Corona-Chaos: Mal müssen ganze Klassen in Quarantäne, mal fast niemand

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DÜSSELDORF. Die Ferien sind gerade gut eine Woche zu Ende – und schon sitzen viele Schülerinnen und Schüler in Nordrhein-Westfalen schon wieder zu Hause: in Quarantäne. Die soll nach dem Willen des Landes (nur) für direkte Sitznachbarn eines infizierten Schülers gelten. Doch die Praxis sieht oft anders aus: Mancherorts werden ganze Klassen nach Hause geschickt, während andernorts auch unmittelbare Kontaktpersonen nicht in Quarantäne genommen werden. „Das Schuljahr ist so gestartet, wie viele befürchtet haben“ – chaotisch, so heißt es bei den oppositionellen Grünen. Sie werfen NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer vor, den angeblich so wichtigen Präsenzunterricht nicht ausreichend gesichert zu haben.

Wenn müssen Kinder in Quarantäne – und wann nicht? Das ist undurchsichtig. Foto: Shutterstock

Dienstagmorgen, in einer sechsten Klasse einer Realschule in einer nordrhein-westfälischen Kleinstadt: Selbsttests stehen an. In der vergangenen Woche, unmittelbar nach Schuljahresbeginn, hatte es bereits einen ersten positiven Fall in der Klasse gegeben – jetzt zwei neue: Eine Schülerin und ein Schüler werden von der Lehrkraft zum Sekretariat gebracht, von wo aus sie die Eltern abholen sollen. Für die anderen 26 Kinder, Elf- und Zwölfjährige, fast alle ungeimpft, läuft der Unterricht weiter wie geplant. Auch für die sechs Schülerinnen und Schüler, die mit an den Vierertischen der positiv Getesteten gesessen haben. Sport und Religion stehen auf dem Stundenplan – gemeinsam mit

Am Tag darauf, in der zweiten Stunde, informiert der Klassenlehrer die Kinder, die in unmittelbarer Nähe zu den beiden positiv Getesteten gesessen haben, dass sie sofort den Unterricht verlassen müssen und abgeholt werden sollen. Sie bekommen einen Zettel in die Hand gedrückt. Auf dem ausgefüllten Vordruck steht: „Die Schülerin / der Schüler XXXX Klasse XXXX saß neben einem Mitschüler/-in die positiv auf Covid 19 lt. (PCR.Test) getestet wurde.“ Datum und Unterschrift – keine weitere Information. Wie geht es jetzt weiter? Sind die Kinder in Quarantäne? Müssen sie in einem Testzentrum vorstellig werden? Wenn ja – wo denn? Gibt es irgendwelche Materialien fürs Lernen zu Hause? Alles offen.

Unterdessen gibt es an der Schule den nächsten bestätigten positiven Corona-Befund – in der Parallelklasse.

Wer einen negativen PCR-Test vorlegt, darf wieder am Unterricht teilnehmen – außer…

In Nordrhein-Westfalens Schulen scheint mit rasant steigenden Infektionszahlen unter Schülerinnen und Schülern das Chaos auszubrechen – keine Quarantäne hier, ganze Klassen in Quarantäne dort. Informationen? Häufig Fehlanzeige. Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) hatte vor gut zwei Wochen angekündigt, dass im neuen Schuljahr bei einem Corona-Fall nicht mehr zwangsläufig die ganze Klasse in Quarantäne muss. Als «enge Kontaktpersonen» gelten nach dem entsprechenden Erlass des Gesundheitsministeriums jetzt nur noch Kinder, die vor, hinter, rechts oder links vom Infizierten gesessen haben. Gleiches gilt für Lehrer und weiteres Schulpersonal, wenn sie engen Kontakt zum betroffenen Schüler hatten. Geimpfte ohne Symptome sind von der Quarantäne ausgenommen.

Wer einen negativen PCR-Test vorlegt, darf wieder am Unterricht teilnehmen – außer er ist «nach einer Einzelfallprüfung vom Gesundheitsamt als Kontaktperson identifiziert worden», erklärte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums.

Diese widersprüchlich wirkenden Regeln führen offenbar zu einem riesigen Durcheinander. Mancherorts passiert bei einem Corona-Fall in einer Schule praktisch nichts, andernorts schicken die Gesundheitsämter große Gruppen in Quarantäne. So sitzen zum Beispiel in Solingen und Bonn aktuell ganze Klassen zu Hause fest. Dabei handele es sich um Einzelfälle, in denen die Hygieneregeln nicht durchgehend eingehalten worden seien, teilten Sprecher der Städte auf Anfrage mit.

Auch andernorts ermitteln die Gesundheitsämter bei einem positiven Test «die individuelle Situation» – mit der Folge, dass unter Umständen nicht nur die direkten Sitznachbarn des infizierten Kindes in eine 14-tägige Quarantäne müssen.  «Wenn es im Sportunterricht, in der OGS [Offene Ganztagsschule] oder in der Pause enge Kontakte gab, zum Beispiel, wenn Kinder zusammen ohne Masken in einer Vogelnestschaukel gesessen haben, wird im Einzelfall geprüft, welche Kinder in Quarantäne müssen», sagt etwa ein Sprecher der Stadt Köln. So wurden nach einem Bericht des «Kölner Stadt-Anzeiger» 38 Zweitklässler einer Grundschule bereits am zweiten Schultag in Quarantäne geschickt, weil sie in einem relativ kleinen Raum zusammen gegessen hatten.

«Kontakte beim Sportunterricht, in der Mensa oder während der Pause werden vergessen»

«Das Schuljahr ist so gestartet, wie viele befürchtet haben», kritisiert die bildungspolitische Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion, Sigrid Beer. «Delta-Variante und Reiserückkehrende führen dazu, dass ganze Lern- und OGS-Gruppen nach wenigen Schultagen in die Quarantäne müssen.» Beer wirft Schulministerin Gebauer vor, die Augen vor der Realität zu verschließen: «Kontakte beim Sportunterricht, in der Mensa oder während der Pause werden vergessen. Deshalb sehen sich die Gesundheitsämter in der Praxis kaum in der Lage, die vereinfachten Quarantäneregelung anzuwenden – und schicken doch wieder zahlreiche Kinder in die Quarantäne.»

Wenn sie überhaupt noch irgendwelche Regelungen anwenden. Beim Robert-Koch-Institut heißt es – mit Blick auf das sich drastisch ausweitende Infektionsgeschehen: «Die Gesundheitsämter können nicht mehr alle Infektionsketten nachvollziehen.»

In Solingen sind nach einem WDR-Bericht unter anderem zwei fünfte Klassen einer Gesamtschule seit der Einschulungsfeier in Quarantäne. Die Kinder hätten bei der Feier in der Turnhalle auf Matten beieinander gesessen und seien anschließend gemeinsam in die Klassenräume gegangen, so dass sich nicht mehr nachvollziehen lasse, welche der Kinder in engem Kontakt miteinander gewesen seien. Ein Stadt-Sprecher betont, es handele sich hier um eine Sondersituation. Generell gelte für Solinger Schulen: Sollte es Abweichungen von den vorgegebenen Hygieneregeln – Maske, Lüften, Abstand – geben, oder «sollte sich die Situation für den Stadtdienst Gesundheit unübersichtlich darstellen, müssen gerade bei der hohen Solinger Inzidenz größere Gruppen in Quarantäne genommen werden». Im Schnitt seien seit den Ferien pro Fall sieben Quarantänen ausgesprochen worden.

Wie viele Schüler in NRW seit den Ferien bisher in Quarantäne kamen, konnten Schul- und Gesundheitsministerium am Mittwoch nicht sagen. Erste Zahlen dazu soll es Anfang kommender Woche veröffentlicht werden. News4teachers / mit Material der dpa

Wird die Durchseuchung der Kinder ab sofort einfach hingenommen? Lauterbach warnt vor „zynischem Experiment“

 

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55 KOMMENTARE

  1. Eigentlich haben die Gesundheitsämter keine Wahl. Abstandsregeln sind in Vollpräsenz nicht einhaltbar, in den Pausen und bei Sportunterricht im Freien werden keine Masken getragen. Frühstückspause ohne Maske im Klassenraum ist ausdrücklich erlaubt, ebenso eine Durchmischung von Klassen in der OGS. Da muss zwangsläufig die ganze Klasse in Quarantäne. Tja, Frau Gebauer, Kinder sitzen halt nicht nur still auf ihrem eigenen Stühlchen. Das hätte Ihnen jede Lehrkraft direkt gesagt. Man hätte uns halt mal fragen sollen, statt diesen Offenhaltungswahn durchzusetzen.

    • @Marie: Offensichtlich haben die Gesundheitsämter eine Wahl, denn sonst gäbe es das im Artikel beschriebene Durcheinander nicht. Offensichtlich entscheiden die Gesundheitsämter sehr unterschiedlich, obwohl alle davon mit medizinischem Fachwissen ausgestattet ist. Dies zeigt, dass es keinen Konsens in dieser Sache gibt.

  2. Es ist, wie es ist….wie viele Foristen es bereits vor Wochen geahnt haben und darauf hinweisen und wie die Gebauer in ihrer unfassbaren Inkompetenz und Ignoranz es nicht wahrhaben will.
    Schulen auf oder Schulen zu – und zwar zu den Bedingungen, die im KuMi am grünen Tisch ausgekaspert wurden? Schulen zu geht nicht, weil dann ja von der Rethorik des eigenen Dummsprechs abgewichen würde. Also Schulen auf. Das ist die einzige Denkoption, die der identifizierte Wahnsinn dieser dummen Frau mit TeflonSeele und Neoprengewissen zuzulassen bereit ist.
    An unserer Schule kommen täglich zig Quarantänemeldungen und auch positive Testungen dazu. In vielen Klassen und Kursen fehlen SuS, die zum einen mit Material versorgt und beim Lernen betreut werden müssen – zum anderen nähen die ersten Oberstufenklausuren, bei denen dann genau diese SuS in größerer Zahl fehlen werden, was für die KuK bedeutet, alle Arbeiten mehrfach erstellen zu müssen – verbunden mit massiver Mehrarbeitsbelastung.

    Das alles interessiert im zuständigen Ministerium niemanden…LuL dürfen nicht aufrücken….wer effektive Wege zu beschreiten bereit ist (Arbeitsrecht!) wird dienstlich abgewatscht, das System Schule ist- knapp eine Woche nach Ferienende bereits wieder auf dem Weg in den Kollaps…Organisationschaos muss von den Kollegien aufgefangen werden…ernsthafte Anliegen bzgl der Sinnhaftigkeit getroffene Vorgaben und Entscheidungen werden von den SL abgebügelt.
    So ist die Vorgabe aus Düsseldorf – so wird auch gemacht. Wer hier ernsthaft glaubt, dass die Arbeitshaltung und die Motivation unbeschadet aus diesem Unsinn hervorgeht wird sich bei den nächsten Anforderungen über die Verweigerungshaltung resp. Passivität der KuK wundern.
    So kann man Schulen nicht besser machen…und der Schaden, den die Gebauer und ihre Dummbatzgehilfen (seien diese auch ausgefuchst, was das Erstellen von juristisch wasserdichten Unfugsanweisungen vgl. Matze Richter) anrichten, den werden wir noch in Jahren spüren.
    Allein deshalb müsste diese Dame unverzüglich aktiv aus dem Amt entfernt werden – und mit ihr die ganze Mischpoke, die diese „Schulpolitik“ ermöglicht hat.

    • Leider gibt es aber immer noch viel zu viele denkfaule oder verdrängungsbegabte KolegInnen, die lautstark für Klassenfahrten werben, den SchülerInnen im Klassenraum „Maskenpausen“ zubilligen und überhaupt unsäglich uninformiert sind.
      Genau diese sind es, die das Weiterlaufen in die Katastrophe antreiben. Machen alles mit bzw. unterlaufen noch die wenigen Maßnahmen, verharmlosen alles den SchülerInnen gegenüber, machen Stimmung gegen die Impfung an Schulen …

      So wie ich höre, hat jedes Kollegium in NRW ausreichend Exemplare dieser Gattung …

      • Nicht nur in NRW!

        Mir wurde von einer Kollegin gesagt, auch ich müsse einen gesellschaftssolidarischen Beitrag in der Pandemie leisten, indem ich den Schulbetrieb in der jetzigen Form unterstütze.

        Das tue ich. Mit Abstand, Maske, Verzicht auf mehr als eine Person im privaten Innenraum, Vermeidung von Menschenansammlungen und doppelter Impfung.
        Ach ja, der Schulbetrieb wird in absehbarer Zeit endgültig auf mich verzichten müssen.
        Wird für die Schule auch kein Verlust sein….so unsolidarisch wie ich bin.

      • Auch in Bayern und auch an kleinen Schulen finden sich diese Exemplare.
        Da müssen ausgedehnte Esspausen im Klassenzimmer am Platz stattfinden, weil das pädagogisch so unerlässlich ist, es muss möglichst viel unternommen werden, weil die Kinder ja so viel entbehren mussten, … – aber das sind auch die, die von den Eltern als „Umsetzerinnen mit Augenmaß“ gefeiert werden.

        Auch wenn man in den (stets stark zensierten und „moderierten“) Kommentaren des BR24 liest, könnte man seit über einem Jahr meinen, Corona ist vorbei, Kinnder bekommen maximal einen Schnupfen, Hauptsache, die Schulen sind längstmöglich geöffnet und es finden möglichst viele uneingeschränkte Events für die Kinder statt.

        Lediglich hier bei N4T dürfen Zweifel, Bedenken und Sorgen geäußert werden.

        • Auch Mediziner sind besorgt über die laufende Durchseuchung der Kinder. Bei den Lehrern, die Sie beschreiben, kann ich gar nicht glauben, dass diese Lehrer ein Studium erfolgreich abgeschlossen haben. So lernavers kann man doch gar nicht sein.
          Als Elternteil würde ich bei einer Infektion meines Kindes diese Querdenker Lehrer mitverantwortlich machen. Und die Schulleitungen, die solche Hampelmänner frei drehen lassen.
          Volle Lehrerzimmer ohne Masken sind ein No Go.
          Stundenlange Konferenzen in Präsenz sind ein No Go.
          Klassenfahrten und Wandertage No Go.
          Wer das dennoch zulässt, ist für jede einzelne Infektion, die daraus entsteht verantwortlich.

          • @xy: Was bitte schön hat der Bildungsgrad mit der Meinung zum Umgang mit der weiteren Pandemie zu tun?

          • @xyGenau – nächste Woche sollen wir Eltern entscheiden ob diesen Winter die Skifreizeit nach Italien (7. Klasse) stattfinden soll… Ohne Worte, wie kann man bitte über so etwas nachdenken??? ich hoffe wir sind nicht die einzigen Eltern die das nicht wünschen in dieser Zeit…

          • @DerDip: die Pandemie vollumfänglich zu verstehen erfordert einiges an Fachwissen, das viele Menschen dieser Gesellschaft einfach nicht haben.

      • Leider ja. Der neue Mathelehrer meines Sohnes (pensionierter Schulleiter einer anderen Schule) ist jetzt zuständig für die Tests, weil er Montag und Mittwoch die erste Stunde hat. Anscheinend lässt er die Kinder die Tests zwar durchführen, kontrolliert sie jedoch nicht, sondern entsorgt sie nach Ablauf der Zeit einfach.
        Zum Glück ist mein Sohn schon geimpft, sonst würde ich völlig am Rad drehen …

          • Korrekt! Er verstößt damit direkt gegen Verordnungen. Einfach mal mit dem Ordnungsamt da überraschend aufkreuzen und schon hat der Mann richtig Spaß…

      • @NRW-Lehrerin: Wiese beschimpfen Sie andere als denkfaul und verdrändungsbegabt, nur weil diese andere Anschichten dazu haben, wie an dem aktuellen Punkt der Pandemie vorgegangen werden soll? Mal abgesehen davon, dass diese Menschen, von denen Sie sprechen, seien es Lehrer, Eltern oder auch andere, m.E. die klare Mehrheit stellen, verdrängt eben diese Gruppe von Menschen nicht, dass es unrealistisch ist, alle Menschen auf Dauer vor eine Infektion zu schützen.
        Wenn man in viele europäische Länder schaut, ist dies vielerorts sogar Konsens: Schweiz, Schweden, Großbritannien, Dänemark, usw. Wiese glauben Sie, dass alle anderen einen falschen Weg gehen? Eine Katastrophe steht dort offenbar aus, sonst müsste es dort Proteste & Widerstände dagegen geben.
        Und letzte Frage: Was verstehen Sie unter eine Katastrophe, von der Sie sicher sind, dass diese kommen wird?

        • Die Katastrophe ist an vielen Schulen schon eingetreten: völliges Durcheinander von EinzelschülerInnen und einigen Klassen in Quarantäne. Der kleine Sohn eines Freundes wurde eingeschult, war dann noch zwei Tage in der Schule und wird nun diese Woche in Quarantäne verbringen. Wann es die große Schwester (3.Klasse) trifft, weiß man nicht genau, es kann sich bei den aktuellen Inzidenzen hier aber nicht um einen langen Zeitraum bis zu diesem „Event“ handeln. Die Eltern sind beide berufstätig, u.a. als LehrerIn.

          Dieses Durcheinander ist kaum vernünftig zu händeln, weder von den Eltern noch von den Schulen.

          Auf Dauer wird man selbstverständlich nicht alle Menschen vor der Infektion schützen können – aber nur wenige Monate vor der Zulassung eines Impfstoff für U12 die Durchseuchung so anzuheizen, ohne dass den Eltern die Gelegenheit gegeben wird, sich lieber für eine Impfung zu entscheiden, das finde ich respektlos und übergriffig. Und genau so empfinde ich das Verhalten von KollegInnen, die nicht versuchen, die ihnen anvertrauten Kinder angemessen (und d.h. mindestens nach Dienstanweisung) zu schützen.

          Bin ich froh, dass ich keine Kinder im entsprechenden Alter habe …

        • DerDip, jaja, also woraus schließen Sie, das alle happy sind in den aufgezählten Ländern?

          Das Problem ist doch folgendes: die meisten Menschen verstehen doch nach wie vor überhaupt nicht ausreichend, was Corona ist, macht oder kann. Viele denken doch nach wie vor, dass Hände desinfizieren wichtiger ist als Maske zu tragen. Der unsichtbare Feind wird von vielen sogar weggeleugnet, denn was man nicht sehen kann, gibt es einfach nicht. Ausnahmen sind in diesem Bereich diejenigen, die selbst Opfer zu beklagen haben. Die haben es auf die harte Tour gelernt. Sorry for that!

          Die breite Masse ist also latent uninformiert und genervt, was das ganze hier überhaupt soll. Wenn man denen also ein paar Phrasen hinschmeißt wie z.B. „die Pandemie ist vorbei“ und allen Zuckerbrot gibt (offene Restaurants, Events und Konzerte, sowie unbegrenztes Reisen usw.) ist doch klar, dass die Mehrheit happy ist, oder nicht?

          • @ Ich muss da …: Ich habe nicht behauptet, dass in den aufgezählten Länden alle Happy sind – es sind nie alle Happy. Allerdings scheinen die Mehrheiten dort die dortigen Maßnahmen zu begrüßen und haben deswegen keine Ängste entwickelt (zumindest für die Schweiz und die Niederlande basiert dies auch auf persönlich dort gemachter Erfahrung).
            Dass viele nicht allzu gut informiert sind mag richtig sein. Viele überschätzen bspw. den Mehrwert von Masken und fühlen sich damit sehr sicher (mal abgesehen von wirklich richtig getragenen FFP Masken).
            Viele Menschen können aber Riskowahrscheinlichkeiten nicht richtig interpretieren und in ein Verhältnis zu anderen Risiken setzen. Was das Virus in bestimmten Fällen alles anstellen kann ist die eine Sache. Die andere Sache ist, wie gefährlich es nun im konkreten Fall ist, z.b. das Risiko für ein gesundes achtjähriges Mädchen. Das muss differenziert betrachtet werden.

        • Schweiz
          https://www.bag.admin.ch/bag/de/home/krankheiten/ausbrueche-epidemien-pandemien/aktuelle-ausbrueche-epidemien/novel-cov/massnahmen-des-bundes.html
          Gibt da noch genug Regeln wg. Corona. Dawerden aktuell co2 Ampeln in Schulen verteilt und die Luftfilterfrage schwebt auch dort in der Luft. So ganz leicht nehmen es die Genossen auch nicht.

          Schweden
          https://www.fr.de/politik/corona-schweden-sonderweg-gescheitert-coronavirus-herdenimmunitaet-sterblichkeit-pandemie-lockerungen-90934587.html

          England
          https://www.swp.de/panorama/Grossbritannien-Corona-Inzidenz-Mutation-Variante-indische-Virusvariante-Impfung-England-Zahlen-Urlaub-57202499.html
          In Schulen wurden Quarantäne Auflagen gelockert – Infektionen steige wieder Todesfälle nehmen auch zu

          Dänemark lockert tatsächlich alles. Also tut so, als gäbe es Corona nicht mehr. Das wird spannend.
          Allerdings sind wirklich fast alle ab 12 Jahre mind. einmal geimpft und bei den Kleineren gibt es weiterhin Tests im Schulbetrieb.
          https://www.kreiszeitung.de/lokales/niedersachsen/daenemark-inzidenz-steigt-aber-ab-oktober-fallen-alle-corona-regel-weg-zr-90909458.html

          https://www.luzernerzeitung.ch/international/lockerungen-ohne-maske-in-die-schule-warum-daenemark-ganz-bewusst-einen-anstieg-der-corona-infektionen-in-kauf-nimmt-ld.2172150

          In Island hat man auch alles gelockert bei 80% Impfquote. Da reicht der Virus aktuell seine Quittung ein.
          https://www.swr.de/swr2/wissen/island-hohe-impfquote-aber-die-pandemie-ist-nicht-vorbei-100.html
          Jüngere wurden viel mit Johnson and Johnson geimpft und stecken sich öfter voll geimpft an.
          Lockerungen werden aktuell wieder zurück gefahren.

          Insgesamt ist es egal, in welchen Land was gemacht wird. Mit den Lockerungen steigen die Zahlen, und damit das Risiko schwererer Erkrankungen, auch bei Kindern, sowie Ansteigen der Sterblichkeit. Zudem steigt das Risiko für eine neue Mutation.
          Mit der Umsetzung von Corona Regeln sinken die Zahlen wieder. Dieses Hin und Her ist in allen Ländern zu beobachten.

          Es wird immer irgendetwas über ein anderes Land behauptet, wie toll es damit fährt, alles zu lockern und Schulräume mit Schülern vollzustopfen. Leider sind das Märchen. Ja, es wird gelockert. Und dann wirds wieder richtig schlimm. Mal mehr, mal weniger schnell, trotz Impfungen.

          • @Klugscheisser: Natürlich ist es so, dass Lockerungen zu mehr Infektionen und somit auch zu mehr Erkrankungen und Sterbefällen führen. Dies ist keine neue Erkenntnis. Wie sie selbst sagen, passiert das auch bei hohen Impfquoten. Allerdings dann mit viel weniger schweren Erkrankungen und Sterbefällen.
            Der einzige Weg dies zu vermeiden läge darin, nie wieder zum „vor Corona“ Leben zurückzukehren. Für die meisten Menschen ist aber genau dies das Ziel. Und die meisten Menschen werden daher auch ein gewisses Risiko akzeptieren.
            Grundsätzlich finde ich auch das hantieren mit großen absoluten Zahlen für irreführund und Angstmache – aber wie wir alle wissen, verkaufen sich negative Schlagzeilen besser als positive. Wirklich entscheidend ist, wie hoch das Risiko einer schweren Erkrankung für den einzenen ist. Und dies sollte dann anderen Risiken im Leben gebenübergestellt werden. Wie vor kurzem jemand hier im Forum schon schrieb: „Ertrinken lässt sich nur dann komplett vermeiden, wenn das Schwimmen verboten wird“. Möchten Sie das?

          • Danke. Darauf kann man gut verweisen, wenn der nächste wieder meint, woanders hat man es besser gemacht und mal wieder die Propagandaländer Schweden und Co als Vergleich herhalten müssen.

          • @DerDip: wobei der Vergleich mit dem Ertrinken deswegen schon hinkt, weil Ertrinken keine ansteckende Krankheit ist, mit der ich andere in Lebensgefahr bringe.

      • Nicht nur in NRW! Ich kann jeden Satz aller VorschreiberInnen bestätigen.

        Was wird mit den Schwächeren und den unter Zwölfjährigen? Können wir uns nicht einfach an den Schulen zusammenreißen?

        In unserem Dorf sind viele Eltern inzwischen geimpft. Deren Kinder über zwölf sind bereit für die Impfung und sind auch bereits geimpft.
        Diese Entscheidung fiel keinem leicht. Respekt!

        Das ist für mich die Verpflichtung, an der Schule ordentlich zu testen, zu lüften und Abstand sowie Maskenpflicht einzufordern. Und eine Massenbeschulung um jeden Preis und unter miserablen Bedingungen vor Ort ABZULEHNEN.

        Das haben die Vernünftigen verdient!! Und keine durchgeknallten Pseudo-FreiheitsaktivistInnen, die durch eine vorschnelle Rückkehr zum Alltag – der schon vor Corona an der Schule seine gesundheitlichen Tücken hatte – mehr Schaden anrichten als Freiheiten zurückbringen.

  3. „(…) zum Sekretariat gebracht, von wo aus sie die Eltern abholen sollen.“

    Das dürfen die Eltern aber nur, wenn sie zu den Hochgeborenen der GGG’s gehören, der ‚Rest‘ darf nämlich nicht das Schulgebäude betreten!

  4. Nachtrag: mir fällt in diesem Zussmmenhang das Malör mit dem Airbus 380 ein, dessen Steuerprogrammierung falsch war und daraufhin mehrere Exemplare vom Himmel fielen.
    Ergebnis: die Dinger mussten am Boden bleiben, bis dieser Fehler nachhaltig beseitigt war.

    Schulen starten mit den gleichen Fehlermeldungen, wie in den vorangegangenen Monaten…die Fehler sind vom „Bordpersonal“ identifiziert, beschrieben worden und es wurden zuhauf Vorschläge zur Verbesserung gemacht …incl einer nachdrücklicher Forderung nach technischen Veränderungen, die den Betrieb für sie Passagiere und die Bediensteten sicherer machen.(z.B. Luftfilter)

    Man stelle sich vor, Airbus hätte auf die Absturzserie so reagiert, wie die KMK:
    „Ähh, nein…ähhh….Die Maschienen sind sicher, haben wir nochmal durchgerechnet – passt schon…da müssen die Piloten und die „Saftschubsen“ was falsch gemacht haben….haben sich wahrscheinlich zur Unzeit in den armen gelegen…ähhh…nö, wir rüsten die Maschinen nicht mit einer verbesserten Steuerprogrammierung aus – habt ihr ne Ahnung, was das kostet…ähhh, nö …wor sind zu dem Ergebnis gekommen, dass ihr euch lediglich lustige Mütten aufsetzen müsst, regelmäßig schmutzige Lieder abzuringen habt und die Passagiere damit unterhaltet. Wenn es doch mal zu einer unerwarteten beschleunigten Herabsetzung der Reisehöhe kommen solltet, dann erzählt ihr einfach „Das Flugzeug ist sicher!“
    Mehr können und wollen wir nicht tun…und jetzt aber hurtig und fröhlich zum Dienst.“

    DORT unvorstellbar….in Schulen Alltag.

    • „Nachtrag: mir fällt in diesem Zussmmenhang das Malör mit dem Airbus 380 ein, dessen Steuerprogrammierung falsch war und daraufhin mehrere Exemplare vom Himmel fielen.“

      Tatsächlich ist bislang noch kein einziger A380 vom Himmel gefallen. Es gab einige Beinaheunfälle, aber keinen Absturz.

      Bei Boeing sind ZWEI 737 MAX8 in recht kurzer Zeit nacheinander kurz nach dem Start abgestürzt. DAS hat die Flotte sehr lange „gegroundet“.

      An der Stelle hat aber niemand versucht, das Problem zu marginalisieren. Tatsächlich ist der Anteil der Toten an allen, die mit der 737 MAX8 geflogen sind, verschwindend gering. Nach KMK-Manier könnte man das als ein „vertretbares“ Risiko betrachten (tatsächlich wäre es für Menschen mittleren Alters sicherer, in eine NICHT fehlerbehobene 737 MAX8 einzusteigen, als Corona zu bekommen).

  5. Alles vorhersehbar . Nur die , die es wissen müssten , wollten es nicht wahr haben . Und so geht alles wieder wie im letzten Jahr : Das Unvermeidliche wird bestritten und hinausgezögert . Bis es wirklich nicht mehr gut . Und so führt das Festhalten am Präsenzunterricht zu langem Lernen in Distanz …

  6. Die Empörung verstehe ich nicht.
    War doch klar, dass die KMK die Durchseuchung der SuS betreibt.
    Ob das eine bewusste Entscheidung ist und dem Prinzip Hoffnung folgt (wird schon nicht so schlimm werden. Kinder haben ja leichte Verläufe…) oder einfach nur als bequemste Lösung billigend in Kauf genommen wird ist eventuell fraglich. Das Ergebnis bleibt gleich. Die 4. Welle soll über die Schulen durch die Altersgruppe 6-17 Jahre gehen und so zur Herden-Immunität bei tragen.
    Entsetzt bin ich über zwei andere Sachverhalte im Zusammenhang mit diesem Vorgehen:
    1. In unserer hochgelobten Demokratie, kann die KMK das wirklich durchdrücken. Niemand schreitet ein. Keine Interessenverbände der Lehrer, keine Gerichte, keine Ministerpräsidenten und auch nicht der Bund. Man lässt die einfach mit Millionen Kindern, Jugendlichen und Lehrern experimentieren. Es ist auch nicht ab zu sehen, dass es irgendwelche Konsequenzen für die Kultusminister haben wird, wenn das ganze schrecklich schief gehen sollte.
    2. Es ist erschreckend, dass unsere KMK das so offen umsetzt. Die geplante Durchseuchung wird gar nicht oder nur extrem stümperhaft verschleiert. Ein paar Phrasen wie „Die Schulen sind sicher“ scheinen da zu reichen.
    Entweder sind die Kultusminister zu inkompetent um sich zumindest mit den Gesundheitsämtern und untereinander auf ein gemeinsames Vorgehen zu verständigen oder sie sind so mächtig, dass sie es gar nicht nötig haben.
    Ok, wenn unsere KMK was drauf hat dann die Inkompetenz. Sie sind praktisch ein Kompetenzzentrum „Inkompetenz“.
    Der bisherige Verlauf der Pandemie hat aber auch gezeigt, dass die Bildung als Ländersache sich praktisch jeden regelnden Zugriff entzieht.

    • @ schattenläufer
      spätestens dann, wenn sich zeigt, dass sowohl die infektionen bei jugendlichen doch nicht so harmlos sind, wie bisher unisono dargestellt, und wenn die datenlage zu long-covid verlässlich aufweist, dass das ganze ein vabanque-spiel mit den betroffenen ist, und so scheint alles mittlerweile daraufhinzuweisen, wird die mehrheit dieses spielchen nicht mehr mitmachen.
      viele elternverbände protestieren schon jetzt gegen diese offensichtlich beabsichtigte durchseuchung der schüler/innen. ich hoffe nur, dass, wenn sich die katastrophe offenbart, die verantwortlichen zur rechenschaft gezogen werden und nicht still und heimlich auf anderen posten wieder auftauchen..

    • Schattenläufer,
      die Verantwortlichen sind bisher damit durchgekommen. Man scheint wirklich davon auszugehen, dass Eltern ihre Kinder widerstandslos durchseuchen lassen.
      Das geplante Vorgehen ähnelt dem Fiasko in Afghanistan. Man hat gehofft, das Zurücklassen der Ortskräfte unter den Teppich zu kehren aus Angst vor dem rechten Spektrum und aus Bequemlichkeit. Die Schulpolitik wirkt ebenfalls wie getrieben von der AFD und den Querdenkern. Mit Wissenschaft und Vernunft hat die Durchseuchung von Kindern nichts zu tun. Das ist finsteres Mittelalter.

      • @xy: „Die Schulpolitik wirkt ebenfalls wie getrieben von der AFD und den Querdenkern. Mit Wissenschaft und Vernunft hat die Durchseuchung von Kindern nichts zu tun.“

        Für Thüringen gilt das auf jeden Fall. Zweitniedrigste Impfquote aller Bundesländer. Und wenn die Schule wieder losgeht, werden wir NRW bei der Inzidenz sicher schnell folgen. Erst recht, weil die Schutzmaßnahmen in keiner Weise auf die hochinfektiöse Deltavariante reagieren. Testpflicht soll es nach den zwei ersten Schulwochen ja erst ab Warnstufe 3 (Inzidenz über 200) und gleichzeitig besonders vielen COVID-19-Patienten in den Krankenhäusern geben. Was soll man dazu sagen…

        https://www.thueringer-allgemeine.de/politik/testpflicht-in-ersten-zwei-thueringer-schulwochen-id233139461.html

        „Bildungsminister Holter kritisiert Panikmache“

        Panikmache?????

        „Die (vermeidbare) Zukunft der Pandemie : Ende Oktober könnte es 128.000 Neuinfektionen pro Tag geben
        Seit Anfang Juli haben sich die Infektionszahlen in Deutschland bereits mehr als verzehnfacht. In wenigen Wochen könnten die Kliniken mit tausenden Covid-19-Patienten zu kämpfen haben.“

        https://plus.tagesspiegel.de/wissen/die-vermeidbare-zukunft-der-pandemie-in-deutschland-schon-ende-oktober-koennten-128000-neuinfektionen-pro-tag-drohen-231119.html

        • @Leseratte: Zwei Punkte möchte ich anmerken: Es mag verschiedene Zusammenhänge zwischen Infektionszahlen/Impfquoten auf der einen Seite und gewissen Ansichten bzw. Merkmalen von Menschen auf der anderen Seite geben – keine Frage. Was mich aber stört ist dieses leichtfertige Fingerpointing auf irgenwelche „Schuldigen“. Als in Sachsen und Thüringen zu Beginn der Pandemie die Inzidenzen sehr klein waren, wurde darüber nicht gesprochen. Als diese Zwischendurch den höchsten Wert in Deutschland hatten, war die Erklärung sehr häufig: Man müsse nur auf die Wahlergebnisse der AfD schauen, dann erklärt sich dies von alleine. Jetzt, da die Inzidenzen in NRW am höchsten sind, und zwar insbesondere in Städten mit rot/grüner Wählerschaft, wird dieser Zusammenhang nicht mehr gezogen. Stattdessen ist jetzt die häufige Erklärung in NRW: Das sind die die Urlauber, und zwar nicht irgendwelche, sondern diejenigen, die ihre Familien in ihrer Heimat besucht haben. Also wieder eine andere Gruppe von Schuldigen gefunden: Menschen mit Migrationshintergrund aus dem Balkan oder der Türkei. Es sind immer „die anderen“.
          Zweite Anmerkung: Leider kann ich den Tagesspiegel Artikel nicht lesen, da ich kein passendes Abo habe. Aber zur Zahl von 128.000 Neuinfektionen pro Tag. Wenn ich mich nicht verrechnet habe, entspricht dies – auf eine Woche hochgerechnet – einer 7-Tage-Inzidenz von ca. 1000. Das erscheint mir, aufgrund der immer höher werdenden Impfquote und natürlichen Immunität aufgrund einer vorherigen Infektion nicht ganz so dramatisch, wie es vor einem Jahr gewesen wäre. Es sei denn, diese Zahl bezog sich alleine auf die ungeimpften und noch nicht genesenen. Dann könnte dies tatsächlich zum Problem werden.

      • @xy: zu: „Mit Wissenschaft und Vernunft hat die Durchseuchung von Kindern nichts zu tun.“ Dieser Satz stimmt schlicht einfach nicht. Ich verstehe gar nicht, wie man zu dieser Folgerung kommen kann, wenn man sich verschiedene Positionen einholt, sowohl von Wissenschaftler aus dem In- als auch Ausland. Ein Konsens in der Wissenschaft sieht aktuell so aus, dass eine unkontrollierte Ausbreitung (sprich Durscheuchung) des Virus vermieden werden soll. Dies soll durch die Tests und Masken und Co. erreicht werden. Im Umkehrschluss kann man sagen, dass damit eine kontrollierte Ausbreitung (Durchseuchung) betrieben wird. Damit wird dann letztlich sichergestellt, dass das Gesundheitssystem nicht überlastet wird.
        Es gibt übrigens Epidemiologen (z.B. Stöhr, ehemals WHO), die sogar sagen, je weniger sich in der Sommerzeit infizieren, desto schlimmer wird uns die Welle im Herbst/Winter treffen. Daher haben viele Länder auch schon vor uns gelockert. Das ist für mich bspw. eine sehr logische Schlussfolgerung und m.E. sinnvoll um das Risiko einer Überlastung des Gesundheitssystems im Winter zu reduzieren.

        • Da gehen wohl die Interessen auseinander: Ich trage eine Maske, um mich und ggfs. andere NICHT zu infizieren. Ich trage sie nicht, um eine Infektion bis zum nächsten Sommer zu verzögern, wenn es dann besser in die „Gesamtplanung“ passt.

          • @Nevaegen: Sie können die Maske ja tragen warum auch immer sie wollen. Dies hilft dann dabei das Risiko einer Infektion in dem Moment des Maskentragens zu verringern. Auf die Bevölkerung hochgerechnet bedeutet dies, dass die Ausbreitung des Virus verlangsamt wird.
            Wenn Sie Infektionen wirklich komplett vermeiden wollen, müssen Sie alle persönlichen Kontakte einstellen.

          • @DerDip: Oder mich nur mit Leuten treffen, die genauso vorsichtig sind wie ich (Stichwort Bubble). Aber darum geht es ja eigentlich gar nicht hier, sondern darum, warum man diese Durchseuchung noch so antreiben muss, bevor die Gruppe ab 12 und die Gruppe unter 12 zumindest annähernd eine Chance hatte sich zu impfen. Solange doch bitte noch die Präsenzpflicht aussetzen und die maximalen Schutzvorkehrungen treffen statt sie ABZUBAUEN! Da fängt man echt an hysterisch zu lachen, wenn man sich diese Pläne mal auf der Zunge zergehen lässt.

            Es ist doch ganz klar, welches Spiel hier gespielt wird: die die KuMis haben es schon zum zweiten Mal verpennt, sich besser auf den Schulstart vorzubereiten. Doof ist, dass gleichzeitig recht wichtige Wahlen stattfinden, da muss man gut aussehen und viele Phrasen raushauen um gewählt zu werden bzw, die eigene Partei wählbar zu machen.

  7. Bisher hieß es ja immer, Studien hätten gezeigt, dass LongCOVID bei Kindern vielleicht gar nicht existiere, weil sie in Vergleichsstudien nicht unterscheidbar wären von den psychischen Folgen des Lockdowns. Da überrascht es doch sehr, dass man in Frankreich mit bildgebenden Verfahren LongCOVID bei Kindern nachweisen kann: https://www.parismatch.com/Actu/Sante/Le-Covid-long-de-l-enfant-est-probablement-une-reaction-au-virus-ou-a-l-inflammation-1754476
    Zum Glück beruhigen Hrn. Stamps „Erkenntnisse“ doch sehr, dass COVID bei deutschen Kindern unter 12 rein gar nichts ausmache und daher alle Kitas und Schulen in NRW sicher sind.

  8. Das kommt jetzt natürlich völlig unerwartet. Damit hätte nirmand rechnen können (Ironie off). Aber dazu: Hat die Pausenaufsicht keine andere Aufgabe, als sich zu merken, wer mit wem auf der Neszschaukel war?

    • Das Beispiel mit der Nestschaukel habe ich vorhin auch versucht, theoretisch durchzuspielen.
      Sah mich schon mit einer ellenlangen Liste und Stift über den Schulhof springen. Leider habe ich dann keine Zeit mehr, mich um andere Bedarfslagen der Kinder zu kümmern. Sorry!

  9. „Kinder- und Jugendärzte kritisieren die baden-württembergische Landesregierung. Anlass ist, dass Landes-Kultusministerin Theresa Schopper (Grüne) Schulleitungen dazu aufgerufen hat, selbst Corona-Impfungen zu organisieren. Das könne beispielsweise mit mobilen Impfteams passieren […]
    Die Verantwortlichen der Schulen können laut Ministerium außerdem selbst entscheiden, ob sie ein mobiles Impfteam anfordern möchten.“

    https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/kinder-und-jugendaerzte-gegen-idee-von-kultusministerin-schopper-100.html

  10. Was ich an Corona am schlimmsten finde, ist die die moralische Überheblichkeit, mit der Menschen sich mittlerweile umgeben.
    Die Boshaftigkeit mit der Menschen aufeinander losgehen. Gegenseitige Beleidigungen, die schlimmer nicht sein können. Und darüber wird dann der Deckmantel der Nächstenliebe gelegt.
    Und das alles von Menschen, die der Meinung sind, sie sind gute und gebildete Menschen.
    Der piks alleine macht noch keinen guten Menschen aus.
    Ich habe eine Freundin, die wohnt mit ihrem Mann in einem Haus mit einem alten Ehepaar in der Wohnung drüber. Die beiden alten Leutchen waren im Dezember an Corona erkrankt. Die Frau lag im Krankenhaus, der Mann war Zuhause alleine in 14tägiger Quarantäne. Der hatte Angst um seine Frau und war damit alleine und ebenfalls krank. Ziemlich grausam oder?!
    Meine Freundin und ihr Mann haben die Quarantäne ignoriert und haben sich um den alten Mann gekümmert. Haben ihn getröstet, bekocht und seine Hand gehalten. DAS ist Nächstenliebe!!! Und ja, selbstverständlich haben sich beide bei ihm angesteckt. Das Schicksal hat es aber wenigstens gut gemeint und beide hatten einen milden Verlauf.
    Beide gelten seit nunmehr 2 Monaten nicht mehr als genesen und möchten sich aber nicht impfen lassen. Was für egoistische, selbstgefällige Menschen die beiden doch sind.
    Das alte Ehepaar ist auch wieder gesund und möchte keine Impfung.

    Hier sollten einige mal nachdenken darüber, was sie schreiben und wie böse sie andere verurteilen. Obwohl nichts wissen über die Menschen, die sie so abfällig bewerten

    • Ja, Mitmenschlichkeit ist eine tolle und wichtige Sache!
      Aber der Sinn von „Quarantäne“, die natürlich nicht lustig und sogar manchmal bedrohlich ist, wurde hier auch nicht verstanden!

      Da haben die beiden also mal aus reiner Menschlichkeit die Quarantäne ignoriert.
      Hatten – Glückwunsch! – einen leichten Verlauf, weil sie sich natürlich angesteckt haben (was die Quarantäne verhindern hätte sollen).
      Vermutlich sind sie auch noch ganz unbefangen und ignorierend einkaufen gegangen, oder sogar noch zur Arbeit – vielleicht haben sie aus „Nächstenliebe“ noch ein paar andere einsame Risikogruppen besucht. Und sind dabei auf eine Vielzahl von Menschen getroffen, die sie möglicherweise hätten anstecken können und die möglicherweise keinen leichten Verlauf hatten, weil es mit denen „das Schicksal“ nicht „gut gemeint“ hat.

      DAS nenne ich mal moralische Überheblichkeit!!

    • In der Form, wie Ihre Freundin und ihr Mann sich um den infizierten alten Herrn gekümmert haben, war das vielleicht Nächstenliebe gegenüber diesem, aber aufgrund des offensichtlich unzureichenden Infektionsschutzes äußerst fahrlässig gegenüber allen anderen Personen, mit den besagtes Paar in irgendeiner Form Kontakt hatte, bewusst oder unbewusst. Können Sie ausschließen, dass sich niemand bei den beiden infiziert hat, können Sie ausschließen, dass niemand dadurch gesundheitliche Schäden erlitten oder gar gestorben ist? So etwas hält die Pandemie am Laufen – und das empfinde ich nicht als Liebe gegenüber dem Nächsten.

      • Seh ich genauso!
        Zwei bis drei Neuinfizierte haben jetzt dafür gesorgt, dass wir über 35 Inzidenz sind und der 3G-Stress eintritt…
        Danke für nix!!!

      • Wenn Nächstenliebe für sie bedeutet, einen alten Menschen krank und ängstlich alleine zu lassen, dann ist das etwas, womit Sie alleine klar kommen müssen 🙂

    • Warum schlussfolgern Sie sowas Karla und WiMoKa? Woher wissen Sie, wie die beiden sich verhalten haben? 🙂

      Na dann fühlen Sie auch mal als Gutmensch, weil Sie sowas dummes wir anderen Menschen helfen auch wenn man sich selbst dabei gefährdet.

      Im Übrigen sind beide verantwortungsvoll mit ihrer Entscheidung so zu handeln umgegangen.

      Wir gesagt, Corona bringt hervor was die Menschen wirklich sind 🙂

  11. Sehr viel Unmut in den Beiträgen! Warum so schwarz sehen?
    Der Löser aller Probleme steht in den Startlöchern und plant wie wild einen „Neustart für ganz Deutschland. Armin könnte mit einem Handstreich seine Umfragewerte in die Höhe katapultieren, er müsste nur rechtzeitig bekanntgeben:
    „Ich werde im Zuge des Neuanfangs alle Kultusministerien abschaffen und durch eine, bundesweit agierende und mit kompetenten Fachleuten besetzte Institution ersetzen! “ Bingo Für das dadurch freigesetzte Personal das ersparte Geld gibt es sinnvollere Verwendungen als die bisherigen.

    • Ja, wer befreit uns endlich von dieser „Pest“?

      Und ich sage jetzt nicht, wen genau ich damit meine….

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