Brandenburger Regierung startet (freiwillige) Corona-Tests in Schulen und Kitas

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POTSDAM. Brandenburg startet freiwillige Corona-Tests in Schulen und Kitas. Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) kündigte am Freitag in Potsdam das Angebot für Lehrer und Erzieher an, sich zunächst für drei Monate alle zwei Wochen testen zu lassen. Ein Prozent aller Schüler und Kita-Kinder soll in Stichproben im gleichen Rhythmus untersucht werden.

Infektionen sollen mit Corona-Test schnell identifiziert werden. Foto: Shutterstock

Als Auswahl ist mindestens eine Schule pro Kreis oder kreisfreier Stadt mit 40 Kindern und Jugendlichen auf freiwilliger Grundlage geplant. In Pflegeheimen soll ein Prozent der Mitarbeiter und Bewohner per Stichprobe alle zwei Wochen für drei Monate getestet werden. Die regulären Tests bei Symptomen und bei direktem Kontakt zu Infizierten gehen weiter.

Die Kitas öffnen ab kommendem Montag wieder für alle Kinder, die Schulen ab 10. August. «Wir haben es mit großen Ängsten gerade von Seiten der Beschäftigten zu tun», sagte Nonnemacher. Bedenken gebe es auch von Elternverbänden. Die Untersuchungen sollen dafür sorgen, dass Infizierte ohne Symptome erkannt und besonders gefährdete Gruppen wie ältere Menschen mit chronischen Erkrankungen geschützt werden. Außerdem sollen sie mehr Wissen über die Virusübertragung durch Kinder bieten. «Wir wollen vor allen Dingen vermeiden, dass es größerer und großräumiger Beschränkungsmaßnahmen bedarf.»

Ein Drittel der Lehrer und Erzieher lassen sich testen – glaubt die Ministerin

Für die Tests stehen zunächst rund 14 Millionen Euro aus dem Rettungsschirm des Landes zur Verfügung. Die Ministerin rechnet damit, dass etwa ein Drittel der Beschäftigten in Schulen und Kitas das Angebot annimmt. In Brandenburg sind derzeit laut Ministerium rund 9000 Tests pro Tag möglich.

Die Linksfraktion im Landtag hatte flächendeckende Corona-Tests für Pflegeheime, Krankenhäuser, Kitas und Schulen sowie Flüchtlingsunterkünfte gefordert. Nonnemacher sagte, sie schützten nicht allein vor neuen Ausbrüchen. «Tests können negativ ausfallen, obwohl eine Person den Virus bereits hat.» dpa

Landtag lehnt generelle Corona-Tests an Schulen und Kitas ab

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1 KOMMENTAR

  1. Geht es bei diesen Tests um den Schutz von Lehrer/innen und Schüler/innen? Dafür ist das Testen alle 2 Wochen ein bisschen wenig. Oder geht es um die Dokumentation des Experiments?

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