Stichwort Schülerpraktikum: Wie bewirbt man sich richtig?

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Das sogenannte Schülerpraktikum – das je nach Bundesland und Schulform meist zwischen der 7. und 11. Klasse stattfindet – soll den Schülern bekanntlich einen ersten Einblick in die Arbeitswelt ermöglichen und zudem zur allgemeinen Berufsorientierung dienen. Doch bevor es überhaupt losgeht, steht im ersten Schritt die Bewerbung an. Aber wie schreibt man denn eigentlich eine möglichst aussagekräftige Bewerbung? Und was gilt es in Bezug auf den Aufbau, die Inhalte und die Struktur zu beachten?

Bevor man jedoch den ersten Schritt in die Berufswelt machen kann, steht zuerst die Bewerbung auf dem Plan. Foto: pixabay

Ob Mathe, Deutsch, Biologie oder Geschichte – in der Schule lernt man bekanntlich viele praktische Dinge, die man im späteren Leben meistens gut gebrauchen kann. Doch wenn es um die Vorbereitung auf das Arbeitsleben geht, kann vermutlich kein Schulfach die praktische Erfahrung in einem Betrieb ersetzen. Nicht zuletzt aus diesem Grund hat sich das Schulministerium schon vor langer Zeit dazu entschlossen, den Schülern noch während der Schulzeit einen zwei- bis vierwöchigen Einblick in die Arbeitswelt zu ermöglichen. Darüber hinaus bietet sich ein solches Schülerpraktikum aber natürlich auch ganz hervorragend dazu an, um für sich selber herauszufinden, welchen Beruf man nach dem Abschluss ausüben möchte. Bevor man jedoch den ersten Schritt in die Berufswelt machen kann, steht zuerst die Bewerbung auf dem Plan. Doch da ein Großteil der Schüler bis dato noch keinerlei Erfahrungen mit dem Schreiben einer Bewerbung sammeln konnte, stellt sich verständlicherweise die Frage, wie eine solche Bewerbung denn überhaupt aussehen sollte. Auf welche Inhalte kommt es an? Und welche Dokumente gehören denn eigentlich in eine rundum gelungene Bewerbungsmappe?

Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse: Diese Unterlagen gehören in jede Bewerbung  

Vorab sei gesagt, dass es gleich mehrere wichtige Dokumente gibt, die in nahezu allen Bewerbungen enthalten sei müssen – ganz egal, ob es sich dabei um die erste Festanstellung, einen Ferienjob oder auch um das Schülerpraktikum handelt. Den Anfang macht dabei das sogenannte Bewerbungsschreiben, das dem Personalchef des Unternehmens in der Hauptsache dazu dient, mehr über den Bewerber und dessen Motivation zu erfahren. Dementsprechend sollte aus dem Anschreiben möglichst klar hervorgehen, welche Intention hinter der Bewerbung steckt, warum man das Praktikum bei genau dieser Firma absolvieren möchte und inwieweit die eigenen Interessen zu den Jobanforderungen passen. Tipp: Bevor man mit dem Schreiben der Bewerbung beginnt, empfiehlt es sich, mehr über das Unternehmen in Erfahrung zu bringen – zum Beispiel über die Firmenwebseite oder die Social-Media-Kanäle. So erfährt man nämlich nicht nur viel Wissenswertes über die allgemeine Unternehmenskultur, sondern gleichzeitig auch über deren Produkte und Dienstleistungen, sowie über den direkten Ansprechpartner.

Bei dem zweiten wichtigen Dokument handelt es sich um den Lebenslauf, der häufig auch einfach nur kurz Vita genannt wird. Der Lebenslauf sollte in der tabellarischen Form angelegt werden und maximal zwei DIN A4-Seiten umfassen. Neben den eigenen Kontaktdaten und einem professionellen Bewerbungsfoto können hier die bisherige Schulbildung (alle Schulen, die man bislang besucht hat samt Beginn- und Enddatum), bereits gesammelte Arbeitserfahrungen (wie andere Praktika, Ferien- und Nebenjobs etc.), Sprach- und Computerkenntnisse sowie weitere Fähigkeiten, Interessen und Hobbys genannt werden. Wichtig: Optimalerweise sollten sowohl die persönlichen Interessen, als auch die Hobbys und sonstigen Fertigkeiten inhaltlich zu der gewünschten Stelle passen. Netflix schauen, Computerspiele und Party machen haben dementsprechend nichts in der Bewerbung zu suchen. Das dritte und letzte Dokument ist das aktuellste Zeugnis, das der Bewerbung als Kopie beigelegt wird. Falls man in der jüngsten Vergangenheit bereits schon weitere Qualifikationen oder Zertifikate erhalten hat, können diese ebenfalls hinzugefügt werden.

Weitere hilfreiche Tipps für die perfekte Bewerbungsmappe   

Sobald alle genannten Unterlagen vorbereitet sind, sollten sie in der richtigen Reihenfolge in die Bewerbungsmappe einsortiert werden: Zuerst das Deckblatt (Gut zu wissen: Das Deckblatt dient hauptsächlich optischen Zwecken und muss daher nicht zwangsläufig verwendet werden), danach das Anschreiben und der Lebenslauf, und abschließend das Zeugnis sowie weitere Qualifikationsnachweise, Zertifikate und Arbeitsproben (falls vorhanden beziehungsweise vom potentiellen Arbeitgeber erwünscht). Darüber hinaus sollte man unter allen Umständen darauf achten, dass die gesamte Bewerbung frei von Rechtschreibfehlern ist. Tipp: Wer sich bei der Grammatik, der Interpunktion oder dem Satzbau nicht sicher ist, kann beispielsweise den Lehrer, die Eltern oder andere Familienmitglieder beim Korrekturlesen um Hilfe bitten.

Wer sich zudem bei mehreren Unternehmen gleichzeitig bewirbt, sollte zum einen darauf achten, dass sich die Anschreiben inhaltlich voneinander unterscheiden, da die meisten Personaler sogenannte Massenanschreiben auf den ersten Blick erkennen können. Zum anderen empfiehlt es sich, den Namen des direkten Ansprechpartners, sowie den Namen und die Anschrift des Unternehmens besser zweimal auf ihre Richtigkeit hin zu überprüfen, um möglichen Verwechslungen vorzubeugen. Und zum Abschluss noch ein wichtiger Hinweis: Lügen haben weder im Anschreiben noch im Lebenslauf etwas zu suchen. Denn wer seine Bewerbung mit Unwahrheiten aufpeppen möchte, riskiert nicht nur eine direkte Absage, sondern im schlimmsten Fall sogar eventuelle Probleme bei der späteren Jobsuche wenn es um eine Festanstellung geht.

Dies ist eine Pressemitteilung von bewerbungen.de.

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