Geht die Schulpolitik über Leichen? Der Druck auf die Kultusminister wächst

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BERLIN. Seit den Sommerferien galt: Schulen und Kitas bleiben auf, nicht noch einmal Schließungen oder halber Unterricht! Doch die Politik kommt immer mehr unter Druck, doch wieder zu schließen oder zumindest auf Wechselunterricht umzustellen. Kein Wunder: Angesichts immer noch steigender Infektionszahlen,  Tausender infizierter Schüler und Lehrer und sogar mehreren Hunderttausend Schülern und Lehrern in Quarantäne wird die Phrase der Kultusminister, „die Schulen sind sicher“, zunehmend unglaubwürdig.

Die Intensivstationen füllen sich mit Corona-Patienten – welche Rolle haben Kitas und Schulen im Infektionsgeschehen? Foto: Shutterstock

In Sachsen ist es ab Montag wieder soweit, trotz aller Beteuerungen seit dem Sommer, dass Schulen und Kitas möglichst offen bleiben sollen, kommt es zur flächendeckenden Schließung. Die Regierung in Dresden sieht keine andere Möglichkeit, die besonders hohen Corona-Zahlen im Freistaat wieder in den Griff zu bekommen. Noch hat sich kein anderes Bundesland Sachsen angeschlossen. Aber der Druck für schärfere Maßnahmen an den Schulen wächst. Längere Weihnachtsferien, Aussetzung der Schulpflicht, mehr Wechselunterricht – diese Forderungen stehen im Raum.

Bildungs- und Lehrergewerkschaften machen seit dem Herbst Druck in Richtung Bildungspolitik, vom Festhalten am Präsenzunterricht mit ganzen Klassen wieder abzurücken. Die Kultusminister halten dagegen. Zwar findet regional in Gegenden mit besonders hohen Corona-Zahlen sogenannter Wechselunterricht längst statt und auch Schulen werden immer wieder geschlossen. Aber flächendeckend wollen die Kultusminister das möglichst verhindern und wehren entsprechende Forderungen ab. Der Ton ist gereizt. Auch im Netz wird viel gestritten, denn es geht bei dem Thema um ganz grundsätzliche Fragen. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach fragt via Twitter spitz in Richtung Kultusminister: „Ganz ehrlich – nach all den Monaten ist hochwertiges Homeschooling noch immer unmöglich?“

GESUNDHEITSSCHUTZ VS. BILDUNGSVERLUSTE UND SOZIALE FOLGEN

Um diesen Punkt dreht sich alles. Lehrervertreter werfen den Kultusministern vor, Empfehlungen des Robert Koch-Instituts zu ignorieren, bei gestiegenen Ansteckungszahlen über 50 pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche die Klassen zu halbieren und in den Wechselunterricht überzugehen. Sie pochen auf den Gesundheitsschutz von Lehrern und Schülern. Vernünftige Vorschläge vom Tisch zu wischen in der Hoffnung, die Infektionszahlen würden schon irgendwie sinken, sei verantwortungslos und politisches Abenteurertum, sagt die Vorsitzende der GEW, Marlis Tepe. Bund und Länder hatten einen deutlich höheren Inzidenzwert von 200 verabredet, ab dem die Schulen in den Wechselunterricht gehen können.

Aber nicht mal der ist verbindlich – wie die aktuellen Beispiele Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg zeigen. Dort dürfen nur einzelne Schulen nach einer Genehmigung durch die vom jeweiligen Kultusministerium kontrollierte Schulaufsicht in den Wechselunterricht gehen, was in der Praxis bedeutet: Wechselunterricht findet so gut wie nicht statt.

Die Kultusminister befürchten durch Wechselunterricht oder «Homeschooling» wegen Schulschließungen – angeblich – Bildungsverluste und soziale Nachteile für Schüler. Diese hätten ein Recht auf Bildung. Schule sei nicht nur Unterricht, sondern auch ein sozialer Raum, den Kinder und Jugendliche dringend bräuchten. OECD-Bildungsdirektor Andreas Schleicher, Leiter der PISA-Studie, hatte auf mögliche Langzeitfolgen der Schließungen und des Schichtbetriebs vor dem Sommer verwiesen: «Die Lernverluste, die in dieser Krise entstanden sind, die kann man wahrscheinlich mit drei Prozent verlorenem Lebenseinkommen im Durchschnitt gleichsetzen.» Besonders werde das Schüler aus benachteiligten Schichten treffen.

Besonders glaubwürdig ist das Bekenntnis der Kultusminister allerdings nicht. PISA zeigt schon seit 20 Jahren mit jeder neuen Studie auf, dass in Deutschland gut ein Fünftel der Schüler, eben die sozial Benachteiligten, abgehängt sind. Kein einziges Bundesland hat in diesen zwei Jahrzehnten etwas unternommen, um das nachhaltig zu ändern. Lehrer verweisen zudem darauf, dass Wechselunterricht in kleinen Lerngruppen, wie vor den Sommerferien zu erkennen war, sogar bessere Lernergebnisse hervorbrachte (News4teachers hat dazu Statements von Lehrern gesammelt).

Das Problem ist dann allerdings, dass nicht durchgängig Betreuung der Schüler gewährleistet wäre. Wichtiger wohl noch: Die Kultusminister haben in den neun Monaten der Pandemie den Schulbetrieb auf gar kein anderes Szenario als Regelunterricht vorbereitet.

«ÜBER LEICHEN GEHEN»?

Mit steigenden Infektionszahlen wird auch der Ton in der Debatte rauer. Bei Twitter wurde Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (CDU) vor wenigen Tagen angegriffen: Das Recht auf Bildung sei ein ganz besonderes Recht. «Aber das heißt nicht, dass man dafür über Leichen gehen muss oder dass man dieses Recht nur in der Form des Präsenzunterrichts wahrnehmen kann», schrieb Nutzerin «Dagmar». «“Über Leichen gehen“, das ist Ihre Unterstellung? Sorry, das ist nicht meine Diskussionskultur», schrieb die Ministerin zurück.

Nordrhein-Westfalens Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) empörte sich über den Vorstoß der Nationalen Wissenschaftsakademie Leopoldina, die Schulpflicht ab dem 14. Dezember auszusetzen. Das werde es mit ihr als Schulministerin nicht geben. Auch ihre Kollegin, Baden-Württembergs Bildungsministerin Susanne Eisenmann (CDU), kritisierte die Leopoldina. Den drastischen Schritt der flächendeckenden Schulschließungen wolle man weiterhin zwingend vermeiden, weil man aus der Zeit im Frühjahr gelernt habe, sagte sie. Dabei schlägt die Leopoldina (sieht man einmal von ein paar zusätzlichen Tagen Weihnachtsferien ab) gar keine Schulschließungen vor – sie fordert lediglich einen bundeseinheitlichen Schwellenwert, ab dem zuvor festgelegte Schutzmaßnahmen in Schulen – wie eben Wechselunterricht – greifen sollen. Das aber verweigern die Länder beharrlich.

Das Thema bestimmt den Alltag von Millionen Menschen, deshalb hat auch fast jeder eine Meinung dazu. Schüler, Lehrer, Eltern, Experten diskutieren im Netz, welcher Weg der richtige ist und wo Gefahren und Nachteile für welche beteiligte Gruppe am größten sind. Dabei kommt auch zur Sprache, was es für berufstätige Eltern bedeuten würde, wenn Schulen und Kitas wieder zumachen und ob Schule via Videokonferenz inzwischen besser funktioniert oder nicht, je nach technischer Ausstattung von Lehrern, Schülern und Schule.

«TREIBER DER PANDEMIE» ODER NICHT?

Von denjenigen, die die Schulen möglichst offen halten wollen, ist immer wieder ein Satz zu hören: «Schulen sind keine Treiber der Pandemie.» Die stellvertretende FDP-Fraktionschefin Katja Suding gehört zu denen, die das sagen. «Wir brauchen für die Schulen erneut ein eindeutiges Bekenntnis zum Präsenzunterricht und eine Absage an bundesweit verlängerte Ferien bis weit in den Januar», fordert sie. Über Wochen geschlossene Schulen könnten für Eltern zur Existenzfrage werden und Schülern aus benachteiligten Haushalten auf Dauer ihre Zukunftschancen verbauen. Das dürfe man kein zweites Mal zulassen.

Dass die FDP damit vor allem Kritiker einer strengeren Corona-Politik bedient, wird am Kurs in Nordrhein-Westfalen deutlich, den dort FDP-Schulministerin Gebauer verfolgt: Die ließ der von Corona besonders betroffenen Stadt Solingen sogar verbieten, Wechselunterricht einzuführen, obwohl dort gute Voraussetzungen für einen Digitalunterricht bestehen.

Das Robert Koch-Institut (RKI) schreibt in seinen Empfehlungen für die Schulen, Kinder und jüngere Jugendliche seien zwar seltener betroffen von Infektionen als Erwachsene und nicht Treiber der Pandemie. «Das sind nicht die Gruppen mit den höchsten Inzidenzen», sagt RKI-Chef Lothar Wieler. Er fügt aber auch hinzu, dass in Schulen «selbstverständlich» auch Infektionen stattfänden, das RKI hat mittlerweile Hunderte von Ausbrüchen in Bildungseinrichtungen gezählt, und Wieler verweist zudem darauf, dass Schulen momentan die einzigen Orte seien, wo noch viele Menschen auf einem engen Raum zusammengebracht würden.

Mittlerweile ist wissenschaftlicher Konsens, dass Kinder ab zwölf, 13 Jahren sich bei der Infektiosität nicht von Erwachsenen unterscheiden. (News4teachers berichtet ausführlich über aktuelle Stellungnahmen prominenter Virologen zu diesem Thema.) Die AHA-Regeln, die außerhalb der Schulen selbstverständlich gelten, sind in den Klassenräumen aber außer Kraft gesetzt – Lüften auch bei Minusgraden ist oftmals der einzige Corona-Schutz, den es für Schüler und Lehrer gibt.

In vielen Fällen bleibt allerdings unklar, wer sich wo angesteckt und das Virus an wen weitergegeben hat, denn nach Expertenangaben zeigen vor allem viele junge Menschen und Kinder keine Symptome. Getestet werden symptomlose Schüler in der Regeln nicht. Die Nachverfolgung der Infektionsketten, so stellt die Leopoldina fest, ist von den überforderten Gesundheitsämtern ohnehin nicht mehr zu leisten. Praktisch für die Kultusminister: So bleibt ihre Phrase, „die Schulen sind sicher“, erst einmal unwiderlegt. News4teachers / mit Material der dpa

Leopoldina: Schulpflicht sofort aussetzen – Weihnachtsferien verlängern – danach strenge Regeln für den Unterricht

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148 KOMMENTARE

  1. Bildungsverluste und soziale Nachteile – wer die Abwicklung der Hauptschule in Hessen z.B. betrachtet, der könnte meinen, die Kultusminister würden ein Alternativangebot zum Karneval fahren. Wie können die morgens noch in den Spiegel schauen.

  2. Btw, da „Der Spiegel“ auch nicht mehr das ist, was er ehedem war, ergibt sich die Antwort von selbst.
    Aber das Spiel der Schulminster*innen erhöht die Clickzahlen in den Online-Angeboten. Ergo müssen die Verlagshäuser jubeln.

  3. Ich staune erneut, dass eine Seite von Pädagogen für Pädagogen auf diese Art und Weise berichtet: „Geht die Schulpolitik über Leichen“ und es scheint hier niemanden von den vielen Pädagogen zu kümmern, weil’s den meisten hier ja im eigenen Sinne ist.

    Heiligt der Zweck alle Mittel?

    • Könnte es sein, dass Sprech- und Diskussionverbote dieser Art uns dorthin geführt haben, wo wir gerade stehen – mit mehr als 20.000 Corona-Toten?

      • Es sind aktuell täglich 450 bis 600 Tote.
        Welche Sprech- und Diskussiosverbote soll es denn geben, da die gut organisierten Covidioten in Sachsen, Stuttgart, Berlin und anderswo sich zu gemeinsamen Verweigerungstreffen mit verschwörungstheoretischen Inhalten einfinden können, um ihre irrationalen Thesen und Gedankenruinen unter das Volk zu bringen.
        Die Grundrechte sind somit um nichts eingeschränkt, denn auch die Dummheit findet ein Tableau, auf dem diese radikalen Verführer ihre kruden Ideen verkünden dürfen, wo diese noch dazu den hohlen Stolz eines Teils der Nation im Angesicht schwenkender Fahnen aus der Versenkung gehoben haben und dessen Wiedergeburt feiern.
        Die Folge ist die deutlich erhöhte 7-Tage-Inzidenz von 312 in Sachsen mit überfüllten Intensivstationen und der peripheren Stationen in sächsischen Krankenhäusern.
        Es existieren in diesem unseren Land keine Diskussions- und Sprechverbote. Allerdings fehlt es einem nicht unerheblichen Teil der Bevölkerung an Selbstdisziplin und Verstand, um sich entsprechend der derzeitigen Pandemiesituation regelgerecht zu verhalten, bzw. das eigene Verhalten der jeweiligen Situation anzupassen.
        Es sind eher verirrte Lemminge, die in ihrer Verunsicherung sich leichtfertig diesen Verführern anschließen und fahnenschwenkend in ihr Verderben rennen.

        • Es geht sehr wohl um den Inhalt, wenn der Zusammenhang zwischen den Corona-Toten und einer verantwortungslosen Politik der weit offenen Schulen nicht benannt werden darf.

          • @Bernd, wie schön, anscheinend bin ich doch nicht die/der Einzige, den der Ton hier (von Lehrern und Erziehern, die Kindern eigentlich eine Diskussionskultur beibringen sollen) oftmals übel aufstößt.

            Sie fehlinterpretieren erneut, denn wir sagen ja nicht, dass über Corona-Tote und eine dafür tatsächlich oder vermeintlich verantwortliche Politik nicht gesprochen werden darf, was Sie permanent neu unterstellen (mir ja auch), sondern es geht um die Art und Weise, die üblen Schimpfkanonaden/Hasstiraden von Lehrern und Erziehern HIER.

    • Vielleicht weil die Pädagogen Recht haben? Und weil das schöne Wort „Schutzbefohlene“ in den Schulen anscheinend mehr Relevanz hat als in den MKs.

      • @Bauklötzchen, hier ging es um die Form/Ausdrucksweise von Kritik. Da scheint Ihnen der Zweck die Mittel zu heiligen. Warum das ein Eigentor sein soll für mich, erschließt sich mir nicht. Sie verhalten sich so und können es nun anderen nicht mehr vorwerfen. Eigentor, würde ich da mal sagen.

    • Gestern RKI Pressekonferenz gesehen? Die Lage ist besorgniserregend! Reichen knapp 30.000 Infizierte an einem Tag nicht um zu bemerken, dass ein erneuter exponentieller Anstieg wahrscheinlich ist? Haben Sie Frau Merkel diese Woche gehört? Ich finde auch, dass über Leichen gegangen wird, sollte sich an der Schulsituation nichts ändern und weitergefahren werden wie bis her…. irgendwann kommt die Wand!

      • Da kann man aber Frau Merkel nicht die Schuld geben, es sind die jeweiligen Verbrechen der sogenannten Landes Minister. Egal ob Kultur oder Gesundheitsministerium. Es sind in meinen Auge die Schuldigen. Vor 3 Tagen hat der MP aus Niedersachsen noch rum getönt es braucht kein Lock Down und nun labert er ganz anders. Meine Meinung war das wir sofort einen harten Lockdown hätten kriegen sollen als fast alle Orte über 50 waren. Aber dank der MP konnte Frau Merkel ja keine Einigkeit erzielen, weil sich alle MP auf das Förderationsgesetzberufen

    • @ „Maß und Mitte“: Werter Herr, werte Dame „Maß und Mitte“,
      zunächst führen Sie mit Ihrem Namen schon Ihre eigene Aussage ad absurdum! Legen Sie etwa fest, wie das Maß zu sein hat, bestimmen Sie, wo die Mitte ist. Fühlen Sie sich als berufener Prophet um den Menschen zu sagen, was sie denken und wie sie sich ausdrücken dürfen? Ich finde das ausgesprochen anmaßend sehr arrogant. Schlimmer als ein gelegentlicher plakativer Ausdruck, welche Sie kritisieren, obwohl bei weitem nicht die Grenzen des Erlaubten oder des „guten Geschmacks“ verletzt werden.
      Für den Fall, dass das keine zweite ID von Oka ist, sollte sie sich mit ihm/ihr zusammentun, um gemeinsam ein gemäßigtes, der Schul- und Bildungspolitik angenehmes, Chat-Portal zu eröffnen, dann bleiben wir hier, die wir genug auf Herz und Selle tragen, wenigstens von ihren unpassenden Einwürfen verschont!
      Tun Sie das Richtige: Betrachten Sie die aktuell, sich anbahnende Katastrophe, aus Ihrer inneren Mitte und reagieren Sie maßvoll, wenn einer Ihrer Angehörigen, vielleicht nach Wochen an der Sauerstoffmaschine, doch stirbt. Bitte beschweren Sie sich nur maßvoll und auf keinen Fall kritisch, wenn sich bei Ihrem Kind, so sie eines habe, in einiger Zeit herausstellt, dass es unter einer Hirnstörung oder anderen Defiziten, samt vielen Schmerzen leidet.
      Ob Ihnen dann auch einige deftigere Begriffe herausrutschen?
      Ich wünsche Ihnen eine besinnliche Weihnachtszeit, die manche und mancher von uns, darunter auch Kinder, Lehrer und Erzieher, die jetzt in die Schule und Kitas müssen (Dank der weisen Beschlüsse der Kultusminister/Innen), nur krank, schwerkrank oder gar nicht mehr erleben dürfen.

  4. Jetzt sollen in Niedersachsen die Eltern über den Schulbesuch entscheiden.

    Die Lehrer müssen dann Schüler in der Schule unterrichten und einen Teil der Schüler zuhause. Arme Lehrer.

    Hätte man rechtzeitig die Schulstunden und die Klassen halbiert, wäre ein kontinuierlicher reduzierter Unterricht in Schichten möglich gewesen.
    Ohne Mehraufwand für die Lehrer.

    Bald schließt man die Schulen ganz.
    Ob das auf Dauer die bessere Lösung ist?

    • Die anwesenden Schüler vor Ort zu unterrichten, tonnenweise Vertretung, dazu Online- Stunden und Betreuung der abwesenden Schüler (vom Präsenzunterricht befreit, Quarantäne, krank, besorgt, schwänzend)- das ist bei uns seit Wochen das tägliche Brot….

      ….meine Klasse schreibt gerade Klassenarbeit- 7 SuS von 29 fehlen…..

      • Den Stundenplan wenigstens soweit zu reduzieren, dass Lehrer in Summe aus Präsenz- und Distanzunterricht keine Mehrbelastung haben, wäre das mindeste was man von einem Bildungsministerium erwarten kann.

      • Manchmal weiß ich nicht wer schlimmer dran ist – die Lehrerinnen und Lehrer oder die Schülerinnen und Schüler. Im Endeffekt denke ich aber gibt es da keine Wertung. Beide am Ende der „Befehlskette“ und auf Deibel komm raus Allem machtlos ausgeliefert.

        Ich könnte jeden Tag in die Tischplatte beißen, wenn ich mitbekomme was mit meinen Kindern abgezogen wird.

        Der eine quält sich noch durch den Präsenzunterricht mit all seinen Auflagen, Unterrichtsausfällen usw. Aber die Klausuren müssen geschrieben werden und werden gewertet, Präsentationen müssen gehalten werden und werden gewertet. Im November allein 6 Klausuren und 2 Präsentationen. Bisher im Dezember 4 Klausuren. Kommende Woche sollen noch 3 Klausuren geschrieben werden.

        Der andere leidet seit einiger Zeit unter einer chronischen Erkrankung. Seit dem 12. November ist er durch Attest vom Präsenzunterricht befreit und soll in der Distanz unterrichtet werden. Beschulung bisher 0. Und davor hatte er durch die Krankheit schon viele Tage Unterrichtsausfall. Ende vom Lied … er kann zum Halbjahr in allen Fächern nicht benotet werden. Das Schuljahr (Vorstufe der gymnasialen Oberstufe) können wir als erledigt betrachten. Auch, da er einen besonderen Förderstatus hat.

        ABER … ich werde mich hüten auch nur 1 Lehrer oder Sonderpädagogen einen Vorwurf zu machen! Weder zu der einen Situation noch zu der anderen. Denn sie können weder etwas für die Pandemie noch für den Bullshit, den die vorgesetzten Behörden verzapfen.

    • Ärzte, Pflegekräfte und Gesundheitsämter arbeiten wie verrückt, haben kaum Pausen, oft kein Wochenende, an Urlaub ist nicht zu denken, aber Lehrer sollten bitte weiter ohne Mehraufwand ihren Job machen.
      Viele Menschen haben ihren Job verloren oder sind in Kurzarbeit. Keine Berufsgruppe kommt so gut durch die Krise wie Lehrer.
      Warum waren die eigentlich nicht in Kurzarbeit??
      Glauben tatsächlich alle, dass die Kinder zuhause einfach vor sich hin lernen mit ihren hoffentlich überhaupt vorhandenen Geräten? Was werden die wohl tun, wenn ihre Eltern nicht wieder dafür sorgen, dass sie wenigstens halbwegs ihre Aufgaben erledigen (nach einem eigenen Arbeitstag).
      Nee, sorry, ein bisschen mehr Engagement wäre hilfreich, lieber Lehrerschaft!

      • Ach Katharina, ich kann diese Phrasen nicht mehr hören bzw. lesen. Begleiten Sie mich doch einfach mal eine Woche im Schuldienst. Corona dürfte kein Hindernis sein. Auf einen Kontakt mehr oder weniger kommt es mir nicht mehr an. Diese Woche würde ganz normal am Montagmorgen beginnen, aber leider erst Sonntagabend enden. Vielleicht könnte man dadurch das eine oder andere Vorurteil abbauen.

      • @Katharina
        Als Nichtlehrer sondern nur Elternteil finde ich es völlig unangebracht jetzt auf den Lehrern herumzuhacken.

        Typisch deutsch. In diejenigen die das Ganze auszubaden haben, in die treten wir auch noch rein.

        Natürlich haben die Eltern vieles auszubaden, aber viele Lehrer sind auch Eltern und haben ähnliche Probleme.

      • @ Katharina: Letztenendes waren doch die Eltern dafür verantwortlich, dass sie ein Kind bekommen haben. Dann ist es doch auch durchaus zumutbar, dass sie die Verantwortung dafür übernehmen, sich um ihr Kind zu kümmern. Im Normalfall sollte es doch sowieso so oder so sein, dass die Eltern sich, auch nach dem eigenen Arbeitstag, um die Aufgaben kümmern, Vokabeln abfragen,… Ein Kind zu haben bedeutet eben auch, sich um dieses zu kümmern und nicht die Erziehung und Verantwortung anderen zu überlassen. Viele Eltern machen das durchaus, doch manche jammern ununterbrochen deswegen. Vielleicht sollte man sich vor der Zeugung überlegen, ob die Karriere, die Vergnügungen,… im Fokus stehen sollen, oder die Erziehung, Verantwortung dem Kind gegenüber und in dem Zusammenhang auch Verzichte.

  5. Dass sich die verantwortlichen KMs in der Frage nicht mehr situativ angemessen entscheiden werden / wollen ist ein für unfassbar viele Menschen wirkender Missstand, der seitens der Entscheider beinhart und ideologisch geprägt verteidigt wird. Ein wichtiger Aspekt für die kommenden Jahre ist der unvermeidliche Nachhall in Form des sich manifestierenden Vertrauensverlustes aller in und an Schulen Beschäftigter in die KMs. Glauben die Herrschaften denn allen Ernstes, dass die KuK die anstehenden Aufgaben mit Elan und Freude angehen werden, nachdem sie so unfassbar gewissenlos verraten wurden, dass die jetzigen SuS die erlebte Ohnmachtserfahrung unberührt wegstecken….obwohl Schulen gerade auch die Aufgabe haben, mündige, selbstbestimmte und in gegenseitiger Verantwortung Menschen herauszufinden, wenn diese das totale Versagen, die Verantwortungsverweigerung der Zuständigen, das konstante Anführen von nachweislichen Lügen / Faktenverdrehungen seitens der für sie zuständigen Politiker*innen erlebt haben?
    Diese produzieren gerade nachhaltig Politikverdrossenheit, die uns in unserer zunehmend fragil werdenden Demokratie auf die Füße fallen könnte.

  6. Was haben sich die Politiker bei jeder Pressekonferenz gelobt, wie gut wir durch die erste Welle gekommen sind. Vielleicht lag es ja daran, dass wir die Schulen geschlossen hatten !?! Es gibt so viele tolle und engagierte LehrerInnen, die alles geben, um die SuS auch ohne Präsenzunterricht zu unterstützen und begleiten und ihnen Bildung zu vermitteln. Wenn wir die Schulen rechtzeitig geschlossen hätten, wären vielleicht viele andere Massnahmen gar nicht nötig gewesen. Man fragt sich auch warum keine Lösungen für den ÖNV gefunden wurden, nicht mal ein Bemühen ist erkennbar. In den Nachrichten Bilder von leeren Zügen im Fernverkehr, wo Beamte durchschlendern, um zu kontrollieren, ob die gemütlich in leeren Abteilen sitzenden auch Maske tragen, verbunden mit der Ankündigung, dass die Zahl der Züge im Fernverkehr erhöht werden soll…. Morgens und nach Schulschluss im Nahverkehr sollte kontrolliert werden, aber da passen die Kontrolleure nicht mehr rein in übervolle Busse und Züge und wahrscheinlich gibt es da dann auch eine Fürsorgepflicht für die Beamten, die man der Gefahr, sich dort anzustecken sicher nicht aussetzten kann…. Schulen sofort schliessen und SuS, LuL und und die Familien zu schützen !!!

  7. „«“Über Leichen gehen“, das ist Ihre Unterstellung? Sorry, das ist nicht meine Diskussionskultur», schrieb die Ministerin zurück.“

    Das stimme ich der Frau Ministerin aber zu. Es ist schon erschreckend, wie sich Lehrer/innen hier unter dem Deckmantel der Anonymität aufführen. Die nehmen sich gar nichts im Vergleich zu Schülern, die auf Internetseiten gegen (ihre) Lehrer hetzen.

    Bitte alle mal eine Weiterbildung zum Thema „Hass im Internet/Cybermobbing“ besuchen!

    • Wie jämmerlich ist das, eine sehr ernsthaft zu führende Diskussion über den Schutz von Menschenleben in einer Pandemie zu Cybermobbing zu erklären – angesichts von über 20.000 Corona-Toten bislang?

      Natürlich gibt es Zusammenhänge zwischen dem Infektionsgeschehen und der Politik der weit offenen Schulen. Wer das bestreitet, hat die vergangenen Monate auf einem anderen Planeten verbracht. Über die Konsequenzen des Versagens der Kultusminister zu sprechen, ist nicht nur legitim, sondern auch geboten, um noch weitaus Schlimmeres zu verhüten, das unserem Land jetzt droht. Das Verhalten der Landesregierungen – auch juristisch – aufzuarbeiten, ist nötig, muss allerdings warten. Jetzt gibt es Wichtigeres zu tun.

      • Nein, Bernd, jämmerlich sind die „rhethorischen Mittel“, die hier von größtenteils Pädagogen angewendet werden, um Meinungsgegner mundtot zu machen. Ich frage mich, was bringen diese Pädagogen ihren Schülern bei bzgl. des Austragens von Meinungsverschiedenheiten?

        Zivilisierte Leute, Bernd, können zivilisiert über ALLES reden! Alles, Bernd, und zivilisiert! Aber jämmerlich ist es, das Plädieren für eine zivilisierte Auseinandersetzung als Plädoyer für Schweigen oder Hinnehmen oder Nicht-Widersprechen (absichtlich) fehlzudeuten.

        • Wie soll man denn „zivilisiert“ über Leichen reden, wenn man Leichen nicht benennen darf? Wir haben sie aber. 590 am Tag.

          Wäre Ihnen „vorzeitig Verblichene“ fein genug? Oder sollen wir doch lieber nur von „Kollateralschäden“ sprechen? Man kann’s natürlich auch optimistischer ausdrücken: „in den Himmel Aufgefahrene“. Always look on the bright side of death.

    • Oka,
      eine Zuspitzung führt manchmal zu neuen Gedanken. Diese Gefahr besteht bei Ihren Beiträgen nicht. Sie lösen bei mir nur ein Gähnen aus. Womöglich geht es Ihren Schülern ähnlich 🙂

        • Vielleicht sollte oka mal wieder auf die andere Seite seines Schreibtisches rutschen, wo seine andere Identität liegt, und wieder mal als „Maß und Mitte“ schreiben. Das wäre immerhin eine Abwechslung… Sollte es nicht so sein, weise ich auf meine Anregung weiter oben hin.
          Interessant: Er bemängelt oben das Schreiben im Forum, „versteckt“ hinter Pseudonymen. Hat aber selbst eines oder mehrere, nehme ich nach (zugegeben) halbherziger Stilanalyse an.
          Empathie und Mitleid scheinen bei oka zu den Fremdwörtern zu gehören, sonst könnte er/sie nachfühlend verzeihen, wenn jemand jenseits des „guten Geschmacks“ Begriffe und Ausdrucksweisen benutzt. Es zeigt auch, dass viele am Limit sind, und kaum noch anders können.
          Aber „Edel geht die Welt zugrunde…“.

    • Oka,
      habe ich den Absatz überlesen oder wo steht, dass es sich bei Dagmar um eine Lehrerin handelt?
      Beim Rest schließe ich mich meinen Vorrednern an.

    • „Über Leichen gehen“ ist eine gängige bildhafte Redewendung im deutschen Sprachgebrauch. Damit will der Sprechende durchaus mit einer gewissen Vehemenz auf die Gefährlichkeit eines Tuns hinweisen, unterstellt u. U. einen gewissen Vorsatz usw.. Sicher, ein deutlicher Vorwurf, aber mitnichten wörtlich zu nehmen oder adressiert.
      Dass man das einer BILDUNGSMINISTERIN erklären muss, spricht für sich.

      Davon abgesehen, hat Frau Prien für meine Begriffe sehr viel Zeit, sich in Foren zu tummeln und reagiert oft sehr dünnhäutig und in Sprache und Tenor ihres Amtes häufig nicht angemessen.

      Ganz deutlich: Statt sich auf Twitter zu battlen, soll sie lieber ihren Job machen!!!

      • Man könnte das aber auch Verharmlosung nennen, @RealPetra/Bauklötzchen.

        „über Leichen gehen“ bedeutet hier (Kontext ist immer ausschlaggebend!): ohne Rücksicht auf Verluste und Todesfälle mindestens bewusst in Kauf nehmen, sogar demgegenüber gleichgültig zu sein.

        Und seien Sie doch ehrlich: DAS meinen Sie doch auch damit !

        • Es wird hier sehr selten der kausale Bezug zu den Hotspots und den realen, die Pandemie antreibenden Kräften hergestellt, so wie zuletzt die Großdemonstrationen der Covidioten in Sachsen und anderswo, die zahlreichen Großhochzeiten und zahlreichen privaten Feiern im September und Oktober 2020, die zahlreichen rückkehrenden Heimaturlauber aus den vermeintlich coronafreien Heimatländern,massive Ausbrüche in Altenheimen, Krankenhäusern und Massenunterkünften für Migranten und Arbeiter in der Fleischindustrie.
          Natürlich spielen Kinder ab einem gewissen Grad der Durchseuchung der Bevölkerung auch eine Rolle.
          Es ist deshalb auch erforderlich, dass der gesamte Schulbetrieb ab Montag für mindestens 4 Wochen heruntergefahren wird, bis die Infektionszahlen wieder auf einen Wert zurückgeführt werden, wo man die Infektionsketten wieder nachverfolgen kann.
          Und gefeiert wird erst einmal gar nicht mehr, auch nicht an Weihnachten und an Sylvester, sonst war es das letzte Fest mit der Oma.
          Ebenso dürfen auch keine Demonstrationen auf Grund der hohen Durchseuchung mehr stattfinden.
          Und wer es noch nicht verstanden hat, worum es bei den AHA-Regeln geht, der sollte an Hand des Bußgeldkatalogs zum richtigen Handeln angeleitet werden, denn schließlich muss man auch für Geschwindigkeitsüberschreitungen zum Teil noch sehr viel größere finanzielle Einschnitte in Kauf nehmen, so man sich bewusst nicht an die Regeln hält.

        • Es dürfte Ihnen und denen, den Sie den „Allerwertesten“ pudern, ganz besonders übel aufstoßen, dass die Metapher (denn einzig und allein das ist sie) heute auf ntv ausgerechnet Frau Prien in den Mund gelegt wurde. Ich musste herzlich lachen. Das nenn‘ ich mal Karma!
          Und ja, @Oka, dass viele Landesfürsten und die Knalltüten vom KM ohne Rücksicht auf Verluste die eigene Eitelkeit pflegen – das meine ich!

        • Kleiner Auszug aus dem Duden @Oka

          WENDUNGEN, REDENSARTEN, SPRICHWÖRTER
          – eine Leiche im Keller (umgangssprachlich: etwas Schlimmes, Ehrenrühriges aus der Vergangenheit, was noch nicht entdeckt worden ist)
          – über Leichen gehen (abwertend: im Verfolgen seiner Ziele keine Skrupel kennen)
          – nur über meine Leiche! (das lasse ich auf keinen Fall zu!)

          Ob die Kultusminister keine Skrupel kennen? Sollten sie welche haben, dann verstecken sie diese in der Pandemie aber sehr häufig.

    • Bis Ende November waren 12 Erzieher/Lehrkräfte bundesweit an CoVid19 gestorben. Fast 400 mussten insgesamt hospitalisiert werden. Zusätzlich sind drei Kinder gestorben. RKI Zahlen von 28.11., der Inzidenzwert von Lehrkräften in NRW doppelt so hoch wie beim Bevölkerungsdurchschnitt. Wieviele der Toten gehen damit auf das höhere Risiko in Schulen zurück?

      Sind diese Toten keine Leichen?

    • Durch ständiges Leugnen und Nicht-Handeln nimmt man die hohen (steigenden) Todeszahlen billigend in Kauf. Insofern ist die Beschreibung/Wortwahl gar nicht so falsch.

    • Sie scheinen mit Cybermobbing nicht so recht vertraut zu sein:
      Da werden Kinder oder erwachsene Menschen zu Unrecht und gegen alle ethischen Grundsätze psychisch verletzt und körperlich bedroht, die keinerlei Schuld am Verhalten der „Mobber“ tragen. Weder wird hier ohne Anlass „gewettert“, noch ein Schwächerer zum Opfer gemacht. Und „by the way“: nirgendwo passt „über Leichen gehen“ 1:1 so gut wie in diesem Zusammenhang.

    • Das fällt mir seit ein paar Jahren zunehmend auf: Jemandem passt der Ton nicht, damit nimmt er sich das Recht heraus, sich mit dem Inhalt des Gesagten überhaupt nicht mehr auseinandersetzen zu müssen – ganz gleich, wie viel Wahrheit darin stecken mag – und sich aus der Diskussion zurückzuziehen und jegliche Antwort schuldig zu bleiben.

      Feine Sache…

      Wenn ich das genau so in der Schule handhaben würde, würde ich mit so manchem Schüler (und auch Elternteil) jahrelang nicht mehr sprechen (müssen)!

      • @Caro, gehen Sie denn um Himmels Willen mit Ihren Schülern in Diskussionen genauso um wie hier (Sie vielleicht auch, weiß ich gerade nicht, aber etliche andere). Gemeinhin wird ein Gespräch verweigert oder vorzeitig abgebrochen, wenn sich jemand partout nicht an Mindeststandards eines zivilisierten Meinungsaustausches halten mag.

        Sie brauchen Beispiele? Suchen Sie hier und in anderen Diskussionen auf n4t. Und wie gesagt, hier diskutieren Lehrer (und Erzieher)!?!

        • @Oka

          „Sie brauchen Beispiele? Suchen Sie hier und in anderen Diskussionen auf n4t.“

          Sie brauchen Beispiele? Gehen Sie hier in die Universitätsbibliothek.
          (Oka in ihrem/seinem Studium und Examen zu den Prüfern.)

          Ja, SO funktioniert das mit Glaubwürdigkeit und womöglich auch mit Moral, dann wird ein Schuh draus.
          Verzeihung, wenn ich so direkt frage: Sind Sie Barfußläufer(in)?
          😉

    • Liebe (r) Oka,

      Diskutieren bedeutet, sich zuzuhören – ja, hier wird geschrieben, es ist somit deutlich schwerer, Emotionen und Ironie (ja, die haben in einer Diskussion, die sachlich sein muss, nichts zu suchen) hersauszu“hören“, dennoch ist ein wichtiges Kriterium, den Argumenten (bestehend aus Behauptung, Begündung und Beispiel) des Gegenüber aufgeschlossen zu bleiben. Das ist von Seiten der KuMis nicht geschehen, zuviel bleibt unbeachtet (RKI, Leopoldina, Eltern, Schüler, Lehrer), es wird ignoriert.
      In einer dialektischen Erörterung ist es sogar notwendig, sich mit den Argumenten der Gegenposition auseinanderzusetzen, und zwar ausführlich.
      Auch das kann ich – gerade im Zusammenhang mit Frau Prien – s.o.) nicht erkennen, aber erwarten.
      Mit einem „Sorry“ abgespeist zu werden, ist m. E. mehr als unhöflich. Der Ausdruck, der hier eigentlich hingehört, wird aus Gründen des Respekts und der Würde eines jeden Menschen, nicht aufgeschrieben.

  8. Meine Corona Warn App gibt mir verstärkt „Warnungen mit niedrigem Risiko“ aus. Da ich mich außerhalb von zuhause nur noch in der Schule aufhalte, müssen diese Warnungen auf Kontakte in der Schule zurückzuführen sein.

    • Die CoronaApp als Entscheidung heranzuziehen ist sowas von lächerlich. Habe mich am 23.11. Testen lassen und bis heute nur die Aussage „test noch nicht ausgewertet“. Liegt sicherlich an der Überforderung des Gesundheitsamtes. Wie gut dass ich Montag nochmal gehen darf.

    • Ja, die App funktioniert… Aber als Lehrer ist auch die App egal! Meine zeigte vier Risikobegegnungen. Allerdings meinte das Gesundheitsamt, ich solle es ignorieren. Ein Test wäre nicht nötig.

  9. @ mein letzter Post: und in gegenseitiger Verantwortung Menschen herauszufinden ….muss natürlich heißen:
    und in gegenseitiger Verantwortung geübte Menschen herauszubilden. Sorry, tippe hier auf dem Handy herum….;-)

  10. Es macht mich einfach nur noch wütend und traurig… heute haben wir fast 30.000 neu Infizierte und die Politiker diskutieren wann ein harter Lockdown stattfinden soll??? Jetzt, so schnell wie möglich, sich allein die Frage zu stellen ist ein Armutszeugnis… aber nein es wird darüber geredet, ab oder nach Weihnachten, was ein Schwachsinn.
    Aber klar, dann geht es auf die Schulen nächste Woche noch offen zu halten, sozial Benachteiligte haben es auch im Frühjahr irgendwie geschafft und die paar Tage über die wir hier reden werden sie es auch schaffen!
    Wir besitzen auch keinen Laptop oder Drucker, aber ein Handy, dort kann man auch die Aufgaben ablesen und umsetzen, es geht wenn man will!
    Und wenn nicht, dann können diese Kinder die Zeit im Frühjahr doch schon nicht geschafft haben, das mag sich böse anhören, aber ein paar Tage können das Kind doch nicht in den Brunnen schmeißen….
    Und die meisten berufstätigen Eltern, die ich kenne und mich austausche, würden es wuppen können irgendwie, das ist der gemeinsame Tenor.
    Allen ist es lieber JETZT, als später!

  11. „Über Leichen gehen“ entspricht also nicht der Diskussionskultur!?
    600 Tote!?
    10 Monate Pandemie – keine Konzepte ausser Präsenzunterricht und weiter so!
    Vielleicht nicht über Leichen gehen , aber inkaufnehmen, dass kann man schon sagen. 20 Jahre kaum Investitionen in Schule, Schulgebäude, die auseinander fallen. Bildungsgerechtigkeit für benachteiligte Kinder weit entfernt. ABER SCHULEN AUF IN DER PANDEMIE???
    DAS IST DIE LÖSUNG???

    • Ich kann mich nur wiederholen, die Politik hat die Zeichen der Zeit nicht gesehen/sehen wollen. UND VIELES VERPENNT!

      http://www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/gesetzgebung-im-gesundheitsnotstand-12433.php

      Erst am 26.10.2020 mitten in der Pandemie fängt man an, sich Gedanken um das Thema: ‚Rechtsrahmen für den Fall eines Gesundheitsnotstands‘ zu machen.
      Zitat:
      „Rechtsexpertinnen und -experten der Universität Passau wollen nun Optionen für ein zusammenhängendes Regelwerk aufzeigen und Vorschläge für einen umfassenden Rechtsrahmen für den Fall eines Gesundheitsnotstands wie der durch das Coronavirus SARS-CoV-2 ausgelösten Pandemie entwickeln.

      Ein einheitliches kohärentes Regelwerk, speziell für den Gesundheitsnotstand, existiert bisher aber weder auf Bundes- noch auf Landesebene.“

      Die Politik konzentriert sich auf wichtigere Themen, so beschäftigt man sich statt dessen mit genderneutraler Sprache, investiert darin, Zeit, Kraft und Geld(!).
      Seit Kurzem ‚gendert‘ es sich in allen Reportagen, Printmedien etc..

      Na denn, nur nicht die Hoffnung aufgeben: liebe Lehrer, liebe Lehrerinnen, liebe Lehrer*Innen, Lehrende, liebe Schüler, liebe Schüler*Innen, liebe Schülernde – gibt es das überhaupt, klingt sehr seltsam -, liebe Familien, liebe Familien*Innen, liebe Familiende, …
      Die neuen Sprachkonstrukte werden sicher bei der Pandemie-Bekämpfung helfen, schließlich hat die Politik dafür seeeeehr viel Zeit ge’Opfer’t.
      *IRONIE OFF*

  12. Das ist Gewissenlosigkeit auf aller höchstem Niveau!
    Da werden Menschenleben bewusst aufs Spiel gesetzt um irgendwelchen politischen Ziele durchsetzen zu können!!
    – Die Minister wollen ihr versagen durch Unterlassen von März bis Oktober vertuschen. Die haben nämlich keinen Plan B für eine Krisensituation. Es wurde nach dem Prinzip Hoffnung agiert.
    – Die Eltern sollen als Arbeitskräfte durch Betreuung in der Schule frei geblockt werden.
    – Die Alu-Hut Eltern sollen ihre Kinder vom Hals haben.
    – Als Retter der Bildungsgerechtigkeit sollen Wählerstimmen gesichert werden.
    -Es dar auf keinen Fall Geld in richtigen Infektionsschutz an Schulen fließen.

    Alles was zählt sind politische Interessen.
    Da für unsere Minister nur ihr Eigener Erfolg zählt, baut man eben darauf, dass die Beschulung in Präsenzunterricht einem Teil der Wähler gefällt und der Rest das Desaster bis zur nächsten Wahl vergessen hat.
    Zusätzlich stehen die Gerichte momentan so felsenfest hinter der KMK, dass auch rechtlich keine Konsequenzen zu befürchten sind.

    Also schönreden, relativieren, leere Versprechungen machen. Das reicht! Da haben wir ja was gefunden in dem die KMK richtig qualifiziert ist,

  13. Der Lockdown wird so geplant, dass Handel und Schulen bis zum 20ten weiter laufen, sich somit die Infektionen weiter verbreiten, aber die akuten Zahlen dank Lockdoen zunächst sinken. Im Januar werden die Schulen und Läden wieder geöffnet, da der Lockdown kurzfristig wirkt. Den neuen Anstieg, der unweigerlich kommen wird, versucht man bis zur Impfung auszusitzen. Der Preis dafür beläuft sich auf vermeidbare Tausende Tote.
    Ethik sollte man aus dem Unterrichtskanon streichen.

    • Und dann stürzen sich alle noch einmal schnell in den vorweihnachtlichen Trubel, um sich in einem gemeisamen Superspreaderereignis noch vor dem Fest den Covid als Überraschungsgeschenk ins Haus zu holen, damit dann ab Anfang Januar das Gesundheitssystem vollständig überfordert uns um die Ohren fliegt, weil die lieben Kollegen nämlich inzwischen krankheitsbedingt auch in ihrer Gesamtzahl weiter reduziert sein werden.
      Da kann man dann Weihnachten gemeinsam die Kerzen aushusten.
      Frohe Weihnachten.

      • @AvL: „Und dann stürzen sich alle noch einmal schnell in den vorweihnachtlichen Trubel“ – Ich habe gestern zum letzten Mal vor Weihnachten eingekauft. Zur Arbeit muss ich aber natürlich noch gehen.
        Doch ich habe keine Möglichkeit, andere Leute vor „Covid als Überraschungsgeschenk“ zu bewahren, die sich dieses Geschenk durch ihr eigenes Verhalten ins Haus holen.
        Und ein Restrisiko trage ich selbst zwangsläufig auch. Aber ein Teil der Bevölkerung hat jedenfalls verstanden – da werden viel, viel mehr Leute wie ich sein, als man glaubt.

  14. Das Schlimme ist, die Kultusminister sehen nicht ein, dass sie Fehler gemacht haben. Die werden mit der Schulter zucken und das wars dann auch.

  15. Wie peinlich ist denn grad die PK?

    Da zeigt sich doch, dass die Digitalisierung mit solchen KM NICHT funktionieren kann! Wer die Technik selbst nicht beherrscht, der sollte sich echt mal Gedanken machen.

    Inhaltlich finde ich es nur noch peinlich… Sie stellen sich nicht über die Entscheidung, die am Sonntag getroffen werden soll. Na herzlichen Glückwunsch.
    Entscheidung gleich null.

  16. Es gibt hier nur eine Beantwortung für die gestellte Frage:

    DIE Schulpolitik geht über Leichen!

    und siehe da: Die verantwortlichen Politiker kümmert das nur „sehr peripher“.
    Schämt euch ihr Politiker!!!

  17. Auch der Frankfurter Corona-Leugner Gesundheitsdezernent Rene Gottschalk, u.a Aerosol- Leugner, bestreitet weiterhin hohe Infektionsgeschehen an Frankfurter Schulen, die nachweislich stattfinden. Er behauptet weiterhin, Schule ist sicher!
    Er bezichtigtKritiker der Fehlinterpretation von Infektionszahlen. Es ist jedoch schon lange bekannt, dass in Frankfurt Ausbrüche an Schulen vertuscht werden, ebenso in Kindergärten, mittlerweile ist in der Klasse meines Sohnes ein 14 jähriges Mädchen sowie ihre ganze Familie an Covid19 erkrankt. Etliche andere Familien sind ebenfalls betroffen. In vielen Gymnasien gab es mehrere Ausbrüche in der Q1 mit teilweise bis zu 8 infizierten Schülern, aber auch wiederholt gesprenkelte Fälle in den Sek1 und Sek2, versetzt von Tagen und Wochen gibt es immer wieder Fälle in den gleichen Klassen. Sitznachbaren von Infizierten Schülern werden teilweise gar nicht getestet, sondern werden nur in Quarantäne geschickt! Ich habe mit vielen Eltern gesprochen, die mittlerweile verzweifelt sind, ein enger Freund versuchte seine Tochter testen zu lassen und musste um einen Test kämpfen da man sie nirgendwo testen wollte, eine beliebte Technik um die Zahlen auch in Frankfurt nach unten zu drücken. Hier ein Artikel aus dem Journal Frankfurt, der die Wut auf Herrn Gottschalk ähnlich wie die Wut auf die KMK steigen lässt. Man geht hier über Leichen, aber nicht nur das, man nimmt schwere Folgen auch bei Kindern gelassen in Kauf!

    https://www.journal-frankfurt.de/journal_news/Gesellschaft-2/Infektionsgeschehen-in-Schulen-Kindeswohl-versus-Infektionszahlen-36711.html

  18. Das derzeitige Handeln und Beharren der KMs an ihrer Linie hat meines Erachtens eine noch perfidere Dimension in sich. Die starre Beharrung z.B. der Fr. Gebauer NRW an der Durchführung des Präsenzunterrichts bis zum 18.12. (na, wer weiß, ob sie sich im Laufe der Woche nicht noch zur Präsenzpflicht bis zum 22.12. entschließt und das am DonnerstagAbend selbstherrlich anweist??) ermöglicht es der KMK nach den Weihnachtsferien so weiterzumachen wie bisher. Sollten Schulen tatsächlich über einen harten Lockdown ab Montag dem 14.12. geschlossen werden und sollten sich dann in der Hälfte der Weihnachtsferien – also 14 Tage nach der Schließung von Schulen und Kitas die Zahlen der Neuinfektionen drastisch verringern, dann könnte die KMK ihre Dauerlüge von der quasi coronafreien Schule als sicherem Ort nicht aufrechterhalten. Allein deshalb muss die Schließung der Schulen und Kitas mit den härteren Lockdownmaßnahmen zusammenfallen. Denn so bleibt der Infektionsort Schule nebulös … eben genau das, was die KMs so beharrlich wollen und dafür auch bereit sind, in der Öffentlichkeit offenkundige Lügen zu verbreiten (Gebauer, Hubig mit ihren Presseerklärungen zu den sog. Expertenanhörungen, Rabe aus HH bei Lanz im TV….usw.) Ich vermisse ganz klar die kritischen, mutigen und nicht so leicht zu beeindruckenden Journalist*innen, die diesen Lügnern und fahrlässigen Dienstherren das Handwerk legen. Ohne die Washington Post wäre Nixon mit „Watergate“ durchgekommen…wer traut sich hier in Deutschland, einen Lügner als genau das zu bezeichnen und zu entlarven?? „Leute, wo seid ihr???“ —-

      • Leider sind Sie nahezu alleine auf weiter Flur.
        Wenn es Sie nicht gäbe, gäbe es kein Licht in diesem Dunkel. Sie machen den investigativen Job, den normalerweise riesige Redaktionen leisten. Aber keiner von denen will das heiße Eisen wirklich anpacken – warum auch immer. Lobbyisten, Rundfunkräte, Schwedenliebhaber?

    • Versuchen Sie es mal auf Tagesschau.de. Ich weiß, abwegig, oder?

      Die Journalisten tun ihren Dienst und hinterfragen durchaus kritisch die Maßnahmen. Die Abwägung gerade bezüglich des Schulbesuchs ist heikel. Warum dann allerdings die Warnungen der Leopoldina und RKI wiederholt in den Wind geschossen werden – das lässt sich wohl nicht triftig begründen, fürchte ich.

      • Ja, Gensing macht auch seinen Job richtig – aber dennoch kommt wenig in den Nachrichten über den Corona-Verteiler „Schule“ vor – hat wohl auch mit dem Nischenthema „Bildungspolitik“ zu tun. Das „Nischenthema“ müsste nun endlich in das Zentrum des öffentlichen Interesses gerückt werden – was Aufmerksamkeit, Sorgfalt, finanzielle Ausstattung und politisches Handeln angeht.

      • Ja auch andere Journalisten tuen ihren Job. Aber wenn man sich betrachtet, welch beträchtlicher Anteil der Bevölkerung Deutschlands von der Schulpolitik betroffen ist … die Arbeit wurde recht zögerlich und verspätet aufgenommen.

  19. Ort des Geschehens: Titanic – Eisberg in Sicht:
    Crewmitglieder an Kapitän Laschet:
    „Kapitän, wir müssen sofort den Kurs ändern – es droht eine Katatstrophe!!“
    Kapitän Laschet:
    „Jawoll, ihr habt recht – gleich nach Weihnachten!!“

    Der Rest der Geschichte ist bekannt.

    • Als ob Laschet ein Patent für „Große Fahrt“ hätte. Unterbacher see ist das höchste der gefühle. Und da gibt es keine Eisberge, höchstens im Sommer einen Eisstand.

      • Okay, bleiben wir im Bild: Der Herr Laschet würde es auch ohne Patent schaffen, besagten Eisstand zu rammen – mit einem Modellboot, das anschließend völlig kaputt geht, und das, obwohl der Eisstand vermutlich nicht im See schwimmt.
        Mit anderen Worten: Der Herr taugt noch nicht mal als Kapitän eines Spielzeugschiffes, und der will unser Staatsschiff steuern? – Nein, danke, nicht mit mir!

  20. Livestream auf welt.
    Hubig verweist auf sehr gut funktionierende Hygienemaßnahmen, Raabe wägt das Risiko seiner Lehrer mit den sozialen Bedürfnissen der Familien ab und weiter wird der Mythos „Schulen keine Hotspots“ gepflegt.
    Woher kommen denn die 75 Prozent nicht nachverfolgbarer Infektionen??? Teilweise werden nicht einmal Sitznachbarn mehr getestet.
    Wie sehr kann man Wissenschaft missachten?
    Die Leopoldina und das RKI werden nicht weiter diskutiert.
    Bei mir macht sich Resignation breit.
    https://www.welt.de/politik/deutschland/video222264840/Kultusminister-zur-Corona-Krise-Wie-soll-es-jetzt-weitergehen-an-den-Schulen.html

  21. Am Sonntag wollen sich Merkel und die Ministerpräsidenten zu einer Dringlichkeitssitzung treffen.
    Sofortiges Handeln ist erforderlich.
    Mein Tipp: Nach 12 Stunden tritt man vor die Presse. Großer Erfolg! Man hat sich auf die Reihenfolge bei den Reden geeinigt und die Inhalte des kalten Buffets abgestimmt.
    Außerdem wird man sich am 23.12 erneut beraten.
    Bis dahin hofft man aber auf ein Wunder mit spontanem Verschwinden des Virus.
    Wenn nur das blöde Virus und die Bevölkerung nur nicht so unkooperativ wären. Dann hätte die Entschlusskraft, die Kompromissfähigkeit und das Genie unserer glorreichen Landesväter das Problem schon lange im Griff.
    Es ist schon ein hartes Los, wenn man als Genie von lauter Idiomen umgeben ist.
    Ich habe das Gerücht gehört, dass einige Mitglieder der KMK schon darüber nachgedacht haben sich ein Ohr ab zu schneiden. Leider muss man momentan auf die vollen Krankenhäuser Rücksicht nehmen.

    • „Großer Erfolg! Man hat sich auf die Reihenfolge bei den Reden geeinigt und die Inhalte des kalten Buffets abgestimmt.“

      Nein, das glaube ich nicht, kaltes Buffet gibt’s doch gar nicht wegen Corona.

      Nein nein, es wurde konzentriert und mit vollem Einsatz um die Sache gestritten! Drei Stunden lang ging es um die Frage, ob sich weiterhin fünf Personen aus zwei Haushalten treffen dürfen oder nur vier oder sogar sechs. Stellen Sie sich mal vor, 16 Ministerpräsidenten, und jede/r hat dazu eine Meinung. Das dauert!
      Herausgekommen sind 4,5 Personen aus zwei Haushalten – also was Neues !!!
      Merkel war für 4,2, konnte sich aber nicht durchsetzen.

  22. Frau Prien sollte bedenken:

    Nicht wer es ausspricht ist der Verbrecher, sondern diejenigen, die die Toten durch ihr lernresistentes Verhalten auf dem Gewissen haben.

    Aber wir wissen ja, für’s Lernen ist es nie zu spät:

    „Die Lernfähigkeit ist eine Angelegenheit der geistigen Haltung und nicht des Alters.“

    Die geistige Haltung kann sich vielleicht durch persönliche Erfahrungen noch ändern.

    Jeder von uns merkt im eigenen Umfeld: Die Einschläge kommen näher.
    Auch in den engeren Kreisen der Damen und Herren wird es persönliche Betroffenheit geben – früher oder später.

    Bitter, dass wir darauf warten müssen.

  23. „Nicht-Beschluss zu Schulen im Lockdown
    Die KMK macht sich in der Coronakrise überflüssig

    Surreal und töricht: Die Kultusminister versäumen es in der Coronakrise zu agieren – und nehmen sich so bundespolitisch selbst aus dem Spiel
    Es war eine surreale Pressekonferenz. Die Kultusminister wollten vor dem drohenden Lockdown über Schulschließungen und Fernunterricht sprechen – und die Digitaltechnik versagte: Einige Gesprächsteilnehmer flogen wiederholt aus der Leitung, bei anderen gab es Tonprobleme, und wieder andere, Journalisten vor allem, waren nicht in der Lage, ihr eigenes Mikrofon stummzuschalten.
    Insgesamt ein wenig mutmachendes Bild zur bundesdeutschen – nicht allein der kultusministerlichen – Digitalkompetenz nach neun Monaten Pandemie.
    Besonders smart oder besonders töricht?
    Doch das war noch der geringste Anlass für Ernüchterung. Der viel Wesentlichere: Die Kultusminister haben bei ihrer Sitzung gestern beschlossen, keinen Beschluss zu den drohenden Schulschließungen zu fassen. So räumten sie es heute erst auf Nachfrage ein.[…]
    Auf Bundesebene aus dem Spiel
    Hätten die Kultusminister heute einen konkreten Maßnahmenplan vorgelegt, wie sie die bevorstehenden Schließungen umsetzen wollen, wären sie im Spiel geblieben. Ja, sie hätten sich dann auf etwas festlegen müssen, und vieles davon – vielleicht das meiste – wäre von ihren Chefs nicht übernommen worden oder durch die Entwicklung der Pandemie überholt worden.“
    https://www.tagesspiegel.de/wissen/nicht-beschluss-zu-schulen-im-lockdown-die-kmk-macht-sich-in-der-coronakrise-ueberfluessig/26709816.html

    Einfach nur unglaublich. Für so viel Realitätsverweigerung und Unfähigkeit fehlen einem die Worte. Wahrscheinlich muss man die Frage im Titel des obigen Artikels tatsächlich bejahen. Nicht mal angesichts von 30000 Neuinfektionen und 600 Toten kommt ein klares Signal von den KM.

    • Was tun, wenn die Länderchefs zwar wollen, aber die KuMis, so wie in Baden-Württemberg Frau Eisenmann, sich ganz offensichtlich durchsetzen. Strenge neue Regeln in BW durch Herrn Kretschmann, aber Schulen und Kitas bleiben auf. Die Kultusministerin schickt und veröffentlicht auf den KuMi-Seiten kurzfristig Schreiben, bei denen nur die Klassen ab Klasse 7/8 in den Trennunterricht gehen, Abschlussklassen dagegen aber nicht, für manche Schularten, wie die Förderschulden im Land: für diese werden alle Präventionsmaßnahmen dieser Art generell abgelehnt.
      Wie verträgt sich denn das? Strenge Regeln ab heute (!) Samstag 12.12. während des Tages, strengere ab 20 Uhr bei Nacht – aber die Schulen rasen ungebremst weiter ins Desaster! Ich schreibe bewusst nicht nur von Schülern oder Lehrern, weil jene Berufe, die Infektionen, welche in die Schule eingetragen, dort weitergegeben und über die Familien ausgebreitet werden, z.T. noch mehr darunter leiden, wie ich von meinem Sohn (Anästhesist in einem Krankenhaus) sehr wohl weiß. Ein großes Lob und Anerkennung für diese Berufe, von der Putzfrau der Isolierstation über Pflegepersonal und Mediziner! Hört man davon in der Öffentlichkeit? Nein!
      Ebenso wenig, oder noch weniger, wie aus den Schulen, die bisher in den Medien ebenfalls nur marginal stattfinden, wirklich zutreffend berichtet wird…
      Wann, frage ich mich, ziehen endlich alle an einem Strang, in Solidarität gegen die politischen Corona-Brandstifter?

  24. Da es ja immer nur um Geld geht, überlegen wir mal wirtschaftlich (Achtung, das folgende ist nicht MEIN Wunsch, es ist eine Analyse, die durchaus Fehler beinhalten wird):

    In der einen Waagschale:
    Ich rechne mal ausgehend von den Infektionszahlen und dem aktuellen Plan, nach Weihnachten erst mit dem Lockdown anzufangen, mit konservativ 20000 Toten pro Monat (im Moment sind es 700 pro Tag, steigt aber bis Ende Dezember sicher noch an, danach weitere 20000/Monat, ich fürchte aber es werden mehr werden).
    Das bedeutet, bis Ende März werden ca. 100000 Tote zu beklagen sein. 80000 davon im Renten/und Pensionsalter, 10000 Jüngere mit schweren Vorerkrankungen.
    Dadurch sparen die Rentenkassen bei einer Durchschnittsrente von 1000€ rund eine Milliarde Rentenzahlungen pro Jahr, in 10 Jahren also 10 Milliarden Euro. Dazu fallen Pflegekostenzuschüsse weg sowie hohe Kosten für die Krankenkassen, da ältere und vorerkrankte Mitmenschen mehr Kosten verursachen als Beiträge zahlen. Die Betriebe sparen einiges an Betriebsrenten.
    Es werden zehntausende Wohnungen und Häuser frei. Es werden zehntausende Plätze in Altenheimen frei. Es wird Erbe frei, das von der nächsten Generation ausgegeben werden kann.

    Auf der anderen Seite der Waage liegt in der Waagschale:
    Der ethische Anspruch an eine sehr wohlhabende, demokratische Gesellschaft, die Schwächsten zu schützen.
    Die Zahl der Menschen, die krank werden und sterben, möglichst niedrig zu halten.
    Dadurch weniger Menschen traumatisiert zurückzulassen, die ihre Liebsten verloren haben.
    Dadurch Politikverdrossenheit in allen Altersgruppen und Gesellschaftsschichten zu vermeiden, die eine große Gefahr für unsere Demokratie werden könnte.

    Nun, was denkt ihr, für welche Seite der Waage haben sich Politik und Wirtschaft entschieden? Das wurde meiner Meinung nach durchaus bewusst abgewogen.
    Und, wird es die Wirtschaft danken?
    Was werden die großen Konzerne tun, wenn hier in Deutschland die Situation instabil oder uninteressant wird (Stichwort Daimler AG)?
    Also nicht einmal dieser Plan wird aufgehen.
    Alles außer einem kompletten Lockdown ab sofort, also heute, ist verwerflich.

  25. Ich finde es unverantwortlich, unsere Kids und die komplette Lehrerschaft in die Schulen zu schicken. Die Politiker müssten mal selbst 2 Wochen lang so arbeiten wie Schüler und Lehrer (aka 30 Personen pro Klasse, 50 cm Maximalabstand, Raumtemperaturen unter 10 Grad), danach können wir weiter reden. Danach gäbe es diese bescheuerte Weigerungshaltung der Bildungsminister nicht mehr!

  26. Ich denke, dass die Realität die KMK schon überholt hat:

    Gerade bei Spiegel:

    „In Nordrhein-Westfalen soll die Präsenzpflicht an Schulen am Montag vorerst enden, wie Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) mitteilte.“

    Wie war das mit der Aussage von Frau G? Wenn sie konsequent ist (was sie sicher nicht ist), dann müsste sie bei dieser Entwicklung von selbst zurücktreten. Da sie das nicht tun wird, hoffe ich, dass Herr L Schadensbegrenzung betreibt und sie rauswirft.

    • Genau, vorhin Nachricht von der Schule:
      Ab Montag
      – Klassen 5 und 6 von Präsenzpflicht befreit
      – Jahrgänge darüber im Distanzlernen (Ausnahme Klassenarbeiten)

      Jetzt scheint zum Glück bei irgendjemandem der Verstand eingesetzt zu haben. Ob das noch rechtzeitig genug ist, wird sich zeigen.

    • Das die Politiker Ehre im Leib haben war einmal. Frau Gebauer will die Schulpflicht nicht aufheben, wohl aber die Präsenzpflicht an den Schulen. Politisches Geschwafel um das Gesicht zu wahren. Sie, Frau Gebauer, war schon immer dafür, alles zu tun und an vorderster Front mitzuarbeiten um die Pandemie einzudämmen.
      Zitat: Schulministerin Gebauer teilte nach der Pressekonferenz von NRW-Ministerpräsident Laschet zur aktuellen Corona-Lage schriftlich mit: „Die Aufrechterhaltung des Präsenzbetriebs war erfolgreich, richtig und wichtig“. Ein frühes Ende der Schulpflicht hatte sie kategorisch abgelehnt. Quelle: https://www.waz.de/politik/landespolitik/corona-und-schule-praesenzpflicht-in-nrw-vorerst-aufgehoben-id231120252.html
      Zitat Ende.
      Offenbar muss erst das Kind in den Brunnen fallen. Menschen die in solchen verantwortungsvollen Positionen so handeln, sind nicht mehr länger tragbar.

  27. Mit welcher Expertise setzen sich diese Leute über Empfehlungen so renommierter Istitute wie das RKI und die Leopoldina hinweg? Meinen die wirklich, sie könnten Naturgesetze kraft ihrer Wassersuppe außer Kraft setzen? Leute, es ist nicht mehr 5 vor 12, sondern 12!!!! Tut was, sofort und gründlich…..

  28. Mit welcher Expertise ignororieren eigentlich diese Leute die Empfehlungen so renommierter Istitutionen wie des RKI und der Leopoldina?
    Denken sie wirklich, sie könnten in ihrer Göttlichkeit und kraft ihrer Wassersuppe Naturgesetze außer Kraft setzen?.Leute, es ist nicht mehr 5 vor 12, sondern 12,.Tut endlich was, sofort und gründlich….

  29. Harter Lockdown auf schwäbische Cleverle-Art:
    Schulen bleiben offen
    der gesamte Einzelhandel bleibt offen
    Arbeit in den Firmen geht weiter wie bisher
    Beschränkung auf 5 Personen aus 2 Haushalten, aber nicht an Weihnachten

    Da wird sich das Virus bestimmt völlig verwirrt abwenden.
    SEID IHR EIGENTLICH WIRKLICH SO VERANTWORTUNGSLOSE GESTALTEN IN DER LANDESREGIERUNG BADEN-WÜRTTEMBERG?

  30. Frau Gebauer wird jetzt also zurücktreten?
    „Nordrhein-Westfalens Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) empörte sich über den Vorstoß der Nationalen Wissenschaftsakademie Leopoldina, die Schulpflicht ab dem 14. Dezember auszusetzen. Das werde es mit ihr als Schulministerin nicht geben.“
    Denn genau das hat Laschet heute verkündet.
    Ciao Frau Gebauer!

  31. @oka:Ihre Argumente sind, genau wie die der KM nicht haltbar!!!! Sie regen sich hier auf ueber Cybermobbing??? Einfach nur lachhaft!!!

    Die im Artikel persoenlich benannten Kultusministerinnen haben ebenfalls persoenlich dafuer gesorgt mit ihren öffentlichen Aussagen, ja gar den Luegen, die sie ueber anerkannte Institutionen und Personen verbreiten haben.
    (mehrfache Berichte auf dieser Seite)

    Das Vorgehen dieser sehr eigensinnigen „Persönlichkeiten“ erweckt nun mal bei jedem Menschen, der das Pandemiegeschehen verfolgt und GESUND! denken kann, den Eindruck, das sie „ueber Leichen“ gehen!!!
    Nicht nur, das die vergangenen Monate in Vorbereitung einfach nur verplaemmpert wurden, sondern schon 2 Jahrzehnte an bekannten Problemen NICHT!!! gearbeitet wurde und diese Probleme gerade JETZT!!! angeblich Prioritaet haben???
    Das ist auf Hinblick der Gesamtheit des Schutzes der Gesundheit nicht glaubwuerdig!!!!
    Auch diese angeblichen Expertisen der KM passen NICHT!!! zum Gesamtgeschehen der Pandemie.

    Andere Laender sehen es deutlich Menschenbezogener und passen sich dem Geschehen an.
    NUR in unserem so fortschrittlichen Deutschland ist es nicht moeglich darauf zu reagieren???
    UND… WARUM???? weil einzelne Politiker in einem Bereich es nicht wollen und auch so argumentieren???
    Frau Gebauer:“mit mir wird es das nicht geben“, ich glaube, das dies derzeit unangemessen ist, so etwas als persoenliche Aeusserung an die Oeffentlichkeit zu geben.
    Sie muessen sich dann nicht wundern, wenn sie bei diesen Aussagen auch persoenlich darauf angesprochen werden.

    Wir haben heute fast 600 Tote und 30000 Neuinfizierte.
    Was muss noch passieren????
    Ewiger Lockdown light reicht nicht!!! UND zermuerbt alle Menschen auf Dauer!

    17%Intensivkapazitaet sind noch vorhanden und das bei diesen Zahlen und obwohl taeglich bereits so viele Menschen versterben.

    WERDET ENDLICH WACH IN DEN KM!!!

    Die Schulen sind keinesfalls sicher, der Bildungsauftrag wird derzeit kaum erfuellt und das Gesundheitswesen ist am LIMIT!!!

    Lieber sicheren Hybridunterricht mit den derzeit noch vorhandenen Kapazitaeten, nach einem nun unausweichlichen harten Lockdown deutschlandweit, um Menschenleben zu schuetzen und Leben zu retten.

    • @Besorgte, „@oka:Ihre Argumente sind, genau wie die der KM nicht haltbar!!!! Sie regen sich hier auf ueber Cybermobbing??? Einfach nur lachhaft!!!“

      Zu sagen, dass Argumente nicht haltbar seien, weil man die Art und Weise der Kritik anderer kritisiert, ist doch aber auch kein Argument. Und „lachhaft“ ist schon gar kein Argument.

      Wenn ich mir Ihre aufgeregten, hitzigen Posts anschaue, sind Sie auch nicht gerade jemand, der in Diskussionen sachlich bleiben kann. Ich empfehle etwas Baldrian. 😉

      So, und nun schlage ich als Reaktion wieder vor, „lachhaft“ zu schreiben. Das erklärt ja dann alles.

  32. Hessen:

    BOUFFIER ZUR CORONA-KRISE:
    „Wir werden die Schulen nicht zumachen“!!!!

    https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/volker-bouffier-will-bundesweit-gleiche-corona-regeln-fuer-alle-17096973.html

    Himmel Herr Gott nochmal, was muss denn noch geschehen????

    Aber das Schule für ihn nichts mehr mit Bildung zu tun hat, hat er ja nun eindeutig geäußert

    Zitat:“ Wer die Schulen schließe, müsse die Frage beantworten, wer die Kinder betreue, wenn die Eltern ihrer Arbeit nachgingen, so Bouffier“

    Nur darum geht es in Hessen!!
    Um nichts anderes!

    • Ich kann garnicht soviel fre… wie ich ko…. könnte. Bouffier hat jeglichen Bezug zur Realität längst verloren. Und sein treuer Alexander Lorz scheint diesen Bezug noch nie gehabt zu haben.
      Und sowas ist mein Dienstherr. Unerträglich. Mal sehen wie viele Tage ich nächste Woche noch arbeiten kann. Hab da so ein Kratzen im Hals….

    • Nicht nachvollziehbar was die Herren Bouffier und Lorz antreibt. In der Oberstufe zieht ja z.B. der Betreuungsaspekt nicht und dort gibt es längst gute Erfahrungen mit digital gestützte häuslicher Abiturvorbereitung und Videokonferenzen (statt im Kurssystem täglich auf 100 verschiedene Personen, alleine im Unterricht, zu treffen). Man geht also Risiken bewusst ein…die Frage ist nur wofür? Rentner dezimieren? Es kann ja nicht sein, dass man den Lehrermangel in Hessen noch vergrößern will…ich verstehe nicht, wer etwas davon hat, in der augenblicklichen Situation mit aller Macht die Schüler*innen aller Altersgruppen und ihre Lehrkräfte für die eine Woche in die Schulen, Busse und Bahnen zu zwingen. Aber in Hessen geht alles sehr langsam. Selbst wenn heute entschieden wird „Schulen zu“ wird es mit Sicherheit erst ab dem 21. umgesetzt (dazu wurde gestern extra ein Entscheidungsverlangsamungsgesetz erlassen) also keine Hoffnung für Hessen.

      • Hier wird dann nur ziviler Ungehorsam helfen- anders wird die erzwungene (Selbst-)Gefährdung nicht aufhören.

  33. Interessant in diesem Zusammenhang auch die sehr aktuelle Studie aus Österreich, die belegt, wie ansteckend und damit gefährlich Kinder und Jugendliche in Schulen sind:
    https://www.rtl.de/cms/neue-studie-diese-rolle-spielen-die-schulen-bei-der-corona-ansteckung-4666012.html
    Und passend dazu das wirklich unglaublich ignorante und durchaus verlogene Verhalten des hessischen Kultusministers Alexander Lorz. Hier ein Interview zum Kopfschütteln: https://www.fuldaerzeitung.de/fulda/corona-hessen-schule-minister-ralph-alexander-lorz-cdu-wechselunterricht-fulda-kinder-lehrer-90118799.html?trafficsource=idTopBox

  34. Und da ist endlich der Lockdown in NRW und das obwohl Herr Laschet vorgestern noch überzeugt mitteilte, dass es vor Weihnachten keinen geben werde. Endlich! Woher dieser Sinneswandel auf einmal kommt, keine Ahnung. Aber besser jetzt als nie!
    Tja, Frau G… die Quittung kommt endlich!
    Und weil es so schön ist: #GebauerRuecktritt

  35. Schon fast amüsant, was in NRW innerhalb von 3 Tagen „abgeht“.
    Vor 3 Tagen hat sich Laschet gegen einen harten Lockddown ausgesprochen.
    Nachdem die Leopoldina ihre Empfehlungen ausgesprochen hatte, äußerte Frau Gebauer ihr Unverständnis und sagte, dass es Schulschließungen mit ihr nicht geben würde.
    Gestern ruderte Herr Laschet ein wenig zurück mit seiner Aussicht auf den harten Lockdown nach Weihnachten.
    Vorhin schickten Kolleginnen einen Screenshot vin Frau Gebauers Statement zeigt, dass ab Montag ab Klasse 8 Distanzunterricht vorgeschrieben sei und von Stufe 1 bis7 die Eltern über die Präsenz entscheiden.
    Eben las ich in der WAZ, dass NRW einen sofortigen harten Lockdown fordere.
    Aha……
    Mensch Meier, was für ein Affenzirkus und Rumgeeiere.
    Ich bin erleichtert, dass jetzt so gehandelt wird.
    Die Glaubwürdigkeit verspielt unsere Landesregierung jedoch mit jedem Tag Stück für Stück.
    Sofern da überhaupt noch etwas Glaubwürdiges zu finden sein sollte.

  36. Wo setzen wir als Gesellschaft eigentlich Prioritäten? Was sagt es über uns als Gesellschaft aus, dass wir uns offensichtlich abfinden mit ~500 toten Mitmenschen täglich? Ein Sarg ist ca 2 Meter lang – 500 Tote täglich bedeuten 15000 Tote pro Monat, 15000 Mitmenschen, die ohne Coronapandemie alle ganz normal gemeinsam mit ihren Familien Weihnachten gefeiert hätten und jetzt nicht mehr da sein dürfen, weil unsere Gesellschaft es nicht schafft, in dieser sehr sehr schwierigen, aber nun einmal unänderbar vorhandenen Zeit unendlich solidarisch und ego-los zu sein! Wir sollten uns schämen – wir tun bei weitem nicht alles, was wir tun könnten, um Neuinfektionen und schwere Coronaverläufe zu verhindern!
    Demokratie und Föderalismus sind wunderbare Errungenschaften, aber momentan völlig nebensächlich. Kann sich unsere Gesellschaft, wie in anderen Ländern auch, nicht einfach einmal etwas sagen lassen, ohne dass quasi unsere Regierung ständig davor steht, erst einmal mit 80 Millionen Menschen diskutieren zu müssen? 15000 Tote im Monat bedeuten 30000 Meter Särge aneinandergereiht, 30 Kilometer lang wäre ein solches Bild, pro Monat…
    … und es wird über ein paar Stunden mehr oder weniger Schulunterricht gestritten? Es ist durchaus möglich, dass Schüler zur Zeit etwas benachteiligt gebildet werden, aber : die ganze Welt hat ein riesengroßes ernstes Problem, das absoluten Vorrang hat!
    Was spräche denn dagegen, den Schülern, die es möchten oder brauchen, in einer sich langsam entspannenden Nachcoronaphase ein weiteres Schulhalbjahr anzubieten? Das würde jetzt aus diesem halbwegs verlorenen Schuljahr den Druck nehmen, um jeden Preis am täglichen Unterrichtsgeschehen festzuhalten.
    Bildung ist wichtig, das steht völlig außer Frage, aber jetzt geht es vorrangig um Menschlichkeit, Empathie und Solidarität ALLER, gemeinsam! Alles andere und individuelle Interessen sollten für einige Zeit hintenanstehen, bis wir es schaffen, die Infiziertenzahlen in den Griff zu bekommen.

    • Ich hatte das ja schon vor Monaten (!) geschrieben: Wir sitzen in einem Zug, der bergab außer Kontrolle geraten ist und da stehen Leute um die Notbremse herum. Statt beherzt daran zu ziehen, diskutieren sie noch über die Farbe und Form des Notbremshebels…

      Immerhin sind die Zahlen jetzt so hoch, dass die Diskussion überflüssig geworden ist. Der Lockdown kommt schnell, einige wollen es halt nur noch nicht wahr haben.

      • @Jan, das ist doch einfach nur Quatsch! Es gibt einfach unterschiedliche Meinungen, wie am besten reagiert werden soll angesichts absehbarer oder vermuteter Folgen (nicht nur für Lehrer halt).

        • Oka,
          es gibt keine andere Möglichkeit mehr als jetzt eine Vollbremsung hinzulegen. Wenn das Gesundheitssystem kollabiert, ist die Zeit für Diskussionen über Hybrid/ Fernunterricht vorbei. Sie sollten endlich in der Realität ankommen.

    • Liebe Elke,

      ein weiteres halbe Schuljahr oder auch ein ganzes, wäre fantastisch und war schon beim ersten LD meine Idee und Hoffnung, denn natürlich werden die Schüler abgehängt, denen die Ausstattung fehlt, jedoch auch die, die sich nicht erreichen lassen wollen.
      Es muss nicht die ganze Klasse wiederholen, wer mitlernen kann und will, darf gerne den Abschluss oder das Klassenzimmer vor den anderen erreichen.
      Leider fehlt das Geld für die Lehrkräfte. Und ich bin mir nicht zu schade, es zu wiederholen – hätten wir kleine Klassen bereits seit Jahren – weniger Coronagefahren.

  37. Den Headliner dieses Artikels beantworte ich mit einem schlichten aber ausdrücklichen JA!!!!!!JA!!!! und noch einmal JAAAAA!!!!!!

    • @Mary-Ellen

      Hello again! 😉
      Und danke für den Tipp.
      Ich hatte beim Anschauen der Sendung irgendwie das dumme Gefühl, dass die Yvonne sich selber immer noch glaubt.
      (Ich könnte das nicht!!!)

  38. The better decision would be to give flexibility for both online and on-campus lessons for children. Let parents decide depending upon their situation what is flexible for them and their kids in current difficult situation. Most of the school are willing to go on Hybrid lessons. This will give freedom of choice to both working/ non working parents and would help to reduce the numbers.

  39. Also seit ca. 4 Stunden ist klar, dass Laschet wohl die Vernunft gepackt hat und für uns ab Montag die Schulen (NRW) dicht sind. Endlich. Dennoch: vielleicht wäre Wechselunterricht jetzt ausreichend gewesen, hätte man früher eingelenkt. An dieser Situation ist nicht – das will ich mal klarstellen – Corona schuld, sondern einzig und allein die Dickköpfigkeit der Landesministerien

  40. Die Verbortheit mancher KTM u.
    Landesfürsten schreit zum Himmel.
    Sie selbst gehen in Videokonferenzen.
    ( Herr las Hirn vom Himmel fallen)

  41. Stell Dir vor es ist Schule und alle wollen hin!
    Es ist dieser Satz der die gesamte Diskussion um Schul- und Präsenzpflicht überflüssig machen würde… der keine KM egal welche Partei, zu diesen absurden Äußerung bringen würde und der, wenn dies wirklich Realität wäre bedeuten würde, wir hätten Gebäude die Schüler* innen einladen, inspirieren, mit allem ausgestattet wären was man fürs entdeckende und selbstwirksamkritserfahrene Lernen bräuchte, Lehrer*innen die hochmotiviert und mit Freude unterrichten und gerne mit der gesamten Schulgemeinschaft ihren Lernort immer weiterentwickeln, bedeuten könnte.
    Aber solange wir den Bildungs- im Vergleich zum Wirtschafbereich so schlecht behandeln, ist halt das einzige Instrument PRÄSEZPFLICHT.
    Wacht auf! Ein über Jahrzehnte zugrundegespartes Bildungssystem hängt am Tropf engagierter Lehrer*innen und Eltern die alles versuchen Kindern eine möglichst sorglose Kindheit und Bildung zu ermöglichen. Und dazu wird dieser Tropf seit Ausbruch von CoV19 ausgepresst um nicht zu sagen erpresst mit dem Argument der Bildungsgerechtigkeit. Es ist schlicht der absolute Hohn.
    Also denkt bitte immer daran: Was wäre, wenn Schule ist und alle wollen hin?
    Ich glaube diese Idee kann die Diskussion über eine in Europa längst überholte Schulpflicht überwinden (wir sind eines von zwei Ländern in der EU die diese noch hat) und den Weg für eine endlich genügeng finanzierte und dadurch faire Bildungspolitik frei machen.

  42. Ich arbeite im Lahn-Dill-Kreis an einer großen Schule. Hier gilt seit Anfang November Wechselunterricht ab Klasse 7. Das bedeutet geteilte Klassen und ungeteilte Aufmerksamkeit. Kleiner positiver Nebeneffekt: Nur die halbe Zahl an Kindern in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Und siehe da: Der Lahn-Dill-Kreis gehört zu den Kreisen mit den niedrigsten Zahlen. Bei uns gab’s keine kranken LehrerInnen und seit den Herbstferien keine langen Quarantänen für Mitschüler.
    Ein Dank an den Landrat, der den Wechselunterricht veranlasst hat, obwohl die Kultusministerien die Schulen als Coronatreiber noch nicht anerkannt haben.

  43. Ich bin absolut dafür, dass die Schulen und Kitas endlich geschlossen werden! Was muss noch alles passieren?! Gesundheit steht an 1. Stelle!

  44. Ich möchte dazu aufrufen, dass alle Beteiligten hier mal über ihre Wortwahl und Ausdrucksweise nachdenken. Ich bin immer noch schockiert, wie Pädagogen hier miteinander umgehen, zum gegenseitigen Boykott aufrufen, andere Meinungen quasi „niederbrüllen“ und unredliche Absichten unterstellen und was nicht noch alles! Was für einen Eindruck muss das nach „draußen“ machen, wenn hier mal jemand reinschaut, der selber kein Pädagoge ist?! *kopfschüttel*

  45. So, ich benutze jetzt mal Worte, die ich Schülern gegenüber nicht benutzen würde ( wegen Vorbild und so):
    WENN MAN KEINE AHNUNG HAT: EINFACH MAL DIE KLAPPE HALTEN
    Und „JA“ den Vorwurf der Unsachlichkeit und Emotionalität empfinde ich von Demagogen wie OKA als Kompliment.
    In diesem Sinne: „FROHE WEIHNACHTEN“

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