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Mit Althusmann verliert der letzte CDU-Kultusminister sein Amt

HANNOVER. Die Tage von Niedersachsens Kultusminister Bernd Althusmann (CDU) im Amt sind gezählt: Seit der Niederlage von Schwarz-Gelb am vergangenen Sonntag ist er nur noch kommissarisch im Amt, bis die neue Landesregierung vereidigt ist. Althusmanns Ausscheiden markiert eine bildungspolitische Zäsur: Erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik gibt es keinen Schul- oder Kultusminister mehr mit CDU-Parteibuch.

Bernd Althusmann will in der Politik bleiben. Foto: Kultusministerium Niedersachsen

Bernd Althusmann will in der Politik bleiben. Foto: Kultusministerium Niedersachsen

Die CDU-geführte Landesregierung in Sachsen hat die parteilose Brunhild Kurth zur Kultusministerin gemacht; im schwarz-rot regierten Sachsen-Anhalt hat die SPD das Kultusministerium übernommen, ebenso im Saarland. In Hessen unter Schwarz-Gelb haben die Liberalen das Kultusministerin übernommen. Bleibt ein einziger Kultusminister aus Reihen der Union – allerdings ein Christsozialer: Bayerns Kultusminister Ludwig Spaenle.

Warum sich Christdemokraten nicht gerade um das Amt drängeln, macht das politische Schicksal von Althusmann mal wieder anschaulich: Es gilt nicht gerade als Karrieresprungbrett, ein Kultusministerium zu führen. Wer in der Schulpolitik Verantwortung übernimmt, macht sich fast zwangsläufig unbeliebt. Althusmann konnte so noch nicht einmal seinen Wahlkreis gewinnen und wird dem neuen Landtag deshalb nicht mehr angehören.

Wie es für ihn weitergeht? Althusmann will in der Politik bleiben. Mit Blick auf seine berufliche Zukunft sei er „optimistisch und gelassen“, teilte Althusmann jetzt betont gelassen mit und ergänzte: „Für konkrete Aussagen ist es zu früh. Klar ist aber, ich bleibe ein durch und durch politischer Mensch.“ Klar ist aber auch: In der Schulpolitik wird er sich wohl nicht mehr so schnell engagieren. News4teachers

(23.01.2013)

Zum Bericht: „Sechs weg in einem Jahr: Kultusminister auf dem Schleudersitz“

 

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