Start Themenmonate Aus- und Fortbildung Streit ums Lehramtsstudium: Fehlt den Dozierenden die Unterrichtserfahrung? Schulpädagogik-Prof kritisiert Kolleg*innen

Streit ums Lehramtsstudium: Fehlt den Dozierenden die Unterrichtserfahrung? Schulpädagogik-Prof kritisiert Kolleg*innen

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MÜNCHEN. „Viel Theorie – weniger Praxis“: So beschreibt eine Lehramtsstudentin ihr Studium an einer Pädagogischen Hochschule. Mit dieser Kritik ist sie nicht allein. Der Augsburger Schulpädagoge Prof. Klaus Zierer macht nun erneut auf einen aus seiner Sicht grundlegenden Missstand aufmerksam: Immer häufiger würden angehende Lehrkräfte von Hochschullehrenden ausgebildet, die selbst nie oder kaum an Schulen unterrichtet hätten. Ob damit tatsächlich ein Qualitätsproblem verbunden ist, wird in der Bildungsforschung allerdings deutlich differenzierter beurteilt.

Im Elfenbeinturm? (Symbolbild.) Illustration: Shutterstock

„Mein sonderpädagogisches Studium macht mir insgesamt wirklich viel Spaß. Ich interessiere mich für die Inhalte und finde viele Themen spannend und wichtig. Besonders gut gefallen mir die Seminare, in denen diskutiert wird und Raum für Austausch mit anderen Studierenden ist.“ Die Bilanz einer Studentin der Pädagogischen Hochschule Ludwigsburg klingt zunächst durchaus zufrieden.

Dann folgt jedoch die Einschränkung. „Trotzdem fällt mir auf, dass das Studium insgesamt sehr theoretisch aufgebaut ist. Viele Inhalte sind sehr fachlich und wissenschaftlich ausgerichtet, was grundsätzlich sinnvoll ist, mir aber manchmal den Praxisbezug fehlen lässt.“

Besonders deutlich werde das bei einigen Lehrveranstaltungen. „Besonders deutlich wird das für mich bei einigen Dozierenden, die seit Jahren nicht mehr an einer Schule unterrichtet haben. Natürlich haben sie viel Wissen und Erfahrung, aber manchmal wirkt der Unterricht dadurch etwas fern von der Realität, wie sie heute in Schulen wirklich aussieht.“

Mit dieser Beobachtung ist die Studentin nicht allein. Seit Jahren wird darüber gestritten, ob angehende Lehrkräfte an den Hochschulen zu wenig auf den Schulalltag vorbereitet werden. Der Augsburger Schulpädagoge Prof. Klaus Zierer sieht dafür einen strukturellen Grund.

In einem Gastbeitrag für die Zeit warnt er davor, dass die Lehrerausbildung ihren Bezug zum Schulalltag verliere. Während Deutschland auf einen historischen Lehrkräftemangel zusteuere, werde ausgerechnet bei denjenigen, die künftige Lehrerinnen und Lehrer ausbilden, praktische Schulerfahrung immer seltener.

Nach Zierers Darstellung habe sich das Anforderungsprofil für Professuren in der Schulpädagogik in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Wo früher Unterrichtserfahrung selbstverständlich gewesen sei, dominierten heute wissenschaftliche Leistungsindikatoren wie Publikationen und Forschungsreputation. Als Beispiel verweist er auf Bayern. Dort seien inzwischen zahlreiche Schulpädagogik-Lehrstühle mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern besetzt, die nie selbst an Schulen unterrichtet hätten.

Warum er das für problematisch hält, beschreibt Zierer – selbst ehemaliger Grundschullehrer – eindringlich: „Wer nie die Mühen des Referendariats durchlief, nie vor einer Klasse stand, nie Elterngespräche führte, nie die Feinheiten des Schulrechts erlebte, der kann nicht authentisch von der Schule berichten. Authentizität ist aber einer der wirksamsten Faktoren überhaupt, wenn es um eine erfolgreiche Schule geht.“

„Lehrerausbildung ohne Schulpädagogik hilft keinem außer schulfremden Wissenschaftlern. Sie pflegen ihre akademischen Orchideen“

Die Folgen dieser Entwicklung aus seiner Sicht: „Lehrerausbildung ohne Schulpädagogik hilft keinem außer schulfremden Wissenschaftlern. Sie pflegen ihre akademischen Orchideen. Und die Lehramtsstudentinnen und -studenten bleiben enttäuscht zurück, weil sie an der Universität keinen Ort finden, an dem Wissenschaft und schulische Realität zusammenkommen.“

Neu ist diese Kritik nicht. Bereits 2024 hatte Zierer in der Zeit vorgeschlagen, Professorinnen und Professoren sollten ihre Schulerfahrung regelmäßig auffrischen – durch ein verpflichtendes Praxissemester nach dem Vorbild eines Forschungssemesters, damit sie selbst erleben, „welcher Wind an Schulen heute weht“.

Ob Zierers Diagnose trägt, wird in der Bildungsforschung allerdings seit Jahren kontrovers diskutiert. Denn genau die Annahme, mehr Schulerfahrung der Hochschullehrenden führe automatisch zu einer besseren Lehrerbildung, gilt keineswegs als ausgemacht.

Der Erziehungswissenschaftler Prof. Falk Scheidig richtet den Blick deshalb auf die eigentliche Frage hinter der Debatte; nicht ob Schulpraxis wichtig ist, sondern wie sie sich überhaupt in bessere Lehrerbildung übersetzen lässt. Daran knüpft seine Leitfrage an: „Welche Wirkung kann und soll Praxiserfahrung in der Hochschullehre konkret haben?“

Scheidig hält den Zusammenhang zwischen früherer Unterrichtserfahrung und guter Hochschullehre keineswegs für selbstverständlich. Damit Schulerfahrung Studierenden tatsächlich zugutekomme, sei eine ganze Reihe von Voraussetzungen zu erfüllen, vorneweg: Unterrichtserfahrung müsse überhaupt zu professioneller Expertise geführt haben. Diese Expertise müsse den Lehrenden zunächst selbst bewusst sein. Außerdem müsse sie sich so vermitteln lassen, dass Studierende daraus tatsächlich etwas für ihre eigene Professionalisierung gewinnen könnten.

Erst dann könne sie deren Professionalisierung fördern. „Diese Annahmen sind mit erheblicher Unsicherheit behaftet“, schreibt Scheidig. Ein automatischer Zusammenhang zwischen früherer Unterrichtserfahrung und besserer Lehrerbildung lasse sich daraus jedenfalls nicht ableiten.

Außerdem weist Scheidig darauf hin, dass sich professionelles Lehrerhandeln nur begrenzt vermitteln lasse. Vieles beruhe auf implizitem Können, das erst im Unterricht selbst entstehe und sich nicht einfach in Lehrveranstaltungen übertragen lasse. „Praxisbezug im Wege der Personalpolitik arrangieren zu wollen, scheint zu kurz gegriffen“, betont er. „Bedeutsam ist demgemäß nicht eine Vergangenheit im Schulfeld, sondern die begründete Erwartung einer Gestaltung lernwirksamer Hochschullehre.“

„Professorinnen und Professoren können kaum regelmäßig in Schulen unterrichten, Lehrkräfte finden nur selten den Weg an Hochschulen. Dabei wäre genau dieser Austausch für beide Seiten ein Gewinn“

Wie sich wissenschaftliche Qualität und Schulpraxis besser miteinander verbinden lassen, darüber macht sich auch der Lehrer und Unterrichtsentwickler Michael Bellinger Gedanken. In einem viel beachteten Beitrag auf LinkedIn stimmt er Zierers Diagnose im Prinzip zu, widerspricht aber einem einfachen Gegensatz von Wissenschaft und Praxis. „Dabei geht es nicht um ein Entweder-oder. Wissenschaftliche Forschung ist unverzichtbar – genauso wie ein fundiertes Verständnis des Schulalltags.“

Für Bellinger liegt das eigentliche Problem weniger in den Berufungsverfahren als in der mangelnden Durchlässigkeit des Systems. „Professorinnen und Professoren können kaum regelmäßig in Schulen unterrichten, Lehrkräfte finden nur selten den Weg an Hochschulen. Dabei wäre genau dieser Austausch für beide Seiten ein Gewinn.“

Sein Vorschlag: Schulen, Hochschulen und weitere Bildungsakteure sollten in gemeinsamen Zentren forschen, Innovationen erproben und Lehrkräfte ausbilden. Schulen würden unmittelbarer von aktueller Bildungsforschung profitieren, Hochschulen erhielten regelmäßig Einblicke in den Schulalltag und Lehramtsstudierende könnten eine Ausbildung erleben, in der wissenschaftliche Qualität und praktische Erfahrung konsequent zusammenfinden.

Diese engere Verbindung von Wissenschaft und Schulalltag wünscht sich auch die Studentin aus Ludwigsburg. „Gerade im sonderpädagogischen Bereich finde ich es wichtig, dass wir auch auf das vorbereitet werden, was uns später im Alltag erwartet. Inklusion, Differenzierung, multiprofessionelle Teams, Zeitdruck, emotionale Herausforderungen – das alles gehört zur Realität im Lehrerberuf. Deshalb wünsche ich mir, dass noch mehr Praxisbezug in die Veranstaltungen einfließt“, schreibt sie. „Hospitationen, Fallbesprechungen oder auch einfach Erfahrungen aus dem echten Schulalltag könnten dabei helfen, die Theorie besser einzuordnen und anzuwenden.“ News4teachers 

Hier geht es zu allen Beiträgen des News4teachers-Themenmonats „Aus- und Fortbildung“. 

Der verheizte Nachwuchs – wie Lehramtsstudierende an Schulen als Lückenfüller herhalten müssen

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73 Kommentare
Canishine
1 Monat zuvor

Sein Vorschlag: Schulen, Hochschulen und weitere Bildungsakteure sollten in gemeinsamen Zentren forschen, Innovationen erproben und Lehrkräfte ausbilden.“
Das ist z.B. ein Vorschlag, der aus dieser letztlich fruchtlosen Debatte „Elfenbeinturm“ vs. „Wir wissen, was guten Unterricht ausmacht, es wird nur von den Schulen nicht umgesetzt“ herausführen könnte.

JoFranc
1 Monat zuvor
Antwortet  Canishine

Bei „Zentren“ sehe ich immer die Gefahr, dass sich das „Zentrum“ wegen seines Zentrumscharakters wieder so weit von den normalen Schulen entfernt, dass sie deren Probleme aus den Augen verlieren und in ihrer Forschung nicht mehr richtig abbilden können.

Besser fände ich „minimalinvasive“ Kleinstkooperationen von Universitäten und Schulen an den Schulen, möglichst in den Regelunterricht integriert, deren Ergebnisse dann von Lehrkräften, Schüler-/Elternvertretern und Hochschullehrern an der Uni ausgewertet werden.

Canishine
1 Monat zuvor
Antwortet  JoFranc

Ja, ich habe primär auf den Kooperationsgedanken geschaut. Wie der sich gestaltet, kann sicherlich variieren. In Unistädten werden dann auch die Möglichkeiten andere sein als in ländlichen Regionen.
Aus der Lehrerperspektive gestaltet sich der Kontakt zur Wissenschaft so, dass man entweder von Refs, der QA oder aus den Medien erfährt, was wissenschaftlich so gerade im Zentrum steht und auf welche Fortbildungen man dann evtl. zugehen sollte. Evtl. erhält man noch Anfragen, an Umfragen o. Ä. teilzunehmen.

Palim
1 Monat zuvor
Antwortet  Canishine

In Unistädten werden dann auch die Möglichkeiten andere sein als in ländlichen Regionen.“
Dann muss man genau dafür andere Möglichkeiten finden, die alle erreichen können und nicht nur die Schulen, die auch Uni-Praktikant:innen erhalten und Studierende für die Vertretung, und damit ohnehin näher am „Zentrum“ sind.

Ich habe eine FoBi-Reihe, früher hätte man es „Arbeitskreis“ genannt, die überwiegend online erfolgt, ab und an gibt es auch mal Präsenztreffen. Es ist für eine größere Region angesetzt, könnte aber problemlos erweitert werden. Auf diese Weise würde man eine breitere Vielfalt erreichen können.

Auch Entlastungen wären dafür sinnvoll und auch die Möglichkeiten der FoBi über asynchrone Medien, ggf.. mit zwischenzeitlichen digitalen Treffen, könnten ausgebaut werden. „Biss“ in NRW ist dafür aufgebaut, auf diese Weise ist es sogar länderübergreifend nutzbar.

Palim
1 Monat zuvor
Antwortet  Canishine

Ich denke schon, dass es mehr Austausch braucht, vielleicht zumindest Hospitationen und mehr wechselseitige Berichte aus der Theorie und aus Praxis.
Gleichzeitig hat man in der Praxis nicht die Zeit, Forschungsberichte ausführlich zu lesen oder zu forschen, von der täglichen Reflexion abgesehen. Dafür braucht es Fachkräfte an den Unis, die Zeit dafür haben, aber die Verzahnung zum Schulalltag fehlt häufig.
Ohnehin verstehe ich nicht, warum Forschungsergebnisse für Lehrkräfte nicht generell frei zugänglich sind.
Auch könnte man die schulbezogenen Ergebnisse mit Praktiker:innen diskutieren, sich Nachfragen stellen, weil man in der Praxis anderes sieht und andere Schwerpunkte setzt und immer die eigenen Schüler:innen und Bedingungen vor Augen hat. So würden internationale Studienergebnisse vielleicht auch besser eingeordnet werden oder im Kontext deutscher Schulsysteme eine neue Bewertung erfahren.

digitalebildung
1 Monat zuvor

Generell fehlt viel Erfahrung und Lebensweltbezug im System. Im Handwerk gab es früher die Wanderjahre. Es wäre gut, das auch für Lehrkräfte in modifizierter Form einzuführen. Beispielsweise: Zugang nur über den Quereinstieg mit abgeschlossenem Nich-Lehramts-Studium oder Berufsausbildung – kein Ref an der Schule, an der man früher zur Schule gegangen ist – Schulwechsel nach Ref. – Beförderungen nur, wenn vorher mindestens ein Bundeslandwechsel oder Schulformwechsel stattgefunden hat – Dienststellenwechsel nach spätestens 10 Jahren – Abordnungen an andere Schulformen (z. B. Gymnasiallehrkräfte an Hauptschulen für mindestens ein Jahr im Laufe der Karriere) – Vergabe von Beförderungsstellen nur an Externe – Ref. verlängern und dafür an mindestens zwei Schulformen.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  digitalebildung

Und warum sollte der Bäcker erst einmal Maurer lernen?

Fräulein Rottenmeier
1 Monat zuvor
Antwortet  digitalebildung

Das nennt man Verwendungsbreite und ist in NRW bei der Vergabe von SL-Stellen in sehr abgeschwächter Form vorgeschrieben.
Durch meine Pooltätigkeit konnte ich 36 Grundschulen nachweisen….ich glaube 2 hätten gereicht….

Bla
1 Monat zuvor

Das Problem liegt dann allerdings dabei: Welchen Beruf sollte man wählen? Wie viele bleiben dabei? Warum sollte man Abitur machen/empfehlen – um dann eine Ausbildung auf Qualibereichen erst zu machen, um dann zu studieren?
Wie lange dauert es dann, bis man Lehrkraft ist/wird?
– Ausbildung 2-3 Jahre
– Studium 5-6 Jahre
– Referendariat 2 Jahre
Also 9-11 Jahre bis „Berufseinstieg“.
Wen lockt man denn damit auf einmal?

Nicht falsch verstehen … Ich bereue meine Berufsausbildung vor dem Studium auf keinen Fall. Es bringt mir meiner Meinung nach auch gewisse Vorteile.
Aber aktuell gibt es dafür doch gar keinen Rahmen – dies als „Ausgangslage“ so zu machen.
Bei dem Gehalt (ohne Verbeamtung)? Sowieso nicht.

Warum sollte man dann auch „ausgelernt“ nochmal als Eingangbedingung ein unentgeltliches Studium aufnehmen?
Auch das wäre eine zu klärende Frage. Man ist dann ggf. ja „Einkommensabhängig“ in einer erweiterten Sinne und ggf. Lebensstil.
Und danach nen Referendariat, wo ich noch weniger verdiene, als in meinem gelernten Beruf?

Ich weiß ja nicht .. glaube nicht, dass das „viele mitmachen“ als Standard.

Canishine
1 Monat zuvor
Antwortet  digitalebildung

Sie vergaßen noch die Mindeststundenzahl einer therapeutischen Selbstanalyse, die Forschungserfahrung an der Hochschule, das zweiteilige schuljuristische Praktikum und mindestens einen Bachelor in schulpraktischer EDV. Zusammen mit dem Führungkräfte-Seminar beginnen wir dann bei 200000 im Jahr.

Ich_bin_neu_hier
1 Monat zuvor
Antwortet  digitalebildung

„Generell fehlt viel Erfahrung und Lebensweltbezug im System. Im Handwerk gab es früher die Wanderjahre. Es wäre gut, das auch für Lehrkräfte in modifizierter Form einzuführen.“

Hier mein leicht polemischer Versuch, Ihre möglicherweise ja ernst gemeinten Vorschläge für Ausbildungsberufe zu modifizieren:

  1. Bevor Sie eine Ausbildung beginnen dürfen, müssen Sie fünf Jahre lang in einer anderen Branche gearbeitet haben, um die Arbeitswelt kennenzulernen.
  2. Nach der Ausbildung dürfen Sie auf keinen Fall von Ihrem Ausbildungsbetrieb übernommen werden.
  3. Sie müssen auf jeden Fall zwei dreijährige Ausbildungen hintereinander in völlig unterschiedlichen Branchen absolvieren. Das ist notwendig, denn:
  4. Falls Sie Meister werden wollen, müssen Sie dafür in eine andere Branche wechseln (und das Bundesland gleich dazu).
  5. Alle 10 Jahre müssen Sie den Betrieb wechseln. Als Meister tauschen Sie einfach Ihren Betrieb gegen den gleichwertigen Betrieb eines anderen Meisters in einem anderen Bundesland: Die Handwerkskammern regeln das.
  6. Im Laufe Ihrer Karriere müssen Sie in jedem Zehnjahreszeitraum ein mindestens einjähriges Praktikum in einer für Sie völlig fremden Branche absolvieren.

(Meine Vorschläge sind übrigens nicht ernstgemeint. Sollte ich vielleicht besser anmerken.)

Chris
1 Monat zuvor
Antwortet  digitalebildung

Und wie viel wollen sie Lehrern bezahlen, auf das sich überhaupt noch genug Kandidaten finden, die diese ganzen Dinge mitmachen? Sie fordern einen Bundeslandwechsel. Sind Sie dann auch bereit die Ehefrau bzw. den Ehemann der Kehrkraft Vollzeit einzustellen und zu bezahlen? Schließlich muss diese Person ja mit umziehen und dafür den eigenen Job aufgeben. Also unter 120.000€ Jahresbesoldung sehe ich keine Basis für solche Forderungen.

JoFranc
1 Monat zuvor
Antwortet  digitalebildung

Hm. Zugang nur mit abgeschlossenem Nicht-Lehramtsstudium oder Berufsausbildung? Wie soll ich mir das vorstellen? Soll ein Lehrer vor/nach/während des Romanistikstudiums noch ne Ausbildung zum Klempner machen? Oder zum Fachinformatiker? Dann hätten wir zugegebenermaßen deutlich Probleme mehr mit Lehrkräften ohne Praxisbezug – weil wir deutlich weniger Lehrkräfte hätten.
In manchen Fächern geht das ganz gut (v. a. MINT u. ä.), weil es viele fachliche Überschneidungen zwischen Nicht-Lehramtsstudium und Lehramtsstudium gibt. Aber was soll der Lateinlehrer nebenbei noch studieren?

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  JoFranc

„Aber was soll der Lateinlehrer nebenbei noch studieren?“

Sie meinen welche Ausbildung machen? Weil studieren ist ja kein Problem … Geschichte [Anrechnung nahezu 100% möglich], Theologie und/oder andere Fremdsprachen.

Als Ausbildung? Puh … „Fachfremd“ oder eben Fremdsprachenkorrespondenz – nur eben in anderen Sprachen.
Oder Fremdsprachenkaufmann.
Sonst wird es recht eng denke ich.

JoFranc
1 Monat zuvor
Antwortet  digitalebildung

Noch ein Kritikpunkt: „Beförderungen nur, wenn vorher mindestens ein Bundeslandwechsel oder Schulformwechsel stattgefunden hat.“
Dadurch werden Lehrer mit Kindern massiv benachteiligt.

Was genau versprechen Sie sich eigentlich von all dem? Gewechsel? Dass Gymnasiallehrkräfte mal in ne Hauptschule reinschnuppern dürfen? Und was machen die dann mit diesen Erfahrungen? Würden Grundschullehrkräfte dann auch mal Abiturprüfungen abnehmen?

Was ist mit den Nachteilen, die durch die ganze Wechseleien entstehen? Einer der häufigsten Kritikpunkte von Eltern und Schülern an Schulleitungen lautet „häufiger Lehrerwechsel“. Meinen Sie, das wird durch Ihre Vorschläge besser?

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  JoFranc

Lateinlehrer an Hauptschule – ja nee, is klar.

JoFranc
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

War ja nicht mein Vorschlag. Ich kann mir schon vorstellen, dass man auch als Lateinlehrer an der Hauptschule die eine oder andere wertvolle (oder heilsame) Erfahrung sammeln kann. Ich hätte nur gern von dem, der den Vorschlag geäußert hat, gehört, welche Vorteile er da sieht und wie er das organisatorisch umsetzen möchte.

Was spricht aus Ihrer Sicht dagegen?

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  JoFranc

Der soll doch da unterrichten und nicht hospitieren.

Meiomei
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Die pädagogischen Herausforderungen an xer Hauptschule sind sicherlich andere als die auf dem Gymnasium.
Vielleicht lernt man ja doch andere Herangehensweisen an Thematiken und lernt die Leistungen kennen, die an einem anderen Schultyp erbracht werden.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Meiomei

Ja, direkten Körperkontakt mit körperlich überlegenen Achtklässlern sind StR nicht gewohnt.

Palim
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Mal nicht so negativ,
der Lateinlehrer kennt die Altersgruppe und ist gut in Deutsch, außerdem muss er ja noch ein weiteres Fach haben und kann sich zu anderen bereit erklären.

Anekdotisch, aber die Lateinlehrer, die zu uns in die GS abgeordnet waren, waren toll.
Leider wollten sie nicht bleiben, schade.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Palim

Zweitfach Altgriechisch oder watt?
Keine Angst, als Gesa-Lehrkraft hatte ich ausreichend viele Kolleg*innen aus der Ratsfraktion, mit denen sich prima zusammen arbeiten ließ. Die waren aber auch mindestens eine Generation jünger als die, bei denen ich noch Unterricht hatte – und das auf einem „richtigen“ GY nur gür Jungen, das aus mir unerfindlichen Gründen auch als „Kadettenanstalt“ tituliert worden ist.

Palim
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Opel Kadett?

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Palim

Eher preußisch.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Palim

Im Klassenleiterprinzip?
Alles andere macht dann doch auch wiederum wenig Sinn …

Palim
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Das Klassenleiterprinzip wie in BY gibt es nicht in allen BL.
Wir hatten Teilzeit-Abordnungen für 1 Fach/1 Tag, für mehrere Fächer/mehrere Tage und als Klassenleitung/Vollzeit.
Alles war gut und alle waren sehr engagiert und haben sich auch anderweitig eingebracht, sodass es eine große Hilfe war.

Die Alternativen sind, jeweils nur für die Pflichtstundentafel,

  • Betreuung durch pädagogische Mitarbeiter:innen (, die in NDS keine Ausbildung benötigen,
  • Vertretungsunterricht von Studierenden (ab Bachelor im Lehramt).
  • Vertretungs-Lehrkräfte, die halbjährliche Verträge für ein paar Stunden erhalten und auch aus allen Schulformen kommen können.
  • Unterrichtsausfall und Notbetreuung.

Zuvor und zeitgleich sind die Zusatzbedarfe gestrichen, also alles, was Förderung/Forderung ist (Brennpunkt, DaZ, Sport).

Ich bin es leid, den Mangel aufzufangen und bleibe bei meiner Forderung: Schulen, die über mehr als 3 Monate nicht bedarfdeckend (einschließlich Zusatzbedarfen) mit Lehrkräften versorgt werden können, erhalten im darauf folgenden Schuljahr eine Aufstockung des Personals in doppelter Höhe des Mangels, um die Lücken zu füllen, alles, was liegen bleiben musste, aufarbeiten und das Stammkollegium entlasten zu können – im Unterricht zur Differenzierung wie auch im außerunterrichtlichen Bereich.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  JoFranc

Und was unterrichtet er dann? Als Klassenleitungsprinzip? Ja … Gut. Warum nicht. Haha.
Oder Latein? Warum denn nicht … Hefte raus und los gehts.

Interessant wäre das jedoch schon. Auch eine Erfahrung sicherlich. Ob das sonderlich sinnvoll bei heutigen Mangelsystemen ist … Bezweifel ich ehrlicherweise.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  dickebank

Sic est faciendum – sic fiere debet

Stimmt das so? Ansonsten sehe ich da komplett schwarz mit dem Klassenleitungsprinzip.
Und dann führen wir aber auch Goethes Faust usw. in Originalsprache in den Lehrplan bitte ein.

dickebank
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Wer soll denn da an Überforderung leiden? Klassenleitung oder Klasse?

Palim
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Als wären Lateinlehrkräfte geistig auf Latein beschränkt.

Da kann ich nur mit dem Kopf schütteln.

schuidirndl
1 Monat zuvor
Antwortet  digitalebildung

Was für geniale Vorschläge! Ganz schnell umsetzen, und der Zulauf zum Lehramtsstudium wird enorm sein.
Enorm gering.
O mei o mei.

Sporack
1 Monat zuvor
Antwortet  digitalebildung

Wanderjahre gibt es in der Wissenschaft zu Hauf … von einer Befristung zur nächsten … dank WissZeitVG endet diese Wanderung dann mit einem quasi Berufsverbot, wenn man in etwa 12 Jahren keine Festanstellung gefunden hat.

Ich denke nicht, dass durch Wanderjahre der Leher/innen-Beruf attraktiver und Leher/innen in Ihrer Unterrichtsdurchführung – bzw die Schüler/innen bei der Unterrichtsteilnahme aufgeschlossener oder besser werden.

Aber der Idee, dass vor jeder Annahme einer (wissenschaftlichen) Professur auch ein schulisches Referendariat zu stehen haben sollte, möchte ich gerne zustimmen; insbesondere bei Professuren, die Studierende auf eine Lehrer/innen-Laufbahn vorbereiten sollen.

Peter Parker
1 Monat zuvor
Antwortet  digitalebildung

Guter Vorschlag! dazu noch ne Niere und zwei Goldzähne als Handgelt, um das ganze abzurunden…

Falls wir dafür nicht genug Id***** finden machen wir einfach ne Bürgerpflicht draus, jeder muss mal 2 Jahre unterrichten (in einem anderen Bundesland) 😉

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Peter Parker

„(in einem anderen Bundesland)“

Sie sind ja gütig. Warum nicht jeweils 2 Jahre pro Bundesland?
Hat man dann alle Schulformen und Lehrpläne durch. Bestenfalls jeder Jahrgangsstufe … Ist man auch schon in Rente/Pension. Katzensprung eben.

Wer braucht auch ein Privatleben, wenn man stattdessen auch nur arbeiten und organisieren kann.

Rein aus Neugierde und „Wissenschaftlichkeit“ wäre ich da nicht abgeneigt und würde das „von außen“ betrachten.

Hans Malz
1 Monat zuvor

„Wer nie die Mühen des Referendariats durchlief, nie vor einer Klasse stand, nie Elterngespräche führte, nie die Feinheiten des Schulrechts erlebte, der kann nicht authentisch von der Schule berichten.“

Hut ab Herr Zierer. Genauso sieht es aus. Oft sprechen die Blinden von der Farbe.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Hans Malz

„Hut ab Herr Zierer. Genauso sieht es aus. Oft sprechen die Blinden von der Farbe.“

Mir stellt sich nur die Frage, ob ein Referendariat vor 25 Jahren noch „zeitgemäßige Erkenntnisse“ schafft.
Oder unterrichtet er selbst noch? Seit sagen wir mal … 15 Jahren? Ne? Hm.

Hatte er damals einen pädagogischen Eid geleistet oder gefordert?

Also ja, er kann von der Schule berichten. Insbesondere vor 25 Jahren durch Eigenerfahrung.
Wäre die Konsequenz dann nicht jedoch eine „Aktualität“ auch nach bspw. allen 5-10 Jahren? Und wenn auch nur „begleitend“. Oder vermindert?

Sind nur so Gedanken, die sich mir dann als Folge der (durchaus berechtigten) Kritik auch an ihn selbst stellen.
Würde er „das nochmal“ aktualisieren?

Hans Malz
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Wenn man sein Praxiswissen immer aktuell hält, dann ja. Ist ja bei uns auch nicht anders.

Auf jeden fall ist es gut, wenn man mehrere Jahre (!) Berufserfahrung hat. Nur dann nimmt man den ganzen täglichen Irsinn wirklich wahr und sucht nach Lösungen, die in der Praxis auch Bestand haben.

Völlig daneben sind die, die aus Angst vor den Kindern in die Forschung flüchten … oder ins Ministerium 😉

Küstenfuchs
1 Monat zuvor

Professor Zierer verlässt mehr und mehr den Pfad der Fakten und betritt den des Populismus. Es ist schlicht falsch, dass wir auf dem Weg in einen „historischen Lehrkräftemangel“ sind. Wir haben riesige Unterschiede in den Lehrämtern. In meinem Bundesland bekommen Referendare an Gymnasien kaum eine Planstelle, selbst mit Topnoten und (ehemaligen) Mangelfächern nicht.
Fragt man die KI, bekommt basierend auf der Modellrechnung der KMK bis 2035 ein deutlich differenzierteres Bild.

  • Sekundarstufe I: Bedarf 75.200, Angebot 44.600 – rechnerische Lücke 30.600 bis 2035. In jedem Prognosejahr gibt es zu wenige Bewerber.
  • Berufliche Schulen: Bedarf 50.500, Angebot 26.500 – Lücke etwa 24.000. Der Bedarf wird in keinem Jahr gedeckt.
  • Gymnasium/Sekundarstufe II: Über den gesamten Zeitraum stehen voraussichtlich 116.200 Absolventen 110.200 Stellen gegenüber.
  • Grundschule: 2025 bis 2027 fehlen zunächst etwa 3.000 Kräfte. Bis 2035 ergibt sich aufgrund sinkender Geburtenzahlen aber insgesamt ein rechnerisches Überangebot.

Wir haben in den Gemeinschaftsschule (oder Stadtteilschulen) eine deutliche Lücke. Aber schon jetzt wird diese in Schleswig-Holstein mit Berufseinsteigern aus dem Gymnasialbereich, die dort nicht mal Chance auf eine befristete Vertretungsstelle haben, teilweise gestopft.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Küstenfuchs

Hier sieht man mehrere Problemfaktoren bei der Einordnung.

– Die KMK ist nicht immer … So wie sie Zahlen vorgibt
– Planstellen werden gerne mal „schöngerechnet“
– Politisch und Sozial-Gesellschaftlich setzt(e) man stark auf Gymnasien. Wen wundert das dann?
– Es wird mit einem (zu) hohen Deputat gerechnet [Realität vs. pädagogisch wünschenswertes und sinnvolles Deputat]
– Das Gleiche wird mit Klassenstärken gemacht [Realität (wird hier genommen als Teiler) vs. päd. …Teiler]

Also erstmal könnte und sollte man Grundbedingungen mal bilden. Dann senkt sich automatisch „ein Überhang“.

Dazu ist natürlich auch das Regionale zu beachten. Schule wegen „Teiler“ schließen? Könnte man ja auch anders lösen … Kostet halt. Aber macht die Rahmenbedingungen sehr gut anders. Eventuell auch ein Grund für einen Zuzug in Gebieten, welche die Schulen sonst abbauen müssten. Nur mal so als Denkanreiz.

„116.200 Absolventen 110.200 Stellen gegenüber.“

Darüber kann man im Übrigen nur lachen, wenn man die Zuteilungsbedingungen usw. bedenkt haha.
5,5% „Überhang“?
Mal dem Deputat von 1 Deputatsminderung mal entgegen rechnen …
Mal der „Abgangsquote“ und „Krankenzeiten“ entgegen stellen …
Mal einer Teilersenkung entgegen stellen …
Und schon hat man seeehr schnell die Erkenntnis, dass es keinen „Überhang“ geben wird, außer man macht ihn (selbst). [Checken Sie?]
Dazu sind das absolut dann als Prognose 6000 „Stellen“ als „Überhang“ gegenüber fast 60000 „unbelegten Stellen“. Checkt man auch schnell?

Und überall sind ja Deputatsanpassungen und Klassenteiler-Anpassungen mal zumindest sinnvoll (und erwünscht) … Das streckt nochmal ordentlich.

Wir werden einen Mangel haben. Da hat er recht. Ist allerdings auch nicht schwierig als Prognose. Hahaha.
Zumindest, wenn die Rahmen so bleiben etc.
Dazu kommen ja noch ggf. Abwanderungen an OGS/Ganztag/Kita vereinzelt usw. usf. Diese Rahmenbedingungen machte man 2020-2024 rum auf. Viele haben das nur noch nicht so wirklich „gecheckt“. Das wird ggf. aber verzögert kommen.
Insbesondere bis und ab 2030/2031.
Hat man das mit bedacht? Ich nehme mal an … Upsi. Schade … Kann und konnte man dann gaaaar nicht wissen. Sorry.
„Bitte arbeitet eine Stunde mehr – noch auf freiwilliger Anfrage“ … Kommt bekannt vor? Hihi. Könnte dann wieder kommen.

Schon komisch, dass man alles mit „Geburtenrate“ so hin prognostiziert … Und dann hat man auf einmal zu wenig … Geld, Personal … Zu viele Rentner … Was? Die werden älter? Sag bloß.
Was Geburtenraten sind „akuter“ als „Lehrerausbildungen“? Waaas. Wie das. Kann ja gar nicht … Schade.

Namina
1 Monat zuvor

Oft handelt es sich ja angeblich bei den Uni-Dozenten im Lehramtsbereich um sogenannte „Unterrichtsflüchter“. Die kamen mit den Schülern nicht zurecht und erzählen nun anderen, wie sie’s machen sollen. Oder aber es sind Theoretiker, die ihre eigenen Theorien nie langfristig ausprobieren mussten. Langfristig! Viele Folgen zeigen sich ja erst mit der Zeit. Wir müssen dann ausbaden, was nicht funktioniert. Jeder erfahrene Lehrer hatte schon mal eine „tolle Idee“, die in der Praxis ganz anders gelaufen ist, als man gedacht und gewünscht und gehofft hatte.

Es sollten Lehrer mit vielen Jahren Erfahrung die neuen Lehrer ausbilden! Das wäre ein Gewinn!

Palim
1 Monat zuvor
Antwortet  Namina

Das ist ja im Ref und in NDS mit dem GHR300-Praktikum so,
aber alsLehrkraft würde ich mir mal wieder ein bisschen Uni wünschen und den Schulpädagogik:innen auch einen Einblick in den Schulalltag.

Vielleicht sind auch online-Formate sinnvoll, die bis in die Botanik reichen und Austausch ermöglichen, z.B. themenspezifisch, wie z.B. „Alphabetisierung in der Zweitsprache, aktuelle Umsetzung in der Praxis und neueste Forschungsansätze.“

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Palim

Vorlesungen an Unis sind meist öffentliche Lehrveranstaltungen.
Hier kann man sich tatsächlich „einfach so“ rein setzen.
Man kann auch den offizielleren Weg gehen und als Gasthörer sich einschreiben …

Ansonsten gäbe es auch die Möglichkeit der Kooperation und Schul-Uni-Partnerschaft. Diese kann man auch nutzen und nicht nur als „Aushängeschild“ einen Badge auf die Homepage stellen …

Palim
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Es gibt auch online Vorlesungen und MOOCs, die auch in der Botanik ankommen,
aber zum Lehramtsstudiengang oder zum diesbezüglichen Austausch ist das nichts.

Nicht jede wohnt in einem Bundesland und an einem Ort, in dem die Uni um die Ecke liegt. Es ist nicht sinnvoll, das Stadt-Land-Gefälle weiterhin außer Acht zu lassen, wo möglich sollte man dann digitale Wege nutzen, um Austausch zu finden.

Unter Lehrkräftemangel – wir reden von bereits über 15 Jahren – ist es zudem schwierig, FoBi zu nutzen, da es in der Schule zu noch mehr Ausfall kommt oder die SL die Genehmigung zur FoBi verwehren kann oder muss.

Es braucht also auch für diesen Bereich Mittel und Wege, die bisher nicht oder nicht ausreichend vorhanden sind.

Tobias
1 Monat zuvor

Aus meiner Perspektive wird von Lehramtsstudenten häufig das „theorielastige“ Studium kritisiert, weil sie die Theorie nicht beherrschen, bzw. meinen ihnen würde zu viel abverlangt und im späteren Schulalltag würden sie das alles nicht mehr brauchen.
Was sie dabei unterschätzen oder falsch einschätzen, ist, dass der spätere Lehrer Theorie und Praxis miteinander verknüpfen muss und die Uni eben für den theoretischen Teil zuständig ist. Das gilt für die Fächer aber auch für den Erziehungswissenschaftlichen Teil.
Bei denjenigen, die diese Klagen führen, merke ich im Kollegium, dass da auch insgesamt nicht viel dahinter ist. Die können dann vielleicht ihr Fach halbwegs unterrichten, aber wenn es pädagogisch mal komplizierter wird, kommt da nicht mehr viel, weil sie eben Theorie nicht in Praxis umsetzen können.

SchadeMarmelade
1 Monat zuvor
Antwortet  Tobias

Ich merke bei mir im Kollegium genau das Gegenteil. Alle die, die besonders „gut“ vom Studium sprechen sind die jenigen KollegInnen die am wenigsten drauf haben.
Erklären sie mir den Sinn der Phonetik für das Lehramtsstudium an Grund und Hauptschulen. Wofür gab es das?
Und Pädagogik ist doch auch nur dummes Gelaber für Menschen die nicht in der Lage sind auf normalem Weg mit SchülerInnen eine Verbindung aufzubauen um Interesse und Spaß an ihrem Fach zu haben.
Lehrer sein ist wesentlich mehr als nur „Wissen“ zumindest an allen Schulformen an den ich unterrichtet habe. Das waren aber auch nur Grund, Hauptschul und Gemeinschaftsschulen.

Palim
1 Monat zuvor
Antwortet  SchadeMarmelade

Erklären sie mir den Sinn der Phonetik für das Lehramtsstudium an Grund und Hauptschulen. Wofür gab es das?“

Dafür, dass man die Schwierigkeiten von Kindern mit Sprachstörungen und Hörverarbeitungsschwierigkeiten einordnen, die daraus resultierenden Fehler bewerten und das Kompensieren mit den Kindern üben kann und Materialien zur Förderung erstellt oder anpasst,
dafür, dass man entsprechende sonderpädagogische Gutachten verfasst
und auch dafür, dass man kontrastive Sprachanalysen zu Erstsprachen erstellt oder wenigstens liest und so die Vermittlung der Zweitsprache darauf abstimmen kann.

Für den Erstunterricht und die Vermittlung von Rechtschreibung oder die aufmerksame Auswertung von Fehlerschwerpunkten ist es auch hilfreich.

Gerade der Anteil an Sprachwissenschaft ist Gold wert und ich benötige das Wissen ständig und baue darauf auf.

Alle die, die besonders „gut“ vom Studium sprechen sind die jenigen KollegInnen die am wenigsten drauf haben.“
Aber vielleicht habe ich Sie auch nur missverstanden. Mein Studium war gut UND es gab viele Praktika, die auch gut begleitet wurden. Sprachwissenschaft war am Freitag, konnte damals noch freiwillig belegt werden, und die Bude war voll, weil es so gut war. Danke, Frau H.

Namina
1 Monat zuvor
Antwortet  Tobias

Vor allem hört man diese Klagen alle Jahre wieder, egal, was verändert wurde und der Praxisteil wurde im Laufe der letzten 20, 30 Jahre erheblich verändert, also ausgeweitet und man liest trotzdem immer wieder das Gleiche. Am Ende soll es dann wohl gar keine Theorie und nur noch Praxis geben?

Ein bisschen was wissen sollte man doch aber schon, oder? (Ist ja wie in der Schule heutzutage.)

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Namina

Beides vielleicht?

Muxi
1 Monat zuvor

In meinem Studium hab ich im Bereich der Fachdidaktik nur unfähiges Personal erlebt. Deren Lehre war um Klassen schlechter als die der didaktisch ungeschulten Fachwissenschaftler.
Daher ein anderer Vorschlag:
Für Didaktikpositionen dürfen sich nur noch Lehrer bewerben die von den Schülern (und nur den Schülern) mehrere Jahre hinweg als überdurchschnittlich gute Lehrer bewertet worden sind.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Muxi

Meine Didaktik-Seminar waren überwiegend sehr sehr gut.
Liegt vllt. an der Uni? Keine Ahnung.

HarneEinrichson
1 Monat zuvor
Antwortet  Bla

Liegt sicher an der Uni oder auch der einzelnen Fachdidaktik. Ich studiere auch eine Fachdidaktik, die hauptsächlich von Fachpersonen gelehrt wird, die keine Ahnung von Kindern oder dem Lehrplan haben (außer sie sind vielleicht Eltern)

447
1 Monat zuvor
Antwortet  Muxi

Dann vestrahlt Sie diese Drone demnächst vom Dozentenstuhl aus…kann das irgendwer wollen?

Abgrenzung
1 Monat zuvor

Ja und die Praxisphasen an der Uni werden oft von Menschen begleitet, die ihr Referendariat ABGEBROCHEN haben und nun ihre negativen sowie unrealistischen Anforderungen an angehende Lehrer*innen weitergeben, indem sie an der Uni lehren. Selbst erlebt. Zweimal.

SekII-Lehrer
1 Monat zuvor

Ich habe bei Prof. Zierer studiert und erinnere mich gut. Mein Eindruck war damals schon: Gut, dass der Mann nicht im Schuldienst geblieben ist. Für die Schüler. Und schlecht, dass er nicht dort geblieben ist. Für die Studierenden. Wirkte notorisch gekränkt und enorm unsouverän auf mich. Und man musste sein inhaltsleeres Buch über Schultheorien gelesen haben, um das Examen bei ihm zu bestehen.

Sporack
1 Monat zuvor
Antwortet  SekII-Lehrer

… immerhin sein eigenes Buch – und wenn es wirklich „inhaltsleer“ war, kann die Prüfung ja nur über nichts gehandelt haben. Es ist also entweder eine philosophische oder eine physikalische Prüfung.

… ja es ist warm und mancher Humor funktioniert im Warmen nicht.

Michael
1 Monat zuvor

Er hat von 2004 bis 2009 als Lehrer gearbeitet. Ist auch schon was her.

Namina
1 Monat zuvor
Antwortet  Michael

Das ist gut, das ist schon was, aber man muss ja bedenken, auch Lehrer sind nicht alle gleich. Hat er 2009 aufgehört, weil er in der Schule nicht klar kam? Das alleine ist ja schon was anderes, als wenn er „Karriere“ machen wollte oder seine Erfahrungen weitergeben wollte (gute oder schlechte)?

Auch wir Lehrer sind alle anders, unterrichten anders, gehen anders mit Problemen um, finden andere Dinge wichtig oder unwichtig usw. Und je nachdem, wie man selber als Lehrer gearbeitet hat, gibt man es dann weiter.

Wichtig wäre zu wisssen, was kam denn dabei heraus? So, wie man selbst gearbeitet hat! Und dafür wären schon etliche Jahre Erfahrung wichtig, um das einschätzen zu können.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Namina

Wichtig ist die Frage: Würde Herr Zierer nochmal das aktuelle Referendariat auch selbst machen?
Gibt es da den eigenen Anspruch und die „eigene Forderung“?
Ansonsten ist das halt „blabla“.

Diesen Anspruch und diese „Erfahrung“ kann er jederzeit beweisen und dann nach 2 Jahren nochmal seine Forderungen stellen. Ggf. Gerne auch nochmal aktuelle Schule erleben. Schadet auch nicht.

Hysterican
1 Monat zuvor

Ob Zierers Diagnose trägt, wird in der Bildungsforschung allerdings seit Jahren kontrovers diskutiert.“

Wen wundert das …?
Nach meiner Erfahrung und Wahrnehmung (über 30 Jahre im Schuldienst – aber auch nebenbei zwei Jahre als Lehrer im Hochschuldienst zur Betreuung und Lehre von Studierenden in den Praxisphasen) meiden die meisten Hochschullehrenden die schulische Praxis wie der Teufel das Weihwaser.
Sie gehen und bleiben an ihre Uni, weil sie auf SuS und den ganzen prekären Kram der schulischen Praxis keinen Bock haben.
Habe Lehrende erleben müssen, die genau die vorgeschriebenen Praxisphasen im Studium absolviert haben und dabei für sich bemerkten, „dass das nix für sie sei – sie sich aber gerne mit dem Thema Schule, Bildung, Unterricht theoretisch auseinandersetzen möchten.

Ein schlimmes Beispiel war ein Dozent der kath. Religionswissenschaften, der aus Münster an die Uni Bielefeld abgeordnet war und Einstiegsseminare für Studienbeginner kath. Religion für Grundschule und Sek1 gegeben hat.
Dort erzählte er allen Ernstes und voller Überzeugung, dass es kein Problem gäbe, auch bereits in der zweiten Klasse synoptische Arbeit anhand der 4 Evangelisten im Neuen Testament umzusetzen. Die Studieneinsteiger schrieben fleißig mit und nickten begeistert, während ich – nach gerade abgeschlossenem Referendariat – massiv widersprochen und praxisbezogen argumentiert habe. Im Anschluss an ein Seminar stellte er mich auf dem Flur, um mir „den Kopf zu waschen“. Als er mitbekam, dass ich eine abgeschlossene Lehrerausbildung hatte – und er lediglich ein paar Stunden in Schulen herumgeoelt hatte wurde er immer kleinlauter und bat mich, seinem Seminar fernzubleiben.
Habe das Erweiterungsstudium kath. Religion dann an den Nagel gehängt und bin an eine Brennpunktschule gegangen.

Vero
1 Monat zuvor

Ich lese so einen Artikel schon gar nicht mehr, wenn da mit Doppelpunkt/Wortbinnenzeichen gegendert wird. Da weiß man doch sowieso schon, was kommt. Mantramäßig wird immer wieder mehr Praxisbezug eingefordert (entspricht übrigens diesem bescheuerten Lebensbezugspostulat bei Unterrichtsinhalten), ohne zu thematisieren, dass das natürlich auf Kosten der Fachausbildung geht. Die mag ja in manchen Schulformen egal sein (das denke ich zwar nicht, aber vielleicht ist da der Schaden dann nicht so groß), aber am Gymnasium ist eine gute Fachausbildung unverzichtbar, wenn man auch klugen Kindern intellektuell Futter geben will (aber will ja kaum jemand). Da sieht es inzwischen z. T. bei dem, was die Kollegen fachlich können, jetzt schon echt traurig aus. Und jetzt sollen auch noch die Dozenten mehr Praxisanteile aufs Auge gedrückt bekommen. Ich glaube nicht, dass das irgendwelche Probleme löst.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Redaktion

Er/Sie versteht auch nicht, dass manche Menschen auch an sich selbst – unabhängig vom Studium – einen zusätzlichen Fachanspruch stellen.
Ich hatte bei weitem mehrere Seminare und Vorlesungen aus Interesse belegt und besucht, als ich brauchte. Auch in „studienfremden“ Bereichen (und Fremdsprachen).
Kann man alles machen … Kann man selbst entscheiden mitunter. Zwingt keiner jemanden, wenig(er) zu machen.
Wenn ich an manche Seminare und Vorlesungen denke … Dann waren einige Gym-Lehrkräfte auch fachlich nicht unbedingt über andere. Sorry. Meine Feststellung … Hatte allerdings auch für mich selbst nen Anspruch gestellt.

Traurig eigentlich, dass die (vermeintlich gewollten) Voraussetzungen zu einem Studium dann in der Praxis von vielen selbst „eingedämmt“ werden. Dies würde für mich die Frage einer „tatsächlichen Studiertauglichkeit“ nämlich bedeuten. Auch hier wieder … Theorie und Praxis halt.

ed840
1 Monat zuvor
Antwortet  Vero

ist eine gute Fachausbildung unverzichtbar,“

Die Effektstärke von „Fachkompetenz der Lehrkraft“ wäre allerdings so gering, dass sie nur auf Rang 213 von den 252 Einflussfaktoren liegt.

Realist
1 Monat zuvor

Ausnahmsweise muss ich dem Herrn Zierer hier einmal zustimmen.

Die „Theorie“ in den Universitäten hatte schon vor über zwanzig Jahren nichts mit der Unterrichtspraxis zu tun. Wenn man bedenkt, wie sich die Situation an den Schulen seitdessen „weiterentwickelt“ hat (Stichworte: Inklusion, Integration, soziale Medien, Lehrermangel, Sprachdefizite, Konzentrationdefizite, Verhaltensoriginalität,religiöse Vielfalt, …), ist es positiv anzumerken, dass zumindest einige Universitätstheoretiker hier eine Diskrepanz zu erkennen beginnen.

Aber es wird wohl noch weitere Jahrzehnte dauern, bis sich da etwas ändert: Karriere in der Wissenchaft wird gerade im Bildungsbereich nie jemand machen, der Praxiserfahrung hat, sondern derjenige, der viel veröffentlicht, seien es noch so abstruse Ideen…

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Realist

Eine Frage die aufkommt und man sich stellen sollte … Hält sich Herr Zierer selbst an seine Forderungen als Anspruch?
Ich sehe kein aktuelles Referendariat. Komisch. Wäre als „Opener“ jedoch massiv überzeugend und sinnvoll … Schade aber auch.

Wie sieht es mit seinen Lehren aus? Wie Praxisnahe ist er dort ? Wo unterrichtet er nochmal aktuell? Mit welchem Umfang?
Habe ich übersehen … Upsi.

Ulla
1 Monat zuvor

Ich habe in meinem Studium eine Hausarbeit zum Thema „Erziehung im Nationalsozialismus“ geschrieben. Natürlich war das Thema spannend. Für meinen Alltag in der Grundschule hat es mir aber gar nichts gebracht. Noch immer brechen Hunderte Referendare ihren Dienst ab, weil sie im Studium nicht darauf vorbereitet werden.

Sporack
1 Monat zuvor
Antwortet  Ulla

Mal anders gefragt … In meinem Studium, hab ich nicht gelernt, was ich dort vorher zu lernen gedachte. An meinem Dienstort mache ich nicht das, was ich dort zuvor eigentlich tun wollte, weswegen ich mich dort beworben hatte.

Was also sollte dazu führen, dass die Schulpraxis inklusive Fachwissen echten Einzug ins Studium erhält, bevor Staatsprüfungen und Ref anstehen?

Vielleicht sollte das Lehramt ein wirkliches duales Studium sein:
Ausbildung zur Kindererzieher/in und „schulform-übergreifendes“ Lehramtsstudium?
Ich vermute, dass dieses Konstrukt auch nicht für die Meisten taugen wird.

Bla
1 Monat zuvor
Antwortet  Sporack

Macht für viele auch keinen Sinn der Vita. Weil die Anrechnung als pädagogische Fachkraft bereits in den/vielen(?) Bundesländern ja implementiert wurde.
Die Erzieherausbildung ist dann mehr per-forma, aus Eigeninteresse oder durch Personalschlüssel bedingt.
Für viele also auch nicht sonderlich „attraktiv“.

Würde ja schon helfen, wenn man generell mehr Praxisbezug hätte. Wer auch immer das dann mit dem hohen Deputat machen will … Zusatzstress? Ne danke. Davon hab ich sowieso schon genug.

Palim
1 Monat zuvor
Antwortet  Ulla

Gerade im Lehramt (nein, in anderen Berufen auch) ist es doch wichtig, dass das Studium nicht allein auf die Inhalte in der Schule vorbereitet, sondern weit darüber hinaus geht.
Man muss das Fach als Fachwissenschaft beherrschen, auch um Inhalte schnell adaptieren und didaktisch reduzieren zu können,
man muss in Erziehungswisschenschaften breit aufgestellt sein.

Dazu trainiert man, sich selbst schnell einzuarbeiten, denn schon morgen ist man in einem anderen Fach, einer anderen Schulform eingesetzt, übernimmt ein Amt oder etwas ganz anderes, das sich erst innerhalb der 40 Jahre, die man unterrichtet, entwickelt.

Unfassbar
1 Monat zuvor

Mein pädagogisches Begleitstudium war damals noch zusammen mit den Hauptfachpädagogen (Magister) und damit weitgehend überflüssig. Ist Klafki noch aktuell? Damals war er hoch im Kurs.

Gleichzeitig hätte man den Unterrichtsstoff meiner Fächer auf Hochschulniveau auch innerhalb von zwei Semestern abhalten können. Der Rest war Bonus, den ich aber sehr interessant fand.

HarneEinrichson
1 Monat zuvor
Antwortet  Unfassbar

Ja Klafki ist auch heute noch hoch im Kurs zumindest in manchen Bereichen

Biene
1 Monat zuvor

Ich verstehe diese Kritik und kann sie selbst auch nachvollziehen. Die TUM in München müsste diese Kritik schon vor Jahren umgesetzt haben und bereits ab dem ersten Semester schulpädagogische und didaktische Inhalte auf dem Plan der Lehramtsstudentenschaft für berufsbildende Schulen und Gymnasiallehrkräfte haben. Zu dem ist es dort üblich regelmäßig Praktika in Schulen zu absolvieren, sowohl im Bachelor- als auch im Masterstudiengang.
In meinem Alltag treffe ich Kollegen, die als Doktoren an den verschiedenen Hochschulen der weiteren Umgebung unterrichten.
Ich würde mal vermuten, dass die Schulbehörden ihre „heiligen Hallen“ frei von Hochschuldozenten halten wollen. (Achtung dieser Satz enthält ordentlich Ironie.)

Emma
16 Tage zuvor

Unsere Praktikantin erzählt in ihrem Seminar ihre „Erlebnisse“ mit schwierigen Schülern an unserer Brennpunktschule. Antwort ihres Dozenten: Sowas gibt es nicht.
Der Dozent hat nie an einer Schule unterrichtet.
Das kann ja nur schief gehen.