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Internetprojekt will Kindern Spaß am Lesen, Schreiben und Rechnen vermitteln – trotz Lernschwäche

DÜSSELDORF. Egal ob Legasthenie oder Dyskalkulie, Kinder, die unter einer Lernschwäche leiden, haben eine Gemeinsamkeit: Sie brauchen spezielle Unterstützung und Förderung. Genau die will das kostenfreie Internetprojekt „LegaKids“ bieten und Möglichkeiten aufzeigen, den Beeinträchtigungen „positiv zu begegnen“.

Eine Lernschwäche wie Legasthenie stellt nicht nur die betroffenen Kinder vor Herausforderungen. Daher bietet das Internetprojekt der Stiftung KegaKids auch eine Informationsseite für Erwachsene. Screenshot von www.legakids.net

Das Internetprojekt der Stiftung LegaKids bietet auch eine Informationsseite für Erwachsene. Screenshot von www.legakids.net

Das Internetprojekt „LegaKids“ richtet sich an „Kinder, Eltern, Lehrkräfte und andere Interessierte, die Hilfestellung zum Umgang mit Lese-Rechtschreib-Unsicherheiten, LRS, Legasthenie oder Rechenschwäche suchen“, heißt es auf der Internetseite. Die Psychologen Dr. Britta Büchner und Michael Kortländer haben das Projekt 2004 ins Leben gerufen und leiten es. Im Juni 2014 haben sie es in die LegaKids-Stiftungs-GmbH eingebracht, die eigenen Angaben zufolge „ausschließlich soziale und gemeinwesenbezogene Ziele“ verfolgt. Ein 15-köpfiges Team, der fachliche Beirat, unterstützt die Leiter bei der Projektarbeit. So sei gewährleistet, dass alle für ein derartiges Internetprojekt notwendigen Inhalte kompetent, zuverlässig und auf hohem Niveau erarbeitet werden. Das LegaKids-Team besteht eigenen Angaben zufolge aus Pädagogen, Psychologen, Programmierern, Spielentwicklern, Graphikern, Illustratoren, Animatoren, Sprechern und Musikern. Sie wollen:

  • „Kindern frühzeitig beistehen, um sie vor einem drohendem schulischen Aus zu bewahren,
  • Kindern die Lust an Buchstaben und Zahlen erhalten,
  • Kinder vor Erkrankungen aufgrund von Schulproblemen bewahren,
  • Kindern Mut, Selbstvertrauen, Lern- und Lebensfreude zurückgeben,
  • Kinder vor Isolation, Stigmatisierung und Pathologisierung schützen,
  • Eltern und Lehrkräfte in die Lage versetzen, sich in die Not der Kinder einzufühlen und sie angemessen zu unterstützen,
  • das öffentliche Bewusstsein für die enormen gesellschaftlichen Auswirkungen unzureichender Förderung schärfen.“

Dafür bietet „LegaKids“ ein vielfältiges Angebot sowohl für Eltern, Lehrkräfte und Förderkräfte, als auch speziell für Kinder. Die Internetseite, die sich an Erwachsene richtet, umfasst neben Erklärungen der verschiedenen Lernschwächen, wie Lese-Rechtschreibschwäche (LRS) und Dyskalkulie, Tipps, wie Eltern oder Lehrer diese erkennen können und wie sie mit ihnen umgehen sollten. Darüber hinaus stellt die Internetseite unter anderem auch vertiefende Literaturhinweise zur Verfügung, genauso wie Lern- und Spielmaterialien sowie Orientierungshilfen für die Suche nach der richtigen Förderkraft.

Während sich das Angebot für Erwachsene dem Thema Lernschwäche sehr sachlich nähert, wartet auf der Online-Plattform für Kinder das Lese-Rechtschreibmonster Lurs. Lurs „steht stellvertretend für alle Probleme rund um das Lesen und Schreiben – denn sein Beruf ist, Kindern wie Erwachsenen das Lesen und Schreiben so richtig schwer zu machen“, so die Erklärung auf der Internetseite. Mithilfe der Figur des Lese-Rechtschreibmonsters sollen Kinder neu zum Lernen motiviert werden. Dabei sollen kostenlose Online-Lernspiele und Lehrfilme, Comics, Geschichten und Hörspiele helfen, „die Kinder und Erwachsene mit den zugrundeliegenden Problematiken vertraut machen“. Darüber hinaus soll das Kinderangebot grundlegende Lernbereiche stärken, wie

  • Lesetechnik, Lesegeschwindigkeit,
  • Leseverständnis,
  • Rechtschreibung,
  • Motivation und Entlastung,
  • Sprachverständnis, Sprachbewusstheit,
  • visuelle und auditive Aufmerksamkeit,
  • Rechnen,
  • Englisch – Wortschatz und Schreibung.

Zusätzlich bietet die Kinderseite der LegaKids-Stiftung hilfreiche Informationen für die jüngeren Nutzer, wie sie mit ihrer Legasthenie oder LRS im Alltag zurecht kommen können sowie Lern-Tipps und Hinweise, welche Fallen auf sie bei der Rechtschreibung warten.

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Zum Beitrag: Leseförderungskampagne für Erstleser: Auf Schatzsuche mit dem Leseraben

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