Wurden Merkel und die Ministerpräsidenten vor ihrem Beschluss, die Kitas und Schulen offenzuhalten, bewusst getäuscht?

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BERLIN. Der Beschluss des Bund-Länder-Gipfels vom 25. November 2020, den Schulbetrieb – entgegen dem ursprünglichen Wunsch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) – ohne Einschränkungen weiter laufen zu lassen, ist offenbar auf der Grundlage bewusst unvollständiger, womöglich sogar gefälschter Informationen getroffen worden. Dies legen Aussagen von Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) in der Sendung „Markus Lanz“ vom 26. November nahe, in denen Weil als eine wesentliche Grundlage des Beschlusses eine nur wenige Tage zuvor veranstaltete Pressekonferenz von Hamburgs Bildungssenator Ties Rabe (SPD) anführt. Mittlerweile ist bekannt, dass Rabe eine Studie, die die Infektionsgefahr in Schulen aufzeigt, vor dem Gipfel verschwiegen hat. Hat er womöglich sogar die angeblichen Erkenntnisse, die er auf der Pressekonferenz präsentierte, erfunden?

Die Bundeskanzlerin hatte versucht, die Ministerpräsidenten zu Einschränkungen im Schulbetrieb zu bewegen – vergeblich (Archivfoto vom April). Foto: Vasilis Asvestas / Shutterstock

„Unisono waren wir der Auffassung: Schule ist sehr sehr unauffällig im Infektionsbereich“, so sagte Weil – wie Recherchen von News4teachers nach einem Leserhinweis ergaben – in der ZDF-Sendung „Markus Lanz“ vom 26. November, in der es um die einen Tag zuvor getroffenen Entscheidungen des Gipfels der Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin ging.

Merkel hatte im Vorfeld darauf gedrängt, dass die Länder die Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts einhalten und den Schulbetrieb auf Wechselunterricht umstellen. Die Ministerpräsidenten lehnten das dann ab. Weil begründete die Entscheidung ausdrücklich mit „dem Beispiel Hamburg“, wo „sehr klar wissenschaftlich erfasst“ worden sei, dass sich Schüler, wenn überhaupt, vor allem außerhalb der Schule infizierten. „Schule ist der sicherere Ort für viele junge Leute im Vergleich zu dem, was dann außerhalb der Schule stattfindet“, erklärte Weil.

Eine fast identische Formulierung hatte Rabe auf einer Pressekonferenz nur wenige Tage zuvor, am 19. November, gebraucht. „Die Infektionsgefahr ist in den Schulen erheblich geringer als in der Freizeit“, so behauptete er – und präsentierte angebliche Daten der Hamburger Bildungsbehörde, denen zufolge  sich in den acht Wochen zwischen den Sommer- und Herbstferien 372 Mädchen und Jungen infiziert hätten. „Von ihnen haben 292 sich vermutlich gar nicht in der Schule infiziert“, meinte Rabe dazu. Das habe die genaue Prüfung eines jeden Falles ergeben. Wissenschaftler waren (anders als Weils Statement nahelegt) nicht in die Erhebung einbezogen.

Das Ergebnis einer neuen Studie auf der Grundlage der Hamburger Schuldaten wurde offenbar vorab vorgegeben

Die KMK werde „eine neue externe Studie beauftragen, die auf Basis der Hamburger Schuldaten belegen soll, dass Schulen vergleichsweise sicher und eben keine Treiber der Pandemie sind und daher auch weiterhin am Präsenzunterricht festgehalten werden soll“, heißt es wörtlich in einer Mitteilung an Journalisten zur Präsentation der Daten. Eine Formulierung, die nahelegt, dass das Ergebnis schon vor Studienbeginn feststehen sollte.

News4teachers war skeptisch – und hakte nach: Wie konnten die Infektionsketten zu den Schülern denn so präzise nachvollzogen werden? Eine konkrete Auskunft von der Pressestelle gab es (und gibt es) dazu nicht (zum damaligen Bericht geht es hier). Auch aus der Wissenschaft werden mittlerweile Zweifel laut. Der österreichische Mikrobiologe Prof. Michael Wagner von der Universität Wien, der eine groß angelegte „Schul-Sars-CoV-2-Monitoringstudie“ in Österreich leitet, erklärte gegenüber der ARD-Sendung „Panorama“ zu Rabes Thesen: „Eine Aussage kann ich nur machen, wenn ich zumindest die ganze Klasse von den infizierten Schülern getestet habe, und zwar nicht nur einmal.“ Solche Reihentests waren aber offenbar nicht die Grundlage der von Rabe vorgetragenen Zahlen. Bis heute liegt keine wissenschaftliche Begutachtung der Hamburger Daten vor.

Studienergebnisse lagen der Bildungsbehörde nach eigenen Angaben am 24. November vor – einen Tag vor dem Gipfel

Bekannt ist allerdings mittlerweile, dass der Hamburger Bildungsbehörde (laut Eingeständnis ihrer Pressestelle) seit dem 24. November „die endgültigen Ergebnisse“ einer Studie vorliegen, in der zweifelsfrei ein Corona-Ausbruch an einer Hamburger Schule ausgehend von einem einzigen Infizierten dokumentiert wird – ein sogenanntes Superspreader-Event, das es nach Rabes These gar nicht geben dürfte. Ob Rabe bereits bei seiner Pressekonferenz von der brisanten Studie und möglichen Vorab-Ergebnissen wusste, ist unklar. Die Untersuchung war von der Hamburger Gesundheitsbehörde in Auftrag gegeben und nach Angaben der Autoren bereits Anfang Oktober abgeschlossen worden. Warum sie die Bildungsbehörde erst sechs bis sieben Wochen später „endgültig“ erreicht haben soll, wie die Pressestelle behauptet, ist ebenfalls offen.

Klar aber ist: Rabe, als Sprecher der SPD-geführten Kultusministerien auch bundesweit ein Mann mit großem Einfluss, hatte (mindestens) einen Tag Zeit, die Ministerpräsidenten vor dem Gipfel über die Studienergebnisse zu informieren. Das ist augenscheinlich nicht geschehen. Die Existenz der Untersuchung sickerte ohnehin erst in der vorvergangenen Woche durch. Sie ist bis heute nicht vollständig veröffentlicht. Der Verdacht steht im Raum, dass Rabe die Studie vertuschen wollte (News4teachers berichtet ausführlich gegen den Verdacht gegen Rabe, der hohe Wellen schlägt – hier nachzulesen). Noch am 9. Dezember trat der Hamburger Bildungssenator vor einem Millionenpublikum in der Sendung „Markus Lanz“ auf. Dort behauptete er einmal mehr: Nur eine von fünf Ansteckungen sei ursächlich in der Schule entstanden, 80 Prozent seien aus dem Freizeitbereich der Kinder gekommen. Zu der Studie, die er zu diesem Zeitpunkt ja nachweislich kannte – kein Wort.

Rabe begrüßte den Gipfel-Beschluss: „Die Vereinbarungen bestätigen die Hamburger Schulpolitik“

Die Ministerpräsidenten beschlossen auf ihrer Video-Konferenz am 25. November: „Das Offenhalten von Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen hat höchste Bedeutung. Kinderbetreuungseinrichtungen (Kitas, Kinderkrippen, Kindergärten, Kindertagespflege, Horte etc.) und Schulen bleiben geöffnet.“ Umgehend nach dem Gipfel gab Rabe eine Pressemitteilung heraus, in der er die „Einigung der Ministerpräsidenten und der Kanzlerin zur Schulpolitik“ begrüßt. Wörtlich: „Die Vereinbarungen bestätigen die Hamburger Schulpolitik.“

Das Robert-Koch-Institut bestätigt unterdessen die Superspreader-Studie, zumindest indirekt. Wurden Ende November in den täglichen Lageberichten Schulen noch nicht ausdrücklich als Orte verstärkten Ausbruchsgeschehens benannt, so ist das mittlerweile anders. Das RKI schreibt von  „zahlreichen Häufungen“. Am kommenden Dienstag, 5. Januar, steht die nächste Ministerpräsidenten-Konferenz an, auf der über mögliche Schulöffnungen nach dem 10. Januar entschieden werden soll. News4teachers

Hier – in der Mediathek des ZDF – lassen sich die Aussagen Weils nachvollziehen (etwa um Minute 44 herum).

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Das Chaos geht weiter: Weigerung der Länder, den RKI-Empfehlungen zu folgen, sorgt auch 2021 für Unsicherheit im Schulbetrieb

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78 KOMMENTARE

  1. Ich hoffe, das dieser Sachverhalt komplett mit aller Konsequenz aufgeklaert wird!!!!

    Falls diese Informationen BEWUSST UND VORSAETZLICH!!!! zurück gehalten wurden, sollte es personenbezogene Massnahmen/Konsequenzen geben(ggf.bis hin zur strafrechtlichen Instanz)

  2. Dann haben die gleichen Personen aufgrund der neuen Informationslage ja am 5. Januar die Möglichkeit, anders zu entscheiden. Ich bezweifle allerdings, dass sie das tun werden.

    • In Hamburg wurde die Aussetzung der Präsenzpflicht um eine Woche verlängert, durch die Blune wurde schon bis Ende Januar gesprochen.

      Ich denke, Rabe steht so sehr mit dem Rücken zur Wand, dass dort kein Haar mehr zwischenpasst. Hoch gelockert und verloren.

    • Lanayah 1. Januar 2021 um 14:00
      Dann haben die gleichen Personen aufgrund der neuen Informationslage ja am 5. Januar die Möglichkeit, anders zu entscheiden. Ich bezweifle allerdings, dass sie das tun werden.

      ————–

      Genau dies ist der Lackmustest! Es könnte der Beweis erbracht werden, allerdings glaube ich nicht daran……….auch nicht an die These der Täuschung, es waren bewusste Entscheidungen!

  3. Kinder und ihre Eltern haben ein statistisch niedriges Durchschnittsalter.
    Anscheinend ist diese Low-Risk-Persongruppe dazu auserkoren, die Herdenimmunität durch die Hintertür zu bewerkstelligen.

    Evtl. werden Lehrerinnen und Lehrer auch mit als vorletzte geimpft, um das Experiment Herdenimmunität voranzubringen und daraus Erkenntnisse zu gewinnen.
    Dummerweise wird das Virus über die Familien über kurz oder lang an die älteren Verwandten weitergetragen.

    Ein einzelner Schulsenator kann die Fehlentscheidungen sicherlich nicht ohne weitere Beteiligte bewirken.
    Die falsch kommunizierten Erkenntnisse dienten nur der Argumentation für den vollen Weiterbetrieb der Schulen.
    Weitere Argumente waren: Bildungsgerechtigkeit, Gefährdung der Kinder durch die Eltern, alles bleibt an den Müttern hängen, die Wirtschaft benötigt 100% Präsenzunterricht,…

    Die einzigen die proaktiv handeln wollten, waren die Bundeskanzlerin und der Chef des Kanzleramtes.

    • Naja… wenn man sich die Eltern von Erstklässlern anschaut, dann ist die übliche Spanne von Mitte 20 bis Mitte 40. Innerhalb dieses Intervalls verdoppelt sich das Risiko mindestens, eher sogar noch mehr. Alleine das ist ein Verstoss gegen die Gleichbehandlung – warum müssen einige Eltern mehr als das doppelte Risiko eingehen?

      • Eltern sollten überhaupt kein erhöhtes Risiko eingehen sondern genauso geschützt werden wie andere Mitmenschen.

        Das geht nur, wenn Schulkinder massiv geschützt werden durch Abstand, Masken, kleine Gruppen, geimpft Lehrer, Luftfiltergeräte etc.

        Falsche Annahmen müssen entlarvt werden.

    • „Kinder und ihre Eltern haben ein statistisch niedriges Durchschnittsalter.“

      Dem mag so sein, wenn man bevorzugt an KITA, Grundschule und kurz danach denkt.

      Aber danach gibt es noch viele Altersstufen, die ebenso an den KMK-Entscheidungen hängen. Als oberes Ende hier mal nur die Gymnasiale Oberstufe, Berufsschulen und schulische Ausbildungen als Beispiele aufgezählt.

      Da sind die „Kinder“ gerne schon mal 17-24 Jahre alt.

      Wenn man bedenkt, dass viele Menschen heute erst mit 25+ zum ersten mal Eltern werden und dass letzte Kind dann vielleicht im Alter von 35 Jahren zur Welt kommt … da ist man zum Ende hin schon weit entfernt von einem niedrigen Durchschnittsalter. Und so mancher dieser Elternteile gehört Risikogruppen für eine Sars-Cov2-Infektion an.

      • So ist es.
        Die falschen Denkweisen wie „Eltern sind nicht gefährdet“ müssen aus den Köpfen.
        Sie haben zum 2. Lockdown geführt.

        • Sie haben nicht gedacht „Eltern sind nicht gefährdet“. Sie haben gedacht „Bei Kindern sieht man es nicht und wir testen einfach so wenig wie möglich (danke, Spahn)“. Es wurden Tod und Krankheit bei den Erwachsenen riskiert.

          • Sie haben eher gedacht:„Bei Kindern bis 12 Jahre können Eltern Kindkranktage beantragen und fallen dann für die Wirtschaft aus.“ Warum sonst ist 12 die derzeitige magische Grenze für den Wechselunterricht??

  4. Wäre das aus bloßer Dummheit geschehen, müssten alle (!) Beteiligten sofort ihre Posten und Pöstchen (= Gefolgschaft) räumen.
    Nicht nur pressewirksame Bauernopfer aus den unteren und mittleren Ebenen presentieren …
    Aber dann findet sich bestimmt immer noch ein gutbezahltes „Abstellgleis“ – oder besser gleich mehrere (manche Herrschaften haben so viele Aufsichtsratposten, da hat ein Tag scheinbar mehr Stunden als die ganze Woche eines Durchschnittsbürgers).

    Wäre das aus Vorsatz geschehen, siehe oben PLUS strafrechtliche Verfolgung, so wie bei jedem anderen Bürger auch.

    Nur mal so als Denksportaufgabe:
    Was können Kinder daraus lernen? 🙁

  5. Welche über Tröpfchen oder Aerosole ansteckende Infektionskrankheit ist jemals an Schule vorbeigegangen, ohne sich auch über Kinder und in deren Familien auszubreiten?
    Warum sollte sich ausgerechnet dieses vor einem Jahr noch weitgehend unbekannte Virus da anders „verhalten“?

    Warum hat man nicht den Lehrern geglaubt? Wir haben die obersten Entscheider vielfach gewarnt, dass es mit ziemlicher Sicherheit genau so kommen würde, sie mehrfach und relativ verzweifelt um Gehör gebeten, sie schriftlich bekniet kein Risiko einzugehen und alle Beteiligten angemessen zu schützen.
    Sie haben es ignoriert. Wir haben uns wiederholt „zum Affen gemacht“, weil alle meinten, es besser wissen zu können. Die Lehrer wollten ja „nur nicht in die Schule“…

    Warum hat man nicht einfach den gesunden Menschenverstand eingeschaltet?
    Jeder, der auch nur im Entferntesten Kontakt mit Kindern/Familien hat weiß, dass in jedem Winter reihenweise Kinder krank zu Hause sind, weil sie sich in der Schule mit allem anstecken, was so durchgeht. Lehrern geht das übrigens genauso. Schule ist auch normalerweise schon ein Hochrisikogebiet.

    Keiner hat wirklich zugehört. Keiner hat begriffen, dass wir Schutz für unabdingbar halten, um in die Schule gehen zu können und unseren Beitrag zu leisten, damit Deutschland, auch die Kinder, möglichst und halbwegs unbeschadet aus der Krise herauskommen. Dafür hätte es langfristige Infektionsschutz-Konzepte gebraucht, die ihren Namen verdienen.
    Lüften bei 0 Grad Außentemperatur und in Decken gewickelte Kinder in Sommerschuhen zähle ich nicht dazu!

    Man wollte die Story von den sicheren Schulen wohl glauben… es war eine passende Story zum Thema „zum alten Leben zurückkehren“ und “ wann darf man wieder Skifahren“!
    Alle hätten wissen können, dass Virologen, RKI etc. Recht mit ihren Warnungen behalten würden.

    Ich sehe immer noch keine ernsthaften Bemühungen, endlich Abhilfe zu schaffen.
    Warten jetzt wieder alle auf den Beweis, wer wann was falsch oder nicht gesagt oder gemacht hat und öffnen derweil vorsorglich mal wieder die Schulen, weil die Kinder ja Bildungsgerechtigkeit erfahren müssen???
    Außer Frau Merkel scheint keiner zu begreifen, was auf dem Spiel steht und dass man gewisse Naturgesetze nicht mit der Kraft des aufstampfenden Kleinkind-Willens aus dem Weg räumt.
    Guckt endlich nach vorne!
    Gestaltet die Zukunft der Kinder, statt sie weiter aufs Spiel zu setzen!
    Ganz nebenbei könnte man damit sogar dafür sorgen, dass es auch nach der Pandemie noch Lehrer gibt…

    • “ in jedem Winter reihenweise Kinder krank zu Hause sind, weil sie sich in der Schule mit allem anstecken, was so durchgeht. Lehrern geht das übrigens genauso.“
      Das kann ich nach fast 30 Jahren an einer Grundschule bestätigen -aber nicht nur im Winter! Zuletzt war ich ca. 3 mal im Jahr wg. Infektionen krank, passenderweise lag ich in der ersten Ferienwoche winters wie sommers flach. Zusammen mit dem unglaublichen Dreck in den Klassenräumen ( 1 Grundreinigung pro Jahr!!) hat sich daraus eine chronische Erkrankung ergeben. Seitdem ich vom Präzensunterricht befreit in einem „Büro“ in der Schule ohne nähere Kontakte arbeite: nicht den kleinsten Schnupfen!! Das können meine Kolleg☆innen an der „Front“ bzw. in den Klassen leider nicht von sich sagen: 20% unseres Kollegiums haben sich seit dem Herbst mit Covid19 infiziert, andere fehlten aufgrund von Erkältungskrankheiten und das trotz der angeblich „strengsten“ Hygienevorschriften in der Grundschule laut MSB, blöderweise leider ohne MNB und Abstand. Hygienemaßnahmen, die nur aus H+L bestehen, sind also gemeingefährlich für die Familien, insbesondere den älteren und vorerkrankten!

  6. Das müsste aus dem Forum hier raus in Medien wie Tagesschau oder Tagesthemen. Einfach furchtbar. Wie kann so jemand noch ruhig schlafen? @ Redaktion: Seid Ihr da dran?

  7. Das Infektionsgeschehen an Schulen dürfte zwar tatsächlich nicht so groß sein und wenn, dann verläuft die Infektion bei Schülern meistens symptomfrei, aber was mich als Mutter sehr stört, dass überall in DE und Europa der Lockdown ist und auf die Abstandsregeln und Kontaktbeschränkung geachtet werden soll, aber in der Schule sollen 25-30 Kinder und Jugendliche in einer Klasse gezwungenerweise 5 Stunden und sogar von 8 bis 15:30Uhr (7,5Stunden!) mit Maske sitzen und teilweise unter Luftnot lernen und als Eltern ist man da dem Willkür und dem maroden Schulsystem ausgeliefert und man ist hilflos und hat kein Entscheidungsrecht! In der Schule meines Sohnes gibt es sogar Lehrer, die den Schülern beim Lüften Mützen und Kapuzen und sogar das Trinken verbieten und die Schulleitung verweist auch auf die Schulordnung, die Kaputen und!Trinken verbietet!
    Fazit: Präsenzpflicht an Schulen soll ausgesetzt werden und den Eltern die Entscheidung überlassen werden. die Eltern, die Betreuung brauchen, sollen die Möglichkeit eines Präsensunterrichrs bekommen, aber dann wäre automatisch die Klassengröße reduziert. Zudem stehen viele große Räumlichkeiten ( Vereinsräume; Kommunen, Restauranrs, Hotelräume, Kinos, Theater etc) derzeit ungenutzt. Man könnte dort auch Unterricht/Referate/Projekte/Filme mit Abstand machen, auch draußen ( im Wald, am See) könnten die Klassen mind. einmal in der Woche eine Wanderung mit Projektaufgaben machen, um das soziale Miteinander in dieser schweren Pandemiezeit zu pflegen!

    • Ich geben Ihnen Recht.
      Allerdings das Maske tragen ist für die Schüler das geringste Problem. Dazu sollte man natürlich auch häufiger Pausen an der frischen Luft machen. Und wenn jemand vom Maske tragen schlecht wird, ist die Person sehr wahrscheinlich krank und gehört nicht in die Schule, egal ob Schüler oder Lehrer. Die Schüler oder Kollegen muss man dann auch nach Hause schicken.
      Zum Glück wurde bei uns von lokalen Gesundheitsamt aufgrund mehrerer Fälle die Maskenpflicht ab November noch vorgegeben, ansonsten hätten bei uns bis zur Schulschließung vor Weihnachten immer noch 25 ältere Jugendliche und junge Erwachsene ohne Abstand und auch ohne Mund-Nase-Bedeckung im Klassenraum gesessen.
      Dies kann dann tatsächlich niemand verstehen, warum man sich dann Nachmittags, Abends oder am Wochenende noch nicht mal zu Dritt treffen darf, in der Schule dies aber mit bis zu zehnmal so vielen muss.

    • „Das Infektionsgeschehen an Schulen dürfte zwar tatsächlich nicht so groß sein und wenn, dann verläuft die Infektion bei Schülern meistens symptomfrei“

      Das spielt bei der weiteren Dramatik der Pandemie leider keine tragende Rolle.
      Infizierte sind infektiös, auch wenn sie selbst symptomlos sind. Das heißt, sie sorgen mit ihrer Infektiösität für die Ansteckung weiterer Menschen. Was Rabe da initiiert hat, ist unverantwortlich, egal aus welchen Gründen. Aus allen Teilen Deutschlands kommen Meldungen, dass die Versorgung Schwersterkrankter kaum noch zu beherrschen ist. Vor 2 Tagen hat sich eine leitende Oberärztin der ITS des Essener Uniklinikums (Coro Schwerpunktkrankenhaus für’s Ruhrgebiet) in einem öffentlichen Brief an Laschet und Laumann gewandt. Die haben gerade die 4. Reservestation für Coro Patienten aufgebaut. Hier primär deswegen, weil das Klinikum aus der Impfpriorisierung rausgefallen ist:

      https://www.ruhr24.de/ruhrgebiet/corona-aerztin-essen-facebook-impfung-carola-holzner-uniklinikum-laschet-laumann-appell-nrw-arzt-90156851.html

      Es läuft also an vielen Stellen komplett aus dem Ruder.

      Während dessen plädiert Baden-Württembergs Ressortchefin Susanne Eisenmann (CDU) bereits dafür, Schulen und Kitas ab 11. Januar mit Präsenzunterricht wieder zu öffnen:

      https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.coronavirus-in-baden-wuerttemberg-schulpsychologen-fuer-fruehe-schuloeffnung-mehr-schulverweigerer.96ea55e6-43d2-4ef4-93ea-7157e6ddbcd3.html

      Die derzeit im Vergleich zu Vorwochen eher geringere Zahl an Neuinfektionen ist tückisch. Zwischen Weihnachten und Neujahr werden relevant weniger Tests durchgeführt und ausgewertet. Zudem liefern die lokalen Gesundheitsämter nur recht verzögert Daten. Ich rechne ab der kommenden Woche mit einem Infektionsgeschehen von 40.000 bis 60.000 Neuinfizierten täglich… trotz Lockdown.

      • Dic Caro spricht über die Verteilung von Impfstoff, es geht überhaupt gar nicht um Schulen.
        Aber Hauptsache links einstellen.

  8. Ich glaube nicht, dass bewusst getäuscht wurde, und empfinde die Überschrift des Artikels mal wieder reißerisch und Misstrauen fördernd.
    Sie erinnert mich stark an die Verschwörungstheorien der sogenannten „Covidioten“, nur von der Gegenseite her. Während die eine Seite das Virus verharmlost, übertreibt die andere. Beide vereint der Glaube an finstere Mächte, die mit Corona ein böses Spiel treiben und rücksichtslos Eigeninteressen verfolgen.

    • Sehr geehrte Maja,

      was Sie „glauben“, kann für unsere Berichterstattung leider nicht der Maßstab sein – wir zählen (anders als die Alu-Hut-Fraktion) nachprüfbare Fakten auf. Daraus kann dann jede Leserin und jeder Leser ihre/seine eigenen Schlüsse ziehen.

      Herzliche Grüße
      Die Redaktion

      • Mir fällt nur auf, dass von beiden Seiten wahre Faktenkenntnis behauptet wird und jede auf Quellen verweist, die ihre Behauptungen „beweist“.
        Und jede Seite zeigt sich empört über mangelndes Wissen bzw. leichtfertige Ignoranz, wenn man ihren Warnungen und Verschwörungstheorien widerspricht.
        Warum wird denn bei n4t in den Artikelüberschriften dauernd mit rhetorischen Fragen agiert, die bekanntlich keine echten Fragen sind, sondern nur ein raffiniertes Stilmittel unterschwelliger Behauptung? Wäre man tatsächlich im Besitz der Wahrheit, bräuchte es keine Fragezeichen, sondern nur dicke Punkte oder besser noch Ausrufezeichen.
        Beide Seiten haben meiner Meinung nach dasselbe im Sinn: Im Kielwasser der Angst vor Corona kochen sie ihr eigenes politisches und weltanschauliches Süppchen. Man lenkt mehr den Blick auf „böse“ Personen als auf das „böse“ Virus selbst.

        • Sehr geehrte Maja,

          wir sind Journalisten, keine Richter oder Mitglieder eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses. Natürlich gilt, bei aller journalistischer Sorgfalt, die Unschuldsvermutung. Auch für Politiker. Das kann aber nicht bedeutet, dass Medien nicht über politische Skandale berichten dürfen, bevor ein Gericht darüber ein Urteil gefällt hat. Im Fall Rabe gibt es starke Verdachtsmomente, dass relevante Informationen unterschlagen wurden. Gleichzeitig hat der Bildungssenator Interpretationen einer nicht wissenschaftlich fundierten Datensammlung als Wahrheit präsentiert – und nicht mit Fragezeichen versehen. Wir arbeiten seriöser.

          Welches „eigene politische und weltanschauliche Süppchen“ sollen wir denn kochen? Wir tun genau das, wofür Medien in einer Demokratie da sind: Wir sorgen für Aufklärung.

          Herzliche Grüße
          Die Redaktion

        • Danke, Maja! Genau so sehe ich es auch. Viele meiner Kollegen ebenso.
          Ein Gruß an die Redaktion: Auf alle Kommentare, die nicht agof n4t-Linie sind, wird von euch noch mal eingegangen. Das ist erstaunlich. Kenne ich sonst nicht so.

    • @Maja

      Sorry, dann sollten Sie etwas tiefer in die Materie einsteigen. Mit großer Geschlossenheit verbreiten die Bildungs- und Kultusminister Fake News, um ihre Inkompetenz und das Verschlafen der Digitalisierung zu vertuschen.
      Dafür gehen sie im Zweifel auch über Leichen.

      Das ist absolut ignorant und menschenverachtend, diese Politik.

    • Sie können sicher sein, dass wir bewußt getäuscht werden und das seit Beginn der Pandemie! Schule soll ist sicher und bleibt offen sein, das ist für alle Kultusminister der einfachste Weg! Alles andere macht Arbeit und ist bei vielen Eltern unpopulär!!!
      Wie sagt auch Schäuble: „wir können nicht alle COVID-Tote verhindern“.
      Die meisten Eltern wollen, dass die Kinder in die Schule gehen. Verstehe das wer will….

    • Wenn ich Sie richtig verstehe und Ihrem Glauben folge, dann wäre es doch nur sinnvoll, keine Tests mehr durchzuführen. Innerhalb weniger Tage wären wir bei einem Indizes von 0. Ein Traum. Und dann lassen wir doch einfach noch die ständigen Bilder aus den Krankenhäusern sein und zeigen stattdessen gesunde Menschen, die endlich wieder frei sind.
      Keine Berichterstattung, kein Covid.
      Und sollte einer der doofen Presse mal kritisch nachfragen, kann man doch auf den 0,0 Indizes hinweisen und sagen: Ansteckungen gibt es nur im Ausland. Deutschland ist sicher!!!

      • @Gustav,
        Aber so läuft es ja an ( einigen?) Schulen. Wir hatten 2 infizierte Lehrer, die bis zum Symptombeginn gearbeitet haben, und auch mehrere Familien mit infizierten Eltern. Trotzdem wurde weder das Kollegium noch die betroffenen Kinder getestet. Quarantäne gab es auch ausschließlich für die Kinder der betroffenen Familien.

        • Es gibt keine Quarantäne für Kontaktpersonen von Kontaktpersonen. Das sieht das Infektionsschutzgesetz so vor. Nur Kontaktpersonen eines positiv getesteten gehen in Quarantäne.
          Immer schön differenzieren und nicht alles in einen Topf werfen.

      • Zur Ergänzung:
        Masken helfen nicht (Anfang 2020)
        Schulen sind sicher (Mitte 2029)
        Diffuses Infektionsgeschehen: Ansteckung findet nur in den Familien statt (Ende 2020)
        Geimpfte sind (wahrscheinlich) weiter ansteckend (Anfang 2021)

        Die Erde ist eine flache Scheibe (Bibel)

      • @Karin, ich schreibe unter dem Namen KARIN schon seit langer Zeit hier. Um Verwechslungen zu vermeiden bitte ich Sie liebe Karin einen erweiterten oder anderen Namen zu verwenden. Dankeschön dafür!

  9. Wie ich bereits vor Wochen kommentierte:

    „Glaube nie einer Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast!“

    Politiker die wissentlich gefälscht haben gehören abgesetzt und öffentlich wirksam bestraft!
    Nur so kann Vertrauen zur Politik langsam wieder entstehen!

    • Das Zitat stammt lustiger Weise sogar von einem Herrn mit dem Namen Winston Churchill („Ich glaube nur einer Statistik, die ich selbst gefälscht habe!“).
      Wer im Geschichtsunterricht aufgepasst hat, dem sollte dieser Name womöglich etwas sagen.

  10. @Maja
    Weshalb zählt ein lügender oder Fakten verschweigender Politiker zu einer Verschwörungstheorie? Kann ich nicht nachvollziehen. Verschwörungstheorien sind völlig unwahrscheinliche Konstrukte. Lügende Politiker auch?

  11. @Maja
    Nein, an „finstere Mächte“ glaubt hier niemand.
    Es wird hier klipp und klar belegt, welches miese Lügenkonstrukt Lehrern, Schülern und Eltern aufgetischt wurde.

    Hinter diesen Täuschungen stecken konkrete Personen und deren Machtgelüste.
    Und der kurzsichtige Wunsch, durch weiterlaufenden Schulbetrieb auch die Wirtschaft am Laufen zu halten.
    Wie wäre es mal mit einem Wechsel der Perspektive:
    Hätten Sie selbst schulpflichtige Kinder UND pflegebedürftige Angehörige, wären Sie sicher zu mehr Einsicht bereit!

  12. Dass die Redaktion von news4teachers.de Fakten benennt und Hinweise auch aus den Kommentaren aufgreift, wird sich im Nachhinein als eine Komponente erweisen, die zu positiven Entscheidungen beigetragen und damit vielen Menschen das Leben gerettet hat.
    Danke dafür!

  13. @ Maja
    Den Vorwurf der Übertreibung empfinde ich als Frechheit gegenüber denen, die hier nicht mehr als Gesundheitsschutz für Lehrer und Schüler fordern.

    Was ist bitte daran übertrieben, wenn in der Schule dieselben Regeln eingefordert werden, die sinnvollerweise jetzt überall gelten?!

    Es ist nachvollziehbar belegt, dass für Schule zuständige Politiker entgegen wissenschaftlicher Erkenntnisse Entscheidungen getroffen haben, die Menschenleben gekostet haben.
    Wer an dieser Stelle Entscheidungen trifft, muss Verantwortung übernehmen.

    Wer vertuscht und Tatsachen verdreht, darf ihrer Ansicht nach nicht beim Namen genannt werden?!

    Ich empfinde Ihren Vorwurf der Übertreibung an dieser Stelle im besten Fall als unüberlegt.

  14. Danke an die Redaktion!

    Maja, Sie können gern ab nächsten Dienstag meinen Beruf als Lehrerin in Hamburg übernehmen. 22 Grundschüler in einer „Container-Klasse“, alle 20 Minuten Stoß-Lüftung, von 8 bis 13 Uhr plus Pausenaufsicht (oder, wenn positiver Befund in der Klasse: separierte Pause, bedeutet, die Lehrerin unterrichtet von 8 bis 13 Uhr UND betreut die Kinder OHNE eine eigene Pause).

    Oder, wenn Sie keine akademische Ausbildung haben, werden Sie auch gern als Pflegekraft eingesetzt. Dann auch gern ohne Maske und Impfung. Ist ja eh alles übertrieben…

    Es ist zum „Abgewöhnen“. Wieder ein Politiker, der lügen und betrügen kann, der andere einschüchtert, obwohl er selbst Pädagogik länger studiert, als dann als Lehrer unterrichtet hat (5 Jahre!).

    Wann werden solche Leute endlich zur Rechenschaft gezogen?! Selbst Schill ist letztendlich nicht mit dem Erpressungsversuch (von Ole von Beust wegen seiner Homosexualität) durchgekommen, geistert aber immernoch gewinnbringend (finanziell gesehen – für ihn…) durch die Medien!

    Ich unterrichte seit 27 Jahren! Ich habe Olaf Scholz für den G20-Gipfel kritisiert und auch Rabe. Aber was solls. Wahrscheinlich wird Rabe oder Scholz unser neuer Bundeskanzler.

    Wirklich traurig, ich bewundere Frau Merkel, dass sie zwei Krisen relativ souverän gemanagt hat…wobei ihre „Förderung“ von Scholz nicht wirklich gelungen ist.

  15. Dieser Mann hat Lehrer ,Schüler und dadurch auch die Familien vorsätzlich und bewusst in Gefahr gebracht. Da sollte nicht mehr groß überlegt werden von Seiten der Politik. Er selbst müsste jetzt zurücktreten. Dieser Mann geht über Leichen.

  16. Guten Tag,
    ich hatte einen nahe beim Thema seiende Petition initiiert.
    Der Text ging dann u. a. an alle Länderministerien, sowie an den Bund.
    Ganz erstaunlich ist, dass bislang nur wenige überhaupt antworteten – obschon doch ein gesetzlicher Anspruch darauf besteht!
    Details ersieht man ausführlich gern hier:
    https://kopfmahlen.blogspot.com/2020/11/neues-von-der-petition.html
    MfG
    Petent:
    Burkhard Tomm-Bub, M. A.
    – Staatlich anerkannter Erzieher –
    – Diplom-Sozialarbeiter (FH) –
    – Magister Artium der Erziehungswissenschaft –

    • Wow- krass die Antwort von Frau Eisenmann, bzw. ihrem Ministerium. Auch wenn der Brief länger ist, sind nur die üblichen Standardsätze eingefügt, die man auch das anderen Schreiben, Z.B. von Herrn Tonne kennt. Danke, dass Sie sich die Mühe gemacht haben, dies hier zu verlinken. Ich bin sprachlos. Auch im Anbetracht des Datums der Antwort direkt vor Weihnachten. Im Anbetracht der Infektionszahlen um 30.000…Mir fällt absolut Nix mehr dazu ein, als mein Entsetzen wiederholt zu bekunden.

  17. Die Annahme, Herr Rabe habe von den Daten seiner Schulbehörde vor der KMK-Sitzung gewusst, ist zunächst einmal eine Annahme, die derzeit noch nicht bewiesen ist.
    Vieleicht ist ja „vorauseilender Gehorsam“ der schlüssel der Geschichte. Der Grundtenor der Vorgaben seitens der KMK ist ja seit Frühherbst festgelegt und wurde von deren Mitgliedern (m/w/d) ja auch matra-artig in allen Medien breitgetreten. Ich kann mir schon vorstellen, dass kein Gruppen- oder Abteilungsleiter (m/w/d) mit einer datenerhebung vor die Spitze der obersten Schulbehörde treten wollte, um das einzig vorhandene Konzept (Präsenzunterricht um jeden Preis) nachhaltig infrage zu stellen. In solchen Fällen ist für den ministeriellen Unterbau Abwarten die bessere Strategie und hoffen, dass in einem der anderen Bundesländer ein Kolleg (m/w/d) mutiger gewesen sein könnte und mit ähnlichen Daten seines Bundeslandes die Ministeriumsspitze konfrontiert hätte. In diesem fall hätte man dann ebenfalls vor den Chef treten können, um zu äußern, dass man kurzfristig ebenfalls entsprechende daten gewonnen habe.

    Ich will Herrn Rabe nicht reinwaschen, aber ob er in der Sache tatsächlich der einzige „Schuldige“ ist, ist die andere Sache. Dass er der politisch Verantwortliche in dieser Sache ist, ist unbestritten. Gleiches gilt aus meiner Sicht für dieanderen KMK-Mitglieder ebenso, da ich mir schlecht vorstellen kann, dass entsprechende Datenerhebungen lediglich in der Freien und Hansestadt erhoben worden sind. Die Wahrscheinlichkeit, dass niemand der Überbringer (m/w/) der „schlechten Nachricht“ sein wollte, erscheint mir jedenfalls als die plausibelste Begründung. Das „Schwimmen gegen den Strom“ wird in Behördenstrukturen nicht sonderlich trainiert:( – besonders dann nicht, wenn man/frau nicht vor EDEKA landen will.

  18. UK. Immer mehr Kinder und Jugendliche in den Krankenhäusern.
    Wer die Schulen öffnen will, muss das den Eltern der kranken Kinder dann erklären. Das wäre auch in Deutschland fahrlässig. Die KH Mediziner fordern bereits einen längeren Lockdown, da die Arbeit sonst nicht mehr zu bewältigen ist.

    Breaking News:

    Children infected with Coronavirus now filling hospital wards.

    This is a very very serious and very worrying escalation.

    https://t.co/CGkTVTdAAb https://twitter.com/jon_trickett/status/1345081266547400704?s=20

  19. Nachdem hier so viele Beifall zu dem Artikel klatschten, will ich auch mal eine „Gegenmeinung“ formulieren. Meiner Meinung nach ist der Artikel tendenziös. Es wird vor allem mit vielen Mutmaßungen gearbeitet. Eben das ist nicht seriös, sondern tendenziös.

    Es fängt an mit der Fragestellung im Titel, ob die Ministerpräsidenten bewusst getäuscht wurden. Es ist als Fragestellung formuliert, aber natürlich suggeriert es, DASS die Ministerpräsidenten bewusst getäuscht wurden und jeder erwartet, dass im Artikel die Beweise dafür kommen.

    Es kommen aber keine Beweise, es kommen Vermutungen, Verdächtigungen, „Wahrscheinlichkeiten“. Z.B. “ Dies legen Aussagen von Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) in der Sendung „Markus Lanz“ vom 26. November nahe…“ Nahelegen bedeutet nicht, dass man das weiß. Nahelegen bedeutet, dass man das annimmt aufgrund von Aussagen/Ereignissen, die dann als Nächstes folgen, wie man erwartet. Aber es folgen wiederum Verdächtigungen und Mutmaßungen und „Wahrscheinlichkeiten“.

    So kommt dann die Zwischenüberschrift „Das Ergebnis einer neuen Studie auf der Grundlage der Hamburger Schuldaten wurde offenbar vorab vorgegeben“. Dass dort „offenbar“ steht, ist doch nur ein Feigenblatt. Damit man sich immer herausreden kann, man habe nicht geschrieben, dass das so ist, sondern man habe es nur vermutet (offenbar = mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit = und genau das ist das, was beim Leser hängenbleibt!). Dann heißt es:

    „Die KMK werde „eine neue externe Studie beauftragen, die auf Basis der Hamburger Schuldaten belegen soll, dass Schulen vergleichsweise sicher und eben keine Treiber der Pandemie sind und daher auch weiterhin am Präsenzunterricht festgehalten werden soll“, heißt es wörtlich in einer Mitteilung an Journalisten zur Präsentation der Daten. Eine Formulierung, die nahelegt, dass das Ergebnis schon vor Studienbeginn feststehen sollte.“

    Die Schlussfolgerung (vorsichtig heißt es wieder „nahelegt“), dass das Ergebnis der Studie schon vor der Studie feststünde, finde ich eine „grob fahrlässige“ Unterstellung und „böswillige Schlussfolgerung“. Nicht, dass wir uns falsch verstehen, solche Studien gibt es, solche Aufträge gibt es, aber hier hat doch einfach nur jemand den vielen Zweiflern sagen wollen, dass man die eigene Gewissheit prüfen lassen wolle und sicher sei, sie werde bestätigt werden. Das ist nicht anders, als wenn Politiker vor Wahlen bewusst optimistisch verkünden, sie seien sicher, sie würden gewinnen. Wurde damit das Ergebnis vorweggenommen?

    Wenn es an einer Hamburger Schule einen Corona-Ausbruch aufgrund eines „Schülers als Virenschleuderer“ gab, so widerspricht das aber gar nicht der Aussage: „„Schule ist der sicherere Ort für viele junge Leute im Vergleich zu dem, was dann außerhalb der Schule stattfindet“ Diese „sichere Schule“, wie hier auch immer böse oder sarkastisch verkürzt zitiert wird, ist ja nur „sicherer als andere Orte außerhalb der Schule“, also z.B. gegenüber dem Gedränge in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Und das stimmt ja auch.

    Auch die Aussage „Nur eine von fünf Ansteckungen sei ursächlich in der Schule entstanden, 80 Prozent seien aus dem Freizeitbereich der Kinder gekommen“ sagt nicht, dass es in der Schule keine Ansteckungen gäbe, sondern nur, dass die meisten außerhalb der Schule stattfinden. Das wiederum beruht zumeist auf den Beobachtungen und Untersuchungen der Gesundheitsbehörden, die ja mit der Nachverfolgung beauftragt sind. Das mag nicht wissenschaftlich belegt sein, es ist deshalb aber noch lange nicht falsch. Man kann es mindestens als „Anhaltspunkt“ werten. Dem widerspricht nicht, dass es an einer Schule von 1000 doch zu einem „Ausbruch“ kam, bei dem sich mehrere Schüler bei einem Schüler angesteckt haben. An 999 anderen ist das ja dann immer noch nicht geschehen.

    Jens Spahn hat Recht, wir werden uns vieles zu verzeihen haben!

    • @Jolien M.

      Ich gebe Ihnen in einem Punkt Recht:

      Verharmlosern und Relativierer wie Sie werden sich einiges zu verzeihen haben.

      Wobei: Kann man bewusstes Ignorieren von Tatsachen, welches für den Tod vieler Menschen ursächlich ist, verzeihen? Wer ist dafür zuständig? Kann man sich dieser Sünden irgendwo gegen Ablasszahlung entledigen?
      Die betroffenen Familien sind da vermutlich nicht ganz so großzügig.
      Oh, sorry.
      Das ist nur meine Vermutung.

      Die Ausführungen von „Jolien M.“ wecken Erinnerungen an Oka …

      Ist Oka über Weihnachten geplatzt??? Oder hatte eine höhere Macht Erbarmen und hat einen Sinneswandel Marke Charles Dickens Weihnachtsgeschichte herbeigeführt?

      • Jolien M. hat sachlich geschrieben. Ich würde mir wünschen, dass man sich sachlich den Argumenten stellt und diese widerlegt, sofern man anderer Meinung ist bzw. Gegenargumente aufführen kann. Das geschieht aber nicht, es wird eher mit Totschlagargumenten dagegen geschrieben. Wird nun der Nick (und evtl. Troll) „Oka“ Symbol für alle diejenigen, die eine andere Meinung haben und man reagiert dann entsprechend? Das ist einer argumentativen Auseinandersetzung nicht zuträglich.

        Jetzt noch zu den Coronatoten:
        Am meisten betroffen sind die Altenwohnheime, auch bei mir lokal. Da würde mich eher einmal Untersuchungen interessieren, wie diese Infektionen alle in die Altenwohnheime hineinkommen konnten. Ich denke, dass man hier strengere Auflagen gebraucht hätte um diese Leute zu schützen. Die Krankheit hat bei vielen von ihnen offensichtlich ein leichtes Spiel. Gut, dass diese Leute nun zuerst geimpft werden.

        • @ ysnp:
          Sachlich formulierter Schwachsinn bleibt Schwachsinn.

          Gegenbeweise sind hier unzählige benannt worden.

          Woher die Toten in den Altenheimen kommen, kann sich jeder halbwegs denkbegabte Mensch zusammenreimen. Altenpfleger sind Eltern, deren Kinder Schulen besuchen.
          Heime können nicht hermetisch abgeriegelt werden

          Sie begrüßen, dass Heimbewohner geimpft werden. Denken Sie auch an die pflegebedürftigen und behinderten Menschen, die in Familien leben und gepflegt werden?

          Deren Impftermine sind nach wie vor ungewiss, während die Schulkinder aus den pflegenden Familien nun bald wieder in die Schulen gezwungen werden.

          Erkennen Sie die Ursache meines unsachlichen Kommentars?

          • Klar, alle, die es am nötigsten haben, sollen zuerst geimpft werden! Wenn Sie schon fragen, denke ich, dass die persönliche Betroffenheit die Ursache Ihres emotionalen Kommentars ist.

  20. Der Virus macht nicht am 10.01.Halt.
    Klare Entscheidungen für eine bessere Planung .für die nächsten Monate..nicht häppchenweise.
    Lehrer,Schüler ,Eltern wollen nicht erst am Freitag über Änderungen der Folgewoche informiert werden.
    Schüler verstehen unsinnige Entscheidungen , Treffen in der Schule mit bis zu 30 Haushalten(Mitschüler Klasse/Pause plus Lehrpersonal)ausserhalb 2 Haushalte,nicht und es wird Ihnen auch nicht nachvollziehbar erklärt.
    Studien ,die „Immunität der Schulen“aufzeigen ,helfen hierbei nicht!
    Runter mit dem Druck Lehrplan durchzuziehen;stattdessen Lücken von Lehrern und Schülern im Umgang mit digitaler Lehrplattform schliessen.Versäumten Unterrichtsstoff aufholen.
    2 Wochen Präsenzunterricht statt 1,um gelernten Schulstoff im Frontalunterricht zu festigen.
    Bindet Schülervertretungen mehr in die Entscheidungen mit ein

    Mutter eines Schulabgängers.

    • Hallo Gerda, jeder von uns „Ohnmächtigen“ sieht das ein und fordert das Gleiche, aber ändern Sie doch die Adresse: Ans Kultusministerium. Binden Sie möglichst viele Eltern ein, planen Sie eine möglichst große und auffällige Aktion um die Öffentlichkeit aufmerksam zu machen. Vielleicht wird es dann (endlich) einmal mehr, als nur ein Brief, den ein Ghostwriter am Ministerium mit faksimile Unterschrift beantwortet. Von solchen abwiegelnden Schreiben haben wir bisher drei am Tisch liegen-drei zuviel und die Anfrage war vergebene Liebesmüh‘.

  21. Jolien M,
    als Vater und Ehemann einer Lehrerin möchte ich eine Entscheidung über das Leben meiner Liebsten, die nicht aus Gefälligkeitsstudien oder schlampig gemachten Studien von Talkshow Virologen besteht. Wenn namhafte Virologen davon ausgehen, dass es Ansteckungen in Schulen gibt, glaube ich das und suche nicht einen Hinterhofvirologen, der das Gegenteil behauptet, auch wenn es für alle zunächst bequemer wäre. Die Belegung der Intensivstationen spricht eine deutliche Sprache.
    Ich will keine Verleugner, Verharmloser und Lockerer mehr hören. Wenn sich Deutschland nicht vollends so lächerlich wie Trump machen möchte, muss das Land dicht gemacht werden bis die Infektionszahlen stark sinken.
    Oder will jemand wirklich sein Kind auf der Intensivstation besuchen? In England füllen sich gerade die Krankenhäuser mit Kindern und Jugendlichen.
    Wo bleiben die Politiker, die das John Snow Memorandum verstehen und umsetzen?
    https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(20)32153-X/fulltext
    Wo sind die Politiker, die die cojones haben, zero covid anzustreben?

  22. Herr Lauterbach, der bisherige Mahner und Warner, ist komplett umgeschwenkt und empfiehlt heute die Öffnung von KiTas und Grundschulen, vorausgesetzt, weiterführende Schulen blieben zu. Diese Logik erschließt sich mir nicht, das geschlossenen Nachbargymnasium sorgt leider nicht dafür, dass es in meiner GS-Klasse auch nur ansatzweise möglich sein wird, Abstand einzuhalten. Maskenpflicht im Klassenraum gibt es ebenso wenig. Und das Märchen, dass Personen erst ab 12 ansteckend sind, ist auch hinreichend widerlegt worden. Leider wird das aber Wasser auf die Mühlen der KuMi sein, sie berufen sich auf „wissenschaftliche Erkenntnisse“ und lassen Grundschulen ( und Kitas) spätestens ab 11.1. weiter im Experiment Herdenimmunität laufen.

  23. Liebes News4teachers Team,

    wie wäre es denn wenn Sie versuchen würden einmal mehrere Experten und Gegenmeinungen in einer Videokonferenz zusammen zu schalten und diese dann zu veröffentlichen. Vielleicht findet dann dies auch wieder Einzug in die großen Medien?

    LG sb

  24. @Stefan Betz
    Dies ist nicht Aufgabe dieses Blogs und würde auch wahrscheimlich hohe Kosten verursachen. Ich glaube nicht, dass diese Fachleute auf ein Honorar verzichten würden, zumindest nicht viele!

  25. (1) Gustav: „…keine Tests mehr durchzuführen. Innerhalb weniger Tage wären wir bei einem Indizes von 0. Ein Traum.“
    Ja – genauso verrückt lief es ja auch anfangs mit dem MNS: unnütz – aber nur, weil keine FFP2-Maseken zur verfügung standen, oh wie peinlich….

    (2) L.F.: „Das Infektionsgeschehen an Schulen dürfte zwar tatsächlich nicht so groß sein und wenn, dann verläuft die Infektion bei Schülern meistens symptomfrei,…“
    Und wenn man die Testkitts nicht hat, das Geld für Flächentests nicht ausgeben will, dann heißt es: „nicht zielführend“ (Dreyer-RhlPf / Söder lange Zeit)

    (3) daskanndochnichtwahrsein: „Warum hat man nicht einfach den gesunden Menschenverstand eingeschaltet?“
    Wohin kommen wir denn mit sowas! WIR sind die Mandatsträger – von Euch bestellt, und GUT IST! Die Expertise ist nur da erwünscht, wo sie PASST….

    (4) Rennachim: „Wie sagt auch Schäuble: „wir können nicht alle COVID-Tote verhindern“.
    Schäuble verstieg sich sogar darin, das Recht auf Leben gemäß Art.2(2) GG der Würde des Menschen gemäß Art 1(1) GG u n t e r zu ordnen – eine atemberaubende Konstruktion. Dass GG gilt für die Lebenden – ikl. die „Würde“. Wenn ich in Würde begraben wurde, weil mir der Schutz meines Lebens fehlte – dann schreibt mir Herr Schäuble einen würdevollen Grabsteinspruch? Er konnte nicht schützen – mangels VORBEREITUNG seit spätestens 2008. Und sowas zugeben? Dann lieber das GG verbiegen – gehts noch?!
    —————————
    Fazit: Föderalismus auf die Füße stellen und Subsidiarität leben – vor Ort und GEMEINSAM mit den“Willigen“. Die Medien stehen bereit für Lokalnachrichten…
    Und dieses Jahr sind in 7 Bundesländern LT-Wahlen fällig – sowie die eine BT- Wahl.
    Wer dann nicht weiß, was sie/er will – oder zusätzlich zum berechtigten Jammern darauf verzichtet, Forderungen ÖFFENTLICH zu formulieren – der/dem ist auch nicht zu helfen…

  26. Deutschland hat es vermasselt. Wie hoch sollen die Zahlen noch steigen. Ich verstehe die ganze Diskussionen um Schulöffnung gar nicht. Wie kann man denn jetzt noch darüber nachdenken. Ich wünsche mir für meine Kinder so schnell wie möglich ein normales Leben. Ins Kino gehen, Freibad besuche, Freunde treffen, und unbeschwert durch die Stadt bummeln. Meinetwegen können sie die Schulen dafür drei oder vier oder auch fünf Monate zu machen. Ich würde dafür auch in jeder freien Minute ihnen beim Online Unterricht helfen und wenn sie ein halbes Jahr gar nichts lernen, ist mir auch das, ganz ehrlich, in Anbetracht der Alternativen, scheiß-egal. Drei Monate Hintern zusammenkneifen, ordentlich durchimpfen und dann weg mit dem Scheiß. China hat das doch auch geschafft. Und die Menschen dort hatten im vergangenen Jahr bestimmt mehr Lebensqualität als wir. Wenn hier weiter rumgeeiert wird, kann das noch Jahre gehen. Fortsetzungen folgen dann noch durch mutierte Vieren. Und ehrlich gesagt, wenn das mit dem Impfen so langsam vorangeht, dann viel Spaß im Sommer. Dann werden die Ü-60 Jährigen fette Partys auf Malle feiern können, während die Kinder und Jugendlichen immer noch mit ihrem erbärmlichen Mundschutz in ihren erbärmlichen Präsenzunterricht zur Schule rennen, dafür aber auf alles andere verzichten müssen. Ich sehe das eher als ein Verbrechen an die Jugend an. Viel schlimmer und schädlicher als zeitweise geschlossene Schulen im digitalen Zeitalter. Dabei denke ich jetzt auch nicht an mich oder an meine jetzt 8o jährige Mutter, die mir auch sehr am Herzen liegt. Wir haben genügend schöne Momente im Leben gehabt. Es geht mir um die Zukunft meiner Kinder- sie sollen auch mal wieder frei durchatmen können.

  27. Und mir ist es inzwischen Sch..egal wer welche Studie erhebt, bewertet und für falsch oder richtig hält weil einfach mein gesunder Menschenverstand mir sagt: offene Schulen- kann man machen-ist halt sch…Sorry für die Kraftausdrücke. Aber ich kann es mir inzwischen nicht mehr verkneifen.

  28. @mm:
    Sie sprechen mir aus der Seele, danke!
    Auch ich bedauere die Einschränkungen, die unsere Kinder betreffen sehr.

    Lediglich „genügend schöne Momente“ gehabt zu haben kann ich meiner 89jährigen Mutter nicht unterstellen.
    Die hat nämlich ihre Kindheit im Krieg verbracht, beide Eltern früh verloren und viele schlimme Jahre hinter sich.
    Ihre Generation hat unseren Wohlstand erarbeitet und verdient mehr als jetzt von machtgeilen Politikern ausrangiert zu werden, weil sie keinen Ertrag mehr bringen.

  29. @ysnp:
    „Klar, alle, die es am nötigsten haben, sollen zuerst geimpft werden!“
    Genau da liegt mein Problem: In unserer Stadt in NRW ist es nicht möglich, für pflegebedürftige, die nicht im Heim leben, einen Impftermin (oder auch nur Informationen zum geplanten Vorgehen) zu bekommen.
    Also so klar ist das nicht.

  30. Solange sich Frau Eisenmann, wie bei uns in BW noch immer, trotz mittlerweile belegter, aktueller Ergebnisse (z.B. des RKI, Leopoldina, et al), in ihren aktuellen Schreiben auf die, ausschließlich auf kleine Kinder eingeschränkte, Untersuchung der Uni Ulm und der Uni Heidelberg vom APRIL (!) bezieht, sehe ich für alle Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen, die in und um Schulen und Horte, Kindergärten zu tun haben, keine Hoffnung, dass deren Rechte auf Unversehrtheit und Gesundheit beachtet werden.
    Siehe dazu als Beleg auch oben schon erwähnten Link zu einem Blog mit einem Antwortschreiben der Kultusministerin in B-W vom 22.12.2020: https://kopfmahlen.blogspot.com/2020/12/reaktion-baden-wurttemberg.html

    Ebenso wenig beachtet werden die arbeits- und gesundheitsrechtlichen Vorschriften und Gesetze, die überall im Lande gültig sind, für den schulischen/erzieherischen Bereich aber ausgeklammert werden. Rechte, die für Arbeiter und Angestellte gelten, Schülern, Schulpersonal, Lehrern und Erziehern aber nicht gewährt werden.

    Warum darf nur der Arbeitsgeber „Staat“ so handeln, währen Firmen in der Wirtschaft bei solchem Fehlverhalten (schon lange vor Corona) massiv zur Rechenschaft gezogen werden.
    Wo bleiben die zuständigen Behörden, wenn es um Schulen geht?
    Ein Beispiel aus meinem eigenen Klassenzimmer: Bei der jährlichen Begehung wurde ich im Januar letzten Jahres auch dazu „verdonnert“, ein Stahltablett unter den Wasserkocher im Klassenzimmer zu legen (Es war keine Brandschutzbegehung!) und ich durfte Geschirrtücher fürs Abtrocknen, nach dem täglichen Schülerfrühstück, nicht mehr über dem Heizkörper trocknen. Handtücher wurden verboten und Papierhandtuch-Abroller gefordert. Ich finde das wichtig und gut, weil die Regeln gesundheitlich für alle Sinn machen.
    Aber: Wo also (zum Kuckuck, möchte man schimpfen) bleiben diese Begehungen und die dadurch erhofften und dringenden Verbesserungen für den Gesundheitsschutz jetzt?

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