Sind wirklich doppelt so viele Lehrer nötig, um die Klassen zu halbieren? Lehrer erklären auf News4teachers: „Das ist eine Ausrede!“

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DÜSSELDORF. Die NRW-Landesregierung hält die von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) geforderte Halbierung der Klassenstärken, um im Unterricht wieder die Abstandsregel einführen zu können, für nicht umsetzbar. Angeblich sind dafür doppelt so viele Lehrer nötig, über die das Land nunmal nicht verfüge. Aber stimmt das überhaupt? Macht Wechselunterricht mit kleineren Lerngruppen wirklich so viel mehr Arbeit? Dutzende Lehrer, die im Facebook-Auftritt von News4teachers diskutieren, halten das Argument für vorgeschoben – weil es schlicht falsch sei.

Lässt sich der Präsenzunterricht ohne zusätzliches Personal teilen? Lehrkräfte meinen: Klar. Foto: Shutterstock

Sollen die Klassen geteilt werden? „Sie brauchen dann im Grunde genommen fast das Doppelte an Lehrerinnen und Lehrern, die wir nicht haben“, behauptete FDP-Familienminister Joachim Stamp vor einem Millionenpublikum am Montagabend im ZDF-„heute journal“. Das von seiner Parteifreundin Yvonne Gebauer geleitete NRW-Schulministerium sekundiert: Eine Aufstockung der Arbeitszeit von teilzeitbeschäftigten Lehrkräften sei auf die Schnelle nicht zu machen. Wir dokumentieren hier Posts von Lehrerinnen und Lehrern aus dem Facebook-Auftritt von News4teachers, die dazu Stellung nehmen – der Tenor ist einhellig:

„Kann mir bitte jemand erklären, wieso die Versorgung von Kindern zuhause mit dem im Unterricht bearbeiteten Material oder sogar Hybridunterricht die doppelte Anzahl an Lehrkräften braucht?“

„Keine Ahnung, was die damit meinen.“

„Was reden die denn hier immer darüber, dass das Hybridmodell mehr Lehrer/innen benötige? Das ist doch überhaupt nicht der Fall! Mon Fress, echt.“

„Frau Gebauer hat leider nicht das Prinzip von A und B-Wochen verstanden.“

„Versteh ich nicht. Wir arbeiten derzeit mit geteilten Klassen. Die Lehrer haben den normalen Plan. Die Schüler sind im wöchentlichen Wechsel in der Schule. Homeschooling-Aufgaben gebe ich im Unterricht mit und die Ergebnisse werden in der nächsten Präsenzstunde besprochen. Natürlich stehe ich per Email für Fragen zur Verfügung. Ein paar Projektstunden wurden gekürzt. Sportunterricht ist gerade untersagt. Die kleineren Gruppen sind eine Arbeitserleichterung. Ich habe mehr Arbeit, aber nicht so, dass es nicht zu schaffen ist. Wir haben einige Kollegen in Quarantäne. Also eher weniger Personal und es ist möglich. Es ist ja nicht so wie im Frühjahr. Ich sehe meine Schüler ja immer noch regelmäßig, das macht es leichter.“

„Ich bin für einen täglichen Wechsel von Gruppe A und B. Wenn man es geschickt anstellt, leistet man im Unterricht den Einstieg/ die Erklärungen und gibt für zu Hause vertiefende Aufgaben, die dann am nächsten Präsenztag besprochen werden – plus neuer Input. Da beide Gruppen das Gleiche machen, wäre zumindest die Vorbereitung nur 1x fällig.“

„Mein Gott…die Modelle wurden doch vor den Sommerferien bei uns durchgespielt. Entweder wochenweise Wechsel (Präsenzwoche Einführung neuer Unterrichtsinhalte/ Vertiefung und Übung zuhause in der zweiten Woche). Dasselbe ginge auch bei tageweisem Wechsel. Das sollte zumindest an weiterführenden Schulen kein Problem sein…“

„Das sind Ausreden. Man braucht dafür nicht doppelt so viele Lehrer. Halbe Klassen im Präsenzunterricht und die andere Hälfte digital zu Hause. Oder: halbe Klassen in den Schulen und die andere Hälfte im Homeschooling. Oder: halbierte Unterrichtszeit beispielsweise 3 Stunden die erste Gruppe und weitere 3 Stunden die zweite Gruppe mit abgespecktem Lehrplan und mehr Hausaufgaben oder eigenverantwortliches Lernen.“

„Man kann beim wöchentlichen Wechsel die Kinder im Homeschooling mit Aufgaben versorgen, die dann eine Woche später besprochen werden. Damit hat man auch nicht die doppelte Arbeitszeit. Und ich habe die Erfahrung gemacht, dass man mit hälftigen Lerngruppen auch mehr Stoff schafft. Probleme sehe ich nur bei den Klassenarbeiten…“

„Man könnte die Lerninhalte (also die Stundentafel) einer Woche auf zwei Wochen verteilen. Ich habe vor den Sommerferien die Erfahrung gemacht, dass ich mit einer halben Klasse, in einer Unterrichtsstunde fast das Doppelte schaffe, wie mit der ganzen Klasse. Das liegt einfach daran, dass dieser ganze Erziehungs-, Ermahnungskram wegfällt. Die Kinder sind lernbereiter, weniger abgelenkt, haben keinen Sitznachbarn etc. Das macht eine Menge aus.“

„An unserer Schule gibt es eh schon so eine Art Hybridunterricht, da mehrere Lehrer wg. Risiko zu Hause sind. Der Mittagsunterricht und der komplette Freitag wird online zu Hause unterrichtet, dafür haben die Schüler extra iPads bekommen. Dafür braucht es nicht mehr Lehrer, sondern die, die daheim sind, machen den Online-Unterricht.“

„Warum nicht die eine Hälfte der Klasse im Präsenzunterricht und die andere Hälfte per Videokonferenz dazu schalten? Das funktioniert, das habe ich im Sommer so gehandhabt, wie auch Kolleginnen und Kollegen von mir.“

„Jede*r Klassenlehrer*in kennt die Kinder, die zu Hause keine Unterstützung erhalten. Diese Kinder, oft sind es 3-4 Kinder pro Klasse, kommen dann halt täglich und man rechnet das in die Gruppenstärke mit ein.“

„Ich habe gerade eine Woche Hybridunterricht (Liveschaltung in den Unterricht) hinter mit, weil die Hälfte der Klasse in Quarantäne war. Hat gut geklappt, war kaum Aufwand. Zugegeben, Ich habe vorher für gewisse Voraussetzungen gesorgt, wie leichte Erreichbarkeit. Aber dann war das kein Problem.“

„Wir könnten so viele Konzepte erarbeiten und andere Projekte vorantreiben. Eine Woche unterrichtsfrei, die Lehrerinnen und Lehrer stoßen Projekte in der Schule an, räumen die Materialräume auf, besuchen Fortbildungen, richten Schulnetzwerke ein, tauschen sich mit anderen Schulen aus, überarbeiten Curricula, überarbeiten Unterrichtsmaterial usw.

  • Halbierung der Klassen, gezieltere Förderung einzelner SuS.
  • Halbierung des Wochenpensums.
  • Epochenunterricht ausbauen.
  • Ausgeweitete freie Arbeitsaufträge erteilen.
  • Drittelung der Klassen auf Tag a b c verteilt.
  • usw.

Stattdessen: Unterricht mit Maske und Stoßlüften.“

„Das Schulministerium in Gestalt der Frau SärGEBAUER sollte mit einem Sack über dem Kopf herumlaufen, denn mit einem einzigen Post von News4teachers werden hier innerhalb von zwei Stunden rund hundert kreative Lösungsansätze gefunden. Das Schulministerium hatte 8 (acht!) Monate Zeit und hat: NICHTS. Darauf einmal kräftig stosslüften🤡“

„Mit der Aussage zu den doppelten Lehrkräften haben sich die Kultusminister selbst geoutet: Sie wissen nicht einmal, wie wir Lehrkräfte vor den Sommerferien den von ihnen angeordneten Wechselbetrieb durchgeführt haben. Das sagt schon alles über die Einstellung zu den Bediensteten.“

„Kann es sein, dass die NRW-Regierung keine Ahnung hat?“

„Ja.“

News4teachers

Streit um halbierte Klassen – NRW-Landesregierung sagt: Wir haben dafür nicht genügend Lehrer. Aber stimmt das überhaupt?

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59 KOMMENTARE

    • … und zugucken, wie das System mit vielen Corona-kranken Lehrern und Schülern zusammenbricht. Wer braucht schon Schule? Wer braucht schon Menschen?

    • Und wenn die Temperaturen unter null fallen? Dauerregen mit Herbststurm? Schnee? Streichhölzer ziehen, wer am Fenster sitzen muss? Oder vom Fenster weg, alle noch ein bisschen zusammenrücken. Körperwärme nutzen. Ach geht ja nicht. Ihre Lösung?

    • Da isser wieder.
      „Normalen“ Unterricht? Ausfälle wegen Quarantäne, Ansteckungen in der Schule, Frieren wegen Dauerlüften. Sie haben wirklich keine Kinder.

  1. Wäre es eine skandalöse Vorstellung in der Schule im Klassenraum der Gruppe A eine Webcam oder Dienstgerät der Lehrktraft mitlaufen zu lassen und Gruppe B verfolgt den Unterricht parallel in Echtzeit dann im verpflichtendem Distanzunterricht zu Hause?

    Sorry, geht doch gar nicht, da digitale Anbindung bzw. Ausstattung und Datenschutzkonformitäten noch ausstehen.

    • Das wäre keine skandalöse Vorstellung. Die Lehrkräfte zeigen sich ihren SuS ja auch im Präsenzunterricht. Und natürlich ist es auch im Präsenzunterricht verboten, den Unterricht zu filmen. Warum sollte das nicht auch im digitalen, webcamgestützten Unterricht möglich sein?
      Ich sehe keinen Datenschutzverstoß, so lange der Unterricht nur dort gestreamt wird, wo ausschließlich die eigenen SuS den Stream sehen können, z.B. auf einer Lernplattform, die passwortgeschützt ist.
      Das Risiko, dass irgendein Schüler den Unterricht mitschneidet, besteht sowohl im Präsenz- als auch im FernUnterricht. Dass das nicht OK ist, muss Schule vermitteln, genauso wie Schule vermittelt, dass man anderen nichts wegnimmt, dass man andere nicht schlägt usw. Ein ganz normales Thema für die schulische Medienbildung.

      • Ich sehe das Problem eher darin, dass andere, schulfremde, Personen im Hintergrund anwesend sein könnten.
        Der eine oder andere Elternteil hätte im Unterricht von Herrn / Frau X sicher schon öfters mal gern Mäuschen gespielt, konnte aber mit Verweis auf „geschützten Raum“ nicht mit rein.
        Der eine möchte vielleicht wissen, ob das wirklich wahr ist, was man sich über Schüler*in Y erzählt, die andere möchte schlicht den Lehrer nachweislich bei einer Unprofessionalität ertappen, jemand möchte live erleben, ob Schüler*in Z wirklich so superschlau und begabt ist, wie die Eltern immer erzählen,…
        Ich bin mir nahezu sicher, sobald den Eltern meiner Schüler nur ansatzweise der Gedanke kommt, dass das Fehlverhalten, die frechen Antworten, das Herumgezappele, u.v.m. auch für Außenstehende transparent werden könnte, werden sie voll auf die Datenschutzbarrikaden gehen.

        • Wir sollen also auf die beste Möglichkeit verzichten, die SuS ohne Infektionsrisiko zu beschulen, weil der Missbrauch so leicht ist?
          Wer so argumentiert, müsste sich eigentlich auch überlegen, ob er/sie auf die Straße geht, weil es dort häufig zu Verkehrsunfällen kommt.
          Es gibt nun einmal ein gewisses Risiko im Leben. Wer fordert, dass der Dienstherr dieses Lebens-Risiko vollständig ausschließen soll, argumentiert nicht fair.

    • Genau das ist das Problem- es gibt ja auch mittlerweile SuS, die von der Präsenzpflicht befreit sind und zu Hause- eigentlich digital- versorgt werden müssen. Ich brauche einfach 2 Geräte fürs Streaming und direktes Weiterleiten von Material im Unterricht– Nein- ich bin nicht gierig, weil ich 2 Geräte fordere- sondern ich bin Klassenlehrerin von 2 Klassen… Und so muss ich nach Unterrichtschluss meine Präsenzpflicht-Befreiten- BBS-SuS einbestellen, um sie an der „Hintertür“ mit Unterricht Material zu versorgen… Oder verschicke im Unterricht Fotos vom Tafelanschrieb- ja Leute- es gibt sie noch- die gute alte KreideTafel- mit meinem privaten Handy mittels meines privaten Datenvolumens… Ja- nix Digitalisierung- Streaming funktioniert, wenn die Kolleginnen ihre privaten Laptops anschleppen….

  2. SärGebauer.. find ich passend.

    Und den Satz fand ich auch sehr gut:
    „…[M]it einem einzigen Post von News4teachers werden hier innerhalb von zwei Stunden rund hundert kreative Lösungsansätze gefunden. Das Schulministerium hatte 8 (acht!) Monate Zeit und hat: NICHTS. Darauf einmal kräftig stosslüften“.

    Kürzer und treffender kann man es nicht zusammenfassen. Einfach nur unglaublich, wie schlecht wir regiert werden.

    • Schon vor fast 20 Jahren wurde darüber nachgedacht, den Unterricht aus dem Klassenzimmer in die Krankenhäuser zu übertragen zu langfristig erkrankten Kindern. Ich hatte mich damals sofort für dieses Vorhaben gemeldet, weil ich es für sinnvoll hielt. Bis heute weiß ich von keiner Schule, die das macht. 20 Jahre lang diskutiert man hier schon darüber, ob der Datenschutz gewahrt ist. 20 Jahre!!!!

  3. Das Problem ist nicht, dass es keine Lösungen gibt.
    Das Problem ist, dass alle Lösungen zwei Dinge voraussetzen
    – Eine gewissenhaft Planung
    – Den Mut einige eventuell auch unpopuläre Entscheidungen zu treffen (z.B. Lehrpläne kürzen)

    Zur Planung einer solchen Situation hätten die Ministerien seit März Zeit gehabt! Was haben sie getan? Vorsichtshalber mal nichts. Es existiert kein Plan B in der Schublade. Wenn es zu Änderungen kommt dann wieder Hau-Ruck. Freitags für montags beschlossen.
    Wenn es dann, wie zu erwarten ist zu Problemen kommt, dann muss man wieder die unfähigen und faulen Lehrer beschuldigen.
    Ich glaube selbst unseren bornierten Mitgliedern der KMK ist klar, dass das langsam unglaubwürdig wird.
    Der zweite Punkt ist noch problematischer. Keiner unserer Minister trifft gerne eine Entscheidung für die er gerade stehen muss. Schon gar nicht so etwas unschönes wie das kürzen von Lehrinhalten oder eine Verringerung der Stundenzahl für die Klassen. So was kann ja negative PR bringen. Dann lieber unter dem Schreibtisch tot stellen und nichts ändern. Bei Opossums klappt das auch wenn der Wolf kommt.

  4. Also ich werde jedenfalls nicht normal unterrichten und dann nachmittags für die andere Gruppe Videokonferenzen machen.

    Wenn man sagt, dass für die zu Hausebleiber eine Woche mehr Hausaufgaben aufgegeben werden soll äqualent zu den Schülern im Präsenz, wäre es okay für mich.

  5. Also ich hatte meinen Sohn auch im Wechselunterricht im ersten Lookdown.Keinerlei Probleme gehabt.Jetzt sind die Politiker ein Problem und machen psychisch kranke,noch eher wie das Virus.Denn davor kann man sich versuchen zu schützen.

  6. Die FDP betreibt Macht Politik um den Bund zu Schwächen.
    Diese Rechnung wird am Ende vermutlich aufgehen.
    Vorbild ist die USA.
    Ein dummes Volk läßt sich leichter lenken und führen.
    Die CDU als großer Partner in dem Bündnis verliert keineswegs und strebt Koalition mit den Gelben natürlich an.
    Die Kultusminister und Landesregierungen agieren ganz bewußt.
    Politik auf Kosten der Bürger nur um langfristig noch mehr Macht zu haben.
    Ein großes Schauspiel mit schlechter Besetzung.
    Leider merken Grüne und Rote nicht was hier geschieht.

    • Die FDP macht Klientelpolitik. Man muss sich nur anschauen, wer offene Schulen ohne Masken fordert. Welche Krisenfamilien sind das wohl?
      Die interessieren sich nicht für die Meinung vieler, weil wir sie ja eh nicht wählen. Aber die paar Wähler, die sie eventuell noch haben, wollen eben volle Schulen und abwesende Kinder, getarnt als „Kinder brauchen Normalität“. So doof kann ja niemand sein.
      Da geht es nicht um Sinn und Unsinn oder darum, was sicher ist. Es geht nur darum die wenigen Wähler zu erhalten.

    • @Bürger
      Sind Sie LehrerIn? Nicht? Dann können Sie nicht wissen, wieviele zusätzliche Stunden Arbeit der Videounterricht ’nebenher‘ ist, wenn man ohnehin bei den heutigen Anforderungen schon mit den normalen Anforderungen einen 48 Stunden-Tag bräuchte – ich weiß, wovon ich rede, ich habe seit März jeden Samstag und Sonntag viele Stunden gearbeitet, um den Hybridunterricht so am Laufen zu halten, dass die Studis für die Klausuren vorbereitet sind. Die 85 Klausuren habe ich dann während der Woche nachts korrigiert …
      Moralische Entrüstung ist hier absolut unpassend!

      • Ich glaube Sie sind eher schlecht organisiert bei mangelhafter digitaler Kompetenz. Ich weiß auch wovon ich rede.
        Es ist durchaus machbar einen Hybridunterricht so zu organisieren, dass sich die Mehrarbeit in Grenzen hält. Man muss sich mit der Technik beschäftigen, dann ist die Vorbereitung des digitalen Unterrichts kein großes Thema. Heute um 10 Uhr musste eine meiner Klassen in Quarantäne, um 10:30 Uhr hatten Sie Ihre Aufgaben für den Rest der Woche im Lernmanagementsystem.

    • Mhh, vielleicht ist Reisinger 850 auch nur vernünftig und denkt an seine Gesundheit. Was hat das mit geringem Interesse zu tun, wenn ein Kollege nicht 50-60 Wochenstunden für die Schüler investieren möchte, weil er z.B. selbst eine Familie daheim hat?

      • Ich sehe keinen Unterschied zwischen einer digitalen Unterrichtsstunde (45 Minuten in einem virtuellen Klassenraum) und einer Stunde im Präsenzunterricht. Stunde ist Stunde und gehört auf das Deputat angerechnet.
        Reisinger850 formuliert, als ob er zusätzlich zum vollen Deputat digital unterrichten soll, also schlimmstenfalls das doppelte Deputat. Das geht natürlich nicht. Da hat er recht.

        • Wir haben halt jetzt bereits die Situation, das Klassen in Quarantäne sind. Diese sollen (mit privatem Endgerät) per Videokonferenz beschult werden, obwohl in der eigentlichen Stunde dann Vertretungsdienst abgeleistet werden muss. Unsere Kollegen gehen immer mehr auf die Barrikaden und verlangen zumindest Bezahlung der Mehrarbeit.

          • Dass Arbeit bezahlt wird, ist recht und billig. Wenn ein Unterricht digital gehalten wird – beispielsweise in einem virtuellen Klassenraum – kostet dies LuL mindestens die Arbeitszeit, die der Präsenzunterricht gekostet hätte. Werden allerdings nur Aufgaben gegeben, die später im Präsenzunterricht besprochen werden, scheint es mir nicht angemessen, dieses „Aufgabengeben“ auf das Deputat anzurechnen.
            Ich würde die Sache allerdings anders sehen, wenn LuL Aufgaben geben und anschließend eine Hotline anbieten, wo SuS Fragen stellen können und bei den Aufgaben – beispielsweise telefonisch – begleitet werden. Dann scheint mir eine Anrechnung auf das Deputat wieder angemessen…
            Was sagt denn das Arbeitsrecht dazu? Was sagen unsere Standesvertreter dazu? Ich habe manchmal den Eindruck unsere Gewerkschaften argumentieren noch sehr an der Oberfläche und beschäftigen sich mehr mit den Fragen des „ob’s“ und weniger mit den Fragen des „wie’s“…

      • Nein, nur angeordnete Mehrarbeit „vor Klasse“ – also eine Vertretungsstunde, die man an Stelle einer anderen Lehrkraft abhält. Anrechenbare Arbeitszeit ist nur das, was direkt mit Schülern im Unterricht gemacht wird, und was auf rechtlicher Grundlage als Anrechnungs- bzw. Ermäßigungsstunden angerechnet wird.

        Näheres regelt der Erlass über die Mehrarbeitsvergütung.

  7. Ich stimme all meinen Vorrednern zu, die das Wechselmodell befürworten. Auch wir haben das vor den Ferien im tageweisen Wechsel praktiziert. Eine hervorragende Lösung! Einführen, besprechen – dann festigende Aufgaben für den Tag zu Hause. Oder Vorbereitung für Anwendungen im Unterricht. Das hat auch den Vorteil, dass die Schüler an selbstständigeres Lernen gewöhnt werden. Keine schlechte Variante für weiterführende Schulen.
    Liebe Kultusminister. Reagiert! Nehmt die vielen hier geäußerten Vorschläge ernst – wenn ihr schon selbst keine nutzbringenden Ideen habt. Masken im Unterricht gehört definitiv nicht dazu…

  8. Unsere Schule ist vorbereitet. Die Klassen sind geteilt. Wenn es dazu kommen sollte wird täglich geteilt, weil wir unsere Schüler täglich sehen wollen. Das bedeutet, dass ein Schüler der in einer Woche bespielsweise montags in den Stunden 1-4 am Unterricht teilnimmt anschließend die Materialien der Stunden 5-8 mit nach Hause nimmt. In der nächsten Woche nimmt er dann am Unterricht in den Stunden 5-8 in der Schule teil. Dieser Wechselmechanismus erfordert keine einzige zusätzliche Lehrkraft und auch keine Änderung des Stundenplans wie im Frühjahr.

  9. Zur Zeit sind 20% unserer Schüler*innen und fast 25% unseres Kollegiums nicht anwesend.
    Zuletzt war „Unterricht“ kaum möglich, wegen zusätzlichen Vertretungsstunden, doppelten Betreuungsstunden und Klassen, die halb zu hause und halb in der Schule waren. Absolutes Chaos. Jetzt teilen wir tageweise, Montags kommt Gruppe A, Dienstags B, Mittwochs A usw. Wechselt sich automatisch in der nächsten Woche ab. Stundenplan bleibt der gleiche, gemischte Gruppen (Reli, Philo…) finden nicht statt. Input gibts in der Schule, Vertiefungsaufgaben für zu Hause und zusätzlich einen Notbetreuung für Eltern, bei denen das zu Hause gar nicht geht. Diese wird aber erstaunlich schwach genutzt, obwohl sie allen offensteht. Natürlich bin ich über die Lernplattform bei Fragen zu erreichen. Bisher gab es keine negativen Äußerungen dazu und ich schaffe im Unterricht vom Stoff her viel mehr als sonst, mit einer ganzen Gruppe. Und ich habe das Gefühl, viel mehr haben es verstanden und sich beteiligt. Das sehe ich für unsere Schule zur Zeit als einzigen, sinnvollen Weg. Und ich kann nur allen Kolleg*innen die Daumen drücken, dass ihre Schule auch einen guten Weg für sich und ihre Schüler*innen findet!

  10. Es ist doch langsam genug diskutiert. Änderungen geschehen nicht durch Lamento! ES PASSIER JA NIX! ALSO: Einfach machen! Das Schuljahr fallen lassen – nächstes Jahr kommt ein neues! Kinder einfach zu Hause lassen, die Verantwortung für die (etwaig alten/kranken) Familienmitglieder nicht der selbstgefälligen Politklientel a la Gebauer überlassen, sondern SELBST in die Hand nehmen. Ins Gefängnis wird schon keiner kommen, wenn er sein Kind einfach nicht mehr zur Schule lässt, sondern um Kopien fürs Home-schooling bittet. (und selbst DAS könnte man als Eltern auch ohne Lehrer kompensieren für ein paar Monate.) So what, es ist Pandemie – eines meiner Kinder hat Klassen übersprungen – das andere wird vielleicht länger zur Schule gehen müssen – ich bin überzeugt, dass jedes Kind den Stoff aufholen kann, NACH DER PANDEMIE, wenn es wieder sicher ist in der Schule.

  11. Ich bin mittlerweile gegen Wechselunterricht.
    Der Zug ist doch längst abgefahren. Das hätte man nach den Sommerferien oder nach den Herbstferien machen können als die Zahlen das noch zuließen.

    Wechselunterricht macht zum jetzigen Zeitpunkt überhaupt keinen Sinn mehr. Wir haben Infektionsgeschehen in der Schule. Mittlerweile mehrere Coronafälle pro Tag. Mehrere Kinder in einer Klasse!
    Was wollt ihr den Aerosolen denn sagen? Dass sie bitte nach 1,5m aufhören sollen sich im Raum zu verteilen? Da helfen die Abstände nicht mehr. Überlegt doch mal. Sobald ein infizierter im Raum ist, ist es egal, ob man die Abstände eingehalten hat oder nicht. Die Aerosole finden ihren Weg!

    Wir haben ziemliches Glück. Bisher haben wir sehr milde Temperaturen für den November. Es wird noch richtig kalt. Macht mal 6 Stunden am Stück Sportunterricht. Öffnet mal die Fenster alle 20 Minuten.

    Das ist doch alles eine Zumutung.

    Wie kann man sich nur mit dem Wechselunterricht zufrieden geben?
    Das leuchtet mir nicht ein!

    Ich habe für jedes meiner Schülerinnen und Schüler iPads besorgt. (Preisausschreiben, Sponsoren). Jedes iPad mit Apps versehen, die alle Datenschutzbestimmungen beachten. Lizenzen für professionelle Lernplattformen erworben. Das Unmögliche möglich gemacht! Warum sollte ich die Kinder nicht digital beschulen können? Das leuchtet mir nicht ein.

    • Ich glaube inzwischen auch, dass es für alle Alternativmodelle zu spät ist – zumindest in heftigen Hotspots wie im Rhein-Main-Gebiet, im Ruhrgebiet etc. Leider! Vermutlich hilft jetzt nur noch die Schulen für ein paar Wochen dicht zu machen. Aber danach darf es dann bitte nicht wieder im „Regelbetrieb“ weitergehen, sonst haben wir wenige Wochen später erneut ein Riesenproblem. Aber unsere KuMis setzen, egal ob SPD, CDU, FDP oder Grüne ja auch jetzt noch weiterhin naiv auf den „Regelbetrieb“.

    • @ Defence: mega!!!! Ich weiß selbst, was da für Arbeit hintersteckt und wie schwierig das ist. Meinen größten Respekt für diesen Einsatz! Ich versuche das schon seit längerem, scheitere aber immer wieder. Hierfür ist der Fördertopf nicht, für einen anderen ist die Gemeinde zu klein, keine Gelder da, etc… Darf ich fragen, worüber genau Sie es geschafft haben, so viele ipads in kurzer Zeit zu erhalten?
      Wir haben nun die schulcloud anlegen müssen, worüber es auch alles funktioniert und funktionieren kann. Sie haben viele richtige und gute Argumente. An unserer Schule ist zum Glück noch kein Fall, daher der Wechselunterricht noch möglich.. Ich denke aber auch, dass Digitalisierung an Schulen nun mehr als notwendig und nicht mehr aufzuschieben ist und digitales Lernen ggf die Zukunft wird, mit Lehrern, die diese Online betreuen oder unterrichten.

  12. Naja, Hybridunterricht mag an weiterführenden Schulen ja eine passable Option sein, aber an Grundschulen leider nicht. Wir sind jetzt gerade mal so dabei den regulären Stoff der ersten Klasse für alle in der zweiten abzuschließen, das aber auch mit hängen und würgen. Dazu ist das Leistungsgefälle noch extremer geworden, sodass Forderordner und Förderhefte den Kindern nicht mehr helfen können.

    Dazu kommt, das wir knapp 20% SuS haben, deren Eltern irgendwie systemrelevant sind und sowieso jeden Tag hier notbetreut werden müssten, war während der ersten Schließung auch schon so, da braucht es dann natürlich mehr Lehrkräfte und Räumlichkeiten.

    • notbetreute systemrelevante Eltern 🙂 Gefällt mir.

      „Dazu ist das Leistungsgefälle noch extremer geworden, sodass Forderordner und Förderhefte den Kindern nicht mehr helfen können.“
      Wenn es so ist, dann ist das Kind doch schon in den Brunnen gefallen. Wäre dann nicht ein Wiederholungsjahr für alle, die keine Überflieger sind, das Beste?

  13. Mir platzt allmählich echt der Kragen!!!
    Vor den Sommerferien hat jede Schule den Wechselunterricht, der von oben befohlen wurde hinbekommen!
    Auch ohne Hybridunterricht!
    Es erfordert lediglich ein wenig Flexibilität, der Gruppe, die im Distanzunterricht ist, vorbereitende Aufgaben zu geben. Diese werden am nächsten Tag im Präsenzunterricht besprochen und der Unterricht kann ansatzlos weiterlaufen!
    Kein Mehbedarf an Lehrkräften, kein wirtschaftlicher Verlust ab der Mittelstufe.
    Die SUS müssen nicht engmaschig von den Eltern betreut werden! Ich arbeite am BK mit 16 bis 30jährigen SUS…die wünschen den erprobten Wechselunterricht!. Aber wir dürfen nicht!!!!
    Vollkatastrophe auf Landesebene!
    Politiker, geht bitte nochmal in die Schule und lernt, zu analysieren, differenzieren und validieren!!!

  14. Nichts desto trotz ist es komisch, dass so eine mini Partei, die ein paar Prozent zusammen gekratzt hat, so eine grosse Klappe hat. Staendig in den Medien entweder immer wie eine beleidigte Leberwurst aussehender Lindner oder der Kubicki, der von Sendung zu Sendung immer roter wird im Gesicht. Schon fast bordeaux. Hilfe, ich kann nicht mehr, so lustig die beiden 🙂

    • Hubig und Dryer sind in der SPD und verkünden nichts anderes – wobei die beiden ja kein Infektionsgeschehen in den Schulen erkennen können – Schulen sind für sie sicherere Orte als andere. Laschet ist CDU und will partout nicht vom Regelbetrieb abrücken. Dieses Nicht-Erkennen-Wollen ist bei allen regierenden Parteien zu finden. Dies ist eine gefährliche Entwicklung: Dass führende Politiker*innen eigentlich wissenschaftlich überprüfbare Tatsachen wie das Infektionsgeschehen in Schulen nicht anerkennen und sie stattdessen formelhaft Phantasiebehauptungen aufstellen, die ein bloßes Wunschdenken darstellen.
      Auch ist mir vollkommen unverständlich, dass die Expertise der Lehrkräfte bislang kein echtes Gehör findet und es egal zu sein scheint, was Eltern für Lösungsansätze anbieten.

      https://www.openpetition.de/petition/online/bildungsgerechtigkeit-und-gesundheitsschutz-in-der-pandemie

  15. @Defence:grossen Respekt fuer Ihren Einsatz fuer Ihre Kinder und das Sie sich um alle notwendigen Apps gekuemmert haben!!!
    Wow,genau solche Lehrer(so habe ich es verstanden, das Sie unterrichten) brauchen wir und ich denke, anhand der beschriebenen Kommentare, haben wir auch noch genuegend im Land,sie werden halt nur komplett ausgebremst von Seiten der Politik.

    In den vergangenen 8Monaten gab es mit Sicherheit genug Vorschlaege und Gedanken, die sich haetten umsetzen lassen, um die Gesundheit aller zu schuetzen und effektiv lernen zu koennen.
    Wenn dieser Plan ERARBEITET WORDEN WAERE, waere es sicher kein Problem die Kinder darauf einzustellen.

    Diese staendige Verschieberei von Entscheidungen von Seiten der KM’s ist grob fahrlaessig in Bezug auf das Infektionsgeschehen.
    Sehr geehrte KultusministerInnen, zeigt doch endlich mal Courage!!!! Trefft Entscheidungen zum Gesundheitswohl aller Beteiligten und lasst den Digitalunterricht stattfinden, wenigstens im Hybridmodell.

    Ob Euch die Waehlerstimmen bei so einer „Entscheidingsfreudigkeit“ noch sicher sind, mag ich sehr bezweifeln, denn dies ist einfach nur „AUSSITZEN“ der Situation, sonst nichts.

  16. ich würde gerne wissen, wie soll ich meinem Kind (Grundschule) zu Hause was beibringen, wenn ich arbeiten muss!? Oder sollen die Mütter/Väter dann auch einfach alle 2 Wochen Zuhause bleiben?

    • Ja! Wir sind in einer Pandemie, welche durch ein lebensbedrohlichen Virus ausgelöst wurde.
      Bleiben Sie einfach mal zwei Wochen (das ist wirklich keine lange Zeit!) mit ihrem Kind zu Hause! Sie haben sich ja auch irgendwann mal für diese Kinder entschieden.

      Ich kann verstehen, dass Sie (privat) dadurch in eine Notlage geraten, aber das ist dann der Job der Politikerinnen und Politiker!
      Wenn die Politik dann neun Monate nichts unternimmt (mehr Urlaubstage, Lohnausgleich etc.), wissen sie annähernd, wie Lehrerinnen und Lehrer sich zur Zeit fühlen.

  17. Nicht nur die NRW Minister wissen nicht wovon sie reden. Im Saarland sieht es genau so aus. Da kann man der Bildungsministerin auch nicht mehr zuhören bei ihrem ewigen gleichen Gelaber. Hier werden die Schulen noch nicht einmal mehr genannt wenn es infizierte SchülerInnen oder LehrerInnen gibt. Es soll keiner mehr wissen was an Schulen los ist. Sieht besser aus. Trauriges Deutschland ..die nächsten Wahlen stehen an. Diese Fehlentscheidungen der Politiker und ihren KultusministerInnen werden viele Familien nicht vergessen…

  18. Sehr lesenswert.
    Und wütend machend.

    Besonders gefällt mir das Bild der jeweils sich tot stellenden KMs unter ihren Schreibtischen, bis SL selbst Entscheidungen treffen. Um dann ruckartig gemeinsam mit dem Schulamt aufzuerstehen und selbige durch den Fleischwolf zu drehen. Weil ein oder zwei Elternteile, denen irgendwelche Aerosole das Resthirn vernebelt haben, sich bemüßigen, durch eine perfide Beschwerde zum Thema „Weil ich ein Arschloch bin!“ Schwung in ihr unterbelichtetes Scheißleben bringen wollen.
    Um die Kinder selbst ging es hier von Anfang an noch nie!
    Wir würden in Schule viel weiter kommen, wenn die Verantwortlichkeiten ENDLICH denen in die Hände gelegt würden, die sich mit Schule auskennen: den SchulleiterInnen und KollegInnen!!

  19. Ich finde Herrn Stamps Aussage krass,an Frau Merkel,Sie sind nicht unser Koalitionspartner. Obwohl sie Bundeskanzlerin ist,hat sie in seinen Augen nichts zu sagen. Was die Offenhaltung und Schliessung von Schulen und Kindergärten betrifft. Steckt der Karren total tief im Dreck,:dann ist das Geschrei riesig. Sie möchte und kann derzeit nicht. Das ist nicht Fairplay was die Damen und Herren ihr gegenüber abziehen. Und uns das Volk. Frau Merkels Job möchte ,ich nicht. Ich würde denen die Brocken hin werfen und sagen da hab ihr macht es selber.Ich ziehe meinen Hut vor ihr so viel Geduld. Doch ich glaube wenn sie platzt ,ist es für die Damen und Herren zu spät. Viel Kraft und Energie Frau Merkel.

  20. Ich denke, dass damit eher gemeint ist, Klassen zu halbieren und zur gleichen Zeit in mehreren Räumen zu unterrichten. Und dafür gibt es an vielen Schulen, wie unserer, A: nicht genug Räume und
    B: das ist richtig, nicht genug Personal.

    Ich finde aber auch, dass Wechsel von Präsenzunterricht und Homeschooling kein Problem ist. Einige Schulen hätten sicher die Möglichkeit aufgrund der technischen Ausstattung und WLAN den Unterricht zeitgleich online für die Schüler im Homeschooling laufen zu lassen. Alles via Kamera/Webcam. Dann ist es noch einfacher und es geht nicht mehr Zeit für die Inhalte verloren. Bei uns sitzen derzeit immer noch Schüler dicht an Schüler. Keine Teilung in Sicht..

  21. Klar ist Hybridunterricht machbar, aber dennoch werden unzählige Kinder und Jugendliche allein Zuhause ohne Betreuung sitzen. Das darf nicht zu lange passieren, – schon jetzt ist die soziale Situation für die Heranwachsenden nur schwer aushaltbar. Zumal sie vor der Krankheit an sich nur wenig Angst haben müssen.

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