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Bundesjugendspiele sollen wieder als Wettkampf möglich sein (wenn Schulen das wollen)

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MÜNCHEN. Eher spielerischer Wettbewerb oder doch wieder härterer Wettkampf? Die Bildungsminister der Länder vollziehen bei den Bundesjugendspielen eine Rolle rückwärts – eine halbe jedenfalls.

Kehrt, marsch! Illustration: Shutterstock

Die Bundesjugendspiele sollen nach dem Willen der KMK-Bildungsministerkonferenz auch an den Grundschulen wieder leistungsorientierter werden – wenn die Schulen dies wollen. Künftig soll es in dritten und vierten Klassen wieder erlaubt sein, die Bundesjugendspiele in der Leichtathletik und im Schwimmen wieder im klassischen Wettbewerbsmodus durchzuführen – also beispielsweise mit genauem Messen und Zeitnehmen.

Seit dem Schuljahr 2023/2024 waren die jährlich stattfindenden Spiele für alle Grundschulkinder bis zur vierten Klasse nur noch als Wettbewerb und nicht mehr als Wettkampf organisiert worden. Davor war das nur in den ersten beiden Klassen der Fall gewesen. Die Reform, die von Kultusministern der Union mitbeschlossen worden war, dann aber von Kultusministern der Union kritisiert wurde, hatte für Diskussionen gesorgt.

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Zum nächsten Schuljahr seien nun zwei Austragungsformen zulässig: «Wettbewerb, aber eben auch Wettkampf», sagte die amtierende Präsidentin der Bildungsministerkonferenz, Bayerns Kultusministerin Anna Stolz (Freie Wähler). «Das unterstütze ich ausdrücklich, weil das am Ende eben auch eine positive Leistungskultur stärkt.» Die Schulen hätten aber Wahlfreiheit, betonte sie: ob in den betreffenden Klassenstufen beispielsweise nun wieder Zeiten und Weiten genau gemessen werden – oder wie zuletzt in Zonen oder ähnlichem. News4teachers / mit Material der dpa

Wie sich die CDU mit Kulturkampf um die Bundesjugendspiele lächerlich macht

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41 Kommentare
Realist
1 Monat zuvor

Oh, die nächste 180°-Wende in der Bildungspolitik?

Ozeanien befindet sich im Krieg mit Eurasien und die gängige Meinung ist, dass es sich schon immer im Krieg mit Eurasien befunden hat.“

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Diese 180°-Wende wurde ja von vielen … Romantiker*innen vom „besseren Früher“ gefordert ;(

Ukulele
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Die Bereitschaft zur Einsicht von begangenen Fehlern und der Mit zur Korrektur sind ein Zeichen, dass unsere Demokratie funktioniert.

Lässt mich auf weitere Verbesserungen dieser Art hoffen. (Wenn auch nur in kleinen Schritten)

Ukulele
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Seit wann braucht es für jede mehrheitsfähige Entscheidung eine Evaluation?

Hier geht es nicht um Evaluation oder nicht, Sonden ob der Leistungsgedanke im Vordergrund stehen soll oder nicht.

Ich bin ganz klar für den Leistungsgedanken. Wer außergewöhnlich gute Leistungen bringt soll entsprechende Anerkennung erhalten.

Was bitte sehr möchten sie da evaluieren?

Ukulele
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Dann sollten Sie die jetzige Entscheidung doch auch mal akzeptieren und nicht wieder zur Disposition stellen.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

ALP Dillingen bietet im Raum Bayern (dafür) eine gezielte Fobi an. Leider nur ca. 90 Teilnehmende bisher.
Leute … Gerne anmelden, dann steht man auch ggf. nicht ganz so planlos da.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

„Kulturkampf … den die AfD stets gewinnt… “ ?
Wenn die immer gewinnen, dann machen die anderen wohl etwas falsch, oder wollen die nur nicht kämpfen (keinen Wettbewerb, keinen Wettkampf), geben also kampflos das Ressort Bildungspolitik auf?

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Aber: „Wer nicht kämpft hat schon verloren.“ Man überlässt der AfD also kampflos das Feld, weil …?

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Dann sollten die anderen mal mit guten Argumenten und v. a. konkreten, umsetzbaren Ideen vorangehen!

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Dann war die Idee wohl doch nicht so richtig bis in alle Konsequenzen durchdacht. Schnellschüsse gehen manchmal nach hinten los und zerdeppern dabei oft viel Porzellan. Dann freut sich der Gegner.

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  Ukulele

Was wurde da Ihrer Meinung nach konkret „eingesehen“? 😀

https://www.deutschlandfunk.de/bundesjugendspiele-reform-kritik-fakten-100.html

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Was sich für Schulen durch die Reform 2023 verschlechtert hatte, könnte man u.a. hier nachlesen, wenn man es denn wollte.

https://www.deutschlandfunk.de/bundesjugendspiele-reform-kritik-fakten-100.html

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Interessanter , sachlich orientierter link, nur wo lesen Sie Ihre angekündigte Auswertung, die offensichtlich nur Ihre Meinung spiegelt ?

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

„nur wo lesen Sie Ihre angekündigte Auswertung, „

Ich weiß nicht wovon Sie sprechen.

Wenn Sie möchten, kann ich Ihnen aber gerne den Absatz nennen, in dem steht was sich für Schulen durch die Reform von 2023 verschlechtert hat.

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Dazu müssten Sie Ihren link lesen. Und ja, nennen Sie gern diesen Absatz, falls er in diesem link auffindbar sein sollte.

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Das müssten wohl eher Sie tun, denn Sie haben ja behauptet, ich hätte angeblich eine „Auswertung angekündigt“.

Der Absatz in dem die Nachteile für Schulen beschrieben werden befindet sich direkt unterhalb des Bildes mit dem Kind, das in eine Sandgrube springt. Man hatte Schulen das Wahlrecht genommen, ob sie Urkunden für objektiv gemessene Zeiten und Weiten vergeben wollten oder ob es die Ehren- und Siegerurkunden unabhängig von den objektiven Zeiten / Weiten dafür geben sollte, dass andere Kinder langsamer laufen und kürzer springen / werfen.

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Sie schrieben von Verschlechterung, das ist eine Auswertung, was denn sonst bitte ?

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

„was denn sonst bitte ?“

Ich halte mich bei der Definition von Begriffen eher an Standardwerke wie den Duden, Brockhaus, Lexikon etc.

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Sie glauben an Objektivität und das ausgerechnet beim Messen ?

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Unterstellen den beteiligten Lehrkräften etwa, sie würden gleiche Leistungen je nach Sympathie / Antipathie unterschiedlich messen ?

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Das wurde hier bereits bestätigt und ist aus eigener Erfahrung kein Einzelfall. Überrascht Sie das etwa ?

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Hatte ich bei den Bundesjugendspielen, an denen ich damals selber teilgenommen habe, nicht so empfunden.

Wie Lehrkräfte das heutzutage handhaben, weiß ich nicht.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Im Bereich der Bundesjugendspiele?

Da sind die Zeiten und Distanzen ja tatsächlich recht objektiv messbar. Besser als in vielen anderen Fächern und Bereichen.

Klar kann man diskutieren, ob sowas sein muss. Aber rein von der Methodik her geht es kaum objektiver, außer jemand „bescheißt“/“mogelt“ als auswertende Instanz.

Eigentlich ist vorgesehen, dass Schulen die Bundesjugendspiele sowieso gemeinsam mit einem Sportverein gestalten.
Dadurch würde es – wenn man dies beherzigen würde – nochmal objektiver gestaltet sein.

Also wer „für (Zwangs-)Noten“ ist, sollte konsequenterweise auch „für (sonstigen) Zwangswettbewerb“ sein. Wäre zumindest eine konsistente Richtung.

unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Mich überrascht das. Wie misst man denn beim Weitsprung falsch? Da gibt es exakt vorgegebene Regeln, nämlich vom Absprungbrett bis zur ersten Spur im Sand.

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  unfassbar

Wie misst man denn beim Weitsprung falsch?“

Siehe den Fall Giovanni Evangelisti 1987 bei der Leichtathletik-WM in Rom

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Ja, mich überrascht es. An den GS gab es immer schon einen Mess- Spielraum für die 1. und 2. Klasse, z. B. beim Weitsprung. Ab der 3. Klasse wurde dann ganz genau gemessen. Ausnahmen wurden evtl. bei Schülern mit körperlichen Beeinträchtigungen gemacht. Da wurden dann vom Absprungpunkt die Weite gemessen, auch wenn das „Brett“ verfehlt wurde.

potschemutschka
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

„Was ich selber denk´und tu´…“ ? Ich kenne es jedenfalls so nicht. Ausnahmen waren evtl. stark beeinträchtigte Schüler, denen man wenigstens einen der 3 Versuche (alle Augen zugedrückt) als gültig „anrechnete“ (gemesen wurde beim Weitsprung dann der Absprungpunkt, nicht das „Brett“), was aber eh dann unterhalb der Bemessungsgrenze lag.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Es gibt aber auch handfeste Kategorien wie zum.B. das Aussehen, das Geschlecht, die Fähigkeit wenig Ärger zu machen bzw. sich bei Verstößen gegen die Schulordnung nicht erwischt zu lassen. Zuwendungen der Eltern werden natürlich in keinem Fall erwartet, aber man kann es den Eltern ja schlecht verbieten, anderen eine Freude zu machen. Wobei nur Bahres ist Wahres

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Von Doping oder dergleichen ist mir an Schulen aber noch nichts bekannt, ob das Ihrem Anspruch an Objektivität gerechter wird, sei dahingestellt.

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Argumente sind nicht dasselbe wie eine Auswertung im Sinne einer Verschlechterung, wie Sie hier behaupten.

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Unverzagte

Ist natürlich Ansichtssache, ob man es als Verbesserung empfinden will, dass Schulen die Möglichkeit genommen wurde selber zu entscheiden, ob sie lieber Wettkämpfe oder Wettbewerbe durchführen wollten.

Das Verbot der Wettkämpfe fanden vermutlich die Leute klasse, die Kinder nicht für Zeiten und Weiten belohnen wollen, sondern Urkunden nur dafür vergeben möchten , dass genügend andere Kinder schlechter waren.

Unverzagte
1 Monat zuvor
Antwortet  ed840

Es gibt durchaus eine Menge Alternativen zu diesen Wettkämpfen und Wettbewerben.

Bitte informieren Sie sich, steht genügend darüber im Netz.

unfassbar
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Oder Korrektur von Fehlern?

Rainer Zufall
1 Monat zuvor
Antwortet  unfassbar
Rainer Zufall
1 Monat zuvor

Ach endlich, das wird alles ändern und niemand wird sich jemals wieder über die Jugend beschweren – wen interessieren da noch Ergebnisse oder Sportlichkeit unter den jungen Menschen (augenroll)