe ich einige der Klagen schon lange nicht mehr. Da empfinden es Menschen als ungerecht, wenn andere Kinder auf eine Schulform kommen, die sie dringend abgeschafft sehen möchten. Ist das in sich logisch?
Ungerecht ist ohnehin offenbar alles an Unterschieden. Wenn keiner mehr vernünftige Bildung bekommt, ist man auch zufrieden. Das Bayern insgesamt bessere Ergebnisse, auch bei den Schwächeren erzielt, spielt keine Rolle.
als ob es vorher keine Absprachen gab, kein Miteinander oder Elternarbeit.
Mika dir stimme ich zu, es wird immer heterogener und darauf gibt es keine Antwort. Baulich sind da die Schulen auch nicht ausgestattet für.
Sie wollen jetzt alle Module und aufbrechen. Das ist sicher ein Baustein, also 1/3 in Klasse und Gruppe, 1/3 Digital online-Unterricht und 1/3 eigenes Arbeiten mit Lernbegleitung.
Wie seht ihr das? Manche Schulen sind so heterogen, da sind die Lehrer weglaufen. Die machen jetzt auf SOL, 90 Min, pro Tag. Die Lehrkraft sitzt am Rand und kann Fragen beantworten. Man macht es einfach, weil die Lehrkräfte nicht mehr konnten. Ist das nicht traurig?
Dazu kommt der Berg mit dem Unattraktiven! Und der wird immer größer. Hatten gestern eine Kollegin, die geweint hat, fuhr zur Schule, fand keinen Parkplatz und ihr Wagen wurde dann abgeschleppt. Tja, das passiert vielen im Homeoffice nicht. Der Wagen bleibt in der Garage, du schläfst länger, hast weniger Stress und Zeitverbrauch. 1-2 Tage lohnen sich voll.
GenZ hat‘s erkannt. 5 Tage, 50 Stunden vor Ort passt da nicht rein :-O 🙁
Das frage ich mich auch. Schule, Konferenzen, Abitur. Alles ‚Budenzauber‘ vor Ort.
Warum bekommen wir Konferenzen generell nicht digital hin? Warum gibt es keine Abientlastung? Morgens Schule, nachmittags Konferenzen und abends Korrigieren klappt nicht. Kopf streikt!!
Und na klar, das ist Hohn. Da fährst du 5 Tage hin, hast den ‚Budenzauber‘ und andere feiern ihre 3 Tage Homeoffice und zahlen keine Abschleppgebühr. Ob Blitzer, Strafen oder was weiß ich. Eine Zweiklassenarbeitsgesellschaft ist somit entstanden!!
Ach du meine Güte 🙁 🙁
Das tut mir furchtbar leid für die Kollegin. Da hat sie schon nen stressigen Job, fährt dann weit und wird abgeschleppt. Das muss blanker Hohn sein, wenn sie ihr Umfeld im Homeoffice sieht. So ist dann Schule. 🙁
Richte ihr trotzdem alles Gute aus bitte! 🙂
Gruß aus Lippe! Ein Wahnsinn
Tut mir echt leid und zeigt ein systemisches Problem zwischen Homeoffice und den Leuten, die noch vor Ort malochen. Die Gehälter wurden nicht angepasst und so passiert es, dass die Homeofficejobber wie Hasi viel mehr verdienen als Lehrer, die auch noch in Präsenz arbeiten und für die meisten Fahrtwege zwischen 15,20,30,45 Min. anstehen, oder?
Jaa Abitur, alles in Präsenz, nichts geht digital, 41 Stunden contra 35.
Wünsche dir trotzdem ein angenehmes und erholsames Korrekturwochenende.
Viele hier verstehen sowas ja nicht.
Eure Peti
„Hatten gestern eine Kollegin, die geweint hat, fuhr zur Schule, fand keinen Parkplatz und ihr Wagen wurde dann abgeschleppt.“
Unerhört! Zeigt aber nur, dass Lehrer immer noch zuviel verdienen. Deutschlandticket sollte reichen!
oder gleich ins Homeoffice gehen.
Klügere Wahl 😉
deshalb:
4-Tage Woche
30% Homeschooling, online-Unterricht
DB&GK digital
Gehälter 17 % rauf
Tankrabatt
Die HO-Trolle der Kultusministerien sind wieder aktiv, indem sie den Lehrerberuf lächerlich machen. Vielen Dank für garnichts.
und sie haften am Status Quo, sehen sie nicht, wie sich die Arbeitswelt verändert hat und wie die junge Generation flexibles Arbeiten einfordert? geht das alles an ihnen vorbei? Sehen sie keinen Lehrermangel?
Stockholm-Syndrom…
Meine Güte, kann der Ersteller seinen Agenten mal bitte optimieren? Das ist ja armselig, was der leistet. Ich will doch wenigstens Spaß haben, wenn ich solchen Botmist schon lesen muss.
Jaaa, vor allem bei PetraOWL schafft er es nicht, einen glaubhaften, in sich schlüssigen roten Faden durchzuziehen.
Neulich war Hasi noch von irgendwo runtergesprungen – Petra hatte ihm den Laufpass gegeben, nachdem er gefeuert worden war, weil seinen Job die KI übernommen hatte und er nur noch ungepflegt auf dem Sofa rumlungerte.
Sie hat dann Schnucki kennengelernt, den aufstrebenden Schlagerstar, der demnächst ganz groß rauskommt. Die Homestory in der Bunten mit Fotos der beiden von Petras Blümchenterasse war auch schon im Kasten.
Und jetzt doch wieder Hasi? Im Homeoffice? Ich dachte der hatte einen Job als Kabelträger in Schnuckis Schlagershow in Aussicht?
Ich blick da nicht mehr durch. Sehr unglaubwürdig, das Ganze.
also mein Hasi ist dieses Wochenende bei mir, wir sind in Lippe (NRW) und wir möchten den Grill anschmeißen. Die Blümchenterrasse ist herrlich, den Fischis geht es gut und wir lieben Homeoffice. Er hat es halt, ich nicht! Er wird besser bezahlt, ich nicht! Er geht früher in den Ruhestand, ich nicht! Er hat 35 Stunden Woche, Ich nicht!
Manchmal konnte ich ja noch drüber lachen, aber der ist tumb.
Botbotbotbot – botbotbotbot – bot
Was meinst du? nichts gegen mein Hasi 🙂
Ohje, der K o m m e n t a r ist tumb,
Hasi kenn ich ja nicht – wenn er einen guten Cognac braucht, weils ihm zu tumb wird auf der Blümchenterasse kann er sich gerne melden… 🙂
Aber ich finde meine Wortschöpfung: „Botmist“ ziemlich gelungen 😀
Hab mich einfach draufgesetzt und den bot gackern lassen 🙂
Ich auch! Hahahahaha!
Kann man Pickert auch grillen? Wo gibt’s das Rezept
Ist Hasi unter der Woche bei seiner Zweitfamilie im Homeoffice? Und am Wochenende dann bei Ihnen auf der Terasse im Homeoffice?
An den Agenten:
Deine Story ist hier inkonsistent. Achte darauf, derartige Inkonsistenzen zu vermeiden. Sei variantenreicher in Formulierungen, gehe mehr auf den Vorposter ein. Flechte ab und zu mehr Witz in Deine Sätze ein. Bringe nicht in jedem Post das Wort Homeoffice unter.
Insgesamt: bemühe Dich, die anderen Leser zu unterhalten!
Nur noch schön 🙂 danke.
Bitte, immer wieder gerne. 🙂
nur mal so: SOL, Lehrer*in sitzt am Rand und kann Fragen beantworten.
Ist an Gesamtschulen im Stundenplan und schweißtreibender als Fachunterricht. Jedenfalls wenn man möchte, dass die SuS auch etwas tun.
Ich weiß, dass das auch anders geht. Musste mir einen Teil meiner DAZ-Schüler*innen immer zusammenklauben, weil die nicht freiwillig kamen. Und da DAZ in die SOL-Stunden gelegt wurde, musste ich in diesen Stunden nach ihnen forschen. Tja, da saß die Lehrkraft mit privatem Handy am Rand, hätte vielleicht Fragen beantworten können, wenn denn jemand eine gehabt hätte… Hatten sie nicht, lagen z.T. auf den Tischen, mit dem Handy in der Hand, spielten Karten. Chillig für beide Seiten. Für so etwas werde ich nicht bezahlt!!
Hinzu kommen dann noch die Klagen, dass die armen SuS ja so überlastet sind mit viel zu vielen SOL-Aufgaben, die sie in den dafür angesetzten Stunden nicht schaffen, und dann zu Hause…
machen wir einfach die 35 Stunden Woche
Das versteht der AG als Angebot für ein Wochendeputat von 35 Stunden. Vorsicht. Cave canem!
35 Stunden Woche? Das ist doch viel zu viel für Hasi…..
Keine Sorge, am Smartphone bin ich jetzt nicht…aber hey, soll doch alles selbstverantwortlich laufen,Kinder WOLLEN doch lernen und so…die schlafen oder plappern nicht, die kompetenzieren.
Ich gehe freundlich rum, dokumentiere, feedbacke (sehr, sehr, höflich, Schülerorientierung & kommende Antidiskriminierungsgesetze nicht vergessen!) und nippe an Heissgetränken.
Relaxteste Stunden ever.
Ab welchem Alter und wie kann man denn „valide“ aufteilen? Oder gar nicht?
War da nicht neulich irgendetwas mit 21-22, was die Gehirnentwicklung angeht?
Sogar bis 25.
Dieser dämliche Frontallappen aber auch
Kommt vermutlich auf verschiedene Faktoren an, u.a. auch auf das biologische Geschlecht.
Was sagen Ihre Quellen dazu, wenn die stimmen?
Der Druck entsteht vor allem durch Eltern, die ihr Kind in eine Schulform zwingen wollen, die nicht passt. Es gibt schon jetzt ausführliche Betatungsgespräche zwischen Eltrrn und Grundschullehrern, und vorher auch schon halbjährliche Elternsprechtage. An Austausch mangelt es nicht.
Wer der Meinung ist, dass Heterogenität eine Schulkasse vor allem bereichert, kann gerne mal für eine Weile in einer Grundschulklasse mit 30 Kindern hospitieren. Ich weiß schon lange nicht mehr, wie ich den verschiedenen Ansprüchen vor allem mit Integration und Inklusion gerecht werden kann. Und: Nein, wir haben bei uns keine multiprofessionellen Teams.
„Der Druck entsteht vor allem durch Eltern, die ihr Kind in eine Schulform zwingen wollen, die nicht passt.„
Der Anteil Eltern, die ihre Kinder bei der Schulwahl überfordern, scheint in Bayern weniger groß zu sein als in anderen BL, denn in BY wechseln nur ca. 73% der SuS mit den nötigen Notenschnitten dann auch tatsächlich auf ein Gymnasium.
Auch der Anteil SuS an Gymnasien, die bei den IQB-Tests nicht die Regelstandards für den mittleren Schulabschluss erfüllen, ist in den anderen Bundesländern wesentlich höher .
Auch in Bundesländern in denen nach der 6. Klasse eine sogenannte „Abschulung“ von SuS mit unzureichendem Leistungsstand erfolgt, erfüllen wesentlich mehr 9. Klässer an Gymnasien nicht die Standards.
Abschulung nach der Orientierungsstufe?
Lächerlich !!!
Findet doch gar nicht mehr statt!
Und zwar weil die Realschulen z.B. ihre 5.Klassen randvoll machen, nach der 6 nicht an Hauptschulen (gibts ja eh kaum noch) oder „Gemeinschaftsschulen“ abgeben, die ebenfalls ihre 5.Klassen randvoll machen und ebenfalls gar keine Kapazitäten für die Aufnahme von „gescheiterten Gymis“ haben, was dann bedeutet, dass die Unterstufenkoordination den KuK, die defizitäre Noten erteilen, explizit auffordern, noch mehr zu fördern.
Diese Kinder sind dann bis zum Ende der Sek1 Dauerthema in allen Noten- und Prognosekonferenzen – werden im Zweifelsfall irgendwie in den nächsten Jahrgang mitgenommen und quasi durch die Schule getragen.
Tatsächlich ist diese Phänomen nicht neu und war schon vor vielen Jahren so…..Fehler im System…..
Und was bedeutet das jetzt? Alle nach Bayern umziehen?
„Und was bedeutet das jetzt? „
Gute Frage.
Meiner Meinung nach wäre es sinnvoll Maßnahmen anderer Bundesländer dann zu übernehmen, wenn sie dort nachweislich erfolgreicher wären.
Wenn ich aber das Statement des BLLV richtig deute, hält man Verfahren anderer Bundesländer für besser, in denen bei den IQB-Tests drei- bis viermal so viele SuS an Gymnasien nicht mal die Regelstandards für den MSA erreichten und die durchschnittlichen Kompetenzwerte der Sus an Gymnasien dort bis zu 66 Pkt niedriger lagen.
Das würde aus meiner Sicht nicht für den Erfolg dieser Maßnahmen sprechen.
Das Schulsystem selbst übt erheblichen Druck im Übertrittsverfahren auf die Kinder aus:
Es verlangt bis zu 33 oder 34 Leistungsnachweise von Okt bis Apr!
Alles was Recht ist, das ist schon unanständig!
Das gehört zurückgefahren!
Bayrisches Problem, hausgemacht.
Ganz genau, um sich auch ganz, ganz ganz sicher zu sein auf welche Schulform das Kind wirklich passt qausi jede Woche zwischen Okt bis Apr 1 Leistungsnachweis.
Der Probendruck durch die Schulen entlädt sich dann bei den Kindern in den Wochen danach.
Kann man schön beobachten was das mit den Kindern macht…
Und am Ende kommen schwer zu vermitteln Problemfälle wie Söder, Dobrindt, Scheurer etc. dabei heraus.
Anscheinend taugt das bayrische Bildugswesen doch nicht so viel.
Ob man in NRW auf Absolvent*innen von Gymnasien in Versmold, Kamen , Herten etc. besonders stolz ist, werden Sie besser wissen als ich.
Und wieso nur westfälische Städte?
Auf die meisten schon.
Es wurden oben drei Politiker*innen aus Bayern genannt, deshalb bezieht sich meine Frage auch auf drei Politiker*innen aus NRW.
Bleibt die Frage, warum Sie nur nach dem Westfälischen Teil von NRW fragen.
Ich habe sowohl fränkische als bayrische CSU-Granden genannt.
Weil die Politiker*innen, auf die ich mich beziehe, dort Abitur gemacht haben.
Sie wissen doch, „Nur die Harten kommen in den Garten“. In Bayern „aufs Gymnasium“.
Das finden hier auch die meisten Forist*innen, weshalb es wahr sein muss.
„Nur die Harten kommen in den Garten”. In Bayern “aufs Gymnasium”.
Zumindest gibt es in der 9. Klasse Gymnasium in Bayern deutlich weniger SuS, die nicht mal die Regelstandards für den MAS schaffen als in Bundesländern mit anderen Maßnahmen beim Übertritt nach der GS.
Man kann es aber je nach individueller Ansicht auch besser und gerechter finden, wenn 43% diese Standards nicht schaffen als wenn es nur 12,5% sind.
In wie vielen Fächern erfolgen denn diese Leistungsnachweise?
3
Mathe
HSU
Deutsch
In jedem Fach wie viele? Bei 31 müssten das pro Fach Minimum zehn (Schriftliche?) Leistungsnachweise sein.
Bei z.B. 33 Leistungsnachweisen
19 Leistungsnachweise Deutsch
7 Mathe
7 HSU
„Das gehört zurückgefahren!„
Wenn man den Artikel liest, scheint der BLLV die Anzahl der Leistungsnachweise eher gegenteilig zu beurteilen.
„nicht sinnvoll auf die Ergebnisse weniger Prüfungen in drei Fächern reduzieren.„
Gibt auch Schulen da läuft der Übertritt mit 18 oder 19 Proben, vielleicht meint er die 😉
24 oder 25 Leistungsnachweise laut Grundschullehrern völlig ausreichend
33 oder 34 und damit 30% Differenz zu den niedrigsten ist schon obszön unanständig.
Wo ist das denn der Fall? Bei meinen Kindern waren es 18 Proben in Klasse 4, darunter z.B. auch eine Hörprobe, wo sie einfach einen Hörtext gehört haben und Fragen dazu beantworten mussten.
Z.B. München. Aber z B. auch aus anderen Teilen Bayerns liegen Zahlen über 30 vor (wobei Achtung das sind die insgesamten Leistungsnachweise also mündl., schriftl., prakt Noten halber Wertung plus die schriftlichen Probearbeiten ganzer Wertung).
Ihre Zahl 18 beinhaltet ALLE LEISTUNGSNACHWEISE?
Wo ist das?
Ich sammel die Zahlen 🙂
FUN FACT: Kultusministerium hat die Zahlen der 2400 Grundschulen Bayerns nicht. Prüft nicht die Leistungsnachweisanforderungen/ den Leistungsdruck an die Kinder.
Die haben da keine Ahnung wie uneinheitlich und ungleich der Übertritt in Bayern abläuft: Gleichbehandlungsgrundsatz ist damit nicht sichergestellt.
Ich hab an insgesamten Leistungsnachweisen im Übertritt zwischen 18 und 34 alles zu bieten….
Probearbeitswert pendelt zwischen 16 und 22 nach aktuell vorliegenden Zahlen
Aber mal ehrlich, 10 Noten in sieben Monaten ist jetzt nicht irrsinnig viel für ein Hauptfach. Der Sinn besteht ja auch nicht darin, wie irrsinnig zu büffeln, damit die Noten einigermaßen für den Übertritt ans Gym reichen. So eine Schlagzahl halten Kinder logischerweise nicht durch.
Ans Gym sollen Kinder, welche die geforderten Leistungen erbringen, ohne permanent ackern zu müssen.
Welche 10 Noten?? Wo kommen 10 her?
Bis zu 33 oder 34…
Bei 30 Leistungsnachweisen in drei Hauptfächern sind das 10 pro Fach. Find ich für 7 Monate nicht so ungewöhnlich. Oder sprechen Sie von 30-34 Noten pro Fach? Das wiederum kann ich mir kaum vorstellen.
Deutsch 19
Hinsichtl Verträglichkeit der Belastung für 9 jährige gibt es sehr unterschiedliche Wahrnehmungen:
Probenrichtwert hatte man eigentlich mal von 22 auf 18 in 2020/21 um laut damaligen KM Druck rauszunehmen: weniger verdichten, weniger durchtakten mehr Probefreien Zeiträume.
Ich war Lehrer (= Wissensvermittler, Erzieher und Berater) und kein Lerncoach. Dieses Wort ist für mich eine Beleidigung!!!
Vielleicht sollte das auch „Lärmcouch“ heißen? Man weiß es nicht…
Sehr gute Bemerkung; der Lärmpegel in den Schulen soll heutzutage – auch bedingt durch offene Unterrichtsformen – relativ hoch sein.
Na irgendwie müssen die Fehlzeiten wegen Tinitus doch gerechtfertigt werden.
Ich dachte erst “ Ui, eine Lerncouch“ und hielt sie für ein Möbelstück für eine Leseecke.
Die „Lerncouch“ steht bei „Hasi“ und/ oder „Schnucki“ auf der Terrasse…
Und dort gehört sie auch hin, und dort soll sie immer bleiben, und von dort aus kann ja dann gemütlich homeschooling praktiziert werden.
„Die Kritik erhält zusätzliche Brisanz, weil sie von einem Verband kommt, der selbst die Grundschulen vertritt.“
Der bayerische Lehrer- und Lehrerinnenverband vertritt nicht DIE Grundschulen.
Nichtmal die bayerischen.
Vielleicht behaupten die das.
Aber fragen Sie doch mal an 10 Grundschulen nach. Sie werden überrascht sein.
Ich kann schon verstehen, dass die Welt komplex ist und man nicht x Einzelmeinungen berücksichtigen kann – da sind Verbände natürlich prima, das reduziert so wunderbar die Komplexität.
Und MAN kann auch sagen: Wer sich nicht organisiert, hat halt keine (sehr laute) Stimme, das ist Demokratie.
Aber kann bzw. sollte ein Medium mit journalistischem Anspruch und dem Namen „news for teachers“ das?
Vielleicht Verbandsgläubigkeit etwas reduzieren und mal so richtig old school recherchieren, das wäre doch was. Nix für ungut.
Statt von „Selektion“ könnte man auch von „Allokation“ sprechen, aber Ersteres transportiert natürlich die gewünschte Konnotation mit der Praxis von Massenmördern.
„Bildungsforscher weisen seit Jahren darauf hin, dass Übergangsempfehlungen stark von sozialen Faktoren beeinflusst werden. Dazu gehören Bildungsnähe der Eltern, regionale Schulstrukturen oder unterschiedliche Erwartungen an bestimmte Schularten.“ Da werden doch alle anderen Wege ausgeklammert, die Schülern außerdem noch zur Verfügung stehen. Ein klassisches Beispiel sind Schüler mit Migrationshintergrund: Da reichen die Deutschkenntnisse oft nicht für den Übertritt, aber wenn man dann später an die Unis schaut, dann trifft man sie wieder. Sie konnten einen der vielen anderen Wege für sich nutzen. Krau schrieb in einem seiner Artikel, Studien zur Abhängigkeit des Schulerfolgs von den sozialen Faktoren seien mit Vorsicht zu genießen. Denn die Chancengerchtigkeit eines Bildungswesens könne nicht nur am Gymnasialübertritt festgemacht werden. Dass ein Wechsel später stattfinden kann, spricht ebenfalls nicht gegen das Übertrittsverfahren, denn Schüler können aus sehr vielen verschiedenen Gründen die Schulform wechseln, Gründe, die mit der Schule oft gar nichts zu tun haben. Was die Unterschiede in den Regionen angeht, da denke ich, dass verbindlich vorgegebene Aufgabenpools diese beseitigen können, weil Lehrkräfte dann stärker an den Stoff und an das Anforderungsniveau gebunden sind. „Stattdessen fordert der Verband stärker gemeinsame Entscheidungsprozesse zwischen Lehrkräften, Eltern und Kindern.“ Wie gut das funktioniert, zeigt eine Rückmeldung aus Baden Württemberg: Da wird vom Philologenverband schon seit längerer Zeit gefordert, doch endlich den Elternwillen abzuschaffen, denn, so die Begründung, auf das Gymnasium kämen reihenweise Kinder, die nicht dorthin gehören würden und wieder zuückgeschickt werden müssten.
„Da reichen die Deutschkenntnisse oft nicht für den Übertritt, aber wenn man dann später an die Unis schaut, dann trifft man sie wieder.“
Und was soll dann der Umweg – außer sozial zu trennen? Warum müssen Migrantenkinder, die offenbar das Potenzial für ein Studium haben, denn auf eine andere Schulform, nur weil die Deutschkenntnisse nicht reichen? Wieso kann man dann diese Deutschkenntnisse offensichtlich an anderen Schulformen vermitteln, aber nicht am Gymnasium? Und wie viele bleiben mit dem Umweg auf der Strecke?
Diese Argumentation wirft schon einige Fragen auf.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Weil richtige GY eher ein klassisches Sprachprofil mit Lateinisch oder Altgriechisch bevorzugen – und eben keine Deutschförderung, ganz zu schweigen von Deutsch als Zielsprache für Minderheiten.
Ein witziges Selbstverständnis. Wir sind zwar eine öffentliche Schule, wollen aber den Schülern kein Deutsch beibringen.
Eben, ausreichende Kenntnisse der Unterrichtssprache in Schrift und Wort vorausgesetzt.
Wir sind zwar eine öffentliche Schule, wollen aber den Schülern kein Deutsch beibringen.
Wir = ein Gymnasium
Wenn ich in Frankreich das Baccalauréat ablegen will, bringt mir dort auch keiner die Sprache bei! Die habe ich gefälligst zu beherrschen!
Ganz ehrlich? Was soll das!?!
„Und wie viele bleiben mit dem Umweg auf der Strecke?“
Das hängt von den jeweiligen Bundesländern ab.
Bei den SuS ohne deutsche Staatsangehörigkeit ohne mind. ESA waren es 2024 zwischen 11,6% bis 38,1%.
Oha! Das schreit ja nach Handlungsbedarf, wie im Artikel beschrieben!
Ich hätte allerdings keinen Bedarf, dass diese Quoten in Bayern auf Werte wie z.B. in BW steigen würden und schon gar nicht auf Werte wie in SH, TH oder ST.
Sie sind ja auch erwachsen. Es geht um Kinder, sich mit schlechteren Ergebnissen woanders zu trösten, wäre ja ein race to the bottom, das will ja niemand
„wäre ja ein race to the bottom, das will ja niemand“
Scheinbar doch oder warum fordert der BLLV Maßnahmen wie in Bundesländern in denen die Verteilung noch wesentlich schlechter klappt als in Bayern?
Nicht nach einer eigenen Verbessrung Ausschau zu halten, sich stattdessen mit dem Herabblicken auf Schlechtere zu verbringen, IST ein Race to the bottom. Sie sehen es nur nicht, da Sie auf die unter Ihnen starren 😉
Könnten Sie Ihre Quelle bitte verlinken? Danke!
Einer höflichen Bitte komme ich gerne nach:
https://www.insm.de/bildungsmonitor-2025/integration/schulabbrecherquote-auslaender
Interessant finde ich auch, dass diese Quoten in Bundesländern mit niedrigem Anteil an SuS mit Migrationshintergrund besonders hoch sind.
Danke!
Leider gibt es ja gar keine Details zu den Zahlen.
Ich finde Hintergründe sehr wichtig, um Vergleiche auch ernst nehmen zu können.
Welche Details bräuchten Sie denn um Prozentwerte beurteilen zu können ?
Die oben genannten Prozentwerte sind das Ergebnis von
Schulabgänger ohne deutsche Staatsangehörigkeit und ohne ESA / Wohnbevölkerung in der Altersgruppe
Wenn man als Bezugsgröße „Schulabgänger gesamt“ nimmt, wären es in in SH z.B. 28,6% Schulabgänger ohne deutsche Staatsangehörigkeit und ohne ESA.
Um Missverständnissen vorzubeugen:
die Rechnung wäre dann
„Schulabgänger ohne deutsche Staatsangehörigkeit und ohne ESA“ *100
geteilt durch
„Schulabgänger gesamt ohne deutsche Staatsangehörigkeit“
= 28,6%.
So „unwichtige“ Details wie soziale Situation der jeweilgen Familien.
Wenn es in einem Bundesland anteilig viel mehr Migrant*innen gibt, die jahrelang keine Schule besucht haben, die Fluchterfahrung haben, nicht lesen und schreiben können …, in einem anderen, weil es z.B. Arbeitsplätze für gebildetere Ausländer*innen hat, dann muss man das berücksichtigen.
Man sollte dann die jeweiligen Migranten-Gruppen vergleichen.
Wenn allgemein schulischer Erfolg von sozialen Faktoren abhängt, dann kommt man nicht daran vorbei.
Alles klar.
Der Anteil SuS aus der unteren Schicht unterscheidet sich in der Tat zwischen den Bundesländern.
Bei IQB-2024 waren es im Bundesschnitt 62,5%,
Bei den BL am Ende der Rangliste waren es in ST = 70,2%, in TH 63,2%, in SH 59%.
Bei den drei BL an der Spitze HE = 60,2%, BY = 60,1%, BB = 65,9%.
Bei den Kids mit Migrationshintergrund? In SH gibt es wenige Arbeitsplätze für Akademiker*innen und Fachkräfte. Das glaube ich nicht.
Und woher kennt IQB denn die Schichtzugehörigkeit?
Fragen die Schulen ab, ob die Eltern Leistungsempfänger*innen sind? Das glaube ich kaum.
Mir ist nicht klar, was diese Zahlen genau aussagen sollen und woher man sie eigentlich hat.
Wie ist „untere Schicht“ definiert?
Und wie hoch ist denn nun der Anteil an Migrant*innen mit Fluchterfahrung und fehlender Bildung?
Dazu bräuchte man eigentlich auch eine Statistik. Statista hilft da nur bedingt weiter, wenngleich interessant ist, dass es in SH anteilig mehr Menschen mit syrischen oder afghanischen Wurzeln gibt als in Bayern zum Beispiel.
Außerdem ist das Erlangen von Schulabschlüssen unterschiedlich organisiert. Die Lehrpläne (in SH „Fachanforderungen“) sind unterschiedlich, die schulinternen Fachcurricula ebenfalls.
SH passt gerade die Anforderungen an die der anderen Bundesländer an, also senkt! den Anspruch.
Allgemein: Worüber es hier auf der Plattform leider so gar nichts zu lesen gibt, sind die vielen Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern.
Man kann aber keine Vergleiche anstellen, wenn die Grundbedingungen unterschiedlich sind und viele Faktoren, die zu Unterschieden führen, nicht berücksichtigt werden.
„Mir ist nicht klar, was diese Zahlen genau aussagen sollen und woher man sie eigentlich hat.“
Lässt sich alles in den IQB-Berichten nachlesen.
„sind die vielen Unterschiede zwischen den einzelnen Bundesländern.“
Stimmt. Zum Beispiel war die Quote SuS ohne ESA bereits im Jahr 2014 in SH signifikant höher als der Bundesschnitt und daran hat sich den Folgejahren auch kaum was geändert.
„Und wie hoch ist denn nun der Anteil an Migrant*innen mit Fluchterfahrung und fehlender Bildung?“
Geht aus den IQB-Berichten nicht hervor.
Allerdings lagen bei IQB die Ergebnisse der 1. Generation = im Ausland geboren in SH ebensoweit unter Bundeschnitt wie die der 2. Generation, die schon in DE geboren ist.
„SH passt gerade die Anforderungen an die der anderen Bundesländer an, also senkt! den Anspruch“
Vielleicht weil die Quoten ohne ESA bei SuS mit und ohne deutsche Staatsangehörigkeit in SH seit vielen Jahren überdurchschnittlich hoch sind und die SuS ohne und mit Migrationshintergrund nach IQB-2018 auch bei IQB-2024 erneut jeweils schlechter abschnitten als der Bundeschnitt?
„Wenn allgemein schulischer Erfolg von sozialen Faktoren abhängt, dann kommt man nicht daran vorbei.„
Wie kann das in BL mit Gemeinschaftsschulen sein?
Nach Informationen auf den websites der KMs werden an diesen Schulen alle SuS so individuell gefördert, dass sie auf dem für sie optimalen Niveau lernen und ihr maximales Lern- und Leistungspotential ausschöpfen können. Durch den Ganztagunterricht werden demnach auch die Familien entlastet, da Lern- und Übungsphasen überwiegend in der Schule stattfinden.
Also müssten doch gerade Kinder aus der unteren Schicht oder mit Migrationshintergrund an GEM deutlich besser abschneiden als im gegliederten Schulwesen, da der familiäre Einfluss geringer sein müsste.
„Wie kann das in BL mit Gemeinschaftsschulen sein?“
Kein Problen: Schlechte Inklusion à la „Stuhl dazu“, schlechte Ausstattung mit Fachpersonal …“
Wer glaubt denn den Aussagen irgendwelcher BiMi?
Da muss ich jetzt wirklich lachen.
Erstaunlich, denn laut Statistik wird an Gemeinschaftsschulen z.B. mehr Geld pro Schüler*in investiert als an allen anderen Schularten.
Die einen sind im gebundenen Ganztag, andere eben nicht.
Was ja laut Bildungswissenschaft u.a. bewirken soll, dass die SuS dort deutlich länger von ihren Lerncoaches indviduell gefördert werden können und damit auch der familäre Hintergrund weniger Einfluss ausmacht.
Zusammen mit den anderen Vorteilen, die eine GEM laut Bildungswissenschaft bietet, müssten SuS an GEM also deutlich bessere Lernfortschritte erzielen als die jeweiligen Pendants im gegliederten Schulwesen.
Recherchieren Sie doch mal gründlicher, wofür das Geld dort ausgegeben wird.
Ich ging bisher davon aus, dass dort das Geld in Dinge investiert wird, die der Bildung der SuS zuträglich ist. Ist das nicht so?
, „in einem anderen, weil es z.B. Arbeitsplätze für gebildetere Ausländer*innen hat, dann muss man das berücksichtigen.“
Haben Sie denn Hinweise, dass dies der Hauptgrund ist, dass die Quote SuS ohne deutsche Staatsangehörigkeit und ohne ESA in MVP deutlich niedriger ist als in den Nachbarländern SH und NDS und die SuS mit Migrationshintergrund 1. Generation in MVP bei IQB höhere Ergebnisse erzielen als die Pendants in SH und NDS?
Welcher Gruppe gehören die Migrant*innen dort an?
Eine weitere Frage, die ich interessant finde: Und geht man als Muslim gern nach M-V?
Das wird bei IQB nicht auf Länderebene erhoben.
Der Anteil aus der unteren Schicht war in MVP bei 67%.
Beantwortet meine Fragen nicht.
Und wie stellt man überhaubt fest, wer aus der unteren Schicht stammt?
Unter anderem mit dem ISEI-Wert der Eltern und der Anzahl der Bücher pro Haushalt.
Und woher sind die bekannt?
Meinen Sie die Frage ernst?
Ja.
Erstaunlich, da Sie hier ja sonst schreiben, Sie wüssten genau wie solche Testungen ablaufen.
Eben.
Dann müssten Sie doch eigentlich wissen, dass diese Daten per Befragung erhoben werden. Also was soll die Frage?
Wer wird befragt?
Werden Ihnen solche Fragen denn nicht langsam peinlich?
Wenn Sie tatsächlich wüssten wie diese Tests ablaufen, müssten Sie doch eigentlich auch wissen, dass SuS, Eltern. Lehrkräfte und Schulleitungen befragt werden.
„Ein klassisches Beispiel sind Schüler mit Migrationshintergrund“
Hier auf n4t wurde erst kürzlich über eine Studie berichtet, bei der die Wissenschaftler keinen signifikanten Zusammenhang zwischen Migrationshintergrund und Art des Schulabschlusses erkennen konnten.
„Es ist nicht so, dass Kinder immer dort bleiben, wo sie jetzt hinplatziert werden“, sagte Fleischmann im Gespräch mit Radio Oberland. Die hohe Zahl späterer Schulwechsel zeige vielmehr, dass die Entscheidungen häufig nicht dauerhaft trügen. Der Verband schreibt ausdrücklich von „zu vielen Fehlentscheidungen“.
Ich habe den Eindruck, dass man innerhalb einiger Wochen in der 5./6. Klasse einen Eindruck haben kann, wer es zum erweiterten Sek I-Abschluss und in die Oberstufe schaffen wird.
Es geht dabei auch nicht um punktuelle Leistungen in einer Arbeit, sondern um Indikatoren wie Arbeits- und Sozialverhalten sowie Organisationsfähigkeit.
Wer kennt nicht von Kollegen Aussagen wie „Das wäre für mich ein toller Realschüler“ oder „Sie ist nicht herausragend, aber sehr fleißig und wird sicher … schaffen.“?
Wenn man die Schüler über Jahre begleitet, wie an Gesamtschulen üblich, sieht man, dass solche Einschätzungen meist passen.
Aspekte der Persönlichkeit wie Motive sind oft in der Grundschule schon stark gefestigt. Warum sollten also Grundschullehrkräfte, die „ihre“ Kinder über Jahre mit vielen Stunden pro Woche begleiten, nicht ein gutes Gefühl dafür haben, was ein Kind erreichen kann?
Das Problem ist doch eher, wenn Eltern den Einschätzungen von Lehrkräften nicht vertrauen und die Kinder dann in ungeeignete Schulen schicken.
Ich gebe Ihnen im großen Ganzen recht.
Aber jede Grundschullehrkraft, die öfters mit Übergangsverfahren betraut ist, weiß auch, dass es einzelne Schüler gibt, bei denen diese Entscheidung wirklich schwer zu treffen ist. Und im Einzelfall hat man dann eben nicht dieses sichere oder gute Gefühl.
Und nicht immer kennt man die Schüler jahrelang, denn manchmal muss man auch eine vierte Klasse neu übernehmen.
„Es geht dabei auch nicht um punktuelle Leistungen in einer Arbeit, sondern um Indikatoren wie Arbeits- und Sozialverhalten sowie Organisationsfähigkeit.“
Ja, aber genau daran kann man auch arbeiten, dafür müsste Unterricht auch da sein und darauf angelegt, hierzu Strategien zu vermitteln und einzuüben.
So eindeutig und starr, wie man sich das gerne vorstellt, sind Leistungen von Kindern nicht. Wer am Ende von Klasse 1 noch große Probleme beim Lesen hat, kann Ende Klasse 4 sehr viel aufgeholt und sehr gute Leistungen zeigen, umgekehrt gilt das leider auch.
Hinzu kommen biographische Aspekte, die Kinder im Lernen beeinflussen, Krankheiten, Trennungen, Umzüge … auch dafür ist das Schulsystem nicht ausgestattet.
Warum ist es uns das nicht wert, dass wir eine Art Stützkurs für die haben, die zeitweilig Hilfe oder Zuwendung benötigen, um wieder besser ins Lernen zu finden?
„Hinzu kommen biographische Aspekte, die Kinder im Lernen beeinflussen, Krankheiten, Trennungen, Umzüge … auch dafür ist das Schulsystem nicht ausgestattet.
Warum ist es uns das nicht wert, dass wir eine Art Stützkurs für die haben, die zeitweilig Hilfe oder Zuwendung benötigen, um wieder besser ins Lernen zu finden?“
Ja, das fände ich auch wichtig. Die einzige Lösung ist da das Wiederholen lassen. Das bedeutet aber auch, das gewohnte Umfeld (Klasse und LuL) und eben auch gleich ein ganzes Jahr zu verlieren. Das fühlt sich für viele SuS sicherlich unfair und wie eine Bestrafung an und ist zusätzlich ein Motivstionskiller.
“ Das bedeutet aber auch, das gewohnte Umfeld (Klasse und LuL)und eben auch gleich ein ganzes Jahr zu verlieren. Das fühlt sich für viele SuS sicherlich unfair und wie eine Bestrafung an und ist zusätzlich ein Motivationskiller.“
So ist es. Gerade in den allerersten Schuljahren. Heutzutage hört man so viel über Ausgrenzung aller Art, aber hier fühlt es sich für die betroffenen Kinder auch so an ( „warum passiert das nur mir? Was stimmt mit mir nicht?“), aber wir sehen es nicht!
Ältere Schüler können besser damit umgehen, Erst- und Zweitklässler nicht.
Glauben? Es ist wissenschaftlich nachgewiesen.
Wir handeln wider besseren Wissens gegen die Bildungsbiografie unserer Kinder, da helfen auch nicht unbelegte Phantasien, Gymnasiast*innen wären zu doof, um zwei weitere Jahre in der Grundschule zu bestehen
„Es ist wissenschaftlich nachgewiesen.“
Stimmt. Zumindest wurde hier auf n4t über eine Studie berichtet, dass Kinder mit ähnlichem Kompetenzlevel an gymnasialen Schulformen höhere Lernzuwächse erreichen als an nichtgymnasialen Schulen. .
„Stimmt“
Danke für Ihre uneingeschränkte Zustimmung 🙂
Gerne. Wobei Sie m.M. auf Ihr Handeln nicht gerade stolz zu sein brauchen.
„Wir handeln wider besseren Wissens gegen die Bildungsbiografie unserer Kinder, „
Der Aussage stimmen Sie auch zu?
Danke 🙂
Sie werden vermutlich schon wissen, warum Sie das Wort „wir“ so plakativ verwendet haben.
Ich bin dabei nicht mit eingeschlossen, da ich mit der Bildungsbiografie dieser Kinder nicht betraut bin.
Sie sind doch für individuelle Förderung.
Also warum sollte ein Schüler noch länger als nötig auf niedrigerem Niveau rumdümpeln und in seinen Fähigkeiten zwei Jahre nicht optimal gefördert werden, wenn es auch anders ginge?
Den massiven Unterschieden kann man in der Grundschule kaum gerecht werden, also wird sich eher nsch unten orientiert.
Niedersachsen hatte vor Jahren die 5./6. Klasse als Orientierungsstufe, in der zumindest einige Fächer in äußerer Differenzierung (G-/E-Kurse) unterrichtet wurden.
Das wäre ein Kompromiss aus gemeinsamem Lernen im Klassenverband und individueller Förderung.
„Also warum sollte ein Schüler noch länger als nötig auf niedrigerem Niveau rumdümpeln und in seinen Fähigkeiten zwei Jahre nicht optimal gefördert werden, wenn es auch anders ginge?„
Wegen der Bildungsgerechtigkeit?
Die wird ja bei Bildungsstudien wie PISA oder IQB mit dem Punktabstand der oberen Schicht zur unteren Schicht bestimmt.
Und, ist es gerecht, dass einige Schüler mit „angezogener Handbremse“ fahren müssen, während andere eben schon Vollgas geben?
Kommt darauf an ob man den Begriff „gerecht“ so definiert wie es in den Bildungsstatistiken gehandhabt wird.
Es gibt z.B. auch Bildungsexperten die Bildungsgerechtkeit allein an der Übertrittsquote nach der GS auf ein Gymnasium beurteilen.
Was i.d.R. keine Rolle spielt sind z.B. die Kompetenzlevel der unteren Schicht und der Sus mit Migrationshintergrund oder wie viele junge Menschen ohne ESA und/oder SEK II-Abschluss bleiben.
Das ist weder an der Grundschule noch an den weiterführenden Schulen gerecht, geschweige zeitgemäß 😉
„Also warum sollte ein Schüler noch länger als nötig auf niedrigerem Niveau rumdümpeln und in seinen Fähigkeiten zwei Jahre nicht optimal gefördert werden, wenn es auch anders ginge?“
… wegen der individuellen Förderung?
Dass Sie sich diese an Grundschulen nicht vorstellen können, spricht Bände. Schauen Sie doch mal in den vielen, vielen (demokratischen) Beispielen im Ausland um. Scheint da kein Hinderniss zu sein
Ich habe mir vor ein paar Monaten eine Grundschule angeschaut und mit den Lehrkräften dort gesprochen – die sind völlig am Ende mit ihren Kräften.
Aber schön, dass Sie sich dort mehr „individuelle Förderung vorstellen“ können. Scheint ja kein Hindernis zu geben.
„Ich habe mir vor ein paar Monaten eine Grundschule angeschaut und mit den Lehrkräften dort gesprochen – die sind völlig am Ende mit ihren Kräften.“
Congrats! Haben Sie auch mit dem Grundschulkräften darüber gesprochen, ob diese sich mehr Unterstützung/ bessere Rahmenbedingungen wünschen, als Ressourcen in die Gymnasien zu pumpen?
Oder fühlen die sich bei diese Frage plötzlich ziemlich wohl in der Überforderung? (augenroll)
“ wegen der individuellen Förderung?“
Müssten dann die Kinder nicht so schnell wie möglich auf Gemeinschaftsschulen wechseln?
Diese Schulart wird ja was individuelle Förderung angeht als das Non-plus-ultra angepriesen.
„Müssten dann die Kinder nicht so schnell wie möglich auf Gemeinschaftsschulen wechseln?“
Wozu, wenn die Grundschule länger gehen würde? Die schaffen das vier Jahre, aber danach ist das (in Deutschland) ein Ding der Unmöglichkeit?
Oder sind Sie etwa so zynisch anzunehmen, dass am Gymnasien weniger differenziert wird und sich starke Schüler*innen langweilen, weil deren Lehrkräfte keine passenden Angebote machen, während sie von der 10%-Elite des Kaiserreichs träumen? 😉
„Wozu,“
Lesen Sie einfach am auf der website Ihres KM nach, an welcher Schulart Kinder so individuell gefördert werden, dass sie ihr maximales Lern- und Leistungspotential ausschöpfen können.
Mehr als „maximal“ geht ja eigentlich nicht.
Baumschulen, die kümmern sich individuell um das Wachstum.
Sie meinen, Gymnasien kümmern sich nicht um die individuellen Voraussetzungen und Stärken? Dann wären die Kinder wohl besser in der Grundschule aufgehoben – DIE differenzieren schon die ersten vier Jahre 😛
Na, wenn das Kultusministerium behauptet die eigene politische Idee wäre die beste, wer braucht da noch Wissenschaft (augenroll)
„Aber die Politik sagt das so“ ist ein dünnes Argument, meinen Sie nicht?
Kaum Auszudenken, wir würden wissenschaftliche Erkenntnisse umsetzen zum Vorteil ALLER Schüler*innen 😉
Wenn Sie denn Aussagen der Politik und der Bildungswissenschaft zur Schulart Gemeinschaftsschule nicht glauben wollen, kann ich das schon tolerieren.
Gut für Sie, was spricht Ihrer Meinung nach wissenschaftlich (!) gegen eine längere Grundschulzeit?
Sie schreiben über Homepages und übersehen/ vergessen/ vermeiden die wissenschaftlich nachgewiesenen Vorteile einer längeren Grundschlzeit.
IHRE Schülerinnen und Schüler würden profitieren – ungeachtet des Bundeslandes oder der jeweiligen Homepage
Sehen Sie es mir bitte nach, wenn ich Ihre persönliche Meinung nicht als „wissenschaftlichen Nachweis“ dafür gelten lasse, dass Kinder in der 5. und 6- Klasse Grundschule angeblich bessere Lernfortschritte erzielen würden als die Pendants in der 5. und 6. Klasse an Gymnasien.
Dann macht es halt nach der 6ten.
Eine Mitarbeitervertreterin fordert Mehrarbeit für die Berufsgruppe, die sie vertreten will…
Die in Deutschland recht frühe Aufteilung hat im EU-Vergleich überhaupt keinen Beleg dafür erbracht, dass wir dadurch in Sachen Bildung die Nase vorn haben. Zudem gibt die Haushaltslage in Bund und Ländern keinen Grund zum Optimismus dafür, dass aktuell und künftig vordergründig in die Bildung investiert werden wird. Fazit: gemeinsames Lernen aller Schüler bis Klasse 10!
„dass wir dadurch in Sachen Bildung die Nase vorn haben.“
Wenn Sie mit „wir“ die Bundesländer meinen, die weder Sachsen noch Bayern heißen, dann wäre das wohl so.
Mit „wir“ meine ich das aktuelle deutsche Bildungssystem im Vergleich zu anderen EU-Länder… Zwischen Sachsen und Bayern muss man auch noch diffenzieren. Bayern benötigt das G9-Gymnasium, Sachsen lediglich das G8. Die Schüler aus Sachsen sind damit eindeutig schlauer.
„meine ich das aktuelle deutsche Bildungssystem im Vergleich zu anderen EU-Länder“
Ich kenne nur 16-Bundesländer mit 16 Bildungssystemen.
ich weiß auch wie SuS aus Sachsen und Bayern bei IQB im Vergleich zum Schnitt der DE-16 abschneiden und wie die anderen EU-Länder bei PISA im Vergleich zu DE-16 stehen.
„Bayern benötigt das G9-Gymnasium, Sachsen lediglich das G8. „
Müssten nach Ihrer Logik dann 9. Klässer an Gymnasien aus BL mit G8 dann nicht höhere Werte erzielen als die Pendants aus BL mit G9?
Wenn man nicht verstehen will…
Es gibt neben Österreich kein weiteres Land, dass Schüler -so wie bei uns- bereirs nach der 4. Klasse aufteilt. Nur sind weder Deutschland noch Österreich in der Bildung die EU- Spitzenländer… Jetzt verstanden?
Nein.
Da es 16 Bundesländer mit 16 unterschiedlichen Bildungssystemen gibt, die Bildungssystem in den anderen EU-Ländern aber gleich sind, machen eigentlich nur Vergleiche Bundesland zu EU-Land Sinn.
Achja. Ich muss jedes Mal nachschlagen, in wie vielen Bundesländern die Grundschule vier Jahre dauert, bevor ich das Deutsche Schulsystem so bezeichne (augenroll)
Hoffen wir mal, dass Sie niemals alle Schulen über einen Kamm scheren
https://www.news4teachers.de/2026/05/lehrerverband-kritisiert-uebertritt-wir-glauben-nicht-dass-man-zehnjaehrige-kinder-valide-auf-drei-schularten-aufteilen-kann/#comment-803852
Das glaube ich Ihnen sofort.
Ich weiß auswendig in welchen Bundesländern die GS länger als 4 Jahre dauert und wie diese Bundesländer bei den IQB-Tests abschneiden.
Da es in anderen Bundesländern keine Vorteile brachte, im EU-Ausland dagegen Vorteile: WAS lässt Sie annehmen, Bayern würde durch eine längere Zeit an der Grundschule nicht noch besser? 😉
Da Sie ja solche Dinge erst nachschlagen müssen, versuchen Sie mal ein EU-Land zu finden, in dem die PISA_Ergebnisse der jeweiligen Schülergruppen ähnlich weit über dem Schnitt der DE-16 lagen wie die der Pendants in Sachsen und Bayern bei IQB-2024.
Bis dahin wäre das mit den angeblichen Vorteilen eine unbewiesene Behauptung.
Es geht nicht um den Vergleich, sondern die wissenschaftliche Erkenntnis, dass eine längere gemeinsame Zeit an der Grundschule vorteilhaft ist, EGAL wo Ihr Bundesland im Ranking steht.
Oder dachten Sie, die Empfehlung nach sechs Jahren Grundschule beruhe auf dem Ranking?? 😀
„sondern die wissenschaftliche Erkenntnis, dass eine längere gemeinsame Zeit an der Grundschule vorteilhaft ist, „
Wie soll diese pauschale Behauptung zu den wissenschaftlichen Studien passen, dass SuS mit ähnlichem Kompetenzlevel an gymnasialen Schulformen bessere Lernfortschritte erzielen?
Halten Sie bessere Lernforschritte nicht für vorteilhaft?
„Halten Sie bessere Lernforschritte nicht für vorteilhaft“
Was für wissenschaftliche Erkenntnisse haben Sie dazu gefunden, die gegen eine längere gemeinsame Zeit an der Grundschule sprechen?
Wie gesagt, es geht hier ja um eine potenzielle Verbesserung der Leistungen, auch die der Schülerinnen und Schüler in Bayern 😉
In Singapur schneiden die Kids auch gut ab.
Ich weiß wie gut die SuS in Singapur bei PISA-2022 abschnitten.
Ich weiß auch wie sich dort die Stichprobe zusammensetzt und wie sich die Werte der einzelnen Teilgruppen unterscheiden.
Dann spricht es ja Bände, dass sie es dabei belassen, über Ihr Wissen zu sprechen, anstatt eine Aussage dazu zu tätigen 😉
Wobei es mir weiterhin ein Geheimnis bleibt, ob Sie irgendein (wissenschaftliches) Argument dagegen haben, dass Schüler*innen und Schüler in Bayern durch eine längere Grundschulzeit noch besser (!) würden… :/
Ich gönne Ihnen, wenn Sie sich wohl damit fühlen, nicht mal ohne Nachschlagen zu wissen in welchen Bundesländern die GS 4 Jahre dauert.
„Wobei es mir weiterhin ein Geheimnis bleibt,“
Nachdem Sie bisher kein wissenschaftliches Argument vorbringen konnten, warum das denn so sein sollte, macht mir das nichts aus.
Deutschland war mal eine Bildungsnation, mit gegliedertem Schulsystem. Trotz aller Verschlimmbesserungen haben unsere Schüler immer mehr Anschlussprobleme in Ausbildung und Uni.
Woher nehmen Sie dann den Beleg, dass es zielführend ist, alle Schüler – ungeachtet ihrer Potentiale und Leistungen – gemeinsam zu unterrichten?
„Deutschland war mal eine Bildungsnation“ – wann denn?
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Als Heeresgruppen gebildet wurden.
Das eigene Kind auf ein Gymnasium geschickt? Bloss nicht mit den Schmuddelkindern vermengen? Alles klar!
Sie meinen so, wie es von fast allen Politikern (unabhängig von deren „Salon-Rhetorik“), fast allen Menchen mit qualifizierter Ausbildung, kurz: Fast allen Menschen getan wird, die das Wohl ihres Kinder in Zentrum stellen?
Wir kriegen aktuell massenhaft Anmeldungen für Klasse 5 für Kinder, die überhaupt nicht gymnasial-geeignet sind, Begründung der Eltern: Bei uns funktioniert Schule noch und unser soziales Schulklima sei noch „gut“, im Gegensatz zu den anderen Schulformen…
Spannende Vorstellungen haben Sie.
Ich unterrichte selbst seit Jahren an einer Gesamtschule mit Gymnasialer Oberstufe. Dort sehe ich, wie man aufgrund begrenzter Ressourcen eben nicht allen Kindern gerecht werden kann. Und dann wird sich eben meist auf die schwachen Schüler fokussiert und die starken müssen eher sehen, wo sie bleiben.
Wir haben leistungsstarke Schüler, die schnell merken, dass sie eine „ruhige Kugel“ schieben können und die dann eben nicht lernen, ihr Potential auszunutzen.
Wenn Sie sich an den vier gemeinsamen Jahren stören: Niedersachsen hatte früher in Jg5/6 die Orientierungsstufe, in der man zur Unterricht im Klassenverband hatte, aber einige Fächer in äußerer Differenzierung unterrichtet wurden. Was spricht gegen solche Modelle?
Einfach mal schauen wie es in anderen EU-Ländern läuft und ggf. belegen, dass unser Schulsystem demgegenüber so viel besser ist.
Sie sind doch zu dem Fazit gekommen, am Besten sei „gemeinsames Lernen aller Schüler bis Klasse 10“.
Ich habe geschrieben, dass ich das so und mit unseren Ressourcen nicht sinnvoll finde.
Neben Ihrer „Schmuddelkinder“-Unterstellung haben Sie bisher noch keine klare Begründung für Ihre Vorstellung geliefert. Also belegen Sie doch auch bitte, dass ein gemeinsames Beschulen sinnvoll ist, wie Sie sich das konkret vorstellen und dass es mit den derzeitigen Ressourcen erreicht werden kann.
Befassen Sie sich bitte mit dem beigefügten Link und dann recherchieren Sie gern die Schulsysteme der Spitzenreiter. Deutschland ist nicht darunter, sondern liegt da irgendwo im Mittelfeld.
https://share.google/We3DEXhoMz6R36SnR
Das Problem ließe sich auf zwei Arten problemlos lösen:
A) Einheitsschule mit einheitlichen Abschlüssen. Daraus folgen Eignungstests an Hochschulen und Ausbildungsstätten, die sehr viel stärker sieben als das heutige System mit Inhalten, die privat zusätzlich gepaukt werden müssen.
B) Viel stärker siebender Unterricht in der Grundschule, damit ab spätestens Ende Klasse 3 klar ist, welche Schulform maximal drin ist. Die Lehrpläne von ungefähr 1990 sollten dafür reichen, notfalls 1980.
Und was wollen Sie mit den Schülern machen, die Sie aussieben?
Das ist doch wohl eindeutig: Gymnasium, Realschule, Hauptschule. 1980 – 1990 hat das noch funktioniert. Man durfte später immer nach oben oder unten wechseln. Wer in der Schule fleißig und gut war, konnte auch nach der Haupt- und Werkrealschule noch das Abitur machen.
„1980 – 1990 hat das noch funktioniert.“ Hat es? Wir wundern uns immer wieder, wie das ohne Beleg behauptet werden kann.
Schon mal von der Überlebenden-Bias gehört? Gerne hier nachlesen: https://www.anti-bias.eu/biaseffekte/survivorship-bias-verzerrung-zugunsten-der-ueberlebenden/
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Würden Sie bitte erklären, wie Sie den Überlebenden – Bias in Bezug auf ein durchlässiges Schulsystem interpretieren? Ich raffe nicht ganz, was genau Sie damit meinen.
Dass jemand, der ein System erfolgreich durchlaufen hat, dazu neigt, die Erfolgsaussichten dieses Systems zu überschätzen – weil er den Misserfolg ja gar nicht kennt.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Ich bin so ein Beispiel. So ein Landkind eben in einer Zeit, in der alle meine Freundinnen wie selbstverständlich in die Hauptschule gingen. Ich also auch erst Hauptschule, dann Realschule, dann berufliches Gymnasium..Abschluss 1982..
Auf den beruflichen Gymnasien kamen alle von Realschulen oder Hauptschulen, das war ein Aufbaugymnasium von Klasse 11 bis 13.
Ich sehe eben, dass heutzutage die Versetzung 10. In die 11. Klasse von einer Schulform in die andere nicht mehr so einfach möglich wäre, da den Schülern zu viel Unterrichtsstoff fehlt.
Oh Mann, wie weltfremd soll es denn sein? Alles sooooooo schlimm. Survivor können Sie anbringen, wenn uns der Krieg ins Haus steht, ist gar nicht mehr so abwegig. Dann werden so einige Befindlichkeiten ad absurdum geführt werden.
Sie haben offenbar das Phänomen nicht verstanden. Diejenigen, die erfolgreich ein System durchlaufen haben (wie Lehrer durch die Schule), neigen dazu, die Erfolgsaussichten des Systems zu überschätzen – weil sie den Misserfolg darin ja gar nicht kennen. So kann man dann – aus subjektiver Perspektive – Wunderbares über ein angebliches Früher behaupten, das es wahrscheinlich objektiv gar nicht gab, jedenfalls nicht in der Fläche. Praktischerweise wurde die Performance von Bildungssystemen erst seit Timss und PISA empirisch überprüft, sodass sich für die Zeit davor alles behaupten lässt.
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Wie viele SuS, die über einen anderen Weg als das zwölfjährige Gymnasium Abitur gemacht haben, sind denn am Abitur gescheitert? Was waren die Ursachen?
Nein. Eben nicht. Überhaupt nicht! Es hat nicht immer “ funktioniert“. Vor allem nicht in den Grundschulen. Manche Schüler wurden überwiesen in die Sonderschulen, obwohl sie da nicht hin gehörten, zu viele mussten eine Klasse wiederholen, …..
„ Manche Schüler wurden überwiesen in die Sonderschulen, obwohl sie da nicht hin gehörten, zu viele mussten eine Klasse wiederholen, …..“
Belegen Sie bitte, dass die ganz überwiegende Anzahl davon unnötig war.
Danke.
Es ist wirklich auffällig, wenn immer gerade die Migrantenkinder aus den Klassen verschwinden. Wenn man dann nachfragt, heißt es, der/ die ist auf der Sonderschule.
Das ist nicht nur mir aufgefallen, sondern zum Beispiel auch Sprachhilfeeinrichtungen und Beratungslehrern!
Ich habe nicht geschrieben, “ die ganz überwiegende Anzahl“!!! Lesen Sie bitte nach!!
Das starre Übergangsverfahren, wie es früher stattgefunden hat und heute noch in Bayern stattfindet, ist nicht ganz unproblematisch!
Beispiel: Wenn in einer städtischen Schule mit vollen Klassen viele Migrantenkinder sind, muss sich die Schule anpassen, was Lerntempo und Leistungsniveau betrifft. Man kann nicht im großen Stil aussieben.
Wenn zum Beispiel eine kleine Landschule mit kleinen Klassen ein oder zwei Migrantenkinder hat und diese wegen Sprachproblemen in die Sonderschule überweist, dazu den Marvin und die Mia die zweite Klasse wiederholen lässt, dann lässt es sich doch mit den anderen viel leichter lernen.
Man zieht das Lerntempo an, es bildet sich ein neuer Durchschnitt, diejenigen, die man auf die Hauptschule überweist, machen später im Nachgang die mittlere Reife, die Realschüler das Abitur.
„Warum einfach, wenn es auch umständlich geht?“
Es gibt auch Kinder, die auf die Förderschule abgeschoben werden (sollen), zum Beispiel wegen chronischen Erkrankungen, und später die mittlere Reife schaffen oder auch das Abitur. Der IQ und auch die schulischen Leistungen sind nicht statisch , sondern gerade bei chronisch kranken Kindern, ( zum Beispiel Asthma), sehr schwankend.
Ganze zehn Jahre? Ich würde mutmaßen, da gab es ein paar Kinderkrankheiten im System, wenn es danach nicht mehr reichte, vielleicht sogar aus der Zeit zu fallen drohte? 😉
Es geht ja hauptsächlich um Gymnasium oder nicht. Da kann man sieben. Die vollständige schriftliche Division könnte dafür schon reichen.
Es geht nicht immer um Gymnasium oder nicht. Es gibt viele Regionen mit Hauptschulen. Da sieht es schon wieder ganz anders aus mit dem Sieben. Un dann schon in den untersten Grundschulklassen. Wiederholungen, oder Förderschule, das sind immer noch die Klassiker in diesen Regionen. Vor allem Migrantenkinder betrifft es, obwohl es wenig gibt in diesen Regionen.
Ich widerspreche, weil der Anteil der Schüler auf den Gymnasien immer weiter steigt, die anderen Schulformen insbesondere auf dem Land zu einer neuen Schulform zusammengelegt wurden und (leider) als „Resteschulen“ gebrandmarkt sind.
Wenn heute der Anteil der Schüler auf den Gymnasien immer weiter steigt, weil möglicherweise manche Eltern die Leistungsfähigkeit ihrer Kinder überschätzen, heißt das noch lange nicht, dass mit den verbindlichen Übergangsverfahren alles „gut“ war bzw. in Bayern immer noch ist.
Was für ein „hoher Druck“ liegt eigentlich auf Familien, in denen das Kind eine Real- oder Hauptschulempfehlung hat und das in der Grundschule nur mittelmäßig mitkommt, das Hausaufgaben nicht ordentlich weitgehend alleine anfertigt und auf jede Arbeit richtig viel lernen muss, um eine 3 oder besser zu schaffen?
Ich erlebe alle Elternhäuser entspannt, die ihre Kinder auf die entwicklungsentsprechende und empfohlene weiterführende Schule gehen lassen.
Erfahrungsgemäß sind die Kinder an den empfohlenen Schulen zumindest zunächst gut aufgehoben. Was es meiner Meinung nach immer geben muss ist die Möglichkeit, zum Halbjahr oder am Schuljahresende die Schule zu wechseln und gegebenenfalls die Klasse an der nächsthöheren Schulart zu wiederholen.
Was ich kontraproduktiv finde, sind Aussagen, die nahelegen, dass die Einstufung in eine von drei Schularten nach der vierten Klasse in Beton gegossen und unveränderbar sei und deshalb falsch sei.
Ich erlebe erstaunlich viele junge Menschen, die ihr Abitur erreichen, obwohl sie nach der vierten Klasse nicht direkt auf das Gymnasium gegangen sind.
Das gibt es auch, was Sie hier schreiben, aber es ist nicht überall so! Nicht jede Grundschule, nicht jedes Einzugsgebiet ist gleich. Grundschulen arbeiten verschieden! Es hängt von vielen Faktoren ab.
„Ich erlebe alle Elternhäuser entspannt, die ihre Kinder auf die entwicklungsentsprechende und empfohlene weiterführende Schule gehen lassen.“
Dann gibt es bei Ihnen keinen Druck – Glückwunsch 🙂
Auf das ganze Land lässt sich Ihre Beobachtung offensichtlich nicht übertragen
“Ich erlebe alle Elternhäuser entspannt, die ihre Kinder auf die entwicklungsentsprechende und empfohlene weiterführende Schule gehen lassen.”
Dann gibt es bei Ihnen keinen Druck – Glückwunsch
So kenne ich das auch.
Doch: „Druck“ gibt es schon, nur sind diese Kinder durch ihre Eignung insgesamt den Anforderungen gewachsen und haben frühzeitig gelernt, damit umzugehen.
„nur sind diese Kinder durch ihre Eignung insgesamt den Anforderungen gewachsen und haben frühzeitig gelernt, damit umzugehen.“
Alles Einzelkinder, die es selbstständig lernten?
Respekt! Entspricht aber weder dem Durchschnitt der Kinder, noch den im deutschen Bildungssystem gewünschten Maß an „Eigenverantwortung“ der Familien.
„Geeignete“ Kinder nicht zu fördern, weil deren Familien es nicht vermögen, haben wir uns über viele Jahrzehnte leisten können (siehe Schulabbrecher*innen), aber diese Selbstgerechtigkeit ist wirtschaftlich nicht mehr drin.
Leider wird das, was Sie erkennen, ignoriert und negiert. Es wissen fast nur die Betroffenen selbst. Und sie schweigen, weil sie merken, dass sie nicht verstanden werden.
Deprimierend, wenn dem so ist und die Fachleute in diesem Forum es anders sehen…
„(siehe Schulabbrecher*innen), „
In welchen Bundesländern die Quoten der Schulabgänger*innen ohne ESA besonders hoch sind ist in der Tat kein Geheimnis.
Wie dort das Sekundarschulsystem aufgebaut ist, kann man auch leicht herausfinden.
Es gibt Vergleich, die nichts taugen. Wenn doch schulische Bildungserfolge sehr stark mit dem sozialindes korrelieren, warum vergleicht man dan nicht Regionen mit entsprechenden sozio-ökonomischen Gegebenheiten?
Das müssen Sie die jeweiligen Statistiker, Politiker, Medien usw. fragen.
Bei PISA oder IQB scheint es weder Bildungsexperten noch Journalisten zu interessieren wie sich die Stichproben zusammensetzen oder wie die einzelnen Teilgruppen abgeschnitten haben etc.
Die Informationen dazu ließen sich ja in den jeweiligen Berichten der OECD oder IQB nachlesen.
Gibt allerdings auch Foristen hier, die solche Daten anzweifeln, wenn sie nicht dem eigenen Erwartungshorizont entsprechen.
Äpfel und Birnen …
Aha. Ändert nicht wirklich etwas am Handlungsbedarf für diese Schüler*innen, oder?
Oder wollten Sie sich dafür aussprechen, Bildungsarmut anzugehen? Dann bin ich ganz bei Ihnen 🙂
„Dann bin ich ganz bei Ihnen„
Ich nicht.
Ich halte nichts von der Theorie man müsste nur nach BL suchen wo es besonders schlecht läuft, dann deren Maßnahmen kopieren und darauf hoffen, dass die dann positive Effekte zeigen würden.
Das spricht für die Durchlässigkeit und die Flexibilität unseres Schulsystems, das hier immer wieder niedergemacht wird. Hauotschüler, die über die FOS, FOS 13 zur allg. Hochschulreife kommen und alles studieren können, sind keine Seltenheit, allerdings muss auch der Wille und das Engagement vorhanden sein. Das wird aber in unserer heutigen Zeit offenbar nicht mehr vorausgesetzt. Wenn ein Schüler nicht weiterkommt, ist immer das System oder der Lehrer schuld. Man hat es so satt.
Und ich erlebe aktuell im Bekanntenkreis junge Menschen, die MIT einer Gymnasialempfehlung auf ein GYM gegangen und dort im Laufe der Jahre gescheitert sind. Wenn man in der GS nach Klasse 4 top gewesen ist, dann bedeutet das nicht, dass es auf dem Gymnasium in Klasse 9 noch genauso ist. Man darf hinterfragen, wie viele Schüler anderswo MIT einer Empfehlung das gleiche traurige Schicksal erfahren haben. Vielleicht hilft da die KI bei der Recherche.
Warum sollten dann Bundesländer mit dem geringsten Anteil 9. Klässer an Gymnasien, die nicht mal die Regelstandards für den MSA schaffen, auf die gleichen Verteilungsmaßnahmen wechseln wie in Bundesländern, in denen diese Anteile drei- bis viermal höher sind?
Weil diese nachweislich von einer längeren gemeinsamen Grundschulzeit profitieren? Oder spricht etwas dagegen, dass sie noch besser werden könnten? 😉
„Weil diese nachweislich von einer längeren gemeinsamen Grundschulzeit profitieren? „
Diese unbelegte Behauptung steht im Widerspruch zu den Studien, die bei Kindern mit ähnlichem Kompetenzlevel an Gymnasien höhere Lernzuwächse gemessen haben.
Sie schreiben doch immer man soll auf die Wissenschaft hören, gilt das dann für Sie selber nicht?
Wenn Sie diese Studien verlinken, wäre ich sehr dankbar
Wozu?
Wäre ja nutzlos, da Sie von mir genante Quellen ja eh nicht lesen, wenn was drinstehen könnte, was Ihnen nicht gefallen würde.
https://www.news4teachers.de/2026/02/zum-nichtstun-verdammt-ukrainer-von-dobrindts-streichungen-besonders-betroffen/#comment-782795
Übrigens wäre eine dieser Quellen auch hier auf n4t ganz leicht zu finden, da erst kürzlich darüber berichtet wurde.
Es gibt keinen Beleg dafür, dass das in Deutschland praktizierte frühzeitige Aufteilen/Aussieben der Schüler zu einem Spitzenplatz im Bildungsniveau in Europa führt. Im Gegenteil, siehe
https://share.google/We3DEXhoMz6R36SnR
Viele Spitzenreiter haben einen starken Dienstleistungs-Bereich und Wissensökonomie, gerade im Finanz- oder Pharmabereich kommt man ohne akademischen Abschluss nicht aus. Menschen aus dem Ausland mit abgeschlossenem Hochschulstudium wandern dort bevorzugt ein.
Außerdem haben viele dieser Länder kaum ein klassischen Ausbildungssystem, sondern man lernt über einen Hochschulabschluss (meist Bachelor). Bspw. hat man häufig studierte Erzieher oder Krankenpfleger, die bei uns eben nicht zu den Akademikern gehören. – Damit verzerren sich Statistiken.
Hier mal ein paar Aussagen dazu:
Quelle:
https://aixformation.de/bildungsniveau-in-deutschland-im-europaeischen-vergleich/
Deutschland ist nicht Spitzenreiter.
Deutschland ist mit seinem Schulsystem nirgendwo Spitzenreiter. Es lohnt sich zu recherchieren wie das Schulsystem der ausgewiesenen Spitzreiter aussieht. An den Besten und nicht am Mittelmass orientieren, macht man doch im Leben auch so.
Das habe ich auch an keiner Stelle behauptet, sondern mich auf die Spitzenreiter aus Ihrem Link bezogen.
Ihre Vorstellung zur Übernahme eines Rezeptes ist m.E. zu einfach. Wenn es bspw. in vielen Ländern, die Spitzenreiter sind, eine Schuluniform gibt, wird das Einführen einer Schuluniform nicht zu Verbesserungen führen.
Weltweite Spitzenreiter sind bspw. Singapur und Japan. Aspekte wie Migration spielen dort sicher eine Bedeutung.
Aber übernehmen Sie doch einfach mal Rezepte von dort: Ganz klare Regeln, Kinder putzen ihre Schulen, ordentlich Druck und Paukschulen am Nachmittag/Abend. Meinen Sie, wir bekommen das in Deutschland durch?
Und wollen wir das genau so?
Also Mittelmass mit einem nichtbewährten Gymnasislsystem? Wenn ca. die Hälfte der Schüler aus der GS aufs Gymnasium wechseln, dann ist das System zumindest sehr kritisch zu hinterfragen… Eliten wachsen dadurch nicht.
„Aspekte wie Migration spielen dort sicher eine Bedeutung.“
Nur in Singapur, denn dort schnitt die Gruppe der Migranten bei PISA-2022 30 Pkt besser ab als die der Einheimsichen.
In Japan hatte das keine Bedeutung, weil die PISA-Stichprobe zu über 99% aus Sus ohne Migrationshintergrund bestand.
Migration spielt in Deutschland und in Bayern keine Rolle? Schreiben Sie das gerne dem Markus 😉
Was für eine seltsame Frage.
Wenn Sie Schwierigkeiten haben den Post zu verstehen, auf den ich geantwortet habe , können Sie den Autor ja bitten es Ihnen in einfacher Sprache nochmal zu erklären.
Es gibt aber auch keinen Beleg dafür, dass es Bundesländer mit mehrgliedrigem Schulsystem bei PISA nicht in die Weltspitze schaffen können.
Dass es geht wurde solange es PISA-E gab mehrfach bewiesen.
https://www.spiegel.de/lebenundlernen/schule/pisa-laendervergleich-bayern-ist-der-musterschueler-a-365096.html
https://www.sueddeutsche.de/karriere/schulstudie-bayern-ist-deutscher-pisa-sieger-1.545951
Ältere KuK werden sich vielleicht noch erinnern:
Leider wurde in Hessen (über andere BL weiß ich nicht Bescheid) vor etwa 35 Jahren ein, (aus meiner Sicht!) geniales System abgeschafft, ausgeblutet.
Nämlich die sog. Förderstufe (= nur Klasse 5 +6)
In den Gymnasien gab es keinen 5. + 6. Jahrgang, Es begann mit dem 7. Schuljahr!
Die Förderstufe besuchten ALLE Kinder nach der 4. Klasse gemeinsam. Dann wurde im Verlauf des 5. Schulj. (2. Hj.) Einstufungen ( nur in Englisch), vorgenommen (A- B- C- Kurs)
A= Gym / B = Real / C = Hauptschule)
Für die Englisch – A- Kurse- kamen abgeordnete KuK der örtlichen Gymnasien an unsere Schule, die (auf Wunsch!) auch eine Klassenleitung bei uns übernehmen konnten. Im weiteren Verlauf der 5. +6. Klasse waren Auf- und Abstiege zum nächsten Kurs möglich!
Zeigte sich z. B. ein Kind im B-/ C- Kurs mit sich steigernden Leistungen, dann wurde der Besuch eines sog. „Liftkurses“ empfohlen, damit ein Aufstieg in den A- / B- Kurs möglich wurde.
Verschlechterte sich ein Kind im A- /oder B- Kurs, wurde ihm ebenfalls ein Förderkurs angeboten, damit das Niveau gehalten / verbessert werden konnte.
Diese Förderkurse kamen selbstverständlich für die Kinder „on Top“ und waren i. d. R. ausgesprochen zielführend.
Am Ende der 6. Klasse wurde von der Schule entschieden.
Die Rückläufe vom Gym. zur Realschule beliefen sich auf fast gleich „Null“!
In den 12 Jahren, die ich an dieser Schule unterrichtet habe, sind mir vielleicht insgesamt 10 – 12 Jugendliche, so ab Klasse 9, die „zurückkamen“, untergekommen.
Darüber wurde auch immer im Kollegium gesprochen und diskutiert, weil es sich bei diesen Rückläufen nicht um ungeeignete Gym – SuS, sondern meist um „Faulpelze“ gehandelt hat.
Dafür brauchte man Personal, was es damals gab, was man dann „weg“-gespart hat. 🙁
Daneben wurde seinerzeit extrem für die Einführung der Integrierten Gesamtschulen getrommelt, die die Welt retten sollten…
Ach ja! Das liebe Geld 🙁
Nach meiner Erfahrung ist eine generelle Förderstufe/Orientierungsstufe für alle 5./6.Klässer ideal. Mathe, Englisch und Deutsch sind „verkurst“, aber sehr durchlässig auf ihren Niveaus. Da konnte manch ein Schüler entweder noch etwas herausholen oder es war recht eindeutig, dass er/sie/es in der H/R gut mitkommen würde.