Modellprojekt: Studenten geben Nachhilfe in den Sommerferien

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AUGSBURG. In Schwaben sollen in den Sommerferien Studenten Nachhilfeunterricht geben, um bei Schülern durch die Corona-Pandemie verursachte Bildungslücken zu schließen. Für das Projekt kooperieren die Universität Augsburg und das Schulwerk der Diözese Augsburg.

Können Studierende die Lernlücken schließen? Foto: Shutterstock

Jeweils eine Woche am Anfang und am Ende der Ferien sollen Studierende Förderunterricht an den 31 Realschulen und Gymnasien des Schulwerks geben, berichtete Professor Klaus Zierer, der Ordinarius für Schulpädagogik der Universität. In Kleingruppen von maximal fünf Schülern werde es individuelle Unterstützung bei Lerndefiziten geben.

Das Angebot richtet sich an Kinder aus den fünften bis siebten Klassen des Schulwerks. In täglich vier Stunden sollen die Teilnehmer Unterricht in Mathematik, Deutsch und Englisch erhalten. Die Eltern müssen dafür lediglich 25 Euro Materialkosten aufbringen. Außerdem können sie sich in einem Internetseminar darüber informieren, wie sie ihren Kindern in der Schule helfen können. Den Studenten soll das Angebot zusätzliche Praxiserfahrung in ihrer Ausbildung bringen. Sie werden an der Hochschule auf ihren Einsatz vorbereitet und erhalten eine Vergütung von insgesamt 1200 Euro.

Auch die Staatsregierung in München plant im Sommer ein Ferienprogramm, damit Kinder in einem spielerischen Umfeld versäumte Lerninhalte nachholen können. Zudem sollen Studenten oder pensionierte Lehrer Nachhilfe-Angebote geben. Insgesamt 40 Millionen Euro sollen zur Verfügung gestellt werden, um die Nachteile von Schulschließungen und Distanzunterricht auszugleichen. dpa

Studierende sollen Schülern helfen, Lernlücken zu schließen – Lehrerausbilder sind skeptisch

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2 KOMMENTARE

  1. Die Schulpolitik hat leider noch nicht bemerkt, dass die Pandemie in allen Klassenjahrgängen angekommen ist und in allen Schichten. Die Förderprogramme stehen von 5-7 Klasse zur Verfügung und man nimmt nicht alle Kinder mit. Die Bildung sollte allen Jahrgängen zur Verfügung gestellt werden und ermöglicht werden. In BW wird ein Corona Aufholjahr G9 gefordert von Herrn Ralf Scholl vom PHLV_BW für alle Jahrgänge. Herr Scholl hat erkannt, dass die Pandemie bei allen angekommen ist und bei allen Schichten. Die Schulpolitik hat kein tragendes Gerüst für alle geschaffen und wir befinden uns schon in der dritten Corona Dauerwelle. Es wir kein normales Schuljahr mehr und dies sollte endlich von der Schulpolitik mit aller Ehrlichkeit auch so ausgesprochen werden. Wie lange wollt ihr die Kinder, Jugend und Lehrer noch hinhalten. Übernehmt endlich Verantwortung und findet tragende Lösungen für alle die am Schulleben beteiligt sind. Erst waren es die benachteiligten und jetzt ist es 5bis 7 Klasse und der Rest der Jahrgänge wird ausgeblendet. Dabei lernen die höheren Jahrgänge fürs Leben und die Bildung baut aufeinander auf. Klasenstufe für Klassenstufe ist ein ganz normaler Vorgang bzw. Schritt für Schritt und die Schulpolitik muss alle Jahrgänge in den Blick nehmen. Herr heinz Peter Meidinger äußert sich:“Was wird die Bildung noch WERT sein. Alle Kinder haben ein Recht auf Bildung egal welcher Schicht oder Herkunft und
    nicht nur vereinzelte Jahrgänge.

  2. „Auch die Staatsregierung in München plant im Sommer ein Ferienprogramm, damit Kinder in einem spielerischen Umfeld versäumte Lerninhalte nachholen können.“

    Spielerisches Umfeld? Dann ist die Pandemie im Freistaat also im Sommer vorbei, v.a. für die ungeimpften Alterstufen?

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