GEW kritisiert Piazolo: Schulleitungen werden zu spät informiert

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MÜNCHEN. Die GEW hat die Informationspolitik von Bayerns Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) kritisiert. „Haben die Schulen bereits die Schulschließungen Mitte März zuerst über die Presse erfahren, sind auch die weiteren Planungen zur sukzessiven Öffnung nicht rechtzeitig an die Schulen kommuniziert worden. Gerade für die Schulleitungen ein großes Problem und dazu völlig unverständlich“, so heißt es.

Zieht den Ärger der GEW auf sich: Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler). Foto: Andreas Gebert / © StMUK

Die „intransparente und unzureichende Kommunikationsstrategie“ macht die Gewerkschaft an den Vorgaben für die Mittelschulen fest. Seit gut einer Woche stehe die Öffnung für die achten Klassen fest, zumindest verkündeten das der Ministerpräsident und der Kultusminister unisono vor einer Woche durch die Presse. Das Schreiben des Kultusministeriums dazu sei dann am 5. Mai inklusiver näherer Bestimmungen zur Ausführung erschienen.

Dazu Christiane Wagner, stellvertretende Schulleiterin einer Münchner Mittelschule und GEW-Fachgruppensprecherin: „Im Schreiben vom 5. Mai wird den Schulen noch ausreichende Freiheit bei der Umsetzung zugesichert. Einen Tag später, also fünf Tage vor der Öffnung, kommen dann sehr präzise Vorgaben. Wie soll das in der Kürze umgesetzt werden? Schülerinnen und Schüler sowie Eltern müssen informiert, Absprachen getroffen werden, Kolleg*innen mit Kindern müssen die Notbetreuung planen, Räume müssen vorbereitet werden. Die Planungen für die kommende Woche waren längst abgeschlossen.“

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Auch weitere Beispiele zur desolaten Kommunikationspolitik des Ministeriums führt die Gewerkschaft an: So seien die Schulleitungen am Freitag vor den Osterferien darüber informiert worden, dass sie während der Osterferien tägliche Präsenz an den Schulen zeigen müssten – egal ob Kinder für die Notbetreuung angemeldet sind oder nicht.

Gleiches gelte im Hinblick auf die Prüfungen. Dass Freitag, der 15. Mai, nun für Prüfungen freigehalten werden soll, zeuge von Unkenntnis darüber, wie Prüfungen geplant werden.Dazu die Sprecherin der GEW-Landesfachgruppe Grund- und Mittelschulen, Ruth Brenner: „Es zeigt auch, dass Pädagogik und Unterstützung von Prüflingen in den Schulbehörden Fremdworte sind. Anders lässt sich nicht erklären, dass zu einem Zeitpunkt, in dem bayernweit die Prüfungen anlaufen oder schon angelaufen sind, nun ein „zentraler Prüfungstag“ gefordert wird.“

Die GEW ist sich nach eigenen Worten der momentanen Ausnahmesituation bewusst. Sie meint aber: „Anstatt nur in Pressekonferenzen von einer guten Kommunikation mit Personalratsgremien, Verbänden und Lehrkräften zu sprechen, sollte dies auch in die Tat umgesetzt werden.“ News4teachers

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