Schon dritte Schule in Mecklenburg-Vorpommern ist nach Schuljahres-Start von Corona betroffen – Martin: Krisenszenario bewährt sich

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SCHWERIN. Der Schreck am Freitag war groß, als nach wenigen Tagen Unterricht in Mecklenburg-Vorpommern schon die ersten zwei Schulen geschlossen wurden. Am Montag trifft es eine weitere Schule im Land. Laut Bildungsministerin Martin (SPD) bewährt sich das Krisenszenario.

Müssen sich Schüler, Eltern und Lehrer an Schulschließungen und Quarantäne-Maßnahmen gewöhnen? Foto: Shutterstock

Die Zahl der Neuinfektionen ist am Montag in Mecklenburg-Vorpommern auf niedrigem Niveau stabil geblieben. Fünf weitere Fälle wurden registriert, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock mitteilte. Damit stieg die Zahl der landesweit nachgewiesenen Infektionen auf 944.

Alle fünf neuen Fälle wurden in Rostock registriert. Darunter waren auch die vier Kinder einer Familie, die sich offenbar bei einem Auslandsaufenthalt mit Sars-CoV-2 infiziert haben. Nach der Rückkehr am vergangenen Dienstag waren die zwei älteren Schüler der 7. und 9. Klasse an der Borwin-Schule positiv auf das Sars-CoV-2-Virus getestet worden. Daraufhin wurden am Sonntag insgesamt 67 Mitschüler und Lehrer in Quarantäne geschickt. Aufgrund des kurzen Zeitraums und der baulichen Besonderheiten der Schule hätten die Kontakte genau nachvollzogen und eingeschränkt werden können, hieß es.

Eines der beiden jüngeren Kinder sei noch gar nicht in der Schule gewesen, sagte ein Stadtsprecher am Montag. Das zweite sei am Freitag nur bei einem Sportfest gewesen, dann allerdings noch in den Hort der Grundschule gegangen. Deshalb sei die Quarantäne auf vier weitere Hortschüler und eine Erzieherin ausgeweitet worden.

Am Montag wurde bei 55 Lehrern ein zweiter Abstrich vorgenommen

In Ludwigslust wurden am Montag rund 200 Schüler des am Freitag vorsorglich geschlossenen Goethe-Gymnasiums auf Corona-Infektionen getestet. Die Schüler der Jahrgangsstufen acht bis zwölf waren von der zuständigen Behörde in Quarantäne geschickt worden, nachdem sich am Samstag herausgestellt hatte, dass sie von zwei infizierten Lehrern unterrichtet worden waren. Für die Abstriche waren die Schüler nach einem detaillierten Zeitplan in die Schule bestellt worden. Damit sollten nach Angaben eines Sprechers weitere Begegnungen untereinander vermieden werden.

Von den zuvor schon einmal getesteten 55 Lehrern und Schulmitarbeitern wurde ebenfalls am Montag ein zweiter Abstrich genommen. Der erste Test hatte für insgesamt drei Pädagogen eine Corona-Infektion bestätigt. Die neuen Testergebnisse werden für Dienstag erwartet. Danach wird nach Angaben von Landrat Stefan Sternberg (SPD) entschieden, wann die Schule wieder öffnet. Vorerst war der Präsenzunterricht für alle 800 Schüler bis einschließlich Mittwoch ausgesetzt worden. Sie sollen vorerst zu Hause via Internet unterrichtet werden.

Neben dem Gymnasium in Ludwigslust war am Freitag vorsorglich auch die Ostsee-Grundschule in Graal-Müritz (Landkreis Rostock) geschlossen worden. Dort war bei einem Schüler eine Corona-Infektion festgestellt worden. Die Schule bleibt für zwei Wochen zu, wie der Landkreis mitteilte. Alle Kinder, Lehrer und sonstigen Schulmitarbeiter wurden in Quarantäne geschickt. Die Tests dort hatten bislang keine weitere Infektion offenbart.

Martin: Rasche Reaktion, um Lehrer und Schüler zu schützen

Bei den ersten Corona-Fällen an Schulen in Mecklenburg-Vorpommern hat sich nach Überzeugung von Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) das zuvor entwickelte Krisenszenario bewährt. Es sei lokal jeweils rasch reagiert worden, um die Gesundheit der Lehrer und Schüler zu schützen. Ziel bleibe, landesweite Schulschließungen wie im März und April zu verhindern. «Die Gesundheit geht vor. Wir wollen aber auch wieder Schule so weit wie es geht ermöglichen», sagte Martin in Schwerin.

Sie appellierte erneut an die Bevölkerung, die Corona-Schutzvorkehrungen zu beachten. «Das Virus ist unter uns und wird von außen in die Schulen getragen, wenn wir nicht alle gemeinsam aufpassen», betonte die Ministerin. dpa

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1 KOMMENTAR

  1. Schon dritte Schule in Mecklenburg-Vorpommern ist nach Schuljahres-Start von Corona betroffen

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    Erst eins, dann zwei, dann drei, dann vier… dann steht der Lockdown vor der Tür.

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