Zu früh? Immer mehr Länder lockern die Maskenpflicht in Schulen – VBE warnt davor, auf den letzten Metern unvorsichtig zu werden

61

BERLIN. Immer mehr Bundesländer lockern die Maskenpflicht in Schulen – Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und das Saarland heben sie im Unterricht grundsätzlich auf, in Baden-Württemberg soll das unterhalb eines Inzidenzwertes von 35 gelten. Hessens Kultusminister Lorz (CDU) stellt eine Freigabe zumindest der Schulhöfe in Aussicht, ebenso die bayerische Landesregierung. Im Freistaat streitet die Koalition allerdings darüber, ob die Masken auch im Unterricht fallen sollen. Lehrerverbände zeigen sich nicht begeistert. So meint der Realschullehrerverband im Saarland: „Die Warnungen der Wissenschaft werden missachtet.“

Zu früh? In immer mehr Bundesländern darf die Maske im Schulbetrieb fallen. Foto: Shutterstock

Die Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen haben bereits beschlossen, die Maskenpflicht im Unterricht auszusetzen. In Niedersachsen ist die Maskenpflicht an Inzidenzwerte gekoppelt, die mittlerweile vielerorts darunter liegen, sodass hier die Maßnahme automatisch entfällt. Heute haben weitere Bundesländer Lockerungsschritte in Sachen Masken in der Schule angekündigt.

Erstmals seit Beginn der Corona-Pandemie vor mehr als einem Jahr hat die  Landesregierung von Rheinland-Pfalz weitgehende Lockerungen der Maskenpflicht beschlossen. So müssen Schülerinnen und Schüler ab kommendem Montag keine Maske mehr im Unterricht tragen. Die Landesregierung reagiert damit auf die gesunkene Zahl von Corona-Infektionen, wie Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) nach einer Kabinettssitzung in Mainz sagte. Die neue Regelung für den Unterricht gelte überall dort, wo die Sieben-Tage-Inzidenz der Corona-Infektionen unter einem Wert von 35 bleibe. Maßgeblich ist die Inzidenz in den jeweiligen Landkreisen und Städten. Landesweit waren es am Dienstag 14,7.

«Unsere Schulen setzen ihre Hygienekonzepte hervorragend um, die Impfungen bei unseren Lehrkräften sind weit fortgeschritten»

Auf dem Weg zum Platz im Klassenzimmer solle die Schutzmaske weiter getragen werden, sagte Hubig. Damit gebe es eine ähnliche Regelung wie für Restaurants. Aber im Unterricht und auf dem Pausenhof muss keine Maske mehr getragen werden. «Unsere Schulen setzen ihre Hygienekonzepte hervorragend um, die Impfungen bei unseren Lehrkräften sind weit fortgeschritten», sagte die Ministerin.

Ähnliches gilt künftig in Sachsen-Anhalt. «Die Maskenpflicht entfällt sowohl auf Schulgeländen und Freigeländen als auch im Unterricht», sagte Bildungsminister Marco Tullner (CDU). Das Kabinett habe dies einvernehmlich beschlossen. Künftig soll der Mund- und Nasen-Schutz demnach nur noch außerhalb des Unterrichts in Gebäuden, etwa auf den Fluren, vorgeschrieben sein. Dadurch könne die Lernatmosphären qualitativ gesteigert werden, was auch angesichts der steigenden Temperaturen wichtig sei, führte Tullner weiter aus.

Auch im Saarland müssen Schüler ab diesem Donnerstag im Unterricht keine Maske mehr tragen. Das habe der Ministerrat am Dienstag angesichts gesunkener Corona-Zahlen entschieden, teilte das Bildungsministerium in Saarbrücken mit. Im Schulgebäude und auf dem Schulweg bei der Beförderung im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) bleibt es aber weiterhin bei der Pflicht zum Tragen einer Maske. «Wir sind uns in der Landesregierung einig, dass es Lockerungen bei der Maskenpflicht in Innenräumen zuerst bei den Schülerinnen und Schülern geben muss», sagte Bildungsministerin Christine Streichert-Clivot (SPD).

Für Kinder und Jugendliche sei das Maskentragen im Unterricht angesichts der steigenden Temperaturen eine körperliche Belastung. Da sich die «allgemeine Pandemielage» und damit auch die an den Schulen weiter deutlich entspanne, seien im Klassenraum nun Lockerungen möglich. Klar sei aber: «Wer möchte, kann natürlich weiter eine Maske nutzen, nur die Abschaffung der Verpflichtung ist momentan nach Abwägung aller Faktoren vertretbar.» Auf dem Außengelände von Schulen gibt es bereits seit dem 11. Juni keine Maskenpflicht mehr. Seit Ende Mai läuft der Unterricht an der Saar wieder im vollen Präsenzunterricht.

Scharfer Widerspruch kam vom Verband Reale Bildung. „Der aktuelle Regierungsbeschluss sorgt dafür, dass in der Schule nunmehr keine Sicherheitsmaßnahmen mehr gelten, die nach wie vor allen anderen gesellschaftlichen Bereichen verordnet werden. Es gelten weder Abstände noch Maskentragepflicht – und das im geschlossenen Raum“, monierte Landesvorsitzende Karen Claassen und betonte: „Die Warnungen der Wissenschaft werden missachtet.“

Die Abschaffung der Tragepflicht falle zudem in eine Zeit, in der das Lüften immer schwieriger werde. Claassen: „Aufgrund der Angleichung von Innen- und Außentemperatur kann kein starker Luftstrom mehr entstehen, der zu einem ausreichenden Luftaustausch führt. Es kommen somit nun mehrere Risikofaktoren zusammen.“ Ein weiterer: „Dass die Abschaffung der Maskenpflicht ausgerechnet in eine Phase fällt, in der die meisten Kolleginnen und Kollegen noch nicht vollständig und ihre Angehörigen vielfach gar nicht geimpft sind, ist die höchstmögliche Missachtung der Gesundheitsinteressen der saarländischen Lehrkräfte und ihrer Angehörigen.“

«Sobald ein Ausbruch an einer Schule ist, wird sofort wieder die Maskenpflicht angeordnet»

Baden-Württemberg will die Maskenpflicht an Schulen lockern. Hier gilt: Sofern die Sieben-Tage-Inzidenz in einer Region unter 35 liegt und es zwei Wochen an der Schule keinen Corona-Ausbruch gab, soll die Maskenpflicht im Unterricht komplett wegfallen, kündigte Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) am Dienstag in Stuttgart an. Bereits bei einer Inzidenz von unter 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern und Woche soll die Maskenpflicht auf den Pausenhöfen abgeschafft werden. «Sobald ein Ausbruch an einer Schule ist, wird sofort wieder die Maskenpflicht angeordnet», sagte Lucha. Derzeit seien von 4500 Schulen 248 von Infektionsfällen betroffen. Am aktuellen Testregime an den Schulen – also zwei Tests die Woche – wolle man bis zur Sommerpause festhalten. Ministerpräsident

Winfried Kretschmann (Grüne) meinte, das Risiko könne man eingehen. Dennoch warnte er vor zu schnellen Öffnungsschritten. Die bundesweite Debatte über die Lockerung der Maskenpflicht schieße über das Ziel hinaus. «Lockerungsdebatten in der Sache führen immer auch zum Abflauen der Disziplin.» Die Pandemie sei nicht vorbei. Man dürfe nicht vergessen, dass die Inzidenz noch 20 Mal höher sei als vor einem Jahr. «Leute, seid nicht übermütig, das bezahlen wir sonst bitter», sagte er. Man könne nicht das Risiko einer vierten Welle eingehen.

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) warnte die Regierung deshalb auch davor, auf den letzten Metern unvorsichtig zu werden. «Mit Blick auf die Ausbreitung der Delta-Mutation und das Zurückrudern Englands bei den Öffnungsvorhaben plädieren wir deutlich dafür, nicht gesellschaftliche Wünsche, sondern die nachhaltige Eindämmung der Ausbreitung des Virus in den Mittelpunkt politischen Handelns zu stellen», sagte der Landesvorsitzende Gerhard Brand. Eine Umfrage hatte ergeben, dass eine Mehrheit der Bundesbürger die Aufhebung der Maskenpflicht an Schulen für richtig hält, wie News4teachers berichtet.

Alexander Lorz (CDU), Kultusminister von Hessen, kündigte an, sich für die Aufhebung der Maskenpflicht an Schulen im Freien einzusetzen. Nach seiner Überzeugung sei das riskierbar. «Daher werde ich mich dafür einsetzen, dass wir diesen Schritt bei der nächsten Anpassung der Corona-Regeln auf Landesebene gehen.» Er werde dem Kabinett einen entsprechenden Vorschlag machen und gehe davon aus, dass dieser in der nächsten Sitzung beschlossen wird.

«Erst seit fünf Tagen sind wieder alle Schulen im Regelbetrieb. Diese Errungenschaft dürfen wir nicht voreilig riskieren»

Zuvor hatte Lorz bereits erklärt, dass er es angesichts der bevorstehenden Hitzewelle für vertretbar halte, wenn Schüler in den kommenden Wochen an besonders heißen Tagen auf dem Schulhof keine Maske tragen müssen. Die konkrete Entscheidung, wann draußen auf die Maske verzichtet werden darf, trifft demnach die Schulleiterin oder der Schulleiter vor Ort unter Berücksichtigung der bekannten «Hitzefrei»-Regelungen. Inwieweit die Maskenpflicht im Unterricht bestehen bleibt, werde sich zeigen, erläuterte Lorz. Auch wenn er sich den Verzicht auf diese Maßnahmen lieber früher als später wünschen würde, mahnte er zu Besonnenheit. «Erst seit fünf Tagen sind hessenweit wieder alle Schulen im Regelbetrieb. Diese Errungenschaft dürfen wir nicht voreilig riskieren», betonte er.

Die Regierungskoalition aus CSU und Freien Wählern in Bayern hat die Maskenpflicht auf Schulhöfen bereits aufgehoben, streitet aber weiter über die Maske im Unterricht. Man sei sich zu zwei Dritteln einig, zu einem Drittel nicht, sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts, die von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) geleitet worden war. Die Freien Wähler sind der Ansicht, Grundschüler könnten die Maske inzwischen im Unterricht abnehmen. Die CSU setzt weiter auf das Prinzip Vorsicht und hält Lockerungen bei der Maskenpflicht in Innenräumen für verfrüht. Erreichte Erfolge in der Pandemiebekämpfung dürften jetzt nicht verstolpert werden, sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU). Er berief sich auf den Rat von Virologen zur Vorsicht in Innenräumen. Diese wolle man «nicht in den Wind schreiben. Das wäre nicht seriös.» News4teachers / mit Material der dpa

Mehrheit der Bürger will Maskenpflicht in Schulen streichen – Lehrer warnen

 

Anzeige


61 KOMMENTARE

  1. Ich begrüße diese Lockerungen ausdrücklich und fordere das bundesweit, sofort.
    Bei diesen Temperaturen oder beim Sport den ganzen Tag Maske tragen zu müssen ist Quälerei, zudem bei extrem niedrigen Inzidenzen überflüssig. Keinen Hund würde man so behandeln, unsere Kinder aber schon?

    • Über eine Woche dürfen die SuS bei uns schon im Unterricht ohne Maske sein.
      Inzidenz 0!
      Und pssssst: das ist prima und freut einen sehr.
      Es wäre auch schwer zu verstehen, warum bei Null die Maske getragen werden sollte.
      Wer Maske tragen möchte oder Risikopatient ist, sind doch ganz anderer Fälle und hat doch keiner was gegen.

  2. Auf dem Weg zur Beratungsresistenz bzgl. der Warnungen von Virologen/ Epidemiologen. Auch interessant für Lernforscher: Immer wieder die gleichen Fehler. Auf – zu, weiter zu, noch nicht auf! Briten machen ihre Erfahrungen mit Delta, das schaffen wir auch noch. Für ein paar Wochen, vielleicht nur ein paar Tage Maskenfreiheit nehmen wir einen Corona-Sommer in Kauf. Intelligenz ist was Anderes. Mein Eindruck ist Motto: Corona spielt heute keine Rolle mehr! Corona, das war gestern – und morgen!?!?!?

  3. Ich bin Lehrerin und befürworte Lockerungen der Maskenpflicht auf Schulhof und bei Lerngängen in die Natur, sowie beim Sport. Im Schulgebäude und Unterricht hätte ich schon ganz gerne noch Masken, obwohl ich schon geimpft bin

    • Ich arbeite auch in einer Schule.
      Darf ich fragen, warum Sie im Unterricht weiterhin gerne Masken hätten, obwohl Sie schon geimpft sind?
      Meine Meinung ist, sobald alle Lehrkräfte ein Impfangebot erhalten haben, muss die Maskenpflicht für alle Schülerinnen sofort wegfallen.

      • „Meine Meinung ist, sobald alle Lehrkräfte ein Impfangebot erhalten haben, muss die Maskenpflicht für alle Schülerinnen sofort wegfallen.“

        Und welchen Schutz haben die UNGEIMPFTEN SuS dann vor den Folgen einer Infektion? Die Krankheit selbst ist meist harmlos für sie, aber LongCovid trifft auch Kinder, selbst die, die gar keine Symptome hatten. Nur merkt man das erst deutlich später.

        Auch die Eltern der meisten SuS dürften noch nicht geimpft sein. Sowohl bei Alpha als auch bei Delta geht Corona in den Familien rum, sobald es einer reingebracht hat.

        • Die Zustimmung bezieht sich auf Herrn Jean. Jeder Vater, jede Mutter kann ihrem Kind sagen, es soll im Unterricht und in der Schule die Maske tragen. Kein Problem.
          Aber es ist ja viel bequemer, das den Lehrkräften zu überlassen und die Sonntagsmutti oder den Best-Buddy-Vati zu geben.

          • Der Name ist Programm.Das müsste ja dann eine Arbeitsschutzmaske,auch ffp2 genannt ,sein.Und die darf man nicht std lang am Stück tragen,ein Kind erst recht nicht.Was Sie offenbar ihrem Kind vermitteln,ist:scheiß egal,ob es Kinder mit Vorerkrankungen gibt,die müssen halt selbst sehen.Sehr sozial.Nicht.

          • Frau Maren- so ganz klar wird mir Ihre Einlassung nicht. Wollen Sie das Abschaffen der Maskenpflicht? Das haben Sie doch bekommen?!
            Oder wollen Sie, dass Kinder Masken tragen- zum Wohle ihrer selbst bzw. der Eltern? Dann sollen die Eltern ihre Kinder anweisen- da braucht es keine Pflicht. Es sei denn, den Buhmann der Pflicht und ihrer Durchsetzung soll jemand anderer übernehmen, damit eben die Eltern Best Buddy…aber das sagte ich ja schon.
            Diese Entscheidungen sind in der Tat nicht mein Problem.

            Dass das Maskentragen selbst- ganz gleich ob FFPxy oder sonstwas- nicht toll ist, darum geht es in meinem Post nicht.

            Was also wollen Sie sagen??

      • Genau. Wenn Eltern das zu unsicher ist für sich oder/ und ihre Familie, sollen sie ihren Kindern das Tragen weiterhin anweisen.

      • Ich habe selbst Kinder die nicht geimpft werden können und möchte nicht, dass sie sich anstecken. Auch wenn das Risiko nicht groß ist schwer zu erkranken, möchte ich für meine eigenen Kinder das Risiko nicht und auch für meine Schüler nicht.

      • Haben Sie schon mal daran gedacht, dass es auch unter Kindern Risikopatienten gibt? Und zwar auch in einem Alter, für das Impfungen noch gar nicht zugelassen ist? Sollte man diese nicht schützen?

      • Ähm ja.Unsere Lehrerin ist da weniger egoistisch,Jean.Die trägt die Maske trotz Impfung,weil sie ja dennoch ÜBERTRÄGER sein könnte.Schüler und Eltern sind nicht geimpft!Interessiert Sie offenbar nicht.

          • @Jan sorry,Sie haben nur zitiert.War wohl noch nicht ganz wach.Dann war die erste Adresse doch die richtige,@Jean.Sorry nochmal.

        • Frau Maren, auch, dass Lehrkräfte nicht mehr Maske tragen wollen, etc. ist nicht explizit gesagt worden. Ich für meinen Teil- vollständig geimpft- trage sie nach wie vor. Natürlich! Weil Kinder usw… Und weil man für die Kinder im Grunde nichts tut, außer blödsinnigen Hygieneplänen.
          Aber als Lehrkraft mich zum Hannes zu machen, eine Maskenpflicht durchzusetzen, die zum Wahlkampftool geworden ist, die instrumentalisiert wird, damit Eltern sich gegen Schule und gegenüber ihren Kindern profilieren können- da ist mein Alias in der Tat Programm.

          • Na da bin ich mal froh,dass Sie mein Kind nicht unterrichten.Ich muss mich niemandem gegenüber profilieren,ich lasse mein Kind zuhause und fertig.Solang das halt geht.Dass für die Kinder schutzmäßig sonst nichts getan wird,da stimm ich Ihnen zu,aber nicht die Maske ist Wahlkampfobjekt,sondern das angebliche Wohl der Kinder,welches offenbar nur im Vollbesetzten Klassenzimmer ohne nennenswerten Schutz zu erreichen ist.

          • Frau Maren,
            da bin ich auch froh, denn solche Nerv-Eltern hab‘ ich echt gefressen.
            Aber ich unterrichte nur Oberstufe in Informatik und Wirtschaft- wenn da die Leute zu Hause bleiben, ihre Sache. Die kümmern sich dann auch selbst um den Stoff und lassen nicht noch von Vati und Mutti Extrawürste einklagen.

          • Wie ist das eigentlich beim Auftreten der Delta Variante im Klassenverband ohne Schutzmaßnahme wie Abstand und Maske. So wie ich das verstanden habe, gehen dann alle erstmal in Quarantäne, auch die Geimpften, denn hier kann es ja auch zu Übertragungen kommen. Wenn dem so ist, dann stimmt das mit dem „Nicht mehr mein Problem“ auch nicht mehr so ganz.

    • Hallo, wofür?
      Wenn Sie doch voll geimpft sind!?
      Die Maskenpflicht an Schulen muss ganz weg..!!
      Die Kids werden getestet.
      Und das ist schon feudal genug.

  4. Bernd der Zweite
    ….oder was Bernd der Letzte????
    Keine Ahnung haben von den Tatsachen, aber meinen, meinen und fordern.
    Das sind die Ersten die ganz laut schreien, wenn ihr Kind von Delta oder einer anderen Variante betroffen ist.
    …ach hab ich vergessen, dann sind auch die LuL schuld.

  5. Völlig unnötig und ein falsches Signal vor den Ferien. Draußern auf dem Schulhof kann man ja drüber reden. Aber drinnen halten wir jetzt auch noch zwei Wochen durch. Es zeigt sich, es wird wieder nur auf Sicht gefahren. Bei der nächsten Welle, ob im Herbst, oder der nächsten Pandemie ist man wieder nicht gewappnet. Deja Vu…

    • @Metalman

      „Es zeigt sich, es wird wieder nur auf Sicht gefahren. Bei der nächsten Welle, ob im Herbst, oder der nächsten Pandemie ist man wieder nicht gewappnet. Deja Vu…“

      Wenn „Blinde“ „auf Sicht fahren“, dann ist ein Déjà-vu maximal freudlos … und einfach nur saublöd.
      🙁

  6. Es ist Wahnsinn, drinnen auf den Schutz der Masken zu verzichten! Weder die SuS noch die meisten der Eltern sind geimpft. Die meisten werden an einer Infektion nicht sterben, aber LongCovid ist nicht lustig.

    Luftfilter gibt es auch keine. Fensterlüften bringt quasi nichts, wenn es drinnen und draußen gleich warm ist.

    • Aber.. aber… aber, die Kumis haben doch gesagt… Luftfilter sind für Anfänger und machen doch keinen Spaß. Lüften fühlt sich an wie russisches Roulette, Nervenkitzel pur!

  7. Wer sich sicherer mit Maske fühlt, kann sie doch tragen. Und wer gern zuhause bleiben möchte, sollte auch das Recht dazu haben. Alle, die sich impfen möchten, haben die Chance das zu tun. Aber genauso sollten auch andere Menschen das Recht bekommen, frische Luft atmen zu können. Das ist das Wesen einer pluralistischen Gesellschaft, wo Meinungsvielfalt und Selbstbestimmung gilt. Meine Kinder sollen nicht von ängstlichen Lehrern unterrichtet werden, die ihre Schüler nur als Virenschleudern ansehen!

    • Dann ist Salem für Sie und ihre Kinder die richtige Schule. Individualität kann hier für ein entsprechendes Entgelt ausgelebt werden.

    • „Wer sich sicherer fühlt …“
      Noch immer scheint Maskentragen mit Gründen des Eigenschutzes in Verbindung zu stehen. Ich dachte, wenigstens das sei gesellschaftlich angekommen: Masken schützen auch die anderen.
      Schulen sollen in erster Linie aus sozialen Gründen in voller Präsenz offen bleiben. Ich hab’s verstanden: Als Lehrkraft hab ich vollends ausgedient, was Wissensvermittlung angeht.
      Doch das mit dem Sozialen scheint auch nicht so wichtig, denn eine kinderfreundliche Maskenlösung, bei der Kinder lernen, sich UND andere zu schützen, strebt man kaum an.

    • Und dann wundern sich manche Eltern warum es immer mehr Egoisten in der Gesellschaft gibt. Selbst herangezogen…

      Wen interessieren Andere, wenn ich meine Faulheit und Bequemlichkeit nicht abgeben möchte. Ich will endlich wieder das Recht haben andere mit meiner Rotze anzustecken.

      So geht Egoismus.

  8. Auf Twitter wird immer mehr damit spekuliert, dass die niedrigen Inzidenzen gefaked sind. MehrereKrankenhaus-Mitarbeiter berichten, dass es in den Krankenhäusern keine Entspannung gäbe. Ob die Politik vor den Wahlen auf besonderen Stimmenfang ist? Ein Schelm wer Böses dabei denkt.

    Außerdem würden immer mehr Schnelltests eingesetzt, welche bei positiver Testung nicht meldepflichtig sind. Was wiederum für eine exorbitante Dunkelziffer spricht. Die Dunkelziffer in Schulen muss ebenfalls exorbitant hoch sein. Wir haben die höchsten Inzidenzen in der Gruppe, in der am wenigsten getestet wird.

    Aber…. es wird ein toller Sommer! Die Maske ist tot…Lang lebe die Maske!

    • @Defence:
      „Auf Twitter wird immer mehr darüber diskutiert…“
      Bitte hört doch auf damit, irgendwelchen verschwörerischen Unsinn zu glauben oder zu verbreiten – in BEIDE Richtungen!. Für die Maßnahmen-Gegner ist Telegram die richtige Plattform und nun stacheln sich diejenigen, die nicht glauben, dass die Zahlen tatsächlich fallen, auf Twitter gegenseitig hoch?? Solche unbelegbaren Äußerungen und Spekulationen sind gefährlich!

      • Das denke ich aber ganz und gar nicht. Bisher kamen die News immer als erstes auf Twitter und teilweise erst Wochen später in den Nachrichten.

        • @Defence:
          OK, das wusste ich bislang nicht…
          Aber ganz ehrlich… niedrige Zahlen, die von der Politik gefaked sind??? Das scheint mir doch trotz Wahlkampf sehr abstrus! Die Folgen eines derartigen Handelns kommt dich irgendwann raus! Gibt es Belege (außer die erwähnten Berichte aus Krankenhäusern – die gibt es ja auch bei den Maßnahmengegnern, nämlich dass überhaupt keine Menschen auf den Intensivstationen liegen würden – was genauso daneben ist!)?

        • Sehr geehrte Defence,

          zur Klarstellung: Es gibt überhaupt keine Hinweise aus seriösen Quellen, dass Inzidenzwerte „gefaked“ sein könnten – das ist ein Verschwörungsmythos, nicht mehr.

          Twitter ist auch lediglich eine Socila-Media-Plattform, und keine Redaktion. Soll heißen: Es kommt entscheidend darauf an, wer twittert, ob die dort verbreiteten Informationen seriös sind. Jeder kann Twitter nutzen und natürlich auch Unsinn verbreiten.

          Wir haben ein exponentielles Wachstum der Inzidenzen erlebt – und jetzt eben ein exponentielles Sinken. Die Geschwindigkeit dieser Entwicklungen ab einem Scheitelpunkt verstehen viele Menschen nicht, ist aber gerade das Wesen von Exponentialfunktionen – gerne hier nachlesen: https://www.news4teachers.de/2021/06/exponentieller-sinkflug-warum-die-corona-inzidenz-so-abgestuerzt-ist-und-wieso-der-rasche-rueckgang-bald-ausgebremst-wird/

          Herzliche Grüße
          Die Redaktion

  9. Mitnichten sind schon alle Lehrer geimpft. Warum muss in der Schule nicht der Abstand eingehalten werden? 30 Schüler in einem Raum ohne Maske. Vielen Dank. Wir fahrlässig wird hier mit der Gesundheit aller Beteiligten umgegangen.

  10. Ich wäre äußerst überrascht, nein eher völlig perplex, wenn es so klappen sollte.
    – Sag ich den Satz halt zum vierten Male.

  11. Wenn immer noch Maskenpflicht, dann weiterhin für ALLE, auch in der Gastronomie! Es würde mich mal wirklich interessieren… besuchen die Lehrer nie ein Restaurant, mit ungetesteten Sitznachbarn? Jeder 2. von ihnen ist ja auch nicht geimpft, dafür verbreiten sie deutlich mehr Aerosolen als Kinder..

    • Nein, ich besuche seit Beginn der Pandemie keine Innengastronomie, nicht mal außen! Ich geh auch nicht in die Disco oder Kneipe oder sonstwo hin, wo viele Menschen sind! Darf ich mir jetzt wünschen, dass die ungeimpften Schülerinnen und Schüler in den engen Klassenräumen, bei stehender Luft (von wegen Außen- und Innentemperatur) weiterhin Maske tragen?
      Ich bin übrigens erst einmal geimpft und zwar nicht über ein passendes Angebot meines Dienstherren, dafür musste ich selber kämpfen (ja, das ist so gemeint). Einen Impfschutz habe also weder ich, noch meine Kids, was nach Berichten aus GB ja üüüüberhaupt kein Problem ist… *Ironie*
      Ich versuche mich und meine Mitmenschen, egal ob groß oder klein, bestmöglich zu schützen, ist das falsch? So ein wenig Verzicht finde ich nicht schlimm. Ich möchte nämlich, dass Corona so bald wie möglich im richtig im Griff ist und wir nicht in eine vierte Welle (jetzt muss ich doch glatt noch einmal auf Delta verweisen) rutschen. Ich möchte keine Schüler mehr betreuen, bei denen ein Familienmitglied daran gestorben ist! Ich möchte nicht noch so ein Horrorjahr! Aber das ist wahrscheinlich zu egoistisch, zu verwegen, zu ängstlich, zu… (bitte nach Belieben ergänzen)

      Übrigens ist in Vietnam schon die nächste Viruvariation aufgetaucht! Ganz wenige Fälle. Da ist komischerweise sofort wieder ein Lockdown angesagt!

      • @MeinSenf:
        Solange noch nicht jeder, der es möchte, vollständig geimpft ist, müssen Maßnahmen aufrecht erhalten werden – das ist richtig und gut so!
        Allerdings spricht @Ines in Ihrem Kommentar doch davon, dass die Maskenpflicht doch bitte dann auch in allen Innenräumen gelten sollte. Sonst macht die ganze Anstrengung der Kinder und Lehrer in der Schule doch nur einen kleinen Ausschlag. Das ist genau das, was ich hier schon so oft gesagt habe: ALLE müssen sich daran halten! Schauen Sie sich Betriebe an… offiziell und nach außen für andere sichtbar wird die Maske getragen… aber glauben Sie, dass nicht mehr zusammen gefrühstückt oder Mittag gegessen wird? Oder Handwerker… bei der Arbeit brauchen sie keine tragen, aber glauben Sie, dass die Arbeiter im Fahrzeug auf der Fahrt zur Baustelle die Maske tragen? Verkäuferinnen…sobald sie aus dem Verkaufsraum ins Personalzimmer wechseln, wird die Maske abgesetzt (selbst schon gesehen!). Ich könnte viele weitere Beispiele anführen. Von den Testungen, die dort natürlich im Gegensatz zur Schule nur freiwillig sind, will ich gar nicht erst anfangen.
        Alles in Allem: Ines sagte „Wenn immer noch Maskenpflicht, dann weiterhin für ALLE, auch in der Gastronomie!“ Sie macht einfach auf den Widerspruch aufmerksam und greift doch keine Lehrer an, die sich und die Schüler schützen wollen.

      • @MeinSenf:
        Mich würde interessieren, was Sie darunter verstehen: ich musste um meine Impfung selbst kämpfen?
        Solche Äusserungen kann man hier öfter lesen, ich kann mir nur nichts darunter vorstellen.
        Vielen Danke schon mal für die Aufklärung

        • Kämpfen heiß vordrängeln. So läuft das in den allermeisten Fällen, die mir bekannt sind. Andersrum gesprochen heißt das aber auch, wer nicht priorisiert ist und nicht vordrängelt der wartet, wartet und wartet ……und wird ausgelacht und als Impfneider beschimpft.

          • Interessant, das ist ja sehr vorbildlich. Ich bin Ausbilder in einem Betrieb der Energieversorgung mit ca. 80 Azubis und Studenten. Ich war in der gleichen Rangfolge wie die Lehrer und musste mich definitiv NICHT vordrängeln. Wenn sich Lehrer vordrängeln ist das schon eine sehr fragliche Haltung der Betreffenden und gehört scharf sanktioniert. Leider kommt das zu spät auf den Tisch und rückwirkend ist das ja nicht möglich. Meine Meinung ist da genau wie die von Herrn Lucha: Solche Typen sollten sich schämen und öffentlich gemacht werden (leider nicht möglich)

        • Um das klarzustellen, ich wäre laut Reihenfolge lange schon an der Reihe gewesen, geimpft zu werden, ich habe mich also absolut nicht vorgedrängelt!
          Leider musste ich aber eben auch feststellen, dass man ohne Vitamin B überhaupt keine Chance hatte, an einem Termin zu kommen! Und dass, obwohl von meinen Vorgesetzten nicht nur vollmundige Versprechen zu einem Impfangebot gemacht wurden, sondern auch immer wieder öffentlich und pressewirksam behauptet wurde, alle in meiner Priorisierungsgruppe hätten ein solches Angebot lange erhalten und seien schon geimpft!

          Wenn ich sage ich habe darum gekämpft, dann meine ich auf den Kanälen, die mir zur Verfügung standen!!! Ohne, dass ich jemand anderem die Impfung weggenommen hätte! Das hat aber leider nichts, aber auch gar nichts gebracht. Das habe ich übrigens an anderen Stellen hier in den Foren auch schon häufiger geschrieben. Schlussendlich war ich gezwungen, dann auch mal mein Vitamin B spielen zu lassen, was ich weder wollte, noch guten Gewissens getan habe. Ich wiederhole noch einmal: Ich hatte schon lange, lange Anrecht auf einen Impftermin und kann somit gar niemandem sein Impftermin weggenommen haben! Solche verallgemeinernden Unterstellungen verbitte ich mir!

          • Nachtrag:
            Wir haben unzählige Briefen an den betreffenden Dienstherren geschrieben, wurden mehrfach übergangen, ich stand auf diversen Wartelisten und durfte dabei beobachten, dass nicht Priorisierte mal eben bei eben jenen Ärzten geimpft wurden, weil man ja den Arzt gut kennt, der Ehegatte ne dicke Nummer in irgendeinem Großkonzern ist usw. Ich habe lediglich viel, viel Sprit investiert, um eine Impfdosis zu bekommen, die, wäre sie nicht in meinem Arm gelandet, vernichtet worden wäre.
            Daran kann ich nichts Verwerfliches finden und werde mich auch nicht weiter rechtfertigen!

          • Kann natürlich jeder machen wie es ihm genehm ist. Aber als Vorbild taugt das ja sicher nicht mehr, gerade gegenüber der noch wartenden Schülern. Zuerst wird die gesamte Berufsgruppe durch ihre Beziehungen (öffentlicher Dienst) in der Priorität besser gestellt und dann werden sich durch Vitamin B noch mehr Vorteile er(kämpft). Auch weites Fahren zur Impfung im schlimmsten Fall über die Kreisgrenze hinaus ist nicht förderlich, denn das würde die Kreisstatistiken verfälschen. Aber getreu dem Leitspruch: Wenn jeder an sich denkt ist an jeden gedacht. Da ist jede Vorbildfunktion dahin.
            Persönlich habe ich durch Corona sehr viel gelernt, auch durch dieses Forum und werde mein verhalten auch danach anpassen.

  12. Bei der Delta-Variante erkrankt nach Ergebnisse aus GB ca. 1% der Kinder und Jugendlichen schwer (mit Krankenhausaufenthalt).
    Macht bei ca. 10 Mio. Schülern 100.000 Kinder, die über kurz oder lang im Krankenhaus landen werden.
    Weil Erwachsene
    – Masken in der Schule für überflüssig halten
    – die verantwortlichen sind, nicht für durchgreifende Verbesserungen in Schulen sorgen (Raumluftfilter, mehr Platz pro Person usw.)
    Aber Fürsorglichkeit wegen der „schädlichen Masken“ heucheln. Arme Kinder.

  13. Ich kann das nicht mehr hören. Fakt ist, Kinder und Jugendliche haben eine genauso große Viruslast wie Erwachsene. Warum sollen sie dann weniger ansteckend sein? Völlig unlogisch. Man entdeckt es nur seltener, weil sie oft keine Symptome zeigen. Und Masken schützen. Das ist wissenschaftlich bewiesen. Andere müssen auch Masken tragen und leben noch. Das ist zumutbar. Und wenn man sich schon beschweren will, dann bei den unbelehrbaren Politikern, die nicht auf die Wissenschaft hören und meinen, sie wüssten alles besser. Und Wirtschaft und überforderte Eltern sind ja wichtiger. Viele Menschen könnten noch leben, das ist das Tragische und nicht zu akzeptieren. Aber es ist wohl nicht mehr möglich, Solidarität zu zeigen und den eigenen Egoismus mal hinten anzustellen.

  14. Als Mutter eines vor erkrankten Kindes, welches bisher noch keine Chance auf eine Impfung hatte, kann ich die Auflösung der Maskenpflicht nicht verstehen. Wir alle haben viel auf uns genommen, um die Senioren zu schützen. Die gleiche Solidarität würde ich mir für die Kinder und Jugendlichen wünschen!!! Natürlich ist es ohne Maske angenehmer. Aber in Innenräumen mit so vielen Personen unbedingt nötig. Natürlich kann jedes Kind mit Vorerkrankung freiwillig Maske tragen, aber ist das wirklich richtig? Sollten wir uns nicht gegenseitig schützen? Welchem Kind/Jugendlichen fällt es leicht, als einziger weiterhin Maske zu tragen?
    Arbeite selbst den ganzen Tag mit FFP2 Maske, nur damit jeder weiß, dass ich nachvollziehen kann, wie groß die Sehnsucht nach Maskenfreiheit ist!

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here