Start Politik Förderschulen bleiben! Schulministerin beruft sich auf den Elternwillen – doch…

Förderschulen bleiben! Schulministerin beruft sich auf den Elternwillen – doch…

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DÜSSELDORF. Nordrhein-Westfalen will an seinen Förderschulen festhalten. Schulministerin Dorothee Feller (CDU) begründet das auch mit dem Elternwillen: Familien sollen entscheiden können, ob ihr Kind mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf eine allgemeine Schule oder eine Förderschule besucht. Doch aktuelle Daten des Deutschen Instituts für Menschenrechte stellen die Frage, wie frei diese Wahl unter den bestehenden Bedingungen tatsächlich ist. Und ein Blick zurück offenbart einen bemerkenswerten Stillstand: Obwohl heute offiziell ein Vielfaches mehr Kinder inklusiv unterrichtet wird als damals, besuchen in Nordrhein-Westfalen noch immer fast so viele Schülerinnen und Schüler eine Förderschule wie 2009.

Freie Auswahl. Karikatur: News4teachers

Die schwarz-grüne Landesregierung will an Förderschulen in Nordrhein-Westfalen festhalten. Das hat Schulministerin Dorothee Feller in einem Bericht für den Schulausschuss des Landtags klargestellt. Eltern von Kindern mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf sollen weiterhin zwischen einer Förderschule und dem Gemeinsamen Lernen an einer allgemeinen Schule wählen können. Dieses Wahlrecht sei im nordrhein-westfälischen Schulgesetz verankert.

Aktuell werden nach Angaben des Ministeriums mehr als 172.000 Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf in Nordrhein-Westfalen unterrichtet. Rund 96.000 von ihnen besuchen eine Förderschule, gut 76.000 eine allgemeine Schule. Damit werden noch immer mehr als die Hälfte der betroffenen Kinder und Jugendlichen getrennt vom allgemeinen Schulsystem unterrichtet.

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Feller weist Forderungen zurück, Förderschulen zugunsten eines vollständig inklusiven Schulsystems abzubauen. „Die Forderung, zugunsten der Weiterentwicklung des gemeinsamen Lernens an den allgemeinen Schulen die Förderschulen abzuschaffen, ignoriert den Wunsch vieler Eltern von Kindern mit festgestelltem sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf bzw. einer Behinderung, diese an einer Förderschule unterrichten zu lassen“, argumentiert sie in ihrem Bericht. Deshalb teile sie in diesem Punkt die Position des Deutschen Instituts für Menschenrechte nicht.

„Jedes Kind ist einzigartig – und hat das Recht auf bestmögliche Förderung“, unterstreicht Feller. „Jedes Kind soll entsprechend seinen Begabungen, Voraussetzungen und Fähigkeiten optimal gefördert werden, im Unterricht wird daher sowohl individualisiertes als auch gemeinsames Lernen in der Lerngruppe ermöglicht.“

Die Auseinandersetzung berührt einen grundsätzlichen Streit darüber, was Deutschland mit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention im Jahr 2009 für sein Schulsystem zugesagt hat. Artikel 24 verpflichtet die Vertragsstaaten, ein „integratives Bildungssystem auf allen Ebenen“ zu gewährleisten. Das Deutsche Institut für Menschenrechte, das mit dem Monitoring der Umsetzung der Konvention in Deutschland betraut ist (und den Vereinten Nationen darüber berichtet), versteht darunter nicht ein dauerhaftes Nebeneinander von allgemeiner Schule und Förderschule.

„Das Elternwahlrecht ist ein bloßes Scheinwahlrecht: Wenn Eltern sich zwischen einer gut ausgestatteten Förderschule und einer schlecht ausgestatteten Regelschule entscheiden müssen, gibt es keine wirkliche Wahl“

Das Institut fordert für Nordrhein-Westfalen seit Jahren einen grundlegenden Umbau. 2022 verlangte die Monitoring-Stelle erneut ein Gesamtkonzept zum Aufbau eines inklusiven Schulsystems und den schrittweisen Abbau von Förderschulen. Bereits 2017 hatte das Institut formuliert, Nordrhein-Westfalen solle personelle und finanzielle Ressourcen in inklusive Bildung umschichten und „schrittweise und auf absehbare Zeit alle Förderschulen schließen“. Ein dauerhaftes Förderschulsystem neben dem allgemeinen Schulsystem hält die Monitoring-Stelle nicht für vereinbar mit der UN-Behindertenrechtskonvention.

Wie weit Nordrhein-Westfalen seit deren Inkrafttreten tatsächlich gekommen ist, lässt sich allerdings unterschiedlich beurteilen. 2009 hatten nach der amtlichen Statistik 116.237 Schülerinnen und Schüler einen festgestellten sonderpädagogischen Förderbedarf. 99.296 von ihnen besuchten eine Förderschule. Lediglich 16.941 wurden an einer allgemeinen Schule unterrichtet. Die sogenannte Inklusionsquote lag damit bei 14,6 Prozent.

Heute besuchen gut 76.000 Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf eine allgemeine Schule – rund viereinhalbmal so viele wie 2009. Betrachtet man allein diese Entwicklung, ist die Inklusion erheblich vorangekommen.

Doch die andere Hälfte der Rechnung passt nicht recht dazu. 2009 wurden 99.296 Kinder und Jugendliche an Förderschulen unterrichtet. Heute sind es immer noch rund 96.000. Die Zahl der Förderschülerinnen und Förderschüler ist damit in 17 Jahren kaum gesunken.

Stark gewachsen ist stattdessen die Zahl der Kinder, denen überhaupt ein sonderpädagogischer Unterstützungsbedarf zugeschrieben wird: von 116.237 auf inzwischen mehr als 172.000. Ein Wachstum der gesamten Schülerschaft erklärt diese Entwicklung nicht. Die NRW-Statistik wies 2009 rund 1,9 Millionen Schülerinnen und Schüler in der entsprechenden Grundgesamtheit aus; die Förderquote betrug damals 6,1 Prozent.

Das Phänomen ist in der Bildungsforschung bekannt. Die Frankfurter Inklusionsforscherin Vera Moser spricht von einem „Inklusionsparadoxon“: Die Zahl der Schülerinnen und Schüler mit Förderstatus an allgemeinen Schulen wächst, während die Zahl der Kinder an Förderschulen nicht entsprechend zurückgeht. Möglich wird das, weil insgesamt immer mehr Kindern ein sonderpädagogischer Förderbedarf attestiert wird.

Für Nordrhein-Westfalen hat ausgerechnet ein vom Schulministerium in Auftrag gegebenes wissenschaftliches Gutachten Hinweise darauf geliefert, warum die Förderquote steigt. Die Forschenden von fünf Hochschulen beschreiben ein „Ressourcen-Etikettierungs-Dilemma“: Sonderpädagogische Unterstützung sei an allgemeinen Schulen vielerorts an die formale Feststellung eines Förderbedarfs gekoppelt. Unter Rückgriff auf frühere Untersuchungen verweisen sie darauf, dass solche Verfahren auch aus Entlastungsbedarf oder zur Gewinnung zusätzlicher pädagogischer Ressourcen angestoßen werden können. (News4teachers berichtete.)

Das Gutachten liefert damit keine Grundlage für die Behauptung, die zusätzlichen Förderbedarfe seien generell unbegründet. Es verweist aber auf einen systemischen Anreiz: Wenn zusätzliche Unterstützung an eine individuelle Diagnose gekoppelt ist, kann eine Schule Ressourcen für ein Kind vielfach erst erhalten, nachdem dieses formal als sonderpädagogisch unterstützungsbedürftig eingestuft worden ist. Zugleich nennen Fachleute weitere mögliche Erklärungen – etwa genauere Diagnostik und einen stärkeren Blick der Lehrkräfte auf individuelle Unterstützungsbedarfe.

Zur bemerkenswerten Entwicklung der Schülerzahlen kommt nun eine zweite Merkwürdigkeit. Feller begründet den Erhalt der Förderschulen ausdrücklich auch mit dem Elternwillen. Ausgerechnet das von ihr kritisierte Deutsche Institut für Menschenrechte hat diesen Elternwillen in Nordrhein-Westfalen jedoch gerade untersuchen lassen – und kommt zu einem anderen Bild.

An der bundesweiten Online-Befragung nahmen 2.315 Sorgeberechtigte von Kindern mit Behinderungen beziehungsweise sonderpädagogischem Förderbedarf aus Nordrhein-Westfalen teil. 81,2 Prozent lehnen eine getrennte Beschulung von Kindern mit und ohne Behinderungen ab. 91,4 Prozent wünschen sich, dass alle Schulen so ausgestattet werden, dass Kinder mit und ohne Behinderungen gut gemeinsam lernen können.

Noch deutlicher wird der Gegensatz beim Blick auf die Familien, deren Kinder tatsächlich eine Förderschule besuchen. 68,8 Prozent dieser Eltern geben laut Institut an, sie würden ihr Kind lieber auf eine allgemeine Schule schicken, wenn dort die Förder- und Unterstützungsbedingungen besser wären. Nur 59 Prozent der Eltern von Förderschulkindern sehen ihren Wunsch hinsichtlich der tatsächlich besuchten Schulform erfüllt. Bei Eltern von Kindern an allgemeinen Schulen sind es 73 Prozent.

Der Besuch einer Förderschule bedeutet demnach zumindest für einen erheblichen Teil der befragten Familien nicht, dass sie diese Schulform grundsätzlich einer inklusiven Schule vorziehen. Entscheidend ist offenbar auch, welche Bedingungen sie an der allgemeinen Schule für ihr Kind erwarten.

Eine Rolle spielt dabei die Beratung. 39,9 Prozent aller befragten Eltern berichten, ihnen sei hauptsächlich zur Förderschule geraten worden; 27,6 Prozent wurde überwiegend die inklusive Beschulung an einer allgemeinen Schule empfohlen. Besonders deutlich fällt das Verhältnis bei Familien aus, deren Kind anschließend tatsächlich eine Förderschule besucht: 69,4 Prozent dieser Eltern berichten von einer überwiegenden Empfehlung für die Förderschule. Lediglich 6,1 Prozent wurde hauptsächlich zur inklusiven Beschulung an einer allgemeinen Schule geraten.

Das Institut zieht daraus den Schluss, dass die Schulformwahl für Familien nicht allein Ausdruck einer grundsätzlichen Präferenz für oder gegen Inklusion ist. Häufig sei nicht die Ablehnung gemeinsamen Lernens, sondern seien unzureichende Bedingungen an allgemeinen Schulen der Grund für die Entscheidung zugunsten einer Förderschule. Susann Kroworsch, Co-Autorin der Studie, erklärt dazu: „Das Elternwahlrecht ist ein bloßes Scheinwahlrecht: Wenn Eltern sich zwischen einer gut ausgestatteten Förderschule und einer schlecht ausgestatteten Regelschule entscheiden müssen, gibt es keine wirkliche Wahl.“ News4teachers / mit Material der dpa

Inklusion – eine Mogelpackung? Zahl der Förderschüler an Regelschulen steigt, Anteil der Schüler an Förderschulen sinkt aber nicht

 

 

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93 Kommentare
Rainer Zufall
15 Tage zuvor

„Die Zahl der Schülerinnen und Schüler mit Förderstatus an allgemeinen Schulen wächst, während die Zahl der Kinder an Förderschulen nicht entsprechend zurückgeht.“
Inwiefern ist das paradox?
Zu wenig in (vor allem frühkindliche und Sprach-)Bildung investieren, das veraltete System nicht an neue Umstände anpassen, zu wenig Personal bei schwierigeren Voraussetzungen, die sich nicht mehr so einfach auf die Eltern abwälzen lassen wie früher und dann alle Kinder, die durch das System fallen, für behindert erklären.
Ist politisch und gesellschaftlich zu großen Teilen genau so gewollt, der Fehler liegt in der irrtümlichen Annahme, beim „Elternwillen“ ginge es um die Eltern betroffener Kinder

Fridolin
15 Tage zuvor

Die UN-Behindertenkonvention von 2006 schreibt bekanntlich auch nicht die Abschaffung der Förderschulen vor; Deutschland gewährt infolgedessen „nur“ Eltern behinderter Kinder das Recht, dass ihr Kind an einer Regelschule lernt. Das ist also ein Kann, aber kein Muss, denn außerdem kann eine Regelschule dies mit triftigen Gründen ablehnen.

Für bestimmte Gruppen bzw. Einzelfälle sind womöglich Förderschulen mit sehr viel kleineren Klassen und alleine daher schon besseren Fördermöglichkeiten tatsächlich geeignter als Regelschulen.

Fridolin
15 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Ich hab doch gar nicht vom „Sonderschul-Zwang“ geschrieben?!

Wir lasen neulich den Hinweis, dass sogar das Bundesverfassungsgericht immer wieder festgestellt hat, die UN-Behindertenkonvention verpflichte Deutschland nicht zur Schließung aller Sonderschulen/Förderschulen. (Ich schau mal, ob ich das wiederfinde.)

Sim Si
15 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Absolut! Nur funktioniert das halt nicht. Und solange das nicht funktioniert, haben Lehrer und Eltern das Recht, sich gegen die UN-Vorgabe zu wehren. Ich war als BL erst letzte Woche wieder in einer Klasse, wo ein Zweitklässler mit oppositioneller Verhaltenstörung der Lehrkraft und den Mitschülern keine ruhige Minute an Unterricht ermöglicht hat. Nach 5 Minuten in der Klasse hatte ich solche innerlichen Aggresssionen, dass ich am liebsten schreiend rausgelaufen wäre. Die arme Lehrkraft steht kurz vor dem Burnout. Der Antrag auf Schulbegleitung ist 9 Monate alt, die Diagnose vom SPZ 6 Monate – das Landratsamt versucht mit dem ständigen Einfordern neuer Gutachten den Prozess so weit wie möglich rauszuzögern. Das ist Alltag hier! Aber klar, das Recht eines Einzelnen steht natürlich über den Rechten aller anderen! Solange nicht ganz klare Vorraussetzungen geschaffen werden, dass in solchen Fällen SOFORT umfassende Hilfe kommt, werden Lehrer und auch Eltern nicht bereit sein, eine vollumfassende Inklusion zu befürworten. Und da die Geld kostet, was viele Kommunen nicht haben, können wir auf den St. Nimmerleinstag warten….Immer schön von oben runter Vorgaben machen, die die Leute unten vor Ort ausbaden sollen!

Bla
14 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

„Das ist keine UN-Vorgabe, sondern (mit der Ratifizierung durch den Deutschen Bundestag) seit 2009 geltendes Recht in Deutschland. “

Genau genommen ist es beides?
Es ist eine völkerrechtliche Vorgabe der UN. Durch die Ratifizierung 2009 durch Deutschland ist es zudem geltendes Recht in Deutschland.
Warum ist das wichtig? Naja man muss dann doch schauen, auf welcher Ebene es ist. Also auf „Rang eines ‚einfachen Bundesgesetzes‘ „. Somit schonmal per se kein Grundrecht.
Und im Prinzip ist halt so auch der Klageprozess und die Klagechance zu handhaben.

„Und selbstverständlich haben Lehrkräfte und Eltern das Recht, sich juristisch gegen unrechtmäßige Zustände zu wehren. “

Auf individueller Ebene ja. Also bspw. konkret eine Schulbegleitung als Anspruch und ggf. dementsprechend als Klage bei Nicht-Zugeständnis.
Was sie eben eher schwer (oder im Prinzip gar nicht) einklagen „können“ [grundlegend kann man mal alles einklagen …] ist ein generelles Recht.

„Leider passiert das nicht. “

Weil der potentielle Erfolg nicht sonderlich hoch ist, oder?

„Betroffene Eltern haben kaum die Möglichkeit, einen jahrelangen Rechtsstreit durch alle Instanzen durchzufechten “

Maximal auf Individualebene wie gesagt. Und das zerrt ja schon gewaltig …
Auf „generellen Bedarf“? Naja … Kommt man wieder mit Schulgesetz und dessen Finanzierungsvorbehalt. Und schon war’s das leider wohl?

„Lehrkräfteverbände hätten diese Möglichkeit schon.“

Echt? Wie denn konkret?

Man klagt das völkerrechtliche Staatsziel von Inklusion ein? Also eine große juristische Klage auf Basis der UN-Behindertenkonvention.
Dann bezieht sich der Staat sofort auf die Klagebefugnis. Prangert die Verbandsklage an und geht auf die Basis des deutschen Verwaltungsrechts.
Also: Abweisung mangels Anspruchsgrundlage. Hinweis auf Politisches Gestaltungsziel als Staatsziel. Ggf. noch Erwähnung des Art. 48 der UN-Behindertenkonvention selbst.
Zusätzlich kommt ggf. der Verweis auf das Schulgesetz als Instanzierung und den Finanzierungsvorbehalt.
Und dann?
Es ist ja nicht so, dass völkerrechtliche Staatsziele als „progressive realisation“ erstmal … Sehr sehr vage sind. Man will ja … Und man versucht … Und schau hier … Hier machen wir ja … Völkerrecht im Bereich des deutschen Föderalismus? Ja gut … Finanzierungsvorbehalt. Kultushoheit. Schul- und Sachaufwandsträger. Und schon hat man drei Ebenen. Wer macht was? Alle „wollen“ – trotzdem geht nichts weiter? Komisch. Wer rügt und wie? Da mal viel Spaß und „Erfolg“ an die GEW bspw. als Klageinstanz [ohne Klagerechtsanspruch?].

Naja gut … Sagen wir mal das Gericht [RichterIn] ist sehr gut drauf. Und sagt: Schauen wir mal … Gehen wir mal trotzdem an.

Was passiert? Medial massiver Push. Die Verantwortung wird … Wie immer … Rumgeschoben. Landesregierung -> Bund gibt kein Geld. Bund weist auf Föderalismus hin. Usw.
Erwartet man dann noch Gesetzesänderungen? Naja .. Gewaltenteilung. Zumindest nicht so einfach.
Zudem käme es auf das konkrete Urteil ja dann an. Das kann von „okay, schauen wir mal“ bis hin zur Utopie gehen.

„Die verfolgen aber offensichtlich andere Prioritäten“

Weil man hier tatsächlich eindeutiges Klagerecht hat? Gestützt durch Arbeitsrecht?

Man versucht als GEW ja politischen Druck aufzubauen. Klar. Muss man ihnen zugestehen. Wie „erfolgreich“ das ist … Gut.
Aber dass die hier nicht klagen? Doch eigentlich logisch? Oder was übersehen ich? Was sehen Sie anders?

Fazit:
Man bleibt als Gericht bei „Rüge“: Dududu. Mach bitte mal
Als GEW bleibt man bei: Einforderungen, Hinweise, Demonstrationen, „Werbung“
Als Elternteil bleibt man bei der Individualebene: Schulbegleitung, Anerkennungen
Auf politischer Ebene bleibt man bei: Aussitzen, mal schauen
Und das Karussell dreht sich.

Das Ganze ist halt massivst komplex aufgebaut und (juristisch) „abgesichert“. Wie stellt man sich das denn konkret so vor? Wenn das „so einfach“ wäre … Warum machts keiner? Und wenn man „einfache Sachen“ [wie das AZE, Mehrarbeit, Pausenzeiten, Besoldung] schon als Staat aussitzt und ewig „ausdehnt“ … Oh mei. Wie soll man dann als GEW bitte eine völkerrechtliche „Zusage“, welche ohne sonderliche Grundgesetzbasis da ist … einklagen?

Aber vielleicht bin ich auch „der einzige“ „Idiot“, welcher das nicht versteht und es ist/wäre ganz leicht … Kann ja sein, dass ich es absolut nicht checke. Über Erklärungen bin ich dann sehr gespannt und offen. Lerne ja gerne dazu.

Grillsportler
14 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Das ist keine UN-Vorgabe, sondern (mit der Ratifizierung durch den Deutschen Bundestag) seit 2009 geltendes Recht in Deutschland.

Also so ähnlich wie die Arbeitszeiterfassung an Schulen. Interessiert auch niemanden und steht der Forderung nach Inklusion auch noch entgegen.

omg
14 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Der Ständige Ausschuss der UN macht 2016 in seinen Allgemeinen Hinweisen deutlich:
10. Inklusive Bildung ist zu verstehen als:
a) ein fundamentales Menschenrecht aller Lernenden. Insbesondere ist Bildung ein Recht, das dem einzelnen Lernenden zusteht und nicht, zum Beispiel bei Kindern, ein Recht der Eltern oder Fürsorgepersonen. Elterliche Verantwortung ist in diesem Fall den Rechten des Kindes untergeordnet.

Das ergibt sich aus der Beobachtung, dass viele Eltern eben nicht das inklusive Setting gewählt haben, dass den Kindern zusteht, sondern oft Förderschulen oder aber die Entscheidung Dritter mitgetragen haben. Die Rolle der Eltern wird als sehr wichtig gesehen, der Wille der Eltern darf aber dem Interessen des Kindes nicht entgegen stehen.

Dass damit etwas aus dem Blick gerät, dass viele Länder schlicht sich aktiv weigern, ein inklusives System aufzubauen, steht auf einem anderen Blatt. Wie in NRW halt.

Sim Si
14 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Mir sind auf der Realität basierende Diskussionen lieber – hinter Gesetzen verstecken kann sich jeder. Beantworten Sie insofern bitte folgende Frage: Auch wenn keine Minute normaler Unterricht möglich ist, andere Schüler dadurch keine Chance auf Hilfe und Unterstützung haben, Mitschüler körperlich angegangen werden, Schuleigentum zerstört und Lehrer in den Burnout getrieben werden?: Steht Ihrer Meinung nach das Recht des Einzelnen über dem Recht aller anderen? — Manchmal würde ich Leute wie die von der Redaktion gerne mal ein paar Monate in so eine Klasse setzen, dann würden sie vielleicht ihre Meinung ändern. – Aber wahrscheinlich würden sie auch dann noch von linksoben belehren, dass das das Recht sei, man halt alle Wege beschreiten, notfalls gerichtlich einfordern müsste, blablablablabla….. Mal sehen, wer zuerst im Burnout wäre: „Das System“ oder Sie….

Morgendämmerung
15 Tage zuvor
Antwortet  Sim Si

Es gibt ja aber gar keine solche „Vorgabe“. Dieser Eindruck wird nur immer wieder erweckt. Eine Schule darf, wie oben ja geschrieben wird, den Antrag auf Aufnahme eines behinderten Kindes mit entsprechenden Gründen ablehnen.

DerechteNorden
15 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

„Damit ist ein Sonderschul-Zwang für bestimmte Kinder garantiert nicht vereinbar.“

Also auch kein äußeren Zwänge?
Also sollen auch Heranwachsende ohne Impulskontrolle inklusiv beschult werden?
Also sollen auch Heranwachsende mit so schweren körperlichen Einschränkungen, dass sie permanent an Maschinen, die nicht einfach mal von A nach B geschoben werden können, angeschlossen und immer unter Aufsicht sein müssen, inklusiv beschult werden?
Was ist mit Kids, die keinerlei Lautstärke und Gewusel ertragen können? Etwas, das an Regelschulen Normalität ist und nicht abstellbar ist.
…

Nichts für ungut, soll man die Kinder dann mit Medikamenten zuballern, damit sie in einer Regelschule durchhalten können, weil sie unbedingt inklusiv beschult werden müssen?

DerechteNorden
15 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Dann sollten doch Förderschulen erhalten bleiben, damit eben nicht alle Kinder inklusiv beschult werden müssen.
Weshalb fordern Sie denn dann immer die Abschaffung von Förderschulen?

Bla
14 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

„wir fordern Förderschulen für alle.“

Die (mögliche) Konsequenz der Anwendung der Definition wäre dementsprechend allerdings auch:

„- Vorrang der inklusiven Beschulung“

Das „Anderes“ eben (dann) durchaus „nachstehen“ kann/“darf“?
Ansonsten macht „Vorrang“ doch keinen Sinn als Begrifflichkeit?

„– Grundsätzlicher Rechtsanspruch auf inklusive Beschulung“

Bedeutet bei gleichzeitiger „Schulwahl“ dementsprechend auch überall alle Inklusionsbedingungen als Gegebenheit zu haben/machen/bekommen. Wie auch immer man das wiederum durchsetzen sollte/will.
Ansonsten als Alternativansatz: Wo ein Kind potentiell hin „soll“, dort werden die Rahmen VORAB gemacht. Also bspw. Schulortswahl mit „mind. 1 Jahre Vorsprung“. Wie sonst machbar als Planung und Umsetzung?

„– Erneuerung der Bildungs- und Lehrpläne im Sinne der inklusiven Beschulung“

Bedeutet somit auch die Anpassung an die Realität. Also „Doppellehrpläne/Parallellehrpläne“ als Differenzial. Was es ja bereits „gibt“ – nur eben durch die jeweiligen Schulartlehrpläne als Bezugslehrpläne.
Oder eben ein „Kompromiss-Lehrplan“? Oder wie stellt man sich das konkret vor?
Oder „bleibt der Regellehrplan“ und wird „inklusiver“? Wie genau? Inklusionsbereiche sind ja bereits enthalten normalerweise?
Also hier bräuchte man ja konkretere Ansätze dann auch bei der Forderung. Hat Herr Classen diese auch? Oder gehts da nur um die theoretische Völkerrechtsforderung? Umsetzung sollen dann „andere“ irgendwie mal machen?
Also der Punkt ist etwas … Flexibel auslegbar?

„– entsprechende Veränderung der Studien- und Prüfungsordnungen der Lehrer“

Bedeutet dies dann ein Doppelstudium?
Regelschullehrkraft [Schulform] + Sonderpädagogik?
Wen will man damit „ködern“? Wenngleich sehr interessant. Aber das ja Irrsinn.
Oder „nur paar Schwerpunkte anpassen“?
Was fällt dafür weg? Baut man die Studienzeit dann aus?
Wie sieht das im Ref konkret aus?
Differenzierung als „Standard“ ist ja sowieso bereits gegeben? Dann auch noch Erweiterung durch was genau?
Man müsste dann ja als Regelschullehrkraft „doppelt ausgebildet“ sein.
Oder eben die Sparte „Sonderpädagogik“ wiederum nutzen – warum dann jedoch Studienanpassung auf Inklusion? Oder doch nur 1-2 Seminare? Und „kommen“ dann auf einmal Sonderpädagogen noch dazu? Woher?
Oder deckt man das durch die 1-2 Seminare? Nennt man das dann Qualität?

„– Sicherstellung der qualifizierten Einbeziehung aller Kinder in den gemeinsamen Unterricht („zieldifferenter Unterricht“)“

Bei wie vielen SuS? 30 von 30? Jeder ist „zieldifferent“ erstmal. Das hat man als Mensch so an sich. Auch hier gibt es dementsprechend eben Kompromisse.
Also: Wie konkret? Wer konkret? Und wann konkret?
Reicht dann Binnendifferenzierung? Allgemein? Bei manchen? Bei keinem?

„– Sicherstellung sonderpädagogischer Förderung unabhängig vom Förderort“

Durch „wen“? Und „wie“?
Also auf beratender Ebene (weiterhin)? Umsetzung dann Regelschullehrkraft?
Man hat dann ja ggf. zumindest 1-2 Seminare als „Qualitätsstandard“? Muss ja gehen.
Oder ruft man dann als Sonderpädagoge bei den Schulen mal durch? Damit das auch sicher unabhängig vom Ort ist? Damit sichert man sich dann diesen Faktor?
In welchem Bereich und welchem Umfang fungieren dann Experten? Also ich meine damit schon professionell ausgebildete Personen der Inklusion [Schulpsychologen, Sonderpädagogen und KJP]? Sind die „immer dabei“? Oder kommt dann doch der „angedachte“ FSJler? Nach nem Jahr zumindest?

„– entsprechende personelle, räumliche und sächliche Ausstattung.“

Wäre schon mal nen Traum, wenn man an manchen Schulen Grundsanierung mal hin bekäme. Aber ja: Wäre super.
Genug Personal – woher auch immer.
Räume – klar, woher auch immer.
Ausstattung – flächendeckend „gleich“? Wegen oben …

Was hier „etwas“ fehlt? Die Entlastungsfaktoren … Wer denn nun konkret und wie lange? Und wie viel Deputatsanrechnungen?
Ansonsten sind das alles potentielle „Belastungsfaktoren“ ohne die Gegenseite der „Entlastungsfaktoren“ wie bspw. insb. Zeit …davon ist hier leider direkt mal gar keine Rede. Das ist jedoch der mitunter wichtigste Primärfaktor für funktionierende und gute Inklusion.

Also ja … Es wäre absolut wünschenswert, wenn man dies alles mal (er)schaffen würde. Bis dahin?
Und ganz ehrlich … Eine „Ihr“ macht jetzt einfach „Doppel-System-Koppelung“ wird nicht funktionieren. Da werden schlichtweg viele „aussteigen“. So realistisch muss man denke ich auch sein. Außer man gibt genug Entlastungsfaktoren dazu. Und diese stehen eben aktuell Konträr zu den Forderungen. Wie soll das denn konkret umsetzbar sein?

Sehr gerne hätte ich hier mal ganz konkrete Ansätze und Pläne. Gibt es „die“? Gerne auch vom Völkerrechtler Prof. Dr. Claus Dieter Classen (Universität Greifswald). Ich hab da noch viele weitere Fragen …
Vielleicht liest er das auch und kann etwas dazu schreiben. Das wäre toll.

Bis dahin wünsche ich mir: Keinen Krieg mehr und Welthunger „besiegen“. Das sind so meine Forderungen. Als Mensch. Ich hoffe, dass hier mit der Völkerrechtler zustimmen wird/würde. Nur an der Umsetzung? Keine Idee von mir. Wäre aber auch toll.

DerechteNorden
14 Tage zuvor
Antwortet  Redaktion

Und wie sollte das Heranwachsenden mit bestimmten Problemen helfen, wenn sie an einer einer Schule unterrichtet werden, die sich zwar „Förderschule“ nennt, aber ihren besonderen Bedürfnissen nicht nachkommen kann?

Ich weiß, das ist nebensächlich. Hauptsache, alle sind immer zusammen, egal, ob sie das wollen oder können, weil ihnen die Menschenrechte das vorschreiben.
Diese ständig wiederkehrende Diskussion bringt irgendwie nicht weiter, oder?
Und solche Forderungen bringen manchmal genau das Gegenteil von dem, was sich sich die Fordernden erhofft haben, wie man es immer wieder so „schön“ am Thema Inklusion in meinem Bundesland beobachten kann.
Ich bin – mit der Kenntnis, dass es never ever anders möglich gemacht werden wird – jedenfalls sehr froh, dass nicht alle Heranwachsenden auf Regel-/Pseudo-Förderschulen gehen müssen.

Lera
15 Tage zuvor

Erklärt doch bitte die Förderschulen zu Regelschulen, Problem gelöst.

Jerunda
15 Tage zuvor
Antwortet  Lera

… oder umgekehrt!

Heinz
15 Tage zuvor
Antwortet  Lera

Das hat man doch schon mal mit Hauptschulen in diversen Bundesländern probiert. Neuer Name wie Realschule+ oder wir machen mal eine Sekundarschule, hat eben nicht die Probleme gelöst.

Jerunda
14 Tage zuvor
Antwortet  Heinz

Hat es nicht? Na sowas aber auch!

SchadeMarmelade
14 Tage zuvor
Antwortet  Heinz

Neh. Probleme verschärft und Leistungen verschlechtert, da niemand außer ein paar planlosen Theoretikern jemals auf so abstruse Ideen wie, die Starken helfen den Schwachen und ziehen diese mit, kommen würde.
Jeder, der mehr als drei Minuten mit Menschen zu tun hatte weiß, dass die Schwachen die Starken bremsen und behindern.

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  Lera

Die sollen dann nicht mehr fördern, sondern sich aufregen, dass früher alles besser war, nichts ändern und nach unten aussortieren?

DerechteNorden
15 Tage zuvor

Realistisch betrachtet: Es wird aber niemals so gut ausgestattete Regelschulen geben, dass eine inklusive Beschulung für alle S*S mit Förderbedarf stattfinden könnte.

Was meine K*K und ich gern so alles hätten!

Jonas
15 Tage zuvor

Förderschule abschaffen? Na gute Nacht. wer das möchte, hat noch nie eine Ese- oder GG-Schule von innen gesehen. Wenn die Kids unserer lokalen Ese-Schule aufgeteilt werden, dann findet Unterricht an den regulären Schulen nicht mehr statt

blau
15 Tage zuvor
Antwortet  Jonas

Ich brauche einen Lehrer zusätzlich für mein 2 GG Schüler im inklusiven Unterricht. Alleine im Klassenraum unmöglich diese sinnvoll zu fördern. Und inklusiv heißt hier bloß im selben Raum. Kognitiv sind die in Kl.5 noch in der Kita

Jk
15 Tage zuvor

Gott sei Dank. ich bin Mutter eines Kindes an einer Förderschule und bin echt froh, wenn die Förderschulen bestehen bleiben. Mein Kind würde auch mit Schulbegleiter an einer Regelschule untergehen.

blau
15 Tage zuvor

„Jedes Kind ist einzigartig – und hat das Recht auf bestmögliche Förderung“, unterstreicht Feller. „Jedes Kind soll entsprechend seinen Begabungen, Voraussetzungen und Fähigkeiten optimal gefördert werden, im Unterricht wird daher sowohl individualisiertes als auch gemeinsames Lernen in der Lerngruppe ermöglicht.“

Leere Worte. Unerfüllbar für uns Lehrkräfte mit 30 Schülern in einem Raum und 25+ Stunden pro Woche.

Heinz
15 Tage zuvor

Richtig so, weil aktuell viele Kinder mit Benachteiligung an einer Regelschule leiden. Ebenso leiden je nach schwere und Fördertstatus auch Regelschüler (allerdings seltener). Ale Lehrer kennt man das Schulsystem genau, wenn ich Vater wäre, und ein Benachteiligtes Kind hätte, würde ich den Teufel tun, und dies mit brechen und biegen auf eine Regelschule setzen, nur weil ich das Recht dazu habe.

Wie oben schon geschrieben wurde: Regelschulen sind dafür nicht ausgebildet, ausgerüstet und alles. Ich kann mich natürlich auf mein Recht berufen, wer aber am Ende darunter leidet ist das benachteiligte Kind. Am Ende bringt es dem Kind nichts, wenn ich sage „das hätte aber anders sein müssen“. Aktuell werden viele der Kinder auch an den gut ausgestatteten Schwerpunktschulen nicht so gefördert, wie sie es gebrauchen würden, sondern meist laufen sie einfach so mit, und lernen nicht das, was sie fürs Leben brauchen.
Viele der Kinder müssten eigentlich lernen, wie sie sich selbstständig im Leben zurecht finden und klar kommen und nicht das, was die Regelschüler an einer Regelschule Lernen!!!
Mit den Kindern müsste man, einkaufen, kochen, putzen und solche Dinge und das regeläßig.

uwe
14 Tage zuvor
Antwortet  Heinz

Nehmen wir doch mal den Förderschwerpunkt Lernen: Auf den Förderschulen Lernen konzentrieren sich die verhaltensauffälligen Schüler*innen, weil diese natürlich bevorzugt von den Regelschulen delegiert werden. Wenn man da von einem Schutzraum redet, erinnert das an den Begriff ‚Schutzhaft‘ – ein reiner Euphemismus. Die Klassengrößen an diesen Schulen entsprechen fast denen der Regelschule. Eigentlich ist das nur noch eine ‚Resteschule‘ mit jeder Menge Gewalt und Mobbing

DerechteNorden
14 Tage zuvor
Antwortet  uwe

? Das muss nicht so sein. Ich bezweifle auch, dass das überall so ist.
Verhaltensauffällige Kinder finden Sie auch massenhaft an Regelschulen. Das hat nichts mit Förderschwerpunkt Lernen zu tun. Förderschwerpunkt „Lernen“ bedeutet kognitiv eingeschränkt.
Aus dieser Gruppe gibt es an meiner Schule die meisten Förderkids. Nicht wenige schaffen dann einen Regelschulabschluss, weil sie sich noch entwickeln.

Die Systemsprenger*innen können weder an normalen Förder- noch an Regelschulen beschult werden. Für die braucht es ganz andere Einrichtungen.

uwe
13 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

Verhaltensauffällige Schüler werden im System nach unten abgegeben. Und die hauptschule wird sie nur noch los indem sie sie an eine Förderschule abgeben. Da wird dann plötzlich den Eltern nahegelegt doch mal über einen Wechsel nachzudenken.Die L Förderschulen hier haben Klassenstärken von 20. Das sind praktisch Hauptschulen nur mit einer Hardcore Klientel. Kaum noch handelbar. Für Svhüler*innen absolut katastrophal.

Jerunda
13 Tage zuvor
Antwortet  uwe

Nach meinen Beobachtungen kommt es aber auch nicht selten vor, dass Schüler mit Fö-Bedarf Lernen oder GE erst im Laufe der GS-Zeit (meist so ab 3. -4. Klasse) immer mehr Verhaltensauffälligkeiten entwickeln. Meine „Küchen-Psychologie“ vermutet: sie bemerken immer mehr, dass sie leistungsmäßig mit den anderen nicht mithalten, auch die anderen bemerken, wer immer die einfacheren Aufgaben bekommt und mehr Hilfen braucht und z. T. auch bekommt … wenn man fast nie Erfolgserlebnisse hat, immer Hilfe benötigt … fühlt sich mancher „schwach“, dann will manches Kind (vor allem Jungs) auch mal „richtig“ beachtet werden und sei es durch Stören, körperliche Überlegenheit, Rumkaspern … und aus dieser Rolle kommt man schwer wieder heraus, wenn die Klasse einen auf einmal so „richtig wahrnimmt“, dreht mancher eben immer weiter am Rad.
Das ist sicher nicht immer der Fall, aber sollte man auch bedenken.

DerechteNorden
13 Tage zuvor
Antwortet  uwe

Mal ganz im Ernst, die Hardcore-Klientel, die angeblich „nach unten“ weitergereicht wird, kann man nicht in Regelschulen beschulen.
Für die braucht es ganz besondere Einrichtungen, weil sie riesige Probleme haben, die sie komplett vom Lernen und Funktionieren in einer Gemeinschaft abhalten.
Wer fordert, diese Kids doch besser in Regelschulen zu unterrichten, sorry, der hat keine Ahnung.

Reinhard Hopp
15 Tage zuvor

Mich interessiert der Cartoon im Text. Frage an die Redaktion: stellt er die schulische Wirklichkeit beider gemalter Schulformen in NRW eher realistisch dar oder ist es eher „Hass und Hetze“? Ich frage, weil bei uns in RLP die meisten Schulen nicht völlig baufällig sind.

Rainer Zufall
15 Tage zuvor
Antwortet  Reinhard Hopp

„stellt er die schulische Wirklichkeit beider gemalter Schulformen in NRW eher realistisch dar“
Ja, Schulen sehen wie Bruchbuden aus Holz aus, haben Schilder mit ihrer Funktionen, nicht ihrem Namen angebracht, stehen direkt nebeneinander und sind durch eine Betonmauer mit Stacheldraht getrennt und eine im Verhältnis riesige Frau Feller stampft durch die Straßen.

Gut, dass Sie nachfragten 🙂

Markus Wittenberg
15 Tage zuvor

Es werden wegen der Nachfrage sogar schon wieder Förderschulen eröffnet.
Bei Lern- und Verhaltensauffälligkeiten ist Inklusion eine Zumutung für Mitschüler und Lehrer basierend auf dem Wunschdenken fehlgeleiteter Eltern durch linke Pädagogik.

Rainer Zufall
15 Tage zuvor

„Es werden wegen der Nachfrage sogar schon wieder Förderschulen eröffnet.“
Wofür plötzlich Geld da ist, wenn es nicht um bessere Inklusion geht…

Markus Wittenberg
13 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Bei der Schule, die ich meine, haben die Lehrer selbst (!) auf private Kosten Unterrichtsmaterial gekauft, weil „so viel“ Geld da ist.
Es wird halt anderswo verplempert.

Rainer Zufall
12 Tage zuvor

Nicht unverständlich, das Geld muss ja in den Bau neuer Förderschulen, damit sich die Leute über die schlechte Ausstattung der Inklusion beschweren können 😉

DerechteNorden
14 Tage zuvor

Irgendwer dachte, ihr Kind würde das Label „Förderschüly“ verlieren, sobald es an eine Regelschule ginge.
Hat sich rausgestellt, dass es nicht so ist.
Das ist wohl auch ein Grund dafür.

Rainer Zufall
13 Tage zuvor
Antwortet  DerechteNorden

So lange an einer nicht existierenden Norm festgehalten wird, wo Starke unterfordert, Schwächere überfordert und aussortiert werden…. jup. Ist gesellschaftlich so gewollt, nicht unbedingt von den Betroffenen, aber da müsste man etwas am Schulsystem ändern, dass alle gefördert werden, nicht sortiert

Jerunda
14 Tage zuvor

Warum werden beim Thema Inklusion fast immer nur Schüler mit kognitiven und/ oder sprachlichen Beeinträchtigungen und/ oder ESE erwähnt? Es gibt doch auch noch andere? Warum wird fast nie z. B. von Seh- und Hörbehinderten, sowie Mehrfachbehinderten gesprochen? Interessieren die nicht? Sind es zu wenige? Oder lassen die sich problemlos von Anfang an inkludieren? Das würde mich wirklich interessieren!

uwe
14 Tage zuvor
Antwortet  Jerunda

Es sind extrem wenig. Ich hatte in 27 Jahren einen schwerstmehrfachbehinderten nach Unfall und einen an Krebs erkrankten (der auch verstorben ist). Ein paar hörbehinderte und keinen Sehbehinderten.

Jerunda
14 Tage zuvor
Antwortet  Jerunda

Bildungsqualität für blinde und sehbehinderte SchülerInnen – Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e.V.
sibuz-infobrief-24.pdf
BDH_Brosch_Inklusion_web.pdf
Es würde mich wirklich interessieren, wie viele schwer seh- oder hörbehinderte Schüler inklusiv beschult werden, wie die Ressourcen dafür aussehen (u. a. die technischen Hilfsmittel ….) und welche Erfahrungen es da gibt Während meiner Dienstzeit erlebte ich nur einen Schüler mit auditiver Wahrnehmungsstörung, der trotz technischer Hilfsmittel und viel individueller Förderung (damals war die GS noch kein Brennpunkt und relativ gut mit Sonderpäd. versorgt – aber keiner war Sopäd für Hören), nach einem Jahr zur Sonderschule- Hören wechselte. Auch kenne ich viele verschiedene GS und auch Kollegen durch meine Tätigkeit, sowie Eltern von Kindern verschiedener Schulen. Komisch, dass dort überall anscheinend nur die Fö-Bedarfe Lernen, GE, ESE und Sprache inklusiv beschult werden.
Was ist mit Kindern der anderen Förderbedarfe? Warum spricht niemand für/ über diese Schüler? Sind das wirklich sooo wenige? Oder wo werden die beschult?
Übersicht: Zahlen & Fakten – Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e.V
„.Blinde und sehbehinderte Menschen werden in Deutschland nicht gezählt. Das ist eigentlich unglaublich, wenn man bedenkt, wie nützlich empirisch erhobene Daten wären. Der Zahlenmangel führt dazu, dass in vielen Bereichen Verantwortliche auf Vermutungen angewiesen sind, wo sie eigentlich Planungssicherheit bräuchten“

Zu den Hörgeschädigten fand ich auf die Schnelle keine Angaben. Aber ich fürchte, da sieht es ähnlich aus und meine Vermutung ist, es gibt mehr Hör- als stark Sehgeschädigte Schüler/ Menschen. 

Bla
14 Tage zuvor
Antwortet  Jerunda

Die werden insbesondere in Blindeninstituten beschult.
Beispielsweise in den 7 hier:
https://www.blindeninstitut.de/de/jobs/

Ich glaube – oft eben durch („eigene“) Förderschulen in Kooperation – Schwerpunkt Sehen. Dazu SVEs.
Und hier gibt es einige komplex/mehrfachbehinderte Menschen. Wie man die komplex mehrfachbehinderte Menschen „in Regelschulen packen“ will … Weiß ich jedoch nicht. Hier sprechen wir ja bei weitem nicht mehr von „nur“ Sehbehindert oder „nur Hörbehindert“, sondern von „sitzt im Rollstuhl“ und „wird rumgefahren“ – ansonsten „sitzt im Rollstuhl“.
Da ist auch eher nichts mit Gebärde, Braille oder technischer Hilfe als Lernförderung.
Wie man diese konkret in Regelschulen beschult? Das wüsste ich auch gerne. Mein vollsten Respekt an alle dort Arbeitenden. Wirklich. Wer das mal mitbekommt. Auch „nur“ von außen sieht … da kann man wirklich nur Respekt haben.
Wie man „diese“ jedoch tatsächlich inkludiert? Absolut keine Ahnung. Also „die Härtefälle“.

Bei (nicht komplexeren) Fällen wird wohl mitunter zumindest auch mit Regelschulen gearbeitet in Kooperation. Dann eben durch den MSD „Sehen“.

Aber bei den komplex mehrfachbehinderten Menschen dort? Die sind soweit ich weiß „24 Stunden betreut“ teilweise … Wie soll das denn „an jeder Schule“ „gewährt“ sein? Das ja reines Wunschdenken. Sorry.
Aber auch hier kann man mir sehr sehr gerne erklären, wie man „das macht“ bzw. das machen will/sich vorstellt.
Wir sprechen hier nicht von „Kind/Jugendlicher“ „sitzt“ dabei … Sondern das sind extrem spezialisierte Rahmenbedingungen [Einrichtung, Personal, Materialien und Hilfsmittel] mit heilpädagogischer Einrichtung und Personal mitunter. Hier sprechen wir von „permanenter“ Pflege, Schule und medizinisch-therapeutischer Leistung als „Parallele“. Teilweise als (Teil)Internat system [Wohnen]. Echt keine Ahnung …

Also ich „könnte“ das wohl nicht … Ganz ehrlich. Nicht bei komplex mehrfachbehinderten Menschen, welche ich „hier/dort sah“ … Wenn ich mir dann „Regelschulsystem“ dazu vorstelle.

Sorry … Wirklich. Aber hier sind einfach massivste Grenzen (aktuell) da. Hier sprechen wir auch nicht vom „Rollstuhlfahrer“ oder „der („einfach“) Blinden“.

Jerunda
14 Tage zuvor
Antwortet  Bla

Das ist ja auch meine Vermutung. Aber das widerspricht doch dann auch dem Inklusionsgedanken. Ich finde es diskriminierend, dass darüber nicht gesprochen wird. Es gibt ja auch noch Seh- und Hörbehinderte mit kognitiven Beeinträchtigungen, oder auch gleichzeitig Seh- und Hörbehinderte. Aber solche „Minderheiten“ sind wohl nicht der Rede wert. Was sagen die Behinderten- Verbände dazu? Ich fand da nicht viel bisher, schon gar keine Forderungen an die Politik.

Bla
13 Tage zuvor
Antwortet  Jerunda

„Das ist ja auch meine Vermutung. Aber das widerspricht doch dann auch dem Inklusionsgedanken.“

Ja, absolut. Aber es zeigt auch die Grenzen der Belastbarkeit. Aktuell KANN man diese komplex mehrfachbehinderten Menschen schlichtweg nicht inkludieren. Das ist (reiner) Wunschgedanke.
Von einer tatsächlichen Realisierung sind wir immens weit weg.

„Ich finde es diskriminierend, dass darüber nicht gesprochen wird. “

Der DBSV spricht davon. Nur „juckt“ das wenig. Es „fällt kaum auf“. Die „Reichweite“ ist eben nicht hoch genug diesbezüglich. Viele Beschäftigen sich damit kaum bis gar nicht.
Und Betroffene sind halt in der Minderheit.

Warum wird es (v. A. politisch) nicht erwähnt?
Naja … Kann man halt vermuten:
– Die Prävalenz ist so gering, dass ESE/GE, Lernen, Sprache usw. usf. deutlich „überwiegt“
– So „krasse Behinderungen“ will man eher „meiden“ zu erwähnen … Ist ggf. „unangenehm“? Keine Ahnung. Macht halt mehr Fragen und Probleme dann auf … Müssten sich manche beschäftigen mit und ist halt auch ein „Kopffaktor“ von Belastung.
– Es gibt dazu „keine einfache Lösung“ – eine „Integration“ ohne den Rahmen? Bei „normalen I-Kindern“? Naja, die gehen etwas unter. Aber man „schleppt“ sich/sie irgendwie durchs Mangelsystem mit Müh und Not. Ist nicht so „geil“ … Aber „duldbar“. Bei komplex mehrfachbehinderten Menschen? Ist es schlichtweg nicht möglich. Ohne Rahmenbedingungen würde man hier sofort „Schulquits“ erzeugen. Vermeintlich. Dazu massive Beschwerden von ALLEN Seiten. Sogar dem DBSV selbst. Dieser ist FÜR Inklusion dieser Menschen. Aber GEGEN „unsere (aktuelle) Inklusion“. Warum? Weil das NICHT MACHBAR und NICHT Sinnvoll so ist.
Das sind Experten. Die kennen ihr Klientel. Und sie wissen auch, dass das so Quatsch ist und wäre. Behaupte ich mal „frech“.
– Man MÜSSTE massivste Ausgaben machen … Geht nicht anders. Und das ist jenseits von „normalen I-Kosten“. Das will man doch gar nicht zum Thema machen politisch. Wozu in diese Lage geraten?
– Regelschulen KANN man flächendeckend „realistisch“ gar nicht so aufziehen. Eine Annäherung wäre (erstmal) wünschenswert. Langfristig eine Wahl und Machbarkeit. Aber davon sind wir eben sehr weit weg.
– Man will auch die Behindertenkonvention Art. 24 auch nicht „reizen“. Warum? Weil hier viele Forderungen als „Definition“/“Auslegung“ jenseits von Realismus aktuell ist. Dazu haben wir weder die Rahmenbedingungen, noch kann man diese „geben“. Sie gibt es einfach halt mal nicht.
Beispielsweise bräuchte man zur Inklusion „solcher Kinder“ meiner Meinung nach notwendigerweise (!) zusätzlich Sinnespädagogen. Das sind optimalerweise die Experten hierzu (+ Weitere). Sooo viele hat man meines Wissens nach „davon“ jedoch gar nicht. Bei einer „Utopischen Auslegung des Art. 24“ käme man jedoch auf „jede Schule braucht MIND. eine/n Sinnespädagogen“. Wie soll das denn bitte machbar sein? Hier sind wir einfach dann nicht mehr bei Realitätsbezügen meiner Einschätzung nach … Auch so ehrlich muss man sein.

„Was sagen die Behinderten- Verbände dazu?“

https://www.dbsv.org/kita-schule.html
https://www.dbsv.org/aktuell/bgg-gesetzentwurf.html?
https://www.dbsv.org/anforderungen.html?

Also der DBSV setzt sich schon ein.
Daher auch mitunter die Forderungen zur tatsächlichen Inklusion an Schulen.
Also das Recht auf barrierefreie Bildung und Ressourcen bspw.
Mehr qualifiziertes Personal. Von Schulbegleitung bis hin zu Spezialkräften.

Aber was ist dem DBSV auch klar?
Naja, dass es „so“ (aktuell) nicht funktionieren würde und gar nicht kann. Daher eben auch die Betonung auf die Wahlfreiheit und den Erhalt (!) von Kompetenzzentren [Förderschulen, Blindeninstitute].
Was sollen sie sonst auch „machen“? Sie wissen, dass bei „Inklusion“ sowohl der Regelbetrieb in den Bach geht, als auch ihr Klientel massiv dadurch leidet. Also eine absolute Lose-Lose Situation.
Daher geht man halt auf Beratung, Aufklärung, Forderungen und Hilfsinklusion im Rahmen mit und an Regelschulen. Das „wohl“ der Kompromiss.
Laut logischen Prinzip: Erst die Rahmen und Ressourcen, dann überhaupt die realistische Möglichkeit.
Alles andere ist halt Unfug. Und das „weiß“ man anscheinend/offensichtlich halt auch?
Blindeninstitute sind ein Schutzraum und -rahmen für diese Menschen und deren Angehörige. Diesen zu nehmen? Wäre aktuell Fatal und eine absolute Katastrophe. Man braucht die passgenaue Unterstützungen halt.

Und auf der anderen Seite „sieht man sie“ (leider) nicht. Macht es einfach(er) politisch.

Also ja … Es gibt die Forderungen. Es gibt die tatsächlichen Einsatzgebiete. Und den Willen auf Zusammenarbeit. Aber auch der Realismus und Pragmatismus bleibt eben. Kein „Verderben“ nur als „Zeichen“. Da zieht man eben nicht mit. Und das ist auch gut so. Der Rahmen MUSS geschützt sein.
Wenn man schon an „Inklusion“ scheitert … Dann an Inklusion erst recht …

Rainer Zufall
13 Tage zuvor
Antwortet  Jerunda

Vielleicht liegt es an der vergleichsweise kleinen Gruppengröße, aber wer weiß.
Vielleicht motzen Politik und (andere) Eltern, dass deren Kinder durch die Inklusionskinder schlechter sprechen, hören und sehen lernten – bei der Diskussion geht es den Gegner*innen ja meist nicht mehr um Fakten als die Bestätigung der Ablehnung 🙁

Bla
13 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Leider trifft eben „mehr“ darauf zu …faktisch ist es aktuell sowohl Quatsch, als auch nicht machbar. Sorry.

Rainer Zufall
12 Tage zuvor
Antwortet  Bla

Die Politik gibt zu wenig Geld aus, daher ist es für Sie „Fakt“, dass kein Geld da ist… Manche würden da wohl mehr Geld für die Inklusion fordern, aber das ist wohl leider nur da, wenn neue Förderschulen gebaut werden sollen, weil die Inklusion so schlecht ausgestattet sind. 😉

Was Sie mit „mehr“ meinen, kann ich nicht erahnen.
Bisher sagten die Leute, die Regelschüler*innen würden schlechter lernen – widerlegt.
Danach, dass die Inklusionskinder schlechter lernen würden – widerlegt.
Danach, dass kein Geld da wäre – widerlegt (wenn es um den Bau von Förderschulen geht)
Danach wurden Inklusionskinder alle mit Systemsprenger*innen gleichgesetzt.
Und natürlich wurde UNUNTERBROCHEN genau der Bildungspolitik Wort für Wort nachgesprochen, die für die Missstände verantwortlich ist, dass ja bloßverbessert wird – aber der Bildungspolitik stimmt das Forum halt generell zu und ändert nicht einfach so seine Meinung, sobald es gegen Kinder mit Behinderung geht.

Der gleiche Mist wie immer halt, nur dass die „Befürchtungen“ sich erschöpften.
Aber ich stimme Ihnen zu: Für solche Personen ist da immer „mehr“…

Bla
12 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

„Die Politik gibt zu wenig Geld aus, daher ist es für Sie „Fakt“, dass kein Geld da ist…“

Das ist richtig. So ist es. Und damit „müssen“ „wir“ [je nach Bereich halt] trotzdem umgehen und arbeiten (können).

„Manche würden da wohl mehr Geld für die Inklusion fordern, aber das ist wohl leider nur da, wenn neue Förderschulen gebaut werden sollen, weil die Inklusion so schlecht ausgestattet sind. “

Ja, auch das ist halt mal so. Aber warum ist das so? Die Frage muss/sollte man sich halt auch stellen.
Und auch damit „müssen“ wir halt arbeiten/umgehen.
Natürlich wäre es schön, wenn man mal massiv Geld in die Hand nehmen würde und auch in Inklusion mehr investiert. Klar.
Die Tendenzen sind häufig jedoch ganz andere … Abzug von Schulbegleitungen, Abzug der Zuständigkeit/Gebietseingrenzung von Schulpsychologen, Einsatzvorschlag von FSJler, mangelgeplantes Poolingsystem usw. …
Und ja, all das sollte „besser“ gedacht und umgesetzt werden.
Wird es halt leider nicht.
Und dann/“jetzt“?

Schon alleine Gelder für Basisverbesserungen würden die Grundvoraussetzungen für Schule und auch Inklusion an den Schulen massiv verbessern. Häufig fehlt es jedoch schon daran … Das ist gar kein „Entweder/Oder“ hier – das ist die absolute Basis überhaupt.
Und dann kommen noch „gezielte“ I-Bedingungen halt dazu.

„Was Sie mit „mehr“ meinen, kann ich nicht erahnen.“

Gemeint ist von mir, dass Ihre Punkte vom Kommentar ja stimmen. Allerdings die „anderen Punkte“ halt auch. Beides ergänzt sich genau genommen. Es ist kein Widerspruch. Es ist eine „Basis auf(grund) …“.
Und das als „Teufelskreis“.

„Bisher sagten die Leute, die Regelschüler*innen würden schlechter lernen – widerlegt.“

Es kommt darauf an – wo, wen und was man als Referenz her nimmt.
Das muss man halt ehrlicherweise auch nennen und thematisieren. Ansonsten treffen eben viele auf „Widersprüche zur Lebensrealität“. Und damit holt man in der Praxis auch keinen ab. Das sollte ebenfalls klar sein.
Das müsste Ihnen doch auch klar sein?
Keine Ahnung … Man hat halt doch den Abgleich. Auch und insb. jeder/jede selbst vor Ort.

Also wenn ich mir aussuchen kann, ob ich ein unauffälliges, leistungswollendes „I-Kind“ „im Rahmen des Machbaren“ [Kommunikation, Besprechung der Möglichkeiten und Rahmen] oder ein deutlich verhaltensauffälliges Kind „bei mir“ als bspw. Klassenleitung beschule, dann ist die Wahl relativ schnell beim „I-Kind“.
Warum? Weil ich eben die „Belastungsfaktoren“ abwägen muss. Und jedes Kind hat eben „Belastungsfaktoren“.
Hier wäre beim I-Kind dann ggf. das Jugendamt und dessen Zusammenarbeit [also Sitzungen/runder Tisch etc.] und den Eltern je nach Bedarf und Fall.
Beim „deutlich verhaltensauffälligen Kind“ müsste ich schauen, wie die Eltern so drauf sind und wieviel Aufwand das für mich potentiell ist/wäre, dass man das Verhalten so umlenkt, dass das Kind „andere nicht stört“. Der Belastungsfaktor ist durchaus dementsprechend halt stressiger und höher.

Wenn es jetzt heißt „komplex Mehrfachbehinderung auch im Bereich Sehen, Hören und Bewegen“ … Dann bin ich da ohne dementsprechend massive Rahmenbedingungen einfach raus. Sorry. Da sind die „Belastungsfaktoren“ einfach grundlegend schon so hoch, dass das gar nicht funktionieren kann. Da wäre dann das „deutlich verhaltensauffällige Kind“ für mich potentiell als Abwägung einfach „deutlich leichter“ und rechtssicherer. Auch von der Einschätzung meinerseits, „ob“ ich das überhaupt „sinnvoll tragend“ kann … Mit „verhaltensoriginellen Kindern“ komme ich recht gut klar. Das weiß ich. Bei komplex Mehrfachbehinderung ohne Rahmen? Da weiß ich, dass ich das nicht stemmen könnte … Wie auch. Nicht mit 20+ anderen Kindern [auch einige im I-Bereich]. Das ist halt schlichtweg weder realistisch, noch möglich – und auch nicht professionell. So ehrlich muss man schon sein.

„Danach, dass die Inklusionskinder schlechter lernen würden – widerlegt.“

Stimmt ja auch nicht oftmals. Aber auch hier: Wo, wie und welchen Bereich sieht man an?
Viele „gleichen das aus“. Heißt eben: Unbezahlte Mehrarbeit (on mass). Dazu ggf. privater Geldeinsatz für Mittel/Rahmen. Und klar geht das „zu Lasten“ häufig auf andere Bereiche. Ist ja reine Logik.
Und selbstverständlich vom „Belastungsfaktor“ abhängig.
Und dieser kann bei „Nicht-I-Kindern“ natürlich auch deutlich höher sein, als bei „I-Kindern“. Klar.
Muss man eben von Fall zu Fall ansehen.
Die Grundbelastung geht natürlich erstmal „hoch“ jedoch. Auch das ist einfache Logik. Kann auch gar nicht anders sein … Das kann man rein rechnerisch und logisch betrachten und nachweisen. Dazu braucht es keine Studien und nichts. Das GEHT gar nicht anders.
Das ist so, wie wenn Sie als Studie rausbringen würden „2+5 = 25“ und das dann irgendwie „wild begründen würden“. Ja … Gut. Stimmt eben nicht, außer Sie würden sagen: 2 Zehner + 5 Einer = 25 [Einer]. Dann ja … Toll. Nur muss man immer die Einheiten daher dazu schreiben „oder denken“. Ansonsten ist es Quatsch.
Und hier eben auch … Alleine zwecks den Grundrahmenbedingungen entstehen „Belastungsfaktoren“. Punkt.
Und ohne „Entlastungsfaktoren“ ist es grundlegend ein „Minusgeschäft“ erstmal.

„Danach, dass kein Geld da wäre – widerlegt (wenn es um den Bau von Förderschulen geht)“

Dafür MUSS einfach Geld da sein – zumindest im realistischen Rahmen. Macht man die Grundrahmenbedingungen generell besser, dann braucht man auch weniger Geld für die Inklusionsrahmenbedingungen. Die sind nämlich „ziemlich deckend“ als Basis im Kern. Und dann kommen die spezielleren I-Rahmenbedingungen ERST dazu. Und die sind halt Fallabhängig dann.
Aber nicht mal das „versteht man“ oder „macht man“ mal …
Es ist ein System des Scheiterns. Man „versteht“ einfach die Hebel nicht oder es ist komplett egal.
Ändert nichts daran, dass „man angewiesen“ ist. Andere entscheiden im Regelschulsystem primär für einen.
Ich hatte das zumindest etwas angepasst und bin halt gewechselt.

„Danach wurden Inklusionskinder alle mit Systemsprenger*innen gleichgesetzt.“

Ja, klar ist auch das Quatsch. Gleichsetzungen sind das häufig. Vergleiche kann man ziehen … Eben bspw. die potentiellen Belastungsfaktoren. Und dann kommt man eben dabei raus: I-Kinder haben „nicht immer höhere Belastungsfaktoren“. Das halt Quatsch. Aber die Grundlast ist natürlich trotzdem da. Das „auszublenden“ ist nicht ehrlich. Und das ist eine Belastung eben. Und hier muss und kann man halt dann entlasten. Sonst funktioniert es halt wieder nicht.
Wie wollen Sie denn bitte einen komplex, mehrfachbehinderten Menschen (Kind) im Bereich Sehen-Hören-Gehen usw. „inkludieren“ aktuell? Wie? Mal ganz im Ernst …
Das ginge halt nur, wenn man hier ggf. „Pflege“, „Individualförderung beim Rahmen Bildung“, „Motorik/Sinnespädagogik“, „Wohnen“ usw. also Materialien, technische Hilfen, Aufzug usf. … irgendwie „mit einbaut und bedenkt“. Wie konkret?
Hier sind die Belastungsfaktoren so hoch, dass sie „das System“ sprengen würden. Als Entlastung bräuchte man dann eben genau diese Punkte mitunter als Abdeckung.

„Und natürlich wurde UNUNTERBROCHEN genau der Bildungspolitik Wort für Wort nachgesprochen, die für die Missstände verantwortlich ist, dass ja bloßverbessert wird – aber der Bildungspolitik stimmt das Forum halt generell zu und ändert nicht einfach so seine Meinung, sobald es gegen Kinder mit Behinderung geht.“

Das empfinden Sie so. Ich empfinde das anders. Keine Ahnung, wer „das richtig empfindet“.
Dass die Bildungspolitik/Staat hier absolut versagt? Da sind sich doch (nahezu?) so ziemlich alle einig … Gerade beim Thema Inklusion.
Die Rückschlüsse sind eben andere. Aber gegen eine Verbesserung der Rahmenbedingungen an Regelschulen im Bereich Inklusion? Wer denn? „Sehe“ ich irgendwie nicht … Da sind doch alle durchweg dafür?
Man macht nur ständig Kompromisse daraus … Manche „gut“ und manche „eher nicht“.

„Der gleiche Mist wie immer halt, nur dass die „Befürchtungen“ sich erschöpften.
Aber ich stimme Ihnen zu: Für solche Personen ist da immer „mehr“…“

Naja man hat ja auch kaum einen wirklich tatsächlich ehrlichen Diskurs diesbezüglich finde ich. Es ist oft „wenn du Förderschulen/Regelschulen als Konzept willst, dann …“. Ne … So unterkomplex ist es nicht.

Rainer Zufall
12 Tage zuvor
Antwortet  Bla

„Das ist richtig. So ist es. Und damit „müssen“ „wir“ [je nach Bereich halt] trotzdem umgehen und arbeiten (können).“
Stellt sich die Frage, inwiefern sich das derzeitige Arbeiten mit dem Ziel, wie künftig gearbeitet werden soll überschneidet.
Weniger/ keine Inklusion bis eines magischen Tages plötzlich ohne jegliches Zutun bessere Inklusion möglich seien soll, erschließt sich mir weiterhin nicht.
Im Gegenteil, heute nichts/ zu wenig zu tun, wird morgen die Ausrede sein, weiterhin nichts tuen zu können.

„Aber warum ist das so? Die Frage muss/sollte man sich halt auch stellen.“
Warum wollen manche, dass Frauen nicht über sich selbst oder ihren Körper bestimmen, wählen oder sich so anziehen dürfen wie sie es wollen? Warum ist das so? Die Frage muss/sollte man sich halt auch stellen.
Warum werden Jüdinnen und Juden antisemitisch beleidigt, verfolgt, verletzt und als Teil einer Weltverschwörung diffamiert? Warum ist das so? Die Frage muss/sollte man sich halt auch stellen.
Warum sollen Menschen behinderten nicht wie früher außerhalb der Öffentlichkeit existieren, als „nicht bildbar“ bezeichnet, ausgeschlossen und dem Wohlwollen privater Initiativen überlassen werden? Warum ist das so? Die Frage muss/sollte man sich halt auch stellen.
Schätze, bei Minderheiten will sich die Gesellschaft es sich leisten, sich zurück zu lehnen und ausführlich über das OB diskutieren, bevor auch nur ein Krümel ETWAS genehmigt wird, was bereits die Situation der Betroffenen verbessern würde.

„Natürlich wäre es schön, wenn man mal massiv Geld in die Hand nehmen würde und auch in Inklusion mehr investiert. Klar.“
Sie meinen das Geld, das wir für neue Sonderschulen haben? Oder das für den Digitalpakt? Oder für die Schenkungen an die Treibstoffhändler? Oder die davor? Oder die Abwrackprämie davor? Ach wären Kinder mit Behinderung bloß so viel Wert wie ein Auto…

„Schon alleine Gelder für Basisverbesserungen würden die Grundvoraussetzungen für Schule und auch Inklusion an den Schulen massiv verbessern. Häufig fehlt es jedoch schon daran …“
So funktioniert Politik nicht ^^
Das Geld wird nicht erhoben und hier angewendet. Niemand zwingt die Politik, keine Vermögenssteuer zu erheben, (klimaschädliche) Subventionen und/ oder Steuergeschenke anderswo zu kürzen. Das ist politisch gewollt und Sie reden der verantwortlichen Politik – mit der angeblich alle so unzufrieden sind – haargenau das Wort, es wäre „kein Geld da“ – für Kinder mit Behinderung. Da sind wir grundverschiedener Meinung, sorry.

„Dafür MUSS einfach Geld da sein – zumindest im realistischen Rahmen.“
Hex, hex! Plötzlich ist das Geld da. Was wohl passieren würde, wenn Menschen, auch hier im Forum, plötzlich zur Erkenntnis kämen, dass dieses Geld auch für die Inklusion „da sein MUSS“, anstatt weltfremd von der Abschaffung der Inklusion zu träumen und so genau diese Bildungspolitik erhalten, über die sie sich aufzuregen behaupten…

„Das empfinden Sie so. Ich empfinde das anders.“
Kein Geld da. „Richtige“ Inklusion später, aber plötzlich neue Ressourcen für Förderschulen sind ein MUSS…
Schön, wenn Sie sich da anders empfinden, aber Sie geben da GENAU die Worthülsen der Verantwortlichen wieder.

„Naja man hat ja auch kaum einen wirklich tatsächlich ehrlichen Diskurs diesbezüglich finde ich.“
Wer sagt, es könne nichts verbessert werde, da es keine Ressourcen gebe, neue Ressourcen für die Förderschulen als ein „Muss“ bezeichnet und keinen Gedanken an die Inklusion verschwendet… Jup, da endet der ehrliche Dialog und wir haben nur die peinliche Pause zwischen Heuchelei und der ungeschminkten Ablehnung von Kindern mit Behinderung als Teil der Gesellschaft.
Die einzige Ungenauigkeit hier ist, ob ich mich mit diesen Worten auch die verantwortliche Politik bezogen habe

Bla
11 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

„Stellt sich die Frage, inwiefern sich das derzeitige Arbeiten mit dem Ziel, wie künftig gearbeitet werden soll überschneidet.“

Wessen Ziel?
Glauben Sie ernsthaft, dass der Staat hier den Schulbereich priorisiert? Haha.
Der „Hardliner“ sind die Renten/Pensionen mitunter.
Die Schule ist das Sparschwein.
Nennen wir es doch mal direkt und ehrlich beim Namen.
Und dann kommt man sehr schnell darauf, wie „inkludiert“ wird. Und „integriert“ wird. Und ebenfalls, wie „qualitativer Ganztag“ aussieht … Hätte ja fast schon wieder „Aufbewahrung“ geschrieben. Also die Antwort darauf. Upsi.
Die Kassen sind „leer“. Die Boomer-Peaks kommen erst noch. Das jetzt mal „der Einstieg“. Weniger Arbeiter -> Mehr Empfänger. Braucht man noch nicht mal gut in Mathe zu sein. Geht sich nicht auf. Wie denn auch.
Jetzt auf „wir brauchen die Eltern JETZT – Arbeitet!“ zu gehen … Ja gut. Das verschiebt das Problem „etwas“. Das war’s dann aber auch schon. Dazu reicht auch Aufbewahrung/Aufsicht. Die Kids sollen einfach nicht stören. Dazu braucht man auch einen Ganztag und eine Schulpflicht. Ergänzt sich alles.
Der Traum von „guter Bildung“ und „Rahmenbedingungen“. Ach geh … Womit denn?
Da kann man auch mit „aber das Dienstwagenprivileg“ kommen. Ja. Das frisst hier definitiv unnötig. Und ja auch „Friseurkosten von XY“. Klar. Peanuts vergleichsweise.
„Kleinvieh macht auch Mist“ sind eher selten Diejenigen, die letztendlich trotzdem Millionäre sind. Aber ja … Kann man sich natürlich einbilden.
Also … Priorisierung ist doch eindeutig.
Und wie kommt man dann darauf, dass es „jemanden“ juckt, wie Sie oder ich „künftig arbeitet“? Also den Entscheidungsträgern.
Bei mir ist es etwas „leichter“ – ich habe mich diesbezüglich zumindest Job-Crafting-Mäßig aufgestellt.
Also ja … Ich entscheide tatsächlich mehr mit, wie und wo und sogar „wann“ und „in welchem Umfang“ ich arbeite – als wenn ich beim Staatsdienst geblieben wäre.
Das ist „einfach so“.

„Weniger/ keine Inklusion bis eines magischen Tages plötzlich ohne jegliches Zutun bessere Inklusion möglich seien soll, erschließt sich mir weiterhin nicht.
Im Gegenteil, heute nichts/ zu wenig zu tun, wird morgen die Ausrede sein, weiterhin nichts tuen zu können“

Was SOLLEN [„KÖNNEN“] wir“ denn bitteschön konkret tun? Bitte … Sagen Sie es.
Ich bin ja tatsächlich sehr aufgeschlossen für „tatsächliche Umsetzungsmöglichkeiten“.
Meine individuelle und persönliche Entscheidung war (und bleibt) der Wechsel an eine Privatschule (+ andere Optionen).
Und als integrative Privatschule inkludieren wir ja auch tatsächlich.
Ich hatte Ihnen bereits mehrfach „das Klientel“ geschrieben hier … Und ja, das ist so. Ich habe „hier“ mehr Inklusion als an vielen meiner ehemaligen Regelschulklassen (gehabt). Die Rahmenbedingungen sind auch deutlich andere. Und auch „der Verzicht“ [bspw. auf viel Geld] diesbezüglich ist halt da. Das der Kompromiss.

Aber wie soll denn Inklusion funktionieren, wenn man im Bildungsbereich auch bereits „ohne Inklusion“ am Limit und darüber läuft? Wem ist denn damit wirklich geholfen?
Wird man damit „wirklich gerecht“?
Keine Ahnung … Ich bin nicht mehr im Regelschulbereich aktiv. Ich bin noch kooperativ aktiv mit Regelschulen. Das war’s dann aber auch schon.
Ich habe doch absolut nichts davon „wegen Regelschule gegen Inklusion“ zu sein. Warum denn? Das ist eine massive Werbung für „uns“ als integrative Privatschule. Die Anfragen gehen hoch und höher.
Jedoch sehe und „merke“ ich auch die Problematiken. Ansonsten würden die Anfragen nicht so hoch gehen. Und viele „trauen“ sich ja nicht mal sich mit „I-Kindern“ an/bei Privatschulen zu bewerben.
Doch – macht das ggf. Und wenn man nicht genug Geld hat … Schaut, ob die Zielschule Fördertöpfe irgendwie hat [als Verein bspw. Elterngestützt].

Wir haben absolut keinen Dissenz bei Ihrer Aussage. Das ist so. Und hier befinden wir uns schließlich einfach in einer Dilemmasituation.
Und die geht gerade für I-Kinder so oder so „als Dilemma“ auch aus. Das ist aktuell die Realität. Da gibt es nichts schönzureden.
Jetzt kann man sagen: Naja, das ändert sich nicht – also alle an Regelschulen. Klar. Checke … Und dann? Warum geht man davon aus, dass dann auf einmal Rahmenbedingungen kommen/kämen?
Gymnasium ist „geschützt“ und „heilig“.
Wer es „dorthin nicht schafft“, der geht eben den Weg über Privatschulen.
So. Das „aber dann schreien die Politiker/Reiche/usw.“ auf? Ne. Tun sie nicht. Privatschulen „boomen“. Die Anfragen ebenfalls.
Gymnasien sind weiterhin der „way to go“.
Man struggled ja insbesondere im Bereich Grundschule, Förder-/Sonderschule und Mittelschule. Dazu ggf. GemS nehme ich an? Haben wir ja nicht in Bayern … Ist jedoch einfach relativ „logisch“ als Konsequenz. Und tatsächlich „strugglen“ auch viele Privatschulen. Auch das hat Gründe.
Eliteprivatschulen? Ja, da nicht. Aber Integrative? Ohja.

„Warum wollen manche […] Die Frage muss/sollte man sich halt auch stellen.“

Ja, all das sollte man sich als Fragen stellen. Und viele Weitere. Sehe ich auch so.

„Schätze, bei Minderheiten will sich die Gesellschaft es sich leisten, sich zurück zu lehnen und ausführlich über das OB diskutieren, bevor auch nur ein Krümel ETWAS genehmigt wird, was bereits die Situation der Betroffenen verbessern würde.“

Wäre doch super, wenn es genehmigt werden würde … Ist nur oftmals halt nicht der Fall. Kann man sich noch so sehr wünschen.
Und klar könnte man wieder „Minderheiten“ jetzt als „Macht und Ohnmacht der Minderheiten“ thematisieren. Keine Ahnung, ob Sie dieses Fass jedoch tatsächlich öffnen wollen.
Grundlegend ist mal keinem geholfen, wenn man manche I-Kinder in ein absolutes Mangelsystem steckt und dadurch generell eine Mehrbelastung erwirkt ohne Entlastung.
Dass die Entlastung nicht „adäquat“ geschieht … Ich glaube das ist uns allen klar.
Ich glaube eben nicht, dass hier „jemanden“ geholfen ist bei vielen „Fällen“. Und das bezieht sich nicht nur auf I-Kinder. Das zieht sich durch einige Bereiche.
Und klar kann man pragmatisch sagen: Mitgehangen – mitgefangen.
Jap. Sehe ich eben als Lose-Lose-Lose Situation. Also rational schlichtweg „dumm“. Können Sie natürlich anders sehen.
Hat weder jemand mit AuDHD was davon, noch „die anderen“. Und da ist es „sogar“ egal, ob als „I-Kind“ gelabelt oder „high masked“. Bleibt ja das selbe Kind …
Ich bleibe „trotzdem“ dabei, dass man bspw. nicht jedes PWS Kind einfach so an Regelschulen beschulen kann und sollte … Ebenfalls bspw. komplex multibehinderte Kinder.
Da hat wirklich keiner was davon … Da sehe ich „keinen Schnitt“ aktuell.
Würde jedoch sehr gerne wo hospitieren mal, wo 1-2 komplex multibehinderte Kinder + ausgeprägtes PWS + Dyspraxie + „übliche LRS/Dyskalkulie“ usw. „in der Regelschulklasse“ inklusiv beschult werden. In einer Klasse. Ohne jetzt als „Leuchtturmprojekt“ ein Label „abgeräumt zu haben“. Sorry. Aber das brauche ich dann jedoch auch nicht „was möglich wäre, wenn …“. Durchschnitt.
Ich sehe schon „LRS/Lega“ und „Dyskalkulie“ gar nicht mehr als „Problem“… Das sind nicht „die Fälle“, die mir „Sorgen“ machen. Ganz ehrlich … Darüber spreche ich gar nicht. Auch bei „normalen“ ADHS oder AuDHD oder ASS … Die kann man gut in der Klasse haben und methodisch mit umgehen. Das „geht schon“. Muss man jedoch halt auch „können“ sowohl vom Rahmen, als auch „als Person“. An meiner alten Regelschule? Vergiss es einfach.
Ich spreche hier von „Inklusion- Inklusion“.

„Sie meinen das Geld, das wir für neue Sonderschulen haben? Oder das für den Digitalpakt? Oder für die Schenkungen an die Treibstoffhändler? Oder die davor? Oder die Abwrackprämie davor? Ach wären Kinder mit Behinderung bloß so viel Wert wie ein Auto…“

Auch hier gehe ich „sogar“ überwiegend mit.
Umverteilung fände ich wünschenswert.
Wo genau man das nimmt … Gut. Ich bin ein Fan von Schulden aufnehmen [wie andere Länder, die das genauso wenig zahlen und zahlen werden …]. Pragmatisch.
Juckt nur eben offensichtlich keinen, wofür ich persönlich bin. Haha.
Also lebe ich eben „irgendwie“ mit den Bedingungen, die faktisch mal da sind.
Und dies führte mitunter auch zur Entscheidung aus dem Regelschulsystem.
Flucht? Keine Ahnung. Es ist und bleibt für mich einfach „nicht tragbar“. Sorry.
Ob jetzt „Sonderschulen“ oder nicht … Klar. Kann und sollte/muss man diskutieren. Absolut klar für mich.
Ist bei uns ja nicht anders als Schule. Wir besprechen auch, was möglich (und „zumutbar“) ist. Und hier sind es für mich halt auch Grenzen „irgendwann“.
Sonderschulen haben Vor- und Nachteile. Die Verteilung muss man mir jedoch mal „realistisch als Plan rechnen“. Und daran scheitert es halt auch schon …
Gerne können Sie [oder die Redaktion] mir hier Impulse geben, wie das flächendeckend denn zahlenmäßig so gedeckelt werden könnte … Bin ich mal gespannt. Das wird nicht kommen. Insbesondere nicht bei tatsächlicher Inklusion [also Schwerpunktzentren, Blindeninstituten usw.].
Und ja … Manche I-Kinder und „Sonder-/Föderschüler“ beschulen „wir“ „ganz normal“. Auch hier haben wir massive Anfragen. Davon spreche ich persönlich noch „nichtmal“. Hier gehe ich mit Ihnen mit: Die kann und sollte man an Regelschulen beschulen. Und dazu kann man den Rahmen auch tatsächlich machen. Und das ist auch der Grundrahmen als Basis von „guter Schule“. Der reicht hier oftmals. Nur gibt es diesen halt bereits im Mangelsystem Schule oftmals schon nicht … Traurig.
Jerunda hat Sie ja mehrfach gebeten Ihre Rahmenbedingungen zu teilen. Ich kann diese auch gerne mal „einschätzen“ … Wo Sis gearbeitet haben … Von Gent, Individualinklusion bis sonst was. Sehr gerne. Manches kann man – vermeintlich – recht gut „auslesen“.
Ich kann Ihnen auch Fallbeispiele geben, wo ich 2-4 Schulbegleitungen „Quitten“ sehen habe inklusive einer Spezialklinik, welche nach einem Tag „das Kind ablehnte“ [weil es das darf, kann und macht]. Als Beschulung … War das „ganz selbstverständlich“ irgendwie … Keine Ahnung. War halt dann wieder am nächsten Tag da … Was soll man dazu sagen?

„So funktioniert Politik nicht ^^“

Das ist das Problem. Ja. 4 Jahresfristen … Priorisierung von Altersgruppen… Das sind so mitunter die Hauptziele. Auch aktuell.
Bleibt halt für Schule mal Sparung und Mangelverwaltung. Das ist die Realität. Kinder haben keine Lobby. Sie sind auch keine Wähler. Nur leben wir eben genau in dieser Realität.
Und wir müssen – irgendwie – damit umgehen. Als Individuum und als Gesellschaft.

„Das ist politisch gewollt und Sie reden der verantwortlichen Politik – mit der angeblich alle so unzufrieden sind – haargenau das Wort, es wäre „kein Geld da“ – für Kinder mit Behinderung. Da sind wir grundverschiedener Meinung, sorry.“

Das ist ja auch so. Klar wünschte ich, dass es anders wäre. Und ja … Völlig klar, dass es anders sein könnte. Die Priorisierung entscheide ich jedoch nicht. Die ist bei „Renten-/Pensionsabdeckung“ halt aktuell primär mitunter.
Was soll ich denn machen? Mal im Ernst … Was?
Gerne kann ich schreiben: Bitte bitte investiert massiv in Inklusion. Ja. Das sehe ich auch ehrlich so. Und jetzt? Passiert nicht.
Und schon sind wir halt wieder beim „Realitätsknall“.
Wie gesagt … Ich würde als Staat massivst Schulden aufnehmen aktuell. Selbstverständlich. Aber ich entscheide das nicht. Das ist nicht in meiner „Verantwortung“ und insb. nicht „in meinem realistischen Bezugsfeld“.
Und auf Beratung … Reagiert man ja sowieso teilweise „distanziert“? Nennen wir es so?
Glauben Sie, dass die Beratung hier nicht Tendenzen geben zu „macht mal was im Bildungsbereich“? Haha.
Also: Nein, wir sind nicht grundverschiedener Meinung hier. Wir gehen bis zum Schild „Versagen“ und ab dort gehen „wir beide“ eben verschiedene Wege. Kann man sich so „vorstellen“ denke ich?
Welcher Weg der Richtige ist? Ich weiß es nicht. Beides sind Wege des Dilemmas. Andere gibt es nämlich hier leider auch gar nicht aktuell.

„Hex, hex! Plötzlich ist das Geld da. Was wohl passieren würde, wenn Menschen, auch hier im Forum, plötzlich zur Erkenntnis kämen, dass dieses Geld auch für die Inklusion „da sein MUSS““

Ist ja auch so. Hier sind wir beim „Versagen“ als Schild.
Sie gehen eben den Weg: Wir inkludieren trotzdem ohne Kompromiss und „Versagen“ weiter.
Und ich gehe den Weg: Wir inkludieren nicht „schwachsinnig“ und nicht ohne Kompromiss und „Versagen“ trotzdem.
Tjo … Das das Dilemma, wa?
Weil WEDER Sie NOCH ich etwas an den Rahmenbedingungen mal ändern können … Wir schlagen nur Wege ein.
Das Ziel SOLLTE bei tatsächlicher Inklusion mal sein … Keine Ahnung, ob überhaupt einer „unserer Wege“ dort ankommen wird/kann. Wahrscheinlich nicht aktuell.
Weil ob wir ankommen [die Länge des Weges jeweils] liegt gar nicht in unserer Macht … Egal „wie schnell“ Sie hier „rennen“.

„anstatt weltfremd von der Abschaffung der Inklusion zu träumen und so genau diese Bildungspolitik erhalten, über die sie sich aufzuregen behaupten…“

Die Inklusion wird auch nicht – v. A. zeitnah – abgeschafft. Das ja auch Wunschdenken. Auch dazu fehlen die Strukturen. Ebenfalls will man hier auch gar nicht sonderlich investieren. Sonderschulen sind politisch gesehen [meiner Meinung nach] ein Kompromiss. Wenn es „gar nicht mehr anders geht“, dann „muss“ man (leider) Geld hier aufwenden und Sonderschulen „gründen“ … Das zeigt natürlich das Scheitern. Aber anders ist es nicht tragbar.
Und so wirklich investieren will man eben auch nicht. Also die „günstigste“ Kompromisslösung.
Keine Ahnung … Komplett naiv braucht man da nicht zu sein. Da haben Sie Recht.
Jedoch wird und würde auch nichts an Regelschulen kommen. Und diese „auszubauen“ kostet dann vergleichsweise eben massiv mehr.
Und der andere politische Kompromiss ist eben, dass man „Regelschulen“ bis zur Belastungsgrenze halt auch „möglichst kostengünstig“ „inklusiv“ beschulen lässt.
Wer da glaubt, dass „Inklusion“ auf einmal weg ist … Haha. Genauso „Wunschdenken“ mancher.

„Kein Geld da. “

Priorisierungssache. Der Trend ist eindeutig. Realitätsbezug …

“ „Richtige“ Inklusion später, aber plötzlich neue Ressourcen für Förderschulen sind ein MUSS…“

Richtige Inklusion besteht erst mit den Rahmenbedingungen. Das halt faktisch si … Was soll ich denn machen? Das ist Logik. Mensch … Ich würde ja auch gerne in einem Traumschloss leben. Geht halt nicht.
Die Förderschulen sind eine systemische verhältnismäßig kostengünstige „Entlastung“. Dort primär eingesetzt, „wo sie den Rahmen“ sonst „sprengen“.
Kann man schlecht empfinden. Verstehe ich.
Mehr „wird nicht kommen“. Kein Geld? Nein. Keine Priorisierung.
Also heißt es im Prinzip:
Entweder Förderschulen (mit ggf. Schutzraum oder eben keinem – je nachdem) oder Regelschule geht halt unter.
„Reine“ Kompromissoption oftmals. Da gehe ich mit.

„Schön, wenn Sie sich da anders empfinden, aber Sie geben da GENAU die Worthülsen der Verantwortlichen wieder.“

Wo denn? Ich kritisiere durchweg. Weil das System einfach ein (absolutes) Mangelsystem ist.
„Kann“ ich auch gar nicht anders … Das triggert meinen Hyperfokus massivst. Mitunter daher konnte ich auch an meiner alten Regelschule einfach nicht „sein“. Da knallt dann schnell nen … Nennen wir es autistischen Burnout … rein.
Warum „wirkt“ es für Sie so? Da kann ich nur spekulieren … Vielleicht, weil ich eben den „Abgleich“ grundlegend „mitdenke“? Also wenn „Kostensparen“ das „politische Ziel“ halt ist … Begründet auf „rationalen Gründen“ [also Bezügen] … Dann „muss“ ich das ja mit berücksichtigen und „kann nicht einfach“ das vernachlässigen [wie Sie es tun] … Das geht halt nicht. Sorry, so emotional ideologisch geprägt ist mein Gedanken nicht. Kann ich wohl auch nichts für … Klingt dann oft „hart“ eben glaube ich – ist es aber nicht gemeint. Man kann „erklären“ und „verstehen“, warum kein Geld kommt und vermeintlich nicht kommen wird. Und hier sprechen „wir“ nicht von „gar kein Geld“ [das gibt es immer als Köder … Das wird natürlich kommen] … Sondern wir sprechen dann von Summen, welche wirklich „Impact“ haben (könnten). Und die sehe ich nicht. Wie auch … Gar nicht böse gemeint. Oder als „Rechtfertigung der Politik“ oder als „so will ich das“ oder sonst was. Das sind „Trends“ und „Daten“, welche man halt „erfassen“ kann und auswerten. Und dann kommt man zu dem Rückschluss (oder halt eben nicht …).
„Mehr“ ist das nicht. Nicht „böswillig“ … Nicht „ich fordere nicht mehr“ … Doch das tue ich. Auch wenn es nicht kommen wird.
Aber ich muss ja irgendwie „mit der Realität“ umgehen. Und das ist und bleibt „Dilemma“ und basiert auf „Kompromiss“.
So ist es bei „Bildungspflicht“ und so ist es „hier/bei Inklusion“.

„Wer sagt, es könne nichts verbessert werde, da es keine Ressourcen gebe, neue Ressourcen für die Förderschulen als ein „Muss“ bezeichnet und keinen Gedanken an die Inklusion verschwendet… Jup, da endet der ehrliche Dialog und wir haben nur die peinliche Pause zwischen Heuchelei und der ungeschminkten Ablehnung von Kindern mit Behinderung als Teil der Gesellschaft.
Die einzige Ungenauigkeit hier ist, ob ich mich mit diesen Worten auch die verantwortliche Politik bezogen habe“

Kein Problem. Ist auch egal, ob Sie mich damit meinen oder nicht. Ich nehme es so wie Sie es empfinden. Bleibt dann bei Ihrer Empfindung.
Ich weiß ja wo und wie und mit wem ich arbeite.
Sie nennen es ja selbst … Die Politik ist in Verantwortung. Weder ich, noch Sie ändern daran was.
Nur tue ich erst gar nicht so, als ob ich „das könnte“. Sie wirken zumindest so, als ob Sie denken würden, dass Sie es könnten. Ist doch ein schöner Gedanke zumindest. Und den würde ich persönlich Ihnen sogar gönnen.
Klar könnten wir „optimale Bedingungen aufstellen“. Klar können wir über „die Priorisierung des Geldeinsatzes“ sprechen. Wird nichts dran ändern, dass wir ohne genügend Mittel dastehen und die Tendenz sich erstmal genau so (vermutlich) halten wird.
In 5-10 Jahren können wir noch weiter drüber schimpfen.
Und in 9-15 Jahren brauchen wir das gar nicht mehr … Da kommt dann sowieso eine „Zwangsentscheidung“.
Wie auch immer diese dann systemisch ausfallen wird.
Bis dahin kann man … Wie die letzten 15 Jahre … Ja weiter träumen. Nur zu.

Jerunda
13 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

@Rainer Zufall
Nach Ihren eigenen Aussagen sind Sie studierter Sonderpädagoge, der sowohl in einem Förderzentrum Klassenlehrer ist und auch noch ein paar Stunden an einer Regelschule tätig ist. Sie kennen also sehr gut beide Seiten. Warum merkt man dass nicht an Ihren Kommentaren ? Fast immer lese ich nur Allgemeinplätze. Ich merke kaum etwas von Ihrem vorhandenen Wissen aus Studium und/oder Weiterbildungen zu den Themen (verschiedene) Förderbedarfe/ Inklusion. Es wäre doch mal interessant zu lesen, wie Ihre persönlichen Erfahrungen dazu sind, z. B. welche Vor- und Nachteile sehen Sie für sich persönlich, für Ihre jeweiligen Schüler und für die Kollegen und Eltern im Vergleich von Sonderschule zu Regelschule? Plaudern Sie doch mal ein kleines bisschen aus dem Nähkästchen. Auch wenn erlebte Praxisbeispiele nur anekdotische Evidenz haben – man kann daran seine eigene Meinung meist besser erklären und begründen.
Sie können sich ja erst einmal auf den Förderbedarf konzentrieren, den Sie studiert haben (welcher das ist haben Sie auch noch nicht genau benannt, ich kann nur vermuten). Aber über andere Fö-Bedarfe wurde doch in Ihrem Studium sicher auch gesprochen? (war zumindest bei mir der Fall, schon um sie voneinander abzugrenzen bzw. Wechselwirkungen zu erkennen).
Warum schreiben @Bla, @uwe und einige andere hier in den Foren inhaltlich bessere Kommentare beim Thema Inklusion als Sie, obwohl diese keine Sonderpädagogen sind? Ich verstehe es nicht!

Rainer Zufall
12 Tage zuvor
Antwortet  Jerunda

„Warum merkt man dass nicht an Ihren Kommentaren“
Sie schrieben im vorherigen Satz, dass Sie dies meinen Kommentaren entnahmen 😉

„Ich merke kaum etwas von Ihrem vorhandenen Wissen aus Studium und/oder Weiterbildungen zu den Themen (verschiedene) Förderbedarfe/ Inklusion.“
Kein Scherz: Wie schön wäre es, sich in diesem Forum über das Wie austauschen zu können. Leider wird massiv das Ob mit angegangen, indem die schwachen Aussagen der Politik dankend wiedergekäut werden, die für die aktuelle Situation – mit der angeblich alle unzufrieden sind – die Verantwortung tragen 🙁

„Sie können sich ja erst einmal auf den Förderbedarf konzentrieren“
Tue ich, egal ob am SBBZ oder in der Inklusion. Wie Sie wissen, gehört aber auch gesellschaftliche Teilhabe dazu. Die Zeiten, Menschen mit Behinderung zu verstecken, möglichst außerhalb zu Bilden und unbemerkt an eine Werkstatt für Menschen mit Behinderung zu schleusen, natürlich mit Schlafmöglichkeit vor Ort (und außerhalb des Stadtgeschehens) gehen erfreulicherweise einem Ende zu, egal wie viele Menschen sich gegen Menschen mit Behinderung im Gesellschaftsbild wehren.

„Ich verstehe es nicht!“
Sie sind deren Meinung. Bitteschön 🙂

„Plaudern Sie doch mal ein kleines bisschen aus dem Nähkästchen.“
Was wollen Sie wissen?

Jerunda
12 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

„Was wollen Sie wissen?“
???? Das schrieb ich doch! Aber gern noch mal:
„Es wäre doch mal interessant zu lesen, wie Ihre persönlichen Erfahrungen dazu sind, z. B. welche Vor- und Nachteile sehen Sie für sich persönlich, für Ihre jeweiligen Schüler und für die Kollegen und Eltern im Vergleich von Sonderschule zu Regelschule?“

„Sie können sich ja erst einmal auf den Förderbedarf konzentrieren“, den Sie studiert haben – steht bei mir vollständig im Kommentar! Damit meine ich, welche Vor- bzw. Nachteile sehen Sie konkret bei den Ihnen anvertrauten Schülern (mit deren speziellem Fö-Bedarf) in Sonderschule im Vergleich zu Inklusion in der Regelschule. Interessant wäre auch mal zu lesen, wie sehen das die Schüler selbst, deren Eltern und auch Ihre Kollegen an der Sonder- und die an der Regelschule. Oder unterhalten Sie sich nicht mit denen?

Und wenn wir schon dabei sind:
Mich würde auch sehr interessieren, welche Studienfächer Sie seinerzeit so hatten, welche Sie als besonders nützlich für Ihre Tätigkeit erachten, welche evtl. überflüssig waren und was Ihnen im Nachhinein wichtig gewesen wäre. Was haben Sie z. B. während des Studiums über Inklusion gelernt und wie sieht dagegen Ihre erlebte Realität aus?
Wie mein Studium so aussah, dazu hat meine langjährige Freundin potschemutschka schon sehr oft etwas bei n4t geschrieben, aber ich kann Ihnen gern, wenn Sie wünschen, eine Liste unserer Studienfächer für Sonderpädagogik „Lernen/ Sprache“ aufschreiben (5 Jahre Direktstudium mit Diplom und Staatsexamen als Logopäde).
Wie war es bei Ihnen? Ich schrieb ja oben:
„Aber über andere Fö-Bedarfe wurde doch in Ihrem Studium sicher auch gesprochen? (war zumindest bei mir der Fall, schon um sie voneinander abzugrenzen bzw. Wechselwirkungen zu erkennen)“.
Ist Ihnen jetzt verständlich geworden, was ich (und vielleicht auch andere hier) gern von Ihnen lesen würde? Bisher ergibt sich mir kein Bild von Ihnen, dass Sie wirklich ein studierter Sonderpädagoge sind und/ oder wirklich in Inklusion und Sonderschule arbeiten. Ihre Kommentare sind mir zu vage und nichtssagend, man (zumindest ich) spürt nicht, dass Sie wirklich wissen, worüber Sie reden.

unverzagte
12 Tage zuvor
Antwortet  Jerunda

„(…)dazu hat meine langjährige Freundin potschemutschka schon sehr oft etwas bei n4t geschrieben (…)“

Von sich selbst in der dritten Person zu schreiben klingt nach gespaltener Persönlichkeit oder ist das Ihr ganz eigener Humor ?

Jerunda
12 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

Also ich kenne potschemutschka persönlich seit vielen Jahren. Sie kennen weder mich, noch potschemutschka persönlich. Was veranlasst Sie zu der Vermutung, dass wir ein und die selbe Person sind? Das wüssten wir zu gern. 🙂
Soll das jetzt eine hilfreiche Ablenkung sein, damit Rainer Zufall nicht zu antworten braucht, oder was soll das?

Unverzagte
12 Tage zuvor
Antwortet  Jerunda

Das richtet sich selbst.

Fräulein Rottenmeier
11 Tage zuvor
Antwortet  Jerunda

Sollten Sie und potschemuka zwei unterschiedliche Personen sein, okay, aber auch ich gehe davon aus, dass dem nicht so ist. Kann man auch zugeben….kommt halt doof daher, wenn man vorgibt, jemand anderes zu sein…..

Bla
12 Tage zuvor
Antwortet  unverzagte

Meinen Sie mich?

Unverzagte
12 Tage zuvor
Antwortet  Bla

Nein.

Jerunda
12 Tage zuvor
Antwortet  Bla

Jetzt verwirren Sie unverzagte doch nicht noch mehr. Sie denkt sonst noch, Sie und ich sind auch noch die selbe Person. 🙂

Rainer Zufall
12 Tage zuvor
Antwortet  Jerunda

„Es wäre doch mal interessant zu lesen, wie Ihre persönlichen Erfahrungen dazu sind, z. B. welche Vor- und Nachteile sehen Sie für sich persönlich, für Ihre jeweiligen Schüler und für die Kollegen und Eltern im Vergleich von Sonderschule zu Regelschule?“
Es geht um die Inklusion, wie bescheuer wäre ich, dies von meinen persönlichen Erlebnissen abhängig zu machen??

„Interessant wäre auch mal zu lesen, wie sehen das die Schüler selbst, deren Eltern und auch Ihre Kollegen an der Sonder- und die an der Regelschule. Oder unterhalten Sie sich nicht mit denen?“
Sie wollen die Inklusion von der Meinung einer einzelnen Klasse abhängig machen?
Sind Sie dermaßen verzweifelt, dass Sie keinerlei wissenschaftliche Grundlage für Ihre „Zweifel“ finden, dass Sie nun einzelne Kinder und Eltern dazu befragen wollen?
Fangen Sie doch mal mit denen in der Inklusion an, die im Vergleich zu denen an der Sonderschule bessere Abschlüsse erzielen.
Oder mit Regelschüler*innen, die besseres Sozialverhalten zeigen.
Oder Kindern mit Behinderung, die sich als Teil der Gesellschaft erfahren, anstatt 30min mit dem Schultaxi an eine Privateinrichtung außerhalb der Stadtöffentlichkeit kutschiert zu werden und Umgang mit einem echten Gesellschaftsschnitt erfahren, anstatt homogen eingepfercht zu werden (Werkstatt für Menschen mit Behinderung plus angebautes Wohnheim, wenn möglich).
Fragen Sie die Jugendlichen, die sich mit anderen nur über die Schulform vergleichen können, da sie keinerlei Kontakte zu diesen haben können.
Give me a break!

„Wie mein Studium so aussah, dazu hat meine langjährige Freundin potschemutschka schon sehr oft etwas bei n4t geschrieben“
Holy Shit! Ernsthaft?
Sie haben es IMMER NOCH NICHT auf die Kette bekommen, sich von den Angriffen Russlands auf die Ukraine und deren gezielter Tötungen der Zivilbevölkerung zu distanzieren? Allen Ernstes?
Jetzt phantasieren Sie sich Potschemuschka als „Freundin“ herbei, nachdem Sie so viele Fake-Accounts anlegten und sich jetzt offenbar für Ihre unmenschliche Anteilsnahmslosigkeit schämen?
Sie finden wahrlich immer neue Wege, sich neu auszuerbärmlichen.

Jerunda
12 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Jerunda
 10 Tage zuvor
 Antwortet  Rainer Zufall
Ach so, ich verstehe. sie erwarten von mir (und anderen ?) leere Worthülsen a la Rainer Zufall:
“ Ich verurteile Putins Angriffskrieg auf die Ukraine und das gezielte Töten der ukrainischen Zivilbevölkerung durch Russlands Armee.“
(Ihre Aussage hier im Forum!)
Frage: Wie vielen konkreten Menschen in der Ukraine und wie vielen ukrainischen Flüchtlingen hier in DE helfen sie mit diesem Lippenbekenntnis? Das klingt ja so schön empathisch und auch so schön billig, es kostet weder Zeit, noch Geld und man muss dafür nicht einmal sein Kämmerchen verlassen. Das lässt sich ganz problemlos aussprechen oder hier ins Forum schreiben.Ganz großes Kino!
Aber damit Sie vielleicht endlich mal Ruhe geben:
Auch ich verurteile Putins Angriffskrieg auf die Ukraine und das gezielte Töten der ukrainischen Zivilbevölkerung durch Russlands Armee.
Sind Sie jetzt zufrieden? (das ging so gar noch schneller als bei Ihnen, dank copy and paste )
Ich bin damit nicht zufrieden! Deshalb helfe ich helfe schon seit Beginn dieses Krieges konkreten/ echten Menschen in meiner Umgebung und unterstütze mit Zeit, Kraft und auch Spenden.
Mit „schönen Worten“ kann man Menschen nicht helfen, nur sein eigenes Gewissen beruhigen und sich sooo toll als Menschenfreund fühlen. Naja, wer´s braucht.

Jerunda
12 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

@ Rainer Zufall
Wie oft soll ich diesen Kommentar noch für Sie verlinken, bis Sie es endlich VERSTEHEN, was da steht und mich in Ruhe damit lassen?

Bla
11 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

„Es geht um die Inklusion, wie bescheuer wäre ich, dies von meinen persönlichen Erlebnissen abhängig zu machen??“

Teilen Sie es doch trotzdem? Erfahrungsberichte sind Erfahrungsberichte. Von anderen „fordern“ Sie das doch auch ein?
Schreiben Sie von GENT. Schreiben Sie von Ihrem „Bezirk“ als „Goldstandard“ und als einer der stärksten Industriestandorte. Schreiben Sie von der deutlich überdurchschnittlichen Kommunalpolitik im Bereich Bildung. Schreiben Sie doch gerne von den Möglichkeiten dort, welche anderswo einfach nicht so als Rahmen sind. Schreiben Sie doch bitte über Ihre Erfahrungen. Die Einzelinklusion. Die Zuständigkeitsbereiche [bspw. nehmen wir mal … hypothetisch 5 Personen]. Schreiben Sie doch von dem Deputatsbereich 2-4 Deputatsstunden/Kind als Förderrahmen. Schreiben Sie von der Zuständigkeitsimplementierung an Regelschulen. Konkret. Schreiben Sie von Gent. Schreiben Sie von beratender Tätigkeit. Schreiben Sie auch gerne von Ihren Erfahrungen im Bereich „KOF“. Schreiben Sie bitte auch von den Rahmenbedingungen an Ihrem SBBZ. Sie brauchen dazu gar nicht den konkreten Namen nennen …
Das ist nämlich das, was Jerunda wissen möchte. Und Sie können dazu Ihren Erfahrungsbereich teilen.

„Sie wollen die Inklusion von der Meinung einer einzelnen Klasse abhängig machen?“

Also haben Sie „Kenntnis“ über eine „einzelne Klasse“? An einer Schule?
Wirklich?
Und Sie sprechen auch nie mit Ihrem Bereichsprofil im SBBZ über andere SBBZs und Schulen?

Wollen wir hier etwas „nachhaken“?

Machen Sie sich doch mal etwas „offener“ und „ehrlicher“.

„Sind Sie dermaßen verzweifelt, dass Sie keinerlei wissenschaftliche Grundlage für Ihre „Zweifel“ finden, dass Sie nun einzelne Kinder und Eltern dazu befragen wollen?“

Das braucht niemand aus der Praxis.

Darum geht es auch gar nicht. Die Fragen sind konkret an Sie gestellt.

„Fangen Sie doch mal mit denen in der Inklusion an, die im Vergleich zu denen an der Sonderschule bessere Abschlüsse erzielen.“

Also Förderschwerpunkt „Lesen“ und „Sprache“?
Gehen wir auch auf die Selektion ein? Oder lieber doch nicht? Weil hier eben das „Privatschulprinzip“ ähnelt … Die „wirklich harten I-Kinder“ kommen normalerweise kaum an Regelschulen. Und dort machen sie meistens dann ebenfalls keinen Abschluss. Sorry, aber das gehört bei einer ehrlichen Diskussion des Themen einfach dazu als Wahrheit.

Wie sieht es denn an GemS konkret aus? Hier in Bayern gibt es sie ja nicht. Habe da bisher „geteilte“ Meinungen mitbekommen … Sooo das Erfolgsrezept scheint es zumindest bei den Abschlüssen wohl auch dort nicht zu sein.

Wie sieht es bei zieldifferenter Inklusion denn aus in der Praxis? Was? Kaum andere Quoten der Abschlüsse als an Sonderschulen? Komisch. Sind das „Lesen“ und „Sprache“ oft? Ne? Was dann? Ah. Schwerpunkte „GE“ und „Lernen“ meist.

Schaut man sich mal an, „wo“ auch noch die Abschlüsse primär stattfinden … An Schulen mit oder ohne dementsprechende Rahmenbedingungen? Oh. Wohl eine Tendenz, dass I-Kinder ohne geeignete und sinnvolle Rahmenbedingungen auch hier „die Schere bilden“. Also de facto … Unter gehen.

Aber ja, holen Sie die „Studien“ mit dem Föderbereichen „Sprache“ und „Lesen“ raus. Wird man „den anderen“ „gerechter“ dadurch?

Und auch hier nochmal: Gent … Hm. In welchem Bereich arbeiten Sie nochmal?
Kommen Sie schon … Teilen Sie Ihre Erfahrungswerte.

„Oder mit Regelschüler*innen, die besseres Sozialverhalten zeigen.“

Und ebenfalls mit Ausgrenzung dessen? Beide Seiten ansehen … Keine „Bubble“ aufmachen. Dass Sie sehr gerne anscheinend „einseitige Quellenlagen“ betrachten ist nicht verwunderlich. Macht es aber nicht „richtiger“. Und da kann man auch gerne das deutsche Institut für Menschenrechte als [Ihre vermeintliche … Quelle] heranziehen. Klar.
Aber dann schreiben Sie es doch direkt auch als Zitat dazu:
„Kleinere Klassen, mehr Lehrkräfte, individuellerer Unterricht, multiprofessionelle Teams und barrierefreie Räume kommen jedem Kind zugute.“
Wo sind die denn?
Schaut man sich auch mal die anderen „Bereiche“ an?
Klar Förderschwerpunkt „Lesen“ und „Sprache“ bei kleineren Klassen, Individualunterricht und multiprofessionellen Teams? Da ist sich die Forschung tatsächlich einig.
Sind wieder wieder bei Ihnen: Wie sieht es mit Gent denn aus?

„Oder Kindern mit Behinderung, die sich als Teil der Gesellschaft erfahren, anstatt 30min mit dem Schultaxi an eine Privateinrichtung außerhalb der Stadtöffentlichkeit kutschiert zu werden“

Privatschulklischee. Schön. Eliteprivatschulen als Verallgemeinerung?
Gerade viele I-Kinder (und Eltern) nehmen für integrative Privatschulen solche und längere Wege in Kauf. Warum nur?

Ehrlich machen … Ehrlich machen …

Mr. Farmer
14 Tage zuvor

Ich schließe mich dem Kommentar von blau an. Auf dem Papier hört sich alles super und toll an, nur eben nicht für jene, die das umsetzen sollen. In meiner neuen Klasse (insgesamt 29 SuS) sind vier SuS mit Förderbedarf. Jetzt tanzen regelmäßig zwei Schulbegleiterinnen herum, die mich eher stören als unterstützen. Zeitweise kommt noch ein Kollege hinzu – einfach verdientes Geld, eher rumsitzen, während ich alles zu koordinieren habe. Mit den Eltern der Förderkinder braucht man nicht zu sprechen, die Kinder werden auf der Regelschule gesehen. Für mich verlieren am Ende alle. Und nein, ich hin kein Schwarzmaler – Ich bin Experte wie viele KuK hier, die den Alltag kennen und täglich miterleben, dass viele Dinge nicht umzusetzen sind. Aber egal – Yes we can!

omg
14 Tage zuvor

Das Elternwahlrecht findet sich ja auch so nicht mehr in der UNBRK, es war aber in früheren Fassungen noch vorhanden. Was die Politik treibt, dass nicht vorhandene Elternwahlrecht zu behaupten? Man hat schlicht Jahre laufen lassen und nichts für ein inklusives System an Regelschulen geregelt. Die Hauptschulen oder Die Hauptschulbildungsgänge kriechen auf allen vieren durch die Bildungslandschaft, die Realschulen freuen sich, zumindest keine EMS – Kinder zu haben und die Gymnasien als inklusionsfreier Raum feiern die Inklusion – mal überspitzt dargestellt.

Opossum
14 Tage zuvor

In der Theorie ist das Recht auf Inklusion gut. In der Praxis gibt es viele Stolpersteine. Stellen Sie sich einen 14-jährigen pubertierenden Jungen mit geistiger Behinderung vor, der schon viel größer und stärker als sein weiblicher Schulbegleiter ist und trotz Medikamenten oft gewalttätig den anderen und diesem Schulbegleiter gegenüber wird. Er ist auf der Förderschule, und selbst da schaffen sie es nicht. Den Eltern wird angedroht, dass ihr Sohn von der Schule ausgeschlossen wird, schon mehrfach musste er nach ein paar Stunden nach Hause abgeholt werden… Würde eine Regelschule das mit ihren Ressourcen besser machen? Oder soll die Möglichkeit, das Kind unter Umständen von der Regelschule abzulehnen, doch behalten werden?

Rainer Zufall
13 Tage zuvor
Antwortet  Opossum

„In der Theorie ist das Recht auf Inklusion gut. In der Praxis gibt es viele Stolpersteine.“
Wie bei allen anderen Gesetzen auch, ja.

Ich stimme Ihnen voll zu, dass hier noch einiges verbessert werden muss, aber wer würde aufgrund aktueller Schwierigkeiten einen Stopp fürs Strafrecht fordern, bis jede Vergewaltigung und jeder Mord auch hundertprozentig aufgelöst werden kann :/

KonfettiimKopf
13 Tage zuvor

Es werden heute einfach viel mehr Kinder mit „sonderpädagogischem Förderbedarf“ gebrandmarkt als früher. Mein Sohn war bis zur Einschulung völlig unauffällig und laut U-Untersuchungen immer kerngesund. Im ersten Schuljahr hat die Klassenlehrerin dann plötzlich Alarm geschlagen, er träumt so viel im Unterricht, tut sich mit dem Lesen schwer usw. Haben volle Diagnostik gefahren, er hat ADHS, LRS und eine Sprachentwicklungsstörung (macht im Deutschen manchmal Grammatikfehler weil er zweisprachig Deutsch/Englisch aufwächst). Mein Sohn hat jetzt eine Schulbegleitung die ihn vom Träumen während des Unterrichts abhalten soll. Sein Sozialverhalten ist absolut unauffällig, er ist lieb,.hilfsbereit und zurückhaltend in der Schule. Er schreibt jetzt in der 2. Klasse 1en und 2en. Er hat einen sonderpädagogischen Förderbedarf, weil er langsamer liest als andere Kinder und sich nicht so gut konzentrieren kann. Ganz ehrlich, so ein Kind wäre vor 30 Jahren als ich in die Schule ging nie aufgefallen. Der wäre halt der verträumte Junge gewesen der bisschen langsamer liest als die anderen. Hätte damals wahrscheinlich einen Realschulabschluss gemacht und wäre Handwerker geworden.
Heute ist er ein Inklusions-Kind mit Pflegegrad und Schwerbehinderten-Ausweis. Wie gesagt,.bis zur Einschulung völlig unauffällig. Manchmal frage ich mich ob mein Kind wirklich behindert ist oder die Schule ihn behindert macht.

Unverzagte
13 Tage zuvor
Antwortet  KonfettiimKopf

Für eine Schwerbehinderung braucht es mehr als das, was Sie an Diagnosen aufzählen.
Und ja, das Verständnis von Behinderung ist immer abhängig von der Gesellschaft bzw. dem Ort und seiner Zeit.

KonfettiimKopf
13 Tage zuvor
Antwortet  Unverzagte

Der Antrag auf einen GdB (Grad der Behinderung) läuft noch aber ich rechne mit einem Grad von 50 oder 60 %. ADHS alleine gibt meistens schon 50% und dann noch die LRS und die Sprachentwicklungsstörung dazu. Bin gespannt.
Ich wollte nur sagen: Was heute als „Behindert“ gilt war vor 30 Tagen ganz normale Abstufungen von „normal“. Mein Sohn würde die Regelschule auch ohne Schulbegleitung, Förderplan und Nachteilsausgleich schaffen. Seine Klassenkameradin ist Autistin, hat ebenfalls eine Schulbegleitung und ist von den Noten her eine der besten in der Klasse. Die heutige Definition von „Behindert“ ist es, die dafür sorgt dass die Anzahl der Kinder mit sonderpädagogischen Förderbedarf heute so viel höher ist als früher. Die Kinder sind nicht plötzlich behinderter als früher.

Mitleser
13 Tage zuvor
Antwortet  KonfettiimKopf

Ich teile Ihre Einschätzung.
 
Jeder, der früher als „Zappelphilipp“ galt, hat nun ADHS und womöglich noch eine Schulbegleitung. Ich höre das immer häufiger aus dem Bekanntenkreis.
 
Ich verstehe, dass die Schulen die Förderung bei Kindern mit Schwierigkeiten durch die ausufernden Aufgaben und mit Blick auf den Personalschlüssel nicht mehr stemmen können.
 
Wir haben auch die komplette Diagnostik „abgegrast“, da die Schule uns das empfohlen hatte.
 
Ich war wirklich irritiert, dass mir der KJP mit den Diagnosen LRS & Dyskalkulie eine Beantragung eines Behindertengrades nahelegte. Ich fragte nach: Wie genau hilft das meinem Kind? – Keine Antwort.

KonfettiimKopf
13 Tage zuvor
Antwortet  Mitleser

Ihrem Kind hilft der „Grad der Behinderung“ erstmal nicht direkt aber Ihnen als Eltern. Je nach Grad sind tausende Euro an zusätzlichem Steuerfreibetrag pro Jahr. Und wenn Ihr Kind mal erwachsen ist hat es Vorteile im Berufsleben damit. Außerdem hilft es für Nachteilsausgleiche oder die Beantragung für eine Schulbegleitung, wenn das Kind einen GdB hat.
Wir haben mittlerweile sogar einen Pflegegrad für mein ADHS Kind, der uns finanziell sehr unterstützt. Ich wusste das auch alles nicht, nichtmal der KJP hat es mir gesagt, musste mir das Wissen selbst aneignen.

unverzagte
13 Tage zuvor
Antwortet  KonfettiimKopf

Tausende Euros? Also bei 50 % sind es knapp über eintausend…

Mitleser
13 Tage zuvor
Antwortet  KonfettiimKopf

Ich antworte Ihnen einmal aufgrund meiner persönlichen Erfahrung:
 
Liegen neben der LRS zusätzliche psychische Belastungen, Konzentrationsstörungen oder Begleiterkrankungen (wie ADHS, Ängste oder Depressionen) vor, wird teils ein GdB zwischen 20 und 40 anerkannt. Die steuerlichen Vorteile des Pauschbetrags innerhalb der Steuererklärung (GdB 20: 384 €, GdB 30: 620 €, GdB 40: 860) sind mir bewusst.
 
Eine Lern- oder LRS-Therapie kostet pro Einheit zw. 70-90 € und wird nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Hier muss man das Jugendamt einschalten, da auch der Behindertenpauschbetrag die Kosten nicht einmal ansatzweise abdecken kann. Das ist auch nicht jedem Lehrer klar.
 
Der GdB betrifft im Wesentlichen die Schul- und Ausbildungszeit. Nach Schulabschluss, Berufsausbildung und Arbeitsmarktintegration wird der Behinderungsgrad herabgestuft, da die Teilhabebeeinträchtigung in Form von Nachteilen beim Wissenserwerb nicht mehr bzw. nicht mehr in erheblichem Maße vorliegt. https://versorgungsmedizinische-grundsaetze.de/Urteile/lsg-nrw-2022-12-19-l-6-sb-198-21.html
 
Mit einem entsprechenden psychologischen Gutachten ist es auf jeden Fall einfacher, ab der 7. Klasse Nachteilsausgleiche und teilweise Notenschutz zu beantragen. VG

Bernd Brunnet
12 Tage zuvor

Das Problem.ist ganz einfach! Die Förderschulen haben kleinere Klassen, manchmal mit 2 Lehrkräften! Dafür insbesondere auf dem.Land mit weiten Anfahrtswegen!
Die Regelschulen haben grosse Klassen mit 1 oder 2 Lehrkräften, selten ausreichende Sonderschullehrkräfte! Theoretisch sollen es 27 Schüler sein, davon 3 mit Förderbedarf! Nicht gerechnet werden ungelabelte Schüler, sowie DaZ-Schüler! Dazu kommen dann noch die Schüler mit Migrationshintergrund ohne ausreichende Deutsch-Kenntnisse! Wie auch bei indigenen Schülern Lesekompetenz, Sprachkompetenz schlecht ist! Demzufolge auch in anderen Fächern Defizite!
Weiter werden Inklusionssschüler, ausgenommen, manchmal Kb, nicht vom Gymnasium aufgenommen! Bleiben also Hauptschule, Realschule, Gesamtschule, Primusschulen, Sekundarschulen! Dort findet dann die gesamte Inklusion statt, mit den entsprechenden Folgen!
Der Rechtsanspruch ist das eine, die Realität das andere!
Das Festhalten an dieser Regelung zeigt nur, dass die Ministerin Gymnasien schützt, der Rest ist egal! Zudem einem Schüler den Förderbedarf abzuerkennen ist unmöglich! Noch schwieriger ist es den Förderbedarf nachträglich zu bestätigen! Spötter schreiben nur schneller zum Abitur wie zur Förderschule!
Von daher, Wunsch der Eltern eher selten, Wunsch nach Regelschule oft! Aber wenn die Kinder in der Klasse aufgrund ihrer Einschränkungen nur Maskottchenstatus haben, welchen Vorteil hat das dann? Cui bono?

Mika BB
11 Tage zuvor
Antwortet  Bernd Brunnet

„ Weiter werden Inklusionssschüler, ausgenommen, manchmal Kb, nicht vom Gymnasium aufgenommen!“

UPS, da bilden wir uns an unserem Gym unsere Inklusionsschüler mit Autismusspektrumsstörung, EmSoz und Co wohl ein? Okay, wir haben keine I-SuS mit nachgewiesener geistiger Beeinträchtigung im Bereich der Intelligenzminderung. Dafür haben wir dann genau null Sonderpädagogen, nicht mal stundenweise. Rechtsanspruch der SuS darauf? Der ist vorhanden, nur das Personal nicht. Das verfährt seine Arbeitszeit zwischen den einzelnen Schulen nämlich zu einem nicht unerheblichen Teil. Tja, dann bleibt leider nichts übrig für unsere SuS…

Bernd Brunnet
11 Tage zuvor
Antwortet  Mika BB

Wie viele Schüler haben eine Behinderung im Bereich Lernen!
Es gibt nebenbei keine Beeinträchtigung im Bereich Intelligenzminderung, dies ist keine Behinderung! Für eine Autismusspektrumstörung gibt es auch keine Förderlehrkräfte an anderen Schulformen! EmSoz gibt es ebenso keine Lehrkräfte zusätzlich! Von daher ist das Gymnasium eindeutig besser dastehend! Wenn es den anderen ja besser geht, Schulformwechsel, mehr Pflichtstunden unter Umständen auch weniger Gehalt! Schlechtere Ausstattung, mehr sozial schwächere Schüler! Macht aber keiner, warum wohl nicht! Selbst erlebt, Kollegen abgeordnet vom Gymnasium, hoffnungslos überfordert!

Jerunda
12 Tage zuvor

Passend zum Thema Förderschulen/ Inklusion/ Schulbegleitung fand ich folgenden interessanten Artikel (auch in meiner Gewerkschaftszeitung abgedruckt!):
Schulbegleiter: Warum die Pool-Lösung für Schulbegleitungen umstritten ist
Der Beitrag erschien am 03.06.2026 auf dem Deutschen Schulportal der Robert Bosch Stiftung.

Inhalt

  1. Was genau ist eine Schulbegleitung oder eine Schulassistenz?
  2. Welche Aufgaben haben Schulbegleiterinnen und Schulbegleiter?
  3. Wie viele Schulbegleiterinnen und Schulbegleiter arbeiten in Deutschland?
  4. Wie groß ist der Bedarf an Schulbegleiterinnen und Schulbegleitern?
  5. Was bedeutet das Pool-Modell für Schulbegleitungen?
  6. Gibt es einen Rechtsanspruch auf Schulbegleitung?
  7. Wie beantragen Eltern eine Schulbegleitung für ihr Kind?
  8. Wie läuft die Zusammenarbeit in der Schule?
  9. Welche Ausbildung haben Schulbegleiterinnen und Schulbegleiter?

Robert Bosch Stiftung | bpb.de

Dieser Artikel könnte, mMn., interessant für betroffene Eltern, Schüler und Lehrer sein.

@Redaktion – den Artikel verlinkte ich schon mal, da scheint aber etwas schief gelaufen zu sein. Oder ist das „Deutsche Schulportal der Robert Bosch Stiftung“ keine seriöse Quelle?

Rainer Zufall
12 Tage zuvor
Antwortet  Jerunda

Öhm…
Sollten Sie nicht den Unterschied zwischen Schulbegleitung und Inklusion kennen? …
Sie KENNEN den Unterschied doch, ja?

Jerunda
12 Tage zuvor
Antwortet  Rainer Zufall

Natürlich! Allerdings ist Inklusion oft ohne Schulbegleitung nicht möglich bzw. für das betroffene Kind nicht ausreichend, um dessen Beschulung bestmöglich zu ermöglichen.
Außerdem wurde das Thema Schulbegleitung hier im Forum mehrfach von Foristen angesprochen. Mein Link sollte Betroffenen helfen. Eigentlich hätten Sie, als aktiver Sonderpädagoge ja auch mal was Hilfreiches beisteuern können. Stattdessen versuchen Sie meine Hilfe abzuwerten? Warum? Ich dachte diese Foren bei n4t dienen auch dem Informationsaustausch? Was also passt Ihnen nicht daran, dass ich den Artikel verlinkte?