Deutschland-Flagge vor jeder Schule? Philologen: Unfreiwillig komisch!

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STUTTGART. Der Philologenverband Baden-Württemberg hat skeptisch auf den Vorstoß aus Reihen der CDU reagiert, vor jeder Schule in Deutschland  die Flaggen von Deutschland, vom jeweiligen Bundesland und von der Europäischen Union aufzustellen –und ständig dort wehen zu lassen. Einen entsprechenden Antrag will der CDU-Landesverband Baden-Württemberg auf Initiative der Schüler Union beim bevorstehenden Bundesparteitag der Christdemokraten stellen. Die Maßnahme könnte nach hinten losgehen, meinen die Philologen. Auch unter den Lesern von News4teachers sorgte die Ankündigung für ironische Kommentare auf Facebook.

Die Würde der Staatsflagge könnte gegenüber dem baulichen Zustand vieler Schulgebäude in einem bemerkenswerten Kontrast stehen. Illustration: Shutterstock

„Natürlich könnte eine dauerhafte Beflaggung vor den Schulen das Zusammengehörigkeitsgefühl sowie den Stolz der Schüler- und Lehrerschaft auf ein funktionierendes demokratisches Gemeinwesen stärken – wenn denn sichergestellt wäre, dass dabei kein unerwünschter Nebeneffekt durch unfreiwillige Komik entsteht“, so heißt es in einer Presseerklärung des baden-württembergischen Philologenverbands. Das sei aber keineswegs der Fall. „Solange es an vielen Schulen im Winter zu kalt und im Sommer zu warm ist, es durchs Dach regnet und die Bits aus dem Internet nur einzeln durch die Leitungen tröpfeln – von sonstigen Ausstattungsmängeln ganz zu schweigen –, könnte der Schuss leicht nach hinten losgehen und die Fahnen zum realsatirischen Ausrufezeichen staatlicher Vernachlässigung der Schulen werden.“

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Klassen kleiner machen, Arbeitsbelastung für Lehrer senken

Solange die Landesregierung den Lehrkräften nicht wieder ausreichend Zeit für Bildung und Erziehung zur Verfügung stelle, indem sie die Klassen verkleinert, die Unterrichtsverpflichtung der Lehrkräfte senkt und weitere dringende Sofortmaßnahmen zur Vermeidung von Unterrichtsausfall ergreift, „sollten wir nicht über Symbolpolitik, sondern über konkrete Verbesserungen an den Schulen diskutieren“, heißt es – auch bei der Demokratiebildung.

„Bei der Bildung der Schülerinnen und Schüler zu mündigen Bürgern sollten nach Ansicht des Philologenverbands Baden-Württemberg andere Prioritäten als eine symbolpolitisch motivierte Beflaggung der Schulen gesetzt werden: Dafür sind Zeit und Ressourcen nötig, die die Landesregierung der Demokratiebildung und Werteerziehung gerade entzogen hat — zum Beispiel durch die Einführung des Fachs ‚Wirtschaft/Berufs- und Studienorientierung‘ auf Kosten von Gemeinschaftskunde. Die Demokratiebildung muss im Fächerkanon wieder eine größere Rolle spielen“, so fordern die Philologen.

“Heizung in unserer Turnhalle wäre auch eine gute Idee”

Auch unter den Lesern von News4teachers, darunter viele Lehrer, sorgt der Vorstoß für Irritationen – und für Spott. „Dauerhafte Heizung in unserer Turnhalle wäre auch eine prima Idee“, so schreibt eine Leserin von News4teachers auf Facebook. Antwort einer Kollegin: „Ich könnte etwas Wärme rüberschicken. Wir knacken fast täglich die 25 Grad-Marke im Klassenraum. Temperaturregelung ist nur mit dem Fenster möglich.“ Eine dritte setzt ironisch hinzu: „Funktionierende Schulgebäude sind total überschätzt. Den Schülern wird es warm ums Herz, wenn vor ihrer Schulruine die Flagge weht!“  Ein Leser malt sich aus: „…und bei jeder missratenen Klassenarbeit Halbmast!?“

„Das soll das Nationalbewusstsein stärken, und es dient der Verbundenheit mit anderen Nationen der EU“, so hatte der Landesvorsitzende der Schüler Union, Adrian Klant, am Mittwoch erklärt. Agentur für Bildungsjournalismus

Der Beitrag wird auch auf der Facebook-Seite von News4teachers diskutiert.

CDU und Schüler Union wollen dauerhafte Beflaggung vor Schulen

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80 KOMMENTARE

  1. In anderen Ländern ist das üblich, hierzulande hat das immer einen faden Beigeschmack. Kompromiss: die Flagge des Bundeslandes.

    • Ich habe eher einen faden Beigeschmack, wenn jemand Probleme mit der Deutschlandfahne hat, und beneide Menschen aus anderen Staaten, die keine Scheu kennen, begeistert ihre Fahnen zu schwenken und als stolze Bürger ihres Landes aus voller Kehle die Nationalhymne zu singen, z. B. bei internationalen Sportveranstaltungen. Die Italiener (Tiffosi) sind diesbezüglich besonders eindrucksvoll.
      Die Flagge des Bundeslandes ist kein Kompromiss, sondern Zeichen von Verdruckstheit und Angst vor dem Vorwurf, man sei schon rechtsradikal, wenn man ein positives Verhältnis zur deutschen Fahne und Hymne habe.
      Ich lasse mir die Deutschlandfahne nicht miesmachen und ausreden. Und meine Kinder sollen auch nicht in dem Gefühl aufwachsen, sie lebten in einem Land, in dem sie sich für ihre Ur-Urväter ständig rechtfertigen und schämen müssten.
      Dann sollen sie lieber auswandern und sich begeistert mit ihrer neuen Heimat identifizieren dürfen.

      • Ich sähe es zwar ungern, wenn meine Kinder deswegen auswanderten, aber ansonsten sprechen Sie mir aus dem Herzen, Maja. Es ist wahrlich keine Freude, „biodeutsch“ zu sein und ständig mit einer „Erbsünde“ rumlaufen zu müssen, die es sogar gebietet, von positiven Symbolen für das eigene Land wie Fahne oder Hymne peinlich berührt zu sein.
        Das kommt mir wie Selbstaggression (Autoaggression) oder Rassismus gegen sich selbst vor.
        Die Deutschland-Fahne vor Schulen könnte ein Schritt in die richtige Richtung, hin zu mehr Normalität, sein.

        • Als wäre es nach den Erfahrungen mit den Nationalismus in Deutschland ein Wunder, dass viele Menschen Probleme mit dem Nationalismus in Deutschland haben – ich auch.

          Sie laufen auch nicht mit einer “Erbsünde” herum (außer wenn Sie Katholik sind) – sie haben als Deutscher eine historische Verantwortung, die eben auch zum “eigenen Land” gehört. Und: Was, bitte, ist “biodeutsch” – sind Sie Arier und verfügen über einen entsprechenden Nachweis aus den 30-er Jahren? Oder stammen Sie aus ökologischer Haltung?

    • es gibt nicht allzuviele länder, die in ihrer historie einen genozid bzw. sehr erfolgreich selektion an rampen zu verantworten haben und jetzt bitte keine geschmacklos vergleichenden aufrechnungen. nach PAUL CELAN ist der tod ein meister aus deutschland. wer bitteschön brauch heute dieses elende nationalgeflagge und wozu? können wir das nicht bitte im fußballstadion lassen? bastelt doch einfach ein familienwappen, wenn die sehnsucht nach wehenden lappen zu groß werden sollte.

          • @XXX
            Sie blenden einmal wieder aus, dass wir Deutsche stolz darauf sein können, dass es uns nach dem Krieg gelungen ist, vor dem Hintergrund der vom Nationalsozialismus begangenen systematischen Genozide an rassisch ausgegrenzten Minderheiten durch die millionenfachen, systematischen Morde an Juden, Sinti, Roma, politischen Gegnern, Russen sowie Polen und der Auswirkungen der kriegerischen Auseinandersetzungen gegen unsere europäischen Nachbarn mit 60 Millionen Toten,
            es eben uns gelungen ist, einen international anerkannten, wirtschaftlich erfolgreichen und angesehenen demokratischen Rechtstaat zu entwickeln.
            Ihre Art der Ausblendung der Ereignisse zwischen 1933 und 1945 schmälert unsere Erfolge im Ansehen und das Gefühl stolz auf das Geleistete zu sein.

        • Haben Sie eigentlich irgendwann mal reflektiert, für wen Sie arbeiten und in welchem Land Sie leben?

          Der Nationalsozialismus „hat für die verfassungsrechtliche Ordnung der Bundesrepublik Deutschland eine gegenbildlich identitätsprägende Bedeutung, die einzigartig ist und allein auf der Grundlage allgemeiner gesetzlicher Bestimmungen nicht eingefangen werden kann“. (…) Das Grundgesetz sei „von seinem Aufbau bis in viele Details hin darauf ausgerichtet, aus den geschichtlichen Erfahrungen zu lernen und eine Wiederholung solchen Unrechts ein für alle Mal auszuschließen“. Bundesverfassungsgericht in einem Urteil 2009.

          Soviel hat die Bundesrepublik mit dem Holocaust “am Hut”.

          Quelle: https://www.faz.net/aktuell/politik/staat-und-recht/bundesverfassungsgericht-verherrlichung-des-ns-regimes-bleibt-strafbar-1882860.html

          • Bitte nennen Sie mir einen Genozid, den Deutschland nach 1945 zu verantworten hat. Sie werden nicht fündig werden, weil die Verfassung das aus gutem Grund verbietet. Das Hissen einer BRD-Flagge hat mit dem Verherrlichen des NS-Regimes nichts zu tun. Andernfalls wäre ganz Deutschland seit 2004 alle zwei Jahre im Sommer ein Nazistaat sondersgleichen.

          • @XXX
            Diese, ihre Aufforderung, zum Nachweis eines Genozid nach 1945, bedeutet das bewusste Ausblenden deutscher Geschichte vor 1945 und zugleich eine Abwertung der erbrachten Leistungen nach 1945 im Spiegel zur Vorzeit.

            Dass sie anderen auch noch unterstellen, diese würden, weil sie staatlichen Symbolen keine große Bedeutung beimessen, die Nationalfahne als Nazifahne ansehen, dies ist eine noch größere Unverschämtheit, denn die Nationalfahne im SS-Staat war rot, weiß und schwarz, wie man diese auch bei den vielen Neonaziaufmärschen sowie bei den Reichsbürgern und anderen Rechtsradikalen geradezu regelhaft sieht.
            Auch Höckes Freund und Nachbar Thorsten Heise, der Organisator von Nazirockkonzerten in Thüringen und Sachsen, gehört zu diesem Kreis an Feinden der parlamentarischen Demokratie.
            Sie aber haben diese Neonazis hier einmal als willige und harmlos herumstehende Demonstrationsteilnehmer charakterisiert.
            Tatsächlich gehen auf diese rechtsradikalen Skinheads seit der Wiedervereinigung 10.000 Opfer körperlicher Gewalt, die zum Teil in Invalidität mündete sowie 170 Todesfälle.

      • Mit ein bisschen Geschichtskenntnis, also wirklich ein bisschen wenigstens, weiß man, dass fast jedes Land/Volk in seiner Vergangenheit schlimme Völkerrechtsverbrechen begangen hat.

        Dennoch, unsere sind natürlich präsenter im Bewusstsein der Menschen, zumal Betroffene noch leben. Daraus entsteht unsere besondere Verantwortung.

        • An den Nazi-Verbrechen waren nicht selten auch Angehörige der unterworfenen Völker/LÄnder in Größenordnungen beteiligt. Die sollten sich auch mal ihrer Verantwortung stellen. Das geschieht nur sehr zögerlich und wir teilweise sogar bekämpft (Polen).

          Wollen Sie das wieder wegreden, Bernd! Informieren Sie sich doch bitte erstmal über die Geschichte, bevor Sie immer so kluge Reden schwingen! Ein bisschen was sollte man schon wissen, bevor man seinen Mund aufmacht.

        • mit einem minimum an bewusstsein, von sprachsensibilität ganz zu schweigen, ist unsere verantwortung für den hoffentlich einmaligen genozid mehr als unvergleichbar.

          die anderen “what – abouts” stehen und bleiben bitte insbesondere in diesem verdammtem kontext im gottlosen stall!

          • @ unverzagte, nein, Sie verharmlosen alle anderen Menschenrechtsverletzungen, indem Sie sagen, das sei ja alles nicht so schlimm wie die Verbrechen der Nazis.

            Leider, leider, leider gab es Völkermord nicht nur einmal in der Geschichte und nicht nur an einem Ort auf der Welt. Sie reden das klein und unscheinbar, weil es weniger Menschen betraf als die Verbrechen der Nazis?

            Die Menschenrechtsverletzungen der Europäer an den Ureinwohnern Afrikas, Amerikas, Australiens = nicht so schlimm? Der Genozid an der Armeniern = nicht so schlimm? Die Versklavung von Millionen Afrikanern = nicht so schlimm?

            Der Massenmord an den Tutsi in Ruanda = nicht so schlimm. Es kamen ja nur rund 1 Million Menschen ums Leben (innerhalb von 4 Wochen)??? Und das ist ja weniger als die, die die Nazis umgebracht haben.

            Also alles halb so wild. Na denn ……… tolles Engagement für Menschenrechte. Da muss ja immer nur hoffen, es gibt noch viele andere Betroffene. Sonst ist das ja alles nicht schlimm!

            Nicht aufzurechnen, bedeutet eben nicht das, was Sie da machen. Nicht aufzurechnen, bedeutet jedes einzelne (!) Leid wahrzunehmen, anzuklagen, zu vermeiden und nicht zu zählen, dass mehr Betroffene auch mehr Leid bedeuten und weniger Betroffene weniger Leid bedeuten!!!

          • Ja, Stalin hat Millionen von Menschen das Leben gekostet, Mao auch – aber was soll das hier? Wollen Sie den Holocaust relativieren? Macht ihn das weniger schlimm?

            War der Zweite Weltkrieg ein “Vogelschiss”, wie die AfD meint, weil es ja schon andere Kriege in der Weltgeschichte gab? Ich sage Ihnen etwas: Meine Familie hat – wie Hunderttausende andere Familien in Deutschland – großes Leid durch Krieg und Nazi-Terror erfahren, vor meiner Zeit, aber bis heute spürbar, und ich lasse mir von Leuten wie Ihnen nicht erklären, dass das doch halb so schlimm gewesen sei. Völkermord gibt’s ja alle Naselang.

            So langsam frage ich mich, was Sie eigentlich in der DDR gemacht haben. Es gab ja nicht nur Opfer der SED-Diktatur … Mit dem Staat, der sich als Gegenbild zum Nazi-Staat versteht und für den Sie arbeiten, haben Sie jedenfalls erstaunlich wenig am Hut, wie Sie hier immer wieder deutlich machen.

          • @mückenfuss als überwiegend in diesem land lebende fühle ich primär verantwortlich für seine geschichte, alles andere wäre in der tat ebenso absurd wie all die befremdlichen aussagen, die sie mir unterstellen.
            korrektes (!) zitieren schadet übrigens auch hier nicht!

          • Ja, genau, Stalin, Mao, PolPott und wie sie alle hießen. Dieser millionenfache – teilweise ja auch “staatlich organisierte” – Massenmord war mindestens genauso schlimm wie der Massenmord durch die Nazis.

            Fragen Sie sich mal lieber, warum Sie das verharmlosen wollen und warum die gleiche Verachtung gegen alle diese Massenmorde eine Verharmlosung sein soll. ICH (!) sage ich ja nicht, dass die Massenmorde der Nazis weniger schlimm gewesen seien. SIE (!) sagen, dass die Massenmorde der anderen weniger schlimm gewesen seien.

            Aber das wissen wir ja schon, Ihr Menschenrechtsengagement richtet sich nur auf die, die Sie “mögen”. Die anderen sind Ihnen egal. Sie (!) pervertieren damit die Menschenrechtsidee, denn Menschenrechte sind unteilbar, sie gelten für jeden Einzelnen!

          • PS: Und bleiben Sie mal bitte bei der Wahrheit, wenn Sie ein ernstzunehmender Diskussionspartner sein wollen und schieben Sie mir nicht immer Aussagen unter, weil Ihnen die Argumente ausgehen, die ich nicht gemacht habe.

            Ich habe eben nicht gesagt, dass die Massenmorde/Völkermorde der Nazis weniger schlimm gewesen seien als die der anderen!!!

          • Wie merken Sie das in Ihrer Familie denn noch heute? Aus meiner Familie sind alle, die die Kriegszeit noch aktiv erlebt haben, bereits seit vielen Jahren verstorben, einige wenige erinnern sich zwar nicht mehr an den Krieg an sich, wohl aber, dass sie Kriegsruinen als Kind als Spielplätze nutzten. Das war allerdings nicht in Deutschland.

            (Das ist ein ernsthaftes Interesse, mit einer Verleumdung hat das nichts zu tun. Ich möchte nur sicher sein, dass Sie in Ihrem Kommentar nicht übertreiben.)

          • Es ist eine üble Unterstellung, mir seien Opfer von Menschenrechtsverletzungen andernorts und in der Geschichte zurückliegend “egal”. Es geht um die historische Verwantwortung, die Deutschland für die anderen Menschheitsverbrechen nicht trägt – für den Holocaust und den Zweiten Weltkrieg aber eben schon.

            Sie und andere Holocaust-Relativierer werden dieser historischen Verantwortung für die Millionen Opfer auch unter der nicht-jüdischen Bevölkerung des damaligen Deutschlands nicht gerecht (ums mal milde auszudrücken), wenn Sie das Geschehen in ein buntes Potpourri politischer Verbrechen der weiteren Vergangenheit einreihen und dann auch noch auf ausländische Mittäter des Nazi-Systems verweisen, ohne nur einmal auf die besondere Schuld des Deutschen Reiches einzugehen. Damit zeigen Sie einmal mehr, dass Sie die Grundlage des demokratischen Deutschlands nicht verstanden haben – siehe das von mir in einem Post oben zitierte Urteil des Bundesverfassungsgerichts.

            Ich empfehle mal einen Besuch in der Gedenkstätte Auschwitz. Dann begreifen Sie vielleicht, was den Holocaust als Menschheitsverbrechen besonders macht.

            Was meine Familie (genauso wie Hunderttausende andere) betrifft, xxx – diejenigen aus die Kriegsgeneration, die noch übrig waren, waren so traumatisiert von Krieg und dem Terrorregime, dass auch für die später geborenen Kinder eine unbeschwerte Kindheit kaum möglich war.

            Hier können Sie näheres dazu erfahren: https://www.sueddeutsche.de/politik/spaetfolgen-des-zweiten-weltkriegs-die-kinder-der-traumatisierten-1.2632536

          • @ Bernd, es ist eine üble Unterstellung, mir seien Opfer der Nazi-Verbrechen weniger “wert” als die Opfer all der anderen Völkermorde und Menschenrechtsverbrechen und ich würde den Holocaust verharmlosen. Es geht (mir) eben nicht darum, die historische Verwantwortung Deutschlands für den Holocaust und den Zweiten Weltkrieg zu leugnen oder kleinzureden, sondern anzunehmen im Kontext aller Völkermorde und Menschenrechtsverletzungen, die nur einfach weiter zurückliegen und weniger Menschen betrafen, was der Grund ist, warum Sie (!) sie verharmlosen, indem Sie sie kleinreden, ich aber nicht, denn Leid misst sich nicht nach der Anzahl der Betroffenen. Leid ist immer individuell! Jedes einzelne ist deshalb bereits verabscheuungswürdig!

            Wenn jedes einzelne Leid als solches gebrandmarkt und hoffentlich vermieden wird, dann ist jeder von uns am besten davor geschützt, denn dann können aus einem auch nicht mehrere oder viele werden. Das müssen Sie mal endlich begreifen!

            PS: Und jammern Sie doch bitte nicht so mimosenhaft über Unterstellungen als jemand, der ständig anderen etwas unterstellt, was sie nicht gesagt haben! Kehren Sie mal zuerst vor Ihrer eigenen Tür, bitte! Sie, so wie Sie sich hier gebärden, sind Sie wahrlich kein Aushängeschild für Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in unserem Land!

          • Sie bestreiten mit großem Getue, was Ihnen gar keiner vorwirft. Ich habe Íhnen mit keinem Wort unterstellt, Ihnen sei der Holocaust “weniger wert” als andere Völkermorde in der Menschheitsgeschichte – ich kritisiere, dass Sie als Staatsbediensteter und Lehrer der historischen Verantwortung Deutschlands nicht gerecht werden, wenn Sie den Holocaust in irgendeinen “Kontext” außerhalb Deutschlands stellen. Als hätte es Auschwitz gegeben, weil in Amerika die Ureinwohner massakriert wurden. Auschwitz in seiner Ungeheuerlichkeit wird dadurch auch keinen Deut’ erträglicher.

            Zudem empfinde ich es als beleidigend, wie Sie immer wieder die Repräsentanten des demokratischen Deutschland herabwürdigen. Wenn das die Haltung vieler Lehrer in Ostdeutschland sein sollte, darf man sich über die krassen Defizite in der Demokratiebildung junger Menschen dort nicht wundern.

          • @ Bernd, Zitat: “Ich habe Íhnen mit keinem Wort unterstellt, Ihnen sei der Holocaust “weniger wert” als andere Völkermorde in der Menschheitsgeschichte…”

            Doch, ich glaube, 07.23 Uhr und schon zuvor haben Sie mir eine Verharmlosung der Nazi-Verbrechen vorgeworfen. Eben mal wieder eine maßlose Unterstellung durch jemanden, der sich an anderer Stelle über Unterstellungen aufregt. Man soll aber nicht mit STeinen werfen, wenn man im Glashaus sitzt, Bernd! Sie sind durch meine Haltung, dass Leid individuell ist, geschützt. Ich wäre durch Ihre Haltung nicht geschützt. Das bin ich dann vielleicht nur ich, der leidet und das fänden Sie dann nicht so schlimm angesichts der Verbrechen anderer!

            Ebenso unterstellen Sie mir eine Herabwürdigung der Repräsentanten der Demokratie in Deutschland. Wen meinen Sie? Sich selbst? Ich bitte, sofern Sie damit nicht sich selbst meinen, um Zitate. Darf ich letztlich nicht kritisieren? Ist meine Meinungsäußerung nicht Teil der freien Meinungsäußerung und der Demokratie in unserem Land? Ich sage ja, Sie legen Demokratie und Menschenrechte sehr einseitig und selbstherrlich aus. Sie machen sich zum Maßstab dafür, was sein darf und was nicht. Es gibt nur eine richtige Meinung, nämlich Ihre.

            Eben das kennen wir im Osten aus der Vergangenheit noch sehr gut und deshalb erreichen Sie mit Ihrem Auftreten hier uns Ostdeutsche nicht und deshalb werden Sie uns wohl auch nie verstehen und sich immer wieder darüber wundern, dass 40% im Osten extremistische Parteien wählen, wie n4t titelte (!) und was Sie und Ignaz dann auch noch verteidigten.

            Sie verstehen einfach den Osten nicht!!!

          • Sind Sie denn “der Osten”?

            Verstehen Sie denn das Land, in dem Sie leben? Wäre vielleicht wichtiger…

        • Für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Geschichte der Nationalsozialistischen Terrorherrschaft mit 60 Millionen Toten sind wir Deutschen im eigenen Interesse eines “NIE wieder” verantwortlich, und vor diesem Hintergrund der systematisch organisierten Verbrechen gegen die Menschlichkeit, können wir Deutsche zurecht stolz sein auf unser Selbstverständnis im sensiblen Umgang mit unserer Geschichte, und erst vor diesem geschichtlichen Hintergrund erscheint die wahre Größe der Leistungen unseres pluralistisch-freiheitlichen Rechtsstaates, dessen Teil alle Bürger dieses Landes sind, mit seiner parlamentarischen Demokratie, unseren wirtschaftlichen Leistungen und unser Ansehen in der Welt, um so größer.

          • @ I. Wrobel schreibt “…können wir Deutsche zurecht stolz sein auf unser Selbstverständnis im sensiblen Umgang mit unserer Geschichte…” dieses verständnis wird meiner erfahrung nach lediglich hierzulande geteilt: im ausland gelten wir deutschen als höchst unsensibel insbesondere bezüglich unseres sprachgebrauches, um nur ein paradigma zu benennen: selekt- i – on, schon erstaunlich, dass diese mörderischen konnotationen auch unter akademikern billigend in kauf genommen wird, wo sich zahlreiche synonyme empfehlen.

          • @ unverzagte, gibt es Belege dafür?

            Sicher nicht. Da dann: Im Ausland gelten wir Deutsche als welche, die ihre Vergangenheit bewältigt haben und sind jetzt ein geachtetes Mitglied der Weltgemeinschaft. Man ist überall weitgehend sicher, dass sich die Verbrechen der Nazis nicht wiederholen werden und schaut mit Achtung auf uns.

            (Sorry, hab ich auch keinen Beleg dafür.)

          • Wer diesen verantwortungsvollen und sensiblen Umgang mit der eigenen Geschichte nicht pflegt, sondern so wie Höckes Anhänger, sich geistig in eine romantisch mystifizierende Geschichtswahrnehmung der Romantik, der Gegenbewegung zur Aufklärung, versetzt, dem ist der wahre Zugang zur Geschichte und die Größe und der Wert unserer Nachkriegsleistungen verschlossen.
            Hinzu tritt der abgrundtiefe Hass auf unsere pluralistische Gesellschaft, die parlamentarische Demokratie, das freie Denken und Handeln des Einzelnen, den mitmenschlich verantwortlichen Umgang mit- und füreinander und alles , was uns menschlich verbindend näher bringt.

          • @ Ignaz, empfinden Sie sich mit Ihrem Auftreten als jemand, der für freies Denken und Handeln, für mitmensch verantwortlichen Umgang usw. stehen?

            Mag ja sein, die anderen noch weniger. Aber Sie doch auch offensichtlich nicht allzu sehr.

            PS: Da fällt mir das deutsche Wort für “Shitstorm” wieder ein. Waren das nicht die “Hasstiraden”?

          • … und ich erinnere mich an Ihre Hasstiraden gegenüber den Ostdeutschen. Wo bleibt das all das, von dem Sie hier recht selbstverliebt schwadronierten:

            “pluralistische Gesellschaft, die parlamentarische Demokratie, das freie Denken und Handeln des Einzelnen, den mitmenschlich verantwortlichen Umgang mit- und füreinander und alles , was uns menschlich verbindend näher bringt.”

          • @Mückenfuß
            War das jetzt alles, oder kommt noch mehr von ihrer selbstgerechten Denkweise über die Deutschen, deren Geschichte und deren Verantwortung für die eigene und nicht die Geschichte anderer Völker.
            Bleibt festzuhalten, dass sie vom Holocaust bewusst auf andere Genozide ablenken, um das Ausmaß und dieses Verbrechens zu relativieren !
            Verschonen sie mich bitte mit ihren What-aboud-ismen.

          • @ Wrobel, war das jetzt alles oder kommt noch mehr von ihrer selbstgerechten Denkweise über die Deutschen, deren Geschichte und deren Verantwortung für die eigene und nicht die Geschichte anderer Völker. Dürfen Deutsche sich nur zu deutscher Geschichte äußern? Kommt mir auch ein wenig nationalistisch vor. Darf und muss ich mich nicht als Mensch zu allem Unrecht äußern, das auf der Welt geschieht. Soll ich die Augen verschließen vor dem, was anderswo an Gewalt und Grausamkeit vor sich geht? Nein, in Verantwortung für unsere Vergangenheit müssen wir uns überall einmischen und mindestens das Wort erheben, wo Gleiches geschieht oder sich anbahnt.

            Bleibt festzuhalten, dass Sie den Holocaust instrumentalisieren, um bewusst andere Völkermorde zu relativieren und kleinreden, eventuell, um das Ausmaß und dieses Verbrechens schönzureden (?), wobei ich eher glaube, dass Sie sich einfach dessen nicht bewusst sind, was Sie da tun! Jede einzelne Menschenrechtsverletzung ist eine zu viel! Es dürfen keine Bedingungen erhoben werden, ab wann eine Menschenrechtsverletzung schlimm ist und ab wann nicht so schlimm (weil selber schuld oder weil andere schlimmer oder irgendetwas in dieser Art). Menschenrechte sind unteilbar. Sie werden nicht erst ab einer bestimmten Anzahl Menschen verliehen bzw. gewährt. Das DARF nicht sein.

            Ich habe Sie hier mehrfach als Ostdeutschen-Hetzer wahrgenommen. Mit Ihren demokratischen Werten ist es also nicht weit her. Verschonen sie mich also bitte mit ihren Ablenkungsmanövern – und sprechen Sie bitte Deutsch, wenn Sie verstanden werden wollen.

          • Die an anderen Völkern und Minderheiten begangenen Genozide haben sie hier bewusst ins Spiel gebracht, um von diesem beispiellosen Verbrechen der systematischen und industrialisierten Ermordung von ca 6.000.000 Menschen auf andere Verbrechen in der Menschheitsgeschichte abzulenken.
            Hinzu kommt aber noch der systematisch geplante und durchgeführte Eroberungskrieg der Nationalsozialisten gegen das gesamte demokratische Europa mit ca. 60.000.000 Kriegstoten !

            Mir zu unterstellen, dass ich Genozide gegen andere Volksgruppen zu anderen Zeiten ausblende oder relativiere, gehört zu ihrer Art der gezielten Ablenkung und Diffamierung anderer.
            Und dieses Verhalten ist eine ungeheuerliche Unterstellung und zeugt von ihrer abgrundtiefen Verachtung anderen gegenüber, die nicht ihre Sichtweise teilen.

          • “abgrundtiefe Verachtung anderen gegenüber, die nicht die eigene Sichtweise teilen”, durchzieht doch ganz wesentlich Ihre eigenen Kommentare, Herr Wrobel.
            Es würde der Qualität der Diskussionen hier sehr gut tun, wenn nicht ständig eigene Fehler auf andere projiziert würden, wenn Eitelkeiten eine kleinere Rolle spielten und wenn die Beiträge mehr im Dienst der Sachthemen als im Dienst persönlicher Profilierung auf immer gleiche Weise stünden, wodurch ständig dasselbe in den Vordergrund gerückt wird und alles andere erschlägt.
            Wie sieht es aus, was halten Sie von der Deutschland-Fahne vor Schulen?

          • Troll !
            Kognitives Erfassen von Texten macht es erforderlich, ein Mindestmaß an Lesekompetenz sich erarbeitet zu haben.
            Als Lehre ist zu begreifen, dass Einschüchterungsversuche derartiger Personen ins Leere verlaufen.
            Die weiß,blau,rot Fahne kann man sich sonstwo hinstecken, am besten in die Asservatenkammer für altrussische Geschichtsüberbleibsel der Zarenzeit.
            Der letzte macht das Licht aus.

  2. Aus Klimaschutzgründen sollte davon strikt abgesehen werden.
    Die meisten werden das Gefühl kennen, das einen überkommt, wenn man so einen elenden Lappen sieht: Man will ihn unbedingt anzünden. Und bums! … Da ist es schon passiert.
    Alternativvorschlag: deutschlandfarbiges Toilettenpapier! Dann hätten die Schulen wenigstens Toilettenpapier und der braune Geist vereint sich mit der braunen Materie.

      • @Pälzer So sieht “hate speech” eben nicht aus. Niemand hat im Laufe der Diskussion andere persönlich in menschenunwürdiger Art und Weise herabwürdigend, verletzend, beleidigend oder sprachlich das Leben bedrohend angegriffen.
        Sie sind erst gar nicht in die Diskussion eingestiegen und jetzt diffamieren sie hier noch andere, in dem sie diese auf selbe verachtenswerte Niveau eingruppieren, wie es für Extremisten im Netz zutreffend ist.
        Schauen sie einmal ins Internet, wo Meinungsgegner systematisch mit Hasstiraden und Mordandrohungen überzogen werden.

        • “elender Lappen”, anzünden, “deutschlandfarbiges Toilettenpapier”
          so sollte das Symbol des demokratischen Deutschland nicht verächtlich gemacht werden. Ich finde, Sie hängen die Latte für hasserfülltes, verächtlich machendes Reden ein wenig zu hoch.

          • @Pälzer
            Da haben sie wollkommen recht, und wir sehen diese Fahne eben in einem anderen Licht als die neuen Verführer dieser Zeit, die dieses nicht bereit sind den Kontrast wahrzunehmen, und so verbindet uns doch dieses Gefühl auch mit einem gewissen Stolz für gemeinsam Geleistetes und Geschaffenes im dem Kontrast zur Vergangenheit.

    • @isa schroth: … unterste Schublade! Bis zu Ihrem Beitrag habe ich die Diskussion mit Interesse 8wenn auch nicht immer mit Zustimmung) verfolgt. Sind Sie etwa Lehrerin?!

  3. Da soll also der Stolz der Schüler auf ihr Land befördert werden. Hmm, mir fällt dazu nur ein, dass nicht umsonst der Stolz zu den sieben Charaktereigenschaften gehört, die der christlichen Morallehre zufolge tunlichst zu vermeiden sind. Und das aus gutem Grunde, haben doch Stolz, Eitelkeit und Hochmut schon genug Elend über die Welt gebracht.

    • Ich stimme zu. Ich finde sowieso, dass man nur auf etwas stolz sein kann, was man geleistet hat.

      Allerdings dürfte nach Ihrer Lesart auch kein Fußballfan auf seine Fußballmannschaft stolz sein.

    • Warum eigentlich werden bei internationalen Fußballspielen immer so viele nationale Fahnen geschwungen? Und warum gibt’s dann die Nationalhymne, und alle müssen heucheln, dass sie das gut finden, und die Spieler müssen so tun, als sängen sie mit? Sonst steht am nächsten Tag in der Bildzeitung, da hat einer nicht mitgesungen. Chauvinismus ist schlecht (sehe ich auch so), aber im Sport und besonders beim Fußball wird er vollkommen gedankenlos praktiziert. Und die Sportreporter im Fernsehen unterstützen das durch ihre Art “Kriegsberichterstattung”: Deutschland kämpft gegen England.

      • @Carsten60
        Die in schwarz, rot goldene getauchte Revolutionsfahne von 1848/49 steht für die vom Humanismus und der vom im 18.Jahrhundert entstandenen Aufklärung, die diese bürgerliche Revolution und deren Sehnsucht nach freier Selbstbestimmung im Verbund befreiter und vereinigter deutscher Völker entscheidend mitprägte, die sich aber unter dem absolutistisch-restaurativen Joch eines Fürsten von Metternich befand, sowie einer von der Romantik geprägten Denk- und Lebensweise absolutistischer Herrscher, die sich auf ihr selbst geschaffenes Gottesgnadentum beriefen, und die in ihrer ganzen Kleinstaaterei der weiteren politischen, wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung im Weg standen.
        Die Musik wurde dem Kaiser-Streich-Quartett von Haydn von 1797entnommen, und von Fallersleben schrieb den Text bei seiner Überfahrt 1841 nach England auf der Grundlage seiner Sichtweise der bestehenden politischen Situation, einer von Metternich aktiv betriebenen Restauration, in der sich der freidenkende Geist in seine biederen Hinterzimmer verkriechen musste, um seiner physischen Vernichtung zu entgehen.
        Die Farben schwarz, rot und Gold stehen also für die Niederwerfung absolutistischer Herrschaftssysteme im Kleinstaatenverbund von ca. 1000 Einzelstaaten, die sich geistig in der Romantik eines Hölderlin oder eines Novalis wiederfanden und im Biedermeierstil ihren Widerpart fanden.
        Sie dürfen sich gerne dieser Worte und Anmerkungen erinnern, wenn sie diese Hymne mitsingen.

      • @ Ignaz W.: Was Sie als Antwort auf meinen Beitrag schreiben, hat inhaltlich nichts damit zu tun. Mir ist die deutsche Geschichte des 19. Jhdts. sehr wohl bewusst, aber was soll das mit Fußball zu tun haben? Auch die deutsche Nationalmannschaft besteht schon zum Teil aus hastig eingebürgerten Fußball-Söldnern aus aller Welt, die für Millionengehälter eingekauft wurden. Fragen Sie mal, was die von der deutschen Geschichte verstehen, wenn sie pflichtgemäß die Nationalhymne absingen müssen.
        Im Kern ist es die Frage: Wenn jeder Nationalismus in Deutschland schlecht ist, wieso gibt es eine Ausnahme ausgerechnet beim Fußball? Was hat Sport mit dem Pass der Sportler zu tun, während wir sonst so auf “Internationalisierung” bestehen?

    • @Mückenfuß
      Shitstorm äußert anders, als sie diesen Begriff hier zur Anwendung bringen.
      Keiner der Diskussionsteilnehmer hat sie hier beschimpft oder niederträchtig abwertend behandelt oder beurteilt.
      Es ist einzig ist zu konstatieren, dass ihnen der Zugang zu einer sachbezogenen Kritik bezogen auf ihre eigenen Standpunkte nicht vermittelt wurde, was aber einer nicht gerade anderen Standpunkten gegenüber wertfrei vermittelten Sozialisation in der DDR geschuldet ist und daher ihnen von meiner Seite her angerechnet und verziehen wird.
      Bitte nehmen sie ihren geistigen Widerpart nicht immer als Feind wahr, sondern als jemanden, der Sachlagen anders verstehen und einzuordnen gelernt hat.
      Niemand sollte wegen seiner Herkunft oder wegen etwas früher Gesagtem nachträglich ständig irgendwelchen schwer nachvollziehbaren Vorwürfen ausgesetzt werden.
      Eine pluralistisch geprägte Aufklärung ist als solche als eine Fähigkeit zu verstehen, sich als jeweiliger Gesprächspartner auf andere Sichtweisen durch einen gemeinsam erarbeiteten Erkenntniszugewinn an Wissen, Verständigung zwischen unterschiedlichen Positionen zu erreichen, damit niemand sich auf der Basis von logischer und abstrahierender Fähigkeit, sich ausgegrenzt fühlt oder als abgestuft wahrgenommen empfindet.
      Ich wünsche Ihnen und allen anderen Gesprächsteilnehmern eine geruhsame Nacht und einen schönen und erlebnisreichen neuen morgigen Tag, einem von vielen, die uns gegeben sind, diese bewusst zu erleben und erschöpfend mit Leben auszufüllen.

      • @ Wrobel: Habe ich irgendwo von Shitstorm oder Hasstiraden geschrieben? Also mir gegenüber? Ich nehme allerdings wahr, dass Sie und Bernd mal wieder keine andere Meinung gelten lassen wollen als Ihre eigene und Meinungsgegner mit Unterstellungen zu verunglimpfen versuchen (angebl. Verharmlosung der Nazi-Verbrechen).

        Eben mit Ihnen ist unaufgeregte sachbezogene Kritik nicht möglich. Man soll sich unterordnen oder schweigen und gefälligst einsehen, dass man im Unrecht ist. Diesen Diskussionsstil hatten wir wirklich in der DDR schon mal.

        • Wieder einmal gebärden sie sich erbärmlich in einer selbst gewählten Opferrolle. Kritikfähigkeit ist ihnen in der sozialistischen Volksrepublik der DDR nicht vermittelt worden, schon gar nicht selbstkritische Eigenreflexion. Etwas derartiges gab es in ihrer Vergangenheit nicht. Weder sind ihre Diskussionsteilnehmer in der Position der Unterdrücker ihrer gelebten Vergangenheit, noch müssen sie vor diesen Rechenschaft ablegen.
          Einzig erkennbar sind Psychosen und ohnmächtige Reaktionslagen gegen über einer sich verändernden Welt, die Leute wie sie dazu bringt sich dem radikalen Lager anzuschließen oder sich argumentativ für diese Leute einzusetzen, weil……

  4. @Herr Mückenfuß
    Danke für Ihre mutige Feststellung: “Leider, leider, leider gab es Völkermord nicht nur einmal in der Geschichte und nicht nur an einem Ort auf der Welt.”
    Das bringt einem ja meist den Vorwurf der Rechtsradikalität ein.
    Hier eine aktuelle Stimme aus ungewohntem Lager. Ich fürchte, der gute Mann wird in den eigenen Reihen seines Lebens nicht mehr froh, weil er sich so weit aus dem Fenster gelehnt hat.

    Ausschnitte aus der ZEIT: „Roger Hallam betrachtet Genozide historisch als ‚ein fast normales Ereignis’. Er relativiert den Holocaust und bezeichnet die deutsche Haltung in der ZEIT als ‚lähmend’…
    Genozide, so der Klimaaktivist, habe es in den vergangenen 500 Jahren immer wieder gegeben. ‚Um ehrlich zu sein, könnte man sagen: Das ist ein fast normales Ereignis.’ Auch der Holocaust sei für ihn ‚just another fuckery in human history’, so Hallam – ‚nur ein weiterer Scheiß in der Menschheitsgeschichte’.
    https://www.zeit.de/wirtschaft/2019-11/roger-hallam-extinction-rebellion-mitgruender-klimawandel-holocaust

    • Ein derart systematisch und industriell organisierter, bestialischer Massenmord an 6.000.000 Menschen wird von ihnen unter der Zitierung eines Anderen als ein normaler Vorgang im geschichtlichen Ablauf dargestellt, mit Genoziden anderen Kalibers verglichen !

      Einen derartigen Massenmord hat es weder in der Anzahl der Opfer, noch in der Anzahl der Jahre, sowie der Art der systematischen Durchführung, sowie der ideologischen Begründung und der gesamten menschenverachtenden Weise niemals zuvor gegeben.
      Und genauso wenig hat es derartige Relativierungsversuche jemals vorher durch eine im Bundestag vertreten Partei seit 1945 gegeben.
      Unfassbar sind ihre und die Einlassungen eines Höck, Gauland und anderer Geschichtsfälscher.

      • Vielleicht googeln Sie mal die Anzahl der Todesopfer in China unter Mao und seiner befohlenen Kulturrevolution.
        Die NS-Zeit wird weiß Gott nicht besser durch die Aufrechnung der Toten in anderen Diktaturen, doch sie macht Aussagen wie die von Roger Hallam weniger skandalös und viel verständlicher.
        Warum sind Sie bloß so daran interessiert, die Deutschen zu einem latenten Mördervolk ohnegleichen bis in die x-te Generation zu machen, die nur auf eine passende Partei warten, um ihrer Blutrunst freien Lauf zu lassen?

      • @ Wrobel, das können Sie nur sagen, weil Sie es nicht besser wissen. Bitte informieren Sie sich doch mal. Massenmorde und Völkermorde gab es immer wieder in der Geschichte der Menschheit. Leider, leider, leider. Sie sind derjenige, der das mit seinen Aussagen kleinredet und verharmlost und alle diese Opfer verhöhnt. Seien es die Armenier, seien es die Indianer in Amerika, seien es die Schwarzafrikaner …

        Es DARF nicht gegeneinander aufgerechnet werden und das eine Leid als schlimmer angesehen werden als das andere!!! Denn eben das bedeutet immer eine Geringschätzung der jeweils anderen Opfer! Es ist nicht das eine schlimmer als das andere. Es ist jedes Verbrechen dieser Art schlimm!

        • Prima, dann machen wir doch aus dem Gedenken an die Reichspogromnacht am 9. November einen bunten Tag der Menschheitsverbrechen – und gedenken wahlweise mal den Opfern Roms nach dem Sklavenaufstand unter Spartakus, mal den Opfern der Menschenfresserei auf Borneo, mal den Opfern der Kreuzzüge im 12. Jahrhundert. Und aus dem Holocaust-Mahnmal in Berlin machen wir ein Denkmal für alle, die jemals unter Menschenrechtsverletzungen zu leiden hatten, von der Antike bis heute, von Afrika bis Australien.

          Damit hätten wir dann die “erinnerungspolitischen Wende”, wie sie die AfD und andere Rechtsradikale fordern, vollzogen – denn die Erinnerung an das, was zwischen 1930 und 1945 in Deutschland geschah, wäre weggewischt. Es ist ja jedes Verbrechen gleich, also ist keins mehr besonders. Millionen von Menschen in Tötungsfabrigken zu vernichten, Lampenschirme aus deren Haut zu basteln und Teile der vergasten Opfer der industriellen Verwertung zuzuführen? Wäre dann “business as usual” im großen Katalog menschlicher Verfehlungen.

          Dann wäre praktischerweise auch der Weg frei für ein neues faschistisches Regime in Deutschland. Dummheit und Geschichtsvergessenheit sind die Geschäftsgrundlage der Rechtsradikalen, denn wenn niemand mehr Lehren mehr aus der Geschichte ziehen kann, fallen die Parallelen auch keinem mehr auf. Dann können wir wieder völlig unbefangen auf den Abgrund zurauschen. Mit einem fröhlichen Sieg Heil.

          Aberwitzig, “Herr Mückenfuss”, was Sie als Lehrer öffentlich verbreiten.

          • Tatsächlich fände ich richtig, Mahnmale, Gedenkstätten und Gedenktage für alle Menschenrechtsverbrechen einzurichten, weil das eine Leid nicht weniger schlimm ist als das andere – auch wir in Deutschland natürlich besondere Verantwortung tragen für Verbrechen, die von diesem Land und unseren Vorfahren begangen wurden.

            Ich kann überhaupt nicht erkennen, warum durch ein Gedenken an alle Verbrechen der Menschheit eines abgewertet werden soll. Eine Abstufung in schlimme und weniger schlimme Menschenrechtsverletzungen nehmen Sie vor, nicht ich.

            Aberwitzig, wie jemand wie Sie, der sich als Repräsentant der (deutschen) Demokratie begreift und gegen Unterstellungen verwahrt, sich hier gebärdet und “mit einem fröhlichen Sieg Heil” antwortet. Das ist einfach nur abstoßend. Sie werden nie Mitmenschen für sich gewinnen, schon gar nicht tatsächliche oder vermeintliche Meinungsgegner.

          • @ Bernd, führen Sie sich das auch mal lieber zu Gemüte:

            “Nach Ansicht des Oberlandesgericht Oldenburg mit Urteil vom 09.08.2010 (Az.: 1 Ss 103/10) kann sich im Einzelfall sogar derjenige zumindest wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen nach § 86a StGB strafbar machen, wer mit dem Hitlergruß in der Öffentlichkeit nur Aufmerksamkeit erregen und provozieren will und dabei keine politischen Absichten verfolgt. In diesem Fall hat der Angeklagte mit einem Freund erhebliche Mengen Alkohol in der Öffentlichkeit getrunken. Als eine Gruppe von Personen an dem Angeklagten vorbeiging, sprang er auf, hob den Arm und rief laut den Hitlergruß. Einen Hintergrund zur rechten Szene hatte der Angeklagte dabei jedoch nicht, sein Verhalten sollte lediglich provozieren und Aufmerksamkeit erregen.”

            https://www.juraforum.de/ratgeber/strafrecht/stgb-ist-der-hitlergruss-verboten-bzw-strafbar

          • @Bernd
            Es ist doch richtig, was Herr Mückenfuß sagt. Was Sie allerdings aus seinen Worten machen, ist atemberaubend.
            Ich hoffe, dass Sie im “Kampf gegen Rechts” zu den berühmten Übertreibern gehören. Ansonsten entsteht der Eindruck, es würden Horrorszenarien entworfen mit rechtsradikalen Pappkameraden, weil der Kampf gegen Rechts möglichst viele Nazis braucht.
            Sie malen “ein neues faschistisches Regime in Deutschland” an die Wand, wobei ich mich frage, wie Sie darauf kommen, wenn Ihnen kein Bild von den Deutschen als “einmal Nazi, immer Nazi” vorschwebt.

          • Ja – verrückt die Idee, dass Faschisten mal wieder nach der Macht in Deutschland greifen könnten.

            Nur weil Rechtsterroristen wieder Menschenjagden wie in der Weimarer Republik unternehmen. Nur weil die Zahl rechtsradikaler Straftaten stetig ansteigt. Nur weil der Verfassungsschutz eine zunehmende “Radikalisierung, Virtualisierung und Entgrenzung” der rechten Szene feststellt. Nur weil eine Partei fast ein Viertel der Wählerstimmen in Thüringen bekommt, deren Führer öffentlich von Bürgerkrieg schwadroniert („Ich weise euch einen langen und entbehrungsreichen Weg, aber es ist der einzige Weg, der zu einem vollständigen Sieg führt.“ Oder: „Die AfD ist die letzte evolutionäre Chance für unser Vaterland.“) Nur weil das Internet überquillt mit rechtsradikalen Hetz- und Hasskampagnen.

            Völlig verrückt.

        • @Mückenfuß
          Am Totensonntag von ihnen derartige Relativierungsversuch der Verbrechen des Nationalsozialismus zu hören, die gegen den verbindenden Geist verstoßen, ist aus meiner Sicht entsetzlich, und es gelingt ihnen und ihres Gleichen immer wieder, mich und andere in Entsetzen zu versetzen. Sind sie wirklich Lehrer ?
          Ihre Ignoranz ist so fürchterlich einer gemeinsamen Verantwortung gegenüber unserer deutschen Geschichte, so dass ihnen der Stolz für das Geleistete der Deutschen im Nachkriegsdeutschland und auf unsere Fahne nicht im geringsten zusteht.
          Alleine die von ihnen herangezogenen Beispiele und der Vergleich mit den biertrunkenen Männern, die derartige eindeutige Grüße taten, deren Tun sie auch noch hier öffentlich anführen und verteidigen, lässt in mir blankes Entsetzen aufkommen.
          Das hat auch nichts mehr mit Meinungsfreiheit zu tun, denn es sollten jedem auch die Konsequenzen bewusst sein, über das was er da tut, wenn man derartige Symbole und Grüße in der Öffentlichkeit verwendet.

  5. @ Bernd, Wrobel, das ist eine Folge Ihrer Hasstiraden. Ich finde, das geht zu weit. Sippenhaft war bei den Nazis und den Stalinisten üblich.

    (Ob das für n4t auch eine Bildungsnachricht ist, über die man diskutieren kann?)

    Auszug: “Weil die Eltern AfD-Anhänger sind: Tagesmütter lehnen einjährigen Jungen ab
    In Brandenburg haben Tagesmütter die Aufnahme eines kleinen Jungen abgelehnt. Die Begründung hat mit der politischen Einstellung der Eltern zu tun. Die fühlen sich ungerecht behandelt.”
    https://www.op-marburg.de/Mehr/Welt/Politik/Weil-die-Eltern-AfD-Anhaenger-sind-Tagesmuetter-lehnen-einjaehrigen-Jungen-ab

    • “Hasstiraden”, “Sippenhaft”? Hä? Geht’s noch absurder? Wie wäre es mit “Folter”? “Mord”? Oder gleich “Völkermord”? Dass Ihnen jemand widerspricht, gehört für Sie offenbar auch in den Kanon der Menschheitsverbrechen.

      Und was hat die AfD-Anekdote denn jetzt mit Ihren Tiraden gegen das Holocaust-Gedenken zu tun? Meinen Sie, dass das auf eine Stufe mit der Judenverflolgung in Deutschland gehört?

    • Sehr geehrter Herr Mückenfuss,

      es reicht jetzt. Wer sich hier in einer Diskussion öffentlich zu Wort meldet, muss sich seinerseits Kritik gefallen lassen. Die Meinungsfreiheit, die Sie für sich in Anspruch nehmen, gilt auch für andere hier. Das hat mit “Hasstiraden” oder “Sippenhaft” nichts zu tun.

      Auch wenn sich uns nicht erschließt, in welchem Zusammenhang die von Ihnen erwähnte Geschichte zu unserem Bericht oben und der Diskussion darunter stehen soll: News4teachers hat über einen ähnlichen Fall wie den von Ihnen geschilderten berichtet. Der Berliner Senat ließ seinerzeit die Rechtslage prüfen. Ergebnis: Eine Privatschule darf sich die Schüler aussuchen. Das dürfte für eine Tagesmutter genauso gelten.

      Die Ablehnung ist im Übrigen völlig legitim aus unserer Sicht: Eine Tagesmutter wirkt auch erzieherisch auf ein Kind ein. Sie ist darauf angewiesen, dass die Erziehungsziele und -mittel der Eltern mit ihren eigenen zusammenpassen, zumal sie (anders als Lehrer an einer staatlichen Schule) keinen staatlichen Erziehungsauftrag hat. Wenn dieses Einvernehmen nicht gegeben ist, gibt’s keine Basis für eine Zusammenarbeit. Das ist für uns selbstverständlich und kein Politikum, das für uns – Stand jetzt – Anlass zur Berichterstattung wäre.

      Mit freundlichem Gruß
      Die Redaktion

      https://www.news4teachers.de/2018/12/wie-tolerant-muss-eine-privat-schule-sein-waldorfschule-lehnt-kind-von-afd-politiker-ab-und-sieht-sich-empoerungswelle-gegenueber/

      • Es ist aber leider typisch für die Diskussion hier: Im Artikel geht es um das Hissen von Flaggen an Schulen, und weiter unten wird dann unweigerlich über Nazis, Völkermord usw. und natürlich über die AfD diskutiert. Wie kommt das nur? Man schaue weiter oben nach, wer hier immer anfängt, vom Nationalsozialismus zu reden, auch wenn das Thema ganz anders ist.
        Nebenbei: Auch in der DDR gab’s den Fahnenappell an Schulen, und zwar sogar nach militärischen Regeln. Selbstverständlich strikt antifaschistisch.

        • @Carsten60
          Sie sagen es, denn es ist ständig die selbe Seite, die hier mit dem Nationalsozialismus in irgendeiner Art und Weise anfängt, um die Geschichte von 1933- 45 mit einzubringen und zu thematisieren.

          Mückenfuß hat als erstes am 21.11.19 um 1615 einen ” faden Beigeschmack der Deutschlandfahne” beim Hissen der Fahne genannt, eine Maja brachte dann am selben Tag, dem 21.11.19 um 20:46 den entscheidenden Einwurf mit einem vermeintlich öffentlichen Vorwurf, dem man ausgesetzt sei, man werde nämlich als rechtsradikal eingestuft, wenn man öffentlich die deutsche Nationalhymne unter der Nationalfahne singe.
          Wortwörtlich hier das Zitat:”Ich lasse mir die Deutschlandfahne nicht mies machen und ausreden. Und meine Kinder sollen auch nicht in dem Gefühl aufwachsen, sie lebten in einem Land, in dem sie sich ständig für ihre Ur-Urväter ständig rechtfertigen und schämen müssten. Dann sollen sie lieber auswandern und sich begeistert mit ihrer neuen Heimat identifizieren dürfen.”
          Danach griff ein U.B. ein und faselte von Auswanderung, biodeutsch, Erbsünde, Selbstaggression, Autoaggression und Rassismus und die Nationalfahne könnte ein erster Schritt zur Normalität sein,
          Danach gab es dann die Reaktionen.
          Unsere Brandstifter tauchten im weiteren Verlauf nur noch einmal auf, als es schon richtig zur Sache ging.

  6. Mir bedeutet die Deutschland-Fahne einiges und noch mehr unsere Nationalhymne. Darauf zu verzichten oder diese Symbole mit Dreck (Nazis, Völkermord, Fremdenhass usw.) zu bewerfen, finde ich furchtbar. Jede Nation, jeder Staat hat Fahne und Hymne, warum hat Deutschland damit Probleme und warum werden sie so geschürt?

    Immer alles mit Hitler zu verbinden, so dass jeder schon fast glaubt, seine Identität sei vorwiegend die eines Nazinachfahren, ist widerwärtig und hat für mich nichts mit einem seriösen Kampf gegen Rechts zu tun. Vielmehr ist das ein fragwürdiges Vorgehen gegen jedes Selbstbewusstsein, das mit Deutschsein und deutscher Kultur noch positive Seiten verbindet und bei dem man sich noch gern als Deutscher sieht.

    Eine Deutschland-Fahne vor unseren Schulen und für die Augen der Kinder, finde ich gut. Eine Fahne steht für etwas, dessen sich keiner (von Kindes Beinen an) zu schämen braucht, im Gegenteil. Und das macht Mut macht, nicht nur gesenkten Hauptes durchs Leben zu gehen, sondern eigene Gedanken, Vorstellungen und Wünsche zu entwickeln.

    • “Immer alles mit Hitler zu verbinden, so dass jeder schon fast glaubt, seine Identität sei vorwiegend die eines Nazinachfahren, ist widerwärtig.”

      Äh – Sie leben in einem Land, dessen Staat sich “als Gegenbild zum NS-Staat” konstituiert hat, wie das Bundesverfassungsgericht immer wieder festhält (weil’s offenbar immer mehr Menschen vergessen). Um den Zusammenhang von Nationalismus und Menschenfeindlichkeit zu sehen, muss man auch nicht in der Geschichte zurückgehen. Da reicht ein Blick auf eine Pegida-Demonstration. Ist es deshalb ein Wunder, dass viele Menschen in Deutschland mit nationalen Symbolen fremdeln?

      Umso mehr, wenn Leute wie Sie ihr “Selbstbewusstsein” mit nationalem Bimbes verbinden. Haben Sie sonst nichts im Leben, auf das Sie stolz sein könnten? Vielleicht eine eigene Lebensleistung? Wenn Sie wirklich “gesenkten Hauptes” durchs Leben gehen, nur weil der Nationalismus Deutschland (übrigens auch andere Staaten) in den Untergang gerissen hat und sich viele Menschen daran erinnern, dann haben Sie offenbar kein politisches Problem – sondern ein psychologisches.

    • Ich wiederhole mich ungerne.
      Die Verbindung der schwarz, rot, goldenen Deutschlandfahne zum Nationalsozialismus, dessen Fahne die selbe wie im deutschen “Gottesgnadentum”eines des deutschen Kaisers Wilhelm II. schwarz, weiß und rot war, haben ganz oben eine Maja am 21.11.19 um 20:40 und ein U.B.am 22.11.19 um 17:01 als erste mit ihren Kommentaren hergestellt !

      • Schwarz-rot-gold ist aber nun mal das Symbol der Demokratie-Bewegung in Deutschland – seit 200 Jahren. Warum also wird diese Flagge so geschmäht? Siehe z.B. unverzagte oben 21.11. um 20:46:
        “elendes nationalgeflagge” ?

        • Fragen sie einmal bei der Stahlhelmfraktion und Putins Trollen nach.
          Der größte Teil der Bevölkerung steht den Symbolen des föderalistischen Rechtstaates neutral gegenüber, sieht darin eher nationalen Bimbes, was man nicht teilen sollte.
          Die oben einleitend gezielt gesetzten Provokationen haben ihre Wirkung nicht verfehlt, denn die nachfolgenden Diskussionsbeiträge konnten aber in ihrer klärenden Wirkung verdeutlichen, wie wenig verantwortungsbewusstes Geschichtsbewusstsein und würdigendes Verhalten gegenüber den Leistungen unserer Väter und Großväter in Teilen der Bevölkerung, hier vor allem der rechtsnationale Block, vorhanden ist.
          In Teilen dieses Kreises besinnt man sich lieber romantisch verträumt auf die Zeit der Restauration zwischen 1818 und der Märzrevolution von 1848, bzw. der Zeit des Norddeutschen Bund und der Kaiserzeit mit dem Gottesgnadentum eines Wilhelm II, siehe der opportunistische Untertan Dietrich Heßling in Heinrich Mann gleichnamigen Roman “Der Untertan” zurück, mit dem gesamten verlogenen Schnickschnack von Deutschtum und falschem Stolz auf eine verblendet wahrgenommene deutsche Geschichte, die bis zu Hermann den Cheruskerfürsten reicht, die für diese Leute auch klare Führungsstrukturen bereithält, ohne sozialen Abstieg für opportunistische Taugenichtse der Mittelschicht, so wie der Herr Heßling mit seiner Stellung als autoritärer Mann und eben als Familiendespot, während Mutti zu Hause kochen und bügelnd die Familie umsorgt.
          Das will der größte Teil der Bevölkerung nicht mehr erleben, außer die …….

          • Ignaz W.: Was Sie schreiben, ist ziemlich verschwurbelt. Wikipedia weiß unter “Reichsflaggengesetz” (von 1935) folgendes: “Das Hissen von Hausfahnen an den Nationalfeiertagen oder bei sonstigen Anlässen war nicht verpflichtend. Wenn dies jedoch unterblieb, wurde es als Akt demonstrativer Verweigerung gewertet. Der Blockwart vemerkte dies in seiner Hauskartei.” Daher wohl eine gewisse Zurückhaltung im Volke gegen das “von oben” befohlene Hissen von Flaggen.
            Die von Ihnen gescholtenen Maja und U.B. haben oben sinngemäß doch nur gemeint, sie ließen sich die heutige schwarz-rot-goldene Flagge nicht vermiesen, nur weil früher mal Missbrauch mit der damaligen (schwarz-weiß-roten oder Hakenkreuz-) Flagge getrieben wurde.
            Nebenbei: Russland hat heute dieselbe (panslawische) Nationalflagge wie zur Zeit des Zarenreiches vor 1858 und ab 1883. Man scheint da keine Skrupel zu haben.

          • “die für diese Leute auch klare Führungsstrukturen bereithält, ohne sozialen Abstieg für opportunistische Taugenichtse der Mittelschicht,”

            Mir würden eine ganze Menge “Berufe” einfallen, die heutzutage darunter fallen würden. Wenn man das mal nüchtern vorrechnet, glaube ich nicht, dass diese _nur_ die von Ihnen ganz am Ende nicht mehr genannten Kreise ablehnen.

          • @XXX
            Haben sie Heinrich Manns “Der Untertan” gelesen ?
            Ich habe mich lediglich einmal darin versucht, wiederzugeben, welch ein verrückt zusammengesetztes Geschichtsbild diese Deutschnationalen von deutscher Geschichte haben und in welch verklärten Sphären ein Teil dieser antidemokratischen und deutschnationalen Kyffhäuserteilnehmer, sowie rechte Burschenschafter sich bewegen.

          • @Carsten 60
            Ich schreibe nicht verschwurbelt !
            Das Problem ist eher ihrer wenig geschulten Erfassung verschachtelter Textinhalte geschuldet, die durch ihre Verknüpfung aber sehr wohl die verbindenden Elemente und Sachzusammenhänge miteinander verknüpfen.
            Allein es fehlt ihnen an kognitivem Textverständnis schriftsprachlich verschachtelter Textinhalte.

  7. Zitat aus dem “Mannheimer Morgen”: “Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) will das Verbrennen von Flaggen generell unter Strafe stellen. Das sagte sie in einem Interview dieser Zeitung. Ihr Ministerium erarbeite einen Gesetzentwurf, der noch dieses Jahr vorgelegt werden soll. Darin wird das Verbrennen des Hoheitszeichens eines Staates als Straftatbestand eingestuft, der mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren geahndet wird.”
    Ich hoffe, dieser Straftatbestand gilt auch für die Deutschland-Fahne.

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