Kultusminister einigen sich auf „Stufenplan“ – ohne Stufen und ohne Plan: Weder Grenzwerte noch Termine werden genannt

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BERLIN. Bei der Wiederaufnahme des Schulbetriebs nach dem Lockdown soll das Motto gelten: die Jüngeren zuerst. Doch den genauen Zeitplan lässt ein Beschluss der Kultusminister vorerst offen – ebenso Grenzwerte, ab denen womöglich gelockert werden könnte. Also alles wie gehabt: Das Durcheinander geht weiter. Die Uneinigkeit der KMK lässt für die morgige Ministerpräsidentenkonferenz nichts Gutes erwarten. 

Der Beschluss der Kultusminister hinterlässt vor allem eins: Ratlosigkeit. Illustration: Shutterstock

Viele Schülerinnen und Schüler in Deutschland müssen sich zur Eindämmung der Corona-Pandemie voraussichtlich länger als bisher geplant auf Fernunterricht einstellen. Allerdings soll es stufenweise Öffnungen für untere Klassen und Abschlussklassen geben. Das beschlossen die Kultusminister der Länder am Montag in einer Schaltkonferenz, wie die Kultusministerkonferenz (KMK) in Berlin mitteilte. Der Schul-Lockdown war von Bund und Ländern Mitte Dezember als Teil des Herunterfahrens des gesamten öffentlichen Lebens ursprünglich bis Ende dieser Woche vereinbart worden.

Allen Ernstes: Die KMK „bekräftigt die große pädagogische Bedeutung des Präsenzunterrichts für die Schülerinnen und Schüler“

Die neue Präsidentin der Kultusministerkonferenz und brandenburgische Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) erklärte: „Die Kultusministerkonferenz bekräftigt die große pädagogische Bedeutung des Präsenzunterrichts für die Schülerinnen und Schüler. Wenn sich in den Ländern Spielräume für Lockerungen ergeben, sollen die Grundschülerinnen und Grundschüler bzw. die unteren Jahrgänge als erstes wieder die Schule besuchen können. Für die Abschlussklassen sollen mit Blick auf die Abschlüsse und Prüfungen weiterhin Ausnahmen vom Distanzunterricht möglich sein.“

Konkrete Aussagen? Fehlanzeige. Aufgrund der nach wie vor hohen Inzidenzwerte und der nicht sicheren Einschätzung des Infektionsgeschehens nach den Feiertagen müssen laut dem Beschluss «unter Umständen die im Dezember beschlossenen Maßnahmen in Deutschland oder in einzelnen Ländern fortgeführt werden».

Die Wiederaufnahme des Schulbetriebs sei in Stufen möglich – «sollte es die Situation in den einzelnen Ländern zulassen». Zuerst sollten dann die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 6 wieder Präsenzunterricht haben und die weiteren Jahrgänge im Distanzunterricht bleiben. Durch eine Halbierung der Klassen solle in einer zweiten Stufe dann ergänzend Wechselunterricht für Schülerinnen und Schüler höherer Klassen ermöglicht werden.

Präsenzunterricht für alle Schülerinnen und Schüler der allgemeinbildenden und beruflichen Schulen soll es demnach erst in einer Stufe drei geben. Für Abschlussklassen soll aber weiterhin eine Ausnahme von den Beschränkungen gelten, so dass sie sich angemessen auf Prüfungen vorbereiten können.

Wie es aus Kreisen der Kultusminister hieß, soll es mit diesem Beschluss möglich werden, dass Länder ihre Schulen in der kommenden Woche für die Klassen 1 bis 6, 10 und 12 öffnen. Das wäre aber ohnehin möglich: Die Bundesländer entscheiden jeweils eigenständig über ihre Schulpolitik.

Der heute beschlossene „Stufenplan“ ist auch nicht der erste seiner Art – bereits im August hatte die KMK auf ein „Vier-Stufen-Modell zur jeweiligen Corona-Lage“ verabschiedet: unverbindlich und ohne jeglichen Schwellenwert. Das Papier, das seinerzeit auf Drängen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erstellt wurde (die allerdings verbindliche Grenzwerte hatte haben wollen – News4teachers berichtete entsprechend über den Affront), blieb entsprechend seinem Gehalt bis heute folgenlos. Die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts, ab einem Inzidenzwert von 50 Wechselunterricht in kleineren Lerngruppen und damit die Abstandsregel in den Klassenräumen sowie eine generelle Maskenpflicht im Unterricht einzuführen, lehnen alle Bundesländer ab.

Einige Länder sind mit Ansagen für die Schulen vorgeprescht – mit sehr unterschiedlichen Aussagen

Die Videokonferenz der Kultusminister heute sollte vor allem der Vorbereitungen erneuter Beratungen der Regierungschefs der Länder mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an diesem Dienstag dienen. Einzelne Länder waren mit eigenen Ansagen für die Schulen vorgeprescht – mit sehr unterschiedlichen Aussagen. Dabei stehen sich Landesregierungen, die einen vorsichtigen Kurs bei Kitas und Schulen fahren wollen, und Landesregierungen, die auf schnelle Öffnungen drängen, gegenüber.

Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU), die die Kitas und Schulen unabhängig vom Infektionsgeschehen weit öffnen möchte, begrüßte in einer Mitteilung den Beschluss. «Der Präsenzunterricht ist und bleibt die beste Option für den Lernerfolg. Ich hoffe, dass die Ministerpräsidentenkonferenz und die Bundeskanzlerin bei der bevorstehenden Entscheidung dies ebenfalls berücksichtigen.» Im Vorfeld der KMK-Sitzung hatte sie gefordert, Kindergärten und Grundschulen auf jeden Fall schon ab dem 11. Januar wieder zu öffnen. «Gerade mit kleineren Kindern in der Grundschule ist digitaler Unterricht nur sehr schwer bis gar nicht möglich», sagte sie.

In Hamburg sollen wegen der weiteren zahlreichen Corona-Neuinfektionen viele Schüler noch bis voraussichtlich Ende Januar zu Hause lernen. Der Senat der Hansestadt hatte die Anwesenheitspflicht für eine weitere Woche ausgesetzt und nicht ausgeschlossen, dass es auch in den letzten beiden Januarwochen keinen regulären Präsenzunterricht geben wird. Für weitere Einschränkungen hatte Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) gefordert, „dass der Bund darlegt, auf welcher wissenschaftlichen Grundlage beziehungsweise Datengrundlage er eine weitere pauschale Schließung von Kitas und Schulen fordert.“

Söder: „Es hat sich gezeigt, dass auch in der Schule Ansteckung und Verbreitung stattfinden“

Bayerns Ministerspräsident Markus Söder (CSU) mahnte dagegen zur Vorsicht: «Es darf keine überstürzte Öffnung von Schulen und Kitas geben. Es wäre angesichts der hohen Infektionszahlen verantwortungslos, Lehrer und Schüler einfach wieder komplett in die Schulen zu schicken. Es hat sich gezeigt, dass auch in der Schule Ansteckung und Verbreitung stattfinden. Gerade nach den Ferien ist die Gefahr am höchsten.»

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) sagte bei SWR Aktuell, der Fernunterricht an den Schulen in Rheinland-Pfalz solle auf jeden Fall mindestens bis zum 15. Januar weiterlaufen. «Wir hoffen, dass wir dann aber auch Stück für Stück wieder mehr Schule in der Schule machen können.» Allerdings sei das abhängig von den Corona-Zahlen. Möglich sei Wechselunterricht. Wichtig sei, dass die Abschlussklassen ihre Prüfungen ablegen könnten. Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (CDU) sagte: «Angesichts des Infektionsgeschehens und der unsicheren Datenlage bin ich Schulöffnungen im Präsenzunterricht zum 11. Januar gegenüber sehr skeptisch.»

Mit dem Verzicht der KMK auf jegliche Festlegungen ist eine Einigung der Ministerpräsidenten morgen auf einen gemeinsamen Kurs in der Schulpolitik unwahrscheinlicher geworden. Bayerns Kultusminister Michael Piazolo hatte bereits im Vorfeld der KMK-Sitzung von der Möglichkeit eines bayerischen Sonderwegs an, sollten die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz am morgigen Dienstag nicht den bayerischen Vorstellungen entsprechen. «Bildung ist Ländersache, es kann durchaus sein, dass Bayern am Ende eigene schulpolitische Vorstellungen umsetzt.» News4teachers / mit Material der dpa

Im Wortlaut

Diesen Beschluss hat die KMK in ihrer Videokonferenz heute getroffen:

„1. Die Kultusministerinnen und Kultusminister bekräftigen, dass die Öffnung von Schulen höchste Bedeutung hat. Ausgesetzte Präsenzpflicht bzw. der Distanzunterricht in den Schulen über einen längeren Zeitraum bleibt nicht ohne negative Folgen für die Bildungsbiographien und die soziale Teilhabe der Kinder und Jugendlichen. Die Kultusministerinnen und Kultusminister betonen daher die Bedeutung einer schnellen Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts an den Schulen in Abwägung mit Fragen des Gesundheitsschutzes. Sollte es zu Lockerungen der im Dezember 2020 beschlossenen Maßnahmen kommen, müssen die Schulen von Anfang an dabei sein.

2. Die Kultusministerinnen und Kultusminister stellen fest, dass aufgrund der nach wie vor hohen 7-Tage-Inzidenzwerte und der nicht sicheren Einschätzung des Infektionsgeschehens in Folge der Feiertage u. U. die im Dezember beschlossenen Maßnahmen in Deutschland oder in einzelnen Ländern fortgeführt werden müssen.

3. Sollten es die Situationen in den einzelnen Ländern zulassen, ist die Rückkehr der Schülerinnen und Schüler aus dem momentan praktizierten Distanzunterricht bzw. der Aufhebung der Präsenzpflicht an allgemeinbildenden und beruflichen Schulen entsprechend folgenden Stufen möglich:

Stufe 1:
Präsenzunterricht für Schülerinnen und Schüler der Jahrgänge 1 bis 6. Die weiteren Jahrgänge der weiterführenden Schulen bleiben im Distanzunterricht.
Stufe 2:
Ergänzend Hybridunterricht (Wechselmodelle) für Schülerinnen und Schüler der allgemeinbildenden und beruflichen weiterführenden Schulen ab Jahrgangsstufe 7 (durch Halbierung der Klassengrößen).
Stufe 3:
Präsenzunterricht für alle Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen der allgemeinbildenden und beruflichen Schulen.

4. Für Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen gilt weiterhin (Beschluss der Bundeskanzlerin und der Regierungschefinnen und Regierungschefs der Länder vom 13.12.2020) eine Ausnahme, um die Vorbereitung auf Prüfungen angemessen begleiten zu können.“

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136 KOMMENTARE

  1. Im Ernst, wer erwartet denn eine Festlegung von Inzidenzwerten zur Schulöffnung? Damit würde man sich ja selbst die Möglichkeit nehmen nach Gusto Freitags auf den letzten Drücker wieder News rauszuhauen. Einfacher als Entscheidungsträger auf eine klare Entscheidung festzulegen, ist es einen Pudding an die Wand zu nageln.

    • Eine klare Entscheidung wünschen wir uns vor allem für uns GrundschullehrerInnen, die anscheinend als erste wieder ohne Abstand und Masken in die vollen Klassen geschickt werden! Auch Kinder sind ansteckend, wie wir vor den Ferien schmerzlich bemerken mussten und die neue Mutation scheint das noch einmal zu verstärken!

  2. Wer Lehrer*in in Deutschland ist, braucht keine anderen Feinde.
    Es ist ein grauenhaftes Ohnmachtsgefühl, diesen KuK ausgeliefert zu sein. Ich bin Grundschullehrerin in NRW und habe mein Vertrauen in meine Dienstherrin völlig verloren. Frau Gebauer wird uns wieder ohne jede Schutzmaßnahme in die Klasse schicken. Wenn ich die Plexiglasscheiben zwischen den Sitzen im Landtag sehe und die mobilen Luftfilter, fällt mir nichts mehr ein… Wir sind wirklich das Kanonenfutter!

    • Stimmt. Und es macht sich unendliche Müdigkeit und Hoffnungslosigkeit in den Grundschulkollegien breit. Nennt man normalerweise Burnout.

    • Wie bildungs- und/oder medienfern muss man eigentlich sein, um das noch weiterzuverbreiten?? Mehrfach widerlegt, dass das Mist ist und selbst ohne Wissenschaft im Rücken eine äußerst fragliche Aussage.

    • Wo sind dort Grundschulen erwähnt? Außerdem wurden Kita-Kinder konsequent nicht getestet, um auch wirklich keine Fälle zu finden. Ich traue keiner deutschen Studie, die eindeutig das Ziel hat, Öffnungen zu rechtfertigen, und noch dazu beweisen will, dass Corona bei Kindern harmlos verlaufe, obwohl Langzeitstudien fehlen.

    • Dann erklären Sie mir bitte, inwieweit Punkt 1 (Hygienekonzepte)der Forderungen in dieser Stellungnahme umgesetzt wurde….

    • Die Heidelberger Kinderstudie, die in Zusammenarbeit mit der Universität Ulm erstellt wurde, erfasst Kinder unter 10 Jahren und wurde bereits zu Beginn der Corona Pandemie von Kultusminister/Landesregierungen dazu benutzt, um voreilige Entscheidungen zu treffen, bereits bevor die Untersuchungsergebnisse den üblichen wissenschaftlichen Diskussions und Prüfungsverlauf durchlaufen hatten. Neuere Untersuchungen und Befunde, die eine bessere Beurteilung der Situation ermöglichen, werden von den Kultusministerien totgeschwiegen. Noch immer stützt man sich also auf Ergebnisse einer in vielen Bereichen überholten Untersuchung und überträgt Untersuchungen bei kleinen Kindern auf alle Schüler, in allen Altersstufen.
      Eine Kompetenz zur Beurteilung wissenschaftlicher Fakten ist bei dem Kultusministerium in dieser Beziehung nicht wahrnehmbar. Einfachste Regeln wissenschaftlichen Arbeitens, die zum Wohle unserer Kinder und Jugendlichen erforderlich wären, und wie Sie bereits ein Student im ersten Semester lernen muss, werden nicht berücksichtigt.

  3. Der Stufenplan der Kultusminister ist ein sehr guter und wichtiger Schritt zur Eindämmung der Pandemie. Natürlich ist es nicht einfach, aktuell Maßnahmen bundesweit zu treffen, da in NRW oder Sachsen das Infektionsgeschehen anders ist als beispielsweise in Schleswig-Holstein. Es wird aber doch deutlich, dass die Kultusminister anders als bei den letzten Schulschließungen frühzeitig und zielorientiert einen Plan erarbeitet haben bzw. Einzelheiten noch weiter erarbeiten werden. Man darf an dieser Stelle nicht vergessen, dass die Lage derzeit komplex ist, auch weil Menschen meinen, in diesen Zeiten Skiurlaub in Winterberg machen zu müssen.

    • Und warum folgen die Kultusminister nicht einfach den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts, die auch keine bundesweiten Maßnahmen vorsehen – sondern lediglich einheitliche Grenzwerte für Maßnahmen?

      Gibt es denn in Hamburg ein anderes, weniger gefährliches Coronavirus als in Schlewsig-Holstein, sodass unterschiedliche Maßstäbe gerechtfertigt wären? Oder liegen die Unterschiede einfach nur in den Köpfen der handelnden Personen – das wäre doof, oder?

    • Hae??????????????????
      Derzeit ist die Lage komplex?????
      Und was war sie vorher???
      Und gab es keine Warnungen und Mahnungen??????

    • Warum wird sich dabei nicht auf die Empfehlungen der Leopoldina und KMK bezogen? Das ist kein Stufenplan, das ist gefährliches Wischi Waschi und führt zu weiterer Verunsicherung. Wo sind die Ergebnisse? Die klar kommunizierten Regeln für alle?

    • „Der Stufenplan der Kultusminister ist ein sehr guter und wichtiger Schritt zur Eindämmung der Pandemie.“

      Wäre er vielleicht, wenn er denn Kriterien enthielte und verbindlich wäre.

      „Natürlich ist es nicht einfach, aktuell Maßnahmen bundesweit zu treffen, da in NRW oder Sachsen das Infektionsgeschehen anders ist als beispielsweise in Schleswig-Holstein.“

      Es geht nicht darum, bundesweit einheitliche Maßnahmen zu ergreifen, sondern bundesweit einheitliche Maßstäbe zu haben. Das ist sehr einfach, da man die Stufen problemlos an Termine, besser aber an Inzidenzwerte und/oder Reproduktionsfaktoren, die über einen gewissen Zeitraum eine gewisse Schwelle unterschreiten müssen, binden kann.

      „Es wird aber doch deutlich, dass die Kultusminister anders als bei den letzten Schulschließungen frühzeitig und zielorientiert einen Plan erarbeitet haben bzw. Einzelheiten noch weiter erarbeiten werden.“

      Das ist nicht richtig. Einen Stufenplan gab es z. B. in Bayern die ganze Zeit. Als es dann so weit war, dass er Anwendung finden hätte müssen, hat man vor Ferienende mal eben die Grenzwerte erhöht und die Maskenpflicht wurde von Stadt-/Kreisfürsten auf eigene Faust ausgesetzt.

      „Man darf an dieser Stelle nicht vergessen, dass die Lage derzeit komplex ist“

      Wenn die Lage zu undurchsichtig ist, muss man klar kommunizieren, dass man eine Öffnung von Kitas/Schulen eben aufgrund der Lage nicht verantworten kann.

      Der Beschluss dient nur dazu, jedem/r KM/in weitestgehend die Möglichkeit zu geben, ab 10. zu tun und zu lassen, was ihr/ihm ihrer/seiner Ansicht nach die wenigsten Wählerstimmen kostet. Jetzt schaue ich mal in meine Glaskugel: man wird die RKI-Zahlen, die das derzeitige Infektionsgeschehen vermutlich nicht abbilden, nehmen und verkünden, dass diese es zulassen, die Schulen zu öffnen. Fertig.

    • Was ist denn so schwer daran, einen Stufenplan an Inzidenzen zu koppeln? Dann hat man doch automatisch eine Anpassung ans Infektionsgeschehen. Verstehe den Starrsinn der KMK nicht. Ein solcher Plan liegt seit Monaten von dem rki vor…

  4. werte Redaktion, NTV berichtet aktuell auch mit Verweis auf news4teachers.de

    https://www.n-tv.de/politik/KMK-knickt-ein-Schulen-bleiben-geschlossen-article22269618.html

    ich bedanke mich persönlich für Ihre Arbeit und der sehr guten Berichterstattung,
    es war mir eine Freude Sie an mein komplettes Netzwerk zu empfehlen und Ihre website mit großer Reichweite zu verbreiten, auch ein Kompliment an Ihr offenes Forum, das uns als Leser dieMöglichkeit gibt uns untereinander auszutauschen sowie Informationen zu teilen. Sie sind in der deutschsprachigen Medienlandschaft einzigartig!

    James Smith

  5. An die Redaktion gerichtet:
    „Konkrete Aussagen? Fehlanzeige.“ -> Das ist kein Zeichen professioneller Berichterstattung und gehört allenfalls in einen Kommentar.
    „„Stufenplan“ – ohne Stufen und ohne Plan:“ -> Das ist reichlich polemisch formuliert. „Kultusminister einigen sich Stufenplan mit groben Eckdaten“ wäre professioneller.
    Vielleicht könnten Sie ja entsprechend nachbessern.

    • Nö – tun wir nicht. Es gibt ja gar keine „groben Eckdaten“, es gibt überhaupt keine Daten. Die Kollegen vom Tagesspiegel schreiben von „Arbeitsverweigerung“. Gefällt Ihnen das besser?

      Wir dokumentieren ja den vollständigen KMK-„Beschluss“. Jeder Leser und jede Leserin kann sich damit seine/ihre Meinung bilden, ob wir mit unserer Analyse richtig liegen.

      Herzliche Grüße
      Die Redaktion

      • „Durcheinander bei den Schulen im Lockdown Die Arbeitsverweigerung der Kultusminister

        Die Kultusminister haben versäumt, Schule pandemiesicher zu machen – und Kindern und Jugendlichen damit das Recht auf Bildung erst recht genommen. Ein Kommentar.“

        Dies ist der Titel der Kollegen vom Tagesspiegel. Der entscheidende Unterschied besteht im letzten Wort. Ein Artikel soll sachlich informieren, ein Kommentar beinhaltet eine persönliche Abwägung und die eigene Meinung. In einem Kommentar wären obige Formulierungen akzeptabel – sonst nicht.

        • Und wir bringen eine Analyse. Glauben Sie nicht, die Leserinnen und Leser sind aufgrund der dargestellten Fakten und Zitate in der Lage, diese analytischen Aussagen – die wir im Text ja begründen – nachzuvollziehen?

          Herzliche Grüße
          Die Redaktion

          • Von der Nachvollziehbarkeit habe ich nie geschrieben. Inwieweit der obige Text dem Anforderungskatalog einer Analyse entspricht, ist auch diskutabel.

          • lehrer002: Blödsinn und Schwachsinn bleibt Blödsinn und Schwachsinn.
            Die Kultusminsiter müssen gerade die Hosen runterlassen und alle merken, dass außer dicken Backen in den letzten Monaten keine Ahnung und Planung vorhanden ist. Das macht das Rumgereite auf einem Wort hier oder da wohl wenig. Die Peinlichkeit der KMK ist so schon schlimm genug.

        • Danke, lehrer002! Ich bin ganz Ihrer Meinung.
          Bei n4t sehe ich mich weniger informiert als manipuliert und aufgeputscht.
          Seriöser Journalismus unterscheidet jedoch zwischen Sachinformation und Kommentar. Das habe ich bereits als Schüler in der Schule gelernt, als wir beim Thema „Journalismus und Medien“ waren.

          Leider fällt mir nicht nur bei n4t die zunehmende Vermischung von sachlicher Information und Kommentierung auf.
          Die Redaktion nennt ihr Vorgehen „Analyse“, was sich wieder sehr vertrauenswürdig und fast schon wissenschaftlich anhört. Ist es aber nicht.
          Wenn man so will, sind alle Kommentare hier Analysen. Jeder trifft seine persönliche Analyse von Personen und Geschehnissen. Man vermutet, legt nahe, unterstellt, macht Vorwürfe oder lobt, spricht Personen Fähigkeiten ab oder dichtet sie an, fällt Werturteile usw.
          All das hat nichts mehr mit Information zu tun, sondern mit Beeinflussung und Manipulation. So jedenfalls habe ich es gelernt und bin meinem damaligen Lehrer in Gemeinschaftskunde heute noch dankbar dafür.

          • Dann haben Sie’s falsch gelernt – und womöglich seit damals kein anspruchsvolles Medium mehr in der Hand gehabt. Schauen Sie mal in „Spiegel“ oder „Zeit“ – voller Analysen, nirgends steht Kommentar drüber. Sind auch keine.

            Um mal ein Märchen zu bemühen: Wenn ein Minister sich nackt vor die Presse begibt und behauptet, er trage einen neuen Anzug – dann kann ich als Journalist schreiben, dass der Minister gesagt hat, dass er einen neuen Anzug trägt (= Bericht), ich kann schreiben, dass mir sein Auftritt nicht gefallen hat (= Kommentar) oder ich kann schreiben, dass er in Wahrheit nackt vor der Presse stand (= Analyse). Das sind unterschiedliche journalistische Herangehensweisen, und jede hat (je nach Anlass) ihre Berechtigung.

            Als kompetenter Leser können Sie diese Formen natürlich leicht auseinanderhalten. Unsere Seite heißt bekanntlich News4teachers – wir schreiben für ein akademisch gebildetes Publikum. Da müssen wir doch nicht ernsthaft über jeden Text schreiben, was für ein Text („Bericht“) das nun ist, oder?

            Herzliche Grüße
            Die Redaktion

          • Robert,
            ich fühle mich als Elternteil und Mann einer Lehrerin viel mehr von der Verharmlosung, Wissenschaftsleugnung und Ignoranz in der Bildungspolitik abgestoßen als von den deutlichen Worten bei news4teachers.

          • Leider haben viele andere Medien in den vergangenen Monaten nur berichtet und nicht analysiert (bzw. den gesunden Menschenverstand eingeschaltet) und haben kritiklos Pressekonferenzen der Kultusminister*innen oder auch der Kinderärzt*innen wiedergegeben. Teilweise artete es zudem in den Kommentaren der Journalisten in Lehrerbashing aus, anstatt zu erkennen, dass die Behörden daran scheitern, einen sicheren Präsenzunterricht mit Plexiglasscheiben, Luftfilteranlagen, geeigneten Masken, etc. zu gewährleisten. Zudem gelang es den KuK nicht funktionierenden Wechselunterricht/Hybridunterricht flächendeckend zu ermöglichen bzw. es fehlte zumindest der Wille und die Bereitschaft, es wenigstens zu versuchen. Wie damals bei den fehlenden Beatmungsgeräten und Masken hätte man für die Schulen alle Kräfte zusammentrommeln können, um die Schulen schnellstmöglichst auszustatten. Über all das hätten auch andere Medien schon früher berichten können, vielleicht wäre dann auch schon eher etwas geschehen, vielleicht wären wir nicht in einem zweiten Komplettlockdown inklusive kompletten Distanzunterricht gelandet, vielleicht hätte sich das Virus über die Schulen nicht so schnell verbreitet und viele Milliarden an Überbrückungshilfen hätten gespart werden können und nicht zuletzt hätte man viele Leben retten können.
            Erst seit ein paar Wochen berichten, nein, analysieren nun auch die anderen Medien glücklicherweise differenzierter. Ich denke, dass daran N4T einen großen Anteil hat. Danke dafür.

          • @Meinung am Mittag 4. Januar 2021 um 21:29

            Das sehe ich allerdings auch so!

            Und auch in meinem Namen herzlichen Dank an die n4t-Redaktion.

      • Ohne Stifen ohne Plan ==> eine schiefe Ebene.
        Auf einer schiefen Ebene könnte man mit viel Mühe etwas nach oben bewegen, aber wer dei Voraussetzungen im schulische Bereich kennt, weiss, dass es nur noch weiter abwärtsgehen kann.

        Wenn wir SuS aus Schulen entlassen, die das Kompetenzniveau von Schulministern (m/w/d) in den Abschlussprüfungen erreicht haben, dann brauchen wir uns um die Zukunft keine Sorgen mehr machen. Die Wahrscheinlichkeit auf mittlere Sicht gesehen keine Zukunft zu haben, liegt dann vermutlich bei um die 93%. D.h. noch bevor die Klimawende erreicht worden ist, entspricht der Entwicklungsstand deutschlands dem eines „Vierte Welt Staates“.
        Der einzige Vorteil ist darin zu sehen, dass je höher die Außentemperaturen infolge des CO(2)-Ausstoßes werden, desto weniger Auftrieb haben die Heißluft absondernden Schulpolitiker aller Parteien.

    • Monatelang war das Thema Schulen während der Coronakrise in denMedien kein Thema. Selbst nach konkreten Schreiben und Hinweisen auf die Missstände- nichts.
      Da muss es einer Seite, die Lobbyismus für das ungeliebte und allseits verteufelte Bildungspersonal betreibt, durchaus einmal erlaubt werden, deutlich und auch manchmal subjektiv zu werden.
      Danke, News4teachers!
      Ohne Euch würde noch heute keine müde Zeile in Spiegel, SZ, NTV und Co. an das leidige Thema Schulen verschwendet werden

    • Ach lieber Lehrer 002: sie sind leider auf die Propaganda der KMK hereingefallen und versuchen, die Stiche, die hier bewusst und vor allem berechtigt gesetzt werden zu mindern, damit die KMK ungestört und mit gutem Allgemeinbefinden ihren Wahnsinn weitertreiben kann.
      Manchmal hilft es eben nur, Fakten klar zu benennen und den Verursachern von Ungemach für viele das Leben etwas unbequemer zu machen.
      Dafür danke ich der Red von N4T!!!

  6. „Die KMK bekräftigt die große pädagogische Bedeutung des Präsenzunterrichts für die Schülerinnen und Schüler“

    Ach ja? Warum gibt es dann keine Luftfilter, keine Plexiglaswände, kein zusätzliches Personal und nicht einmal ausreichend viele Masken für alle Beteiligten?

    Also ist nicht der Präsenzunterricht für die KMK wichtig, sondern dass es weiterhin nichts kosten solle.

    So wird das aber nichts! Wenn die Klassen 1-6 und dazu 10 und 12 in Präsenz sind, dann ist das mehr als die Hälfte der Kinder! So werden weder die Inzidenzen sinken noch die Zahl der Toten. Eher im Gegenteil… damit provoziert man die dritte Welle!

    Es kann nicht das Ziel sein, sich über Inzidenzen jenseits von 50 überhaupt zu unterhalten! Das ist ein Bereich, in dem man nicht dauerhaft sein will, kann und darf! All diese Stufen und das ganze Zeugs könnte man bestenfalls im Inzidenzbereich zwischen 10 und 25 anwenden. Über 50 muss alles zu sein, sonst kommen wir nie nach unten.

    Dazu muss es ZWINGEND ein neues Testkonzept geben für Schulen im Präsenzbetrieb. Es kann nicht sein, dass weiter nicht ausreichend getestet wird. Jeder, der im Raum war, muss K1 sein und in Quarantäne sowie getestet werden. Alles andere ist russisches Roulette mit den Leben der LuL, Eltern und Großeltern als Einsatz.

    Ich frage mich, was die KMK aus der zweiten Welle, zu deren Ausmaß sie in großem Teil beigetragen haben, gelernt haben. Gar nichts? Ich hoffe sehr, dass die MP + Frau Merkel das „Konzept“ morgen in Stücke reißen und alles geschlossen lassen, bis wir bei weniger als 25 angekommen sind.

    • Ich bin (wieder einmal) entsetzt: Nachdem ich Frau Priens Stellungnahme gelesen hatte, habe ich einen Moment lang so etwas wie einen Funken Hoffnung gehabt – sowohl als Mutter als auch als Lehrkraft – naiv, naiv!
      Es bleibt dabei, dass MP und KM nicht angemessen vernünftig und sachlich / sachgerecht agieren – die Gründe sind offensichtlich und zur Genüge in diesem Forum dargelegt …
      Es bleibt nur zu hoffen, dass sich Frau Merkel morgen mit ihrer sachlich fundierten Sichtweise und ihrem wissenschaftliich-analytischen geprägten Verstand durchsetzen wird.
      Sie scheint hier einmal mehr der letzte Rettung zu sein …

    • Jan aus H,
      es wird wieder auf Schlupflöcher und Ausnahmen hinauslaufen und in einem Monat stehen sie alle wieder da und wundern sich, warum die Infektionszahlen nicht sinken. Distanzunterricht für alle, ohne Ausnahme, das wäre die richtige Maßnahme.

  7. @Lehrer002,
    „Kultusminister einigen sich Stufenplan mit groben Eckdaten“. Hä? Wäre auf Ihre „groben Eckdaten“ gespannt. Wenn möglich mit richtiger Grammatik als „Lehrer002“ doch sicher ein Kinderspiel.
    An die Redaktion: Weiter so! Klare Aussagen, professionell und objektiv!

  8. Was soll man noch sagen? Mit „Ohne Stufen, ohne Plan“ ist alles perfekt und prägnant zusammengefasst.

  9. Ich habe ehrlich gesagt nichts dagegen wieder in meine Klasse (GS) zu gehen, am liebsten wäre mit wenn sie geteilt würde (was in BW nicht erfolgen wird). Doch wenigstens eine Maskenpflicht hätte ich mir gewünscht und auch FFP2 Masken vom Arbeitgeber. Doch wir Grundschullehrer sind ja Kanonenfutter. Nur die Gymnasiallehrer werden mit Masken versorgt. Wieder Mal eine Zweiklassengesellschaft. Es hat sich nichts geändert seit dem ersten Lockdown. Null Plan im Kumi! Ihre blöden Grüße für unsere Arbeitsbereitschaft kann sich diese respektvolle Dame in den …. schieben. Ich gehe nur noch in die Schule, weil ich mich meinen Schülern gegenüber verpflichtet fühle und ihren Eltern gegenüber. Mein Arbeitgeber ist das Letzte!

    • Auf die Masken kann ich gerne verzichten. Heute kam vom PhV-BW eine Pressemeldung zu den Masken. Die haben die extra testen lassen. Die stinkenden grünen Masken lassen fünf mal mehr Partikel durch als FFP2-Masken.
      Die sind Schrott und wurden auf diese weise kostengünstig entsorgt. Schulen und LuL als Müllschlucker.

      • Die Lehrer sollten die Masken zurückschicken, Andreas Scheuer bekam seine Plätzchen auch zurück. Symbolpolitik können auch Lehrer 🙂

    • Eigentlich hat sich das doch abgezeichnet, dass die Kultusminister sich nicht auf eine schärfere Gangart einigen werden, wenn man die unterschiedlichen Bundesländer anschaut und was vorher bekannt war.
      Man hat den kleinsten gemeinsamen Nenner definiert, damit jeder noch so machen kann, wie er denkt. Ich bin einmal gespannt, ob es morgen besser wird, wenn die Länderchefs zusammenkommen.

      Ich hoffe, es wird bald entschieden, es macht nämlich von der Vorbereitung einen großen Unterschied, ob es in den Distanz- oder Wechselunterricht geht.

    • Grämen Sie sich nicht darüber… Wir (GS und GMS) haben FFP2 Masken bekommen. Herrlich grün, aber komisch riechend und wenig vertrauenserweckend. Da vertraue ich besser meinen selbst gekauften…

    • Auch für mich als Gymnasiallehrer unterschreibe ich Ihre Meinung. Allerdings dürfen Sie gerne meine zahlenmäßig üppigen (2 Stück) Masken haben, die nicht FFp2 sind sondern Lagerware vom Frühjahr mit angeblich KN95 – grausig stinkende grüne Kaffeefilter. ROFL ROFL

  10. Welcher Kultusminister würde freiwillig einen Tag mit 25 – 30 Kinder ohne Maske und Mindestabstand in einer Kita verbringen wollen?? Bei 4 Gruppen sind ca. 100 Haushalte vertreten.. Freiwillige vor!!

    Oder beziehen Sie sich dann auf das Versammlungsverbot?!?

    Welcher MinisterIn möchte die Verantwortung übernehmen, sich bei einer Kranken oder sterbenden Person zu entschuldigen, wenn die Fallzahlen wieder ansteigen! Und dafür, dass der Lockdown dann wieder verlängert wird und die Wirtschaft und die Kinder weiter leiden!

    Bildung und Gesundheitsschutz müssen unter einen Hut gebracht werden! Es geht darum qualitativen Online-Unterricht anzubieten mit dem man die Möglichkeit erhöht die Schule offen zu lassen! In welchem Fall haben die Kinder denn mehr Nachteile, wenn sie Wechselunterricht (Präsens -und Onlineunterricht) haben oder eingesperrt in Quarantäne zuhause sitzen!?!

    Zitat Marina Weisband:“In der Pandemie sind die Klassen am besten gefahren, die auch sonst relativ selbstständig gearbeitet haben, relativ fachübergreifend, relativ digital. Schlechter ging es denen, die sehr auf Kontrolle, Prüfungen und starre Unterrichtskonzepte gesetzt haben. Aber ersteres sind sowieso merkmale zeitgemäßen und effektiven Lernens. Das Schulsystem muss sich schon lange auf diesen Weg machen. Das jetzt vorzubereiten ist also eine sehr lohnende Investition.“

    Sehen wir es als Chance das Unterrichtskonzept zu modernisieren!!
    Veränderung braucht Flexibilität und keinen Altersstarrsinn!

    Viele Kinder und Jugendliche werden erst gar nicht getestet. Einige KinderärztInnen meinen dazu: Bei Kindern ist es meistens ein normaler Infekt, bleiben Sie einfach ein paar Tage zuhaus..
    Und das mit Halsschmerzen, 40,6 Fieber und Durchfall!
    Es wäre interessant zu wissen wieviele Kinder und Jugendliche mit diesen Erkältungssymptome nicht getestet wurden!
    Bitte unterschreiben und weiterleiten :

    Bitte unterschreiben und weiterleiten:

    Bitte unterschreiben und weiterleiten
    https://www.openpetition.de/petition/unterzeichner/bildungsgerechtigkeit-und-gesundheitsschutz-in-der-pandemie

  11. Die KM haben im Moment keinen A…..In der Hose! Deren Hoffnung evtl.: Morgen wird Frau Merkel ihnen sagen wo es lang geht! Dann liegt die Verantwortung nicht mehr bei ihnen! Egal wie es dann ausgeht, ist entweder Frau Merkel dann SCHULD, sie hätten es ja besser gemacht, wenn die Entscheidung bei Ihnen geblieben wäre oder es wird alles gut, dann hängen sie sich auch an diese Aussage! FÄHNCHEN NACH DEM WIND RICHTEN!
    Beide Richtungen gehen gut für sie aus, da die Verantwortung abgegeben wurde! Taktisch gute Entscheidung getroffen, falls es so kommt?!
    Sie hätten sich aus dem Schussfeld genommen ohne all zu viel Federn zu lassen!

    • Hallo?!? Die Bundeskanzlerin ist nicht die Oberbefehlshaberin, der MPen/innen oder KM/innen zu gehorchen haben. Sie hat direkt auch gar nichts zu melden, weil Bildung nun einmal Ländersache ist. Und Verantwortung lässt sich auch nicht abschieben: es sind die Ministerpräsidenten, die für ihr Land zuständig sind.

      • @Michael
        Dies ist mir natürlich auch bekannt!
        Besondere Situationen bedürfen besonderen Regelungen!
        Alles Spekulation gemischt mit Ironie! aber z.Z. weiss man wirklich nicht, was noch möglich ist oder plötzlich möglich gemacht wird!
        Wie gesagt, vielleicht wären die KM ganz froh??? Verantwortung ohne Gesichtsverlust abzugeben, da sie ihnen einfach weggenommen wird?

        • Das glaube ich nicht einmal. Die KM werden tun, was ihrer Meinung nach die meisten Stimmen bringt bzw. die wenigsten Stimmen kostet.

          Wenn man an das Frühjahr zurückdenkt, dann passen die Entscheidungen auch zur damaligen Berichterstattung.

          Ab dem ersten(!) Tag der Schulschließungen wurde täglich live aus dem Wohnzimmer über das dramatische Schicksaal deutscher Eltern berichtet, die ihre Tränen kaum noch zurückhalten konnten, ob der Trümmer ihres Lebens, vor denen sie plötzlich standen.

          Das Bild wurde später dadurch abgerundet, indem der der Eindruck erweckt wurde, dass praktisch kein Lehrer seine Hausaufgaben machen würde, weil alle – für Eltern unerreichbar – sich in Corona-Urlaub befänden.

          Die erschütternden Nachrichten haben dann auch die KM erreicht und so wurde das Versprechen gegeben, dass es einen zweiten Lockdown nicht geben wird. Der Rest ist Geschichte.

  12. Wann kommen endlich Massnahmen, die durchdacht und gesundheitschützend sind von den KuMis?
    Warum haben wir eigentlich keine Kontakte, wenn dann in den Schulen nicht konsequent für Gesundheitsschutz gesorgt wird? Es wäre wirklich sinnvoll alle KuMis und Gesundheitsminister und MPs in eine Schule zu setzen, dann alle 20 Minuten lüften, in den Pausen natürlich querlüften. Und danach besuchen die dann Ihre Eltern …
    Statt sich gut geschützt in Ihren Büros zu verschanzen.
    Es fällt einem tatsächlich nichts mehr ein … nach 8, fast 9 Monaten Pandemie. Traurig! Man fragt sich wirklich was das mit Bildungsgerechtigkeit zu tun hat, um die sich schon seit Jahrzehnten genauso wenig gekümmert wird, wie um echte Inklusion.

  13. @Redaktion: Ihre letzten Auslassungen zur Differenzierung von journalistischen Textsorten ist aber sehr – sagen wir mal – emotional. So sehr ich Ihre Arbeit schätze, der Ton(fall) geht doch zu weit.

    • Nochmal deutlich formuliert: Die Auslassungen sind herablassend und beleidigend – das möchte ich von Redaktionsseite nicht lesen … Tut mir leid – das muss gesagt werden.

    • Nur zum Verständnis: Uns wird vorgeworfen, „zu manipulieren und aufzuputschen“ – wir erklären sachlich, welche journalistischen Gattungen es gibt. Und das ist emotional?

      Herzliche Grüße
      Die Redaktion

        • Liebe Nelle,
          @Redaktion,

          sich gegen Unterstellungen sachlich zu verwahren, ist völlig legitim!

          Eben absolut professionell!
          Völlig korrekte Verteidigung der eigenen Argumentationslinie!

          Über die dabei verwendete Diktion ließe sich streiten: ob man bestimmte Überempfindlichkeiten unter Umständen bewusst einkalkulieren, herauskitzeln, möchte – oder eben nicht.

          Dass die Einlassungen der Redaktion auf Sie „herablassend“ und „beleidigend“ wirken, ist also a l l e i n I h r Problem, Nelle.

  14. @Robert,
    „… Bei n4t sehe ich mich weniger informiert als manipuliert und aufgeputscht…“
    Vielleicht sollten Sie uns dann nicht mit Ihrer Meinung aufputschen. Journalismus beinhaltet auch das Recht auf freie Meinungsäußerung, untermauert mit Sachinformationen, Analysen und Recherchen. Aber das wird Ihnen ja sicher schon bekannt sein.
    Trotzdem gut, dass Sie sich äußerten. Jeder hat eben seine Meinung, ob sinnhaft oder nicht.

    • „Freie Meinungsäußerung“ gehört als „Kommentar“ gekennzeichnet, werte Milla. Ist nun mal so, auch wenn in den Medien Information und Kommentar immer häufiger gemischt werden, um gleich auch eine bestimmte Meinung nahe zu legen und dem Leser oder Hörer das eigene Denken und Urteilen abzunehmen.
      Aber danke, dass Sie mir großzügig „das Recht auf freie Meinungsäußerung“ zubilligen, wenn auch mit dem Seitenhieb „ob sinnhaft oder nicht“.

      • @Robert

        „… um gleich auch eine bestimmte Meinung nahe zu legen und dem Leser oder Hörer das eigene Denken und Urteilen abzunehmen.“

        Das würde dann aber voraussetzen, dass sich der Leser oder Hörer das eigene Denken und Urteilen abnehmen lassen WILL.
        WILL er das nicht, lässt er es bleiben.

  15. @Nelle,
    die Redaktion von n4t sieht sich oftmals Angriffen ausgesetzt, die, um es mal vorsichtig zu sagen, wenig „Hand und Fuß“ haben. Warum können, ja warum dürfen sie nicht emotional reagieren? Es sind Menschen, die für uns recherchieren, auswerten und nachfragen. Ich sage einfach DANKE!

    • Ich weiß das – und schätze die Arbeit der Redaktion sehr. Es geht auch nicht um die sachliche Entgegnung, sondern um die Bemerkungen über den Leser / Foristen.
      Wenn die Redaktion ironisch wird und sich über Foristen lustig macht, fühle ich mich unwohl. Übrigens geht es mir bei Beleidigungen zwischen Foristen genauso.
      Die professionelle Redaktion sollte sich aber solcher „Strategien“ enthalten – auch wenn ich den menschlichen Ärger über solche Vorwürfe / Aussagen verstehen kann. Selbst in einem Kommentar (= persönliche Bewertung) sollte eine Beleidigung unterbleiben. Oder finden Sie das nicht?

      • Wir gestehen – die Antwort war (ein bisschen) arrogant. Wir bitten aber um Anerkennung mildernder Umstände: Wenn Lehrern von Eltern vorgeworfen wird, dass sie – wenn sie nicht die ganze Unterrichtsstunde vorn an der Tafel stehen und mit dem Zeigestock winken, das hätten die Lehrer vor 200 Jahren schließlich auch so gemacht – von ihrem Beruf nichts verstehen, dann nehmen wir hin und wieder von unseren Lesern auch schon mal gereizte Reaktionen wahr.

        Herzliche Grüße
        Die Redaktion

          • Ja und, Arroganz muss man sich auch leisten können. Und im Gegensatz zur KMK leistet die Redaktion ja etwas.

            Ja, das Vorgehen der KMK kann man kommentieren, deren Beschlüsse kann man analysieren und bewerten. Das sind aus meiner Sicht aber zwei Paar Stiefel.

          • Arroganz kann oder sollte sich keiner leisten. Sie verletzt nur und schadet jeder sachdienlichen Diskussion.

  16. News4Teachers hat seit Beginn der Pandemie nahezu lückenlos Aufklärungsarbeit betrieben – und dies zu Zeiten, als fast alle anderen Medien, aus welchen Gründen auch immer, über die haarsträubende Schulpolitik, die eine Politik der Unterlassungen und der Ignoranz gegenüber wissenschaftlichen Erkenntnissen war, geschwiegen hat. Dafür gebührt den Redakteur*innen meines Erachtens ein Journalistenpreis. Dass sich die Redaktion hin und wieder erlaubt, Wortspiele in ihren Titeln zu machen, macht für mich das Lesen über die traurige Gesamtsituation, mit der wir leider in den Berichten konfrontiert sind, halbwegs erträglich.

    Danke an News4Teachers!

    Und zu den KuMis: das, was ich sowohl über die Bildungspolitik der letzten Monate gelesen als auch selbst erlebt habe, ist ein Armutszeugnis auf der ganzen Linie, das aus meiner Sicht nicht nur journalistisch, sondern in den kommenden Monaten und Jahren und auch juristisch aufgearbeitet werden muss und wird.

  17. Danke für diese wertvolle Arbeit auf Ihrer Homepage. Meiner Meinung nach die einzige Seite, die für die Gesundheit der gesamten Schulgemeinde kämpft, die körperlich Unversehrtheit über das Recht auf Bildung stellt und die eigentliche Arbeit der Gewerkschaften übernimmt. Vielen herzlichen Dank!

  18. Da reden wir von ein paar Wochen Homeschooling. Was die Leute für ein Aufriss daraus machen. Schlimmer als in Hollywood! Unglaublich! Gibt es diese „Mein Kind leidet ohne soziale Kontakte und außerdem hat es ein Recht auf Bildung, selbst wenn Ebola grassieren würde“-Eltern nur in Deutschland?!

    Viele KuK haben mir anvertraut, dass sie bei hohen Inzidenzzahlen die Schule nicht betreten werden. Mittlerweile ist das persönliche Infektionsrisiko dafür zu hoch. Ich befürchte, wenn die Schulen ohne weitere Schutzmaßnahmen öffnen, werden wir Probleme bekommen, LuL zu finden, die bereit sind den Präsenzunterricht zu übernehmen.

    • Selbst Frau Eisenmann, welche kürzlich in Ravensburg das Kreismedienzentrum besuchte, um sich über digitale Bildung zu informieren, wollte keinerlei Kontakte zu Schülerinnen und Schülern !!!!
      Schulen sind sicher ???

      • @Schulen sind sicher ???

        Nein, nein …
        Es war bestimmt so:
        Die Eisenfrau hat sich freiwillig selbst altersdiskriminiert mit Ihrer selbstlosen Kinder-Kontakt-Sperre, nur um die lieben Kleinen zu schützen.
        So herum ist es richtig.
        Und dafür wird die arme Dame jetzt völlig zu Unrecht angegriffen, weil Sie halt missverstanden wurde.
        😉
        Mein Herz blutet. NICHT.

  19. https://www.hessenschau.de/gesellschaft/uebergangswoche-wechselunterricht-priorisierung-mit-diesem-modell-will-hessen-schule-machen,schule-nach-winterferien-100.html

    In Hessen fröhnen wir wieder Mal voll der INSM und „Familien in der Krise“ Linie. Es ist nur noch zum kotzen!
    Hurra Hurra die dritte Welle ist da wird der Karnevalshit dieses Jahr wenn er damit ernst macht.
    Zum Glück wird das Personal in Schulen ja schon im Sommer geimpft. Ein Hoch auf den Provinzfürsten, es winken sicher ein paar nette Posten in ganz illustren Aufsichtsräten. Sehr verdientes Ruhekissen für die harte Arbeit während des letzten Jahres vor allem. Aus einen tollen Beruf wurde ein Traumberuf. Immer an der frischen Luft, übers Wochenende kann sich alles ändern, endlich konzentrieren sich die Kids Mal voll und ganz auf die Schule Dank Schließung von Sportvereinen und Freizeiteinrichtungen und sogar die Visagen der Beschulten muss man sich nicht mehr anschauen Dank der farbenfrohen MundNasenBedeckungen. Danke danke danke.
    Was freuen wir uns auf ein ereignisreiches neues Jahr, in dem vor allem der Gesundheits- und Arbeitsschutz im Hintergrund steht und die Befindlichkeiten einiger Eltern und den jeweils gerade rechten Studienergebnissen die vollste Aufmerksamkeit gewidmet wird.
    Und immer dran denken:
    Immer wenn du denkst es geht nicht irrer
    kommt daher ein Kultusminister.

  20. Warum überhaupt noch ein Treffen aller Minister? Jedes Bundesland kocht wieder sein Süppchen,sucht ein Schlupfloch und die Zahlen bleiben hoch. Hätte man vor Weihnachten bis heute einen vollen Lockdown mit Ausgangssperre für ganz Deutschland verhängt,könnte man vielleicht über Öffnungen der Schulen reden . Von den Kitas mal ganz abgesehen,da steht es den Eltern ja frei. Jeder der ,, Bedarf,, hat, und das sind sehr viele können ihre Kinder bringen. Erzieher stecken sich ja eh nicht an,da Kinder keine Überträger sind.

    • Tragischerweise hat sich meine Freundin in einer Kita bei einem Kind angesteckt. Die gesamte Belegschaft der Kita ist erkrankt. Eine junge Frau hat nun ihre Eltern angesteckt und die Mutter liegt mit schweren Symptomen im Krankenhaus. Da sie ihre Großmutter gerade an Covid verloren hat ist die Angst entsprechend groß.
      Das Kind war bis auf leichten Husten symptomlos. Es kam ganz normal in die Kita. Soviel zum Thema: „Jüngere Kinder sind nicht so stark betroffen.“ Hier war das Kind höchst ansteckend. 7 Erwachsene sind erkrankt.

      • Gerade in meinem Wohnort an der im letzten Jahr neu gebauten und neu eröffneten Kita vorbei. „Offenes Konzept“ drückt sich in der Architektur aus. Von der Straßenseite aus ist die komplett verglaste Front einsehbar: Garderoben mit abführenden Gruppenräumen. Die Garderoben der Kids waren fast vollständig belegt… Noch Fragen? Mir graut es schon davor im Januar/Februar mit den Praxisbesuchen in den Kitas durchzustarten.

  21. Dann auf auf in NRW mit der höchsten Stufe,
    GeBauer hat ja schon lauthals angekündigt, dass bei einer Inzidenz unter 200 gar keine Massnahmen stattfinden sollen in NRW.

    • ja, weil Frau Gebauer weiß, dass es ion NRW überhaupt keine Klassen mit 200 Schülern gibt. Da alle Klassen weniger als 200 SuS haben können auch alle im Regelbetrieb zur Schule.
      Und 7-Tage-Inzident wird nicht erreicht, da der Schulbetrieb ja nur an fünf Tagen stattfindet.
      Folglich gilt: Maximaler Klassenteiler an GY in NRW ist 35, Anzahl der Unterrichtstage ist fünf, folglich liegt die Inzidenz bei höchsten 175. Und das ist unter 200. – Warum soll man da die schulen schließen? Und bezogen auf 100.000 – Was soll der Quatsch, keines ihrer Schulkapitel hat 100.000 Schulen.
      Alles wissenschaftliche Klugscheisserei, die für ihre Entscheidungsfindung überhaupt keine Bedeutung hat und vollkommen an der Lebenswirklichkeit von Schulen vorbeigeht. Also so wie mir die Schulministerin – tangential an der Po-Ebene vorbei.

          • @Mary-Ellen

            Ich hoffe auch, dass Oliver Welke hier mitliest.
            Ich würde auch gerne sehen/hören, wenn Gernot Hassknecht (sowieso der Hit) die Hutschnur reißt …
            🙂

            Vielleicht wäre das aber auch etwas für Jan Böhmermann?

            Oder Welke und Böhmermann machen mal ein „ZDF Spezial“ der besonderen Sorte?
            Das könnte ein großes Ding werden …
            (Hallo ZDF 😉 )

        • @Pit: Mein Vorschlag:
          Ein sog. „KUMI-COMEDY-SPECIAL“ (und man kann praktischerweise Originalzitate verwenden…)

          • @Mary-Ellen

            Spitzenidee!
            Vielleicht werden Wünsche wahr?
            Ich würde es uns allen gönnen – „Ein bisschen Spaß muss sein, dann geht **** (HIER bitte einsetzen, was gefällt) von ganz allein …“
            (Bitte Musik, Roberto Blanco und Partypolonaise dazudenken.)
            🙂

  22. Wie muss man sich das eigentlich vorstellen?
    Sitzen die 16 Kultusminister*innen an nem runden Tisch und überlegen wirklich sinnvolle Maßnahmen oder überlegen sie sich, wie sie am besten die komplette Nation verar…en können?

    • „Sitzen die 16 Kultusminister*innen an nem runden Tisch“

      Nein, wo denken Sie hin!

      Natürlich sitzen die bequem in einer Videokonferenz, sonst könnte man sich ja Corona holen.

    • Zu gefährlich. Machen die natürlich nur per Videoschalte. Dabei wären die ach so sicheren Schulen gerade frei. Aber nur wir Deppen der Nation dürfen ab Montag wieder Russisch-Corona-Roulette mit unsere Gesundheit und der unserer Familien spielen.

    • @ Defence
      Ich denke mal, die Damen und Herren sitzen gut geschützt „wo auch immer“ und beratschlagen wie sie neuerlich ihre Unfähigkeit, Untätigkeit, Ignoranz und Arroganz in ( vielleicht???) andere und noch nichtssagendere , einlullende Formulierungen packen können, damit eben das niemand bemerkt. Besonders nicht die „doofen“ LuL und die zu vielen , nicht alle (!!!) (nicht weniger doofen) Eltern, die sich freuen, wenn die Verwahranstalten e n d l i c h wieder „Entlastung“ bringen…

      • Liebe Mama51,

        Videoschalte ist klar.
        Der Schwerpunkt meines Kommentars lag im zweiten Teil. Und Sie haben es nochmal treffend formuliert. Ich glaube tatsächlich es wird beratschlagt, welche Formulierungen verwendet werden können, um die größtmögliche Augenwischerei zu betreiben.

        • Nun,
          es sind ja viele Juristen darunter und eine Immobilienmaklerin…… Was AUSSER Augenwischerei und Schönformulierungen ohne Inhalt kann da vom Coronafutter erwartet werden?

    • Nein. Ein persönliches Treffen ist denen doch viel zu gefährlich. Dann doch lieber digital aus dem Palast oder gar aus dem Homeoffice.

    • „Sitzen die 16 Kultusminister*innen an nem runden Tisch“

      Präsenz, ohne Abstand, ohne Maske?!? Viel zu gefährlich. Natürlich läuft das per Videokonferenz.

  23. Und dann noch dazu, dass Grundschüler*innen in voller Präsenz zurück in die Schulen sollen: Wieder ein Beweis, dass die KuMis und ihre Referent*innen nicht die neueste virologische und epidemiologische Literatur gelesen haben sowie die neuesten Erhebungen zu Krankenständen wahrgenommen haben, die inzwischen unbestritten zeigen, dass kleine Kinder genauso ansteckend sind wie Erwachsene. Eben genau das, was Drosten schon zu Beginn der Pandemie nachgewiesen hatte, wurde nun vielfach auf internationaler Ebene bestätigt. Tja, die KuMis und ihr Personal haben Weihnachten gefeiert und sich erholt von der anstrengenden Vertuschungsarbeit, während das Krankenhauspersonal bis zur Erschöpfung arbeiten musste. Ich hoffe sehr, dass Merkel und ihre wissenschaftlichen Berater*innen den KuMis morgen Nachhilfe erteilen. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

  24. Ein aufgewärmter Stufenplan als Ergebnis einer Videokonferenz von 16 gut alimentierten (B9/10 oder was?) Politprofis. Stufen ohne Plan mit „Spielräumen“. Und in den Tagesthemen ist jetzt Herr K. vom Psychologenverband, der uns erklärt, wie Bildung in der Pandemie laufen sollte.

  25. Ich frage mich die ganze Zeit, warum die 16 Kultusminister sich überhaupt noch zu dem Thema treffen. Geht es wirklich nur darum um wichtige Minuten beziehungsweise Sendezeit im Fernsehen zu kommen? Maßnahmen werden in den Sitzungen ja sowieso nicht diskutiert.
    Das könnten die 16 Schlaumeier sich sparen!

  26. Die KMK „bekräftigt die große pädagogische Bedeutung des Präsenzunterrichts für die Schülerinnen und Schüler“

    DAS unterstütze ich ausdrücklich. Den Stufenplan finde ich auch gut: „Zuerst sollten dann die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 6 wieder Präsenzunterricht haben und die weiteren Jahrgänge im Distanzunterricht bleiben. Durch eine Halbierung der Klassen solle in einer zweiten Stufe dann ergänzend Wechselunterricht für Schülerinnen und Schüler höherer Klassen ermöglicht werden.“

    Das ist doch genau richtig. Die meisten Lehrer, die ich kenne, sehen das ebenso.

    • Sie unterstützen, dass all das OHNE ausreichenden Gesundheitsschutz passiert?

      Dass Präsenzunterricht wichtig ist, stand nie außer Frage. Offenbar ist er den KM aber nicht wichtig genug, um in den Schutz zu investieren. Alles, was sie bislang an „Schutzmaßnahmen“ gemacht haben, kostet entweder nichts (lüften) oder wird von anderen bezahlt (Masken). Wirksam wäre: Luftfilter (teuer) + Plexiglaswände (teuer) + kleinere Klassen (teuer wegen Personal).

    • „Den Stufenplan finde ich auch gut“

      Es gibt keinen Stufenplan, weil die dort genannten Stufen an keinerlei Kriterien gebunden sind. Insbesondere die Bedeutung der Formulierung „Sollten es die Situationen in den einzelnen Ländern zulassen“ wird schon bald deutlich werden.

      Man könnte auf die Idee kommen, einen schulbezogenen Grenzwert zu formulieren, z. B. könnte an einer Schule Präsenzunterricht stattfinden, so lange von einem Ausbruch nicht wenigstens drei Klassen betroffen sind. Schon sind alle Schulen nach den Ferien im Präsenzunterricht, weil die Situation es zulässt. Und damit das auch so bleibt, werden die Kinder, die später in Quarantäne müssen, auch gar nicht erst getestet.

  27. Danke an die KM. Dank dieses Hinweises auf Abschlussklassen sitzen wir auch wieder an den weiterführenden Berufsschulen bei offenen Fenstern und ohne sonstigen Schutz gemütlich mit Kindern zusammen, die mindestens 30 Jahre alt sind. Deren Eltern sind sicher froh, dass die Frage der Betreuung damit geklärt ist. Glücklicherweise studieren meine eigenen, gleichaltrigen Kinder an der Uni und sind damit dank online Vorlesungen außer Gefahr.

  28. Was fehlt ist weniger ein Plan, sondern schlichtweg und einfach MUT!

    Wahlkampf in vielen Bundesländern und bald auf Bundesebene dazu gleichzeitig Pandemie und Krise passen nicht zusammen.

    Richtig wäre es doch gewesen, einen Plan zu fassen nach dem Worst-Case Prinzip und darauf aufzubauen. Jetzt arbeitet man aber anders herum Normalzustand und dann mal schauen wo wir einschränken können. Andersherum wäre aber einfacher, weil lockern geht immer bessern, als die Zügel anziehen (kennt man auch aus dem Klassenzimmer).

    Was wurde alles versäumt?

    => Nachfragen an den Schulen:
    – kein KuMi soweit mir das bekannt ist, hat sich in irgendeiner Form darüber informiert wie wir die letzten zehn Monate gearbeitet haben – sonst wird auch jeder Mist evaluiert, zig Statistiken im Jahr angefordert, aber hierzu kam nix. Was wirklich geleistet wurde, wo Lücken aufkamen, wo Probleme entstanden wurde nicht wahrgenommen. Auch wurde nirgends mal das Heft in die Hand genommen und in Schulleitersitzungen, Sprengelsitzungen oder sonstwo, ein Ist-Zustand zusammengefasst und geschaut wer kann was, wer hat was zu bieten, was hat sich bewährt, wo klemmt es, wer kann wem helfen. Nein wir arbeiten weiter jeder in unserem kleinen Inselstaat vor uns her… mit zig unterschiedlichen Modellen und erfinden ständig jeder für sich das Rad neu. Es ist unglaublich wie man mit den Ressourcen hier umgeht. Und dann kriegt man noch eine auf den Sack, wenn man sich übergreifend über mehrere Schulen zusammenschließt um Probleme gemeinsam zu lösen, weil SSA und OSA bzw. RP nicht gut aufeinander zu sprechen sind.

    => Nachfragen bei den Eltern
    – oh ja keiner hat in der ganzen Diskussion mal Eltern gefragt was bei Ihnen gehen würde und was überhaupt nicht möglich ist. (Gut vielen KuK fragen sich, sagen dann da alle die Wahrheit? Aber Tendenzen könnte man sehen.) Nie wurde nachgefragt, welche Eltern auf eine Vor-Ort-Beschulung verzichten könnten. Okay in BaWü gibt es keine Präsenzpflicht, faktisch sind aber fast alle Kinder da, da zum einen niemand sein Kind als einziges in der Klasse zu Hause lassen möchte, und weil klar ist Unterricht zu Hause funktioniert nicht wirklich, weil die KuK sich nicht zweiteilen können.

    => Zusagen und Häppchen

    – was gab es da nicht alles an Versprechungen. Dienstlaptops, FFP2 Masken, kostenlose Tests, Sonderbudgets, kostenloses Internet für Schüler,….
    Was kam wirklich? Wenig. Auf die Dienstlaptops wartet man vergebens (sind ja aber gerade eh nicht wichtig, wir arbeiten ja vor Ort). FFP2 Masken – hm entpuppten sich in BaWü als KN95 Masken, die dazu auch noch sehr fraglich waren und es zu empfehlen ist, diese nicht zu tragen. Kostenlose Tests? 2mal darf man sich testen lassen. Ist man aber krank oder fühlt sich so und geht mit dem Schein zum Arzt, verweigert er diesen und man bekommt die komplette Privatpatienten-Rechnung. Begründung: Sie waren krank. Aussage Landesamt für Besoldung – Arzt hat Recht er muss den Schein nicht akzeptieren, wenn sie eindeutig krank sind. Gehe ich also dann nur so einfach mal aus Spaß zum Arzt. Eigentlich geht man doch, weil man sich und seine Kollegen, seine Familie nicht in Gefahr bringen möchte. Tests an der Schule? Fehlanzeige – Schnelltests mal angesprochen, aber es gibt keine auf dem Markt. Testungen von Kindern Kat1? Nur auf Elternwunsch und die müssen dann noch selbst nen Termin suchen. Und am besten dann noch als Quintessenz, GS Klasse alle Kinder bei Infektionsfall Kat1 – 5 Tage Quarantäne, unterrichtende Lehrkräfte mit Maske volle 14 Tage…. Hat bei uns dann mal zum Ausfall von 60 Kindern für 5 Tage und 17 Lehrkräfte für 14 Tage geführt. So funktioniert das in der Realität. Aussage KuMi auf die Nachfrage wie man das stemmen soll, „das ist ein Einzelfall“ – hm davon gab es aber viele.

    => Vor Ort Lösungen

    – ach Gott was hatte man alles an Möglichkeiten angedacht, gut überlegt, organisiert um es dann wieder fallen zu lassen. Unternehmer will Luftfilter spenden? Nein geht nicht Schulträger ist dagegen. Schule will leere Turnhallenräume nutzen um Räume zu entzerren, Schulträger nein geht nicht, wie soll man das bei 6 Schulen fair verteilen, dann lieber nicht. Ach da könnte man den ganzen Abend am Stammtisch Kalauer erzählen…

    => Hygienekonzepte

    – achja gibt es ja auch noch. Die wurden einfach aus alten Arbeitsschutzregeln abgeschrieben – wobei Arbeitsschutz gilt ja in Schulen nur für Lehrkräfte jedoch nicht für SuS, wie wir vor Jahren schon gelernt haben, denn für Lehrer ist das Land, für Schüler der Träger verantwortlich. Lüften alle 20min – gilt schon seit Jahren, hängt bei uns schon seit langer Zeit an allen Klassenzimmertüren. Abstände nur zwischen Lehrkräften, jeder SuS darf an dich ran. Maskenpflicht nur ab Klasse 5 – okay an der Bushaltestelle und im Schulbus muss die jeder tragen, da schadet es dem GS plötzlich nicht mehr. Achja und ganz wichtig Einbahnstraßenverkehr im Treppenhaus – blöd nur dass aufgrund der Kohorten und separierter Pausenbereiche eigentlich keine Schüler im Haus unterwegs sind.

    => KuK

    Ein weites Feld. In dieser Zeit lernt man seine Kollegen mal so richtig kennen. Die die mitanpacken, die die abwarten, die die zögern, die die Angst haben, die die Regeln nicht immer befolgen und noch vieles mehr. Ein Kollegium ist ein Spiegelbild der Gesellschaft, hier trifft man alles, was man auch so in der Presse verfolgen kann. Den Lauterbachfollower, den Sicherheitsfanatiker, den Kritiker, den Hinterfrager, den Ist-nicht-so-schlimm, den Ich-kann-nicht-mehr, den Ich-mag-nicht-mehr und den der-sagt-ist-so-da-müssen-wir-jetzt-durch.

    Das Schlimme daran ist. Das Verhalten und die Planungen unserer Vorgesetzten in SSA, OSA und Ministerien hat dazu beigetragen. Eher im Gegenteil. Viele KuK können, wollen nicht mehr. Vertrauen wurde unglaublich kaputtgemacht. Viele Entscheidungen werden in den Kollegien nicht mehr nachvollzogen. Schule funktioniert so wie sie immer funktioniert – und zwar dadurch, dass sich vor Ort die Leute den Arsch aufreißen und nicht nicht weil irgendwo weiteroben ein vernünftiger Plan entstanden ist. (Und wenn man ehrlich ist, die letzten Jahre kam nichts sinnvolles mehr von oben, nur noch SchiSchi und öffentlichkeitswirksames Pseudozeug).

    Fazit:

    Was hab ich die letzten Monaten gelernt?

    – ich hab erkannt wo Schwächen im Bildungssystem, im Bereich Förderalismus, im Bereich Entwicklung der Gesellschaft und im Bereich Zukunftsfähigkeit der BRD liegen.
    Einiges war mir schon bewusst, manches hat mich entsetzt – wenn ich bedenke, dass ich in einem G8 Land lebe.

    – ich habe viele Menschen kennengelernt, die mit großen Respekt an diese Aufgabe herangehen, die nicht Probleme suchen, sondern Lösungen. Die nicht auf die Uhr oder den Lohnzettel schauen, sondern sich hinstellen und versuchen das Beste aus der Situation herauszuholen. Menschen die versucht haben, anderen soviel Schutz wie möglich zu bieten, die sich Konzepte überlegt haben, teilweise diese wöchentlich über den Haufen geschmissen haben, Menschen die weit über ihre eigentlichen Aufgaben tätig waren.

    – ich habe aber auch, unglaublich viel Frust gesehen. Ich habe KuK mit Tränen in den Augen im Lehrerzimmer gesehen, weil sie überfordert waren. Mit Tränen weil sie wegen 45min Vertretungsunterricht zum 2ten Mal innerhalb von 3Wochen in eine 14tägige Qurantäne müssen. Bei denen von genauso frustierten Eltern die ganze Wut abgeladen wurde. KuK die nicht mehr nachvollziehen konnten, welche Entscheidungen getroffen wurden.

    – ich habe Eltern kennengelernt, die unglaubliches Verständnis für diese Situation hatten, die bereit waren zu helfen, die Ideen aus ihren Berufen in die Schule gebracht haben. Die versucht haben so viel Normalität wie möglich bei bestmöglichem Schutz zu gewährleisten…

    Und vieles mehr.

    Das ganze Jahr sind meine Befürchtungen alle Realität geworden. Und eigentlich hatte ich gehofft, hey jetzt im November haben die Politiker die Führungskräfte in den Ministerien es kapiert, es piepst nicht der Rauchmelder, nein die Hütte brennt.
    Und wieder bin ich in der Realität aufgewacht. Die gleiche Scheindiskussion wie vor 10 Monaten beginnt von vorne. Schule koste es was es wolle. Pläne keine.

    Ich bin für Präsenzunterricht – aber für einen Unterricht der nicht in einer anderen Welt stattfindet. Für einen Unterricht in dem die Regeln gelten die überall gelten. In denen SuS auch in der Schule diese Regeln anwenden, damit sie sie verinnerlichen. Damit auch eine Verhaltensänderung bei manchen außerhalb der Schule stattfindet. Ich bin für Mut, jetzt mal klar Bilanz zu ziehen und Entscheidungen zu treffen und zu sagen, wir werden dieses Schuljahr nicht normal zu Ende führen, wir werden kürzen, reduzieren, anpassen.
    Ich bin dafür denjenigen, Betreuung anzubieten, die sie wirklich benötigen. Ich bin für Mut, auch mal auszusprechen, dass nicht jedes Kind eine Betreuung braucht.

    Tun werden wir wenig können. Wir werden weiterhin vor Ort unser Bestes geben und mit viel Respekt vor der Gefahr zur Arbeit gehen, und vieles von uns werden sich deshalb auch weiterhin privat persönlich einschränken, weil sie um ihr mögliches Ansteckungsrisiko wissen. Und dass ist das was mich traurig macht. Das man eigentlich wie schon seit vielen Jahren als Lehrer immer 150% gibt und jetzt an seine Grenzen stoßt.

    Liebe KuK, im Dienst können wir uns wenig wehren und wenn wir ehrlich sind, wollen wir doch im Dienst eigentlich nur für die uns anvertrauten Kinder dasein und denen auf dem Weg zum Erwachsenwerden helfen. Aber, trotzdem außerhalb darf ruhig mal seine Stimme erheben. Schreibt euren Abgeordneten, beschwert euch bei euren Gewerksschaften und redet miteinander. Seit mutig außerhalb der sozialen Medien, dort werdet ihr nämlich am wenigsten wahrgenommen.

    Und bleibt stark und gesund….

    • Wunderbar auf den (die) Punkt(e) gebracht. Vielen, vielen Dank für diesen großartigen Kommentar!

      Bleiben Sie gesund 🙂

    • Genauso sieht es aus! Dieser Kommentar ist einfach fantastisch und fasst genau zusammen, was mich im Moment bewegt.

    • Liebe/r SB,
      SEHR gut zusammengefasst und auf den Punkt gebracht, dem ist nichts mehr hinzuzufügen, Chapeau!

      Auch von mir an dieser Stelle ein großes Dankeschön an euch, liebe N4T-Redaktion, für eure unermüdliche und kritische Berichterstattung! Ich bin froh, dass es euch gibt, sodass man/frau frühzeitig Hintergründe erfährt und vieles in ganz anderen Zusammenhängen sehen kann.

    • Vielen Dank fürs Hinschauen und den Mut, alles ehrlich und nachvollziehbar darzustellen.
      Vielleicht hilft es doch, wenn es mehr Stimmen sind und mehr Menschen lesen.

  29. In neun Monaten kriegen andere Leute ein ganzes Kind.
    Die KuMis kriegen nicht mal halbe Sachen gebacken.
    Welchen Wert hat ein Stufenplan, wenn nicht klar wird, wann welche Stufe ausgelöst wird? Richtig! Gar keinen!
    Ich habe keinerlei Vertrauen mehr in die Kultusminister, die zu feige sind, das zu tun, was nötig ist. Dass sie zu dumm sind, zu erkennen, was getan werden muss, kann ich mir nicht vorstellen. Also bleiben als Erklärung nur Feigheit und/oder Ignoranz. Beides disqualifiziert sie für den Job.

    • @Hans Hoffmann

      „Dass sie zu dumm sind, zu erkennen, was getan werden muss, kann ich mir nicht vorstellen.“

      Nach allem, was schon VOR Corona im System Schule schief gelaufen ist und von den Verursachern (!) in Kultus- und Schulministerien in der Folge ignoriert wurde – und SEIT Corona erst recht … kann ich mir durchaus vorstellen, dass die Damen und Herren in Kultus- und Schulministerien noch nicht einmal sich selbst im Spiegel erkennen können.

      Da darf jetzt jeder selbst entscheiden, ob das zu bedauern wäre. … Damit meine ich natürlich nur, dass es ja auch Vorteile haben kann:
      „Hach, immer wenn ich an einem Spiegel vorbeikomme, lerne ich einen neuen Menschen kennen, der genau mein Kompetenzniveau hat, wir verstehen uns immer sooo gut, dass wir zeitgleich dieselbe kluge Idee haben – it’s magic!“
      😉

  30. b117 und 501V2 sind das Wasser, das gerade in die offenen Schotten der sinkenden Titanic läuft. Und die KMK befiehlt der Band an Deck weiterzuspielen, während sie selbst längst in den Rettungsbooten sitzt.

    Quelle: Twitter (Eva.Xiava)

    Das trifft es doch!

  31. Gerade auf n-tv gelesen: Der CDU-Wirtschaftsrat plädiert für eine baldige Öffnung von Schulen und KiTas. Bei so viel geballter virulogischer Ahnung können die armem KuMi gar nicht anders, da müssen sie doch aufmachen. -Ironie off-
    Dieser beschlossene Stufenplan ohne konkrete Zahlen, wann welche Stufe gilt, ist doch für die Tonne. Ich hör schon Frau G., die freudestrahlend verkündet, dass die Zahlen in NRW ja so wunderbar gesunken seien und nun die Grundschulen endlich am 11. wieder öffnen. Danke für nichts!

    • Der CDU-WIRTSCHAFTSrat soll die KuKs und Erzieherinnen arbeitsschutztechnisch ausrüsten und die Welt ist soweit ok.
      Nie war ein KuK / E gegen die Öffnung.
      Die BEDINGUNGEN sind das Problem – Herr im Himmel – C hatte mal ´ne Bedeutung.
      Heute nur noch Club Deutscher Unternehmer.

  32. Wir werden sehen, wohin das führt. Selbstschutz ist jetzt oberstes Gebot.

    Ich bin echt froh weder Erzieherin noch Grundschullehrerin zu sein. Die stehen nämlich echt ohne jegliche Vertretung allein auf weiter Flur.

  33. Zwar verstehe ich den ganzen Unmut der werten K*K, jedoch werde ich mich erst heute aufregen, nachdem die ganz große Runde getagt und entschieden hat. Denn auch beim letzten Mal war es doch so, dass die KMK etwas anders davor war, sogar tendenziell keine Schulschließungen wollte, und die „Kanz-MinPräs-Runde“ sich dann aber doch anders entschieden hat.
    Mir ist auch nicht so ganz klar, was sich die werten K*K erhofft haben, wenn die Datenlage derzeit doch so ungenau ist wie noch. Ich würde erstmal auch nur einen groben Rahmen abstecken, wenn ich selbst gar nicht die Entscheidungen treffe. Damit will ich die Bildungsminister*innen keineswegs entschuldigen, kein Stück!, denn die haben sich nicht gekümmert und sich nur erzählen lassen, wie toll es doch an unseren Schulen läuft (Schulleitungen melden nämlich ungern nach oben, dass es an ihrer Schule nicht so toll läuft – von wegen schlechte Außenwirkung), und das der Einfachheit halber geglaubt.
    Aber wie gesagt, so richtig aufregen kann man sich doch erst heute, wenn nach der großen Runde auch nur Wischi-Waschi verkündet wird.

      • Sehe ich genau so. Was die heute besprechen, kann bei Frau G. am Donnerstag schon wieder ganz anders klingen Zumindest hat sie schon mal angekündigt, ihre Entscheidung am Do. verkünden zu wollen und nicht erst Freitag Abend).

        • Korrekt. Wo der einzelne Schulkontext-Beteiligte so wirklich steht, wissen wir erst wenn die einzelnen Bundesländer ihre neuen Verordnungen gezurrt und veröffentlicht haben.

          Selbst vom Grundsatz her noch recht ordentliche Richtlinien, können durch kleinteilige Einzelregelungen konterkariert werden.

          Aus persönlichem Anlass bin ich gespannt auf die Verordnungen von NDS, HH und SH.

  34. Aus Berlin ist Folgendes zu vernehmen (Was sagen die Elternvertretungen anderswo?):

    „Berliner Elternausschuss: Schulen öffnen

    Der Berliner Landeselternausschuss hat sich dafür ausgesprochen, die Kinder in der nächsten Woche wieder zur Schule gehen zu lassen. «Wir hätten die Schulen gern offen, und zwar im Teilungsmodell», sagte der Vorsitzende Norman Heise am Montag (4. Januar 2021) im Inforadio vom RBB.“

    https://www.berlin.de/aktuelles/berlin/6403198-958092-berliner-elternausschuss-schulen-oeffnen.html

  35. Zu dem Kind im Kultusministerium gibt es eine kleine Geschichte.
    Vor dem KuMi wurde ein Kind ausgesetzt. Der Minister leitete sofort eine Untersuchung ein, ob eventuell einer der Ministerialbediensteten der Vater sein könnte.
    Ergebnis der Untersuchung, unmöglich!
    Begründung:
    Bei uns im KuMI war noch nie etwas nach 9 Monaten fertig.
    Es gab noch nie ein Ergebnis mit Hand und Fuß.
    Es wurde noch nie etwas mit Liebe gemacht.
    Also können wir es nicht gewesen sein.

  36. Diesen KuMis haben wir doch mit ihren konsequenten Fehlentscheidungen und Arroganz und Ignoranz zu verdanken dass sich das Virus an den Schulen und dann weiter in die Familien ausgebreitet hat. Und noch immer gibt es in dem Verein welche, die den Knall noch nicht gehört haben. Unfassbar. Und die neue Präsidentin macht es auch nicht besser. Jetzt kommt noch die mutierte Virusversion dazu ,die ja sehr viel ansteckenden sein soll und die KuMis wollen vor allem Frau Eisenmann dass sofort alle Schulen und Kitas öffnen. Diese Frau mag definitiv keine SchülerInnen und LehrerInnen. Es ist ihr egal wie egal. Schleichender Weg ins Grab.

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