Start Aus den Verbänden DGB fordert milliardenschwere Bildungsoffensive: „Intrinsische Motivation und Empathie des Personals werden missbraucht“

DGB fordert milliardenschwere Bildungsoffensive: „Intrinsische Motivation und Empathie des Personals werden missbraucht“

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BERLIN. Der Deutsche Gewerkschaftsbund verlangt einen grundlegenden Kurswechsel in der Bildungspolitik. Auf seinem Bundeskongress in Berlin verabschiedete der DGB einen umfangreichen Beschluss, der von der Kita bis zur Weiterbildung deutlich höhere Investitionen, mehr Personal, bessere Arbeitsbedingungen und tiefgreifende Strukturreformen fordert. Dazu kommt die Forderung, das Kooperationsverbot zwischen Bund und Ländern im Bildungsbereich abzuschaffen. Der Gewerkschaftsbund verbindet damit den Anspruch, Bildungspolitik künftig bundesweit verbindlicher zu steuern – und finanziell neu abzusichern.

Vom Bundeskongress für vier weitere Jahre im Amt bestätigt: Yasmin Fahimi, Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes. Foto: DGB / Benno Kraehahn

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat auf seinem 23. Ordentlichen Bundeskongress in dieser Woche einen umfassenden bildungspolitischen Leitantrag beschlossen und Bund, Länder sowie Kommunen zu einer „grundlegenden Bildungsoffensive“ aufgefordert. Der DGB begründet seine Forderungen („Bildung gerechter machen! Priorität für ein besseres Bildungssystem“) mit erheblichen Defiziten im Bildungssystem. In der begleitenden Pressemitteilung verweist der Gewerkschaftsbund auf einen Sanierungsstau von mehr als 220 Milliarden Euro allein bei Schulen, Kitas und Hochschulen. Zugleich hätten inzwischen 2,7 Millionen junge Menschen keinen Berufsabschluss.

Die stellvertretende DGB-Vorsitzende Elke Hannack erklärte: „Das Aufstiegsversprechen durch Bildung gilt in Deutschland längst nicht für alle Menschen gleichermaßen.“ Bildungschancen dürften „nicht vom Elternhaus, vom Wohnort oder vom Einkommen abhängen“. Gute Bildung sei „die Grundlage für demokratische Teilhabe, gesellschaftlichen Zusammenhalt und eine starke Wirtschaft“.

„Es ist höchste Zeit, dass Worten auch Taten folgen. Bund, Länder und Kommunen müssen Bildung zur Priorität machen.“

Im Beschlusstext beschreibt der DGB soziale Ungleichheit als weiterhin prägend für das deutsche Bildungssystem. Menschen aus Haushalten mit geringem Einkommen oder ohne akademischen Hintergrund erreichten seltener höhere Bildungsabschlüsse. Deshalb dürften Bildungschancen „nicht vom Elternhaus, vom Wohnort, vom Geschlecht, vom Pass, der individuellen Leistungsfähigkeit oder von einer Beeinträchtigung abhängen“.

Besonders deutlich wird der Antrag bei der Finanzierung der Bildungsinfrastruktur. Der DGB verweist auf einen Investitionsbedarf von rund 68 Milliarden Euro bei Schulgebäuden, mehr als zwölf Milliarden Euro bei Kitas und etwa 140 Milliarden Euro im Hochschulbereich. Zusätzlich nennt der Beschluss erhebliche Investitionsbedarfe bei Einrichtungen der Jugend- und Erwachsenenbildung, der Kinder- und Jugendhilfe sowie der beruflichen Bildung.

Die Gewerkschaften fordern deshalb, Mittel aus dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität ausdrücklich auch für Bildungsinvestitionen einzusetzen. Die Mittel müssten „zusätzlich für den Ausbau, die Modernisierung und Transformation der Bildungsinfrastruktur eingesetzt“ werden.

„Das Kooperationsverbot im Grundgesetz verhindert zielgerichtete Bildungspolitik und muss abgeschafft werden“

Zentral ist für den DGB außerdem eine Neuordnung des Bildungsföderalismus. Das im Grundgesetz verankerte Kooperationsverbot zwischen Bund und Ländern verhindere „zielgerichtete Bildungspolitik“ und müsse abgeschafft werden. Stattdessen fordert der DGB „eine Verpflichtung zur Zusammenarbeit“, um die Leistungsfähigkeit des Bildungssystems sicherzustellen.

Der Beschluss greift nahezu alle Bildungsbereiche auf. Für die frühkindliche Bildung verlangt der DGB einen weiteren Ausbau qualitativ hochwertiger Kita-Plätze und verweist darauf, dass trotz Rechtsanspruchs weiterhin „mehrere 100.000 Kita-Plätze“ fehlten. Gleichzeitig beschreibt der Antrag regionale Ungleichgewichte: Während in Westdeutschland Plätze fehlten, seien in ostdeutschen Ländern Beschäftigte teilweise von Entlassungen bedroht oder Einrichtungen müssten schließen.

Mit Blick auf Schulen fordert der DGB eine stärkere sozialindexbasierte Verteilung von Ressourcen sowie eine Ausweitung des Startchancen-Programms auf weitere allgemeinbildende und berufliche Schulen. Schulen müssten „soziale, interkulturelle, diversitätsoffene und inklusive Lernorte“ sein.

Auch der Hochschulbereich nimmt breiten Raum ein. Der DGB kritisiert, dass der starke Anstieg der Studierendenzahlen nicht durch einen ausreichenden Ausbau der sozialen Infrastruktur begleitet worden sei. Gefordert werden höhere Investitionen in Wohnheime, Mensen und Beratungsangebote sowie eine „schnelle und umfassende Reform“ des BAföG mit automatischem Inflationsausgleich. Zudem spricht sich der Gewerkschaftsbund gegen Zugangsbeschränkungen durch den Numerus clausus aus.

In der beruflichen Bildung fordert der DGB eine bundesweite Ausbildungsgarantie mit vollqualifizierendem Anspruch sowie eine Ausbildungsumlage für Betriebe. Jugendberufsagenturen müssten personell und finanziell gestärkt werden. Außerdem verlangt der DGB ein „Aktionsprogramm für Menschen ohne Berufsabschluss“, nachdem die Zahl erwachsener Menschen ohne Berufsabschluss in den vergangenen Jahren weiter gestiegen sei.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Weiterbildung. Der DGB will den Weiterbildungsbereich „als vierte Säule des Bildungssystems verankern“. Beschäftigte müssten verlässliche Zeitansprüche für Weiterbildung erhalten und finanziell besser abgesichert werden. Vorgeschlagen werden unter anderem eine Bildungs(teil)zeit sowie Reformen beim Aufstiegs-BAföG.

Breiten Raum nimmt im Antrag auch die Digitalisierung ein. Der DGB fordert eine Verstetigung des Digitalpakts Schule mindestens auf bisherigem Niveau sowie einen zusätzlichen „Digitalpakt Weiterbildung“. Zugleich warnt der Gewerkschaftsbund davor, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz primär unter Effizienzgesichtspunkten einzusetzen. „Bildung ist ein sozialer Prozess“, heißt es im Antrag. Digitale Lernumgebungen und KI könnten pädagogische Fachkräfte „unterstützen, echte pädagogische Fach- und Lehrkräfte aber nicht ersetzen“.

Der Beschluss verbindet diese Debatte ausdrücklich mit Datenschutz, Mitbestimmung und öffentlicher Kontrolle digitaler Bildungsangebote. Bildungseinrichtungen dürften nicht in Abhängigkeit privater Unternehmen geraten. Deshalb brauche es mehr öffentlich entwickelte Infrastruktur und eine staatliche Zertifizierung privater Angebote.

Der DGB kritisiert die Belastungssituation im Bildungswesen scharf. „Noch viel zu häufig missbrauchen Bildungseinrichtungen die intrinsische Motivation und Empathie des Bildungs- und Betreuungspersonals, ohne den Risiken beispielsweise für deren mentale Gesundheit durch Überlastung adäquat zu begegnen“, heißt es in dem Beschluss. Deshalb seien „in allen Bildungsbereichen attraktive, existenzsichernde und tarifgebundene Arbeitsverhältnisse mit fairer Bezahlung und echter Mitbestimmung erforderlich“.

„Angesichts der demografischen Entwicklung kann es sich unsere Gesellschaft nicht länger leisten, fast drei Millionen junge Menschen ohne Berufsabschluss zurückzulassen“

Besonders kritisch äußert sich der DGB zum Arbeits- und Gesundheitsschutz. „Die meisten Arbeitgeber setzen die Gefährdungsbeurteilung zur Prävention und zur Reduktion psychischer sowie physischer Belastungen entweder gar nicht oder nicht konsequent um. Bei Überlastung ergreifen sie oft keine adäquaten Maßnahmen.“ Daraus leitet der DGB „dringenden Handlungsbedarf“ ab.

Beim Fachkräftemangel in Kitas lehnt der Gewerkschaftsbund eine Absenkung der Standards ausdrücklich ab. „Eine Absenkung des Qualifikationsniveaus der pädagogischen Fachkräfte unter das Niveau 6 des Deutschen Qualifikationsrahmens lehnen wir ab“, heißt es im Antrag. Stattdessen fordert der DGB „eine Ausweitung der beitragsfreien, vergüteten Erzieher*innen-Weiterbildung sowie die Entwicklung eines kohärenten Fort- und Weiterbildungssystems unter Einbeziehung der Sozialpartner“.

Den Lehrkräftemangel bezeichnet der Beschluss als „dramatisch“. Um ihm entgegenzuwirken, brauche es „bessere Arbeitsbedingungen im Lehramt sowie eine gute Bezahlung“. Der DGB fordert außerdem: „Die Zahl der Plätze für das Lehramtsstudium muss erhöht und Studienbeschränkungen (NC) abgeschafft werden.“ Quer- und Seiteneinsteiger*innen müssten einen „Anspruch auf Nachqualifizierung“ erhalten; Ziel müsse es sein, „eine Gleichwertigkeit zu regulär ausgebildeten Lehrkräften herzustellen – auch bei der Eingruppierung“.

Fazit der Gewerkschafter:

  • „Es ist höchste Zeit, dass Worten auch Taten folgen. Bund, Länder und Kommunen müssen Bildung zur Priorität machen.“
  • „Das Kooperationsverbot im Grundgesetz verhindert zielgerichtete Bildungspolitik und muss abgeschafft werden.“
  • Und: „Angesichts der demografischen Entwicklung kann es sich unsere Gesellschaft nicht länger leisten, fast drei Millionen junge Menschen ohne Berufsabschluss zurückzulassen.“

Hier lässt sich der vollständige Antrag herunterladen. 

DGB-Chefin Fahimi zur Bildung: „Von echter Chancengleichheit sind wir meilenweit entfernt. Es ist eine schreiende Ungerechtigkeit”

 

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36 Kommentare
ed840
27 Tage zuvor

nicht länger leisten, fast drei Millionen junge Menschen ohne Berufsabschluss zurückzulassen.“

Da würde ich zustimmen.

Wobei unter Bildungsexperten Bundesländer mit besonders niedrigem Prozentanteil junger Menschen ohne SEK-II-Abschluss meist als besonders ungerecht eingestuft werden, BL in denen der Prozentsatz besonders hoch ist aber als besonders gerecht.

Palim
27 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Woran machen Sie das fest?

Und warum verknüpfen Sie Ihre Aussage zum SekII-Abschluss mit einer einzelnen Aussage aus dem Artikel zu Berufsabschlüssen?

ed840
27 Tage zuvor
Antwortet  Palim

Weil z.B. Bayern und Sachsen die Bundesländer mit dem mit Abstand niedrigsten Prozentanteil junger Menschen ohne SEK-II-Abschluss sind, aber in der IFO-Studie zur Bildungsgerechtigkeit die beiden letzten Plätze belegen.

Dafür liegen bei IFO dann Bundesländer wie Berlin und RLP an der Spitze, in denen diese Quoten aber wesentlich höher als der Bundesschnitt sind.

Rainer Zufall
26 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Das klingt dann nach einer anderen Baustelle, nicht dass ich Ihnen eine Ausweichdiskussion unterstellen würde 😉

Wenn es Bayern wenig/ nicht betrifft, freut mich das aufrichtig. Damit ist aber nicht den Betroffenen im Artikel geholfen.

ed840
26 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Stimmt. De jungen Menschen außerhalb Bayerns und Sachsens ist nicht damit geholfen.

Rainer Zufall
26 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Na dann schreiben Sie doch etwas zum Artikel und nicht über Bundesländer/ Personen, die Ihrer Meinung nach nicht betroffen sind 😉

ed840
27 Tage zuvor
Antwortet  Palim

„warum verknüpfen Sie Ihre Aussage zum SekII-Abschluss mit einer einzelnen Aussage aus dem Artikel zu Berufsabschlüssen?“

Ohne SEK-II-Abschluss hat man weder eine Berufsausbildung noch ein Studium abgeschlossen.

Da sind genau die jungen Menschen, um die es im letzten Satz des Artikels geht.

Palim
26 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Nein,
ein SekII-Abschluss ist Abitur oder Fachabitur. Damit hat man weder einen Beruf noch ein Studium abgeschlossen.

Man kann aber einen Beruf erlernen, ohne dabei den SekII-Abschluss zu erhalten.
Alternativ kann man nach dem Berufsabschluss den SekII-Abschluss ablegen, dazu gibt es in den BL verschiedene Modelle.

Menschen ohne Berufsabschluss sind also nicht Menschen ohne SekII-Abschluss.

ed840
25 Tage zuvor
Antwortet  Palim

ein SekII-Abschluss ist Abitur oder Fachabitur. „

Nach meinen Informationen gehört die duale Berufsausbildung in DE zum Sekundarbereich II.

Der Abschluss einer Berufsausbildung mit mind. 3 Jahren Dauer entspricht DQR/EQR-Niveaustufe 4.

Haben Sie andere Informationen?

dickebank
26 Tage zuvor
Antwortet  Palim

Berufliche Schulen sind Schulen der SekII.

Rainer Zufall
26 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Ich glaube, dass ist den fast drei Millionen Menschen ziemlich gleich, meinen Sie nicht?

ed840
26 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Ich glaube in der Tat, dass es um jungen Menschen ohne beruflichen Abschluss geht , aber z.B. keine Personen mit abgebrochenem Studium dabei sind. Was schätzen Sie?

Thomas
27 Tage zuvor

Digitale Lernumgebung ist das Stichwort. Jeder benötigt ein tablet. Das alte Spiel 30 in einem Raum und Tür zu ist vorbei. Das gleiche in Großraumbüros.
Es geht digitaler. Es muss nicht an 5 Tagen alles vor Ort stattfinden. Lernumgebungen werden auch aufgegriffen, auch digitale Lernumgebungen und Homeoffice.
70 % der Jobs im Land haben heute Homeofficeanteile! WOW

Tom
27 Tage zuvor
Antwortet  Thomas

Auf jeden, macht die Schule endlich mal digitaler und tablet Unterricht Einführung.
Das System quasi neu adaptieren und online Unterricht integrieren.
Alle haben Homeoffice 😀

dickebank
27 Tage zuvor
Antwortet  Tom

Digitale Schule >>> binäre Code:
1 = ich geh hin;
0 = ich geh nicht hin

PetraOWL
27 Tage zuvor
Antwortet  Tom

jenaauuuu und Gruß aus dem Lipperland (NRW) NordOst

tozitna
27 Tage zuvor
Antwortet  Tom

Aha: Krankenpfleger? Erzieherinnen? Einzelhandel? Hotel- und Gastronomiebeschäftige?
Sucht euch doch einen Homeoffice-Job, Schule jedenfalls benötigt Menschen, die mit Menschen VOR ORT UND FACE-TO-FACE arbeiten wollen.

Pit2020
27 Tage zuvor
Antwortet  Tom

@Tom

„Alle haben Homeoffice “

Na klar, alle = z.B. Polizei, Feuerwehr, Bus- und Bahnfahrer, Piloten (besonders für Urlaubsflieger!), Verkäufer und Kassierer, Klinikpersonal (von Pflegern bis zu Ärzten) – dabei besonders das Personal für Notfall-OPs, …
Ach ja, fast hätte ich Pseudo-Clowns und Bots vergessen – sorry „Tom“, „Thomas“ & „Freunde“.

DerechteNorden
26 Tage zuvor
Antwortet  Tom

Genau, das lief im Kontext Schule ja schon während der Corona-Pandemie richtig super. Nicht.

Mannkannesnichtfassen
26 Tage zuvor
Antwortet  Tom

Was solcher Unterricht anrichten kann, tritt in Ihrem Beitrag erschreckend zutage.

Maybe
27 Tage zuvor
Antwortet  Thomas

Wo haben Sie bloß die 70 % her.

[*Graphik]
„Was ist denn nun mit Homeoffice und hybrider Arbeit?
Topaktuell hat sich dazu das Jobs-Netzwerk XING im Future Work Report 2025 geäußert zur Frage „Wo arbeiten wir in Zukunft?“. Die im Future Work Report 2025 aufgeführten Trend-Thesen wurden von Trendexperten erarbeitet. Zusätzlich wurden 732 Mitglieder des Jobs-Netzwerks XING bzw. 111 Recruiter:innen und HR-Verantwortliche aus dem XING-Netzwerk befragt.

Future Work Report 2025 – Zukunft hybride Arbeit
Future Work Report 2025 – Zukunft hybride Arbeit
Rund 48% der Befragten gehen davon aus, dass es in 10-15 Jahren vor allem flexible, hybride Arbeitsmodelle geben wird, bei denen Mitarbeitende den Arbeitsort frei und nach Bedarf wählen können. Etwa 20% waren deutlich pessimistischer und sehen den Back-to-Office-Trend weiter als vorherrschendes Arbeitsmodell.

Und erstaunliche in Summe 27 Prozent sehen Remote Work und Homeoffice als neuen Standard an, wo die Büros im Unternehmen je nach Bedarf zusätzlich genutzt werden.“ meint persoblogger*

Es wäre auch nur normal und auch an Schulen wünschenswert, wenn der Digitalanteil dem Lernen an sich dient, so wie ihn viele Firmen auf den Nutzfaktor zurückfahren.

Lieber @ Thomas, wo ist eigentlich Peti abgeblieben ? Hat sicher nach dem Regen viel Arbeit auf der Blumenterasse – das kann man leider nicht im home Office erledigen.

Sepp
26 Tage zuvor
Antwortet  Thomas

Selbstorganisiertes Lernen ist für Schüler deutlich schwieriger als angeleitetes Lernen, gerade schwächere Schüler verlieren Sie dabei und besonders für Jungen scheint das weniger gut zu funktionieren. Auch Hattie sagt, dass solche Lernformen deutlich schwächer als bspw. Direkte Instruktion sind. – Also was ist Ihr pädagogischer Gedanke dabei?

Zumindest 2024 waren 24% aller Erwerbstätigen in Deutschland im Homeoffice, davon nur 13% mindestens die Hälfte der Arbeitszeit.
https://www.destatis.de/DE/Themen/Arbeit/Arbeitsmarkt/Qualitaet-Arbeit/Dimension-3/home-office.html

Mit den 70% reden Sie es sich schön. Aber selbst wenn, Kinder sind keine Erwachsenen, sie können ihre Lernprozesse (noch) nicht so gut selbst steuern. Also was bringt hier das Argument zum Homeoffice?

ed840
26 Tage zuvor
Antwortet  Sepp

besonders für Jungen scheint das weniger gut zu funktionieren.

Erscheint plausibrl z.B. wenn man bei PISA die geschlechtsbezogenen Disparitäten in Ländern wie Schweden, Finnland, Norwegen etc, betrachtet , die ja noch deutlich höher sind als in DE. Vor allem auch beim Lesen.

Die zweite Gruppe wären dann SuS mit Migrationshintergrund, auch die liegen in FIN, SWE etc. deutlich weiter zurück als in den DE-16.

dickebank
26 Tage zuvor
Antwortet  ed840

Saublöd für weibliche Migranten in diesen Ländern

ed840
25 Tage zuvor
Antwortet  dickebank

Das mag sein, aber dann zumindest noch weniger blöd als für männliche Migranten.

potschemutschka
27 Tage zuvor

 „Noch viel zu häufig missbrauchen Bildungseinrichtungen die intrinsische Motivation und Empathie des Bildungs- und Betreuungspersonals, ohne den Risiken beispielsweise für deren mentale Gesundheit durch Überlastung adäquat zu begegnen“

Warum muss ich da an „Aber die Kinder können doch nichts dafür!“ und an „leuchtende Kinderaugen“ als Bonus denken?

Realist
27 Tage zuvor

Zugleich hätten inzwischen 2,7 Millionen junge Menschen keinen Berufsabschluss.“

Tja, wenn man die Deutsch-Förderkurse streicht, wird die Situation bestimmt nicht besser.

ed840
26 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Das könnte vermutlich so kommen.

Es gibt aber auch Bundesländer mit niedrigem Anteil an SuS mit Migrationshintergrund, in denen die Quoten ohne ESA und ohne Berufsausbildung besonders hoch sind, aber auch BL mit hohem Anteil an SuS mit Migrationshintergrund, in denen diese Quoten besonders niedrig sind.

Realist
27 Tage zuvor

bessere Arbeitsbedingungen im Lehramt sowie eine gute Bezahlung“

Da man mittlerweile als Lehrkraft zwei Jobs gleichzeitig macht (Lehrer und Sozialarbeiter) wäre eine Verdoppelung des Personals oder alternativ eine Verdoppelung der Bezahlung angemessen.

Alese20
26 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Wenn Sie so rechnen, dass 50% Ihrer Tätigkeit Sozialarbeit ist, müssten Sie weniger verdienen ;). Sozialarbeiter*innen haben leider ein viel geringeres Einkommen.

dickebank
25 Tage zuvor
Antwortet  Alese20

Falsch, Lehrer+Sozialarbeiter = A13+A11/2

Hano Nym
26 Tage zuvor

Zu wenige Lehrkräfte, weil die Arbeitsbedingungen nicht gut sind und was sich auf absehbarer Zeit nicht ändern wird.

Das gleiche gilt auch für 90-minütige Unterrichtsblöcke

Rainer Zufall
26 Tage zuvor

„Das Kooperationsverbot im Grundgesetz verhindert zielgerichtete Bildungspolitik und muss abgeschafft werden.“
Wir könnten auch den Bildungsföderalismus abschaffen 😛

Volle Zustimmung bei den übrigen Punkten, aber wenn ich mich recht entsinne, gelten in Deutschland zu wenige Ressourcen oft als Rechtfertigung, keine Ressourcen bereitstellen zu müssen, statt eines Arbeitsauftrages an die Regierenden 🙁

Mr. Smith
24 Tage zuvor

Wie wäre es mit der Arbeitszeiterfassung? Aber gut, wir sollten uns nicht so beeilen. Das EuGH Urteil war ja erst 2019 also sozusagen fast gestern

Alf
5 Stunden zuvor

Sollte man Menschen nach der Mühe ihrer Arbeit oder nach der Qualität ihrer Ausbildung bezahlen? Dann bekäme der Straßenarbeiter eventuell mehr als der Arzt oder der Hausmeister mehr als der Universitätsprofessor. Wenn die Mathematik- und Physikkentnisse der mittleren Reife ausreichen, um in der Grundschule diese Fächer zu unterrichten, würde ein 3- jähriges Studium in Pädagogik, Psychologie, etc. genügen, um mit 19 Jahren Grundschullehrer zu sein. Man hätte dann junge, dynamische und geeignete Lehrkräfte ( eine lebenslange Weiterbildung ergibt sich von selbst). Das Problem der Bezahlung wäre gelöst, man könnte mehr Lehrkräfte einstellen, usw.