SPD fordert Wirtschaft/Politik schon ab der 5. Klasse – Prien dagegen

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KIEL. Mehr politische Bildung in der Schule – darauf dringt die SPD in Schleswig-Holstein. Sie verlangt mehr sogenannte Wipo-Stunden im Unterricht. Die Bildungsministerin hat einen anderen Ansatz.

Hält Wirtschaft und Politik für fächerübergreifendes Thema an Schulen: die schleswig-holsteinische Bildungsministerin Karin Prienn (CDU). Foto: Frank Peter / Landesregierung

Inhalte aus dem Bereich Wirtschaft/Politik (Wipo) sollten nach Ansicht der SPD für Schüler in Schleswig-Holstein bereits ab der fünften Klasse verpflichtend werden. Mehr Stunden als bislang müsse es künftig ab Klasse 7 geben, sagte der SPD-Bildungspolitiker Martin Habersaat. Schüler hätten das Bedürfnis, sich mit der Suche nach Antworten auf Rechtsextremismus, Klimawandel und Digitalisierung zu beschäftigen.

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SPD: Nötig ist mehr politische Bildung in der Schule – nicht weniger

«Es muss in der Schule reflektiert werden, wie die Demokratie und ihre Institutionen auf solche und andere Herausforderungen reagieren, und die Schule muss vermitteln, wie unsere Demokratie funktioniert und warum ein guter Kompromiss unterschiedliche Argumente voraussetzt», sagte Habersaat. «Nach den Plänen der Landesregierung zur neuen Oberstufenverordnung wäre ein Abitur in Schleswig-Holstein denkbar, bei dem nur in der 11. Klasse zwei Wochenstunden WiPo besucht wurden». Nötig sei aber mehr politische Bildung und nicht weniger.

Das Fach Wirtschaft/Politik wird in Schleswig-Holstein an allen weiterführenden Schulen angeboten. «Politische Bildung allein auf den WiPo-Unterricht zu verengen, wird der großartigen Arbeit unserer Schulen nicht gerecht», sagte Bildungsministerin Karin Prien (CDU). Politische Bildung und Demokratieerziehung genössen hohen Stellenwert in den Schulen. «Das gilt nicht nur im Fach WiPo, sondern auch in Geschichte, Geografie den anderen gesellschaftswissenschaftlichen Fächern und vielen fächerübergreifenden Projekten.» dpa

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