Im Schneckentempo: Digitalpakt-Mittel haben die Schulen bislang kaum erreicht

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BERLIN. Die Mittel aus dem 5,5-Milliarden-Euro-Digitalpakt fließen nur zäh in Richtung der Schulen. Insgesamt seien bisher Anträge im Umfang von rund 125 Millionen Euro bewilligt, beantragt seien Fördergelder in Höhe von 284 Millionen Euro worden. Das geht aus einer Umfrage des «Focus» unter den 16 Kultusministerien hervor.

Das Tempo bei der Digitalisierung der Schulen ist überschaubar. Foto: Shutterstock

Danach hat im bundesweiten Vergleich Niedersachsen bislang das größte Interesse an Mitteln aus dem «Digitalpakt Schule» gehabt. Das Landeskultusministerium habe seit dem Start des Förderprogramms 740 Anträge im Volumen von insgesamt 28 Millionen Euro genehmigt. Dahinter folgten Sachsen mit 156 genehmigten Anträgen (65,2 Millionen Euro) und Baden-Württemberg mit 63 Anträgen (sieben Millionen Euro). Schlusslicht ist Bayern.

Die langsame Umsetzung wird immer wieder damit begründet, dass die Schulen zuerst schlüssige Medienkonzepte vorlegen müssten, um an die Fördergelder heranzukommen. Zudem waren in einigen Bundesländern erst im Herbst oder Ende des vergangenen Jahres die Förderrichtlinien fertig, in denen die Bedingungen für die Beantragung der Gelder festgelegt sind. Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hatte zu dem Thema wiederholt gesagt, Qualität gehe vor Schnelligkeit.

Offenbar haben viele Schulen Mittel zumindest eingeplant

Der Digitalpakt war am 17. Mai 2019 in Kraft getreten. Über das Förderprogramm stellt der Bund den Schulen fünf Milliarden Euro für Investitionen in digitale Tafeln (Smartboards), Schul-WLAN, Online-Lernplattformen und mobile Geräte zur Verfügung. Von den Ländern kommen insgesamt weitere 500 Millionen dazu.

Die Mehrheit der Lehrkräfte (59 Prozent) hatte in einer Befragung der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft kürzlich angegeben, dass ihre Schule inzwischen Mittel aus dem Digitalpakt für Investitionen eingeplant hat oder diese bereits beantragt oder bewilligt wurden (News4teachers berichtete ausführlich über die Umfrage – hier geht es zum Bericht). News4teachers / mit Material der dpa

Der Beitrag wird auch auf der Facebook-Seite von News4teachers diskutiert.

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