Geld für gute Noten? Uni Duisburg Essen kassiert über 40 Abschlüsse

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Wegen möglicher Korruption bei der Notenvergabe will die Universität Duisburg-Essen (UDE) nach einem Bericht der «WAZ» in den kommenden Wochen mehr als 40 Absolventen ihre Hochschulabschlüsse aberkennen. Von einer früheren Verwaltungsmitarbeiterin hatte sich die Hochschule bereits im vergangenen Jahr getrennt.

Offenbar gab es eine Art Gebührenordnung für bessere Noten. Foto: Shutterstock

Die Ex-Verwaltungsmitarbeiterin an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der UDE soll über mindestens vier Jahre hinweg gegen Geldzahlungen Noten beim Eintragen in das Computersystem angehoben haben. So sollen auch eigentlich durchgefallene Kandidaten einen «Bestanden»-Vermerk bekommen haben. Für eine zu Unrecht als bestanden gewertete Klausur soll die Ex-Mitarbeiterin 800 Euro kassiert haben, für eine Höherstufung der Note 50 Euro pro 0,3 Punkte. Der Fall war durch einen anonymen Hinweis aufgeflogen.

Parallel laufen Ermittlungen der Essener Staatsanwaltschaft wegen Korruptionsvorwürfen und möglichen Unregelmäßigkeiten bei der Notenvergabe an der Universität, wie ein Sprecher bereits im Herbst bestätigt hatte. Die Universität hatte nach Bekanntwerden des Falls im vergangenen Jahr angekündigt, ihre Arbeitsabläufe so zu ändern, dass Manipulationen unmöglich würden. An der UDE finden nach Hochschulangaben pro Semester rund 120.000 Prüfungen statt. dpa

Bessere Noten gegen Geld – Korruptionsverdacht an Uni Duisburg-Essen

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