Start Aus den Verbänden Altersteilzeit für Lehrkräfte: Läuft sie stickum aus? GEW ermahnt Landesregierung 

Altersteilzeit für Lehrkräfte: Läuft sie stickum aus? GEW ermahnt Landesregierung 

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MAINZ. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Rheinland-Pfalz drängt die Landesregierung, die Altersteilzeit für Lehrkräfte über den 31. Dezember 2026 hinaus fortzuführen. Die Entscheidung müsse jetzt fallen, damit Lehrkräfte, Schulen und Schulaufsicht ausreichend Planungssicherheit erhielten. Hintergrund sind die anstehenden Beratungen über den Doppelhaushalt 2027/28.

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Nach Angaben der GEW hatte die Landesregierung eine Entscheidung zunächst von einer Evaluation abhängig gemacht, die bis Ende Mai 2026 abgeschlossen werden sollte. Nun sei der Zeitpunkt gekommen, Klarheit zu schaffen. Wer nach Jahrzehnten im Schuldienst den Übergang in den Ruhestand plane, müsse frühzeitig wissen, ob die Möglichkeit der Altersteilzeit bestehen bleibe.

„Lehrkräfte brauchen Planungssicherheit – und zwar nicht erst kurz vor Schluss“, erklärt der Landesvorsitzende der GEW Rheinland-Pfalz, Stefan Jakobs. „Wer nach Jahrzehnten im Schuldienst über Altersteilzeit nachdenkt, trifft eine weitreichende Lebensentscheidung. Es darf nicht sein, dass Kolleginnen und Kollegen monatelang im Unklaren bleiben, ob diese Möglichkeit auch weiterhin besteht. Die Politik muss jetzt ein klares Signal setzen: Die Altersteilzeit bleibt.“

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Die Bildungsgewerkschaft befürchtet, dass die schwarz-rote Landesregierung die bisherigen Regelungen auslaufen lassen könnte. Dies wäre aus ihrer Sicht ein falsches Signal an die Beschäftigten an den Schulen. Altersteilzeit sei kein Privileg, sondern ein wichtiges Instrument, um den Übergang in den Ruhestand gesundheitsgerecht zu gestalten.

Nach Angaben des Landesamts für Finanzen handelt es sich bei der Altersteilzeit um eine besondere Form der Teilzeitbeschäftigung. Die Bezüge setzen sich aus den anteiligen Dienstbezügen und einem Altersteilzeitzuschlag zusammen. Ziel ist es, älteren Lehrkräften einen gleitenden Ausstieg aus dem aktiven Schuldienst zu ermöglichen.

Die Forderung der GEW knüpft an die wachsenden Belastungen im Lehrerberuf an. Ältere Lehrkräfte seien seit Jahren mit steigenden Anforderungen konfrontiert – unter anderem durch den anhaltenden Lehrkräftemangel, Inklusion, Integration, Digitalisierung sowie zusätzliche Verwaltungsaufgaben.

„Altersteilzeit hilft, Belastungsspitzen mit zunehmendem Alter zu reduzieren“

„Gerade ältere Lehrkräfte tragen seit Jahren eine enorme Last: steigende Anforderungen, Lehrkräftemangel, Inklusion, Integration, Digitalisierung und immer mehr Verwaltungsaufgaben. Wer gute Bildung will, muss auch die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten ernst nehmen“, sagt Jakobs. „Altersteilzeit hilft, Belastungsspitzen mit zunehmendem Alter zu reduzieren.“

Die Gewerkschaft verweist zudem darauf, dass die Altersteilzeitregelungen bereits 2021 verlängert worden waren. In der damaligen Gesetzesbegründung sei ausdrücklich festgehalten worden, dass sich das Modell bewährt habe. Es eröffne jüngeren Lehrkräften Einstiegsmöglichkeiten und ermögliche älteren Beschäftigten einen flexiblen Übergang in den Ruhestand.

Über eine Verlängerung der bestehenden Regelung hinaus fordert die GEW weitere Maßnahmen zur Entlastung älterer Lehrkräfte. Dazu zählen Verbesserungen bei der Altersermäßigung, beim Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie bei der Prävention, damit Lehrkräfte ihren Beruf bis zum Ruhestand gesund ausüben können.

„Die Schulen brauchen Verlässlichkeit. Die Lehrkräfte brauchen Respekt. Und die Politik muss zeigen, dass sie die Realität in den Lehrerzimmern verstanden hat“, betont Jakobs. „Eine Verlängerung der Altersteilzeit wäre dafür ein notwendiges Signal.“ News4teachers 

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2 Kommentare
Frederik März- in Altersteilzeit
6 Stunden zuvor

Altersteilzeit im blockmodell soll es nach den Vorschlägen der rentenkommission nicht mehr geben. Und in rlp ist der Markt leergefegt.
Die Fortführung ist nicht zu erwarten.

Realist
4 Stunden zuvor

ATZ rules!