
Der Täter des islamistischen Anschlags am Rande des CSD ist einem Medienbericht zufolge schon als junger Schüler mit aggressivem Verhalten aufgefallen. Wie die «Berliner Morgenpost» schreibt, wurden bereits ab der ersten Klasse Vermerke wegen seines Verhaltens erstellt. Die Eltern hätten nicht mit den Lehrern kooperiert. Die Grundschule wechselte er demnach zweimal, danach besuchte er eine weiterführende Schule in einem Förderzentrum.
Abdul B. hatte dem Bericht zufolge Schwierigkeiten auch im emotionalen und sozialen Bereich und Anspruch auf sonderpädagogische Förderung. Er habe sich in der Folge zu einem Schulverweigerer entwickelt. Die Schule verließ er ohne Abschluss.
Bildungssenatorin regt Debatte an
Die Senatsverwaltung für Bildung bestätigte auf Anfrage den «Morgenpost»-Bericht hinsichtlich der Fakten zu Abdul B.s Schulzeit. «Demnach wurde die betreffende Person im Berliner Schulsystem beschult, es wurden bereits früh Unterstützungs- und Förderbedarfe festgestellt, und sie verließ die Schule ohne Schulabschluss», schrieb die Senatsverwaltung.
«Der Fall zeigt, dass Problemlagen offenbar bereits früh erkannt worden sind. Gleichzeitig macht er deutlich, dass staatliche Hilfen an Grenzen stoßen können, wenn eine notwendige Mitwirkung des familiären Umfelds ausbleibt», sagte Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch. «Wir müssen deshalb offen darüber sprechen, ab welchem Punkt bei einer erheblichen Kindeswohlgefährdung der Schutz des Kindes stärker zu gewichten ist als das Elternrecht». News4teachers / mit Material der dpa










Aber die Queerfeindschaft wird er als Erstklässler wohl noch nicht gehabt haben. Die haben ihm irgendwelche Leute später beigebracht:
https://www.tagesschau.de/inland/gesellschaft/interview-csd-alhambra-gesellschaft-100.html
Och, Beleidigungen, die das Wort schwul beinhalten, hört man schon unter Erstklässlern. Oft wissen die aber nicht, was es bedeutet, wenn man nachfragt. Einige allerdings schon und die haben dann oft auch eine “ Meinung“ dazu (übernommen von älteren Geschwistern oder Peers).
«Der Fall zeigt, dass Problemlagen offenbar bereits früh erkannt worden sind. Gleichzeitig macht er deutlich, dass staatliche Hilfen an Grenzen stoßen können, wenn eine notwendige Mitwirkung des familiären Umfelds ausbleibt», sagte Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch. «Wir müssen deshalb offen darüber sprechen, ab welchem Punkt bei einer erheblichen Kindeswohlgefährdung der Schutz des Kindes stärker zu gewichten ist als das Elternrecht».
Interessant! Die Bildungssenatorin hat da etwas völlig Neues entdeckt! 🙂
Das hat ja noch nie jemand gesagt (- außer gaaanz vielen Lehrern, Erziehern und Sozialarbeitern (u. a. hier bei n4t) – seit vielen Jahren)
Aber immerhin scheint es jetzt da oben auch angekommen zu sein. Und nun? Was schlägt die Senatorin vor?
Die schlägt wahrscheinlich vor, dass „die Schulen“ (sic!, gemeint sind dafür unbezahlte, nicht fortgebildete, nicht mit Ressourcen oder Rechten dazu ausgestattete Lehrer) jetzt mal richtig „de-radikalusieren“ und/oder „früh erkennen“ sollen.
Lehrkraft: „Bin mal kurz die Welt retten!…“
Ich gebe Ihnen Recht 447.
Allerdings ist es schon mal ein Fortschritt, dass eine Bildungssenatorin erkennt, was wie Jerunda schreibt in einschlägigen Foren und unter dem betreffenden Personal bekannt ist. Es könnte die Hoffnung aufkommen, dass sich evtl. etwas tut. (Betonung bitte auf „evtl.“ legen!)
Für mich wieder mal eine Bestätigung wie wichtig die Schulpflicht ist, und wie dringend man diese auch durchsetzen müsste anstatt sie abzuschaffen.
Man kann heutzutage einfach nicht mehr davon ausgehen, dass alle Eltern das Beste für ihr Kind wollen bzw. in der Lage sind, das überhaupt langfristig zu überblicken.
So rutscht eine zweifelhafte Persönlichkeit aus dem staatlichen System heraus, das eben doch die Kinder deutlich beeinflussen kann, und wird dann von irgendwelchen Seelenfängern und Gehirnwäschern aufgefangen.
In den Ländern, die eine Bildungspflicht haben, ist das nicht so wildwest – mäßig, wie sich das viele vorstellen.Die Bildungspflicht wird auch stastlicherseits kontrolliert. Entweder muss sich das Kind jährlich beim Jugendamt vorstellen oder sogar eine Externenprüfung ablegen, um sicher zu gehen, dass es auf dem Stand der Gleichaltrigen ist..Wenn nicht, kann die Genehmigung auch wieder entzogen werden.
„Man kann heutzutage einfach nicht mehr davon ausgehen, dass alle Eltern das Beste für ihr Kind wollen bzw. in der Lage sind, das überhaupt langfristig zu überblicken“
Warum kann man das nicht mehr? Ich bin davon überzeugt dass alle Familien aus meinem Freundeskreis dies können und wollen.
Ich denke es geht um etwas anderes: Was das beste für das Kind ist wird je nach Familienhintergrund gänzlich anders definiert.
„Für mich wieder mal eine Bestätigung wie wichtig die Schulpflicht ist, und wie dringend man diese auch durchsetzen müsste anstatt sie abzuschaffen.“
Für mch wieder mal eine Bestätigung, dass die Schulpflicht diesbezüglich nur bedingt überhaupt greift.
Warum? Weil man das ja faktisch mitunter an solchen Fällen sieht.
Jetzt kann man im Prinzip nicht um das „ob Schulpflicht verhindert“ diesbezüglich sprechen, sondern in welchem Ausmaß es sowohl „hilft“, als auch „nicht hilft“ bis hin zu „sogar kontraprodukativ“ ist.
Was meine ich mit „kontraproduktiv“?
Setzt man sich mit Schulangst, Mobbing und Straftatbeständen etwas auseinander, haben wir hier eine Überschneidung. Hier wäre/ist „Schule“ oftmals dann „sogar negativ beteiligt“.
Das sollte man sich nicht nur mal ehrlich und klar machen – sondern das müssen wir einfach mit einbeziehen im Diskurs zu einer ehrlichen Bildungspflicht und Schulpflicht.
Leider wird dieser Punkt irgendwie gerne mal … Naja, nennen wir es „hinten angestellt“, bis „ignoriert“ oder „geleugnet“. Er ist jedoch offensichtlich und eindeutig da.
„und wie dringend man diese auch durchsetzen müsste anstatt sie abzuschaffen.“
Hier sind wir wiederum im Bereich von Schulabstinenz vs. Schulabsentismus.
Beim „einen“ ist es dringlich anzuraten, wenn man eine Schulpflicht hat und hier entgegnen will.
Beim „anderen“ sieht das ganz anders aus. Da wäre eine Bildungspflicht wesentlich hilfreicher und sinnvoller.
Auch hier sind wir dann als Transfer wieder bei „produktiv“ vs. „kontraproduktiv“.
Indizien geben ebenfalls Fälle im Bereich von „Abstinenz und Absentismus“ (und Umgang damit) im Bezug auf Straftaten.
Bei manchen ist dies sehr wahrscheinlich „ein Verstärker“ durch falsche Methodik und „Zwang“.
„Man kann heutzutage einfach nicht mehr davon ausgehen, dass alle Eltern das Beste für ihr Kind wollen bzw. in der Lage sind, das überhaupt langfristig zu überblicken.“
Das konnte man jedoch noch nie. Haha. Wie kommt man denn darauf bitte?
Die Arbeitergesellschaft war jetzt auch nicht unbedingt dafür bspw. bekannt. Hier hatte das Kind oftmals einen persönlichen familiären Vorteil und diesen „brauchte“ und „nutzte“ man eben.
Keine Ahnung, wie manche sich das so „verblümt“ vorstellen …
„So rutscht eine zweifelhafte Persönlichkeit aus dem staatlichen System heraus, das eben doch die Kinder deutlich beeinflussen kann, und wird dann von irgendwelchen Seelenfängern und Gehirnwäschern aufgefangen.“
Wie „so“? Wo haben Sie hier einen Erkläransatz für Schulpflicht bitte? Es gilt ja eben die Schulpflicht. Es passiert [häufig] TROTZ Schulpflicht.
Wie es ohne wäre? Weiß man nicht. Wie es mit ist? Jedoch schon: Es passiert.
Wenn die Eltern die Mitarbeit mit der Schule verweigert haben, dann tragen sie natürlich eine Mitschuld an dem Mord. Man kann nur hoffen, dass die Familie nun endlich abgeschoben wird.
Sehe ich genauso, wird aber nichts – die haben die deutsche Staatsbürgerschaft.
Nur mal so:
Islamisten sind rechtsextrem! Genau wie deutsche Rechtsextreme. Familienbild, Frauenbild, Wunsch nach autoritären Strukturen und einem Führer. Unterdrückung von Minderheiten. Alles passende Parallelen.
Kein Grund also, sich aus Angst vor den Einen bei den Anderen anzubiedern.
Sie können das anmerken, aber was meinen Sie, warum Rechtspopulist*innen und Rechtsextreme hier die Ausnahme machen?
Die Ideologie ist ähnlch.
Die Zielgruppe ist ähnlich.
Die Hautfarbe… tja, hier bewahrt uns Rassismus anschenend vor gemeinschamer Demokratie-, Freiheits- und Rechtstaatlichkeit…
Die Gleichsetzung ist falsch, siehe
https://share.google/ndsonNhJ7jW3kGE0U
Haben Sie den Text gelesen, auf den Sie verlinken? „Doch nicht nur Ereignisse, Handlungen und Aktivitäten zeigen in den verschiedenen Extremismusformen Ähnlichkeiten auf, sondern auch Überzeugungen und Ideen. So denken und argumentieren sowohl extremistische Salafist*innen als auch Neonazis oft in Schwarz-Weiß-Mustern und zeichnen sich durch eine stark vereinfachende Sicht auf die Welt aus (für Salafismus siehe El-Mafaalani 2014: 356). Komplexe politische Kontexte werden nicht berücksichtigt, Einzelfälle werden verallgemeinert und es werden Feindbilder konstruiert, die an allem Übel Schuld tragen und deren Existenz die eigenen politischen – teilweise sogar gewaltvollen – Handlungen rechtfertigen.“
Herzliche Grüße
Die Redaktion
Are you fucking shitting me??
Wenn die Schule angeblich (!!) seit Klasse 1 nicht helfen konnte, erwarte ich einen verdammten MARSHALPLAN BILDUNG!!
Wie eckelhaft und widerwärtig wären diese Leute, nichts anderes als das zu fordern?
Aner die Politik hat es garantiert gehört: Investiert in Bildung, sonst klebt das Blut künftiger Taten an EUREN HÄNDEN!
Es ist besäufniserregend -__-
„Aber die Politik hat es garantiert gehört: Investiert in Bildung, sonst klebt das Blut künftiger Taten an EUREN HÄNDEN!“
Also sind die Taten von Islamisten, die ab Klasse 1 in unsere Schulen gingen, mangelnden Investitionen anzulasten, aber die Taten von Rechtsextremisten müssen die in jedem Fall selbst verantworten?
Oder wie sonst ist das gemeint?
Vielleicht sollten wir auch noch in die Klassen nach der Ersten investieren. Nichts gegen die Kolleg*innen, aber das könnte eine längerfristige Angelegenheit sein.
Wohl manchen zu teuer, als selten, aber regelmäßig um Beten für die Opfer zu beschwören, gelegentlich das Strafmaß zu erhöhen und sich jahrzehntelang zu „wundern“, dass sich nichts ändert.. Schade 🙁