Schule in Corona-Zeiten: Bayern setzt auf Vorsicht – und einen klaren Plan. Das sollten sich die anderen Kultusminister zum Vorbild nehmen

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Ein Kommentar von News4teachers-Herausgeber Andrej Priboschek

MÜNCHEN. Man glaubt es kaum. Bayern ist – ein gutes halbes Jahr nach Beginn der Corona-Krise – wirklich das erste Bundesland, das jetzt einen konkreten Plan vorgelegt hat, wie es im kommenden Schuljahr mit den Schulen in der Pandemie umgehen wird. Grenzwerte bei den aktuellen Neuinfektionen festzulegen, ab wann welche Einschränkungen im Schulbetrieb (wieder) gelten, das hat noch kein Kultusministerium zuwege gebracht – außer eben dem bayerischen.

Wann gilt Maskenpflicht im Unterricht? Auch das regelt das bayerische Konzept für das kommende Schuljahr. Foto: Shutterstock

Dass Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) bei den Schulen auf die Bremse trat, als andere ihre Kitas und Grundschulen bereits wieder weit geöffnet hatten, passt ins Bild. „Schön wäre ein Regelbetrieb“, sagte Söder noch Ende Mai. „Vielleicht geben es die Infektionszahlen auch her.“ Falls nicht, müsse man weiterhin Maßnahmen ergreifen. Eine Prognose zum Start des neuen Schuljahres sei aber noch nicht möglich. Söder mahnte deshalb immer wieder zur Vorsicht. Wenn man nicht wisse, was einen erwarte, sei es klüger, Schritt für Schritt zu gehen, statt ins Ungewisse zu springen.

Andere springen lieber und setzen – zumindest öffentlich – allein auf das Prinzip Hoffnung. Bei der Kultusministerkonferenz (KMK) liest sich das dann so: „Zur Gewährleistung des Rechts auf Bildung von Kindern und Jugendlichen streben die Länder an, dass alle Schülerinnen und Schüler spätestens nach den Sommerferien wieder in einem regulären Schulbetrieb nach geltender Stundentafel in den Schulen vor Ort und in ihrem Klassenverband oder in einer festen Lerngruppe unterrichtet werden.“

Lehrer, Schüler und Eltern lassen sich nicht für dumm verkaufen

Ausbrüche? Kommen im Konzept der KMK nicht vor. Dabei beginnt schon am Montag im ersten Bundesland, Mecklenburg-Vorpommern, das Schuljahr 2020/2021, und die Infektionszahlen in Deutschland steigen seit vergangener Woche wieder. Man muss Lehrer, Schüler und Eltern schon für sehr beschränkt halten, wenn man glaubt, sie beruhigen zu können, indem man offenkundige Herausforderungen einfach verschweigt.

Vertrauen ist in der Krise die Währung, auf die es ankommt. München setzt mit seinem gestern vorgelegten Konzept (News4teachers berichtet darüber ausführlich, und zwar hier) den Maßstab, an dem sich ab sofort andere Landesregierungen zu messen haben. Das Vorgehen der Regierung aus CSU und Freien Wählern sorgt bei Lehrern, Schülern und Eltern für Transparenz – und schafft damit die Grundlage für das Vertrauen, dass im Notfall auch wirklich getan wird, was getan werden muss. Die Landesregierung macht sich verantwortlich, weil die Kriterien ihres Handelns für jedermann klar sind. Und: Sie distanziert sich damit von dem Märchen, dass Kinder nicht infektiös seien und Schulen deshalb keine Rolle im Infektionsgeschehen spielen könnten, mit dem so manche Bildungsminister wie Quacksalber, die auf Jahrmärkten ihre Wundermedizin anpreisen, durch die Lande tingeln.

„Zwischen eins und zehn ist kaum ein Ansteckungsrisiko vorhanden“, behauptet etwa die nordrhein-westfälische Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP). „Die letzte Studie, die wir in diesem Zusammenhang gesehen haben, ist die Studie aus Sachsen, aus Dresden, wo mehrere Tausend Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte getestet worden sind, und die hat nochmal ganz eindeutig bestätigt, was alle anderen Studien bisher auch bestätigt haben, dass das Infektionsgeschehen gen null läuft in dieser Alterskohorte.“

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Sind Schüler kaum von Corona-Infektionen betroffen?

Mit einer ähnlichen Beruhigungsstrategie (oder Ignoranz?) ist der Hamburger Bildungssenator Ties Rabe (SPD) unterwegs. Noch in dieser Woche erklärte er im NDR: „Das ist zwar wissenschaftlich nicht bis ins Letzte ausgeleuchtet, das gebe ich allen zu, aber die meisten Wissenschaftler sind sehr klar in der Auffassung, dass das ganz anders ist als bei der Spanischen Grippe, die man früher immer mit Corona gleichgesetzt hat.“ Die Spanische Grippe habe vor allem Kinder und Jugendliche betroffen. „Und hier ist es genau umgekehrt“, meint Rabe. „Das Infektionsgeschehen bei Kindern und Jugendlichen kann nicht gleichgesetzt werden in seinen Auswirkungen mit dem, was bei Erwachsenen passiert. Das ist ein Momentum, das man berücksichtigen muss in dem Abwägungsprozess, vor dem jetzt die Politik steht.“

Zuvor hatte sich Rabe sogar zu der Aussage verstiegen, dass die Schulschließungen ab März eigentlich gar nicht notwendig gewesen seien – und dass man in Zukunft wohl anders entscheiden werde. Futter für alle Corona-Leugner und Verschwörungstheoretiker.

Doof nur, dass Rabes „Momentum“ so gar nicht existiert, wie ein einziger Blick auf die Homepage des Robert-Koch-Instituts (RKI) erkennen lässt. „In serologischen Studien, welche überstandene Infektionen anhand von Antikörpernachweisen abbilden sollen, zeigt sich kein einheitliches Bild: teils hatten Kinder ähnliche Seroprävalenzen wie Erwachsene, teilweise zeigte sich bei Kindern unter 10 Jahren im Vergleich eine niedrigere Seroprävalenz.“ Heißt: Es ist nicht nur „wissenschaftlich nicht bis ins Letzte ausgeleuchtet“, dass Kinder kaum von Infektionen betroffen sind, wie Rabe beschwichtigend sagt. Es ist höchst umstritten.

Mehr noch: Das RKI warnt ausdrücklich davor, die Untersuchungen, die Kindern mehr oder weniger Immunität bescheinigen, überzubewerten. Wörtlich heißt es: „Da die Studien meist während oder im Anschluss an Kontaktbeschränkungen bzw. Lockdown-Situationen durchgeführt wurden, ist die Übertragbarkeit auf den Alltag begrenzt.“

In Schulen werden selten Fledermäuse oder Schlangen zubereitet

Es könnte nämlich gut sein, dass die behauptete Widerstandsfähigkeit von Kindern gegenüber dem Coronavirus lediglich auf geringere Ansteckungszahlen durch verminderte Sozialkontakte während der Kita- und Schulschließungen zurückzuführen sind. Auch der Hinweis, aus den weiten Schulöffnungen vor den Sommerferien hätten sich ja keine Corona-Ausbrüche ergeben, ist kaum ernstzunehmen. Da in Schulen selten Fledermäuse oder Schlangen zubereitet werden, ist ein Entstehen des Virus dort tatsächlich nicht zu erwarten. Wenn das Infektionsgeschehen außerhalb der Schulen ruhig ist, wird es das logischerweise auch innerhalb der Schulen sein. Die entscheidende Frage ist: Was passiert im Herbst?

Es gibt jedenfalls keinen wissenschaftlichen Befund, aus dem sich schließen ließe, wie sich die jetzt anstehenden Schulöffnungen auf das Pandemiegeschehen in Deutschland auswirken werden – und schon gar nicht, was passiert, wenn Infektionen in größerer Zahl in die insgesamt mehr als 32.000 Schulen in Deutschland hineingetragen werden. Zumal Jugendliche, die Rabe ja mal eben mit Kindern gleichsetzt, durch ihr extrovertiertes Sozialverhalten sogar als potenzielle Superspreader gelten.

Diesen Umständen trägt das bayerische Kultusministerium mit seinem Pandemieplan für die Schulen jetzt Rechnung. Höchste Zeit für die anderen Landesregierungen, sehr schnell nachzuziehen – und endlich damit aufzuhören, Schüler, Eltern und Lehrer für dumm zu verkaufen. News4teachers

Der Autor

Der Journalist und Sozialwissenschaftler Andrej Priboschek beschäftigt sich seit 25 Jahren professionell mit dem Thema Bildung. Er ist Gründer und Leiter der Agentur für Bildungsjournalismus – eine auf den Bildungsbereich spezialisierte Kommunikationsagentur, die für renommierte Verlage sowie in eigener Verantwortung Medien im Bereich Bildung produziert und für ausgewählte Kunden Content Marketing, PR und Öffentlichkeitsarbeit betreibt. Andrej Priboschek leitete sieben Jahre lang die Öffentlichkeitsarbeit des Schulministeriums von Nordrhein-Westfalen.

Der Bildungsjournalist Andrej Priboschek. Foto: Tina Umlauf
News4teachers-Herausgeber Andrej Priboschek, Gründer und Leiter der Agentur für Bildungsjournalismus. Foto: Tina Umlauf

In eigener verlegerischer Verantwortung bringt die Agentur für Bildungsjournalismus tagesaktuell News4teachers heraus, die reichweitenstärkste Nachrichtenseite zur Bildung im deutschsprachigen Raum mit (nach Google Analytics) im Schnitt diesen Jahres jeweils mehr als 1.000.000 Leserinnen und Lesern monatlich und einer starken Präsenz in den Sozialen Medien und auf Google. Die Redaktion von News4teachers besteht aus Lehrern und qualifizierten Journalisten. Neben News4teachers produziert die Agentur für Bildungsjournalismus die Zeitschriften „Schulmanager“ und „Kitaleitung“ (Wolters Kluwer) sowie „Die Grundschule“ (Westermann Verlag). Die Agentur für Bildungsjournalismus ist Mitglied im didacta-Verband der Bildungswirtschaft.

Hier geht es zur Seite der Agentur für Bildungsjournalismus.

Spiel mit dem Feuer: Wenn sich die Schulen als Infektionstreiber erweisen, steht Deutschland ein schlimmer Corona-Herbst bevor

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42 KOMMENTARE

  1. Vielen Dank für diesen Beitrag.

    Besonders schön:
    „Sie [die bayrische Landesrefierung] distanziert sich damit von dem Märchen, dass Kinder nicht infektiös seien und Schulen deshalb keine Rolle im Infektionsgeschehen spielen könnten, mit dem so manche Bildungsminister wie Quacksalber, die auf Jahrmärkten ihre Wundermedizin anpreisen, durch die Lande tingeln.“

    Was bei Kindern und Jugendlichen laufen kann zeigt doch der riesige Corona-Cluster in einem Jugendfreizeitcamp in den USA:
    https://www.berlinertageszeitung.de/boulevard/70923-hunderte-kinder-in-us-sommerlager-mit-corona-infiziert.html

    • Lieber Besorgter Bürger, Warum wollen wir uns und unsere Kinder unnötig einer enormen gesundhetlichen und psychologischen Belastung durch das Tragen der Masken aussetzen? Andere Länder andere Sitten! In Island, in Schweden, in Dänemark, in Österreich, in Finnland, in den Niederlanden, in Norwegen, in der Schweiz und in vielen anderen Ländern gibt es keine Maskenpflicht.Dort gibt es das gleiche Virus wie bei uns! Ich frage mich dann, was hat denn die Maskenpflicht mit der Pandemie zutun?
      Sind wir die Deutschen zu gutgläubig und naiv, dass wir alles glauben, was die Panikmacher uns über die Gefährdung durch Coronavirus erzählt? Wenn tatsächlich Coronavirus so gefährlich wäre, warum haben andere Länder andere Entscheidungen getroffen??? Ich glaube, dass die anderen Länder schon diesbezüglich die besseren Entscheidungen getroffen haben und unsere Regierung völlig auf dem Holzweg ist. Der Preis dafür zahlen die Bürger*innen täglich…!

  2. Am HH-Flughafen ist erst am letzten Freitag ein Corona-Testzentrum eröffnet worden. Der HH Bürgermeister ist von Beruf Arzt!
    Letzte Woche ließ uns der HH-Bildungssenator, über NDR-liveradio, an seiner „Corona-Traumwelt“ teilhaben.
    Und Donnerstag nächster Woche soll die Schule starten! Was soll das werden? Schweden durch die Hintertür? Habe zuvor nicht geglaubt, dass sie uns das antun könnten… aber hat jemand noch eine andere Erklärung?

  3. Kann jemand mal Herrn Rabe weitersagen, dass das englische Wort „momentum“ auf Deutsch „Schwung“ oder fachsprachlich „Impuls“ heißt?

  4. Pälzer,
    Herrn Rabe sollte, damit Schüler und Lehrer halbwegs unversehrt das Experiment überleben, einiges erklärt werden. Ganz wichtig wie sich unbemerkte „stille Infektionen“ innerhalb einer Menschengruppe, die sich täglich trifft, verbreiten. Sollten Sie sich heute noch nicht gewundert haben, empfehle ich Ihnen die oben im Eingangstext verlinkte Radiosendung. Ab ca. 30. Minute wird es ignorant? Dreist? Wunderbar? Machen Sie sich selber ein Bild.

  5. Keine Angst vor Corona! Warum?hier das Argument: Das RKI leifert uns immer falsche Infenktionszahlen (Ohne Dunkelziffer) und die Regierung begründet seine Maßnahmen aufgrund der falschen Zahlen von RKI. Die Zahlen werden von den Medien/Maßenmedien dann unreflektiert und unkritisch weiter gegeben.Wir wissen aber schon seit den Studien z.B. in Heinsberg und Ischgl, dass eine sehr große Dunkeziffer gibt und dass die Absolute Mehrheit der Menschen „unbemerkt“ die Infektion duchmachen. Die meisten ohne jegliche oder leichte Sympthome und in den meisten Fällen passiert es nichts, wenn man sich infiziert.Man bildet nur Anti-Körper gegen das Virus. Nur In seltenen Fällen ist das Virus gefährlich. Also warum immer noch dieses „“Theater über Gefährdungspotenzal von Covid-19″“? Wozu dann die Verbote und Einschränkungen? Wozu dann diese Panikmacherei? Wozu Corona-Maßnahmen? Ausserdem gab es höchstwahrscheinlich COVID19 schon 2019 in Europa (Quelle Google), höchstwahrscheinlich auch „unbemerkt“??

  6. Maskenpflicht eine Gefahr für psychosomatsiche Gesundheit!
    Begründung: Das („unfreiwillige“) Tragen von einer Maske bzw. Mundnasebedeckung kann bei vielen Menschen Stress und ein Gefühl von Unbehagen auslösen. Die Maske ist dann ein Stressfaktor. Ihre Freiheit wird stark eingeschränkt. Das Sprechen und die Mimik stark beeinträchtigt. Man ist kaum in der Lage sich zu entspannen. Die Lebensqualität und die Gesundheit leidet und zwar täglich. Wenn man sich ständig bedroht fühlt (unbewusst, teilbewusst und bewusst), werden im Körper Stresshormone freigesetzt. Diese beeinträchtigen die psychosomatische Gesundheit der Individuen (aufgrund der Interdependenz der psychosomatischen Interaktion). Darüber hinaus können sowohl situationsbedingte als auch anhaltende Stresssituationen unter anderem Herzinfarkt und Schlaganfall, chronische Schlafstörung, Depression, Herzrhythmusstörungen und die Erhöhung des Blutdrucks auslösen. Daher Maskenpflicht abschaffen!!!

  7. Noch mie habe ich einen Beitrag kommentiert. Nun doch!
    Lehrer, die keine Liust auf Arbeiten haben, sollen sich einfach krankschreiben lassen und zuhause bleiben, aber NICHT noch Stimmung machen wegen eines absolut harmlosen Virus, den Kinder so gut wie gar nicht verbreiten!!
    Kinder sollen lernen und zwar in der Schule. Sozialkontakte sind für junge Menschen wichtig und gehören zu einer umfassenden Bildung. Wenn das nicht in ausreichendem Maß stattfindet, bekommt man am Ende lauter solche Psychopathen, wie die Kommentatorengruppe, die sich Homeschooling oder Maskerade im Unterricht statt Normalität an Bildungsstätten wünscht.
    In den Debatten geht es schon längst nicht mehr um ein gefährliches Virus, sondern darum, dass sich einige Wenige in eine Angstpsychose und in eine Blockwartmentalität hineingelebt haben, weil sie sonst keine Selbstbefriedigungsebene haben.
    Anmgetrieben durch das Echo in den Medien und durch Corona-Unken wie Lauterbach oder Drosten fühlen sie sich im Recht, andere Menschen zu maßregeln und zu diffamieren, wenn diese den Coroan-Maßregelzirkus nicht mitmachen oder die Sinnhaftigkeit bezweifeln. Was für ein Irrsinn! Wacht endlich auf! Corona ist vielleicht ansteckend, aber es ist nicht gefährlich für die allermeisten Menschen. Für Kinder schon gar nicht. Jedes infizierte und wieder gesunde – oder nie krank gewesene- Kind ist eine Investition in die Zukunft. Corona wird bleiben, ob sie es wollen oder nicht. Lernen Sie damit zu leben. Ernähren SIe sich gesund, treiben Sie Sport, stellen Sie das Rauchen ein und essen Sie ausreichend Vitamine. FAhren Sie mal Fahrrad statt mit dem dicken Auto und schalten Sie nachts auch mal Ihr Smartphone ab. Sie werden sehen, man kann sich aus eigener Kraft aus dem Dunstfeld der „Risikogruppe“ befreien. Sie müssen es nur wollen.
    Angst macht etwas mit uns. Angst ergreift uns und man wird irrational.
    Meine dringende Frage lautet aber: darf die Angst eine ganze Generation benachteiligen?
    Noch dazu die Generation, die im Nachhinein den irrsinnigen Schuldenberg abtragen soll, den wir jetzt durch die sogenannten „Corona-Maßnahmen“ anhäufen.
    Wachen Sie auf!

    • Bitte belegen Sie fürch seriöse Statistiken, dass die Krankheit harmlos ist. Ich habe bei Statista nur gefunden, dass an einer Influenza bis zu 0,5% der Infizierten verstehen, bei Covid liegt die Sterblichkeit bei 5%. Beide Werte haben aber eine unbekannte Dunkelziffer und sind vermutlich zu niedrig. Darüber hinaus gibt es aber für Influenza jedes Jahr eine Impfung, für Covid noch nicht einmal eine vernünftige Behandlung außer der Hoffnung, zu den 95% zu gehören.

      • Hallo Georg, Es gibt ausreichend Daten, die beweisen, dass zum Glück das Coronavirus weniger gefährlich ist, als man es ursprünglich gedacht hatte.Länder mit niedrigen Dunkelziffern mit Infektionen durch Coronavirus, wie Bahrain, Katar,Singapur usw. haben eine Sterblichkeitsrate von Ca. 0,1 % bis 0.2% (Quelle Johns-Hopkins-University, Internetseite Morgenpost). So kann man interpretieren, dass durchschnittlich mindestens 99,8% der Menschen das Coronavirus überstehen. Aus dem Grund ist Coronavirus nicht gefährlicher als ein Grippevirus. Es ist deshalb die höchste Zeit, dass ein Umdenken über den Umgang mit Coronavirus stattfindet. Studien in Heinsberg und Ischgl belegen, dass Coronavirus keine große Gefahr für die Allgemeinheit darstellt, da über 80% der Erkranken leichte Sympthome bekommen. Und laut R-K-I liegt das durchschnittliche Alter der Verstorbenen mit oder durch Virus bei 82 Jahren in Deutschland (Internetseite Robert Koch Institut).

    • wuermchen 4. August 2020 um 00:37

      Ich bin kein Lehrer und fühle mich diesbezüglich nicht angesprochen, aber so einen verzapften Mist kann man nicht unkommentiert lassen.
      Und zu den Sozialkontakten, die haben wir auch immer organisiert, dafür bedarf es nicht originär der Schule, sondern dem verantwortlichen Handeln der Eltern solche Kontakte zu organisieren.

      Ihren Einwand darf man getrost zu den Fake News zählen!
      Beschäftigen Sie sich mal mit den mittlerweile auftretenden Spätfolgen einer Infektion mit dem Coronavirus, aber in Ihren Denkwelten dürfte dafür kein Platz sein. Die kognitive Dissonanz machts möglich. Wo ist vergleichbares bei Influenzaviren zu beobachten?
      Ein entscheidendes Charakteristikum des Virus scheint zu sein, dass die nach einer Infektion gebildeten Antikörper nach wenigen Wochen abnehmen, sodass eine Neuansteckung nach einer überstandenen Krankheit möglich ist. Es gibt daher keine Herdenimmunität und keine klassische Impfung gegen COVID-19. COVID-19 ist keine Lungenkrankheit, sondern eine systemische Gefässentzündung, wobei das Endothel, eine schützende Zellschicht, geschwächt wird, was beispielsweise Durchblutungsstörungen in den Organen oder in Körpergewebe auslösen kann, die zum Zelltod und damit zum Absterben dieser Organe oder Gewebe führen. Desweiteren treten als Spätfolge häufig gravierende neurologische Störungen auf, insofern Ihr Beitrag Unsinn verbreitet.

      „„Alle Organsysteme können infiziert werden“, stellte Professor Dr. Tobias Welte von der Klinik für Pneumologie der Medizinischen Hochschule Hannover klar. Man müsse COVID-19 als eine Multisystemerkrankung betrachten.“
      https://www.medical-tribune.de/medizin-und-forschung/artikel/post-covid-syndrom-multisystemerkrankung-kann-langzeitfolgen-haben/

      „Langzeitfolgen von Covid19: Die Vermutung lautet, dass das Virus infizierte Menschen schneller altern lässt. Ein 30-J. könnte nach zehn Jahren die Organe eines 60-J. haben, fürchtet er – auch bei leichten Verläufen.“
      https://amp.n-tv.de/wissen/Laesst-Covid-19-Menschen-schneller-altern-article21950005.html?__twitter_impression=true

      Selbst bei mildem Verlauf zeigen sich Kernspin Herzschäden. Unklar ob sie komplett ausheilen. Es besteht Gefahr, dass das Narbengewebe später die Gefahr von z. B. Vorhofflimmern erhöht
      https://www.kardiologie.org/covid-19/erkrankungen-des-perikards/covid-19–dauerhafte-herzschaeden-sogar-bei-milden-verlaeufen/18225326

      Gesundheit ist das höchste Gut, darum achtet sie.
      Das ist nicht nur eine abgedroschene Floskel.
      Nicht gefährlicher als eine Grippe verkündetete auch Spahn und das RKI zu Beginn.

      • Stefan 2020, ich wollte eigentlich nicht kommentieren, aber mir Platz den Kragen. Eine Medaille hat zwei Seiten.Nicht nur die eine. Weder Coronavirus ist harmlos noch das Grippevirus.Ich bin Allergikerin und Asthmatikerin und glaube Sie mir, ich weiß es, worüber ich rede… Wenn jemand das Grippevirus verharmlost, macht mich wütend.Man muss immer abwägen und eine Pro-Contra Analyse machen. Ich empfehle den Kolleginnen und Kollegen in der Schule, die Angst vor Ansteckung haben, eine FFP2 zu tragen, aber noch wichtiiger öfter die Hände zu waschen. So machen auch die Slkandinavier und andere Länder. Mit Maskenpflicht traumatisiert man die Kinder. Maskenempfehlung ist viel besser, die Kinder tereffen sich sowieso nach der Schule mit anderen Kindern, ohne Abstand ect. Ich finde deshalb, dass die Maskenpflicht für die Kinder in der Schule verantwortungslos und übertrieben ist.

    • Wuermchen: nomen est omen.ihr Name scheint einen Ausblick auf das zu geben, was dahinter steckt.

      Ja, gerne sollen alle in ihrer Freiheit leben. Es ist in Ordnung eine Einschätzung zu gewinnen, wie Sie sie haben. Dies ist nicht zuletzt Folge des politischen Handelns…nicht nur hierzulande.

      Aus meinem Blickwinkel stellt sich die Situation jedoch anders dar.
      Es geht überhaupt nicht darum einen Konsens mit Ihnen zu entwickeln.

      Nur gleiches Recht für alle. Wenn es ihr Recht ist die Situation in der von ihnen gewünschten Freiheit zu (er)leben dann ist mein Anspruch meine Psychose selbstbestimmt leben zu dürfen und selbst zu entscheiden, ob ich und meine Kinder an diesem Feldversuch teilnehmen möchten.
      …und wir möchten nicht. Weil es eben Gründe gibt, die sich nur „Risikopatienten“ im dicken Auto vorstellen können, die aufgrund ihres Lebenswandels selbst in diese Situation gebracht haben.
      Eigentlich ganz einfach.

      Ehrlich gesagt bin ich gerade durch solche klugen Statements wie ihres, sehr nahe am Mittelfinger gebaut….wuermchen….

      • Was von einigen gerne übersehen wird, ist, dass die freiheit des Einzelnen dort endet, wo sie die eines anderen beeinträchtigt. So viel zur unbegrenzten Freiheit.
        Interessant ist doch, dass bisher die „Freiheitsliebenden“ sich zwar gegen einzelne Maßnahmen mit Verweis auf das GG beschweren, keiner aber das Bundesinfektionsschutzgesetz als solches infrage stellt. Warum sollen Pest und Cholera sowie Kinderlähmung und TBC bekämpft werden, SARS-COV2 aber nicht?

    • @wuermchen „Man kann sich aus eigener Kraft aus dem Dunstfeld der Risikogruppe befreien“…. Danke für diesen Beitrag!! Ihre Ignoranz zeigt, wie Leute, die so einen Unsinn verbreiten, gestrickt sind. COPD beispielsweise ist nicht reversibel, auch wenn man sich mit der Krankheit so verhält, wie sie sich das von den Lehrern der Risikogruppe wünschen. Achja, eine Kollegin hat ein schwerpflegebürftiges Kind und dadurch selbst Diabetes bekommen, eine andere kümmert sich um ihre pflegebedürftige Mutter im eigenen Haushalt, wohlgemerkt. Wie bitte sollen die sich „befreien“???
      Ihr Beitrag zeigt eine geistige Umnachtung, die vermutlich nicht nur der Tageszeit bzw. der Dunkelheit geschuldet ist, in der sie den Beitrag verfasst haben.
      Ansonsten einfach mal nachts das Smartphone aus der Hand nehmen

    • @wuermchen
      Ich habe die Bilder aus Italien noch im Kopf, als Militärfahrzeuge Dutzende von Särgen abtransportiert haben. Einbildung?? Nein das war real. Dass in Deutschland viele Menschen an dem Virus gestorben sind oder an langfristigen gesundheitlichen Erkrankungen leiden. Einbildung?? Nein, das sind Tatsachen.
      Bei einigen Menschen haut das Virus voll auf das Gehirn und sie merken es gar nicht. Einbildung?? Nein, das ist leider auch real. ( siehe ihren Beitrag )

  8. Was ist das denn jetzt hier? Haben sich Teilnehmer der Berliner Hygiene-Demo vom Wochenende hierhin verlaufen? Klar: Corona ist ungefährlich, geradezu gesund, Lügenpresse, Wissenschaftler verarschen uns, die Politik sowieso, wegen ein paar Toten so ein Bohei, ich weiß ohnehin alles besser, Merkel muss weg blablabla

    Am lustigsten ist der Hinweis, dass man sich aus eigener Kraft „aus dem Dunstfeld der ‚Risikogruppe‘ befreien kann“. Wer Fahrrad fährt, kann bekanntlich sein biologisches Alter um Jahrzehnte senken. Und wer am Coronavirus gestorben ist, ist halt ein zu dickes Auto gefahren und hat nicht ausreichend Vitamine zu sich genommen. Außerdem hat er ignoriert, dass das Coronavirus „absolut harmlos“ ist. Selbst schuld.

    • Nein, „stay at home für“ die nächsten 2 Jahre, wird uns sicherlich alle retten!

      Ja.. und Übergewicht und Rauchen erhöht die Wahrscheinlichkeit eines ernsten Verlaufs. Die Leute die jetzt seit März in Kurzarbeit sind oder Rentner und wenn Sie keine weiteren Verpflichtungen haben wie die Kinderbetreuung, konnten nun monatelang was für ihre Gesundheit tun – richtig!

    • Hallo Bernd, die aktuelle Maskenpflichtpraxis entspricht nicht der WHO-Richtlinie. Wenn die Erwachsene sich nicht an die Richtlinie der WHO halten können (unten den Text ledsn), wie sollen dann unsere Kinder die Masken Sachgemäß in der Schule tragen? Hier Orginaltext von WHO über dien richtige Verwendung von medizinischen und nicht medizinsichen Masken,Vorteile, Gefahren und Risiken (Überstzung auf Deutsch von Google):

      Reinigen Sie die Hände vor dem Berühren der Maske mit einer alkoholischen Handmassage oder Seife und Wasser
      Nehmen Sie die Maske und untersuchen Sie sie auf Risse oder Löcher.
      Orientieren Sie, welche Seite die Oberseite ist (wo sich der Metallstreifen befindet).
      Stellen Sie sicher, dass die richtige Seite der Maske nach außen zeigt (die farbige Seite).
      Platziere die Maske auf deinem Gesicht. Drücken Sie den Metallstreifen oder die steife Kante der Maske zusammen, damit sie sich der Form Ihrer Nase anpasst.
      Ziehen Sie die Unterseite der Maske nach unten, sodass sie Ihren Mund und Ihr Kinn bedeckt.
      Berühren Sie die Maske nicht, während Sie sie zum Schutz tragen.
      Nehmen Sie die Maske nach Gebrauch mit sauberen Händen ab. Entfernen Sie die elastischen Schlaufen hinter den Ohren, während Sie die Maske von Gesicht und Kleidung fernhalten, um zu vermeiden, dass potenziell kontaminierte Oberflächen der Maske berührt werden.
      Entsorgen Sie die Maske sofort nach Gebrauch in einem geschlossenen Behälter. Verwenden Sie die Maske nicht wieder.
      Führen Sie nach dem Berühren oder Entsorgen der Maske eine Händehygiene durch. – Verwenden Sie eine alkoholbasierte Handmassage oder waschen Sie Ihre Hände bei sichtbarer Verschmutzung mit Wasser und Seife.

      Denken Sie daran, dass Masken kein Ersatz für andere, effektivere Methoden sind, um sich und andere vor COVID-19 zu schützen, z. B. häufiges Händewaschen, Bedecken Ihres Hustens mit Ellbogen- oder Gewebekritzen und einen Abstand von mindestens 1 Meter zu anderen . Weitere Informationen finden Sie unter Grundlegende Schutzmaßnahmen gegen das neue Coronavirus .

      Es gibt potenzielle Risiken und Nachteile, die bei jedem Entscheidungsprozess über die Verwendung von Masken berücksichtigt werden sollten:

      Nicht medizinische oder Stoffmasken können das Infektionspotential von COVID-19 erhöhen, wenn die Maske durch schmutzige Hände kontaminiert und häufig berührt oder auf anderen Teilen des Gesichts oder des Kopfes aufbewahrt und dann wieder über Mund und Nase gelegt wird
      Je nach Art der verwendeten Maske kann es zu Atembeschwerden kommen
      Sie können zu Hautschäden im Gesicht führen
      Sie können zu Schwierigkeiten bei der klaren Kommunikation führen
      Sie können unangenehm zu tragen sein
      Es ist möglich, dass die Verwendung von Masken mit unklaren Vorteilen beim Träger ein falsches Sicherheitsgefühl hervorruft, was zu einer verminderten Praxis anerkannter nützlicher vorbeugender Maßnahmen wie körperlicher Distanzierung und Händehygiene führt.

      https://translate.google.de/translate?hl=de&sl=en&u=https://www.who.int/emergencies/diseases/novel-coronavirus-2019&prev=search&pto=aue

  9. Mich nerven beide Extremhaltungen zu Corona, sowohl das ständige Ausmalen von Schreckensbildern als auch das naive Verharmlosen zu einem Schnupfen.
    Wir wissen inzwischen doch recht gut, was Sache ist, und brauchen keine Glaubenskriege. Die Menschheit wird wahrscheinlich in Zukunft mit Corona leben und zusehen müssen, wie sie am besten damit klarkommt.
    Am idiotischsten finde ich, sich gegenseitig an die Gurgel zu gehen, wenn der andere die eigenen Vorstellungen nicht teilt.

  10. In Schweden sind die ganze Zeit alle Schulen einschließlich der 9ten Klasse im Regelbetrieb! Dort werden aber trotzdem nicht reihenweise Lehrer krank oder versterben gar… Die Uni-Klinik Leipzig hat eine Studie gemacht, bei der sie 8 mit Covid-infizierte Lerhrer getestet haben. Nur einer dieser Lehrer hat in der Umfrage angegeben, er hätte das Gefühl gehabt Covid gehabt zu haben. Die anderen 7 Lehrer haben nichts von ihrer Infektion bemerkt…

    Geklärt hat die bayerische Bundesregierung auch gar nichts, was mache ich, wenn mein Kind Kontaktperson 1 eines Covid-Lehrers ist und 14 Tage in Quarantäne muss, rufe ich da einfach in der Arbeit an und sag meinem Chef wir sehen uns im nächsten Monat? Nichts hat die bayerische Bundesregierung geklärt…

  11. Bitte das gesunde Menschenverstand einschalten und Fakten vergleichen.Ok? Ich verstehe es echt nicht, warum man den Menschen so viel Angst machen kann? Mir fehlen die Wörter. Als ob Corona schlimmer wäre als ein Influenzavirus? Wo sind die Fakten. Nur zur Erinnerung: laut Robert-Koch Institut starben im Winter 2017/2018 in Deutschland ca. 25100 an Infuenza-Virus und weltweit sterben jährlich ca. 650000 Menschen an Influenza-Virus:

    https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/news/artikel/2019/10/04-10-2019/mild-oder-schlimm-wie-war-die-letzte-grippesaison

    https://t3-web.meduniwien.ac.at/ueber-uns/news/detailseite/2018/news-jaenner-2018/weltweit-bis-zu-650000-influenza-todesopfer-pro-jahr/

    • Schön, wenn sich medizinisches Fachwissen aus im Netz zusammengeklaubten und selbst zusammengereimten Info-Schnipseln ergibt. Operieren Sie auch?

  12. Es werden nur Zahlen, Statistiken, Nachrichten und Botschaften akzeptiert, die ins eigene Weltbild passen.

    ——————-
    Ist dies ein Outing?

  13. Hallo, was ist los seit Mätz in Deutschland? Maskenpflicht in de Schule? für wen sollte das gut sein? Nochmal bitte vernüftig denken. Wer in der Schule gerne eine Maske aufsetzen möchte,wie auch immer aus welchem Grund,kann gerne es tun. Ich halte aber den Maskenzawang für Kinder als Körperverletzung. Es kommen die theraumatischen Erlebnisse wegen der Maskenpflicht hinzu.Bitte über den Tellerrand schauen. In den meisten Nachbarländern gibt es keine Maskenpflicht in der Schule. Maskenpflicht in der Schule ist unverantwortlich, rücksichtlos und sowohl psychisch als auch körperlich unzumutbar.

  14. Maskenpflicht traumatisiert?
    In Asien laufen bereits seit Jahren bedingt durch die starke Luftverschmutzung Erwachsene wie Kinder mit Mundschutz durch ihren Alltag.
    Auch wenn die Lösung eine Verbesserung der Luftqualität sein muss, die Maske also nicht die grundsätzliche Lösung darstellt, so habe ich aus dem asiatischen Raum bisher noch nichts von einem Schutzmaskentrauma bei Kindern gelesen oder gehört. So traurig es in diesem Falle auch ist, es scheint so etwas wie einen Gewöhnungseffekt zu geben.

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