„Sie haben gezockt, Frau Kultusministerin – und wir Eltern, Schüler und Lehrer haben verloren!“ Ein Vater macht seinem Ärger Luft

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STUTTGART. Wieso müssen Restaurants und Friseure schließen, wenn doch angeblich offene Fenster reichen, um einen sicheren Unterricht zu gewährleisten? Weshalb wurden privat Kontaktbeschränkungen verhängt, während Schülerinnen und Schüler vormittags in vollen Klassen saßen? Warum mussten Kinder auf dem Schulhof Abstand halten, während sie sich auf dem Heimweg in überfüllten Bussen drängten? Die zahlreichen Widersprüche im Umgang der Kultusminister mit der Pandemie sorgen auch unter Eltern für Unverständnis. Einem alleinerziehenden Vater aus Baden-Württemberg reicht es jetzt. In einem Schreiben an Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) macht er seinem Ärger Luft – wir dokumentieren den überaus lesenswerten Brief.

„Seit einem Jahr im Ausnahmezustand“: Der alleinerziehende Vater schreibt sich den Ärger von der Seele. Illustration: Shutterstock

„Mensch ärgere Dich nicht“ ist keine Lösung, Frau Eisenmann

Ein offener Brief an die Kultusministerin von Baden-Württemberg

Liebe Frau Eisenmann,

ich bin als alleinerziehender Vater und Solo-Selbstständiger von der Corona-Pandemie maximal betroffen. Seit fast einem Jahr befinde ich mich, wie viele andere Eltern auch, im Ausnahmezustand. Erst gar kein Unterricht, dann Unterricht online, nach den Sommerferien ein wilder Mix aus Regelwut, Stoßlüften und Quarantäne, und nun der zweite Lockdown – und mitten drin das von Ihnen geführte Kultusministerium. Frau Eisenmann, ich frage mich, wie lange Eltern, Schüler und Lehrer diese untragbaren Zustände noch hinnehmen sollen? Wenn Ihr einziger konstruktiver Vorschlag zur Beruhigung der Situation vor Weihnachten darin bestand, mit unseren Kindern „Mensch ärgere Dich nicht“ zu spielen, dann stehen allen Beteiligten noch einige schwere Monate bevor.

Völlig falsche Strategie

Ich habe immer noch Ihre sanfte Stimme im Ohr. Wie wichtig Ihnen das Wohl unserer Kinder und Jugendlichen doch ist. Deshalb mussten – egal wie – die Schulen und Kitas im Herbst geöffnet bleiben – scheinbar in purem Wohlwollen für und Sorge um die Bildung der „Schwächsten“ in der Gesellschaft. Die Schulöffnungen nach den Sommerferien waren richtig und wichtig. Sie haben unseren Kindern mehrere Monate eine Verschnaufpause ermöglicht. Das täuscht aber nicht darüber hinweg, dass Ihr Ministerium über Monate hinweg eine völlig falsche Strategie verfolgt hat. Sie haben Ihre ganze Energie darauf verwendet, mit vollständig geöffneten Schulen zum Normalbetrieb (vor Corona) zurückzukehren.

Und ich soll mich nicht ärgern, liebe Frau Eisenmann, dass Ihr Ministerium keinen Plan B hatte und scheinbar weder auf eine zweite Welle, geschweige denn auf einen zweiten Lockdown vorbereitet war?

Regelwut und Widersprüche ohne Ende

Wieso müssen Restaurants und Friseure schließen, wenn doch angeblich offene Fenster reichen, um einen sicheren Unterricht zu gewährleisten? Weshalb wurden privat Kontaktbeschränkungen verhängt, während die Kinder vormittags in vollen Schulklassen saßen? Warum mussten unsere Kinder auf dem Schulhof Abstand halten, während sie sich auf dem Heimweg in überfüllten Bussen drängten? Wie sollen wir unseren Kindern verständlich machen, dass wir uns privat mittlerweile mit niemandem mehr treffen dürfen, während Sie die Kinder wieder in volle Klassenräume stopfen wollen?

Und ich soll mich nicht ärgern, liebe Frau Eisenmann, dass Ihr Ministerium es bis heute nicht geschafft hat, ein schlüssiges Konzept zu entwickeln, um die Unterrichtsversorgung auch unter Pandemie-Bedingungen zu organisieren?

Ablehnung von Luftfilteranlagen

Lüften, lüften, lüften – so lautete der Ratschlag aus Ihrem Kultusministerium, um das Ansteckungsrisiko mit Covid-19 zu verringern. Dass das an der Realität vieler Schulen vorbei geht, sollte eigentlich jedem klar sein, der schon mal eine Schule von innen gesehen hat. Es dürfte tausende Klassenzimmer im Land geben, die nicht richtig gelüftet werden können. Dabei hätten mobile Luftfilteranlagen im Kampf gegen die Ausbreitung von Corona-Viren in den Klassenzimmern eine wichtige Rolle spielen können. Während Bayern dafür ein 37 Millionen schweres Förderprogramm aufgelegt hat, ließen Sie sich, liebe Frau Eisenmann, nicht von Ihrem Standpunkt abbringen, dass gegen Aerosole nur eines helfe: „Lüften, lüften, lüften.“ Selbst diverse Studien, die zu anderen Ergebnissen kommen, haben Sie bisher nicht von ihrer Meinung abgebracht.

Und ich soll mich nicht ärgern, liebe Frau Eisenmann, wenn gleichzeitig im baden-württembergischen Staatsministerium „vor allem in der hauseigenen Kantine zum Schutz der Beschäftigten oder bei größeren Terminen zum Schutz der Teilnehmenden“ Luftfilter eingesetzt werden?

Unterkühlte Klassenräume

Was die meisten fast schon wieder vergessen haben – den ersten Wintereinbruch im Advent haben unsere Kinder zu spüren bekommen wie nie, denn das Lüften war der einzige Corona-Schutz im Klassenraum, der Ihrem Kultusministerium im Sommer eingefallen ist. Die Folge: Auch bei klirrender Kälte musste gelernt werden. Unsere Kinder haben nachgemessen: Unter 15 Grad Celsius sanken nach dem Stoßlüften vielerorts die Temperaturen im Klassenzimmer. Nach der großen Pause sanken die Temperaturen oft unter 5 Grad Celsius. Es war absehbar, dass sich Ihr „Lüftungskonzept“ bei niedrigen Temperaturen im Winter nicht durchhalten lässt.

Und ich soll mich nicht ärgern, liebe Frau Eisenmann, wenn das Verwaltungsgericht Freiburg festlegt, dass ein Raum für Arbeitnehmer nicht kälter sein darf als 17 Grad Celsius, wenn dauerhaft darin gearbeitet werden soll, während unsere Kinder stundenlang dick vermummt in völlig unterkühlten Klassenzimmern lernen mussten?

Versäumnisse ohne Ende

Früher hieß es: „Wir können alles außer Hochdeutsch!“ Seit dem Totalversagen Ihres Ministeriums in der Corona-Pandemie sollte es wohl besser heißen: „Wir können alles außer Schule!“ Seit dem Frühjahr wäre Zeit gewesen, die Schulen anders zu organisieren: alle Klassenzimmer mit Filteranlagen auszurüsten, zusätzliche Lehrkräfte heranzuziehen, leerstehende Räumlichkeiten anzumieten, um Gruppen zu verkleinern, die Schüler digital auszurüsten sowie die Schulausstattung zu modernisieren. Es war klar, dass eine zweite Welle kommen würde, und es wäre genug Zeit gewesen, die Schulen darauf vorzubereiten. Das ist jedoch nicht passiert. Stattdessen wälzen Sie alles mit salbungsvollen Worten auf uns, die Eltern, die Schüler und die Lehrer ab.

Und ich soll mich nicht darüber ärgern, liebe Frau Eisenmann, dass die Politik für die Wirtschaft dreistellige Milliardenbeträge in die Hand genommen hat, während Sie krampfhaft zu kaschieren versuchen, dass seit dem Frühjahr in den Schulen (fast) nichts passiert ist?

Das Tabu der Schulschließungen

Sie haben sich während der gesamten Corona-Pandemie dagegen gewehrt, Schulschließungen an bestimmte Inzidenzen zu binden. Es gab Beschlüsse der Kultusministerkonferenz, in denen festgelegt wurde, dass verschiedene Szenarien vorbereitet werden – Szenario A Präsenzunterricht, Szenario B Wechselbetrieb, Szenario C Distanzunterricht. Aber in der Praxis haben Sie nicht so gehandelt. Sie haben sich immer nur für das Offenhalten der Schulen eingesetzt und wenig dafür getan, um die Schulen für eine neuerliche Distanzunterrichtsphase zu wappnen. Sie haben sich selbst eingeredet, man könne die Schulen auf Teufel komm raus offenhalten.

Und ich soll mich nicht ärgern, liebe Frau Eisenmann, dass jede Familie zwischen Job und Betreuung aufgerieben wird, weil Ihr Ministerium es im Herbst versäumt hat, die Schulen rechtzeitig für einen zweiten Lockdown zu rüsten? Das ist von Ihnen zwar medial wirksam, aber völlig unnötig tabuisiert worden.

Digitales Entwicklungsland

Der erste Schultag nach den Weihnachtsferien dürfte alle Beteiligten an die ersten Schulschließungen im Frühjahr erinnert haben. Statt sich im Online-Klassenzimmer zu einer Videokonferenz zu treffen, bei der interaktive Inhalte vermittelt werden können, bleibt den Lehrern wieder einmal nur der Versand von Aufgabenblättern per E-Mail. In der Hoffnung, dass die Schülerinnen und Schüler den Stoff allein bewältigen können oder Hilfe bei ihren im Home-Office sitzenden Eltern finden. So war es auch im Frühjahr, als die Schulen in der Corona-Pandemie erstmals für einige Wochen geschlossen waren. Zehn Monate später ist Baden-Württemberg immer noch weit davon entfernt, fit für den digitalen Fernunterricht zu sein. Und die wenigen Lichtblicke verdanken wir allenfalls dem Engagement von Lehrern und Schulleitungen, und definitiv nicht Ihrem Ministerium.

Und ich soll mich nicht ärgern, liebe Frau Eisenmann, dass Sie sich standhaft weigern, den Tatsachen ins Auge zu blicken, weil Ihr Ministerium noch immer keine Alternative zum Präsenzunterricht bieten kann? Was derzeit im Homeschooling möglich ist, kann den normalen Unterricht in der Schule nicht einmal ansatzweise ersetzen.

Unreguläres Schuljahr

Unsere Kinder müssen seit Monaten unter besonderen Bedingungen lernen. Wie sollen eigentlich deren Leistungen in der Pandemie bewertet werden? Die Pandemie hat den Schulbetrieb nachhaltig gestört und seit März 2020 für massive Unterrichtsausfälle gesorgt. Und ein Ende der Misere ist derzeit nicht in Sicht. Den Schaden, der hier angerichtet wurde, macht niemand wieder gut. Das ist ein Problem, denn einen echten Plan B gibt es in Ihrem Ministerium nicht. Sie haben sich darauf verlassen, nach den Wochen des Chaos im Frühjahr, ab den Sommerferien wieder mehr oder weniger gemütlich Ihren Dienst verrichten zu können. Sie haben gezockt – und wir Eltern, Schüler und Lehrer haben verloren.

Und ich soll mich nicht ärgern, liebe Frau Eisenmann, dass Sie mit immer wieder angepassten Erlassen und Richtlinien versuchen zu halten, was längst nicht mehr zu halten ist? Dieses Schuljahr 2020/21 wird nicht regulär zu Ende gehen und hinterlässt schon jetzt Defizite, die für unsere Kinder nicht mehr aufzuholen sind.

Kanonenfutter im Wahlkampf

Bereits vor den Weihnachtsferien waren Sie mit Ihrem Vorhaben gescheitert, am regulären Ferienbeginn festzuhalten. Dann provozierten Sie mit einem gezielten dpa-Interview einen Sturm der Entrüstung, weil Sie Kitas und Grundschulen „unabhängig von den Inzidenzzahlen“ wieder öffnen wollten. Es muss Ihnen doch von Anfang an klar gewesen sein, dass Sie mit diesem „Vorhaben“ nie durchkommen würden. Also ging es Ihnen nur darum, bundesweit Schlagzeilen zu machen, um sich als Wahlkämpferin zu profilieren.

Und ich soll mich nicht ärgern, liebe Frau Eisenmann, dass wir Eltern mit unseren Kindern als Kanonenfutter für Ihren Wahlkampf herhalten müssen, nur weil Sie beschlossen haben, mit Schulöffnungen schlagzeilenträchtig auf Stimmenfang zu gehen?

Gescheiterte Wiedereröffnung

Als Ihre geplante Wiedereröffnung der Kitas und Grundschulen Ende Januar wegen eines Corona-Ausbruchs an einer Freiburger Kita in einem Super-Gau endete, haben Sie sich „völlig überrascht“ gezeigt. Da fliegt einem das Dach weg. Sie haben sich wochenlang stur gegen jede wissenschaftliche Empfehlung gestellt, haben Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz ignoriert und protestierende Eltern- und Lehrerverbände auflaufen lassen, nur um im Wahlkampf die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Und dann geben Sie plötzlich die Überraschte, dass Ihre Wahlkampfidee in letzter Minute krachend gescheitert ist. Seither sind Sie abgetaucht, während wir Eltern mal wieder im Regen stehen.

Und ich soll mich nicht ärgern, liebe Frau Eisenmann, dass Sie plötzlich betonen, Baden-Württemberg stehe vor einer „neuen Herausforderung“, obwohl eigentlich nur deutlich wird, wie realitätsfern Ihre gebetsmühlenartig vorgetragenen Forderungen nach Schulöffnungen waren?

Eine einmalige Gelegenheit

Das einzige, worüber ich mich tatsächlich NICHT ärgere, liebe Frau Eisenmann, sind die Landtagswahlen am 14. März 2021. Spätestens dann haben die Wählerinnen und Wähler im Land die Möglichkeit, Ihre Schulpolitik in der Corona-Krise zu bewerten. Dann können geplagte Eltern, Lehrer und Schulleiter an der Wahlurne entscheiden, ob wir Ihnen, nicht mehr „nur“ unsere Kinder anvertrauen, sondern gleich das ganze Land. Und sollten Sie an der Wahlurne einen Denkzettel für Ihr bisheriges Krisenmanagement bekommen, dann wissen Sie ja, was zu tun ist … am besten eine Partie „Mensch ärgere Dich nicht“ spielen.

Leserposts

Wir veröffentlichen Leserkommentare in der Regel in den Foren unter unseren Beiträgen – mitunter allerdings auch als Gastbeiträge, wenn wir sie einem breiteren Publikum vorstellen möchen.

News4teachers ist mit im Schnitt mehr als 100.000 Seitenaufrufen am Tag Deutschlands größtes Nachrichtenmagazin für die Bildung – und es versteht sich auch als Diskussionsmedium. Wir freuen uns über jeden Leserbeitrag, der dazu beiträgt, unterschiedliche Perspektiven zu den Themen unserer Beiträge darzustellen.

Für die Veröffentlichung gelten ein paar Regeln, die sich im Grundsatz nicht von denen unterscheiden, die im normalen menschlichen Miteinander gelten – hier sind sie nachzulesen. Besonders interessante Posts  – wie den oben stehenden – veröffentlichen wir dann gerne auch als Gastbeitrag im redaktionellen Teil von News4teachers. Jeder und jede, der oder die sich für die Bildung engagiert, ist herzlich eingeladen, sich (auch anoynm) an den Debatten zu beteiligen. Jeder Beitrag auf News4teachers ist frei zur Diskussion. Natürlich auch dieser.

Schutzlos in der Kita – eine Erzieherin klagt an: „Ich frage mich, wie lange ich die tägliche Angst auf der Arbeit noch aushalte“

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174 KOMMENTARE

  1. Das Problem ist, dass die Umfragen auf eine Fortsetzung von grün-schwarz hindeuten und damit CDU und Grüne ihre Politik als bestätigt ansehen.

  2. Sehr gut.
    Herr Lorz kann sich den Brief in großen Teilen bitte auch Mal durchlesen. Der fährt nämlich im gleichen Zug nach Nirgendwo.

  3. Vielen Dank für diesen offenen Brief. Vielen Dank an N4T, dass ihr das hier veröffentlicht.
    Ich kann dem nur voll zustimmen.

    Zum Glück sind bald Landtagswahlen, da darf man sich revanchieren. Habe schon von vielen im Bekanntenkreis gehört – einige treue CDU-Anhänger – dass sie diesmal auf keinen Fall CDU wählen werden.

    Liebe CDU – schön doof, die umstrittendste Ministerin aufzustellen! Die Quittung kommt am Wahlabend!

    An N4T: Es ist wirklich eine hervorragende Sache, dass immer wieder Kommentare und Leserbriefe hier als eigene Artikel veröffentlicht werden. Das stärkt die öffentliche Diskussion. Ein wertvoller Beitrag zu unserer Demokratie und sicherlich auch zur Bekämpfung von Corona.

    • Besorgter Bürger 17. Februar 2021 um 14:55
      Zum Glück sind bald Landtagswahlen, da darf man sich revanchieren. Habe schon von vielen im Bekanntenkreis gehört – einige treue CDU-Anhänger – dass sie diesmal auf keinen Fall CDU wählen werden.

      ——————–

      Ist der Ministerpräsident nicht ein Grüner?
      Wenn er nicht hinter dieser Politik von Eisenmann stehen würde, wäre sie anders.
      Oder umgekehrt..Eisenmann macht die Politik, die der grüne Ministerpräsident absegnet.
      Der grüner Ministerpräsident könnte sehr viel ändern…wenn er wollte… mit samt seinen grünen Abgeordneten.
      Nee, ist mal wieder für mich typisch…dort wo die Grünen nicht an der Regierung beteiligt sind, stellen sie immense Forderungen. Aber man soll den Menschen nach seinem Handeln beurteilen…nicht nach den Worten und da sehe ich sehr viel schwarz bei GRÜN.

      • Sie haben leider nicht mitbekommen, dass Ministerpräsident Kretschmann und Frau Eisenmann völlig quer miteinander sind. Frau Eisenmann widerspricht und hetzt geradezu gegen ihn. Wie das wohl nach der Wahl wird: grün – rot / rot – grün ??

      • Es ist doch eine Koalitionsregierung!!!

        Die CDU hat deshalb (als notwendige (!!!) Partnerin der Grünen) das Recht, einige Ministerposten/Ressorts mit ihren CDU-Leuten zu besetzen.

        Welche Fachressorts dies waren, wurde in den damaligen Koalitionsverhandlungen ausgehandelt.
        Ministerpräsident Kretschmann hätte doch nach der letzten Landtagswahl alleine mit seinen Grünen überhaupt keine tragfähige Regierung bilden können.

        Rücksichtnahme auf, Absprachen mit und Abhängigkeit von dem Koalitionspartner sind somit „täglich Brot“ für Kretschmann, um überhaupt regieren zu können.

        Ziel: eine Mehrheit von Abgeordneten im Parlament (Landtag) bei Abstimmungen über seine Gesetzesvorhaben (Gesetzesvorlagen) hinter sich zu haben, die nur so zu Gesetzen werden können.

        Ihm sind also die Hände gebunden.
        Regierungsalltag: Bauen auf Verhandlungsgeschick, Charisma (?), Hausmacht, Kompromisse, Gegenleistungen, … .

        Zudem darf MinisterIn sein/ihr Ressort eigenverantwortlich gestalten.
        Frau Eisenmann (CDU) hat ja auf ihren Chef (=Regierungschef) letztlich nie gehört.
        Pikant, zumal Herr Kretschmann als ehemaliger Lehrer am Gymnasium weiß wie Schule „tickt“, wie Schule in der Praxis (!) geht.

        Sie hat Expertise aus erster Hand auch hier („aus Prinzip“?) in den Wind geschlagen, so wie sie auch nix von wissenschaftlichen Erkenntnissen und Beratung durch Experten hält.
        Erinnert mich ein bissle an Trumpismus.

      • So einfach ist das nicht, siehe Scheuer auf Bundesebene. In der Koalition gibt es Vereinbarungen an die man sich halten muss da sonst die Koalition zerbricht.

    • Und was soll man wählen? Das bleibt die große Frage. Wenn man nach Rheinland – Pfalz schaut, stellt man leider fest, dass die SPD mit Malu Dreyer eine ebensolche Katastrophe ist. Hier wurden krampfhaft Schulen und Kitas offen gehalten. Irgendwelche Lüftungspläne gepredigt. Dabei außer Acht gelassen, dass es Klassenräume mit nur einem Fenster gibt und die Lüftung in den Flur aus Hygienegründen verboten wurde.
      Dann wurden entgegen der bundesweiten Empfehlung die Grundschulen und Abschlussklassen an den Start geschickt, nur um diesen Start ein paar Tage vorher wieder abzusagen. Danke für die doppelte Vorbereitungszeit.
      Digitale Endgeräte hat von uns noch keiner gesehen. Masken wurden im Herbst zwei Stück CN95 ausgeteilt. Zwei Monate später sollte man diese wegen Mängeln nicht mehr verwenden. Nun gab es erneut zwei Ffp2 Masken und eine Anleitung zur Mehrfachverwendung. Was die Schulleitungen für eine Belastung aufgrund der mangelnden Struktur und ständigen Richtungswechsel haben, will ich mir ehrlich gesagt gar nicht vorstellen.

    • „Zum Glück sind bald Landtagswahlen“
      Nach der letzten Umfrage von vor ein paar Tagen gibt es entweder weiter grün-schwarz oder aber schwarz-grün. Das erstere ist wahrscheinlicher. Aber genau dann ändert sich wenig oder nichts. Frau Eisenmann würde dann als Vize-Ministerpräsidentin gelten. Ob sich im KuMi was ändert, steht in den Sternen. Aber wollen Sie, dass das KuMi grün geleitet wird? Welche konkreten Änderungen hätten wir dann zu erwarten? Mehr Gemeinschaftsschulen?

    • Ganz richtig. Tauschen Sie Eisrnmann gegen unsere Bildungs(ferne)ministerin Gebauer und der Text passt 1 zu 1 auf NRW.

      • Genau meine Meinung Die Kinder verlieren das Schuljahr 20/21 egal ob 3456789 oder höhere Klasse irgendwann geht den Kindern die Motivation verloren ,seit Wochen wird mein Sohn per Email mit Aufgaben verschiedener Fächer überhäuft bekommt ein Zeitlimit aber nicht einmal ein Lob zurück (9Klasse) .Kinder und Berufstätige usw sind die großen Verlierer .

    • Korrekt. Wäre es sinnvoll gelaufen, dann hätten (und das sage ich als Biologin) von Beginn an alle Schulen und Kita’s geschlossen werden müssen.
      Sicher, es gibt ein Recht auf Bildung, nur was nützt es wenn die Eltern der wie üblich gebildeten Kinder an Corona versterben?
      Und dann ist da noch die Chancengelichheit und der ständige Hinweis auf die weniger gut situierten Familien. M.E. ebenfalls ein fadenscheiniges Argument. Corona betrifft Jeden, den Selbständigen Mittelständler ebenso wie den Farbrikarbeiter. – Sie alle haben Probleme mit der neuen familiären Situation klarzukommen.
      Die Chancengleichheit unter den Kindern aber hätte man Regeln können: z.B. durch Verzicht auf Bewertiungen und eine Wiederholung der durch die Schulschließungen verlorenenen Zeit für Alle gelichermaßen. Es macht für den Schüler kurz vor dem Abschluss und den Zweitklässler eben keinen Unterschied ggf. eine längere Schulzeit in Kauf nehmen zu müssen. – Wo Betriebe Not haben, werden sie auch weniger / gar nicht Einstellen und Ausbilden. Es ist also Keiner im Vorteil, wenn er seinen Abschluss gerade noch unter widrigen Bedingungen erlangt.
      Wie wenig im Hinblick auf der Situation angemessene Unterrichtsräume bzw. Online – Unterricht getan wurde, ist allenthalben sichtbar und so müssen sich nicht nur Schüler in kalten Klassenräumen quälen, sondern auch die Lehrer. Unter Letzteren, so vermute ich, dürfte Einigkeit darüber bestehen, dass Regelunterricht grundsätzlich die beste Form wäre, gäbe es SarsCoV-2 nicht. Und: auch die Lehrer sind keine Tausendsassas und haben zuweilen ihre Probleme im Umgang mit der Technik. Nicht alle von Ihnen bekamen das Smartphone schon in die Wiege gelegt! – Und selbst wenn sie zur jüngeren Generation gehören bleibt es ein Faktum, dass Viele schon im Regelunterricht den teils völlig überfrachteten Lehrplänen hinterherhecheln um ihre Schüler angemessen auf die Prüfungen vorbereiten zu können. (Das war – weniger zentralisiert – einmal anders!) Und was die vielen Arbeitsbögen betrifft. – Die habe ich im Regelunterricht schon an einer Gesamtschule gesehen. Bei Klassenlehreren, die das Fach Gemeinschaftskunde ausschließlich mit solchen Unterlagen bestritten, weil sie selbst dieses Fach eben nicht studiert hatten und man sich in einer Konferenz auf das gemeinsame Vorgehen in dieser Form geeinigt hatte.
      Und: in der Tat wäre es auch nicht sinnvoll gewesen, diese Lehrer mit einer weiteren fachfremden Unterrichtsvorbereitung zu belasten, denn als Klassenlehrer an einer Gesamtschule ist man phasenweise „rund-um-die -Uhr“ beschäftigt. Das liegt an verhaltensauffälligen Kindern, dysfunktionalen Familien, der Betreuung von Prüfungsvorbereitungen, Notenkonferenzen, ehrgeizigen Schulleitungsteams und auch den zuweilen total unsinnigen Konferenzen, die das sog. Schulranking hervorbrachte und dem sich die ehrgeizigen Schulleiter nur allzugern beugen. Welcher Lehrer mit Vollzeitjob und Klassenleitung sollte es da noch schaffen, neben seiner üblichen Unterrichtsvorbereitung auch noch angemessen fachfremden Unterricht vorzubereiten, wenn er ohne Mittagspause um 19:00 Uhr oder später konferenzgebeutelt zu Hause ankommt? Und zwar nicht einmal, sondern 3 bis 4 mal die Woche, so dass vieles am Wochende vorbereitet werden muss. …
      Und jetzt malen wir uns mal aus, wie gut das Alles dann noch online zu bewerkstelligen wäre!?

  4. Ich, Erzieherin und Oma von 4 Schulpflichtigen Enkelkindern bin ganz bei Ihnen. Da gibts nichts hinzuzufügen.
    Danke für den Beitrag.

  5. Dieser Brief spricht mir aus der Seele …
    Hier in NRW sieht es mit der Schulpolitik der lieben Frau Gebauer eins zu eins ganz genau so aus…. Es ist ein einziges Trauerspiel

  6. Vielen Dank für Ihre realistische Darstellung dieses unfassbaren Dramas. Ich arbeite als Förderpädagoge an einer Grundschule in Thüringen und erlebe diesen Wahnsinn täglich. Es wurde bisher und wird nichts aber auch gar nichts zum Schutz von Schülern,Lehrern und Erziehern getan – NICHTS…. Und das steht im extremen Gegensatz zu allen anderen Maßnahmen und deren Begründungen. Ich bin mir sicher, dass die jetzigen Öffnungen von Kitas und Schulen schreckliche Konsequenzen für alle Beteiligten haben werden.

  7. Vielen, vielen Dank für diesen Brief. Nur Schade, dass er kein größeres Leserpublikum erreichen wird. Ich bin Mutter und Lehrerin in einer GS und habe ein mulmiges Gefühl schon, was nächste Woche in Berlin betrifft. Alles stimmt. Ich habe sehr viel gelüftet, obwohl es richtig kalt war aber fühlte mich sehr bitter, dass Lüften das einzige Konzept war in so einem reichen Industrieland.

  8. Danke für diesen hervorragenden Text, der vieles auf den Punkt bringt und den meisten aus dem Herzen sprechen dürfte. Ich erlaube mir, für eine Ergänzung eine gleiche Form und Diktion anzuwenden:
    Und ich soll mich nicht ärgern, liebe Frau Eisenmann, dass viele Wähler, die sonst Ihre Partei gewählt hätten, durch Ihr unqualifiziertes Verhalten verunsichert, nach einer neuen Heimat für ihre Wählerstimme suchen und weiter nach rechts rutschen. Es ärgert mich nicht, sollten Sie nicht Ministerpräsidentin werden, sondern regelrechte Angst macht es mir, weil ich befürchte, dass diese Protestwähler, wie schon einmal geschehen, braunes Gedankengut unreflektiert akzeptieren und dann AfD wählen. Durch Ihr inkompetentes Nicht-Handeln, liebe Frau Eisenmann, dürften Sie zu einem hervorragenden Wahlhelfer dieser Partei geworden sein.

  9. Dieser Brief verdient einen Orden, denn er bringt genau das auf dem Punkt, wie es den Kindern und uns Eltern geht.

    Meine Tochter saß am offenen Fenster mit Handschuhen, Mütze, Jacke und Decke! Kam täglich verzweifelt nach Hause!

    Man könnte sogar noch einiges zu diesem Brief hinzufügen, aber dann wird wahrscheinlich ein Buch daraus.

    • Immerhin durfte Ihre Tochter eine Decke haben. Bei uns an der GS waren Decken aufgrund des Brandschutzes leider verboten.

      Dieses ganze Drama ist nicht mehr zum Aushalten. Letztes Jahr wurden wir beruhigt, dass eventuelle Lernrückstände im kommenden Schuljahr aufgearbeitet werden könnten. Tja, nun ist das Kind in der 4.ten Klasse und gefühlt wurde nichts aufgeholt. Ach ja, das hätten wir ja zu Hause machen sollen. Mensch, stimmt!

  10. Als geplagte Lehrkraft, die bereits einen ziemlich deftigen Antwortbrief von Donna Ferrone persönlich auf meine inhaltlich ähnliche, aber nicht so schön formulierte kritische Mail bekommen hat, danke ich Ihnen aus tiefstem Herzen. Lassen Sie mich bitte wissen wie sie Ihnen geantwortet hat!
    Kleine Anmerkung: mehr Lehrer bereit stellen funktioniert nicht weil es keine mehr gibt. Das war die Aussage des RP Freiburg. Unsere Schule hätte Anrecht auf 2 Krankheitsvertretungen (wegen Schwangerschaft/längere ernste Erkrankung), deren volle Stellen wir jetzt noch zusätzlich on top zu unserer eigenen Arbeit machen ‚dürfen’… Also mehr Lehrer funktioniert leider nicht… Ist auch bezeichnend, dass das Land Engpass beim Nachwuchs hat, wo doch der Job so gut bezahlt wird und so sicher ist (fast original Zitat von Donna Ferrone)

    • Der Engpass wird übrigens durch die existenzbedrohende Lage der Studenten auch nicht besser. Ich bin Lehramtsstudent und musste mein Studium unterbrechen, da mir meine Finanzierung weggebrochen ist und es sich mit Existenzängsten nicht gut studieren lässt. Hartz-4 oder ähnliches gibt es nicht, und die „Sofort-Nothilfe“ ist ein Witz, wenn es noch nicht mal für die Miete reicht und auch die Krankenkasse von mir 200€ haben will, auch wenn ich nachweislich kein Einkommen habe. Das habe ich seit kurzem, da ich nun angestellt bin und nun versuche meine finanzielle Lage zu stabilisieren und dann in Teilzeit das Studium abzuschließen. Den Abschluss hatte ich für letzten Herbst geplant, nun wird es nächstes Jahr!
      Auf die Idee, die Studenten aus der prekären oder gar existenzgefährdenden Situation rauszuholen und vielleicht als Vertretung oder zusätzliche Verstärkung anzuwerben, kommt man nicht!
      Oder als Lernpate, um die abgehängten Schüler zu unterstützen, die als Verlierer hervorgehen werden.
      Würde ich alles sogar ehrenamtlich machen, wenn ich Unterstützung bekäme und vielleicht auf die eine noch zu erbringende Studienleistung angerechnet bekäme, die ich unter Coronabedingungen nicht oder nur schwer erbringen kann.
      Wäre für beide Seiten eine win-win-Situation.
      Aber nee, soweit denken die Politiker nicht!!!
      Soviel zur guten Bezahlung und Sicherheit, die mir eines Tages winken soll. Soweit kann ich gar nicht denken, wo mir im letzten Jahr der Arsch auf Grundeis und ich eine Zeitlang sehen musste, wie ich von Woche zu Woche das Geld für die jeweils nächste Abbuchung zusammenkratzen konnte.
      Danke für Nichts!

      • „… Studenten … vielleicht als Vertretung oder zusätzliche Verstärkung anzuwerben … Oder als Lernpate, um die abgehängten Schüler zu unterstützen, die als Verlierer hervorgehen werden.“

        Genau solche echten Lösungen vermisse ich seit Anfang der Pandemie in der Bildungs- und Betreuungslandschaft der gesamten BRD.

  11. Volltreffer!!!!…..und hoffentlich auf Nimmerwiedersehen versenkt!!! Mit leichten biografischen Änderungen … aber in der Grundaussage identisch – ließe sich dieser wunderbare Leserbrief an die übrigen 15 Hohlköpfe genauso versenden. Schade, dass die großen Öffentlich-Rechtlichen nicht den Arsch in der Hose haben, sowas in der besten Sendezeit zu senden / zu veröffentlichen.

  12. Diesem Brief und auch den Kommentaren ist einfach nichts hinzuzufügen.. und im Grunde ist es auch egal, von welchem Bundesland und den dazugehörigen KM’s man spricht… es gibt nur das Mantra „lüften, lüften und…hurra… lüften“

    • … ich möchte gern noch die qualifizierten Ergänzungen unserer Kanzlerin zum Lüften hinzufügen: „…Kniebeugen machen und in die Hände klatschen“ damit es den Kindern nach dem Lüften rasch wieder warm wird!!

    • Die Maskenpflicht und Abstandsregelungen nicht vergessen (die natürlich von den Lehrern überall und zu jeder Zeit kontrolliert werden können, hust hust). Das ist zwar immer noch kein gutes Konzept, aber es ist mehr als nur Lüften.

  13. Der Brief spricht mir aus der Seele. Ich komme zwar aus nrw, aber hier gibt es die gleiche Inkompetenz. Ich frage mich immer was die Kultusminister leisten? Nichts wie ich leider immer wieder feststelle. Ich finde es einfach unglaublich. Ich selber betreue meinen 6 jährigen enkel. Ich erlebe Distanzunterricht seit mitte dezember. Unsere lehrerinnen machen das fabelhaft. Aber die kinder vermissen ihre sozialen Kontakte. Leider können wir im Moment da wenig für tun. Ich hoffe das viele diesen Brief lesen und diese unfähigen bei den Wahlen ihre Quittung bekommen.

  14. Dieser Brief passt zu allen KuMis. Jeder oder jede einzelne Bildungsminister:in sollte den zu lesen bekommen. Die dritte Welle wird von manchen Experten schon voraus gesagt. Dann geht es genau so weiter. Dieser Brief sollte schnellstmöglich in Deutschland veröffentlicht werden . Nicht nachvollziehbar wie man so eine Frau wie Frau Eisenmann als Spitzenkandidatin der CDU aufstellen kann.

  15. Leider ist es bei uns in Thüringen absolut nicht besser. Man kann nur die Namen austauschen und an alle sogenannten Bildungsminister verschicken. Unserer hat dem allen noch die Krone aufgesetzt und die Ferien verschoben, um von dieser seiner Misere abzulenken. Dann seine Behauptung bis Ostern gehen bei uns gar keine Kids in die Schule, eine Woche später, Kommando zurück. Und das bei unseren Inzidenz von über 100. Tendenz gerade wieder steigend!!! Ich kann mich wirklich nur bei allen Lehrer Innen bedanken, dass sie versuchen, das Beste für die Kinder raus zuholen. Vor allem, weil die Schulen immer einen Plan B im Schubkasten hatten und diesen jeden Tag immer und immer wieder umschmeißen mussten, weil dem Herrn Holter wieder etwas „besseres“ eingefallen ist. Leider muss ich schreiben, dass er mit seinen 67 Jahren und als gelernter Bauingenieur!!! total Fehl am Platz ist. Und leider haben wir erst im September Wahlen. Das macht mir, gerade in Thüringen, Angst, weil wir alle wissen, was letztes Jahr im Februar hier passiert ist. Die Aussichten sind mehr als erschreckend. Ich habe bis jetzt alle Maßnahmen mitgetragen, aber was jetzt schon wieder mit den Kindern und den LehrerInnen veranstaltet wird, geht absolut nicht. Es wurde von den KM richtig verkackt. Das ist normalerweise nicht mein Niveau, aber es muss raus. Es sind alle Beteiligten nur Versuchskaninchen und dem steht eine absolute Hilflosigkeit gegenüber. Was man in 30 Jahren verpennt hat, kann man nicht in einem Jahr nachholen. Die lenken so richtig schön von ihren Unzulänglichkeiten ab und versuchen zu vertuschen. Und nur um uns Eltern und Familien angeblich einen Gefallen zu tun. Meine Große vermisst alle Freunde und Lehrer. Nur leider haben in ihrer Klassenstufe (10. Klasse) alle Angst, wieder gehen zu müssen, weil sie wissen, was ihnen bevorsteht. Noten, Noten Noten auf Biegen und Brechen. So war es nach den Sommerferien. Von wegen Stoff nachholen, das war für drei Wochen der Fall und dann wurden bis zum zweiten lockdown im Dezember jede Woche mindestens drei – vier Arbeiten geschrieben!!! Wir müssen hier in Thüringen eine sogenannte besondere Leistungsfeststellung in der 10. Klasse Gymnasium schreiben, die zählt in jeder Hinsicht. Wer durchfällt, muss die 10. Klasse wiederholen. Aber komischerweise sind wir keine Abschlussklasse lt. Herrn Holter. Ich bin erst seit kurzem auf diese Seite gestoßen und bin froh, dass es noch soviel mehr Eltern und auch Lehrer gibt, die es genauso sehen. Weil treffen zum Austausch darf man sich ja nicht!!! Es sei denn im Bus, auf Arbeit oder eben im Klassenraum. Passt alle gut auf euch auf und bleibt gesund. Hoffen wir wirklich auf bessere Tage.

    • Die Ferien wurden verschoben? In Bayern hat man eine Woche ja ersatzlos gestrichen, trotz Protest der Schüler, Eltern- und Lehrerschaft.

  16. Ausser ne Flasche Desinfektionsmittel, Fenster aufreissen und in die Hände klatschen bei Kälte ist den Politikern nach einem Jahr für die Schulen nichts eingefallen. Ein Trauerspiel, in allen Bundesländern.
    Risiko in der Schule tragen ja die Lehrer und Schüler, nicht die Politiker.

      • Auf die Frage, ob wir an der GS, die nächsten Montag für die 1. bis 3. Klasse im Wechselunterricht geöffnet wird, Desinfektionsspender für Klassen und Toiletten bekommen, war die Antwort der SL: Leider nein, aber bei Rossmann könnten wir ja preiswert selbst welche besorgen! Das ist Berlin, arm, aber sexy.

        • Und uns wurde jetzt mitgeteilt, dass wir die medizinischen Masken, die wir ja nur noch tragen dürfen, ja steuerlich geltend machen können. Statt allen Kindern, Lehrkräften und anderem Schulpersonal diese wenigstens kostenfrei zur Verfügung zu stellen. Ich finde dass sollte das Mondeste sein. Die Eltern und auch das Schulpersonal werden seit Monaten so verheizt, jeder musste auf eigene Kosten zig Masken besorgen, obwohl der AG eigentlich für den Schutz der AN zuständig ist. Und nun geht das ganze wieder von vorne los! Nicht zu fassen. Mich würde interessieren ob auch nur einer der KuMis oder auch anderen Politiker je eine einzige Maske selbst bezahlen musste.

  17. Absolut zutreffend, was der Vater da über die Situation in den Schulen geschrieben hat. Es ist katastrophal. Auch in Niedersachsen. Dem ist nichts mehr hinzuzufügen!

  18. Der Brief stimmt zu 100%. Ich finde auch, dass so viel Ignoranz und Inkompetenz nicht akzeptiert werden kann. Deshalb wähle ich im März garantiert nicht die CDU und diesmal auch nicht die Grünen, denn der liebe Herr Kretschmann trägt dafür auch Verantwortung. Er ist auch schon zu alt und erinnert mich irgendwie an Kohl in seinen letzten Amtsjahren

  19. Schau an, der Bildungsplan von BaWü sagt:
    „a) Allgemeine Leitperspektiven

    Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) im Sinne der Befähigung zur verantwortungsvollen und aktiven Gestaltung einer zukunftsfähigen Welt;
    […]
    Prävention und Gesundheitsförderung (PG) im Sinne einer Stärkung der Persönlichkeit durch die Förderung eines sozial kompetenten und gesundheitsbewussten Umgangs mit sich selbst und anderen.“ http://www.bildungsplaene-bw.de/,Lde/LS/BP2016BW/ALLG/EINFUEHRUNG

    Hört, hört!

  20. Dem ist nichts hinzuzufügen, der Brief trifft den Nagel auf den Kopf. Toll geschrieben!
    Und an die LehrerInnen meiner Kinder ein großes Lob und Dankeschön für das Engagement..ebenso an alle anderen LehrerInnen, die sich jeden Tag ins Zeug legen.

  21. Organisation war unsere Stärke… Heute sind wir in diesem nur Mittelmaß bzw. Ganz weit unten… Dieser Beitrag sticht in die Wunde tief hinein, ich hoffe das die Politik aufwacht und nicht nur Zuschauer ist…. Wir sind keine Lehrer aber es wird jeden Tag von uns verlangt… Meine Frau hat kurzarbeit.. Und kann sich um unsere Kinder kümmern.. Was bekommt sie..ein Dankeschön aber das kommt von mir…

  22. Kein Politiker interessiert für Kinder, die sind keine Wähler,aber wir als Eltern schon! Kein Hygiene Konzept,keine Schutz für Kinder oder Lehrkräfte! Unsere Zwillinge sind 2 Klässler, die sollen am Montag in die Schule wieder gehen,und die haben Angst das der Vater sterben kann wenn die ihm infizieren werden.
    In Bayern gilt aber Präsenz Pflicht! Warum ?

  23. Was ich mich letztens immer wieder Frage ist inwiefern es sinnvoll ist, dieses Jahr „gelten“ zu lassen. Könnte man theoretisch (nicht praktisch, dazu gibt es vermutlich keine Personalstärken) für alle Jahrgänge ein Jahr wiederholen?
    Es ist ja nicht so, dass alle Schüler vor Corona alle Themen verstanden haben. So könnte man doch a) durch Corona entstandene Lücken schließen und b) Stoff allgemein (auch schon von vor Corona) wiederholen (was ja manchen Schülern wieder mehr Spaß am Lernen bringen könnte).
    Auch wenn natürlich fraglich ist, inwiefern Schüler die vor Corona Wissenslücken hatten, diese „nur“ durch mehr Unterricht ausgeglichen werden könnten.

    • Lieber Anton,
      Das „Sitzenbleiben“ wurde doch schon lange abgeschafft, da zu teuer! Sollen SuS noch länger an den Schulen verbleiben? Was das kostet!!
      Deshalb gibt es doch die tollen Ideen, die SuS auch noch Samstags und in den Ferien zu beschulen.
      Trichter auf den Hals und Wissen hineinstopfen.
      Bei Mastgänsen geht das doch auch! Und die Fettleber ist sogar besonders begehrt!

    • Schwierig. Also auf den ersten Blick klingt die Idee gut.
      Aber das Internet ist toll – man kann sich mit Leuten unterhalten, mit denen man sich im echten Leben nicht so schnell unterhalten würde. Ich habe die letzten Wochen diverse Schüler befragt. Und hier ist das Bild ein ganz anderes.

      Klar, es gibt die Schüler, die sich absolut abgehängt fühlen und richtig unter der Situation leiden. Angst haben, dass sie im nächsten Jahr komplett aufgeschmissen sind.
      (Aber hierzu muss man auch sagen… es gibt Schüler, die schwänzen mehr oder minder ganze Schuljahre, arbeiten nichts nach und sind nach zwei Jahren wieder im Stoff drin.)
      Tatsächlich gehe ich davon aus, dass das im nächsten Jahr vor allem an Grundschulen und der Unterstufe an weiterführenden Schulen ein Problem sein wird.

      Aber: Es gibt auch Schüler, die blühen gerade auf. Keine Klassen“kameraden“, von denen sie den ganzen Tag gehänselt werden. Keiner, der lacht, wenn sie eine falsche Lösung vorstellen.
      Und von vielen höre ich, dass sie noch nie so viel gelernt haben wie jetzt im Homeschooling. Also einerseits: Noch nie so viel Zeit investiert haben. (Zitat: „Im Unterricht reden wir die meiste Zeit. Jetzt muss ich plötzlich 45 Minuten Aufgaben machen.“) Andererseits: Sich noch nie selbstständig so sehr mit den Themen befasst haben. Im Unterricht lassen sich viele berieseln; falls das Thema nicht verstanden wurde, dann werden die Hausaufgaben eben abgeschrieben.
      Und hier haben manche tatsächlich auch Angst davor, dass die Schule wieder normal weitergeht. Klar, sie vermissen ihre Freunde. Aber sie haben die Sorge, dass sie im Präsenzunterricht wieder untergehen. (Und das Mobbing wieder beginnt.)

      Deshalb denke ich, dass Sitzenbleiben für alle der absolut falsche Ansatz wäre. (Von der Durchführbarkeit mal abgesehen. Das hätte einen Rattenschwanz, den niemand abfangen kann.)

  24. Was soll bloß aus unseren Kinder werden wenn sich nicht mal die Klasslehrerin um unseren Kinder in dieser Zeit kümmern. Die schicken nur Mails und da hat sich das erledigt ob die Kinder es kapieren oder nicht das interessiert sie nicht. Das ist die Pflicht von einer Klassenlehrerin das sie sich in dieser Zeit auch um die Kinder zu kümmern. Bloß mal nachfragen wie es ihnen geht und ob sie klar kommen mit den Aufgaben aber leider nichts kommt da. Die Kinder müssen alleine klar kommen.

      • Das sind normale Zustände an den GS in BW unzureichende Vorgaben des KM und die Schulen haben Narrenfreiheit. Viele Schulen wählen Materialtausch mit 2/3 Videokonferenzen 20 minütig. Ich weiß, dass sich viele Eltern bei den Schulen beschwert haben, dass dies nichts mit Unterricht zu tun hat. Dann wurden die Vorgaben des KM verschickt. Lässt tief blicken.

  25. CDU liegt in den Umfragen immer noch bei fast 30 Prozent. Dank Merkel. Denke manche ältere müssen erst noch aufgeklärt werden wer diese Eisenmann ist und was sie im letzten Jahr alles gemacht bzw. nicht gemacht hat.

    Grundschulen öffnen hier in BW natürlich ohne Masken…trotz Mutationen….

  26. Danke für die offenen, wahren und klaren Worte. In einem so hoch entwickelten „Bildungsland“ wie Deutschland müssen sich die Kultusminister:innen und Ministerpräsident:innen einfach nur schämen. Aber deren Interesse ist Wählerfang… Ich bin Lehrerin an einer berufsbildenden Schule in SH, wir sind relativ gut ausgestattet aber die versprochenen Endgeräte für uns Lehrkräfte lassen auf sich warten…Meine Zwillinge, 6. Klasse, arbeiten seit Mitte Dezember mit Kopien, will man uns verar…. Ganze zwei Videokonferenzen hatten sie bis jetzt. Schule 4.0??? „Wir können alles außer Schule“ – ich gebe mir aber Mühe und tue mein Bestes, um für meine Schülern:innen in dieser Zeit da zu sein und auch inhaltlich was dazu zu lernen.

  27. Bravo!!! Der Mann hat meine volle Zustimmung, sowohl aus Muttersicht wie auch als Lehrerin. Nur der Vergleich mit Bayern ist leider nicht ganz so zutreffend : Ich kenne nur zwei Schulen mit Luftfiltern, die auf Eigeninitiative der Schulleitung mit Kommunen angeschafft wurden. Bei uns hieß es zu Schuljahresbeginn: Wir können lüften, wir kriegen keine Luftfilter!
    Das war eigentlich das Beste am Distanzunterricht: sich nicht alle 20 min sämtliche Gliedmaßen einfrieren lassen zu müssen.

      • Liebe/r KaGe,
        wir haben so ein paar Ampeln geliehen bekommen.
        War sehr interessant!
        Je nach Größe des Klassenzimmers nach 15 bis 20 Minuten auf rot.
        Dann Fenster auf und das Warten auf grün beginnt.
        Je nach der zu öffnenden Fensterfläche und der Außentemperatur, Windrichtung usw dauert das zwischen 8 und 30 Minuten. Bei tiefen Minustemperaturen, Notbesetzung ( nur 10 Kinder in der Klasse) und optimaler Fensterfläche auch schon mal nur 5 Minuten.
        Muss aber zugeben, dass wir nicht Querlüften können, da der Flur innenliegend ist.
        Schneller geht es aber, wenn man die Ampel direkt in das geöffnete Fenster stellt.
        Den Kindern und mir hat es viel Spaß gemacht, die Ampel an verschiedene Stellen des Klassenräume zu stellen und die sehr unterschiedlichen Zeiten in Tabellen festzuhalten.
        In einer 3. Klasse haben 2 Kinder sogar Räucherstäbchen mitgebracht und wir haben die Bewegung des Rauchs dokumentiert.
        Leider fand unser Hausmeister das gar nicht toll und verwies auf den Rauchmelder und die Kosten bei einem möglichen Feuerwehreinsatz.
        Aber wir haben viel gelernt und – wie gesagt- viel Spaß gehabt!
        Das wünsche ich Ihnen auch!

  28. Danke für diesen inhaltlich voll treffenden Brief sie sprechen mir aus der Seele .
    Wenn ich so arbeiten würde wie Frau Eisenmann hätte ich schon längst meinen Job verloren.In der Politik scheint dies anders zu sein da wird die Macht bis aufs letzte ausgespielt egal welche Köpfe rollen, sind ja nur die unsere Kinder.
    Ach ja und warum gibts zur Landtagswahl keine allg.Briefwahl ,sonst ist alles verboten aber da öffnen die Wahllokale.

  29. Ich möchte bitte bitte bald geimpft werden, denn an unserer Schule wird ja der Präsenzunterricht hochgefahren. Ich nehme auch Astrazeneca, und plane das dann so, dass ich den nächsten Tag keinen Unterricht habe. Nebenwirkungen wie Fieber sind ja normal.
    Dass der Impfstoff auf Halde rumliegt, kann nicht sein. Zieht Lehrkräfte und v. a. Kitapersonal vor – zur Zeit sind wir auf Stufe 4 herabgestuft worden.

  30. Der Brief ist großartig. Ich kann mich der Meinung nur anschließen. Es geht ihr ausschließlich um die Wählerstimmen und um sonst nix. Die Kitas sind auch nicht besser dran. Die wurden ebenfalls im Regen stehen gelassen und waren auch nie zu. Ab Montag soll im Saarland wieder der ganz normale Betrieb in Schulen und Kitas laufen. Ich frage mich nur wie, ein Plan gibt es nämlich nicht. Natürlich kann man auch weiter das Märchen glauben, dass Kinder nicht erkranken. Dann frage ich mich aber, warum Herr Spahn zu wild darauf ist, dass es bald einen Impfstoff für Kinder geben soll. Warum nur ?? Sie bekommen es doch nicht. Alles Lug und Trug. Der Schnelltest sollen es jetzt das Ruder herumreißen.
    Das kann ich nur lachen. Jeder weiß, wie unzuverlässig dieser ist.

  31. Ich denke nicht, dass sich nach den Landtagswahlen etwas ändert.

    Bei der Personalknappheit und dem immer schlechter werdenden Image des Lehrerberufs, verstehe ich nicht, wie die Uni ’s nach wie vor ihre Studenten sieben und Lehramtsstudenten für Grundschulen reihenweise gezwungen werden ihr Studium abzubrechen. Scheinbar gibt es zu viele Lehrer in diesem Land.

    Die Veröffentlichung hier in diesem Portal ist nicht ausreichend. Für ein Umdenken muss mehr passieren.

    • So ist es. Und trotz der Krise halten die Unis daran fest, die Leistungen genauso erbringen zu müssen, wo auch Online-Angebote nicht helfen; genauso wie die Länder die Studenten in der Corona-Krise im Regen lassen und man das Studium nun unterbrechen muss. So dringend kann der Bedarf nach Lehrern doch nicht sein, anscheinend selbst in der Krise nicht, wo sie Entlastung bräuchten.

    • „Bei der Personalknappheit und dem immer schlechter werdenden Image des Lehrerberufs, verstehe ich nicht, wie die Uni ’s nach wie vor ihre Studenten sieben“

      Ich verstehe nicht, wieso es angesichts des Umgangs mit dem Personal überhaupt noch Lehramtsstudenten gibt.

      • Das verstehe ich auch nicht mehr. Die guten und engagierten werden mit so einem Verhalten des AG ausgesiebt.
        Meine Kinder sehen gerade, was der Umgang mit der Mutter anrichtet, die 20 Jahre begeisterte Lehrerin war. Sie bereut den Tag, an dem sie dieses Studium begann.

  32. Danke für diese wahren Worte!

    Hinzufügen kann man nur noch, dass wirklich JEDE/R nach Belieben sein Kind in der Notbetreuung anmelden kann und in diesem Lockdown an keiner Stelle nachgefragt wird. Ich weiß, dass es mit 1,2,3… Kindern im Homeoffice schwierig und teilweise untragbar ist – aber in meiner Umgebung nutzen leider oft

  33. Ich bin 3-fache Mutter und Studienreferendarin an einer beruflichen Schule. Als Mutter sehe ich, wie meine 14-jährige immer blasser wird, nachts nicht schlafen kann und immer mehr die Orientierung verliert. Persönlich und beruflich. Seit einem Jahr versuchen wir Praktikas in den Ferien durchzuführen, die stets nach Zusage wieder aufgrund von Corona nicht stattfinden können. Es fehlt an Struktur und Perspektive, obwohl die Lehrkräfte sehr bemüht sind und wir ein halbwegs geregeltes Familienleben haben. Als angehende Lehrerin finde ich genau dieses Bild auch bei den Vollzeit- Klassen unserer Schule. Die SuS sind zunehmend unmotiviert und zermürbt und kaum aufnahmefähig. Kein Wunder! Keine Exkursionen, keine Praktika, keine sinnvoll gestaltete Freizeit, kein Schulleben. Die Berufsschüler haben da noch Glück im Unglück, durch ihre Arbeit im Betrieb sind sie weiterhin überwiegend in der Spur deutlich aufnahmefähiger im Fernunterricht. Fernunterricht bietet tolle Möglichkeiten der Ergänzung zum Präsenzunterricht bei der Binnendifferenzierung, bei Krankheit, bei Schwangerschaft und Elterneigenschaft. Mit Teams kommen die meisten SuS und Lehrkräfte bei uns gut klar. Er ist aber keine Dauerlösung für die meisten Schularten. Als Referendarin finde ich es toll, dass ich auch online hospitieren und unterrichten kann, gleichzeitig fühle ich mich jedoch auch stellenweise mega überfordert mit diesen dynamischen Rahmenbedingungen, mit diesen ganzen technischen Problemen, das an und für sich schon sehr anspruchsvolle Ref zu meistern. Ich würde mir wünschen, dass Schule wieder stattfinden kann und ein Konzept mal auch länger als 2 Tage gefahren wird. Dieses reaktive hin und her macht keinen Sinn. Wir brauchen Schule und auch frische Ideen und müssen weg von Ausreden. Ich könnte mir vorstellen, dass z. B. die Referendare samstags Zusatzunterricht in der Schule anbieten, um dieses verlorene Jahr stofflich zu wiederholen. So wären Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler entlastet und die Referendare könnten notwendige Erfahrung sammeln.

    • Melli schrieb: „Die SuS sind zunehmend unmotiviert und zermürbt und kaum aufnahmefähig. Kein Wunder! Keine Exkursionen, keine Praktika, keine sinnvoll gestaltete Freizeit, kein Schulleben. “

      Und so immer wieder, dann ist kein Wunder, warum alles so läuft, wie es läuft. Die Politikar haben ja genug Unterstützung, immer noch für – die Schule unbedigt weit offen halten!

      Mein Gott, es ist Pandemie, Leute sterben massenhaft immer noch 15 000 monatlich nur in Detuschland und die Leute, die noch viele Jahren vor sich hätten! Und die Kinder kommen langsam dazu, nur schweigt man darüber. Aber nicht noch lange.

      Aber ja, die wichtigste ist, die junge Leute können keine Partys machen, wissen nicht ihre Freizeit gestallten. Was hier wohl nicht stimmt? Schreklich!

      Ich habe selbst zwei Schulkinder und kein Spur von irgenwelchem Leid. Fröhlicher, lebendiger, interessirter mit super Leistungen, als diejenige, die in der Schule sitzen. Schule sollte da als LERNORT sein und nicht als Betreuungsort und Lebensgestaltungsort. Kein Wunder, dass die Schulen schon längst ihren wahren Zweck verloren haben. Sie haben zu volle Hände damit zu tun, die verlorene Kunder und Jungend beschäftigen, deren Eltern sie zur Welt brachten und wissen nicht mehr was sollen sie mit diesen Kinder weiter machen. Weil ja die ELtern auch ihre Freizeit wollen und ihr Leben zurück haben oder müssen sie unbedigt das Geld für noch ein „besseres“ Handy verdienen.
      Und dafür müssen die Menschen mit ihrem Leben bezahlen? Wirklich ist es so?

      Traurig alles zusammen, wohin steuert diese unsere „moderne“ Gesellschaft. Einfach traurig.

      • @Monika, bin voll Ihrer Ansicht. Mich stört schon der Begriff „Schulfamilie“, der so gehypet wird. Schule soll mit Familie nichts zu tun haben. Schule soll Lern- und Lehranstalt sein, kein Ort der Betreuung und Auffangbecken nicht existenter familiärer Zuwendung. Ich hab als Lehrer immer mehr das Gefühl Elternersatzperson zu sein. Schüler kommen mit Problemen zu mir, die eigentlich Familiensache sind. Ich helfe ihnen wirklich gerne, aber family first.

        • Ja genau das liebe MA. Ihr Lehrer sollten auf gar kein Fall Ersatzeltern spielen, dafür sind ja Eltern da! Und außerdem seid ihr dafür nicht bezahlt Ihr solltet unterrichten und das ist alles.
          Aber am Ende fehlt die Zait für den Unterricht, mehr und mehr. Ich beobachte das jeden Tag seit 5 Jahren. Ich kann nur einen großen Respekt vor Euch Lehrer haben. Hut ab!

    • Melli,
      es ist eine Pandemie und selbst wenn Sie es sich wünschen, die Infektionszahlen werden weiter das Geschehen beeinflussen müssen.
      Nicht darauf zu achten und Infektionen in Kauf zu nehmen, wäre nichts weiter als fahrlässige Körperverletzung und an Menschenverachtung kaum zu überbieten. Es darf keine Präsenzpflicht geben und Risikogruppen unter den Lehrern müssen geschützt werden.

    • Sorry, aber Sie sind keine Referendarin! Das Ref ist dermaßen anstrengend, und man arbeitet da jedes Wochendende durch! Jeder Referendar/in, der das halbwegs ernst nimmt, würde Ihnen beim Vorschlag, jetzt noch fix mal Samstagsunterricht anzubieten, ins Gesicht springen! Sie haben drei Kinder, machen das Ref und haben noch freie Kapazitäten für Samstagsunterricht? Träumen Sie weiter!

  34. Ich hatte Anfang Januar an Frau Eisenmann einen Brief geschrieben, der diesem in vielen Punkten sehr, sehr ähnlich war. Nach ca. drei Wochen kam eine Antwort zurück. Die Anrede und die Unterschrift waren von Frau Eisenmann persönlich geschrieben. Aber der komplette Inhalt war wahrscheinlich schon vorgefertigt und passte kein bisschen als Antwort auf meinen Brief. Wenn so viele Menschen nach Hilfe rufen sollte man sich die Situation vor Ort anschauen und sich auch mal seine Fehler eingestehen. Das würde ware Stärke zeigen.

  35. Ich kann dem Brief nur voll zustimmen.

    „Nina“
    Die Präsenzpflicht ist zwar in Bayern noch nicht aufgehoben. Ihr könnt aber, laut eines Schreibens des Bayerischen Staatsminister für Unterricht und Kultus vom 16.02.2021 :
    „Wenn einzelne Schülerinnen und Schüler (bzw. deren Erziehungsberechtigte) aber Angst vor Ansteckung haben und für sich ein individuell erhöhtes Risiko sehen, obwohl sie nach ärztlicher Einschätzung nicht zu einer Risikogruppe gehören, kann bei der Schulleitung ein Antrag auf Beurlaubung von den Präsenzphasen des Unterrichts gestellt werden“ auf Antrag eure Kinder bei der Schulleitung beurlauben lassen.

  36. Sie schreien, das Bayern ein Programm mit 37 Mio. aufgelegt hat um Schulen mit Luftfilter auszustatten. Wenn dem so wäre, könnten unsere Kinder in Bayern ja in die Schule gehen. Leider ist dies nicht der Fall.

    • Das ist schon richtig. Allerdings ist der Schulträger, z. B. die Gemeinde oder Stadt, und nicht das Land Bayern für die Umsetzung zuständig und wenn der Schulträger nichts unternimmt, dann ändert sich im Schulgebäude auch nichts.

      • Genau so ist es. Mein Dienstherr hat die Anschaffung der Luftfilter verweigert, da deren Nutzen nicht bewiesen ist. Damit war das Thema abgehakt. Und die Schulen sind immer noch dicht…

        • Ah, man kann den schwarzen Peter doch zurückspielen: im Winter fragt man bei den Schulen einfach vorsichtig an, ob sie überhaupt lüften können und wer da Ja gesagt hat, erfährt jetzt, dass er sich gegen den Luftfilter entschieden hat.

    • Das Problem war/ist, dass im ersten Förderprogramm nur Räume ohne ausreichende Fensterlüftung gefördert wurden. Erst im zweiten Förderprogramm ab Januar werden jetzt alle Klassenzimmer gefördert und zwar zu 50%. Das bedeutet, dass immer noch eine Abhängigkeit vom kommunalen Schulträger besteht. außerdem hätten meiner Meinung nach schon im letzten Sommer alle Räume gefördert werden sollen. Zudem hätte ich erwartet, dass das KM federführend die Organisation in einer Task-Force übernommen hätte, um schnellstmöglich die Geräte aufzutreiben, zu finanzieren und zu installieren (ähnlich der Beschaffung von Beatmungsgeräten im letzten Frühjahr). Das hätte zentral wesentlich effizienter gesteuert werden können. So muss sich jetzt jede einzelne Kommune damit allein auseinandersetzen und dann auch noch Geld bereitstellen.

  37. Bravo! Jedes Wort in diesem Brief ist wahr! Unser Minister Herr Rabe hier in Hamburg hat haargenau das Gleiche „verzapft“! Als wir am Ende des letzten Schuljahres nach Plan B für dieses Jahr gefragt haben wurden wir wie Spielverderber schief angeschaut und alle Zweifel vom Tisch gefegt. In den nächsten Monaten passierte nichts und jetzt haben wir den Salat. Wenn ich meinen Job in freier Wirtschaft so machen würde wäre ich schon längst arbeitslos. Mein Arbeitgeber erwartet seit März 2020 Flexibilität und zusätzliches Engagement! Und nicht so eine bräsige Augen-zu-und-durch Haltung. An die Kinder aus ärmeren oder sozial schwächeren Familien denkt schon gar keiner! Ich habe es satt, diese Lippenbekenntnisse zu hören, dass die Kinder ja so wichtig sind! Heute hat Söder angekündigt, einen Kinder-Gipfel veranstalten zu wollen. Endlich nach einem Jahr Pandemie. Leider wird dieser Gipfel nichts ändern! Aber die Bundestagswahl kommt auch in diesem Jahr, liebe CDU!

  38. Ich finde es sehr gut das endlich auch mal wir Eltern unseren Frust ablassen können.
    Bin Mutter von 4 Kindern im Alter zwischen 4 und 17 .
    Mir steht es bis zum Hals. Wir Eltern müssen viel mehr Leistung bringen als sonst . Lehrer spielen Usw.und wo bleibt unsere Entschädigung?? Für jeden gibts einen Zuschuss und wir Eltern werden hier komplett vergessen. Müssen unseren Urlaub nehmen für Kinder Betreuung oder nachts arbeiten weil die Kinder Unterstützung brauchen beim lernen . Dies alles unter einem Hut zu bringen fordert sehr viel von uns Eltern.
    Die Kräfte sind aus .Die geduld am Ende.
    Wieso hat man uns vergessen??
    Erzieher , Lehrer usw bekommen volles Gehalt und wir Eltern?? Viele mussten in Kurzarbeit wegen ihrer Strategie. Wo ist hier die Logik??
    Aber Kindergärten mussten wir trotzdem zahlen auch wenn es finanziell sehr eng ist . Und wir davon keinen nutzen hatten . Das ist nicht gerecht.
    Finde es sehr gut das es diese Seite gibt.

    • Als Lehramtsstudent würde ich gerne die Eltern beim Homeschooling unterstützen um meine finanzielle Situation aufzubessern. Für Studenten gibt es noch nicht mal Hartz IV, aber die Krankenkasse will weiter meine Beiträge sehen, selbst wenn ich kein Einkommen habe!! Leider musste ich feststellen, dass die Nachfrage trotz der Krise gesunken ist, da die Eltern aufgrund der finanziellen Engpässe sich natürlich keine Nachhilfen leisten können! Jetzt arbeite ich angestellt und kann immerhin Kurzarbeitergeld im Notfall beziehen! Freude macht mir die aktuelle Tätigkeit nicht, da ich mein Fachwissen nicht anwenden kann, und ich weiß, dass es doch anderswo benötigt wird! Ich fühle mich einfach machtlos. Würde gerne helfen, kann es aber nicht, weil ich nicht gefragt werde und damit beschäftigt bin, meine Existenz auf andere Weise zu sichern. Es ist sehr frustrierend.

    • Eltern sind also am Ende, weil sie sich um ihre kümmern müssen?
      Wollen Geld und Gerechtigkeit?
      Gar entschädigt werden für die Extra- Zeit mit ihren Kindern?
      Das wirkt für sich, bedarf keines Kommentars.
      Übrigens- Kita- Beiträge werden zurückgezahlt, zusätzliche Krankentage gibt’s auch und Kinderboni und Homeoffice- Gesetz und und und….
      Einfach „nicht gerecht“!

      • Das finde ich auch sehr paradox. Gestern auf SternTV. Familie mit sieben Kindern. Alle Kinder Quietschfidel. Sie haben sich im Distanzunterricht sogar verbessert.

        Den Familien wird so viel Angeboten. Julia hat schon einiges aufgezählt. Hinzu kommt noch eine umfangreiche Notbetreuung.
        Also wer es jetzt nicht mehr hinkriegt, dem kann man auch nicht mehr helfen.

        Sorry, in Anbetracht, dass wir mitten in einer Jahrhundertkrise stecken, wenn Eltern immer noch nach Präsenzunterricht ohne Schutz für das Personal und die Kinder von anderen schreien, dann finde ich da kein anderes Wort als Egoismus. Hier geht es nur um Bequemlichkeiten oder das Verdecken der eigen Unfähigkeit, seine Kinder ordentlich zu betreuen. Noch schlimmer: Anscheinend ist es ihnen völlig egal, ob wir dabei draufgehen oder nicht.

        Wenn die Kinder psychische Probleme bekommen, liegt das garantiert nicht an fehlender Bildungsmöglichkeiten.
        1. Können sich die Kinder ja trotzdem treffen. Das tun sie ja auch.
        2. Sind dafür Psychologen und Psychiater zuständig.
        3. stehen die Gründe für eine psychologische Betreuung entweder im engen Zusammenhang mit dem Elternhaus oder mit Mobbing in der Schule.

        Uns wurden wirklich die dümmsten Schuldzuweisungen untergejubelt und unser Pädagogenherz musste erst einmal darüber nachdenken. Fehler!

        Liebe Eltern, kümmert euch um eure Kinder. Nicht nur während der Pandemie, sondern auch darüber hinaus!

        PS: Hier werden nur die Eltern angesprochen, die nach Präsenzunterricht ohne Schutz schreien.

    • „Erzieher , Lehrer usw bekommen volles Gehalt und wir Eltern??“

      Mir ist neu, dass Eltern sein ein Beruf ist und sie dafür bezahlt werden. Entschädigung gab es immerhin zum Teil in Form von zusätzlichen Krankheitstagen, die bei geschlossenen Einrichtungen in Anspruch genommen werden konnten.

      Und auch Lehrer sind Eltern. Alle Lehrer, die ich kenne, machen Distanzunterricht von zu Hause, für viele ist das sogar aufwändiger als Präsenzunterricht, auch weil die eignen Kinder daheim sind. Warum sollten sie also nicht ihr Gehalt bekommen und andere im Home Office schon?

      Ihr Kommentar ist völlig unlogisch und trägt nichts Sinnvolles zur Diskussion bei.

    • Lehrer bekommen volles Gehalt, weil sie voll arbeiten. Wie alle anderen, die voll arbeiten, auch.

      Was mir allerdings neu ist: Gibt es einen Tarifvertrag für Eltern? Sorry, der musste sein.

      Nichtsdestotrotz kann ich gut nachvollziehen, dass die Situation nicht für jede Familie einfach zu schultern ist. Ich weiß nicht, wie alt Ihre Kinder sind, aber vielleicht können Sie sie ermuntern, früher den Kontakt mit den Lehrern zu suchen, damit sie am Abend nicht so viel helfen müssen. Ich sage meine Schülern so oft, dass sie jederzeit bei mir nachfragen können, wenn sie nicht weiterkommen. Oft tun sie es dann aus welchen Gründen auch immer leider trotzdem nicht. Vielleicht auch, weil es bequemer ist, einfach die Eltern zu fragen.

  39. Danke! Durch Menschen wie Sie, welche ich glücklicherweise auch unter den Eltern meiner GS-Kids gut vertreten vorfinde, kann ich meiner Berufung (mit allen Ecken, Macken und Kanten die uns nunmal so zu eigen sind) reinen Gewissens nachgehen.

    Grüße aus BW

  40. Na unsere Kanzlerin hatte doch wegen den kalten Klassenzimmern durchs Lüften auch noch ne glorreiche Idee: Kniebeuge machen! Und in die Hände klatschen! Das sind innovative Vorschläge von unseren hochbezahlten Politikern!

  41. Was für ein großartiger Brief. Stimme 200% zu. Ich bin seit 2014 im Ruhestand und habe noch nie einen guten Kultusminister erlebt. Andreas Stoch war noch der Beste, da er auf wissenschaftliche Erkenntnisse eingehen konnte, hat aber die eher evangelikal-konservative Klientele vergrätzt hat mit der die liebe Frau Eisenmann angeblich so gut kann. Die CDU hatte meist immer das Kumi, unter schwarz-gelb gab es keinen FDP Kultusminister. Mir tun meine Tochter und meine Enkel sehr Leid,wobei der jüngere kompetente Lehrer hat.
    Ich habe noch nie CDU gewählt und freue mich, dass es so viele CDU-Wähler gibt, die jetzt anders wählen wollen! Hoffentlich bleibt es dabei.

    • „Andreas Stoch war noch der Beste, da er auf wissenschaftliche Erkenntnisse eingehen konnte, hat aber die eher evangelikal-konservative Klientele vergrätzt hat“
      Was wohl mit ersterem zu tun hatte . 😉

  42. Mega Leistung von diesen Mann für diesen Brief. Der Brief müsste an alle KM geschickt werden. Da ist keiner besser. Lauter Vollpfosten die unsere Kinder quälen und hauptsache Schulpflicht, nichts besseres haben sie nicht zu tun. Hauptsache keine Arbeit. Aber Ferien streichen obwohl Distanzlernen ist, dafür ist Herr Piazolo nicht zu dumm. Distanzlernen heißt das nicht sondern Elternunterricht mit Bergen von Arbeitsblättern. Kämpfe dich zu Hause durch ohne Schule, ohne Freunde. Kämpfe jeden Tag mit Bergen vo Arbeitsblättern. So ist Schule in Bayern.

  43. Kann man auch für Thüringen unterschreiben. Einfach traurig. Aber laut Herrn Söder läuft das in Bayern super und kann auch fortgesetzt werden. Wer es glaubt.

  44. Das allerschlimmste ist , dass nun nach der katastrophal geplanten Wiedereröffnung wieder ewig niemand den Arsch in der Hose haben wird sich einzugestehen , wenn es schief geht und die Zahlen steigen wie im Herbst. Dann wird wieder mit aller Gewalt dazu gezwungen , dass man die Kinder der Gefahr aussetzt und unter Einhaltung der Pseudomassnahmen täglich an die 100 Kontakten aussetzt, nachdem man selbst seit Monaten versucht alle Kontakte zu vermeiden um seine Familie zu schützen . In unserer Regionalzeitung stand Ende November als letzter Satz eines Artikels zu Corona: Schulschliessungen sind aus wirtschaftlicher Sicht unbedingt zu vermeiden – vielen Dank an die Landesregierung Sachsen – Anhalts – das ist Aussage , die auch mich zu 100 Prozent überzeugt hat , dass man für die Kinder nur das „Beste“ möchte. Es kommt mir manchmal vor als würden alle denken das mit Ende des Lockwoods auch die Pandemie endet . Frage mich wie vieler Versuche es noch bedarf bis verstanden wird ,dass alles jammern über Schulschliessungen nichts nützt ,um der Pandemie den gar aus zu machen .

  45. Dem Brief kann ich auch voll zustimmen! Kann man auch auf RLP übertragen – obgleich momentan (noch) Vorsicht herrscht mit geteilten Klassen. Aber unsere Kinder werden zur Präsenz gezwungen, obgleich absehbar ist, dass es wieder zu SARS-CoV-2-Ausbrüchen kommen wird. Hubig (SPD) ist in ihrer Funktion als KMK-Präsidentin verantwortlich für die ganze Misere der Planlosigkeit des letzten Jahres! Fehlende Digitalisierung, fehlende Hilfskräfte, fehlende Räume, fehlende Corona-Tests, fehlende pädagogische Konzepte, fehlende Auffklärung über das pandemische Geschehen, fehlende Luftfilter, fehlende Plexiglasscheiben, fehlende Anpassungen des Schulstoffes, fehlende Anpassung von Prüfungen, fehlende… – eben: fehlende Fürsorge!!! Und Ernst (SPD) macht genauso weiter!!! Auch die SPD muss abgewählt werden.

  46. Alle die hier schreiben! Ja es stimmt alles – und auch für NRW! G8 wurde abgeschafft nach langem Protest! Wir sollten mit Abstand und Maske auf die Straße gehen – streiken – und die Kinder nicht zur Schule schicken, solange sie unter diesen Bedingungen zur Schule müssen!

  47. Wie wäre es diesen sehr guten und treffenden Brief als Petition zu veröffentlichen. Das bringt mehr Öffentlichkeit und zeigt, wie viele Menschen unzufrieden sind.

  48. Absolut richtig und ich unterschreibe ALLES!!! Brilliant geschrieben, ein kluger und scharfsinniger Kopf. Es ist einfach nur bitter und unakzeptabel wie in diesem Land mit Bildung und unseren Kindern umgegangen wird!!!!

  49. Wir sind total bei Dir!Schlimm wenn Wahlkampf auf Kosten Schwächerer (Kinder,Erzieher,Lehrer,Eltern)gemacht wird.Und leider TOTALVERSAGEN im baden-württembergischen Kultusministerium…

  50. Was wird hier eigentlich geschrieben? Ich habe 2 Kinder und war um jeden verschissenen Tag Schule froh den sie hatten. Und jetzt, Schule zu und man wird wieder vertröstet und vertröstet…
    Wechselunterricht, totaler Bullshit, wird aber kommen, oh ich freu mich schon wenn meine Kinder alle 3 Wochen zwei Tage in die Schule können, da kann man es eigentlich gleich beim Fernunterricht lassen. ( Der sich Gottseidank unserer angagierter Lehrer sehr verbessert hat.Die waren übrigens auch gegen Schulschließungen) Hier hat überhaupt keiner vernünftige Vorschläge.. klar mehr Lehrer einstellen, schön wäre es..unrealistisch..
    Ich wünschte ich wäre Franzose oder Schweizer, wegen Leuten wie euch ist die Bildung meiner Kinder am Arsch weil ihr Schulschließungen und Wechselunterricht fordert. Vielen Dank auch.
    Übrigens sind fast alle Eltern in meiner Umgebung meiner Meinung

    • Wir fordern nur deshalb Schulschließungen und Wechselunterricht, weil die KuMis es seit einem Jahr nicht schaffen, halbwegs sichere Arbeitsbedingungen herzustellen!
      Wäre ich in der Schule so gut geschützt wie die Kassiererin im Supermarkt, würde ich auch gerne wieder unterrichten.
      Wenn Sie sich über jemanden ärgern, dann bitte über die richtigen, nämlich über die KuMis!

    • Oha, Tattoo, bei Ihrem Jargon kann man Ihren Kindern in der Tat wünschen, dass die Schulen schleunigst wieder öffnen.
      Aber schön, dass Sie einen Kanal für das Herausschleudern Ihrer unverhohlenen Aggressivität gegen Alles und Jeden gefunden haben. Psychohygiene ist ungemein wichtig! 😉

      • Sorry, @Tatti…meine Texterkennung hat glatt ein Körperschmuckelement aus Ihnen gemacht. Das wollen wir ja nun wirklich nicht!

    • Und während Ihrer Schulzeit herrschte auch Pandemie? Sorry, aber bei dieser Ausdrucksweise scheint die Schulzeit an Ihnen auch nutzlos vorübergegangen zu sein.

      Mir würde noch mehr dazu einfallen, aber das ist nicht mein Niveau.

  51. Bravo…. Großartig bitte diesen Brief auch an Frau Gebauer schicken ….ich hoffe, dass diese Frau auch noch ihre Quittung in Sachen Schulpolitik bekommt

  52. Ich kommentiere idR nichts, aber dieser Brief ist so hervorragend geschrieben, daß ich mich dafür bedanken möchte – auch wir sind am Limit, ohne Kraft und ohne mobilisierbare Energie durch die Dauerbelastung mit Kleinkindbetreuung eines 3,5 jährigen, Grundschülerin 4.Klasse mit Aufgaben per Mail, deren Klassenlehrer nur in dringenden Fällen angerufen und angeschrieben werde möchte , Homeoffice meines Ehemannes und mir, einer Dauernachtwache einer Pflegestation mit 80% Beschäftigungsumfang, welche ehrlich gesagt durch 13 Nächte a 10,5h und tagsüber chronischen Schlafmangel bzw mittlerweile massiven Schlafstörungen durch Bespaßung des Kleinkindes und seelische Motivation meiner 9jährigen, die sich teils nicht mal mehr anziehen will weil sie sich fragt wofür, auf dem Zahnfleisch geht… Nein, die Notbetreuung nehme ich nicht in Anspruch, aus Rücksicht auf Erzieher, Lehrer und andere Kinder, denn ich habe beruflich viel Leid und Trauer durch Covid erlebt, ich sehe keine Konzepte und keine durchdachten Lösungen, denen ich meine Kinder und alle anderen Betroffenen mit gutem Gewissen zumuten möchte, ich hoffe wirklich das wir alle in BaWü am 14.03. unsere Stimme erheben durch abgeben und KMin Eisenmann zumindest diesbezüglich die Quittung bekommt!

    Abschließend ist zu sagen, ich hoffe dieser wunderbare Brief wird sooft wie möglich in dem sozialen Medien geteilt… Nochmals danke dafür!?

    • Liebe noch eine Mutter, ich kann eure Lage verstehen. Wir haben nicht so eine Situation zu Hause, mein Mann arbeitet, ich nicht, das ist natürlich unser großer Vorteil.

      Aber ich lasse meinen 8-jährigen Sohn ohne Klamotten rumlaufen nur im Unterhosen, seit immer. Er mag so und niemanden zu Hause stört das. Er zieht sich nur für die Konferenz an. Er hat Spaß an allem, was er macht, für die Schule oder in der Freizeit,(er muss nicht dabei unbedig ruhig und still sitzen) und das ist einzige was zählt. Meine Tochter dagegen will immer angezogen sein und sich schick für die Konferenz machen und das ist auch toll.

      Es gibt wichtige und weniger wichtige Dinge im Leben. Ich habe persönlich damit gerechnet, dass es möglich wäre, die Beide können ja ein Schuljahr verlieren (oder sehr schlech abschnitten) und wir alle haben uns damit abgefunden. Kein Drama, solange wir alle gesund und am Leben sind. Es ist aber anders gekommen, die Beide sind leistungsmäßig super. Aber wenn auch nicht, für uns wäre das kein Weltuntergang. Unsere Prioritäten sind unsere Familie intakt bleiben lassen, alle gesund und am Leben durch diese Pandemie schaffen.

      Alles kann man nachholen, nur die Gesundheit und das Leben nicht.

      Damit will ich sagen, man soll vielleicht all das was vor der Pandemie so wichtig war, etwas lockerer betrachten und jetzt etwas andere Prioritäten setzen.

  53. Der Brief ist sehr gut geschrieben muß ich Sagen.
    Sachlich auf den Punkt gebracht. RESPEKT
    Zu meinem Glück läuft es in Niederbayern eigentlich sehr gut mit dem Unterricht meiner Tochter.
    Die Schule hat sich schon im Sommer darum gekümmert dass wenn es nicht mehr anders geht HomeOffice einwandfrei funktioniert.
    Es wurden Schuldkonten bei Teams eingerichtet und man hat es dann mit den Schülern gemeinsam bei einer Unterrichtsstunde besprochen und auch gleich die Zugänge für jeden einzelnen Schüler zusammen eingerichtet.
    Als dann der zweite Lockdown kam hat alles wunderbar funktioniert.
    Meine Tochter sitzt jetzt zuhause vor ihrem Laptop und ist mit der ganzen Klasse verlinkt.
    Sie bekommen ihre Aufgaben von den Lehrern über Teams, können sich alle sehen und auch diskutieren.
    Die Lehrer reden mit allen Schülern und man kann wie im Klassenzimmer aufgerufen werden oder sich melden.
    Ich bin echt überrascht dass das so reibungslos funktioniert hat.
    Ich kann nur hoffen dass es nicht die Ausnahme ist und nicht alle einen solchen Mist wie Sie erleben müssen.

    • Ich stimme dem Brief zu. Wäre es trotzdem möglich, darauf zu achten, dass wir auch Frauen haben, die Lehrerinnen und Schulleiterinnen sind? Es ist ständig von Lehrern und Schulleitern die Rede. Damit sind Männer gemeint. Lehrer*innen, Schulleiter*innen. Damit fühlen sich alle angesprochen.

    • Th. Wiesner es ist nicht die Ausnahme. Ich bin im Kontakt mit mehreren Eltern verschiedener Schullen (GS, Real, Haupt, Gym). Die Lehrer sind top, und alles läuft wie im Präsenzunterricht, fast genau, sogar mit den Unterbrechungen. Ales wie live Unterricht Mit eine kleine Ausnahme, die Kinder haben jetzt mehr Zeit den Stoff einzustudieren.

  54. Bravo, besser hätte es man nicht formulieren können.
    Nachdem ich alle Kommentare gelesen habe, stelle ich fest, es ist überall gleich bescheiden. Auch wenn jeder Landesminister meint, sein eigenes Süpplein kochen zu müssen.

    Jedoch habe ich noch einen Punkt. Können die Schüler jemals den Schulstoff wieder aufholen? Ich befürchte nicht, aber das meinen wohl die Politiker. Und um diese Sache sich keinen Kopf machen zu müssen, werden z.Bsp. in Bayern die Winterferien gestrichen. Mir ist völlig schleierhaft, was DAS bringen soll? Eine Woche mehr, um den zugestopften Lehrplan in die müden Kinderköpfe zu bekommen?
    Ich frage mich deswegen, hätte man nicht den Schulstoff kürzen können? Die, wie ich, vor 20 Jahren die Schule verlassen haben, sind diejenigen, die jetzt ihren Kindern helfen, nicht komplett den Anschluss in der Schule zu verlieren. Mit diesen Wissen wurden Existenzen aufgebaut, die die Wirtschaft jetzt tragen.
    Also warum konnte der volle Lehrplan nicht abgespeckt werden?
    Deswegen wird diese Generation nicht dümmer dastehen, jedoch gerechter durch diese schwierigen Zeiten kommen.

    • Es scheint immer noch ein Tabu zu sein, dass Kinder die Klasse wiederholen. Dabei ist das doch die Chance für die schwächeren Schüler, die Grundlagen zu wiederholen und die Lücken zu schließen.

      • Es ist nicht nur ein Tabu.

        In Hamburg wurde das Wiederholen sogar abgeschafft. Das „Konzept“ heisst hier Fördern und Fordern.
        Nur unter besonderen Umständen (lange Krankenzeit im Schuljahr, besondere Diagnosen) kann ein Antrag gestellt werden, der durch die Schule unterstützt werden muss. Also in der Praxis nur möglich und von Erfolg gekrönt, wenn das Problem wirklich schon massiv ist. Und bitte nicht falsch verstehen liebe LehrerInnen/SchulleiterInnen … wer möchte sich schon bei den vorgesetzten Behörden, die Blöße geben durch „viele“ Wiederholungsanträge.

        Und was hat das zur Folge?

        Die 5. und 6. Klassen der Gymnasien werden massiv gefordert/gestresst. Denn am Ende der 6. Klasse können die Gymnasien noch einmal entscheiden, wer bleiben darf und wer auf eine Stadtteilschule (für nicht Hamburger: vom Prinzip her Gesamtschule) wechseln muss.

        Über alle Schulformen und Klassenstufen hinweg bedeutet es, dass Kinder mit elementaren Lücken weitergeschleift werden. Mit all den Folgen, die das für den Lernerfolgt haben kann.

        • „Nur unter besonderen Umständen (lange Krankenzeit im Schuljahr, besondere Diagnosen) kann ein Antrag gestellt werden, der durch die Schule unterstützt werden muss.“

          Anscheinend ist eine Pandemie, die länger als ein Jahr geht, noch immer kein besonderer Umstand. Klar, das hat man ja auch fast jedes Jahr.
          Dahinter steckt doch vielmehr der Druck aus der Wirtschaft auf die Politik, die Schüler doch bitte so früh wie möglich einzuschulen, und möglichst früh wieder zu entlassen, dann aber bitte noch auch mit dem höchsten Abschluss. Abitur mit 17. Der Haupt- und Realschüler mit 16 kann dann sehen, wo er bleibt.
          Die Kindheit hat gefälligst hinten an zu stehen, Bildung braucht auch keine Zeit um sich zu setzen. Und kindlichen Hobbys kann man auch nachgehen, wenn man in Rente geht.
          Gerne kommt das Argument „dann kann man aber früher Geld verdienen“ – und das ist es wert, einen Teil seiner Kindheit nicht auszuleben und sich mit Bildungslücken durchzuschlagen? Und sich dann mit einem schlechteren Abschluss durch das Arbeitsleben zu schlagen? Oder um sich mit 18 erstmal völlig desorientiert eine Auszeit nehmen zu müssen? In der aktuellen Lage bringt das G8, was zum G7 mutiert, herzlich wenig. (wen interessiert das später eigentlich noch???)

    • Die Kürzung des Lehrplans ist meiner Meinung nach definitiv möglich. Man müsste nur wollen.

      Sicherlich gibt es Fächer wo eine Kürzung kaum möglich ist, da zum Verständnis des nächsten Themas der vorherige Unterrichtsinhalt nötig ist.

      Aber es gibt auch die anderen Fächer, wo es weniger um jedes einzelne Thema geht, sondern mehr um das Erlernen der Fähigkeit ein Thema Aufzunehmen/zu Erarbeiten, Bezüge/Schlüsse herzustellen usw. Hier ist, wenn man ehrlich ist, auch das Bulimie-Lernen weit verbreitet, da die Inhalte langfristig nicht benötigt werden. Bei Bedarf/Interesse kann man sich diese Informationen durch eine kurze Recherche wiederbeschaffen. Also, wichtig ist bei diesen Fächern/Lehrinhalten nur, dass man an einigen Themen die Grundfertigkeiten „Aufnehmen, Erarbeiten, Interpretation, Beurteilung etc.“ gelernt hat.

    • Man darf nicht vergessen, dass der Lehrplan Puffer enthält. In einem normalen Schuljahr entfällt viel Unterricht durch verschiedenste Schulveranstaltungen und Projekte. Zudem kann eine Lehrkraft auch erkranken, in letzter Zeit ist aber aufgrund der aktuell geringen Ansteckungswahrscheinlichkeit kaum ein Kollege krank. Außerdem kann ich auch die eine oder andere Vertiefung weglassen oder kürzer halten, dann sind die Grundlagen trotzdem gelegt. Am Gymnasium sehe ich jetzt in meinen Fächern zumindest nicht die großen Lücken bei meinen SuS und genauso sehe ich auch nicht, dass sie im nächsten Schuljahr Nachteile haben werden. Für die Abiturklassen gab es schon Kürzungen im Stoff und eine Verschiebung der Prüfung, ich glaube, so gut konnte ich noch keinen Jahrgang aufs Abitur vorbereiten.
      Das mag aber an der Grundschule anders aussehen, ich stelle mir dort den Distanzunterricht wesentlich schwieriger vor, dazu können die KuK der GS aber sicherlich besser Auskunft geben.

  55. Mittlerweile haben wir uns gut eingespielt im lock down und jetzt wieder die Öffnung bis zum nächsten. Nicht das schließen nervt, sondern das Hin und her! Ich war drauf und drann selber eine Brief aufzusetzen aber dieser hier spricht mir aus der Seele. Können sie bitte den Brief, nur hinsichtlich des Namens, ändern und ihn der Ministerin in NRW senden? Aber mal im Ernst wenn wundert es? So ist nunmal Politik, wir haben Verteidigungsminister die nie gedient haben, Gesundheitsminister die keine Ärzte sind und nun auch noch Minister für Schule und Bildung die keine Lehrer sind. Tolle Wurst!

  56. Ich bin Mutter von vier Kindern. Drei davon sind Schulkinder (auf drei unterschiedlichen Schulen). Allerdings sehe ich die Situation komplett anders. Gesundheit geht immer vor und es war meiner Meinung nach absolut richtig die Schulen so lange zu schließen. Frau Eisenmann hat sich große Mühe gegeben ein Hygienekonzept zu erarbeiten um nach dem ersten Lockdown Präsensunterricht zu ermöglichen. Beim dem zweiten Lockdown hat sich unheimlich viel verbessert, was den Onlineunterricht angeht. Es findet viel mehr verbindlicher Unterricht online statt. Es gibt feste Abgabetermine für Aufgaben und alles ist gut strukturiert. Die Lerner geben sich sehr viel Mühe und ich mache mir überhaupt keine Sorgen, dass unsere Kinder in dieser Zeit zu wenig lernen. Ich finde sogar, dass Homeschooling viele Vorteile hat. Schade, dass darüber nie gesprochen wird. Unseren Kindern fällt das Lernen Zuhause in ruhiger Umgebung leichter und Fragen können im Onlineunterricht gestellt werden. Die Kinder sind selbstständiger geworden und kennen sich inzwischen viel besser mit den Medien aus.
    Die Pandemie bedeutet für viele eine große Herausforderung. Für Eltern, Lehrer und ganz bestimmt auch für die Politiker. Aber alle versuchen es bestmöglich zu meistern, und dieses Schimpfen und Beschuldigen finde ich extrem unangebracht!

  57. Ich bin etwas entsetzt über so viel ungeteilte Zustimmung. Der Brief ist doch in weiten Teilen undifferenziert und pauschal. So geht’s halt auch nicht. Aber wer Dampf los werden will ohne zu differenzieren – bitteschön!

  58. Wieviel unsere Kinder und Lehrer unseren Kultusminsterien wert sind? In Zahlen ausgedrückt auf jeden Fall weniger als 600 € pro Person. 300 € pro Person würden Luftreinigungsanlagen kosten und 300 € ein Laptop pro Person (wobei letzteres die meisten sowieso besitzen).
    Eine einmalige Anschaffung wäre das gewesen, ausreichend für diese Pandemie und alle weiteren.
    Aber dann wären die Namen der Politiker nur einmal in den Schlagzeilen gewesen. Für den Wahlkampf hätte man sich dann andere Werbemaßnahmen ausdenken müssen, um im Gespräch zu bleiben.
    Da ist es doch so viel einfacher: Mit der seit Monaten Schüler-, Lehrer-und Eltern verachtenden Schulpolitik bleibt man nicht nur jetzt sondern auch bei der heranwachsenden Wählergeneration in Erinnerung.
    Da spart man sich den Werbefachmann.

    • Selbst wenn den Entscheidern die Menschen in den Schulen egal sind, rein ökonomisch hätte sich die Investition vielfach ausgezahlt. Einige Wirtschaftshilfen wären nicht nötig gewesen, Arbeitsplätze hätten vielleicht gerettet werden können, Kurzarbeit verhindert werden können, etc.

      Und auch in Der Zukunft ohne Pandemie führen „raumluftsichere“ Klassenzimmer zu weniger Erkrankungen der SuS und LuL und damit zu mehr Unterricht.

  59. Silke Kraus sagt das Wichtigste:aktiv werden,Auf die Straße gehen und Kinder nicht in die Schule schicken.denn die Missstände nur ansprechen reicht nicht.in dem Land bekommt man offensichtlich nur Gehör ,wenn man LAUT wird.

  60. Mich würde interessieren, ob Frau Eisenmann geantwortet hat und was? Ich hatte das Vergnügen, sie im November bei einer Wahlveranstaltung auf den Lehrermangel anzusprechen. Es kam viel blabla…..

  61. Ich möchte noch ergänzen, dass die Sbbz (sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentren) für geistig und körperlich behinderte Kinder seit nach den Weihnachtsferien im Vollbetrieb laufen. Ohne Wechselunterricht, ohne verkleinerte Klassen, ohne Filter…. Ich frage mich warum da in in der Öffentlichkeit nicht berichtet wird?? Sind das dort Menschen 2.klasse? Oder gibt es eine Studie die besagt, dass Behinderung immun macht?? Auch die die dort unterrichten?

  62. Absolut treffender Kommentar. Hochachtung vor dem Verfasser-kompetent und ehrlich.
    Könnte man diese Dame nicht mal in eine der zahlreichen Talkshows einladen und sie mit dem Brief oder gleich mit dem Schreiber konfrontieren? Denn auf ihre Reaktion vor Publikum wäre ich und ich denke auch viele andere gespannt.

  63. Beispiel:Konferenz. Von 32 Kinder (Gymnasium), mindestens 10 stören immer den Unterricht.

    Also sollten diese Kinder ein anstädiges Benehmen und den Umgang mit den Medien in der Schule vielleich lernen? Ist die Schule auch dafür zustädig? Ich als Mutter sage Nein! Das sollten sie zu Hause lernen.

    Aber arme Lehrer dürfen heutzutage sogar nicht darauf die Kinder aufmerksam machen, dass ihr Behnemen nicht in Ordnung sei. Und dann fragt meine Tochter jeden Tag, Mama was soll ich tun, das nervt, ich kann mich nicht auf den Lehrerin/ Lehrer konzentrieren! Und das Gleiche läuft in Präsenzunterricht auch ab und zwar Tag für Tag.

    Sorry, aber etwas mit dieser Konstellation Kind – eigene Famile – Schule von heute läuft sehr schief.

    Dass meine Tochter 5. Klasse Gymansium (BY) fast alle 1-er hat bis auf Kunst, und zwar im Homeschooling ist kein Zufall mehr, sorry Politiker. Und sie ist kein Mozart bzw. Wunderkind.

    Ihr macht etwas gewaltiges Schlecht mit eurem Schul – und Bildungspolitik.

  64. Na ja, wenn die Lehrer und Eltern nicht die Todespanik vor Corona hätten, dann wäre vieles anders. Die Polik reagiert auf das, was von den Bürgern gewünscht und gefordert wird. Zaubern kann niemand… Und geteilte Klassen ist eine Riesenherausforderung, woher sollen denn die hunderte von zusätzlichen Lehrern kommen? Und die zusätzlichen Räumlichkeiten etc.? Eine Luftreinigungsanlage soll uns retten? Beim ersten positiven Fall, trotz Luftreinigungsanlage, wären doch alle Eltern wieder aufgesprungen und hätten sich beschwert, dass dies der falsche Weg ist…. und die armen Kinder und die armen Lehrer der tödlichen Gefahr ausgesetzt sind. Das ist hier das grundsätzliche Problem!
    Ja, es läuft vieles schief und ja, Frau Eisenmann hat viel versemmelt aber Herr Kretschmann genauso… Beide zusammen habe BW nicht gut geführt sondern nur Angst geschürt…

  65. Ich als Schüler der Oberstufe kann dem nur beipflichten es waren Minus Gerade in den Zimmern da die Politik nichts besseres weiß als Lüften. Den außer Corona gibt es ja keine andere Krankheit zur Zeit die durch das Unterkühlen eventuell hervorgerufen wird. Aber wie hier schon genannt. Die Landtagswahl.

  66. „…Liebe CDU – schön doof, die umstrittendste Ministerin aufzustellen! Die Quittung kommt am Wahlabend!…_

    Ob sie kommt weiß ich nicht, aber wer mündiger Bürger ist, sollte sie geben, sonst ist er nämlich keiner und billigt die „Politik“ der Ministerin!
    Dann könnte man sagen: “ Weiter so Frau Ministerin, weiter so Politik, wir finden
    das gut, auf jeden Fall trauen wir uns nicht, Ihnen zu widersprechen! Sie sind d er Chef!

  67. Tatti,
    Ich glaube du hast uns missverstanden, wir alle wollen die Kinder in der Schule sehen…aber wenn die Kinder in der Schule sind,müssen sie auch weitestgehend sicher sein! Kinder sind gefährdet am Long- COVID zu erkranken- selbst bei mildem oder symptomloden Verlauf! Ja es ist schwierig- ohne Schule und soll auch nicht so sein! Ja und ich finde sogar die Lehrer machen einen guten Job – da ich beide Seiten kenne! Aber von Seiten der Regierung- Kultusminister wurde nicht weitsichtig geplant – Schule verlagern inGebäude mit mehr Platz z.B. / gestaffelter Unterrichtsbeginn – mehr Geld zum Einsatz von Bussen / Schulbusse anstatt Nutzung Linienbusse – das sind bekannte von nur einigen Beispielen! Wie sollen Kinder noch die Welt verstehen?! -wenn wir es nicht schaffen alle Widersprüchlichkeiten in den Verordnungen auszuhalten. An der Bushaltestelle Abstand – im Bus dicht gedrängt?! Und der Bund gibt zu unserem Schutz etwas vor und schon werden wieder Nischen gesucht – warum sehr geehrte Kultusminister?
    Deshalb schimpf nicht mit uns – wir sitzen doch im selben Boot – und wollen das Beste für die Kids!!!

  68. Tatti,

    eins noch…. auch wenn du sauer bist- solltest du über deine Ausdrucksweise nachdenken ! Das färbt auf deine Kinder ab – Bildung erfolgt auch durch Lernen am Modell- du kannst im Alltag durch gutes Vorbild viel erreichen – du willst doch nicht, dass deine Kinder diesen Jargon übernehmen! Damit wäre deren Bildung wirklich „im A…“ – wie du es ausdrückst !!!

    Man kann nicht alles an Institutionen abgeben, mit der Entscheidung Kinder zu haben, übernimmt man Veranwortung… gehe den ersten Schritt… deine Kinder lernen Respekt gegenüber anderen Meinungen!
    Auch wenn du nicht LehrerIn deiner Kinder bist noch sein kannst und willst, lernen deine Kinder in erster Linie von DIR, da sie sich an. DIR Orientieren (sorry habe oben vergessen die weibliche Form zu verwenden/ respektiere Einwand/ persönlich sehe ich es nicht so eng / da Ich z.B. die Bezeichnung OberfeldwebelIn komisch finden würde)

    • @ Sil off topic: Eine „Oberfeldwebelin“ gibt es auch nicht, da es sich beim Oberfeldwebel um einen Dienstgrad handelt. Die korrekte weibliche Form heißt dann Frau Oberfeldwebel, analog dazu z.B. auch Frau Doktor.

  69. Volle Zustimung. In dem Brief steckt glaube auch viel Frust über die allgemeine Lage, insbesondere von Selbstständigen. Aber dafür kann man das Kultusminsterium bzw. Frau Eisenmann wahrlich nicht verantwortlich machen.
    Ich (Vater von zwei Kindern in Kindergarten und Grundschule), sehe die Bemühungen von Frau Eisenmann die Schulen so schnell wie möglich wieder zu öffnen positiv. Ohne diesen Druck hätte unser Ministerpräsident sich nicht bewegt und hätte weiter seine „Lockdown“-Politik für die Schulen gefahren. So wie er erst kürzlich seinen Bürgern mit einem „richtigen Lockdown“ gedroht hat. Ein Ministerpräsident, der seinem Volk droht, hat auch was!
    Ich kann nur sagen dass bei uns in der Grundschule das Arbeiten mit moodle ganz gut funktioniert hat (abgesehen von teilweiser Serverüberlastung bei BBB, aber sowas erlebe ich auch in det täglichen Arbeit), was aber auch stark am Engagement der einzelnen Lehrer hängt. Da sehe ich aber auch die Schulleitungeb stark in der Verantwortung. Da werden den Lehrern viellfach zu viel Freiheiten gelassen.
    Unstrittig ist, dass den Lehrkräften (m/w/d) entsprechende Masken zur Verfügung gestellt werden müssen. Mein Wissensstand ist, dass da das Sozialministerium (grüner Minister) versagt hat (ähnlich wie bei der Impforganisation).
    Ba-Wü hatte übrigens bereits im letzten Dezember einen „Plan“ wie mit Schulunter icht umzugehen ist (anhand von Inzidenzen). So ganz geschlafen hat das Kultusministerium also nicht.
    Insgesamt bin ich der Meinung, dass insbesondere in der Grundschule der Präsenzunterricht nicht durch Fernunterricht ersetzt werden kann und für mich (und auch unsere „Große“) die Rückkehr zu normalen Unterricht die beste Lösung ist. Dazu muss aber zunächst ein grundlegendes Umdenken zum Umgang mit dieser Pandemie erfolgen. Inzidenzen sind schön und gut, aber als alleiniges Entacheidungskriterium nicht mehr geeignet. Hier muss differenzierter vorgegangen werden.

  70. Ein Brief der mir selber aus dem Herzen spricht…..ein Jahr wurde nur gehockt…aber die Wirtschaft erhält Milliarden…Privilegierte wie Fußball und Wirtschaft haben mehr Rechte…aber Kinder Lehrer Erzieher ???
    In meiner Zeit war es bei Mayer-Vorfelder CDU ….genau dasselbe …schön im Amt sitzen…aber ansonsten…????

  71. Der Vater hat in allen belangen Recht,.
    Nur ist seine Kritik auf eine einzelne Person bezogen, Frau Eisenmann.
    Er scheint aber vergessen zu haben, dass hinter der Sache und Massnahmen auch Herr Kretschmann steht, welcher dies auch wollte.
    Man muss nur auf die Talkrunde mit Markus Lanz blicken, wo Herr K. fast ausgerastet ist, als man ihn auf die Öffnung der Kitas und Schulen kritikhaft angesprochen hat.
    Und jetzt profitiert er natürlich davon, dass sich die Schelte auf Frau Eisenmann konzentriert, die ja Gegenkanidatin im Wahlkampf ist. Clever.
    Als MP hätte er da rechtzeitig gegensteuern müssen.

  72. Hallo,
    das Problem ist, dass die Schulen schlichtweg in den letzten Jahren zu wenig Geld bekommen haben. Wann wachen alle Parteien CDU SPD GRÜNE AFD UND WIE SIE ALLE HEISSEN mal auf und kapieren, dass die Schulen und unsere Kinder unsere Zukunft sind und hier seit langem am falschen Fleck gespart wird. Dass Politiker unfähig sind, ist nichts neues, vielleicht macht man sich daher eher mal Gedanken, wie man Politiker bezahlt. Ihr Gehalt sollte von ihren Leistungen abhängig sein und schon hätten wir so ein Theater nicht. Geht nicht ? Sicher gibt es Hürden und auf die Schnelle geht in D. auch gar nichts. Wahlen sind für mich nicht allein das Mittel – denn wenn beispielsweise sich rausstellen sollte, dass ein Verkehrsminister unsere Gelder verzockt, müsste er zurücktreten – oder wenn eine Kultusministerin die Gesundheit unserer Kinder aufs Spiel gesetzt hat – ebenso – ob das so war – will ich nicht beurteilen. -Vielmehr wurde seit Jahren die Digitalisierung verschlafen – vielleicht versteht man das Wort so langsam besser – was Digitalisierung in Schulen wirklich bedeutet hätte. Was ist also zu tun ? Zunächst ist der Schutz unserer Kinder sicherlich das höchste Gut – Gibt es daher Konzepte? Absolut nachvollziehbar finde ich und da muss ich leider der Kritik erstmal recht geben fehlen mir auch Konzepte – dasbtrifft aber nicht nur die Schulen sondern alle Corona-Massnahmen sind schlichtweg für mich ohne Konzept und mehr Willkührlich entschieden – basieren nicht auf wissenschaftlichen Studien – das Robert Koch Institut hat gesagt, dass man in die Schule darf, nicht in die Gastronomie, aber zum Friseur und Einkaufen, weil die Viren nicht in den Schulen vorkommen und nur in der Gastro – wo ist die Studie dazu ? Sinnvoll wäre sicher eine Anmietung von Räumen, um den Kindern zunächst mal Platz zu schaffen. In keinem Dialog habe ich das je gehört und das hat man aus meiner Sicht verschlafen und wundert mich. Sicher ist Raum sicher nicht einfach – dank bescheuerter Hygienekonzepte – mussten sich viele Lehrer und Rektoren erstmal darum kümmern. In erster Linie hat mir ein Schulleiter auch viel zu viel Macht etwas falsch zu machen und gleichzeitig wird er völlig alleine gelassen vom Kultusministerium. In den meisten Schulen die ich kenne – heisst eine Digitalisierte Schule Umbau bzw. sogar vielleicht auch NEUBAU der bisherigen Schulen, der in Kürze nicht absehbar ist. Ich bin kein Experte aber so ein Umbau oder Neubau kostet richtig viel Geld und ist auf die schnelle nicht machbar. Leider. Dennoch kann man Container aufstellen, den Platz vergrössern und die Schüler so mit viel Raum erstmal lernen lassen und teilweise Homesschooling sich abwechseln für die die keinen Platz mehr habe. Ich bin kein Experte aber Firmen – die kurzfristig Platz benötigen stellen erstmal Container hin und bauen parallel. Welche Schule baut aktuell ? Wer hat aktuell dafür Zeit ? Niemand. Alle kümmern sich nur um ihre Corona-Hygienekonzepte. Und da muss ich leider auch sagen – ist die Kritik völlig berechtigt – werden die Kinder danach in überfüllte Busse gesteckt- Hygienekonzept geht nicht bis in die Busse weil die Viren in Bus und Bahn nicht sind ? Die Busse sind – das ist mein Kenntnisstand nicht nach oben skalierbar – nicht mehr Busse möglich- nicht mehr S-Bahnen. Auch muss man klar sagen haben Rektoren – die völlig alleine gelassen werden – und somit Fehler machen – auch nicht den Blick. Dort wird noch diskutiert, wie schädich Videokonferenzen für die Schüler sind statt sich zu überlegen, wie man den Weg zur Schule ebenso sicher machen kann – das ist Sache des Landratsamt, Abteilung Schülerbeförderung – und die schlafen genauso wie das Kultusministerium – armes Deutschland.

  73. Hat hier schon mal jemand darüber nachgedacht, ob es den frustrierten Vater überhaupt gibt? Schöne Wahlkampfpropaganda der SPD. Leute seid froh, dass Herr Stoch nicht Kultusminister ist.
    Hier gibt es so viele negative Meinungen. Naja Lehrerbashing und Kultusministerbashing ist ja eh inn. Hat sich mal jemand Gedanken darüber gemacht, dass es so eine Situation noch nie gab?
    Noch nie gehört, dass sowohl Lehrer als auch Schüler mit digitalen Endgeräten auf Leihbasis ausgestattet werden? Alleine die Industrie kommt leider nicht hinterher.
    Schulen haben Geld für die Anschaffung von Lüftungsgeräten in Aussicht gestellt bekommen, nutzen dies nur nicht, weil diese Geräte zu laut und zu groß sind.
    Moodle und BigBlueButton funktionieren zu mehr als 90% zuverlässig. Der Fehler für den Rest liegt bei Belwue und deren Serverkapazitäten, da dort auch Universitäten, Hochschulen und andere staatliche Einrichtungen dranhängen. Eine Fehler des KuMi? Wohl kaum.

    • Der „frustrierte Vater“ ist der Redaktion namentlich bekannt. Wenn es sich nur um „Wahlkampfpropaganda“ handeln sollte, wäre es doch ein Leichtes für Frau Eisenmann, auf die Kritik zu antworten und diese zu entkräften. Die Antwort würden wir selbstverständlich ebenso groß veröffentlichen. Uns hat allerdings keine erreicht.

      Noch ein Punkt: Die Kritikpunkte des Briefes lassen sich 1:1 auf fast alle Kultusminister übertragen – auch auf die der SPD. Wie der Beitrag der SPD nützen soll, erschließt sich uns aus diesem Grund nicht.

      Herzliche Grüße
      Die Redaktion

  74. Ich bin 4fache Oma. Stelle fest, dass sich bei der Schülerbeförderung seit 25 Jahren sich nichts verbessert hat.
    Durch Corona wird eins deutlich: Uns fehlen die mutigen Politiker, die den Mut haben Dinge umzusetzen. Solange das Credo vorherrscht: Nur nicht zu weit vorwagen, könnte meinen Job kosten, wird keine situationsbezogene Entscheidung getroffen. Es geht noch weiter, Initiativen werden blockiert, könnten ja nicht regelkonform sein. Wir haben einen behäbigen Bürokratiestaat.

  75. Wie alles, hat auch diese Situation zwei Seiten. Ich bin eine 64jährige Lehrerin einer Mittelschule in BY. Aus privaten Gründen bin ich zu Beginn des Schuljahres von einer sehr kleinen familiären Mittelschule an eine sehr große gegangen. Ich muss sagen, dass sowohl an meiner alten wie auch an meiner neuen Schule der online-Unterricht hervorragend klappt. Alle Lehrer, ob jung oder alt, halten den stundenplanmäßigen Unterricht. Wir sind jederzeit für unsere Schüler ansprechbar, ob im Videochat oder telefonisch (jetzt sogar mehr als vorher, fast 24h!). Für einige Schüler ist der Fernunterricht ein Segen, für andere eine Katastrophe. Es gibt keinen Königsweg! Wenn Schulleitungen engagiert, Lehrer/innen und alle anderen Beteiligten verantwortungsbewusst sind, kann dieses Schuljahr durchaus gelingen. Es hängt ganz viel vom persönlichen Engagement ab. Es gibt für die Pandemie keine Blaupause und es ist schade, dass das Gelingen so sehr vom Einzelnen abhängt. Die (Schul)Politik hat seit dem letzten Frühjahr nicht wirklich einen Plan B erarbeitet, dies aber ständig von den Schulen verlangt. Wahrscheinlich müssen wir eine Vielzahl von Methoden, Masken, Abstand, Impfung (!) oder Therapeutika nutzen. Aber wir werden von unserem Dienstherrn weitgehend allein gelassen. Was aber keinesfalls passieren darf ist dieses Hin und Her, Wechsel-,Online- oder Präsenzunterricht! Das verunsichert und niemand kann das mehr ernst nehmen! Schule öffnen? Unbedingt! ABER nur wenn es für alle einigermaßen sicher ist. Die Inzidenzen steigen wieder. Parallel dazu werden die Schulen teilweise geöffnet – das verstehe wer will.

  76. Schule, Schule, Schule… Kinder Kinder Kinder….
    Es dreht sich NICHT alles nur um Kinder! Alle Menschen haben eine RECHT darauf, ihr Leben und ihre Zukunft noch gestalten zu können!!!!!!

  77. Ich bin derzeit Schülerin in der 13.Klasse, mache also diese Jahr das Abitur und ich kann nahezu jeden Punkt in dem obigen Brief nachvollziehen.
    Zu meinem Glück hatte ich das Glück, dass ich mich an meiner Schule für Homeschooling entscheiden konnte. Von anderen wusste ich, dass dies nicht an deren Schulen möglich war, weshalb diese auch überrumpelt wurden vom zweiten Lockdown. Für das Homeschooling habe ich mich entschieden, um nicht in den vollen Klassenräumen sitzen zu müssen (wir haben teilweise Unterricht mit dem Jahrgang unter uns…) und keine 1,5h Hin- bzw. Rückfahrt (also insgesamt 3h) im vollen Bus sitzen zu müssen.
    In etwa 2 bis 3 Monaten haben ich und viele weitere die schriftlichen Prüfungen und wir haben keine Ahnung, wie diese stattfinden sollen. Die Sporthalle ist, wenn man den Sicherheitsabstand von 1,5m einhalten würde, nicht groß genug, und das obwohl unser Jahrgang an der Schule mittlerweile der kleinste Jahrgang ist, den meine Schule bisher hatte.
    Meine Schule ist chaotisch in Bezug auf Organisation, aber immerhin hatten wir, im Gegensatz zu anderen Schulen bessere Karten im Hinblick auf Digitalisierung. Ich habe großen Respekt vor allen Eltern, Lehrern und Schülern, egal ob dieser Jahrgang oder die folgenden, dass sie das alle meistern.

  78. Was ist das um Himmels Willen für eine Angst-Diskussion! Da kann man ja nur sagen: die öffentliche Panikmache hat gewirkt. Ich bin auch Lehrer aber Angst habe ich deswegen nicht. Wovor? Vor einem Virus, mit dem wir nach Ansicht der meisten Wissenschaftler in Zukunft werden leben müssen? Und das sich – Gott sei Dank – als weitaus weniger gefährlich entpuppt hat, als man am Anfang befürchtet hatte? Auch die Mutanten sind ja nur ansteckender aber auch nicht gefährlicher. In der Schule wird man sich immer mit etwas anstecken können. Also kommt mal runter von der Haltung, alles müsse dort „sicher“ sein. Das wird es niemals geben. Im Moment – so mein Eindruck – werden wir eher die Geister nicht mehr los, die wir gerufen haben.

  79. Grüße gehen raus an unsere Bildungsministerin in Schleswig-Holstein. Statt der Mensch-ärgere-dich-nicht Geschichte hat sie Eltern empfohlen Tabletts zu kaufen, statt in den Urlaub zu fahren…
    Ansonsten wirklich 1:1 auf Schleswig-Holstein übertragbar.
    Auf den Punkt!

  80. Denkzettel – Wahl 2021:
    Wer eben NICHT will, dass die schwarz-grüne Suppe weiterregiert, muss eben von seinem Stimmrecht als mündiger Bürger Gebrauch machen.
    Wer ein stimmiges Schulkonzept will, die Wiedereinführung der VERBINDLICHKEIT der Grundschulempfehlung, klare Aussagen à la MdL Kern, dem bleibt nur eine Wahl.
    Wir werden seit Jahren als Lehrkräfte verarscht, dabei sollen wir es ja richten und die Bildungswunder vollbringen, in „unermüdlichem“ Einsatz.

  81. Meine ganze Zustimmung für diesen Vater. Je länger diese Pandemie dauert desto mehr kommt das Versagen und die Versäumnisse unserer Politiker auf Landes- sowie Bundesebene zum Vorschein.
    Aber leider scheint niemand aus diesen Fehlern zu lernen.

  82. Polemischer geht es wohl kaum … ich bin auch alleinerziehend und die Situation ist nicht leicht. Aber ich finde es bewunderswert, was die Schulen in den letzten Monaten möglich gemacht haben. Ich kann hier nicht für andere sprechen, aber meine zwei Kinder saßen nach eigener Aussage nicht „stundenlang im völlig unterkühlten Klassenraum“.

    Meine Kinder gehen an zwei unterschiedliche weiterführende Schulen. Mit der jetzigen Situation sind sie sogar ganz zufrieden, da sie selbstbestimmter lernen können. Ich habe auch nicht das Gefühl, dass sie gerade große Wissenslücken anhäufen, sondern freue mich, dass sie die einmalige Gelegenheit haben, auf andere Arten zu lernen und an Herausforderungen zu wachsen.

    Natürlich klappt nicht immer alles – aber hey, wir sind in einer Pandemie, die uns alle viel abverlangt. Und ich finde, die meisten Schüler und Lehrer leisten gerade etwas Großartiges.

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