RKI-Wochenbericht: Tausende Corona-Ausbrüche in Schulen und Kitas; drei weitere tote Kinder

41

BERLIN. Das Robert-Koch-Institut hat in den vergangenen vier Wochen so viele Corona-Ausbrüche in Schulen und Kitas gezählt wie nie zuvor. Das geht aus dem jüngsten Wochenbericht der Bundesbehörde hervor. Zudem wurden dem RKI innerhalb der vergangenen sieben Tage drei neue Corona-bedingte Todesfälle unter Kindern und Jugendlichen gemeldet.

Drei weitere an Corona verstorbene Kinder sind dem RKI in der vergangenen Woche gemeldet worden. Foto: Shutterstock

Auch wenn der Scheitelpunkt der fünften Welle erreicht zu sein scheint: Das Infektionsgeschehen unter Kindern und Jugendlichen in Deutschland ist nach wie vor hoch. „Die höchsten 7-Tage-Inzidenzen wurden weiterhin bei Kindern im Alter von 5 bis 14 Jahren mit mehr als 3.300 pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern erhoben“, so meldet das RKI. In der Vorwoche lag der Wert bei 3.500.

Andererseits gibt es so viele registrierte Corona-Ausbrüche in Kitas und Schulen wie nie. „Die Zahl der übermittelten Ausbrüche in Kitas nahm seit dem Jahreswechsel wieder sehr rasch zu. Mitte Januar 2022 wurden etwa doppelt so viele Kita-Ausbrüche pro Woche übermittelt als in den Hochphasen der dritten und vierten Welle. Für die letzten vier Wochen (Meldewochen 03 – 06/2022) wurden bisher insgesamt 1.201 Ausbrüche übermittelt.“ Dabei seien für die vergangenen zwei Wochen noch Nachmeldungen möglich.

„Bislang sind dem RKI 50 validierte COVID-19-Todesfälle bei Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 0 und 19 Jahre übermittelt worden“

„Die Zahl an übermittelten Schulausbrüchen war ebenfalls seit Beginn des Jahres 2022 wieder sehr rasch ansteigend und erreichte in Meldewoche 03/2022 mit bisher 1.023 Ausbrüchen die seit Beginn der Pandemie höchste Zahl an übermittelten Ausbrüchen pro Woche. Bislang wurden 2.013 Schulausbrüche für die letzten vier Wochen (MW 03 – 06/2022) übermittelt. Auch hier muss insbesondere für die letzten zwei Wochen noch mit Nachmeldungen gerechnet werden.“

Dem RKI sind darüber hinaus in der vergangenen Woche drei weitere Todesfälle von Kindern und Jugendlichen unter 19 Jahren gemeldet worden. Dies geht aus einem Vergleich der Wochenberichte vom 17. Februar und vom 10. Februar hervor. „Die Todesfälle bei unter 20-Jährigen werden einzeln vom RKI geprüft und validiert, so dass es bei der Anzahl der Todesfälle in dieser Altersgruppe in den veröffentlichten Daten noch zu Veränderungen kommen kann. Bislang sind dem RKI 50 validierte COVID-19-Todesfälle bei Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 0 und 19 Jahre übermittelt worden. Bei 35 Fällen lagen Angaben zu bekannten Vorerkrankungen vor.“ In der Vorwoche waren insgesamt 47 Todesfälle in der Altersgruppe gemeldet worden.

Das Robert-Koch-Institut unterscheidet nicht zwischen „mit“ und „an“ Corona verstorbenen Kindern und Jugendlichen. KMK-Präsidentin Karin Prien (CDU) hatte die Debatte in der vergangenen Woche losgetreten, wie News4teachers berichtete. News4teachers

Hier geht es zum aktuellen Corona-Wochenbericht des RKI.

Eklat um verstorbene Kinder: KMK-Präsidentin Prien gießt weiteres Öl ins Feuer

Anzeige


Abonnieren
Benachrichtige mich bei
41 Kommentare
Älteste
Neuste Oft bewertet
Inline Feedbacks
View all comments
Rosa
3 Monate zuvor
Lanayah
3 Monate zuvor

Ist der Scheitelpunkt der Welle wirklich erreicht, oder schönt hier die Einschränkung der PCR-Tests die Statistik? Bei uns in der Schule kommen immer neue Fälle dazu, die teilweise tagelang für Grippe gehalten werden, bis dann ein Antigen-Schnelltest doch positiv wird.

Laura
3 Monate zuvor
Antwortet  Lanayah

Bisher gibt es keine Einschränkung der PCR Testungen.
Wenn positiver Schnelltest, wird immer noch PCR getestet, wenn man das möchte

Enjoy your chicken Ted!
2 Monate zuvor
Antwortet  Laura

In HH berichten mir viele meiner SiS, dass sie keinen PCR mehr erhalten. Und in MV wird zumindest in bestimmten Teilen SuS auch der PCR verwehrt.

Marie
2 Monate zuvor
Antwortet  Laura

Eben. Es braucht einen positiven Schnelltest. Die sind aber so wenig sensitiv, dass sie oft nicht anschlagen.

Lehrer mit Seele
2 Monate zuvor
Antwortet  Laura

Mittlerweile wieder. Zwei Wochen lang war das nicht so

Hellus
3 Monate zuvor
Antwortet  Lanayah

Sieht bei uns genauso aus. Und ich fürchte, dass viele Eltern einfach die Kinder krankmelden, denn einen PCR-Tests gibt’s ja kaum. Jedenfalls gibt’s aktuell vermehrte Krankmeldungen über 10 bis 14 Tage.

Jan aus H
3 Monate zuvor

Da ein Fall nur ein Fall ist, wenn er PCR-bestätigt ist, ist vollkommen klar, dass mit dem Weglassen der PCR-Tests auch die Fallzahlen sinken.

In NRW besonders idiotisch: Genau an der Stelle, an der man das als Indikator dringend bräuchte, lässt man die PCR-Pools in den Grundschulen weg. Man hat die Pools zwar nicht mehr „aufgelöst“ per PCR, aber die pure Anzahl der positiven Pools war ja auch eine Aussage.

Am Ende will es dann keiner gewesen sein, falls die KH-, ITS- und Sterbezahlen hochgehen.

Kritischer Dad*NRW
3 Monate zuvor
Antwortet  Jan aus H

Die Hospitalisierungsrate ist in NRW – warum auch immer – steigend (heute 7,03) bei 80,10% Erstimpfungen und 78,10% vollständiger Impfquote. Die aktuelle 7-Tages-Inzidenz im Alter 5 – 14 Jahren von 3.547 interessiert seit dem Öffnungswahn nicht mehr.

Angesichts hoher Infektionszahlen und der damit verbundenen Quarantänen bei Lehrern und Schülern klagen immer mehr Schulen, insbesondere Grundschulen, dass diese am Limit unterrichten. Hauptkritikpunkt der Pädagogen sind die angewandten Testverfahren. Zukünftig die Testung in die Hand der Eltern dreimal die Woche zu legen dürfte ein Ergebnis je nach Gewissenhaftigkeit der Elternteile hervorbringen. Für geimpfte oder genesene Schüler und Lehrer die Testpflicht komplett zu streichen finde ich momentan bei über dreistelligen Inzidenzien schlicht unverantwortlich.

Wenig sensitive POC-Tests an Schulen, keine PCR-Tests mehr und nur noch Dunkelziffern mit geschätzten Neuinfektionen. Die Stellschrauben zeigen endlich die herbeigesehnte Wirkung, zumindest für Wirtschaftsinteressen und Partei, weniger für Gesundheit und Wert der Kinder und Beschäftigten im erziehungs- und Bildungsbereich.

Mein Name ist Hase
2 Monate zuvor

Sehr schön beschrieben. „Ist dies schon Wahnsinn, so hat es doch Methode.“ (Shakespeare, Hamlet)

Vielleicht gibt es ja irgendwann, ähnlich wie bei der Inflation, eine Art „Kern-Inzidenzrate“ – sämtliche Betroffenen (egal ob „mit“ oder „an“) werden einfach als „bedauerliche Einzelfälle“ herausgerechnet, da sie keinen Hinweis auf den wahren Verlauf der Inzidenz gäben.

Und weiter verharren wir in „watchful vigilance“, um Alles zu tun, um den imaginären Normalzustand zu retten – „and believe me, it will be enough“.

S.
3 Monate zuvor

Und viele Ausbrüche werden gar nicht als solche erfasst. In der Klasse meines Kindes gibt es wieder einen neuen Infektionsfall, nachdem es letzte Woche einen gab. Beide hatten engen Kontakt miteinander. Eine Ansteckung ist demnach sehr wahrscheinlich. Selbst als Sitznachbar wurden wir jedoch über keinen der beiden Fälle offiziell informiert. Das heißt, dies alles fließt wohl kaum als Indexfall in die Statistiken mit ein. Vor drei Wochen gab es noch Distanzunterricht wegen drei Fällen, ein weiterer schloss sich vor zwei Wochen an. Jetzt sind Winterferien und die Infektionskette wird kurz unterbrochen. Ich denke, in vielen Klassen wird so laufen wie bei uns.

Lila
3 Monate zuvor
Antwortet  S.

@S.:
Die Infektionskette wird in den Ferien nur unterbrochen, wenn alle Kinder auch zu Hause in ihren Familien bleiben – was bezweifelt werden darf.

Die beiden Kinder, die „engen Kontakt“ hatten und sich somit angesteckt haben, hatten vermutlich auch nach der Schule Kontakt und evtl. ohne Maske? Sind sie vielleicht eng befreundet?

Wir wurden auch nicht über die positiv ausgefallene Einzelauswertung des Pool-Tests der Banknachbarin informiert… Angesteckt hat sich mein Kind dennoch nicht bei ihr, obwohl er mindestens zwei Vormittage neben ihr saß und während der Tests keine Maske trug. Er hat außerhalb der Schule mit ihr nichts zu tun. Vielleicht hat ihn aber aber auch seine Impfung geschützt – die jeder seinem Ü5-Kind seit Weihnachten geben lassen kann.

Grundschullehrer
3 Monate zuvor
Antwortet  S.

So läuft es leider oft. Schulleitungen haben kein gesteigertes Interesse daran, „offizielle Coronafälle“ zu haben.

mm
3 Monate zuvor
Antwortet  S.

In unserem persönlichen Umfeld steigen die Fälle. Würde mich wundern, wenn es sich im Rest vom Deutschland anders verhält.

mm
3 Monate zuvor
Antwortet  mm

Sorry, war nicht als Antwort vorgesehen.

potschemutschka
3 Monate zuvor
Antwortet  S.

Ab wann spricht man eigentlich von einem Corona – Ausbruch an Schulen? Gibt es dafür eine Definition? An meiner GS gibt es immer wieder positive Selbstests, aber alles nur „Einzelfälle“?

Niedersachse
2 Monate zuvor
Antwortet  potschemutschka

Genau das würde mich auch interessieren! Reicht dafür eine nachgewiesene Infektion bei einem Schüler oder braucht es dafür mindestens 3-4 zeitnahe innerhalb einer Lerngruppe? Vielleicht Können die Redaktion oder andere User das einmal beantworten.

Janine
2 Monate zuvor
Antwortet  Niedersachse

In der Klasse meines Sohnes (NRW) gab es 4 nachgewiesene Fälle innerhalb einer Woche, 3 davon beim Schultest aufgefallen, also sehr hohe Viruslast, aber keine Symptome. Ein Mädchen hat sich nach dem Wochenende im Klassenchat ‚geoutet‘. Dazu kam die Klassenlehrerin.
Folgen: keine. Keine Info der Schule dazu, keine Quarantäne, keine erhöhte Testfrequenz. Wir haben dann unsere Wochenend-Verabredung abgesagt und unser Sohn hat vor der Schule täglich einen Test zu Hause gemacht. Weitere Fälle sind nicht bekannt geworden.

darkpower
3 Monate zuvor

Ich bin auch skeptisch. Habe letzte Woche so viele Fälle gemeldet wie nie zuvor.

Ich muss da mal was loswerden
3 Monate zuvor

Ich würde mir wünschen, dass hier der Herr Wienecke von neulich mal Stellung nimmt: wie viele Kinder sind in der gleichen Zeit im (und von mir aus auch an und mit) Auto oder durch Autos gestorben?

Sollten ja DEUTLICH mehr sein laut seiner Aussage…

Brennpunktschule
2 Monate zuvor

@Ich muss da Mal was loswerden
Es sterben sonst pro Jahr unter 100 Kinder im Straßenverkehr, die Zahl sinkt seit den 1950’er Jahren (es waren damals ca. 1000 Kinder pro Jahr).

2019 waren es 55 gestorbene Kinder, 2020 ist die Zahl der Kinderunfälle deutlich gesunken, vermutlich aufgrund der Schulschließungen. 2020 kam es zu 44 tödlich verunfallten Kindern.

Also hatte Herr Wienecke recht, in zwei Jahren wären über 100 verstorbene Kinder zu erwarten (durch den Straßenverkehr).

Rosa
3 Monate zuvor

Wir werden laut und gebt uns eine Stimme und Aufmerksamkeit!https://www.tagesschau.de/inland/coronatests-kinder-101.html

Darfdaswahrsein
3 Monate zuvor

Auch bei uns läuft es so. Jeden Tag positive Fälle. Viele Kinder zusätzlich erkrankt, von denen nicht bekannt ist, ob „nur“ ein Schnupfen, oder doch etwas anderes. Keine Informationen mehr, nur noch, was freiwillig an die Schule weitergegeben wird. Da Schnelltests nicht in der Statistik geführt werden, PCR nicht mehr gemacht wird, Gesundheitsämter nicht mehr dokumentieren, werden die offiziellen Zahlen sinken. Was tatsächlich in den Familien passiert? Scheint egal zu sein. Hauptsache man kann die Pandemie nach außen hin für beendet erklären, die Maßnahmen zurückfahren auf ein Minimum. Jetzt sind erstmal Ferien. Warten wir was dann passiert.

Marie
3 Monate zuvor
Antwortet  Darfdaswahrsein

Man höre und staune, in der aktuellen NRW-Verordnung heißt es, positive Schnelltests bei Schultestungen seien durch PCR zu bestätigen (https://www.land.nrw/media/26048/download, §3). Na ja, gibt ja jetzt auch genug freie Laborkapazitäten…

Ale
3 Monate zuvor
Antwortet  Marie

Hallo,
gibt es nur nicht in den Kassenlabors. Bei 7ns hat es die ganze Familie getroffen, 3 Kinder und wir Eltern positiv. Mittwoch für die KiTa waren bei der Großen zwei Schnelltests zuhause positiv. Mama sofort mit den Kindern in eine spezielle Apotheke die tiefen Abstrich und gute Test macht. Papa im Unterricht, telefoniert mit GA, Kinderarzt. Kinderarzt hat nur noch ein testbudget (Max Anzahl von PCR Tests am Tag) und Warteliste. Naja, vielleicht in der Apotheke doch Entwarnung? Pustekuchen, da war plötzlich Mama positiv, Tochter nicht. Na ja, nach langem hin und her haben wir einen freien Anbieter gefunden, der PCR bestätigungstests kostenfrei durchführt. Es war 15minutentest.de, die wollten nur den positiven Schnelltest mit Namen und Datum sehen bzw für Mama der Nachweis aus der Apotheke. 25h später lag das Ergebnis vor: beide positiv. Mittlerweile bin auch ich PCR positiv und die kleinen haben heute ihren PCR bekommen. Drum weg von den Ärzten hin zu den Testzentren.

Lanayah
2 Monate zuvor
Antwortet  Ale

Ihnen und Ihrer Familie wünsche ich alles Gute! Dass Kinderärzte ein PCR-Budget haben ist eine interessante Information und irgendwie krass. Im Gegensatz zu Ihnen dürften an dieser Stelle mache Familien aufgeben, insbesondere, wenn sie sich bereits krank fühlen.

Ale
2 Monate zuvor
Antwortet  Lanayah

Danke,
„die Familie hilft sich selbst“ so das Motto unseres Kinderarztes. Das Vorgehen – wie man an einen KinderPCR kommt – haben wir der KiTa weitergegeben. Uns geht es dank Impfung gut, die Kleinen haben kaum Symptome und sind total fit. Die Impfung hilft hier massiv. Auch um diese OfflabelImpfung mussten wir uns selber kümmern, leider.
Danke für die Genesungswünsche.

Klugscheisser
3 Monate zuvor

Immunität durch Durchseuchung?
Ohne Impfung kaum möglich und bei Kindern ist die Reinfektionsmöglichkeit durch unsichere Schulumgebung sozusagen obligatorisch.

https://www.ndr.de/ratgeber/gesundheit/Omikron-Genesene-Immun-gegen-eine-Corona-Reinfektion,omikron258.html

https://www.biorxiv.org/content/10.1101/2022.01.30.478400v1

schwarzes Schaf
3 Monate zuvor

Ich frage mich, wie lange das Märchen vom „harmlosen Schnupfen bei Kindern“ noch hält. Mehrheitlich waren die mir bekannten Kinder symptomatisch infiziert. Und damit meine ich keinen leichten Fieberinfekt, sondern eine heftige Erkrankung – die in der Statistik dennoch als mild erfasst wird, so lange kein Klinikaufenthalt nötig ist.

GriasDi
3 Monate zuvor

Das Statistische Bundesamt zählte 153 Kinder unter 15 Jahren in seiner Todesursachenstatistik 2019, die nach einem Unfall verstarben.
Das sind knapp 3 pro Woche.

Unerträglich
2 Monate zuvor
Antwortet  GriasDi

Danke für dein tollen relativierenden Kommentar. Sowas ist einfach nur widerlich!

GriasDi
2 Monate zuvor
Antwortet  Unerträglich

Scheinbar sind nur Coronatote Tote die zählen. Durch die ständige Aufzählung der Coronatoten werden alle anderen Todesursachen relativiert.

Laura
2 Monate zuvor
Antwortet  Unerträglich

Das ist überhaupt nicht widerlich. Es ist eine Tatsache, die niemanden interessiert.
Wichtig ist nur Corona hier. Alles andere ist wurscht.
Und wenn mal jemand darauf hinweist, bezeichnet man das als widerlich.
Widerlich ist, dass nichts anderes mehr zählt außer Corona

Alla
2 Monate zuvor
Antwortet  GriasDi

Sind diese Kinder an oder mit der Präsenzpflicht verunfallt? Oder ganz ohne schulische Mitwirkung? Entschuldigung, ich will darüber eigentlich gar keine zynische Bemerkung machen.
In den GS tun wir wirklich alles dafür, die Kinder im Verkehr zu schützen. Das geht von der Verkehrserziehung bis hin zu sichereren Verkehrssituationen in der Schulumgebung. Wobei dort die Elterntaxis die größte Gefährdung darstellen!

Frau T.
3 Monate zuvor

Eigentlich ist es eher so: es gibt nicht 50, sondern 65 tote Kinder und Teenager. Diese sind in der xls Datei über Klinische Aspekte auf der Seite des RKI aufgeführt. Die drei, die dazu gekommen sind, sind lediglich drei zusätzliche, die jetzt validiert wurden. Sie sind nicht diese Woche gestorben, sondern vermutlich bereits im Januar. In besagter Tabelle (alte Versionen in der Wayback Machine) sind seit Jahresbeginn (bzw 30.12.2021) 17 bzw 18 Verstorbene in den Altersgruppen bis 19 Jahren dazugekommen. Im Normalfall „verschwindet“ aus der Tabelle auch niemand wieder, allerdings kam es schon vor, dass die Geschlechtsangabe korrigiert wurde – falls jemand zu bemerken beliebt, der Tod der restlichen 15 sei keine gesicherte Angabe.
https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Daten/Klinische_Aspekte.html

Lanayah
2 Monate zuvor
Antwortet  Frau T.

Was bedeutet validiert? Hat man jetzt nach 2 Monaten festgestellt, dass diese Kinder doch an und nicht mit Corona gestorben sind? Es ist einfach grauenvoll. Wie mögen sich verwaiste Eltern fühlen, denen mitgeteilt wird, dass ihr Kind jetzt validiert wurde.

AvL
2 Monate zuvor

Bei einer Inzidenz von 3.400/100.000 in 7 Tagen erkrankten Kindern entspricht das 3,5 % der Schüler, die in einer Woche erkranken. Bei 24 Kinder einer Klasse wären das 0,84 Kinder in einer Woche, also weniger als 1 Kind in der Woche das erkrankt. Tatsächlich erkranken aber wöchentlich in unseren örtlichen Schulen 3 bis 5 Schüler pro Klasse in einer Woche. Also liegt die derzeitige tatsächliche Inzidenz unter Schülern deutlich höher , nämlich 3,5 bis 6 mal höher, entsprechen einer Inzidenz von 12,12 % bis 21 % entspricht Inzidenzen von derzeit 12.120/100.000 bis 21.000/100.000 in einer Woche.
Das entspricht einer systematischen Durchseuchung.
Man möge mich korrigieren.

Sissi
2 Monate zuvor

@ mein Name ist Hase
Besser kann mans nicht beschreiben ( ich liebe diesen Wahnsinnssatz)
@ Unerträglich
Danke, das ist wirklich nur noch widerlich und sorry, unerträglich.

Sissi
2 Monate zuvor

@ AvL
Das wären dann, wenn sich die derzeitigen Zahlen nicht ändern, ca 1 Mio/ Jahr.
Von Erwachsenen weiß man, dass ca 76 % nach stationärem Aufenthalt und ca 2 bis größer 20% ohne KHaufenthalt postcovidäre Krakheitsanzeichen zeigen. ( rki- Angaben) Worsest case 40- 50% behandlungsbedürftiger postcovid bei Kids, in etwa bei 500 000, selbst wenn mans durch 2 teilt und damit den Sommer berücksichtigt : Bumerang für den GM , wird schwer werden, die “ covidkids “ (boulevardZeiung! schrecklich) rehamäßig gut zu versorgen.
Btw: Bei ganz Kleinen und gesamt, kommt dann das, was jetzt vermieden wird, Kinderbetreuung ohne Möglichkeit wirtschaftlich tätig zu sein. Bleibt zu hoffen, dass der prozentuale postcovid- Anteil bei den Kids kleiner ausfällt als bei den Erwachenen.
Es fehlen noch die Asympomatischen, ist da postcovid denkbar?

Lehrer mit Seele
2 Monate zuvor
Antwortet  Sissi

Dies ist einer der Artikel auf den man unfassbar schwer antworten kann und gleichzeitig kann man gar nicht anders, weil man es nicht verantworten kann es zu unterlassen..

Jeder, der schon einmal einen engen Angehörigen verloren hat, kennt diesen Schmerz. Aber niemand kann ermessen, was es bedeutet das eigene Kind zu Grabe zu tragen.

Ich werde hier keine Diskussion über Vorerkrankungen in den Raum stellen. Das ist nicht nur piätätlos sondern geht auch an der Realität unserer modernen Medizin vorbei.

Ich finde es einfach unglaublich grausam und unmenschlich was da passiert ist und schäme noch für jeden, der das relativiert.

Mein aufrichtigstes Beileid an die Eltern, Geschwister und andere Hinterbliebene. Ich würde mir wünschen in einem Staat zu leben, der jede nur erdenkliche Schutzmaßnahme ergreifen würde, um das Unfassbare zu verhindern.

Sissi
2 Monate zuvor

Der “ lancet “ macht Schluss mit der Differenzierung mit- an- nach- covid- gestorben.
Eine Studie zeigte, dass über
85% +×-Coviderkrankter wirklich an covid starben.
Bitte selbst googlen, flatterte gerade über med.news rein.