Trotz (oder wegen?) Corona: Abinoten so gut wie seit Jahrzehnten nicht

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STUTTGART. Es war ein weiteres Abitur im Ausnahmezustand – die Abschlussklassen mussten erneut unter ganz besonderen Bedingungen lernen. Das hat sich dennoch ausgezahlt: Die Abinoten 2021 sind so gut gewesen wie seit Jahrzehnten nicht, in Baden-Württemberg jedenfalls. Ist das Zufall oder war ein Corona-Bonus im Spiel?

Davon gab’s in Baden-Württemberg reichlich. Foto: Shutterstock

Die Corona-Pandemie hat die Abiturienten in Baden-Württemberg im vergangenen Jahr keineswegs gebremst, im Gegenteil: Die rund 27.700 Jugendlichen des Jahrgangs 2021 an den allgemeinbildenden Gymnasien sind so erfolgreich gewesen wie seit mehr als 30 Jahren nicht. Nach Zahlen des Statistischen Landesamtes vom Donnerstag lag die Durchschnittsnote der Abiturzeugnisse bei 2,15 – das ist um 0,16 besser als 2020 und sogar um 0,21 besser als 2019, dem letzten Jahrgang vor der Pandemie.

Seit 1990 hatte die Note laut amtlicher Schulstatistik stets zwischen 2,42 und zuletzt 2,31 gelegen. Durchgefallen sind im vergangenen Jahr fast 2 Prozent der Prüflinge (2020: 1,4 Prozent)

Die Traumnote von 1,0 stand bei 1318 Schülerinnen und Schülern an allgemeinbildenden Gymnasien auf dem Zeugnis (2020: 811). Eine 1 vor dem Komma hatten laut Statistik 40,7 Prozent; bei 46 Prozent fand sich dort eine 2, bei 13,4 Prozent eine 3. Die häufigste Durchschnittsnote war nach Angaben des Landesamtes die 2,2. Kaum anders sah es an den Berufsgymnasien aus: Bei den 15.137 Abi-Prüflingen 2021 verbesserte sich die durchschnittliche Note im Vorjahresvergleich um 0,1 auf 2,38.

Von einem normalen Abitur 2021 kann allerdings keine Rede sein: Die Bildungsinhalte waren in allen Fächern auf das sogenannte Kern-Curriculum reduziert worden – dafür waren 75 Prozent der Unterrichtszeit ausgelegt worden. So sollte den Schülern Zeit fürs Wiederholen und Vertiefen gegeben werden.

Die Abschlussprüfungen wurden zudem um zwei bis drei Wochen nach hinten verschoben. Zum Abitur konnten die Schüler obendrein zwischen einem Haupt- und einem Nachtermin wählen, die schriftlichen Prüfungen wurden um 30 Minuten verlängert. Außerdem hatten die Lehrer in der schriftlichen Prüfung weitere Aufgaben zur Vorauswahl. So können sie Aufgaben auswählen, die am besten zum erteilten Unterricht passen.

«Wir haben die Prüfungsaufgaben mit den gleichen Kriterien erarbeitet, wie sie auch in Nicht-Pandemie-Zeiten gelten»

Von einem «Corona-Bonus» will das baden-württembergische Kultusministerium indes nichts wissen. Trotz der Anpassungen seien Anspruch und Niveau des Abiturs nicht gesenkt worden. «Wir haben die Prüfungsaufgaben mit den gleichen Kriterien erarbeitet, wie sie auch in Nicht-Pandemie-Zeiten gelten», sagte ein Sprecher auf Anfrage. «Das Abitur 2021 ist dementsprechend genauso vollwertig wie die Abiture zuvor, wir haben keine Abstriche bei der Qualität.»

Auch die GEW sieht keine Bevorteilung: «Es hat im gesamten Land Prüfungen gegeben, so viel Bonus wäre gar nicht möglich», sagte Landesgeschäftsführer Matthias Schneider. Am wenigsten seien allerdings die Klassen 7 bis 10 unterrichtet worden. «Da werden wir später sehen, wie sich das auswirkt.» Die im Vergleich zu 2020 besonders guten Werte erklärt Schneider mit der Erfahrung: «Aus den Rückmeldungen wissen wir, dass der Fernunterricht im zweiten Corona-Jahr deutlich besser funktioniert hat. Und vor allem ältere Schülerinnen und Schüler waren in der Lage, sich selbst zu organisieren.»

Am kommenden Montag (25. April) beginnen für rund 47 400 Jugendliche des aktuellen Abschlussjahrgangs in Baden-Württemberg die Abiturprüfungen, knapp 30.000 davon an allgemeinbildenden Gymnasien. News4teachers / mit Material der dpa

Immer mehr Abiturienten, immer mehr Spitzennoten – immer weniger Niveau: Deutschland im Akademisierungswahn

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KARIN
29 Tage zuvor

Bitte im Artikel vom 17.04. nachlesen!
„Immer mehr Abiturienten , immer mehr Spitzennoten“
Dort wurde schon alles gesagt!

Georg
29 Tage zuvor
Antwortet  KARIN

Oh ja.

Dazu kam noch mehr Zeit, weniger Stoff. Die 40% Einserabiture und 5% Traumnoten 1,0 sprechen Bände.

Katinka
28 Tage zuvor
Antwortet  Georg

40% mit einer 1 vor dem Komma!? In meinem Jahrgang vor 23 Jahren waren das unter 10%.

Stromdoktor
28 Tage zuvor
Antwortet  Katinka

Dann sind wir ja eine Generation…

Grundsätzlich kann ich mir vorstellen, dass die Spannbreite größer geworden ist.

Na klar, werden mehr Kinder insgesamt auf das Gymnasium geschickt. Das sagen ja die reinen Zahlen schon aus. Darunter sind viele Kinder, denen man damit nicht unbedingt einen Gefallen tut und die insgesamt überfordert sind.

Ich kann mir aber ebenso gut vorstellen, dass es SuS gibt, die vom ersten Tag an mehr Unterstützung (im positivsten Sinne) erhalten, als unsere bzw. frühere Generationen. Da werden frühzeitig Lernmethoden vererbt, da wird insgesamt mehr Zeit im Haushalt für Bildung/Lernen aufgewendet und schlussendlich auch im Bedarfsfall mehr gefördert (Schülerhilfe etc.).

Zu guter Letzt wird auch der gesellschaftliche Leistungsdruck früher an die Kinder weitergegeben.

Insofern wäre es für mich nicht überraschend, wenn das „obere Drittel“ der heutigen Jahrgänge eine höhere Leistungsdichte aufweist, als zu damaligen Zeit. Das „untere Drittel“ ist wahrscheinlich leistungsschwächer und wird vielleicht häufiger als früher durchgeschleppt.

Ich persönlich lege den Maßstab so an:
Meine Töchter stehen nicht mehr nur in Konkurrenz in Bezug auf die Noten und Schnitt mit ihren Klassenkameraden. Im Hintergrund agieren deutlich die Eltern und sehen zu, dass die Hausaufgaben korrekt sind, dass frühzeitig mit der Vorbereitung begonnen wird und dass der Stoff rechtzeitig zur Klassenarbeit sitzt.

Das kostet ein Stück weit Selbstständigkeit, sichert aber ein solides Fortkommen im Bildungssystem.

Ich denke oft an die Kinder, die „nur,“ durch ihr Talent mitschwimmen. Ohne Förderung durch ihre (akademischen) Eltern. Hier hat manchmal der solides Dreier-Kandidat im Zweifel mehr Potential als die liebevoll durch das Bildungssystem geführten Akademiker-Kinder.

Also:
Insgesamt lässt sich der Durchschnitt der Noten und auch die Quote der Abiturienten faktisch durch Aufwand und Betreuung steigern. Davon bin ich überzeugt. Dann ist das Niveau insgesamt auch höher. Wir reden ja hier in erster Linie über erlernbares Wissen und nicht über Intelligenz. Je nach Wahl des Studiums wird es dann um weiteren Verlauf vielleicht schwieriger, nur mit Aufwand Ergebnisse zu erzielen.

Und auf der anderen Seite gibt es Kinder, die von Ihren Eltern auf das Gymnasium geschickt und dort längstmöglich gehalten werden – ohne dass sie die Voraussetzungen erfüllen. Schlimmstenfalls noch nicht einmal unterstützt werden, da a) das Können (eigene Bildung) oder b) das Wollen (keine Kohle für Nachhilfe) vorhanden ist. Erfahrungsgemäß werden diese dann aber früher oder später doch aussortiert…

Für mich schließt sich eine höhere Leistungsdichte auf der einen und ein gesunkenenes Niveau auf der anderen Seite bei insgesamt mehr Schülerinnen und Schüler nicht aus.

Ggf. ist das Gesamtniveau dadurch schlechter. Dennoch müsste es mehr Kinder mit besseren Voraussetzungen geben als zu anderen Zeiten.

Ich kann jedenfalls nicht erkennen, dass unsere Autos schlechter geworden sind oder dass häufiger der Strom ausfällt,weil nur noch Amateure am Werk sind. Auch die Innovationsquote und Patentanmeldungen sind weiterhin auf einem hohen Niveau. Ich schätze, andere Länder beneiden uns weiterhin um unser „Humankapital“ und insbesondere um unser duales Ausbildungssystem und die kostenlose Bildung.

Dennoch dürfen wir uns gerne verbessern und insgesamt das System stützen und ggf. reformieren.

Georg
26 Tage zuvor
Antwortet  Stromdoktor

Natürlich wird die Spannbreite größer. Am oberen Leistungsende kann nichts mehr dazu kommen, vielmehr wird es aufgrund der demografischen Entwicklung eher weniger. Wenn gleichzeitig viel mehr Menschen das Abitur schaffen sollen, dann braucht man mehr aus dem ehemals mittleren bis unteren Leistungsbereich oder sogar noch darunter. Es folgt eine größere Streuung und bei Normverschiebung der Mindestanforderungen eine größere Konzentration am oberen Ende, wo sich nunmehr nicht mehr nur die wirklich allerbesten, sondern schon die sehr guten bis teilweise schon guten sammeln.

nurmalso
26 Tage zuvor
Antwortet  Katinka

In meinem vor 45 Jahren genau 2,7 %…

Pit2020
29 Tage zuvor

*grübel grübel*

„Viele Menschen fragen
Jeden Tag auf’s neu

Fangen mit dem Leben
Viel zu wenig an.
Dabei steht das Glück
Schon vor der Tür.“
😉
„Wunder gibt es immer wieder
Heute oder morgen
Können sie geschehn.
Wunder gibt es immer wieder
Wenn sie dir begegnen
Mußt du sie auch sehn.“

Erste Zeilen und Refrain aus dem Songtext von Katja Ebstein, die 1970 noch nicht wissen konnte, dass das nicht nur für die Liebe sondern auch für Abschlüsse gelten kann und welches Ausmaß diese Wunder annehmen können … 😉
https://www.youtube.com/watch?v=JFAvwSFP314

Besonders wundervoll wäre es, wenn die Durchschnittsnoten der Abschlüsse ab jetzt jedes Jahr immer noch besser würden!
Man darf gespannt sein.

Amanakoku
29 Tage zuvor

Natürlich wegen Corona. Wir wurden alle angehalten, besonders milde zu sensieren. Teilweise hieß es, niemand dürfe eine schlechtere Zeugnisnote erhalten als vor Corona.

Stromdoktor
28 Tage zuvor

Schlimmer fände ich es, wenn eine ganze Generation von Abiturienten durchs Raster gefallen wären und ggf. erst gar keinen Abschluss gemacht hätten.

Ich gönne es den Pandemiejahrgängen…ist in unserer (Neid)gesellschaft vielleicht nicht mehrheitsfähig…diese Position.

Georg
28 Tage zuvor
Antwortet  Stromdoktor

Nur sagt deren Abitur noch viel weniger aus als sonst schon.

(H)Ampelmännchen
28 Tage zuvor
Antwortet  Georg

Pauschal einen ganzen Jahrgang verunglimpfen ist auch eine besondere Leistung.

Georg
28 Tage zuvor

Es geht um die Durchschnittsnoten. Der Durchschnitt von 2,2 mit 5% 1+, 35% 2+ bis 1, 40% 3+ bis 2 kommt in meinen Klassenarbeiten nicht vor oder falls doch war sie zu einfach.

gehtsnoch
28 Tage zuvor
Antwortet  Georg

Georg, Sie sind ernsthaft Lehrkraft SEK II?
Weil, in der Oberstufe wird nicht mehr mit dem herkömmlichen Notensystem, sondern mit Notenpunkten gearbeitet und Klausuren statt Klassenarbeiten geschrieben.

Georg
28 Tage zuvor
Antwortet  gehtsnoch

Das ist mir bewusst. Ich habe die Durchschnittsnoten auf Noten umgerechnet. Das in Notenpunkte umzurechnen ist eine Übungsaufgabe, die ich Ihnen überlasse.

Klaus
28 Tage zuvor
Antwortet  Georg

Ein Abitur sagt generell nichts aus. Letztendlich ist ein Abiturient erstmal nur ein Hilfsarbeiter.

Georg
28 Tage zuvor
Antwortet  Klaus

Nur suggeriert ein sehr gutes Abitur erst einmal, dass der zugehörige Mensch kognitiv auch sehr gute Leistungen vollbringen kann. In der Regel geht man bei der Leistung von einer Normalverteilung mit der Mitte im befriedigenden Bereich aus, was zu bestenfalls 10% sehr guten Noten passt, genauso wie maximal 10% mangelhafte Leistungen. Die 40% aus Baden Württemberg mit dem Median im Bereich gut glatt oder gut minus widersprechen dem deutlich. Meiner Meinung nach sollen die Noten leistungsgerecht sein und nicht aus politischen Gründen verschenkt werden. Quoten, z.B. politisch gewollte hohe Abiturquoten, aber auch jede andere, tun einem Land wirtschaftlich nicht gut.

dickebank
28 Tage zuvor
Antwortet  Klaus

Abiturient = Schüler im letzten Jahrgang einer gymnasialen Oberstufe.
Mit Vergabe des Abschlusszeugnisses ist diese Person ein Absolvent, aber kein Abiturient mehr, da er ja bereits „abgegangen“ ist. Bis zur Aufnahme eines Studiums oder einer Berufsausbildung oder einer sonstigen Tätigkeit (Wehrdienst, Bufdi oder dergl. mehr) ist er arbeitssuchend.

Stromdoktor
28 Tage zuvor
Antwortet  Georg

Meiner Meinung nach werden (insbesondere junge) Menschen viel zu früh abschließend in eine Schublade sortiert.

Mag ja sein, dass man vor X Jahren mehr Wissen in die Köpfe bekommen hat, aus welchen Gründen auch immer.

Grundsätzlich gehe ich aber davon aus, dass sich die Potentiale der Menschen deswegen noch lange nicht „verschlechtert“ haben.

Ggf. bekommt man diese in der aktuellen Gesellschaft und im aktuellen Bildungssystem nicht gehoben.

In jedem Fall würde ich die jungen Menschen noch nicht im Alter von 16-20 Jahren final abschreiben.

Ich bilde mir persönlich auf mein Abitur vor 25 Jahren im Vergleich zu heute jedenfalls nix ein.

Hoffnung
28 Tage zuvor
Antwortet  Stromdoktor

Stimme ich Ihnen vollkommen zu!
Leider ist es an einer mir bekannten Schule nicht so! Reihenweise verlassen die SuS die Oberstufe, weil kein wirkliches Verständnis für inhaltliche Coronadefizite. Sehr traurig!

Georg
26 Tage zuvor
Antwortet  Hoffnung

Wie war die Arbeitseinstellung dieser Schüler vor Corona? Wie knapp war deren Versetzung trotz Coronabonus?

Realist
28 Tage zuvor

Trotz, wegen oder MIT Corona? Wer weiß das schon…

Georg
28 Tage zuvor
Antwortet  Realist

Einige bestimmt ohne.

Realist
28 Tage zuvor
Antwortet  Georg

Betimmt waren deren Tests nur „falsch negativ“.

Frieda
28 Tage zuvor

Bin manchmal etwas verwirrt. Hier auf der Seite lese ich nur vom sagenumwohnten Abitur, in allen möglichen Facetten. Wo bleiben denn ESA und MSA?

Georg
28 Tage zuvor
Antwortet  Frieda

Im Artikel selbst geht es um das Abitur.

Zur Sache: Da das Abitur schon so einfach geworden ist, gilt ähnliche s natürlich auch für die anderen Abschlüsse.

gehtsnoch
28 Tage zuvor
Antwortet  Georg

Vor 16 Stunden lautete Ihr Beitrag s. o. noch:
„Es geht um die Durchschnittsnoten. Der Durchschnitt von 2,2 mit 5% 1+, 35% 2+ bis 1, 40% 3+ bis 2 kommt in meinen Klassenarbeiten nicht vor oder falls doch war sie zu einfach.“

Und Sie führen zum Abi dann „Klassenarbeiten“ an …

Georg
28 Tage zuvor
Antwortet  gehtsnoch

Korrekt. Meine Klassenarbeiten (in der Oberstufe) sind meist schwerer als das, was im Abitur selbst verlangt wird.

DerDip
28 Tage zuvor

Evtl. gibt es einen Zusammenhang mit der Impfung. Je mehr geimpfte, desto besser der Durchschnitt.
Jetzt mal aber im Ernst: Wie bereits an anderer Stelle angemerkt würden Zulassungsprüfungen zu Studien- und Ausbildungsgängen diese Problematik der Noteninflation beheben. Am Ende sollten diejenigen zum Studium oder zu einer Ausbildung zugelassen werden, die die notwendigen Voraussetzungen für die jeweilige Ausbildung mitbringen. Auf diese Weise würde auch transparent werden, welche Schulen ihre Schüler für ein Studium wirklich gut vorbereiten und welche einfach so gute Noten vergeben.

Bla
28 Tage zuvor
Antwortet  DerDip

Wozu dann überhaupt noch Noten?
Sollen die Betriebe, Universitäten, Fachhochschulen, andere Schulen (bei Schulwechsel) usw. doch einfach überall Zulassungsprüfungen machen? Dann ist das auch gleich angepasst -> „Das ist Voraussetzung“ und gut?

trotzki
28 Tage zuvor
Antwortet  DerDip

Die „Zulassungsprüfungen“ gibt es in einigen Bereichen ja schon. Blöd ist nur, wenn ein NC benötigt wird, und frühere Jahrgänge ggf. Nachteile hätte.
Wer zum Studieren geht, wird spätestens nach den ersten beiden Semestern wissen, ob das Abitur ausreichend war oder nicht. Nach dem Studium wird die Abiturnote durch die Abschlußnote ersetzt.

Das mit der Transperenz der Schulen ist ein Wunschgedanke, weil die notwendigen Information dafür nie erhoben würden.
Wobei ich zumindestens Ausbildungsbetriebe kenne, die aufgrund ihrer Erfahrungen einschätzen können, wie sie ein Notenbild einer Zubringerschule deuten müssen. Aber sie werden sich hüten, dass offiziell als Argument zu verwenden, schließlich gibt es ja Bewerbungsgespräche ( mit kleinen Tests).
(Gilt allerdings nur, wenn es mehr Bewerber als Stellen gibt)

Bauklötzchen
28 Tage zuvor

Warum wird hier denn alles schlecht geredet? Ich finde wir Lehrer haben da eine großartige Leistung erbracht, wenn trotz der Pandemie die Abschlüsse besser werden. Genau das sage ich, wenn ich als Lehrer von irgendwelchen Nixkönnern angegriffen werde.

KARIN
28 Tage zuvor
Antwortet  Bauklötzchen

Wirklich ernst gemeint?
Die Ergebnisse sind doch besser gerechnet und nicht vergleichbar mit Noten vor Corona!

Bauklötzchen
26 Tage zuvor
Antwortet  KARIN

Wenn Sie die Ergebnisse der Schüler besser rechnen, dann haben Sie den falschen Beruf. Ich würde mich schämen so etwas zu tun. Wenn ein Schüler nicht den Anforderungen genügt, dann hat er auch keine guten Noten verdient!

trotzki
28 Tage zuvor
Antwortet  Bauklötzchen

Wieso schlecht reden?
Der Fehler liegt doch darin, dass hier Jahrgänge miteinander verglichen werden, die unterschiedliche Voraussetzungen beim Erlernen, aber auch unterschiedliche Prüfungsinhalte und Prüfungsvoraussetzungen hatten.

Die einen bekommen die Zugangserlaubnis zur Besteigung des Mount Eversts, weil sie einen 5000er am Ende ihres Trainings erstiegen haben, die anderen, weil nach ihrem eingeschränkten Training die Erlaubnis mit Besteigung des 3750er erteilt wurden.

Und dann werden die Schüler ins „Leben“ entlassen. Die einen werden es meistern, die anderen werden recht schnell wieder geerdet werden. Oder beim Bild zu bleiben, einige werden den ME erklimmen, einige werden feststellen, das der Aufstieg zum Basislager das Ende der Fahnenstange ist.

Teacher Andi
28 Tage zuvor

Das erinnert mich ganz stark an die Farce, als zwei Abiturjahrgänge, G8 parallel zu G9 abgeschlossen haben und man das G8 Abitur so nachgebessert hat, dass es besser oder zumindest gleich ausgefallen ist, nur um die Verkürzung auf G8 zu rechtfertigen, was im Nachinein ein Flop war. Nun muss man die Defizite, die während der Coronakrise offensichtlich waren und auch noch sind, mit guten Noten abfedern, damit man der Kritik der Schüler, Lehrer und Eltern den Boden entziehen kann. „Man“ hat ja alles richtig gemacht, siehe Noten. Wie billig! Auf lange Sicht wird das keine gute Auswirkung haben.
Diese Heuchelei regt mich nur noch auf!!

Bla
28 Tage zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Sehe ich auch so. Wenn es schon Noten gibt, dann bitte sowas nicht beschönigen.
Entweder der SuS kann eben die Abituraufgaben lösen oder nicht.
Wenn man im Nachhinein die Noten schönigt oder im Vornherein schon so erleichtert, dass das Niveau einfach geringer ist …dann sollte man das eben auch benennen (dürfen). Und ja, da können die SuS vielleicht nichts dafür, aber das ist eben die Realität. Oder man sagt, dass die Noten besser sind, weil man xy angepasst hat. Ist doch auch in Ordnung, das versteht man doch …

Aber nein, man besteht auf beides/vieles … Das Niveau ist mindestens genauso hoch wie vorher, die SuS hatten es so schwer, die Noten werden halt besser – da bessere SuS?, Distanzunterricht ist schlecht – aber Coronazeit mit Teilen an DU führt zu besseren Ergebnissen?, Gefühlt fielen Monate …wenn nicht Jahre aus („Coronajahr – soviel gelernt wie in den Sommerferien“) und die LuL sind alle so faul … Aber die Noten werden besser?

Wer glaubt denn das bitte noch. Wieder mal bewegt sich die KM(K), wie sie will und wie man weniger Druck abbekommt… Zumindest auf eine „Storry vom Pferd“ sollte man sich doch mal nach 2,5 Coronajahren einigen können. Aber das Ständige hin und her je nach Wetter ist doch nur noch lächerlich.

Bei mir hat vor meinem Abitur auch niemand gefragt, ob ich xy als Probleme habe. Auf SuS mit Prüfungsangst, welche einen Elternteil verloren hatten und auf kleinere Geschwister aufpassen mussten – zudem evtl. noch Großeltern pflegten wurde früher auch nie großartig geachtet. Die schrieben die selben Prüfungen und mussten damit klar kommen. Ist halt dann Pech, wenn man nicht besteht oder man ist grundlegend dumm… So einfach kann man’s sich machen.

Tom
28 Tage zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Das G8 ist gerade das Aushängeschild für Gymnasien gegenüber G9 für Gesamtschulen und Berufliche Gymnasien- „das Abi ein Jahr eher“.
Bei den beiden letztgenannten Formen gilt ein ganzes Schuljahr Vorbereitungszeit auf die Klassen 12 und 13. Es steht offenbar die Ansicht im Raum, dass die „reinen“ Gymnasien von eh her besser auf das Abitur vorbereitet sind (höheres Lernniveau). Wenn nun bei den Gymnasien die Rolle rückwärts auf G9 vollzogen wird, zeigt das gerade, dass dort eben nicht dieses höhere Lernniveau vorherrscht. Die Ursachen sind vielfältig, z.B. individuelle Lernentwicklung, Pubertät, Lebensgestaltung,… Wo liegt der Unterschied zwischen dem G9 auf den Gymnasien und dem G9 auf den übrigen Schulformen? Im Ergebnis haben sich die Gymnasiasten, die Gesamtschüler in der Oberstufe und die SuS auf den Beruflichen Gymnasien einander „angeglichen“. Braucht man heute noch die reinen Gymnasien?

tozitna
28 Tage zuvor
Antwortet  Tom

Braucht man heute neben dem Gymnasium überhaupt noch weiterführende Schulen mit SEK 2? Braucht man nicht, denn die Studenten gibt es schon von den Gymnasien genug, aber top ausgebildete handwerklich/ industriell arbeitende Fachkräfte werden durch die Abiturschwemme verdrängt. Warum muss man mit niedrigeren Anforderungen auch noch den letzten Gesamtschüler durchs Abitur bringen? Wir haben intern Klausuren/ Abiturklausuren verglichen – da höher ich schon immer wieder: Deine Grundkursklausur wäre bei uns Leistungskursniveau…
Ich persönlich komme eben aus einer Zeit, in der maximal 5% der Schüler das Abitur gemacht haben, und die anderen sind jetzt – 40 Jahre später – anerkannte Handwerksmeister, Fachingenieure, Krankenschwestern und -pfleger etc. Würde unserer Gesellschaft gut tun, wenn einfach weniger Möglichkeiten bestehen, später „was mit Medien“ zu machen…

trotzki
28 Tage zuvor
Antwortet  tozitna

Es war einmal. Gehen wir von der 5% aus.
Da würden die Gymnasien und die Belegschaft aber nicht schlecht staunen, wenn ihnen die Schülerschaft dermaßen wegbrechen würde und damit die Stellen auch eingedampft werden müssen. Die Real und Mittelschulen könnten das sicherlich auch problemlos auffangen, da es ja genügend Lehrer gibt.

Aber meine Erfahrung ist, dass in den letzten Jahren auch um jeden Schüler gekämpft wird, da ja damit auch die Stellen ser Lehrer abhängen.

Teacher Andi
26 Tage zuvor
Antwortet  trotzki

Das ist aber nicht Sinn und Zweck der Sache, dass man das Niveau an den Schülerbedarf koppelt, nur um die Lehrerschaft beschäftigen zu können. Und wenn dann zu wenig Lehrer vorhanden sind, werden die Anforderungen wieder angehoben? Das ist alles andere als gerecht, allen gegenüber. Wie damals, in den achziger Jahren, Lehrerschwemme durch Fehlplanung, die Noten der Referendare wurden nach unten gedrückt, damit man keine Planstelle vergeben musste. Hunderte gute Pädagogen blieben auf der Strecke, nur um jetzt wieder alles einzustellen. Es sollte doch wirklich Wege geben, diese himmelschreiende Ungerechtigkeit zu vermeiden. aber Nachhaltigkeit und Flexibilität ist nur von den Lehrkräften verlangt, die Regierenden müssen sich nicht darum kümmern. Man hat nur noch Wut im Bauch.

Ton
28 Tage zuvor
Antwortet  tozitna

Wie Sie selbst schildern, zu Ihrer Zeit haben „maximal 5% der Schüler das Abitur gemacht“ . Heute wechsel ca. 50 % der Schüler von der Grundschule auch die Gymnasien. Viele davon haben (noch) nicht das Zeug dafür, auch von denen nicht, welche die Abschulungen nach Klasse 6 ueberstehen. Würde man die Maßstäbe der guten alten Zeit anwenden, hätte es faktisch zur Folge, dass ca. 30% der Gymnasien geschlossen wwerden dürften, wegen Mangel an Schülern… Ansonsten höre ich oft Wehklagen aus der Wirtschaft wegen Fachkräftemangel. Die Schüler wuerden lieber Abi machen wollen als eine offene Lehrstelle besetzen. Das ist aber nur eine Seite der Medaille. Verschwiegen wird oft, dass immer mehr Lehrlinge ihre Berufsausbildung abbrechen… Für mich sollte jeder ein Abi machen dürfen, der das Zeug dazu hat. In welcher Schulform man das Abi macht, ist doch zweitrangig.

tozitna
28 Tage zuvor
Antwortet  Ton

Eigentlich liegen wir dicht beieinander. Ich finde ja auch die Anzahl der Gymnasien zu hoch, und dass der Elternwunsch bei vorliegen von minimalen Voraussetzungen (Notensumme 7, GS- Empfehlung in Brandenburg) die gymnasiale Laufbahn begründet, halte ich für einen eklatanten Fehler. Warum eigentlich sollen engagierte und leistungsfähige Schüler nicht auch auf eine Realschule/Oberschule gehen?

Georg
28 Tage zuvor
Antwortet  tozitna

Es gibt bei Notensumme bis sieben sicherlich keinen Zwang für das Gymnasium.

Warum soll ich mein begabtes Kind auf eine Schulform stecken, an der es unterfordert wäre?

tozitna
28 Tage zuvor
Antwortet  Georg

Weil es dann an einem Gymnasium bei echter Ausgestaltung der Anforderungsbereiche und eigentlich notwendigen hohen Standardas überfordert wäre.
Der Zwang entsteht von den Eltern – jedenfalls bei uns. Da ist ein Bildungsgang ohne Abitur nicht akzeptabel.

tozitna
28 Tage zuvor
Antwortet  Georg

Ich wohl auch: Sollte „Standards“ heißen.

Tom
28 Tage zuvor
Antwortet  tozitna

Sorry wegen der Tippfehler.

Gabriele
26 Tage zuvor
Antwortet  Teacher Andi

Lieber Teacher Andi,

teile Ihre Erfahrungen, auch bezüglich G9 und G8.

„Noteninflation“ – seit Jahrzehnten schon! – bei immer niedrigerem Anforderungsniveau, ist sehr langgedienten Lehrkräften ja wohlbekannte Tatsache.

Ich selbst stellte z.B. vor vielen Jahren meinem damaligen Leistungskurs Englisch zur Gaudi als Hausaufgabe mal den Version -Teil (= Herübersetzung aus dem Englischen) einer meiner „uralten“ LK-Klausuren – auf vormaligem Abi-Niveau, ohne Wörterbuchbenutzung wohlgemerkt!

Die haben so was mit den Ohren geschlackert, als sie den vormaligen Bewertungsmaßstab/-schlüssel (Fehlerzahl = Note) nach der gemeinsamen Besprechung der Schülerlösungsvorschläge erfuhren!

Auch in Geschichte oder Sozialkunde (=Politik/Sozialkunde) konnte ich frühere Aufgabenstellungen gar nicht mehr verwenden: viel zu schwierig, zu komplex, zu anspruchsvoll – bereits in der Mittelstufe!

Dies zum Thema „Anspruchsniveau“ – und zur Tendez hin zu immer besseren Noten, auch zu Note „1“.

Das Gymnasium degenerierte stetig, immer weiter, zu einer Art „Hauptschule der Nation“: immer weiter steigende Übertrittsquoten belegen, dass das Gymnasium von der überwiegenden Mehrheit der SchülerInnen als weiterführende Schule besucht wird.

Und das nicht etwa, weil der IQ der Gesamtschülerschaft auf wundersame Weise stetig höher wurde.
Nein, einfach durch immer weiteres Absenken der Anforderungen „auf den kleinsten gemeinsamen Nenner“.

Dass sich das ursprüngliche, erklärte Bildungsziel des Gymnasiums – der Studierfähigkeit durch das Abiturzeugnis – mit den Jahren gewandelt hat und inzwischen nicht mehr nur die Hochschulreife angepeilt wird, erwähne ich nur der Vollständigkeit halber.

(Im Übrigen steht es mir völlig fern, die klassische Hauptschule diffamieren zu wollen, die jetzt als Mittelschule bezeichnet wird. Sie hatte ihre wohlüberlegte Daseinsberechtigung für die Jugendlichen, die eher praktisch veranlagt waren, nicht so verkopft waren, und später hervorragende, sehr tüchtige HandwerkerInnen wurden, und z.T. als selbstständige Meister häufig sehr viel mehr Geld verdienten als mancher Akademiker nach Hochschulstudium.)

Schönfärberei, Augenwischerei ist leider inzwischen nun mal angesagt.

Dass die LehrerInnen zudem während der Pandemie ihre Noten wahrlich „mit Samthandschuhen“ vergaben, wen wundert’s?
Auch die Anforderungen wurden ja de facto in der Not massiv heruntergeschraubt. Denn auch die SchülerInnen hatten’s ja schon schwer genug durch Corona.

Einige intrinsisch höchst motivierte und begabte SchülerInnen gelangten, selbstgesteuert mit hoher Selbstorganisationskompetenz, zu Höchstleistungen, noch dazu viel effizienter als im gewohnten Schulalltag, was sehr erfreulich war – dies war/ist aber nicht die Regel!

„Otto Normalschüler“, also das Gros unserer SchülerInnen, benötigt die Anleitung, stetige Hilfen, Ermutigung, Lob – und nicht zuletzt auch den permanenten Druck!! durch die Lehrkraft – allerdringendst um überhaupt erst einmal „in die Puschen zu kommen“, dann bei der Stange zu bleiben – und schließlich nicht unter seinem/ihrem Potenzial zu bleiben!

Die Tatsachen sprechen somit auch hier für sich.
Wer sie bestreitet, verschließt die Augen vor der Realität – und lügt sich selbst in die Tasche.

Teacher Andi
26 Tage zuvor
Antwortet  Gabriele

Wer sich im Bildungsbereich permanent in die Tasche lügt, das wissen wir ja zur Genüge. Und dazu grinsen die KuMis unbedarft in die Kameras und geben ganz eilig bekannt, dass „sie “ auf dem richtigen Weg sind und alles im Griff haben. Man wird tatsächlich für dumm verkauft, und das ist ein Zustand, der mich extrem auf die Palme bringt.

Kritischer Dad*NRW
28 Tage zuvor

Warum werden nach zwei Jahren Pandemie die Zeiten mit DU/WU und „geschlossenen Schulen“ einfach gedanklich eliminiert?

Seit März 2020 haben die Prüflinge massig geplante Unterrichtszeiten einfach nicht erhalten. Da will ich nicht einmal vorrechnen, ob neben dem PU dann tatsächlich noch DU erfolgte oder eben wegen Doppelbelastung halt nicht. Es fehlt so viel Unterrichtszeit, Prüfungsvorbereitung, Lernstoff etc. was eine Wiederholung eines Schuljahres durchaus rechtfertigen würde. Fehlzeiten gab es mehr als genug auf beiden Seiten. Zumindest ist damit eine etwas andere Notenbeurteilung für Abschlussklassen einhergehend in Teilen zumindest gerechtfertigt. Und ob es die Prüflinge des aktuellen Jahrgangs 2021/2022 ebenso „einfach“ antreffen wie die in 2020/2021 möchte ich begründet anzweifeln.

Interessant waren für mich zumindest die gezeigten Initiativen einzelner Fachlehrer und die überraschende Menge der empfunden abgetauchten LuL in Fern-Unterrichtszeiten zwischen 8 und 16 Uhr von Mo. – Fr. und der empfunden ausbrechende Arbeitseifer dann am späten Sonntagabend. Einige Fern-Unterrichtseinheiten wurden allerdings auch nach 18 Uhr abgehalten.

Ja, wenn kein dienstliches Eingabegerät vorgehalten/gestellt wird, kann natürlich auch kein Fernunterricht erfolgen – was selbstverständlich ist – sofern keine Improvisation mittels Privatgerät erfolgte. Lediglich ein paar Hausaufgaben (es waren teils mehr als genug und besonders mit sich überschneidenden Abgabeterminen mangels Absprache der KuK) in die Lernsoftware einzustellen ist für mich kein Verständnis von Unterricht, sondern nichts weiter als beleghafte Fakten für Leistungsbewertungen einzusammeln um schließlich die Leistungsbeurteilungen
nachzuweisen. Und mindestens 75 % an Unterrichtszeiten sind durch ausgefallene Unterrichtseinheiten nie und nimmer abgehalten worden.
Nur dieser Umstand ist kein Problem worauf SuS überhaupt hätten Einfluss nehmen können und da sollte man zumindest transparent und ehrlich bleiben.

trotzki
27 Tage zuvor

In den letzten Jahren hat jeder seine Erfahrungen gemacht. Man sollte jedoch nicht den Fehler machen, die eigenen Erfahrungen grundsätzlich als allegemeingültig für alle anzunehmen. Das gilt sowohl für die positiven als auch für die negativen Erfahrungen.

Und zur Ehrlichkeit und Tranparenz gehört auch dazu, dass die Abiturnoten halt nicht direkt vergleichbar sind, weil sie unter unterscheidlichen Voraussetzungen entstanden sind.
Die Diskussion gibt es aber schon seit Jahren, wenn man die Abiturschnitte der Bundesländer vergleicht.