DÜSSELDORF. Hitzefrei ja, Distanzunterricht nein: Eine Entscheidung der Bezirksregierung Arnsberg sorgt an einem Dortmunder Gymnasium für Unverständnis. Obwohl die Schule wegen der hohen Temperaturen bereits an zwei Tagen erfolgreich auf digitalen Unterricht umgestellt hatte, musste sie auf Anweisung der Schulaufsicht wieder zum Präsenzunterricht zurückkehren – zuvor hatte das nordrhein-westfälische Schulministerium die Möglichkeiten für Hitzefrei und verkürzten Unterricht landesweit auf die gymnasiale Oberstufe erweitert.

Das Käthe-Kollwitz-Gymnasium hatte nach Angaben des WDR angesichts von Raumtemperaturen von deutlich über 30 Grad beschlossen, vorübergehend auf Distanzunterricht umzustellen. Schulleiter Klaus-Peter Jungmann verwies darauf, dass die Schule über funktionierende digitale Strukturen verfüge und bereits Erfahrungen mit E-Learning gesammelt habe. „Wir haben Erfahrung mit Distanzunterricht und haben dafür ein gutes System“, zitierte ihn der WDR. Da Lehrkräfte wegen der Hitze teilweise bereits auf den Schulhof ausweichen müssten, komme Unterricht von zu Hause dem regulären Unterricht aus seiner Sicht näher als Präsenzunterricht unter diesen Bedingungen.
Die Bezirksregierung Arnsberg widersprach dieser Auslegung jedoch. Wie der WDR berichtet, gelte bei Hitze ausschließlich die Hitzefrei-Regelung. Distanzunterricht sei für diesen Fall nicht vorgesehen. Die Schule musste deshalb zum Präsenzunterricht zurückkehren.
Für die Schülerinnen und Schüler ist das nur schwer nachvollziehbar. Der WDR sprach unter anderem mit dem Oberstufenschüler Majed El Bast. „Bei dieser Hitze kann man sich in der Klasse nicht konzentrieren“, sagte er dem Sender. „Zu Hause ist das besser.“ Hitzefrei sei zwar eine Möglichkeit, doch mit Blick auf das bevorstehende Abitur sei den Schülerinnen und Schülern regulärer Unterricht wichtiger als ein freier Nachmittag.
Auch bei Eltern stößt die Entscheidung auf Kritik. Die Vorsitzende der Schulpflegschaft, Tanja Langer, zeigte sich gegenüber dem WDR fassungslos. „Wir leben im Jahr 2026“, sagte sie. „An dieser Schule hat ein fast perfekter Distanzunterricht stattgefunden. Alles lief reibungslos, die Schüler waren glücklich. Ich kann es nicht fassen, dass die Kinder wieder in die Schule müssen.“
Bemerkenswert ist der Zeitpunkt der Entscheidung. Erst am Mittwoch hatte das nordrhein-westfälische Schulministerium wegen der anhaltenden Hitzewelle kurzfristig neue Handlungsmöglichkeiten für die gymnasiale Oberstufe geschaffen. Erstmals können Schulen nun auch Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe II Hitzefrei erteilen. Außerdem dürfen Unterrichtsstunden verkürzt werden, beispielsweise auf 30 Minuten bei Beibehaltung des Stundenplans. Die Regelung gilt zunächst befristet bis zum Schuljahresende am 31. Juli.
Das Ministerium begründete die Entscheidung mit den außergewöhnlich hohen Temperaturen und räumte den Schulen zusätzliche Handlungsspielräume ein. Ob Hitzefrei tatsächlich erteilt wird, entscheiden die Schulen eigenverantwortlich. Für Dortmund sind laut Vorhersage Spitzentemperaturen bis 39 Grad Celsisus möglich.
„Wir sollten aus der Corona-Pandemie unsere Lehren ziehen und vorausschauend handeln“
Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW NRW) hatte die Ausweitung der Hitzefrei-Regelungen zwar ausdrücklich begrüßt, zugleich aber darauf hingewiesen, dass einzelne Erlasse das eigentliche Problem nicht lösen. „Wir alle wissen, dass sich Belastungen durch Hitze nicht an Jahrgangsstufen orientieren. Daher ist es erfreulich, dass das Schulministerium in dieser Frage schnell reagiert hat. Das ist ein wichtiges Signal für Beschäftigte, Schüler*innen und ihre Familien“, erklärte die Landesvorsitzende Ayla Çelik.
Gleichzeitig warnte die GEW davor, die zunehmenden Hitzewellen lediglich mit kurzfristigen Maßnahmen zu beantworten. Stattdessen fordert sie verbindliche Hitzeschutzkonzepte sowie Investitionen in klimaresiliente Schulgebäude. „Wir sollten aus der Corona-Pandemie unsere Lehren ziehen und vorausschauend handeln“, mahnte Çelik. „So unvorbereitet wie damals dürfen wir im Umgang mit der Klimakrise und ihren Folgen nicht sein. Wir müssen unsere Schulgebäude und Kitas so ausstatten, dass sie krisenfest und zukunftssicher sind. Dazu gehört, jetzt Lern- und Arbeitsbedingungen zu schaffen, die auch an heißen Tagen gesundes Lernen und Arbeiten ermöglichen. Wir dürfen nicht erst reagieren, wenn Belastungen da sind; wir müssen vorsorgen, bevor sie zum Problem werden.“
Hatte das Kollegium des Käthe-Kollwitz-Gymnasiums getan – und wurde ausgebremst. News4teachers / mit Material der dpa










Symptomatisch für all das, was im deutschen Staats- und Verwaltungswesen schief läuft. Ein pragmatischer Schulleiter beschließt gut funktionierenden Distanzunterricht, alle profitieren, eine übergeordnete Behörde pupst dazwischen, alle verlieren. Kompetenzgerangel und Bürokratie im Endstadium.
Kompetenzgerangel und Bürokratie im Endstadium.
Haha! Vielleicht „hülfe“ eine Darmspiegelung? Vorsicht! Witz!
Nicht irgendeine Behörde sondern der Arbeitgeber der Lehrkräfte. Und immer schön dran denken, der Dezernatsleiter des Rechtdezernates ist in Personalunion der Disziplinarvorgesstzte der Lehrkräfte einschließlich der Schulleitungen.
Nee, is klar, da sollte man den Rücken gerade machen und die Weisung als Vorschlag einstufen. Es gibt nämlich auch wunderschöne Schulen am adW und auch in Brennpunkten und das auch noch mit Besoldungskürzungen. Widerstand ist machbar, Herr Nachbar.
Wäre der Distanzunterricht vom zuständigen Dezernat angeordnet worden, ja dann wäre das natürlich eine hervorragende Handlungsoption.
Da bin ich doch ganz preußischer Beamter und führe alle Anweisungen der höheren Stellen genau so aus, wie sie kommen. Kurzstunden, nach Hause gehen und die Klimaanlage anmachen. Ich weiß, der Slogan ist verpönt, aber hier passt er: Geliefert, wie bestellt.
Verpönt ist der Slogan vor allem bei Irrlichtern im Zauberwald, die damit darauf gestossen werden, was ihre eigenen Entscheidungen eben bewirken.
So wie Kowalski in 08/15 oder wie der brave Soldat Schejk? Wobei, letzterer ja nicht preußisch war. Also alles klar, Sie sind das Double von Mario Adorf.
Sooooo gutaussehend bin ich leider nicht. 🙁
Aber Schwejk? Großes Vorbild, tolles Buch.
Sehe ich auch so.
Rottenmeier, du warst doch noch nie für Homeoffice. Bei dir am besten 6 Tage Präsenz, 45 Std Wochen 🙁
genau, schöne 50 Stunden in Präsenz herrlich.
Gegen 3 Tage Homeoffice und 35 Std. Wochen ist das der Arbeitskiller Nr 1 😀
Wie viele möchten Sie noch vergraulen Frau Rotte?
Das mit dem Augenmaß ist dein Ding nicht … besser jemanden anfeinden anstatt das Hirn einzuschalten.
Man sollte schon unterscheiden können, welche Entscheidungen / Maßnahmen für welche SuS-Klientel passend sind.
Sie würde ich gerne vergraulen, thommy…..
Ähm, Lesekompetenz scheint bei mehreren Forumsteilnehmern zu fehlen. Bei der Homeoffice-Bot-Armee also auch.
Und die Homeies werden auch noch richtig aufmüpfig. Kusch, ab ins Körbchen.
oh Gott so viel präsenz?
bei 3 Tagen Homeoffice, hast du nur noch 2 Tage präsenz
Ich bin GS SL! Noch nicht mitbekommen, Ute? Mal lesen üben!
Woher soll @Ute auch wissen, dass GS für Grundschule und nicht für „geprüfte Sicherheit“ steht. Da muss man schon vom Lesen zum Verstehen kommen.
Und wie war das mit dem konstruktivistischen Ansatz?
Man lernt, indem man Neues mit Bekanntem verknüpft. Aber wenn da nix da ist?
Die Lehrer vor Ort sollen das entscheiden dürfen, Fräuleinchen.
Wenn einer mittags eine 11. Klasse hat, kann er das auch online durchführen und muss keine Minusstunden einsacken.
Lerne mal dazu Fräulein Rottenmeier
Was herrscht hier eigentlich neuerdings für ein Umgangston??
Skurril, oder?
Muss am Wetter liegen…..
Die Lehrer sollen das entscheiden? Ernsthaft? Na, dann suchen Sie sich mal eine Schule, in der SIE das entscheiden dürfen….
Tatsächlich entscheide ich das eigenverantwortlich bzw. nach Absprache mit dem Koordinator. Dann trage ich das bei WebUntis ein und fertig.
Außerdem geht es darum, dass durch diese Art des Unterrichts an einer weiterführenden Schule wenig bis gar keine Unterrichtsstunden entfallen…..Anders als bei Hitzefrei, wo einige Stunden entfallen….
@Ute
Trink mal besser was … nee, diesmal Wasser. 😉
Das mit dem Augenmaß ist dein Ding nicht … besser jemanden anfeinden anstatt das Hirn einzuschalten.
Man sollte schon unterscheiden können, welche Entscheidungen / Maßnahmen für welche SuS-Klientel passend sind.
Huch, jetzt habe ich schon eine ganze Bot-Armee gegen mich…..wie habe ich das nur gemacht?
Jetzt mal nicht übertreiben, das ist höchstens eine Brigade
Da kenne ich mich nicht so aus…..also Brigade 🙂
Küchenbrigade, schon mal gehört?
Eh, nööööö
Ha! Im Gegenteil….für meine Verwaltungsaufgaben als SL habe ich einen Tag HO in der Woche…..ganz offiziell….genehmigt….
Wer glaubt, dass ein Schulleiter eine Schule leitet, glaubt vermutlich auch, dass ein Zitronenfalter Zitronen …
Stammt noch aus einer Berufswelt, in der im ersten Halbsatz der SL durch einen Bauleiter substituiert wurde und Schule durch Bau:)
Das sehe ich genau umgekehrt und den WDR Beitrag erachte ich als tendenziös, der er einseitig die Stimmen zu den angeblichen Vorteilen des Distanzunterrichts bei Hitze abspielte.
Fragen wie folgende wurden in dem Beitrag gar nicht genannt:
– Was ist mit Schülern, die keinen eigenes ruhiges Zummer zu Hause zum lernen haben.
– Was ist mit Schülern die in einer Dachgeschoss-Wohnung wohnen
– etc.
Der WDR hat hier m.E. seine Journalistische Sorgfaltspflicht nicht erfüllt.
Homeoffice geht von überall aus!
Was für eine Aussage! Beitrag überhaupt gelesen? Dortmund=Großstadt=viele Mietwohnungen=kaum Klimatisierung=eher schlechtere als bessere Lernbedingungen. Einige sitzen im Eigenheim am PC in Papas klimatisiertem Büro, die anderen liegen mit dem Handy unter dem Dach in der Badewanne?
Geht überall…einseitig, elitär, abgehoben…. irgendwann einmal die Lebensrealität der Mehrzahl unserer Schüler angesehen?
Tja, es muss eben einen Unterschied geben, zwischen den leuten, die rund um den Phönixsee wohnen und denen aus der Nordstadt um den Borsigplatz. Das einzige was diese bemitleidenswerten Individuen eint ist die Hoffnung, der BVB könnte nächste oder übernächste Saison deutscher Meister werden.Aber Hauptsache besser als Herne-West.
richtig, 1 setzen 😀
@Ute
Jau!
Sauna. 🙂
In der Sauna ist es wenigstens schön kühl.
Da sollte wohl mal jemand lernen, was der Unterschied zwischen Home Office und mobilem Arbeiten ist. Macht rechtlich einen riesen Unterschied.
Mobiles Arbeiten ist Home Office für verarmte Arbeitgeber. Senkt die Kosten für den AG ungemein.
@Ukulele:
Für Schüler ohne eigenes Zimmer zum Lernen oder in Dachgeschosswohnungen halten wir einen geeigneten Raum im Schulgebäude vor, in dem die unter Aufsicht den Distanzunterricht verfolgen können; iPads und Kopfhörer werden für die Dauer des Unterrichts gestellt. Der Raum ist natürlich genauso warm wie der Rest der Schule – aber das ist ja offensichtlich zulässig (Arbeitsstättenverordnung greift nicht, richtig?). Leitungswasser wird gestellt, als Teil des neu erarbeiteten Hitzeschutzkonzeptes.
Jetzt zufrieden?
Die Bezirksregierung Arnsberg widersprach dieser Auslegung jedoch. Wie der WDR berichtet, gelte bei Hitze ausschließlich die Hitzefrei-Regelung. Distanzunterricht sei für diesen Fall nicht vorgesehen. Die Schule musste deshalb zum Präsenzunterricht zurückkehren.
Unfassbar! Und obendrein unsäglich peinlich! Vor allem, das DIE das nicht mal selber merken! Ein bildungspolitisches Lachblatt! Das muss man erstmal hinkriegen! Hahahaha!
Der WDR sollte flächendeckend weiter darüber berichten und – nicht nur lokal – aufzeigen wie sich eine übergeordnete Schulbehörde tatsächlich „bis auf die Knochen blamiert“!
Jetzt mal ganz ketzerisch:
Was geht das diese klimatisierten Sesselfurzer eigentlich an?
Der geordnete Unterricht findet zu aller zufriedenheit statt – es fällt kein Unterricht aus!
Meine Fresse, was wollen die eigentlich? Außer RECHT HABEN? Solche Machtspielchen, was anderes ist das doch nicht, sind absolut kontraproduktiv! Schade 🙁
das hatten sie so schön vor Ort gelöst und wie gut sie das mit dem Digitalunterricht können!
Liebe Petra, sie sehen das gerade bei ihrem Mann. Es muss ein Traum sein in seinem gekühlten, schattigen Homeoffice im Kreis Lippe!
@PetraOWL
Peti, runter von der Blümchenterrasse und ab zur Bezirksregierung Arnsberg und danach zum nordrhein-westfälischen Schulministerium!
Mach‘ mal so richtich einen klar!
Peti,
„du bist die beste“
„ja, gut wie du für uns kämpfst“ und was deine „BFFs“ sonst immer so schreiben – die kannste ja gleich mitnehmen.
GO! Peti, GO!
Die Arnsberger werden sich den Protest von @PetraOWL freundlich lächelnd anhören und ihr schnellstmögliche Prüfung versprechen, um dann nach ca. drei Wochen schriftlich antworten, dass das Anliegen geprüft worden sei, sie im Prinzip sachlich auch zuständig wären, die Prüfung aber ergeben hätte, dass eine räumliche Zuständigkeit nicht gegeben sei und sie sich aus diesem Grunde doch bitte zuständigkeitshalber an die zuständige Dienststelle in DT in der Leopoldstraße wenden möge. Gleichzeitig erfolgt der Hinweis, dass das Schreiben automatisiert erstellt worden sei und es deshalb keiner Unterschrift bedürfe. Natürlich wird das bürgerfreuindliche Schreiben in leichter Sprache mit dem Punkt „Ihre Rechte“ ausgefertigt worden sein. So ein sachbearbeiter ist doch kein Unmensch.
frechheit !
Die Bezirksregierung in Arnsberg arbeitet als Landesmittelbehörde genauso wie die Schwesterbehörden in K, D, MS und DT selbstverständlich nicht weisungsfrei nach eigenem Ermessen. Die fünf Behördenfriedhöfe setzen auch nur das um, was die Völklinger Straße vorgibt. Wäre es bei über 30°C glatt oder stürmisch, dann könnten doch die Eltern entscheiden, ob sie die Kinder zur Schule schicken oder nicht. Hat der Bez.-Reg. Nur niemand gesagt, dass es im Sommer kein Glatteis gibt
ja, ist frech
Wer bei der Bez.-Reg. In Arnsberg 2 Glück hat, arbeitet nicht im Neubau sondern im Schloss, wo es herrlich kühl ist. Auch die Außenstelle in der Göbenstraße in Dortmund ist nicht schlecht, solange das Büro sich nicht auf der Wettersohle befindet. Die dicken Mauern aus preußischer Zeit helfen bei hohen Temperaturen.
Aber wenn es doch „nicht vorgesehen“ ist. Kannst nix machen…
„Unfassbar! Und obendrein unsäglich peinlich! Vor allem, das DIE das nicht mal selber merken!“
Die müssten so handeln, weil an übergeordneter Stelle versäumt würde, eine Rechtsgrundlage für Distanzunterricht in derartigen Fällen zu schaffen – und haben damit schlicht ihren Job gemacht, wozu sie durchaus auch dienstlich verpflichtet waren. Das heißt eben nicht, dass die das selber zwangsläufig schlau fanden oder auf jeden Fall gerne getan haben – hier tritt lediglich das Versäumnis der übergeordneten Stelle zutage.
Wie, übergeordnete Stelle?
Die oberste Schulbehörde macht keine Fehler.
Mittelbehörden vertreten die Landesregierung lediglich innerhalb ihres räumlichen und sachlichen Zuständigkeitsbereiches. Und wenn Sachverhalte nicht geregelt sind, heißt das nicht, dass die unterste Verwaltungsebene eigenständige Entscheidungen treffen darf.
Denn einer solchen Entscheidung fehlt die Rechtsgrundlage. Folglich gelten die Bestimmungen für die Vollzeitschulpflicht.
Der Soldat macht nix ohne Befehl.
Deshalb die fixierte Ausnahme:
Fällt der Soldat in mehr als brusttiefes Wasser, hat er unverzüglich und selbständig Schwimmbewegungen aufzunehmen.
Bei hereinbrechender Nacht… 🙂
… hat der Soldat mit Dunkelheit zu rechnen.
Geht doch nichts über die Zentrale Dienstvorschrift aus alter Zeit.
Watt den alten WdLern die ZDV war, sind für Lehrer die ADO und die ASchO.
Man muss bei Dienstantritt nicht zwangsläufig das Gehirn an der Garderobe abgeben, es erleichtert die Dienstzeit aber ungemein
„Soldaten sehen sich alle gleich, lebendig und auch als Leich.“
Deshalb die Uniform.
In einem anderen Strang haben ein paar Nicht-Lehrer meine Aussage bezweifelt, dass man in und durch die Bildungsverwaltung EHER NOCH EINEN DRAUFBEKOMMT, wenn man aus eigener Iniative was besser macht – und zwar nur aus Prinzip, aus Machiavellismus (weil ja dann auffällt, was die Oberen vorher nicht oder falsch gebacken bekommen haben)
Bitte sehr, Beleg folgte sofort, danke Redaktion.
Absurd, einfach absurd.
Inwiefern soll Distanzunterricht bei Hitze helfen? Geht der Schulleiter davon aus, dass alle Lehrer und Schüler klimatisierte Wohnungen haben?
schön aus dem Homeoffice 🙂
Das ist doch nebensächlich. Jetzt mal ehrlich betrachtet, schon alleine bequem sitzen zu können, ist bei dieser Hitze eine enorme Erleichterung. Und selbst die Dachgeschosswohnung wird nicht so heiß wie der Klassenraum, da die Menschen ihre Wohnungen bei dem Wetter verdunkeln. Ein Klassenraum wird dagegen meistens wie ein modernes Gewächshaus betrieben. Große Glasfronten mit direkter Sonneneinstrahlung über den gesamten Tag hinweg. Nachts bleibt alles verschlossen, um die Hitze möglichst im Raum zu halten.
„Geht der Schulleiter davon aus, dass alle Lehrer und Schüler klimatisierte Wohnungen haben?“
1. Sie können vernünftig isolierte Wohnungen auch kühl halten, indem Sie frühmorgens ausgiebig lüften und dann alle Rolläden herunterlassen.
2. Vermutlich geht das nicht überall, völlig richtig. Vermutlich ist das einfach eine Güterabwägung, die die Schulleitung vorgenommen hat:
a) kein Hitzefrei und kein Distanzunterricht: Alle schwitzen in der Schule, keiner kann lernen.
b) Hitzefrei: Einige schwitzen in zu warmen Wohnungen, niemand wird unterrichtet.
c) Distanzunterricht statt Hitzefrei: Einige schwitzen, alle werden unter den gegebenen Bedingungen (keine hitzeresistenten Schulgebäude) so gut wie möglich unterrichtet.
Variante c) ist übrigens auch unter der Bezeichnung „Pragmatismus“ bekannt.
Die müssen es auch ohne Unterricht in ihren Dachgeschosswohnungen irgendwie aushalten. Das ist kein Argument, warum Distanzunterricht nicht stattfinden sollte. Fragen Sie mal, warum in Deutschland nichts gegen die Hitze unternommen wird. Hitzeschutz, Fehlanzeige. Das Problem kam ja über Nacht. Und das ist nicht nur ein Problem in der Schule. Und dann schauen Sie mal in andere Länder, was die schon alles machen und lehnen Distanzunterricht nicht immer ab. Mein Gott, wir sind im 21. Jahrhundert und nicht mehr im Mittelalter. Da sollte das möglich sein.
Quiz für Apologeten der ewig „““Benachteiligten““‚:
Frage 1:
Wie fühlt sich ein im sitzen arbeitender Mensch bei hohen Aussentemperaturen, wenn er/sie sich ein mit Wasser getränktes Stoffstück in den Nacken legt und die Füße in eine kleine Schüssel mit kaltem Wasser hält?
Frage 2:
Wo geht das besser, in einem Klassenraum oder zu Hause?
Und wo kann ich mir einen VentiLenti an den Arbeitsplatz stellen, wenn die ehern drückende Hitze wie ein Bleituch auf mir lastet?
In der Schule auf keinen Fall – weil strikt verboten (auch so ein Absurdum – bei allen denkbaren Haftungseinwänden) an meinem Schreibtisch oder Küchen- oder Wohzimmertisch auf jeden Fall, wenn ich sinnvollerweise die Ausgabe von ca 10 bis 15 Euro für einen schlichten „Miefquirl“ tätige.
Die Unfallkasse Rheinland erlaubt ausdrücklich Ventilatoren im Klassenraum
https://www.ukrlp.de/fileadmin/ukrlp/daten/pdf/Informationsblaetter/Raumtemperatur_in_Kitas_und_Schulen.pdf
Die Schule macht das spitzenmäßig mit dem Digitalunterricht und sie zeigen, dass sie im Homeoffice arbeiten können und dann kommt sowas. Unverständlich, antiquiert und schwach!
Eure Peti aus OWL Lippe 🙂
Glaubst Du wirklich die Bez.-Reg. in DT wäre innovativer und hätte anders entschieden als die Arnsberger.
richtig!!
Endlich endlich, toller Distanzunterricht oder hybrid im Homeoffice. Es funktioniert, super! Ob Eis, Sturm oder Sonne….auch mit 4 Tage Woche. Homeoffice ist weltweit angesagt.
das wäre schön, ja
da läuft gerade so viel falsch. Die Lehrer sammeln Minusstunden bei Hitzefrei, manche 7 Stunden, die sie langwierig irgendwann nacharbeiten müssen (zumindest in Norddeutschland) NRW scheint da etwas anders zu ticken und Distanzunterricht kann vormittags nicht durchgeführt werden? Können wir nicht mal Konzepte fertigstellen. In jeder Firma XY gehen sie aktuell ins Homeoffice. Das ist Mist und unattraktiv für Computeraffine Junglehrerinnen!!
Gen Z, ich bin doch nicht 😀
Es sind nur noch die Alten, die ständige Dauerpräsenz lieben und unter dem Stockholm Syndrom leiden.
Diese Minusstundengeschichte bei Hitzefrei ist doch ein tritt in den A. Es gibt schon Homeoffice und die Leute gehen ab 12 von der Arbeit und Lehrer sammeln dank der Hitze 7 Minusstunden ein? Unattraktiver geht es kaum. Und die Gewerkschaften kriegen das nicht gebacken? Was sind das für Gewerkschaften? Mal von der IG Metall lernen.
@Die schöne Sarah
In der Sache:
Da läuft schon so viele Jahre bzw. Jahrzehnte so vieles falsch, das ist nicht so schön. 😉 Stimmt.
Aber warum immer solch ein Dummschwätz:
„In jeder Firma XY gehen sie aktuell ins Homeoffice. Das ist Mist und unattraktiv für Computeraffine Junglehrerinnen!!“
Genau! 😉
Wer kennt nicht alle Bäcker, die ins Homeoffice gehen, weil es in der blöden Backstube so heiß ist? 😉
MannMannMann – diese ewig gleichen Standardfloskeln von Algorithmen mit coolen Nicknames.
Ähnlich blöden öden ewig gleichen Worthülsenbumms ist man von Politikern gewohnt.
Warum setzt ihr euch nicht mal zusammen und schwafelt euch gegenseitig meschugge?
Lieber Pit!!
Danke!!!
Wir sollten für @Die schöne Sarah ein Schild malen
„Wegen Reichtum geschlossen.“
😉
Muss ich mir auf dem Schild / Bild eine Frau Wagenknecht vorstellen?
Ich frag‘ für nen ehemaligen Sozi aus dem Saarland …
Dafür gibt’s aber keine Oskar-Nominierung
Polizei, Feuerewehr, Mitarbeiter im Supermarkt, Straßenbauer, alle Handwerker … to be continued.
Im Homeoffice sind die ganzen Leistungsträger aus den Bezirksregierungen / Ministerien und andere „Bullshit Jobs“
heute natürlich wo:-D ? 😀
im Homeoffice und erreichbar?
freitags ist halb D im Homeoffice und montags auch.
Erst Dienstag ist die Autobahn voll
Gut, Lehrer ist eine der wenigen Spezies, die schon ab Montag auf den Straßen ist und freitags erst um 17 Uhr daheim ist 😀
Lehrer eben, schlecht bezahlt und viel Arbeit 😀
Steht offensichtlich im Zusammenhang mit der Schulpflicht. Eine Unterrichtspflicht wird in anderen EU-Ländern praktiziert. Dort wäre Fernunterricht wohl möglich.
Ist Homeoffice für Schüler wirklich eine gute Handlungsoption?
Wer sagt denn, dass es bei den Kindern zuhause kühler ist?
Gerade ibei Familen mit wenig Geld, die möglicherweise in einer Dachgeschosswohnung wohnen, ist hitzefrei die beste Option, weil lernen unter diesen Bedingungen gar nicht möglich ist.
natürlich, muss geübt werden und 20% pro Woche kann es nichts schaden.
Welches Ziel wird denn eigentlich verfolgt?
Geht es darum, möglichst viel Unterricht stattfinden zu lassen? Dann wäre funktionierender Distanzunterricht doch die naheliegende Lösung gewesen.
Geht es darum, die geltenden Regeln möglichst formal einzuhalten? Dann ist die Entscheidung konsequent.
Von außen wirkt es allerdings so, als sei Unterrichtsausfall akzeptabler als eine pragmatische Lösung, bei der der Unterricht weiterläuft. Das ist zumindest ein bemerkenswertes Signal.
Kein Distanzunterricht, obwohl er funktioniert. Hitzefrei dagegen schon.
Da fragt man sich zwangsläufig, welche Interessen am Ende eigentlich stärker berücksichtigt werden.
man hätte morgens im Homeoffice Stunden geben sollen udn hätte ab 1 Siesta gemacht. Stattdessen hängen sie nur bei 28 grad im alten Schulhaus rum. Bringt auch nischt
Und bitte nicht wieder die besonderen Voraussetzungen an Förderschulen GE vergessen ! Hier ist Hitzefrei nicht möglich , die Schulbusse können nicht früher kommen . Nicht alle Eltern können (aus beruflichen Gründen) ihre Kinder zuhause lassen oder früher abholen . Also sitzen Kinder mit Behinderung in der Schule fest . Z.T. nicht fähig zu äußern wie sie sich fühlen .
Auch der größere Anteil an Erwachsenen Personen leidet unter der Hitze. Als Schulbegleitung von morgens 8 bis nachmittags 15 Uhr bei Ü 35° arbeiten ist mit Arbeitsschutz nicht zu vereinbaren .